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Elena Malfoy // 20

Auf einmal meldete sich ein lang verdrängter Gedanke aus meinem Hinterkopf wieder. „Die Kinder“ Es herrschte kurz totenstille. „Hey Elena, ich bin es Bill. Welche Kinder? Meinst du die, die du versteckt hast?“ Bill war anscheinend näher zu mir gekommen, denn ich konnte ihn klar und deutlich verstehen. „Dumbledore… unter Tisch… Falltür…Leiter... “

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Es fühlt sich an als würde ich schon seit Stunden rennen. Mir schmerzen die Füße. Meine Lunge brennt und ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalten und schaffen sollte. Ich wollte doch nur nach Hause und nicht mehr länger hier sein. War das etwa zu viel verlangt?
Ich möchte noch einmal George sehen und ihm sagen wie sehr ich ihn liebe. Will noch einmal Draco sehen und ihm sagen wie leid es mir tut, dass ich ihn damals alleine gelassen hatte. Ihn hatte mein Schicksal getroffen, vor welchen ich so feige weggerannt war. Noch ein letztes Mal möchte ich lebendig und nicht als tote durch Hogwarts spazieren und mit Myrte reden. Doch so wie es aussieht ist es aussichtslos und ich werde nie wieder einen von ihnen sehen. Ich werde für immer in dieser Vorhölle festsitzen. Und das Schlimmste an dieser Situation ist wohl, dass sie meine eigene ist.
Tränen fingen an mir über die Wangen zu laufen. Ich fühlte wie mich die Hoffnung verließ. Meine Schritte wurden langsamer und immer kürzer und am Schluss stand ich. Tränen rennen mir in Bächen über die Wangen. Ich wusste nicht mehr was ich machen sollte. Ich war irgendwo auf einer Wiese. Kein einziger Anhaltspunkt wo ich war und wie ich von hier wegkommen sollte. Zudem konnte ich nicht Disappieren. Dafür war ich mittlerweile viel zu schwach. Die Sonne fängt auch langsam an zu sinken und die ersten Sterne waren schon am Himmel zu sehen. Ewigkeiten stand ich da und weinte mir die Seele aus dem Leib. Was ist mit mir? Wo bin ich? Wie komme ich zurück? Bin ich tot? Die Fragen rannten durch meinen Kopf und brannten sich langsam Stück für Stück ein. Die Angst fing an mich langsam zu lähmen und ich spürte einen brennenden Schmerz in meiner Brust. Warum war das Leben so ungerecht? Warum tut es ausgerechnet mir so weh? Warum lässt es mich immer so schwere Entscheidungen treffen? Warum tut es weh? Langsam breitete sich der Schmerz immer weiter aus. Über meine Arme, Hände, Beine, Füße und den Kopf. Schlussendlich tat ich etwas, was ich noch nie gemacht hatte. Ich ließ mich fallen. Rücklings fiel ich auf den Boden und blieb liegen. Meine Augen trafen auf den mittlerweile mit Sternen bedeckten Himmel. Er strahlte ein Gefühl der Sicherheit aus. Es wirkte so als wollte mir der Himmel die Hand ausstrecken und sagen: „Komm zu uns wir beschützen dich.“ Und für eine Sekunde überlegte ich wirklich, ob ich nicht zu ihnen gehen sollte. Ich wäre Sicher und mir würde nie wieder Leid geschehen. Nie wieder Angst und all meine Probleme wären wie verblasst.

Es wäre ein schöner Gedanke und ich ließ mich fallen…

Ich ließ mich tief fallen und schreckte auf. Nein. Noch nicht jetzt. Ich konnte noch nicht aufgeben und ich durfte es noch nicht. Jetzt war die Zeit, dass ich kämpfen musste. Im Moment brauchten sie mich am meisten. Aufgeben ist keine Option und ich durfte jetzt nicht sterben.
Da ist immer noch ein Licht, dem ich aus der Dunkelheit folgen konnte und es leuchtet hell und stark aus dem Inneren des Tunnels. Und ihm werde ich bis zum Ende nun folgen. Denn es kennt den Weg den ich noch nie zuvor gesehen habe und zum Glück erleuchtet es ihn mir.
Ich stand aus dem Gras wieder auf. Stärker als wie zuvor. Stärker als wie ich jemals war. George, Draco, Mom. Ich komme nach Hause. Irgendwie werde ich schon einen Weg finden. Und ich hatte schon eine Idee wie ich das Schaffen konnte.

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