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Olivia Sparks- erstes Schuljahr (eine Harry Potter Fanfiction)

Liv (Olivia) Sparks ist ein ganz normales Mädchen- das denkt sie jedenfalls.
Aber dann erfährt sie, von der Schule für Hexerei und Zauberei- Hogwarts, und das sie eine Hexe ist. Und dann änderte sich einfach alles:
Von menschlichen Bibliotheksbüchern, blöden Stiefbrüdern (wenn man das so nennen kann), der besten Freundin dienen nur haben kann zum wahrscheinlich aufregendsten Schuljahr ihres Lebens.

Aber, lest doch einfach selbst und taucht zusammen mit mir Stück für Stück in Liv's Leben ein!

Kleine Info: ich werde zu jedem von Liv's Schuljahren eine Geschichte schreiben. Das hier ist die erste.
Ich würde mich sehr über ein Feedback in den Kommentaren freuen, damit ich weiß, was ich beim nächsten Mal besser machen kann.
GLG Ariana Dumbledore🧡

Anmerkung: Natürlich basiert alles auf den Harry Potter Büchern, dennoch habe ich mir die Freiheit genommen, und sehr viel dazu erfunden. Ich habe mich also nicht ganz an die Bücher oder Filme gehalten... Ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt! ❣️

Noch eine sehr wichtige Info:! Alle die Bilder hier in der Geschichte sind aus dem Internet! Also nicht direkt von mir! Sie wurden von mir also aus dem Internet kopiert!

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    ((big))((blue)) 1. Kapitel- Alles anders ((eblue))((ebig)) Es war ein anfangs warmer Juni-Nachmittag. Liv saß mit einem Buch auf ihrem Bett. Ihr Kate
    1. Kapitel- Alles anders

    Es war ein anfangs warmer Juni-Nachmittag. Liv saß mit einem Buch auf ihrem Bett. Ihr Kater Bunny schnurrte im Schlaf seelig vor sich hin. Normalerweise hörte sie beim lesen ja Musik, aber diesmal war ihr Fenster offen und Liv wollte die Nachbarn nicht stören, weshalb der CD-Player dieses Mal ausnahmsweise aus geblieben war.
    Dafür aber zwitscherten die Vögel dem Mädchen etwas vor. Ein ganz neues Lied, das ich noch nicht kannte. Die Kirschturmglocken läuteten neunzehn Uhr und alles war einfach nur wunderbar. Ein süßer Duft wehte vom Kirschbaum zu ihr herüber was alles nur noch wunderbarer machte.
    Liv's kleiner Bruder spielte mit ihrer kleinen Schwester unten im Wohnzimmer Lego und die Eltern, tja was die machten war Liv gerade unklar. Aber Erwachsene machten ja sowieso immer für Kinder unerklärliche Sachen.
    Also war sie allein. Und diese Nachmittage mochte sie immer. Wo sie allein war, nur Bunny bei ihr, mit einem Buch und allem drum und dran.
    Manchmal, wenn Liv allmählich langweilig wurde, stand sie auf, guckte die Zimmerlampe an und drehte mich im Kreis, so dass sich diese drehte. Und wenn Liv dann stehen blieb, sah es so aus, als würde das Zimmer umkippen. Obwohl sie es doch nur war, welche umkippte. Und dann setzte Liv sich wieder hin und laß. Grade war ein Buch namens,, Sommer auf Solupp" an der Reihe. Es war ein schönes Buch und erzählte vom Sommer und von Sommerferien. Sie konnte die Wellen von der kleinen Insel Solupp hören, konnte die salzige Seeluft riechen, den weißen Sand unter ihren Zehen spüren, doch als Liv dann wieder aufbkickte war sie wieder in meinem kleinen Zimmer, mit Bunny, mit ihrem unaufgeräumten Schreibtisch, mit ihrem kleinen Bett. Dann war die gedankliche Reise, an einen ganz anderen Ort vorbei.
    Langsam wurde es spät und begann zu dämmern.
    Doch Liv laß und laß weiter, bis es geschah.

    Plötzlich durchzuckten gleißende, helle blitzte den vorher so friedlich von Schäfchenwolken betupften Himmel.
    Kurz darauf folgte ein Grollender Donnerschlag. All das ließ Liv unwillkürlich zusammenzucken. Und dann folgte der Regen. Von der einen Minute auf die andere, fing es an wie aus Eimern zu schütten. Schnell machte sie das Fenster zu und sah verängstigt nach draußen. Eigentlich mochte Liv Gewitter sehr: mit einem spannenden Buch unter der Decke eingekuschelt sein, während es draußen Blitze und donnerte war sooo gemütlich! Doch diesmal fühlte es sich nicht so an. Liv fühlte sich klein und verloren. Nicht wie das elf jährige Mädchen, welches sie war sondern eher wie ein fünf Jahre altes Kleinkind.
    Und dann folgten die Schreie. Von unten dröhnten sie zu ihr hinauf. Und es war nicht irgend jemand der schrie, nein, es waren Liv's Ma und dann ihr Pa und zum Schluss ihre kleine Schwester und gleich darauf Liv's kleiner Bruder.
    Und dann war es still. Totenstill. Die Stille presste sich auf sie herab wie eine dunkle, eiskalte, große Hand und versuchte Liv beinahe zu erwürgen. Aber plötzlich brach die grausame Stille und Liv vernahm leise, knirschende Schritte, die die Treppe hinauf stiegen. Erst leise, dann lauter.
    Sie bekam langsam Panik. Was war mit ihrer Familie passiert? Und was würde mit ihr passieren, wenn die Personen (den vielen Schritten nach zu urteilen waren des mehrere) das Ende der Treppe und dann ihr Zimmer erreichten? Schnell sah Liv sich um. Sie musste sich verstecken! Aber wo nur? Liv hatte völlig den Kopf verloren, so groß war ihre Angst und sie wuchs von Sekunde zu Sekunde um das siebenfache. Aber dann fiel Liv ihr Versteck wieder eein.Sie huschte so schnell es nur ging hinter ihren Schrank, hinter den nur ein Kind passte, weil die Lücke zwischen ihm und Liv's weißen Wand zu klein war, und dann öffnete Liv die kleine Tür, die in die Wand gemeißelt wurden war. Ihre Eltern hatten die Tür vom Schrank verstecken lassen, weil sie sie nicht elegant fanden, aber Liv fand sie prima und sie hatte mich schon oft so manches Versteckspiel gewinnen lassen.

    Sie machte die Tür vorsichtig auf und passte gerade noch so durch den kleinen Spalt. Dann setzte sich Liv in die Luke und schloss die steinerne Tür hinter sich.
    Hier, hinter der Tür, in ihrem,, Geheimversteck" hatte sie einen Notfall-Rucksack versteckt: er war rot und beinhaltete: zwei Packungen sicher schon längst hart gewordene Gummibärchen, eine Wasserflasche welche sie erst gestern erneuert hatte, ein Pulli, ein T-Shirt, eine Jeans, ihr Portemonnaie, Stifte, einen Mini-Zeichenblock und und das alte Handy von ihrer Ma. (Fragt nicht wie das alles in den Rucksack gepasst hat, Liv und ich waren ja selbst überrascht).
    Und dann vernahm Liv leise Stimmen. Sie drängen gedämpft zu ihr herein.,, Haben die Sparks' nicht noch eine Tochter? Oliv oder so?", flüsterte eine bedrohliche, leise Frauenstimme.,, Olivia. Ja eigentlich schon.", verbesserte eine Männerstimme die der Frau.,, Und wo ist sie dann?", wollte die Frau entnervt wissen.,, Woher soll ich das wissen, Lestrange! Vielleicht bei einer Freundin oder so. Sie ist jedenfalls nicht hier.", fauchte der Mann.
    Liv musste sich wirklich Mühe geben um all das zu verstehen, weil die Stein-Tür die Stimmen nur ganz leise in den kleinen Abstand zwischen Tür und endlich anfangender Wand dringen ließ.
    Vorsichtig öffnete Liv die Tür einen Spalt breit um mehr hören zu können.,, Tja, dass weiß ich auch!", entgegnete die Frau. Liv konnte die beiden Gestalten nicht erkennen. Sie standen außer Sichtweite.,, Dann lass uns verschwinden. Das hier ist sowieso Zeitverschwendung.", knurrte der Mann. Er hatte eine ölige Stimme, so als hätte er sie schon sehr lange nicht mehr benutzt.,, Warte!", hielt die Frau den Mann auf,,, Olivia, oder wie die auch heißt, hat eine Katze... Lass mich ein bisschen Spaß haben.", die Stimme der Frau war hoch gewandert., Die könnte gut Sopran singen, so hoch wie ihre Stimme ist', schoss es Liv durch den Kopf. Der Mann seufzte da nur,, Na gut. Aber mach schnell."
    Erst jetzt realisierte Liv, was die Frau da gesagt hatte. Bunny! Was hatte die Frau mit ihm vor? Warum hatte Liv ihn nicht mitgenommen? Angstschweiß rann dem kleinen Mädchen über die Stirn.,, Naa gut. Wenn's schnell gehen soll.", meinte die Frau langgezogenen und lachte so ein schreckliches Lachen, wie es nur verrückte zu Stande brachten.
    ,, Avada Kedavra!", rief sie dann vergnügt. Ein grüner Lichtstrahl durchzuckten den Raum für zwei- drei Sekunden., Avrada Kadabra? Was soll denn das bitteschön heißen? Ist das eine Art Geheimsprache?', überlegte Liv., Hoffentlich ist Bunny nichts schlimmes passiert.'.
    Und dann gingen der Mann und die Frau. Liv konnte nur einen kurzen Blick auf beide erhaschen: der Mann war groß und dünn und hatte Blondes Haar, Bestimmt gefärbt', dachte Liv. Und die Frau hatte wildes, schwarzes Haar, dass so aussah, als wäre es noch nie mit einem Kamm in Berührung gekommen. Beide trugen schreckliche Masken und komische, schwarze Umhänge.

    Und dann gab es einen lauten Knall und die beiden waren so plötzlich verschwunden, wie sie gekommen waren.
    Liv blinzelte verwundert ein paar Mal. Und dann wartete sie. Und wartete. Und wartete. Bis die Luft ganz bestimmt rein war. Und dann sprang sie aus ihrem Versteck zu ihrem Bett und erstarrte. Da lag Bunny- doch der rot weiße Kater bewegte sich nicht mehr! Kein Stück. Nicht Mal seine Brust hob und senkte sich, wie immer wenn er schlief. Er war doch nicht... Oder etwa doch? Aber wie? Liv hatte keinen Schuss gehört. Nur den grünen Licht-Augenblick hatte sie gesehen. Aber wie war das nur möglich? Liv's Augen füllten dich langsam mit Tränen, bevor sie unbändig los liefen. Das Wasser dieser Tränen schmeckte salzig und warm rannten sie ununterbrochen über Liv's Wangen.
    Wie konnten diese zwei Menschen nur so grausam sein und Bunny töten! Aber- hatten sie nur Bunny getötet oder auch-... Liv wollte diesen Gedanken nicht einmal mehr zuende denken, so grausam war er. Die Schreie halten auf einmal wieder in ihren Ohren nach. Wie ein Echo in einem langen, langen Tunnel.

    Wie lange Liv schon da saß und um Bunny trauerte und sich einredete, dass niemand so herzlos wäre und Menschen umbringen würde, wusste sie nicht. Ihr kam es aber wie eine ganze Ewigkeit vor.
    Bis plötzlich jemand seine Hand auf Liv's Schulter legte. Sie zuckte zusammen; sie hatte niemanden kommen hören und drehte sich um. Vor ihr stand ein dunkelhäutiger Mann mit freundlichem Lächeln und einem Lila Umhang.,, W- wer bist du?", wollte Liv ängstlich wissen. Gerade als der Mann antworten wollte drang eine ganz neue Männerstimme zu ihnen hinauf:,, Hast du die andere Kleine gefunden?"
    ,, Ja, Mad-Eye. Und stell dir vor: sie lebt.", antwortete der Mann vor mir dem anderen Mann, der warscheinlich Mad-Eye hieß., Mad-Eye. Verrücktes-Auge. Was für ein seltsamer Name.', überlegte Liv.,, Na ja. Zu leben ist ja keine so große Kunst.", meinte das Mädchen an den dunkelhäutigen Mann gewandt. Der lachte.,, Nicht wenn du gerade von Todessern angegriffen wurdest.", erwiederte er.
    ,, Ich wurde aber nicht angegriffen."
    ,, Nicht?"
    ,, Nein. Aber Bunny schon."
    ,, Wer ist Bunny?"
    ,, Meine Katze."
    ,, Aha."
    ,, Wo sind Ma und Pa und Tommy und Risa?"
    ,, Wer ist Risa?"
    ,, Meine kleine Schwester."
    ,, Heißt die nicht eigentlich Marisa?"
    ,, Schon, aber- warte Mal... Woher weißt du wie meine Schwester heißt?"
    Gerade als der Mann den Mund öffnete kam ein zweiter. Sein Anblick ließ Liv insgeheim erschauern. Sein eines Auge drehte sich in alle Richtungen und war blau, wo hingehen das andere braun war. Sein Gesicht war überseht mit Narben und er hatte ein Holzbein. Sein schwerer Umhang lag ihm viel zu groß auf den Schultern.,, Mad-Eye. Du hättest dich ruhig ankündigen können!", rief der andere Mann und sah auch ein bisschen erschrocken aus... Nein. Nicht erschrocken. Eher überrascht. Mad-Eye grummelte nur etwas vor sich hin.,, Die anderen... Sie sind- nicht war?", meinte der erste stockend. Mad-Eye nickte.,, Ja. Claire, Liam, und die zwei anderen Knirpse.", Mad-Eye wollte es zwar nicht zeigen, aber man sah ihm an, dass er bestürzt und traurig zugleich war. Der andere Mann nickte und senkte den Kopf.
    ,, Kann mir jemand sagen, was hier los ist?", bat Liv leise. Der erste Mann, hockte sich vor ihr hin.,, Also erstmal, Olivia-",, Erstens: Liv. Zweitens: Woher weißt du meinen Namen?"
    ,, Erstens, okay, Liv. Zweitens, deine Mutter hat ihn mir gesagt. Drittens, bitte unterbrich mich nicht.", er sagte das ruhig und gefasst, aber man konnte das leise zittern seiner Stimme in seinem Unterton heraushören. Liv nickte brav und er fuhr fort:,, Also. Ich bin Kingsley. Kingsley Shakelbold. Ich bin mit deine Mutter zur Schule gegangen. Jetzt bin ich Auror für das Zauberei Ministerium-",, Au- wie bitte was? Zauberei Ministerium? Könnt ihr Mal mit eurer Geheimsprache aufhören!", rief Liv und biss sich augenblicklich auf die Zunge. Sie sollte ihn dich nicht unterbrechen! Aber Liv hatte so viele, so endlos viele Fragen!

    Und dann erklärte Kingsley ihr alles. Und Mad-Eye saß auf Liv's Schreibtischstuhl und hörte zu und ergänzte wenn es nötig war.
    Und so erfuhr Liv, dass ihre Mutter eine Hexe war. Und auf die Zauberei Schule namens Hog- irgendetwas gegangen war. Hogwi... Hogwo... Hogwarts! Ja. So hieß das. Und das es einem Bösewicht in der Zauberwelt namens Lord Voldemort oder so gab, der aber gestorben war aber seine Anhänger, die sich Todesser nannten, immer noch unter uns weilten und gerne Mal irgendwelche Leute umbrachten.,, So wie deine Familie hier zum Beispiel.", fügte Mad-Eye hinzu worauf er einen nicht Grade freundlichen Blick von Kingsley erntete.
    ,, Tot?", flüsterte Liv.
    ,, Weißt du Liv, diese Leute sind verrückte Monster, okay?"
    ,, Wie kann man nur so... So... Unmenschlich sein!'', meinte sie wütend.,, Das fragen wir uns auch sehr oft.", meinte Kingsley traurig.
    ,, Ja, ja, ja. Aber lasst uns lieber schnell von hier verschwinden, bis die Muggel noch kommen!", grummelte Mad-Eye.,, Muggel?", fragte Liv, denn sie verstand hier nur Bahnhof.,, Nicht magische Menschen.", sagte Kingsley so schnell, dass es bei ihm eher wie eines und nicht drei Wörter klang.
    ,, Aha.", meinte Liv.,, Bin ich auch ein Muggel?"
    ,, Das wissen wir nicht... Aber wir gehen Mal davon aus, dass du die Gene deiner Mutter geerbt hast.", beantwortete Kingsley Liv's Frage.
    ,, Ma war eine Hexe? Warum hat sie mir das nie erzählt!", Liv war ganz schön enttäuscht. Ihre Ma und sie hatten sich immer alles erzählt. Und das größte, wichtigste, beste, genialste hatte ihre Mutter ihr verheimlicht?
    , Wie unglaublich nett', dachte Liv sarakastisch.
    ,, Is' halt ein Geheimnis, dass mit uns.", Mad-Eye zuckte mit den Schultern.,, Lasst uns aber jetzt verschwinden.", brummte er noch.
    ,, Und wohin? Wo soll Liv, hier, wohnen?", Kingsley sah Mad-Eye erwartungsvoll an.
    ,, Wir gehen jetzt in's Ministerium. Und sie kann ja erstmal bei dir wohnen. Ihr scheint euch ja bestens zu verstehen..."
    Kingsley seufzte, nickte dann aber und hielt Liv seinen Arm hin. Diese schaute ihn fragend an.,, Wir disapparieren. Kann ich nicht erklären... Du wirst schon sehen.", erklärte er Liv geduldig.,, Okay...", Liv schnappte sich ihren Notfall-Rucksack und ergriff seinen Arm und schon gab es einen Ruck in ihren Körper. Etwas am Bauchnabel drückte fest dagegen. Und dann war es auch schon vorbei. Liv war schwindelig und sie hatte das Gefühl, sich gleich übergeben zu müssen.
    Das war also dieses dasapparieren. Wirklich ungemütlich.

    Sie waren in einem kleinen Raum gelandet. Er war vollgekleistert mit Fotos oder Zeitungsartikeln von allen möglichen nicht gerade nett aussehenden Leuten.
    ,, Wo sind wir hier?", fragte Liv leise.,, In der Auroren-Zentrale.", antwortete Kingsley genauso leise.
    Mad-Eye deutete auf einen Stuhl:,, Setzt dich da hin. Wir sind gleich wieder da." Liv nickte brav und setze sich auf den Stuhl.
    Sie wartete eine Minute, zwei Minuten, fünf Minuten, sieben Minuten, zehn Minuten... Bis plötzlich eine Frau mit lila Haar kam.,, Hey! Liv, richtig?", fragte sie Liv. Liv nickte.,, Gut! Ich bin Tonks. Ich werde momentan zur Aurorin ausgebildet! Freut mich dich kennenzulernen." Tonks hatte so ein nettes Lächeln, welches sie strahlen ließ und so eine nette Art. Alles an ihr war nett und zuvorkommend.
    ,, Also, Liv. Ich werde dir jetzt ein paar Fragen stellen und du wirst sie beantworten. Ehrlich, bitte. Okay?", Liv wurde das langsam ein bisschen zu bunt. Man musste nicht mit ihr reden wie mit einem Kleinkind!,, Nur wenn du aufhörst mit mir zu reden als wäre ich keine fünf.", Antwortete sie also. Tonks kicherte.,, Okay, okay. Hast du die Leute gesehen? Wie viele waren es? Kannst du sie beschreiben?", sprudelt die noch nicht ganz ausgebildete Aurorin drauf los.,, Also, ja ich hab sie gesehen, aber nur ganz kurz und nicht so gut, weil ihre Gesichter von so komischen Masken bedeckt waren. Es waren zwei... Eine Frau und ein Mann. Also, ich glaube, dass es ein Mann war wegen der Stimme aber er oder sie hatte lange blonde Haare... Also nicht sooo lang sondern eher so bis knapp unter die Schultern... Die Haare waren aber mit Sicherheit gefärbt oder wenigstens gebleicht. So ein blond hat niemand! Die andere war eine Frau und hatte so eine hohe Psycho-Stimme. Sie hatte richtig zerzauste schwarze Haare, die so lockig waren... Mehr kann ich nicht sagen...", beendete Liv ihre Erzählung. Tonks grinste sie an.,, Das ist aber doch schon eine ganze Menge."
    Plötzlich kamen auch noch Kingsley und Mad-Eye in den Raum.
    Tonks reichte ihnen die Notizen die sie sich von Liv's Erzählung gemacht hatte. Mad-Eye nickte.,, Das sieht ziemlich nach Lestrange und Malfoy aus." Plötzlich erinnerte Liv sich:,, Lestrange... Der eine Mann da oder halt die vielleicht-Frau hat die andere Frau einmal mit Lestrange angesprochen!"
    ,, Okay... Dann wäre das schon Mal erledigt. Liv, du kommst jetzt mit mir nach Hause. Dann sehen wir, wie es mit dir weiter geht.", meinte Kingsley und hielt Liv zum zweiten Mal an diesem Tag den Arm zum disapparieren hin.

    ,, So. Das ist jetzt für's erste dein Zimmer.", Kingsley grinste Liv unsicher an. Das Zimmer war klein und voller Krempel. Es war staubig und überall hingen Spinnenweben, was Liv ein bisschen Angst einjagte. Aber sie nickte nur:,, Okay."
    Kingsley schien über ihr Antwort sehr, sehr erleichtert zu sein.,, Gut... Ähm also Tonks hat dir ein paar alte Sachen von sich geschenkt... Wir haben ja nicht sonderlich viel mitgenommen.", meinte er und reichte Liv einen riesigen Koffer. Der Koffer war fast so groß wie sie selbst.,, D- Danke...", stammelte sie perplex.,, Gut... Dann ähm ich bin unten okay? Ruf wenn du es brauchst.", meinte Kingsley bevor er verschwand. Nun war Liv alleine.
    Sie hievte den Koffer neben die kleine Matratze, welche in der Mitte des Raumes stand. Als sie den Koffer aufmachte musste Liv unwillkürlich schmunzeln. Tonks hatte einen wirklich sehr, sehr gemischten Kleidergeschmack: alles wirklich alles war hier zu finden: von unscheinbaren pinken T-Shirts bis zu dunkelblauen, kurzen, sexy Kleidern und dann noch die viel zu weiten weißen Tops. So etwas würde Liv niemals in meinem ganzen Leben anziehen... Außer vielleicht das unscheinbare.
    ,, Abendessen!", hörte sie auf einmal Kingsley von unten rufen.,, Ich komme!", antwortete Liv laut und ging hinunter in das Esszimmer.

    Liv's Zeit hier bei Kingsley war schön, ja schon, aber auch ziemlich eintönig. Immer das selbe: morgens, früh Frühstück, dann musste Kingsley immer zur Arbeit. Manchmal begleitete sie ihn, nahm ein Buch mit, und hatte es dann in circa vier Stunden auch schon durchgelesen. Dann musste sie es doppelt lesen. Und noch einmal. Und noch einmal. Bis sie es dann schon längst auswendig kannte.
    Sie war ein einziges Mal allein zu Hause geblieben, aber das hatte ihr auch schon gereicht: von den unheimlichen, magischen Geräten und den komischen Geräuschen in Kingsleys Haus hatte sie da schon mehr als genug gehabt.
    Also kam sie immer mit in die Auroren-Zentrale.
    Und abends, da saß sie immer auf ihrem Bett und laß, während Kingsley irgendwo unten war und arbeitete.
    Klar, Liv mochte den Mann echt gerne und er konnte wirklich nett sein, aber so ein Leben konnte sie sich dennoch nicht vorstellen.
    Alles war so grau, eintönig, so... anders.
    Und so etwas wollte Liv nicht. Sie wollte ein richtiges Familienleben! Mit Eltern, die auch Zeit für sie hatten... Und wenn das nicht dann eben mit Geschwistern.
    Sie wollte so ein Leben wie früher. Mit Risa und Tommy und ihrer Ma und ihrem Pa.
    Aber das ging nun einmal nicht. Und das wusste sie.
    Aber das machte Liv immer so unendlich traurig.
    ,, Du bist nicht wie die anderen Livy. Du bist etwas ganz, ganz besonderes.", hatte ihre Ma immer Abends, vor dem ins Bett gehen gesagt.
    Und Liv hatte gegrinst und sich wie etwas ganz besonderes gefühlt. Und sie hatte dieses Gefühl gemocht.
    Aber jetzt wollte sie nichts besonderes mehr sein. Nein. Sie wollte einfach nur normal sein. Ein ganz normales Mädchen. Mit einem ganz normalen Leben. Und einer ganz normalen Familie.
    Liv vergoss heimlich ein, zwei Tränen und legte sich dann schlafen.
    Heute war ihr achter Tag bei Kingsley gewesen.
    Ihre achte Nacht.
    Und dies war nun auch ihr letzter Tag gewesen.
    Und Liv's letzte Nacht.
    Aber das wusste sie noch nicht. Hätte sie geahnt, was am nächsten Tag passieren würde, hätte sie sich auf den nächsten Morgen gefreut, wie ein kleines Kind auf Weihnachten.

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    ((blue))((big))2. Kapitel- Von menschlichen Bibliotheksbüchern, zu einem sooo gutem Freund ((ebig))((eblue)) (So ungefähr, wie auf dem Bild, sieht L
    2. Kapitel- Von menschlichen Bibliotheksbüchern,
    zu einem sooo gutem Freund

    (So ungefähr, wie auf dem Bild, sieht Liv aus)
    ,, Liv. Li-iv! Zeit zum aufstehen.", flüsterte Kingsley Liv ins Ohr.,, Komme ja schon.", murmelte Liv verschlafen und Kingsley verließ den Raum. Er wusste, dass sie bald kommen würde.
    Das war nämlich immer so. Kaum war er aus der Tür, sprang Liv auf und suchte sich die Klamotten für heute zusammen: ein lila T-Shirt mit der Aufschrift Die Schicksalsschwestern.
    Die Schicksalsschwestern waren, wie Liv mitbekommen hatte, eine sehr berühmte Band in dieser,, Welt" und Tonks hatte eine jede Menge T-Shirts von ihnen.
    Dann noch eine normale Jeans und Sneakers. Das Hexen und Zauberer so normale Sachen haben konnten, überraschte Liv jedes Mal aufs neue.
    Schließlich band sie ihr braunes Haar nur noch zu einem Pferdeschwanz und schnappte sich das erstbeste Buch:,, Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren. Damals war es ihr Lieblingsbuch gewesen. Sie hatte beim lesen immer diesen Zauber, diese Ehrlichkeit gespürt.
    Der Zauber und all das waren zwar geblieben, aber sie hatten sich verändert. Nun hatte Liv das Buch schon um die 100 Mal gelesen und es langweilte sie ein bisschen. Klar, davor hatte sie es auch oft, sehr oft sogar, gelesen... Nur hatte sie da mehr Bücher-Auswahl gehabt, als nur dieses Buch und,, Tintenherz" von Cornelia Funke.
    Schnell lief Liv nach unten und verschlang in Windeseile einen Apfel bevor Kingsley
    mit ihr disapparierte.
    Die beiden landeten im Eingangsbereich des Ministeriums und liefen am Brunnen mit dem Zentauren, dem Hauselfen und dem Zauberer vorbei. Als Liv das erste Mal hier gewesen war, hatte sie vor lauter staunen nicht einmal mehr den Mund zu gekriegt, aber jetzt hatte sie sich mehr oder weniger an den Anblick gewöhnt. Sie stiegen in den klapprigen Fahrstuhl und fuhren zur Auroren-Zentrale.
    Dort setzte Liv sich auf einen in der Nähe stehenden Stuhl und laß. Was Kingsley machte, wusste sie nicht. Irgendetwas magischen halt. Stunden um Stunden vergingen. Und Liv hatte das Buch schon zweimal durch, als eine Frau und ein Mann die Zentrale betraten. Liv nahm an, dass es keine Auroren waren, denn sie hatte die beiden noch nie zuvor gesehen. Die Frau war etwas breiter und hatte feuerrotes Haar. Der Mann hingegen war eher dünn und hatte auch rotes Haar.
    Als die Frau Liv erblickte, winkte sie ihr schmunzelnd zu. Und Liv winkte unsicher zurück.
    Diese zwei strahlten so eine Freude, so eine Nettigkeit aus, welche Liv warm ums Herz werden ließ.,, Hallo! Du bist Olivia, oder?", die Frau stand nun vor Liv und strahlte sie an. Liv nickte langsam:,, Ja... Ich bin Liv.",, Schön.", meinte die Frau und nahm Liv in den Arm. Liv war so eine Geste zwar nicht gewöhnt, aber sie wehrte sich nicht.,, Ich bin Molly. Molly Weasley.", stellte sich die Frau, die Molly hieß vor.,, Hey. Ich bin Arthur. Arthur Weasley. Weißt du wo wir Kingsley Shakelbold finden?", fragte der Mann das kleine Mädchen. Liv zuckte mit den Schultern.,, Das letzte Mal als ich ihn gesehen habe, ist er durch diese Tür gegangen.", sie deutete auf eine Holztür in der Linken Ecke des Raumes.
    ,, Okay, gut. Wir sind gleich wieder da.", versprach Molly ihr. Liv wusste zwar nicht, was sie damit meinte, nickte aber. Und dann gingen die beiden in das Zimmer nebenan. Wo warscheinlich auch Kingsley saß und arbeitete. Liv laß wieder ein bisschen, konnte sich aber nicht wirklich konzentrieren. Immer wieder fragte sie sich, was Molly und Arthur wollten. Es kam ihr irgendwie wichtig vor.
    Kurz darauf kam Kingsley mit dem Pärchen Weasley wieder.,, Hey Liv. Also, hör mal- du ähm...", begann Kingsley stockend.,, Also... Molly und Arthur hier... Sie, na ja... Sie wollen dich- ähm... Ich nenne es Mal aufnehmen. Weißt du, sie haben mehr Zeit für dich und Kinder in deinem Alter... Bitte sei mir nicht böse..."
    ,, Ich fühle mich wie ein menschliches Bibliotheksbuch, dass immer vom einen zum anderen weiter gegeben wird.", murmelte Liv gespielt beleidigt, lächelte dabei aber.
    ,, Gut... Dann lass uns nach Hause disapparieren und deine Sachen holen.", meinte Kingsley, erleichtert darüber, dass Liv es doch so locker nahm. Sie nahm seinen Arm und schon disapparierten sie zu Kingsley nach Hause, in Liv's Zimmer. Das kleine Mädchen musste nicht viel packen, weil sie noch nichts ausgepackt hatte. Sie hatte immer auf so etwas wie gerade eben mit Molly und Arthur gehofft. Kingsley nahm ihr den Koffer ab und schon waren sie wieder in die Auroren-Zentrale disappariert.

    Molly und Liv standen vor einem etwas verfallenem, windschiefem Haus, auf dessen Tür die Aufschrift Fuchsbau pragte.
    Es schien zwar nicht das prächtigste Königsschloss zu sein aber so etwas mochte Liv auch nicht wirklich. Nein, dieses Haus hatte etwas gemütliches, einladendes und das fand Liv gut.
    (Arthur war nicht mitgekommen, weil er noch im Ministerium arbeite musste.)

    Molly und Liv gingen noch ein kleines Stückchen bis zur Tür. Liv begutachtete das Haus fasziniert, und hörte nur mit halbem Ohr zu, was Molly ihr die ganze Zeit,, erzählte". Molly stieß ihr die Tür auf und rief laut durch das ganze Haus:,, Jungs, Ginny! Ich bin zurück! Kommt Mal!" Sie rief es so laut, dass Liv ein wenig zusammen zuckte. Kurz darauf waren auch schon polternde Schritte im Treppenhaus zu hören.
    , Klingt ein bisschen so, als würde da eine eine Herde Elefanten lang laufen', dachte Liv belustigt. Und schon kamen auch drei Jungs mit roten Haaren herunter, gefolgt von einem etwas weniger schnellen, ebenfalls rot haarigen Mädchen, welches auch etwas kleiner war. Als Schluss kamen noch drei Jungen, zwei von ihnen waren warscheinlich schon erwachsen und der dritte auch größer, aber wahrscheinlich immer noch ein Kind. Alle hatten rote Haare und zwei von den als ersten gekommenen Jungen waren eineiige Zwillinge. Sie sahen so gleich aus, dass es Liv erschauern ließ. Aber nicht negativ sondern aus Belustigung. Der eine der ersten drei Jungen sah genauso alt wie Liv aus, dass Mädchen aber nicht viel Jünger.,, Du bist also diese Olivia.", bemerkte der Junge, welcher zu Letzt gekommen war.,, Liv.", korrigierte Liv ihn. Dieser verdrehte nur die Augen,, Ist doch das gleiche." Molly lächelte.,, Ich lasse euch Mal kurz alleine. Ich muss noch kurz einkaufen gehen. Liv: du schläfst bei Ron.", bei dem Namen,, Ron" zeigte sie auf den Jungen, der so alt aussah wie Liv. Liv nickte und Molly disapparierte. Sofort ging der Junge, der sie eben angesprochen hatte wieder nach oben.,, Man Perce! Das ist nicht gerade höflich!", rief ihm einer der Zwillinge hinterher. Aber dieser,, Perce" ließ sich davon nicht beeindrucken und kam nicht wieder. Man hörte ihn nur noch die Tür hinter sich zuknallen.,, Mach dir nichts draus. Er denkt warscheinlich, dass er besseres zu tun hat.", meinte einer der Erwachsenen Jungen (er sah älter aus als der andere erwachsene Junge... Oder eher Mann.)
    ,, Ich bin übrigens Bill.", fügte er noch hinzu.,, Cool. Schön dich kennenzulernen.", meinte Liv grinsend.,, Hey. Charlie.", stellte sich der andere Mann vor. Liv nickte. Sie erfuhr noch, dass das Mädchen Ginny, die Zwillinge Fred und George und der blöde Junge Percy hießen. Fred und George schienen die Spaßvögel zu sein, was Liv einerseits mit Humor und andererseits auch mit etwas Angst nahm... Immerhin dachten sich solche Leute immer die fiesesten Streiche aus.
    Trotzdem mochte Liv alle hier sofort. Selbst den griesgrämigen Percy! Alle hier waren so nett.
    Den Rest des Tages verbrachte Liv damit, ein bisschen mit den anderen zu plaudern, sich das Haus zeigen zu lassen und am Ende sogar Gnome zu jagen (Molly hatte es so gewollt) Am Ende des Tages kam auch Arthur wieder. Der Tisch wurde gerade von allen gedeckt, als er kam. Und dann gab es ein Festmahl, wie Liv es noch nie gegessen hatte (außer vielleicht bei ihrer Gran zu Weihnachten). Nach dem Nachtisch waren alle mehr als voll und Liv spielte sogar Mal kurz mit dem Gedanken, ihre Hose heimlich auf zu Knöpfen, aber sie ließ es dann doch lieber sein. Der Sternenhimmel funkelte über ihnen und der Mond schien voll, hell und klar.,, Jetzt müssen wir aufpassen, dass keine Werwölfe kommen.", grinste Fred... Oder war es doch George? Liv nahm sich fest vor, etwas zu finden, mit dem man die beiden unterscheiden konnte. Aber jetzt war sie zu müde dafür. Die Glühwürmchen tanzten langsam und träge von der heißen Sommerluft einen kleinen Tanz und sahen dabei aus wie kleine Sternchen auf Erden.
    Liv wollte hier für immer und ewig genauso sitzen bleiben und genau dieses schöne Gefühl immer mit sich tragen können. Aber gerade in dem Moment gähnte Ginny herzhaft und Molly schickte sie allesamt unter Protesten ins Bett. Sogar Bill und Charlie! Obwohl sie erwachsen waren! Aber die beiden grinsten nur und taten, was ihre Mutter ihnen sagte.
    Liv folgte Ron die Treppen hinauf in sein Zimmer, welches jetzt auch das ihre war. Es passte wirklich gut zu ihm: überall orange und rot, tausende von Postern von den,, Chudley Cannons" und überall stapelten sich die verschiedensten Comics. Liv musste schon wieder beim Anblick des Zimmers Lächeln und Ron fuhr sich etwas verstört durch die Haare... Wie beim ersten Mal, als Liv das Zimmer begutachtet hatte. Liv nahm sich ein einfaches, weißes Nachthemd aus dem großen Koffer und ging ins Bad und sich umzuziehen und dir Zähne zu putzen. Ron machte das alles in der Zeit in seinem Zimmer. Liv ging zurück und legte sich auf die grüne Matratze. Molly hatte ihr versprochen:,, Du bekommst bald ein richtiges Bett." Aber die Matratze reichte Liv völlig aus.
    Zuerst lagen Ron und Liv schweigend in ihren Betten bis sie fragte:,, So vollgekleistert wie dein Zimmer vom den Plakaten ist, bist du wohl Fan von den Chudley Cannons? Was sind die? Eine Musik-Band?" Trotz der Dunkelheit, sah Liv, dass Ron sie ansah...,, Die sind ein Quiditsch-Team. Und zwar das beste der Welt!", rief er leise und machte seine kleine Nachttisch-Lampe an. Im schummerigen Licht, welche diese spendete sah sie, dass der Junge strahlte. Doch sie verstand kein Wort.,, Quiditsch?"
    ,, Stimmt ja. Du weißt ja gar nicht was das ist.", seufzte Ron und Liv fühlte sich bei den Worten ein bisschen dumm.
    ,, Also, das ist in der Regel ganz einfach: es gibt sieben Spieler. Man spielt das alles auf Besen, weißt du? Und dann gibt es in jeder Mannschaft drei Jäger...", erklärte Ron ihr. Und so erklärte er auch weitere zwei einhalb Stunden über Fouls, berühmte Spieler und Mannschaften, Besen, Tricks...,, Wenn du möchtest, bringe ich dir morgen ein bisschen Quiditsch bei. Wir haben nämlich alte Besen und so und Fred und George sind in Hogwarts sogar in der Griffindor Quiditsch-Mannschaft!", er gähnte lange.,, Griffindor? Was ist denn das schon wieder?", meinte Liv und wurde kurz darauf von Rons gähnen angesteckt.,, Erklär' ich dir morgen. Jetzt muss ich schlafen.", meinte er und kinipste das Licht aus.,, Okay. Gute Nacht.", sagte Liv, aber da schnarchte Ron auch schon leise los.
    Liv kuschelte sich in ihr Kissen und musste seufzen. So schön war es heute gewesen! Ein bisschen so wie im Urlaub in Frankreich, mit ihrer Familie letztes Jahr. Eine kleine, vereinzelte Träne kullerten beim Gedanken an ihre Familie über ihre Wange bevor sie auf das organe Kissen tropfte. Sie hatte all die Tage versucht, sich davon abzulenken, doch der schmerzende Gedanke an ihre Familie war nie wirklich weg gewesen. Und jetzt erst bemerkte sie, wie sehr sie ihr doch fehlte. Aber die Weasleys waren ihr doch ans Herz gewachsen... Jetzt schon. Und sie waren für die wie eine echte Familie... Jetzt schon.
    Und bei dem Gedanken schlief sie ein.

    Liv wachte auf. Es immer noch Nacht. Sie befand sich in einem großen Schrank, wie war sie da denn hinein gekommen? Plötzlich hörte sie Stimmen... Die Stimmen, die sie auch am jenem Tag hörte, als ihre Eltern ermordet wurden... Die Stimme von dieser Lestrange.,, Oh! Sieh nur. Die kleine Olivia hat einen Bruder! Und nicht nur einen. Eine echte Familie!", die Frau lachte ihr psycho Lachen,,, Komm! Lass mich ein bisschen Spaß haben!" Nun kam auch die Stimme von dem Mann dazu:,, Nur gut. Aber beeil dich!" Die Frau lachte.
    Und Liv packte eine heiße Angst und Panik. Ron! Bill! Charlie! Ginny! Fred und George! Percy! Molly und Arthur! Liv öffnete die Schranktür und sah sie alle dort. Gefesselt. Wie hatten diese Lestrange und dieser Malfoy es geschafft, alle zu fesseln? Das war doch verrückt!,, Wo ist Liv?", rief Ron. Sein rotes Haar war zerzaust und er hatte riesige, dunkle Augenringe., Hier bin ich, Ron!', wollte Liv rufen, doch kein Wort drang aus ihrem Mund. Sie wollte aus dem Schrank springen und ihnen helfen, aber sie konnte nicht. Es war wie verhext! Sie war wie festgewachsen! Die Lestrange lachte und rief:,, Avada Kedavra!" Ein heller, grüner Lichtblitz füllte den Raum., Nein!', wollte Liv rufen, doch wieder drang kein Laut aus ihrem Mund. Und dann spürte sie etwas komisches. Es kletterte in atemberaubender Geschwindigkeit an Liv's Körper hoch. Als Liv nach unten schaute, bemerkte, dass sie Wurzeln hatte. Sie war tatsächlich angewachsen! Und sie verwandelte sich mit jeder Sekunde mehr in einen Baum! Denn dieses etwas, welches an Liv's Körper hoch kletterte, war Holz! Kleine Blätter sprossen an ihren Fingern. Es waren kleine, grüne Kastanienblätter. Und bei dieser Verwandlung musste sie mit zu sehen, wie jedes Familienmitglied der Weasleys ermordet wurde. Sie wollte die Augen schließen, doch es ging nicht. Und so musste sie all die Grausamkeiten mit ansehen.
    Als die Frau fertig war, kam sie mir schnellen Schritten auf den Schrank, in dem Liv war zu und riss die Tür auf. Doch, als Liv der Frau und Gesicht sah, war nicht das Gesicht der Frau dort, sondern etwas schreckliches: ein kreideweißes Gesicht, die Augen waren blutrot und es hatte Nüstern, die so aussahen wie von einer Schlange. Das Etwas sah sie an, griff nach ihr und flüsterte, mit einer hohen, noch schrecklicheren Stimme:,, Oooliiiviaaa Spaaarks!"

    Liv fuhr aus dem Schlaf und sah sich um. Schweiß tropfte ihr von der Stirn und ihr war heiß und kalt zugleich. Sie sah zu Rons Bett, wo er friedlich vor sich hin schlummerte.,, Alles gut. Nur ein Albtraum.", murmelte Liv immer noch etwas außer Atem. Sie stand auf um sich ein Glas Wasser aus der Küche zu holen. Als sie unten angekommen war, hörte sie gedämpfte Stimmen leise flüstern. Sie folgte den Stimmen in die Küche. Zwei Gestalten waren dort. Kurz musste Liv an die Lestrange und den Malfoy denken, aber die zwei, die dort standen waren eindeutig zu klein für das Mörder-Duo. Liv pirschte sich lautlos heran, trat dann aber auf eine morsche Holzdiele, welche knirschte. Die zwei Gestalten drehten sich um.,, Lumos.", flüsterte die eine mit einer Stimme, die Liv nur zu gut kannte.,, Fred! George! Man habt ihr mir einen Schrecken eingejagt!", flüsterte Liv erleichtert.,, Und du erst.", meinte George... oder Fred genauso leise.
    Nach dem kleinen Schreck, grinsten beide wieder und Liv erkannte, dass einer von ihnen sein Grübchen links und der andere rechts hatte.,, Wer bist du, von beiden?", wollte Liv vom Zwilling mit dem linken Grübchen wissen. Dieser grinste.,, Fred. Aber du wirst uns eh nicht auseinander halten können."
    ,, Schwör mir bei... bei... bei Keine Ahnung was, dass du wirklich Fred bist!", forderte sie. Er grinste.,, Ich schwöre bei Dumbledore. Aber, ein Tipp von mir: wenn du uns auseinander halten willst, musst du schauen, wer der Lustigere ist." George verdrehte nur die Augen.,, Was machst du eigentlich hier?", wollte er wissen.,, Ich wollte mir 'nen Schluck Wasser holen. Und ihr?", antwortete Liv. George, griff schnell hinter sich, und versteckte etwas, was sich nach einem Blatt Papier angehört hatte in seiner Hosentasche. Das Papier schien echt klein zu sein.,, Streiche aushecken. Was denn sonst?", grinste Fred.,, Aha."
    Liv holte sich ein Glas aus dem Küchenschrank und füllte es mit Wasser. Sie wollte es gerade an ihren Lippen ansetzen, als sie bemerkte, dass Fred und George sie interessiert musterten.,, Was starrt ihr mich so an?", grinste sie.
    Die beiden sahen sie grinsend an., Die müssten Mal die Grinsekatze von,, Alice im Wunderland" kennenlernen. Die würden sich sicher Prima verstehen.', dachte Liv bei sich.,, Wir wollen Schwächen ausfindig machen... Sonst wissen wir ja gar nicht was unsere Streiche für dich beinhalten sollen.", sagten beide gleichzeitig, was etwas gruselig war, fand Liv.,, Ach, das kriegt ihr sowieso nicht hin.", grinste Liv zurück und wusch das Glas schnell ab.,, Na dann! Good night.", Liv lief aus der Küche und versuchte dabei das leise kichern von den Zwillingen zu überhören.

    Am nächsten Morgen wachte Liv von hellen Sonnenstrahlen, die ihr ins Gesicht schienen auf. Langsam öffnete sie die Augen. Sie hatte diese Nacht viel zu wenig Schlaf abbekommen: erst spät ins Bett gegangen, der Albtraum und dann hatte es Stunden gedauert bis sie endlich eingeschlafen war. Zum Glück hatte sie keine weiteren bösen Träume mehr gehabt. Aber immer und immer wieder rumorte dieses blasse Gesicht mit den roten Augen und Schlangen-Nüstern durch ihre Gedanken. Sie wusste zwar nicht warum, hatte aber das Gefühl, dass dieses Gesicht etwas zu bedeuten hatte und nicht nur eine von ihrem Unterbewusstsein ausgedachte Fantasie-Figur war. Am Abend hatte sie den Beschluss gefasst, Ron davon zu erzählen, doch jetzt hielt etwas sie davon ab. Wie würde Ron reagieren? Würde er Liv für verrückt halten? Konnte sie ihm überhaupt vertrauen? Sie beschloss, es vorerst für sich zu behalten. Nur so zur Sicherheit.
    ,, Oh, Sorry. Ich wollte dich nicht wecken.", Ron hatte bemerkt, dass Liv aufgewacht war.,, Oh, halb so wild.", Versicherte diese und stand auf.

    Kurz darauf befand Liv sich am Frühstückstisch. Dieser war voll gedeckt mit Bacon and Eggs, Brötchen, frisch gepresstem Orangensaft... Sie saß zwischen Ron und Ginny. Gegenüber von ihr saßen Fred und George und warfen Liv ständig komische, grinsende Blicke zu. Schnell sah Liv weg und versuchte sich so gut wie möglich auf ein Gespräch zwischen Ron und Ginny zu konzentrieren.,, Die Chudley Cannons sind auf jeden Fall die besten!",, Ach was! Die Appleby Arrows sind besser!",, Du spinnst ja wohl!"
    Okay. Dieses Gespräch interessierte Liv wie eine Wasserstandsmeldung. Schnell aßen sie auf und Liv, die wie auch die gesamte Familie Weasley noch im Schlafanzug war, wollte hoch gehen und sich umziehen als Molly sie aufhielt.,, Ich hab vergessen sie dir gestern zu geben, aber hier.", meinte Molly und gab Liv ein sehr großes Paket. Dann war die Frau auch schon wieder verschwunden. Liv beschloss, dass Paket oben auf zu machen. Als Liv sich schnell an das öffnen des Paketes. Obwohl es Liv eigentlich nicht so gerne und schon gar nicht vor Fred und George zugeben würde, war sie eigentlich oft sehr, sehr neugierig. Genauso wie jetzt bei dem Paket.
    Vorsichtig Pulte sie den Klebestreifen ab welcher die Ränder des Pappkartons zu hielt auseinander und öffnete ihn. Und Liv fing an zu strahlen. Es waren ganz neue Klamotten. Und sie waren so hübsch! Ganz ihr Geschmack! Mit leuchtenden Augen und einem bereiten Lächeln auf den Lippen wühlte sie im Karton herum, nahm die Sachen genau unter die Lupe und schaute, was zusammen passte.
    Es war einfach wunderbar! Alles war dabei! Sogar schon Sachen für den Winter. Molly hatte für alles gesorgt. Und daran merkte Liv, dass Molly eine wunderbare Mutter war. Aber nicht nur in diesen Punkten. Molly Weasley war immer für einen da und machte alles mit Liebe. Vielleicht merkten es die anderen Weasley-Kinder ja nicht und dachten ihre Mutter wäre nervend aber Liv fand ihre neue Mutter einfach wunderbar!

    Mit brandneuer Jeans, rotem T-Shirt und weißem Pulli machte Liv sich nach draußen wo auch schon Fred, George, Ron und Ginny herum liefen. Gnome jagen. Liv grinste. Irgendwie machte es ihr Spaß die kleinen, Gartenzwerg ähnlichen Dinger zu fangen und zu versuchen sie noch weiter als die anderen zu werfen.
    Die Sonne brannte schon nach wenigen Minuten auf den Rücken der Kinder., Wie am Mittag in Italien im Sommer.', verglich Liv und strich sich eine Schweiß verklebte Strähne aus dem Gesicht. Ihren Pullover hatte sie unachtsam einfach irgendwo hin geschmissen. Jetzt machte ihr das Gnome-jagen doch nicht mehr ganz so viel Spaß.,, Ich glaub' wir haben alle!", meinte Charlie, der zusammen mit Bill nach ein paar Minuten auch noch dazu gekommen war.,, Jaaa… Hoffentlich.", antwortete Ginny und ließ sich auf's Gras plumpsen. Die anderen machten es ihr nach. So saßen oder lagen sie schweigend da und starrten in den Himmel, zählten die Wölkchen, die an ihren Köpfen vorbei schwebten und ließen sich die Sonne in die Gesichter scheinen. Alles war wunderbar. Nach einer Zeit kam sogar ein leichter Wind auf und strich ihnen mit angenehm kühler Hand durch's Gesicht. Liv fühlte sich so wohl und wünschte, dass der Moment niemals aufhörte. Doch schließlich brach George die ruhige Stille:,, Mir ist langweilig.",, Dein Pech.", antwortete Ginny genervt. Fred lachte.,, Da ist ja jemand schlecht drauf!"

    Ein paar Minuten später saßen die Jungs auf wackeligen Besen und spielten Quidditch. Dabei versuchte Ron ihr alles so gut es ging zu erklären:,, Schau Mal. Das was Charli und Bill gerade machen… hast du das gesehen? Also das war die Parkins Pinzette, verstanden?"
    So ging das noch eine ganze Zeit lang bis schließlich Charli und Bill gegen Fred, George und Ron gewannen.,, Hey Liv! Willst du auch Mal fliegen?", rief Fred ihr zu und grinste diabolisch. Aha. Er wollte wohl austesten ob Liv Höhenangst hatte? Sollte er doch. Denn Liv liebte die Höhe wie auch Flugzeug-fliegen über alles.,, Gerne!", rief sie und stellte sich zu den Jungs. Ginny sah gelangweilt zu. Aber neben der Langen Weile erkannte Liv auch noch eine Spur Eifersucht in ihrem Gesichtsausdruck. Konnte das denn sein? War Ginny wirklich eifersüchtig auf sie? Bei genauerer Überlegung fand Liv den Gedanken nicht Mal mehr so abwegig. Hatten Ginnys Brüder ihr jemals Flugunterricht angeboten, wie bei Liv? Wahrscheinlich nicht. Liv beschloss, sich in ihrer Zeit hier im Fuchsbau ein bisschen mehr um das jüngste und einzige Weasley-Mädchen zu kümmern. Liv war zwar noch nie die kleine Schwester gewesen, Nein. Sie war immer die Größte gewesen, aber manchmal hatte sie sich heimlich gewünscht auch einmal die Kleinste spielen zu dürfen: die Kleinsten waren immer die Lieblinge der Eltern und bekamen immer das alte Spielzeug der größeren Geschwister. Aber vielleicht hatten die Nesthäkchen es ja auch schwer? Jetzt war Zeit es herauszufinden. Jetzt, wo Liv nicht mehr die Größte sondern eine der Kleinsten war. Ob das gut oder schlecht war wusste sie noch nicht…

    ,, Ja, genau! Und jetzt beug dich Mal ein bisschen nach vorne. Weiter, weiter. Ja! Richtig.", gab Charli Liv Anweisungen. Liv saß gerade auf Rons Besen und versuchte so gut wie möglich aufrecht zu bleiben. Aber so schwer war das gar nicht. Es machte sogar riesigen Spaß!
    ,, Und jetzt flieg Mal ein paar Loopings!", rief George von unten und Fred lachte. Die Zwillinge klatschten ab. Aber so schnell wollte Liv sie nicht gewinnen lassen.,, Okay!", antwortete sie und kicherte als sie den überraschten Gesichtsausdruck der beiden sah.,, Nein Liv du kannst doch noch gar nicht-", wollte Bill sie aufhalten doch da hatte Liv schon ein paar Loopings gedreht.,, Ich flieg Mal ein bisschen rum. Bin in zehn Minuten wieder zurück!", rief sie und Ehe ihr jemand antworten konnte, war sie auch schon über die Ländereien davon geflogen. Der Sommerwind peitschte ihr ins Gesicht und von der Schnelligkeit bekam sie Tränen in die Augen, aber das machte ihr nichts aus. Fliegen war schön. Fliegen war toll. Fliegen war einfach wunderbar. Wie beim Flugzeug nur besser. Das Adrenalin raste durch Liv's Adern wie in einer Achterbahn. Feld glitt unter ihr in verschwommenen Farben dahin. Laut jubelnd drehte sie ein paar Schrauben und Loopings, flog in die Höhe und raste dann in aller Geschwindigkeit auf den Boden zu, nur um sich danach, kurz davor, wieder abzufangen und wieder nach oben zu fliegen.,, Guter Wronski Bluff!", lobte sie plötzlich eine Stimme hinter sich. Liv drehte den Besen und sah nach hinten. Da flog auf Charlis Besen ein grinsender Ron.,, Danke.", sagte Liv ein wenig verwirrt und versuchte sich wieder an gestern Abend zu erinnern… hatte Ron da nicht so einen Wronski Bluff erwähnt? Der Ausdruck kam ihr irgendwie bekannt vor. Ron deutete in die Ferne.,, Da kommen die Muggel-Dörfer. Und wenn dir dich auf 'nem Besen sehen… Na da gute Nacht."
    ,, Oh. Okay. Und warum?", wollte Liv wissen.,, Na weil die Muggel doch nichts von uns Hexen und Zauberern erfahren dürfen!", erklärte Ron ihr.
    ,, Aha. Und warum nicht?"
    ,, Keine Ahnung. Ist halt so. Ich glaub' aber, dass die unsere Magie ganz schön ausnutzen würden. Die haben ja doch schon ihre eigene Magie."
    ,, Du meinst mit ihrer Magie die Technik, oder?"
    ,, Kann sein. Was weiß ich. Frag Dad. Der kennt sich damit aus."
    Zusammen flogen Liv und Ron zurück zum Fuchsbau. Liv verstand sich wirklich ausgezeichnet mit Ron. Er war nett und sympathisch und erklärte ihr sogar war Griffindor war (,, Also, dass ist eins der vier Hogwarts-Häuser. Die anderen heißen Hufflepuff und Ravenclaw und Slytherin. In Griffindor sind die mutigen und so, in Ravenclaw die schlauen, in Hufflepuff die netten und die Flaschen, sagt man immer, und in Slytherin die bösen. Alle bösen Zauberer und Hexen waren in Slytherin.")
    Er war nicht wie die anderen Jungs die Liv aus ihrer alten Schule kannte. Und er war der erste, mit dem sie sich wirklich verstand. Ihren kleinen Bruder Tommy ausgenommen. Und das mit Ron fühlte sich nicht an wie Geschwisterschaft sondern wie eine richtige, ehrliche Freundschaft. Und mit Ron konnte man über alles reden. Naja, über fast alles. Plötzlich musste Liv wieder an ihren Albtraum denken. Eine Gänsehaut krabbelte an ihrem Nacken hoch. Der Gedanke an den Traum war so gruselig. Sonst verwischten die Erinnerungen an Dinge und insbesondere Träume, immer wenn sie daran dachte doch dieser Traum blieb in ihrer Erinnerung stecken, als wäre er eingebrannt. Dieses Gesicht. Und die Stimme. Es war einfach so unheimlich! Jetzt wo sie Ron besser kannte und die bessere Freunde geworden waren… Sollte sie ihm davon erzählen? Doch Liv tat es nicht. Warum auch immer.,, Alles in Ordnung? Du bist so blass.", bemerkte Ron mit gerunzelter Stirn.,, Ja, ja. Alles Okay. Mit ist nur so heiß.", sagte Liv schnell. Und das war ja nur halb gelogen. Denn heiß war ihr wirklich. Unangenehm heiß.
    Als Ron und Liv ins Haus eintraten duftete es lecker nach Entenbraten. Und auf einmal bemerkte Liv, wie hungrig sie doch war. Die anderen saßen schon am Tisch und hatten mit dem Essen begonnen. Percy war auch da. Liv hatte ganz vergessen, wie dick seine Hornbrille doch war! Nein. Natürlich nicht, aber sie hatte ihn wirklich nur bei der Begrüßung und beim Abendessen gestern gesehen.,, Da seid ihr ja endlich!", rief Molly. Liv und Ron grinsten.,, Wir waren noch eine Runde fliegen."
    Das Essen verlief ganz ruhig. Alle waren so hungrig, dass sie kaum miteinander redeten, nur Arthur fragte Liv die ganze Zeit über Muggelgegenstände wie zum Beispiel Fernbedienungen oder ähnliches aus. Liv beantwortete die Fragen so gut sie konnte aber manchmal wollte Arthur so absurde Sachen wissen und Dinge so falsch verstehen, dass sie nur kichern konnte. Als wieder so eine Situation passierte sah Percy entnervt auf:,, Dad! Das ist peinlich!",, Lass ihn doch!", warf Charli ein.,, Du bist übrigens nicht weniger peinlich.", grinste Fred. Percy warf ihm einen bösen Blick zu, sagte aber nichts weiter.
    Nach dem Essen wollte Molly das alle eine Mittagsruhe hielten. Liv bat Ginny an mit ihr und Ron in einem Zimmer zu bleiben, für diese Zeit doch Ginny schüttelte nur den Kopf und sagte, dass sie schon bei Bill und Charli (ich hab herausgefunden, dass Charlie eigentlich Charlie geschrieben wird, also werde ich ab jetzt auch so schreiben.) bleiben wolle.

    Liv laß ein wenig in einem Comic, den Ron ihr ausgeliehen hatte. Es ging darin um einen primitiven (beklop*ten) Muggel. Auf einmal rumpelte es eine Etage weiter oben, was aber eigentlich unmöglich war, weil Rons Schlafzimmer doch ganz oben war.,, Das ist nur der Ghul.", beruhigte Ron sie.,, Was ist denn das schon wieder?", Liv war sichtlich genervt davon, dass sie sich immer alles erklären lassen musste.,, Ein magisches Wesen. Der wohnt schon seit Jahren auf unserem Dachboden."
    ,, Ihr habt einen Dachboden?"
    ,,'Türlich"
    ,, Hast du den Ghul schon Mal gesehen?"
    ,, Nö."
    Liv's Augen fingen an abenteuerlustig zu leuchten.,, Dann lass uns doch Mal hoch gehen um ihn zu sehen!", entschied sie und war schon aufgesprungen.,, Ach ich weiß ja nicht…", meinte Ron und starrte auf die Decke wo das Rumpeln aber schon aufgehört hatte.,, Sei doch kein Angsthase!", lachte Liv.,, Bin ich nicht!", rief Ron und war aufgesprungen.

    Ron und Liv stiegen langsam und so leise es nur ging die knarrende Holztreppe nach oben und öffneten die zum Glück offene Tür, die zum Dachboden führte. Dort war es dunkel. Nur vier kleine Fenster spendeten weniges Licht, doch selbst die waren vom Dreck der Jahre verkrustet. Überall waren Spinnenweben und Kartons und Kisten stapelten sich überall.,, Das sind all die misslungenen und vergessenen Erfindungen oder Umbauungen von Dad.", erklärte Ron flüsternd und sah ängstlich zu einem der Teller großen Spinnennetzen auf dem gerade eine riesige Spinne entlang krabbelte.,, Angst vor Spinnen oder was?'', grinste Liv. Ron tat so als hätte er sie nicht gehört und schaute sich um. Liv tat es ihm gleich und kurz darauf hatten die beiden den Ghul entdeckt.,, Sieht aus wie ein Troll.", meinte Ron angewidert. Liv fragte gar nicht erst nach sondern betrachtete den Ghul. Ein unmenschlicher Gestank kam von dem Wesen aus und jeder andere wäre bestimmt in Ohnmacht gefallen. Und der Ghul war so hässlich: er hatte eine schleimige, grüne Haut die nur von einem viel zu kleinen, zerrissenen blau- grün gestreiften Schlafanzug bedeckt war. Gerade pflückte er sich eine Spinne von einem nahe gelegenen Netz um sie sich dann zwischen seine schiefen, hervorstehenden Zähne zu stecken. Ron machte kotzgeräusche und wandte sich rasch ab.,, Ich hab genug gesehen. Lass uns gehen, Liv." Liv grinste.,, Geh schon Mal vor. Ich komme gleich nach.", schlug sie vor, doch da war Ron schon draußen. Sie ging auf eines der Fenster zu und starrte hindurch. Von hier aus konnte sie den ganzen Garten der Weasleys sehen. Und in diesem Garten war- Ginny! Sie flog mit dem Besen ein paar Runden, warf Äpfel in die Höhe und fing sie wieder auf. Und das alles so geschickt! Fast besser als die Jungs. Liv fragte sich, ob Ginny das oft machte.,, Liv! Komm schon!", rief Ron ihr leise von unten zu. Mit einem Seufzer folgte Liv Rons Stimme, wieder nach unten.

    Den gesamten Rest des Tages verbrachte Liv damit, so agentenmäßig hinter Ginny her zu spionieren. Und das Nesthäkchen der Weasleys bemerkte es wirklich nicht! Nach dem Essen war Ginny mit Percy mit dem Abwasch dran. Liv versteckte sich so gut es ging hinter der Tür und lauschte. Doch die beiden Geschwister redeten kein Wort miteinander. Nur das klappern des Geschirrs war zu hören. Liv war so sehr mit dem lauschen konzentriert, dass sie gar nicht hörte, dass jemand sich nun auch an sie an schlich.,, Na na na. Wer lauscht denn da?", flüsterte nun eine Stimme direkt an Liv's Ohr. Erschrocken fuhr sie herum. Vor ihr standen die Zwillinge. Erleichtert lehnte sie sich an die Wand. Der Schreck lag ihr noch ein bisschen in den Knochen.,, Boah habt ihr mich erschreckt!" Die zwei grinsten sich an. Fred lehnte sich gechillt an die Wand.,, Du spionierst Ginny hinterher, nicht wahr? Aber wieso?", fragte er, zum Glück leise.,, Das geht euch nichts an!", entgegnete Liv genervt.,, Doch. Erstens: Ginny ist unsere Schwester und zweitens könnten wir ihr doch einfach sagen, dass du sie ausspioniertst.", grinste George.,, Außerdem könnten wir die helfen. Wir wissen wie man sowas macht!", fügte Fred hinzu. Liv sah ein, dass sie in der Falle steckte doch als sie gerade antworten wollte kam Charlie ihr zur Rettung:,, Hey Liv! Soll ich dir beibringen wie man Zauberschach spielt?",, Gerne!", rief sie und rannte an Fred und George vorbei in Charlies und Bills Zimmer.
    Zauberschach funktionierte in der Regel genauso wie echtes Schach und wäre für jeden, der Schach in der Muggelwelt kannte ein Kinderspiel gewesen- nur leider hatte Liv in ihrem Leben noch nie zuvor Schach gespielt. Der Unterschied zwischen Muggel-Schach und Zauberschach war eigentlich nur, dass die Zauberschach-Figuren reden, sich bewegen und andere Figuren platt machen konnten. Vollkommen Barbarisch, fand Liv das, sagte aber nichts und versuchte die ganzen Regeln und Züge zu verstehen. Bill und Charlie waren echt geduldig mit ihr und erklärten, keine Spur genervt, alles was erklärt werden musste zweimal oder sogar, wenn es nötig war dreimal. Und dann (nach zwei Stunden) hatte Liv es endlich verstanden und sogar Bill einmal besiegt! Aber sie glaubte, dass Bill sie gewinnen lassen hatte. Trotzdem machte ihr Schach, jetzt da sie es beherrschte, sogar viel Spaß!
    ,, Morgen bringen wir die »Zauberschnippschnapp« und »Snape explodiert« bei.", entschied Charlie. Liv stöhnte.,, Keine Sorge: ist nur halb so schwer.", beruhigte sie Bill lachend.,, Na hoffentlich!", entgegnete Liv.

    Am nächsten Tag hatte Liv einen genialen Plan geschmiedet: als Mittagsruhe war, sagte sie Ron, dass sie diesmal bei Ginny sein würde. Sie hatte es aber keineswegs mit Ginny besprochen. Liv versteckte sich, als alles in ihren Zimmern waren in der Nähe der Tür und wartete. Das Warten zog sich lang wie ein Kaugummi oder die Zunge eines Chamäleons. Sie war fast eingeschlafen, als sie leise, schleichende Schritte auf dem Gang hörte. Vorsichtig lugte sie hinter ihrem Versteck, welches der Jackenständer war hervor und erkannte Ginny. Alles lief perfekt nach Plan. Doch da rutschte eine Jacke vom Ständer. Ginny schaute sich erschrocken um, doch als die sah, dass es nur eine Jacke war seufzte sie erleichtert auf. Aber Liv hielt den Atem an., Bitte, bitte Ginny: geh einfach! Lass die Jacke!', betete sie. Doch ihr Gebet wurde leider nicht erhört, denn genau in dem Moment kam Ginny, hob die Jacke auf und wollte sie gerade wieder an den Haken hängen als sie- Liv entdeckte.
    ,, Liv!", rief sie etwas zu laut. Liv hielt ihr mir der Hand den Mund zu.,, Nicht jetzt! Lass uns raus gehen und ich erklär' dir alles." Ginny, welche immer noch etwas irritiert und verstört drein schaute nickte nur und schloss die Tür auf.

    Kurz darauf saßen saßen die beiden im Gras neben einander. Liv hätte diesen stillen Augenblick gerne noch etwas hinausgezögert, um Ginny nie irgendetwas erklären zu müssen und sie hatte sich schon die kleine Hoffnung gemacht, dass Ginny die Sache vergessen und sie gehen lassen würde, was aber nur in einer Wahrscheinlichkeit von 99,9% von hunderten passieren würde. Und wie erwartet fragte Ginny dann auch:,, Also, was ist jetzt? Was hattest du dort zu suchen?"
    ,, Also- ", begann Liv stockend und erzählte ihrer kleinen, Schwester' dann die ganze Geschichte. Vom Ausflug zum Ghul angefangen, bis zur Spionage-Aktion. Ginny hörte ihr die ganze Zeit mit großen Augen zu und als Liv geendet hatte, schüttelte Ginny den Kopf:,, Ich hab gar nichts davon mitbekommen!" Liv grinste.,, Na das war ja auch das Ziel, oder? Jetzt sag aber Mal: Warum hast du denn heimlich Quidditch gespielt?", fragte Liv die Frage die ihr schon seit sie Ginny gestern fliegen gesehen hatte unter den Fingernägeln brannte.,, Ach na ja. Die Jungs sind im Thema Quidditch halt sehr kritisch und lassen mich sowieso nie mitspielen." Das konnte Liv nur zu gut verstehen. Das war doch immer bei großen Brüdern so, oder? So stellte Liv es sich jedenfalls vor.

    ,, Na ja. Wenn du versprichst, niemandem von den Quidditch-Nachmittagen von mir zu erzählen, lass' ich dich mitspielen.", schlug Ginny Liv vor.,, Hoch und heilig!", antwortete diese grinsend. Ginny hielt Liv den kleinen Finger hin und Liv verhakte ihren mit Ginnys. Der kleine-Finger-Schwur.
    ,, Supi! Im Schuppen stehen die Besen. Nimm am besten den von Fred oder George.", rief Ginny und war schon in Richtung Schuppen verschwunden.,, Warte! Wieso?", rief Liv Ginny hinterher.,, Weil die Zwillinge oft die Besen der anderen verhexen! Aber nie ihre eigenen!", antwortete Ginny und zog die Besen der zwei aus dem staubigen Holzschuppen, welcher kaum kleiner war als ein Badschrank.
    Liv und Ginny verbrachten ein paar tolle Stunden und beim Abendessen tauschten sie ständig verschwörerische Blicke und mussten immer kurz nach dem Blick kichern. Molly und Arthur taten das mit einem einfachen Lächeln ab. Aber die anderen Geschwister sahen immer etwas besorgt aus. Wahrscheinlich fragten sie sich, was die beiden Mädels wohl im Schilde führten.

    Nach dem Essen machten alle sich Bettfertig und Liv und Ron gingen zusammen in ihr Zimmer. Doch als Ron die Klinke herunter drückte und gleichzeitig mit Liv ins Zimmer trat, wurden sie mit grünem Schleim überschüttet.,, Uäh! Was ist denn das!", rief Liv angewiedert. Ron wimmerte nur und auch Liv bemerkte dann, dass in dem Schleim, der sich über ihrem ganzen Körper verteilt hatte, lauter kleiner Spinnen krabbelten.,, Die armen Spinnen!", schrie sie nach unten, in der Hoffnung der Übeltäter würde es hören. Und tatsächlich taten ihr die Spinnen auch mehr leid als sie sich selbst.,, Hilfe!", rief Ron leise und Liv bemerkte, dass seine Augen verdächtig glänzten. Diese Spinnen-Angst war ja schlimmer als sie gedacht hätte! Das war ja schon die reinste Phobie! In dem Moment kamen Bill und Charlie aus dem Zimmer nebenan angerannt und Ginny folgte ihnen wenig später.
    ,, Das waren Fred und George! Hundert pro.", meinte Ginny mit einem Blick auf Liv und Ron.,, Macht die Spinnen weg!", wimmerte dieser.,, Aber ohne sie zu verletzen! Ihr würdet hunderte von Lebewesen ermorden!", entgegnete Liv. Beim Wort,, ermorden" musste sie unwillkürlich an ihre Familie denken und der Gedanke schmerzte so sehr, als würde sich ein unsichtbares Messer in ihre Rippen stoßen. Sie meinte sogar den Schmerz dieses Messers zu spüren. Liv wollte sich krümmen und vor Schmerz um ihre Familie weinen, wollte auch sterben, wie ihre Eltern. Wollte wieder bei ihnen sein. Mit ihrer kleinen Schwester lesen üben, ihrem Bruder erklären, dass fünf Mal fünf 25 und nicht 30, wie er immer behauptet hatte, war, sie wollte mit ihrem Vater im Garten wieder Vogelhäuser bauen, oder im Wald spazieren gehen, sie wollte mit ihrer Mutter einen Kuchen backen, obwohl es schon vorgeplant war, dass er, wie immer, unten etwas verkohlt sein würde. Aber all dies ging nicht- nicht mehr. Und das war so schlimm. Die Sehnsucht. Das war ein Gefühl, welches niemand je fühlen dürfte, so schlimm war es. Sehnsucht. Eigentlich ein schönes Wort, aber mit einer so schrecklichen Bedeutung.
    ,, Liv? Alles okay? Du bist so blass.", riss Charlie sie aus den furchtbaren Gedanken. Liv nickte. Narben heilen nie. Das schoss ihr gerade durch den Kopf. Auch die Narbe, des Verlustes ihrer richtigen Familie würde niemals heilen. Sie würde bleiben. Für immer. Und solche, seelischen Narben, waren noch schlimmer als alle anderen. Man konnte sie nach ach so vielen Jahren nicht einfach vergessen. Nicht vergessen was gewesen war. Und nicht vergessen wie es gewesen war.
    Liv war so benebelte vor lauter Trauer und Schmerz, der Trauer die ihr so schnell, mithilfe eines kleinen Wortes zugefügt worden war, dass sie gar nicht bemerkte, wie Bill, Fred und George nach oben holte und sie zum Saubermachen verurteilte, wie sie duschte und sich umzog, während Charlie die Spinnen von den Klamotten auf sammelte und draußen absetzte. Es war wie in einem falschen Traum. Liv verübelte es sich, so wenig an ihre Eltern gedacht zu haben, so wenig um sie getrauert zu haben, in all der Zeit, welche vergangen war.


    Die Tage bei den Weasleys vergingen rasend schnell. Liv fühlte sich hier ganz wohl, doch oft und vor allem Abends musste sie immer und immer wieder um ihre Familie trauern. Und nachts, wenn sie sich sicher war, dass Ron tief und fest schlief, vergoss sie sogar ein paar Tränen.
    Sie bekam auch keine seltsamen Träume mehr, nur der eine zeigte sich immer an den unpassendsten Augenblicken. Liv hatte niemanden davon erzählt und es war ja auch noch nichts schlimmes passiert, nicht wahr? Warum sollte sie den anderen also Angst machen? Oder dich selbst darum sorgen?
    Und ehe Liv es sich versah, waren auch schon die Sommerferien da.


    Hey! Ich werde ab jetzt immer wenn ich Zeit und Lust habe, ein Kapitel hinzufügen! Es wäre schön, wenn ihr mir eine Rückmeldung geben könntet!
    HDGDL Ariana Dumbledore 🧡

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