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Achtung! Dies ist nur ein Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Andere Teile dieser Geschichte

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Draco Malfoy hier - Draco Malfoy da - Draco Malfoy überall llll

Hier ist er! Der lang ersehnte 4. Teil meiner Story! Wie in den vorherigen Teilen schreibe ich wieder total anders, als es im Buch steht.

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    Ich schluchzte, lang und herzzerreißend. Nach ungefähr dreiundneunzig Wochen Umherirren war mir klar geworden, das ich nur abgehauen war, um nachdenken zu können. Ich dachte an die Ereignisse, die damals passiert sind. Natürlich, Draco war ein Vampir, er hätte mich fast einmal getötet und er behandelte mich megafies. Aber so sehr ich ihn auch hasste, einen derart schrecklichen Tod hatte niemand verdient. Mit Tränen in den Augen fasste ich einen Entschluss: ich würde zurückkehren. Jetzt. Auf der Stelle. Nicht, um ihm mit Freude anzusehen, sondern um ihn - so verrückt es auch klingt - ein letztes Mal zu küssen. Denn tief, tief in mir hatte ich seit ich ihn das erste mal sah wahre Liebe verspürt. Nur ein winzigkleines bisschen. Ich habe es früher immer verdrängt, doch jetzt, da er nun tot war, spürte ich es stärker denn je...

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    Als ich schließlich wieder in Hogwarts ankam, strömte ein starkes Gefühl der Heimat durch mich durch. Ich war hier aufgewachsen, nun kehrte ich zurück. Mit leichtem Unbehagen schlich ich vorsichtig zu dem Ort, an dem der gemeinste, aber auch bemitleidenswerteste Junge dieser Schule starb. Bei Anblick seines Leichnams erschrak ich. Er war vollkommen mit Blut besudelt und der Verwesungsprozess war schon stark vorangeschritten. Der Zahn der Zeit nagte an Draco, genau so wie zwei kleine Mäuse, die ich traurig verscheuchte.

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    Ich erinnerte mich noch genau daran, wie ich in seinen kalten toten Händen aufgewacht bin, und mir klar wurde, das ich versagt hatte. Plötzlich berührte mich etwas an der Schulter. In der unbändigen Hoffnung, es sei Draco, drehte ich mich um - und blickte in die Augen eines Pferdes, das mindestens genau so überrascht war wie ich selbst. Ich schrie auf. Ein Theaterixel! Das waren doch diese Wesen, die man sehen konnte, wenn jemand vor einem starb! Tja, hätte ich damals gewusst, was sie außerdem noch waren, hätte ich dieses Exemplar wahrscheinlich weinend umarmt...

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    Ich schrie laut auf. Zu überwältigend war dieser Schmerz. Es hatte mir einen Finger abgebissen! Ich hatte dieses Wesen nur streicheln wollen, da schnellte der Kopf nach vorne und ratsch! Der Theaterixel grinste. Ich kannte dieses gemeine Grinsen irgendwoher... doch es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Vor lauter Blut sah man meine Hand nicht mehr. Auf einmal blitzten die Augen des Tieres auf. Eine lange, widerliche Zunge windete sich aus dem Maul heraus und leckte die rote Flüssigkeit mit einem genussvollen Schnauben ab. Spätestens da hätte ich mich erinnern sollen, bevor es zu spät war. Stattdessen wandte ich mich angewidert ab, in Richtung Dracos Leiche. Doch da lag nichts mehr. Das einzige, was noch auf eine Leiche hinwies, waren vertrocknete Blutspuren und ein alter Stock, der sich als Malfoys Zauberstab entpuppte... das Pferdewesen stupste mich von hinten an, sodass ich rücklings ins Gras fiel. Genervt fragte ich: „Was hast du? Willst du mir etwas sagen?“.

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    ****Zeitsprung: eine halbe Stunde später ****

    Wir landeten, besser gesagt: stolperten sanft über eine schöne Blumenwiese. Mit zitternden Knien ließ ich vom Rücken des Theaterixels in das saftige Gras fallen. Erleichterung machte sich in mir breit. Der Höllenritt war vorbei. Ich fragte mich langsam, was Luzifer mir zeigen wollte. Ja, Luzifer. Ich fand es blöd, mit einem Wesen ohne richtigen Namen zu reden, deswegen hatte ich mir während des Fluges einen ausgedacht. Ein intensiver Schmerz riss mich aus meinen Gedanken.Verwirrt blickte ich auf. Ich bin anscheinend eingeschlafen, denn Luzifer war weg. Dafür stand er vor mir und lächelte siegesgewiss. „Draco? Aber wie... was...wo ist Luzifer?“, begann ich. Sein Lächeln wurde breiter. „Ich wusste es!“, meinte er. „Ich wusste, eines Tages würdest du wiederkommen, Jane. Und an diesem Tag würde ich dir die beiden Sachen geben, die du verdienst.“.

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    Nur mit Mühe konnte ich mir einen ordentlichen Satz abringen. „Aber, wie hast du das gemacht? Du bist doch tot! Ich habe selbst gesehen, wie du gestorben bist!“.Dracos Grinsen verschwand. Er nickte. „Darum geht es ja auch. Du hast es gesehen. Deswegen kannst du auch Theaterixel sehen.“. „Einer hatt mir meinen Finger abgebissen!“, rief ich empört. „Apropos... wo ist er überhaupt?“.
    Der Junge lachte gemein. „Er steht vor dir!“.

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    „Was? Das ist unmöglich! Du kannst nicht... also... ich weiß doch, was ich sehe...“, stotterte ich entsetzt. „Doch. Ich kann. Und wenn du willst, erzähle ich dir alles haarklein.“. „Ja, bitte. Ich brauche eine ausführliche Erklärung.“. Draco räusperte sich dramatisch. „Nun, als ich starb, hast du übertrieben heftig geflennt. Dann bist du weggerannt.“. „Jajaja, das weiß ich doch alles schon.“, erwiderte ich entrüstet. „Hör einfach nur zu, dann werden alle deine Fragen beantwortet. Nun, wo war ich? Stimmt. Als ich zu mir kam, merkte ich als erstes, das mein Zauberstab futsch war. Ich suchte wie verrückt nach ihm, jedoch ohne Erfolg. Und meine zweite Erkenntnis war: neben mir lag mein Leichnam. Ich berührte ihn. Er regte sich nicht. Verdutzt rappelte ich mich auf. Auf einmal wurde mir klar, was Theaterixel wirklich sind: Geister. Tote. Verstorbene Seelen. Dies überraschte mich natürlich keineswegs.“. „Natürlich.“, murmelte ich leise. Er fuhr fort, anscheinend hatte der Junge meine Bemerkung überhört. „Da stand ich nun also, ein Geist auf vier Hufen. Was ich übrigens noch herausfand: Man kann sich wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückverwandeln, wenn man neben der Person steht, die einen gesehen hat, als man starb... und wenn ich ganz, ganz ehrlich sein soll... ich habe für kurze Zeit etwas für dich empfunden, Jane.“.

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    „W-wirklich? Ich dachte immer, du würdest mich über alles hassen!“, brachte ich tonlos hervor. „Hab ich auch. Bis zu jenem Abend, an dem ich dich fast getötet hätte. Da wurde mir klar: du mochtest mich. Und wie ich vorhin schon sagte. Du bekommst nun das, was ich dir all die Jahre schuldig gewesen bin...“. Er beugte sich zu mir hinunter. Inzwischen war es dunkel geworden. Nun tat Draco etwas, was ich ihm nie zugetraut hätte: er küsste mich auf die Wange. Ich schloss meine Augen und - riss sie im nächsten Moment wieder auf. Ein intensiver und schrecklicher Schmerz, schlimmer als alles auf der Welt, sogar schlimmer als der Crucatius-fluch, durchzuckte meinen Körper. Blut lief in Strömen über meinen Körper. Meine Mundwinkel zuckten. Er lachte laut auf. „So, nun hast du, was du verdienst! Einen Kuss und den Tod!“. Das letzte, was ich hörte, war sein irres Lachen und seine Stimme, die nah an meinem Ohr flüsterte: „Willkommen in der Herde der Theaterixel!“.

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