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Leben in Harry Potter 7. Kapitel

    1
    An Heiligabend kommt George plötzlich zu mir:
    "Anna ich muss mit dir reden."
    "Was ist los?", frage ich verwundert.
    "Okay...hör mir gut zu. Lass uns als allererstes mal unseren Streit vor zwei Jahren vergessen, denn wäre der nicht gewesen, dann wären wir heute genau sechs Jahre zusammen. Und das ist in unserem Alter eine wirklich lange Zeit. Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich sehr und ich kann einfach nicht ohne dich. Du bist immer für mich da und ich werde dir niemals vergessen, was du alles für mich getan hast, als Fred gestorben ist. Und du hast Recht. Er würde wollen, dass ich glücklich bin, dass wir glücklich sind. Und die Person, die mich am allermeisten glücklich macht, bist du. Ich werde dir jetzt eine Frage stellen und ich glaube du weißt schon, was kommt, vor allem, wenn ich dir sage, dass ich es vor einiger Zeit schon mal versucht habe, aber du hast Recht, du hast es anders verdient."
    Dann holt er eine kleine Schachtel aus seiner Hosentasche und geht vor mir auf die Knie. Mir stehen schon die Tränen in den Augen.
    "Anna, ich liebe dich und ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Möchtest du mich heiraten?"
    Da ich gerade keinen Ton herauskriege, nicke ich einfach nur wie wild und falle ihm um den Hals.
    Danach steckt er mir einen wunderschönen Ring an und küsst mich lange.

    Dieses Jahr sind wir an Heiligabend nicht bei den Weasleys, sondern bei meinen Eltern. Auch Harry mit Ginny, Ron mit Hermine, Oliver und Tara, Mrs. und Mr. Weasley, Bill und Fleur, Percy und Charlie.
    "Wir würden euch gerne etwas erzählen", sagt George irgendwann.
    Dann nimmt er meine Hand und legt sie so auf den Tisch, dass der Ring sichtbar ist.
    "Anna und ich werden heiraten", erzählt er dann überglücklich. Alle stimmen in unsere gute Laune mit ein und freuen sich riesig für uns.
    Auch Mr. und Mrs. Weasley kommen, um uns zu gratulieren.
    "Es ist übrigens auch schon lange überfällig, dass du uns beim Vornamen nennst Anna", sagt Mrs. Weasley dann.
    "Danke Molly", antworte ich dann.

    Später am Abend nehme ich Ginny zur Seite.
    "Ginny, würdest du meine Trauzeugin sein?", frage ich sie.
    "Liebend gerne", antwortet sie. "Du und George ihr seid wirklich füreinander gemacht."
    "Danke Ginny", sage ich und wir umarmen uns freundschaftlich.

    In den nächsten Monaten planen wir voller Eifer unsere Hochzeit. Wir werden, wie alle, im Garten der Weasleys feiern. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir uns das Zelt sparen können und wir haben Glück. Es ist ein sonniger und milder Apriltag. Georges 23. Geburtstag ist gerade drei Wochen her.
    Es sind einige Reihen Stühle an einem weißen, langen Teppich aufgestellt. An jedem Stuhl hängt eine weiße Rose, genau wie an Georges Umhang. Mein Kleid ist bis zu Hüfte eng anliegend und unterhalb läuft es weit auseinander. Es hat eine lange Schleppe und ist ebenfalls mit weißen Blumen bestickt. Sie sind zu sehen, aber das Kleid ist trotzdem nicht zu auffällig.
    Mein Vater begleitet mich zum Altar. Vorne sehe ich George stehen, der über ein Ohr grinst, als er mich sieht. Ich habe in der Nacht bei Ginny und Harry übernachtet.
    Rechts von ihm steht Percy, den er sich als Trauzeuge ausgesucht hat und links steht Ginny, meine Trauzeugin. In der ersten Reihe sitzen Harry, meine Eltern, Molly und Arthur und Oliver und Tara. Angelina ist auch eingeladen, sowie natürlich die ganze Familie Weasley. Ich habe ebenfalls einige Kollegen aus der Mannschaft und der Nationalmannschaft eingeladen.
    Ich hatte ganz vergessen, wie sehr ich es liebe, wenn George einen Anzug an hat.

    Endlich vorne angekommen legt mein Vater meine Hände in die von George, gibt mir noch einen Kuss auf die Wange und setzt sich dann zu Mum.
    Die Rede des Pfarrers ist wirklich sehr rührend...

    "Möchten Sie, Anna Wood, den hier anwesenden George Weasley, zu ihrem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren, bis dass der Tod euch scheidet?"
    "Ja ich will", antworte ich ohne meinen Blick von George abzuwenden.
    "Und möchten Sie, George Weasley, die hier anwesende Miss Anna Wood, zu ihrer rechtmäßig angetrauten Ehefrau nehmen und sie lieben und sie ehren, bis dass der Tod euch scheidet?"
    "Ja ich will", antwortet auch George.
    "Dann erkläre ich Sie hiermit zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen."
    Hinter uns bricht Applaus aus und George nimmt mein Gesicht in beide Hönde und küsst mich leidenschaftlich.
    Wir haben eine wunderschöne Feier. Ich bin sehr glücklich und ich weiß, dass das hier nicht nur eine Hochzeit ist, sondern dass es was fürs Leben ist.
    George scheint es ähnlich zu gehen.

    Die nächsten Wochen und Monate ziehen nur so an uns vorbei. Wir führen eine sehr glückliche Ehe und verbringen sehr viel Zeit miteinander.

    Auch im Quidditch läuft es toll. Oliver spielt seit dieser Saison auch in der Nationalmannschaft. Er hat sich jedoch für die schottische Staatsbürgerschaft entschieden und ich mich für die englische. Also spielen wir jetzt noch öfter gegeneinander. Oliver und Tara haben kurz nach meinem 21. Geburtstag ein Kind bekommen. Einen Jungen und sie haben ihn Ben genannt.

    -Zeitsprung 11. Monate später-
    George und ich sind jetzt schon ein Jahr verheiratet und die Quidditch-Weltmeisterschaft ist in vollem Gange. Ginny und ich sind mittlerweile nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Kolleginnen in der Nationalmannschaft. Sie wurde auch ein Jahr nach ihrem Abschluss in die Mannschaft aufgenommen und ist eine der drei Jägerinnen.
    Wir haben es tatsächlich ins Finale gegen Brasilien geschafft. Das Finale findet an meinem 22. Geburtstag statt. Gastgeber ist Deutschland und deshalb apparieren wir zur Zeit ständig zwischen England und Deutschland hin und her.
    George und ich reisen schon fünf Tage vor dem Finaltag hin, um uns noch ein wenig die Stadt anzuschauen. Das Spiel findet in Hamburg statt. Alle sind gekommen, um Ginny und mich anzufeuern. Oliver, Eunice, Molly und Arthur, Harry, Ron und Hermine und auch Paul.
    George hat natürlich eingesehen, dass ich nie etwas von Paul wollte. Aber im Nachhinein fühle ich mich deswegen fast ein wenig geschmeichelt, weil er eifersüchtig war.

    Brasilien stellt sich als unglaublich schwieriger Gegner heraus, aber irgendwie gelingt es uns tatsächlich, das Spiel zu gewinnen und die Engländer brechen in Tumult aus. Es ist immer wieder toll zu sehen, dass es Menschen gibt, die einen eigentlich gar nicht kennen, aber sie lieben einen trotzdem.

    Abends sind wir alle bei George und mir zu Hause. Wir wohnen mittlerweile in einem schönen Haus am Londoner Stadtrand. Die Wohnung über dem Laden dient als erweitertes Lager. Meine Eltern sind mittlerweile auch zu uns gestoßen.
    Wir grillen im Garten und feiern unseren Sieg und meinen Geburtstag. Im Laufe der Feier bemerke ich aber, dass irgendwas nicht stimmt. Ständig wird mir schlecht. Von Alkohol kann es nicht kommen, ich habe nämlich noch gar keinen getrunken. Ich stehe gerade an der Hauswand gelehnt, um mal kurz einige Minuten mit George für mich alleine zu haben.
    "Entschuldige mich kurz", sage ich dann gehetzt und renne einfach ins Bad. Aus irgendeinem Grund muss ich mich dort übergeben und mir ist nicht unklar, warum.
    George ist mir natürlich nachgerannt, aber er scheint nicht an das zu denken, woran ich denke.
    "Anna geht es dir gut?", fragt er besorgt.
    "Ja, ich habe mir mit Sicherheit nur den Magen verdorben."
    Ich beschließe, eine mögliche Schwangerschaft nicht anzusprechen, sondern erst einmal zur Ärztin zu gehen.
    "Willst du dich hinlegen?", fragt er dann.
    "Nein, geht schon wieder, danke", antworte ich.

    Wieder im Garten gehe ich zu Ginny, die gerade mit Angelina redet.
    "Kommt, ich muss mit euch reden."
    Angelina hat nach dem zweiten Zaubererkrieg eine Ausbildung zur Heilerin gemacht.
    "Ich glaube, ich bin schwanger", sage ich dann.
    "Wow, toll, Glückwunsch. Weiß George es schon?", fragen mehr oder weniger beide.
    "Nein, tut er nicht und soll er auch nicht, bevor ich es nicht sicher weiß. Ich habe gehofft, dass du mir irgendwie helfen kannst, Angelina."
    "Ja, komm mit."

    Und als ob sie das ganze Krankenhaus dabei hätte, macht sie ein paar Tests und sagt eine halbe Stunde später:
    "Glückwunsch, ihr erwartet ein Kind. Du bist etwa drei Monate weit. Komm einfach ab jetzt regelmäßig zu mir ins Krankenhaus."
    Wahnsinn. Ich freue mich riesig und ich hoffe einfach nur, dass George sich genauso freuen wird.
    Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie Angelina das so schnell rausfinden konnte, aber dann denke ich mir, dass wir ja nicht umsonst zaubern können.
    "Tut mir den Gefallen und erzählt es noch niemandem. Ich will es erst George erzählen."

    Ich beschließe, es ihm noch nicht heute zu erzählen.
    Zwei Wochen später habe ich es ihm allerdings immer noch nicht erzählt, aber so langsam sollte ich vielleicht, denn nächste Woche haben wir bereits den ersten Ultraschalltermin.
    "George? Wo bist du?", rufe ich, als ich mittwochs vom Training in den Laden komme.
    "Ich bin oben im Büro", höre ich ihn antworten.
    Dort, wo früher unser Wohnzimmer war, hat George jetzt sein Büro.
    "Ich muss mit dir reden."
    "Was ist passiert?", fragt er erschrocken.
    "Nichts. Gar nichts. Es ist nur so. Also, ich ähm...bin schwanger."
    "Du bist...was? Schwanger? Wirklich? Das ist toll!", sagt er, nimmt mich in die Arme und hebt mich hoch.
    "Du freust dich?"
    "Natürlich freue ich mich. Wir werden Eltern Anna. Das ist doch toll. Oder freust du dich nicht?"
    "Doch. Total, aber ich habe Angst gehabt, dass du dich nicht freust."
    Dann schüttelt er nur unverständlich den Kopf und nimmt mich erneut in den Arm und küsst mich.
    "Wie weit bist du denn eigentlich?", fragt er dann noch.
    "Anfang vierter Monat. Nächste Woche haben wir den ersten Ultraschalltermin. Kommst du mit?"
    "Klar komme ich mit."

    George und ich unterhalten uns viel über das, was kommt. Wir sind uns einig, dass wir das Geschlecht vorher wissen wollen, weil es einfach leichter ist, dann zu planen.
    Wir haben es mittlerweile auch allen aus der Familie erzählt und alle freuen sich riesig für uns. Irgendwann stellen wir fest: George ist der erste, der ein Kind bekommen wird, also von all seinen Geschwistern.
    Momentan verbringen auch wir sehr viel Zeit mit Percy. Seit Freds Tod ist es aus irgendeinem Grund Percy, bei dem George sich am besten fühlt, aber ich weiß, dass er ihm gut tut.

    Ich bin jetzt im sechsten Monat schwanger und heute haben wir wieder einen Termin im Krankenhaus.
    "Also, wir könnten heute das Geschlecht des Kindes ermitteln. Ihr wollt es wissen, oder?", fragt Angelina uns.
    "Ja", sagen wir gleichzeitig.
    "Na dann wollen wir mal schauen." Dann herrschen einige Minuten Stille, in denen ich immer wieder Georges Hand drücke und er meine.
    "Okay, also...ihr bekommt einen Jungen", sagt sie.
    George und ich lächeln uns an. Insgeheim haben wir schon gehofft, einen Sohn zu bekommen, aber natürlich wären wir mit allem sehr glücklich gewesen.
    "Achso und Anna", sagt Angelina noch. "Du solltest in ungefähr vier Wochen mit dem Quidditch aufhören. Nach der Geburt des Kindes solltest du dir auf jeden Fall auch noch Zeit für ihn nehmen, aber die meisten Sportlerinnen werden meistens bis vier Monate nach der Geburt zwangsweise freigestellt und dann wieder langsam in das Trainings- und Spielgeschehen einbezogen."
    "Okay, danke Angelina. Wir sehen uns!"

    "Anna?", sagt er, als wir das Krankenhaus verlassen.
    "Also, ich habe mir etwas überlegt. Da Oliver seinen Sohn ja Ben genannt hat, wäre es ja doof, wenn wir ihn auch so nennen würden, aber was hältst du davon, wenn wir ihn Fred nennen?", fragt er unsicher.
    Ich lächle ihn nur an.
    "Das finde ich sehr schön. Ich habe den Gedanken auch schon gehabt", antworte ich und er nimmt mich in den Arm.


    Zukunft:

    Fred Junior wird vier Monate später geboren. Drei Jahre später bekommt er noch zwei Brüder, die Zwillinge sind. Sie heißen Marc und Leo. Fred kommt später wie ich nach Ravenclaw und die Zwillinge nach Gryffindor. Sie kommen ganz nach ihrem Vater und ihrem Onkel.
    Wir sind unglaublich stolz auf alle.
    Ich verbringe meine ganze Karriere bei den Montrose Magpies. Ich war zwölf Jahre Kapitänin und auch in der Nationalmannschaft sieben Jahre. Als ich aufhöre, aktiv Quidditch zu spielen, werde ich Fluglehrerin in Hogwarts und außerdem die Schiedsrichterin der Quidditchspiele. Marc und Leo sind, wie Fred und George, ab ihrem zweiten Jahr Treiber und Fred wird Sucher von Ravenclaw. Außerdem wird er in seinem sechsten Schuljahr Schulsprecher.
    Außerdem leiten George und ich später gemeinsam den Laden, der nach wie vor wirklich super läuft.
    Wir ziehen irgendwann in ein größeres Haus nicht weit weg vom Fuchsbau. Und wir sind sehr glücklich.

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