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Leben in Harry Potter 5. Kapitel

    1
    Am 30. Juni, zwei Tage vor meinem Geburtstag, machen wir uns also auf Muggelart auf den Weg zu den Weasleys. Sogar Oliver kommt für ein paar Tage mit, bis die Saison anfängt. George hat in einem Brief geschrieben, dass er geschafft hat, seine Mutter zu überreden, dass ich mit ihm in ein Zimmer darf und Fred sich eines mit Oliver und Ben teilt. Das fühlt sich einerseits irgendwie seltsam an, den Eltern gegenüber, aber andererseits ist das doch auch normal und ich denke, dass wir beide alt genug sind, um damit umzugehen.
    Als wir beim Fuchsbau ankommen, begrüßen uns alle herzlichst. Sogar der älteste der Weasley Geschwister, Bill, ist da.
    "Hallo und du bist dann wohl Freds Freundin?", fragt er mich.
    "Nicht ganz, ich bin die Freundin von George", antworte ich lächelnd.
    "Oh ja, das ist ja fast das gleiche", sagt er und wir müssen beide lachen. "Schön dich kennenzulernen", sagt er dann noch.
    "Ebenfalls, aber um genau zu sein, kennen wir uns schon", sage ich grinsend.
    "Wie das denn?", antwortet er verwundert.
    "Du hast damals Oliver in die Winkelgasse begleitet, bevor er nach Hogwarts kam."
    "Wahnsinn, Anna, ich erinnere mich. Du hast Recht. Sag, wie geht es dir?"
    "Mir geht es super. Ich hoffe, dir auch."
    Danach nimmt George mich mit auf sein Zimmer.
    "Du kannst dir dann aussuchen, in welchem Bett du schlafen willst, aber ich liege auf jeden Fall in meinem", sagt er und zwinkert mir zu. Ich muss auch grinsen.
    Dann kommt er auch mich zu, küsst mich kurz aber leidenschaftlich auf den Mund und sagt dann:
    "Ich habe dich sehr vermisst."
    "Ich habe dich auch sehr vermisst", antworte ich und küsse ihn noch einmal kurz. Ich habe das Gefühl, dass er noch mehr gewachsen ist, weil ich komme mittlerweile schon fast nicht mehr an ihn ran, selbst wenn ich auf Zehenspitzen stehe.
    "Und morgen zeige ich dir den Laden", sagt er dann noch.
    "Ou ja bitte!", antworte ich aufgeregt.

    Wir essen noch mit allen zu Abend, dann helfe ich Mrs. Weasley, Ginny und meiner Mum beim Abwasch und gehe dann wieder nach oben ins Zimmer, wo George schon oberkörperfrei im Bett liegt. Ich bin es mittlerweile gewohnt, ihn so zu sehen.
    Ich gehe also ins benachbarte Badezimmer, um mich umzuziehen. Als ich wieder ins Zimmer komme, liest er gerade in einem Buch.
    "Seit wann liest du denn Bücher?", frage ich ihn lachend, während ich meine Klamotten im Schrank verstaue.
    "Sehr witzig", sagt er, muss aber auch lachen.
    Als ich fertig bin, lege ich mich zu George ins Bett. Er breitet seinen Arm aus, damit ich mich an ihn kuscheln kann. Ich lege meinen Kopf auf seine Brust und er streichelt mir durch die Haare.
    Ich schlafe schnell in Georges Armen ein.

    Als ich am nächsten Morgen aufwache, schläft George noch. Ich befreie mich vorsichtig aus seiner Umarmung und gehe dann duschen. Es ist noch sehr früh, deshalb schläft er immer noch, als ich wiederkomme. Ich bleibe vor dem Bett stehen und schaue ihn an. Er ist so süß, wie er daliegt und schläft. Ich beginne mich anzuziehen. In diesem Moment wacht er auf, deshalb gehe ich in Unterwäsche zum Bett und setze mich auf die Bettkante.
    "Guten Morgen Kleine", sagt er und zieht mich vorsichtig in einen Kuss.
    "Guten Morgen George", antworte und lächle ihn an.
    "Lass uns in den Laden gehen", schlägt er dann vor.
    "Ohne Fred?", frage ich.
    "Der verkraftet das schon."
    Also ziehen wir uns beide was an und apparieren dann sofort in den Laden.

    "Wow, das ist echt unglaublich. Ihr seid echt unglaublich", sage ich, als er mich anschaut.
    Ich bin zutiefst begeistert von dem, was die Jungs hier aufgebaut haben.
    "Danke, aber du bist auch unglaublich", sagt er und zieht mich in einen Kuss.
    In dem Moment klopft es an der Schaufensterscheibe.
    "Fred!", rufe ich und muss lachen.
    George geht hin und macht ihm auf.
    "Wie konntet ihr ohne mich gehen", sagt er aus Spaß und muss lachen.
    "Hat George dir schon die Wohnung gezeigt?", fragt er dann.
    "Die Wohnung?", erwidere ich.
    "Oh ja, hab ich das gar nicht erwähnt?", fragt George.
    "Wir haben über dem Laden eine Wohnung, die wir gerade noch renovieren, aber in die wir danach ziehen werden."

    Auch von der Wohnung bin ich begeistert. Sie haben sich wirklich so viel Mühe gegeben.
    "So und jetzt gehen wir wieder in den Fuchsbau, bevor uns jemand sucht", sagt George und nimmt Fred und mich bei der Hand.

    Die nächsten Tage vergehen rasend schnell. Meine Geburtstagsfeier ist wahnsinnig toll. Einige Wochen später hat auch Harry Geburtstag und auch seinen feiern wir ausgiebig. George und auch Fred sind nicht immer den ganzen Tag da, weil sie ja arbeiten müssen.
    Dann machen wir uns noch einen Tag auf in die Winkelgasse, um unsere Schulsachen kaufen. Danach besuchen wir noch mal die Zwillinge in ihrem Laden. Es ist Wahnsinn, wie viel hier los ist, nachdem im Rest der Winkelgasse quasi kein Betrieb mehr ist.
    Und blitzschnell ist auch schon der 1. September und wir fahren alle zusammen nach Kings Cross. Meine Eltern verabschieden sich schon vor der Absperrung bei Ben und mir, aber Oliver geht noch kurz mit uns. Auch George hat gesagt, dass er uns begleitet, während Fred in den Laden musste.
    "Wir sehen uns an Weihnachten", sagt er und gibt mir einen Kuss. "Ich liebe dich".
    "Ich liebe dich auch", sage ich, küsse ihn noch einmal und verabschiede mich dann vom Rest. Oliver umarme ich noch einmal extra lange und wünsche ihm viel Erfolg für die neue Saison.
    Dann gehen wir in den Zug und Ginny, Ben, Harry, Ron, Hermine und ich setzen uns in ein Abteil. Auf der Zugfahrt haben wir viel Spaß und wir freuen uns riesig auf das neue Schuljahr.

    -Zeitsprung ca. 9 Monate später-

    Alle UTZ-Prüfungen sind geschafftund das Schuljahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Die Ergebnisse bekommen wir erst nächste Woche, aber eines steht noch an: das letzte Quidditchspiel der Saison gegen Gryffindor. Das ist nicht nur der schwerste Gegner, sondern auch meine besten Freunde und Ben spielen für die Hausmannschaft. Ben hat es gleich in seinem zweiten Jahr ins Team geschafft und spielt jetzt schon fast ein Jahr dort als Treiber.
    Aber ich habe mein Team dieses Jahr in Bestform gebracht und ich bin mir sicher, dass wir es schaffen können. Am Morgen des Spiels freue ich mich einerseits darauf, aber andererseits bin ich auch sehr traurig, weil das mein allerletztes Spiel in Hogwarts sein wird. Ich habe alle meine Kraft noch mal zusammengepackt und wir haben es tatsächlich geschafft, Gryffindor zu besiegen. Das könnte auch daran liegen, dass im Ravenclawteam viele Abschlussschüler sind und alle noch einmal gewinnen wollten, aber Sieg ist Sieg. So geht der Pokal nun das sechste Jahr in Folge an Ravenclaw.

    "Miss Wood?", ruft mich eine unbekannte Stimme, als ich gerade von meinem Besen steige.
    Ich drehe mich um und sage:
    "Ja bitte?"
    "Hallo", sagt der Mann und schüttelt mir die Hand. "Mein Name ist Cormack McLeod und ich bin der Manager der Montrose Magpies. Sie haben bereits von uns gehört?"
    "Ja, Sie sind eine sehr erfolgreiche, schottische Quidditchmannschaft, richtig?", antworte ich.
    "Richtig. Wir haben in den letzten Monaten ein Auge auf die Absolventen der Hogwartsschule geworfen und da sind Sie uns besonders aufgefallen", sagt er dann. "Wir würden Ihnen gerne einen Vertrag mit unserem Team anbieten."
    "Wow, ich meine, das ist unglaublich, aber kommt irgendwie doch überraschend. Ich habe mir ehrlichgesagt noch nie Gedanken darüber gemacht, was ich nach Hogwarts machen möchte", antworte ich verblüfft.
    "Ihre Noten sind ausgezeichnet, das haben wir gesehen. Sie könnten alles machen, aber wenn ich Sie beim Quidditch beobachte, weiß ich, dass Sie dafür geboren wurden, genau wie Ihre Brüder. Aber natürlich verstehe ich es, dass Sie darüber nachdenken müssen. Ich werde Ihnen in einigen Wochen eine Eule schicken und würde mich sehr freuen, wenn Sie uns einmal besuchen würden."
    "Vielen Dank Mr. McLeod. Auf Wiedersehen!"
    Dann dreht er sich lächelnd um und geht davon.
    Ich mache mich, immer noch völlig überwältigt, auf den Weg in die Umkleide, wo schon alle fertig mit Duschen sind. Sie fragen mich, wo ich gewesen bin und ich erzähle ihnen, was gerade los war. Sie sind begeistert und ich muss zugeben, ich bin nicht abgeneigt von seinem Angebot. Trotzdem fällt mir die Entscheidung nicht leicht, denn wie er schon gesagt hat, könnte ich mit meinen Noten alles machen. Alle Türen stehen mir offen.

    Auch den Apparierunterricht am Ende des Schuljahres habe ich erfolgreich absolviert.

    Als Dumbledore umgebracht wird, bin ich zutiefst schockiert. Ich bin auch sehr traurig. Ich war ja doch relativ oft in seinem Büro gewesen und er war wirklich ein toller Mensch. Ich komme trotzdem relativ gut über seinen Tod hinweg.
    Ich habe Hogwarts mit großem Erfolg abgeschlossen und kann es kaum erwarten, Fred und George und meine Familie wiederzusehen.
    Am Nachmittag des letzten Abends gehe ich zusammen mit Ginny über das Schulgelände. Sie hat gerade ihr fünftes Schuljahr abgeschlossen und wird daher noch zwei Jahre hier sein. Da sie aber weiß, wie viel Hogwarts mir bedeutet, geht sie mit mir ein Stück.
    "Ich werde das hier vermissen. Sehr sogar", sage ich nach einer Weile. "Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich das erste Mal hier gewesen bin und jetzt sind einfach sechs Jahre vergangen."
    "Du kannst mich besuchen kommen", scherzt Ginny.
    "Das werde ich!", antworte ich wiederum und meine es Ernst.
    Danach machen wir uns langsam aber glücklich auf den Weg zurück zum Schloss. Ich werfe einen letzten Blick über das Gelände, zum See und zum Quidditchfeld. Dann schweifen meine Gedanken wieder zu dem Angebot und mir fällt ein, dass ich es Ginny noch gar nicht erzählt habe. Also rufe ich sie noch einmal zu mir, da sie schon ein bisschen vor mir geht und erzähle es ihr. Sie ist begeistert.

    Am Abend findet die Zeugnisübergabe in der großen Halle statt. Ich bekomme Auszeichnungen, sowohl für meine Tätigkeit als Kapitänin, als auch für meine herausragenden Leistungen in allen Fächern.
    Ich bin sehr stolz auf mich selbst, aber meine Gedanken schweifen immer wieder zum Quidditch.
    Ich liebe Quidditch, da liegt Mr. McLeod richtig. Aber ist es wirklich das, was ich immer machen möchte. Ich brauche etwas Zeit, es herauszufinden.

    Auf der Zugfahrt reden wir viel über dieses Angebot.
    Aber als ich bei der Einfahrt in den Bahnhof die Zwillinge erblicke, sind alle Gedanken daran vorerst verschwunden.

    Ich springe George sofort in die Arme und wir bleiben eine ganze Weile so stehen.
    "Ich freue mich so, dich zu sehen", sage ich irgendwann.
    "Und ich mich erst", antwortet er und küsst mich flüchtig.
    Dann umarme ich den Rest.
    "Bill und Fleur werden heiraten. Am Ende der Ferien", erzählt Fred irgendwann.
    "Alle sind eingeladen, es wird eine tolle Feier", fügt George hinzu.

    Meine Eltern holen uns zwar heute ab, müssen am Ende der Ferien aber noch geschäftlich weg und wir verbringen einige Tage bei den Weasleys.

    Ein paar Tage bevor Ben und ich sowieso zu den Weasleys gefahren wären, erhalte ich einen Brief von George.


    Hallo Anna,
    wir haben gestern Nacht Harry bei seinen Verwandten geholt. Alle sind heil zu Hause angekommen, naja außer Mad Eye. Ihn haben wir leider verloren. Außerdem wurde ich von einem Fluch getroffen und habe dabei ein Ohr verloren, aber mach dir bitte keine Sorgen. Es geht mir gut. Versprochen. Wir sehen uns in zwei Tagen. Ich liebe und vermisse dich.
    Dein George



    George hatte mir bereits von dieser Aktion erzählt, bei der sie Harry abholen und ich habe mir da schon Sorgen gemacht, aber jetzt ist das noch schlimmer.
    Als wir zwei Tage später am Fuchsbau ankommen, kann ich aber zum Glück feststellen, dass es ihm wirklich gut geht.
    Mrs. Weasley hat ein tolles Abendessen für alle zubereitet. Ich freue mich immer hier zu sein, denn man fühlt sich wie zu Hause.

    Ich bin mittlerweile 17 geworden. Wir haben groß gefeiert, die Weasleys waren auch da.

    "Fred und ich werden auch für ein paar Tage hier bleiben, um Mum und Dad bei den Vorbereitungen für die Hochzeit zu helfen. Eure Eltern kommen dann auch direkt her", sagt George irgendwann.
    Als ich abends mit ihm in seinem alten Zimmer bin, räume ich gerade meine Sachen aus, als George sagt:
    "Du wolltest mir noch etwas erzählen?"
    "Ja, in der Tat. Am Tag des letzten Quidditchspiels vor zwei Monaten kam ein gewisser Cormack McLeod zu mir und meinte, er sei der Manager der Montrose Magpies. Er wollte mir einen Vertrag bei dem Verein anbieten."
    "Wahnsinn! Glückwunsch! Was hast du gesagt?"
    "Ich habe gesagt, ich muss darüber nachdenken und er meinte, ich soll seine Eule erwarten."
    "Und hast du darüber nachgedacht?"
    "Ja das habe ich. Und ich will es. Unbedingt. Aber ich habe nichts von ihm erhalten", sage ich dann traurig.
    "Das kommt schon noch, glaub mir. Ich freue mich wirklich riesig für dich, du hast es verdient!", sagt er dann und zieht mich in eine Umarmung.
    Es tut gut, ihn endlich wieder bei mir haben zu können und dementsprechend schnell und gut schlafe ich in dieser Nacht auch.
    Am nächsten Morgen sitze ich gerade alleine am Frühstückstisch, George und Fred müssen schnell in den Laden und der Rest schläft noch, da klopft es an der Tür.
    "MUM, DAD!", rufe ich und falle ihnen um die Arme, als ich sehe, dass sie es sind. "Ich wusste nicht, dass ihr heute schon kommt."
    "Doch, wir konnten uns ein bisschen früher losreißen", antwortet Dad.
    "Wo ist der Rest?", fragt Mum nachdem wir uns ausgiebig begrüßt haben und reingehen.
    "Der schläft noch und die Zwillinge mussten kurz in den Laden, sie haben einen Brief von einem Kunden erhalten."
    "Apropos Brief, hier ist einer für dich", sagt Mum.
    Ich fange an zu schreien, als sie ihn mir gibt und habe damit vermutlich alle geweckt.
    "Was ist denn los?", fragt meine Mutter erschrocken.
    "Naja, das ist ein Brief von Cormack McLeod. Er ist der Manager der Montrose Magpies. Das ist die erfolgreichste Quidditchmannschaft Großbritanniens und naja...sie wollen mich."
    "Wow, Glückwunsch", sagen beide und umarmen mich erneut.
    "Er hat mich schon beim letzten Spiel angesprochen, aber ich habe gesagt ich muss aufgrund meiner Noten wirklich darüber nachdenken, denn mir stehen alle Türen offen, aber ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es das ist, was ich will. Ich dachte schon, der Brief kommt gar nicht mehr", erzähle ich überglücklich.



    Sehr geehrte Miss Anna Wood,

    wir freuen uns sehr, Ihnen einen Vertrag mit den Montrose Magpies anbieten zu dürfen. Wir hätten Sie gerne auf der Position der Hüterin in unserer ersten Mannschaft.
    Im Brief ist der Vertrag, den Sie sich gegebenenfalls bitte durchlesen. Falls Sie sich für unsere Mannschaft entscheiden, kommen Sie bitte am 1. September um 19 Uhr zur Teamsitzung vor dem ersten Training der Saison und bringen Sie den unterschriebenen Vertrag mit.
    Sollten Sie sich gegen unser Team entscheiden, bitten wir Sie jedoch auch, uns zu benachrichtigen.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als neues Teammitglied willkommen heißen dürften.

    Mit freundlichsten Grüßen

    Cormack McLeod

    Manager der
    Montrose Magpies


    Ich muss gar nicht mehr darüber nachdenken, denn dazu hatte ich bereits Zeit genug. Also schreibe ich:



    Sehr geehrter Herr McLeod,

    ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich das Angebot sehr gerne annehmen würde.
    Ich werde am 1. September zur Sitzung erscheinen und den Vertrag mitbringen.

    Vielen Dank!

    Freundliche Grüße

    Anna Wood


    Ich schicke gleich unsere Eule an Mr. McLeod und bin überglücklich.
    Als wir eine dreiviertel Stunde später alle zusammen am Frühstückstisch sitzen, erzähle ich von diesen wunderbaren Neuigkeiten. Alle freuen sich riesig für mich.
    "Dann spielst du ja auch gegen Oliver", sagt Fred irgendwann lachend.
    Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Er spielt ja mittlerweile auch in der 1. Mannschaft, was bedeutet, dass wir tatsächlich demnächst gegeneinander spielen werden.

    Zwei Tage später ist der große Tag von Bill und Fleur gekommen. Anfangs und auch schon damals, beim Trimagischen Turnier, war Fleur mir wirklich unsympathisch, aber jetzt habe ich sie wirklich gerne und wir verstehen uns sehr gut.
    George und ich haben uns noch nicht umgezogen. Ich bin gerade ins Bad gegangen, um mich zu schminken und George ist mit seiner Zahnbürste verschwunden. Also beschließe ich, mal unten nachzusehen, ob es was zu helfen gibt. Als ich in der Küche ankomme, steht da jedoch nur George, mit seiner Zahnbürste, die da steckt, wo mal sein Ohr war und einer Tasse Kaffee in der Hand. Er beobachtet gerade Harry und Ginny, wie sie sich küssen.
    Ein bisschen amüsant finde ich diesen Anblick ja schon, aber trotzdem laufe ich zu George und ziehe ihm die Zahnbürste aus dem Ohr. Da er sich sehr erschreckt, denke ich, dass er mich vorher gar nicht gesehen hat.
    "Interessant?", frage ich ihn grinsend.
    "Ich habe mir nur mal wieder etwas Spaß bereitet in diesen schweren Zeiten", antwortet er lachend und küsst mich. Dann nimmt er meine Hand und zieht mich mit sich, damit wir uns umziehen können.

    Er hilft mir, damit ich leichter in mein Kleid komme und ich helfe ihm beim Binden der Krawatte. Als es draußen lauter zu werden scheint, beschließen auch wir, nach unten zu gehen. Er nimmt wieder meine Hand und schreitet mit mir die Treppe nach unten. Wir stellen uns zu den anderen, um die Gäste zu begrüßen. Anschließend setze ich mich bei der Zeremonie zwischen Ginny und George. Die ganze Zeit hält er meine Hand und wie immer bei Hochzeiten, kann ich kleine Tränen nicht vermeiden.
    Als Fleur und Bill anfangen zu tanzen, dauert es nicht lange, bis George auch mich mit auf die Tanzfläche zerren möchte.
    "Muss das denn sein?", frage ich ihn. Ich bin keine besonders beigeisterte Tänzerin und kann es auch nicht sonderlich gut.
    "Ja das muss es", antwortet er nur grinsend.
    Da gerade ein langsames Lied gespielt wird, bei dem man eh nicht viel machen muss, widerspreche ich auch nicht, sondern gehe mit ihm.
    "Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie wunderschön du heute aussiehst Anna?", flüstert er mir irgendwann ins Ohr.
    "Danke", sage ich und küsse ihn kurz, aber leidenschaftlich. "Aber du siehst auch sehr gut aus."
    Daraufhin küsst er mich noch einmal, diesmal aber etwas länger.
    Ich muss sagen, das Tanzen macht mir viel mehr Spaß, als ich gedacht habe. Wir tanzen fast die ganze Zeit.
    Dann fliegt plötzlich ein Patronus in das Zelt. Dann spricht eine Stimme, die, wie George mir verrät, zu Kingsley Shacklebolt gehört.

    Das Zaubereiministerium ist gefallen. Der Zaubererminister ist tot. Sie kommen.

    Im nächsten Moment bricht ein riesen Tumult los. George schaut mich verängstigt an und genau so schaue ich auch ihn an. Er drückt meine Hand, die er immer noch hält, fester. Dann sagt er:
    "Hol deine Eltern und Ginny. Ich hole Fred, deine Brüder, Mum und Dad. Dann appariere zu Shell Cottage. Vertrau mir. Mach, was ich sage!", dann rennt er davon. Natürlich tue ich das und renne sofort zu meinen Eltern. Ginny steht bei Ihnen und will gerade zu Harry rennen, doch Remus hält sie zurück. Er gibt sie in meine Hände und nickt mir zu, was heißen soll, dass wir verschwinden sollen. Kurz bevor wir verschwinden sehe ich noch einige schwarze Gestalten und hoffe nur, dass es allen gut geht.
    "Mum? Dad? Geht es euch gut? Apparieren ist normalerweise nicht so angenehm beim ersten Mal", frage ich meine Eltern.
    "Ja es geht schon, aber wo sind wir hier?", fragt meine Mutter mich verschreckt.
    "Ich weiß es ehrlichgesagt nicht. George meinte, wir sollen hier her kommen."
    "Das ist das Haus von Bill und Fleur. Ich denke, sie werden demnächst auch hier eintreffen", meldet Ginny sich zu Wort.
    "Gut zu wissen. Und wie geht es dir?", frage ich sie.
    "Könnte besser sein, ich hoffe nur, dass es Harry und den anderen gut geht."
    "Ja das hoffe ich auch. Der Rest ist auch noch nicht da. George wollte eigentlich mit den anderen auch hierher kommen."
    "Sie werden schon noch kommen", sagt Ginny beruhigend.
    In diesem Moment kommen gerade Ben und Oliver.
    "Es geht allen gut, aber es kam zu kleinen Komplikationen", sagt Oliver.
    "Ich muss zu ihnen", rufe ich, doch Oliver hält mich fest.
    "Es geht ihnen gut Anna, aber du musst jetzt unbedingt hier bleiben."
    Als sie eine Stunde später immer noch nicht da sind, muss ich anfangen zu weinen. Ich weiß, dass ich eigentlich diejenige sein sollte, die Ginny tröstet, aber stattdessen ist sie es, die mich tröstet.
    "Anna, es wird ihm schon gut gehen. Er ist ein talentierter Zauberer, er schafft das schon", sagt sie.
    "Danke Ginny. Eigentlich solltest du dir Sorgen um Harry machen und nicht mich trösten, also wirklich. Danke."
    Sie nimmt mich in den Arm und wir bleiben einige Minuten so sitzen. Dann hören wir ein Ploppen in der Ferne und rennen sofort nach draußen.
    Fred, George, Mr. und Mrs. Weasley, Fleur, Bill, Tonks und Remus stehen alle da und sehen sehr erschöpft aus. Ginny und ich rennen sofort auf sie zu und George schließt mich fest in seine Arme.
    "Wo wart ihr denn so lange? Wir haben uns solche Sorgen gemacht. Geht es euch allen gut?", frage ich völlig aufgelöst.
    "Ja, es geht uns bestens und euch?", antwortet George.
    "Ja, bestens", sagt Ginny.
    "Es war eine ganze Horde von Todessern, aber wir haben es geschafft, sie zu verscheuchen. Wir werden über Nacht hier bleiben, nur um sicher zu gehen, dass sie nicht zurückkommen. Morgen kehren wir dann zum Fuchsbau zurück, um Ordnung zu schaffen", erzählt Mr. Weasley.

    Völlig niedergeschlagen gehen wir ins Haus. Wir reden noch eine Weile und gehen dann nach und nach schlafen. Da meine Eltern und die Weasleys sich jeweils ein Zimmer teilen, müssen Fred, George, Ginny und ich im Wohnzimmer schlafen. Remus und Tonks sind zu sich nach Hause gegangen. Ich schlafe mit George auf der aufgeklappten Couch und Ben, Ginny und Fred jeweils auf einer provisorischen Matratze. George zieht mich nah an sich, als ob er gemerkt hat, dass ich immer noch Angst habe.
    Weil er da ist, schlafe ich jedoch trotzdem bald ein und wache nachts auch nicht auf.
    "Hey Anna, guten Morgen. Wach auf", weckt er mich mit einer zärtlichen Stimme.
    "Was ist los?", fahre ich gleich erschrocken nach oben.
    "Nichts, es ist alles gut, aber wir wollen demnächst aufbrechen", antwortet er.
    Also ziehen wir uns an und sollten eigentlich noch etwas frühstücken, aber in meiner Verfassung bekomme ich gar nichts runter. Also bespreche ich mit den anderen, wie wir nun vorgehen. Wir haben gestern Abend beschlossen, dass ich ab sofort auch ein Mitglied im Orden des Phönix sein werde. Also wir gerade gehen wollen, melde ich mich noch einmal zu Wort:
    "Ich hätte noch ein Anliegen. Unsere Eltern sind Muggel. Sie sind in der Zaubererwelt nicht mehr sicher. Ben, Oliver und ich haben zumindest noch eine Möglichkeit, uns zu verteidigen, aber unsere Eltern müssen in Sicherheit gebracht werden", sage ich traurig und George legt seinen Arm um mich.
    "Ja da ist was dran", antwortet Mr. Weasley.
    "Sie können für eine Weile hier bleiben. Hier sind sie auf jeden Fall sicher", sagt Bill freundlich.
    "Bist du sicher?", frage ich unsicher.
    "Ja, glaub mir."
    Also entscheide ich einfach mal, dass meine Eltern hier bleiben. Ich weiß nicht, was ich machen sollte, wenn ich sie verlieren würde.

    Ein paar Minuten später kommen wir schon am Fuchsbau an. Es sieht weniger schlimm aus, als ich es erwartet hätte, aber trotzdem gibt es einiges in Ordnung zu bringen.
    "Fred, George, Ginny und Anna, ihr sorgt bitte dafür, dass alles, was irgendwo im Garten rumliegt, eingesammelt wird. Arthur, Bill, Remus und Kingsley, ihr baut bitte das Zelt ab. Tonks und ich fangen drin mit dem Abwasch an", ruft Mrs. Weasley dann.
    "George, Anna geht ihr hinter das Haus? Ginny und ich fangen dann hier an", fragt Fred.
    "Ja, geht klar", antwortet George und wir gehen nach hinten.
    "Anna? Ist alles okay bei dir? Du wirkst so niedergeschlagen", fragt George mich dann.
    "Naja, eigentlich ist alles in Ordnung, aber ich mache mir wahnsinnige Sorgen um meine Eltern. Ich weiß, ich sollte daran gar nicht denken, aber Angriffe auf Muggel waren nicht gerade eine Seltenheit momentan", antworte ich bedrückt.
    "Heyyy, nein du hast Recht, denk daran erst gar nicht. Das wird nicht passieren, hörst du. Bei Bill und Fleur sind sie in Sicherheit", tröstet er mich, da ich angefangen habe zu weinen und nimmt mich lange in den Arm.
    "Danke. Ich liebe dich", sage ich dann.
    "Ich dich auch", sagt er und löst sich wieder von mir.
    Dann räumen wir mit ein paar Schwüngen unseres Zauberstabs den Garten auf. Ich will gerade wieder nach vorne gehen, da hält George mich fest.
    "Was ist?", frage ich verwirrt.
    "Naja...also Fred und ich haben nachgedacht und uns gefragt, ob du Lust hättest...also natürlich nur wenn du willst, ähm...bei uns mit einzuziehen?", fragt er unsicher.
    "Wirklich? Seid ihr sicher?", frage ich ihn vorsichtig, aber insgeheim glücklich.
    "Ja auf jeden Fall. Ich mein, oder hast du etwas zum Wohnen? Klar, du arbeitest jetzt in Schottland, aber wozu bist du denn eine Hexe. Also ja, wir sind sicher, also ich bin sicher."
    "Na dann liebend gerne", sage ich grinsend und gebe ihm einen leidenschaftlichen Kuss, den er selbstverständlich erwidert.

    Die nächsten Tage vergehen schnell und meine Sorgen werden auch wieder besser. Ich vertraue Bill und habe auch feststellen dürfen, dass er Recht hat. Bei ihnen sind meine Eltern sicher.
    Der Laden der Zwillinge macht erst nächste Woche wieder auf, das heißt sie haben gerade viel Zeit, mir zu helfen, bei ihnen einzuziehen.

    Außerdem beginnt morgen Hogwarts wieder und ich mache mir ziemlich Sorgen um Ben. Er hat nun keine Geschwister mehr dort. Aber er ist sehr stur und will unbedingt gehen. Er kommt jetzt ins dritte Schuljahr.
    Da Oliver und ich nicht wollen, dass meine Eltern sich in einer Umgebung aufhalten, in der viele unbekannte Zauberer rumlaufen, haben sie sich schon im Haus von Bill und Fleur von ihm verabschiedet und da alle außer Oliver, den Zwillingen und mir arbeiten müssen, bringen wir vier ihn nach Kings Cross.
    "Pass bloß auf dich auf!", sage ich, als er mich lange umarmt. Ich habe auch zu ihm eine wahnsinnig gute geschwisterliche Beziehung. "Und schreib regelmäßig, hörst du!"
    "Ja Anna, ich verspreche es. Macht euch keine Sorgen", sagt er. Dann umarmt er noch die anderen kurz und springt schon in den Zug.
    "Wir sehen uns an Weihnachten", ruft er noch raus.
    Wir winken noch, bis man den Zug nicht mehr sehen kann und gehen dann durch die Absperrung zurück in die Muggelwelt. Kurz bevor wir in die Winkelgasse apparieren, verabschieden wir uns wieder von Oliver, der zu sich nach Hause appariert.
    "Und viel Erfolg heute Abend Anna, schick mir eine Eule, wie es war", sagt er.
    "Danke und werde ich machen", antworte ich lächelnd.
    Dann apparieren George, Fred und ich in die Wohnung über dem Laden. Ich will gerade in das Schlafzimmer von George und mir gehen, als Fred sagt:
    "Hey Anna, da sitzt eine Eule am Fenster."
    Und tatsächlich sitzt dort eine. Ich öffne das Fenster und sie flattert sofort herein. Ich nehme ihr den Brief ab und erkenne sofort die Schrift wieder.
    "Der ist von Angelina!", sage ich laut, damit die beiden es hören.
    "Was? Wirklich? Wir haben ewig nichts von ihr gehört", sagt Fred.
    "Ich auch nicht", antworte ich. Erst jetzt fällt mir richtig auf, dass ich kaum noch mit jemandem aus Hogwarts Kontakt habe. Schon, als ich das Schuljahr übersprungen habe, habe ich einige Leute aus den Augen verloren, aber jetzt habe ich nicht mal mehr Kontakt zu Cho und Angelina.
    "Lies vor!", ruft Fred aus der Küche.
    Also lese ich vor:


    Hi Anna,

    ich habe von dem schrecklichen Angriff bei der Hochzeit gehört. Geht es euch allen gut? Ich mache mir wahnsinnige Sorgen.
    Wenn du diesen Brief erhältst, dann schreibe mir bitte. Vielleicht können wir uns ja mal treffen.

    Deine Angelina

    P.S. Wie geht es eigentlich Fred und George?



    Ich schnappe mir sofort das erste Stück Pergament, das ich finden kann und eine Feder und beginne zu schreiben:


    Hallo Angelina,

    ja uns geht es allen gut. Es ist so schön, von dir zu hören. Es tut mir leid, dass ich unseren Kontskt so habe schleifen lassen. Du hast Recht, wir müssen uns demnächst unbedingt treffen.
    Den Jungs geht es auch bestens. Ich bin vor einigen Wochen bei ihnen eingezogen. Die Wohnung ist über ihrem Laden in der Winkelgasse. Vielleicht hast du ja Lust, mal vorbeizuschauen. Wie wäre es gleich übermorgen, also am Dienstag? Ich freue mich, dich mal wieder zu sehen!

    Deine Anna



    Dann schicke ich die Eule wieder weg, nachdem ich ihr einen Keks gegeben habe.
    Danach gehe ich mir gemütlich meine Mannschaftskleidung anziehen, die mir geschickt worden ist, da wir heute noch das Mannschaftsfoto machen werden und dabei die Trikots anhaben sollen. In meinem Fall ist sowohl das Trikot als auch der Umhang schwarz. Auf der Brust und auf dem Rücken befindet sich eine weiße Elster.

    "Gut siehst du aus", ruft George, als ich aus dem Schlafzimmer komme und zwinkert mir zu. Er kommt auf mich zu und legt seine Arme um meine Hüften. Dann küsst er mich lange und leidenschaftlich. Unterbrochen werden wir erst, als Fred reinkommt:
    "Hey ihr zwei! Stopp!"
    George und ich lösen uns voneinander und müssen lachen.
    "Daran muss ich mich echt noch gewöhnen", fügt Fred lachend hinzu.

    "Du solltest losgehen", meint George einige Augenblicke später.
    "Ja das sollte ich", antworte ich und küsse ihn noch einmal kurz.
    Auch Fred umarmt mich kurz und beide rufen mir noch "viel Erfolg" hinterher.

    Ich appariere also zum Stadion der Montrose Magpies.
    "Ahh Miss Wood, da sind sie ja. Sehr schön Sie zu sehen. Folgen Sie mir doch bitte", begrüßt mich Mr. McLeod.
    "Vielen Danke, es ist auch schön, hier zu sein", antworte ich selbstsicher.

    Er führt mich raus aufs Feld im Stadion, wo schon zwei Bänke stehen, um das Foto zu machen.

    "Miss Wood, das hier ist Miss Eunice Murray. Sie ist unsere Sucherin", erklärt McLeod mir.
    "Hallo, schön Sie kennenzulernen!", sage ich zu ihr.
    "Hallo und ebenfalls. Du kannst gerne du sagen. Ich bin Eunice", antwortet sie sehr freundlich.
    "Oh ja gerne, mein Name ist Anna."
    "Hallo Anna."
    "Und das dort drüben ist Hamish MacFarlan. Er ist einer unserer Treiber und außerdem der Mannschaftskapitän", sagt McLeod dann wieder.
    MacFarlan kommt zu uns herüber und lächelt, als er mich sieht.
    "Oh hallo, du musst Anna Wood sein. Ich bin Hamish. Cormack hat sehr von dir geschwärmt. Ich darf doch Du sagen?", fragt er mich.
    "Klar kannst du. Hallo Hamish, ich bin Anna", sage ich zu ihm.
    In den nächsten Minuten lerne ich noch die drei Jägern und den zweiten Treiber kennen.
    Tara Kyle kenne ich noch vom Sehen.

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