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Leben in Harry Potter 4. Kapitel

    1
    Mit jetzt meine ich heute. Was will er und noch wichtiger: Was will ich?
    Wir sind gerade vom Ravenclawtisch aufgestanden, als wir sehen, dass George mit ein paar anderen Gryffindors in der Tür zur großen Halle stehen bleibt und sich umschaut. Mein Herz fängt an, schneller zu schlagen. Er sieht unseren Tisch entlang und als er mich dort stehen sieht, breitet sich ein Lächeln auf seinen Lippen aus. Er geht nicht mit den anderen zum Gryffindortisch, sondern kommt zu mir gelaufen. Mein Herz schlägt nun noch schneller.
    "Guten Morgen", sagt er.
    "Ebenfalls einen schönen guten Morgen."
    "Lass uns ein Stück gehen", meint er dann.
    Er nimmt meine Hand und geht mit mir aus der großen Halle und raus aufs Schlossgelände.
    Es ist ein sonniger Sonntagmorgen. Die Sonne hilft dabei, dass es nicht ganz so kalt ist. Wir bleiben hinter einem kleinen Hügel am See stehen.
    "Ich wollte dich nur mal fragen, wie du bei dieser Sache denkst", meint er irgendwann.
    "Bei welcher Sache?", stelle ich mich dumm.
    "Na bei dir und mir. Ich meine, weil wir seit Ewigkeiten beste Freunde sind...."
    "Und du willst unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzten?", beende ich fragend seinen Satz.
    "Naja schon, aber auch irgendwie nicht. Ich weiß, dass ich mit dir zusammen sein will, aber ich habe Angst, dich zu verlieren", meint er dann. Ich muss lächeln und innerlich zerschmelze ich bei seinen Worten.
    "Warum solltest du mich denn verlieren?", frage ich ihn dann.
    "Naja wegen des Kusses", sagt er dann.
    "Bereust du es etwa?", frage ich ihn enttäuscht.
    "Nein auf keinen Fall! Ich habe mir seit Ewigkeiten nichts anderes gewünscht, als dass das endlich passiert. Aber ich habe Angst, dass du es nicht auch willst."
    Ich antworte ihm nicht. Stattdessen nehme ich sein Gesicht in die Hand und gebe ihm einen Kuss auf den Mund.
    "Ist das Antwort genug?", frage ich ihn lächelnd und ohne meine Hände von seinen Wangen zu nehmen.
    "Ich denke schon", sagt er, legt seine Hände an meine Hüften und küsst mich erneut.

    "ULALA", hören wir plötzlich jemanden aus der Ferne rufen. Fred. Er kommt zusammen mit Ginny und Angelina den Hügel zum See heruntergelaufen.
    "Das wird aber auch Zeit", fügt er hinzu.
    Wir müssen alle lachen.
    "Ist das jetzt offiziell?", fragt Ginny einige Augenblicke später.
    George und ich schauen an und müssen grinsen.
    "Ich denke schon", sagt er dann.
    Dann drehe ich sein Gesicht zu mir und küsse ihn erneut.

    Von diesem Tag an sind George und ich offiziell ein Paar.

    Der Rest des Schuljahres vergeht unglaublich schnell. George und ich sind überglücklich.
    Anfang Mai haben er und Fred Geburtstag und werden 17. Wir feiern eine riesen Party mit den anderen Gryffindors. Manche unserer Freunde sind schon ganz genervt von unserem Glück und dass wir immer miteinander kuscheln. Wir finden das eher witzig.
    Die letzten beiden Aufgaben des Turniers und vor allem die letzte sind schrecklich. Als Cedric stirbt, breche auch ich in Tränen aus. Cho, er und ich haben oft etwas zu dritt gemacht, bevor ich mit George zusammen gekommen bin.
    George tröstet mich so gut er kann und zwar von der Sekunde an, in der Harry und Cedric aus dem Irrgarten zurückkommen bis zu dem Moment, als es mir wieder einigermaßen gut geht. Und ich kann glücklich feststellen, dass er mir Halt gibt und mir wirklich hilft, darüber hinwegzukommen.
    Ich freue mich sehr, als Mum, Dad und sogar Oliver mich am Bahnhof abholen. Mir geht es mittlerweile wieder viel besser.

    "Mum, Dad, das ist George", sage ich, nachdem ich alle einmal fest in die Arme geschlossen habe.
    "Hallo George, schön dich kennenzulernen", sagen beide und schütteln ihm jeweils die Hand.
    "Danke gleichfalls", antwortet George.
    Meine Eltern müssen gar nicht nachfragen, warum ich ihnen George vorstelle, so gut kennen sie mich.
    Eine Gelegenheit, die Weasleys kennenzulernen hat es jedoch nie gegeben.
    "Pass bloß auf sie auf, Weasley", sagt Oliver später noch zu George und gibt ihm einen freundschaftlichen Handschlag.
    "Das werde ich, versprochen", sagt er und grinst erst Oliver und dann mich an.
    Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile und gehen dann.

    Ich reiße dieses Jahr mit meiner Familie für 2 Monate in die USA für eine Rundreise. Ich freue mich riesig darauf, aber was mich traurig macht ist, dass ich George dann die ganzen Ferien nicht sehen werde. Deshalb beschließen wir, dass er noch für einen Tag mit zu uns kommen wird, da wir erst morgen Abend fliegen.
    Wir sitzen abends noch lange am Esstisch, reden und lachen viel und bringen George einige Muggelspiele bei. Ich bin auch froh, dass Oliver und George sich immer noch so gut verstehen.
    Als ich mit meiner Mutter, George und Oliver die Küche aufgeräumt habe, gehen wir hoch in mein Zimmer.

    Mein Zimmer ist relativ groß. Die Wände sind ganz schlicht weiß gestrichen und die Möbel sind überwiegend aus Holz. Mein Bett ist groß, sodass George und ich locker zu zweit darin Platz haben. Ein wenig seltsam komme ich mir doch vor, da George und ich noch nie beieinander oder miteinander übernachtet haben.
    Ich gehe also ins Bad und ziehe mir eine kurze Hose und ein T-Shirt zum Schlafen an, bevor ich zurück in mein Zimmer gehe. Dort zieht auch George sich gerade um. Als ich reinkomme, trägt er gerade nur Boxershorts. Ich wusste nicht, dass er so muskulös ist. Er hat mich nicht bemerkt, deshalb sage ich aus Reflex:
    "Oh entschuldige!" Ich will gerade wieder raus gehen, als er sagt:
    "Hey, du musst nicht gehen", sagt er.
    Die Situation kommt mir gerade wirklich sehr seltsam vor.
    Als wir im Bett liegen, liegen wir zwar nebeneinander, aber so, dass wir beide an die Decke starren.
    Ohne noch einmal etwas zu sagen, schlafe ich schon ein.
    Am nächsten Morgen werde ich aber wach, weil mir jemand meine Haare aus dem Gesicht streicht.
    "Guten Morgen", flüstert George, als er sieht, dass ich wach bin und gibt mir einen Kuss auf die Stirn.
    Irgendwie habe ich mich nachts an ihn rangekuschelt. Mein Kopf liegt nun auf seiner Brust und er hat seinen Arm um mich gelegt.
    "Morgen", antworte ich verschlafen.
    "Ich durfte feststellen, dass du wohl sehr nachtaktiv bist. Irgendwann musste ich dich einfach festhalten, damit du dich nicht immer bewegst", sagt er und lacht. Auch ich muss lachen.
    "Lass uns frühstücken gehen", sage ich dann.
    Ich bleibe einfach in meinem Schlafanzug und George zieht sich eine andere Hose und ein T-Shirt über.
    Wir frühstücken zu zweit, da meine Eltern noch einmal in die Kanzlei mussten, um etwas zu klären.
    George hilft mir in der Zeit meinen Koffer zu packen. Wir sind rasend schnell fertig, da er ja Magie außerhalb der Schule verwenden darf.
    "Danke", sage ich, als wir fertig sind.
    "Immer wieder gerne", antwortet er. "Ich werde dich sehr vermissen", fügt er hinzu.
    "Ich dich auch", antworte ich.
    Dann zieht er mich in einen sehr leidenschaftlichen Kuss, der eine halbe Ewigkeit zu dauern scheint.
    "Ich liebe dich", sagt er als wir uns voneinander lösen. Ich bin kurz unfähig, etwas zu sagen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass er das jetzt sagt, das hat er nämlich vorher noch nie.
    "Ich liebe dich auch", bringe ich dann schließlich heraus. Wir müssen beide grinsen. Dann küssen wir uns wiederum.
    Ein Geräusch aus der Einfahrt verrät uns, dass meine Eltern gerade zurückkommen.

    Ein paar Stunden später sitzen wir im Auto Richtung Flughafen. Der Abschied von George fiel mir schwer, weil wir uns noch nie so lange nicht gesehen haben. Dennoch freue ich mich sehr über die Rundreise.

    Leider geht die Zeit in den USA viel zu schnell vorbei. Aber erst der Hogwartsbrief, der sogar zu mir nach Amerika kam, macht mir bewusst, wie schnell. Wir haben ohnehin beschlossen, doch schon zwei Wochen früher zurückzukehren, sodass wir noch entspannt Zeit haben, alle Sachen zu besorgen. Obendrein haben meine Eltern eine wichtige Nachricht über einen Mandanten bekommen, was uns daran hindert, die letzten drei Bundesstaaten zu bereisen. Das ist sehr schade, aber das ermöglicht es mir, doch noch eine Weile der Sommerferien mit George, Fred und Ginny zu verbringen.
    Komischerweise hat George mir aber geschrieben, dass er mich in London am Bahnhof abholt und nicht in Ottery St. Catchpole.
    Vier Tage später stehe ich also am Bahnhof in London und warte. Nach ein paar Minuten sehe ich, wie zwei grinsende Rotschöpfe auf mich zukommen. Ich fange auch an zu grinsen und einen Moment später habe ich George endlich wieder in meine Arme geschlossen. Anschließend gebe ich ihm einen sehr langen Kuss.
    "Ich warteeee...", sagt Fred irgendwann.
    George und ich lösen uns voneinander.
    "Hi Fred", sage ich und umarme auch ihn lange.
    "Also? Warum bin ich hier und nicht beim Fuchsbau", frage ich dann.
    Fred fängt an zu erklären:
    "Seit Du-Weißt-Schon-Wer zurückgekehrt ist, hat sich eine von Dumbledore erschaffene Widerstandsgruppe aus Zauberern wieder zusammengefunden. Der Orden des Phönix. Hier in London ist das Hauptquartier. Es ist das Elternhaus von Sirius Black. Wir wohnen seit ein paar Wochen hier, einfach weil es sicherer ist. Harry wird auch heute Nacht von ein paar Ordensmitgliedern hergeholt."
    "Aha, aber was haben ihr damit zu tun?", frage ich sie dann. "Bitte erzählt mir nicht, dass ihr dieser Gruppe auch angehört."
    "Also Mum und Dad sind eben im Orden. Bill und Charlie eigentlich auch, naja und Percy...", dann macht George eine kurze Pause und schaut Fred traurig an. Er fährt fort: "ja und wir beiden wollen eigentlich auch, immerhin sind wir volljährig, aber Mum lässt uns nicht."
    "Das ist auch gut so!", meine ich dann nur voller Sorge.
    "Also, wir haben es nicht geschafft, Mum zu überreden, dass ich mit bei Harry und Ron schläft und du bei George", sagt Fred und grinst mich an.
    "Aber hoffentlich bist du auch mit Hermine und Ginny zufrieden", sagt George und zwinkert mir zu. Ich nicke.
    Die nächsten Tage im Hauptquartier sind sehr schön und seltsam zugleich. Wir freuen uns riesig, wieder nach Hogwarts zu gehen. In der Nacht auf den 1. September habe ich sehr schlecht geschlafen, deshalb schlafe ich auch fast die ganze Zugfahrt auf Georges Schoß.
    "Hey Anna, aufwachen. Wir sind bald da", sagt George irgendwann.
    Wir ziehen uns also unsere Umhänge an und eine halbe Stunde später sitzen wir in der Kutsche Richtung Schloss mit Angelina, Ginny und Fred.

    Die ersten Wochen des neuen Schuljahres sind der reinste Alptraum. Unsere neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste, Professor Umbridge ist schrecklich. Ich habe schon nach drei Wochen vier mal nachsitzen müssen.
    "Was hast du da an deiner Hand?", fragt George mich nach dem vierten Mal. Aus irgendeinem Grund hat er bisher noch nicht nachsitzen müssen.
    "Ach das geht schon, nichts schlimmes", sage ich, aber er zieht meine Hand zu sich, um sie zu begutachten.
    "Anna, du musst damit zu Madam Pomfrey. Was zur Hölle ist das? Hat dir das etwa die Umbridge angetan?"
    Ich nicke.
    "Der werd ichs zeigen!", ruft er dann und verschwindet.
    "George, nein, lass gut sein!", rufe ich hinterher, aber er hört nicht auf mich.

    Einige Stunden später kommt er zurück.
    "Was ist los? Was hast du gemacht? Wo warst du?", bombadiere ich ihn
    Er kommt zu mir und hält mich an den Schultern fest.
    "Keine Sorge, ich habe nichts gemacht. Ich war nur bei Fred und habe etwas mit ihm besprochen."
    "Und was?"
    "Das werde ich dir bald erzählen, versprochen."
    Dann gibt er mir einen flüchtigen Kuss und verschwindet wieder.

    Unser erstes Quidditchspiel gewinnen wir haushoch gegen Hufflepuff und dann schaffen wir es sogar, Gryffindor zu besiegen. Es war zwar sehr knapp, aber wir haben es geschafft.
    "Glückwunsch Kleine, du hast es verdient", sagt George nach dem Spiel und küsst mich lange. Witzigerweise ist es bei dieser Begegnung sowieso immer mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander.

    Einige Wochen später sind wir ganz vorn dabei, als Harry Dumbledores Armee gründet. Ich möchte natürlich lernen, mich zu verteidigen und das ist die beste Möglichkeit.

    In den Weihnachtsferien darf ich wieder mit den Weasleys zum Orden des Phönix. Am 24. wollen alle zusammen auf den Weihnachtsmarkt eines Londoner Vorortes gehen. Da aber jemand auf den Weihnachtsbraten aufpassen muss, habe ich mich dazu bereiterklärt. George hat natürlich gesagt, dass er auch bei mir bleibt.
    "Weißt du was heute für ein Tag ist, George?", frage ich ihn nach einer Weile hoffnungsvoll.
    "Wie könnte ich das vergessen. Das war das allerschönste Jahr meines Lebens und das nur, weil ich nicht nur meine Familie und Freunde um mich hatte, sondern besonders, weil ich dich hatte. Ich liebe dich", sagt er dann und zieht mich in einen sehr langen und sehr leidenschaftlichen Kuss.
    "Ich liebe dich auch George", sage ich, als wir uns lösen.
    Dann küssen wir uns wiederum. Der Kuss wird immer leidenschaftlicher und ich glaube, jeder von uns beiden weiß, worauf das jetzt hinauslaufen wird. Nach einer Weile löst er sich von mir, hebt mich hoch und trägt mich nach oben in sein Schlafzimmer. Dort setzt er mich auf sein Bett, besiegelt die Türe mit einem Zauber und kommt dann wieder auf mich zu.
    Wir fangen wieder an, uns zu küssen. Nach einer Weile spüre ich, wie seine Hand von meiner Wange zu meiner Hüfte gleitet und vorsichtig meine Bluse zur Seite schiebt. Die Küsse werden immer fordernder.
    Er löst sich noch einmal kurz von mir.
    "Sicher, dass du es willst?", fragt er mich.
    "Natürlich", antworte ich und ziehe ihn wieder zu mir.
    ...

    George streichelt mir sanft durch die Haare. Ich liege auf seiner muskulösen Brust und starrte ihm ins Gesicht. Er schaut an die Decke.
    Noch einmal fällt mir auf, wie wunderschön er ist.
    "DER BRATEN!", schrecke ich irgendwann hoch. Das hatte ich total vergessen. Ich suche schnell meine Klamotten im Zimmer zusammen und renne nach unten in die Küche. Dort angekommen stelle ich fest, dass zum Glück nichts passiert ist.
    "Puh, das hätte Ärger gegeben", sage ich leise zu mir selbst.

    Ich nächsten Moment erschrecke ich mich zu Tode, weil George so leise in die Küche kam, dass ich nicht gehört habe. Er hat mich von hinten umarmt und mir einen Kuss auf den Kopf gegeben.
    Ich dem Augenblick hören wir Schritte im Flur.
    "Oh sie kommen zurück", sage ich und löse mich aus Georges Umarmung.
    "Halloooo", höre ich Mrs. Weasley rufen.
    Auch der Rest ruft einmal Hallo.
    "Na was habt ihr schönes gemacht, während wir weg waren?", fragt sie, als sie in die Küche kommt.
    "Ach dies und das", antwortet George und grinst mich an.
    Fred, der gerade reinkommt, muss auch grinsen. Es scheint, als wüsste er genau, was hier los war.

    Der Rest der Weihnachtsferien vergeht sehr schnell. Wir alle genießen die letzten schulfreien Tage, aber sind auch sehr glücklich, wieder nach Hogwarts zu kommen.
    Auch dort fühlt es sich irgendwie anders an, aber es ist trotzdem toll. Cho ist jetzt mit Harry zusammen hat sie mir total glücklich erzählt.

    Ein paar Tage nach Ende der Ferien sitze ich gerade gemütlich mit Ginny in der großen Halle.
    "Anna, du und George...habt ihr es, naja...eigentlich schon getan?", fragt sie irgendwann schüchtern.
    "Was meinst du?", frage ich sie.
    "Naja...miteinander geschlafen meine ich", flüstert sie.
    "Achso...naja ja, ein paar mal", antworte ich verwundert. Zuerst komme ich mir komisch vor, aber dann denke ich: Ginny ist meine beste Freundin. Sie verdient es, dass ich mit ihr darüber rede.
    "Wieso fragst du?", frage ich noch.
    "Also es ist so...Michael ist irgendwie so ungeduldig. Ich habe das Gefühl, dass er mich bedrängt, aber ich fühle mich einfach noch nicht bereit dazu", sagt sie dann.
    "Es ist ganz wichtig, dass du ihm das klar machst, Ginny. Und lass dich auf keinen Fall von ihm dazu zwingen. Mach ihm klar, dass er das nicht mit dir machen kann", sage ich ihr.
    Dann sehen wir, dass Fred und George grinsend hereinkommen. Wir beenden unser Gespräch hier vorerst
    Sie kommen auf uns zu und zur Begrüßung küsst George mich sanft.
    "Anna, kann ich kurz mit dir reden?", fragt er mich dann.
    "Klar, was gibt's?", frage ich ihn.
    Er nimmt mich an der Hand und sagt beim Weggehen noch:
    "Unter vier Augen...". Dann zieht er mich aus der großen Halle.
    "Ist etwas passiert?", frage ich ihn, als wir in einem Aufenthaltsraum ankommen. In diesen Aufenthaltsräumen können sich die Schüler aus verschiedenen Häusern treffen. Gerade ist niemand da, also setzen wir uns an den Kamin.
    "Nein, es ist nichts passiert, aber ich möchte mit dir über etwas reden, das mir sehr wichtig ist", sagt er dann. "Du erinnerst dich, dass ich dir erzählt hab, dass Fred und ich immer einen Scherzartikelladen aufmachen wollten?", beginnt er.
    "Na klar", antworte ich.
    "Naja...Harry hat uns letztes Jahr sein Preisgeld vom Trimagischen Turnier geschenkt. Dadurch war es uns möglich, einen Laden in der Winkelgassen zu kaufen", fährt George fort.
    "WAS?", sage ich. "George, das ist toll,"
    "Ja, aber wir haben das etwas anders geplant. Wir wollen Hogwarts bereits vor Ende des Schuljahres verlassen und zwar, sobald wir unsere Prüfungen geschrieben haben."
    "Ihr wollt nicht bis zum Ende bleiben, wieso?"
    "Im Grunde deshalb, weil wir der Umbridge das Leben noch einmal ordentlich zur Hölle machen wollen."
    "Und das geht nicht am Ende des Schuljahres?"
    "Nicht so, wie wir das geplant haben."

    Ich schaue ihn traurig an, obwohl ich weiß, dass ich ihn in den Sommerferien sehen werde. Er sieht meinen Blick und nimmt mich in den Arm.

    "Glaub mir, wenn ich könnte, würde ich bei dir bleiben oder dich mitnehmen, aber ich will, dass du deine ZAGs bestehst und zwar nicht so, wie Fred und ich damals. Wir sehen uns doch wenige Wochen später wieder, dann gehen wir gemeinsam in den Urlaub und verbringen ganz viel Zeit miteinander, so wie das geplant war."
    "Ok", sage ich nur leise, aber schaue ihn weiter traurig an. Daraufhin küsst er mich lange und sagt dann:
    "Ich liebe dich!"
    "Ich liebe dich auch!", antworte ich und wir wollen uns gerade noch einmals küssen, als sich jemand hinter uns räuspert. Es ist Umbridge.
    "Miss Wood, Mister Weasley, was soll das werden", fragt sie in ihrem anwiederndem Ton.
    Wir geben keine Antwort.
    "Wie sie beide wissen, ist es Schülern nicht gestattet, sich näher als zwei Meter zu nähern. Sie werden beide Nachsitzen. Heute Abend, 18 Uhr. Bis später."
    Wir wissen beide, was auf uns zukommt, deshalb sagen wir besser gar nichts dazu.
    Wie erwartet war das Nachsitzen furchtbar. Noch dazu haben wir deshalb ein DA Treffen verpasst.
    Da es momentan allerdings schlimmer denn je ist, wurde beschlossen, dass wir und zwei oder drei mal pro Woche treffen.
    Schon zwei Tage später stand also das nächste Treffen an, aber das soll das schlimmste von allen werden. Cho hat uns verraten. Ich kann es gar nicht glauben.
    Die ganze Armee, außer Cho natürlich, bekommt Nachsitzen. Ginny hat mir außerdem erzähl, dass Harry mit Cho Schluss gemacht hat, was mich (und auch Ginny) einerseits glücklich macht, weil ich weiß, dass sie insgeheim schon ewig in Harry verliebt ist, aber andererseits ist Cho auch eine meiner besten Freundinnen, deshalb bin ich auch die einzige Person, die sie nach dem Nachsitzen nicht abblockt, als sie versucht, mit mir zu reden.

    "Kann ich mit dir reden Anna?", fragt Cho mich.
    "Warum hast du das gemacht?", frage ich sie also.
    "Ich wollte das doch nicht. Die haben irgendwas geahnt und dann haben sie mir Veritaserum gegeben. Ich konnte nichts dagegen tun."
    "Was? Sie haben dir Veritaserum gegeben? Wer war das?"
    "Malfoy, Goyle und die ganzen anderen Slytherins aus Umbridges Inquisitionskommando", antwortet sie und hat dabei angefangen zu weinen.
    "Wahrscheinlich glaubst du mir das sowieso nicht", fügt sie noch bei und fängt noch mehr an zu schluchzen.
    "Natürlich glaube ich dir", sage ich und nehme sie in die Arme.
    "Ich werde mal mit den anderen reden. Versprochen."
    "Danke", sagt sie noch.

    Ich gehe aber nicht als erstes zu Harry und den anderen, sondern suche erstmal George, um zu sehen, wie es ihm geht.

    "Anna, da bist du ja! Ich hab dich schon überall gesucht", höre ich ihn plötzlich rufen. Er kommt mir glücklicherweise auf dem Gang entgegen.
    "Ja ich dich auch", antworte ich und er umarmt mich.
    "Wie geht es dir?", fragt er mir nach einem flüchtigen Kuss.
    "Mir geht es gut und dir?"
    "Ja auch. Ich bin froh dich zu sehen, wo warst du denn?"
    "Ich war bei Cho", sage ich dann.
    "Was? Warum das denn? Ich dachte...", beginnt er.
    "Hör mir zu George. Sie konnte nichts dafür. Ihr wurde Veritaserum gegeben, sie hatte keine Chance zu lügen."
    "Und das glaubst du ihr?", fragt er mich dann ruhig.
    "Ja, das tue ich", antworte ich mit einem sehr bestimmenden Ton.
    "Okay, dann tue ich das auch", sagt er und lächelt mich an. Ich lächle zurück.
    "Komm, wir sollten es auch den anderen erzählen", meint er dann und nimmt mich bei der Hand.

    Wir können nicht alle davon überzeugen, dass Cho mehr oder weniger unschuldig ist, aber zumindest einen Großteil. Wir schaffen es zumindest, dass sie nicht von halb Ravenclaw und ganz Gryffindor ignoriert und gehasst wird.

    Eine paar Wochen später haben wir das schon wieder fast aus dem Kopf geschlagen. Die Sache ist aufgeklärt worden und auch Harry konnte Cho verzeihen.

    Unsere ZAGs stehen jetzt kurz bevor. Ich habe in Luna eine gute Lernpartnerin gefunden und gemeinsam schaffen wir es, uns wirklich super auf die Prüfungen vorzubereiten.
    Ich bin extrem aufgeregt vor der Prüfung, einerseits, weil ich Angst habe, sie nicht zu bestehen und zweitens, weil ich weiß, dass meine beiden besten Freunde heute die Schule verlassen werden.

    Während der Prüfung hört man plötzlich ein Poltern und Sekunden später fliegen Fred und George auf ihren Besen rein. Fred zwinkert mir zu und George wirft mir einen Luftkuss zu. In den nächsten paar Minuten haben sie die gesamte Große Halle auf den Kopf gestellt. Alle Schüler sind nach draußen gestürmt und mittlerweile haben sich auch alle anderen Schüler der anderen Jahrgänge im Schlosshof versammelt. Die beiden liefern eine wahnsinnige Show ab und ich habe Angst, dass sie gleich wegfliegen, ohne sich von mir zu verabschieden. Aber ich denke falsch. Ein paar Minuten später landet George neben mir, zieht mich in einen langen und leidenschaftlichen Kuss und uns interessiert gar nicht, dass uns die ganze Schule zuschaut. Als er sich von mir löst sagt er:
    "Ich liebe dich Anna, wir sehen uns in den Ferien", dann küsst er mich noch einmal kurz und gibt mir keine Möglichkeit, ihm zu antworten.
    Dann schaue ich ihm lächelnd hinterher und das einzige, was ich verspüre ist - erstaunlicherweise - Stolz.

    Der Rest des Schuljahres vergeht sehr sehr langsam ohne die beiden. Jeglicher Spaß an der Schule ist vom Winde verweht, weil niemand da ist, der den Tag erhellen kann. Umbridge ist wie vom Erdboden verschluckt, seit Harry und Hermine ihr gezeigt haben wo es lang geht - und zwar im wahren Sinne des Wortes.

    Wir haben unser letztes Quidditchspiel gewonnen und haben dadurch den Quidditchpokal gewonnen. Ich bin überglücklich, erneut mit meinem Team triumphieren zu können. Auch der Hauspokal geht erneut nach Ravenclaw, da die Slytherins und Gryffindors es sich gegen Ende sehr verscherzt haben.
    Ich bin außerdem sehr aufgeregt, was meine ZAG-Ergebnisse angeht. Aber ich bin genau so erleichtert, wie ich vorher aufgeregt war, als ich sie vor mir habe. Ich habe tatsächlich überall ein Ohnegleichen erreicht. Den Ergebnissen liegt noch ein Brief vor.

    Guten Tag Miss Wood,

    zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihren herausragenden Ergebnissen, Sie können wirklich stolz auf sich sein.
    Ich bitte Sie, heute Abend noch ins Büro des Schulleiters zu kommen. Ich werde vor der Tür auf Sie warten.

    MfG
    Filius Flitwick

    Ich bin sehr verwirrt und kann mir wirklich nicht vorstellen, warum ich in das Büro des Schulleiters kommen soll.
    Als ich abends vor dem Büro stehe, wartet Professor Flitwick schon dort.
    "Guten Abend Miss Wood, sehr gut, Sie haben meine Nachricht erhalten. Folgen Sie mir!", sagt er dann und geht mit mir auf den großen Wasserspeier zu, der zu Dumbledores Büro führt. Ich bin ja schon einige Male hier gewesen.
    "Ah Miss Wood, Professor Flitwick", sagt Dumbledore, nachdem er uns reingebeten hat. "Gut, dass sie da sind."
    "Guten Abend Professor Dumbledore", sage ich dann freundlich.
    "Ich würde gerne etwas mit Ihnen besprechen, Miss Wood. Ich war erneut begeistert, als ich ihre Noten der ZAG Prüfungen erhalten habe. Sie weichen nicht von dem ab, was ich aus der Vergangenheit von Ihnen gewohnt bin, was äußerst erstaunlich ist, wenn man bedenkt, wie engagiert Sie auch außerhalb des Unterrichts sind und ich denke, es ist nun an der Zeit, Sie ein Schuljahr aufzustufen. Sie sind ihren Mitschülern einen gewaltigen Schritt voraus und wären auch im nächsten Jahrgang bestens aufgehoben. Wenn Sie also einverstanden sind, würden Sie nächstes Jahr Ihre UTZ Prüfungen ablegen und mit Hogwarts abschließen."
    "Ich fühle mich wirklich geehrt, vielen Dank Professor. Natürlich nehme ich dieses Angebot auch gerne an."
    "Der Apparierunterricht, der in der sechsten Klasse stattfindet, haben sie dann verpasst. Sie werden ihn einfach mit ihrem jetzigen Jahrgang absolvieren, aber das dürfte kein Problem sein. Ich wünsche Ihnen also ein sehr erfolgreiches siebtes Schuljahr."
    "Vielen Dank Professor."

    Ich würde eigentlich zu gerne George davon erzählen, aber da das gerade nicht geht und ich keinen Brief schreiben möchte, erzähle ich es Ginny.
    Am Abend findet auch schon das Abschiedsfest dieses Jahres an. Ich freue mich riesig, morgen meine Eltern, Oliver, George und die anderen Weasleys wiederzusehen.

    Auf der Rückfahrt sitze ich mit Hermine, Harry, Ron, Ginny, Neville und Luna in einem Abteil. Wir reden viel über Voldemort und was in der letzten Woche noch alles passiert ist. Dadurch, dass wir durchgängig Gesprächsstoff haben, geht die Fahrt auch super schnell vorbei.
    Wie versprochen holt Oliver mich ab und auch Fred und George sind mitgekommen.
    "Ich will es sehen!", ist das erste, das ich rufe, als ich sie sehe.
    "Hallo erstmal", sagt George lachend und umarmt mich. Dann gibt er mir noch einen Kuss.
    Ich umarme auch Oliver und Fred und Mrs. Weasley.
    "Wann kann ich vorbeischauen?", frage ich Fred und George.
    "Jederzeit", antwortet Fred lächelnd.
    "Okay, dann komme ich jederzeit vorbei", antworte ich ebenfalls lächelnd.
    George grinst auch. Zum Abschied gibt er mir noch einen langen Kuss und das auch noch vor den Augen aller anderen. Dann gehe ich mit Oliver nach Hause.

    Meine Eltern warten schon gespannt auf uns. Ich freue mich riesig, sie wiederzusehen. Wir haben beschlossen, die Sommerferien hier zu verbringen. Ich mache viel für die Schule, immerhin habe ich ein ganzes Schuljahr nachzuholen.
    Nach ungefähr vier Wochen bin ich mit den Büchern der sechsten Klasse durch. Die Zaubersprüche kann ich leider nicht üben, da ich noch nicht 17 Jahre alt bin und zu Hause nicht zaubern darf.
    Geburtstag habe ich aber trotzdem bald. Zwar werde ich 16 und nicht 17, aber ich freue mich trotzdem riesig. Meine Eltern haben mit den Weasleys ausgemacht, dass wir alle sie in den Ferien besuchen kommen und dann zusammen meinen Geburtstag feiern. Ich freue mich riesig, alle wiederzusehen. Auch Harry und Hermine werden da sein.

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