Springe zu den Kommentaren

Meine HPFF

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
4 Kapitel - 2.546 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 430 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Den Blick gesenkt, damit sie ihre Angst und Hilflosigkeit nicht sahen… Die dort hockten, in der Dunkelheit, betend, noch hoffend. Zu entkommen, wie sie es geschafft hatte… „Kim…?“

Interesse? Schaut mal rein!

    1
    Entsetzt starrte das kleine Mädchen ihre Eltern an. Das konnten sie doch nicht einfach so entscheiden! Ihr kleiner Bruder kletterte auf ihren Schoß. „Und... bei wem...“, stammelte das Mädchen und strich ihm über den Rücken. Ihre Mutter, die ihr gegenüber an der anderen Seite des Küchentisches saß, senkte den Kopf. „Das ist die andere Sache, über die wir mit euch reden müssen...“, berichtete der Vater und hockte sich neben dem kleinen Mädchen auf den Boden. Sie schlang ihre Arme fest um ihren kleinen Bruder. Ihr Vater griff nach ihrer Hand und hielt sie fest. „Ich werde nach Russland ziehen, weißt du... zu meinem Bruder...“ Das Mädchen starrte ihn an und wartete, bis er weitersprach. „Ich habe euch beide furchtbar lieb, aber...“ Wieder hielt er kurz inne und strich über ihr Haar. „...eure Mutter würde sich ohne einen von euch sehr einsam fühlen...“ Das Mädchen blinzelte und blickte zu ihrer Mutter hinüber. Ihr kleiner Bruder drückte sich fest an sie. „Also wirst du mit mir kommen, Kim!“ Entsetzt sprang das Mädchen, Kim, auf, wobei sie ihren Bruder auf den Arm nahm. „A...Aber“, stammelte sie mit Tränen in den Augen. „Ethan wird bei mir bleiben...“, ergänzte ihre Mutter traurig. Der kleine Junge wandte den Kopf. „Ich will aber bei Sissy bleiben!“, schluchzte er und drückte sie noch fester, sodass sie kaum noch Luft bekam. Doch das war Kim egal. Sie klammerte Ethan fest an sich, drehte sich um und rannte hinaus. „Kim!“, rief ihr Vater ihr noch hinterher, doch sie konnte ihn nicht mehr hören. Sie rannte hinaus in den Garten, in dem kleine, bunte Lichter schwebten, die ihre Eltern mit Magie heraufbeschworen hatten. Sie setzte Ethan im Gras ab und griff nach der Strickleiter, die in ihr Baumhaus führte. „Komm hoch“, flüsterte sie und half ihrem kleinen Bruder die Leiter hinauf in das Baumhaus, bevor sie selbst hinterher kletterte. Ethan schluchzte bitterlich. „Ich will nicht, dass du weggehst, Kim!“, weinte er und schmiegte sich an sie. Kim fuhr ihm mit der Hand durch das Haar. „Ich auch nicht“, wisperte sie. „Aber... falls das hier ein Abschied ist...“, sie stockte kurz. „Habe ich ein Abschiedsgeschenk für dich...“ Ethan blickte zu seiner Schwester auf. „Cloé!“, rief sie leise in die im Dunkeln liegende Ecke des Baumhauses hinein. Ein leises Maunzen war zu hören, ein Rascheln. Ethan setzte sich auf und blickte neugierig in die Dunkelheit, wo jetzt ein kleines, schwarz-weißes Kätzchen die Nase in das Mondlicht steckte, welches durch das Fenster sickerte. Das Kätzchen kam näher und schmiegte sich an Ethans ausgestreckte Hand. „Versprichst du mir etwas?“, fragte Kim mit leiser Stimme. Ethan, der das Kätzchen nun sanft im Arm hielt, nickte. „Versprich mir, dass du mich nie vergisst“, meinte sie erstickt. Ethan lächelte schwach. „Ich verspreche es dir, Sissy!“, schwor er und schmiegte sich an sie, Cloé schnurrte beruhigend. Eine Weile später schliefen sie ein.

    2
    Als Kim am nächsten Morgen erwachte, war sie nicht mehr im Baumhaus. Sie setzte sich ruckartig auf und blickte sich um. Das Zimmer war ihr vollkommen fremd! Panisch blickte sie sich um. „Ethan...“, kam ihr in den Sinn. Wo war ihr kleiner Bruder? Sie schwang die Beine aus dem Bett. „Ethan!“, rief sie, Angst machte sich in ihr breit. Sie stürmte ans Fenster. Dichter Nadelwald versperrte die Sicht auf alles weitere. Ein Schlüssel drehte sich im Türschloss. Kim fuhr herum, ihr Vater stand in der Tür. „Oh... du bist wach...“, bemerkte er und seine Tochter sah, wie er nach dem Zauberstab griff. Kim ahnte, was er getan hatte. „Ich will zurück!“, wisperte sie mit vor Angst erstickter Stimme. Doch ihr Vater richtete den Zauberstab auf sie. Geschockt wich Kim zurück. Sie stieß an die Fensterbank. „Keine Sorge, kleine Kim, du wirst dich an nichts erinnern...“ „A...Aber... Ethan“, schluchzte Kim angsterfüllt. Ihr Vater hob den Zauberstab. „Tut mir leid, Kim, es ist das Beste für euch beide... Amnesia!“


    Nur eine halbe Stunde später wachte auch Ethan auf. Er war noch immer im Baumhaus. Er setzte sich verschlafen auf. Cloé hatte sich neben ihm eingerollt und schnarchte leise vor sich hin. Ethan sah sich um. Wo war seine Schwester? „Kim?“, rief er leise. Niemand antwortete. Er krabbelte zur Strickleiter. „Sissy?“, rief er in den Garten hinaus, diesmal etwas lauter. Er kletterte hinunter und rannte ins Haus. In der Küche saß seine Mutter am Küchentisch und blickte stirnrunzelnd auf einen Bogen Pergament. „Wo ist Kim?“, fragte er ängstlich. Entschuldigend sah seine Mutter ihn an. Ihr Gesicht war tränenüberströmt. „Sie ist weg“, antwortete sie traurig. Ethan verstand nicht. „Was meinst du mit weg? Wo ist sie?“ Seine Mutter warf einen weiteren Blick auf das Pergament. Sie stand auf und griff mit zitternder Hand nach ihrem Zauberstab. „Es Tut mir leid, Ethan…“, sie schluchzte leise. „Amnesia!“

    3
    Kim blickte sich, vor Kälte und Aufregung zitternd, um. Durmstrang glich einem ziemlich großen, vierstöckigen, aber ziemlich düster wirkenden Schlösschen. Es war umgeben von dichtem Nadelwald, der sich in alle Richtungen unendlich weit zu erstrecken schien. Selbst die Berge, die weit in den Himmel ragten, waren von Bäumen bewachsen. Ein See von eisblauer Farbe schillerte weit unter ihnen in einem Tal. Die Luft war kalt, sie befanden sich weit im Norden. Die gewaltigen Tore des Gebäudes waren aus dickem Kiefernholz gefertigt. Automatisch öffneten sie sich nun weit. Aus der nur schwach beleuchteten Eingangshalle schritt der Schulleiter heraus. Igor Karkaroff trug einen langen, silbernen Pelzumhang. Er verschränkte die Arme hinter seinem Rücken und musterte die neuen Erstklässler eindringlich. Nervös trat Kim von einem Fuß auf den anderen. Er breitete die Arme aus, die aufgeregt flüsternde Menge verstummte augenblicklich. „Willkommen zu einem neuen Jahr auf dem Durmstrang-Institut für Hexerei und Zauberei!“, sprach er mit gebieterischer Stimme. Alle sahen ihn gebannt auf. Auf einmal wurde Kim von hinten gestoßen, sodass sie nach vorne in einen anderen Schüler hineinstolperte, der daraufhin ebenfalls ins straucheln kam und auf die Nase flog. Kim wurde sofort knallrot im Gesicht, als alle, sogar der Schulleiter, sie anstarrten und teilweise vor sich hin kicherten. Schnell half sie dem gleichaltrigen Jungen auf und nuschelte ein „tschuldigung“. Er lächelte. „Kein Problem!“ Dann wartete Kim kurz, bis alle ihre Aufmerksamkeit wieder auf Karkaroff gelenkt hatten, bevor sie sich umdrehte und den Übeltäter anblickte. Es war ein groß gewachsener Zweitklässler mit einem gehässigen Grinsen im Gesicht. „Mädchen haben hier nichts verloren“, zischte er ihr zu. Natürlich hatte Kim gemerkt, dass sie eins von den drei einzigen Mädchen ihres Jahrgangs war… Allgemein eins von wenigen Mädchen an der Schule… Doch sie funkelte ihn nur einmal wütend an, denn sie wollte keinen Ärger an ihrem ersten Tag. Die Schüler folgten den Lehrern, allen voran der Schulleiter Karkaroff, hinein in die Eingangshalle. Die Decke war hoch und ließ den Raum groß wirken, selbst wenn große Teile davon im Schatten lagen. In der Ecke befand sich eine Wendeltreppe, durch die man in die übrigen Stockwerke gelangen konnte. Durch eine schmale Tür zu ihrer Rechten traten sie in den Speisesaal, der etwa halb so groß war wie die Eingangshalle. Beleuchtet wurde er durch einige gewaltige, aber dennoch schlichte Kronleuchter, an denen Kerzen flackerten. Neben den langen Holztischen, an denen sich die Schüler nacheinander niederließen, befand sich ein kürzerer, schmuckloser Tisch, von dem aus einige Mädchen sie zu sich hin winkten. Misstrauisch trat sie näher. „Das hier ist der Mädchentisch“, erklärte ein großes, schwarzhaariges Mädchen mit einem goldenen Abzeichen auf der Brust. „Hier haben wir leider nicht so viel Mitspracherecht, wie wir gerne hätten…“ Etwas enttäuscht, aber dennoch aufgeregt setzte sich Kim an den Tisch. In ihrem Jahrgang gab es nur zwei andere Mädchen. Nica, Ein kleines Mädchen mit langem, braunem Haar, war recht schüchtern und es mangelte ihr offenbar an Selbstvertrauen. Die zweite, dessen Namen sie durch ihr Lispeln und einen starken Akzent nicht verstanden hatte, trug einen hohen Zopf und wirkte nicht besonders freundlich. Sie unterhielt sich während des Essens mit einem anderen Mädchen aus einem älteren Jahrgang, die man bei längerem Betrachten als ihre Schwester identifizieren konnte. Kim quatschte mit der schwarzhaarigen Vertrauensschülerin, die sich als Paulina vorstellte, mit Nica und mit Finja, einer blonden Schülerin aus dem zweiten Jahrgang. „Du solltest dich vor dem Typen in acht nehmen“, riet sie Kim gerade, bezogen auf den Jungen, der sie draußen geschubst hatte. „Mit Axis ist nicht zu spaßen!“ Kim zuckte mit den Schultern. „Was hat er denn gegen Mädchen?“, wollte sie wissen. Finja sah zu den Jungstischen hinüber, wo Axis saß. „Hier haben leider alle etwas gegen Mädchen“, meinte sie niedergeschlagen. „Wir haben die kleinsten Schlafsääle, wenn man sie so nennen kann, den kleinsten Tisch im Speisesaal und die Lehrer sind allgemein ziemlich streng mit unseren Benotungen…“ Sie seufzte. Verständnislos blickte Kim sie an. „Aber warum?“, fragte sie aufgebracht. Ihr Gegenüber zuckte nur mit den Schultern und stahl grinsend eine Kartoffel von Paulinas Teller, die gerade mit Nica über die Schulquiddischmannschaft redete. Kim lauschte ihnen eine Weile, Quidditch war nämlich ihre Lieblingssport. „Lass mich raten… Mädchen dürfen nicht teilnehmen?“, fragte sie niedergeschlagen. Paulina nickte und sah traurig zum Jungstisch hinüber. „Wir planen schon seit Ewigkeiten, eine eigene Mannschaft aufzustellen, aber wir haben nicht genug Spieler“, gestand sie. Kim lehnte sich zurück und stocherte in ihrem Teller herum. „Ich würde mich als Jägerin melden“, lächelte sie. Finja nickte. „Ich auch und Paulina ist eine fantastische Hüterin!“ Sie zuckte mit den Schultern und deutete auf ein Mädchen auf der anderen Seite des Tisches. „Bea wäre Treiberin…“ Resigniert senkte sie den Blick und fuhr sie mit dem Finger einen Riss im Holz des Tisches nach. „Aber das wird wohl nie etwas…“ Nach dem danach eher schweigsamen Essen teilte ein Lehrer kleine Pergamentbögen aus. „Da steht deine Zimmernummer drauf“, erklärte Finja, als Kim ihr Stück Pergament misstrauisch beäugte. Paulina stand auf und lief um den Tisch herum, um sich alle Zahlen einmal anzusehen. „Seltsam“, murmelte sie, als sie sich die Pergamente ansah. „Was ist?“, fragte Finja und stand ebenfalls auf. „Ich bin mit Bea und dir in einem Zimmer“, stellte Paulina stirnrunzelnd fest. Sie legte die Bögen nebeneinander. „Aber es gibt doch keine Dreierzimmer“, überlegte Finja verblüfft und blickte sich um. „Mit wem bin ich in einem Zimmer?“, fragte Kim aufgeregt und blickte auf ihren Pergamentbogen. „Wir haben dieselbe Zahl“, stellte Nica erleichtert lächelnd fest. Wir sahen die anderen an, die ihre bunt durcheinander gewürfelten Gruppen von jeweils zwei bis vier Schülerinnen allerdings bereits gefunden hatten. Langsam löste die Gemeinschaft sich auf und alle liefen zu ihren Zimmern im ersten oder zweiten Stock. Paulina, die sich noch immer über die Zimmerverteilung wunderte, tippte sie an. „Soll ich euch euer Zimmer zeigen?“, bot sie an. Kim nickte nervös und folgte ihr gemeinsam mit Nica aus dem Speisesaal hinaus in die Eingangshalle, die jetzt etwas heller beleuchtet worden war. Erst jetzt fiel auf, dass die hintere Wand komplett aus Büchern zu bestehen schien. Es war ein einziges, mächtiges Bücherregal, bis zum Rand gefüllt mit den verschiedensten Büchern. „Das ist die Bibliothek“, erklärte Paulina auf den staunenden Blick hin. „Naja... ein Teil davon...“ Lächelnd hüpfte Kim, dicht gefolgt von Nica, die Treppenstufen hinauf. Im zweiten Stockwerk angekommen stellten sie fest, dass auch hier die Wand hinter der Wendeltreppe aus einem Bücherregal bestand. Ein relativ schmaler Weg führte sowohl nach rechts als auch links am Regal entlang. Am Ende gelangte man jeweils in einen langen Flur mit Dutzenden von Türen. Paulina führte sie durch den rechten Zweig hindurch und lief zielstrebig auf das Ende des Flures zu, bis sie schließlich vor einer der hinteren Türen stehenblieb. „Das ist euer Zimmer“, meinte sie mit einem Blick auf den Pergamentbogen in ihrer Hand. „Meins liegt direkt gegenüber, falls irgendetwas ist…“ Sie lächelte und stemmte die Hände in die Seiten. „Bei den Mädchen sind wir wir eine große Familie!“ Kim lächelte und öffnete die Tür zu ihrem Zimmer. Nica trat zuerst ein, blieb aber vollkommen überrascht in der Tür stehen. „Viktor“, meinte sie aufgeregt und stürmte hinein. Kim blickte ihr nach und stellte fest, dass sie tatsächlich doch einen Mitbewohner zu haben schienen: der Junge, der Mitten im Raum neben den beiden hölzernen Stockbetten stand, war ein braunhaariger Zweitklässler mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Nica schien ihn zu kennen, denn sie umarmten sich innig und bei der Ähnlichkeit zwischen ihnen konnten sie nichts anderes als Geschwister sein. „Was machst du denn hier?“, wollte Nica wissen. Viktor, ihr Bruder, hob die Hand mit seinem Pergamentstück, auf dem dieselbe Zahl stand, wie auf den ihren. „Wir wohnen hier“, stellte er fest. Kim zog die Augenbraue hoch. „wir?“, fragte sie noch einmal nach und sah sich um. „Ja, wir“, antwortete eine Stimme von der oberen Etage des Stockbettes aus. Vor Schreck sprang Kim zur Seite, konnte gerade noch rechtzeitig einen Schrei unterdrücken und blickte hoch auf die obere Etage des Bettes. Der schokoladenbraune Lockenschopf kam ihr bekannt vor… Es war der Erstklässler, den sie vorhin versehentlich umgestoßen hatte. Sofort würde sie wieder rot im Gesicht. „Dann teilen wir uns ein Zimmer?“, fragte Nica ihren Bruder aufgeregt. Viktor nickte. „Ich schlafe oben!“, rief Kim sofort. Nica zuckte mit den Schultern und setzte sich auf das Bett neben dem ihres Bruders. Kim kletterte flink die schmalen Stufen hinauf ins obere Bett und ließ sich in seufzend in die Kissen fallen. Wenig später schalteten sie das Licht aus, doch Kim war noch nicht müde. Sie rollte sich auf den Bauch und blickte hinüber in das Bett neben ihr. „Ich bin übrigens Kim“, stellte sie sich flüsternd vor. „Alexej“, erwiderte der Junge und reichte ihr über die niedrige Trennwand hinweg die Hand. Kim schlug ein. „Hast du eine Idee, was bei der Zimmerverteilung schiefgegangen ist?“, fragte sie, doch Alexej wusste es nicht. Sie quatschten noch eine ganze Weile über dies und jenes, bis sie schließlich eingeschlafen waren.

    4
    Nur ein Anfang ☘️ Weiteres folgt 🤗

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare autorenew