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Harry Potter: 'Dasselbe und doch das Gegenteil' - OUTTAKES

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4 Kapitel - 2.146 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 1.075 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Welche kranken Gedanken schwirren Astarot Selwyn durch den Kopf? Welche Geheimnisse birgt der neue Arbeitskollege der jungen Leonarda Chorley? Ist die Liebe zwischen Ayden und Thalia wirklich so einfach verlaufen?

Diese FF ist eigentlich eine Sammlung an Kapiteln aus Charakteren von ‚Dasselbe und doch das Gegenteil‘, die meiner Meinung nach zu kurz kommen, aber sehr interessante (Vor)Geschichten haben.

    1
    1990 - Die Fürstin der Hölle

    ‚Ein Hunger macht sich in mir breit. Hunger nach dem Feuer, der Macht, die ich mit ihm hervorbringen kann. Hunger nach Tod.‘

    Es geht um die junge Frau Astarot Selwyn, die auf der Suche nach den beiden Menschen ist, die die Prophezeiung betrifft. Sie will das Feuer um jeden Preis.

    Lächelnd sehe ich auf die sich windende Maus hinunter. Sie gibt quietschende Geräusche von sich und ich wiederhole meinen Fluch: „Crucio.“ Ein selbstzufriedenes Gefühl macht sich in mir breit und der altbekannte Hunger. Das Gefühl beginnt im Magen, zieht daran und wandert weiter in meinen Oberkörper, durch meine Arme und meine Fingerspitzen. Ich bin auf der Flucht vor den Auroren des Macusa, ich habe nämlich jemanden gefoltert, was illegal ist. Mein tannennadelgrüner Umhang, der nach unten dunkelblau wird, schwingt mir um die Beine und das schwarze Zeichen auf meinem Rücken spornt mich an. Es ist ein Apfel, das Zeichen der Macht, der Liebe und des Lebens. Die Liebe, die ich mir erkämpfen muss. Leben, das ich so sehr fürchte. Ja, ich fürchte das Leben. Geliebt werden, Liebe geben und lachen. Ich bringe die Hölle, das wird mein Eingang in den Himmel sein. Ich komme irgendwann in den Himmel, da bin ich mir sicher. Wenn ich weiterkämpfe, wenn ich das richtige tue, werde ich bestimmt dorthin kommen. Manchmal muss man Kriminaltaten begehen, dass die Welt besser wird. Von Voldemort halte ich nicht viel, er versteht nichts von Liebe. Er will auch keine Liebe, aber ich will Liebe. Gefühlt habe ich sie noch nicht so oft, aber ich werde sie schon noch bekommen. Liebe ist Feuer, rot, gefährlich und hungrig. Es verschlingt alles, will mehr, wird zur Sucht. Genießerisch schließe ich die Augen und erlöse die Maus aus ihren Schmerzen. Ich setze meinen dunkelblauen Zylinder auf und ziehe meine rosa Schnürstiefel an. Ich gehe aus der dunklen Höhle, die ich zur Wohnung umfunktioniert habe, und sehe mich um. Ein riesengroßer See erstreckt sich vor mir und die Sonne strahlt viel zu hell herab. Ich hasse Tag, liebe die Nacht. Dunkelheit löst bei mir ein Gefühl des Wohlseins aus, der Tag nicht. Die Schatten umhüllen und beschützen dich, das gibt es bei Tag nicht. Der Wind pfeift um meinen Zylinder und meine dunkelbraunen Haare wehen mir ins Gesicht. Meine kristallblauen Augen fassen alles der Umgebung auf und schimmern im Licht der Sonne. Ein übergedrehtes Lachen ist zu hören und vor mir appariert eine blondhaarige Frau. Gackernd stolziert sie auf mich zu und ich bedenke sie mit einem liebevollen Blick. „Astarot, du hast keine Ahnung, was Berkuat mir gerade erzählt hat“, sagt sie mit wahnsinnig, blinkenden Augen. „Was hat er dir erzählt?“, frage ich leise. Kichernd umarmt sie mich kurz und ruft dann: „Die Seherin, die zu Besuch im Macusa war, hat eine Prophezeiung gemacht!“ Neugierig blicke ich sie an und frage: „Um was ist es gegangen?“ „Ich zitiere, hihi, `Zwei werden kommen, zwei selbe und doch zwei Gegenteile. Sie werden mächtige Kräfte verfügen. Sie werden Feuer und Wasser bündeln und das Dunkel oder das Helle wählen müssen. Sind diese zwei zusammen, werden sie alles bezwingen, werden sie getrennt, wird Feuersturm und Flutwelle hereinbrechen. Die Elemente werden aufeinandertreffen und sich gegenseitig zerstören`“, kichert die blonde. Meine Augen leuchten auf und ich sage: „Feuer. Gut gemacht, Miatra.“ Miatra grinst selbstzufrieden und geht hinter mir in die Höhle. Berkuat Kuasa, ein Auror und mein Spitzel, hat also mal was Interessantes herausgefunden. In der Höhle zieht mich Miatra an sich und küsst mich auf den Mund. Ein heißes, kribbeliges Gefühl macht sich in mir breit und leidenschaftlich erwidere ich den Kuss. Miatra Rosier ist schon seit zehn Jahren meine beste Freundin und Geliebte. Wir haben ähnliche Ansichten, sind charakterlich aber sehr unterschiedlich. Zur Zeit Voldemorts ist sie eine Todesserin gewesen, er hat ihr aber nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sie ist zu niedrig gewesen. Danach ist sie vom Ministerium beschuldigt worden, eine Todesserin zu sein und sie hat flüchten müssen. Ich habe sie in meinen Bund aufgenommen und zusammen werden wir alles erreichen. Über die ganze Welt sind wir gereist um Gleichdenkende zu finden und wir haben sie gefunden. Ich habe schon mein ganzes Leben lang nach einer Aufgabe gesucht, jetzt habe ich sie gefunden. Ich will das Feuer, koste es, was es wolle. Das Feuer wird mein Tor zur Liebe und Macht sein.

    2
    1988 - Fechten im Wald

    ‚Ich liebe es, in Kenneths Seele einzutauchen, ich liebe Kenneth.‘

    Es geht um Kenneth und Izumi Chorley (sie sind zurzeit acht Jahre), die einen kleinen Kampf im nahegelegenen Wald veranstalten.

    Izumi:
    Kichernd hebe ich einen Stock vom bemoosten Waldboden auf, Neth (Spitzname von Kenneth) tut es mir gleich. Die Blätter der Bäume haben sich schon lange gold, braun und rot verfärbt. Der ganze Wald sieht so aus, als hätte ihn ein Sonnenuntergang eingefärbt. Lachend will ich Neth im Hinterhalt attackiere, aber er ist schnell genug und wehrt meinen Schlag mit dem Stock aus. Ein Schlag nach dem anderen folgt, aber jeder wird abgewehrt. Grinsend pikse ich ihn kurz in den Bauch und das hat Neth nicht erwartet, so versetze ich ihm einen leichten Schlag mit dem Stock. Leicht verliert der das Gleichgewicht, fängt sich aber sofort wieder und geht zum Gegenangriff über. Ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass uns jemand beobachtet. Unaufmerksam für einen Moment stupst mich Neth mit dem Stock-Schwert an und ich stolpere über eine Wurzel. Quietschend lande ich auf dem weichen Moosboden und meine Hose saugt sich mit dem gespeicherten Wasser voll. „Hihi, da wird Mama wieder glücklich sein“, lache ich und Neth stimmt mir zu. Plötzlich höre ich ein Rascheln und drehe meinen Kopf in alle Richtungen. Kurz sehe ich noch ein Paar blaue Augen, dann sind sie verschwunden. Ein bisschen ängstlich drehe ich mich zu Neth, der die Augen auch gesehen hat. „Was war das?“, fragt er, bevor ich fragen kann. „Keine Ahnung, aber wir sollten nach Hause“, sage ich und wir platzieren unsere Stöcke unter unserem Lieblingsbaum, den wir mit einem roten Band gekennzeichnet haben. Es ist eine sehr alte, hohe, dicke Eiche, auf der man leicht hinaufklettern kann. Wir laufen schnell nach Hause und Mum erwartet uns schon im kleinen Vorgarten unserer Hütte. „Da war eine Person im Wald“, erzähle ich sofort. „Ja, tiefer im Wald, man hat fast nur blaue Augen gesehen“, sagt Neth. Die Stirn runzelnd blickt uns Mum aus ihren dunkelbraunen Augen an und sagt: „Wahrscheinlich ist es nur ein Tier gewesen, nichts weiter. Bitte bleibt aber nächstes Mal in Sichtweite von mir.“

    3
    1943 – Meine Arbeit

    ‚Die Erde wird langsam ins Grab geschüttet, bis ein kleiner Hügel entsteht. Jetzt liegen sie unter der Erde, ich kann es nicht fassen.‘

    Es geht um die zwanzig Jährige Leonarda Chorley, ihrer Arbeit, ihrer Vergangenheit und ihrer Veränderung.

    Mit schwingenden Schritten gehe ich durch das befüllte New York. Ich bin auf den Weg zur Arbeit, dort habe ich sofort nach Ilvermorny angefangen. In Ilvermorny bin ich eine stolze Wampus gewesen, eine Kriegerin. Genau wie der Kern meines Zauberstabes, der aus Wampuskatzenhaar besteht. Meine kurzen kupferfarbenen Haare habe ich leuchtend Rot gefärbt und kurz abgeschnitten. Ich biege viermal ab und erreiche eine abgelegene, zwielichte Seitengasse. Ich sehe mich ein paar Mal um und ziehe meinen Zauberstab: „Homenum revelio. Finite incantatem.“ Keiner da, das ist gut. Ich ziehe meine Visitenkarte und halte sie an eine banale Mauer, die augenblicklich durchsichtig und weich wird. Sofort gehe ich hinein und werde von allen Seiten bestrahlt, dann ist die Untersuchung gelaufen und ich kann weitergehen. Die Mauer hinter mir schließt sich und ich bin aus der weichen Masse herausgetreten. Auch jetzt schließt sich noch eine Mauer um die weiße Masse, es erinnert mich an Schichtkuchen. Lächelnd sehe ich die große Halle entlang, die mit dunkelgrauen Fließen ausgelegt ist. Zeitweise spazieren dunkel gekleidete Leute mit spiegelnde Sonnenbrillen herum, aber sonst ist es leer. Ich gehe an den Empfangsschalter und ein dunkelhäutiger Mann beäugt mich. „Zauberstab“, verlangt er und ich gebe ihn meinen. Er betrachtet ihn von allen Seiten, bis ins kleinste Detail, dann ist die zweite Untersuchung gelaufen und ich fahre mit dem Lift in mein Büro hinauf. „Miss Chorley, herkommen“, meint der Chef meiner Abteilung und voller unguter Vorahnungen folge ich ihm. Wir gehen in eines der Wartezimmer und dort ist noch eine andere Person, die ich noch nie gesehen habe. Augenblicklich zücke ich meinen Zauberstab und starre ihn feindselig an. Der fremde Mann ist sehr blass, hat schwarze, kurze Haare, die ihm mysteriös ins Gesicht fallen, und sturmgraue Augen.

    4
    1943 - Meine Arbeit

    Leonarda Chorley

    „Das ist Mr. Picquery, er wird mit Ihnen im Falle Aesalon zusammenarbeiten. Das britische Ministerium verlangt, dass Mr. Aesalon nicht mehr aus dem Auge gelassen wird. Außerdem müsst ihr so viele Informationen wie möglich auftreiben. Das übliche eigentlich“, meint mein Chef. „Hat er schon eine Untersuchung gehabt? Er scheint mir neu hier“, stelle ich kühl fest. „Allerdings hat er schon so einige Untersuchungen gehabt. Er hat sich erst seit einem Monat bei uns angemeldet. Es ist sein erster Auftrag und vorher hat er in Rumänien gearbeitet“, sagt mein Chef. „Ich arbeite lieber allein, da erziele ich auch größere Erfolge“, sage ich. „Jeder arbeitet hier im Team, sie müssen sich an die Regeln halten. An die Arbeit jetzt“, herrscht mein Chef mich an. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und sage zu Mr. Picquery: „Mitkommen.“ „So werden Sie definitiv nicht mit mir reden. Wir sind Partner, das heißt, wir sind gleichgestellt“, meint Mr. Picquery mit tiefer, ruhiger Stimme. „Na, wenn das so ist. Wollen Sie mir freundlicherweise folgen“, sage ich verbissen. „Gerne“, meint Picquery mit einem leichten Lächeln. Anscheinend braucht er eine Extraeinladung. Ich mag ihn jetzt schon nicht. „Seit wann gibt es in Rumänien einen GD?“, frage ich. Wenn er glaubt, ich vertraue ihm einfach so, hat er sich geirrt. „Seit 1883, dritter Februar, wenn Sie es genau wissen wollen“, antwortet Mr. Picquery gelassen. Im Büro angekommen halte ich ihm die Tür auf und spotte: „Bitte treten Sie doch ein.“ „Es wäre mir eine Ehre“, meint Picquery lächelnd. Kapiert er das nicht, oder macht es ihm einfach Spaß? Er sitzt sich auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch und betrachtet interessiert mein Büro. „Sie haben einen Bruder?“, fragt Picquery. „Das geht Sie nichts an. Zuerst will ich gerne mehr von Ihnen wissen und Ihre Unterlagen haben“, sage ich diplomatisch. „Nun, was wollen Sie wissen, Miss Chorley?“, fragt Picquery charmant. „Was hat Sie nach Rumänien getrieben?“, frage ich. „Ich interessiere mich für verschiedene Arten von magischen Kreaturen, vor allem Drachen“, meint er. „Und darum arbeiten Sie jetzt fürs MAG?“, frage ich belustigt. „Ja, es ist nur Interesse, nichts mehr“, sagt er. „Wie sieht es mit ihrer Verbindung zur ehemaligen Präsidentin Picquery aus?“, frage ich ihm. „Sie ist meine Tante“, sagt er. „Wie heißen Sie im Vornamen?“, frage ich weiter. „Soll das ein Verhör werden?“, fragt er schmunzelnd. „Ja“, antworte ich ehrlich. Er lässt ein tiefes, leises Lachen von sich und ich frage sauer: „Was ist daran so amüsant, Mr?“ „Wenn ich ehrlich bin, sind das Sie“, sagt Picquery lächelnd. Ich schnaube kurz und sage: „Äußerst interessant. Wie ist jetzt Ihr Vorname?“ „Lyterses. Soll ich Ihn aufschreiben?“, bietet er ruhig an. „Nein, reden reicht mir derweilen vollkommen“, meine ich süßlich.

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