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Eliza Malfoy - Eine Geschichte aus Hogwarts (8)

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    Die Tage und Wochen vergingen bis ich irgendwann bemerkte, dass ich bereits zwei Monate in Hogwarts war. Der Unterricht blieb in den meisten Fächern
    Die Tage und Wochen vergingen bis ich irgendwann bemerkte, dass ich bereits zwei Monate in Hogwarts war. Der Unterricht blieb in den meisten Fächern interessant, nur mit Astronomie konnte ich nicht sonderlich viel anfangen, im Gegensatz zu Astoria. Diese war, abgesehen von einer Ravenclaw, die Beste aus unserem Kurs. Bald trat sie in den Schachclub von Professor Sinistra ein. An zwei Abenden pro Woche war sie nun also dort. Diese nutzte ich, um mich mit Ginny Weasley zu treffen. Meistens trafen wir uns bei Hagrid, wo wir ganz sicher sein konnten, dass uns dort kein Slytherin sehen würde. Abgesehen von der Ablehnung gegenüber den anderen Häusern war es in Slytherin gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Astoria war eine wirklich gute Freundin und ein bisschen tat es mir leid, das Geheimnis mit Ginny vor ihr zu verbergen. Aber ich hatte auch in Hufflepuff ein paar Bekannte, allen voran Keith. Mit den Ravenclaws hatte ich nicht so viel zu tun, denn die waren eher ruhig und zurückgezogen. Wir hatten mittlerweile unsere ersten Flugstunden gehabt, gemeinsam mit den Gryffindors. Wie erwartet waren Astoria und ich die besten Fliegerinnen - gemeinsam mit Ginny. Ich fragte mich, wie es wohl sein mochte, wenn wir alle drei befreundet wären. Wir waren uns schließlich so ähnlich. Doch ich verbannte diesen Gedanken. Jedenfalls verging die Zeit und auf einmal war Halloween da. Ich hätte es vermutlich nicht einmal gemerkt, hätte es nicht im ganzen Schloss nach gebackenen Kürbissen gerochen.
    Eigentlich liebte ich Halloween. Früher war ich jedes Jahr mit Draco durch die Nacht gezogen, jedes Jahr im gleichen Kostüm: dem einer Fledermaus.
    Nach dem Nachmittagsunterricht bei diesem Idioten Lockhart machten Astoria und ich und auf den Weg zur Großen Halle. Alles war festlich geschmückt. Von der verzauberten Decke regnete es Tropfen, die jedoch nie die Tische erreichen sollten, die sich unter den Platten und Schüsseln regelrecht bogen. Ich setzte mich neben Draco.
    "Na, wie läuft dein Quidditchtraining?", fragte Blaise, der mir gegenübersaß, an ihn gewandt.
    "Alles ist perfekt, die neuen Besen sind fantastisch.", gab mein Bruder zurück. Draco war tatsächlich Sucher geworden. Ich glaubte fast, die Besen waren ausschlaggebend für die Wahl gewesen. Er war zwar ein guter Quidditchspieler, aber es gab mit Sicherheit auch bessere in unserem Haus. Aber Marcus Flint, dieser dumme Troll, war nun mal bestechlich.
    "Oh Draco, ich weiß, dass du Gryffindor besiegen willst!", säuselte Pansy, die auf seiner anderen Seite saß. Ich bekam fast einen Würgreiz und sah zu Astoria, die ebenso angewidert aussah wie ich mich fühlte.
    "Ich frage mich, warum er sich das gefallen lässt.", flüsterte sie.
    "Er liebt es, angehimmelt zu werden.", antwortete ich leise und sie verzog kurz den Mund. Da tippte mir jemand auf die Schulter und ich drehte mich um. Keith grinste mich an.
    "Happy Halloween, Liza."
    Ich grinste zurück. "Dir auch."
    Wir wechselten noch zwei, drei Worte, bevor er zu seinem Haustisch zurückkehrte.
    "Ich verstehe nicht, warum du dich mit dieser Flasche abgibst.", murmelte Draco mir zu.
    "Ich mag ihn eben.", gab ich etwas bissiger als beabsichtigt zurück. Zum Glück beließ er es dabei. Da wurde es am Gryffindortisch plötzlich lauter. Die Weasley-Zwillinge, Ginnys Brüder, hatten einen der Kürbisse verzaubert, sodass er nun mit den Schülern sprach. Ein paar Erstklässler brachen in Gekreische aus und einer zückte sogar seine Kamera. Ich fand Ginnys Blick und wir grinsten uns an, bevor ihr Blick weiter wanderte - zu Harry Potter. Dort blieb er erst einmal hängen.
    "Liza?"
    Astoria riss mich aus meinen Gedanken. Ich lächelte und sah sie an.
    "Tut mir leid, ich war kurz weg."
    Sie nickte lächelnd. "Hast du schon das neueste gehört? Die Magpies haben gegen die Kestrels verloren. 160:130."
    Ihr Lächeln würde etwas fieser. Ich schnappte nach Luft.
    "Dann haben sie nur wegen dem blöden Schnatz gewonnen!", rief ich entrüstet. Sie zuckte mit den Schultern.
    "So ist das nun mal beim Spiel: einer gewinnt und alle anderen verlieren."

    Am selben Abend war ich nach dem Fest wieder mit Ginny verabredet, da Astoria sich mit ein paar Leuten aus dem Schachclub traf. Aber sie tauchte nicht auf. Ich beschloss nach einer Weile, zurück in den Gemeinschaftsraum zu gehen und noch ein wenig zu lesen, doch vorher lief ich einer Gruppe Gryffindors über den Weg. Ich fragte sie nach Ginny. Die meisten von ihnen zuckten bloß mit den Schultern und warfen mir komische Blicke zu; nur einer meinte, er hätte sie zuletzt im zweiten Stock gesehen. Ich bedankte mich für die Auskunft, ignorierte ihre fragenden Blicke und begann, die Flure im zweiten Stock zu durchsuchen. Ein Gefühl zog mich dorthin, obwohl ich wusste, dass es vermutlich unzählige Gründe gab, warum Ginny nicht zu unserem Treffen erschienen war. Als ich den letzten Korridor betrat, überfiel mich ein Frösteln. Kurz darauf erstarrte ich. An der Wand prangten hellrot geschmierte Worte:

    DIE KAMMER DES SCHRECKENS WURDE GEÖFFNET. FEINDE DES ERBEN, NEHMT EUCH IN ACHT.

    Darunter hing die starre Gestalt von Mrs Norris, Filchs Katze - und direkt daneben standen Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger.
    In diesem Augenblick hörte ich Schritte und viele Schüler strömten in den Gang. Ich zog mich eilig in die Menge zurück, noch immer gefangen vom Schrecken. Auf einmal sah ich Draco vertreten, ein eisiges Grinsen auf den Lippen.
    "Feinde des Erben, nehmt euch in Acht.", sagte er kalt. "Ihr seid die nächsten, Schlammblüter."

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