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Die Geheimnisse des alten Waldes 4

Kapitel 4

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    Kapitel 4: Es geht in den Wald

    Mitte des Sommers fangen wir an, heimlich Essen aus der Schlossküche zu stehlen. Es ist unglaublich witzig und macht riesigen Spaß! Als Erbin von einem Schloss muss man immer alles ganz korrekt machen, weswegen diese ganzen gebrochenen Regeln so toll sind!
    Am späten Abend videofonieren (Videotelefonieren) wir noch kurz mit unseren Medaillons, um zu besprechen, wie der morgige Tag ablaufen wird.
    Unser Plan ist folgender:
    Wir werden morgen noch ein wenig Essen, ein paar Decken und vielleicht auch für jeden ein Schwert zur Verteidigung stehlen. Am Abend, um etwa zehn Uhr (Man muss wissen, Hobbits schlafen lang und viel, weswegen diese Uhrzeit ein guter Anhaltspunkt sein sollte) wollen wir uns zum Geheimgang begeben. Was dann passiert ist noch ungewiss.....
    Mein Gott, bin ich aufgeregt!

    Am morgen versuche ich, mich möglichst normal zu verhalten, und nicht allzu aufgekratzt zu wirken. Ich lasse den Unterricht über mich ergehen, wobei ich mit meinen Gedanken oft abschweife. Ich bin eigentlich eine gute Schülerin, und mich interessieren die Themen auch, aber heute bin ich zu aufgeregt und finde alles nur Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!

    Endlich, um 13 Uhr werde ich entlassen und treffe mich mit Katy und Bir in den Stallungen.
    ,, Hey, Ath, wo warst du denn so lange?“, fragt Bir grinsend, der mit Katy in der hintersten Box sitzt. Ich verdrehe nur die Augen und sage:,, Du hast gut reden. Keine Schule, nur in den Stallungen mal Mist schaufeln, mehr musst du nicht tun. Du musst ein tolles Leben haben!“ Jetzt ist es an Birinus, die Augen zu verdrehen.,, He, hört auf, ich möchte keinen Streit! Wir haben zu tun!“, fährt Katy dazwischen. Sie erntet von uns böse Blicke, aber sie hat trotzdem Recht.,, Okay. Wo fangen wir-“ Ich werde unterbrochen.,, Die Decken!“, rufen Katy und Bir im Chor. Na gut.... Der Grund, dass ich die Decken nicht mag, ist, dass sie das Einzige sind, was wir direkt von meinen (Adoptiv-) Eltern klauen müssen. Ihnen gehört ein ganzer Deckenvorrat, weswegen es nicht auffallen sollte, wenn drei fehlen... Aber wenn ich diesen Wald erkunden möchte, muss ich mich eben dazu überwinden! Es wird auf jeden Fall spannend, und das brauche ich zur Abwechslung unbedingt mal!
    Die Decken können wir Problemlos klauen, nur das Essen und die Schwerer fehlen jetzt noch...
    Wir tapsen leise in die Küche und sehen um die Ecke, ob jemand da ist. Nur unsere Köchin Theoderada Rumblebelly wischt noch die Tische ab. Wir warten, bis sie fertig ist. Endlich, nach einer guten halben Stunde macht sie das Licht aus und schließt die Tür. Jetzt sind wir allein. Leise klatschen wir uns ab, dann schleichen wir in die Speisekammer. Wir füllen Wasser und suchen uns etwas zu Essen. Nach einiger Zeit entdecke ich einen großen Vorrat Lembas, das ist ein elbisches Brot. Ein Bissen davon genügt, um einen ausgewachsenen Mann zu sättigen. Woher unsere Eltern das haben, ist mir ein Rätsel, aber es soll mir recht sein. Nachdem wir alles in große, ebenfalls gestohlene Rucksäcke gestopft haben, schleichen wir in Richtung Waffensaal weiter. Wir kommen durch den Hintereingang hinein- deswegen bemerken wir meinen Vater zuerst nicht. Erst, als wir das prasselnde Feuer im Kamin sehen, vor dem mein Vater sitzt, entdecken wir auch ihn. Er raucht eine lange Pfeife wie er es so oft tut. Und wie er es so oft tut, macht er Rauchringe. Leise schleichen wir weiter, und hoffen, dass er uns nicht entdeckt. Tut er nicht. Bis Bir gegen ein Schwert stößt, das sofort mit einem lauten Klirren zu Boden fällt.,, Wer ist da?“, fragt die tiefe Stimme von Reolus Brandybock. Ich deute still auf einen Haufen Laken und wir verkriechen uns darunter.,, Wer ist da?“, fragt Reolus noch einmal, dieses Mal bestimmter. Ich lege den Finger auf die Lippen. Meine Freunde verstehen. Mucksmäuschenstill sitzen wir zusammengekauert da und bewegen uns nicht. Ich sehe durch ein Loch, wie mein Vater aufsteht.,, Ich frage ein allerletztes Mal: Wer ist da?“ Er dreht eine Runde und sucht jeden Winkel ab. Als er sich unserem Lakenberg nähert, werde ich nervös.,, Schau nicht hier runter, schau einfach nicht hier runter“, rede ich mir ein, und bin mir sicher, dass meine Freunde das Selbe denken. In dem Moment fällt sein Schatten auf unseren Lakenberg.


    Er betrachtet den Haufen. Eine gefühlte Ewigkeit lang. Ich versuche nicht zu zittern. Endlich, er geht weiter. Zur Tür hinaus. Ich höre aber noch seine entfernte Stimme:,, Wachen!“ Jetzt muss es schnell gehen. Ich krieche unter den Laken heraus und schnappe mir von der Wand drei Schwerter, die uns von der Größe her super in der Hand liegen. Dann flitzen wir raus.
    ,, Das war knapp“, keucht Bir, als wir in meinem Zimmer die Tür abschließen und erst mal verschnaufen.,, Da gebe ich dir Recht!“ Katy läuft der Schweiß von der Stirn. Beide sehen mich an, ob ich auch noch etwas zu sagen habe. Doch ich lehne mich einfach nur an die Wand und atme erst einmal tief durch. Nach einer fünfminütigen, schweigenden Pause rappele ich mich auf und befestige die Schwerter an den Riemen der Rucksäcke. Ich sehe meine Freunde auffordernd an, und sie stöhnen. Aber ich gebe nicht nach.

    Eine halbe Stunde später stehen wir draußen vor dem Burgtor. Leise schleichen wir richtung Hecke. Dort laufen wir ein Stück entlang, bis zu einer runden Tür durch die Hecke. Ich ziehe einen Schlüssel aus der Tasche und stecke ihn ins Schloss. Dann öffne ich die Tür......

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