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Achtung! Dies ist nur ein Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Andere Teile dieser Geschichte

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Der Schein trügt - 4-

Nach ihrer Flucht kommt Luna im Düsterwald unter, doch natürlich ist sie nicht die Einzige in diesem Wald..

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Ich war nicht lange unterwegs, als ich die Erschöpfung merkte, die mich schon seit so langer Zeit quälte, die ich jedoch erst jetzt richtig wahrnahm
Ich war nicht lange unterwegs, als ich die Erschöpfung merkte, die mich schon seit so langer Zeit quälte, die ich jedoch erst jetzt richtig wahrnahm. Die zahlreichen Wunden der Peitschenhiebe und die Schnitte. Dann hatte ich noch einige Verbrennungen, die ich nun auch so richtig spürte. Die Halswunde war die einzige Wunde, die nicht so schlimm war. Sie war nicht sehr tief gewesen, sodass ich nicht lange geblutet hatte, doch dies war nur so gewesen, da ich ja dieses Halsband trug. Alle meine Versuche es loszuwerden waren gescheitert, obwohl es doch schon beschädigt und seine Magie erloschen war. Würde ich jetzt für immer an dieses Ding gefesselt sein? Ich wollte einfach nur schlafen und so flog ich etwas weiter nach unten, um einen passenden Platz zu finden. Irgendwann hatte ich schließlich einen gefunden und ließ mich dort nieder. So gut es ging machte ich es mir auf dem Boden bequem und schlief sehr schnell ein.

Es schien mir, als ob der Wald mich erdrücken würde. Die Bäume kamen immer näher und die Finsternis, die hier herrschte, war unberechenbar. Eine Gruppe von Zwergen und ein Hobbit befanden sich im ebenfalls im Wald und schienen sich zu streiten, als es plötzlich im Gebüsch knackte und raschelte. Noch bevor sie richtig wussten, wie ihnen geschah, waren sie von riesigen Spinnen umgeben, die sie alle in ihre klebrigen Netze spannten. Ich wollte ihnen helfen, doch wie so oft gehorchten mir meine Beine nicht, als auch schon eine der Spinnen auf mich zu kam...

Ruckartig wachte ich aus diesem Traum aus und atmete schnell und flach. Wie ich diese Träume hasste! Plötzlich horchte ich auf. Irgendwo hier ganz in der Nähe spielte sich ein Kampf ab. Ich hatte zwar keine Waffen, aber trotzdem wollte ich gucken, was da vor sich ging, besonders, um mich abzulenken, weshalb ich mich nun auf den Weg machte.
Nur wenig später waren die Geräusche verstummt. Verwirrt blieb ich stehen. Was war geschehen? Da raschelte es direkt neben mir im Gebüsch, doch noch bevor ich mich umdrehen konnte, spürte ich einen Stich im Rücken und augenblicklich wurde alles schwarz um mich herum.
Nur langsam öffnete ich meine Augen und sah nur weiß um mich herum. Ich wollte mich drehen, doch dies blieb mir verwehrt. Irgendwie hing ich in etwas gehüllt, mit dem Kopf voran an einem Baum, oder zumindest glaubte ich das, da wir uns ja in einem Wald befanden. Ich versuchte trotzdem mich zu bewegen und bekam so langsam keine Luft mehr. Mein Rücken und meine Flügel schmerzten, da sie eingeengt waren und ich wollte einfach nur so schnell es ging hier raus. Als ob Jemand meine Gedanken gelesen hätte, merkte ich, wie dieser „Kokon“ abgeschnitten wurde, und ich hart auf dem Boden aufkam. Nur wenige Sekunden später wurde ich von zwei kräftigen Händen befreit, die diese Netze, um mich herum, zerrissen. Es war einer der Zwerge, die ich in meinem Traum gesehen hatte. Dieser hier hatte schwarze, wellige Haare und blaue Augen, in denen noch etwas grün zu sehen war. Als ich in diese Augen blickte, konnte ich meinen Blick nicht mehr abwenden. Doch seine Stimme holte mich wieder zurück in die Gegenwart. „Was macht Ihr hier? Los, flieht so schnell Ihr könnt!“ Ich ergriff seine ausgestreckte Hand und schon hob er mich hoch. Doch als er meine Flügel erblickte, erstarrte er in seiner Bewegung und sein Mund stand vor Verwunderung auf. „Ihr seit eine Caelie. Das kann nicht sein. Ich dachte, Euer Volk sei bloß eine Legende.“ Ich wollte gerade etwas erwidern, als er von Jemanden gerufen wurde. Noch einmal sah er kurz zu mir, als er auch schon nach seinem Schwert griff und anfing, die Spinnen umzubringen, die nun alle auf einmal kamen. Doch ich würde keineswegs fliehen, denn immerhin konnte ich mich auch sehr gut ohne Waffen wehren. Wie er nämlich richtig bemerkt hatte, war ich eine Caeli und die liefen vor keinem Kampf davon.

Ich schickte Blitze in die Mehrzahl der Spinnen und viele bekamen auch einige Sonnenstrahlen ins Auge, oder wurden von einer Windböe davongerissen. Natürlich standen am Anfang allen der Mund offen vor Verwunderung, genau wie dem dunkelhaarigen Zwerg, der mich befreit hatte, doch nicht lange, da wurden sie wieder von den Spinnen abgelenkt. Diese machte ich mit links fertig und es dauerte nicht lange, da waren nur noch vereinzelte übrig, als ein Schrei ertönte, der einem der Zwerge gehörte. Er wurde von einer Spinne am Bein mitgezogen und ich wollte sie gerade im Boden versinken lassen, als alles ganz schnell geschah. Ein ganzer Trupp Elben umzingelte uns und eine Elbenfrau rettete den Zwerg. Nun, war es sehr still, während alle mich genauestens musterten, was mir irgendwie sehr unangenehm war.
Alle hier kannten wohl die Geschichten von meinem Volk und hatten seit Jahrhunderten nichts mehr von uns gehört und keinen meines Volkes mehr gesehen. Jetzt, da eine Caeli direkt vor ihnen stand, schien sie zu verblüffen. Ich wollte gerade einen Schritt nach vorne machen, als einer der Elben, einer mit blondem Haar und blauen Augen, den Pfeil noch etwas spannte. "Keinen Schritt weiter!"

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