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Zwischen den unendlichen Weiten

James Tiberius Kirk, Draufgänger, Frauenheld und Captain der USS Enterprise machte eine unerwartete Entdeckung, nämlich das die Liebe dich auch in den unendlichen weiten des Universums findet, und auch vor einem Mann wie James Kirk nicht halt macht.

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    Tief ein- und ausatmend, die Stille und die Ruhe genießend seufzte James Tiberius Kirk einmal hörbar auf, das hier war genau das, was er zur Abwechslung einmal dringend brauchte. Die Erkundung eines einfachen Klasse M Planeten, war mal eine willkommene Abwechslung, zu den Kämpfen die er sonst zu bestreiten hatte, ab und zu brauchte auch mal ein Draufgänger wie er so etwas.
    Allerdings vergas er aber auch nicht seine Aufgaben, das erforschen neuer Welten in ehren, doch auch hier könnten Gefahren auf sie lauern, giftige Pflanzen und wilde Tiere zum Beispiel. Das Basiscamp wurde am Rand eines Waldes errichtet, ein Fluss nicht weit entfernt versorgte sie mit sauberem Trinkwasser, das Shuttle das sie her brachte schickte er auf einen Erkundungsflug.
    Sie sollten topographische Scans erstellen, und diese dann der Enterprise übermitteln, dazu mussten sie in die Stratosphäre des Planeten und diese hinter sich lassen, um die Daten zu schicken.

    Da mehrere Gürtel diesen Trabanten umgaben, die aus Gesteinsbrocken bestanden die sich aus mehreren unbekannten neuen Mineralien zusammen setzten, kam es zu Magnetischen Störungen und Interferenzen.
    Deshalb waren sie auch gezwungen ein Shuttle zu nehmen, um auf den Planeten zu landen, Beamen ging nicht da die Sensoren kein klares Signal senden konnten. Also hatte er eine Bodencrew zusammen gestellt, bestehen aus ihm selbst, seinem ersten Offizier Spock, der es sich nicht nehmen ließ, diese neue Welt mit eigen Augen zu erkunden und zu erforschen.
    Neben ihnen beiden war auch Pille mit dabei, sowie die Wissenschaftsoffizierin für Xenobotanik und Xenobiologie Kalara, eine Kardarerin über die er nicht wirklich viel wusste. Einzig das was in ihrer Akte stand wusste er, das sie die Sternenflotte-Akademie mit zwei Doktortitel absolvierte, sich als ausgezeichnete Biologin entpuppte, und ihre Arbeit wirklich mehr als nur liebte.

    Schon mehr als nur einmal sah er, wie sie in ihren Aufgaben regelrecht aufblühte, und mit einer menge Feuereifer an die Erforschung neuen Lebens ging, mit reichlich Begeisterung. Außerdem begleiteten sie auch vier kampferprobte Wachoffiziere, die die den Wald um sie herum gründlich nach Gefahren absuchen sollten, aber nur im äußersten Notfall tödliche Gewalt anwenden sollten.
    Er wollte ganz sicher nicht, das sie eine wehrlose Lebensform die noch nicht erforscht und untersucht wurde, über den Haufen schossen nur weil diese sie mal falsch ansah. Kalara hasste es, ihre Untersuchungen an toten Subjekten durchzuführen, sie würden nur Warnschüsse oder Betäubungsschüsse abgeben, das sollte wohl ausreichen sein. Soweit die Scans des Shuttles zeigten, gab es hier keine intelligente Lebensform die sich hier eine Zivilisation aufgebaut hatte, die über Moderne tödliche Waffen verfügte.

    So wie es schien, befanden sie sich auf einem einfachen Klasse M Planeten der nur von Pflanzen und Tieren bevölkert wurde, und der sich für einen Außenposten der Sternenflotte eignete. In seinem Bericht, den er dem Hauptquartier auf der Erde schicken würde, würde er eine Empfehlung für die Errichtung eines Beobachtungsposten aussprechen, um ihn näher zu untersuchen.
    Jetzt im Augenblick galt seine Interesse mehr seiner Bodencrew, die er alsbald vollzählig versammelt vor Ort haben wollte, die Nacht würde bald anbrechen, und keiner sollte dort draußen allein umher irren.
    "Na Pille, erfreut darüber dir mal an der frischer Luft die Beine zu vertreten, und mal von der Krankenstation runter zu kommen", sein Blick glitt hinüber zu seinem alten Freund, der ihn missmutig ansah. Das ein leichtes Grinsen auf seinen Lippen lag, sorgte nicht wirklich dafür das sein Laune sich besserte, er sah eher wie ein Mann aus, der ihm sicher bald an die Gurgel springen würde.

    "Ja sicher Jim, ich freu mich tierisch, kann es gar nicht erwarten mit den ersten neuen tödliche Bazillus hier einzufangen, als wäre es nicht schon schlimm genug, womöglich im Vakuum das Weltalls drauf zu gehen".
    "Siehst mal Positiv, wen du hier wirklich sterben solltest, können wir wenigsten auf deinem Grabstein schreiben, das du bei der Erforschung eines neue Planeten gestorben bis, zum Wohle der Menschheit. Spock erstatten sie mir Bericht, wo befinden sie sich im Moment, die Nacht bricht langsam herein, ich will alle unverzüglich zurück im Basiscamp sehen, auch sie Spitzohr".
    "Diese Aufforderung wäre unnötig gewesen Captain, ich befinde mich bereits auf dem Rückweg, aber ich bin mir leider nicht sicher wo sich Offizierin Kalara herum treibt, und unterlasse es bitte mich Spitzohr zu nennen Jim".
    "Trocken wie eh und je, dieser Vulkanier wir sich niemals ändern" war alles was McCoy dazu erwiderte, aber Jim ignorierte ihn, eher er sich nach dem Status der anderen Mitglieder erkundigte.
    "Cotren machen sie umgehend Meldung, wo befinden sie und ihre Männer sich im Augenblick".

    "Wir sind nicht weit vom Basiscamp entfernt, wir haben noch ein paar Langstrecken-Scanner für alle Fälle aufgestellt, die feindlich gesinnte oder gefährliche Lebensformen erfassen sollen. Wen sich ein Raubtier, das größer als eine Katze ist nähern sollte, kriegen wir das auf jeden Fall mit, sollen wir noch nach Offizierin Kalara suchen, ihre letzter Position ist nicht weit von uns entfernt".
    "Negativ, kommen sie umgehend zurück, stellen sie Automatische Geschütze auf die auf Betäubung gestellt sind, ich will keine Unliebsamen Überraschungen während der Nacht erleben, das ist ein Befehl. Ich sehe selbst nach ihr und hole sie zurück, wen ich wieder da bin will ich die gesamte Bodencrew vollzählig anwesend vorfinden, habe ich mich klar ausgedrückt".
    "Jawohl Sir, wir werden ihrem Befehl sofort nachkommen" war alles was er Cotren über den Kommunikator erwiderte, eher Jim seinen Phaser auf höchste Betäubung stellte, um sich auf die Suche nach ihr zu begeben.

    "Hältst du das wirklich für eine kluge Idee Jim, ganz allein auf die Suche zu gehen, auf einem Planeten den du nicht kennst und von dem du nicht weißt, welche Gefahren hier lauern" rief Pille ihm zu, als er sich auf den Weg machte.
    "Ich bin ja nicht unbewaffnet Pille, und ich glaube nicht das mein Phaser zum Einsatz kommen wird, also relax ein wenig und entspann dich mal Doc, das ist ein Befehl du alter Griesgram" erwiderte Jim gelassen.
    "Also ob das möglich wäre, auf einem unbekanntem Planeten voller tödlichen Erreger die noch keiner kennt" murmelte Pille vor sich hin, was von Jim nicht mehr gehört wurde, da dieser schon außer Reichweite war. Er schritt gemächlich durch die Knie hohe Faune, die mehr oder weniger aus Farnen Und Grasgewächsen zu bestehen schien, das Summen von irgendwelchen Tieren war zu hören.
    In vielerlei Hinsicht war dieser Planet der Erde nicht ganz unähnlich, vor allem wen er sich die mehrere Dutzend Meter hohen Bäume ansah, die sich vor ihm in den Himmel hinauf erstreckten.

    Sie erinnerten ihn an die Wälder seiner Heimat, durch die er oft gestreift war wen er die Zeit dazu fand, das war eines seiner sehr wenigen Vergnügen, bei dem er nicht Gefahr lief die Nase gebrochen zu bekommen.
    Pille konnte es gar nicht recht glauben, als er ihm von diesem mehr oder weniger unspektakulärem Hobby des James Tiberius Kirk erzählte, er dachte sogar daran er wolle ihn auf den Arm nehmen. Wie er schnell heraus fand, war es zu seinem Leidwesen nicht der Fall, da er es mehr als nur einmal vorzog, seinen Freund zu seinen Ausflügen in die Natur mitzunehmen. Das Pille nicht wirklich begeistert war, konnte er an seiner übellaunigen Miene nur zu deutlich sehen, eine Stimmungskanone war er jedenfalls nicht.
    Kurz warf er einen Blick auf seinen Umgebungsscanner, der zeigte nicht wirklich viel an, jedoch eine größere Lebensform die sich nicht weit entfernt befand, das musste eindeutig sie sein.

    Und sie war es auch, sie war in die Hocke gegangen um wohl etwas von Boden aufzuheben, und er erkannte das es eine kleine Echse war, die ruhig auf ihrer rechten Hand saß, während sie die Lebensform scannte. Sie war so sehr auf ihre Arbeit konzentriert, das sie nicht einmal bemerkte wie er sich näherte, sie fuhr unbeirrt damit fort, diese neue unbekannte Spezies zu erforschen.
    Erst als er sich kurz räusperte, fuhr ihr Kopf herum und sah ihn kurz überrascht an, lächelte aber dann bevor sie sich erhob und sich dann ganz ihm zu wand, noch immer den kleiner Kerl auf der Hand hielt.
    "Die Natur hier ist erstaunlich Captain, diese Echse zum Beispiel verfügt über eine einzigartigen Selbstschutz, wen sie sich in Lebensgefahr befindet, überzieht sich seine Haut mit einem dünnen Sekretschicht. Eine Probe ergab das sie äußerst giftig ist, falls er gefressen werden sollte, sorgt das Gift dafür das sich sein Opfer übergibt und ihn wieder ausspuckt, das ist wahrlich erstaunlich".

    "Ihre Neugierde in Ehren Doktor, aber jetzt sollten wir uns auf den Rückweg machen, die Nacht bricht herein und ich will die gesamte Crew im Lager haben, bevor es richtig dunkel wird Lieutenant Kalara".
    "Oh, was schon" erwiderte sie mehr als überrascht, bevor sie einen prüfenden Blick nach Oben zum Himmel warf und erkannte, das er recht hatte, und sie völlig die Zeit außer acht gelassen hatte. Wie schnell doch diese auf einmal verfliegen konnte, wen man sich völlig in seiner Arbeit verlor, jedoch war sie nicht bereit den kleinen Kerl frei zu lassen, sie wollte ihn weiter untersuchen.
    Sie holte eine kleine Box aus ihrem Rucksack, öffnete den Deckel und steckte ihn hinein, damit er nicht verhungerte riss sie ein paar Blätter von ein paar Pflanzen ab, die sie ebenfalls in die Box gab. Sie Schulterte diesen und machte sich bereit für den Abmarsch, als ein rascheln rechts von ihr ihre Aufmerksamkeit erregte, und nicht nur ihres sondern auch das des Captains.

    Das nächste was sie vernahmen, war ein leichtes Knurren, das sich tief und kehlig anhörte und sie davon überzeugte, das dass was auf sie beide gerade zu schlich, ganz sicher nicht freundlich sein würde. Kalara verharrte an Ort und Stelle, Jim hingegen behielt seine Umgebung im Auge, achtete auf jede Bewegung die er im hohen Gras wahrnehmen konnte, und erblickte es zuerst.
    Das erste was er sah war der Kopf des Biest, der dem eines Löwen ähnlich war, mit der Ausnahme das lange gelb-braune gebogene Hörner hinter seinem Ohren aus dem Schädel wuchsen. Auch der Aufbau des Körper erinnerte an eine Raubkatze, mit scharfen Krallen besetzten Pranken die ein Opfer mühelos zerreißen konnten, was bedeutete das er sicher kein Pflanzenfresser war.
    Die Haut an sich war grau, an der Unterseite des Bauches offenbar gelblich-braun, und so wie es schien auch ein wenig gepanzert wie bei einer Schildkröte, der Schwanz glich mehr dem einer Echse.

    Fell wuchs nur entlang seiner Wirbelsäule aus dem Rücken, braun, nicht besonders lang und stehend wie ein Kamm, erneut ließ es ein sehr tiefes Knurren von sich hören, er hatte Kalara im Visier. Kirk wusste das er handeln musste, daher zog er langsam seinen Phaser aus dem Holster, entsicherte die Waffe und bewegte sich langsam auf sie zu, aber sie bemerkte ihn und knurrte.
    Er verharrte für einen Moment, ließ sich aber nicht beirren, er war der Einzige der zwischen diesem Raubtier und Kalara stand, er würde sie ganz sicher nicht hier allein zum sterben zurück lassen.
    "Machen sie jetzt keine schnellen Bewegungen Kalara, gehe sie langsam und ruhig seitwärts auf mich zu, uns seihen sie bereit sich auf den Boden zu werfen, wen ich es ihnen sage verstanden?" Sie nickte nur knapp, was er aus dem Augenwinkel heraus kurz sehen konnte, bevor sie einmal nervös schluckte, und sich dann in Bewegung setzte langsam und bedacht.

    Die Raubkatze fixierte Kalara erneut mit ihren gelben Augen, ließ ein tiefes Brummen aus ihrer Kehle hören, Jim dachte darüber nach wie fix sie wohl in etwa sein könnte, aber sicher war sie schneller als er es wäre.
    Ihre muskulösen Beine und der Körperaufbau des Tieres deutete ausreichend darauf hin, das sie ein wahrlich schneller Sprinter sein könnte, sie würde bestimmt verdammt schnell an ihr dran sein. Zwischen ihr und Kalara lagen nur etwa Zehn Meter, zwischen ihm und ihr ungefähr Fünf bis sieben Meter grob geschätzt, er würde sie nicht rechtzeitig erreichen. Außerdem wusste er nicht, ob sein Phaser auf dieses Ding überhaupt eine Wirkung hatte, sie könnte genau so gut auch Immun gegen Betäubungsschüsse sein.
    Nichts desto trotz brachte es nichts, sich darüber unsinnigerweise jetzt den Kopf zu zerbrechen, er würde das Schlimmste annehmen, und auf das beste hoffen, so wie es immer der Fall war.

    Er setzte sich ebenfalls in Bewegung, langsam und ihm Schneckentempo, es würde ihm schon reichen, den Abstand zwischen ihnen beiden etwas zu verringern, aber sie erkannte was er vorhatte. Ein wütendes Fauchen gab es von sich, eher sie zum lauf ansetzte und sie war wirklich verdammt schnell, hatte schon die Entfernung zu ihr um drei Meter verringert als er schoss.
    Kurz verharrte sie, schüttelte sich und rannte weiter, Kalara die vor Angst wie gelähmt zu sein schien, rühte sich nicht mehr und er wusste das sie sterben würde, wen er nichts unternahm. Er rannte auf sie zu, warf sie einfach zur Seite ins hohe Gras in dem sie unsanft landete, nun ging es aber ihn an, warf sich regelrecht auf ihn und riss ihn zu Boden. Er versuchte sie sich vom Leib zu halten, gab dabei noch einen Schuss ab, direkt in den Bauch dieser Raubkatze, doch es kümmerte sie nicht weiter, als würde sie es nicht spüren.

    Mit ihren Pranken riss sie seine Uniform in Fetzen, er konnte deutlich ihre Krallen spüren die sich in seine Haut gruben, ein Aufschrei entkam seinen Lippen, als er ihre Zähne in seine Leib spürte. Sie biss unterhalb der rechten Rippen in seinen Rumpf, tief hinein und zerrte kräftig an ihm, als wollte sie ihn in der Mitte durchreißen, Jim biss die Zähne zusammen. Er setzte an und schoss noch drei weitere Mal auf das Biest, diesmal aber auf den Kopf, und das schien nun endlich etwas zu bewirken, wen auch nicht das was er erhoffte.
    Sie ging nicht zu Boden, ließ aber endlich von ihm ab und zog sich zurück, er konnte spüren wie Blut aus seinem Körper floss, und das nicht zu wenig, schnell stellte er auf scharfen Beschuss um. Er gab einen Warnschuss direkt von die Füße des Biestes, Erde wurde in die Höhe katapultiert, das Ding drehte sich augenblicklich um und rannte davon, achtete auch nicht auf Kalara.

    Diese stürzte direkt auf ihn zu, ließ sich neben ihm nieder und presste ihre Hände auf die Wunde, sie fühlten sich weich und angenehm Kühl an, jedoch durchzog ihn auch ein scharfer Schmerz in diesem Moment.
    "Doc hören sie mich ich brauche sie hier vor Ort und zwar sofort, ich befinde mich gute Fünfhundert Meter östlich von Basiscamp, es hat Captain Kirk schwer erwischt, er blutet stark. Beilen sie sich" gab sie per Funk durch, Kirk biss die Zähne zusammen als eine erneute Welle des Schmerzes durch seinen Leib schoss, ließ aber nicht außer acht das sie noch in Gefahr sein könnten.
    "Hier nehmen sie, wen dieses Mistvieh zurückkommen sollte schießen sie scharf verstanden, keine Warnschüsse Lieutenant, schießen sie dem gottverdammten Biest den Kopf weg, wen es sein muss". Er streckte ihr seinen Phaser entgegen, den sie umgehend nahm bevor sie diesen neben sich bereit legte, um ihn zu ergreifen wen sich eine Gefahr schnell nähern sollte.

    Weiterhin versuchte sie auch, das Blut daran zu hindern aus ihm heraus zu strömen, während sie auf die Ankunft des Doktors wartete, die ihr in diesem Moment wie eine Ewigkeit vorkam. Es war es als würde es Stunden dauern, bis er endlich in ihr Nähe kam und laut nach ihnen beiden rief, da er keine Ahnung hatte wo sie sich genau befanden, bis er sie sehen konnte.
    Er eilte zügig auf sie zu, darauf bedacht nicht noch mehr Zeit zu verlieren als unbedingt nötig, erschrak jedoch etwas bei dem Anblick der sich ihm in der nächsten Sekunde bot, als er ankam und ihn ansah.
    "Gott verdamm mich Jim, hast du dich mit einem ausgehungerten Rotweiler angelegt, der in dir seine Nächste Mahlzeit gesehen hat", er ließ sich neben ihm nieder und legte seine Tasche ab, eher er einen Scanner heraus holte.
    "Nicht wirklich Pille, aber das Ding sah aus als wollte es mich auf seine Speisekarte setzten, war auch nicht wirklich lustig als er sich in mir festgebissen hat, und ein großes saftiges Stück Kirk von mir wollte".

    "Hier kann ich dich nicht richtig behandeln, wir müssen dich auf die Enterprise schaffen, ohne anständige Narkose kann ich mich nicht um dein Wunde kümmern, die Versorgung würde dich ansonsten Umbringen".
    "Bei allem Respekt Doktor, aber es bleibt keine Zeit ihn zur Enterprise zu schaffen, ihn auf die Krankenstation zu beamen ist wie sie wissen leider nicht möglich, und bis wir ihn im Shuttle hätten wäre er verblutet. Es bleibt kein andere Wahl, als ihn direkt hier vor Ort zu versorgen und zu verarzten", warf Spock ein der McCoy zusammen mit zwei Wachoffizieren begleitet hatte.
    "Ohne Narkose wird er auch sterben Spock, die körperliche Schmerzen würden einen Schockzustand auslösen der ihn umbringt, wen wir ihn nicht schnell auf die Enterprise schaffen, kann ich nichts tun".
    "Vielleicht doch, sie können ihn mit einem Schlafmittel in einen leichten Schlaf versetzten, nicht wahr Doktor?" Pille sah Kalara kurz an, die offenbar eine Idee hatte wie man ihm helfen könnte.

    "Ja schon aber das würde nichts bringen, die Körperlichen Schmerzen die er verspüren würde, würden ihn sofort wieder aufwecken und er wäre direkt wieder bei vollem Bewusstsein, es wäre vergeblich".
    "Nicht wen ich eine Geistige Brücke zwischen ihm und mir herstelle, ich würde ihn in einem Traumzustand gefangen halten, zugleich auch seine Schmerz mit ihm teilen, die einzige Möglichkeit ihn zu retten".
    "Pille ich warn dich, lässt du das zu mach ich dir das Leben zur Hölle das versichere ich dir, meine Schmerzen erdulde ich selbst und kein anderer, also schl....." noch bevor er zu enden Sprechen konnte, nockte Pille ihn aus.
    "Als ob du das in deiner Lage zu bestimmen hättest, alter Sturrkopf" kurz sah er Kalara an die nur nickte, eher er sich dann zu Spock und einem der Offiziere herum wand, ihnen kurze Anweisungen gab.
    "Spock halten sie seine Beine fest, Lewis seine Schulter, er darf sich nicht bewegen können während ich mich um ihn kümmere", aus seiner Tasche holte er einen Injektor hervor, verabreichte ihm ein weiteres Serum.

    "Das hält seine Herzfrequenz niedrig uns sorgt dafür, das sich sein Blutdruck senkt damit er nicht zu viel Blut verliert, nicht das er mir hier wegstirbt während ich ihn hier verarzte". Die beiden kamen seiner Aufforderung nach, Kalara setzte sich und legte seinen Kopf auf ihren Schoss, berührte mit Zeige und Mittelfinger seinen Schläfen, und atmete ruhig ein.
    McCoy hingegen machte sich bereit, gleich hier im Wald eine Art Not-OP der besonderen Art durchzuführen, er würde James Tiberius Kirk hier nicht sterben lassen. Während er sich fertig machte, stellte sie die Brücke zwischen ihnen beiden her, verspürte aber einen leichten Widerstand als er sich zu wehren versuchte, doch er konnte sie nicht aus seinem Kopf draußen halten.
    "Ich bin bereit, fangen sie an Doktor und achten sie nicht auf mich, egal welche Laute ich von mir gebe, konzentrieren sie sich nur darauf sein Leben zu retten, ich werde alles erdulden was ich erdulden muss".



    Jim fühlte sich leicht, Schwerelos als hätte sein Körper kein Gewicht mehr, aber was war mit ihm geschehen, war er Tot und bereitete sich auf sein nächsten Leben vor, oder war er nur Bewusstlos? Er wusste es nicht, er fühlte sich auch nicht wirklich als wäre er gestorben, was nur eines bedeuten konnte, er lebte noch und Pille musste auf ihren Vorschlag eingegangen sein.
    Das würde er ihm teuer bezahlen, er hatte sich gegen diese Idee ausgesprochen, anscheinend war seinem Freund dieser Einwand egal, er zog es vor ihn einfach zu ignorieren und links liegen zu lassen. Er öffnete die Augen, und das erste was er erblickte waren die Sterne über ihm, die so nah waren das er das Gefühl hatte, er müsste nur die Hand ausstrecken um sie zu berühren.
    Etwas verwirrt setzte er sich auf, sah sich in alle Richtungen um um heraus zu finden, wo er sich hier überhaupt im Moment aufhielt, aber er sah nicht wirklich etwas das ihm dabei helfen würde.

    Er stellte nur fest das er in weichem Gras saß, das schon ziemlich hoch gewachsen war, und aus irgendeinem unerklärlichen Grund kam ihm diese Umgebung seltsam vertaut vor, er wusste nur nicht woher.
    Es fiel ihm erst wie Schuppen von den Augen, als er die alte einzelne Eiche sah die neben einem kleinen Hügel aus dem Boden wuchs, jene Eiche unter der er in Sternenklaren Nächte gesessen hatte. Es war einer seiner Lieblingsorte gewesen, als er noch ein unschuldiger kleiner Junge war, der sich noch nicht fragte was aus ihm mal werden würde, welchen Weg er wählen würde.
    Ohne sich dagegen wehren zu können, trugen ihn seine Beine ein paar Meter weit auf genau diesen zu, bevor er dann still verharrte und sich fragte, warum es ihn jetzt zu diesem Baum zog. Er war schon lange kein Kind mehr, aus seiner Sicht gesehen war es ewig her, seit er zuletzt einen Fuß nach Iowa gesetzt hatte, das letzte mal als seine Mutter starb und sie beerdigt wurde.

    Erst im nächsten Moment erkannte er, warum er sich hier an diesem Ort befand, er war nicht wirklich auf der Erde in diesem Augenblick, er befand sich in einem Traum den sie beeinflusste. Sie hatte eine Erinnerung gesucht die ihn beruhigte, besser gesagt einen Ort an dem er innere Ruhe fand, und diesen führte sie ihm jetzt vor Augen, um eine vertaute Umgebung zu schaffen.
    Und er spürte noch etwas, das sie gerade jetzt anwesend war und direkt hinter ihm stand, als er sich herum wand und sie direkt vor sich stehen sah, kein fünf Meter entfernt. Zu behaupten er wäre mehr als nur stinksauer, wäre in diesem Moment eine glatte Untertreibung, er kochte innerlich vor Wut, weil sie in seinem Kopf herum stocherte. Die letzte Zuflucht, die einem jeden denkenden und fühlendem Wesen gegeben war, waren seine Erinnerungen und seine Gedanken, die nur ihm allein gehörten.

    Das sie es wagte, einfach in seinen Geist einzudringen und diese zu durchstöbern, machte ihn in so was von verdammt wütend und mehr als nur sauer, das er sie am liebsten in der Luft zerreißen würde.
    Und sie konnte das spüren das wusste er, immerhin war er jetzt notgedrungen mit ihr verbunden, so wie sie spüren konnte das er nicht bei bester Laune war, so konnte er ihre Unsicherheit spüren. Er wusste das sie das nur tat um ihn zu retten, damit Pille ihn behandeln konnte und sein Leben bewahrte, aber das hier war mehr als nur Falsch aus seiner Sicht. Man drang nicht in den den Kopf eines anderen ein, auch wen es aus den besten Absichten heraus geschah, und man es nur tat um sein Leben zu retten.
    "Ich sagte ihnen doch das sie das lassen sollen, verschwinden sie sofort aus meinem Kopf Kalara, man stöbert nicht im Geist eines anderen herum, brechen sie die Verbindung auf der stelle ab".

    "Das kann ich nicht, wen ich das tue werden sie sterben Captain, und das kann ich nicht zulassen, nicht wen es in meiner Macht steht ihr Leben damit zu retten, ich werde die Verbindung nicht lösen".
    "Ich sagte ihnen sie sollen sie abbrechen, und zwar auf der Stelle, das ist ein Befehl Lieutenant" entgegnete er aufgebracht, ging dabei ein Paar schritte auf sie zu eher seine Beine zu schwächeln begannen. Er konnte sich nicht mehr länger aufrecht halten, ging auf die Knie und stützte sich auf seinen Händen ab, aus irgendeinem Grund fühlte er sich plötzlich so schwach.
    "Das ist der Körperliche Schmerz der Behandlung, er erreicht ihr Unterbewusstsein und würde sie töten, wen ich ihn nicht mit ihnen teilen würde Captain, es gibt keine andere Möglichkeit". Sie schritt näher an ihn heran, kniete sich vor ihm nieder und legte ihre rechte Hand in seinen Nacken, zog ihn an ihre Schulter heran während sie ihn festhielt, im halt gab.

    "Trennen sie ......die Verbindung Kalara, auf ........der Stelle" gab er schwach von sich, sein Körper begann leicht zu zittern, nur sie allein verhinderte das er ganz zusammen brach in diesem Augenblick.
    "Nein das werde ich nicht, so viele male haben sie ihr Leben für ihre Crew aufs Spiel gesetzt, waren bereit das ihre zu Opfer um damit ihre Mannschaft zu retten, auch das meine. Jetzt ist es an mir ein Opfer zu bringen James Tiberius Kirk, ich werde das gleiche erdulden was sie nun erdulden, ich werde ihren Schmerz auch auf mich nehmen, das ist alles was ich für sie tun kann".
    "Sie sind solch .......eine hirnverbrannte Närrin" erwiderte er kleinlaut, ergriff zugleich ihre Oberarme und hielt sich an ihnen fest, als wäre sie der letzte Halt der ihn in dieser Welt und diesem Universum am Leben hielt.
    "Ich weiß, das haben ich von ihnen gelernt Captain" flüsterte sie ihm ins Ohr, hielt ihn in einer fast schob liebevollen Umarmung gefangen, mit der sie ihm die nötige stärke gab, um das hier unbeschadet zu überleben.




    Etliche Stunde Später, er konnte nicht wirklich sagen wie lange er bewusstlos war, fand er wieder in die richtige Welt zurück, schoss fast schon regelrecht in die Höhe, als er erwachte. Er lag auf einer Liege in einem Zelt, ein Feuer brannte wohl draußen, den das Licht das es erzeugte erhellte teilweise auch das innere, durch den offenen Eingang konnte er Pille sehen.
    Er saß am Feuer, stocherte mit einen einfach Stock in der Glut herum, er wirkte völlig Ruhig und entspannt dabei, offenbar war er mit sich zufrieden. Jim blickte an sich hinab, erkannte das er nur eine Hose trug, die zerfetzte Uniform hatte ihm offenbar irgendwer ausgezogen (er hoffte bei Gott das es nicht Kalara war). Mit der Linken Hand, strich er über seinen nackten Bauch hinweg, die Haut fühlte sich wie immer makellos und glatt an, nichts deutete darauf hin, das sich ein unbekanntes Tier in ihn verbissen hatte.

    Die Erinnerung daran war zwar noch lebhaft vorhanden, es deutete körperlich in keinster weise irgendetwas darauf hin, an die Schmerzen des Bisses erinnerte er sich dafür aber noch ziemlich gut, leider.
    "Wie ich sehe scheinst du wieder wach zu sein, wie fühlst du dich Jim" er blickte auf und sah Pille vor sich, er blickte zum Eingang hinein, eher er sich in das innere Vorwagte. Da sie schon seit geraumer Zeit Freunde waren, kannte er seine Macken und Eigenheiten zur genüge, daher sondierte er erst vorsichtig die Lage, bevor er sich in die Höhle des Löwen wagte.
    "Bestens, dank dir und dieser sturköpfigen Frau die du in meinen Kopf hinein gelassen hast, was hast du dir nur dabei nur gedacht, ich hab dir doch ausdrücklich gesagt, das du das lassen sollst".
    "Was hätte ich den sonst tun sollen, dich etwa sterben lassen Jim?, du magst dich für einen echt harter Kerl halten, aber wen du in einen Schockszustand geraten wärst, wärst du gestorben".

    "Und das rechtfertigte es, Kalara einfach in meinen Kopf hinein zu lassen und sie darin herum wühlen zu lassen, wie ein Schwein in frischer Erde Pille?" entgegnete Jim aufgebracht, fast ein wenig zu laut.
    "Ja verdammt noch einmal, als Arzt steht es mir frei Jim, jede mir mögliche Maßnahme zu ergreifen, um das Leben eines Patienten zu retten, in dem Punkt steht mein Befehl sogar noch über dem eines Captain. Wen du mir das nicht glauben solltest, kannst du das gerne im Regelbuch der Sternenflotte nachschlagen, also sei froh darüber das wir dir deinen Arsch gerettet haben".
    Eine Moment sah er ihn Missmutig und nicht erfreut darüber an, da er mit dieser Äußerung recht hatte, den er kannte die Direktive die er genau meinte nur zu gut. `Die Befehle eines Arztes, stehen über dem eines Captains oder Admirals, wen sie dazu dienen das Leben eines schwer verletzten Patienten zu retten, ohne Ausnahme´ Gott wie er diese Regel gerade hasste.

    Er schwang seine Beine über den Rand der Liege auf der er lag, griff sich seine Stiefel die er links von sich stehen sah und zog sie an, eher er sich das Shirt schnappte das auf einem Hocker lag.
    Als letztes zog er sich die Jacke über, die Links von der Liege lag bevor er das Zelt verließ, er brauchte etwas frische Luft, und er wollte auch noch einen sturen Kopf gerade rücken. Pille tat das was er für richtig hielt in diesem Moment, ihm konnte er eigentlich keinen Vorwurf machen, ihr aber schon weil sie diese Hirnverbrannte Idee vorgebracht hatte. So etwas würde er sicher nicht noch einmal dulden, nicht wen es andere Möglichkeiten gab, ein Leben auch auf andere Weise zu retten und zu bewahren.
    Erst einmal musste er sie aber finden, den er zweifelte stark daran das sie in ihrem Zelt zu finden wäre, sicher war sie wieder allein hinaus in die Wald gegangen, das traute er ihr allemal zu.

    Auf gut Glück und auch etwa geraten lief er einfach mal drauf los, hatte nur in etwa eine Idee wo sie sein könnte, genau würde er es erst wissen, wen er sich dorthin begab und seine Vorahnung überprüfte. Er lief nicht wirklich schnell, eher in einem gemächlich Tempo wie er selbst fand, aber er musste sich auch nicht beeilen, er hatte es nicht eilig ihr zu begegnen.
    Den noch immer war er dabei sich zu ordnen, vor allem darüber was er gefühlt hatte, als er ihr Bewusstsein in seinem Kopf gespürt hatte, als er mit ihr über einen geistigen Link verbunden war. Das sie eine beruhigende Wirkung auf ihn hatte, konnte er in dem Moment jedenfalls nicht abstreiten, er wusste auch das sie jetzt mehr über ihn wusste, als irgendeine andere Frau vor ihr.
    Sie war immerhin in seinem gottverdammten Kopf gewesen, hatte darin ganz sicher mehr als nur diese eine Erinnerung gesehen, in der sie ihn gehalten und auch stärke verliehen hatte.

    Es hatte zum Erhalt seines Leben gedient, war aus ihrer Sicht und der von Pille notwendig gewesen, was jedoch nicht zu bedeuten hatte, das er diese Aktion auch gutheißen musste. Es war Falsch gewesen, und er würde ihr das deutlich vor Gesicht führen, und sie dafür auch zurechtweisen, so etwas gehörte sich nicht auch nicht in solch einer Situation. Er lief durch die Knie hohe Fauna auf den Fluss zu, der nicht einmal eine Meile vom Basiscamp entfernt lag wie er wusste, und dessen Wasser klar und sauber war.
    Es war eine der Voraussetzungen gewesen, die diesen Standort hier so Ideal und vor allem auch hervorragend für ein Basislager machten, auf diese weise wurde zumindest die Grundversorgung gesichert. Hören konnte er ihn noch nicht und würde es auch nicht, der Fluss floss eher langsam hier an dieser kleinen Lichtung vorbei, es war immerhin eher ruhiges träges Gewässer.

    Sein Vorahnung erwies sich aber als Richtig, er konnte sie am Ufer sitzen sehen, sie hatte ihre Knie angezogen und die Arme um sie gelegt, starrte hinauf in den Klaren Himmel über ihr. Die Sterne waren genau so deutlich zu sehen, wie es in einer klaren Wolkenlosen Nacht auf der Erde der Fall gewesen wäre, doch die Stille die nun herrschte würde es jetzt wohl unterbrechen.
    "Was zum Teufel haben sie sich dabei gedacht, einfach so in den Kopf ihres Captains einzudringen, und dabei durch meine Erinnerungen zu wühlen Kalara", seine plötzlich erschallende Stimme ließ sie zusammen fahren.
    Sie sprang dabei so schnell auf und drehte sich herum, das sie beinahe das Gleichgewicht verlor und gestürzt wäre, aber sie konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. Das sie ihn dabei verdattert und überrascht ansah, schmälerte sein Wut in diesem Augenblick nicht im geringsten, er war wahrlich stocksauer das konnte sie sehen, und in seinem Blick auch spüren.

    "Ich tat das was ich für richtig hielt Captain, es ging im ihr Leben und ich war die einzige die sie vor dem Tod bewahren konnte, was hätte ich sonst tun sollen, sie einfach hier auf diesem Planeten sterben lassen?"
    "Sie verstehen noch nicht einmal, warum ich so stinksauer auf sie in diesem Moment bin, es geht nicht darum das ich ihnen nicht dankbar wäre, für das was sie für mich getan haben. Es geht darum wie sie es gemacht haben, sie waren in meinem Kopf, in meinen Gedanken und meinen Erinnerungen, haben darin gewühlt wie ein Bauernschwein im Dreck. Die letzte Zuflucht, die jedem denkendem und auch fühlenden Wesen bleibt, sind seine eigenen Gedanken und seine Erinnerungen, und sie haben meine Ungefragt betreten".
    "Anders ging es nun mal nicht, hätte ich es nicht getan wäre sie noch an Ort und Stelle in meinen Armen verblutet, auf meinem Planeten lässt man seinen Lebensretter nicht sterben, wen man es verhindern kann".

    "Verstehen sie es nicht, oder wollen sie es einfach nicht kapieren, sie hätte mir auch eine ihrer Erinnerungen zeigen können, mir einen Ort der inneren Ruhe für sie vor Augen führen können. Stattdessen zogen sie es vor, meine Kindheitserinnerungen zu durchsuchen und diese ungefragt anzusehen, sie hatten kein recht dazu das zu tun, so etwas macht man nicht".
    "Doch nur so funktioniert eine geistige Brücke am besten, je beruhigender und emotionaler die Erinnerung für sie ist, desto stärker ist die Verbindung und um so leichte kann ich sie aufrecht halten. Ihnen eine meiner Erinnerungen zu zeigen, hätte nicht den gleichen Effekt, ihr Geist würde sie als Falsch anerkennen und mich verdrängen, so läuft es nun mal.
    Ich entschuldige mich dafür, das ich einige ihre wertvollsten, und emotionalsten Momente in ihrem Leben berührt und gesehen haben, doch ich werde mich nicht für das entschuldigen, was ich tun musste".

    "Sie sagten gerade, einige meiner emotionalsten und wertvollsten Momente, welche meiner Erinnerungen haben sie noch gesehen Kalara?" es war eine frage sie sie erwartet hatte, nachdem sie das eben preisgab.
    "Ich sah wie sie den Wagen ihres Stiefvaters geschrottet haben, wie sie ihn einen Abgrund hinab jagten und sich dabei gut fühlten, auch wen mir nicht begreiflich ist, warum sie sich dabei so wohl gefühlt haben".
    "Weil er ein Kotzbrocken war, einer der glaubte sich als mein Vater aufspielen zu dürfen, nur weil er meine Mutter geheiratet hat, doch das war er nicht für mich, und würde er auch nie sein. Seinen wertvolle Corvette Stingray in den Steinbruch zu jagen, war meine Art zu sagen das er mich mal Kreuzweise kann, und ich denke das kam damals wohl bei ihm an".
    "Verstehe, es war ein Art Protest und Rebellion gegen ihn, wen auch auf ziemlich zerstörerische Art und Weise bei der sie hätten sterben können, und es hätte sicher auch andere Wege der Auflehnung gegeben".

    "Mag sein, aber seinen Wagen nach einer kleinen Spritztour in einen Haufen Schrott zu verwandeln, war in diesem Augenblick mehr als nur befriedigend, haben sie noch nie etwas aus Spaß heraus zerlegt und kaputt gemacht?"
    "Nein nicht wirklich, ich kann den drang etwas mutwillig zerstören zu wollen nicht nachvollziehen, das ist etwas das sich mir völlig entzieht Captain" entgegnete sie kurz und bündig, was ihn kurz lächeln ließ.
    "Ich stelle fest das sie offenbar zu oft mit unserem Spitzohr zu tun haben, sie hören sich gerade wie Spock an, der immer alles logisch und analytisch betrachten muss, was nicht immer sein sollte. Nicht alles im Leben muss einen Sinn ergeben, manche Dinge tut man aus einem spontanen Impuls heraus, denken sie mal darüber nach, in Zukunft sollten sie nicht allein hier draußen sein.
    Wie wir heute festgestellt haben, ist dieser Planet nicht ungefährlich, kommen sie gehen wir zurück zum Lager, eine böse Überraschung für heute reicht mir vollkommen" erwiderte er, bevor er sich um wand und voraus ging während sie ihm folgte.




    Zwei weitere Tage blieben sie noch auf dem Planeten, fingen noch ein paar Tiere für genauere Studien, sammelten Proben der Fauna ein, eher Kirk mit den Bodencrew zur Enterprise zurück kehrte. Kalara machte sich gleich daran, die Tiere zu untersuchen und zu markieren, damit man sie wieder aussetzen und genau beobachten konnte, in ihrer natürlichen Umgebung.
    Sie ging wie immer voll in ihrer Arbeit auf, etwas das er deutlich sehen konnte, wen er in ihrem Labor kurz vorbei schaute, ihr kurz bei ihren Tätigkeiten über die Schulter sah. Sie fand vor allem auch heraus, das einige der dort heimischen Pflanzen Stoffe enthielten, die bei der Bekämpfung verschiedener tödlicher Krankheiten nützlich sein könnten, sie verfaste dazu einen Bericht.
    Kirk überflog ihn kurz, offenbar produzierte eine der Pflanzen ein Enzyme, das Vorbeugend bei Arterienverkalkungen sein könnte, für dieses würde man sicher eine gute Verwendung finden in der Medizin.

    Noch dazu auch eines, das bei Bekämpfung inoperablen Hirntumore helfen könnte, wen man seine Struktur so anpasste, das es schädliches Gewebe im Gehirn erkannte und automatisch zersetzte.
    Er schickte diese Abhandlung zusammen mit seinem Bericht los, in dem er der Sternenflotte nahe legte, eine dauerhafte Forschungsstation auf diesem Klasse M Planeten zu errichten. Wen es hier Pflanzen gab, die bei der Bekämpfung tödlicher Krankheiten helfen könnten, dann sollte man die Faune genauer studieren, und diese Exemplare finden. Sicher würde sich Kalara für die Leitung dieser Station freiwillig zur Verfügung stellen, er legte jedoch auch nahe einen Offizier zu wählen, der einen Doktor in Medizin hatte.
    Sie konnte er auf der Enterprise nicht entbehren, sie war die beste wen es darum ging, fremdartige Fauna und Lebewesen auf einem neuen Planeten als erstes zu studieren, weshalb er sie brauchte.

    Er nahm sich einen Moment und überflog noch einmal diesen, korrigierte einige seiner Einschätzungen noch einmal und sendete ihn ab, bevor er sich kurz die Augen rieb eher er einen Blick auf die Uhr neben sich warf.
    Ein Uhr Morgens zeigte sie ihm an, müde fühlte er sich aber kein bisschen in diesem Augenblick, eher etwas unruhig und auch rastlos wie er zugeben musste, konnte sich aber nicht erklären warum. Aber er wusste schon, wie er wieder zu sich selbst finden und sich entspannter fühlen würde, also erhob er sich und verließ das Quartier des Captains, begab sich zum nächsten Fahrstuhl.
    Er fuhr vier Decks nach Unten eher er ausstieg, sich zum Holo-Simulator an Bord begab, einen Raum der dazu diente jede nur erdenkliche Umgebung künstlich zu generieren, und darzustellen. Er benutzte ihn des öfteren zu recht später Stunde, immer dann wen die meisten der Crewmitglieder schliefen, zu Zeiten in denen er kaum jemanden dort Antraf, doch heute war dies nicht der Fall.

    Als sich die Türen öffneten, stellte er erstaunt fest das sich schon jemand auf dem Holo-Deck befand, eine Simulation lief bereits, und er fragte sich wer da wohl drin war. Obwohl es nicht seiner Art entsprach, so war nun doch seine Neugier geweckt musste er zugeben, vor allem als er den langen halbrunden Tunnel sah, der durch einfach Laternen erleuchtet wurde.
    Er war in einfachen Fels gehauen (so wie es der Holo-Simulator zeigte), die Leuchten die an der Decken hingen, sahen aus wie einfache Laternen aus dem Bürgerkrieg der USA, lange vor seiner Zeit.
    Wie weit er sich genau ersteckte konnte er nicht sagen, da das Holo-Deck aber nur ein begrenzte Größe hatte, konnte er nicht all zu lang sein, als er ihn gemächlich entlang schritt. Schon nach circa zwanzig Meter, konnte er einen Raum am Ende des Ganges erkennen, der heller erleuchtet war als der Tunnel, mehr erkennen konnte er aber noch nicht.

    Doch je näher er kam, desto mehr konnte er sehen und es überraschte ihn, als er sich im nächsten Moment in einem Tempel wiederfand, mit so etwas hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Die Haupthalle war verdammt groß, die Hohe Decke wurde von sechs Säulen getragen, erhellte wurden sie von Fackeln, die in Halterungen an ihnen befestigt waren. In drei Nischen die in die Wände geschlagen waren, sah er die Abbildungen von Personen die in Gewänder gekleidet waren, ähnlich denen buddhistischer Mönche.
    Ihre Haltung war die eines gläubigen, im Lotossitz während sie die Hände flach aneinander legten, den Kopf leicht geneigt und die Augen geschlossen, als wären sie in ein Gebet vertieft. Das Gesicht wirkte Menschlich, mit einer Hohen Stirn aber keinem Haar auf dem Haupt, stattdessen hatten sie sich leicht überlappende Auswüchse, so wie sie bei Kalaras Art vorkamen.

    Zwischen den Säulen sah er einen Kreis aus Kerzen, der einen Durchmesser von etwa drei Meter hatte, und in deren Mitte eine Frau saß, die er hier am wenigsten zu dieser Stunde erwartet hätte. Es war keine geringere als Kalara selbst die dort saß, gekleidet in eine weißes Gewand, das wie eine indische Sari aussah, jedoch ganz anders gewickelt wurde als diese.
    Hinter ihr sah er noch ein Bildnis dieser seltsamen Mönche, größer als die anderen an den Wänden, zu seinem Füßen war ein kleiner Altar aufgebaut, auf dem mehrer Kerzen brannten. Die Hände streckte er flach nach vorne aus, als würde er eine milde Gabe empfangen wollen, stattdessen waren Kugeln auf diese gelegt worden, in die man ein Symbol graviert hatte.
    Was sie bedeuteten konnte er nicht sagen, jedoch wirken diese Runen sehr verschlungen und künstlerisch, als wäre sie Überbleibsel einer sehr alten Sprache, die man vor langem vergessen hatte.

    Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf sie, im Schein der Fackeln konnte er Symbole auf ihren Armen sehen, die offenbar erst vor kurzen auf ihre Haut aufgetragen worden waren. Sie sahen auch aus wie Schriftzeichen einer alten vergessenen Sprache, zogen sich über ihre Handinnenflächen die auf ihren Knien ruhten, über ihre Arme bis zu ihren Schultern hinauf.
    Kalara saß ganz einfach ruhig da, den Kopf leicht nach vorne geneigt, die Augen geschlossen als wäre sie gerade am beten, er glaubte zu sehen wie sich ihre Lippen leicht bewegten. Offenbar hatte sie ihn noch nicht bemerkt, war sich seiner Anwesenheit in diesem Moment noch nicht bewusste geworden, wurde es sich aber als er sich zwei Schritt voran wagte, näher auf sie zu. Den diese hallten so laut von den Wänden wieder, das sie schlagartig die Augen öffnete und ihn ansah, jedoch nicht überrascht über sein erscheinen war.

    Sie sah ihn so unglaublich ruhig und gelassen an, als hätte sie damit gerechnet das er hier auftauchen würde, fast schon als hätte sie ihn erwartet, als wusste sie das sie sich hier begegnen würde.
    Aber das konnte sie unmöglich wissen, sie konnte nicht wissen das er zu so später Stunde hierher kommen würde, das er genau zu dieser Uhrzeit hierher kommen würde. Na gut, vielleicht konnte sie spüren wen jemand unruhig, oder nicht ganz ausgeglichen war und das dann auf irgendeine Weise wahrnehmen, aber das glaubte er nicht. Es war wohl einfach ein riesiger Zufall, das sie beide sich ausgerechnet hier über den Weg liefen, so etwas kann auf einem Schiff dieser Größe schon mal vorkommen.
    "Wie ich sehe bin ich nicht der einzige, der zu so später Stunde noch wach ist und nicht schlafen kann", ihre Stimme klang anders, wärmer und gefühlvoller als sonst, sie jagte ihm einen Schauer über den Rücken.

    Wahrscheinlich lag es daran, das ihre Stimme mehrfach von den Wänden wiedergegeben wurde, als würde ein ganzer Chor von Stimmen zu ihm sprechen in diesem Moment, nicht nur eine allein. Kirk wusste nicht was er tun sollte, ob er umkehren und sie allein lassen, oder ob er sich ihr nähern sollte, aber aus irgendeinem Grund zog es ihn zu ihr, als wäre sie ein Magnet.
    "Ich hatte auch nicht erwartet, jemanden hier unten zu dieser Zeit noch anzutreffen, sie am allerwenigsten muss ich zugeben" erwiderte er ruhig und knapp, blieb dabei außerhalb des Kreises vor ihr stehen.
    "Hin und wieder zieht es mich zum Meditieren hierher, das hier ist eine Nachbildung des Tempels von Shir Mihjuan Nahiray, einem Ort des Glaubens auf meiner Heimatwelt Kissara. Er hilft mir tief zu mir selbst zu finden, mich mit meinem in mir verborgenem Ich zu verbinden, mich auf mein wahres Wesen zu besinnen und mich daran zu erinnern, wer ich wirklich bin".

    "Das klingt als würden sie des öfteren an sich selbst zweifeln", eine Erwiderung die sie erwartet hatte, jedoch nur darüber lächeln konnte, und dabei nicht wie jemand wirkte der an sich zweifelte.
    "Das wirkt für jemanden wie sie so, für mich ist es mehr eine Bestätigung meiner selbst, das ich für mich den richtigen Weg gewählt habe, als ich mich dazu entschloss zur Sternenflotte zu gehen. Außerdem bestärkt mich auch mein Glaube in dieser Hinsicht, ein anderer Pfad als den, den ich für mich erwählt habe kommt mir für mich nicht als sinnvoll vor. Warum zog es sie hierher Captain, aus welchen Grund sind sie hierher gekommen, was bewegte sich dazu, sich hier hinunter zu begeben in diesem Raum".
    "Ich fühl mich noch nicht wirklich müde, und zugegebenermaßen auch etwas unruhig, ich dachte das meine übliche Medizin dagegen helfen würde, aber das sie hier sind werde ich sie nicht länger stören".

    Kirk wand sich um und wollte schon verschwinden, jedoch hielt ihre Stimme ihn davon ab als sie an sein Ohr drang, er blieb stehen und das wo er eben gehen wollte, es aber nicht konnte. Er wusste nicht wieso, aber ihre Worte veranlassten ihn dazu zu bleiben, es war als würde sie es nur mit einem Satz schaffen, ihn zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen.
    "Vielleicht kann ich ihnen dabei helfen, wieder zu sich selbst zu finden, in einer Meditation erfährt man oft mehr Wahrheit über sich selbst, also sie irgendwo da draußen jemals finden werden". Kirk wand sich um und blickte sie an, ihr freundliches lächeln wirkte in diesem Moment auf ihn noch anziehender als sonst, warum hatte sie nur solch eine Wirkung auf ihn.
    Er wusste es nicht, und ehrlich gesagt wiederstrebte es ihm jetzt zu gehen, vielleicht sollte er es mal versuchen und sich darauf einlassen, auch wen er nicht wirklich an solch spirituelle Dinge glaubte.

    "Na schön ich beiße an, ich glaube zwar nicht an Meditation und solcherlei Humbug, aber wen sie glauben sie können mich eines besseren belehren, dann nur zu versuchen sie es ruhig, überzeugen sie mich".
    "Das werde ich, nehmen sie Platz Captain" erwiderte sie ruhig und er kam ihrer Aufforderung nach, begab sich zu ihr in den Kreis und setzte sich ihr gegenüber hin, während sie die Hände ausstreckte. Ohne ihn dazu auffordern zu müssen, reichte er ihr anstandslos die seinen, die sie sanft ergriff un behutsam mit den ihren festhielt, ein zuversichtliches Lächeln zierte ihre Lippen.
    "Nun schließen sie die Augen und entspannen sie sich, hören sie auf nichts anderes als den Klang meiner Stimme, atmen sie ruhig durch die Nase ein, und durch den Mund langsam wieder aus". Er kam dem nach, vertraute ganz auf ihre Stimme und blendete alles andere jetzt aus, außer ihre Nähe die er spüren konnte, die wärme ihrer Hände die seine sanft umschlossen hielten.

    "Stehlen sie sich nun vor sie stehen an einem Strand, können den weichen Sand unter ihren Füßen spüren, sie spüren wie sich ihre Zehen in ihn hinein graben und in diesem versinken. Sie fühlen die sanften Wellen des Meeres, die ihre Beine umspülen und einhüllen, sie fühlen die grenzenlose Freiheit die sie umgibt, die ihre Sorgen und Ängste mit sich nimmt, sie davon befreit.
    Lassen sie alle Gedanken fließen, lassen sie ihren Geist treiben wohin es ihn auch immer trägt, lassen sie los und sich tragen wohin es sie auch führt, seien sie frei dorthin zu gehen wo auch immer sie hin wollen". Es war irgendwie seltsam, aber der klang ihrer sanften Stimme schien etwas in ihm auszulösen, als besäße sie die unglaubliche Gabe, ihn tatsächlich geistig führen zu können.
    Es kam ihm wirklich so vor, als würde er Sand spüren, als würde er das Wasser des Meeres zu seinem Füßen spüren, und vor allem das er den Geruch der salzigen See tatsächlich riechen könnte.

    Ihr gelang es irgendwie seinen Geist zu berühren, ihn zu befreien und in eine tiefe Ruhe zu versetzten, die er so zuvor in seinem bisherigem Leben noch nie verspürt hatte, wie begriff er nicht ganz. Doch es geschah auch etwa anderes, er konnte vor seinem inneren Augen etwas sehen, sehen wie sich die Umgebung um ihn herum veränderte, aus irgendeinem Grund.
    Er fand sich in der nächsten Sekunde auf einer Wiese wieder, einer Wiese auf der neben einem kleinen Hügel eine Eiche wuchs, deren Äste ein weit verzweigtes Dach ergaben, unter der er jemand sitzen sah.
    Zwei Personen erblickte er dort, eine Frau mit dunkel-blondem langen Haar, und daneben einen kleinen Jungen der sehr nach ihm selbst, in verdammt jungen Jahren aussah. Wen er schätzen müsste, würde er sagen das er nicht viel älter als zehn war, die Erinnerung an diesen Tag kam wieder, wie er sich aus dem Haus geschlichen hatte.

    Wie er, wie schon unzählige male davor wieder hierher kam, sich unter die alte Eiche setzte und hinauf in den Himmel starrte, solange bis seine Mutter sich plötzlich neben ihm setzte, und ihren Arm um ihn legte. Er konnte sich noch gut an diesen Moment erinnern, wie sie still nebeneinander gesessen hatten, eher sie das Wort ergriff, ihm wieder einmal von seinem Vater erzählte.
    "Du bist ihm ähnlicher als du glaubst James Tiberius Kirk, er kam auch des öfteren hierher, blickte hinauf in den Himmel und fragte sich, was es da draußen alles zu entdecken gab. Dein Vater ging deshalb zur Sternenflotte genau wie ich, wir beide wollten die Unendlichen Weiten da draußen erforschen, Welten entdecken die kein Mensch je betreten hat. Wir gingen beide aus Überzeugung, und eines Tages wirst du das auch tun, weil du unser Sohn bist, und du so die Hand nach deinen Vater ausstrecken kannst".

    Diese Worte hatten ihn sein Leben lang begleitet, Worte an die er glaubte bis zu dem Tag, als man ihren Toten Körper nach Haus brachte, als er ganz alleine zurück blieb. Er hatte seinen Vater bei seiner Geburt verloren, damals als Nero durch ein Anomalie in der Zeit kam, und das Schiff Angriff auf dem seine Eltern Dienst leisteten, als er ihr die Flucht ermöglichte.
    Und zwanzig Jahre später starb sie bei einer Erkundung, als eine unbekannte Insektenart sie stach, ihr ein schnell wirkendes Gift injizierte das für ihren Tod sorgte, und das ihr Ende besiegelte. Danach lehnte er sich gegen jede erdenkliche Autorität auf, brach jede Regel und jedes Gesetzt das er brechen konnte, lebte nur zu seinem eigenen Vergnügen vor sich hin.
    Zumindest solange bis Captain Christopher Pike ihn dazu ermutigte, es seinen Vater gleichzutun, der Sterneflotte beizutreten und sich zu einem Captain eines Schiffes hoch zu arbeiten, was ihm gelang.

    Er hatte mehr erreicht als sein Vater, hatte die Erde vor großem Unheil gerettet, aber auch des öfteren fragte er sich immer wieder, warum er sich trotzdem so verloren und leer vorkam. Diese Gedanken nagte an ihm wie eine Krankheit, die seinen Geist zu zerfressen drohte, und gegen die er so machtlos war, obwohl er sich eigentlich zufrieden fühlen sollte.
    Er hatte seinem Leben einen Sinn gegeben, nachdem ihm dieser genommen wurde, und doch hatte er das Gefühl das noch etwas in diesem zu fehlen schien, aber er kam beim besten Willen nicht drauf was es war.
    Diese Erinnerung half ihm nicht wirklich, sich wieder zu fangen und seine innere Unruhe zu besänftigen, sie verwirrte ihn nur umso mehr wie er selbst fand, es brachte ihn nicht weiter. Er löste sich von der Meditation, öffnete die Augen und blickte Kalara an, der er seine Hände entzog und sich erhob, jedoch ohne ein Wort zu sagen sich einfach um wand und verschwand.




    Den Blick ins nichts gerichtet, durch das Fenster hinaus in den Weltall starrend, drehte er immer wieder sein fast leeres Glas Scotch leicht in seinen Händen, eher er den letzten Schluck hinunter stürzte. Seit geschlagenen zehn Minuten saß er nun hier, leerte dabei zwei Gläser und dachte nach, aber worüber eigentlich fragte er sich, er wusste keine Antwort auf die Frage.
    Egal woran er auch dachte, seine Gedanken kehrten immer wieder zu dem Grund zurück, weswegen er sich hierher begeben hatte, um die leere die er in sich verspürte zu betäuben. Eigentlich sollte er vollauf zufrieden mit seinem Leben sein, doch er war es einfach nicht, und die Antwort wieso bekam er nicht zu fassen, sie entzog sich ihm in diesem Moment. Sein Blick glitt wieder hinaus, die Sterne hinter dem Glas das zwischen ihm und dem Vakuum des Weltalls stand, sah er nicht, dafür aber jemand anderes neben sich stehend.

    In der Spiegelung konnte er Kalara sehen, die auf ihn kurz herab sah, eher sie ihm gegenüber Platz nahm und sich sein leeres Glas griff an dem sie kurz roch, den Alkohol der sich darin mal befunden hatte noch riechen konnte.
    Sie stellte es wieder ab, faltete die Hände ineinander und sah ihn an, mit einem Blick den er nicht zu deuten vermochte in dieser Sekunde, der ihm aber sagte das sie etwas zu besprechen hatten. Wieso auch nicht, er war einfach gegangen ohne sich zu erklären, aber so wie sie ihn angesehen hatte, wusste sie wahrscheinlich eh schon, was mit ihm los war. Sie konnte spüren das etwas nicht stimmte, und bei Gott, wahrscheinlich hatte sie schön längst gefühlt, was ihn in jenen Moment bedrückt und beschäftigt hatte.
    "Wieso sind sie zur Sternenflotte gegangen", es war eine direkte Frage, eine die sie ihm nicht als Offizier sondern als Freund stellte, da sie ihn nicht mit seinem Titel angesprochen hatte.

    Ein Augenblick lang sah er sie an, sah in ihre gelb-grünen Augen als erhoffte er sich, durch ihre Augen die Antwort sehen zu können die er brauchte, auf deren suche er sich befand. Doch so schön und tiefgründig sie auch waren, sie halfen ihm nicht im geringsten das zu finden was er suchte, vielleicht würde er sie auch nie finden, er würde die leere nie füllen.
    "Mein Vater ging aus Überzeugung zur Sternenflotte, weil an ihre Werte und ihre Ideale glaubte, ich tat es weil ich mir selbst wohl etwas beweisen wollte, ich wollte sehen ob ich wie er sein kann. An manchen Tagen glaube ich das ich das auch bin, das ich wie er Entdecker und Erforscher neuer Welten bin, aber an Tagen wie Heute fühle ich mich trotzdem so leer".
    Einen Moment lang ließ sie seine Worte auf sich wirken, dachte darüber nach was sie ihm sagen sollte, welchen Trost sie ihm spenden und geben könnte, bis sie sich nach vorne beugte und sanft sein rechte Hand ergriff.

    Kirk blickte sofort zu ihr auf, sah in ihre schönen Augen und ihr bezauberndes Lächeln, eher sie ihren Blick auf seine Hände richtete und sie sich genauer ansah, die Linien der Handinnenfläche mit dem Zeigefinger nachzog.
    "Wonach sie suchen ist die Suche nach sich selbst, all die Jahre über wollten sie wie ihr Vater sein, und jetzt fragen sie sich was es wohl bedeutet, sie selbst zu sein James. Den eigenen Weg zu finden ist nicht ganz einfach, oft schlagen wir den Weg den wir uns ausgewählt haben nur deshalb ein, weil wir glauben das es so von uns auch erwartet werden würde.
    Doch nicht immer ist dieser Weg der richtige, manch einer findet ihn nur wen er jemanden an seiner Seite hat, mit der er diesen auch teilen kann, der einen durch solche Tage hindurch zum Licht führt. Den nichts ist schwerer zu ertragen, als die eigen Leere die man in sich selbst verspürt, eine leere die nichts zu füllen scheint, egal wie sehr wir uns auch bemühen".

    "Vielleicht ist das was mir fehlt, die Verbundenheit die ein Kind zu seinen Vater verspürt, ich hatte nie die Chance ihn kennenzulernen, da er am Tag meiner Geburt durch den Romulaner Nero starb. Ich frage mich des öfteren wie mein Leben wohl geworden wäre, wäre er nicht gestorben, doch das sind wohl nur die Gedanken eines Jungen, dem sein richtiger Vater fehlt".
    "Fühlen sie sich den nicht mit ihm dadurch verbunden, seinen Traum zu Leben und in seine Fußstapfen zu treten, als ein Entdecker neuer unbekannter Welten?, erfüllt sie das denn gar nicht?"
    "An manchen Tagen schon aber nicht an allen, es ist als würde mir etwas fehlen das vor mir verborgen bleibt, aber ich weiß einfach beim besten Willen nicht was es ist, verstehen sie, ergibt das für sie einen Sinn?"
    "Ja ich verstehe sie, an einigen Tagen fühle ich mich auch so, aber ich bin mir sicher das wir die Antworten eines Tages finden, vielleicht sogar gemeinsam Captain" entgegnete sie ruhig, mit einem zuversichtlichem Lächeln.




    Die Tage verstrichen, und seine Laune besserte sich allmählich auch, er dachte nicht mehr ganz so oft über die leere die er in sich fühlte nach, fand stattdessen Erfüllung in seiner Arbeit. Vor allem weil er es sich nicht nehmen ließ, den Planeten den sie gefunden hatten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, weshalb er des öfteren auch Erkundungsflüge unternahm.
    Kalara begleitete ihn auch ein paar mal auf diese, ließ sich nicht die Gelegenheit entgehen, die Pflanzen und Tierwelt anderer Gegenden zu studieren und zu untersuchen. Dabei stellte er fest, das er der Erde noch unähnlich war als er geglaubt hatte, es gab mehrere Klimazonen die sich völlig voneinander Unterschieden, genau wie es auch auf seiner Heimatwelt der Fall war.
    Sie fanden eine Wüste, die sich nach dem Scann der Enterprise, als größer als die Wüste Sahara auf der Erde heraus stellte, und die doch auch voller Leben steckte was er bei Gott nicht erwartet hatte.

    Von der kleinsten Wüsteneidechsen, bis hin zu komplexeren Lebensformen die größer waren als ein Pferd, war hier so viel Leben vorhanden, wie man es nicht für möglich halten würde. Was er vor allem verblüffend fand, war das hier auch Wasser in großen Mengen zu finden war, den es flossen mehrere Flüsse durch diese hindurch, die offenbar unterirdischen Quellen entsprangen.
    Auf diese Weise konnte sich das Leben hier so vielseitig entwickeln, all diese verschiedenen Lebewesen hervor bringen, Pflanzen wuchsen hier zwar nicht so viele, dafür aber an manchen Stellen sehr üppig.
    Sie sicherte die Hauptnahrungsquelle der meisten Pflanzenfresser, die wiederum die Beute der Raubtiere wurden, das größte das sie sahen, hatte in etwas die Größe eines Tigers. Es war erstaunlich diese in sich geschlossene Ökosystem zu untersuchen, mehr über sie zu erfahren und es besser kennen zu lernen, und Kalara kam aus dem Staunen über diese Vielfalt gar nicht mehr heraus.

    Auf ihn wirkte sie wie ein Kleinkind, das seine Geschenke am Weihnachtsmorgen entdeckte und auch auspackte, und sich voller Freude auf diese stürzte, genau diesen Eindruck hatte er nun von ihr.
    Neben einer Wüste fanden sie auch eine eher winterliche Tundra vor, bevölkert von Lebensformen mit dickem Fell, größer als es ein Bison auf der Erde war. Pflanzen wuchsen trotz der Kälte hier auch, meistens aber nur Grasgewächse oder irgendwelche Kleinpflanzen, die oft mit gefrorenem Tau bedeckt waren, höher als bis zum Knie reichten sie nicht. Aber sie reichten wohl aus, um die hier lebenden Tiere mit Nahrung zu versorgen, den die sahen nicht aus als wären sie unterernährt, sie wirkten gesund.
    Ein Lager als es Nacht wurde, schlugen sie an der Grenze der Tundra zur Wüste auf, hier war das Klima genau richtig um nicht zu erfrieren, aber auch nicht übermäßig ins Schwitzen zu geraten.

    Die meisten seiner Leute hatten sich schon güt die Nacht zur Ruhe gelegt, aber noch dachten nicht alle daran sich jetzt schlafen zu legen, vor allem Kalara war anscheinend noch lange nicht bereit, schon jetzt die Augen zu schließen.
    Als er nach ihr sah und sich darüber vergewisserte, das sie nicht wieder allein durch die Gegend zog wie schon mal, fand er sie nicht weit vom Lager entfernt, leicht bekleidet in einer etwa dreißig Meter breiten Sandsenke. Umschlossen wurde diese von Rotbraunem Felsen, und es war hier angenehm erfrischend, einerseits nicht zu kalt aber auch nicht zu warm, gerade perfekt.
    Sie trug nichts weiter als ein bauchfreies enganliegendes Top, und eine Hose die ihr nur bis zu den Knien reichte, während sie anscheinend verschiedene Figuren einer Kampfkunst durchging, die er nicht kannte. Ihre Bewegungen wirkten gelenkig und elegant, jeder ihrer schritte war wohlüberlegt und präzise, von einer Anmut erfühlt wie er sie so noch nie gesehen hatte.

    Die Symbole auf ihren Armen waren noch immer zu sehen, er fragte sich mittlerweile was sie zu bedeuten hatten, welche Bedeutung sie in ihrem Glauben, und auch für sie selbst hatten. Kalara stoppte in ihrer Bewegung, als sie auf ihn aufmerksam wurde und sich ihm zu wand, dabei leicht außer Atem war und wie er jetzt erst feststellte, auch etwas verschwitzt. Er konnte einige einzelne Schweißtropfen im Licht der Abendsonne sehen, die ihren nackten Arm hinunter flossen, eher sie zu Boden in den weichen Sand fielen.
    Erst jetzt wurde er sich ihrer Schönheit so richtig bewusst, als er ihren Körper kurz genauer in Augenschein nahm, seinen Blick über ihren langen Beinen zu ihrem schlanken Taille schweifen ließ. Er wanderte höher hinauf, über ihren flachen Bauch zu ihren wohlgeformten und sehr üppigen Oberweite, bis hinauf zu ihrem Gesicht, auf dem ein undefinierbarer Ausdruck lag.

    "Es gehört sich nicht, eine Dame so ungeniert anzustarren wie sie es gerade getan haben Captain", es war eine eher halbherziger Protest den sie da vorbrachte, vor allem da ihr Lächeln sie als Lüge strafte.
    "Ich bitte um Verzeihung, doch wen sie sich schon so freizügig hier zeigen, müssen sie auch damit rechnen das ein Mann sie anstarren wird wen er sie so sieht, das sehen sie doch ein Lieutenant". Einen Kurzen Moment lang blickte sie ihn an, eher sie dann entschlossen auf ihn losging, ihr Schlag verfehlte ihn nur um Haaresbreite, als er Handgelenk ergriff und ins leere lenkte.
    Auch wen man es ihm nicht ansah, Kirk konnte kämpfen wie kein zweiter, er war einer der wenigen Männer seines Schiffes, der angefangen hatte sich in verschiedenen Kampftechniken zu schulen. Eine die er lernte, brachte Spock ihm höchstselbst bei, wobei es bei dieser darum ging, so wenig körperliche Kraft wie möglich aufzuwenden, um den Gegner zu besiegen.

    Das Geheimnis lag darin, die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst zu wenden, was es einem leicht machte dessen Angriffe gegen ihn selbst zu richten, was einen ungemeiner Vorteil war. Kalara sah ihn überrascht an, sie hatte absolut nicht damit gerechnet das er diesem Schlag entgehen könnte, was ein Grinsen auf seine Lippen trieb, als er ihr verblüfftes Gesicht sah.
    "Offenbar haben sie wohl nie gelernt, das man einen Gegner im Kampf nie unterschätzen sollte", er drückte sie von sich weg und trieb sie rückwärts, solange bis sie auf reichlich Abstand zu ihm ging. Kirk grinste nur kurz, eher er seine Jacke und sein Stiefel auszog und beiseite stellte, bevor er Haltung annahm und auf ihren nächsten Schritt wartete. Wen sie unbedingt spielen wollte, würde er ihr diese Vergnügen sicher nicht verwehren, er war sogar zugegebenermaßen gespannt auf das was sie konnte.

    "Na dann zeigen sie mal, ob sie es mit mir aufnehmen können und in der Lage sind, sich gegen einen Mann erfolgreich zur wehr zu setzten, bis gespannt ob es ihnen gelingt mich auf die Matte zu schicken". Das war eine Aufforderung der sie sofort ohne zu zögern nachkam, als sie diesen kleinen Schlagabtausch eröffnete, ihn mit härte und Ehrgeiz Angriff.
    In ihrer Bewegungen lag eine solche Geschmeidig- und Leichtfüßigkeit, das er schwer war ihrem Tempo zu folgen, aber noch konnte er mit ihr mithalten, sich erfolgreich gegen ihre Angriffe behaupten.
    Das Kraft in ihren Schlägen und Tritten lag spürte er sofort, eine die er ihr so gar nicht zugetraut hatte, vor allem erkannte er auch einige von diesen wieder, spezielle Techniken die ihr wohl Jaylah beibrachte. Aber er wusste auch wie er sie zu nehmen hatte, schon oft genug maß er sich mit ihr in einem freundschaftlichen Wettkampf, so das er Wege kannte, diese zu kontern.

    Das er sie damit aus dem Konzept brachte, überraschte sie ein wenig, aber nicht lang genug um sich darüber den Kopf zu zerbrechen, sie wusste ohnehin schon, wie sie sich auf ihn einstellen musste.
    Daher kämpfte sie mehr Offensiv als Defensiv, hielt ihn so gut es eben ging die ganz Zeit unter Druck, damit er sie nicht auskontern und in die enge treiben konnte. Zu ihrer Überraschung erkannte sie aber, das er besser war als sie je erwartet hatte, sie kannte die Geschichten über ihn, die erzählten das er sich des öfteren auf Schlägereien einließ. Deswegen hatte sie angenommen, das er wie ein wilder Schläger auf ihre Angriffe reagieren würde, aber dem war nicht so, er kämpfte bedacht und mit Beherrschung.
    Er ging nicht planlos auf sie los, versuchte nicht durch überlegene Muskelkraft den Sieg zu erringen, sondern durch Taktik und überlegtes handeln, was sie von ihm nicht erwartet hatte in diesem Moment.

    Das sich dieses Duell dabei in de Länge zog, war mehr das Problem das sie an den Rand der Erschöpfung kamen, je länger das Ende noch weiter hinausgezögert wurde, desto mehr ließ ihre Kraft nach. Nicht mehr lange und ihre Ausdauer wäre dahin, sie musste sich ganz schnell etwas einfallen lassen um das hier zu beenden, den sie wollte ganz sicher nicht gegen ihn verlieren.
    Ein Fehler seinerseits sorgte dafür, das sie endlich den Sack zumachen konnte, den mit seinem nächsten Schlag griff er gerade heraus an, da er spürte das auch ihm die Puste langsam ausging. Kalara nutzte das für sich in diesem Moment, ergriff sein Handgelenk und ließ ihn ins leere laufen, zugleich legte sie ihren feien Arm um seine Hüfte und hebelte ihn aus.
    Kirk verlor überraschend das Gleichgewicht, als Kalara ihn einfach auf den Rücken warf, sich aber im Nächsten Moment auf ihn stürzte, und mit ihrem rechten Knie seinen Linken Arm zu Boden drückte.

    Mit dem anderen drückte sie seinen Oberkörper nach unten, nagelte ihn auf diese weise fest während sie über ihm aufragte, wie ein Berg den er nicht von sich runter bewegen konnte, und wusste das er verloren hatte.
    Das sie wie er außer Atem war, war ihm jedenfalls in diesem Moment Genugtuung genug, er hatte sich nicht ergeben ohne ihr vorher einen ordentlichen Kampf zu liefern, das war alles was er wollte. Einen Moment lang sah sie auf ihn hinab, sah das zufriedene Lächeln in seinem Gesicht, das sie in diesem Augenblick mehr irritierte als alles andere, und sie verunsicherte.
    Kirk spürte das, und hatte nun die Chance doch noch den Spieß umzudrehen, in dem er sie so plötzlich von sich runter warf, das sie nicht mal die Chance hatte, darauf zu reagieren. Kalara landete auf dem Rücken, er rollte sich zugleich auf sie drauf, packte ihre Handgelenke und drückte sie zu Boden, während er sie mit seinem eigenen Gewicht unten hielt, und nun breit grinste.
    "Seien sie sich nie ihres Sieges zu sicher, sie sehen ja wohin das am Ende führen kann, wie sie gerade am eigenen Leib gespürt haben".

    "Sie haben mich nur deshalb auf den Rücken bekommen, weil ihr Lächeln mich aus der Fassung gebracht hat Captain, wen man erkennt das man verloren hat, sollte man noch so zufrieden lächeln wie sie eben".
    "Ich habe nur deshalb gelächelt, weil ich zufrieden mit ihrer und meiner Leistung gerade war, ich hab ihnen immerhin einen harten Kampf geliefert, und bis zum Ende nicht aufgegeben" erwiderte er kurz. Er erhob sich und streckte ihr seine Hand entgegen, lächelte sie dabei an als sie diese ergriff und ihr auf die Beine half, aber anscheinend etwas abrupt, den sie geriert ins stolpern.
    Kalara fiel regelrecht in seine Arme hinein, und er fing sie auf damit sie nicht zu Boden fiel, hielt sie fest während sie sich an ihn klammerte, bis sie ihr Gleichgewicht wiederfand. Das sie sich dabei sehr nahe kamen wäre wohl unnötig zu erwähnen, sie waren einander näher als sie es eben noch waren, er konnte ihren Atmen auf seinem Gesicht spüren.

    Sein Blick verfing sich für einige Sekunde in ihrem, ihre Arme hatte sie um seinen Hals geschlungen als sie stolperte, aber jetzt rutschten ihre Hände hinab auf seine Brust wo sie liegen blieben. Von ihm lösen konnte sie sich nicht, den Kirk hatte seine unbewusst um ihre Hüfte gelegt, und hielt sie so dicht an sich gepresst, wodurch er sie sozusagen gefangen hielt.
    Er war unfähig sie loszulassen, verspürte er in diesem Moment eine so starke Anziehung zu ihr, das er nicht imstande war sich gegen diese zur wehr zu setzten, also hielt er sie einfach fest. Ihr erging es aber nicht anders, allein sein Blick fesselte sie in dieses Sekunde, sie war nicht mal in der Lage, ihn abzuwenden und sich von seinen Augen loszureißen. Was auch immer hier gerade geschah, keiner der beiden war imstande sich dagegen zu wehren, nein nicht im geringsten, und sie ging sogar einen Schritt weiter.

    Ihre rechte Hand wanderte seinen Hals hinauf, was ihm einen Schauer über den Rücken jagte, eher sie auf seiner Wange zum erliegen kam, was sie zu dieser Handlung trieb konnte sie nicht sagen. Aber als ihr bewusst wurde was sie da tat, zog sie diese wieder zurück, und auch Kirk erkannte das er etwas tun musste, also ließ er sie los und trat zwei schritte nach hinten.
    Es brach den Bann der zwischen ihnen beiden geherrscht hatte, Kalara wand sich leicht zur Seite um sich von seinem Anblick loszureißen, was zum Teufel war da gerade geschehen fragte sie sich.
    Noch nie in ihrem Leben, hatte sie sich so stark zu einem Mann hingezogen gefühlt, wie gerade eben zu ihrem Captain, das war etwas das ihr bislang noch nie passiert war. Und sie fragte sich auch was mit ihm los war, so wie eben hatte er sie bisher noch nie angesehen, er war als würde er nicht den Offizier in ihr sehen die ihm unterstand, sonder die Frau die sie war.

    Das ein kleiner bedrückender Moment der Stille entstand, war etwas das wohl beiden etwas unangenehm war, anscheinend wusste auch keiner von ihnen, wie sie diesen wohl unterbrechen sollten. Als er jedoch mit seinem Blick ihre Arme hinab wanderte, kam ihm wieder seine Frage in den Sinn, die ihm eh schon die ganze Zeit auf der Zunge lag, und die er ihr jetzt stellte.
    "Was bedeuten eigentlich diese Schriftzeichen oder Symbole auf ihren Armen", sie wand sich ihm wieder zu und sah ihn an, erblickte seinen fragenden Blick, der anders war als der eben. Ihre Augen wanderten hinab zu ihren Armen, glitten über diese hinweg eher sie kurz lächelte, mit dem linken Zeige- und Mittelfinger über die Litanei strich, die sie selbst aufgetragen hatte.
    Es hatte mehr als eine Stunde in Anspruch genommen, die exakte Form der Schriftzeichen auf ihre Arme zu schreiben, die jene Worte ihres Glaubens wiedergaben, die sie auf ihrem Weg führten.

    "Es sind Worte aus der ersten Sprache meines Volkes, sie stammen aus den Schriften des Kirahn, es sind Litaneien meines Glaubens die mir stets Kraft und Zuversicht und auch Trost spendeten. Übersetzt steht da: Ehre den Weg den du gewählt hast, und die Göttin Kileya wird über dich wachen, dich führen und dein Licht in der Finsternis sein, wen alle Lichter erloschen sind.
    Mir haben diese Worte stehts Mut gemacht, wen mich alle Hoffnung längst verlassen hat, sie gaben mir immer meine Kraft zurück, wen ich drohte mich in meiner Verzweiflung zu verlieren. Jemand wie sie glaubt wahrscheinlich nicht an so etwas, aber für mich waren sie stets die größte Quelle und Inspiration die ich je finden konnte, die mich immer retteten". Kirk trat an sie heran, ergriff sachte ihre rechten Unterarm was sie dazu brachte, zu ihm aufzusehen, und sich wieder in seinen Himmelblauen Augen zu verlieren.

    Was hatte diese Mann nur an sich, das er sie so sehr in seinen Bann ziehen konnte, das sie alles andere um sich in diesen Momenten total vergas, und ihr nicht mehr wichtig erschien. Sie wusste es nicht, es war eine Frage mit sieben Siegeln, deren Antwort ihr vielleicht für alle Zeit verschlossen bleiben, und sie irgendwann in den Wahnsinn treiben würde.
    "Das ich nicht an so etwas glaube, heißt nicht das ich ihren Glauben nicht respektieren würde Kalara, jeder braucht eine Quelle der Kraft und der Inspiration, die ihn führt. Ich weiß das dass jetzt für sie wie eine Wiederholung klingen muss, doch wir sollten so langsam zurück zum Lager gehen, die Nacht bricht heran und sie sollten nicht allein hier draußen sein".
    Ja das klang für sie fast wie eine Wiederholung, ähnliche Worte hat er am ersten Tag auf diesen Planeten schon einmal zu ihr gesagt, aber sie sah ein das er recht hatte, und so traten sie gemeinsam den Rückweg an.




    Tage und Wochen verstrichen ineinander, Kirk verlor jeden Bezug zur Zeit je länger sie diesen Planeten erkundeten, es gab hier unendlich viel zu entdecken, und zu erforschen. Was ihm persönlich am meisten Spaß machte, war das erkunden eines Höhlensystemen das sie per Zufall bei einem Scan entdeckten, eine die sich vor allem sehr weit in alle Richtungen erstreckte.
    Er brachte fast eine ganze Woche damit zu, die vielen Tunnel zu durchqueren, die eine Haupthöhle mit der nächsten verbanden, und einer von ihnen führte ihn sogar in eine Unterirdische Grotte hinab.
    Das erstaunlichste war, das sich dort Pilze entwickelt hatten, die eine Biolumineszenz erzeugten und so diese erhellten, und sie wuchsen überall, nicht nur an den Wänden und Säulen auch im Wasser selbst. Sie erfühlen sie mit so viel Licht, das man die Decke mühelos sehen konnte, Kalara kam genau wie er aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie all diese Schönheit sah.

    Nicht desto trotz, er musste laut Befehl mal wieder zurück zur Erde, die Sternenflotte hatte neue System entwickelt, die auf der Enterprise in den nächsten Wochen eingebaut, und getestet werden sollten.
    Pille würde diese Nachricht sicher erfreuen, er würde vor Freude sicher im Dreieck springen, wen er erfahren würde das es zurück zur Erde ging, Kalara aber würde nicht begeistert sein. Ging es nach ihr, würde sie die nächsten Monate und Jahre auf diesem Planeten verbringen, hier gab es für sie genug zum Entdecken, um sie ein ganzes Leben lang beschäftigt zu halten. Aber er hatte seine Befehle, und das hieß, das sie ihre Entdeckungsreise zu einem später Zeitpunkt fortsetzten musste, Befehl war eben Befehl.
    Nur drei Tage später, befanden sie sich schon auf dem Rückweg, Kalara schmollte deswegen immer noch vor sich hin, und ihre Laune sank sosehr in den Keller, das sie einem wie das weibliche Gegenstück zu Doktor McCoy vorkam.

    Damit musste sich die Crew nun abfinden, und so blieb es des öfteren an ihm hängen, sie mal wieder für ihr Verhalten zurecht zu weisen, was ihm nicht wirklich viel Spaß bereitete. Ihre Launen wirkte sich fast auf die gesamte Crew aus, mit ausnahmen von ein paar wenigen, die sich nicht daran störten, (Spock vor allem am allerwenigsten, es kümmerte ihn nicht einmal).
    Um so erleichterter war er, als die Enterpise nach mehrtägigem Warp-Flug endlich die Erde erreichte, seiner Besatzung konnte es gar nicht schnell genug gehen, endlich von Bord und von Kalara fort zu kommen. So schnell war eine komplette Crew noch nie übergesetzt worden, das würde sicher ein Rekord in der Geschichte der Sternenflotte bleiben, für alle Zeit.
    Aber er freute sich auch darüber mal wieder auf der Erde sein zu können, gute Drinks zu genießen, sich auf seiner Maschine den Wind um die Nase wehen zu lassen, und einfach einmal sorglos zu Leben.

    Also kam er diesem Vergnügen schnell nach, verließ umgehend das Dock und holte sein Bike aus dem Abteil, das ihm als Captain zu seinem Glück kostenlos zur Verfügung stand, und schwang sich in den Sattel. Sie schnurrte noch immer wie am ersten Tag, als er den Schlüssel ins Zündschloss steckte und sie anwarf, und sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen konnte.
    Er fuhr direkt aus der Stadt raus, hinaus auf die freien Highways auf denen er so richtig Gas geben konnte, die Landschaft zog wie im Flug an ihm vorbei im nächsten Moment. Das hier war Freiheit die er nur selten hatte, hier draußen gab es keine Regeln und keine Crew um die er sich jetzt sorgen musste, nur die Straße vor ihm und sein Bike. Keine Last und Verantwortung lag nun auf seinen Schultern, er konnte einfach die Seele baumeln lassen, und sich frei wie ein Vogel am Himmel fühlen.

    Daher hatte er auch kein bestimmtes Ziel vor Augen, er folgte einfach der Straße und ließ sich dorthin tragen, wohin auch immer es ihn in diesem Moment verschlagen würde. Endlose Felder zogen an ihm vorüber, er kam vorbei an Farmen auf denen so mancher Farmer gerade dabei war, seinen Traktor in die Scheune zu fahren, um für heute Schluss zu machen.
    Andere wiederum trieben ihr Vieh zusammen, brachten sie für die Nacht zurück in die Ställe, das Bellen von Hunden konnte er noch mehr als nur deutlich hören, es war der Klang der Heimat den er da vernahm.
    Um so weniger überraschte es ihn, das es ihn zurück zu der Farm seines Vaters zog, die er von seinem Großvater geerbt hatte, für einige Sekunden stand er ruhig auf der Einfahrt. Den Motor ließ er laufen, sein Blick schweifte über sein früheres Zuhause hinweg, das er damals zusammen mit seinem Stiefvater und seiner Mutter bewohnt hatte, Zeiten die lange vorbei waren.

    Mit ihm lag er sich ständig in den Haaren, vor allem deswegen weil er sich aufführte, als wäre er sein richtiger Vater was er nicht war, das war es was ihn am meisten gestört hatte. Er nahm sich die Freiheiten heraus, zu glauben es wäre seine Aufgabe ihn zu einen ordentlichen Mann zu erziehen, das recht hatte er sich bei weitem noch nicht verdient. Er war ein Säufer der schlimmsten Sorte, der seine guten Seiten nur zeigte, wen seine Mutter da war, die leider nur selten Zuhaus verweilte zu seinem Pech.
    Das wiederum bedeutete für ihn, das er oft Monatelang mit ihm allein war, und das es dann zu Krawall zwischen ihnen beiden kam, stand da schon fast auf der Tagesordnung. Es hätte anders laufen können, wen er eingesehen hätte das er nun mal nicht sein richtiger Vater war, doch das wollte er offenbar nicht, er folgte seinem eigenen Kopf den er durchsetzen wollte.

    Das er deswegen oft das weite suchte war verständlich, und ein Ort weckte in ihm das Gefühl, sicher und mit sich allein zu sein, jener Ort den er in seiner Kindheit fast schon tagtäglich aufgesucht hatte.
    Und jetzt in diesem Moment, zog es ihn irgendwie wieder dorthin, aus welchen Grund auch immer vermochte er nicht zu sagen, vielleicht lag es daran, das Kalara ihm diesem kürzlich vor Augen geführt hatte. Was auch immer es war, er musste diesem Drang jetzt einfach kurz nachgeben, also stellte er den Motor seiner Maschine ab, steckte den Schlüsseln ein und lief los.
    Von hier aus war es nicht weit um dorthin zu gelangen, ein wenig Bewegung an der frische Luft würde ihm sicher nicht schaden, es würde ihm ganz gut tun, und es würde ihn an alte Zeiten erinnern. Je näher er der alten Eiche kam, um so stärker wurde die Anziehung dieses Ortes auf ihn, und um so überraschte war er auch, als er sie unter dem alten Baum sitzen sah.

    Kalara saß ruhig unter den Ästen der Eiche, die Knie angezogen um die sie ihre Arme gelegt hatte, ihr Blick schweifte in die Ferne, während sie der Sonne einfach beim untergehen zusehen. Sie trug eine einfache braune Jeans, ein langärmliges schwarzes Shirt, über der sie eine braune kurzärmlige Lederjacke trug, und schwarze Stiefel soweit er es sehen konnte.
    Sie war ganz sicher die letzte die er hier erwartet hatte, von der er glaubte ihr ausgerechnet Zuhause zu begegnen, wohin es ihn diesmal eher willkürlich hingezogen hatte, das war mehr als nur ein Zufall. Irgendetwas hatte sie genau so hergeführt wie ihn, was es war konnte er nicht sagen, diese Frage konnte sie ihm vielleicht beantworten, wen sie es den wollte.
    "Wissen sie, das es verdammt schwer ist ihnen aus dem Weg zu gehen Kalara, wen sie plötzlich die Angewohnheit entwickeln, überall dort aufzutauchen wo man sie nicht erwarten würde?"

    Ihr Kopf schnellte zu ihm herum, sie sah ihn mit einem Ausdruck an den er nicht zu deuten vermochte, aber der auch freundlich wirkte, und durch ihr Lächeln unterstrichen wurde. Ihr Blick schweifte wieder in die Ferne, glitt über die endlosen Felder vor ihr hinweg, hin zur Sonne die immer noch im begriff war zu sinken, und die bald die Nacht einläuten würde.
    Kirk schritt langsam auf sie zu und blieb zwei Meter neben ihr stehen, noch immer gab sie kein Wort von sich, schwieg und starrte weiter in den Sonnenuntergang, "warum sind sie hierher gekommen Kalara?"
    "Ich weiß es nicht, ich erinnerte mich daran wie stark sie sich mit diesem Ort verbunden fühlte, und irgendetwas in mir wollte heraus finden wieso das so ist, es zog mich einfach hierher. Ich kann es mir selbst nicht erklären Captain, es ist als hätte mich eine unsichtbare Hand in diesem Moment geführt" entgegnete sie ruhig und gelassen, ohne zu ihm aufzublicken.

    "Wir sind nicht mehr auf der Enterprise Kalara, sie können mich ruhig bei meinem Namen nennen, wie zum Teufel sind sie eigentlich hierher gelangt, auf den Weg hierher sah ich kein Auto oder Bike. Und vor allem, woher wusste sie wo genau sie diese alte Eiche finden würden, das interessiert mich nun wirklich brennend, ich hab ihnen nie gesagt wo genau ich wohne".
    "Das war nicht wirklich schwer heraus zu finden Jim, ich wusste das sie aus Iowa sind, und ihrer Akte konnte ich mühelos entnehmen, in welchem Teil des Staates sie aufgewachsen sind. Ein Freund hat mich in die Nähe ihres Hauses gebeamt, ich wusste das dieser Baum hier in der Nähe gewachsen sein musste, und da Iowa recht flach ist war es leicht ihn zu finden".
    "Und wie dachten sie zurück zu gelangen, die Nächte können zu dieser Jahreszeit sehr kühl werden, und ich bezweifle das sie den Wunsch verspüren, die Nacht hier draußen im freien zu verbringen".

    "Ich dachte eher daran in die nächste Ortschaft zu laufen, um mir dort ein Zimmer zu nehmen, all zu weit entfernt wird sie wohl nicht sein, nicht wahr Captain" entgegnete sie ruhig lächelnd, was ihn nur grinsen ließ.
    "Darauf würde ich nicht wetten, das nächste größere Dorf wo sie eins bekommen könnten, liegt gute fünfundzwanzig Meilen entfernt von hier Kalara, das wäre ein ziemlich langer lauf. Kommen sie wir machen einen kleinen Ausflug, ich will ihnen etwas zeigen", einen Sekunde lang sah sie ihn skeptisch an, als sie auf die ihr Angebote Hand starrte.
    Sie wusste nicht was er vorhatte, und vor allem nicht welchen Plan er verfolgte, den wie gesagt kannte sie die Geschichten die man sich über ihn erzählte. James Tiberisu Kirk war ein Frauenheld, und ein Mann der Arger regelrecht anzog wie ein Magnet, in seiner Gesellschaft lebte man nicht ungefährlich, aber es wurde mit ihm nicht langweilig musste sie zugeben.

    Dennoch fragte sie sich was er bezweckte, hatte er womöglich vor sie zu verführen? ganz ausschließen konnte sie dies nicht, aber wen er das wollte, hätte er es auch schon auf der Enterprise versuchen können. Oder bei der Erkundung des Klasse M Planeten, er hätte mehr als genug Gelegenheiten gehabt, den es gab öfters Momente, in denen sie beide alleine miteinander waren.
    Wen er wirklich die Absicht hatte, sie in die Kiste zu kriegen wie es die Menschen doch so schön sagen, dann hätte er sicher schon einen Vorstoß in diese Richtung gewagt und es bestimmt probiert.
    Die andere Frage wiederum wäre, ob sie sich gegen seinen Charme überhaupt zur wehr gesetzt hätte, und ob sie imstande wäre sich auch gegen diesen zu behaupten, ihm zu widerstehen. Den sie musste zugeben, das er eine verdammt starke Anziehungskraft auf sie ausübte, und der sie nicht lange widerstand leisten würde können, das war ihr mehr als klar.

    Es gab zahlreiche Augenblicke in denen sie das gespürt hatte, und er wusste es auch, wieso das so war konnte sicher keiner von beiden mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, nur das es so war. Selbst jetzt konnte sie diesen Sog spüren, den Drang im näher sein zu wollen als sicher gut für sie war, warum nur hatte ausgerechnet er diese Wirkung auf sie, das begriff sie nicht.
    Dennoch entschied sie sich mit ihm zu gehen, den er hatte sie nur doch etwas neugierig gemacht, um so gespannter war sie zu erfahren wo er mit ihr hin wollte, als er sie zurück zu seiner Maschine führte. Sie musste zugeben das sie enttäuscht war, als er sie zu einer kleine Bar die etwa zehn Meilen entfernt war fuhr, schon als sie zur Tür herein kamen, sahen sie einige zwielichtige Typen.
    Was sie aber auch sah war, das diese Bar offenbar auch von einigen Rekruten der Sternenflottenakademie besucht wurde, und es waren nicht wenige die hier im Moment versammelt waren.

    Fast kam sie sich vor wie ein Stück Fleisch, das die Männer begafften und sich vorstellten, wie sie wohl unter ihrer Kleidung aussah, bei so einigen glaubte sie ein anzügliches Grinsen zu sehen. Kirk der sich eine Base-Cap aufgesetzt hatte (aus welchen Grund auch immer), führte sie zu einem der Tische der mitten im Raum stand, dirigierte sie auf einen Stuhl, eher er sich setzte.
    Für sich bestellte er einen Scotch auf Eis, sie nahm ein einfaches Bier das ihr schnell gebracht wurde, während sie ihren Blick durch den Raum schweifen ließ. Sie sah nicht nur Menschen hier, auch einige Bewohner anderer Welten waren hierher gekommen, entweder wohnten sie in der Nähe, oder sie waren zu Besuch auf der Erde. Auch eine Frau ihres Volkes viel ihr kurz ins Auge, die sich mit einem Jungen Mann, einem Menschen unterhielt, ihr kurz zunickte als sie sie bemerkte, was sie ebenfalls mit einem Nicken erwiderte.

    "Ich bin ein wenig enttäuscht muss ich zugeben, ich dachte sie würden mir etwas anderes zeigen wollen, vielleicht einen besonderen Ort ihrer Vergangenheit, und nicht irgendeine heruntergekommen Bar".
    Das dass sehr beleidigen gegenüber diesem Ambiente war, wusste sie nur selbst, obwohl das gar nicht der Fall war, eher das Gegenteil war hier zutreffend stellte sie fest. Es sah so aus als wäre sie vor kurzem umgebaut worden, die Tische und Stühle wirkten noch neu, nicht alt und abgenutzt wie man es in so einer Kneipe erwarten würde, was sie überraschte. Der Laden machte auf sie einen ordentlichen Eindruck, als wäre diese Bar erst gestern eröffnet worden, er wirkte jedenfalls einladender als man es annehmen würde.
    "Für mich hier ist das ein besonderer Ort Kalara, ich kann gar nicht sagen wie viel Zeit ich genau hier verbracht habe, das scheint mir fast ein halbe Ewigkeit her zu sein" entgegnete er über die Musik hinweg.

    "Das kann ich mir Vorstellen, ein Mann wie sie hat hier sicher mehr als nur eine Frau am Tag abgeschleppt, würde mich nicht im geringsten wundern, wen die ein oder andere Dame hier sie kennen würde".
    "Mich auch nicht, aber ist ihnen eigentlich bewusst, das sie genau auf dem Stuhl sitzen auf dem ich saß, als Captain Pike mich vor einigen Jahre dazu überredet hat, der Sternenflotte beizutreten. Genau auf dem hab ich gesessen, während mit nach einer Prügelei Servietten aus der Nase hingen, und er mir von meinem Vater, und seiner Heldentat erzählte.
    Hier hat für mich mein Weg richtig angefangen, hier in dieser Bar entschied ich mich, etwas aus meinem Leben zu machen und es meinem Vater gleichzutun, hier entschied ich mich zur Akademie zu gehen. Das alles liegt schon so viele Jahre zurück, das es mir manchmal wie ein unwirklicher Traum erscheint, aus dem ich jeden Moment wieder erwachen könnte".

    Einen Moment lang blickte Kalara ihn an, und brauchte eine weile um seinen Worte so richtig zu verstehen, und vor allem zu begreifen was er ihr damit sagen, und auch mitteilen wollte. Und das löste etwas in ihr aus, mit Verwunderung und Überraschung die ihr regelrecht in die Augen geschrieben standen, sah sie diese kleine Kneipe jetzt in einem anderem Licht.
    Das traf auch auf ihn zu, vor allem versuchte sie sich Bildlich lebhaft vorzustellen wie er ausgesehen haben muss, wie er wohl dasaß, mit aufgeplatzter und blutiger Lippe, und angeschlagener Nase.
    Sie konnte es bildlich vor ihren Augen sehen, wie er geschunden und zerbeult über dem Tisch hing, und wie er mit Servietten die ihm aus der Nase hingen versuchte, das Blut das aus ihr lief zu stoppen. Bei dieser Vorstellung musste sie grinsen, ein Grinsen zu dem alsbald auch ein leises Kichern hinzukam, das ihn skeptisch eine Augenbrauen in die Höhe ziehen ließ.

    "Machen sie sich gerade über ihren Captain lustig Kalara?" sie sah ihn an und versuchte ernsthaft das Kichern zu unterdrücken, schaffte es aber nicht ganz, das kichern kam ihr immer weiter über die Lippen.
    "Das würde mir nicht im Traum einfallen Captain, nur leider kann ich mir nur zu bildlich vorstellen, wie sie ausgesehen haben mussten, und das ist wirklich ein wenig komisch muss ich zugeben". Das Kicher drohte sich zu einem Lachen auszuweiten, eines das sie gerade noch so herunterschlucken konnte, als sie auf etwas anderes Aufmerksam wurde im nächsten Moment. Eine kleine Gruppe Rekruten an der Bar sah in diesen Moment zu ihnen beide herüber, einer fasste sie sogar ganz genau ins Augen, und grinste kurz.
    Etwas an diesem Grinsen bereitete ihr Unbehagen, was es war konnte sie nicht sagen bis er sich erhob und auf sie zu ging, erst da wusste und erkannte sie, was sie daran so gestört hat.

    Es war ein anzügliches Grinsen gewesen, das Grinsen eines Mannes der in ihr nur ein Lustobjekt sah, eine Frau die er nur erobern und für eine Nacht herum kriegen wollte, mehr nicht. Selbstsicher kam er auf sie zu, blieb neben Kirk stehen als er geringschätzig auf ihn herab sah, eher sich seine Blick auf sie heftete, das Grinsen lag wieder auf seine Lippen.
    "Hallo Lady, wollen sie sich nicht lieber zu einem richtigen Mann setzten, statt ihre Zeit mit einem Bauernlümmel wie dem da zu vergeuden, der kann ihnen nicht geben was sie wirklich brauchen. Ich verspreche ihnen, das wir zusammen sicher eine menge Spaß haben werden, sie werden es nicht bereuen das garantiere ich ihnen", er grinste sie dabei selbstsicher an. Kirk hörte seinen Worten aufmerksam zu, konnte es nicht fassen was der Kerl da von sich gab, und der war auch noch ein Rekrut der Akademie, wie peinlich.

    Na gut, er war auch ein ziemlicher Frauenheld musste er zugeben, er aber hatte Charme und versuchte es nicht auf solch plumpe weise, das war einfach nur jämmerlich in seinen Augen. Er würde dem einen Riegel vorschieben müssen, und ihm einen kleinen Dämpfer verpassen, einem der ihn vielleicht zum nachdenken anregen würde, das würde sicher lustig werden.
    "Entschuldige Kumpel aber die Dame ist mit mir hier, sie hat kein Interesse daran sich auf eine hohle Nuss wie dich einzulassen, der sicher nur leere Versprechungen von sich gibt, die er bestimmt nicht halten kann".
    Das hatte gesessen, der Kerl stellte sich direkt zwischen ihnen auf, und blickte auf ihn hinab mit weit offen stehendem Mund, anscheinend hatte er wohl solch eine Erwiderung nicht erwartet. Er konnte sehen wie er die Hände zu Fäuste ballte, wie er seinen Unterkiefer wieder zurecht rückte, und mit den Zähnen zu knirschen begann, vor angestautem Zorn und Wut.

    "Wie war das gerade Bauernschwein, bist du etwa auf einen Tracht Prügel aus, den die kannst du von mir aus gleich haben, wen du Manns genug bist, dich mir überhaupt zu stellen. Wie siehst aus, bist du bereit die Konsequenzen dieser Worte zu tragen, oder verkriechst du dich wieder in dem Loch aus dem du hervor gekrochen bist, sobald es ernst wird Farmerboy?"
    "In früheren Zeiten, hätte ich dir den Arsch bis zum Stehkragen aufgerissen Kumpel, und dich mit ein paar ausgeschlagenen Zähnen, oder einer gebrochenen Nase wieder nach Hause geschickt. Aber ich kenne nun eine bessere Methode, dir eine vor den Latz zu knallen und eine Lektion zu erteilen" entgegnet Kirk ruhig, eher er seinen Stuhl nach hinten rückte und sich erhob.
    Dabei nahm er auch seine Mütze ab, die er auf den Tisch legte und ihn mit erhobenen Hauptes ansah, und zugleich nahm jeder anwesende Rekrut in der Bar Haltung an, als sie sein Gesicht erblickten.

    Natürlich war James Tiberius Kirks Taten Weltweit bekannt, hatte er die Erde doch vor Nero gerettet, und Kahn zur Strecke gebracht, der ebenfalls großes Unheil angerichtet hätte. Es versteht sich von selbst, das auch der aufmüpfige Rekrut sofort stramm stand, und etwas als Erklärung vorbringen wollte, doch Kirk schnitt im mit einer einzigen Geste das Wort ab.
    "Ich will nichts hören, außer einer Entschuldigung die an die Wissenschaftsoffizierin meines Schiffes, Lieutenant Kalara gerichtet ist, habe ich mich klar und deutlich ausgedrückt. Anderseits hänge ich ihnen ein Verfahren an, wegen ungebührlichen Verhaltens gegenüber eines Offiziers, und eines Captain der Sternenflotte und sorge persönlich dafür, das sie von der Akademie fliegen".
    "Natürlich Sir, entschuldige sie meine aufdringliches Verhalten Lieutenant Kalara, es war wirklich unhöflich und respektlos ihnen gegenüber, ich bitte sie daher vielmals um Entschuldigung dafür" erwiderte er kleinlaut.

    "Ihnen sei verziehen Rekrut, und ich hoffe für die Zukunft, das so ein Verhalten gegenüber Frauen nicht mehr vorkommen wird, und das sie etwas aus dem heutigen Abend gelernt haben", ein Nicken war sein Antwort.
    "Nun gut da das geklärt wäre, dürfen sie nun mit einer Verwarnung abziehen, so etwas sollte besser nicht noch einmal vorkommen Rekrut, nun verschwinden sie, und das gilt auch für alle anderen. Die Party ist vorbei, ich bin mir sicher das jeder von ihnen für Heute schon genug Drinks hatte, gehen sie Heim und schlaffen sie ihren Rausch aus, die Shuttles fliege Morgen recht früh".
    Wie aufs Stichwort erhob sich jeder anwesende Rekrut, leerte auf die schnelle noch sein Glas bevor sie alle zur Tür eilten, und das unter den wachsamen Augen von Captain Kirk. Als auch der letzte zur Tür hinaus war, setzte er sich wieder und wand sich seinem Glas zu, nun ja, solange bis eine Kellnerin neben ihm erschien, und ihm ein neues Glas hinstellte.
    "Den hab ich nicht bestellt, na ja jedenfalls noch nicht soweit ich mich noch entsinnen kann".

    "Der geht aufs Haus, mit freundlichen Grüßen des Barkeepers als Dankeschön dafür, das sie die Situation geklärt haben ohne seine Bar zu zerlegen, mal wieder" war alles was sie erwiderte eher sie wieder abzog.
    Kirk wand sich einmal um und blickte ihn an, wie er es nicht anders erwartet hatte, hielt er ein Glas in der Hand das er gerade mit einem Tuch trocken Polierte, nickte ihm kurz zu. Der alte Kauz ließ ein Grinsen sehen, wand sich dann der Theke zu und polierte diese auf, als er sich wieder seinem Drink zu wand, sich diesen auf der Zunge zergehen ließ. Aus irgendeinen Grund schmeckte ihm der Scotch jetzt noch besser als davor, warum wusste er auch nicht, aber er fand es war der beste Scotch den er je getrunken hatte.
    Ob es daran lag, das er jemandem eine Lektion erteilt hatte ohne ihm die Nase zu brechen, oder ihm anderweitig Gewalt anzutun, konnte er nicht sagen aber er war in diesem Moment mit sich mehr als zufrieden.




    Da der Abend doch noch recht spät wurde, und Kirk sich nicht die Mühe machen wollte, Kalara für die Nacht in die nächste Ortschaft zu fahren, bot er ihr eines der Gästezimmer in seinem Haus an. Sie nahm diese Einladung dankend an, stellte erstaunt dabei fest, das dass Haus in einem recht ordentliche Zustand war, und vor allem auch sauber.
    Eigentlich müsste es hier recht staubig sein, und mit Spinnweben in den Zimmerecken hatte sie auch gerechnet, er war ja oft Monatelang nicht mehr auf der Erde gewesen. Doch für die Sauberkeit in seinem Haus, gab es eine einfache und plausible Erklärung, er bezahlte eine Reinigungskraft im voraus dafür, das sie zwei mal pro Woche für Ordnung sorgte.
    Das letzte was er wollte war, bei seiner Ankunft ein verdrecktes Haus vorzufinden, in dem man nur durch eine Staubmaske hindurch atmen konnte, das wollte er ganz sicher nicht wen er nach hause kam

    Er zeigte ihr eines der Gästezimmer, in dem sie sich ruhig wie Zuhause fühlen sollte, eher er sich für Heute verabschiedete und sich auch augenblicklich schlafen legen wollte, doch Kalara fand noch keinen Schlaf. Unruhig tigerte sie immer wider auf und ab, oder blickte durch das Fenster hinaus auf den Hof, warum sie nicht zur Ruhe kam konnte sie nicht sagen. Ihre Gedanken, und ihre Gefühle überschlugen sich in diesem Moment, verwirrten und faszinierten sie zu gleichen teilen, und brachten sie hochgradig durcheinander.
    Und das alles lag nur an einem einzigen Mann, dessen starke Anziehungskraft die er auf sie ausübte, selbst jetzt in dieser Sekunde spüren konnte, obwohl er nicht mal im Raum war. Sie wusste nicht was mit ihr los war, nur das sie das starke Verlangen hatte, durch die Tür auf den Flur hinaus zu treten, und sich zu ihm in sein Zimmer zu begeben.

    Das war aus ihrer Sicht verrückt, warum verzerrte sie sich so sehr nach ihm, wo sie doch im Grunde rein gar nichts über ihn wusste, bis auf ein paar Kleinigkeiten die sie in den letzten Wochen erfahren hatte.
    Lag es daran, das sie sich auf ihre Weise so unglaublich ähnlich waren, als wären sie nur leicht verzerrte Spiegelbilder des jeweils anderen, in dem sie sich selbst wiedererkennen konnten? Sie wusste es nicht, und auch nicht wie sie es heraus finden könnte, bis auf eine einzige völlig aberwitzige Idee, auf die er sich vielleicht einlassen würde, vielleicht auch nicht.
    Die Frage die sie sich stellte war, ob sie sich dazu durchringen würde können, sie hatte sich bisher noch nie einem Mann auf diese Weise anvertraut, weder einem ihrer Art noch der seinen. Sie wusste nicht ob sie diesen Schritt wagen sollte, oder was geschehen würde wen sie sich ihm auf diese Weise stellen würde, ob er sie nicht abweisen und von sich schieben würde.

    Diese Angst nagte an ihr in dieser Lage, weshalb sie mehr als nur nervös auf ihrer Unterlippe herum kaute, selbst wen sie wirklich diesen Schritt wagen würde, wie würde er sich auf sie auswirken? Was könnte aus dieser Nacht heraus entstehen? das war die zweite nächste große Frage die ihr durch ihren Kopf schoss, was ihre Zweifel nur noch verstärkte.
    Doch je länger sie nachdachte, um so undeutlicher wurden die Antworten die sie fand, also hatte sie keine andere Wahl als diesen Schritt zu wagen, und heraus zu finden was wirklich passieren würde. Sie entledigte sich ihrer kompletten Kleidung, betrachtete noch einmal ihr Spiegelbild im Fenster, eher sie ihren Körper in die Decke einwickelte, und ihren ganzen Mut zusammen nahm.
    Entschlossen trat sie auf den Flur, schloss leise die Tür zu ihrem Zimmer hinter sich, eher sie den Gang entlang lief, und vor der zweiten Tür auf der rechten Seite stehen blieb, und einmal ruhig durchatmete.

    Neben ihrer Nervosität kam nun auch leichte Anspannung hinzu, sie hatte ja auch keine Ahnung was jetzt kommen würde, aber es gab nur einen Weg das heraus zu finden, also nahm sie noch mal all ihren Mut zusammen.
    Sie griff nach der Türklinke und drückte sie sachte hinab, bevor sie endlich die Tür aufschob und schon fest damit rechnete, ihn schlafend in seinem Bett liegend vorzufinden, aber so war es nicht. Zu ihrer eigenen Überraschung stellte sie fest, das Kirk noch genau so wach war wie sie selbst, den er saß aufrecht in seinem Bett, und lehnte sich ans Kopfende. Sein Kopfkissen hatte er hinter seinem Rücken zurecht geschoben, damit er es bequem hatte, während er ein Buch in der Hand hielt, das er gerade las.
    Als er jedoch bemerkte das jemand die Tür öffnete blickte er auf, wirkte ein wenig erstaunt darüber sie hier anzutreffen, und legte erstmal den Roman auf den Nachtisch der neben ihm stand, auf dem eine kleines Nachtlicht brannte.

    Zu wissen das sie nun beobachtet wurde bei ihrem nächsten Schritt, machte sie nun noch etwas nervöser als sie es ohnehin schon war, und noch schwieriger als sie gedacht hatte. Sie lief linksherum um das Bett, blieb neben dem Fenster stehen und lehnte sich an die Wand, die Arme vor der Brust verschränkt, während sie kurz so neben diesem verharrte. Einen Moment lang dachte sie darüber nach, die ganze Sache doch abzublassen, sich umzudrehen und zu verschwinden, so schnell sie nur konnte.
    Doch etwas in ihrem Inneren regte sich, veranlasste sie dazu an Ort und Stelle zu verweilen, heraus zu finden was als nächstes geschehen könnte, und so harrte sie einen Moment lang aus. Das sie wieder damit begann, nervös leicht auf ihrer Unterlippe herum zu kauen bemerkte sie nicht einmal, ihm jedoch entging es nicht, was ihm sagte das sie so etwas wohl nicht sehr oft machte.

    Sie wirkte Angespannt in dieser Situation, nicht so selbstsicher und souverän wie sie sich nach außen hin gern geben würde, sie war aus einem bestimmten Grund hier, und er war neugierig aus welchem. Er schlug die Decke beiseite und erhob sich, Kalara blickte ihn nervös an, nicht wissend was jetzt kommen würde, würde er den ersten Schritt machen den sie machen wollte?
    Kirk schritt langsam auf sie zu, behielt aber immer noch etwas Abstand zwischen ihnen bei, als er sich ebenfalls mit verschränkten Armen an die Wand lehnte, sie mit seinen Augen regelrecht fixierte. In ihm war der Wunsch vorhanden, noch näher an sie heran zu treten, sie in seine Arme zu ziehen und seinem Verlangen nach ihr nachzugeben, das er in dieser Sekunde verspürte. Er war nicht einmal in der Lage sich zu erklären, warum er solch ein starkes Bedürfnis nach ihr hatte, aber es war nun mal so, warum auch immer.

    Dieser Wunsch war schon seit langem da, er war mit jedem Tag stärker geworden, noch nie hatte er sich so sehr nach einer Frau verzehrt wie nach ihr, es war als hätte sie ihn mit einem Bann belegt. Welche Macht sie auch immer über ihn hatte, er konnte sie nicht brechen, er konnte sich ihr nicht entziehen, es war als würde sie allein seine Gedanken beherrschen.
    Nun aber interessierte ihn mehr, warum sie zu ihm gekommen war in diesem Augenblick, und das nur in eine Decke gewickelt unter der, das nahm er nun mal einfach so an, bestimmt nackt war und nichts drunter trug.
    "Warum sind sie zu mir gekommen Kalara, aus welchen Grund sind sie hier", das war ein berechtigte Frage die er ihr da stellte, eine auf die sie ihm keine Antwort geben konnte, jedenfalls keine genau.
    "Weil ich auf der Suche bin, auf der Suche nach einer Antwort" war alles was sie erwiderte, wohl nicht die Antwort die er erwartet hatte, den er sah sie für einen Moment mehr als nur verwirrt an.
    "Eine Antwort auf welche Frage?"

    "Genau das ist der springende Punkt Captain, ich kenne die Frage genau so wenig wie die Antwort selbst, und für mich gibt nur einen Weg, um sowohl die Frage als auch dessen Antwort heraus zu finden". Er sah sie eine Sekunde lang verwirrt an, auf diese kryptischen Worte ihrerseits konnte er sich nun keinen Reim machen, warum sie jetzt zu lächeln begann auch nicht.
    Aber sie gab ihm auch nicht wirklich viel Zeit, sich darüber jetzt all zu große Gedanken zu machen, den sie schnellte auf einmal auf ihn zu, schlang ihre Arme um seinen Hals, und drückte ihm ihre Lippen auf. Kirk war davon mehr als nur überrumpelt, er merkte vor allem das sie sich dabei ein wenig ungeschickt anstellte, das sie keinerlei Erfahrung in solchen Dingen hatte.
    Aber das wusste er auch schon vorher, so wie sie dagestanden hat, wie sie nervös auf ihrer Unterlippe herum geknabbert hatte, merkte er schon von vorne herein, das sie so etwas wohl noch nie gemacht hatte.

    Sie hatte wohl eher mehr damit gerechnet, das sie einmal die Verführte, nicht die Verführerin selbst sein würde in einer solchen Situation, das sie deswegen ein wenig ungeschickt an die Sache heran ging spürte er.
    Ihr Kuss was nicht der einer erfahrenen Frau, die so etwas schon öfters gemacht hat, nein es war wohl eher der zögerliche Versuch eines Kindes, das seinen ersten Kuss bekam oder gerade erhielt. Sie presste sie einfach auf seine, ohne wirklich ein Gefühl der Leidenschaft oder der zärtlichen Hingabe hinein zu legen, und so überraschte es sie nicht, das sie von ihm keine Reaktion erhielt.
    Sie löste sich wieder von ihm, sah in seine starren blauen Augen in denen sie keine Emotionen sehen konnte, und erkannte das sie einen Fehler gemacht hatte, einen den sie zutiefst bedauerte. Wie konnte sie auch nur annehmen, er würde sie genau so sehr begehren wie sie ihn, er war immerhin Captain James Tiberius Kirk, er konnte jeden haben wen er wollte.

    Sie wollte so schnell wie möglich weg, bevor diese Situation nur noch peinlicher werden würde, bevor sie vor Scham nur noch den Wunsch verspürte, im Boden für alle Zeit zu versinken. Doch in dem Moment in dem sie sich um wand um zu gehen, als sie den ersten Schritt fort von ihm machte, hinderte er sie daran in dem er sie sanft am Handgelenk festhielt, und sie nicht gehen ließ.
    "Was das dein erster Kuss in deinem Leben Kalara? ist dir das jetzt so peinlich das du die Flucht ergreifen willst, statt die Chance zu lernen zu nutzen, um es beim nächsten mal besser zu machen? Das ist nicht gerader das, was ich von dir erwartet hatte", seine Worte die über seine Lippen kamen überraschten sie so sehr, das sie sich verwirrt noch einmal um wand. Und im der Sekunde in der sie ihn ansah, war er es der diesmal einen Schritt auf sie zu machte, der seine frei Hand in ihren Nacken legte, und sie an sich zog.

    Der nächste Kuss war schon anders, besser als der davor, mitunter weil sie seine Leidenschaft spüren konnte, und das nicht nur mit ihrem Körper, sonder auch mit ihrem Geist mit denen sie seine Gedanken und Gefühle empfing.
    Den es geschah etwas das sie nicht erwartet hat, es baute sich eine geistige Brücke zwischen auf, eine durch die sich ihre Emotionen auf ihn übertrug, und auch umgekehrt. Kirk war so sehr davon überrascht, das er sich umgehend von ihr löste, in ihre verwirrten Augen sah in denen er erkennen konnte, das sie nicht verstand was hier gerade geschah. Er verstand es ja selbst nicht einmal, sein Verlangen nach ihr hatte die Oberhand gewonnen, und er hatte einem Impuls folgend einfach nachgegeben.
    Doch als er sie küsste, kam es ihm so vor als würden sich seine Empfindung verstärken, und auch als könnte er fühlen was sie in diesem Moment gefühlt hatte, und das berauschte ihn nur um so mehr.

    "Das war unerwartet, ich hatte schon von meiner Mutter davon gehört, das sich Emotionen und Gefühle in bestimmten Situationen auf den Partner übertagen können, es aber selbst einmal zu erleben ist etwas anderes".
    "Dann nehme ich einfach mal an, das zwischen uns gerade eine geistige Verbindung entstand, durch die meine Empfindungen und Gefühle mit dir geteilt wurden, und umgekehrt ebenso, hab ich recht Kalara?"
    "Ja, sie sagte das so etwas in manchen Fällen zwischen Liebenden vorkommen kann, und das dadurch auch alle Reize und Sinne verstärkt werden können, aber es geschieht nur äußerst selten. Nur wen ein sehr starkes emotionales Band zwischen ihnen besteht, kann es zu so einer Verbindung kommen, und ich hatte nicht erwartet das dies bei uns funktionieren würde".
    "Das macht die ganze Sache nur umso interessanter" war alles, was er dazu zu erwidern hatte eher er sie erneut küsste, seine Lippen mit einer solchen Leidenschaft gegen die ihre drängte, das es sie regelrecht erschlug.

    Sie konnte sein starkes Verlangen nach ihr spüren, den Unwillen sich in dieser Sekunde selbst aufzuhalten, den er wollte sie ganz für sich allein haben, und sei es auch nur für eine Nacht. Kalara spürte dies, es jagte ihre einen so starken Schauer über den Rücken, das ihre Knie weich wurden, und sie sich an ihm festhalten musste um, nicht zu Boden zu stürzen. Jim konnte es ebenfalls spüren, durch die Verbindung die zwischen ihnen bestand, und er reagierte auch umgehend darauf, in dem er sie auf seine Arme hob.
    Sie schlang rein aus Reflex die Arme um seinen Hals, ließ sich von ihm hinüber zu seinem Bett tragen, auf dem er sie sanft ablegte eher er sich kurz von ihr löste, ihr in die Augen sah. Er wollte sehen das sie es genau so sehr wollte wie er, wollte in ihrem Gesicht ablesen, das sie es sich aus freiem Willen heraus ihm hingeben wollte, nicht weil sie sich dazu genötigt fühlte.

    Aber durch ihre Verbindung eben wusste er es schon, das sie ihn genau so haben wollte, das sie mit Leib und Seele ihm ebenso gehören wollte, wie er ihr gehören sollte. Ein bezauberndes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, ihre linke Hand legte sich sanft und zärtlich auf seine Wange, die er in ihre hinein schmiegte, erneut spüren konnte wie sehr sie ihn wollte.
    Ein wenig hatte er auch Angst, Angst in diesem Moment das falsche zu tun, und allein mit ihren Gedanken teilt sie ihm mit, das sie in dem hier niemals einen Fehler sehen würde, egal wie diese Nacht auch immer enden würde.
    Was auch kommen mag würde geschehen, ob sie es wollten oder nicht, es würde nicht aufzuhalten sein das wussten beide, den sie waren unfähig sich selbst aufzuhalten, den sie wollten es beide. Sie schrien es in ihren Gedanken einander fast schon entgegen, und so ergaben sie sich ihren innersten Wünschen, und gingen auch den letzen Schritt auf diesem Weg gemeinsam.




    Als der Morgen kam, als die Sonne aufging und sie durch das Fenster hindurch wach küsste, streckte sie als erstes ihr Hand aus, um sich zu vergewissern, das Kirk noch immer neben ihr lag. Sie wollte sich durch seine Anwesenheit selbst bestätigen, das die letzte Nacht nicht nur ein Traum ihrer Fantasy gewesen war, sondern das sie wirklich geschehen ist.
    Zu ihrer Enttäuschung stellte sie aber fest, das seine hälfte des Bettes leider leer war, sie war allein aufgewacht und lag wahrscheinlich in ihrem eigenen Zimmer, ihre Fantasy war wohl doch mir ihr durchgegangen. Doch als sie ihre Augen öffnete, sich aufrichtete und sich kurz umsah nachdem sie sich gestreckt hatte, erkannte sie das sie noch immer in seinen Zimmer und Bett lag.
    Auf dem Nachtisch neben ihr sah sie nämlich das Buch, das er gelesen hatte als sie zu ihm ging, das es den Titel `Krieg und Frieden´ trug, und laut ihrem Wissen von dem russischen Auto Lew Nikolajewitsch Tolstoi stammte.

    Das er solch einen Wälzer lesen würde, damit hatte sie beileibe nun wirklich nicht gerechnet, das war noch ein interessantes Detail seiner Persönlichkeit, die sich als vielschichtiger heraus stellte als sie erwartet hatte. Im Moment aber fragte sie sich mehr, wo das Objekt ihrer gestrigen Begierde abgeblieben war, warum sie allein in seinem Bett aufgewacht war, und wo er jetzt steckte?
    Weit konnte er ja noch nicht sein, es war noch recht früh an diesem Morgen, erst kurz nach Sieben um genau zu sein und sie bezweifelte, das er sie allein in seinem eigenem Haus zurück lassen würde. Sie würde sich wohl auf die Suche nach ihm machen müssen, also schlug sie die Decke zurück, erhob sich und stützte sich zugleich auch kurz ab als sie aufstand. Ihre Beine fühlen sich ein wenig wie Pudding an, als wären sie noch nicht in der Lage, ihr eigenes Gewicht schon so früh an diesem Morgen zu tragen.

    Sie brauchte einen Moment, bis sie sicher war das sie aus eigener Kraft stehen konnte, ohne in der nächsten Sekunde umzufallen wie ein voller Sack Reis, bevor sie sich aufrecht hin stellte. Ihr nächstes Problem war, etwas passendes zum Anziehen für sich zu finden, den das hier war ja nicht ihr Zimmer, und gestern hatte sie sich in eine Decke eingewickelt zu ihm begeben. Dem zu folge würde sie hier nur seine Sachen finden, nicht die ihren, aber gerad jetzt brauchte sie dringend etwas, das sie sich überziehen könnte.
    Das einzige was sie fand, war ein Morgenmantel der an den Armen etwas zu groß war, war er ja auch für einen Mann vorgesehen und nicht für eine zierliche, schlanke Frau wie sie. Er würde aber seinen Zweck erfühlen, für dem Moment mehr als genügend sein, und so schritt sie auf die Tür zu und trat hinaus auf den Flur, wurde sicher seiner Nähe schlagartig bewusst.

    Er war also konnte sie ihn spüren, als hätte sie in sich einen Kompass, der auf seine Präsenz geeicht und durch den sie ihn überall finden würde, egal zu welcher Zeit oder an welchen Ort. Sie folgte einfach ihrem Gespür, lief den Flur entlang bis zur Treppe und stieg diese in den ersten Stock hinab, eher sie zielsicher auf die Haustür zuging und sie öffnete.
    Die Sonne blendete sie kurz, und sie musste ihre Augen abschirmen bis sie sich an die Helligkeit gewöhnt hatte, erst danach sah sie sich in alle Richtungen um, und erspähte in nicht weit von sich entfernt.
    Er trug nichts weiter als einfache schwarze Sandalen, und eine schwarze lange Hose, kalt schien im jedenfalls nicht zu sein und das wo es doch noch recht frisch war, aber er schien es nicht zu spüren. In der Hand hielt er einen einfachen Recurvebogen, ein Köcher mit Pfeilen der an einem Gürtel befestigt war, hatte er sich um die Hüfte geschnallt, aus dem er nun einen heraus nahm.

    Gespannt sah sie mit an, wie er ihn an die Sehne legte und sie spannte, und konnte dabei genau sehen wie sich bestimmte Rückenmuskeln wölbten, als er zielte und sich auf die Zielscheibe von ihm in diesem Moment konzentrierte.
    Die roten Striemen die sich auf diesem abzeichneten, konnte sie im Licht der aufgehenden Sonne ebenso gut erkennen, und erinnerte sich wie sie zustande gekommen waren. Sie entsann sich daran zurück, wie sich ihre Finger in einem Moment der Leidenschaft in seine Rücken gruben, wie sie über seine Haut kratzte wie eine Katze, die ihre Krallen schärfte.
    Schmerz hatte er dabei keinen verspürt, und wen doch dann nur für einen Moment, den sie spürte wie sein Verlangen nach ihr wuchs, und sich ihr noch leidenschaftlicher hingab, als davor. Auch ihr verlangen nach ihm wuchs dadurch an, und es war ein unbeschreibliches Gefühl gewesen, so intensiv das sie es nicht in Worte fassen könnte, selbst wen sie es wollte.

    Das diese sichtbare Striemen dadurch entstanden, wusste sie nicht, und in diesem Augenblick bereute sie es auch nicht, es waren Zeichen einer unvergesslichen Nacht, die ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
    Ihre Aufmerksamkeit richtete sich weiter auf ihn, sah weiter seinem treiben zu, als er sich bereit machte den Pfeil abzuschießen, es dann aber doch nicht tat, den er ließ Bogen sinken und wand sich zu ihr um. Den ebenso wie sie ihn spürte, so konnte er auch sie spüren, und jetzt hatte er gespürt das sie in der Nähe war und ihn beobachtete, und so war es auch. Als er sich umdrehte sah er sie vor sich, wie sie im Rahmen seiner Haustür stand und ihn ansah, und sie sah den unergründliche Blick, mit der er sie bedachte.
    Etwas an ihm war auf einmal anders, anders als noch vor wenigen Stunden, als sie sich leidenschaftlich und hingebungsvoll in seinen Bett geliebt hatten, als er sie in die Kunst der Liebe einführte.

    Er wirkte vor allem nachdenklich in dieser Sekunde, und warum wusste sie nicht einmal, etwas schien ihn zu belasten und sie wollte wissen was es war, sie wollte ihm helfen und diese Last von seinen Schultern nehmen.
    "Warum schleichst du dich so früh aus dem Haus Jim, was bedrückt dich", es war eine berechtigte Frage die sie in diesem Moment stellte, eine auf die sie die Antwort von ihm hören wollte. Langsam schritt sie näher an ihn heran, als er seinen Blick abwand und wieder auf die Zielscheibe starrte, die Zehn Meter von ihm entfernt stand, sie regelrecht fixierte.
    Aus irgendeinem Grund, konnte er ihr in dieser Sekunde nicht in die Augen sehen, warum wusste sie nicht doch sie wollte es wissen, den je länger er sich ihr verschloss, um so sicherer war sie das es um sie ging. Sie war sich sicher, sie hatten eine wundervolle Nacht zusammen gehabt, eine die sie nie vergessen würde, und jetzt überlegte er sich wohl wie er sie schonend los wurde.

    Damit hatte sie gerechnet, das er diese nur als eine kleine kurze Zerstreuung ansehen würde, als eine von vielen, so wie die anderen die er schon vor ihr gehabte hatte, von denen es einige gab. Sie hätte es besser wissen müssen, und doch war in ihr die vergebliche Hoffnung gewachsen, das aus dieser Nacht mehr entstünden könnte, als nur eine kleine kurzweilige Liebschaft.
    Sie hatte sich geirrt, er hatte nur sein animalischer Trieb nachgegeben, ein uraltes verlangen dem er freien lauf ließ, für ihn war es nie von Bedeutung gewesen, das würde es nie sein. Das schweigen zwischen ihnen zog sich in die länge, und je mehr Zeit verstrich, um so sichere war sie sich das er die richtigen Worte bald finden, und sich zurecht legen würde.
    In der Sekunde als er sich ihr zu wand, als er den Mund aufmachte um ihr etwas zu sagen, das ihr sicher das Herz brechen würde, hielt sie ihn davon ab in dem sie ihre linke Hand auf seinen Lippen legte.

    "Nein, sag jetzt nichts Jim, den ich weiß eh schon was du mir sagen willst und ich will es nicht hören, nur das du mir kurz zuhörst, ich hab genau gewusst das es zu dem hier kommen würde. Ich machte mir die Hoffnung das aus dieser Nacht mehr werden könnte, doch ich weiß jetzt, das es dazu wohl nie kommen wird, ein James Tiberius Kirk ist nicht für eine dauerhafte Liebe geschaffen.
    Was ich dir gestern mitteilte bleibt bestehen, ich werde das was zwischen uns geschehen ist, nie als einen Fehler ansehen, und sie niemals bereuen und sie für alle Zeit die mir bleibt, in Erinnerung behalten.
    Ich hab mein erste mal mit einem wundervollen Mann erlebt, der mich so nahm und anerkannte wie ich bin, der mich für einen Moment, mit Leidenschaft und Liebe gefüllt hat. Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg Jim", mit einem Lächeln auf den Lippen beugte sie sich vor, gab ihm einen zärtlichen Kuss auf die Wange, eher sie sich um wand und ging.

    Verwirrt sah er ihr eine Sekunde lang nach, begriff im ersten Moment gar nicht was hier gerade geschah, nur das er jetzt verhinder musste das sie ging, bevor er sie endgültig für immer verlieren würde.
    Er spannte blitzschnell den Bogen, zielte knapp auf den Pfosten der Veranda an dem sie gleich vorüber gehen würde, und schoss den Pfeil der auf seiner Sehne lag ab. Sehr dicht flog er an ihr vorbei, blieb im Holz des Stützpfosten der wie die anderen das Vordach trug stecken, was sie kurz erschrocken zurück weichen ließ, eher sie sich wieder zu ihm herum wand.
    Eigentlich hatte sie vorgehabt ihn anzufahren, ihn zu Fragen was ihn in gefahren war, doch als sie den Zorn und die Wut in seinen Augen sah, verschluckte sie die Worte die auf ihrer Lippen lagen. Sie konnte sehen das er wahrlich stinksauer war, auf sie weil sie ihn einfach so stehen ließ, ihn nicht einmal zu Wort kommen ließ, was ihn wirklich wütend machte.

    "Das wars, du gehst einfach und lässt mich hier alleine zurück, ohne dir anzuhören was ich dir dringend zu sagen habe, geht ihr etwa so auf deinem Planeten mit Männer um? Den was ich dir sagen wollte, war das ich in die mehr sehe als nur eine Frau für eine Nacht, und das jagt mir im Moment eine Heidenangst ein Kalara" rief er lauthals, und vor allem Sauer entgegen.
    Sie wusste nicht was sie sagen sollte, solche Worte aus seinem Mund zu hören zu bekommen, hatte sie nicht erwartet, von ihm wohl als allerletztes, und doch er hatte sie gesagt. Unfähig sich zu bewegen, sich auf irgend eine Art vom Fleck zu rühren und zu ihm hinüber zu gehen, konnte sie nur zusehen wie er sich in Bewegung setzte, und langsam näher kam. Er trat bis auf einen halben Meter an sie heran, blickte in ihre Augen, ließ sie die Angst in ihnen erkennen, die er in genau diesem Augenblick verspürte.

    "Ich habe Angst Kalara, nicht davor etwas falsches zu tun was mir das Herz brechen wird, sonder davor durch eine falsche Entscheidung dir das Herz zu brechen, davor habe ich Angst. Den ich weiß nicht, ob ich zu einer Dauerhaften Beziehung fähig bin, ob ich überhaupt dazu in der Lage bin, wirklich Lieben zu können mit ganzem Herzen, und das macht mir Angst.
    Ich hab nicht die geringste Ahnung was die Zukunft bringen wird, ob eine Beziehung zwischen uns von Dauer sein könnte, nur das ich dich nicht verlieren will Kalara, ist alles was ich weiß. Noch nie in meinem Leben, hab ich mich mit einer Frau so stark verbunden gefühlt wie mir dir letzte Nacht, du berührst mich auf eine Art und weise, wie es zuvor keine konnte.
    Dieses Gefühl will ich festhalten, und zwar so lange wie es mir irgendwie möglich ist, auch wen ich nicht weiß ob es mit uns funktionieren wird, doch ich bin bereit es heraus zu finden, mit dir zusammen Kalara".

    Einen Moment lang sah sie ihn fassungslos an, diese Worte hatte sie nicht erwartet, und sie trafen sie in dieser Sekunde mitten in ihr Herz, und rühten sie auch zu Tränen. Es waren Tränen der Freude, sie hatte niemals gehofft, ein solches Geständnis von seinen Lippen zu hören zu bekommen, und doch hatte er es zu ihr gesagt, zu keiner anderen als zu ihr.
    Sie nahm sein Gesicht sanft in ihre Hände, zog ihn zu sich herunter bis sie im einen Liebevollen Kuss geben konnte, einem mit dem sie ihm mitteilte das sie seine Angst verstand, und sie ihm auch nehmen wollte.
    Den diese Gefühl der Liebe zu ihm verspürte sie auch, ja sie konnte es benennen und es ihn wissen lassen, und es jagte ihm einen Schauer der Freude über den Rücken, als er sie ganz dich an sich zog. Die Zukunft war ungewiss ja, und ob es halten würde auch, aber sie waren bereit es heraus zu finden, und den ersten Schritt auf ihrem gemeinsamem Weg, hatten sie soeben zusammen genommen.


    ENDE

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