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Todesangst - Everlasting lost

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4 Kapitel - 3.003 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 2.831 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Keine Überlebenden, keine Geschichten. Keiner weiß, was im Verborgenen existiert. Denn keiner kam zurück um davon zu erzählen. Vielleicht sind alle Geschichten wahr...Tote reden nicht. Aber sie sind ewig....


(Eine neue Story unter dem Leittitel "Todesangst")

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    Ihr Atem schlug sich als Raureif am Kragen ihrer Bluse nieder, die Kälte griff nach ihren klammen Fingern, machte das Atmen schwer. Doch sie merkte e
    Ihr Atem schlug sich als Raureif am Kragen ihrer Bluse nieder, die Kälte griff nach ihren klammen Fingern, machte das Atmen schwer. Doch sie merkte es nicht, jetzt spürte sie, dass sie nicht länger alleine war. Sie spürte, wie sie beobachtet wurde und neue Panik in ihr hochkroch. War dort ein weiterer von ihnen, der sie mit gierigem, mordlüsternen Blick beobachtete, dessen Verstand längst vom Wahnsinn verschlungen war? Eisiger Atem streifte ihren Nacken, als er sprach, seine Stimme war aus Eis und hallte aus der Ewigkeit zu ihr. Dann entgleiste die Welt in grellem Licht...

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    ((maroon))Zuvor....((emaroon)) Langsam rollte der Streifenwagen auf den weitläufigen Hof des Reitstalls. Leas Blick glitt über die Gebäude, Paddock
    Zuvor....

    Langsam rollte der Streifenwagen auf den weitläufigen Hof des Reitstalls. Leas Blick glitt über die Gebäude, Paddocks und den Springplatz, doch nichts rührte sich. Ihr Kollege Ray hob eine Augenbraue, ließ den Blick ebenfalls kurz schweifen und begann beinahe im selben Augenblick, mit den Fingerspitzen auf das Lenkrad zu trommeln. Lea hasste es, wenn er das tat, doch hielt sie sich zurück. Würde sie ihm das nämlich sagen, wäre die Arbeit mit ihm wahrscheinlich noch weniger erträglich. Kritik und dergleichen konnte er partout nicht ausstehen und so ließ man ihn in der Regel in Ruhe. Sie ignorierte ihn so gut wie möglich und widmete ihre Aufmerksamkeit wieder ihren Fall. Vor knapp einer halben Stunde war in der Zentrale der Hilferuf einer hysterisch klingenden Frau eingegangen. Lea und Ray waren als Streifenpolizisten zu dieser Adresse gefahren, und jetzt - nichts. Lea hatte eigentlich einen Menschenauflauf, Geschrei und nervöse Pferde erwartet, stattdessen herrschte eine regelrecht beängstigende Stille, nur durchbrochen vom Dröhnen des laufenden Motors, doch auch dieses erstarb jetzt. Die Abendsonne, schon tief am Horizont, berührte die Erde und flutete sie mit goldenem Licht. Die Sommerliche Luft war mit Blumendüften geschwängert, ein wenig auch mit Pferdegeruch durchsetzt. Bienen summten und flogen emsig Blüte um Blüte ab. Lea schwitze in ihrer Uniform und freute sich auf Feierabend. Aber zuerst mussten sie dem Geheimnis hier auf den Grund kommen. Also stieg sie aus, lehnte sich kurz an das aufgeheizte Heck des Wagens und sah sich misstrauisch um. Etwas passte nicht. Und das war nicht die offensichtliche Abwesenheit einer menschlichen Seele. Ihr Gedankengang wurde durch das Schlagen einer Autotür unterbrochen. Ray hatte sich endlich dazu bequemt, auszusteigen. Mit schweren Schritten stapfte er an ihr vorbei. »Na los«, brummte er ohne sich um eine Antwort zu kümmern. Lea folgte ihm resigniert zum Haupthaus, doch ihr Blick schweifte über das Gelände. Einer der Ställe erregte ihre Aufmerksamkeit. Das zweiflügelige Tor war einen Spalt offen und die gestaltlose Dunkelheit dahinter jagte ihr einen kalten Schauer über den Rücken. Sie tat es mit ungeduldigen Lächeln ab und tippte Ray auf die Schulter. »Der Stall. Und was...da ...ist das Blut?«. Sie deutete auf einen rostroten Fleck, den sie eben erst bemerkt hatte. Er befand sich auf Kniehohe am Holz. Ray zuckte die Schultern und änderte wortlos den Kurs. Eilig heftete Lea sich an seine Fersen, allein sein wollte sie nicht...der Hof war ihr etwas unheimlich. So fernab jeder Zivilisation würde Hilfe im Notfall zu lange brauchen, um anzukommen. Ehe sie den Stall erreichten, vernahm Lea ein seltsames Geräusch. Ein Reißen und kurz darauf das Geräusch, als würde etwas schweres über den Boden geschleift werden, begleitet von einem Scharren. Insgesamt konnte sie sich keinen Reim auf all das machen, doch jagten ihr die Laute doch einen kalten Schauer über den Rücken. Hier im einsamen Tal klangen sie seltsam. Instinktiv ging sie etwas geduckt weiter, legte die Hand auf den Knauf ihrer Dienstwaffe. Erwartete sie vielleicht im Stall das, was die anonyme Anruferin in Schrecken versetzt hatte? Ray hatte anscheinend weder Sorgen noch Bedenken, als er anstandslos das Stalltor aufstieß. Sie bemerkte, dass er seine Waffe gezogen hatte und nun doch etwas angespannt wirkte. Lea öffnete im Versuch, mehr zu sehen, weit die Augen, doch der erwünschte Effekt blieb aus. Es war kalt und düster. Das Licht, welches durch die wenigen Fenster in den Boxen hereinfiel, schien die beständige Dunkelheit nur zu betonen statt zu erhellen. Doch weder die für die Jahreszeit unübliche Kälte, noch die seltsamen Lichtverhältnisse waren Grund für das Entsetzen, welches sie ergriff. Es war der formlose Umriss, der am Boden zu ihren Füßen ruhte. Wobei er weniger erkennbare Silhouette war...es war eher eine Ahnung von Stofflichkeit. Und genau genommen war es nicht jener Körper, der ihr Herz schneller schlagen ließ, sondern der Hund daneben. Der Hund, der halb im diffusen Licht stand, das durch das geöffnete Tor eine schmale Bahn gräulichen Lichtes in die Schatten schnitt. Es war ein langhaariger Berner-Sennen-Mix, vermutete sie grob, war ich aber keinesfalls sicher. Knurrend bewegte das Tier den Kopf und selbst im matten Dämmerlicht konnte man erkennen, in welchem erbärmlichen, verwahrlosten Zustand es sich befand. Einen Moment blitzten rot entzündete Augen mit unbeschreiblichem Hass in ihre Richtung, kahle Haut wechselte sich mit verklebten, verfilzten Haarbüscheln ab. Die Reißzähne funkelten mit eigentümlicher Schärfe, sie waren das am deutlichsten erkennbare Detail. Stofffetzen und diverse andere Dinge klebten dazwischen, deren Ursprung Lea lieber gar nicht erst erfahren wollte. Sir wusste nicht warum, doch der Anblick dieses verwilderten Tieres machte ihr Angst. Wer behandelte seinen Hund so? »Ich hasse Köter«, brummte Ray, wobei er fast schon angeekelt klang. Lea warf ihm nur einen Blick zu, sprach- und ratlos. Sie versuchte ihre Augen an die Schatten zu gewöhnen und tastete ganz vorsichtig an der Wand neben dem Tor entlang, bis sie den Holzstiel einer Mistgabel berührte. Sie musste wissen, was da am Boden lag. Neben dem Hund. Und diesem wollte sie nicht zu nahe kommen. Erschauernd und mit einer Grimasse wischte sie die Spinnenweben weg, die scheinbar überall hafteten. Einen Moment malte sie sich aus, dass tausende der kleinen achtbeinigen Biester diesen Stall als Heimat ansehen könnten. Sie schüttelte sich bei der Vorstellung, schob den Gedanken meilenweit von sich und schwang sie Forke gegen den Hund. Ein wenig Sorge hatte sie, dass das verwilderte Tier sie anfallen könnte, doch wider erwarten zog er sich zähnefletschend in die undurchdringliche Dunkelheit tiefer im Stall zurück. Lea atmete einen Moment auf, drückte Ray dann ohne weitere Erklärungen die Mistgabel in die Hand und kniete sich neben die formlose Masse am Boden. Langsam glitten ihre Hände forschend darüber, ertasteten harte Haut. Kratzende Haare...es war ein Mann. Der Zeitpunkt des Todes lag wahrscheinlich schon eine Weile zurück, der Körper war kalt und steif, bot ihren schmalgliedrigen Fingern festen Widerstand. Vorsichtig strich Lea über den Rücken des unbekannten, bis sie verharrte. Sie fühlte eine Vertiefung, einen Spalt, die Haut klaffte wie ein Mund auf. Darum herum klebte verkrustete Flüssigkeit. Man brauchte nicht viel Fantasie, um die Tatsachen zu deuten. »Er wurde hinterrücks erstochen...«, flüsterte sie, fast mitleidig und bedauernd, ehe sie erneut inne hielt und dann rasch die Hand zurück zog. Sie musste gar nicht aufsehen, um Rays spottischen Blick vor Augen zu haben. Seine Stimme troff vor Sarkasmus. »Angst vor den Toten, Kleine Kollegin?«. Lea biss die Zähne zusammen, ihr war alles andere als nach Scherzen zumute. »Der Hund...er hat die Hand abgerissen. Gefressen! Verdammt, welcher domestizierte Hund frisst sein Herrchen! Das ist kein normales Verhalten un-«, sie brach ab. Ihr war schlecht, am liebsten würde sie den Stall sofort verlassen. Als sie zu Ray blickte, konnte sie seine gleichgültige Miene erahnen. Ihm war es egal. Ihr nicht... Sie mochte Tiere. Hatte ebenfalls einen Hund. Was brachte einen vierbeinigen Freund dazu, seinen Herren zu verschlingen? Wer hatte den Mann niedergestochen? Und warum? Wo war der Täter? Wo die restlichen Bewohner des Ferienhofs? Die Fragen stachelten ihren Ehrgeiz an. Lea wollte diesen Fall lösen, koste es was es wolle. Sie würde endlich zeigen können, dass sie mehr als nur ein Mädchen der Streife war. Kurz darauf erhielt ihre Motivation einen Dämpfer. Wie blöd war sie eigentlich...warum hatten weder sie noch Ray daran gedacht, erstmal Licht zu machen? Das würde erstens alles besser offenbaren und zweitens Spurensuche erleichtern. Und ihr unbegründetes Unwohlsein wegen der Schatten in Rauch auflösen. Wütend auf sich selbst stand sie wieder auf, doch Ray unterbrach sie. »Der Strom funktioniert nicht«. Lea war zu verlegen, um richtig darüber nachzudenken, woher er wusste was sie vorhatte. Ehe sie etwas entgegnen konnte, ging Ray weiter die Stallgasse entlang. Sie ließ ihren Blick schweifen, konnte aber nur so halb die ersten zwei Boxen links und rechts schemenhaft erkennen. Ein quietschen und rostiges Krächzen, als sei eine Tür bewegt worden, die jahrelang Rost hatte ansetzen können, kündete von Rays Standpunkt. Er musste eine Box geöffnet haben. Während Lea in die Richtung lief und ihre Taschen nach Streichhölzern oder Feuerzeug absuchte, überkam sie erneut das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Ein Detail, dass so gewöhnlich und unwichtig schien, aber doch ein Schlüsselfaktor war. Nur schien sie zu dumm um es zu erkennen. Etwas fehlte. War falsch. Aber was es auch war, stets wenn sie dachte, es würde ihr einfallen, entglitt es ihr wieder. Schmerz zuckte durch ihr Knie, als es gegen ein Hindernis stieß. Zischend atmete sie ein, bekam die Kante der Boxentür zu fassen und ging um sie herum. Leise verfluchte sie Ray, im selben Moment als sein ersticktes Keuchen vor ihr erklang. Ein Röcheln. Ein Geräusch, dass ihr eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Und dann endlich begriff sie, was falsch war. Es gab keine üblichen Stallgeräusche. Kein Schnauben und Wiehern. Kein Rascheln im Stroh. Kein Atmen. Nichts. Und vor allem...es gab keine Fliegen. In jedem Stall gab es Fliegen. Und vor allem...bei jeder Leiche gab es Fliegen. Besonders im Hochsommer. Draußen hatte die Luft vibriert, vom Flügelschwirren zahlreicher Insekten. Hier drinnen...gab es nichts. Nur sie und...Ray. Einen Herzschlag später verstummte dessen Atem. Und Lea stand alleine in der Dunkelheit, umgeben von drohender Stille.

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    Als wäre ein Schalter in ihr umgelegt worden, brach die Angst über sie herein, riss sie mit sich wie eine gigantische Welle. Ihr Herz schlug schnell

    Als wäre ein Schalter in ihr umgelegt worden, brach die Angst über sie herein, riss sie mit sich wie eine gigantische Welle. Ihr Herz schlug schneller, auch wenn sie sich zur Vernunft mahnte. Fest schlossen sich ihre Finger um den Griff der Waffe, spielten am Abzug. Sie entsicherte mit eingeübten Bewegungen die Pistole, rang nach Luft. Panik kroch in eiskalten Schauern über ihren Rücken, durchdrang jede Faser und machte logisches Denken zunichte. Als die Stimme erklang, machte sie beinahe einen Satz nach hinten, ein heiserer Schrei entrang sich ihrer Kehle. »Kommst du endlich oder soll ich dich tragen?«. Erleichterung überkam sie ebenso wie Zorn. Wie gerne würde sie ihn Ohrfeigen, treten, irgendwie spüren lassen, wie bescheuert es von ihm war, sie so zu ängstigen. Aber sie durfte es ja nicht zeigen, sonst würde er sie nie wieder ernst nehmen. Lea riss sich am Riemen. »Was ist denn los?«, hakte sie eher aus Pflichtgefühl denn echten Interesse nach. »Der Gaul...ihm wurde der Schädel eingeschlagen«. Sie riss weit die nutzlosen, nichts sehenden Augen auf, kniete sich hin. »Stumpfer Gegenstand mit nicht allzugroßer, glatten Auftrefffläche. Wahrscheinlich ein Hammer« Lea brauchte ihre Gedanken gar nicht erst aussprechen, da ihr Kollege vor sich hinmurmelte und von ihr im Moment keinerlei Notiz zu nehmen schien. Ihre Fingerspitzen stießen auf Fell, sanft strich sie über den erkalteten Körper. Sie atmete leise und flach, bis sie erneut mehrere Sachen bemerkte. Es gab auch hier keinen Verwesungsgeruch, doch das Stroh roch muffig und hätte wahrscheinlich schon längst gewechselt werden müssen. Aber was sie noch deutlicher wahrnahm, war die Tatsache, dass wohl alle Pferde tot sein mussten, denn außer ihrem und Rays Atemzügen war kaum etwas zu hören. Kurz lauschte sie, das einzige was ihr auffiel war, dass Ray anscheinend seltener Atmen musste als sie. Ansonsten war es still. Kein Rascheln von Mäusen oder Stallkatzen. Nicht einmal der Hund ließ etwas von sich hören. Lea streichelte weiter das tote Tier, nur um alles zu realisieren. »Das ist alles so ...« »-seltsam?« warf Ray ein, gefolgt von einem freudlosen Lachen. Seltsam wäre nicht das Wort gewesen, welches sie gewählt hätte, doch nickte sie, auch wenn er es sicherlich nicht sehen konnte. »Wir sollten langsam Bericht erstatten«, murmelte sie und erhob sich langsam. Sie wollte aus dem Dunkel des Stalls heraus. Ins Licht der untergehenden Sonne. Sie hörte, wie er sich ebenfalls erhob, langsam zu ihr kam. Und dann plötzlich ein zischendes einatmen und eine Hand legte sich um ihre Kehle. Lea schrie erstickt auf, einfach aus Reflex, sie brauchte kurz um zu registrieren, was geschah. »Ray! Ray verdammt! Was....wird das!«.. Er antwortete nicht, sie spürte seien Atem auf ihrem Gesicht, zappelte und schrie gedämpft, versuchte nach Luft zu ringen. Langsam, ganz langsam Schloss sich seine Hand, der Druck wurde unerträglich, Panik breitete sich in ihr aus. Unkoordiniert schlug sie mit den Fäusten nach ihm, erreichte jedoch nichts anderes, als dass er sie mit seinem Körper gegen die Boxenwand drückte. Wut schoss durch ihren Körper, jede Faser in ihr erzitterte, vermischt mit Verzweiflung. Ihre Fingernägel krallten sich in seinen Arm, gruben sich in Haut und Fleisch. Sie trat, versuchte ihn dort zu treffen wo es am meisten schmerzte. Einen Sekundenbruchteil später ließ eine deftige Ohrfeige ihren Kopf gegen das Holz knallen. Es war als hätte ein Pferd sie getreten. Sie verlor die Orientierung, fauchte matt und spürte langsam eine noch finstere Dunkelheit auf sich zukommen, als jene, die sie bereit umgab. Hilflos wand sie sich, versuchte dem Druck auf ihrer Kehle zu entkommen. »Ray!«, keuchte sie, doch ihre Stimme versagte. Warum? Warum tat er das? Was trieb ihn dazu? Sie musste weg...weit weg! Langsam wurde ihre Luft knapp, sie würde nicht mehr lange durchhalten. Vergebens wimmerte sie, kratze und versuchte zu beißen. Mit seiner freien Hand Griff er ihre Handgelenke und drücke sie über ihrem Kopf zusammen an die Wand. Hilflos zappelte sie wie ein Fisch an der Leine. Hustenreiz brannte in ihrem Hals, die Lungen verlangten nach Sauerstoff. Mit letzer Kraft riss sie das Knie hoch, um in in seine Weichteile zu treffen, doch scheinbar mühelos erahnte er im Dunkeln ihr Vorhaben und blockte mit dem Oberschenkel ab. Sofort versuchte sie ihm den Fuß wegzuziehen, trat ihm gegen das Schienbein. Einen Moment lang wechselte er seine Stellung und ließ locker, was ihr die Gelegenheit gab, ihn dieses Mal richtig hart zu treten. Sein Griff löste sich, sie rutschte zu Boden und rang nach Luft, verharrte aber nicht, sondern huschte sofort zu Seite weg. Schon konnte sie hören, wie er dorthin trat, wo sie gerade noch gekauert hatte. Fest biss sie sich auf die Lippe, um einen panischen Schrei zu unterdrücken, tastete nach der Boxentür und rannte darum herum. Ihre Schritte schienen unnatürlich laut und verräterisch.. Sie konnte seinen Atem kurz hören. Viel zu dicht hinter ihr. Ein Schluchzen bahnte sich durch ihre Kehle, krampfhaft und verzweifelt. Sie wusste, dass er hinter ihr war, doch sehen konnte sie nichts. Aber sie wusste, dass sie sich vor dem hellen Viereck aus Licht, welches das Stalltor bildete perfekt als Schatten abzeichnete. Er sah sie. Er saß ihr im Nacken. Ihre Fantasy verbündete sich mit ihrer Angst, fluteten ihre Vorstellung. Die Tatsache, dass etwas sie jagte, war schlimm genug. Dass es ihr eigener Kollege war, war grauenhaft. Noch schlimmer aber war die Angst. Die Angst, dass sie jeden Moment erneut gepackt werden würde. Etwas hervorschnellen und sich um ihr Bein schlingen oder mit einem Schlag in den Rücken treffen würde. Erneut wurde sie herumgerissen, dieses Ml nah genug am Tor, dass sie eine Gestalt erahnen konnte. Dann sag sie in seine Augen. Noch während sie gegen seinen Griff ankämpfte, fesselte sie der Blick. Die Iris war grün. Leuchtend giftgrün. Ihr Atem stockte, ihr Verstand versuchte alles zu verarbeiten. Das Grün leuchtete wirklich! Ihre Unterlippe bebte, ein Wimmern stahl sich darüber. »R-Ray...!«. Doch er reagierte nicht, fühlte sich nicht angesprochen. Mit einem Panischen Schrei riss sie sich los, ehe er sie richtig packen konnte. So schnell sie ihre Füße trugen, rannte sie. Und hörte seinen Schrei, der nichts menschliches hatte. Voller Wut und Hass. Begierde. Hunger. Ein Schauder lief ihr über den Rücken. Was war mit Ray geschehen?

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    (Hey, schon mal danke an alle, die den letzten Teil von Todesangst gelesen haben und diesen hier auch lesen ^^.

    Ich habe vor, mehrere Storys zu schreiben, alle unter dem Leittitel "Todesangst", aber jede Geschichte unabhängig von anderen.

    Wie immer freue ich mich über konstruktive Kritik xD

    Asyra


    Neues Kapitel: Eingestellt am 07.01.2017

    Nächstes Kapitel: Voraussichtlich am 14.01.2017

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