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Der Schlüssel zur Zeithöhle

Luna, eine junge Grizzlywandlerin, ist eine Erbin und hat den Auftrag bekommen, das Geheimnis um die Zeithöhle zu lösen. Doch dafür muss sie die 4 anderen Erben und deren Schlüsselteile finden.

"Nur 5 können die Retter sein und die Gefangenen befreien.
Braun, Blau, Gold, Rot, Grün die Echsen in die Freiheit führen.
Bernstein, Saphir, Topas, Rubin, Smaragd die wahre Gestalt entpackt."

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    ((unli))Prolog((eunli)) ((cur))Ein schwarzhaariger Mann, der eine kleine Flasche in der Hand hielt, flog auf einem Drachen über ein in Nebel gehüllt
    Prolog

    Ein schwarzhaariger Mann, der eine kleine Flasche in der Hand hielt, flog auf einem Drachen über ein in Nebel gehülltes Dorf. Schließlich landete er in einem nahen Waldgebiet, stieg von seinem Reittier und schlich in das Dorf. Nach ein paar Minuten kehrte er mit einem bösen Grinsen zurück und wartete. Plötzlich stiegen über den Häusern Drachen aller Art auf. "Es ist soweit.", flüsterte er, stieg auf seinen Drachen und flog hoch über die Wolken. Dort öffnete er ein Gefäß, aus dem eine grüne Gaswolke entwich, die zum Boden schwebte und alle Drachen betäubt hinunter gleiten ließ...

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    ((unli))Kapitel 1((eunli)) Seit Ewigkeiten war ich nun schon unterwegs. Wieso musste ich nur ein "Erbe" sein! Um meinen Hals trug ich an ein
    Kapitel 1

    Seit Ewigkeiten war ich nun schon unterwegs. Wieso musste ich nur ein "Erbe" sein! Um meinen Hals trug ich an einem Seil einen Teil der Schlüsselscheibe, die das Tor der geheimen Höhle öffnen würde. Vor einem Monat hatten meine Eltern, die genau wie ich Grizzly-Wandler waren, losgeschickt, um das Geheimnis zu lüften. Doch das einzige, was ich wusste, war, dass es noch vier weitere Erben gab. Doch wie sollte ich sie nur finden! Ein Windstoß fegte durch mein dunkelbraunes Fell und ich kniff die Augen zusammen. Wieso hatten meine Eltern nur ausgerechnet mich, Luna, und nicht meine große Schwester Rhianna losgeschickt! Als ich sie gefragt hatte, hatten sie nur geantwortet, dass die Prophezeiung eindeutig mich gemeint haben muss. Plötzlich ließ mich ein Rascheln hochschrecken. Ich drehte mich um und witterte. Da war jemand! Ein grauer Blitz schoß an mir vorbei. "Wer ist da?", fragte ich.

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    ((unli))Kapitel 2((eunli)) Wieder hörte ich hinter mir ein Raschel und fuhr herum. Vor mir stand eine kleine Wölfin mit hellgrauem Fell und dunkelbl
    Kapitel 2

    Wieder hörte ich hinter mir ein Raschel und fuhr herum. Vor mir stand eine kleine Wölfin mit hellgrauem Fell und dunkelblauen Augen. Sie war eindeutig auch eine Wandlerin, das konnte ich spüren. Vorsichtig ging ich einen Schritt auf sie zu. "Wer bist du?", fragte ich neugierig. "Ich... Ich b...bin Azuri. Ich... Ich hei...ße wegen mein...en azurblauen Augen so.", antwortete sie ängstlich. "Ich heiße Luna. Du musst aber keine Angst vor mir haben. Ich muss sowieso weiter.", sagte ich. "Ich weiß. Du suchst die anderen Erben, nicht wahr?", erwiderte sie. "Ja... Warte, was? Woher weißt du das?", fragte ich überrascht. "Wir haben in unserem Bau auch so ein Schlüsselteil, wie du es da hast. Mama hat immer gesagt, dass eines Tages hier einer der Erben vorbei kommen würde.", erklärte sie. "Aber... Bist du auch ein Erbe?", fragte ich. Das konnte doch nicht sein. Ich dachte, ich würde niemals einen anderen Erben finden! "Ja. Muss ich jetzt etwa mit dir mitgehen?" "Ich fürchte, schon.", sagte ich nur knapp. Azuri seufzte. Ich konnte sie gut verstehen. Immerhin musste sie ja ihr ganzes Rudel, einfach alles aufgeben! Schließlich schaute sie zum Himmel. "Es ist schon spät. Treffen wir uns morgen hier? Dann bringe ich auch mein Schlüsselteil mit.", sagte sie. Ich nickte kurz. Dann kletterte ich eine große Tanne hoch, rollte mich auf einem Ast zusammen und schlief ein.

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    ((unli))Kapitel 3((eunli)) Als ich aufwachte, war es schon Mittag. Kein Wunder! Ich hatte die ganze Nacht nicht richtig schlafen können, so aufgeregt
    Kapitel 3

    Als ich aufwachte, war es schon Mittag. Kein Wunder! Ich hatte die ganze Nacht nicht richtig schlafen können, so aufgeregt war ich. Schnell kletterte ich von meinem Bau und schaute mich um. Komisch. Wo war Azuri? Sie hätte schon längst da sein müssen. Ich begann am Boden zu schnüffeln, doch alle ihre Duftmarken, die ich finden konnte, waren noch von gestern. Wo blieb sie nur! Hm... Eigentlich könnte ich doch einfach ihrer Fährte folgen. Das war schließlich nichts Schlimmes! Also lief ich los. Nach einer halben Stunde stieg mir der Geruch von Wölfen in die Nase. Ich hatte anscheinend mein Ziel fast erreicht. Auf einmal schoß etwas zwischen den Büschen hervor und drückte mich auf den Boden. Ich schleuderte meinen Angreifer mit meiner Pranke von mir, sodass er an einen Baum knallte und bewusstlos liegen blieb. Nun konnte ich auch sehen, was für ein Tier mich angegriffen hatte. Es war ein Puma! Das begriff ich nicht. Was wollte er hier? Aber halt, das war ein Wandler! Auf einmal kam eine schwarze Wölfin mit smaragdfarbenen Augen angerannt. "Was machst du hier?", fragte sie knurrend. "Ich suche Azuri. Ist sie hier?", antwortete ich. Die Wölfin entspannte sich ein wenig und fragte: "Bist du Luna?" "Ja. Und wer sind sie?", erwiderte ich. "Ich bin Azuris Mutter und heiße Donnerjägerin. Und nein; sie ist nicht hier und schuld sind nur diese Pumas!", sagte sie. Der Puma, der mich angegriffen hatte, zuckte kurz zusammen und öffnete die Augen, woraufhin Donnerjägerin ihn sofort ansprang und, noch bevor mein Angreifer sich verteidigen konnte, sein Genick durchtrennte. "Tut mir leid, dass du das sehen müsstest.", entschuldigte sie sich. "Schon ok.", erwiderte ich geschockt. Azuris Mutter wollte schon wieder gehen, aber schließlich drehte sie sich doch um und sagte: "Mein Schlüsselteil findest du in meinem Bau, aber du bekommst es nur, wenn du meine Tochter befreist. Eine Pumawandlerin hat sie entführt."

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    ((unli))Kapitel 4((eunli)) Was hatte es nur mit diesen Pumawandlern auf sich? Wieso hatten sie mich angegriffen und Azuri entführt? Seit einer halben
    Kapitel 4

    Was hatte es nur mit diesen Pumawandlern auf sich? Wieso hatten sie mich angegriffen und Azuri entführt? Seit einer halben Stunde verfolgte ich nun schon Azuris Fährte. Leider war ich dabei auch schon mindestens drei Mal an derselben Stelle vorbeigelaufen. Diese Pumawandlerin wollte ganz klar verhindern, dass ich sie finden konnte. Endlich wurde ihre Fährte stärker. Nach ein paar Minuten konnte ich eine Höhle mit einem Eisengitter davor erkennen. Davor hielt ein Pumaweibchen mit braunen Augen Wache. Ich musste Azuri unbedingt befreien! Ich suchte mir schnell einen Stein, den ich mit meinen Zähnen packte. Dann kletterte ich leise auf einen nahegelegenen Baum. Ok. Das muss klappen. Ich ließ den Stein fallen, sodass die Pumawandlerin  aufschreckte und misstrauisch näher kam. Komm schon noch ein bisschen weiter... Endlich! Ich sprang von meinem Ast und ihr direkt auf den Rücken. Meine Angreiferin schüttelte sich und versuchte, mich abzuwerfen, doch ich bohrte meine Krallen nur noch fester in ihr Fell. Dann biss ich ihr in den Nacken und mit einem lauten Brüllen sank sie zu Boden. Ich hatte es tatsächlich geschafft, ich hatte sie besiegt! Ein Glücksgefühl durchströmte mich, bis mir wieder einfiel, dass ich ja Azuri befreien musste. Schnell lief ich zu ihr und versuchte, die Tür zu öffnen, doch es funktionierte einfach nicht! "Luna! Ich bin so froh, dass du da bist.", rief Azuri freudig und kam hechelnd angelaufen. "Ich bin auch froh, dass ich dich endlich gefunden habe, aber weißt du, wie ich diese Tür aufbekomme?", erwiderte ich. "Hm.... Die Pumawandlerin hat den Schlüssel, glaube ich, in den Fluss geworfen, aber du kannst doch die Tür einfach aufbrechen, oder?", antwortete sie.
    "Hm... Denke schon", sagte ich. Dann steckte ich meine Krallen in den Türspalt und stemmte die Tür auf. Ich konnte kaum glauben, dass ich das gerade geschaffte hatte. Azuri sprang mich sofort mit wedelndem Schwanz an. "Danke, dass du mich befreit hast.", sagte sie. "Kein Ding. Komm, ich bringe dich wieder zu deiner Mutter.", antwortete ich. Wir liefen also zurück in das Revier von Azuris Wolfsrudel, wo Donnerjägerin schon ungeduldig gewartet hatte und ihrer Tochter sofort über die Schnauze schleckte. "Tja, Luna. Du hast meine Anforderungen erfüllt. Ihr könnt morgen aufbrechen.", sagte sie zu mir.

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    ((unli))Kapitel 5((eunli)) Am nächsten Morgen reisten wir beide, jeder mit seinem Schlüsselteil, ab. Nach einer halben Stunde entschieden wir schlie
    Kapitel 5

    Am nächsten Morgen reisten wir beide, jeder mit seinem Schlüsselteil, ab. Nach einer halben Stunde entschieden wir schließlich, dass es doch sinnvoller wäre, wenn wir uns erstmal beraten und machten am Flussufer Pause. "Wie sollen wir nur die anderen Erben finden?", überlegte ich laut. "Die Prophezeiung sagt, dass 5 verschiedene Tiere mit unterschiedlichen Augenfarben das Geheimnis lösen würden.", sagte Azuri. "Hm....Wieso waren meine Eltern dann so sicher, dass ich die Erbin war? Meine Schwester hat zwar komischerweise schwarzes Fell, aber auch braune Augen.", fragte ich. Azuri dachte kurz darüber nach und antwortete schließlich: "Auf das Aussehen ist es bei dir gar nicht angekommen. Es heißt, die Zweitgeborene der Feinfühligen wird die erste Erbin sein. Deine Eltern müssen genau, wie meine, gespürt haben, dass es soweit ist und du bist nun mal ihr zweites Kind. Bei mir war es die Augenfarbe, die gezeigt hat, dass ich eine Erbin bin." Warte... Mama hatte mir doch immer eine Legende erzählt, von einem weisen alten Hirsch. Und sie hatte gesagt, dass es irgendwie stimmte! Nun begriff ich alles. "Azuri! Du bist ja von hier und ich nicht. Kennst du einen weisen alten Hirsch? Mama hat mir mal eine Legende erzählt, in der dieser Hirsch eine Bärenprinzessin nach Hause führt. Ich habe sie damals gefragt, ob das wahr ist und sie hat geantwortet, dass es eines Tages wahr werden wird!", erklärte ich Azuri. Azuri überlegte kurz und sagte schließlich: "Damit ist bestimmt Rothuf gemeint! Er hat sogar mal, während Mama und das Rudel auf der Jagd waren, auf mich aufgepasst."

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    ((unli))Kapitel 6((eunli)) Am nächsten Morgen liefen wir sofort los, um Rothuf zu finden. "Hier lang.", sagte Azuri, die mit der Schnauze a
    Kapitel 6

    Am nächsten Morgen liefen wir sofort los, um Rothuf zu finden. "Hier lang.", sagte Azuri, die mit der Schnauze am Boden der Witterung des alten Hirsches folgte. Nach einer halben Stunde konnten wir ihn endlich entdecken. Er hatte sich auf eine verborgene Lichtung zurückgezogen. "Geh du vor.", flüsterte ich Azuri zu. Diese nickte und trat vorsichtig auf die Lichtung. Rothuf fuhr erstmal erschrocken herum, doch als er Azuri erkannte, entspannte er sich wieder. Sein rot-silbernes Fell glänzte leicht in der Sonne. "Oh. Hallo, Azuri, was führt dich zu mir?" "Die erste Erbin (Sie schaute in meine Richtung und bedeutete mir, zu kommen, woraufhin ich mich neben sie stellte.) hat zu uns gefunden. Doch Luna und ich brauchen deine Hilfe. Es heißt, du hättest einen Hinweis für uns.", sagte sie. Er zuckte kurz mit den Ohren. "Hm... Ich kann euch tatsächlich...", wollte er antworten, als ihn plötzlich ein Puma mit zimtfarbenen Fell ansprang. Erschrocken schnappten wir nach Luft und hängten uns an den Puma, der seine Krallen in Rothufs Rücken bohrte. Sofort schleuderte er Azuri weg, doch mich konnte er nicht so einfach loswerden. "Komm schooon!", murmelte ich mit zusammengebissenen Zähnen, während ich weiter an ihm zog. Endlich! Der Wandler knallte mit voller Wucht auf den Boden und ich drückte ihn sofort zu Boden, um dann sein Genick zu durchtrennen. Geschafft! Plötzlich hörte ich ein Schnauben. Rothuf war zusammengebrochen! Azuri war als Erste bei ihm und begann seine Wunden zu lecken und auch ich kam angerannt. "Ver...geude deine Zeit nicht damit... Du kannst mich n...nicht mehr...retten. Ihr müsst...als nächstes den... den braunen Wassermolch...mit dem goldenen Glitzern... im Auge finden. Findet ... Findet dafür den grünen See.", brachte Rothuf noch hervor, bevor plötzlich bewusstlos wurde. Ich horchte auf seinen immer langsamer werdenden Herzschlag. Immer seltener atmete er, bis er schließlich komplett ruhig liegen blieb. Er war tot.

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    ((unli))Kapitel 7((eunli)) Zwei Tage waren seit Rothufs Tod vergangen; zwei Tage waren wir nun schon unterwegs. Zwar wussten wir beide nicht, wer oder
    Kapitel 7

    Zwei Tage waren seit Rothufs Tod vergangen; zwei Tage waren wir nun schon unterwegs. Zwar wussten wir beide nicht, wer oder was mit "dem Wassermolch mit dem goldenen Glitzern im Auge" gemeint war, aber Azuri hatte zumindest begriffen, dass mit dem "grünen See" ganz klar ein unterirdischer See, der in einer Höhle lag, gemeint war. Das einzige Problem war, dass man, um zu ihm zu gelangen erst durch einen langen Tunnel tauchen musste. Doch darum würden wir uns kümmern, wenn es soweit war. Ich schaute zu Azuri rüber und stupste sie freundschaftlich an. Seit Rothufs Tod war die immer aufgedrehte Azuri plötzlich so still geworden. Ich konnte es zwar verstehen, immerhin hatte der alte Hirsch oft auf sie aufgepasst und war für sie wie ein Vater gewesen, da ihr echter Vater bei einem Sturm ums Leben gekommen war, aber ich wollte sie auch nicht so traurig und niedergeschlagen sehen. "Wollen wir kurz Pause machen?", fragte ich, um das Schweigen zu brechen. Azuri nickte nur kurz. Wir setzten uns neben ein kleines Dickicht und begannen Kaninchen, die wir gestern erbeutet hatten, zu verspeisen. Wie eigenartig das doch war. Als unsere Reise begonnen hatte, hatte ich richtig Gefallen daran gefunden, doch nun saßen wir einfach nur stumm da und fraßen. "Azuri... Wenn du darüber reden möchtest, kannst du jederzeit was sagen.", sagte ich Azuri. Sie nickte: "Ok." Ich seufzte. Es war einfach nicht auszuhalten. Ich konnte nur hoffen, dass es bald vergehen würde. Ich wollte Azuri einfach nicht so sehen! Nachdem wir satt waren, brachen wir wieder auf. Plötzlich schien Azuri etwas zu wittern. "Wasser und Algen!", flüsterte sie und rannte einfach ohne auf mich zu warten los. Schnell hetzte ich ihr hinterher. Wasser und Algen? Was meinte sie? Dann begriff ich: Sie hatte den grünen See gerochen. Für einen kurzen Moment verlor ich sie aus den Augen, aber dann konnte ich sie wieder entdecken, da sie angehalten hatte. Vor uns lag ein grün schimmernder Teich und dahinter eine Felswand. Das musste der Eingang sein.

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    ((unli))Kapitel 8((eunli)) "Wir müssen anscheinend hier durchtauchen.", sagte ich. Azuri drückte sich winselnd auf den Boden. Im ersten Mo
    Kapitel 8

    "Wir müssen anscheinend hier durchtauchen.", sagte ich. Azuri drückte sich winselnd auf den Boden. Im ersten Moment war ich irritiert, aber dann begriff ich: Als Wolf konnte sie nicht sonderlich gut schwimmen und erst recht nicht tauchen! Jetzt war ich ziemlich froh, eine Bärin zu sein. Aber.... "Azuri, das schaffst du schon. Du kannst dich doch in einen Menschen verwandeln. Dann kannst du besser schwimmen und dich einfach an mir festhalten.", schlug ich vor. Azuri runzelte die Stirn und schien zu überlegen. Plötzlich verwandelte sie sich in ein zierliches, ca. 10-jähriges Mädchen mit dunkelblauen Augen und schulterlangen grauen Haaren; Kleidung hatte sie natürlich nicht an. Wieso auch? Wir lebten nicht unter den Menschen. Sie nickte mir zu. Langsam trat ich ins Wasser und Azuri kletterte auf meinen Rücken. Noch einmal drehte ich mir zu ihr um, doch sie nickte nur wieder. Na, dann los! Ich holte tief Luft und tauchte ins Wasser und durch den Eingang. Verschwommen konnte ich vor mir einen kleinen Tunnel erkennen. Azuri ließ sich an meinem Rücken zurückgleiten, da es zu eng für uns beide war. Bisher lief alles gut und sowohl Azuri, als auch ich, hatten noch genug Luft. Doch als ich weiterschwamm, drückte mich plötzlich eine Strömung gegen einen Felsen. Mist! Schwarze Flecken begannen schon vor meinen Augen zu tanzen und ich konnte nicht weg. Ich stieß mich mit aller Kraft von dem Felsen ab und endlich enkam ich der tödlichen Strömung. Aber halt! Wo war Azuri? Da! Sie wurde gegen die Felswände geschleudert und war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren. Plötzlich tauchte vor mir ein goldenes Glitzern auf und etwas hievte mich aus dem Wasser. Erleichtert schnappte ich nach Luft. Ich wollte schon noch einmal zurück, um Azuri zu holen als plötzlich ein Otter vor mir auftauchte und sie neben mich legte. Ich stupste meine Freundin sofort an und sie öffnete langsam die Augen und blinzelte. Dann hob sie den Kopf und schaute sich um. Wir waren in einer vom Wasser ausgehöhlten Höhle gelandet. "Was macht ihr hier?", fragte uns auf einmal unser Retter. Der Wassermolch mit dem goldenen Glitzern im Auge, damit war dieser Otter mit gold-gelben Augen gemeint geswesen! "Wir suchen den Wassermolch mit dem goldenen Glitzern im Auge. Das bist doch du, oder?", antwortete ich. Er grinste. "Ja, das bin ich. Ich heiße Wasserflitzer. Und ihr?", entgegnete er. Azuri erwiderte: "Das ist Luna (Sie verwandelte sich wieder automatisch in eine Wölfin) und ich bin Azuri. Wir wollen das Geheimnis endlich lüften." Er lächelte und sagte: "Ich denke, ich kann euch dabei helfen."

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    ((unli))Kapitel 9((eunli)) Wasserflitzer musterte uns neugierig. "Was ist?", fragte ich. "Ich dachte immer, dass die Erben erwachsen w
    Kapitel 9

    Wasserflitzer musterte uns neugierig. "Was ist?", fragte ich. "Ich dachte immer, dass die Erben erwachsen wären. Wie alt seid ihr?", antwortete er. "Ich bin 14.", erwiderte ich. "Und ich 10. Das ist doch nicht schlimm, oder?", sagte Azuri leicht beleidigt. Ich musste kichern. Typisch, Azuri. "Na, ja. Das kann halt ziemlich gefährlich werden.",  erklärte Wasserflitzer. "Ich kenne den nächsten Erben persönlich. Wir werden ihn also leicht finden können. Aber jetzt muss ich euch erstmal wieder hier rausbringen.", überlegte der Otter laut. "Schwimmen können wir beide. Du musst uns nur helfen, damit wir nicht von der Strömung erfasst werden.", sagte ich schließlich. Wasserflitzer überlegte noch kurz, dann nickte er. "Du als erste.", sagte er zu Azuri. Diese schluckte nervös, verwandelte sich aber dennoch wieder in einen Menschen. Der Otter glitt nun ins Wasser und ließ Azuri nachkommen. Dann krallte sich das Wolfmädchen in Wasserflitzers Fell und nickte, woraufhin dieser losschoss. Ich konnte nur hoffen, dass es klappen würde.
    Vor fünf Minuten waren die beiden losgeschwommen, doch Wasserflitzer war immer noch nicht zurückgekehrt. Wo blieb er nur? Allein würde es schwer bis unmöglich werden, hier wieder rauszukommen. Oder war vielleicht Azuri etwas passiert? Unruhig begann ich mit meinen Krallen am Boden zu kratzen. Ich fing an, in der Höhle auf und ab zu gehen, als Wasserflitzer endlich seinen Kopf aus dem Wasserloch steckte. "Du bist dran. Schwimm aber vor mir. Bei der Strömung werde ich dich von hinten anschieben.", erklärte er knapp. Ich grunzte nur schnell und stieg ins Wasser. In meinem Bauch begann es zu kribbeln. Was, wenn es schief ging? Ich wollte nicht ertrinken. Der Otter schien meine Unsicherheit zu bemerken und stupste mich aufmunternd an. Ok. Und los! Ich holte tief Luft, dann stieß ich mich am Felsrand ab und tauchte ins Wasser. Meine Sicht wurde verschwommen, doch ich konnte den Weg ungefähr erkennen. Ich schwamm weiter, doch auf einmal wurde ich von der mir inzwischen bekannten Strömung erfasst. Panik überkam mich, doch da schob mich Wasserflitzer schon weiter. Geschafft! So schnell es ging, schwamm ich weiter. Was war das? Licht! Ich legte einen Zahn zu und tauchte endlich auf. Mühsam hiefte ich mich aus dem Wasser und atmete kurz durch. Warte.... Wo war Azuri? Wasserflitzer schien meinen irritierten Blick zu bemerken, denn er antwortete sofort: "Ich habe sie losgeschickt, dass sie einen Fisch fangen soll." Ich schaute ihn fragend an, doch er sagte nur: "Du wirst schon noch sehen, wieso."
    Nach 10 Minuten kam Azuri wieder mit einem dicken Barsch im Maul zurück. "Danke", murmelte Wasserflitzer nur schnell, dann nahm er den Fisch und legte ihn vor den Eingang zur Unterwasserhöhle und.... Und verrichtete daneben sein Geschäft! Sofort hob ich meine Tatze vor meine Nase, sosehr stank es nun. "Was sollte denn das?", fragte Azuri würgend. "Wartet ab. Mein Freund müsste bald kommen. Ich lege ihm oft Beute hierher, aber hin und wieder übersieht er es. Adler können halt nicht so gut riechen. Deswegen haben wir vereinbart, dass ich .... nun ja, dass ich daneben auf's Klo gehe, sollten die Erben bei mir auftauchen.", erklärte der Otter uns. Das leuchtete mir natürlich ein, ekelhaft war es aber trotzdem; immerhin waren Azuris und meine Nase um einiges empfindlicher als die eines Otters oder gar eines Adlers.
    Seit einer halben Stunde warteten wir nun schon. Wasserflitzer hatte uns bestimmt schon fünfmal versichert, dass sein Freund bald kommen würde, doch bis dahin werden bestimmt schon längst alle meine Riechzellen abgestorben sein. Plötzlich bemerkte ich über mir einen Schatten. Erfreut sprang ich auf. Endlich! Der Vogel begann über uns zu kreisen, ging dann in den Sturzflug über und landete direkt vor dem Fisch, den er in einem Happen verschlang. "Darf ich vorstellen: Das ist mein Freund Richard von den Linden", sagte er zu uns. Dann wendete er sich zu Richard, einem großen Weißkopfseeadler mit stechend roten Augen: "Das sind Luna (ich nickte) und Azuri (sie verbeugte sich allen Ernstes leicht). Sie sind ebenfalls Erben." "Sehr erfreut", antwortete Richard und verneigte sich dabei kurz. Das war also der vierte Erbe.

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    ((unli))Kapitel 10((eunli)) Ich lauschte dem Wind und dem raschelndem Laub. Wir waren nun schon seit 5 Tagen unterwegs, hatten aber noch keinen neuen
    Kapitel 10

    Ich lauschte dem Wind und dem raschelndem Laub. Wir waren nun schon seit 5 Tagen unterwegs, hatten aber noch keinen neuen Hinweis gefunden. Wir wussten nur, dass der letzte Erbe an der Höhle bereits mit seinem Teil wartete. Aber wo war die Höhle nur? Wir hatten uns in ein Dickicht zurückgezogen. Über mir konnte ich auf einem Ast Richard erkennen und neben mir lag Azuri, die sich an mich gekuschelt hatte. Ein Klicken. Wer war da? Ich drehte meine Ohren. Wieder ein Klicken. Jemand trat auf herumliegende Äste. So ein Tollpatsch. Ein Feind konnte es nicht sein. Pumas waren schließlich um einiges leiser. Plötzlich stieg mir ein fremder Geruch in die Nase. Eine Eidechse? Nein. Zu groß. Und dann war da noch der Geruch von ..... Feuer! Ich wollte gerade hochschnellen, als mich ein stechender Schmerz am Kopf traf und meine Welt in schwarz versank.....

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