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Schattens kleine Bibliothek

Hier landen jetzt meine kurzen Geschichten

    1
    Inhaltsverzeichnis
    2: Vom Untergang
    3: Träume
    4: Der Tod riecht nach Lavendel

    2
    ((big))((bold))Vom Untergang ((ebold))((ebig)) Der Wind fuhr um Felsbrocken herum, wisperte in Kluften und rauschte über Seen. Immer tiefer drang er
    Vom Untergang

    Der Wind fuhr um Felsbrocken herum, wisperte in Kluften und rauschte über Seen. Immer tiefer drang er in das Gebirge vor, folgte längst vergessenen Pfaden, bis er endlich vor ihm lag: Der Ort der längst vergessenen und nie entdeckten Tragödie.

    Der Wind strich durch die Ruine und sie erzählte ihm ihre Geschichte.
    Dort lag die überwucherte Sandbahn. Leise säuselnd strich er um die Grashalme und über den verwitterten Überrest der Trennwand in der Mitte auf die zerfallen Überreste einer Tribüne zu. Dunkle Stellen zeugten noch immer von dem hier geflossen Blut. Kurz hielt der Wind sich an einer zerbeulten und verrosteten Rüstung auf, die offenbar niemand mehr hatte mitnehmen wollen. Dann war er über die Tribüne hinweg und brauste durch die zerklüftete Felswand dahinter, bis er endlich die verborgene Öffnung gefunden hatte. Wusch - fuhr er hinein.

    Leise säuselnd folgte er dem aufsteigenden Gang, brach sich vielfach an der zerklüfteten Felswand und kreuselte kleine Pfützen auf dem ausgetretenen und doch geheimen Pfad. Immer höher stieg er hinauf, bis zu dieser einen Stelle.
    Jaulend für er durch die Gerippe längst vergangener Mordopfer. Achtlos waren sie an den Rand des Ganges geschoben worden. Jetzt waren nur noch ihre Knochen und hier und da ein paar Stoffetzen übrig. Gedeckte, einfache Farben. Wahrscheinlich Diener aus dem Palast. Ein zerbrochener Krug hatte seine Scherben auf dem Steinboden verteilt, einige Münzen waren aus den verwesenden Taschen der Leichen gefallen. Ein Stück entfernt stand eine intakte, aber leere Öllampe, der Wind erzeugte einen hohen Ton, als er darüber strich.

    Mit sich selbst um die Wette heulend, zog er weiter, immer weiter, den engen Gang nach oben.
    Die Steintür an seinem Ende nahm dem Wind die Kraft, als er durch die schmalen Spalten an ihrem Rand zischte. Als leiser Luftzug strich er durch den langen, dunklen Korridor, der vor ihm lag. Während er eine breite, geschwungene Treppe hinauf wehte, gewann er wieder etwas an Kraft. Die kristallbesetzten Kronleuchter klirrten, als der Wind darin spielte und den mit kostbaren Teppichen ausgelegten Gang entlang zog. Eine Staubwolcke war sein ständiger Begleiter.

    Wispernd zog er um eine Biegung und erzeugte einen hohen durchdringenden Ton in den hier liegenden Knochen. Sie bedeckten den dicken, roten Teppich. Angerostete Schwerter und halb vermoderte Speere ragten zwischen ihnen hervor. Hier und da rosteten Rüstungsteile vor sich hin und erzeugten schrille Töne, wenn der Wind über sie strich. Die Überrest längst vergangener Soldaten bildeten einen Halbkreis um eine kleinere Ansammlung Knochen in schweren, ebenfalls rostigen Metallpanzern. Ein Helm klappert, als der Wind hindurch fuhr. Im Rücken der kleineren Gruppe lag ein großes, duppelflügliges Portal. Der Wind jaulte in den Ritzen, bis er endlich einen Weg hindurch gefunden hatte.

    Vor ihm lag ein großer Saal. In der Mitte stand ein langes steinerne Tafel, auf der noch teilweise zerbrochenes Tongeschirr stand. Hier und da deuteten Schimmelflecken die Überrest einer reichhaltigen Mahlzeit an. Nur der Wein war noch da. Tote Insekten lagen um eine Weinpfütze herum, genau wie die Skelette um den Tisch. Goldene Broschen, Ringe und Münzen zwischen ihnen, zeugten von ihrer Wichtigkeit. Am Kopfende der Tafel saß in einem rostigen Trohn ein Skelett mit einer Krone auf dem weißenSchädel, einen leeren Becher in der beringten Skeletthand.

    Der Wind jaulte noch etwas in den Knochen, und wirbelte eine Menge Staub auf. Dann schoß er durch die leeren Fensteröffnungen in die Stadt hinaus.

    Überall lagen die skelletierten Überreste ihrer Bewohner. Hier und da fanden sich verrostete Waffen und Rüstungen, doch die meisten schienen Zivilisten gewesen zu sein. Der Wind sammelte sich kurz über dem Palast auf der Spitze der Klippe und sauste dann in die Straßen der Stadt hinein.
    Auch hier pfiffen die Knocheb leise, wenn er darüber strich. In größeren Haufen lagen sie zusammen. Dunkel und leer gähnten die halb verfallenen Häuser am Straßenrand. Doch je weiter nach unten er kam, desto kleiner wurden die Knochenhaufen. Immer häufiger zeigten die Häuser Spuren von Bränden, verkohlte Balcken ragten in die Luft, Ruß wirbelte mit dem Wind davon. Bald schon zeugten nur noch die Brandflecken und vereinzelten Steinmäuerchen von den Häusern, die hier einst gestanden hatten. Selbst die vereinzelten Skelett hier waren schwarz vom Ruß.

    Murmelnd zog der Wind über die halb eingestürzt Stadtmauer und rauschte an in der breiten Schlucht, die quer über den Zugangsweg verlief. Ihr Grund verlor sich in der Dunkelheit. Ein einzelner Holzbalcken reichte noch in den Abgrund hinaus. Sein Ende war sauber durchtrennt.

    Der Wind pfiff durch die Ruine, und erzählte ihr seine Geschichte. Jetzt, da sie ihm ihre erzählt hatte.

    3
    ((bold))((big))Träume((ebig))((ebold)) Während er auf sein Frühstück wartete, fuhr er sich gedankenverloren durch die Haare. Sie waren noch feucht
    Träume

    Während er auf sein Frühstück wartete, fuhr er sich gedankenverloren durch die Haare. Sie waren noch feucht, schließ hatte er wie jeden Morgen einige Runden im Schwimmbad gedreht - dem Schwimmbad im Keller seiner Villa. Sein Blick wanderte durch den großzügig eingerichteten Raum und blieb an einem alten, aber sorgfältig aufbewahren Zettel hängen:

    Träume:
    [v] Villa
    [v] Schwimmbad im Keller
    [v] großer Garten
    [v] Angestellte im Haus haben
    [v] sehr gut verdienen
    [v] Boss oder Manager sein
    [v] Sekretärin haben
    [v] Großes Büro mit guter Aussicht
    [v] teures Auto mit Chauffeur


    Und der letzte Punkt auf der Liste, die er vor Jahren einmal angefertigt hatte:
    [  ] Jedes Land der Welt bereisen

    Mit einem leisen Lächeln hackte er auch diesen ab, während sein Koch das Frühstück servierte - selbstverständlich nur die exquisitesten Speisen. Um das dreckige Geschirr brauchte er sich keine Sorgen zu machen. Für sowas hatte er schließlich Bedienstete. Durch die große Glasfront des Esszimmers konnte er über den sorgfältig gepflegten Garten mit all seinen exotischen Pflanzen gerade noch erkennen, wie die Kinder des Nachbar sich auf den Weg zur Schule machten.
    Ein deutliches Zeichen, dass es auch für ihn langsam Zeit wurde.

    Pflichtbewusst wartete sein Chauffeur bereits mit dem Lamborghini vor dem Tor. Ein kurzer Blick auf seine Rolex, zeigte ihm, dass er sich tatsächlich um einige Minzten verspätet hatte. Nun, dann würde der Chauffeur eben schneller fahren müssen.
    Der Wagen fuhr los und er machte es sich in dem Ledersitz gemütlich. Weitere Anweisungen waren nicht nötig - der Chauffeur kannte den Weg: Zur Arbeit, wohin auch sonst.
    Wenige Minuten später war er bereits völlig in seine Mails vertieft - man konnte schließlich nicht früh genug mit der Arbeit beginnen.

    Das Sonnenlicht malte wechselnde Muster auf seinen großen und eleganten Schreibtisch. Genervt winkte er einer seiner Sekretärinnen, sie möge die Rollläden herunterfahren, und vertiefte sich dann wieder in die Zahlen auf seinem Bildschirm. Das war wohl der Nachteil der riesigen Fensterfront, die ihm ansonsten einen atemberaubenden Blick über die Stadt erlaubte. Es lief gut, er war außerordentlich erfolgreich, sogar erfolgreicher, als er es sich damals erträumt hatte.

    Natürlich nahm er sein Mittagessen nicht in der Firmenmensa ein. Sowas taten wichtige Leute wie er einfach nicht. Zusammen mit seinen Managern und einigen von einer seiner Sekretärin handverlesene Mitarbeitern saß er nun also im nahen Restaurant und lauschte nur mit halbem Ohr ihren belanglosen Gesprächen. Zwei von ihnen tummelten sowieso die ganze Zeit. Wie ärgerlich, dass er immer auch normale Mitarbeiter mitnehmen musste - er kannte nicht einmal ihre Namen. Aber es war wichtig. Die Ehre, mit dem Chef zusammen essen zu dürfen, trieb die Mitarbeiter zu höchst Formen an.

    Inspektion - das klang ja schon anstrengend. Und genau das war es auch. Zum Glück musste er das nicht all zu oft tun - wozu hatte man den Manager und all die anderen Mitarbeiter.
    Erschöpft ließ er sich nach getaner Arbeit in den weichen Ledersessel hinter seinem Schreibtisch fallen. Eine nach der anderen begannen seine Sekretärinnen ihren Feierabend. Er nickte ihnen kurz zu, stand dann auf und trat an die Fensterfront.

    Er blieb noch hier. Wohin sollte er auch sonst? Sicher, er erhielt alle möglichen Einladungen zu wichtigen Events. Aber an Tagen wie diesem ohne Einladung...
    Was war nur los mit ihm? Er hatte doch all seine Träume erfüllt. Warum fühlte er sich dann so leer? Warum war er nicht glücklich? Er hatte es weit gebracht, stand an der Spitze einer bedeutenden Firma und konnte von seinem Büro aus fast die ganze Stadt überblicken. Alles, was er sich je gewünscht hatte, war in Erfüllung gegangen, sogar mehr als das. Also warum? Warum war er nicht glücklich?
    Sein Blick wanderte erst durch sein elegantes, aber unpersönliches Büro und dann hinaus aus dem Fenster und immer weiter hinunter. Hinunter in die Straßen, wo das Leben tobte. Zu den Feierabend und glücklichen Menschen.

    Und er wusste dir Antwort.

    4
    ((big))((bold))Der Tod riecht nach Lavendel((ebold))((ebig)) "Bist du endlich mit dem Bärenknochen fertig?", ungeduldig streckt sie die run
    Der Tod riecht nach Lavendel

    "Bist du endlich mit dem Bärenknochen fertig?", ungeduldig streckt sie die runzlige Hand nach der Schüssel aus. Natürlich. Nie bin ich schnell genug. Schnell zermalme mit meinem Mörser ein letztes Stückchen und reiche ihr die Schalle mit dem weißen Pulver. Sie wirft einen Blick hinein und nickt kurz. Mehr Lob werde ich von ihr nicht bekommen. Wofür auch? Wow, ich kann einen Knochen zermallen - was bin ich doch für eine großartige Hexe. Aber mehr lässt sie mich nicht machen. Frustriert suche ich schnell die nächste Zutat. Natürlich würde sie mir nicht zutrauen, dass ich die kenne. Tue ich aber. Vielleicht kann ich ihr dann endlich beweisen, dass sie mich hoffnungslos unterschätzt. Hinter mir zischt es laut. Ich drehe mich um und sehe gerade noch, wie es im Topf zu brodeln beginnt. Der Trank nähert sich dem Ende.
    Ich nehme die Eichenborke aus dem Regal und beginnen sie klein zu hacken. Sofort beginnt es über mir durchdringend zu krächzen. Vor lauter Schreck schneide ich mir in den Finger. Na super! Blöde Krähe! "Solltest du dich nicht langsam an ihn gewöhnt haben?", krächzt es vom Kessel herüber. Sogar ihre Stimmen ähneln sich. War ja wieder klar, dass sie für den dämlichen Vogel Partei ergreift, statt für ihre Schülerin. Kommentarlos reiche ich ihr die zerhackt Eichenborke - eben so kommentarlos wirft sie sie in den Kessel. Natürlich, schließlich würde sie sich eher die Zunge abbeißen, statt mich zu loben.
    Und trotzdem stehe ich hier und helfe ihr, diesen Stärkungstrank zu brauen, der ihre Fähigkeiten noch verstärken wird.

    "Löwenherz!", befielt sie, bevor ich weiter nachdenken kann. Ich greife danach, doch dann halte ich inne. Direkt daneben steht das Glas mit den Schildkrötenherzen. Löwenherz und Fischflosse - das sind die beiden letzten Zutaten. Aber wenn ich sie durch Schildkrötenherz und Delfinflosse ersetze... Aber kann ich das? Kann ich diesen Stärkungstrank in ein tödliches Gift verwandeln? Kann ich meine Meisterin ermorden?
    "Wird's bald?", ihre langen Fingernägel kratzen über den Kesselrand. Das Geräusch schmerzt in meinen Ohren. Schnell greife ich nach dem Glas - das mit den Schildkrötenherzen - verrücke mit der anderen Hand die Löwenherzen und mache mich an die Arbeit. Kalter Schweiß bildet sich auf meiner Stirn, während ich möglichst schnell das Herz zerhacke. Jeden Moment wird sie meine Tat bemerken, jeden Moment wird sie mich anschreien - und dann? Das ist die Frage. Aber eigentlich will ich darüber lieber nicht nachdenken!
    Mit Feuereifer zerhacke ich das Herz in winzige Stückchen. Niemand könnte jetzt noch den Unterschied erkennen. Und zum Glück verhält sich mein Todestrank auch nicht anders, als ihr Stärkungstrank. Ich muss ein Aufatmen unterdrücken, als sie - kommentarlos wie immer - die fleischige Masse in den Kessel gibt.
    Aber es ist noch nicht geschafft. Mein Blick fällt auf die eingelegten Flossen. Ich muss es noch einmal tun. Ich werde es wirklich tun. Ich werde diese faltige Vettel vergiften. Oder? Immerhin ist sie meine Meisterin. Bin ich wirklich bereit dazu? Und kann ich wirklich zur Mörderin werden? Aber habe ich eine andere Wahl? Wenn ich jetzt die Fischflosse nehme, wird der Trank wirkungslos. Dann wird sie meine Tat bemerken und dann...
    Nein, ich habe keine Wahl! Mit zitternden Fingern vertausche ich die Flossen und zermahle die Delfinflosse. Ich habe mich entschieden, jetzt gibt es kein Zurück mehr.
    Ich kann die Blicke dieser verdammten Krähe im Nacken spüren. Hat sie etwas bemerkt? Der Mörser zittert in meiner Hand. Aber nein, versuche ich mich zu beruhigen, dieser Vogel guckt schließlich immer so. Trotzdem beruhigt sich mein Puls erst wieder, als auch die letzte Zutat in den Tiefen des nun dunkelvioletten Tranks verschwindet.

    Ich wische mir wiederholt die schweißnassen Hände ab, während sie ein letztes Mal den Trank umrührt und zufrieden nickt, als der Dampf einen violetten Ton annimmt. Ich kann nicht hinsehen, als sie eine Kelle holt. Stattdessen fällt mein Blick auf die räudige Krähe in den Balken über uns und ich balle still die Fäuste. Diesem Vieh muss ich auch noch etwas von dem Trank verabreichen. "So", krächzt das alte Weib und holt mich damit in die Wirklichkeit zurück. Gebannt beobachtet ich die Kelle. Ich kann meine Augen nicht mehr abwenden, während sie wie in Zeitlupe in den Trank eintaucht. Soll ich etwas sagen? Es wäre die letzte Chance, meine Tat noch zu verhindern. Schon will ich den Mund aufmachen, als mir all die Demütigungen, all die Schinderei und all die Strafen der letzten Jahre unter ihrer Fuchtel durch den Kopf schießen. Nein, ich werde nichts sagen! Ich werde beenden, was ich begonnen habe! Sie hat es verdient!

    Einen Moment schwenkt sie die Kelle mit dem Trank hin und her. Dann dreht sie sich zu mir um. Auch gut, dann werde ich ihr eben in die Augen sehen, wenn sie stirbt! Ihr Gesicht verzieht sich und ich brauche einen Moment, um zu begreifen, dass sie lächelt. "Du hast viel gelernt, mein Kind", wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass sie stolz klingt. Aber das kann nicht sein. "Der ist für dich." Lächelnd, wie bei einer gelungenen Überraschung, hält sie mir die Kelle hin.

    Ich kann sie bloß anstarren. Mein Herz setzt ein paar Schläge aus, während mein Gehirn versucht zu begreifen, was hier gerade passiert. Sie... Sie muss etwas bemerkt haben! Und das ist die Strafe! Aber... Aber ihr Lächeln... Vielleicht meint sie es wirklich gut... Ich... Mein Gehirn arbeitet im Schneckentempo. "Für... mich?", stammel ich und kann sie nur weiter schockiert anstarren. "Ja ja, ich weiß: Damit hast du nicht gerechnet.", sie grinst mich an wie eine zufriedene Großmutter, "Aber du hast ihn dir wirklich verdient! Jetzt nimm schon hin!" Meine Augen folgen wie hypnotisiert der Kelle, während sie damit vor meiner Nase herumwedelt. Mechanisch strecke ich die Hand danach aus. Ich muss es sagen. Ich kann das nicht trinken. Es wird... Nein, wird es nicht. Ich muss bloß gestehen, dann muss ich diese Gift nicht trinken und dann...
    Ja, was dann? Langsam kommt mein Gehirn wieder in Gange. Das ist die Frage: Was dann? Ich habe versucht, meine Meisterin zu vergiften! Was wird sie da wohl tun? Eigentlich kommt nur eins in Frage: Sie wird mich töten. Nur logisch, ich wollte sie ja auch töten. Und so wie ich sie kenne wird das kein angenehmer Tot.
    Ich starre auf die violette Flüssigkeit in der Kelle. Sie schwappt hin und her, weil meine Hand zittert. Dieser Trank tötet sofort. Es wird schnell gehen.
    "Was ist denn los, Kleine?", ihre krächzende Stimme durchbricht meine Gedanken. Und plötzlich ist mein ganzer Hass wieder da. Warum tut sie mir das an? Warum? "Jetzt mach schon, wir haben nicht ewig Zeit!". Ich wende meinen Blick von dem Trank ab - Ja, ich werde sterben! Aber immerhin wird es schnell gehen - und starre ihr direkt in die Augen. Und ich bin mir sicher, wenn Blick töten könnten, wäre sie auf der Stelle umgefallen.
    Langsam hebe ich die Kelle an meine Lippen und starre ihr dabei ununterbrochen in die Augen. Ich versuche all meine Gefühle in diesen einen Blick zu legen. Sie soll mich wenigstens einmal verstehen!
    Ich setzt die Kelle an meine Lippen und öffne den Mund.

    Das letzte, was ich wahrnehme, ist der Lavendelduft des Trankes der so gar nicht zu ihren bestürztem Blick und dem fauligen Geschmack in meinem Mund passt.

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