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Kriegerin

„Geh nicht“, hörte ich sie rufen. Neben ihr stand mein Vater, er sah mich traurig an, plötzlich verwandelte er sich in Secundus. Secundus kam in m auf mich zu, als er mich erreicht hatte küsste er mich. „NEIN!“, schrie meine Mutter. In diesem Moment tat sich ein Abgrund auf.

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    Kriegerinnen



    Es war ein kühler Sommer Tag. Wie immer übten ich und meine Freundinnen das Kämpfen. Meine Freundinnen das waren die starke Valida, die schlaue Calida und die schöne Pulchra. So und da war ich noch. Mein Vater ein Händler und meine Mutter war wie alle Frauen bei uns Kriegerin. Mein Name ist übrigens Pugna. Mein Stamm wohnte im heutigen Amerika wir waren aber keine Indianer! Wir waren die Askwquexteren. Gut ich gebe ja zu der Name ist etwas bescheiden deswegen nennen wir uns auch die Exaseren zwar auch ein schwerer Name, aber immer noch besser als Askwquexteren! Ich damals 16-jahre alt und wusste nicht, wofür ich Gut war. Eigentlich beherrschte ich alles was eine Frau bei den Askwquexteren können muss, aber ich hatte keine Besonderheiten wie etwa meine Freundinnen: Valida war die stärkste von uns und im Armdrücken gewann sie immer, Calida, Validas Zwillings Schwester war sehr schlau, in einem jeden Kampf trickste sie und bei Schlachten überlegt sie sich immer die Taktik, Pulchra war eine Schönheit wie sie noch nie jemand gesehen hatte, deswegen wurde sie auch als Spionin benutzt ihr geheim Name war Pandora was ja ziemlich logisch ist wenn man weiß wer Pandora ist. Die anderen Kriegerinnen hatten natürlich auch etwas zu bieten, meine Mutter Silva zum Beispiel in einem Kampf im Wald hatte sie unseren Truppen das Leben gerettet, obwohl sie hoch schwanger war und ein jeden Moment ein Kind erwartete. Kurz nach dem sie die letzte Kriegerin in Sicherheit gebracht hatte gebar sie mich und gab mir den Namen Pugna, was auf lateinisch Kampf heißt. „Hey träumst du etwa?“, Riss mich Valida aus meinen Gedanken. Als ich auf stand begann sie zu lachen. „Na ich hoffe du hast gut trainiert!“ Ich sah sie wütend an, aber sie hatte Recht, ich hatte noch nie einen Kampf gegen sie oder Calida gewonnen, bisher hatte ich nur gegen Pulchra gewonnen was ja nicht wirklich schwer war, denn Pulchra war sehr oberflächlich. „Oh Pugna ärgert das dich etwa das du nie gewinnst“, Valida grinste, als Viktoria zu uns trat. Viktoria gewann immer in allem. Leider war sie nicht besonders Höflich vor allem gegenüber mir. „Na will unser Pugna wieder ein bisschen verlieren“, Viktoria lachte: „Deine Mutter hätte dich lieber Pedera nennen sollen“ Auf einmal verlor ich die Beherrschung Pedera war abgeleitet vom lateinischen Wort für verlieren oder von pedo was so viel wie Furzen bedeutet. Ich schwang mein Schwert über meinen Kopf und versetzte Viktoria einen Hieb, der sie in die Knie zwang „Pugna du hast gewonnen“, Knurrte Viktoria wütend. In diesem Moment trat Regina unsere Königin auf die Wiese. „Hört auf Kinder wir haben momentan schlimmere Probleme!“ „Pugna es ist etwas Schreckliches passiert, die Römer…“, weiter kam meine Mutter, die hinter Regina stand, nicht. Ein Römer betrat die Wiese und fragte: „Und wer kommt jetzt mit nach Rom?“ „Laetitia, Amica, Fillia, Cornelia und Dea“, antwortete Regina. Als wir Amicas Namen hörten starten wir Regina eschrocken an. Jeder von uns mochte Amica, auch die Erwachsenen blickten Regina bestürzt an, doch was sollten sie tun niemand wollte mit dem Römer mit gehen, aber Warum? Warum sollte ich mein Glück nicht woanders versuchen und Amica damit davor retten ihre geliebte Heimat zu verlieren. Ich dachte kurz nach. Ich hasste meine Heimat und kam mir hier sinnlos vor. Und Rom sollte ja wunder schön sein. „Ich gehe mit nach Rom“, rief ich und trat vor. Obwohl meine Mutter weinte und mein Vater mir versprach, wenn ich blieb bekäme ich mein eigenes Pferd blieb mein Entschluss, ich würde nach Rom gehen. Eine Woche später ritt ich mit den vier anderen Mädchen und dem Römer der Secundus heißt nach Rom. Ich war ziemlich, nervös wie war Europa wohl? „Alles gut Pugna?“, fragte mich Secundus. „Ja alles gut. Ich frag mich nur was wir in Rom machen werden“, antwortete ich. „Also ihr werdet um ehrlich zu sein zu Kampf Maschinen ausgebildet“, meinte Secundus. Ich sah ihn schockiert an: Ich war doch gar nicht so gut im Kämpfen. „Hey wie wäre es, denn wenn wir trainieren?“, schlug Secundus vor. Noch schockierter nickte ich. Er sprang von seinem Pferd, auch ich und die anderen Mädchen saßen ab. „Gut zweier Teams bilden und Waffen nehmen! Ich und Pugna kämpfen gemeinsam!“, befahl Secundus. Nach einiger Zeit standen wir alle bewaffnet voreinander, nur mir fehlte ein Schild. „Versuche es doch mit zwei Klingen. Es ist ja nur eine Übung“, meinte Secundus. Widerstrebend nahm ich mir eine übrig gebliebene Klinge und stockte, denn das Schwert hatte das gleiche Symbol auf der Tragfläche wie mein Schwert. Es war ein Abbild meiner Lieblings Göttin Arcadia. „Das sind ja Zwillings Schwerter“, bemerkte Secundus. „Komm las uns anfangen“, rief ich, aber plötzlich hatte ich das Gefühl als könne mich niemand mehr besiegen. Der Kampf begann und dauerte ungefähr zwei magische Sekunden. Danach hatte ICH gesiegt. „Wow du bist ja echt gut“, murmelte Secundus. Einige weitere kämpfe folgten, in welchen ich immer gewann. Zum Abschluss ließ mich Secundus noch mit den anderen kämpfen, doch egal was sie versuchten: Ich gewann. Die beiden Schwerter fühlten sich an wie verlängerte Arme und ich musste mit keinem unhandlichen Schild blocken, sondern hatte immer eines meiner Schwerter zur Hand, um zu blocken. In meiner Heimat war es oft nicht schön gewesen zu kämpfen, doch hier gefiel es mir auf einmal das Schwert zu schwingen und meine Gegner zu bezwingen. Plötzlich kamen riesige Männer auf uns zu. „Gib uns die Mädchen und dir wird nichts passieren“, rief einer der Männer. „PAH! Wir sind doch keine Sklaven! Angriff Mädels!“, schrie ich zornig und griff die Männer an. Die begannen zu lachen als ich sie mit einem meiner Schwerter bedrohte, aber als ich einen von ihnen um eine Hand ärmer machte griffen sie an. Es waren sehr gute Schwertkämpfer, trotzdem konnte ICH sie ALEINE bezwingen. Die anderen starten mich mit offenen Mündern an. „Wir sollten weiter“, meinte ich, als ob ich jeden Tag irgendwelche Gauner bezwang. Secundus nickte nervös und stieg auf sein Pferd. „Galopp!“, befahl er ihm. So galoppierten wir weiter Richtung Rom. Zwei Tage Später kamen wir müde an einem Hafen an. Wir waren durch galoppiert und hatten nur selten kleine Pausen gemacht, um zu schlafen. Gegessen hatten wir im Trab auf unseren Pferden. „Wow“, entfuhr es Fillia. Secundus lächelte ihr zu, dann meinte er: „Kommt Mädels unser Schiff fährt in zehn Minuten ab. Wenn wir es verpassen müssen wir zwei Tage warten!“ Langsam ritten wir weiter. Nach einiger Zeit erreichten wir ein sehr großes Schiff. Es war ungefähr dreißig Meter groß. „Sollen wir darauf über das Meer fahren?“, fragte Laetitia. Secundus nickte. „Ist das Dings denn sicher?“, fragte Cornelia. Ich musste lachen, obwohl ich wusste, dass Cornelia nicht wissen konnte was ein Schiff war. Im Gegensatz zu mir und Dea waren Fillia und Cornelia nie in die Schule gegangen. Sie mussten stattdessen ihren Vätern beim Arbeiten helfen oder mit ihren Müttern kämpfen üben. Secundus trieb uns zur Eile an. Gemeinsam führten wir unsere Pferde auf das Schiff. Ich beschloss auf die Pferde aufzupassen, während Secundus den anderen über Rom erzählte. Ich hätte mich bei ihnen gelangweilt, denn ich liebte die Geschichten über die Römer. Deswegen hatte mir mein Lehrer immer in den Pausen Geschichten über Rom erzählt. Meine Mutter berichtete mir zudem noch von den vielen Kämpfen gegen Rom, die sie geführt hatte. Nach einiger Zeit gesellte sich Secundus zu mir. „Magst du es eigentlich zu kämpfen“, fragte er vorsichtig. Ich dachte kurz nach, denn in meiner Heimat hatte ich es gehasst, doch als wir auf unserer Reise gekämpft hatten war es schön. „Na-ja, wenn ich siege schon...“, antwortete ich Schließlich. Secundus begann zu lachen. „So wie du kämpfst besiegst du doch jeden!“, erwiderte er. Ich zuckte mit den Schultern und schwieg. Bald fiel ich in einen tiefen Schlaf. In meinem Traum sah ich meine Mutter. „Geh nicht“, hörte ich sie rufen. Neben ihr stand mein Vater, er sah mich traurig an, plötzlich verwandelte er sich in Secundus. Secundus kam in meinem Traum auf mich zu, als er mich erreicht hatte küsste er mich. „NEIN!“, schrie meine Mutter. In diesem Moment tat sich ein Abgrund auf. Wir alle fielen in ihn. „Hey aufwachen“, Fillia stand neben mir. Ich rieb mir die Augen. Ich lag in einem kleinen Zimmer auf einer Decke. „Hier ist dein Frühstück.“, meinte sie und reichte mir eine Schale Haferschleim. Er schmeckte sogar. „Wollen wir Trainieren?“, fragte mich Fillia, als ich fertig war. „Gerne! Aber wo?“, antwortet ich. Fillia bedeutete mir zu folgen. Kurze Zeit Später kämpften wir gegeneinander. Ich hatte wieder die Zwillingsklingen und gewann jeden Kampf. Sogar als ich allein gegen alle kämpfte. Ich hatte das Gefühl meine Schwerter waren verlängerte Arme von mir. Einige Wochen Später kamen wir in Ostia dem Handelshafen von Rom an. Leider konnte ich nichts von Rom sehen, denn es war Nacht als wir ankamen. Am nächsten Morgen waren wir in einer Kampf Schule. Secundus erklärte uns, dass wir ab jetzt jeden Tag Trainieren würden. Morgens sollten wir immer laufen. Ungefähr von vier bis sieben Uhr, um sieben bis acht würden wir essen. Danach würden wir Trainieren und um ein Uhr essen. Um sieben Uhr wäre dann Schlafenszeit. In einem Monat sollten wir dann eine besondere Arme bilden, die gegen die Germanen kämpfen soll. Secundus verabschiedete sich kurz darauf. Doch bevor er uns verlies nahm er mich noch zur Seite. „Pugna, ich habe dir die Schwerter in deinen Schrank gelegt.“, murmelte er. Ich nickte, auch er nickte noch bevor er sich in den Sattel schwang. Die nächsten Tage Trainierten wir in einem Strengen Plan unser Trainer Magister Superbus war hin und weg gerissen von meinen Schwert Künsten und immer, wenn wir liefen lobte er mich wegen meines gleichmäßigen und schnellen Tempos. Fillia, Cornelia und Dea waren am Ende der ersten Woche leider neidisch auf mich. Sie sprachen nicht mehr mit mir und verhielten sich sehr ungerecht gegenüber mir. Magister Superbus tat so als ob er davon nichts mit bekam. Nach zwei weiteren Wochen kam Secundus zu besuch. „Hallo, Ladys! Kann ich mal mit Pugna sprechen?“, begrüßte er uns. Magister Superbus nickte und Secundus führte mich hinter die Waffen Kammer. Die Waffenkammer grenzte unmittelbar an die Taverne, in der unsere kleinen Zimmer waren. Neben dieser Taverne war der Trainingsplatz, auf dem wir uns duellierten. Dieser Platz war eine große Fläche Sand. Daneben war der Platz, an dem wir Geschick und Kraft trainierten. Er war quadratisch und übersäht von Hindernissen. In der einen Ecke stand ein hölzerneres Ding an dem mit zwei seilen ein Stein befestig war. Wir mussten immer den Stein hochheben mit ihm springen und ihn dann wieder ablegen. Jetzt standen Secundus und ich vor unserer Waffenkammer. „Und wie ist es so in Rom?“, fragte Secundus. Ich lachte auf. Ich hatte ja noch nichts von Rom gesehen. Wir waren immer nur in diesem Gelände. Magister Superbus hatte uns strengstens verboten unseren Ludus zu verlassen. Secundus lächelte plötzlich ich sah ihn verwundert an. „Pugna du bist so schön“, murmelte er. Eigentlich hätte mich das Kompliment wundern sollen, doch in meinem Bauch begannen Schmetterlinge zu tanzen. „Danke! Du allerdings auch!“, sagte ich. „Du kämpft echt super!“, entgegnete er schmeichlerisch. „Erzähl mir was neues“, antwortete ich herausfordernd. Secundus grinste breit. „Himmel, ich filierte ja richtig mit dem Typ!“, dachte ich mir. „Also warum ich eigentlich hier bin, Cäsar will dich sehnen. Er braucht dringend starke Krieger, deshalb seid ihr hier. Leider machen die Germanen stress an den Grenzen. Cäsar braucht euch jetzt schon!“, erklärte er. Ich nickte stumm. „Wann?“, fragte ich schließlich. „Morgen um sieben Uhr.“, sagte er noch, bevor er sich mit einem traurigen lächeln umdrehte und weglief. Er rannte so schnell, dass ich keine Zeit hatte ihm mit meinen fragen zu löchern. Ich hätte ihm nachlaufen können, aber es erschien mir falsch. Traurig und mit einer Million Fragen im Kopf joggte ich zurück zum Trainingsplatz. Die anderen begannen sofort mich zu löchern, obwohl sie in den letzten Tagen fies zu mir gewesen waren gab ich ihnen Auskunft. Ich fände es ungerecht, wenn sie nichts von dem was Cäsar vorhatte wussten würden. So versammelten wir uns einen Tag später vor der Waffenkammer. Kurtz darauf ritt Secundus zu uns. „Hallo! Warum sind denn alle da? Ich brauche nur Pugna.“, begrüßte er uns. „Das war ja klar!“, murmelte Cornelia mürrisch. „Kommst du Pugna?“, fragte er mich. „Ja, warte kurz.“, antwortete ich. „Mädchen es...“, begann ich, doch Dea unterbrach mich. „Geh nur! Wir Trainieren hier, dass hast du ja eh nicht nötig!“, rief sie zornig. „Hier ist ein Pferd für dich“, meinte Magister Superbus, er war gerade zu uns gekommen. Er hatte Flocke eine weiße Stute dabei. Ich nickte stumm, während ich mich in den Sattel schwang. „Galopp!“, befahl ich und Secundus und ich ritten los. Rom war größer, schöner und voller als ich es mir hätte Träumen können. In der innen Stadt mussten wir Schritt reiten. Überall sah ich Händler. Unterschiedliche Menschen strömten die Straßen entlang. Ich erblickte Senatoren, Sklaven, Händler und einfache Bauern. Endlich kamen wir an einer von Cäsars Villen an. Ein Sklave nahm uns die Pferde ab. Secundus führet mich in einen schönen Sal. Die Wände waren mit Bildern der Römischen Götter versehen. „Roma magna Urba est!“ stand unter einem der Bilder. Ich wusste das dieser Satz so viel wie Rom ist eine große Stadt hieß, was ja ziemlich affig war, denn Rom war ein riesiges Imperium! Am Ende des Sales sah ich einen goldenen Tron. In diesem Moment trat ein gutaussehender Mann ein. „Ave Cäsar!“, grüßte ihn Secundus. „Ave Cäsar!“, murmelte auch ich etwas verspätet. „Salvete!“, rief Cäsar erfreut. „Latina Lingua non potet!“, meinte Secundus daraufhin auf Lateinisch. Ich verstand leider nicht so gut Latein, um zu wissen was er sagte. „Oh! Hallo, Mädchen“, sagte Cäsar nun. Er erklärte mir außerdem noch, dass er mich dringend brauchen würde. Die Germanen würden seine Legionen zu sehr anstrengen. „Warum haben Sie nur mich zu ihnen gerufen?“, fragte ich. „Weil die anderen noch nicht so gut sind. Zumindest wenn ich Magister Superbus glauben darf.“, meinte er lächelnd. Später kämpften Secundus und ich, um Cäsar zu zeigen, wie gut ich war. Mit meinen Schwertern, die ich zum Glück dabei hatte war ich wieder unschlagbar. Der Kaiser war sichtlich beeindruckt. „Super!“, rief er immer wieder. Gegen Abend ritten wir wieder zurück. Die anderen warteten schon auf mich. Trotz ihres Neides wollten sie hören, wie es bei Cäsar war. Ich berichtete ihnen von meinem Ausflug, als ich an die Stelle kam wo Cäsar mir erzählte die anderen wären nicht gut genug rasteten sie aus. Sie schienen wütend durcheinander. „Du Dumme Kuh!“, beleidigten sie mich immer wieder. Zum Glück unterbrach Magister Superbus sie bevor sie mich wie Furien zerfleischen konnten. Blind vor Neid verließen sie den Speisesaal. „Gute Nacht Magister“, nuschelte ich noch, dann verlies auch ich den Sal. In meinem Zimmer wurde mir klar: Ich war allein. Meine Eltern waren hunderttausende Kilometer von mir entfernt. Die anderen hassten mich. Secundus... Er war unerreichbar für mich. In meinem Leben zählte nur noch das Kämpfen. Warum war ich nur mit nach Rom gegangen? „Wegen Amica!“, schoss es mir durch den Kopf. Nur wegen ihr. Auf der langen Reise nach Rom hatte ich oft Angst, dass ich nicht gut genug war, doch jetzt wünschte ich mir, ich wäre schlechter! Ich fühlte mich so einsam, so verloren, so ausgegrenzt. Ausgegrenzt, weil ich perfekt im Kämpfen war, weil die anderen Neidisch auf mich waren. In meiner Heimat hätten mich die anderen nie ausgeschlossen, obwohl ich die schlechteste im Kämpfen war. Bei dem Gedanken musste ich vor Ironie lachen. Früher war es mein größter Traum besser zu kämpfen gewesen und heute wünschte ich, ich wäre etwas schlechter. „Geht es mir hier eigentlich besser als zuhause?“, fragte ich mich. Warum wurde Viktoria nie ausgegrenzt? „Weil sie die Tochter von unserer Königin ist“, fiel es mir ein. Auf einmal klopfte es. „Herein!“, rief ich. Zwar hatte ich gerade keine Lust auf die anderen, aber es wäre unhöflich, denn vielleicht entschuldigten sie sich ja. „Hi Kriegerin!“, begrüßte mich Secundus. Er stand gechillt im Türrahmen. Sofort hellte sich mein Gesicht auf. „Hallo! Schön dich zu sehen! Was führt dich her?“, meinte ich. Secundus grinste, dann erklärte er: „Ich wollte nur sehen, ob du noch lebst. Die Mädchen sahen stocksauer aus.“ Ich musste grinsen. Ich wusste zwar nicht warum, doch Secundus Anwesenheit machte mich glücklich. In der Ferne hörte ich Musik. Secundus schien ich auch zu hören, denn er fragte mich: „Wollen wir Tanzen?“ Ich musste noch mehr grinsen. „Gerne!“, antwortete ich ihm lachend. Secundus griff nach meiner Hand. Gemeinsam tanzten wir durch mein Zimmer. In meinen Ohren klang die wunderbare Musik. Mein Hertz machte Saltos vor Freude. Es war einfach unglaublich schön mit Secundus zu tanzen. Ich vergaß einfach alles. Den Streit mit den Mädchen, meine Einsamkeit, einfach absolut alles. Nur der Moment zählte, er könnte zu schnell wieder verschwinden. Ich könnte zu schnell wieder fallen. Secundus lächelte vorsichtig. In seinem Blick lag so viel Freude. In meinem Körper bereitete sich ein Gefühl von Freiheit gemischt mit Freude und (Ja ich gebe es ja zu) Liebe aus. Die Schmetterlinge in meinem Bauch sprangen vor Freude. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lächeln. Secundus schien es ähnlich zu gehen, glücklich tanzte er gegenüber von mir. Wir tanzte ohne Körperkontakt, trotzdem war ich Secundus näher denn je. Die Musik wurde immer schöner und schneller. „Das ist ja richtiger Sport hier!“, rief Secundus lachend. „Juche! Nicht nur ich schwitze!“, jubelte ich lachend. Secundus prustete los. Auf einmal wurde die Musik etwas langsamer. Secundus legte seine Arme um meine Taille. Vorsichtig hob er mich hoch. Zuerst war ich verblüfft, doch dann spante ich meinen Körper an und hob die Arme. Secundus hielt mich fest. Ich fühlte mich absolut sicher und geborgen. Secundus drehte sich um die eigene Achse und meine Harre flogen wunderschön hinter mir her. In diesem Augenblick zählten nur wir beide. Da endete das Lied. Es begann ein neues. Das neue Lied hatte eine wunderbare Melodie. Plötzlich hob Secundus mich so, dass wir uns in die Augen blickten. Seine Lippen näherten sich meinen. Die Schmetterlinge in meinem Bauch explodierten immer wieder. „Halt!“, schrie jedoch eine Stimme in meinem Kopf. Leider wurde sie immer lauter. Verzweifelt blickte ich Secundus an. Ich hätte ihn zu gerne geküsst, allerdings hatte mein Verstand etwas dagegen. „Ich kann nicht.“, hauchte ich. Enttäuscht ließ mich Secundus los. Ich fiel, immer tiefer und landete unsanft. Mein Hertz fühlte sich zerbrochen an. Zerbrochen von mir selbst. „Er ist ein Römer! Römer sind böse und gefährlich! Du kennst ihn doch überhaupt nicht!“, schrie mein Verstand. „Tschüs, ich glaube ich muss los…“, murmelte Secundus. Er verschwand aus meinem Zimmer. Ich spürte eine Träne auf meiner Wange. Ich war allein. Ich selbst hatte Secundus vertrieben. Warum nur? Warum musste ich so misstrauisch sein. Jetzt hatte ich alles verloren. „Du hast das richtige getan!“, hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, doch ich wollte nicht auf sie hören. Ich war zu verletzt. Allmählich begann ich zu zittern. Ich wusste nicht ob vor Trauer oder weil mein Zimmerboden eiskalt war. „Pugna du wirst noch oft Fallen steh nur immer wieder auf!“, sagte die Stimme meiner Mutter in meinem Kopf. Nein! Ich konnte nicht mehr aufstehen! Ich war zu tief gefallen und zu hart aufgekommen. Es hatte sowieso keinen Sinn mehr. Die anderen hassten mich. Secundus, ja ihn hatte ich selbst vertrieben. Warum war ich nur so dumm? Ich hätte ihn einfach küssen sollen. Oder war ich überhaupt bereit? Ich wusste gerade gar nichts mehr sicher. Ich hatte das Gefühl alles falsch gemacht zu haben. „Vertraue den Römern niemals!“, hörte ich wieder meinen Verstand rufen. Hatte er mir nicht schon genug versaut! Unendlich traurig drehte ich mich auf die Seite und schloss meine Augen. Ich wollte weder etwas hören noch sehn, ich wollte einfach nur liegen bleiben, für immer. Niemals mehr kämpfen und niemals wieder jemanden sehn. In meinen Ohren nahm ich Vogelgezwitscher wahr. Anscheinend war ich eingeschlafen. Unter mir war der kalte Boden. Sollte ich aufstehen. Nein! Auf keinen Fall! Was sollte ich stattdessen machen? „Nichts! Einfach liegen bleiben!“, dachte ich mir. Warum sollte ich für den Feind kämpfen. Die Römer waren unsere größten Feinde und ich hatte für sie trainiert! „Was ist bloß aus mir geworden?“, fragte ich mich. Wahrscheinlich würden die Mädchen sich sogar über meine Abwesenheit freuen. Niemand wollte mich haben. Schon immer war ich fremd in meiner Heimat, doch dort hatte ich immer meine Eltern. Hier war ich komplett allein. Verlassen, verletzt, schwach und zu gut. Auf einmal erblickte ich meine beiden Schwerter. Sie lagen ordentlich auf meinem hölzernen Schrank. Er stand neben meinem großen Bett. Sonst war mein Zimmer leer. Genauso wie ich! Als ich die Schwerter länger betrachtete merkte ich wie Wut in mir hochstieg. Blinde Wut! Zornig sprang ich auf. Durch ein kleines Fenster über meinem Bett sah ich die anderen beim Üben. Denen war ich wohl völlig egal! „PAH! Die werden sich noch wundern!“, dachte ich mir. Sauer griff ich nach meinen Schwertern und verließ mein Zimmer. Böse stürmte ich auf den Trainingsplatz. „Hallo!“, begrüßte ich sie, dabei versuchte ich meine Wut zu unterdrücken. „Kommt die Madame auch mal! Freut mich! Ich wusste gar nicht das Sie es nötig hätten zu üben!“, meinte Dea zuckersüß. Das war zu viel. Aggressiv schwang ich meine Schwerter. „Wenigstens kann ich kämpfen!“, schrie ich, während ich mich auf sie stürzte. Ich schwang mein Schwert blind, mir war egal wen ich verwundete oder tötete. Hauptsache irgendjemanden. Bald sah ich die ersten Blutstropfen. Sie stammten von Dea. Ha! „Auseinander“ brüllte Magister Superbus. Wir ignorierten ihn. Kreischend wie Furien stürzten wir aufeinander. Plötzlich mischte sich Magister Superbus ein. Zuerst holte er Dea aus dem Kampfgeschehen, dann zog er Laetitia raus. Nun griff er Fillia von hinten und warf sie wie einen Papierknüll weg. Sie landete unsanft einige Meter fern von dem Kampf. Cornelia riss er die Waffe aus der Hand. Nur mich konnte er nicht stoppen. Völlig blind vor Wut, Verzweiflung und Einsamkeit schlug ich um mich. Schließlich verletzte ich ihn sogar, aber ich bemerkte es kaum. Ich war besessen, von Rache! „Was ist hier den Los?“, hörte ich eine Stimme fragen. Secundus! Ich hielt inne. Die Zeit nutzte Magister Superbus um mich zu entwaffne und zu fesseln. „Sie Idiot, sie Verräter Sie Ausgeburt der Hölle!“, beleidigte ich ihn. Er tat so als ob er mich nicht hören könnte. „Pugna ist los. Sie hat die anderen angegriffen.“, antwortete Magister Superbus Secundus. „Gut, dass ich sie mitnehme. Cäsar braucht sie.“, meinte Secundus. Dea, Laetitia, Fillia und Cornelia starten mich zornig an. Meine Wut war auf einmal wie weg geblasen. Ich merkte einen Stich in meinem Herzen. Ich war eine Furie! Nein, war ich nicht! Ich war niemand! „Nein, ich bin eine Maschine!“, schoss es mir durch den Kopf: „Eine Kampfmaschine ohne Gefühle!“ Doch leider hatte ich Gefühle! Vorhin hatte mich blinde Wut bei Kräften gehalten, doch jetzt fühlte ich mich wieder leer. „Komm!“, flüsterte Secundus mir ins Ohr. Erschrocken fuhr ich hoch. Secundus hatte mich befreit und stand neben mir. Die Mädchen übten, als wäre nichts gewesen, auch Magister Superbus benahm sich wie immer. „Komm kleine Furie!“, wisperte mir Secundus zu. Ich schütteltet unmerklich mit dem Kopf „Na komm schon, kleine Kriegerin!“, forderte mich Secundus in einem sanften Ton auf. Schon kamen mir die ersten Tränen. Warum musste ich ihn auch ablehnen? Da zog Secundus mich sanft hoch. Vorsichtig führte er mich zu seinem Pferd und bedeutete mir aufzusteigen. Ich tat dies sofort, während mir tausende Träne übers Gesicht liefen. Secundus griff nach den Zügeln seines Pferdes und ging Los. „Vale Magister Superbus! Tschüs Mädels“, verabschiedete er sich noch, bevor er seine Schritte beschleunigte. „Warum weinst du Pugna?“, fragte er mich nach einiger Zeit. „Weil alles verloren ist“, schluchzte ich. Abrupt blieb er stehen, sein Pferd wieherte erschrocken. „Nichts ist verloren Pugna. Niemand ist weg!“, erklärte er mir mit ernster Stimme. „Was ist mit meinen Eltern? Sind die nicht ewig weit weg von mir“, hauchte ich. Secundus schwieg und wir setzten unsere Reise fort. „Wo laufen wir hin“, fragte ich, nachdem wir einige Zeit stumm waren. Ich weinte nicht mehr, vermutlich konnte ich nicht mehr weinen! „Zu einem Pferdehändler, er wird dir ein Pferd geben und dann reiten wir gemeinsam nach Germanien.“, antwortete er mir. Ich lächelte vorsichtig, als mir etwas Merkwürdiges einfiel. Secundus hatte mich vorhin „Kleine Furie“ genannt, obwohl wir gleich alt waren. „An was denkst du gerade?“, fragte mich Secundus gerade. „Antworte ihm ehrlich!“, schrie mein Herz, doch mein Verstand ließ mich nur mit den Schultern zucken. Am Abend kamen wir an einer Herberge an, als ich Secundus fragte erklärte mir Secundus wir wären in wenigen Tagen in Ostia und hatten Rom schon hinter uns gelassen. Ich war etwas enttäuscht, dass wir nicht durch die Stadt gegangen waren. Secundus und ich mussten uns ein Zimmer teilen. Das Zimmer war wie die gesamte Herberge alt und hässlich. Abgesehen von einem Doppelbett und einem Schrank war das Zimmer leer. „Wollen wir noch ein bisschen reden vor dem Schlafen kleine Kriegerin?“, fragte mich Secundus. Ha! Da war es schon wieder! „Wer bist du eigentlich?“, rutschte es mir plötzlich raus. Secundus zögerte, dann antwortete er aber: „Ich bin Legionär Secundus, Sohn des Senator Lupus. Ich bin 27-jahre und habe weder eine Frau noch Kinder. In meiner Freizeit reite ich oder duelliere mich aus Spaß mit anderen Legionären, außerdem tanze ich ziemlich gerne. Wer bist du?“ ich starrte ihn an. Mit sowas hatte ich nicht gerechnet! Niemals! Schließlich antwortete ich ihm. „Mein Name ist Pugna, ich bin Tochter der legendären Silva. Ich bin vor kurzem nach Rom gekommen und habe mich verliebt in jemanden den ich kaum kenne und der ein Feind ist.“ „Scheiße!“, war mein erster Gedanke! Erstens ich hätte ihm das niemals sagen dürfen, zweitens ich wusste es selbst erst seit gerade und drittens… Mir viel kein drittens mehr ein! Secundus Lippen näherten sich gefährlich! „Nein“, hauchte ich geschockt. „Warum nicht? Wenn es mir doch genau so geht!“, flüsterte Secundus. In meinem Kopf begann sich alles zu drehen, mein Magen machte Saltos und mein Hertz schlug viel zu schnell! „Vertrau ihm nicht!“, schrie mein Verstand, während mein Herz mir befahl ihn augenblicklich zu küssen. „ÄHHHH“, stammelte ich. Secundus blickte mich verwundert an, doch ich hatte gerade zu viel mit mir selbst zu tun. Warum sollte ich Secundus vertrauen? Es sprach weder etwas dafür noch dagegen. „Er ist dein Feind! Du liebst ihn doch!“, brüllte meine innere Stimme. Ja richtig er war mein Feind und ich liebte diesen Römer! „Gute Nacht Pugna.“, meinte Secundus und die Enttäuschung in seiner Stimme versetzte mir einen Stich. „Nacht“, nuschelte ich leicht verlegen. Er drehte sich zu mir um. Für einen Moment setzte mein Hertz schlag aus, dann schlug mein Herz schneller. Zärtlich strich er mir mit dem Finger über meine Wange. „Nein! Mach es nicht!“, schrie mein Verstand ein letztes Mal, bevor er sich komplett dem folgenden Kuss hingab. Es war Wahnsinn! Für einige Augenblicke hatte ich das Gefühl zu schweben. Ich vergas einfach alles um mich herum, nur Secundus zählte. Ich hatte zu vor noch nie einen Jungen geküsst, geschweige denn geliebt, aber das hier fühlte sich besser an als in allen Geschichten beschrieben wurde. Amica die mit einem Jungen aus unserm Stamm zusammen war hatte recht: Lieb ist das beste auf der Welt. „Mehr!“, verlangte mein gesamter Körper, auch mein sonst so misstrauischer Verstand machte keine Ausnahme. ES war so unendlich schön. Ich hätte die ganze Nacht Secundus küssen können, doch mein dummer Verstand schaltete sich nach einigen Minuten (Leider nicht nach vielen…) wieder ein. Sanft beendete ich den Kuss. Secundus nickte zuerst mit ernster Miene, dann lächelte er aber. „Gute Nacht“, murmelte ich und drehte mich weg. In meinem Kopf schwebten viel zu viele Gedanken herum. Einmal war da die Liebe zu Secundus, mein misstrauischer Verstand, die frage was ich in Germanien machen sollte, ob ich jemals meine Eltern wiedersehen würde und warum ich plötzlich so gut kämpfen konnte. Dazu waren meine Hormone vollkommen durcheinander. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise vor. Secundus besorgte mir eine weiße Stute. So ritten wir bis zum Mittag durch. „Hier, ich habe uns etwas Proviant mitgenommen“, erklärte Secundus. Wir saßen gerade im Schatten eines Olivenbaumes und machten rast und Secundus bot mir Dattel an. Lächelnd nahm ich mir eine. „Du bist so schön, wenn du lächelst kleine Kriegerin!“, meinte Secundus. „Danke“, hauchte ich, während mein Magen Saltos schlug. In diesem Moment sprang Secundus auf und zog mich an sich. Ich legte ihm den Finger auf die Lippe. „Ah wollen sie mich etwa verführen Legionär?“, fragte ich lächelnd. Ich weiß nicht, wie ich in diesem Moment so cool bleiben konnte, doch ich tat es. „Ein Duell Puella?“, schlug er vor. „Liebend Gerne!“, reif ich und schon hatte ich meine Schwerter gezückt. Wir kämpften einige Minuten lang aber keiner von uns machte ernst (Zumindest ich nicht). Schließlich zog Secundus mich an sich und küsste mich. Ich ließ meine Schwerter fallen, um mich dem Kuss hingeben zu können. „NEIN!“, brüllte mein Verstand, doch heute küsste ich Secundus trotzdem, heute war er mir egal. Schließlich setzten wir unsere Reise Fort. Zuerst galoppierten wir, doch bald schon wechselten wir in einen leichten trapp, es war einfach zu heiß. Gegen Abend wurde es wieder kühler und wir galoppierten, bis wie in eine klein Stad kamen. Dort stiegen wir ab. Secundus führte mich zu einem Haus. „Avus Sextus lebt hier.“, erklärte er mir. „Avus heißt Vater, oder?“, fragte ich, denn meine Latein Kenntnisse waren wie schon gesagt nicht gut. „Nein, Es heißt Großvater.“, erklärte Secundus lachend. „hey Ich bin nun mal aus Amerika!“, verteidigte ich mich. „Ja du Asqu irgendwas“, erwiderte Secundus. „Askwquexteren“, verbesserte ich ihn grinsend. Sextus war ein alter, aber netter Mann. Er gab uns reichlich zu essen und erzählte mir Geschichten von seiner Jugend, die Secundus wohl alle in und auswendig kannte. Sextus gab uns beiden ein Zimmer mit einem Ehe Bett. „Darauf haben mal ich und meine frau geschlafen!“, erklärte er schmunzelnd. „Ave! Sic non est!“, schimpfte Secundus. „Sic est, Secunde!“, widersprach er. „Was habt ihr jetzt genau gesagt?“, fragte ich. „Och Pugna, das waren Grundwörter!“, rief Secundus aus. „Naja also du hast gesagt Großvater So ist es... Das non verstehe ich aber nicht.“, meinte ich. „Non bedeutet nicht“, antwortete Sextus. „Hä, warum hast du gesagt so ist es nicht, Secundus?“, fragte ich. „Es ist spät, wir sollten jetzt schlafen Pulchra, äh Pugna.“, sagte Secundus. Kurz darauf waren wir allein und begannen zu küssen, doch meinen Verstand interessierte noch etwas brennend. „Warum hast du mich vorhin Pulchra genannt?“, wollte ich schließlich wissen. Ich und Secundus hatten gerade aufgehört zu küssen. „Na-ja also..., weil du so schön bist!“, erklärte er leicht verlegen. Ich zog beide Augenbrauen in die höhe und versuchte möglichst cool zu wirken, doch in meinem Kopf kreisten tausende von Gedanken. „Kannte er Pulchra? Aber das war doch unmöglich, oder? Hatte er vielleicht in Wirklichkeit eine Freundin, die er so nannte?“, überlegte ich. „Was ist kleines?“, fragte er. „Nenn mich nicht Kleines!“, schrie ich ihn an. Augenblicklich zuckte Secundus zusammen. Mist! Ich hatte etwas zu laut gesprochen. „Gute Nacht“, meinte ich schließlich und drehte mich würdevoll auf die Seite. „Nacht Pugna“, sagte Secundus leicht verlegen. Am nächsten Morgen wollte Secundus sehr schnell unsere Reise fortfahren, doch sein Großvater beschloss, dass wir zuerst Frühstücken müssen, bevor wir losdurften. Secundus diskutierte nicht lange mit seinem Opa. Vielleicht weil er wusste, dass sein Großvater ein Sturkopf war, vielleicht aber auch, weil er gerne noch hierblieb. Mir gefiel es sehr, dass wir noch frühstückten, außerdem mochte ich Sextus. Gegen Mittag verabschiedeten wir uns von ihm und ritten weiter. Secundus und ich sprachen etwas über das Römische Imperium, dies merkte ich bald war ein Fehler gewesen. Secundus und ich begannen zu Streiten. „Wie Römer einfach Kriegsgefangene zu Sklaven machen geht nicht!“, erklärte ich wütend. „Nein! Sollen sie die gefangenen töten?“, brüllte er. „Pah! Sterben tuen sie doch eh! In der Arena!“, rief ich entrüstest. „Das passiert echt selten, dass Gladiatoren in der Arena sterben! Das sind nur Vorurteile! Typisch Barbaren!“, in diesem Moment reichte es mir wie konnte er nur? „Vale!“, sagte ich zuckersüß, während Secundus versuchte meine Verabschiedung zu deuten Galoppierte ich los. Reiten konnte ich schon immer gut, deswegen wollte ich auch schon immer mein eigenes Pferd, aber meine Mutter sagte immer: „Erst wenn du mit einer Lanze umgehen kannst“ Das konnte ich leider nie, ich konnte lediglich wahnsinnig gut reiten. Secundus galoppierte mir mittlerweile hinterher. „Bleib stehen!“, rief er, doch ich ignorierte ihn. „Pugna es tut mir leid! Bitte bleibe stehen!“ Ich ließ mein Pferd nur noch schneller laufen. Leider hatte Secundus ein schnelleres Pferd und holte mich so rasch ein. Er griff nach den Zügeln und hielt es an. Dann stieg er ab und fesselte meine Hände hinter meinem Rücken. Es war vorhin schon zu viel, als Secundus mich als Babar beleidigt hatte, aber jetzt, wo er meine Hände fesselte wurde ich so zornig wie noch nie. Ich spuckte ihm ins Gesicht und wollte die Stute zum Galoppieren bringen, doch Secundus hielt den Zügel fest. „Las es bleiben Pugna!“, sagte er mit ernster Stimme. Schließlich ritten wir weiter. Secundus versuchte mehrmals mit mir zu reden, ich ließ ihn allerdings abblitzen, in dem ich schwieg. Die nächsten Tage vergingen ereignislos. Wir ritten tagsüber nachts schliefen wir in einer herberge. Dabei sprach keiner von uns beiden. Eines Mittags, als wir gerade eine Pause machten brach Secundus das Dauerschweigen. „Pugna, es tut mir wirklich leid! Ich hätte dich niemals beleidigen dürfen… Bitte verzeih mir!“, meinte er. Ich wollte ist schon ok antworten, doch stattdessen begann zu heulen. Für mich war es einfach zu viel. Ich liebte Secundus und er hatte mich so verletzt. Ich war wegeritten wie ein Kind! Es war so schrecklich! Secundus umarmte mich. „Hey, alles wird gut!“, sagte er mit sanfter Stimme. Ich schüttelte den Kopf. „In einigen Tagen bin ich in Germanien, muss dortbleiben und kämpfen!“, schluchzte ich. „Bitte Kleines hör auf zu weinen es wird alles gut!“, versuchte Secundus mich verzweifelt zu trösten. „Nein! Nichts wird gut! Ich liebe dich!“ rief ich in meiner Trauer. „Und wenn es mir genauso geht? Te amo!“, brach Secundus hervor. „Wir haben keine Zukunft und das weißt du!“, meinte ich. „Pugna…“, setzte Secundus an, doch ich unterbrach ihn: „Ich weiß zwar nicht was „Te amo“ bedeutet, aber wenn es dir genauso geht, was passiert dann? Wieso hast du mich beleidigt? Wie sieht unsere Zukunft aus?“ „Te amo heißt ich liebe dich. Ich weiß es auch nicht, was aus uns wird! Cesar wird dich bestimmt nicht gehen lassen! Vielleicht können wir uns manchmal treffen oder auch nicht!“, antwortete mir Secundus traurig. In meinem Kopf wirbelten tausende von Gedanken: „Er liebt mich! Es ist bald aus mit uns! Er ist unser Feind!“ „Wir müssen weiter!“, sagte Secundus erstaunlich klar. Ich nickte und stieg auf das Pferd. Wieso war Secundus plötzlich so komisch? Hatte er nicht auch gesagt er liebt mich! „Du darfst ihm nicht vertrauen!“, schrie mein Verstand. „Los Pugna wir müssen Galoppieren, wenn du nicht durch die Nacht reiten willst.“, erklärte er. Es war aussichtslos mit uns, dass wusste ich, doch mein Herz wollte das einfach nicht akzeptieren, allerdings wusste ich tief in meinem Herzen, das es wirklich unmöglich war.“ Wir würden niemals nie zusammen sein können“, sagte ich leise „Außer… nein das ist zu verrückt.“ „Was?“, fragte Secundus, seine Stimme zitterte leicht als er hinzufügte: „Außer wir verschwinden.“ Ich nickte leicht. Plötzlich hielt er sein Pferd an und sah mich fragend an. In meinem Kopf wirbelten tausende Gedanken: „Was, wenn er mich nur reinlegen will?“ „Liebst du mich wirklich aufrichtig und ehrlich?“, fragte ich „Ja!“, war Secundus Antwort. Zum ersten Mal seit langem waren sich mein Verstand und mein Herz einig ich nickte ihm leicht zu, sofort galoppierten Secundus und ich los. Ins ungewisse, ins freien, aber das wichtigste war wir waren zusammen! Ich hatte mich früher nie nach liebe gesehnt, nein ich wollte die beste ihm kämpfen sein, doch jetzt wusste ich, dass dieser Wunsch unsinnig war, denn ich musste begreifen, dass liebe viel wichtiger war und dass die beste zu sein nicht immer gleich bedeutet auch die Beliebteste zu sein. Ich lächelte Secundus an, dabei wurde mir klar, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war aus meiner Heimat zu gehen, nach Rom ins fremde zu Secundus
    Ende

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