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Du bist gut so, wie du bist!

Jasmina ist ein 13-jähriges Mädchen. Ach was, was soll ich hier noch reden, lest einfach die Geschichte! Ach ja, und bitte, bitte kommentiert! Das ist meine erste Geschichte.
Ach ja, sie ist noch nicht fertig.

    1
    Es ist ein kühler Tag ende November. Vereinzelte Menschen laufen durch die Strassen. Die Luft riecht nach dem ersten Schnee, der bald langsam vom Himmel fallen wird. Er wird fallen und aufgefangen werden. Daran zweifelt er nicht und das ist gut so.
    Ich beobachte den Himmel. Wird es heute noch Schnee geben? Schön wäre es. Ich liebe den Schnee. Wie er fällt, wie er landet, wie er bleibt, wie er schmelzt. Für mich stellt das Fallen die Zeit vor der Geburt dar. Die Geburt ist das Landen, das Bleiben das Leben und das Schmelzen der Tod. Der ist ja bekanntlich nicht das Letzte. Und die Schneeflocken, die jedes Jahr wieder kommen, die symbolisieren das auch.
    Ja ich weiss, ich bin eine kleine Philosophin. Das ist in der Schule mein Lieblingsfach.
    Da piepst mein pastellfarbenes Handy. Schnell ziehe ich es raus. Eine Nachricht von meiner Mutter:

    Jasmina, ich fahre jetzt nach Hause, war noch in der Stadt. Wo bist du? Ist die Chorprobe fertig? Ich kann dich mitnehmen.

    Oh ja, das wär nett. Ich bin vor der Musikschule. Bis dann! 💖

    Ich warte auf meine Mutter. Mir gehen einige Gedanken durch den Kopf. Ich denke an meine drei guten Freundinnen: Joaly, Emma und Gianna. Was sie wohl gerade machen? Bei Gianna hab ich keine Ahnung. Emma lernt bestimmt für Mathe. Und Joaly.... hmmm....Joaly ist bestimmt im Schwimmtraining. Seit sie ihren Bauchspeck abtrainieren will, schwimmt sie echt viel. Bauchspeck. Ich seufze. Ich habe seit kurzer Zeit auch einige Bauchröllchen. Früher war es noch ganz okay, aber nun zeichnen die sich gut unter dem T-Shirt ab....
    „Hallo Jasmina“, sagt eine Stimme. Huch, das ist ja Oliver! Ich spüre, wie mir das Blut in den Kopf schiesst. Automatisch pocht mein Herz schneller. Meine innere Stimme sagt zu mir: „Jasmina, blamier dich jetzt nicht! Seit dem Sommer kannst du in seiner Nähe nicht mehr klar denken, abee reiss dich jetzt zusammen!“ Ich hohle tief Luft und bemühe mich, mit einer normalen Stimme zu antworten: „Hi Oliver!“. Da kommt das Auto meiner Familie angefahren. „Oh, das ist meine Mutter, Tschüss Oliver!“ Ich steige in das Auto. Oliver. Oliver. Oliver. Ich blicke zurück. Und da treffen sich unsre Blicke. Es ist ein magischer Moment.

    2
    Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen weht mir entgegen, als wir das Haus betreten. Sofort renne ich in die Küche und hole mir einige. Mmmmm, die schmecken gut! „He, nicht so viel mampfen“, rufen Tommy und Anila entrüstet. Tommy ist neun und Anila elf. Sie sind zwei von meinen drei Geschwister. Muriel ist 16, ich bin 13, aber werde am 22. Dezember 14.
    Zum Abendessen gibt es leckere Pizza und zum Desert einen guten Schoko-Kuchen. Jasmina, morgen ist diese Schulärztliche Untersuchung, nicht?“, fragt Muriel. „Ja“, seufze ich genervt. Ich habe keine so grosse Lust, mein T-Shirt auszuziehen. Vor dem Doktor und 5 andern aus meiner Klasse. Aber da muss ich eben durch.
    Nach zehn Minuten sitze oben in meinem Zimmer. Ich bin an meinem Handy. Ich google: test ist mein Bauch zu dick? Da kommt so ein Selbsttest auf Testedich. Ich mache ihn mit Herzklopfen.
    1. hängt dein Bauch?-über den Hosenknopf
    2. Wie viel Speck kannst du greifen?- ein bis zwei Hände.
    3. Wie viele Speckrollen sind zu sehen?- 3-4
    4. Wie ernährst du dich?-mal gesund, mal ungesund aber ich esse viel
    5. Sport?-naja.... ich mache etwas Sport
    6. ....
    7. ....
    8. ....
    9. ....
    10. ....
    Nach der zehnten Frage warte ich mit angehaltenem Atem auf das Ergebnis: Du hast schon einen etwas speckigen Bauch. Iss etwas gesünder und mach mehr Sport. Aber keine Angst, dein Bauch ist nicht gefährlich.
    Okay. Das habe ich auch vermutet. Nur.... wie findet Oliver mich? Findet er mein Bäuchlein schlimm? Ich bin so verliebt in ihn... Oli....Oli....Oli.... wenn du nur wüsstest....

    3
    Ich laufe gemeinsam mit Emma in das Schulgebäude. Unter uns sind viele schwatzende Kinder. Ich überlege nachdenklich, ob ich mit Emma darüber sprechen soll. Hmm...Vielleicht später. Jetzt nicht. Emma ist sehr, sehr dünn. Sie hat helle Haut und rote Haare. Ich finde sie sehr hübsch.
    Als die Schulglocke den Unterrichts-Beginn verkündet teilt unsere Klassenlehrerin, Frau Salsa, uns 24 Schüler in sechser Gruppen ein. Mädchen und Jungs sind getrennt, aber das ist ja irgendwie auch klar. Ich bin mit Joaly, Emma, Gianna, Tina und Lilo in der Gruppe. Wir müssen als zweite Gruppe zu der Untersuchung.
    Nach 30 Minuten machen wir uns auf den Weg. Ich mag Tina nicht so. Sie erzählt alles weiter uns ist hinterlistig. Sie hat eine Topmodel Figur.
    Zuerst wägt Dr. Este uns alle. Danach wird unsre Grösse gemessen. Am Ende erhalten wir ein Blatt. Dort drauf stehen dann alle unsere Maße. Nun wird unser Bauchumfang gemessen. Als erste ist Joaly dran. Ich bemerke, dass sie etwas abgenommen hat. Ich geniesse noch die letzten Minuten, in denen ich noch nicht an der Reihe bin. Ich will das nicht!
    Nun bin ich an der Reihe. Ich muss mein T-Shirt ausziehen. Gianna sieht erstaunt auf meinen Bauch. Ja, früher sah das nicht so aus. Tina starrt angeekelt darauf. Die andern beachten ihn gar nicht. Beschämt ziehe ich den Kopf ein. Neiiiiin! Es ist das passiert, von dem ich much so fürchtete. Der Arzt legt mir vorsichtig das Massband um den Bauch. Der Speck quillt etwas darüber. Wie lange muss das noch gehen?
    Jaaaaa! Endlich ist es vorbei! Wir machten noch einige Gehör- und Sehtests. Jetzt muss ich nur noch das Blatt abholen.
    „Hier Jasmina, das ist für dich.“ Die blonde Arzthelferin reicht mir ein hellbraunes Blatt:
    Jasmina Dilnu
    22.12.2007
    157 cm
    57.3kg
    80cm Bauchumfang
    Gehör: gut
    Sehen: ok
    Ich rechne meinen BMI aus. Wenn ich nichts falsch gemacht habe, bin ich an der oberen Grenze des Normalgewichts. Naja. Das ist ganz in Ordnung. Aber der Bauchumfang... der Arzt sagte, über 80 cm kann es gefährlich werden.... dann bin ich gerade an der Grenze.
    „Ach Jasmina“, sagt Tina gehässig, „hast etwas zugenommen, nicht?“ Ich spüre, wie mir das Blut in den Kopf schiesst. Hilfe! Tina hat gerade meinen wunden Punkt getroffen. Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. „Hör nicht auf sie“, sagt Emma, „du bist gut so wie du bist.“ Gianna funkelt Tina böse an. So schnell wie ich kann renne ich in die Hütte vom mir, Gianna, Joaly und Emma. Du bist gut so, wie du bist. Wenn ich das doch nur glauben könnte.

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