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Your decision

Es gibt Entscheidungen, die man nicht getroffen haben sollte.
Aber wer kann schon sagen, ob diese falschen Entscheidungen nicht doch die besten sind?

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    ((big))Einleitung~((ebig)) Hi, ich heiße Rue, ich bin 24 Jahre alt und lebe in Seoul. Bald kommt mein Buch auf den Markt, das ich geschrieben habe un
    Einleitung~


    Hi, ich heiße Rue, ich bin 24 Jahre alt und lebe in Seoul. Bald kommt mein Buch auf den Markt, das ich geschrieben habe und ich freue mich schon wirklich sehr.
    Weil ich meine, - mal ehrlich – wen würde es nicht freuen, wenn sein Tagebuch als Buch gedruckt werden würde? Ein bisschen hatte ich Anne Frank- Vibes, aber natürlich war es bei ihr was ganz anderes als bei mir. Und doch hatten unsere Tagebücher eine Ähnlichkeit. Sie schrieb über den Krieg und ihr Leben als verfolgte Jüdin. Ich schrieb über das Leben als einzige Frau im Militär.
    Wir beide hatten Härte erlebt, wir beide wussten wie es ist in einer Extrem-Situation zu sein.

    Eigentlich wollte ich nie so lange ins Militär. Schon gar nicht 5 lange Jahre. Aber trotzdem ist es dazu gekommen. Und wer weiß, vielleicht hat sich meine Hoffnung für wahr ergeben und ich finde endlich meinen besten Freund wieder.










    Huhu, da bin ich wieder!
    Diese Rm Fanfiction ist an Laura Höckele gewidmet.... ich hoffe es gefällt dir!
    Und zu meinem Unsinn und A Big Hit as Life: Die werden natürlich noch weiter geführt! ;)
    Liebe Grüße,
    Eure Jan

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    #1 ((bold))Rue((ebold)) Früh am Morgen riss mich mein ach so toller Wecker aus dem Schlaf. Ich trat die Decke weg und richtete mich auf. Mit noch ver
    #1

    Rue
    Früh am Morgen riss mich mein ach so toller Wecker aus dem Schlaf. Ich trat die Decke weg und richtete mich auf. Mit noch verklebten Augen tapste ich ins Bad, wo ich erstmal mich erleichterte. Dann zog ich mich um. Ich trug eine weite Jeans und ein schwarzes Top. Ich kämmte meine braunen Haare im undercut, warf mir noch eine leichte Jacke über die Schultern, schnappte mir meinen Rucksack, mein Handy und mein Schlüssel samt Portemonnaie und verlies meine Wohnung. Bei den Fahrradständern, schulterte ich meinen Rucksack, öffnete mein Schloss und schwang mich auf mein Fahrrad. Es war ein sogenanntes 'Männer-Fahrrad', weil es eine Stange zwischen dem Sattel und dem Lenker hatte. Totaler Quatsch.
    Quietschvergnügt, fuhr ich also die 5km weite Strecke bis zu meinem Agenten. (a/n ja, das heißt so.)
    „Hi Rue!“ begrüßte er mich, direkt mit einer Umarmung. „Hey Lee.“ Eigentlich hieß er ja mit Vornamen Eric und mit Nachnamen Lee, aber ich nannte ihn trotzdem immer so. Pure Angewohnheit. „Hast du deine Danksagung fertig?“ fragte er mich. Ich nickte und zeigte ihm den Zettel, den ich gestern um halb 12 voll gekrakelt hatte.

    ~ 3 Wochen später ~

    Namjoon
    Ich saß auf dem Friseur-Stuhl, in aller Herrgotts-Frühe, und ließ mir von meiner Stylistin Sulli die Haare und das Make Up machen. Ich hörte ihr zu, wie sie, während sie mein Gesicht bepuderte, mit Taehyungs Stylistin Lina quatschte.
    „Hast du schon das Buch gelesen?“ fragte Lina gerade. „Nein, bin noch nicht dazu gekommen.“ Sulli lächelte leicht und suchte eine passende Farbe für meinen Lidschatten. „Ich kanns dir ausleihen.“ Sagte Lina gerade und direkt danach bat sie Taehyung doch bitte endlich seinen Kopf still zu halten. „Wirklich? Omo, danke Unnie!“ freute sich Sulli und fing an meine Haare mit einem Glätteisen zu formen. „Du Sulli?“ fing ich an. „Ja, Herr Kim?“ sie sah mich durch den Spiegel an. „1. Nenn mich bitte einfach Namjoon“, sie nickte, „und 2. Von welchem Buch redet ihr?“ „Es ist ein Tagebuch von einer jungen Frau, die 5 Jahre im Militär war.“ Erklärte sie. „Also sie war da wirklich richtig mitten drinne?“ fragte ich ungläubig weiter. Sulli nickte grinsend.
    „Ich würde das auch gerne lesen. Von wem ist das?“ wollte ich wissen. „Lina leid es dir bestimmt auch, oder du holst es dir selbst- oh, entschuldigen Sie.“ Murmelte sie beschämt, als sie merkte, dass sie mich geduzt hatte. „Ist doch nicht schlimm, ich sag doch zu dir auch Du.“ Ich lächelte. „Also, von wem ist es?“ Sie dachte kurz nach. „Es heißt Female Sheep und ist von Rue Soo-Yun.“ Ich nickte und schrieb mir die neu gewonnene Info auf einen Zettel, den ich mir in die Jackentasche schob. „Namjoon kann es auch gleich jetzt lesen, ich hab es dabei.“ Lina grinste und gab mir ein gebundenes Buch. Der Deckel war in einem dunklen rosa und mitten auf dem Buch prankte ein Cartoon- ähnliches feminin dargestelltes Schaf. Über dem Schaf stand der Titel, drunter rechts der Name der Autorin und unten links der Bücherverlag.
    Ich öffnete das Buch und fing an die ersten Zeilen zu lesen.


    Female Sheep- mein absolut mädchenhaftes Tagebuch
    Für Joon, der ein vollkommener Idiot ist und für meinen besten Freund Lou, der als erster an mich geglaubt hat.

    Wenn man bedenkt, dass diese Entscheidung, die ich an diesem Dienstag in der Politikstunde traf, die dümmste und gleichzeitig beste Entscheidung meines bisherigen Lebens war, dann könnte man ruhig meinen, dass das mein Leben hätte kosten können. Okay, Leben ist jetzt etwas übertrieben, aber diese Entscheidung hat wirklich alles verändert.
    Es war ein Dienstag in der 10ten Klasse, wir hatten Politik und meine Lehrerin erklärte uns gerade, warum und weshalb alle Männer von 18-28 Jahren zum Wehrdienst müssten. „Streng genommen, befinden wir uns im Krieg gegen Nordkorea, es herrscht aber gerade nur ein Waffenstillstand. Das heißt, sobald Nordkorea den Stillstand aufheben will, müssen wir natürlich vorbereitet sein.“ Erklärte sie. Auf die Frage, ob auch Frauen in den Wehrdienst könnten, lachte sie. „Wenn ihr stinkende Wäsche waschen wollt, ja.“ Für mich war das empörend. Warum kann ich, als Frau, nicht auch zum Wehrdienst gehen und mein Land beschützen?
    In der Mittagspause, redeten mein bester Freund Joon und ich sehr intensiv über das Thema. „Ich geh auch zum Wehrdienst.“ Verkündete ich und biss von meinem Fleischstück ab. „Du bist verrückt.“ Ich schüttelte den Kopf. „Warum kann ich nicht auch mein Heimatland beschützen? Nur weil ich eine Frau bin?“ Joon nahm ein Schluck aus seinem Wasserglas. „Na ja, du hast eine zartere Körperanatomie..“ fing er an. „Das ist doch kein Grund. Ich kann genau die gleiche Kraft haben wie ein Mann.“ Stur aß ich auf. „Komm, wir müssen zu Bio.“ Murrte ich und schleppte ihn in unseren Klassenraum.
    Am Nachmittag liefen Joon und ich nach Hause. „Du..“ er zog meine Aufmerksamkeit zu sich, die bis eben der Straße galt. „Ja?“ „Ich muss dir was sagen..“ murmelte er, sichtlich verlegen. „Willst du mir jetzt einen Antrag machen oder was?“ fragte ich lachend. Joon schmunzelte. „Könnte ich auch, aber eigentlich geht es um was anderes.“ Fragend sah ich ihn an. „Und das wäre?“ „Ich werde Trainee.“ Verwirrt sah ich ihn an und legte meine Hand auf seine Stirn. So weit das mit meine winzigen Körpergröße ging. Aber er hatte keine erhöte Temperatur.
    „Bist du verrückt geworden?“ fragte ich ihn sauer. „Nein..“ murmelte er. „Warum zum Teufel tust du das dann?“ „Ich..- du weißt doch, wie gerne ich rappe..“ gab er kleinlaut von sich. „Das ist aber kein Grund, um dich in den Wahnsinn treiben zu lassen!“ schrie ich schon fast. Joon erhob nun auch seine Stimme. „Vielleicht will ich das ja!“ Ich sah ihn mit wütenden Augen an. „Dann geh doch! Verpiss dich und lass dich umbringen! Ich werde dich nicht aufhalten!“ mit diesen Worten stampfte ich den Weg weiter. „Lara!“ er rannte mir hinterher. „Lass mich in Ruhe.“
    Ich war enttäuscht von ihm. Eigentlich hatten wir vor nach der Schule eine Weltreise zu machen und die Welt zu entdecken, stattdessen haute er einfach ab. Ich wusste, wie sehr er Musik liebte. Warum konnte er nicht Musik machen, ohne sich abmagern zu lassen?
    Am Abend an diesem Tag, klingelte Joon an meiner Tür. Als ich sie öffnete, stürmte er zu mir und drückte mich gegen seine Brust. „Ich will nicht, dass sich unsere Wege im Streit trennen.“ In meiner Kehle bildete sich ein Kloß. Ich wollte nicht, dass er geht. „Du lässt mich wirklich alleine..“ hauchte ich realisierend. „Sag das so nicht..“ „Wie dann?“ Er zuckte mit den Schultern. „Ich will einfach nicht, dass du gehst.. was ist, wenn sie dich so sehr quälen, dass du es nicht mehr aushältst?“ Hinter meinen Augen spürte ich die Tränen, die sich raus kämpften. „Und dann gehst... und mich für immer alleine lässt..“ ich vergrub mein Gesicht gegen seine Brust. Joon schlang seine Arme fester um meinen Rücken. „Ich werde dich nicht verlassen... Bitte gib mir eine Chance..“ ich seufzte. „Na gut.. dann geh doch..“ ich lies ihn los. „Ich werde dich nicht vergessen, versprochen Lara.“ Joon lächelte. Ich winkte zaghaft.
    Von diesem Tag an, sah ich ihn immer weniger in der Schule. Und wenn ich ihn mal sah, sah er so dermaßen abgemagert und müde aus, dass ich mich nicht traute, ihn darauf anzusprechen. Ich war mir sicher, dass er schon auf sich acht geben würde.
    Nach einigen Monaten, klingelte ich bei Joons Haustür. „Ist Joon da?“ fragte ich, doch als ich die verweinten Augen von seiner Mutter sah, dachte ich schon an das schlimmste. „Er ist doch nicht...“ meine Stimme kippte weg. „Nein.. Zum Glück nicht.. er ist weg gezogen..“ auf der einen Seite freute ich mich für ihn, denn das hieß, dass er es weit gebracht hatte, auf der anderen war ich extrem traurig. Er war also weg.
    Ich hatte mein Abitur geschafft und war nun frei. Wie ich es in der 10ten Klasse mir vorgenommen hatte, plünderte ich meine Ersparnisse und ging zur ‚Anmeldestation‘, wo man sich anmelden konnte für den Wehrdienst.“


    Mir kam dieses Szenario so bekannt vor. Ich hatte, als ich noch bei meinen Eltern lebte, eine beste Freundin gehabt, auf die ich einen eventuellen Crush hatte, doch als ich ihr sagte, dass ich Trainee geworden war, war sie richtig sauer und besorgt. Als ich dann mit den Jungs zusammen zog, hatte ich keinen Kontakt mehr mit ihr.
    Ich entschloss mich, mir einen Tag frei zu nehmen, und zu ihrer Signierstunde zu gehen, die, nach Sullis Information, in 2 Wochen statt finden würde.

    3
    #2

    Rue

    Ich lag gerade mit meinem besten Kumpel Lou auf dem Sofa und wir sahen zum 10.000sten Mal Iron Man, als ich einen Anruf von meinem Vorgesetzten bekam.
    „Hallo? Was gibt’s General?“
    „Hallo Rue. Kommen Sie bitte zur Zentrale, ich habe eine Aufgabe für Sie.“
    „Natürlich, General.“
    Ich erklärte Lou mit knappen Worten, dass ich zur Zentrale müsse. Er nickte. „Ich geh dann einkaufen.“ Ich ging in mein Zimmer und holte aus meinem Schrank meinen Anzug.
    Es war eine bewegliche Hose in Tarnfarben und ein Hemd in derselben Farb-Kombi. An der rechten Schulter war die koreanische Flagge angesteckt, an der anderen war ein Sternchen. Ich warf mich in die Kleidung, setzte mir meine Mütze auf, die auch in den Tarnfarben war und verließ die Wohnung.
    Der Weg dort hin war nicht weit, 15 Minuten. Als ich ankam, salutierte ich vor meinem General, der mich sofort unter seine Fittiche nahm.
    „Also Rue...“ begann er. „Wie du sicherlich weißt, haben wir diesen Bang Si-Hyuk momentan am Hals...“ er hatte Recht. Vor einigen Tagen hatte dieser Typ vom Big Hit Entertainment gewollt, dass einer der Soldaten seinen Bands die Militär-Diät samt Training bei bringt. Natürlich hat der General abgelehnt, weil, das Militär hat mit der Musik-Kultur so gut wie kaum was zu tun. Außer, dass sie aus dem Gesetz neuerdings frei gesprochen sind.
    Aber sonst, haben wir mit denen nichts am Hut. „Ja und?“ fragte ich also.
    „Es tut mir schrecklich leid, aber ich möchte dich bitten, zu denen zu gehen und denen das alles beizubringen was sie wissen wollen.“
    Namjoon
    „Und bald kommt vielleicht ein Soldat und bringt euch alles bei.“ Beendete Sejin Hyung-nim seine Erzählung. „Das heißt, vielleicht kommt ein Soldat und bringt uns irgendeinen Krimskrams bei?“ stellte Yoongi Hyung noch mal klar. „Genau.“ Bestätigte unser Manager. Wir stöhnten auf.
    Ein Soldat würde heißen, dass wir noch mehr Disziplin an den Tag legen müssten als sonst. Und überhaupt ein SOLDAT! Wir hatten schon versucht, Sejin und Hitman Bang diese Idee auszutreiben, doch erfolglos. Sogar die Hundewelpen-Blicke hatten nicht funktioniert. „Ach ja und TxT wird auch mit machen.“ Wir starrten Sejin Hyung-nim an. Das konnte er doch nicht machen! TxT, die sind doch noch total jung! Die haben die letzte Diät doch kaum ausgehalten!
    Aber es brachte nichts mehr, wir könnten diskutieren wie viel wir wollten, die Entscheidung stand fest.
    Wir hatten gerade eine Pause, also holte ich das Buch raus und las weiter.


    „Ich fühlte mich ein bisschen wie in einem Verhör, als ich den kleinen Raum betrat und mich vor einen Mann an einen Tisch setzte, der dort in Armee-Kleidern saß. Er sah nicht zu mir auf, sondern starrte auf seine Unterlagen und fragte drauf los.
    „Nachname?“ „Soo-Yun“ „Vorname?“ „Lara.“ Erst jetzt sah er zu mir. Er starrte mich eine Weile an und brach dann in Gelächter aus. „Kleine, das hier ist kein Schuhladen, geh nach Hause.“ „Nein.“
    „Bitte, wie?“ „Ich möchte zum Wehrdienst.“ Erklärte ich ruhig. Es war klar, dass er mir nicht glauben würde. Eine Frau. Im Wehrdienst. Das ist doch lächerlich. „Hauchen Sie mich mal an.“ Ich beugte mich zu ihm rüber und pustete ihm ins Gesicht. „Unter Drogen sind Sie nicht..“ stellte er fest. „Bin ich nicht und werde ich auch nie sein.“
    „Tut mir Leid, aber Frauen dürfen nicht in den Wehrdienst.“ Auf meine Frage, warum das so sei, antwortete er nicht sondern betonte wieder, dass ich abhauen sollte.
    „Ich gehe nicht, ehe sie mir eine anständige Erklärung gegeben haben.“ Forderte ich. Er seufzte, nahm ein Glas und nahm einen Schluck Wasser. „Ich hole den General.“ Ich nickte und wartete, bis er wieder kam.
    Ein älterer Herr in einem Marineblauen Anzug, der über und über mit Auszeichnungen und Orden behangen war, kam und sah mich fragend an. „Was kann ich für Sie tun, junge Frau?“ „Ich möchte zum Wehrdienst.“
    „Sind Sie sich sicher? Das ist eine harte Herausforderung.“ Ich nickte beteuernd.
    „Dann erzählen Sie mir doch mal, warum wollen Sie, als Frau, so etwas machen?“ Ich erklärte.
    „Gegenfrage: Warum kann ich als Frau nicht meine Heimat beschützen? Beziehungsweise dafür trainiert werden?“ er stand wieder auf und schmunzelte.
    „Sie gefallen mir... in einem Monat möchte ich Sie hier wieder sehen.“
    Zufrieden stand ich auf, verbeugte mich und verließ wieder die Zentrale.


    „HOPP!“ riss mich Hobi Hyung aus dem Text und zerrte an meinem Arm. „Komm, wir wollten noch trainieren!“. Ich steckte das Buch also weg und wir begannen mit dem Tanz-Training.

    Rue
    „Auf gar keinen Fall!“ protestierte ich. „Rue, ich bitte dich.“ Wie ein kleines Kind, das keine zwei Kugeln Eis bekam, verschränkte ich meine Arme vor der Brust. „Nein!“ „Es ist nur 1 Monat.“ „Ein Monat zu viel!“ „Jetzt stell dich nicht so an. Du gehst da hin und machst das und Ende aus Basta!“ seufzend salutierte ich. Was anderes hatte ich ja nicht übrig.
    Als ich dann entlassen wurde, lief ich zurück zu Lou, der schon da war, und beschwerte mich lauthals bei ihm. „Die wollen ernsthaft von mir, dass ich irgendwelchen Hippies in hautengen Kleidern das alles bei bringe! Die haben sie doch nicht mehr alle!“ „Rue jetzt beruhig dich doch..“ Lou umarmte mich. „Ja ne ich beruhig mich nicht!“ Lou seufzte und drückte mir ein Feuerzeug und eine Zigarette in die Hand. Dann schob er mich auf den Balkon und knallte die Tür zu.
    Ich klemmte das gelbe Ende zwischen meine Lippen und entzündete das weiße. Kurz zog ich an der Zigarette und schon war sie angezündet.
    Während ich in meinen Gedanken diesen Idioten von Entertainment-Leiter verfluchte, zog ich den Tabak ein und pustete ihn in die Luft.
    Wir waren im 2ten Stock, in der Wohnung neben uns sind noch Mark und Timothy, aber alle nennen ihn Tim, der gerade auch raus kam. „Hi Rue.“ Begrüßte er mich, über die Lehne unserer Balkone gelehnte. „Hi Tim.“ „Hast du ein Feuerzeug?“ ich warf ihm meins rüber und er zündete sich auch eine.
    Eigentlich wollte ich mit dem Rauchen aufhören, aber irgendwie konnte ich mich nicht dazu überreden.
    Tim und ich rauchten also stillschweigend unsere Zigaretten, bis er mich fragte „Alles okay? Warum siehst du so sauer aus?“ ich erklärte ihm also, dass ich tanzenden Hippies das bei bringen musste, was ich im Militär gelernt hatte. „Das schaffst du schon.“ In dem Moment kam auch Tims Freund Mark raus, gab ihm einen Kuss und grüßte mir mit einem Peace. Ich nickte nur, drückte meinen Stummel aus und ging wieder in die Wohnung.

    4
    #3
    Rue

    Ich bekam vom General ein Auto zugeteilt, mit dem ich zu den Hippies fahren konnte. Also packte ich mir meinen Rucksack, mit allem was gebrauchbar sein könnte, also ein Erste-Hilfe-Kasten, der Trainings- und Diätplan, Ein Paar Lebensmittel, irgendein Buch zum Lesen, mein Handy, mein Geld, Hausschlüssel, Kopfhörer, Feuerzeug und Zigarettenschachtel.
    So ausgerüstet fuhr ich zum Entertainment. Überall liefen irgendwelche Leute rum, ich parkte, stieg aus und als ich rein kam, in dieses riesig große Gebäude, was bis zum platzen vollgestopft war mit Hippies, kam mir ein dicklicher Mann entgegen. „Oh, Hallo. Bringen Sie den Soldaten?“
    „Nein du Idiot ich bin der Soldat“ hätte ich ihm am liebsten an den Kopf geworfen, konnte ich aber natürlich nicht.
    „Nein, ich komme von der Armee.“ Langsam fing der Mann an sich alles zusammen zu reimen. „Sie sind Soldatin?“ fragte er misstrauisch. Ich nickte bestätigend. „Na schön, ich bringe Sie zu Manager Sejin.“ Ich folgte dem Mann und sah mich um. Überall standen irgendwelche Trophäen, Urkunden, Bilder und so was.
    Der Mann schob mich in ein Büro, wo an einem Schreibtisch ein Mann saß und irgendwas durch las. „Sie ist da.“ Der Mann verschwand wieder und Manager Sejin sah zu mir hoch. „Also gut. Wo ist der Soldat?“ „Ich bin schon hier.“ Verwundert sah er mich an. „Kleine, das hier ist kein Spaß. Wo ist der Soldat?“ Damit hatte ich schon gerechnet, also holte ich meinen Ausweis. Jeder Soldat hat einen Ausweis, als Beweis, dass man ein Soldat ist. Somit können wir uns auch mit dem Militär aus den anderen Ländern zusammen setzen, mit dem Iran oder der USA zum Beispiel.
    Er nahm ihn und inspizierte ihn genau. „Na gut.. anscheinend sind Sie... Soldatin..“ das 'in' am Ende betonte er genauer. „Ich möchte Sie bitten, etwas nachsichtig mit den Jungs zu sein.“
    „Oh klar, aber wessen Idee war es, Soldaten hier anzuzetteln?“ fragte ich giftig. Er zuckte kurz zusammen und führte mich in einen riesig großen Raum, dessen eine Wand nur aus Spiegeln bestand. Im Raum waren verteilt 12 junge Männer. „Yah! Kai lass das!“ hörte ich jemanden rum kreischen. Manager Sejin räusperte sich. Sofort wurde es ruhig und 12 Augenpaare sahen zu mir. Ich schluckte leicht.
    „Also, das ist unsere Soldatin“, wieder betonte er das 'in', „Bitte seid nett zu Ihr“, er betonte nur die femininen Pronomen, „Sie wird euch alles beibringen.“ Und so verschwand er.
    Etwas hilflos stand ich im Raum. „Hi, ich heiße Rue Soo-Yun und so wie es aussieht, muss ich euch alles beibringen, also, fangen wir mal an.“ ratterte ich runter und öffnete meinen Rucksack.
    Namjoon
    War sie nicht die Autorin von Sullis Buch? Ich warf kurz einen Blick aufs Buchcover, das auf dem Tisch lag, sie war es.
    Rue öffnete ihren Rucksack und legte einen Salatkopf, eine Gurke, ein Ei und zwei Tomaten auf den Tisch.
    Soobin fragte „Was ist das?“ „Das, mein Lieber,“, erklärte Rue, „sind von heute an eure besten Freunde. Darf ich vorstellen? Silas Salat, Günther Gurke, Emil Ei und die Geschwister Till und Tom Tomate.“ Hyungkai kicherte. „Passt dir irgendwas nicht?“ fragte Rue. Er schüttelte den Kopf. „Ihr werdet euch wohl oder übel mit den 6 anfreunden müssen. Was anderes, bekommt ihr nämlich nicht zu Essen.“ „Nichts?“ fragte Jin Hyung. „Gar nichts.“
    Rue legte noch zwei Zettel auf den Tisch, neben die Lebensmittel. „Das wird euer Essens- und Trainingsplan sein.. macht jeweils pro Band zwei Fotos und druckt sie aus.“ bat sie.
    „Dann, fangen wir an.“
    Rue holte aus ihrer Tasche einen Erste-Hilfe-Kasten, den sie öffnete und Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Pflaster und sonst irgendwelchen Kram verteilte sie auf dem Boden.
    „Also, mal rein theoretisch, ihr bekommt eine Wunde am Arm, wie müsstet ihr sie verbinden?“ fragte sie.
    So brachte sie uns, wenn auch eher genervt, bei, wie wir Wunden behandeln.
    Nach 3 Stunden, gönnte sie uns eine Pause, in der sie kurz aus dem Zimmer ging.
    Rue
    Während der Übungsstunden hatte mich Lou angerufen. Ich ging auf meine Kontakte und wählte seine Nummer, als wir kurz Pause machten. „Was gibt’s?“ fragte er. „Das müsste ich eigentlich dich fragen.“ „Ach ja stimmt. Ne, Tim, Mark und ich haben eben WoP gespielt und Tim wollte wissen, wie es so mit deinen Schülern läuft.“ ich verdrehte die Augen.
    „Es geht, also BTS hat etwas mehr Gehirnmasse und sie verstehen es eigentlich ganz gut... nur halt die andere Gruppe, ich weiß nicht ob das für sie gesund ist...“ Lou pustete absichtlich in den Hörer. „Idiot.“ lachte ich. „Mach dir keinen Kopf, das wird schon.. wenn sie die Trainee-Zeit überstanden haben, dann schaffen sie auch das.“ „Will ich hoffen, Lou.“
    Er wechselte das Thema „Hast du nicht bald Signierstunde?“ „Erinner mich bloß nicht daran, ich dreh sonst durch.“ stöhnte ich. Ich hatte absolut keine Lust darauf. „Entspann dich, das wird bestimmt total cool! Ich meine, wer würde nicht gerne alles über das Militär erfahren?“ ich hörte ein Mädchenhaft- Hohes Keuchen in Lous Hintergrund. „Lou? Was war das für ein Geräusch?“ „dreimal darfst du raten.“ kicherte er. „Jetzt sag nicht Mark und Tim treiben es schon wieder.“ Er machte ein „Uh-hu.“ ich musste lachen. Das war so typisch.
    Namjoon
    Froh über die Pause, setzte ich mich in eine Ecke und las weiter.

    In dem Monat, bevor es losgehen würde, hatte ich womöglich mehr Sport gemacht als mein ganzes bisheriges Leben.
    Ich war komplett fit, fitter als sonst jemand in meiner Familie.
    Eineinhalb Wochen vor dem Beginn meines Wehrdienstes, kratze ich mein Geld zusammen, dass ich mit meinen verschiedenen kurzfristigen Jobs verdient hatte, und ging zum nächsten Piercer und Tätowierer und informierte mich ausgiebig.
    Ein kleines einfarbiges Tattoo würde mich bis zu 100 Euro kosten... passt auf jeden Fall in mein Budget.
    Schließlich hatte ich mich dann entschieden. Es würden drei kleine Konturen von Schwalben werden.
    Ich sagte also der Tätowiererin, dass sie es machen sollte. Sie fragte mich, ob ich mir sicher wäre, ich bejahte und streckte ihr meinen rechten Arm aus.
    Mit zusammengekniffenen Augen ließ ich mir die kurzen Stiche ergehen und erst als sie meinte, ich könne gucken, sah ich vorsichtig auf mein brennendes Handgelenk. Darauf war eine Folie gelegt und ich roch Desinfektionsmittel und eine Creme.
    Ich starrte die schwarze Farbe an und lächelte dann. „Gefällt es Ihnen?“ fragte die Tätowiererin. „Ja, vielen Dank.“ freute ich mich.
    Die Tätowiererin erklärte, dass ich die Folie mindestens 3 Stunden drauf behalten müsste, es könnte sein das es sehr juckt und ich sollte nicht in Saunen, Schwimmbäder uns Solarien gehen. Ich nickte, bezahlte und ging dann nach Hause.
    Als ich nach circa 5 Stunden die Folie abzog, sah ich Blut und Wundwasser. Vorsichtig wischte ich alles weg.
    Zufrieden betrachtete ich weiter mein neues Tattoo und beschloss dann, mich mental auf den Wehrdienst vorzubereiten.
    ~Ende der Einleitung~

    09.03.16
    1. Tag
    Ich war früh am morgen schon wach und sammelte meine Sachen zusammen. In 15 Minuten würde meine Bahn losfahren und mich zum Regierungsgebäude Seouls bringen.
    Als ich ankam, standen schon dort 9 Männer. Sie waren alle mindestens 2 Köpfe größer als ich, waren breit gebaut, bullig und muskulös. Ich stellte mich mit straffen Schultern dazu und spürte ihre Blicke auf mir. „Was macht die Zuckerpuppe hier?“ „Die will doch niemals hier mitmachen, oder?“ „Pfeh, Memme.“ Am liebsten hätte ich ihnen jeweils die Genitalien verstümmelt, aber bei meiner Größe und deren Muskelmasse könnte ich mir ein Bett im Krankenhaus bestellen.
    Doch dann kam der General, wie immer trug er einen Marineblauen Anzug, der mit Orden behangen war.
    „Guten Tag, meine Herren“, er bemerkte mich nicht, „Sie sind heute hier, um die Ehre unseres Landes zu verteidigen, daher bitte ich Sie, sich anzustrengen...“
    er schwafelte irgendwas von Ehre und Vaterland und dass das ein Zeichen der Männlichkeit wäre und so was. Als er nach gefühlten Jahren seinen Monolog beendet hatte, fragte ich ihn, ob er mich denn nicht vergessen hätte.

    „Müsstest du nicht üben?“ fragte mich auf einmal Rue. „Du sitzt hier schon seit 10 Minuten und starrst dieses arme Buch an.“ fuhr sie fort und bückte sich um den Buchdeckel zu sehen. „Oh.“ murmelte sie dann, als sie sah, dass es ihr Buch war. „Warum liest du diesen Mist? Ist doch was total gefaket.“ In den Nachrichten war von einem Kritiker die Aussage gekommen, dass ihr Buch gefaket sei und das niemals möglich wäre. „Frauen gehören in die Küche oder ins Bett und sonst nirgendwo hin.“ hatte er gesagt. Darauf gab es sehr viele Proteste und Social Media war voll davon. Bisher hat er selber nichts dazu gesagt.
    Rue schmunzelte. Ich sah zu ihr hoch, in ihre Sturmgrauen Augen, die eine Seltenheit in Korea sind, und erkannte sofort die meiner ehemalig besten Freundin wieder. Es war aber so dermaßen unrealistisch, dass sie Larry ist, dass ich mir einbildete, dass ich sie einfach nur besonders vermisste im Moment.
    Leider war es zwischendurch so. Nachdem ich diese 6 Volltrottel kennengelernt hatte, ging es mit meinem Leben drunter und drüber. Ehe ich es mich versehen konnte, war ich Leader, wir waren in einen Dorm gezogen und nun waren wir fast schon Weltstars.
    Immer wieder, sehnte ich mich nach Larry. Ich vermisste sie schrecklich, doch ich wusste, dass wir zwei fertig waren. Sie hatte mich endgültig gehen lassen. Ich wusste nicht, ob sie mich öffentlich verfolgt hatte, ob sie wusste, was aus mir geworden ist, ob sie wusste, dass ich mein Versprechen damals eingehalten und sie nicht vergessen habe.
    „Komm, wir müssen weiter machen.“
    Nur halb anwesend, machte ich die Übungen mit, die Rue uns aufgab. TxT war schon erschöpft, weswegen Rue vorschlug eine Art Vorstellrunde zu machen.
    Wir setzten uns in einen Kreis und während TxT sich nacheinander vorstellte, überlegte ich, was ich sagen könnte. „Hyung du bist dran.“ Tae stupste mich an. Ich nickte und erzählte „Ich heiße Kim Namjoon, bin 25 Jahre alt, Leader dieser Idioten und Rapper und Songwriter.“ In Rues Gesicht sah ich keine Reaktion.
    Nachdem die anderen sich vorgestellt hatten, stellte sich auch Rue vor. „Ich heiße Rue, bin 24 und habe kein bisschen mit Musik zu tun.“ Als Taehyung fragte ob sie einen Partner hätte, schüttelte sie den Kopf und auf die Frage, mit wem sie telefoniert hätte, meinte sie, dass das ihr bester Freund wäre. „Joon oder Lou?“ fragte ich auf einmal. Verwirrt sah sie mich an.
    Doch dann schien sie zu kapieren. „Lou natürlich.“
    Ich schluckte. Lou natürlich. Sie hatte Joon ersetzt.
    Es konnte nur Larry sein. Sie war meine kleine Larry, die immer mich unterstützt hat, die mich gehen lassen hat, die mir in der Schule den Kopf verdreht hat.

    Rue
    Ich stellte mich kurz und knapp vor und als ich ihnen irgendwelche belanglosen Übungen aufbrummte, und zusehen musste, wie sie einer nach dem anderen vor sich hin schnaufen, wünschte ich mir nichts sehnlicher als eine Zigarette. Ich sollte echt aufhören, dieses blöde Nikotin zu rauchen, aber was soll ich schon machen?
    Seufzend sah ich den Jungs zu, korrigierte die ein oder andere Position und machte sonst eigentlich nicht viel.
    Als ich so gegen 18 Uhr endlich gehen durfte, erlöste ich die 12 Typen, schnappte mir meine Tasche und verschwand schneller aus diesem grässlichen Gebäude, als ich es selber mitbekam.
    Vor mich hin meckernd, fuhr ich zu meiner und Lous Wohnung, die wir uns teilen.
    Als ich ankam, war die Hölle los. Es sah aus, als wäre eine Bombe aus dem 2.ten Weltkrieg hier eingeschlagen. „WAS ZUM TEUFEL-?“ ich lies meine Tasche fallen und suchte nach Lou. Dieser hockte auf dem Balkon rum und rauchte. „WAS ZUM HENKER IST PASSIERT?“. Er zuckte zusammen, stand auf und ging seelenruhig in die Wohnung, wo er anfing aufzuräumen. Genervt schlurfte ich in mein Zimmer, warf die Tasche neben mein Bett und zog mich um.
    Ich zog mein Hemd aus und ersetzte es durch ein T-Shirt, das selbe mit meiner Hose und einer Leggins. Als ich dann wieder aus dem Zimmer kam, sah es um einiges besser aus. Das ist der Nachteil, wenn man seinen besten Freund als Mitbewohner hat.
    Aber es hat auch Vorteile, denn man ist nicht alleine, Spaß pur und es ist einfach nur lustig. Mit Lou macht alles Spaß. Sogar aufräumen.
    Beim Essen kochen, erzählte ich ausführlich von unserem ersten Tag. „Einer von ihnen, dieser Namjoon, der sieht Joon ganz schön ähnlich. Besonders die Grübchen.“ murmelte ich. „Die Namen sind ähnlich, vielleicht ist er das ja.“ spekulierte Lou. „Jetzt werd' mal nicht komisch, das ist so unwahrscheinlich.“ „Hast du schon mal was von Schicksal gehört?“
    „Wo ist der Sinn darin? Hat das Schicksal uns getrennt nur um uns wieder finden zu lassen? Das macht keinen Sinn Lou, Schicksal gibt es nicht. Schicksal haben wir Menschen uns ausgedacht, weil wir Hohlköpfe sind.“
    Mein Handy klingelte. Es war Jack, ein weiterer Typ, den ich in meinem letzten Jahr im Wehrdienst kennengelernt hatte.
    Er fragte, ob ich mich mit ihm und seiner besten Freundin Nao, von der er wirklich viel erzählt hat, am Wochenende treffen wolle. Ich stimmte zu und wir verabredeten uns für Sonntag in einem Café, in dem ich mal vor einiger Zeit gearbeitet hatte.

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    #4
    Rue

    Heute war Freitag und somit das Ende der ersten Woche meines aufgezwungenen Trainings mit BTS und TxT. Seufzend zog ich mir irgendeine Hose und ein Shirt über, packte meine Tasche und schwang mich auf mein Fahrrad. Bevor ich los fahren konnte, kam Lou zu mir. „Rue!“ er keuchte und drückte mir eine Box in die Hand. „Was ist das?“ fragte ich. „Das, meine Liebe, ist dein Geburtstagsgeschenk.“ „Mein Was?“ „Geburtstagsgeschenk, ein Geschenk, das man der Perso-“ „Ja ich weiß was das ist, aber- ich habe heute Geburtstag?“ fragte ich erstaunt. „Klar, heute ist der 15. September!“ Lou umarmte mich kurz. „Alles Gute, Rue.“ er grinste. „Danke Lou.“ Ich lächelte ihn an und fuhr dann los, nachdem er die Box in meine Tasche gestopft hatte. Lous Geschenk würde ich einfach in der Pause auf machen.
    Als ich im Entertainment ankam, waren alle schon da. Die Member von TxT und von BTS. „Morgen.“ grüßte ich kurz. „Guten Morgen, Noona-ssi.“ lächelten alle Member von TxT, Taehyung, Jimin und Jungkook. Ich nickte nur, warf meine Tasche in eine Ecke und zog meine Jacke aus, die ich über meine Tasche warf. Auch wenn es September war, war es wirklich warm heute. „Hört auf Wurzeln zu schlagen, hopp hopp, Laufschuhe an!“ ich klatschte in die Hände. Seufzend zogen sich alle ihre Laufschuhe an und ich scheuchte sie die Gänge durch zur Laufbahn. Auf dem Weg kamen wir an Manager Sejin vorbei. „Na nu, was wird das hier?“ fragte er mit gehobener Braue. „Das wird ein Marsch zur Laufbahn.“ antwortete ich. „Und was macht ihr da?“ fragte er. „Was macht man in einem Producestuio?“ fragte ich zurück. „Producen.“ antwortete er. „Und was macht man dann höchstwahrscheinlich auf einer Laufbahn?“ fragte ich weiter. „Laufen..“ murmelte er. „Na also.“ zufrieden sah ich ihn an. „Übrigens, Sie könnten auch ein Paar Runden vertragen, ihrer Fettschicht würde das auf gar keinen Fall schaden.“ Schmunzelnd drehte ich mich um und beachtete mit einem kühlen Blick nicht die erstaunten Blicke der Jungs. „Los, bewegt euch!“ rief ich.
    Ich schnappte mir meine Trillerpfeife, steckte sie mir in den Mund und pustete rein. Ein Trällern gellte durch den Innenhof des Entertainments. „10 Runden!“ Und die Jungs fingen an zu laufen. Ich joggte mit ihnen am Rand. „Was soll das werden, Jungkook, ein Catwalk? Den kannst du bei deiner Awardshow trainieren, nicht hier, bisschen Tempo!“ rief ich ihm zu. Er schnaufte und nahm etwas an Geschwindigkeit auf. „Yeonjun du sollst nicht trippel, du sollst laufen!“ ich ließ sie noch etwas rum laufen, bis ich dann Jimin und Taehyung quatschen hörte. „Ugh, ich kann nicht mehr.“ keuchte Taehyung. „Komm Taehyung-ah du schaffst noch bisschen.“
    „Okay okay!“ rief ich und pfiff noch einmal, damit alle stehen blieben. „Eine Reihe bitte.“ sie stellten sich hin, ich lief vor ihnen auf und ab und suchte die passenden Worte.
    „In der Armee gibt es ziemlich genau 3 Regeln.
    1. Alles geht nach dem Kommando es Commanders. Das ist übrigens in unseren Kreisen ich.
    2. Engagement. Solange ihr es nicht wirklich wollt, werdet ihr immer nach 5 Runden rumheulen, dass ihr nicht mehr könnt.
    3. Absolute Stille. Solange ich expliziert niemanden anspreche, ist es ruhig hier.
    Wenn ich hier erlebe, dass jemand diese Regelungen missachtet, dann könnt ihr darauf wetten, dass das nicht so toll endet.
    Haben wir uns verstanden?“ fragte ich. „Das meint sie doch nicht ernst.“ murmelte Beomgyu. „Du, Quasseltante, 10 Liegestütze.“ er sah mich entgeistert an. „Abe-“ „Dann sind es eben 20. Na los jetzt.“ er seufzte leise und ging etwas abseits seine Liegestütze machen. „Was soll das sein, willst du Brotteig kneten oder was? Schön runter mit der Brust.“ Ich stellte mich neben Beomgyu und sah ihn fragend an. Er versuchte tiefer mit der Brust zu gehen. „Du musst deine Mitte finden.“ knurrte ich. Er sah mich fragend an. „Steh auf, da bekomme ich ja Augenkrebs.“ ich zog ihn an der Schulter auf die Beine, und machte selber eine Liegestütze. „Du musst versuchen die Mitte deines Körpers zum Boden zu führen, verstehst du?“ ich stand auf und er versuchte es noch einmal. „Ja!“ zufrieden lies ich ihn seine Liegestütze machen. „Und nun zu euch..“ ich stellte mich vor die anderen. „Ihr lauft jetzt noch ein bisschen.“ Also drehten der Rest noch ein Paar Runden, in denen ich Beomgyu bei seinen Liegestützen half. „Na geht doch! Warum nicht gleich?“ Zufrieden lächelte ich ihn an.
    „Kurze Pause Jungs!“ rief ich. Wir gingen alle wieder in den Spiegel-Raum, wo ich mich in eine Ecke setzte und Lous Geschenk auspackte. Es war eine eingerahmte Fotocollage von mir und ihm. Wir, wo wir eingezogen sind, neben Tim und Mark, wir, wo wir vom Wehrdienst nach Hause gekommen sind, wir wo wir zusammen zum ersten Mal ein Bierchen getrunken haben. Ich musste lächeln, es war ein wunderschönes Geschenk. Schnell nahm ich mein Handy und rief ihn an. „Hey, na?“ nahm er an. „Lou, dein Geschenk ist wunderschön. Vielen Dank.“ „Kein Ding Ruechen.“ „Nenn mich nicht so.“ „Hm, doch.“ Ich drehte die Augen. „Wie läuft's?“ „Ein Wort: Lappen.“ „Ouuuu du Arme.“ er lachte. „Okay, ich muss jetzt auflegen. Bis heute Abend, Louchen.“ Ich legte auf.
    Namjoon
    Ich hockte mich neben meine Tasche und nutze die 5 Minuten, die Rue uns gönnte, um zu lesen.

    „Du meinst es anscheinend wirklich ernst.“ murmelte der General. „Natürlich!“ ich stellte mich vor ihn hin. „Warum willst du es nur so sehr?“ seufzte er. „Auf geht’s Soldaten!“ rief er und schob mich mit den anderen Männern in einen Truck. „Ihr fahrt jetzt zum Regierungsgebäude, dort bekommt ihr alles was ihr braucht.“ Wir nickten und ein Mann mit dunklen Augen, spitzer Nase und hellen Haaren, setzte sich hinters Lenkrad. Wir anderen verteilten uns auf die Sitze. „Also Zuckerpüppchen. Was verschlägt dich zu uns?“ fragte einer. „Was soll mich denn hier her verschlagen? Ich möchte einfach nur zum Wehrdienst das ist alles.“ „Bis du lesbisch?“ fragte er weiter. „Was hat das damit zu tun?“ fragte ich verwirrt. „Na ja, könnte sein, dass dich deine Eltern hier her geschickt haben, als Bestrafung weil du krank bist.“ er zuckte mit den Schultern. „Du bist krank, dass du denkst Homosexualität ist eine Krankheit.“ warf ich ihm an den Kopf. „Bist du denn nicht lesbisch?“ „Nein.“ Es wurde wieder ruhig im Wagen, bis wir ankamen. Jeder von uns hatte nur eine Tasche dabei. Als wir am Regierungsgebäude ankamen, stiegen wir aus und stellten uns in einer Reihe auf.
    Vor uns stand der General mit den Orden und ein Arzt. Er hatte ein Stethoskop um den Hals gehängt und eine kleine Brille auf der Nase. „Guten Tag die Herren, guten Tag, Madame, ich bin hier um Ihre körperliche Verfassung aus zu checken. Madame, ich würde gerne mit Ihnen anfangen.“ Ich trat vor und musste mein Hemd ausziehen, damit der Arzt mein Herz abhören konnte. Es war am Anfang etwas unangenehm, aber da ich unter meinem Hemd noch ein T-Shirt trug, war es halb so schlimm. Der Arzt hörte mich ab, wog mich mit einer Wage, die er mitgenommen hatte (warum auch immer), misste meine Körpergröße, fragte mich über Allergien und sonstiges aus, bis ich dann endlich erlöst war und von ihm meine Uniform bekam.
    Ich sollte in den Van gehen, der hinter dem Arzt stand, und mich umziehen. Als ich raus kam, stellte ich fest, dass meine Uniform mir 2 Nummern zu groß war. Also krämpelte ich Ärmel und Hosenbeine hoch um wenigstens richtig greifen und laufen zu können. Während die anderen Männer untersucht wurden, nahm mich der General bei Seite.
    „Ich möchte Sie warnen, Frau Soo-Yun.“ fing er an. „Der Wehrdienst fordert wirklich körperliche Kompetenzen, die für männliche Körperanatomie bestimmt ist. Aber mir gefällt Ihre Beharrlichkeit und Ihr Willensdrang, daher möchte ich Ihnen eine Chance geben. Wenn wir merken, dass Sie nicht geeignet sind, dann müssen wir Sie bitten zu gehen.“ Ich nickte. Eine andere Wahl hatte ich ja eh nicht.

    „Los, hopp, weiter geht’s!“ rief Rue. Ich wollte noch unbedingt weiter lesen, doch legte ich das Buch widerwillig zur Seite. „Was machen wir jetzt, Noona-ssi?“ fragte Beomgyu. „Du machst jetzt erst mal deine 10 Liegestütze.“ brummte sie. „Aber Noon-“ „Ach nein, mach 20 draus.“ sie hob leicht den Mundwinkel. „Ugh!“ stöhnte er. „Du kapierst es wohl nie. 30. Jetzt.“ Boemgyu schlurfte genervt in eine Ecke und fing wieder an Liegestütze zu machen.
    „Will ihm sonst noch wehr Gesellschaft leisten?“ fragte sie in die Runde. Es blieb still. „Gut. Dann kommt mal mit, ich habe was für euch vorbereiten lassen. Labertasche, du kommst einfach an den Haupteingang wenn du fertig bist, wir warten auf dich.“ Somit nahm sie ihre Jacke, legte sich ihre Tasche um und ging raus.
    Ich wollte auch nach meiner Tasche greifen, als Rue den Kopf in den Raum steckte und sagte: „Ihr braucht eure Taschen nicht. Nur eine Jacke, zack zack, wir haben nicht viel Zeit.“

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