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Ein Licht in der Nacht

Elly macht sich große Sorgen, ihre Schwester liegt schwerkranke in der Klinik. Als dann auch noch eine große Operation ansteht, verplappert sie sich fast....

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    ((big))Besuch im Krankenhaus((ebig)) Ich starrte durch die regennassen Fenster unseres Autos. Draußen sah ich ab und zu Menschen mit Regenschirmen, d
    Besuch im Krankenhaus

    Ich starrte durch die regennassen Fenster unseres Autos. Draußen sah ich ab und zu Menschen mit Regenschirmen, die in Hauseingänge abbogen. Da sah ich eine seltsame Person. Sie hatte keinen Regenschirm, nicht mal eine Regenjacke, so wie es aussah störte sie der Regen nicht. Ich wandte meinen Blick wieder ab. Meine Eltern parkten das Auto am Straßenrand und wir stiegen wir aus. Vor uns lag das Krankenhaus, ein kahles, graues Gebäude, wahrscheinlich war es nicht mehr so neu. Ich klappte meinen Regenschirm auf, dass tat ich nur, weil meinen Eltern nicht wollten, dass wir pitschnass in der Klinik ankämen. Also stapfte ich die paar Meter zum Krankenhauseingang mit meinem quietschgelben Regenschirm.Wir betraten die Klinik, alles war sauber und weiß, es war unbekannt für mich, denn ich war hier nur mal als Kleinkind. Wir wurden angewiesen in die Kinderabteilung zu gehen, dort betraten wir Zimmer 3.
    Hannah lag auf einem Krankenbett. Langsam schritt ich auf meine Schwester zu und kniete mich neben sie. Ich lächelte und fragte: „Weißt du... Wann du das Krankenhaus wieder verlassen darfst?“ Mit einer kleinen, zitternden Stimme antwortete sie: „Falls ich die Operation übermorgen überstehe, in zwei Wochen....Falls...“ Ich bekam Tränen in den Augen, denn ich liebte sie so sehr, ich nahm ihre Hand und flüsterte: „Du wirst das schaffen... Weil du innerlich stark bist.” Hannah lächelte leicht. Im Hintergrund hörte man die Diskussion von meinem Vater und dem Arzt. Meine Mutter Carolin hatte sich neben uns gesetzt und hauchte: „Deine Chancen stehen gut, Kleine.”
    „Die Besucherzeit ist zu Ende.", ein glatzköpfiger, kleiner Mann hatte das Zimmer betreten. Ich stand auf und winkte Hannah noch einmal dann verschwand ich mit Mama und Papa im Gang.

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    ((big))Schlechte Nachrichten((ebig)) Das Wetter hatte sich rasant geändert, die Mittagssonne prallte auf alle herab. Ich schwang mich auf eine Mauer
    Schlechte Nachrichten

    Das Wetter hatte sich rasant geändert, die Mittagssonne prallte auf alle herab. Ich schwang mich auf eine Mauer und blickte auf die belebte Straße. Endlich seh’ ich ihn wieder! Aber wo bleibt er bloß? Da zog etwas an meinem Fuß, ich schaute auf meine Füße und sah ihn! Ich sprang leichtfüßig von der Mauer und drückte mich fest an ihn. „Ich hab dich so vermisst Colin! Wieso seid ihr bloß umgezogen!”, flüsterte ich ihm ins Ohr. Er hatte mich hochgehoben, denn ich war klein. Er gab mir einen kleinen Kuss auf die Stirn, dann liefen wir gemeinsam in Richtung Park. „Wir könnten vielleicht in den Wald gehen, denn hier ist es heiß.”, meinte Colin. Ich stimmte zu und wischte mir eine Schweißperle von der Stirn. Die Bäume spendeten Schatten und wir ließen uns auf einer Bank nieder. „Wie steht es um deine Schwester?”
    „Sie hat bald eine große Operation, aber ihre Chancen sind groß”
    „Das ist beruhigend.”
    Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und erwiderte: „Ja, das ist etwas beruhigend.” Colin war wie ein großer Bruder für mich, wir kannten uns schon ewig. Er wischte mir ein Haar aus meinem Gesicht und ich schloss meine Augen. So saßen wir eine Weile da, ich genoss die vereinzelten Sonnenstrahlen die mich trafen und lauschte dem Vogelgezwitscher. Ich vergaß zum ersten Mal seid Wochen meine Sorgen um Hannah.

    Ich fühlte wie eine warme Hand meine hielt. Da bemerkte ich das ich wohl eingeschlafen sei und fragte: „Ähm, wie lange habe ich geschlafen?" „Ach, nur ein paar Minuten, wollen wir vielleicht zu dir nach Hause gehen?" „Ja ..." Ich stand auf und mein Blick zuckte wachsam hin und her. Ich wusste selber nicht wovor ich Angst hatte. Wir liefen am Eiscafé vorbei und kamen schließlich bei einem kleinen grauen Reihenhaus an, ich schloss die Tür auf. Meine Mutter kam uns aufgeregt entgegen und meinte: „Les’ dir diesen Brief durch Elly!" Ich nahm das Blatt Papier und faltete es auf. Langsam las ich die Zeilen vor:
    „Sehr geehrte Familie Carter,
    wir müssen ihnen mitteilen, dass die Operation ihres Kindes Hannah Carter auf heute Abend verschoben wurde. Wir werden sie noch heute Nacht informieren, ob alles gut gegangen ist.
    Euer
    Ärzteteam
    Krankenhaus Lionheart”
    Ich starrte meine Mum an und sie erwiderte meinen Blick ernst. Ich fühlte wie Colins Hand mir über den Rücken strich. Meine Mum erwähnte noch an Colin gewandt: „Dein Vater erwartet dich im Eiscafé.” Ich sah Colin hinterher als er unser Haus verließ, schließlich rannte ich die Treppe hoch in mein Zimmer.

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    ((big))Ein großer Rückschlag((ebig)) ((cur))Zeitsprung, später Abend, ca. 11:00 Uhr((ecur)) Ich saß vor unserem Computer im Wohnzimmer und recherc
    Ein großer Rückschlag

    Zeitsprung, später Abend, ca. 11:00 Uhr

    Ich saß vor unserem Computer im Wohnzimmer und recherchierte für die Schule. Meine Mutter saß am Tisch und bangte um Hannah, zumindest glaubte ich das. Sie sah total verzweifelt aus. Mit schweren Schritten ging ich zu ihr und setzte mich neben sie. Vorsichtig sah ich sie an. Ich sah ihre getrockneten Tränen. Besorgt meinte ich: „Mum, du brauchst dir keine Sorgen zumachen ...“ Sie schaute mich an und irgendwie merkte ich etwas in ihren Augen was mir
    sagte es ist passiert. „Hannah, ist tot...“, schluchzte sie. Als ich das hörte, brach etwas in mir zusammen etwas großes, vielleicht war es mein Herz, vielleicht meine Hoffnung, vielleicht auch etwas größeres. Meine Seele. Mir floss eine kleine Träne die Wange hinab. Mein Hals tat durch diesen Schmerz so unglaublich Weh und ein dicker Kloß saß in ihm. Weinend zog ich meinen Mantel an, Abends wurde es hier meist kalt, und knallte die Tür zu. Weinend rannte ich durch unseren nächtlichen Ort. Die Straßen waren vollkommen leer. Ich rannte einfach weiter und meine Füße führten mich in den Wald. Verzweifelt ließ ich mich auf der Bank nieder, wo ich und Colin heute gesessen hatten. Mein Blick wanderte um mich herum. Ich hörte seltsame Geräusche. Ängstlich zog ich meine Beine näher zu mir und schaute mich um. Niemand in der Nähe? Eine Eule erhob sich gen Mond. Erleichtert ließ meine Spannung wieder nach. Wieso? Wieso war es eigentlich meine Schwester gewesen die es erwischt hatte? Es hätte doch genauso den Kellner aus der Pizzeria erwischen können! Ich merkte erst jetzt wie groß meine Liebe zu diesem Menschen gewesen war. Hannah war ein wundervoller Mensch. Doch nun war sie ins Reich der Toten eingetreten ... Ich spürte plötzlich eine warme Hand auf meiner Schulter und wusste genau wer es war: Colin. Wer denkt, aber schon das er sich Nachts rumtrieb ...

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    Eine letzte Chance

    „Colin? Bist du‘s?“, ich schaute mich um und blickte geradewegs in Colin‘s waldgrüne Augen. Ich merkte das er beunruhigt war, irgendein Problem hatte, ließ mir aber nichts anmerken. Er zog mich am Handgelenk raus aus dem Wald. „Wa-Was ist los Colin?“ Ich stolperte ihm hinterher. Er verlor kein Wort sondern rannte weiter bis zu einem kleinen Schuppen den er öffnete und mich reinschob. Es lagen alte, schimmelnde Gerätschaften drin und es roch modrig. Er flüsterte atemlos: „Ich bin abgehauen.... Meine Eltern streiten sich nur noch und da ich zu Essen brauchte, hab ich Pizza aus der Pizzeria geklaut und der Kellner war noch da und hat mich erwischt! Ich bin abgehauen, er war mir auf den Fersen, als ich dich gesehen habe habe ich dich sicher als halber mitgenommen.“ Erst war ich baff dann fuhr ich ihn an: „Du! Du klaust! Du elender Dieb! Und mit dazu lügst du mich an! Du hast immer behauptet deine Eltern wären glücklich verheiratet!“ Er sah mich schockiert an, in meinen Augen blitzte eine unbändige Wut. Ich schloss die Augen atmete durch und boxte ihm dann leicht in den Bauch. „Niemandem kann ich mehr vertrauen, nicht mal mehr dir! Und Hannah die ist ja jetzt auch tot!“, schluchzte ich und drängte mich an ihm vorbei, zumindest wollte ich dass, aber er war um einiges stärker und hielt mich fest. Ich stemmte mich mit Gewicht gegen ihn. Meine Tränen feuchteten mein T-Shirt an was ich unter dem Mantel trug. Er versuchte mich zu besänftigen: „Elly, Hör mir zu. Ich wollte das nicht, es war aus Versehen, geb mir noch eine Chance, ich werde dich nicht noch einmal enttäuschen.“ Mit hochrotem Kopf starrte ich ihn an. Ich trocknete meine Tränen und meinte: „Okay, du kriegst von mir noch eine Chance. Eine einzige.“

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    Noch ein paar Sachen hab ich zu sagen: Also erstmal einen großen Dank an Seelenwind für das schöne Cover des Kapitels Schlechte Nachrichten. Dazu noch eine kleine Anmerkung Elly sieht eher aus wie das Mädchen auf dem Cover ein großer Rückschlag und Colin sieht natürlich schon etwas anders als der Junge auf dem Cover schlechte Nachrichten, aber das ist nicht schlimm!
    Dann noch eine Anmerkung: Das ist eine Geschichte für Kii’s Schreibwettbewerb Write your Story. Ich widme es allen Menschen die eine schwere Krankheit haben oder einem Menschen mit solcher nah stehen.
    So dann noch Danke das ihr euch das durchgelesen habt;)

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