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Lisa's Tagebuch (Kapitel 1)

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1 Kapitel - 1.174 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 644 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hey Leute. Mein Name ist Lisa Liebknecht. Ich bin 13 Jahre jung und wohne mit meiner Familie in Hamburg. In dieser, wie ich denke, langen Geschichte, werde ich euch ein bisschen von meinen Problemen, meinen Träumen und meinem Leben erzählen.

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    Heute ist es endlich soweit. Mein letzter Schultag. Heute bekomme ich endlich mein Zeugnis. Die meisten würden das nicht verstehen. Die meisten würden sich nicht über ein Zeugnis freuen. Doch ich, Lisa Liebknecht, habe so hart gebüffelt, dass ich mich zu recht auf mein Zeugnis freuen kann. Meinen Eltern habe ich in letzter Zeit meine Noten verschwiegen, so dass sie nicht wissen konnten, ob mein Zeugnis gut oder schlecht ausfallen würde. Ich jedenfalls freute mich sehr darauf, vor allem auf die Gesichter meiner Eltern, wenn sie die guten Leistungen ihrer Tochter, schwarz auf weiß, in ihren Händen halten würden.

    Es klingelt und unsere Klassenlehrerin Frau Baumann betritt das Klassenzimmer. >>Guten Morgen.<<
    Wir gaben ein leises >>Guten Morgen<< zurück. >>Freut ihr euch schon auf eure Zeugnisse?<< Die meisten schüttelten mit dem Kopf. Verständlich, bei den schlechten Noten die einige hatten. Alle kamen nach und nach vor an den Lehrertisch um ihr Zeugnis entgegen zu nehmen. Viele schauten das Blatt nicht einmal an. Von ihnen kam nur ein leises >>Danke!<< Ich bin nervös. Ich hasse es zu warten.
    Endlich!
    >>Lisa Liebknecht!<<, Frau Baumann ruft meinen Namen auf. Voller Vorfreude laufe ich zum Lehrertisch, um mein Zeugnis entgegenzunehmen. >>Danke<<, sagte ich. >>Bitte. Du kannst stolz auf dich sein. So ein schönes Zeugnis.<<, entgegnete Frau Baumann.
    ...
    Schulschluss!
    Ca. 20 Minuten später stehe ich vor meiner Haustür. Ich atme einmal ganz tief durch und schließe die Tür auf. Doch dann der Schock!
    >>Hast du dir mal dein Zeugnis angeschaut?<<, fragte meine Mutter meinen Bruder Felix. >>Mama, du nervst mich richtig.<< Das hat mir gerade noch gefehlt. Mein dummer Bruder Felix ist vor mir zu Hause und muss meinen Eltern mit seinem schlechten Zeugnis die Laune versauen. >>Hallo Mama, hallo Papa!<<, sage ich lustlos. Doch es war, als würde ich mit einer Wand sprechen. Es kam nichts zurück. Sie schauten mich noch nicht einmal an. Verärgert und gleichzeitig ein bisschen traurig laufe ich die Treppe hoch und gehe in mein Zimmer. >>Wenn der mir morgen meinen 14. Geburtstag versaut, dann kann er sich auf etwas gefasst machen!<<, murmle ich wütend vor mich hin. Morgen soll ein schöner und besonderer Tag werden. Außerdem sind Sommerferien und da habe ich mir eine Auszeit wirklich verdient. Schließlich arbeite ich sehr hart in der Schule.
    ...
    Im Gegensatz zu meinem Bruder.
    Wenn der nach Hause kommt, schmeißt er seinen Ranzen in die Ecke und hockt sich vor seine scheiß Play Station. Stundenlang sitzt er vor dem Ding, bis meine Mutter ihm mal sagt, dass er die Scheiße ausmachen soll.
    Danach frisst er erst mal was aus MEINEM Süßigkeitenfach (was meine Eltern nicht stört) und eine halbe Stunde später sitzt er am Tisch und tut so, als hätte er richtig viel Hunger. Er isst so viel, dass man denken könnte, er bekommt den ganzen Tag nichts zu essen. Naja, eigentlich sieht man es ihm schon langsam ein wenig an. Aber das ist nicht mein Problem. Der Arzt hat ihm schon oft genug erklärt, dass er nicht so viel essen soll. Aber das scheint meinen Bruder nicht zu interessieren...
    Plötzlich ruft jemand nach mir. >>Lisa!<<. Ich stehe auf und laufe die Treppe hinunter. Meine Eltern schauen mich an, als wäre ich irgendeine komische Gestalt aus einem Kinofilm.
    >>Wann hattest du eigentlich mal vor, uns dein Zeugnis zu zeigen?<<, fragt meine Mutter während Felix mal wieder mit Essen beschäftigt war. >>Vorhin wollte ich es euch zeigen, aber ihr wart ja mit wichtigeren Dingen beschäftigt.<<, sage ich ein bisschen zickig. Aber anders würden es meine Eltern auch nicht verstehen. >>Nicht in diesem Ton, Fräulein.<<, sagt mein Vater. >>Mit euch kann man echt kein vernünftiges Gespräch führen, ohne dass ihr gleich an die Decke geht!<< Nachdem ich diese Worte über die Lippen gebracht habe, drehe ich mich um und renne in mein Zimmer.

    Kurze Zeit später, kommt meine Mutter in mein Zimmer. Sie tut so als wäre nichts gewesen. Das ist eine Eigenschaft, die ich an meiner Mutter hasse. >>Es tut deinem Vater und mir wirklich leid!<<, begann meine Mutter das „Gespräch“.
    >>Was tut euch leid? Die ständigen Beleidigungen, dass ihr Felix ständig nur als Engel behandelt oder dass ihr mich nie zu Wort kommen lasst?<< Meine Mutter sah mich verzweifelt an. >>Du musst uns doch auch verstehen. Dein Vater und ich wissen in manchen Situationen einfach nicht, wie wir reagieren sollen.<<
    Ich dachte darüber nach. Bin ich manchmal doch etwas vorlaut? Oder versucht meine Mutter gerade sich raus zureden? Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, fange ich an zu reden. >>Mama, glaubst du, für mich ist das alles einfach? Glaubst du, dass mir das Spaß macht, mich mit euch zu streiten oder mit euch zu diskutieren? Nein, es macht keinen Spaß. Manchmal habe ich dass Gefühl, nicht beachtet oder nicht geschätzt zu werden.<< Wieder schaute mich meine Mutter an. Sie sieht so aus als würde sie gleich anfangen zu heulen. >>Ich werde mit deinem Vater reden. Wir werden dass in Zukunft mehr beachten und auch respektieren.<<, sagte meine Mutter. >>Danke Mama.<<, antworte ich. >>Zeigst du mir aber bitte noch dein Zeugnis?<< Ich krame in meinem Schulranzen und gebe ihr mein Zeugnis. >>WOW! Du hast ja ein gutes Zeugnis. Das muss ich gleich deinem Vater zeigen.<< Meine Mutter sprang auf und eilte die Treppe hinunter.
    Ich war erleichtert. Der Tag hat sich doch noch als gut erwiesen. Ich bin froh, dass jetzt alles geklärt ist. Ich freue mich schon sehr auf morgen. Das wird der beste Tag meines Lebens.

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