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La Purga

Im Mittelalter wurde Rom und ganz Europa von dunklen Mächten Heim gesucht. Die Illuminati unterwanderten die Bevölkerung und stellten eine Bedrohung für den Vatikan da. Was aber, wenn der Vatikan einen Fehler macht und dadurch ein nur noch viel größeres Monster herauf beschwört?
Lasst nicht zu, dass das Wesen eure Gedanken beherrscht. Es könnte euer Tod sein!

Diese Fan Fiction ist auf gar keinen Fall ein Schuss gegen die katholische Kirche. Die Handlung ist frei erfunden. Lediglich einige Personen in dieser Geschichte gab es wirklich.

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    La Purga

    " Eure Heiligkeit! Ich bitte euch hier, vor den Toren des Petersdoms um Gnade. Lasst uns gehen! Wir haben Frauen und Kinder Zuhause! Lasst nicht zu, dass sie zusehen müssen, wie ihre Väter in den Tod stürzen ... bitte! ", flehte der bärtige Mann mittleren Alters Papst Pius VI. an. Papst Pius, der in seiner weißen Robe auf dem Balkon des Petersdoms stand, drehte den Kopf nur wenig begeisternd und mit hochgezogenen Augenbrauen zur Seite und flüsterte seinem Camerlengo Francesco Da Vadci, der direkt neben dem Papst stand, auf lateinisch etwas ins Ohr. Da die vier angeklagten Männer, welche lediglich schmutzige Tuniken trugen kein Latein verstanden, schrie Camerlengo Da Vadci wortwörtlich auf italienisch zu den angeblichen vier Sündern: " In eurem Fall kennt Gott keine Gnade! Für das, was ihr getan habt, werdet ihr auf die grausamste Weise hingerichtet werden, die ihr euch nur vorstellen könnt! Ihr seit keine Kinder Gottes! Ihr seit Ausgeburten der Hölle! "

    Die vier Männer waren verzweifelt und fürchteten um ihr Leben. Unzählige Zuschauer versammelten sich auf dem Petersplatz und bewarfen die vier in Ungnade gefallenen Sünder mit Tomaten, Kürbissen, Äpfeln und anderweitigem Obst und Gemüse. Viele Frauen, Männer und sogar Kinder spuckten vor die Füße der Angeklagten und beschimpften Sie bis aufs Äußerste: " Bastarde! Missgeburten! Schert euch zum Teufel, wo ihr hingehört! " Stünde nicht die Schweizer Garde zwischen den Sündern und der aufgebrachten Menschenmenge, so wären sicher schon viele Bürger Roms auf die Angeklagten los gegangen und hätten diese mit Messern, Steinen und Ästen angegriffen.

    Hinter dem Papst standen acht hochrangige Kardinäle und beobachteten das Geschehen. Einer unter ihnen, Kardinal Baccio aus Venedig trat mit einer Pergamentrolle nun neben den Papst. Der Kardinal brach das päpstliche Siegel und las aus der Schriftrolle vor: " Hiermit verurteile ich, Papst Pius VI., Vertreter Gottes auf Erden und Erbe des Petrusstuhls Adolph Freiherr Knigge, Franz Xaver von Zwack, Franz Dietrich von Ditfurth und Gründer des Illuminatiordens, Adam Weißhaupt zum Tode durch die umgekehrte Enthauptung! Möge Gott diesen Zweiflern den wahren Weg der Erleuchtung zeigen! "

    Kurz darauf teilte sich die Menschenmenge und die Glocken des Petersdoms läuteten drei Mal. Plötzlich verstummte der wütende Mob und vier Henker in finsteren Gewändern und schwarzen Masken marschierten im Gleichschritt auf dem Weg durch die Menge zu den Verurteilten. Soldaten der Schweizer Garde rissen den vier Anführern des Illuminatiordens ihre schmutzigen Gewänder vom Leib. Nun offenbarten sich blutige und eiternde Wunden auf den Rücken der Sünder. Die Männer der Schweizer Garde drängten die zum Tode verurteilten Männer auf vier vor ihnen erhöhte Plattformen aus Holz. Voller Schmerzen quälten sich die Vier die Stufen hoch, mit dem Wissen, eine Lanze im Rücken zu haben. Die Lanzen der Soldaten jagte die Männer regelrecht hoch. Kurz darauf banden die Henker die Illuminatianführer an ein umgedrehtes Holzkreuz. So, dass diese mit dem Kopf nach unten hingen. Der Anführer der Illuminati erkannte auf einmal in der Menschenmenge seine Frau und seine beiden sieben und neun jährigen Töchter Luisa und Marie. Da brüllte sich Adam Weißhaupt auf einmal die Seele aus dem Leib: " Agathe, flieh mit den Kindern! Ihr habt hier nichts zu suchen! Lauft! So schnell ihr könnt! " Als der wütende Mob bemerkte, dass der Anführer des Illuminatiordens nach seiner Frau und seinen Kindern rief, gab es ein plötzliches Gedränge und mehrere Messer wurden aus den Taschen gezogen. " Neeeeiin! Lasst meine Familie in Frieden! ", schrie Weißhaupt unter Tränen den Bürgern Roms noch entgegen. Allerdings war es schon zu spät. Unzählige Männer und Frauen stachen auf die Frau, als auch auf die Kinder des Illuminatianführers ein. Die Mutter und ihre beiden Kinder schrien um ihr Leben: " Aaaaah! Lasst uns in Ruhe! ... Mama, Hilfe! " Die Hilfeschreie verstummten jedoch bereits nach wenigen Sekunden und man hörte nur noch, wie die Klingen in das Fleisch eindrangen und wie das Blut lediglich aus den Leichen heraus quoll. Nach diesem Massaker waren die Leichen der Weißhaupts kaum noch zu erkennen.
    Adam Weißhaupt weinte und verdammte all Jene, die bei dem Mord seiner Familie beteiligt waren: " Flucht über euch! Wenn euer Gott zulässt, unschuldige Kinder in ihre einzelnen Gliedmaßen zu zerhacken, so ist dies nicht mein Gott! Ich verfluche euch alle! Euch und eure Kirchenoberhäupter! " Die anderen drei Illuminaten, welche neben Weißhaupt am umgekehrten Kreuz kopfüber hingen, schlossen in diesem Moment bereits mit ihren Leben ab und schlossen die Augen, in der Hoffnung, es wäre endlich vorüber.

    So einfach machten es ihnen ihre Henker aber nicht. Stattdessen brachte die schweizer Garde einen Eisenkessel, voll mit glühender Kohle zum Platz, wo die Illuminaten hingerichtet wurden. Unter unaustehlichen Schmerzen brandmarkten die Henker die nackten, am umgekehrten Kreuz gehängten Männer mit dem ein und selben Wort, welches für alle Vier Illuminaten galt: " Ketzer "

    Inzwischen waren die Männer so erschöpft, dass Sie nicht einmal mehr schreien konnten. Letztendlich und das war der Zeitpunkt, wo sich der Papst und seine Anhänger zurück in die sixtinische Kapelle zurück zogen, bettelten die Illuminaten nur noch um ihren Tod und er wurde ihnen gewährt. Mit jeweils 3 Axthieben trennten die Henker die Köpfe der Illuminati vom Rest ihres Körpers. Dieses Blutbad war nur schwer zu ertragen. Als es endlich vorbei war, beteten die Menschen auf den Petersplatz für eine bessere Welt und verließen das Geschehen nach über 2 Stunden Folter und Knechtschaft.

    Einige Stunden nach der Hinrichtung der Illuminaten in den geheimen Katakomben der Castel Sant'Angelo / Die Engelsburg von Rom:

    ,, Diese Schweine haben unsere Männer ermordet! Rufen wir all Jene zusammen, die uns noch immer treu zur Seite stehen und greifen diese hochnäsigen Möchtegernvertreter Gottes mit allem an, was wir haben! Ich will Rache! ", durstete es Theresia van Zwack nach Vergeltung. Ihre Augen leuchteten schimmernd rot, als sehe Sie nur noch das Fegefeuer selbst vor sich.
    " Geduld Theresia, Geduld. Der Vatikan wird seine Strafe erhalten. Niemand wird unbescholten davon kommen. Sie werden alle den Tod erleiden. Jeder einzelne Geistliche im Petersdom wird dafür büßen, was Sie unseren Männern antaten! ", brütete Angelika Dietfurth aus. Drei der vier Frauen konnten der Hinrichtung ihrer Männer ungestraft zusehen. Sie versteckten sich unter Kopftüchern und blieben im Hintergrund. Nur Madame Weißhaupt und ihren Kindern ereilte ein grausamer Tod.

    So saßen Angelika Dietfurth, Theresia van Zwack und Matilda Knigge um den Tisch der Illuminati. Sie wollten das Erbe ihrer Männer nicht in Vergessenheit geraten lassen. Noch immer hatte der Orden unzählige Anhänger, von denen die Allgemeinheit nichts wusste.
    Im Licht der Fackeln, welche an den Wänden der alten Gemäuer hingen ließ Angelika Dietfurth verlauten: " Ich habe einen Plan. Wenn der Vatikan uns wirklich als Satanisten und Ketzer ansieht, welche ihr konservatives Weltbild vernichten und Europa rekatholisieren will, so sollen sie nun mit dem Monster leben, welches die Kirchenoberhäupter herauf beschworen! " Theresia und Matilda verstanden nicht, was Angelika damit meinte, also zeigte Angelika mit ihrem dürren, knochigen Finger in eine dunkle Ecke des Raums. Die Frauen erspähten Umrisse einer Person und forderten diese dazu auf, sich zu zeigen: " Komm ins Licht! " Als die Frauen die Person erkannten, stockte Theresia und Matilda der Atem. Sie wurden ganz blass im Gesicht und Theresia stotterte: " D ... Du ... Du hast nicht wirklich Eva Boucher zu uns geführt, oder? "

    " Angelika, bist du wahnsinnig geworden? Diese Frau wird in ganz Europa wegen Ketzerei, Hexerei und der dunkelsten Magie im Bereich des Satanismis gesucht! Wer Sie schützt, oder gar beherbergt, wird ebenfalls hingerichtet! ", versuchte Matilda ihrer Gefährtin klar zu machen.

    Angelika entgegnete entschlossen darauf: " Darf ich euch Beide daran erinnern, was mit Anna Weißhaupt und ihren Kinder vor wenigen Stunden geschah? Sie wurden vor den Toren des Vatikans und vor den Augen ihres Mannes mit ihren eigenen Töchtern massakriert. Der Vatikan hält uns doch eh schon für Satanisten; also werden wir doch auch welche! " Mit einem seltsamen Bauchgefühl stimmten Matilda und Theresia Angelika letztendlich doch zu und zogen es durch.

    Eva Boucher zeichnete mit ihrem und dem Blut der drei Illuminatigemahlinnen das Symbol des Teufels auf den steinernen Versammlungstisch, welcher in der Mitte des alten Gemäuers stand. Als Eva damit fertig war, erkannte man ein Pentagramm mit einem Ziegenbock und an jedem spitzen Ende des Pentagramms schrieb Eva eine satanistische Insignie.
    Infolgedessen standen die vier Frauen um den steinernen Tisch mit dem darauf in Blut gezeichneten Satansmal herum und Eva Boucher flüsterte die Worte:
    " Lucifer Mortuus Diabolus. Nec Deus Nec Arch Angelus. Satanus! "

    Wie von Geisterhand gingen die Fackeln im Raum aus und die vier Frauen standen in vollkommener Finsternis. Für eine Zeit lang hörte man nichts, bis auf das laute, nervöse Atmen der vier Frauen. Auf einmal zuckte Matilda zusammen und Sie gab einen lauten Schei von sich. " Was ist los? ", wollte Angelika wissen. " Eine raue Hand mit langen Fingernägeln strich mir über meine Schulter. ", zitterte Matilda ängstlich vor sich hin. Ehe sich die Situation wieder entspannte, rief eine raue, tiefe Stimme aus der Finsternis: " Ihr habt mich gerufen! " Das Herz der Frauen schlug immer schneller und Sie glaubten, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen.

    Lediglich Eva war in der Lage, etwas zu sagen: " Ja, mein Herr Luzifer, König der Hölle und Gott der Ungeliebten und Verstoßenen! Wir brauchen eure Hilfe. Der Vatikan und der Papst verspotten uns! Wir bitten euch, alle kirchlichen Oberhäupter und Mörder zu versklaven! Dies ist unser Anliegen. "
    Angespannt warteten die vier Frauen auf eine Antwort des Teufels, während es in den Katskomben immer heißer wurde und die Frauen begannen, zu schwitzen.
    " Wenn dies euer Wille ist, will ich diesem nicht im Weg stehen. Ich erfülle euren Wunsch, doch im Gegenzug möchte ich eure Fruchtbarkeit und eure Kinder! ", forderte Satan von den Frauen.
    Matilda, Angelika und Theresia baten darum, ob es nicht einen anderen Weg gäbe. Als der Teufel dies aber in der andauernden Dunkelheit verneinte, tauschten Sie letzten Endes ihre Fruchtbarkeit und ihre Kinder gegen die Rache am Vatikan und an Rom ein.

    Da sprach Satan: " Ich schicke Baal, den Dämon und Weltenfresser. Er wird den Vatikan und Rom leiden lassen! "

    Daraufhin verschwand Satan und kam Nie mehr wieder zurück.
    In den nächsten Wochen verloren Angelika, Matilda und Theresia ihre Fruchtbarkeit und ihre Kinder. Matildas kleine Tochter ertrank im Fluss in der Nähe ihres Wohnsitzes. Theresias drei Töchter verbrannte man in Augsburg. Die Anklage berief sich auf Hexerei und Angelikas fünf Söhne kamen im Krieg gegen Napoleon ums Leben.

    So nahm sich der Teufel Jahr für Jahr, was ihm zu stand. Als die Frauen ihren Soll erfüllten und alles verloren, was ihnen lieb und teuer war, brachte Baal die Pest nach Rom, welche sowohl Papst Pius VI. zum erliegen brachte, als auch fast alle Geistlichen im Petersdom.

    Die Pest breitete sich aus und forderte über die Jahre unzählige Opfer. Jedoch schnappte sich Baal am Ende auch die vier Frauen, welche die Pest herauf beschworen und der Illuminatiorden rückte immer weiter in den Untergrund.

    Doch der Anfang, der Tag an dem alles begann, als die vier Illuminati Anführer vom Vatikan gebrandmarkt und ermordet wurden, kannte man seitdem nur noch unter dem Namen " LA PURGA ".

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