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Flüsterherz

Die Junge Samenpfote hat es nicht leicht. Als Tochter der SonnenClan-Anführerin wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine ganz normale Kriegerin zu sein und irgendwann mit ihrem geliebten Sandpfote zusammenzukommen. Doch diese Hoffnung wird zunichte gemacht als Samenpfote erfährt dass sie besondere Kräfte hat. Zusammen mit dem Heiler Stängelpelz versucht sie ihre Fähigkeiten zu trainieren. Doch der zweite Anführer des SonnenClans hat etwas geplant- und nur Samenpfote kann ihn daran hindern...

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    ((big))Vorwort((ebig)) Ich glaube wenn ich einfach so in die Geschichte einsteige kapiert niemand etwas. Zu eurer Information: in meiner Geschichte gi
    Vorwort

    Ich glaube wenn ich einfach so in die Geschichte einsteige kapiert niemand etwas. Zu eurer Information: in meiner Geschichte gibt es nur den SonnenClan, der auf einer großen Wiese mit vereinzelten Waldstücken und einigen Bächen lebt (und an den SternenClan glaubt). Die Legende die die komplette Geschichte beeinflusst kommt im nächsten Kapitel dran. Ich hoffe ihr lest bis zum Ende und euch gefällt die Geschichte. LG Himbeerwolke ❤️🐈

    Die wichtigsten Katzen

    Einen kompletten Clan kann ich mir nicht ausdenken, also kommen hier nur die wichtigsten Charaktere vor:
    Samenpfote: schwarze Kätzin mit weißem Bauch und grünen Augen, Kriegerschülerin
    Blitzstern: nachtschwarze Kätzin mit einem weißen blitzförmigen Streifen auf der Brust und gelben Augen, Samenpfotes Mutter, Anführerin
    Sandpfote: sandfarbener Kater mit grünen Augen, Kriegerschüler
    Stängelpelz: hellbrauner Kater mit einer weißen Hinterpfote und bernsteinfarbenen Augen, Heiler
    Flammenpelz: orange-rot getigerter Kater mit gelben Augen, zweiter Anführer
    Amselfeder: braun getigerter Kater, Samenpfotes Vater, Krieger

    Das waren die wichtigsten Katzen, viel Spaß (bzw. Spannung) bei der Geschichte

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    Seit Anbeginn der Zeit gibt es im SonnenClan Katzen mit besonderen Fähigkeiten: die Flüsterer. Naturflüsterer haben die Fähigkeit Pflanzen wachsen zu lassen und Wunden zu heilen, Gedankenflüsterer können die Gedanken ihres Gegenübers lesen und beeinflussen. Waldflüsterer sind die mächtigsten denn sie beherrschen beide Fähigkeiten und können sich zudem hervorragend tarnen. Ein Flüsterer, besonders ein Waldflüsterer zu sein ist sehr selten, oft kommt nur alle paar Generationen einer zur Welt. Ein Flüsterer spürt wenn er einen anderen Flüsterer vor sich hat. Zudem können sich zwei Gedankenflüsterer/zwei Waldflüsterer/ein Waldflüsterer und ein Gedankenflüsterer in Gedanken unterhalten. Wenn ein Naturflüsterer geboren wird, wird er von den anderen Katzen bewundert aber auch gefürchtet, während Gedankenflüsterern in der Regel eher misstrauisch gegenübergetreten wird. Waldflüsterer sind gefürchtet, denn der letzte Waldflüsterer, Himmelklaue, besaß ein schwarzes Herz und wollte alle Katzen beherrschen bis er schließlich besiegt wurde. Seitdem wurden keine Waldflüsterer geboren. Momentan herrscht im SonnenClan Frieden und es gibt keine bekannten Flüsterer. Und an dieser Stelle beginnt die Geschichte.

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    Ich hatte mich auf meiner Lieblingslichtung zusammengerollt und konnte noch immer nicht glauben was mir Stängelpelz gerade mitgeteilt hatte. Vor meinem inneren Auge sah ich immer noch den Heiler des SonnenClans vor mir, wie er versuchte mir zu erklären dass ich eine Waldflüsterin war. Ich hatte ihn gefragt wie um SternenClans Willen er darauf komme. "Ich kann es spüren Samenpfote" hatte er geantwortet. "Ein Flüsterer erkennt wenn er einen anderen Flüsterer vor sich hat". Stängelpelz war ein Gedankenflüsterer. Noch etwas von dem niemand wissen durfte. Doch bei mir war es viel schlimmer. Oft genug hatte Blitzstern mir eingeschärft wie gefährlich Waldflüsterer seien. Oft genug hatte ich Amselfeders Geschichten über Himmelklaue gelauscht, oft genug die hasserfüllten Blicke meiner Clan-Gefährten gesehen, wenn von Waldflüstererern die Rede war. Niemand durfte von meinen Fähigkeiten erfahren. Sonst würde man mich hochkant aus dem Clan werfen, da war ich mir sicher.

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    Ich trabte zufrieden durch den Wald auf dem Weg zu meinem täglichen Treffen mit Stängelpelz. Seit er mir verkündet hatte dass ich eine Waldflüsterin war, waren drei Monde vergangen und fast jeden Tag schlich ich mich aus dem Lager um mit dem Heiler des SonnenClans zu trainieren. Ich hatte schon viel gelernt. Ohne Probleme konnte ich mich mit Stängelpelz in Gedanken unterhalten und auch kleinere Wunden schaffte ich inzwischen ohne größere Anstrengung. Heute war ich allerdings besonders aufgeregt, denn Stängelpelz hatte verkündet dass wir heute meine anderen Gedankenkräfte trainieren würden. Dieser Teil meiner Kräfte machte mir noch immer Angst, ich wollte mein Gegenüber nicht auf diese Weise beeinflussen.

    Als ich die Lichtung betrat, war Stängelpelz schon da. "Guten Morgen Samenpfote! Wie fühlst du dich heute?" Ich wusste dass ich vor einem Gedankenflüsterer sowieso keine Geheimnisse haben konnte. Also war ich ehrlich. "Ich habe Angst dass man mich für meine Kräfte verurteilen könnte wenn es jemand herausfindet. Gleichzeitig ist es aber auch spannend eine Waldflüsterin zu sein! Und dann ist da noch Sandpfote" ich seufzte verträumt. "Ich wünsche mir so sehr dass wir mehr als nur Freunde sind. Dass wir Gefährten werden, später wenn wir Krieger sind. Ich male mir jeden Tag aus wie wir zusammenkommen und dann zwei Jungen bekommen, Glutjunges und Silberjunges." "Du magst Sandpfote, nicht wahr?" Was war das für eine Frage? Ich vergötterte Sandpfote! "Ja" schwärmte ich. "Er ist so stark, toll, gutaussehend, intelligent, freundlich, liebevoll..." talentiert, attraktiv, klug, wunderschön, loyal, perfekt, mutig, treu... Ich hätte diese Liste den ganzen Tag weiterführen können, wenn Stängelpelz mich nicht irgendwann unterbrochen hätte. "So, genug geschwärmt für heute! Jetzt fangen wir mit dem Training an. Sandpfote angaffen kannst du auch später." So begannen wir endlich mit dem Training.

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    Ich trainierte meine geistigen Fähigkeiten nun schon seit zwei Monden zusammen mit Stängelpelz und war stolz auf meine Fortschritte. Ich konnte ihn inzwischen problemlos zwingen eine bestimmte Position einzunehmen. Trotzdem hatte ich geschworen diese Fähigkeit nie wirklich einzusetzen, da sie mir immer noch Angst machte. Auch war ich inzwischen der Meinung dass keine Katze perfekt war, nicht einmal Sandpfote. Zwar liebte ich den sandfarbenen Kater immer noch, war aber nicht mehr so peinlich verrückt nach ihm. Heute hatte Stängelpelz mich angewiesen es mir in einer Astgabel in einem der vielen Bäume gemütlich zu machen und zu versuchen mit meinen Gedankenkräften Beute anzulocken. Gerade hatte ich ein Eichhörnchen lokalisiert, da hörte ich in einiger Entfernung einen Schrei. Es war Flammenpelz, der zweite Anführer des SonnenClans. Erschrocken sprang ich vom Baum und lief in die Richtung aus der das Geräusch kam. Noch wusste ich nicht wie sehr ich das später bereuen würde. Als ich auf einer kleinen Lichtung ankam, sah ich Flammenpelz, wie er gegen einen Fuchs kämpfte. Sofort stürzte ich mich auf die Kreatur und gemeinsam gelang es uns den Fuchs zu verjagen. Doch Flammenpelz hatte eine Wunde an der Kehle, die sehr schlimm aussah. Ohne zu überlegen, legte ich meine Pfote auf die Verletzung und konzentrierte mich auf den Gedanken wie sich die Wunde wieder schloss und das Blut versiegte, genau wie Stängelpelz es mir gezeigt hatte. Bis jetzt war das die größte Wunde die ich je versucht hatte zu heilen, trotzdem war sie nach ein paar Herzschlägen gänzlich verschwunden und ich ziemlich erschöpft. Flammenpelz sah mich entsetzt an. "Du- du bist-" "bitte verrate es keinen!" Miaute ich ängstlich. "Ich bin keine Verräterin, wirklich nicht!" "Klar doch" der zweite Anführer hatte sich erstaunlich schnell wieder beruhigt. "Ich verspreche es niemandem zu verraten." Zufrieden bedankte ich mich noch einmal bei ihm bevor ich zurück zu meinen Baum trottete. Ich hatte heute den Fehler gemacht, jemandem meine Kräfte zu offenbaren, aber Flammenpelz würde es niemandem verraten. Mein Traum eine normale Kriegerin zu sein und Sandpfotes Gefährtin zu werden würde sich erfüllen, ohne dass jemand anderes von meinen Kräften erfuhr. Ich konnte ja nicht ahnen wie sehr ich mich bei diesem Gedanken doch irrte.

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    Fassungslos sah ich meiner Anführerin ins Gesicht und konnte nicht glauben was gerade geschehen war. Der ganze Tag erschien mir so unwirklich. Alles hatte damit begonnen dass ich mit Amselfeder jagen gegangen war. Doch auf einmal war Flammenpelz aus dem Gebüsch gesprungen und hatte meinen Vater angegriffen. Er versuchte sich zu wehren, aber der zweite Anführer hatte ihn kurz darauf tödlich verletzt. Ich hatte ihn heilen wollen, doch Flammenpelz hielt mich zurück bis er tot vor mir lag. Dann war eine Patrouille gekommen und Flammenpelz hatte behauptet dass ich Amselfeder getötet und ihn angegriffen hatte. Daraufhin hatte die Patrouille uns und Amselfeders Leichnam ins Lager gebracht. Und hier stand ich nun, vor meiner Mutter, die unsicher schien ob sie die Geschichte glauben sollte. Flammenpelz sie das auch zu bemerken, denn er hob das Kinn: "du musst sie verbannen Blitzstern, sie ist eine Waldflüsterin!" Sämtliche Katzen schnappten entsetzt nach Luft und ich starrte ihn geschockt an. woher weiß er das? Ich habe ihm doch nur meine Naturkräfte gezeigt- ich stockte. Hatte ich beim Training mit Stängelpelz nicht manchmal das Gefühl gehabt, dass mich jemand beobachten würde? Ich hatte es als reine Einbildung abgetan, denn in diesen Teil des Waldes kam nie jemand. Aber Flammenpelz musste unseren Treffpunkt irgendwie herausgefunden haben damit er es mir unterstellen und mich loswerden konnte! Aber wofür das ganze? Ich war so in Gedanken versunken dass ich völlig vergaß zu antworten und meine Clan-Gefährten sahen das als Geständnis an. "Samenpfote" miaute Blitzstern tonlos "es fällt mir schwer das zu sagen, aber du bist hiermit verbannt. Verschwinde aus unserem Territorium." Ungläubig starrte ich meine Mutter an, dann drehte ich mich um und schlich traurig aus dem Lager. Stängelpelz? funkte ich den Heiler in Gedanken an. was soll ich tun? keine Sorge, Samenpfote. kam seine Antwort. Ich habe eine Idee: ich nehme an, dass Flammenpelz einen Plan hat, und er Angst hat dass du ihn verhindern könntest. Also, pass auf: du kannst dich als Waldflüsterin hervorragend tarnen. Also wirst du dir erstmal dicht außerhalb unseres Territoriums ein Lager einrichten, damit du dich jeden Tag herschleichen und Flammenpelz beobachten kannst. gute Idee, aber was sollen wir machen, wenn sein Plan anfängt und ich gerade schlafe? dann sage ich dir per Gedanken bescheid. Ach ja, und wenn du Hilfe brauchst, sag einfach Bescheid, okay? ich willigte ein, und so begann unser Plan, der den von Flammenpelz hoffentlich verhindern würde.

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    Ich beobachtete das Lager jetzt schon fast einen Mond und bis jetzt war alles gut. Heute war ein besonderer Tag: Sandpfote hatte seine Kriegerprüfung bestanden und sollte heute seinen richtigen Namen erhalten. Bei dem Gedanken daran wurde ich traurig. Ich war etwas älter als er, und wäre eigentlich schon Kriegerin gewesen... Ich schluckte betrübt. Was war die Welt doch ungerecht! Warum musste ich eine Flüsterin sein? Warum nicht jemand anders? Ich wollte doch nur ein normales Leben! Aber Selbstmitleid war jetzt fehlt am Platz. Also riss ich mich zusammen und hörte im nächsten Moment ein angriffslustiges Jaulen. Alarmiert wollte ich Stängelpelz bescheid denken, da sauste auf einmal Flammenpelz ins Lager. "Streunerangriff!" Schrie der zweite Anführer und raste zu
    Großstein, wo sich Blitzsterns Bau befand, wie um ihr bescheid zu sagen. Aber ich wusste es besser. er will sie umbringen! Das ist sein Plan! schnell leitete ich den Gedanken an Stängelpelz weiter, bevor ich lossprintete, darauf bedacht dass mich niemand bemerkte. Irgendwie erreichte ich den Großstein und stieg auf der sicheren Seite hinauf. Wenn man an der falschen Seite herunterfiel war man so gut wie tot, denn der Stein war hoch. So allerdings konnte man problemlos nach oben gelangen. Der Stein war hohl und Blitzsterns Bau befand sich im Inneren. Erstmal wagte ich nicht herabzusteigen, aus Angst bemerkt zu werden. Noch hörte ich Blitzstern reden, während draußen der Kampf begann. Mit einem Blick stellte ich fest das die Streuner zahlenmäßig weit unterlegen war. Das würde ein leichter Sieg werden! Aber meine Mission war es meine Anführerin zu retten. Als Flammenpelz' Stimme erklang, horchte ich auf. "Blitzstern, es wird Zeit dass der SonnenClan einen neuen Anführer bekommt. Schämst du dich denn gar nicht dafür was du getan hast?" "W- was meinst du damit?" Fragte Blitzstern verunsichert. "Samenpfote! Sie trifft keine Schuld. Amselfeder, der "Kampf" gegen sie, die Streuner- das war alles ich. Flammenpelz' Worte überschlugen sich regelrecht. er ist wahnsinnig! Blitzstern war offenbar zu demselben Entschluss gekommen. "Du Monster! Du hast mich dazu gebracht meine eigene Tochter zu verbannen!" "Das war nicht schwer. Du bist ja so leichtgläubig! Der Tod deines Gefährten hat dich verwirrt. Ich zeige nie solch eine Schwäche! Ich bin stark! Im Gegensatz zu dir. Deine Zeit ist abgelaufen Blitzstern. Ich weiß dass dies dein letztes Leben ist. Und es ist nun vorbei!" Mit diesen Worten stürzte Flammenpelz sich auf die Anführerin. Das war genug! Ich muss eingreifen! dachte ich verzweifelt und stürzte nach drinnen.

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    Als ich in den Bau stürmte, sah Flammenpelz mich erstaunt an. Blitzstern schien mich allerdings kaum mehr wahrzunehmen, der rote Kater hatte ihr die Kehle zerfetzt. Jetzt stellte er sich vor mich und setzte zu einem erneuten Angriff an.Ich muss ihn lähmen. mir graute zwar davor, aber es müsste sein. Also konzentrierte ich mich mit aller Macht auf Flammenpelz' Bewegungen. bleib still stehen. Bleib still stehen. es funktionierte! Flammenpelz konnte sich nicht mehr bewegen und ich eilte zu meiner Mutter. Schnell legte ich meine Pfote auf ihre Kehle und heilte die Wunde, keine Sekunde zu früh. Sie blinzelte. "Samenpfote. Du bist zurückgekommen" "ich war nie weg" hauchte ich. "Ich konnte nicht zulassen dass er dich umbringt." "Es tut mir leid. Ich habe dich zu unrecht verbannt. Du trägst keine Schuld an Amselfeders Tod. Es war Flammenpelz." "Ich weiß. Und ich verzeihe dir" liebevoll drückte Blitzstern ihre Schnauze an meine. Sandpfote tauchte am Eingang auf. "Blitzstern? Wir haben gesiegt. Aber was ist hier passiert?" Bevor eine von uns antworten konnte, sprang Flammenpelz auf. In seinem Blick lagen Wahnsinn und Hass. "Wenigstens eine Katze soll noch sterben!" Kreischte er und stürzte sich auf Sandpfote. Dieser war völlig überrumpelt und konnte sich nicht wehren. Brüllend riss Flammenpelz ihm die Kehle auf. Dann gab er ihm einen Stoß und der sandfarbene Schüler fiel vom Großstein.

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    Alles verlief wie in Zeitlupe als Flammenpelz dem Schüler, den ich schon seit ewigen Monden liebte, den Todesstoß gab. Ich erwartete das sich in mir Trauer auftrat. Enttäuschung. Ungläubigkeit. Aber diese Gefühle kamen nicht. Es kam nur Zorn. Zorn auf Flammenpelz. Derjenige der gerade versucht hatte meine Mutter umzubringen. Der Sandpfote vom Großstein gestoßen hatte. Der meinen Vater auf dem Gewissen hatte. Kreischend stürzte ich mich auf ihn und verbiss mich in seiner Kehle, bis er reglos unter mir lag. Sofort rannte ich nach draußen, zu Sandpfote. Seine Kehle war aufgerissen und seine Gliedmaßen seltsam verdreht. Aber er lebte noch. Als ich das realisierte schöpfte ich ein klein wenig Hoffnung. Vielleicht kann ich ihn heilen. Einen Versuch ist es wert. das war meine bisher größte Herausforderung, aber ich musste es einfach schaffen. Ich befahl sämtlichen Zellen in meinem Körper sich auf Sandpfotes Heilung zu konzentrieren. Ich spürte wie mein Atem flacher wurde, wie mein Puls sich verlangsamte. Aber ich würde es schaffen. Ich musste es einfach schaffen. Ich spürte wie mich meine Kräfte langsam verließen, doch da regte sich endlich etwas. Ein kleiner Funken Leben in Sandpfotes Körper. Endlich begannen die Knochen zu heilen, auch die Wunde an der Kehle schloss sich langsam. Doch meine Pfote lag immer noch auf ihm, egal wie erschöpft ich war, ich würde nicht aufhören bis er vollständig gesund war. Vor meinen Augen verschwamn alles, mein Puls wurde noch langsamer. Endlich ließ ich los, Sandpfote würde überleben. Voller Erschöpfung brach ich zusammen. ich habe es geschafft. Sandpfote lebt! nur dieser Gedanke hielt mich bei Kräften. Einige Herzschläge lag ich einfach nur da, ohne zu atmen. Dann, endlich, kehrte die Energie in meinen Körper zurück und ich wagte Luft zu holen. Da erst merkte ich dass sämtliche meiner Clan-Gefährten um mich herum saßen und mich beobachteten, allen voran Stängelpelz. Der Heiler trat vor. "Samenpfote, das hast du gut gemacht."

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    *einen Sonnenaufgang später*

    "Sandherz!" "Sandherz!" Fröhlich riefen die Katzen des SonnenClans den Namen des Jungen Kriegers. Auch ich beglückwünschte ihn natürlich. Gestern waren wir beide erstmal in den Heilerbau verfrachtet worden und nachdem wir uns ausgeruht hatten, hatte Blitzstern angekündigt dass wir morgen unsere Kriegernamen bekommen würden. Und nun war der Moment gekommen. ich werde endlich eine Kriegerin! doch ich hatte auch Zweifel. Passte mein Name überhaupt zu mir? Ich bekam nur am Rande mit wie ich das Versprechen gab meinen Clan mit meinem Leben zu beschützen. Dann gab ich mir einen Ruck. "Blitzstern? Ich- ich möchte gerne einen ganz anderen Namen. Ich glaube dieser Name passt einfach nicht zu mir." Blitzstern schien kurz zu überlegen, dann nickte sie. "Gut. Samenpfote, von nun an, wirst du den Namen, Flüsterherz tragen. Der SternenClan ehrt deine Treue und dein Bemühen deine Fähigkeiten für das gute einzusetzen und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im SonnenClan willkommen." "Flüsterherz!" "Flüsterherz!" Stolz lauschte ich den Rufen. gut gemacht Flüsterherz tauchte Stängelpelz Stimme in meinen Gedanken auf. Und da war noch etwas. Noch jemand. ich bin stolz auf dich meine kleine. Amselfeder? dachte ich. danke! und von einem Moment auf den anderen, war alles perfekt. Fast alles.

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    Gähnend steuerte ich auf den Kriegerbau zu. Ich hatte die ganze Nacht zusammen mit Sandherz Wache gehalten und wollte nur noch schlafen.
    Als ich wieder aufwachte, sah ich ein sandfarbenes Gesicht über mir. "Flüsterherz? Gehst du mit mir jagen? Ich muss mit dir reden." Also stand ich auf und wir trotteten los.
    Später hatten wir ein Eichhörnchen und zwei Mäuse erlegt, als Sandherz mich in einen Teil des Waldes führte den ich nicht kannte. Bald waren wir auf einer Lichtung angekommen und ich war sprachlos vor staunen. Das Gras war über und über mit Blumen bedeckt und Schmetterlinge flatterten herum. Am Rand der Lichtung lief ein kleiner Bach mit kristallklarem Wasser und die bereits untergehende Sonne tauchte alles in ein rosarotes Abendlicht. "Das ist wunderschön" hauchte ich fasziniert. "Nicht wahr" Sandherz' Stimme klang sanft. "Ich habe sie extra für diesen Moment ausfindig gemacht. Ich muss dich nämlich was fragen." "Und- und was?" Wollte ich nervös wissen. Sandherz holte tief Luft. "Ich wollte dich fragen ob du meine Gefährtin werden willst. Weil ich dich liebe. Schon seit wir Schüler sind. Ich weiß, es ist kindisch, aber ich habe mir immer vorgestellt wie wir später zusammenkommen und drei wunderbare Jungen bekommen und-" er unterbrach sich. "Was sagst du?" Ich starrte ihn an. Er hatte sich das auch vorgestellt? "Natürlich ist es in Ordnung wenn du nein sagst" verbesserte Sandherz eilig. "Aber, da du jetzt meine Gefühle kennst, besteht die Möglichkeit dass?" Er sah mich hoffnungsvoll an. Ich war allerdings immer noch zu perplex um zu antworten. "Schon gut" miaute Sandherz enttäuscht. "Du hast ja recht, ich bin nicht die beste Wahl-" weiter kam er nicht, denn ich war endlich aus meiner Starre erwacht und presste mich an ihn. "Doch, natürlich bist du das! Ich habe mir das auch immer vorgestellt! Nur waren es in meiner Vorstellung zwei Junge und nicht drei. Was ich sagen will- ich wäre sehr gerne deine Gefährtin." Ich spürte wie er neben mir fast explodierte vor Freude. Das war einer der Vorteile Gedankenkräfte zu besitzen! Sandherz sah mich voller Liebe an. "Komm Flüsterherz, lass uns ins Lager zurückgehen."

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    Epilog

    "Sandherz, du kannst reinkommen!" Miaute Stängelpelz. Sofort stürzte der sandfarbene Krieger in die Kinderstube. Belustigt sah ich meinen Gefährten an. "Tatsächlich sind es nicht zwei und nicht drei Junge, es sind vier!" "Wie sollen wir sie denn nennen?" Fragte er. "Ich finde zu dieser weißen Kätzin passt Teichjunges und den rot-schwarz geschickten nennen wir Glutjunges." Bestimmte ich. "Gute Idee" sagte Sandherz. "Der graue da wird Silberjunges heißen, und die Flammenfarbene- nennen wir sie Flammenjunges?" Ich nickte. "Jetzt haben sie alle Namen" und jetzt ist auch alles perfekt.

    So hier beende ich die Geschichte mal (wenn ich weiterschreibe wird Flüsterherz' Leben wahrscheinlich wieder schrecklich und dass will ich ihr nicht antun 😉). Wenn es genug positive Kommentare gibt, schreibe ich eine Fortsetzung. LG Himbeerwolke ❤️🐈

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