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Smaragdfeder's Leben

Smaragdjunges gehört dem GoldClan an. Auf dem Weg zur Kriegerin macht sie viele Fehler und lernt daraus. Begleite sie durch ihr Leben.

    1
    Prolog
    Auf einem grauen Felsen standen zwei Katzen. Wind wirbelte um sie herum. "An wen sollten wir die Prophezeiung schicken, Goldstern?", fragte ein silberner Kater verzweifelt. Der andere Kater, Goldstern, zuckte ängstlich mit den Schultern. "Ich weiß es nicht, Silberstern!", antwortete er. Silberstern miaute jämmerlich: "Es muss doch irgendeinen Ausweg geben!" Plötzlich blitzten Goldstern's Augen. "Ich weiß, wer die Prophezeiung erhalten wird!", rief er. Silberstern blickte hoffnungsvoll. "Sag, wer?", bettelte sie. "Es wird Smaragdjunges aus dem GoldClan sein", beschloss Goldstern. Silberstern nickte. "So soll es sein."

    2
    Kapitel 1
    Smaragdjunges lag neben ihrer Mutter Bernsteinfell und schlief. Als eine Jagdpatrouille zurückkehrte, wurde sie von dem Lärm aufgeweckt. Sie blinzelte müde und klappte dann zu ihrer eigenen Erstaunung die Augen auf. "Mama! Ich kann sehen!", jubelte sie laut und fröhlich. Bernsteinfell schnurrte stolz: "Gut gemacht, Smaragdjunges!" Zuerst blickte Smaragdjunges an sich herab. Sie hatte ein goldbraunes Fell mit schwarzen Flecken. Dann schaute sie sich Bernsteinfell an. Auch Bernsteinfell war gold-schwarz gefleckt und sie hatte schöne, bernsteinfarbene Augen. "Mama, welche Farbe haben meine Augen?", fragte sie. Bernsteinfell blickte in ihre Augen und sagte nach einem Herzschlag: "Sie sind grün!" Plötzlich bewegte sich neben Smaragdjunges etwas. Es war ihre Schwester Saphirjunges. Saphirjunges war schwarz, ohne goldene Flecken, und sie hatte die Augen noch geschlossen. Bei dem Anblick ihrer Schwester wurde Smaragdjunges schläfrig. Sie schloss die Augen und kuschelte sich wieder an ihre Familie.

    3
    Kapitel 2
    Am nächsten Morgen wurde Smaragdjunges durch Saphirjunges aufgeweckt. Ihre Schwester stupste sie die ganze Zeit in die Seite. "Hör auf", brummte Smaragdjunges, aber Saphirjunges gab keine Ruhe. "Stell dir vor!", jauchzte Saphirjunges. "Ich habe die Augen offen!" Sofort war Smaragdjunges hellwach. "Toll", jubelte sie und schaute in Saphirjunges' Augen. Sie waren dunkelblau. "Komm, wir gehen das Lager erkunden", miaute sie aufgeregt. "Au ja", stimmte Smaragdjunges ihrer Schwester zu und hüpfte aus der Kinderstube. "Oh!", hauchte sie. "Alles ist so groß!" Saphirjunges nickte. Da kam eine goldene Kätzin aus einem Brombeerbusch. "Ich bin Honigsturm", sagte sie. "Ich bin Bernsteinfell's Schwester. Soll ich euch durch das Lager führen?" "Ja!", schrien die beiden Schwestern gleichzeitig und Honigsturm schnurrte. "Also gut", miaute sie und lief los. Die Jungen trabten ihr hinterher. Etwas später kannten sie das ganze Lager: Die Ältesten, den Heiler, den Kriegerbau, den Schülerbau und natürlich die Kinderstube.

    4
    Kapitel 3
    Es war ein sonniger Tag. Saphirjunges schlief neben Bernsteinfell und auch ihre Mutter schlummerte. Smaragdjunges war wach und ihr war langweilig. Da hatte sie eine Idee: Sie könnte zum Heilerbau gehen! Die Heilerin Schwalbenflug war nett und Smaragdjunges war fasziniert von den Kräutern. Sie tappte aus der Kinderstube zum Heilerbau. Schwalbenflug war da und sortierte Kräuter. "Hallo", miaute Smaragdjunges schüchtern. Schwalbenflug drehte sich um. "Hallo Smaragdjunges", sagte sie überrascht. "Willst du mir helfen?" Smaragdjunges nickte freudig. Etwas später hatten sie den gesamten Kräuterhaufen sortiert. Schwalbenflug war sehr zufrieden. Ich will mal Heilerin werden, beschloss Smaragdjunges.

    5
    Kapitel 4
    "Alle Katzen versammeln sich unter dem Goldfelsen!", rief Weidenstern. Sogleich purzelten Smaragdjunges und Saphirjunges aufgeregt aus der Kinderstube. "Endlich werden wir Schüler", jauchzte Smaragdjunges aufgeregt. Bernsteinfell schob ihre Jungen vor sich hin. "Macht euch nicht schmutzig", schimpfte sie und leckte ihren Töchtern das gesträubte Fell. Endlich waren alle Katzen da. "Smaragdjunges, tritt vor", befahl Weidenstern. Aufgeregt trat Smaragdjunges nach vorne. "Smaragdjunges, von nun an heißt du Smaragdpfote. Schwalbenflug möchte dich als Schülerin haben", fuhr die Anführerin fort. "Möchtest du das?" Aufregung durchfuhr Smaragdpfote. "Ja!", rief sie sofort. "Dann ist Schwalbenflug ab jetzt deine Mentorin", miaute Weidenstern. Fröhlich sprang Smaragdpfote zu Schwalbenflug. "Toll, dass ich deine Schülerin sein kann", schnurrte sie. Schwalbenflug lächelte. "Schau deiner Schwester zu", miaute sie. Smaragdpfote sah zu, wie Saphirjunges zu Saphirpfote wurde und den Krieger Birkenschatten als Mentor bekam. Dann folgte sie Schwalbenflug in den Heilerbau. Sie war schon gespannt auf alle Kräuter, die sie lernen musste!

    6
    Kapitel 5
    Smaragdpfote war nun seit drei Monden Schwalbenflug's Schülerin. Aber das heilen machte ihr keinen Spaß. Sie war schlecht, konnte sich die Namen der Kräuter nicht merken und war neidisch, wenn Saphirpfote mit ihrem Mentor das jagen oder das kämpfen übte. Eines Tages, an dem Schwalbenflug gerade Kräuter sammeln war, kam Birkenschatten aufgeregt in das Lager gestürmt. "Angriff an der Grenze!", keuchte er. Hinter ihm humpelte die Kriegerin Lichtwind. Smaragdpfote's Gedanken rasten ängstlich. Sie ging zu Lichtwind und schnupperte an ihren Wunden. Diese stanken nach Infektion. Was macht man schon wieder gegen Entzündung?, fragte Smaragdpfote sich panisch. Goldrute? Sie lief zum Heilerbau und nahm eine lange Pflanze, von der sie dachte, dass es Goldrute sei. Sie verkaute sie und spuckte den Matsch schließlich auf Lichtwind's Wunden. Die Kätzin stöhnte. Habe ich ihr noch mehr weh gemacht?, fragte sich Smaragdpfote ängstlich. Plötzlich eilte Schwalbenflug durch den Lagereingang. Ein Blick auf Lichtwind's Wunden genügte und sie stöhnte auf. "Du hast Schachtelhalm genommen", miaute sie vorwurfsvoll. "Das hilft auch, aber Ringelblume wäre am besten gewesen!" Smaragdpfote war betroffen. "Tut mir leid!", winselte sie. Sie kniete sich neben Lichtwind und spürte voller Angst, dass der Herzschlag der Kätzin aufgehört hatte. Lichtwind war tot!

    7
    Kapitel 6
    Ein lautes, trauriges Jaulen ertönte. Smaragdpfote merkte, dass es Sonnensturm war, Lichtwind's Gefährte. "Es tut mir leid", sagte sie mit brüchiger Stimme, aber Schwalbenflug hörte ihr nicht zu. Ihre Augen funkelten wütend. "Smaragdpfote! Du kannst keine Heilerin sein! Du hast eine Katze sterben lassen, die mit dem Heilmittel zu behandeln war, das man als erstes lernt!" Smaragdpfote senkte traurig den Kopf, aber Schwalbenflug war noch nicht fertig. "Ich kann dich nicht mehr zur Heilerin ausbilden. Ich gehe zu Weidenstern und sage, dass sie aus dir eine Kriegerin machen soll." Obwohl Smaragdpfote enttäuscht war, weil sie Schwalbenflug mochte, war sie sehr froh, dass sie Kriegerin werden konnte. Sie war keine gute Heilerin, das hatte sie gemerkt. Aber dafür werde ich mich in der Kriegerausbildung anstrengen!

    8
    Kapitel 7
    "Alle Katzen versammeln sich unter dem Goldfelsen!", erklang Weidenstern's Ruf. Smaragdpfote lief aufgeregt und mit mulmigem Gefühl im Bauch zum Goldfelsen. Weidenstern würde wohl bald einen neuen Mentor für sie ernennen. "Schwalbenflug hat mir mitgeteilt, dass Smaragdpfote keine Heilerin werden kann", miaute Weidenstern. "Ich werde einen neuen Mentor für sie ernennen. Smaragdpfote, du wirst von nun an von mir unterrichtet!" Die Anführerin sprang vom Goldfelsen und berührte Smaragdpfote's Nase. Diese war überrumpelt. Die Schülerin der Anführerin! Zögerlich brach Jubel aus. Aber Smaragdpfote durchströmte ein freudiges Gefühl. Ich bin die Schülerin der Anführerin!

    9
    Kapitel 8
    Nach der Versammlung lief Smaragdpfote zu ihren neuen Baugefährten Saphirpfote, Haselpfote und Frostpfote. Während Haselpfote und Frostpfote sie vollkommen ignorierten, miaute Saphirpfote spöttisch: "Hier kommt sie ja, die große Schülerin der Anführerin!" Smaragdpfote war verwirrt. Was war los mit Saphirpfote? Aber sie wurde von Traurigkeit überschwemmt, als Haselpfote und Frostpfote zustimmend maunzten. Enttäuscht legte sie sich in ihr neues Nest und rollte sich darin zusammen. Aber sie konnte nicht schlafen. Sie musste die ganze Zeit an Saphirpfote's gemeinen Worte denken...

    10
    Kapitel 9
    Nach drei Monden wurde Smaragdpfote zu der besten Jägerin des GoldClans. Saphirpfote, Haselpfote und Frostpfote ignorierten sie immer noch, aber Smaragdpfote war sich sicher, dass sie sie insgeheim um ihre Jagdkünste bewunderten. Auch im kämpfen wurde Smaragdpfote immer besser. Doch eines Tages kam Birkenschatten verwundet ins Lager gestürmt und schrie panisch: "Wir werden vom SilberClan angegriffen!"

    11
    Kapitel 10
    Weidenstern hörte den Ruf und steckte sofort den Kopf aus ihrem Bau. "Birkenschatten, geh zu Schwalbenflug!", befahl sie. Birkenschatten humpelte zum Heilerbau und Smaragdpfote überlegte, ob sie ihn wohl hätte behandeln können. Sie horchte auf, als sie ihren Namen hörte. "Erlenschatten, Ahornsee, Windfeder, Blaubeerglanz und..." Weidenstern's Augen schweiften suchend über die Katzenmenge. "...Smaragdpfote!", entschied sie dann. Aufregung durchwallte Smaragdpfote. Sie war bei einer Kampfpatrouille dabei. Doch dann spürte sie Zweifel. Ob ich das schaffen werde?

    12
    Kapitel 11
    Smaragdpfote hatte keine Zeit, lange nachzudenken. Erlenschatten stürmte schon aus dem Lager und die anderen Krieger rannten ihm hinterher. Smaragdpfote beeilte sich, aufzuholen. Dabei konnte sie den bohrenden, unzufriedenen Blick von Saphirpfote im Rücken spüren. An der SilberClan-Grenze kämpften bereits Apfelblatt, Eichensturm, Seesturm und Schwarzfeder. Sie waren aber schon am Ende ihrer Kräfte. Voller Tatendrang stürzte Smaragdpfote sich auf einen schwarzen Kater. Mit ausgefahrenen Krallen zerfetzte sie ihm das Fell, sodass er laut aufjaulte. Mit den Pfoten fuhr er über ihre Flanke, aber Smaragdpfote fühlte keinen Schmerz. Sie biss den Kater ins Bein, er gab auf und rannte heulend davon. Zufrieden sah sie sich nach einem anderen Gegner um und entdeckte Erlenschatten, die verzweifelt mit zwei großen, silber getigerten SilberClan-Katzen kämpfte. Schnell sprang sie zu ihrer Clan-Gefährtin und riss eine Katze von Erlenschatten herunter. Mit den Krallen fetzte sie ihr über das Ohr, sodass sie laut winselte. Als sie ihr mit den Krallen einmal über's Fell fuhr, schrie sie laut und verschwand im Gebüsch. Smaragdpfote spürte Triumph. Sie packte einen schlanken, schwarz-weißen Kater am Genick, wirbelte ihn in der Luft herum und warf ihn ins Gebüsch. Stolz war überall in ihr, als sie sich umsah. Wir haben gewonnen!

    13
    Kapitel 12
    Langsam humpelte die Patrouille ins Lager. Eines von Eichensturm's Augen war blutrot, Erlenschatten hatte tiefe Wunden und Blaubeerglanz' Pelz war voller Bisse. Nur Smaragdpfote war unversehrt. Sie war immer noch verwundert, dass sie so gut gekämpft hatte. Was ist mit mir los?

    14
    Kapitel 13
    Im Lager angekommen, stürmte Schwalbenflug sofort zu den verwundeten Katzen und behandelte sie. Als sie als letztes bei Smaragdpfote ankam, beschnupperte sie verwundert den intakten Pelz. "Kein Kratzer, nichts", sagte sie erstaunt. "Gut gekämpft, Smaragdpfote." "Danke", antwortete die gold-schwarze Kätzin verlegen. Schwalbenflug gab ihr einen Mohnsamen und schickte sie in den Schülerbau, wo Smaragdpfote sich zusammenrollte. Zum Glück tat der Mohnsamen bald seine Wirkung und sie musste sich die spöttischen Kommentare ihrer Baugefährtinnen nicht anhören.

    15
    Kapitel 14
    Als Smaragdpfote am nächsten Morgen aufwachte, war es Sonnenhoch. Sie putzte sich und trat aus dem Schülerbau. Alle Katzen benahmen sich komisch und neigten respektvoll den Kopf vor ihr. Nur Saphirpfote war nach wie vor beleidigt und redete nicht mit ihr. Was ist los?, fragte Smaragdpfote sich verwundert. Sie setzte sich und nahm ein Beutestück. Da rief Weidenstern den Clan zusammen. Smaragdpfote ließ die Beute liegen und tappte zum Goldfelsen. Wieso benehmen sich alle so seltsam?

    16
    Kapitel 15
    "Smaragdpfote, tritt vor", befahl Weidenstern. Aufgeregt, neugierig und nervös lief Smaragdpfote vor den Goldfelsen. "Smaragdpfote, du hast gestern gut gekämpft. Schwörst du, dich an das Gesetz dr Krieger zu halten, selbst wenn es dein Leben kostet?" Smaragdpfote zitterte. Das war es also! Sie wurde zur Kriegerin ernannt! "Ja", miaute sie aufgeregt. "Dann gebe ich dir nun deinen Kriegernamen. Smaragdpfote, von nun an heißt du Smaragdfeder!" Smaragdfeder wurde von Freude überrollt, als die anderen Katzen ihren neuen Namen riefen. Endlich bin ich Kriegerin!

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