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Himmelbrises Segen

Sie strampelte wild mit ihren Pfoten, das Wasser strömte durch ihr Fell, zog an ihren Beinen und raubte ihr den Atem. Gedanken wirbelten durch ihren Kopf und wehrten sich gegen die eiskalte Erkenntnis über ihr Schicksal. Verschwommen und trüb sah sie seine Augen, aufgerissen vor Schreck, leuchten und spürte ein schmerzhaftes Ziehen wie ein Blitz durch ihren Körper fahren. Ihr Schmerz verband sich mit seiner Verzweiflung und ihr Herzschlag donnerte durch das Glucksen der Flut.

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    Klapptext: Himmelsbrise wuchs als wohlgehütetes Junge im MorgenClan auf. Wie jedes Junge hatte sie ihre Wünsche, wie die beste Kriegerin zu werden u
    Klapptext:

    Himmelsbrise wuchs als wohlgehütetes Junge im MorgenClan auf.
    Wie jedes Junge hatte sie ihre Wünsche, wie die beste Kriegerin
    zu werden und ihre wahre Liebe zu finden. Doch was wäre, wenn
    ein Fluch die Clans heimsucht, ihre Heimat zerstört und ihre
    wahre Liebe sich woanders findet? Die Katzen müssen sich
    zusammenschließen...und Himmelsbrise erhält dabei einen
    besonderen Segen.

    Das Cover ist von Lilienfeuer. Danke!

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    Prolog:

    Blut rann ihr ins Auge. Sie bleckte die Zähne und stürzte wieder auf ihren Gegner zu.,, Nimm das, du streunender Feigling!". Die Katze unter ihr wand sich und kreischte auf, als sie sie am Ohr erwischte. Um sie herum schwirrte der Kampflärm und Fellfetzen lagen getränkt mit Blut auf den scharlachroten Boden. Stolz erfüllte ihr Herz, als sie die vielen Katzen verschiedener Clans sah, die Seite an Seite kämpften. Im nächsten Moment spürte sie einen brennenden Hieb an der Wange. Die braune Kätzin mit den verfilzten Fell hatte sich aus ihren Griff befreit und machte sich nun zum Sprung bereit. Himmelsbrise wappnete sich für den Angriff. Schon seit Sonnenaufgängen belagerten Streuner die Clans in ihren neuen Territorien. Viele Katzen haben ihr Leben lassen müssen, um die Streuner zurückzudrängen. Mit aufflammender Trauer dachte sie an Wedelfarn, ihr tapferer Bruder, der auch einer der vielen Toten war, die sie bei Abend auf den Hügel des ewigen Sterns begruben. Er war im Kampf gegen die Streuner von drei Katzen gleichzeitig attackiert und umgebracht worden. Wenigstens riss er zwei von ihnen mit in den Tod. Und nun würde sie ihren Bruder an der letzten Katze rächen, die ihn gnadenlos überwältigt hatte. Sie bemerkte, wie die Kätzin vor ihr ihre Hinterläufe anspannte und mit einen Satz auf sie zusprang. Schnell duckte sie sich, hob eine Pfote und schlitzte ihr eine lange Wunde in den Bauch. Das dunkle Blut tropfte neben ihr auf den feuchten Boden und der schmerzerfüllte Schrei der dunklen Kätzin war pure Genugtuung für sie.,, Das war für meinen Bruder!”, knurrte sie und warf die Kätzin auf den Boden, wo sie mit den Pfoten strampelte. Himmelsbrise hielt sie mit einer Pfote am Boden und mit der anderen zerkratzte sie ihre Schnauze. Die Liebe, die sie für ihre ganze Familie verspürte, lag in Hass umgewandelt in ihren Hieben. Jeder Schlag fühlte sich nicht fest genug an und die aufgerissene Wunde an ihrer Flanke spürte sie in ihren Kampfesrausch nicht. Für sie zählte allein, dass diese Mörderin unter ihr litt, so wie sie wegen den Tod von Wedelfarn gelitten hatte. Wie von Sinnen zog sie ihre Krallen über das Gesicht ihrer Gegnerin und grub die Krallen tief in ihr Fleisch. Das Heulen der Kätzin tönte über den ganzen Kampf und Himmelsbrise lockerte ihren Griff erschrocken, als sie bemerkte, wie sich die Kätzin nur noch schwach regte. Die braune Streunerin war erblindet, das Blut strömte über ihr ganzes Gesicht, aus ihren Augen, aus ihrer Nase, aus ihren Wangen aus ihrem Maul. Himmelsbrises Pfoten wurden von scharlachroter Flüssigkeit getränkt und entsetzt zog sie die Krallen ein. Oh SternenClan, ich wollte doch nur, dass sie leidet! Benommen taumelte sie ein Schritt zurück. Doch keiner der anderen Streunern eilten der Kätzin zur Hilfe. Sie kennen kein Mitleid, flüsterte eine kleine Stimme in ihren Kopf. Du musst ihr helfen. Sie wird es nicht schaffen. Ein Teil von ihr wollte nicht, dass die Kätzin starb, brannte in ihren Pfoten, sagten ihr, dass sie zur Hilfe eilen soll. Doch war dies nicht, was die Streuner ihrem Bruder angetan haben? Wollte sie sich nicht so für Wedelfarn rächen? Dann vernahm sie eine andere Stimme. Sie hat kein Mitgefühl verdient. Streuner halten sich nicht an das Gesetz der Krieger. Du kannst sie ohne schlechtes Gewissen töten. Sie werden niemals so wertvoll sein, wie Krieger für den Clan. Tu es für unseren Bruder. Ihr wurde schlecht, als diese Stimme durch ihren Kopf hallte. Narbenkühle. Die finstere Kätzin, die sie einst ihre Schwester genannt hatte, war schon lange gestorben. Blutrünstig, ehrgeizig und unberechenbar wurde sie schließlich aus den MorgenClan verbannt. Die Stimme schnurrte. Es klang, als würden tote Zweige sich aneinander reiben. Ich bin nicht tot. Ich werde immer ein Teil von dir sein. Genau so, wie du es immer gesagt hast, Himmelsbrise. Erinnerst du dich nicht? Ihr Körper erfüllte sich plötzlich mit Scham. Scham über ihre Worte. Scham darüber, wie sie niemals bemerkte, dass ihre eigene Schwester eine skrupellose Mörderin war. Das Wort hallte in ihren Kopf nach. Mörderin. Mörderin. War sie nun ein Deut besser als Narbenkühle? Die braune Streunerin regte sich nur noch schwach und zuckte nur noch unregelmäßig. Gut gemacht, Schwester. Ich hätte nie gedacht, dass du den Mut dazu hast, zu töten. Anscheinend habe ich dich unterschätzt. Mut? Mut war etwas anderes. Aber ihre Schwester wurde allein vom Töten bestimmt nicht mutiger. Entsetzt sah sie zu, wie die Streunerin noch ein letztes Mal zuckte, bevor ihre Augen glasig wurden. Ausdruckslos sah die Streunerin in den Himmel. Nur noch wenig Blut floss aus ihren Adern und tropfte in den Boden. Die dunklen Flecken in ihren Fell breiteten sich aus und der Boden um der Kätzin wurde weich und noch feuchter. Ein kleines Stück Erde, die nach Blut stank, kullerte die Klippe hinunter in den rauschenden Bach. Bevor sie auch nur blinzeln konnte, fiel die durchweichte Erde mitsamt der Kätzin in die Tiefe. Die Leiche und die blutige Erde zogen einen roten Schweif durch das Wasser hinter sich her. Der Kampflärm verstummte und die Katzen lugten über den Abgrund um nach den Grund für das blutige Wasser zu sehen. Eine ältere Kätzin heulte auf.,, Nein! Rinde ist dort unten!”. Nun verzogen die anderen Katzen das Gesicht ebenfalls.,, Ahorn, wir können nichts für sie tun.”, sagte ein weiterer Streuner und legte ihr seinen Schweif um die Schulter, um sie vom Abgrund fortzuzerren, bevor er einen hasserfüllten Blick zu den Clankatzen warf.,, Der Kampf ist noch nicht zuende! Wir werden wiederkommen!”. Mit diesen Worten drehten sich die Streuner um und liefen davon.,, Nein!”, schrie eine Katze:,, Das ist unserer Chance! Sie sind geschwächt und können sich nicht verteidigen. Kommt!”. Die verwirrten Clankatzen schien das einzuleuchten, viele von ihnen erwachten aus ihrem Kampfpositionen und holten die Streuner ein. Himmelsbrise blieb wie angewurzelt an ihrer Stelle. Aus der Ferne konnte sie das Gemetzel wieder anfangen sehen. Wie können sie nur? Eine Katze ist gestorben und sie kämpfen weiter, als wären sie Streuner. Sie drehte sich wieder zum Bach um. Der Blutschweif verblasste allmählich, nur noch ein dunstiges Rot lag über den tobenden Wasser. Es tut mir Leid! Sie wollte der Kätzin sagen, dass sie es nicht gewollt hätte und dass sie ihren Bruder nur rächen wollte, doch es war zu spät.

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