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Stormrise - A Warrior Cats FF

„Ein Sturm zieht auf. Ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wo, aber er kommt."

Endlich! Sturmpfote ist endlich zum Schüler ernannt worden! Er hat geschworen alles in seiner Macht stehende zu tun, um den RauchClan zu stärken und zu beschützten.
Doch während Sturmpfote sich mit seiner Ausbildung beschäftigt ziehen geheime Mächte bereits jetzt schon in der Dunkelheit die Strippen und wenn alles in Position ist werden sie herauskommen, um das Einzufordern was ihnen zusteht.

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    Herzlich Willkommen!

    Zuerst einmal Danke!, dass du beschlossen hast meine FanFiction zu lesen.^^ Ich hoffe sehr, dass sie dir gefällt.

    Erklärung

    Die FF spielt auf der Karte des Alten Waldes, jedoch mit vier neuen Clans und brandneuen Charakteren.
    Am Anfang geht es hauptsächlich um den Kater Sturmpfote (-herz), doch im Laufe der Geschichte werden immer neue Hauptcharakter dazukommen und neue Geschichten erzählt werden.

    Die FanFiction basiert auf meinen Erlebnissen im Handyspiel Cat Sim und sind von mir aufgeschrieben, ausgebaut und aneinander gereiht worden, sodass es eine durchgehende und spannende Geschichte geworden ist.
    Falls irgendwelchen RauchClan Krieger das hier zufällig lesen könnt ihr mir gerne schreiben und ich kann eure Charaktere einbauen.

    Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen.

    LG Sturmherz

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    Hierarchie der Clans

    RauchClan

    ANFÜHRER

    Falkenstern – dunkelbrauner Tigerkater mit bernsteinfarbene Augen

    ZWEITER ANFÜHRER

    Donnerkralle – rotbrauner Kater mit smaragdgrünen Augen

    HEILER/IN

    Mondblüte – hellgraue Kätzin mit blauen Augen

    KRIEGER/INNEN

    Flussherz – blaugrauer Kater

    Malvenflug – graue Kätzin mit schwarzen Streifen

    Sperlingsfell – große, hellbraune Kätzin mit grünen Augen
    Mentorin von Feuerpfote

    Blitzschweif – schwarzer Kater mit smaragdgrüne Augen Mentor von Wolkenpfote

    Adlerkralle – dunkelbrauner Kater mit blauen Augen

    Sonnenfell – sonnengelbe Kätzin mit hellblauen Augen Mentorin von Himmelpfote

    Flammensee – flammrote Kätzin mit smaragdgrünen Augen
    Mentorin von Sturmpfote

    Eibenblatt – Sandfarbener Kater mit blauen Augen
    Mentor von Blumenpfote

    Frostschweif – frostweiße Kätzin mit blauen Augen
    Mentorin von Blütenpfote

    Ahornblatt – rotbrauner Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Abendschweif – rotbrauner Kater mit blauen Augen

    Silberfell – silbergraue Kätzin mit stahlblauen Augen

    Goldnase – dunkler Tigerkater mit einer Goldenen Schnauze

    Schneepelz – schneeweiße Kätzin mit blauen Augen

    Grauohr – hellgrauer Kater mit dunkelgrauen Ohren
    Mentor von Schwarzpfote

    Lärchenrinde – cremefarbene Kätzin mit hübschen hellblauen Augen

    Glutwolke – hellroter Kater mit bernsteinfarbene Augen
    Mentor von Krähenpfote

    Fichtenherz – braungetigerte Kater mit eisigen, dunkelblauen Augen
    Mentor von Heidenpfote

    SCHÜLER/INNEN

    Krähenpfote – dunkelsilbergrauer Tigerkater blauen Augen

    Feuerpfote – flammenrote Kätzin mit blauen Augen

    Blütenpfote – schwarze Kätzin mit gelben Flecken

    Himmelpfote – Schildpatfarbene Kätzin mit blauen Augen

    Wolkenpfote – weißgrauer Kater mit grünen Augen

    Schwarzpfote – nachtschwarzer Kater mit blauen Augen

    Blumenpfote – gelborange Kätzin

    Sturmpfote – attraktiver hellgrauer Kater mit eisblauen Augen

    Heidenpfote – cremefarbene Kätzin mit smaragdgrüne Augen

    KÖNIGIN/NEN

    Sandwolke - sandfarbene Kätzin smaragdgrünen Augen Mutter von Goldjunges

    Blattpelz – graue Kätzin mit schwarzen Streifen
    Mutter von Spinnenjunges und Gewitterjunges

    Wolkensee – weiße Kätzin mit grauen Flecken und blauen Augen

    ÄLTESTE/N

    Wiesenschweif – graue Kätzin mit stumpfen Fell

    Seeschweif – alter graublauer Kater

    Lichtschweif – weiße Kätzin mit einem Graustich

    Farnschatten – goldbrauner Kater mit stumpfen Fell

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    GewitterClan

    ANFÜHRER

    Seestern – blaugrauer Kater mit eindringlichen blauen Augen

    ZWEITER ANFÜHRER

    Nebelkralle – dunkelgrauer Kater mit schwarzen Streifen und mit einem blinden Auge

    HEILER/IN

    Schilffeder – grauer Kater mit bernsteinfarbene Augen

    KRIEGER/INNEN

    Muschelkralle – weißer Kater

    Otterfell – graue Kätzin

    Brombeerblüte – weiße Kätzin mit dunklen Flecken

    Baumfuß - brauner Kater

    Kleeschweif – schildpatfarbene Kätzin

    Salbeifell – weißgraue Kätzin

    Aschenfuß – grauer Kater
    Mentor von Erlenpfote

    Schwalbenfell – schwarzgraue Kätzin

    Nachtschweif – nachtschwarze Kätzin
    Mentorin von Lavendelpfote

    Rabenschwinge – schwarzer Kater

    Regensturm – grauer Kater

    Kuperfell – kupferbrauner Kater

    Wellenherz – weißer Kater
    Mentor von Traumpfote

    Bachschweif – weiße Kätzin mit gelben Flecken

    Buchenfell – braungetigerte Kätzin

    Birkenzweig - hellbrauner Kater mit smaragdgrünen Augen
    Mentor von Hasenpfote

    Dornenpelz – dunkelbrauner Kater
    Mentor von Eichenpfote

    Wasserfall – hellbraune Kätzin

    Federflügel – silbergraue Kätzin

    SCHÜLER

    Traumpfote – schildpatfarbene Kätzin

    Eichenpfote – hellbrauner Kater

    Erlenpfote – brauner Kater mit einem Gelbstich

    Lavendelpfote – weiße Kätzin

    Hasenpfote – braune Kater mit einer schönen Tigermusterung

    KÖNIGIN

    -

    ÄLTESTE

    Mottenschweif - weiße Kätzin mit schwarzen Flecken

    Schilffblatt – grauer Kater

    Blauschweif – blaugraue Kätzin

    Weidenkralle
    – weidenfarbender Kater

    4
    FrostClan

    ANFÜHRERIN

    Silberstern – silbergraue Kätzin mit blauen Augen

    ZWEITER ANFÜHRER

    Schattenläufer – schwarzer Kater mit grünen Augen
    Mentor von Feuerpfote

    HEILERIN

    Eispelz
    – eisgraue Kätzin mit grünen Augen
    Mentorin von Eulenpfote

    HEILERSCHÜLERIN

    Eulenpfote – brauen Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen

    KRIEGER/INNEN

    MOORLÄUFER

    Hasenflucht - hellbrauner Kater

    Wolkenläufer - weißer Kater

    Habichtfeder - dunkelbraun-getigerter Kater
    Mentor von Mondpfote

    Morgenstreif - hellgoldene Kätzin mit cremefarbene Streifen

    Tupfenblatt - schildpatfarbene Kätzin

    Nieselschweif - braune Kätzin mit weißen Flecken

    Flockenmeer - schneeweiße Kätzin mit eisblauen Augen

    Staubpelz - hellbrauner Kater

    Finkenpelz - rotbraune Kätzin

    Ginsterschweif - brauner Kater mit weißen Bauch - und Brustfell

    Rotkehlchenflug - rotbraune Kätzin

    Düsterruf - schwarzer Kater

    TUNNELWÄCHTER

    Espenfall - hellrote Kätzin

    Eschenklaue - gelblicher Tigerkater mit bernsteinfarbenen Augen

    Nebelfluss - nebelgraue Kätzin

    Hügelläufer - brauner Kater

    Farnblatt - goldbrauner Kater

    Wollpelz - grauweißer Kater

    SCHÜLER

    Mondpfote - weiße Kätzin mit blauen Augen

    Feuerpfote - feuerroter Kater mit blauen Augen

    KÖNIGINNEN

    Weidenfell - graue Kätzin mit grünen Augen
    Mutter von Moosjunges und Moorjunges

    Plätscherbach - hellgraue Tigerkätzin

    ÄLTESTE

    Dachszahn – dunkelgrauer Kater

    5
    KiefernClan

    ANFÜHRER

    Zedernstern – dunkelgetigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    ZWEITER AFÜHRER

    Rotherz – rotbrauner Kater
    Mentor von Dunkelpfote

    HEILER

    Baumherz – brauner Kater
    Mentor von Splitterpfote

    HEILERSCHÜLER

    Splitterpfote – weißer Kater mit grauen Zacken die wie Splitter aussehen

    KRIEGER/INNEN

    Pfützensee - graue Kätzin

    Gelbauge - dunkelgraue Kätzin mit gelben Auge

    Schlammfuß - heller Kater mit dunkelbraunen Pfoten
    Mentor von Felsenpfote

    Silberhagel - weiße Kätzin mit silbernen Flecken und blauen Augen

    Hagelsturz - dunkelgrauer Kater

    Morgenherz - goldbraune Tigerkätzin

    Kiefernfrost – braunroter Kater
    Mentor von Kastanienpfote

    Dornenruf – rotbraune Kätzin
    Mentorin von Nadelpfote

    SCHÜLER

    Dunkelpfote – dunkelbraungetigerter Kater

    Felsenpfote - dunkelgrauer Kater

    Kastanienpfote – rötliche Kätzin

    Nadelpfote - graue Kätzin

    KÖNIGINNEN
    -

    ÄLTESTE

    Finsterglanz – schwarze Kätzin

    6
    Kapitel 1

    „Hier, fang!“ Sturmjunges sprang gerade noch rechtzeitig ab, um den Moosball zu packen den seine Schwester Heidenjunges geworfen hatte. Etwas ungeschickt landete Sturmjunges wieder auf dem harten Boden vor der Kinderstube. Das schallende Lachen Heidenjunges´ drang an sein Ohr. Sturmjunges drehte sich nach seiner Schwester um und warf ihr einen bösen Blick zu. Na, warte…
    Plötzlich warf Sturmjunges den Moosball im hohen Bogen über Heidenjunges, sodass er mitten in einem dornigen Gebüsch landete. Heidenjunges hörte schlagartig auf zu lachen und schnauzte ihren Bruder an: „Was sollte das denn? Jetzt kannst du ihn dir selbst holen!“ Nun war es an Sturmjunges zu lachen. „Warum? Du hast ihn nicht gefangen, also kannst du ihn holen“, erklärte er lächelnd und imitierte ihren hämischen Blick. Heidenjunges seufzte resigniert und trottete Richtung Busch davon.
    Sturmjunges sah sich währenddessen im Lager des RauchClans um. Stolz zog er die Luft ein, welche verführerisch nach Brombeeren, frischem Gras und weicher Rinde roch. Das war der RauchClan, der beste Clan von allen! Kein Angreifer konnte den dicken Dornenwall durchbrechen, kein Krieger würde jemals in die gut geschützte Kinderstube eindringen können, welche hinter Sturmjunges stand. Sein eisblauer Blick glitt weiter den Dornenwall entlang zum Lagerausgang, gerade als sich Goldnase, ein stämmiger, dunkelgrauer Kater mit einer goldener Schnauze, mit seiner Jagdrotte durch den Ginstertunnel zwängte. In seinem Maul hing ein schlaffes Eichhörnchen, welches verführerisch nach Wald duftete. Hinter ihm kam die schöne, cremfarbene Kätzin Lärchenrinde mit einer kleinen Maus durch den Eingang. Sie galt als eine der schönsten Kätzinnen aller vier Clans. Jedoch ist sie glücklich mit Grauohr zusammen und keiner will dem muskulösen, kampferfahrenen Krieger in den Weg kommen. Als letztes glitt Sonnenfell, eine kleine, gelborangefarbene Kätzin, durch den Tunnel zusammen mit ihrer Schülerin Himmelpfote. Die schildpatfarbene Schülerin trug stolz eine Spitzmaus ins Lager.
    Neidvoll beobachtete Sturmjunges wie Himmelpfote hocherhobenen Hauptes ihre Beute auf den Frischbeutehaufen ablegte und zurück zum Schülerbau trottete, wo sie von ihrer Schwester Blütenpfote erwartet wurde. Die junge Schülerin sah haargenau so aus wie Himmelpfote, nur das Blütenpfote grüne Augen hat, während Himmelpfote blaue Augen besaß.
    Ich kann es kaum erwarten, endlich aus dem Lager zu gehen und für den Clan zu jagen!
    Zum Glück dauerte das nicht mehr allzu lange. Jeden Moment könnte es so weit sein, dass Falkenstern, der Anführer des RauchClans auf den Hochstein springt und laut den Anfang ihrer Schülerzeremionie verkündete. Mittlerweile war er sogar schon größer als Blumenpfote, obwohl sie einen Mond älter war als er. Auch seinen besten Freund Schwarzpfote hatte Sturmjunges beinahe eingeholt. Sturmjunges war unendlich enttäuscht gewesen, als Schwarzpfote zusammen mit seinen Geschwistern Wolkenpfote und Blumenpfote zu Schülern ernannt wurden und er so allein mit Heidenpfote in der Kinderstube zurückgeblieben war. „Ahhhhh!“ Plötzlich rammte Heidenpfote Sturmjunges, mit einem schrillen Kriegsschrei, in die Seite und warf ihn so zu Boden. „Uff!“ Mit einem dumpfen Geräusch schlug Sturmjunges am Boden auf und ehe er sich versah, hatte ihn Heidenpfote zu Boden gedrückt. Irgendwie, nach viel unkontrollierten Zappeln und Schlägen, schaffte es Sturmjunges Heidenpfote aus dem Gleichgewicht zu bringen und rollte sich unter ihr hervor. Empört schüttelte er den Staub aus seinem hellgrauen Pelz und knurrte Heidenjunges spielerisch an. Diese erwidert das Knurren ebenso spielerisch und lässt ihre Muskeln spielen. Dieses Mal griff Sturmjunges an. Er drückte sich kräftig vom Boden ab, sprang durch die Luft, packte Heidenjunges an den Schultern und drückte sie so zu Boden. Zusätzlich stemmte er seine Hinterpfoten in ihre Hinterbeine, um sie so am Aufstehen zu hindern. Heidenjunges versuchte sich frei zu kämpfen, jedoch vergebens. Sturmjunges spürte Heidenjunges angespannte Muskeln unter seinen Pfoten, als sie versuchte sich freizukriegen. Auf einmal wurde sie schlaff und starrte über Sturmjunges Schulter. Sofort drehte Sturmjunges den Kopf, um zu sehen wer dort stand.
    Plötzlich spürte er einen wuchtigen Schlag auf sein Kinn und wurde so von Heidenjunges runtergeworfen. Heidenjunges sprang auf und grinste ihn an. Als Sturmjunges sich aufrappelte, wurde ihm klar, dass es nur eine Ablenkung gewesen war. Frustriert schüttelte er sein Fell.
    „Gut gemacht, Heidenjunges.“ Donnerkralles tiefes, freundliches Miauen ließ die Geschwister herumfahren. Hinter ihnen hatte tatsächlich jemand gestanden und sie beobachtet. „Vater!“, rief die Geschwister gleichzeitig und rannten auf ihn zu. „Hey, meine Kleinen“, begrüßte der rotbraune Kater seine Junge. „Klein?“, fragte Sturmjunges gespielt empört, richtete sich zu voller Große auf und plusterte seinen Pelz auf. Lächelnd streckte Donnerkralle eine Pfote aus und glättete das Fell seines Sohnes wieder.
    Heidenjunges hatte sich währenddessen gegen das weiche Bauchfell Donnerkralles gekuschelt und schnurrte glücklich. Auch Sturmjunges war überglücklich. Da Donnerkralle der Zweite Anführer des RauchClans war, hatte er sehr wenig Zeit für seine Jungen. Daher waren sie immer glücklich, wenn er die Zeit fand, mit ihnen zu spielen. Hinter ihnen raschelte die Kinderstube und Sandwolke, die vermutlich die Stimme ihres Gefährten vernommen hatte, zwängte sich durch den schmalen Eingang. Die schöne, sandfarbene Kätzin schnurrte liebevoll, als Donnerkralle seine Schnauze an ihre rieb. Obwohl Sandwolke die Gefährtin von Donnerkralle war, so war sie jedoch nicht Sturmjunges und Heidenjunges Mutter. Donnerkralle hatte das zwar nicht explizite gesagt, doch Sturmjunges wusste es. Sandwolke sah so anders aus als er. Sie war etwas kleiner, schlank und hatte einen kurzen Schweif. Sturmjunges hingegen, war groß für sein Alter, kompakt gebaut und hatte einen langen Schweif. Auch ihr Fell war anders. Sandwolkes Pelz war rein sandfarben und hatte keinen einzigen Streifen oder kein Muster. Heidenjunges hingegen hatte ein leichtgestreiftes Fell und ein hübsches Muster umspielte ihre smaragdgrünen Augen. Außerdem hatte Sandwolke eine kleine Tochter, Goldjunges, die nur drei Monde jünger war als Sturmjunges und Heidenjunges. Von Mondblüte, der Heilerin des RauchClans, wusste er, dass eine Königin länger als drei Monde brauchte, um Junge zu bekommen.
    Doch Sturmjunges machte das nichts aus. Sandwolke war, obwohl sie nicht ihre leibliche Mutter ist, immer so liebevoll und fürsorglich gewesen, als während die beiden ihre eigenen Jungen.
    Ihre Clangefährten sahen das etwas anders. Manche warfen den beiden Geschwistern immer noch misstrauische Blick zu, als wären sie Fremde. Andere machten Donnerkralle Vorwürfe, dass er nicht erzählte, wer die Mutter war. Anfangs war es so schlimm, dass Falkenstern eingreifen musste. Er war ein guter Freund von Donnerkralle und unterstützte seinen Stellvertreter, indem er sagte, dass es allein Donnerkralles Entscheidung – und Verantwortung – war. Das alles hatte Schwarzpfote nicht aufgehalten sich mit Sturmjunges anzufreunden. Auch seine Geschwister scherten sich nicht um das Geschwätz der Krieger. Goldnase, ihr Vater, war zwar etwas skeptisch, jedoch dachte er, dass es nicht die Schuld der Jungen war, dass man ihre Mutter nicht kannte. Silberfell, seine Gefährtin und die Mutter der drei, hingegen kümmerte sich genauso liebevoll um Sturmjunges und Heidenjunges, wie jede andere Königin. Nur die dritte Königin, Blattpelz, welche vor zwei Tagen ihre Jungen Spinnenjunges und Gewitterjunges geworfen hatte, hatte sich geweigert, sich um die beiden zu kümmern. Sie meinte, dass sie ihre Milch nicht an Streuner oder HalbClankatzen verschwenden würde. Erst nachdem sie Sandwolke wütend erinnert hatte, dass sie auch die Jungen Donnerkralles seien, hörten ihre missbilligenden Kommentare auf. Ihre bösen Blicke jedoch, erinnerten Sturmjunges täglich daran, dass ihn manche Clangefährten nie akzeptieren würden. Nachdem Sandwolke ihren Gefährten begrüßt hatte drehte sie sich mit einem liebevollen Glitzern in den Augen um und leckte Heidenjunges und Sturmjunges zur Begrüßung über die Wange. „Wie seht ihr den aus?“, fragte die sandfarbene Königin mit einem gespielt empörten Unterton. Sturmjunges sah an sich herunter. Sein graues Fell war staubig und zerzaust. Heidenjunges sah noch schlimmer aus. Als sie den Moosball aus dem Dornengebüsch geholt hatte, wurde ihr Fell von den Dornen verwurschtelt und während des Kampfes hatten sich kleine Erdklumpen in ihrem Fell verfangen. Flink wie ein Fisch wandte sich Sturmjunges unter der Zunge Sandwolkes hervor und glättete mithilfe seiner Pfote sein Nackenfell wieder. „Ich kann das allein!“, meinte das graues Junges empört und putzte seine Schnurrhaare. Sandwolke schnurrte und schmiegte sich liebevoll an Donnerkralle, während die beiden stolz die beiden Geschwister ansahen.
    Hinter ihm raschelte die Kinderstube und die kleine Goldjunges schlüpfte aus dem Bau, ihr glänzend goldenes Fell frisch geputzt. Ihre smaragdgrünen Augen leuchteten erfreut auf, als sie ihre älteren Geschwistern erblickte. Goldjunges rannte auf Sturmjunges zu und warf sich auf seinen Rücken. „Sturmi!“
    Lachend wackelte Sturmjunges leicht mit dem Rücken und Goldjunges musste sich in seinem Fell festkrallen, um nicht runterzufallen.
    „Mein Name ist Sturmjunges und nicht Sturmi“, meinte er lachend und spielte für Goldjunges Dachsritt. Sturmjunges torkelte herum und versuchte seine kleine Schwester von seinem Rücken zu werfen. Goldjunges krallte sich spielerisch knurrend an seinem Fell fest und hatte ihre süßen, smaragdgrünen Augen weit aufgerissen. „Hilfe, der Dachs hat mich geschnappt!“, kreischte die Kleine und musste lachen. Auch Sturmjunges musste grinsen. Er liebte großen Bruder für Goldjunges zu spielen, ihrem hellen Lachen zu lauschen und sie zum Strahlen bringen. Aus dem Augenwinkel sah Sturmjunges, dass ihn Sandwolke und Donnerkralle wohlwollend lächelnd ansahen. Bei einem besonders heftigen Ruck fiel Goldjunges von Sturmjunges Rücken und rollte sich spielerisch knurrend ab, sodass sie sich nicht weh tat. Goldjunges kreischte spielerisch auf, als Sturmjunges sie plötzlich am Nackenfell packte und sie hochhob, was alles andere als leicht war. Nun musste Sturmjunges wirklich taumeln und wäre beinahe umgefallen, wenn Heidenjunges nicht rechtzeitig vorgeschnellt wäre und ihn stützte. Lachend ließ Sturmjunges seine, wild um sich tretende, Schwester los, welche sanft auf den Pfoten landete. Sturmjunges leckte Heidenjunges dankend übers Ohr und schmiegte sich an sie. „Danke, Heidenjunges.“
    „Keine Ursache“, wehrte die cremfarbene Kätzin lächelnd ab und schmieg sich ebenfalls an Sturmjunges. Heidenjunges richtete ihren Blick Richtung Himmel und schnurrte erfreut.
    „Es ist Sonnenhoch! Zeit zum Essen!“
    Sturmjunges lachte und stupste sie freundschaftlich in die Seite: „War klar, dass du nur ans Essen denkst.“ Nun musste auch Heidenjunges lachen und meinte dann neckisch: „Einer muss es ja machen.“
    Sandwolke verabschiedete sich von Donnerkralle, Sturmjunges und Heidenjunges, da sie Goldjunges ihr Essen in der Kinderstube geben wollte. Donnerkralle trottete gemächlich zum Frischbeutehaufen und suchte im Haufen nach etwas Leckeren.
    Heidenjunges hatte schnell ihr Lieblingsessen gefunden, eine Spitzmaus, und begann mit hungrigen Bissen ihre Beute zu verspeisen. Sturmjunges durchsuchte den Haufen bis auch er auf sein Lieblingsessen stieß, Wühlmaus. Er leckte sich hungrig über die Lippen und suchte sich einen Platz in der Sonne zum Essen. Während er das saftige, zarte Fleisch von den dünnen Knochen riss, beobachtete seine Clangefährten wie sie sich gegenseitig die Zunge gaben. Beim Brennesselfleck saßen Adlerkralle und Sonnenfell in der Sonne und teilten sich ein Kaninchen. Direkt neben ihnen aßen Blitzschweif und Eibenblatt je eine Maus und unterhielten sich. Wolkensee lag vor der Kinderstube und aß einen Star. Wolkensees immer runder werdender Bauch hob und senkte sich gemächlich. Sie erwartete Glutwolkes Junge und war vor kurzem in die Kinderstube umgezogen war, wobei es ziemlich eng geworden war.
    Sturmjunges hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt, dass Wolkensee nun die halbe Kinderstube einnimmt. Seeschweif und sein bester Freund Farnschatten, zwei alte, ergraute Ältesten, traten steifbeinig aus dem Ältestenbau. Hinter ihnen schoben sich ihre Gefährtinnen Lichtschweif und Wiesenschweif unter dem umgestürzten Baum hervor und folgten ihnen zum Frischbeutehaufen.
    Plötzlich hörte Sturmjunges Pfotenschritte auf das Lager zu preschen. Der Ginstertunnel erzitterte und Flammensee preschte ins Lager. Ihre breiten Schultern teilten den Ginstertunnel und Flammensee zwängte sich hindurch. Hinter ihr preschten Malvenflug, Glutwolke und Krähenpfote mit gesträubten Fell ins Lager.
    Donnerkralle sprang sofort auf und sprang der Patrouille entgegen. „Was ist passiert?“
    Flammensees Stimme ist von einem Knurren durchzogen, als sie antwortete: „Der GewitterClan ist auf den Sonnenfelsen!“
    Sofort wurde empörtes Jaulen laut. „Wie können sie es wagen!“ Donnerkralle musste sich mit einem wütenden Jaulen ruhe verschaffen. „Wie viele?“, fragte er an Flammensee gewandt. Dieses Mal antwortete Glutwolke mit grimmiger Stimme: „Mit Nebellkralle sind sie sechs.“
    Nebelkralle! Sturmjunges spitzte die Ohren. Der Zweite Anführer des GewitterClans war ein kampferfahrener Kater. Sturmjunges hatte saganhafte Geschichten über ihn gehört und hoffte, ihn eines Tages zu treffen und erfahren, ob all die Legenden war sind.
    Noch bevor Nebelkralle Zweiter Anführer des GewitterClans geworden war hatte der GewitterClan Probleme mit zwei Hunden. Nebelkralle bot sich als Ködern an, während die restlichen Krieger den Hunden eine Lektion erteilen würden. Doch der Plan ging schief und Nebelkralle wurde von den beiden in die Enge getrieben. Keine Katze wusste was dann passiert war, doch Nebelkralle kam mit einigen Kratzern davon und die Hunde sah man nie wieder. Egal was passiert war, es muss etwas Unglaubliches gewesen sein.
    Ein tiefes Knurren ließ Sturmjunges herumfahren und erblickte Falkenstern, den Anführer des RauchClans, welcher aus seinem Bau getreten war. Sein dunkelbraungetigertes Fell glänzte majestätisch in der Sonne und in seinen bernsteinfarbenen Augen loderte der Kampfgeist wie eine kleine Flamme.
    „Donnerkralle, nimm Flammensee, Glutwolke, Adlerkralle, Grauohr, Frostschweif, Lärchenrinde mit zu den Sonnenfelsen und zeig ihnen, dass sie sich nicht einfach so das Territorium des RauchClans betreten können, ohne bestraft zu werden.“ Falkensterns Stimme war hart und bestimmt und sofort sammelte sich die Angriffspatrouille um Donnerkralle. Der rotbraune Kater nickte entschlossen und mit einem Schwanzschnippen führte er die Patrouille aus dem Lager. Sturmjunges war überrascht, dass keine Schüler mitgenommen wurden. Krähenpfote, Schwarzpfote und Blütenpfote sahen alles andere als erfreut aus, dass sie ihre Mentoren nicht begleiten durften.
    Sturmjunges sah ihnen mit einer Mischung aus Euphorie aber auch Angst hinterher. „Sie werden doch heil zurückkommen?“, dachte Sturmjunges, ohne zu wissen, dass er es laut ausgesprochen hatte.
    „So war der SternenClan ihnen hilft,“ ertönte plötzlich eine sanfte Stimme hinter Sturmjunges und legte den Schweif sanft auf die schmale Schulter des Jungens. Sturmjunges musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, wem diese Stimme gehörte. Es Mondblüte, die junge Heilerin des RauchClans. Sie hatte hellgraues Fell, blaue Augen und war eher klein. Mondblüte war Falkensterns Schwerster und stand ihm sehr nahe. Außerdem half sie dem ganzen Clan, nicht nur mit ihren Fähigkeiten als Heilerin, sondern auch bei anderen Problemen, wie eine Mutter bei ihren Jungen.
    „Aber es ist nur ein einfacher Grenzkampf“, beruhigte Mondblüte Sturmjunges mit sanfter Stimme. „Kein Krieger würde eine Katze bei einem Grenzkampf töten, das ist gegen das Gesetzt der Krieger.“
    Sturmjunges nickte und fühlte sich schon besser als vorher.
    „Weißt du was?“, fragte Mondblüte und blickte lächelnd auf Sturmjunges hinunter. „Ich könnte etwas Hilfe im Heilerbau benötigen, willst du mir helfen?“
    Sturmjunges eisblauen Augen leuchteten begeistert auf. „Oh ja!“ Das graue Junges hüpfte in Richtung Heilerbau davon.
    „Unter einer Bedingung“, fügte Mondblüte streng lächelnd hinzu, während sie Sturmjunges ohne Schwierigkeiten folgte. „Du tust, was ich sage und frisst nichts.“
    Sturmjunges musste lachen. „Hatte ich auch nicht vor“, meinte er grinsend und schlüpfte durch den Farntunnel auf die Heilerlichtung. Es war ein wunderschöner Ort, wie Sturmjunges fand. Das, bereits schwindende, Sonnenlicht flutete die Lichtung mit goldenem Licht. Der graue Kater folgte Mondblüte in den Bau und staunte über den geräumigen Bau. Am Rand lag ein weiches Moosnest, wahrscheinlich das von Mondblüte. Hinter einer Felsspalte lag das Kräuterlager, von wo ein bittere Geruch herausströmte. Am anderen Ende lagen einige unbenutzte Nester, die für kranke Katzen gedacht waren.
    „Was soll ich machen?“, fragte das Junges euphorisch und drehte sich zur Heilerin um. Mondblüte lächelte und verschwand mit dem Vorderkörper in der Felsspalte. „Ich schiebe dir Kräuter heraus und du sortierst die verwelkten Blätter aus.“
    Sofort machte sich Sturmjunges an die Arbeit. Er sortierte die welken Blätter von denen, die noch saftig sind. Das Kraut strahlte einen vertrauten Geruch aus. „Was ist das für ein Kraut?“
    Mondblüte drehte sich zu Sturmjunges um und ein Blick genügte ihr, um zu antworten: „Das ist Borretsch. Er hilft Königinnen, um ihren Milchfluss zu steigern.“ Sturmjunges runzelte die Stirn.
    „Das kommt mir bekannt vor.“
    Die hellgraue Heilerin lächelte sanft. „Das liegt daran, dass Sandwolke euch schon füttern musste, obwohl Goldjunges erst drei Monde später kommen würde. Also gab ich ihr Borretsch damit sie genug Milch für euch hatte.“
    Sturmjunges nickte langsam. Das machte Sinn, gestand er sich, ehe er sich wieder an die Arbeit machte.
    Er trennte gerade verschrumpelte Beeren, von denen die noch gut sind als Mondblüte plötzlich miaute: „Du hast ein gutes Gedächtnis.“
    Sturmjunges Ohr zuckte überrascht. „Danke“, meinte er langsam, etwas überrascht über das Kompliment. Sturmjunges machte sich keine weiteren Gedanken darüber und konzentrierte sich auf die Arbeit.
    Ich hoffe, dass es Donnerkralle gut geht. Was wenn Nebelkralle ihn in die Pfoten bekommt?
    Der einzige Kater, der Nebelkralle gewachsen war, war Grauohr, der beste Kämpfer des RauchClans. Er war ein ruhiger und sehr direkter Kater, was ihm zu einen herausragenden Kämpfer macht. Natürlich hat er ein angeborenes Talent und einen gerissenen Verstand.
    Die Kräuter waren schnell aussortiert und Sturmjunges hatte nichts mehr zu tun.
    „Ich geh wieder auf die Lichtung, ich möchte dabei sein, wenn die Patrouille zurückkommt“, erklärte er Mondblüte. Die Heilerin lächelte liebevoll und nickte wissend. „Mach das, junger Krieger. Ich bereite noch Wundsalbe vor.“
    Sturmjunges verabschiedete sich mit einem Schwanzschnippen und schlüpfte aus dem Farntunnel auf das Lager. Der Clan war in Aufruhr. Ahornblatt und Fichtenherz schritten unruhig auf der Lichtung hin und her und warfen immer wieder Blicke auf den Lagereingang. Silberfell lag unter einer hohen Birken, welche die Schlucht überragte und beobachtete ihre drei Jungen wie sie spielerisch gegeneinander kämpfen.
    Die Stimmung war aufgeladen. Himmelpfote und Feuerpfote geritten wegen einem Eichhörnchen in einen Streit, Schneepelz blaffte Blitzschweif an, welcher auf ihren weißen Schweif getreten war.
    Auch Sturmjunges wurde unruhig. Warum brauchen sie so lange?
    Der Graue fasste einen Entschluss und fuhr die Krallen aus. Mit einem langgestreckten Sprung sprang er den Stamm der Birke hinauf, krallte sich in die weiche Rinde des Stammes und kletterte flink wie ein Eichhörnchen bis zu ersten Astgabelung. Von dort suchten seine eisblauen Augen einen Weg die Äste hinauf. Schnell fand er eine geeignete Route und schaute darauf, dass seine Krallen immer genug halt hatten und ihn die Äste tragen konnten.
    Das Lager wurde kleiner und kleiner und selbst der Hochstein sah wie ein winziger Kieselstein aus. Langsam kam er auf die Höhe der Schlucht und konnte über deren Rand hinweg gucken.
    Sturmjunges hielt Ausschau nach der Patrouille und versuchte zu erraten in welcher Richtung die Sonnenfelsen lagen. Angestrengt kniff er die Augen zusammen und versuchte durch das dichte Geäst vielleicht das feuerrote Fell von Flammensee oder Grauohrs dunkelgraue Ohren zu erkennen.
    Doch das war gar nicht so einfach. Die Blätter sind in allen möglichen Farben, von braun bis gelb gefärbt, so wie es jeden Blattfall war.
    Sturmjunges spitzte die Ohren und versuchte die Patrouille mit seinem Gehör ausfindig zu machen als er plötzlich eine andere Stimme vernahm.
    „Pass auf, dass du nicht runterfällst!“ Silberfells besorgte Stimme ließ ihn herumfahren und er wäre beinahe wirklich abgerutscht.
    Mäusedung!
    Sturmjunges krallte sich ein Stückchen fester in die Rinde und entschied, sich auf den Rückweg zu machen, um nicht zu riskieren, dass Silberfell einen Krieger heraufschickte, der ihn holen sollte.
    Das graue Junges drehte sich um und begann trittsicher mit dem Abstieg. Mit einem dumpfen Schlag landete Sturmjunges auf allen vier Pfoten am Boden direkt vor Silberfell.
    „Keine Sorge, mir ist nichts passiert!“, beruhigte sie Sturmjunges und schnippte bestätigend mit dem Schweif.
    Silberfell lächelte liebevoll. „Weiß ich doch, junger Krieger. Eines Tages wirst du ein großer Krieger werden.“
    Sturmjunges Brust schwellte vor Stolz an und plusterte sein Fell auf, um größer zu wirken.
    Da erzitterte erneut der Ginstertunnel.
    Die Patrouille ist zurück!
    In freudiger Erwartung sprang Sturmjunges zum Eingang. Doch es war nur Eibenblatt mit seiner Jagdpatrouille. Der gelbraune Kater legte ein kleines Kaninchen auf den Haufen, seine Schülerin Blumenpfote zerrte ein Eichhörnchen hinter ihr her, gefolgt von Flussherz und Abendschweif, die beide je einen Staren in Maul hatten.
    „Abendschweif hat ein ganzes Nest gefunden!“, verkündete Blumenpfote und ihr hellbrauner Schwanz peitschte hin und her. Flussherz ließ sein Kaninchen fallen. „Blumenpfote hat das Eichhörnchen ganz allein den Stamm hochgejagt und es gerade noch gefangen, bevor es in seinem Bau verschwinden konnte!“
    Eibenblatt verstummte als er die angespannten Gesichter seiner Clangefährten sah.
    „Was ist los, wo sind die anderen?“
    Fichtenherz unterbrach sein Auf und Abgehen und drehte sich zur Patrouille um. „Der GewitterClan hat die Sonnenfelsen besetzt. Donnerkralle ist los, um sie zu vertreiben“, seine Stimme ist kaum mehr als ein Knurren.
    Abendschweif ließ die Krallen spielen. „Wie gerne wäre ich mitgekommen!“
    Flussherz wandte seinen, bereits ergrauten, Kopf zu dem Krieger um. „Wir können uns keinen Kampf leisten, jetzt wo die Blattleere kommt“, meinte der blaugraue Krieger besorgt und schaute zum wolkenverhangenen Himmel.
    „Aber wir können diesen Fischfressern doch nicht einfach die Sonnenfelsen überlassen!“, warf Ahornblatt ein. „Die gehören uns!“
    Silberfell schnaubte. „Woher wollen wir das wissen? Woher wollen wir wissen wer als erstes die Sonnenfelsen besetzt haben, der GewitterClan oder der RauchClan?“
    Wiesenschweif, welche neben ihrem Gefährten Seeschweif saß, hob den Kopf und nickte zustimmend. „Es sind schon so viele Katzen auf diesen Felsen gestorben…“, erinnerte sich die alte Kätzin und ihre Augen waren trüb vor Trauer.
    Sturmjunges kannte die Geschichte von Wiesenschweifs Bruder Feldnase. Er war bei der großen Schlacht um die Sonnenfelsen gestorben. Damals hat der damalige Anführer des RauchClans Borkenstern und der ehemalige Anführer des GewitterClans Wolkenstern geeinigt, dass dies der letzte Kampf um die Felsen sein gewesen sollte, doch nur wenige Monde später war erneut ein Kampf ausgebrochen. Feldnases Tod war also umsonst gewesen.
    Obwohl Flussherz nicht der Wurfgefährte von Wiesenschweif und Feldnase war, war er doch ihr Bruder und fühlte den Schmerz nicht weniger hart.
    Ahornblatt plusterte sein dickes Fell auf. „Wir können den GewitterClan nicht gewinnen lassen! Der FrostClan und der KiefernClan werden das als Schwäche ansehen!“
    Lichtschweif verdrehte die Augen. „Krieger…“, murmelte sie und riss einen Bissen von ihrem Specht ab, den sie sich mit Farnschatten teilte.
    Falkenstern saß die ganze Zeit unter dem Hochstein, hatte den Schwanz feinsäuberlich um die Pfoten gelegt und starrte auf den Lagereingang. Sturmjunges sah, dass in seine Augen keine Furcht, sondern Gewissheit lag und während Sturmjunges so darüber nachdachte wurde ihm klar, dass Falkenstern recht hatte.
    Ja, Nebelkralle war ein starker Krieger, aber auch er konnte von Grauohr bezwungen werden. Der RauchClan hatte viele starke Kämpfer. Grauohr, Donnerkralle, Flammensee… Nur der KiefernClan konnte sich mit ähnlich vielen starken Kriegern messen. Der GewitterClan hingegen waren fett von den vielen Fischen des Flusses, der FrostClan war abgemagert, da er nur die Kaninchen vom Moorland hatte.
    Sturmjunges war zuversichtlich, dass der RauchClan siegen würde.
    Damit sollte er recht behalten. Kurze Zeit später kam die Kampfpatrouille ins Lager zurück. Ihre Pelze waren zwar zerfetzt doch sie strotzen nur vor Selbstbewusstsein und Stolz.
    Alle Katzen, die im Lager waren, haben sich um die Patrouille gescharrt und Donnerkralle musste ein Machtwort sprechen, damit sie Falkenstern Bericht erstatten konnten. Falkenstern stand am Fuße des Hochsteins und wartetet auf seinen Zweiten Anführer. „Und?“
    Donnerkralle hatte einen Kratzer an der Wange und ein zerfetztes Fell, doch seine Augen leuchteten triumphierend. „Die GewitterClan Katzen werden keinen Pfotenschritt mehr über die Grenze setzten.“
    Falkenstern nickte zufrieden. „Gute Arbeit.“ Dann sprang er auf den Hochstein und sein Triumpfjaulen konnte man noch bis in den Wald hinein hören. Die Krieger stimmten mit ein. Krähenpfote machte einen Luftsprung und Glutwolke knurrte zustimmend.
    „Katzen des RauchClans, heute haben wir eine ruhmreiche Schlacht geschlagen! Der GewitterClan wird es sich zweimal überlegen ob er noch einmal die Grenze zu missachten!“ Seine Stimme hallte kraftvoll durch das Lager und erreichte jede einzelne Katze bis zu den Haarwurzeln. Sturmjunges war begeistert von ihrem großartigen Anführer. Eines Tages werde ich so wie er!
    Falkenstern fuhr fort: „Dieser Tag muss gefeiert werden!“ Seine Augen suchten zwei bestimmte Jungen aus der Menge. „Sturmjunges, Heidenjunges. Tretet vor.“
    Sofort begann Sturmjunges Fell zu kribbeln. Wir werden zu Schülern ernannt!“
    Schnell versuchte er sein Fell in Ordnung zu bringen und die Kräuterreste zwischen seinen Krallen zu entfernen.
    Überrascht fand er den Blick seiner Schwester und gemeinsam traten sie vor, Pelz an Pelz, um sich gegenseitig Mut zu machen. Sturmjunges sah, wie Donnerkralles smaragdgrünen Augen stolz leuchteten und er nickte ihnen Mut machend zu.
    Sein Blick fiel auf Mondblüte, welche am Rand der Lichtung stand und ebenso stolz auf die beiden blickte. Mondblüte kannte sie schon seitdem sie kleine Jungen waren und musste nun stolz sein, wie immer wenn Jungen, die sie mit großgezogen hatte, zu Schülern wurden.
    Doch Sturmjunges sah auch Misstrauen. Ahornblatt flüsterte seiner Gefährtin Frostschweif etwas ins Ohr. Adlerkralle hatte die Augen verengt und Fichtenherz, der jüngste Krieger des RauchClans beobachtete die Geschwister mit zusammengekniffenen Augen. Sturmjunges versuchte nicht unter ihren Blicken nachzugeben, reckte das Kinn und sah jedem Einzelnen fest in die Augen.
    Ich werde es euch beweisen, dass ich eine loyale RauchClan Katze bin!
    „Heidenjunges, bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast, wirst du Heidenpfote heißen. Sturmjunges, bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast wirst du Sturmpfote heißen.“
    Falkensterns Blick wanderte durch die Menge und schien über etwas nachzudenken. Auch Sturmjunges suchte die Menge ab. Wer würde wohl sein Mentor sein? Insgeheim hatte er auf Grauohr gehofft, doch sein Freund Schwarzpfote hatte ihn als Mentor bekommen. Donnerkralle wäre ein herausragender Mentor, doch Väter wurden nie die Mentoren ihrer Jungen.
    „Fichtenherz!“
    Sturmjunges zuckt zusammen. Oh SternenClan, nein.
    „Du wirst Heidenpfotes Mentor sein. Sie wird deine erste Schülerin. Ich erwarte, dass du alles was du von Ahornblatt gelernt hast an diese junge Schülerin weitergibst.“
    Fichtenherz nickte, doch Sturmpfote konnte ein seinen Augen lesen, dass er nicht sonderlich erfreut über seiner ersten Schülerin war. Er beugte sich zu Heidenpfote hinunter und berührte mit seiner Nase die ihren.
    Sturmpfotes Pelz prickelte vor Aufregung und sein Schwanz schnippte ungeduldig hin und her.
    „Flammensee!“
    JA!
    „Du hast mit Glutwolke wunderbare Arbeit geleistet. Ich erwarte, dass du deine Fähigkeiten und dein Geschick an diesen Jungen Schüler weitergibst.“
    Flammensee neigte stolz den Kopf. „Das werde ich, Falkenstern.“ Dann beugte sie sich zu Sturmpfote hinunter. Er reckte seine Schnauze in die Höhe und berührte ihre Nase sanft mit seiner.
    Donnerkralle war der Erste, der seine Schnauze Richtung Abendhimmel richtete und den neuen Namen seiner Jungen rief: „Sturmpfote, Heidenpfote!“
    Der gesamte Clan stimmte mit ein.
    „Sturmpfote, Heidenpfote!“
    Mit stolzgeschwellter Brust und leuchtenden Augen strahlte Sturmpfote jeden einzelnen seiner Clangefährten an. Sein Herz wurde warm und zum ersten Mal fühlte er sich wirklich dazugehörend.
    Ich bin eine RauchClan Katze!“

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