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Sternenkatze

Es ist in einer mondlosen Nacht, da beobachtet Splitterherz, der Heiler des Sonnenclans, wie eine Sternschnuppe auf dem Territorium niedergeht. Doch an der Einschlagstelle findet die Patrouille keinen Felsbrocken, sondern ein kleines Kätzchen. Schnell wird sie als Geschenk des Sternenclans aufgenommen und in das Clanleben integriert. Mond, die gefundene Kätzin, erinnert sich jedoch nicht daran, wieso sie zum Clan gesendet wurde. Und ob es tatsächlich der Sternenclan war, der sie geschickt hat.

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    Willkommen zu dieser FF, schön, dass du da bist. Wenn es dir gefällt oder du Anmerkungen oder Kritik hast, dann lass es mich gern über die Kommenta
    Willkommen zu dieser FF, schön, dass du da bist. Wenn es dir gefällt oder du Anmerkungen oder Kritik hast, dann lass es mich gern über die Kommentarfunktion wissen. Und ohne weitere Vorreden fangen wir auch direkt an.


    Hierarchie des Sonnenclans:

    Anführer:
    Taubenstern - hellgraue Kätzin mit weißen Tupfen und blauen Augen

    Zweiter Anführer:
    Wespenstachel - goldene Kätzin mit schwarzen Streifen und bernsteinfarbenen Augen

    Heiler:
    Splitterherz - schwarzweißer Kater mit grünen Augen

    Heilerschüler:
    Rehpfote - hellbraune Kätzin mit weißen Pfoten und grünen Augen

    Krieger:
    Bernsteinflamme - dunkelbrauner Kater mit weißen Flecken auf der Flanke und grünen Augen
    Dunkelhimmel - dunkelgrauer Kater mit weißen Pfoten und grauen Augen
    Blättersturm - dunkelroter Kater mit weißen Pfoten und schwarzen Punkten auf dem Rücken sowie grünen Augen
    Himmelstanz - weiße Kätzin mit grauen Streifen und blauen Augen
    Schlangenblick - grauer Kater mit gelbgrünen Augen
    Nebelherz - hellgraue Kätzin mit dunkelgrauen Pfoten und hellblauen Augen
    Regenbogenblüte - schildpattfarbene Kätzin mit grünen Augen
    Wirbelsturm - weißer Kater mit dunkelgrauen Streifen und hellgrauen Augen
    Kirschblatt - dunkelrote Kätzin mit weißen Pfoten und grünen Augen
    Glutregen - roter Kater mit schwarzen Pfoten und dunkelbraunen Augen
    Kiefernnadel - dunkelbrauner Kater mit grünen Augen
    Blitzpelz - weiße Kätzin mit gelben Augen
    Schwarzherz - schwarzer Kater mit grünen Augen

    Schüler:
    Herzpfote - cremefarbene Kätzin mit weißen Pfoten und grünen Augen
    Seelenpfote - hellgraue Kätzin mit einer schwarzen Schwanzspitze und hellblauen Augen
    Blütenpfote - weiße Kätzin mit goldenen Flecken und grünen Augen
    Leopardenpfote - schwarze Kätzin mit goldenen Flecken und grünen Augen
    Löwenpfote - cremefarbener Kater mit dichtem, hellbraunem Nackenfell und grünen Augen
    Adlerpfote - dunkelbrauner Kater mit schwarzen Pfoten und blauen Augen

    Königinnen:
    Lichtersee - weiße Kätzin mit goldenen Pfoten und grünen Augen - Mutter von Kamillen-, Minz- und Honigjunges

    Rindenfell - hellbraune Kätzin mit schwarzen Streifen und dunkelblauen Augen - Mutter von Wellen-, Tiger-, Streifen- und Sturmjunges

    Schneepelz - weiße Kätzin mit einer schwarzen Vorderpfote und grauen Augen - Mutter von Rost-, Funkel-, Feuer- und Glanzjunges

    Junge:
    Kamillenjunges - dunkelbraune Kätzin mit goldenen Pfoten und grünen Augen
    Minzjunges - weißer Kater mit hellgrünen Augen
    Honigjunges - dunkelbraune Kätzin mit weißen Pfoten und einer weißen Schwanzspitze sowie grünen Augen

    Wellenjunges - hellgrauer Kater mit schwarzen Streifen und blauen Augen
    Tigerjunges - hellbraune Kätzin mit schwarzen Streifen und dunkelblauen Augen
    Streifenjunges - hellbrauner Kater mit schwarzen Streifen und grauen Augen
    Sturmjunges - dunkelgrauer Kater mit dunkelblauen Augen

    Rostjunges - dunkelrote Kätzin mit schwarzen Flecken und grauen Augen
    Funkeljunges - weiße Kätzin mit dunkelroten Pfoten und grünen Augen
    Feuerjunges - hellroter Kater mit grauen Augen
    Glanzjunges - weiße Kätzin mit schwarzen Flecken und grauen Augen

    Älteste:
    Flammenpelz - roter Kater mit weißen Pfoten und grauen Augen
    Lilientraum - hellbraune Kätzin mit grünen Augen
    Honigwolke - gelbbraune Kätzin mit schwarzen Pfoten und blauen Augen

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    Hierarchie des Mondclans:

    Anführer:
    Bienenstern - schwarzer Kater mit gelbbraunen Pfoten und blauen Augen

    2. Anführer:
    Honigwolke - cremefarbene Kätzin mit grauen Augen

    Heiler:
    Löwenbart - dunkelbrauner Kater mit einer Art hellem Nackenfellkragen und blauen Augen

    Heilerschüler:
    Libellenpfote - weiße Kätzin mit einem weißen und einem grünen Auge

    Krieger:
    Himmelsfell - weißer Kater mit schwarzen Streifen und grauen Augen
    Wolkensturm - hellgrauer Kater mit blauen Augen
    Rosenherz - hellbraune Kätzin mit roten Pfoten und grünen Augen
    Blattwind - hellbraune Kätzin mit schwarzen Streifen auf dem Rücken und grünen Augen
    Sturmblüte - hellgraue Kätzin mit weißen Pfoten und blauen Augen
    Blaukralle - hellgrauer Kater mit weißen Pfoten und blauen Augen
    Kiefernschatten - dunkelbrauner Kater mit grünen Augen
    Nachthimmel - schwarze Kätzin mit weißen Punkten und bernsteinfarbenen Augen
    Regenstreif - dunkelgrauer Kater mit schwarzen Flecken und blauen Augen
    Flussgeflüster - dunkelgraue Kätzin mit weißen Flecken und bernsteinfarbenen Augen
    Farnpelz - hellbrauner Kater mit dunkelbraunen Pfoten und grünen Augen
    Kristallflamme - weiße Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Fuchsfell - rotorange Kätzin mit schwarzen Pfoten und grünen Augen

    Schüler:
    Federpfote - weiße Kätzin mit braunen Pfoten und grünen Augen
    Nachtpfote - schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Dunkelpfote - schwarze Kätzin mit grauen Augen
    Eispfote - weißer Kater mit grünen Augen
    Glitzerpfote - weiße Kätzin mit grauen Pfoten und grünen Augen

    Königinnen:
    Schimmerherz - weiße Kätzin mit schwarzen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen - Mutter von Flammen-, Ruß-, Nebel-, Aschen- und Rauchjunges
    Meisengesang - dunkelgraue Kätzin mit schwarzen Pfoten und gelben Augen

    Junge:
    Flammenjunges - schwarzer Kater mit roten Streifen an den Beinen und grünen Augen
    Rußjunges - dunkelgrauer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Nebeljunges - weiße Kätzin mit grauen Pfoten und grünen Augen
    Aschenjunges - dunkelgraue Kätzin mit schwarzen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen
    Rauchjunges - dunkelgraue Kätzin mit grünen Augen

    Älteste:
    Erlenblick - dunkelbrauner Kater mit schwarzen Streifen und gelben Augen
    Weißblick - hellgraue Kätzin mit weißen Augen

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    Prolog:

    Es ist diese seltsame Stille, die dem Heiler schon den ganzen Tag verdächtig vorkommt. Seine Clankameraden sind zufrieden, keiner hat Grund, sich über Kälte, Hunger oder Müdigkeit zu beschweren. Und dennoch ist da etwas, etwas, was er sich selbst nicht ganz erklären kann. Wie eine dunkle Wolke hängt es in seinen Gedanken, dieses ungute Gefühl und macht keine Anstalten, wieder zu verschwinden. Vom Heilerbau aus beobachtet er, wie die Patrouillen aus- und wieder eingehen. Keine besonderen Vorkommnisse, keine Verletzten, keine Grenzüberschreitungen. Das ist die ruhigste Blattgrüne, die er bisher erlebt hat.
    Und dann, mitten in der Nacht, nimmt er diesen komischen Geruch wahr. Er ist ihm gänzlich unbekannt, nicht vergleichbar mit dem, was er kennt. Irritiert läuft er aus dem Bau, stolpert dabei noch über seine Schülerin, die ihr Nest näher am Eingang des Baus hat als er. Doch das Lager ist leer. Der Geruch wieder verschwunden. Hatte er sich das nur eingebildet? Sein Blick wandert zum Anführerbau, da er dachte, dort eine Bewegung gesehen zu haben.
    Und tatsächlich tritt wenige Herzschläge später die Anführerin aus dem Bau. Sie sieht verschlafen aus, ihr Fell steht in alle Richtungen ab und der Heiler erkennt auch ein Stück Farn hinter ihrem Ohr.
    Er muss nichts sagen, allein der Blick, den sie ihm zuwirft, zeigt ihm, dass sie es ebenfalls gerochen hatte. Sie tritt auf ihn zu und öffnet den Mund, um doch die Stille zu durchbrechen, als auf einmal ein markerschütterndes Geheul über dem Lager hereinbricht. Das Fell der Anführerin sträubt sich, auf einmal ist sie hellwach. Denn mit diesem Ruf strömten auch unzählige Schatten ins Lager. Sie drängen sich durch den Lagerwall, springen durch den Eingang und sind sich nicht einmal zu fein dafür, den Schmutzplatz als Eingang zu nutzen.
    "Wir werden angegriffen!" kreischt die Anführerin los, ihre blauen Augen sind weit aufgerissen. Da wird sie auch schon zu Boden gerissen. Verwirrt stolpern die Sonnenclankatzen aus ihren Bauen, nur um draußen mit Krallen und Zähnen begrüßt zu werden. Der Heiler würde gern etwas tun, um zu helfen, doch was kann er schon ausrichten? Nach einer kurzen Schrecksekunde wirft er sich schließlich ins Getümmel. Er mag nur ein Heiler sein, doch das musste ja nicht bedeuten, dass er sich nicht zu wehren weiß.
    Krallen fliegen und Blut spritzt. Er gerät an einen kleinen Kater, der sich zwar nach Leibeskräften zu wehren versuchte, dem größeren Kater jedoch deutlich unterlegen war. Ein Schüler, wie der Heiler feststellt. Er nagelt den kleinen Kater am Boden fest und knurrt dann dicht an seinem Ohr: "Was wollt ihr damit bezwecken Dunstpfote?"
    "Es muss Gerechtigkeit geschehen." keucht der Schüler. Angestrengt versucht er, sich zu befreien. "Wisst ihr überhaupt, für wen ihr hier kämpft?"
    "Ich kämpfe hier, weil euer Clan uns überfällt." zischt der Heiler sauer. Der Schüler stößt ein heiseres Lachen aus.
    "Ihr habt also wirklich keine Ahnung."
    "Keine Ahnung wovon?" verlangt die Heilerkatze zu erfahren. Zur Verdeutlichung bohrt er seine Krallen noch tiefer in das flauschige Fell, bis der Schüler wimmert.
    "V-von ihrem Geheimnis…" presst der Schüler schließlich heraus. "Eure Anführerin… s-sie hat einen Pakt mit der Finsternis geschlossen."
    "Lügner." faucht der Heiler. Mit einem Krallenhieb reißt er dem Schüler die Wange auf. Er spürt, wie sein Protest schwächer wird. "Meine Anführerin ist so ehrenwert wie deine. Sie hat ihre Leben ebenfalls vom Sternenclan überreicht bekommen, sie…"
    Der Schüler schließt gequält die Augen. Schließlich lässt der Heiler ihn los und er schleppt sich verletzt nach draußen, weg von dem verrückten, alten Heiler. Dann fällt es ihm siedend heiß ein: seine Anführerin. Sie weiß von alldem nichts. Suchend blickt er über die Massen kämpfender Katzen. Überall sieht man rote Pfützen oder Fellberge, die regungslos daliegen. Seine innere Stimme drängt ihn dazu, nachzusehen, ob er eine davon vielleicht noch retten kann, doch an erster Stelle steht für ihn gerade nur seine Anführerin.
    Vor dem Anführerbau entdeckt er sie schließlich. Und sie kämpft wie eine Berglöwin, die ihre Jungen verteidigen will. Mit der linken Pranke verpasst sie einem der Krieger einen ordentlichen Kratzer quer übers Gesicht, während sie den anderen mit ihren Hinterpfoten rücklings bearbeitet. Doch er sieht auch das Blut, was die umgibt. Das sind definitiv nicht die ersten Katzen, die sie bekämpft. Dann schnappt sie zu. Blut spritzt und hüllt sie wie eine Wolke ein, während der Kater über ihr kraftlos zusammenbricht. Mit einer eleganten Drehung rollt sie unter dem toten Körper hervor, holt aus und schlägt erneut zu, diesmal auf die zweite Katze.
    Der Heiler sprintet los. Wenn er ihr vom Motiv des feindlichen Clans berichtet, dann würde sie dieses Blutvergießen sicher schnell wieder beenden. Doch kaum hatte er sie erreicht, bricht auch die zweite Katze leblos zusammen.
    "Ich weiß, wieso sie hier sind." ruft er seiner Anführerin zu, die daraufhin den Kopf zu ihm dreht. Ein schwaches Lächeln umspielt ihre Lippen, die rot von all dem Blut sind. Doch da ist noch etwas anderes. Etwas düsteres, was er noch nie zuvor gesehen hatte. Ihre Augen, die sonst so wunderschön blau wie der Himmel waren, glühten nun blutrot. Sie stößt ein schauriges Geräusch aus, das wie ein Schlachtruf klingt. Dann, mit ausgefahrenen Krallen, offenem Maul und gierigen Augen stürzt sie sich auf den Heiler, der nicht einmal Anstalten macht, sich zu widersetzen.
    Die Krallen gleiten durch sein Fell, seine Muskeln, seine Knochen. Mühelos, als würde sie eine Maus töten wollen.
    Und als sie vor ihm steht, mit diesem bösen Blick, da stoppen die Katzen ihren Kampf und blicken gebannt zu der Anführerin.
    "Wieso?" flüstert der Heiler. Ein Blick in diese Augen hatten ihm die Dunkelheit gezeigt, die tatsächlich in der Kätzin herrschen. Und von der er nie etwas gesehen hatte. "Wieso nur… Mondstern?"

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    1.
    "Wenn ich es euch sage." zetert Splitterherz wütend. Die Patrouille hinter ihm verdreht genervt die Augen. Sie würden dem Heiler wirklich zu gern glauben, doch sie hatten jetzt schon überall gesucht und nichts gefunden. "Der Stern fiel vor dem großen Baum herab. Ich habe es ganz deutlich gesehen."
    Auch wenn es seine Clankameraden nicht aussprechen, zweifeln sie doch stark an dem alten Heiler. Vielleicht hatte er sich das eingebildet?

    An diesem Morgen stand Splitterherz aufbruchsbereit im Lager. Die Morgenpatrouille, bestehend aus der zweiten Anführerin Wespenstachel, Dunkelhimmel mit seiner Schülerin Seelenpfote und Regenbogenblüte blickten ihn an, als wäre er nur eine Erscheinung, die gleich wieder verschwinden würde. Und dann erzählte er ihnen, was er letzte Nacht gesehen hatte.
    "Einen wahrhaftigen Stern." sagte er mit glänzenden Augen. "Und er fiel vor dem großen Baum zu Boden. Wir müssen sofort dorthin. Es ist ein Zeichen des Sternenclans…"

    Und so geht das schon die ganze Zeit. Immer wieder beharrt er darauf, dass es diese Sternschnuppe wirklich gibt. Doch bisher haben die Katzen keine Spuren von gar nichts gefunden.
    "Ich sage das wirklich ungern," miaut Wespenstachel schließlich mit einem Blick gen Himmel, "aber als Morgenpatrouille müssten wir schon längst wieder zurück im Lager sein. Es ist bald Sonnenhoch und ich muss auch noch die Katzen einteilen, die mit zur großen Versammlung kommen. Wenn du also nichts dagegen hast, Splitterherz, würden wir gern wenigstens noch einen Blick auf die Grenze werfen wollen, bevor wir zurück ins Lager gehen."
    Der schwarzweiße Kater starrt sie enttäuscht an, schnippt dann aber mit dem Schwanz.
    "Na schön, wenn euch eine Grenzpatrouille wichtiger ist als die Zeichen des Sternenclans, dann will ich euch nicht aufhalten…" und zack, sind die Katzen im niedrigen Gebüsch verschwunden. Splitterherz seufzt und geht in die entgegengesetzte Richtung los, weiter in Richtung großer Baum.
    "Sternenclan, gib mir ein Zeichen…" murmelt er leise. Von der Hügelkuppe aus kann er die weite Graslandschaft, die sich bis zum großen Baum zieht, überblicken. Und sie liegt unberührt wie eh und je da. Enttäuscht lässt er den Kopf hängen. Hatte er es doch bloß geträumt?
    Plötzlich sieht er aus einem Augenwinkel heraus einen Lichtreflex. Verwundert dreht er den Kopf, denn normalerweise sind die Laubbäume, die tiefer im Territorium stehen, zu dicht, als dass Licht durch sie hindurch dringen könnte. Schnell läuft er wieder tiefer ins Territorium, dem Licht folgend. Er kennt sein Territorium besser, als manchmal seinen Heilerbau und weiß deshalb genau, wann welche Wurzel und wann welche Grube kommt. Umso überraschter ist er, als er auf einmal, als er gerade über eine Wurzel gesprungen ist, einen kleinen Abhang herunterrutscht. Der war früher noch nicht dort, dessen ist er sich sicher.
    Sonnenlicht scheint von oben herab. Etwas hat ein Loch ins das dichte Blätterdach gerissen, sodass man nun den Himmel durch dieses hindurch sehen kann. Die Grube ist nicht sehr tief und sieht tatsächlich so aus, als wäre dort etwas eingeschlagen. Doch was dort am Boden des Kraters liegt, das kann er zunächst gar nicht glauben.

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    2.

    "Splitterherz, wer ist das?" Taubenstern sitzt am Eingang ihres Baus und blickt dem Heiler forsch entgegen. Dieser hat ein schwarzes Kätzchen im Maul, das sich mit strahlend blauen Augen neugierig umblickt.
    "Daf ift…" setzt der Kater an, beschließt dann jedoch, das Junge erst einmal runter zu lassen. "Das ist Mond."
    "Woher hast du das?" knurrt die Anführerin schon fast. Sie fokussiert das kleine Kätzchen, das sie nun direkt anblickt.
    "Es ist ein Geschenk des Sternenclans." erklärt der Heiler. Mit einem Blick gen Himmel fährt er fort: "Letzte Nacht habe ich gesehen, wie eine Sternschnuppe auf unser Territorium fiel. Und dort, wo sie eingeschlagen ist, habe ich das Junge gefunden. Es hat dort friedlich geschlafen."
    "Und du bist sicher, es kommt aus dem Sternenclan?" fragt Taubenstern. Ihr Gesicht nimmt einen nachdenklichen Ausdruck an. "Es gab in letzter Zeit keine Prophezeiungen oder andere Streitigkeiten. Wieso sollten sie uns also ein Junges schicken?"
    "Vielleicht ist es ein Zeichen dafür, dass in Zukunft etwas passieren wird." erwidert Splitterherz überzeugt. Sanft zieht er das Junge zurück, das sich gerade aus dem Staub machen wollte. Dieses quietscht nun empört auf.
    "Und nun willst du, das ich es aufnehme?" es ist deutlich zu hören, dass Taubenstern nicht angetan von der Idee ist. Splitterherz hingegen nickt heftig. Die Anführerin seufzt ergeben. "Ich werde mit den Königinnen sprechen, ob es eine von ihnen aufnehmen könnte."
    "Danke Taubenstern." miaut Splitterherz glücklich. Er schiebt das schwarze Kätzchen zu ihr. "Ihr Name ist Mond."

    In der Kinderstube ist es warm und gemütlich, auch wenn sie sich in einer kleinen Höhle befindet. Respektvoll neigen die drei Königinnen Lichtersee, Rindenfell und Schneepelz den Kopf, als die Anführerin den Bau betritt. Leider sind die Jungen nicht mal im Ansatz daran interessiert, wer gerade ihren Bau betreten hat und spielen munter und lautstark weiter. Schließlich, nach mehreren verzweifelten Anläufen zu sprechen, scheuchen Rindenfell und Schneepelz ihre Jungen nach draußen.
    "Tut uns wirklich schrecklich leid." miaut die weiße Königin und hebt ein paar Moosfetzen vom Boden auf. Rindenfell hingegen mustert das schwarze Junge neugierig. Taubenstern setzt es vor die Pfoten der Königin, die daraufhin überrascht zusammenzuckt.
    "Ich brauche jemanden, der sich um das da kümmert." miaut die Anführerin forsch. Die drei Kätzinnen wechseln Blicke.
    "Nun ja…" setzt Lichtersee schließlich an, "meine Jungen sind noch sehr klein. Wenn es also noch Milch braucht, dann könnte ich es durchaus bei mir aufnehmen."
    "Aber die Kinderstube ist sehr voll." ergänzt Schneepelz. "Rindenfell und ich haben bereits vier Jungen zu versorgen. Wie stellst du dir das vor, Taubenstern?"
    "Deshalb bin ich hier." erklärt diese sachlich. "Splitterherz fand es unter… besonderen Umständen…"
    "Besondere Umstände?" hakt Rindenfell sofort nach. "Wie darf man sich das vorstellen?"
    Taubenstern räuspert sich, ihr ist das Thema sichtlich unangenehm. Mond ist derweil zu Lichtersees Nest gekrochen und stupst dort eines der Jungen an, welches daraufhin anfängt, leise zu wimmern. Mit sichtlicher Genugtuung will sie schon in das Nest krabbeln, doch die Königin hält das schwarze Kätzchen davon ab, ihren Jungen noch näher zu kommen. Sie hat warnend die Augen zusammengekniffen.
    "Gestern Nacht hat Splitterherz gesehen, wie eine Sternschnuppe vom Himmel in unser Territorium fiel. Und heute morgen ist er zur Absturzstelle aufgebrochen und hat dort dieses Junge gefunden." gespannt blicken die drei Kätzinnen zu ihrer Anführerin, die Mond nun etwas unsanft am Schwanz packt und zurückzieht.

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    3.
    "Sie ist also ein Geschenk des Sternenclans…" miaut Schneepelz nachdenklich. Mit einer sanften Bewegung zieht sie es zu sich heran, um es zu beschnuppern. "Doch haben Sternenclankatzen nicht… Sterne im Fell oder so?"
    "Nach dieser Theorie müsste das Junge aber auch tot sein." merkt Rindenfell spitz an.
    "Wir wissen nicht, was es mit der Jungkatze auf sich hat." erklärt Taubenstern zögerlich. "Doch ich hoffe, unsere Ahnen werden nicht schweigen. Splitterherz und seine Schülerin Rehpfote reisen noch heute zum Silbersee, um sich dort mit dem Sternenclan die Zunge zu geben. Ich hoffe, das bringt uns etwas Klarheit. Und bis dahin…"
    Die Anführerin will Mond gerade wieder hochheben, doch Schneepelz hält sie auf.
    "Werde ich auf sie aufpassen." miaut sie fest entschlossen. Die anderen drei Kätzinnen blicken sie erstaunt an. "Taubenstern, du hast sicher wichtigeres zutun, als dich um ein kleines Junges zu kümmern. Und außerdem, verzeih mir meine Wortwahl, habe ich sehr viel mehr Erfahrung im Umgang mit Jungen als du."
    Taubensterns Miene hellt sich sichtlich auf.
    "Wirklich? Das wäre großartig, Schneepelz." die Anführerin nickt. "Gut, ein Problem weniger. Ach ja, ihr Name ist Mond."
    Fast schon fluchtartig verlässt die Anführerin die Kinderstube. Die drei Königinnen können ihr nur verwirrt hinterher blicken und sich fragen, wieso Taubenstern so einen Groll gegen das Junge hegt.

    "Mond heißt du also?" fragt Rindenfell, nachdem Schneepelz sich und das schwarze Junge zurück in ihr Nest gezogen hat. Mit kräftigen Zungenstrichen leckt sie es ab, was die Kleine geduldig über sich ergehen lässt. "Welch ein außergewöhnlicher Name. Hat ihn dir deine Mama gegeben?"
    Mond blickt schuldbewusst drein.
    "I-ich weiß nicht…"
    "Weißt du wenigstens, wer deine Mama ist?" fragt Lichtersee mit wachsendem Interesse, doch auch diese Frage verneint das Kätzchen.
    "Sehr komisch." murmelt Rindenfell. "Normalerweise weiß jedes Junge, wer die eigene Mutter ist…"
    "Mama? Sturmjunges hat mich schon wieder in eine Pfütze geschubst. Jetzt bin ich wieder total dreckig!" kommt vom Baueingang ein empörtes Fauchen. Schließlich stapft Rostjunges in den Bau, ihr dunkelrotes Fell ist nass und voller Sand. Rindenfell schüttelt den Kopf.
    "Wieso macht er das nur?" fragt sie mehr sich selbst als irgendwen anderes. "Ich werde mal kurz ein ernstes Wörtchen mit ihm reden."
    Mit dieses Worten stapft die Königin aus dem Bau. Schneepelz hingegen macht sich daran, ihr Junges wieder sauber und trocken zu kriegen.
    "Was sagen deine Geschwister dazu, Rostjunges?" kommt es von Lichtersee, die im vorderen Teil der Kinderstube liegt. Auf einmal ist Rostjunges das sichtlich peinlich, sie legt die Ohren an und verkriecht sich noch tiefer in ihrem Nest. Dann hört man von draußen Stimmen und eine wütende Rindenfell, die mit einem zeternden Jungen in die Kinderstube tritt. Ihr folgen noch sieben weitere Jungtiere, die alle reichlich verunsichert dreinblicken. Vier von ihnen folgen Rindenfell, die anderen drei gehen in Richtung Schneepelz' Nest. Und als sie vor ihr stehen, werfen sie Rostjunges wütende und Mond verwirrte Blicke zu.
    "Wer ist das?" fragt Feuerjunges und deutet auf das schwarze Kätzchen. Glanzjunges und Funkenjunges hingegen blicken noch immer sauer zu Rostjunges, die sich daraufhin noch tiefer in ihr Nest drückt.
    "Das ist Mond." erklärt Schneepelz. Nachdem sie Rostjunges fertig geputzt hat, widmet sie sich Feuerjunges Fell zu, der schon wild fauchend fliehen will, aber keine Chance hat, wirklich zu entkommen. Mit sanften Zungenstrichen wäscht sie also auch den kleinen Kater.
    "Hallo Mond." miaut Funkenjunges freundlich und setzt sich zu ihr. "Ich bin Funkenjunges und das sind meine Geschwister Feuerjunges, Glanzjunges und Rostjunges."
    "Ich bin Wellenjunges." ruft plötzlich ein hellgraues Junges aus Rindenfells Nest heraus. Neben ihm erhebt sich noch ein weiterer Kopf.
    "Und ich bin Streifenjunges."
    Mond lächelt ihnen zu. Diese Katzen behandelten sie viel freundlicher als Taubenstern.

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    4.
    "Also, Mond, woher kommst du?" fragt Funkenjunges sie interessiert. Kurz überlegt die Kätzin und antwortet dann zögerlich: "Weiß ich nicht."
    "Du weißt es nicht?" die weiße Kätzin blickt sie überrascht an. Schneepelz schnippt mit dem Schweif gegen ihr Ohr, um sie zum Verstummen zu bringen.
    "Das ist unhöflich." knurrt sie ihre Tochter an. Funkenjunges legt die Ohren an und murmelt: "Man wird ja wohl fragen dürfen."
    "Immerhin soll sie vom Sternenclan kommen." miaut Glanzjunges aufgeregt. Sie hatte sich ebenfalls neben Mond gesetzt und starrt sie nun von der anderen Seite interessiert an.
    "Woher wisst ihr das?" fragt Rindenfell nervös nach. Sie blickt von Schneepelz zu Lichtersee, doch auch diese beiden blicken sie ratlos an. Dann miaut Rindenfell streng: "Habt ihr etwa gelauscht?"
    Die Jungen wechseln betretene Blicke. Das reicht der Königin als Zustimmung. Schließlich fragt Mond neugierig: "Was ist denn so besonders an diesem Sternenclan?"
    Rindenfell schnappt nach Luft, doch bevor sie einen Vortrag über die Wichtigkeit der Kriegerahnen halten kann, fällt ihr Sturmjunges ins Wort, der sich bisher noch gar nicht zu Wort gemeldet hat: "Das ist der Clan der Katzen, die früher mal in unserem Clan gelebt haben und die wachen jetzt über uns und so… sie sorgen auch dafür, dass wir genug Beute haben."
    "Sie sorgen auch noch für viel mehr Dinge." knurrt Rindenfell. Ihr Sohn verdreht die Augen und taucht wieder im Nest ab. "Sie nehmen die verstorbenen Katzen auf, sodass sie Geschwister und Eltern, die sie verloren haben, wiedertreffen können. Außerdem schützt er uns auch vor Zweibeinern und anderen Gefahren."
    Mond nickt interessiert, auch wenn sie nur ungefähr die Hälfte von der Erklärung verstanden hat.

    Damit die Königinnen sie im Auge behalten können, erlauben sie den Jungen, in der Kinderstube zu spielen. Streifenjunges und Wellenjunges basteln zusammen einen Moosball aus den vielen Fetzen, die schon überall herumliegen. Und als dieser fertig ist, wird er ihnen schon von Feuerjunges und Glanzjunges abgeknöpft. Sturmjunges blickt zögerlich zu Rindenfell, doch diese ist schon in eine Unterhaltung mit Schneepelz vertieft, sodass er schließlich ebenfalls am Spiel teilnimmt. Tigerjunges gesellt sich zu Funkenjunges und Mond, die etwas abseits sitzen.
    "Was machen die da?" fragt Mond interessiert. Ihre Augen haben das umherkullernde Objekt fest im Blick.
    "Die spielen." erklärt Funkenjunges unbeeindruckt. "Mit einem Moosball. Aber das ist langweilig."
    "Und außerdem geht das Ding andauernd kaputt." ergänzt Tigerjunges. Mond nickt und entdeckt Rostjunges, die allein in der Ecke sitzt und ihre Baugefährten beobachtet.
    "Und was ist mit Rostjunges?"
    "Weiß nicht." antwortet Tigerjunges zögerlich. "Sie ist irgendwie komisch…"
    "Manchmal haben wir das Gefühl, dass sie keine Lust hat, mit uns zu spielen." ergänzt Funkenjunges leise. Dann scheint ihr etwas lustiges einzufallen, denn sie sagt aufgeregt: "Lilientraum hat mir letztens erzählt, dass es einen geheimen Fluchtweg aus der Kinderstube heraus gibt. Den müssen wir unbedingt mal ausprobieren."
    "Auf jeden Fall." Tigerjunges' Augen fangen an zu leuchten. "Du machst doch mit oder Mond?"
    Die zwei blicken die Kätzin erwartungsvoll an. Und diese lässt sich leicht von der Begeisterung der beiden Kätzinnen anstecken. Ohne nachzudenken nickt sie und Funkenjunges' Grinsen wird breiter. Sie setzt gerade zu weiteren Erklärungen an, doch der Ruf von Taubenstern unterbricht sie: "Alle Katzen, die ihre eigene Beute fangen können, sollen sich zu einem Clantreffen versammeln."

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    5.
    Die Katzen des Sonnenclans strömen auf die Lagerlichtung. Sie versammeln sich vor einem Baumstumpf, der in der Mitte der Lichtung liegt und der wohl vor Jahren von einem Blitz getroffen wurde. Auf eben diesem hockt die Anführerin und blickt stolz auf die sich versammelnde Katzenmenge. Auch die Jungen wollen nach draußen, doch ihre Mütter halten sie erfolgreich zurück.
    "Ihr seid noch nicht alt genug." schimpft Rindenfell leise.
    "Und wenn ihr Schüler seid, könnt ihr noch zu genug Versammlungen gehen." miaut Schneepelz versöhnlich. Nun spitzt Mond, wie auch ihre neuen Nestgefährten, die Ohren, um die Neuigkeiten zu hören.
    "Die Nachricht des Jungen, was vom Sternenclan kommt, hat sich sicher schon schnell herumgesprochen. Deshalb wird es wohl keinen überraschen, dass diese Versammlung stattfindet." ein Gemurmel wird unter den Katzen laut. Sie hatten auch von dem Misstrauen gehört, welches Taubenstern gegen das Junge hegt. Die Anführerin lässt das Gerede schnell ersterben. "Und auch wenn ich nicht überzeugt bin, handelt es sich noch immer um ein Junges in Not. Und eine verantwortungsvolle Anführerin würde es nicht seinem Tod überlassen, indem sie es verbannt. Schneepelz hat sich bereit erklärt, es bei sich aufzunehmen. Also komm mal her, Mond."
    Das Gemurmel wird wieder lauter. Und Schneepelz bekommt einen Schreck. Sie springt auf und blickt dann erstarrt zu dem Kätzchen.
    "Hätte ich das gewusst…" miaut sie hektisch. Sie will es noch rasch waschen, doch Rindenfell hebt Mond hoch und setzt es an den Eingang der Kinderstube.
    "Los jetzt!" herrscht sie Schneepelz an. Lichtersee nickt ermutigend und schließlich setzt sich Schneepelz in Bewegung. Sie schiebt Mond durch die Ranken des Baus nach draußen, mitten auf die Lichtung.

    Plötzlich ist Mond von vielen, unbekannten Katzen umgeben. Einige mustern sie mit Neugier, andere mit Misstrauen, aber allgemein wirken alle ziemlich zurückhaltend. Schneepelz schiebt die junge Kätzin quasi durch die wartenden Katzen, denn diese ist zu beeindruckt von all den Eindrücken. Schließlich sitzt Mond ganz vorn, nur noch Taubenstern thront über ihr. Der Ausdruck auf dem Gesicht der Anführerin macht der Kätzin Angst, doch diese versucht sie zu unterdrücken.
    "Krieger des Sonnenclans," beginnt Taubenstern feierlich. Mit einem Sprung landet sie vor der Jungkatze. "Heute morgen hat Splitterherz ein mutterloses Junges nahe der Grenze gefunden. Und da uns das Gesetz der Krieger verbietet, es im Stich zu lassen, habe ich beschlossen, es in den Clan aufzunehmen, wo es nach unseren Gesetzen erzogen wird. Mond, komm her."
    Taubenstern blickt harsch auf das Junge. Mond hat gemerkt, dass es sich hier um etwas ganz besonderes handelt, weshalb sie freudig aufspringt und sich vor die Anführerin stellt.
    "Mithilfe meiner Kriegerahnen nehme ich Mond in den Sonnenclan auf. Bis sie ihren Kriegernamen erhält, wird sie Mondjunges heißen."
    Taubenstern stößt kurz ihre Nase gegen Monds Stirn, während die Clankatzen riefen: "Mondjunges, Mondjunges!"
    "Bis es zum Schüler ernannt wird," ruft Taubenstern, nachdem sie wieder ihren Platz auf dem Baumstamm eingenommen und die Rufe des Clans verklungen sind, "hat sich Schneepelz bereit erklärt, sich um es zu kümmern."
    "Schneepelz, Schneepelz!" riefen die Clankatzen in Chor. Die Königin lächelt sanft und zieht Mondjunges mit ihrem Schweif zu sich. Nachdem die Versammlung beendet ist, tritt ein Kater auf Schneepelz zu. Er drückt seine Nase kurz gegen ihre, was sie mit einem Schnurren erwidert.
    "Ich bin stolz auf dich." miaut er sanft. Dann richtet er seinen Blick auf Mondjunges. "Du kannst dich glücklich schätzen, Mondjunges, denn Schneepelz ist die beste Mutter, die du haben kannst."
    "Hör auf Glutregen." Schneepelz lächelt verlegen und schlägt ihm sanft mit der Pfote gegen die Schulter. Doch man sieht, wie sehr sie das Kompliment freut. Dann springen auf einmal vier Junge auf ihn.
    "Oh nein, ich werde angegriffen." heult er gespielt entsetzt. Die Antwort war ein vielstimmiges Lachen.
    "Jaja, du böser Mondclankater." ruft Feuerjunges und krallt sich in dem dichten Fell seines Vaters fest. "Du hättest ja nicht auf unser Territorium kommen müssen."
    "Genau." jault Glanzjunges. "Geh wieder in deinen finsteren Nadelwald zurück."
    "Gnade." fleht Glutregen. Halbherzig versucht er die Jungen, die sich auf seinem Rücken festgekrallt haben, abzuschütteln. Und tatsächlich springt Rostjunges herunter.
    "Wir haben ihn besiegt. Sehr gut gemacht Patrouille." miaut die dunkelrote Kätzin. Nach und nach lassen nun auch ihre Geschwister von Glutregen ab. Dieser drückt seine Nase noch einmal kurz an Schneepelz', dann sagt er: "Ich bin für die Abendpatrouille eingeteilt. Und die geht jetzt los. Bis später."
    Mit diesen Worten verschwindet er zusammen mit Dunkelhimmel, Seelenpfote und Schlangenblick durch den Lagerausgang, einem Tunnel durch das dichte Ginstergestrüpp, welches das Lager umschließt. Schneepelz blickt ihm kurz verträumt nach, dann scheucht sie ihre Jungen zurück in die Kinderstube.
    "Und für euch ist es jetzt Zeit zu schlafen."

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    6.
    "Pst. Hey Mondjunges." eine Pfote stupst die Kätzin am nächsten Morgen an. Verärgert dreht sie sich um, doch die nervige Tatze wollte einfach nicht verschwinden. "Bist du schon wach?"
    "Jetzt schon." murrt das schwarze Kätzchen und öffnet die Augen. Funkenjunges hockt über ihr, in ihren Augen liegt ein spielerischer Ausdruck.
    "Die anderen schlafen noch. Na los, ich führe dich ein wenig im Lager herum." sofort ist Mondjunges hellwach. Sie blickt kurz an sich herunter und zupft sich ein Stück Farn aus dem Fell, dann antwortet sie: "Na dann los."
    Funkenjunges grinst aufgeregt und führt sie nach draußen. Die Sonne ist noch nicht einmal richtig aufgegangen und über den Baumwipfeln hängt Nebel, der rötlich und orange zu leuchten scheint. Vereinzelt erkennt man am Himmel noch einige Sterne. Mondjunges wird nachdenklich. Von dort oben soll sie kommen?
    "Zuerst zeige ich dir den Schülerbau." flüstert Funkenjunges und reißt sie damit aus ihren Gedanken. Mit dem Schweif deutet sie auf einen Baumstamm am anderen Ende des Lagers. "Dort schlafen wir bald drin. Um genau zu sein in einem Mond."
    Interessiert will Mondjunges noch näher herantreten, doch Funkenjunges hält sie zurück und schüttelt den Kopf. Dann schiebt sich Herzpfote aus dem Bau, ihr cremefarbenes Fell sieht sehr verwuschelt aus. Sie eilt zum Lagerausgang, wo schon ihre Mentorin Taubenstern und Blitzpelz warten. Dann verlässt die Morgenpatrouille das Lager.
    "Dort vorn schlafen die Krieger." Funkenjunges deutet auf eine Trauerweide, die rechts neben der Kinderstube steht. Die Äste reichen fast bis auf den Boden und hängen so dicht wie ein Vorhang zusammen. Mondjunges ist versucht, einen Blick hineinzuwerfen, doch Funkenjunges ist schon vorgegangen und bedeutet ihr ungeduldig, ihr zu folgen. Als nächstes stoppen sie vor einer Nische in einer Felswand.
    "Der Heilerbau." erklärt Funkenjunges. "Hier schlafen Splitterherz und Rehpfote, aber da die gerade nicht da sind…"
    "Können wir mal einen Blick hineinwerfen?" fragt Mondjunges unsicher. Auf Funkenjunges' Gesicht breitet sich ein Lächeln aus.
    "Genau das wollte ich auch gerade vorschlagen."
    Seite an Seite huschen die Jungen in den Heilerbau. Dieser liegt ruhig da und ist größer als gedacht. Sie zwängen sich durch einen schmalen Gang und landen in einer geräumigen Höhle. Nahe des Eingang sieht man ein Nest, dann jede Menge Kräuter und dann, an der hinteren Wand, ein weiteres Nest.
    "Bäh, bei den Gerüchen könnte ich nicht schlafen." Funkenjunges rümpft die Nase und geht selbstbewusst auf einen der Blätterhaufen zu. Mit einer einzelnen Kralle hebt sie eines der Blätter hoch, als wäre es ein ungenießbarer Käfer.
    "Riech mal." fordert sie Mondjunges auf. Diese tritt langsam näher, doch schon von weitem sticht ihr der scharfe Geruch der Blätter unangenehm in die Nase. Sie muss niesen. "Siehst du? Echt eklig."
    Mondjunges nickt und Funkenjunges lässt das Blatt wieder sinken. Dann deutet sie auf einen weiteren Haufen mit Blättern.
    "Aber die dort sind echt gut. Und abgezählt. Wenn auch nur eins fehlt, dreht Rehpfote uns den Hals um."
    "Sagt mal, was treibt ihr zwei hier drin?" knurrt auf einmal eine strenge Stimme hinter ihnen. Ertappt wirbeln die Jungen herum und stehen auf einmal Kiefernnadel gegenüber, der sie unfreundlich mustert. "Raus hier. Und seid froh, das ich euch hier drin erwischt habe, so entgeht ihr einer Strafe."
    Funkenjunges lässt die Ohren hängen.
    "Ich wollte doch nur…"
    "Ist mir egal." schnauzt er sauer. "Du stellst immerzu Unfug an. Und jetzt ziehst du auch noch Mondjunges mit rein. Und du willst in einem Mond Schüler werden."
    Funkenjunges verdreht genervt die Augen und Mondjunges muss kichern. Unter den wütenden Blicken des Kriegers verlassen sie den Bau.

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    Schon das zehnte Kapitel *.*
    Danke an alle Leser, die bis jetzt durchgehalten haben. ^^


    7.
    "Wo wart ihr?" Schneepelz' Stimme klingt vorwurfsvoll und besorgt. Sie beschnüffelt ihr Junges sorgfältig und rümpft dann die Nase. "Wart ihr im Heilerbau? Funkenjunges, wie oft soll ich es dir noch sagen, dass du dort drin nichts verloren hast?"
    "Und wenn ich krank wäre?" fragt Funkenjunges frech. Schneepelz kneift die Augen zusammen.
    "Dann hättest du dort drin ohne Heiler auch nichts verloren." dann seufzt sie und wendet sich Mondjunges zu. "So ist sie nun einmal. Funkenjunges ist sehr abenteuerlustig und zieht Probleme an wie Honig eine Biene. Ich hoffe doch, ihr habt euch nicht in Schwierigkeiten gebracht?"
    Synchron schütteln die Jungen mit dem Kopf.
    "Na dann ist ja gut." sie schiebt den beiden Jungen eine Maus zu. "Die könnt ihr euch teilen. Ich gehe jetzt mit Rindenfell ein wenig jagen und Lichtersee passt auf euch auf. Macht keinen Unfug."
    Die letzten Worte sagt sie mit einem drohenden Unterton, dann verschwinden die beiden Kätzinnen aus dem Bau. Mondjunges stürzt sich sofort auf die Maus, denn sie hat furchtbaren Hunger, während Funkenjunges eher zögerlich einen Bissen nimmt.
    "Also Funkenjunges." knurrt auf einmal eine Stimme über ihren Köpfen. Es sind Feuerjunges und Glanzjunges, die mit wütend blitzenden Augen auf ihre Wurfgefährtin blicken.
    "Ja…?"
    "Wir haben doch abgesprochen, dass wir ihr zusammen das Lager zeigen." keift Glanzjunges sauer. "Aber nein, du musstest es ja wieder allein durchziehen. Das ist total unfair."
    "Ich habe euch doch gesagt, dass ich…" versucht sie sich zu rechtfertigen, doch Feuerjunges schneidet ihr das Wort ab.
    "Spar dir deine Ausreden. Weil du ja nichts mit uns zutun haben willst, haben wir beschlossen, heute ohne dich zu spielen."
    Glanzjunges nickt bestätigend und blickt zu Mondjunges.
    "Kommst du mit oder willst du bei diesem Fellball bleiben?" verunsichert blickt sie zu Funkenjunges, doch die hat sich beleidigt abgewendet. Sie nimmt noch einen Bissen von der Maus und springt dann auf.
    "Komme schon."

    "Da seid ihr ja. Und ihr habt Mondjunges dabei." Wellenjunges grinst die schwarze Kätzin an, die das Lächeln nur schüchtern erwidert. "Dann können wir ja endlich entscheiden, was wir spielen wollen."
    "Ich bin für Verstecken." ruft Tigerjunges. Auf ihren Vorschlag hin hört man aber nur ein genervtes Murmeln.
    "Das hatten wir gestern schon." erwidert Sturmjunges. "Ich bin für Jäger."
    Mondjunges guckt verdutzt von einem zum anderen. Sie hat keine Ahnung, was das für Spiele sein sollten.
    "Oder Angriff des Mondclans…" wirft Rostjunges schüchtern ein, doch keiner beachtet sie.
    "Verstecken!"
    "Jäger!"
    "Beruhigt euch." ruft Glanzjunges schließlich dazwischen. "Wieso lassen wir nicht Mondjunges entscheiden?"
    "Gute Idee." stimmt Feuerjunges ihr zu. Auch von Tigerjunges und Sturmjunges kam ein zögerliches Nicken. Nun blicken alle zu Mondjunges, die noch immer keinen Plan hat, worum es bei den Spielen überhaupt geht.
    "Ähm… Jäger?" sagt sie schließlich zögerlich. Sturmjunges' Augen leuchten auf.
    "Ich wusste es." miaut er zufrieden. "Ich fange auch an."
    "Mondjunges hat entschieden." murmelt Tigerjunges leicht deprimiert.
    "Worum geht es da eigentlich? Wie spielt man das?" fragt Mondjunges dann schließlich zögerlich.
    "Naja…" Sturmjunges scharrt verlegen mit einer Pfote im Sandboden. "Ist halt Jäger. Lässt sich schwer erklären."

    11
    8.
    An sich ist es nicht so schwierig. Es gibt drei Beutetiere und fünf Jäger. Erst wenn alle Beutetiere gefangen sind, haben die Jäger gewonnen. Schaffen sie es nicht, dann gewinnen die Beutetiere. So haben es Feuerjunges und Wellenjunges erklärt. Und dabei wie wild gestikuliert.
    "Ich will Jägeranführer sein." bestimmt Sturmjunges. Dann deutet er auf Streifenjunges. "Und du bist Beuteanführer."
    Streifenjunges nickt aufgeregt und deutet auf Feuerjunges.
    "Ich will Feuerjunges in meiner Gruppe." der rote Kater springt grinsend zu Streifenjunges.
    "Dann nehme ich… Glanzjunges, Wellenjunges und Tigerjunges."
    "Hm…" jetzt überlegt Streifenjunges. Er blickt zwischen Mondjunges und Rostjunges hin und her, als würde ihm die Entscheidung wirklich schwer fallen. "Ich nehme noch… Mondjunges."
    Die Kätzin guckt ihn verdutzt an. Sie hatte nicht damit gerechnet, gewählt zu werden. Immerhin hatte sie keine Ahnung von dem Spiel. In Rostjunges' Gesicht blitzt Enttäuschung auf, als sie sich zu den Jägern stellt.
    "Okay. Na dann, prägt euch ein, wer zu wem gehört. Und in den Bauen verstecken zählt nicht." Sturmjunges kauert sich sprungbereit hin, die anderen Jäger tun es ihm gleich. "Drei, Zwei, Eins… Los!"
    Mit einem Mal springen die Jäger zeitgleich los, während Feuerjunges und Streifenjunges einen Satz nach hinten machen und davonrennen. Mondjunges ist so verwirrt, dass sie einfach von Sturmjunges und Glanzjunges, die sie beide angesprungen haben, begraben wird.
    "Du weißt aber schon, dass du eigentlich hättest wegrennen sollen?" Sturmjunges guckt sie verwirrt an. Mondjunges nickt langsam.
    "Ich dachte nur nicht, dass es so… plötzlich passiert. Da hat man doch gar keine Zeit zu reagieren."
    Sturmjunges nickt Glanzjunges zu, die darauf zu Wellenjunges läuft, um ihn zu unterstützen.
    "Du kannst doch jetzt wieder von mir runtergehen." miaut Mondjunges nach einer kurzen Weile. "Ich meine, du hast mich doch gefangen."
    "Erst, wenn die anderen zwei auch gefangen sind. So sind die Regeln."
    Mondjunges blickt zu Sturmjunges, der sie belustigt betrachtet. Mit ihrem Gewicht stemmt sie sich gegen ihn, schafft es jedoch nicht, ihn von sich herunter zu schieben.
    "Du bist schwer." jammert sie. "Geh doch runter von mir."
    "Nö."
    "Wir haben Feuerjunges." ruft plötzlich Wellenjunges vom anderen Ende des Lagers aus. Sturmjunges grinst siegessicher.
    "Dann fehlt nur noch Streifenjunges. Und den zu fangen ist nicht so schwer…" mit einem Mal verschwindet das Gewicht von Mondjunges. Erleichtert stellt sie fest, dass der eben genannte Kater sich auf Sturmjunges gestürzt hatte und ihn nun am Boden festhält. Mondjunges rappelt sich auf.
    "Das ist unfair." jault Sturmjunges beleidigt. "Beutetiere jagen keine Katzen."
    "Ich bin eine Schlange." zischt Streifenjunges. "Die greifen manchmal auch Katzen an. Und ich bin giftig. Da ich dich gerade gebissen habe, bist du jetzt tot."
    Sturmjunges faucht vor Empörung, Mondjunges grinst jedoch nur und dreht sich zu Tigerjunges, die gerade zu ihnen gerannt kommt. Kampflustig wirft sie sich auf diese und verbeißt sich in ihrem Nackenfell.
    "Ich bin auch eine Giftschlage." ruft Mondjunges begeistert. "Und du bist jetzt auch tot, Tigerjunges."
    Jetzt kommt auch wieder Leben in Feuerjunges, der sich geschickt aus Wellenjunges' Umklammerung löst und ihn ins Bein beißt.
    "Rostjunges, mach doch auch mal was." schreit Tigerjunges und versucht, Mondjunges abzuschütteln. Rostjunges will sich auf die schwarze Kätzin werfen, erwischt jedoch nur Tigerjunges und wirft sie mit um. Mondjunges springt gerade noch rechtzeitig ab. Nun liegen Tigerjunges und Rostjunges im Sand. Die Erstgenannte starrt Rostjunges nieder, als wäre sie ein Mondclankrieger. Dann springt sie auf und stolziert zur Kinderstube, ohne noch ein Wort zu sagen.
    "Tut mir leid." ruft Rostjunges ihr noch hinterher, doch Tigerjunges ignoriert den Ruf, obwohl sie ihn definitiv gehört haben muss.

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    9.
    "Das hat echt Spaß gemacht." Mondjunges blickt aufgeregt zu Schneepelz, die sie liebevoll mustert. Sie und Rindenfell sind gerade von der Jagd wiedergekommen und haben zwei Spatzen und ein Eichhörnchen erlegt. Diese liegen nun vor den Jungen, die gerade von ihrem Spiel erzählen. "Und Sturmjunges ist ein schlechter Verlierer."
    "Bin ich gar nicht!" ruft er aufgebracht quer durch die Kinderstube. "Ihr habt bloß geschummelt."
    "Haben wir gar nicht." schreit Feuerjunges zurück. Er, Glanzjunges und Mondjunges teilen sich das Eichhörnchen.
    "Hört auf zu streiten." miaut Rindenfell streng. Sie schnippt leicht gegen Sturmjunges' Ohr, der sich daraufhin sauer wegdreht und eine Diskussion mit seiner Mutter beginnt. Plötzlich stupst jemand Mondjunges an. Es ist Funkenjunges, die mit einer Kopfbewegung signalisiert, dass sie gern mit ihr allein reden will. Sie führt die schwarze Kätzin in eine kleine Nische, durch die ein leichter Luftzug weht. Kurz darauf setzt sich auch Tigerjunges dazu, ihre Augen glänzen abenteuerlustig.
    "Wir treffen uns Mondhoch hier." flüstert Funkenjunges geheimnisvoll. Mondjunges guckt kurz verwirrt, dann fällt es ihr wieder ein: sie will ja unbedingt das Lager verlassen. Und das, obwohl sie in einem Mond Schülerin wird. Tigerjunges nickt entschlossen, dann gesellt sie sich wieder zu ihren Wurfgefährten. Als Mondjunges aufstehen will, zischt Funkenjunges noch: "Und kein Wort zu niemandem!"
    Mondjunges nickt und antwortet leise: "Aus meinen Lippen wird kein Piep kommen."

    Bis Mondhoch zu warten ist wirklich anstrengend. Dreimal fallen Mondjunges' Augen zu, doch sie schreckt immer wieder auf. Dann raschelt es kurz und Schneepelz hebt den Kopf.
    "Mondjunges, wieso willst du nicht schlafen?"
    "Ich kann nicht." wispert sie leise zurück. Fieberhaft sucht sie nach einer Ausrede. "Ich ähm… denke an meine Mama."
    "Ach meine Kleine…" Schneepelz seufzt.
    "Ich meine, wieso hat sie mich zurückgelassen? Hatte sie mich nicht lieb?" jetzt, wo die Kätzin darüber nachdenkt, erscheinen ihr diese Fragen wirklich wichtig. Auch, wenn sie keine Erinnerung an ihre Mutter oder generell ihre richtige Familie hat. In diesem Moment trifft Trauer sie wie eine Welle. Deprimiert legt sie den Kopf auf die Pfoten und beobachtet, wie der Mond seine blassen Strahlen durch den Eingang der Kinderstube schickt. Ein warmer Schweif streicht ihr vorsichtig über den Rücken.
    "Sie hat dich sicher sehr lieb." miaut Schneepelz vorsichtig. "Aber manchmal muss eine Mutter ihre Jungen zurücklassen, damit sie in Sicherheit sind. Ich bin sicher, sie hat dich nicht zurückgelassen, weil sie dich nicht mochte."
    Irgendwie hat sie das nicht gerade beruhigt. Schneepelz stupst sie aufmunternd an.
    "Schlaf ein wenig, sonst bist du morgen ganz müde. Und du wirst jetzt sowieso keine Antwort darauf finden." mit diesen Worten streckt sich die Königin kurz und rollt sich wieder fester um ihre Jungen. Es dauert nicht lang, da hört man nur noch gleichmäßige Atemgeräusche. Plötzlich stupst sie jemand an. Es ist Funkenjunges, die sie belustigt anblickt. Geschickt klettert sie aus dem vollen Nest und reicht Mondjunges eine Pfote, um ihr ebenfalls hoch zu helfen.
    "Bist du bereit für das Abenteuer deines Lebens?"

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