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Eiskristalls Entschluss

Dies ist eine Warrior Cats FF, die ich für den Schreibwettbewerb von _Hollyleaf_ geschrieben habe.

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    ((teal))((bold))Hierachie des WiesenClans((ebold))((eteal)) Hier stelle ich kurz die Hierachie des WiesenClans vor. Es sind nicht alle Katzen des Clan
    Hierachie des WiesenClans


    Hier stelle ich kurz die Hierachie des WiesenClans vor. Es sind nicht alle Katzen des Clans, sondern nur die, die in meiner Geschichte vorkommen.

    Anführer:
    Honigstern- gelbbrauner Kater mit bersteinfarbenen Augen

    Zweiter Anführer:
    Funkenregen- schildpattfarbene Kätzin mit glattem Fell und sehr kleinen Ohren

    Krieger:
    Eiskristall- kleine, schneeweiße Kätzin mit hellblauen Augen
    Federflug- mittelgroßer, grauer Kater mit strahlend blauen Augen und einer weißen Schwanzspitze
    Pilzfell- dunkelbraun gestreifter, muskulöser Kater mit breiten Schultern
    Hummelnase- schwarz weiß gefleckter Kater mit grünen Augen
    Himbeerblüte- sehr kleine, grau weiße Kätzin mit schwarzen Pfoten
    Farnschatten- orangeroter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Schüler:
    Fliederpfote- kleine, weiße Kätzin mit grünen Augen

    Königinnen:
    Glitzerfell- schwarze, schlanke Kätzin mit leuchtend grünen Augen

    Junge:
    Birkenjunges- hellbraun gestreifter Kater mit sehr langem Schwanz


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    Eiskristall schnaufte. Ihr Atem kam stoßweise hervor, während ihr die unerträgliche Hitze aufs Fell brannte. Lange würde sie dieses Tempo nicht me
    Eiskristall schnaufte. Ihr Atem kam stoßweise hervor, während ihr die unerträgliche Hitze aufs Fell brannte. Lange würde sie dieses Tempo nicht mehr durchhalten, doch noch blieb sie nicht stehen. Sie wollte Gewissheit, endlich, nach so vielen Sonnenaufgängen.
    Die Augen stur auf den Boden gerichtet, lief sie weiter, während sie an ihn dachte.
    Federflug.
    Der Kater, dessen Anblick ihr Herz schneller schlagen ließ, der Kater mit dem weichen, hellgrauen Fell und den tiefblauen Augen, die so liebevoll blicken konnten...
    Ihr Gefährte.
    Aber warum hatte er Geheimnisse vor ihr? Schon seit mehr als einem Mond schlich er sich zu den ungewöhnlichsten Zeiten aus dem Lager. Was tat er?
    Ich werde es herausfinden.
    Tief in Gedanken versunken achtete Eiskristall nicht mehr auf den Weg. Sie stolperte über eine Wurzel, konnte sich gerade noch fangen und trat auf eine großen Ast.
    Mäusedreck!
    Federflug, der sich weit vor ihr seinen Weg durchs Unterholz suchte, blieb stehen und spitzte die Ohren. Doch bis auf das gelegentlich Zwitschern eines Vogels war wieder alles still geworden.
    SternenClan, sei Dank!
    Federflug züngelte sein Tempo nicht. Warum hat er es so eilig?
    Bald- die Sonne stand inzwischen hoch am wolkenlosen Himmel- machte er endlich an einem bemoosten Baumstamm mitten auf einer kleinen Lichtung Halt.
    Die WaldClan Grenze! Was zum heiligen SternenClan will er hier?
    Die weiße Kätzin versteckte sich hinter einem dichten Brombeerstrauch und verschnaufte. Es dauerte eine Weile, bis ihr Atem wieder gleichmäßig lief.
    Wartet Federflug auf jemanden?
    Ihre Befürchtungen sollten sich bald bestätigen.

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    Eiskristall blinzelte und sah dann noch einmal hin. Das Bild, von dem sie gehofft hatte, es wäre bloß eine Einbildung, wurde erschreckend scharf. ((
    Eiskristall blinzelte und sah dann noch einmal hin. Das Bild, von dem sie gehofft hatte, es wäre bloß eine Einbildung, wurde erschreckend scharf.
    Nein!
    Eine orange getigerte Kätzin kam unaufhaltsam auf Federflug zu. Sie waren sich nah. Zu nah.
    "Du bist gekommen." Seine Stimme klang so sanft, so liebevoll.
    "Natürlich!" Die schöne Kätzin schnurrte und legte ihren weißen Schwanz um ihren Gefährten.
    Plötzlich traf Eiskristall die Erkenntnis wie ein Schlag. Alles, was bis zu diesem Zeitpunkt ungewiss gewesen war, nahm nun eine klare Form an. Ihre Gedanken rasten, sie vermochte sie nicht zu stoppen.
    Die letzte große Versammlung, Federflug hatte mit ihr geredet, sie waren vertrauter miteinander gewesen, als zwei Krieger es hätten sein dürfen.
    Ich hätte es merken können. Schon damals.
    Aber das war jetzt egal. Alles war egal. Ihre große Liebe, ihre Zukunft, alles floss den Bach hinunter.
    Ihr Gefährte war mit einer Kätzin aus einem anderen Clan zusammen, seit vielen Sonnenaufgängen.
    Wie konnte er mich bloß so hintergehen?
    Eiskristall kamen die Tränen. Sie flossen einfach so aus ihr heraus, ohne dass sie es wollte. Die Kriegerin konnte diesen Anblick auf der Lichtung nicht länger ertragen. Ohne sich umzusehen, drehte sie sich um und rannte. Rannte immer weiter. Sie achtete nicht auf ihre Umgebung, nicht auf den Weg. Ihre Beine machten alles wie von selbst, während der Rest ihres Körpers weit weg war.
    Sie rannte, verlor jegliches Zeitgefühl. Dann kam sie endlich beim Lager des WiesenClans an.

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    Als Eiskristall zu sich kam, konnte sie nicht sagen, wie lange jener Zeitpunkt, an dem sie Federflugs Geheimnis entdeckt hatte, her war. Die weiße Kr
    Als Eiskristall zu sich kam, konnte sie nicht sagen, wie lange jener Zeitpunkt, an dem sie Federflugs Geheimnis entdeckt hatte, her war. Die weiße Kriegerin brauchte einen Moment, um sich zu orientieren. Ihr Umfeld kam ihr merkwürdig vertraut vor...
    Das Lager!
    Die verschwommene Umgebung vor ihren Augen fügte sich langsam zu einem klaren, gleichmäßigen Bild zusammen.
    Eiskristall machte einen kleinen, unsicheren Schritt. Ihr war schwindelig und sie zitterte trotz der Hitze am ganzen Körper.
    Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen, erinnerte sich bruchstückhaft an die Ereignisse, die sie so sehr aufgewühlt hatten.
    Langsam fügten sich auch alle Einzelheiten zu einer Erinnerung zusammen...
    In ihren Augen nahm ein Bild eine klare Form an. Federflug und die getigerte Kätzin...
    Es tat weh, daran zu denken, es war wie ein Stich direkt in ihr Herz. Eiskristall verspürte Trauer, Enttäuschung... aber da war noch etwas. Wut.
    Die Kätzin öffnete ihre Augen wieder und schüttelte die Verwirrung ab, wie Dreck, den sie loswerden wollte. Dann trat sie leicht schwankend in die Mitte der Lichtung.
    Die Krieger Hummelnase und Himbeerblüte kamen auf sie zu. "Wie geht es dir? Wo hast du gesteckt? Fliederpfotes Kriegezeremonie findet bald statt!"
    Eiskristall machte eine Bewegung, als müsste sie eine lästige Fliege verscheuchen. "Mir geht es gut.", brachte sie mühsam hervor.
    Dabei weiß ich doch, dass es mir ganz und gar nicht gut geht. Jeder Atemzug tut mir noch weh, ich habe mir gerade die Seele aus dem Leib gerannt, weil mein Gefährte sich seit längerem mit einer anderen trifft. Es ist also klar, dass es mir alles andere als gut geht!
    Doch Eiskristall wollte kein Mitleid. Sie wollte Rache.
    Und die werde ich mir nehmen!
    Sie achtete nicht mehr auf ihre beiden Freunde, die sehr ratlose und betroffene Gesichter machten.
    Sie achtete auch auf den Rest des Clans nicht, obwohl sie die Blicke vieler im Rücken spürte. Schwer atmend kam sie an der Kinderstube vorbei.
    "Eiskristall, spielst du etwas mit uns?", bettelte Birkenjunges, ein braun gestreifter, frecher Kater, den Eiskristall wegen seiner offenen Art sehr ans Herz geschlossen hatte. Normalerweise hätte sie das sofort getan, doch heute ignorierte sie die Frage, was ihr einen fragenden Blick von Glitzerfell, einer der Königinnen, einbrachte.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie beim Bau des Anführers an. Dort saß Honigstern und gab sich mit Pilzfell die Zungen.
    Als sie vor Honigstern stehen blieb, überkamen Eiskristall plötzlich Bedenken. Sollte sie wirklich...
    Es ist meine Pflicht als treue Kriegerin des WiesenClans.
    Die leise Stimme in ihrem Kopf, die ihre Zweifel äußerte, überhörte Eiskristall. Sie neigte den Kopf vor dem gelbbraunen Krieger. "Honigstern, ich muss mit dir reden. Es geht um Federflug. Er..."
    Sie ärgerte sich über sich selbst. Waren diese kleinen Worte wirklich so schwer auszusprechen?
    Die weiße Kätzin holte tief Luft. Ihr Blick wanderte zu Pilzfell, der sich inzwischen zu Farnschatten gesellt hatte. Sie waren ungestört, jetzt oder nie!
    "Er..." Und dann sprudelte die ganze Geschichte nur so aus ihr heraus. Wenn sie sich hätte stoppen wollen, wäre sie vermutlich gescheitert.
    Als sie am Ende ihrer Geschichte angelangt war, wusste sie nicht, was sie tun sollte. Honigstern stand ganz ruhig da, sein gelbbraunes Fell hob und senkte sich leicht. Seine grünen Augen waren in die Ferne gerichtet, während er tief in Gedanken versunken war.
    Eiskristall wartete. Jetzt, wo es heraus war, sollte sie doch eigentlich so etwas wie Schadenfreude oder wenigstens Genugtuung verspüren.
    Aber warum tue ich das nicht?
    Ihr ganzer Zorn war wie weggeblasen. Das einzige, was sie empfand, war eine innere Leere, ein tiefer Abgrund in ihr.
    Ich habe Federflug verraten.
    Hatte sie das? Sie war doch nur ihrem Clan treu geblieben, oder etwa nicht?
    Eiskristall blinzelte. Trotz der warmen Luft und der Sonne, die hoch über ihnen am Himmel stand, fröstelte sie plötzlich. Ihr Fell stellte sich auf. Von diesem Moment an wusste sie, dass sie einen Fehler begangen hatte.
    Einen Fehler, den ich mir nie verzeihen werde.

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    "Fliederpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und deinen Clan zu schützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kost
    "Fliederpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und deinen Clan zu schützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?"
    Die Worte von Honigstern drangen in Eiskristalls Ohren, doch sie nahm sie nicht auf. Ihre Gedanken schweiften ab, das Einzige, woran sie denken konnte, war Federflug. Er war nicht dabei bei der Kriegerzeremonie.
    Ist er noch nicht zurück?
    Die letzten Sätze musste sie wohl verpasst haben, denn von allen Seiten riefen die Katzen: "Fliederschweif, Fliederschweif!"
    Halbherzig stimmte die schneeweiße Kätzin mit ein.
    Die Versammlung löste sich auf. Gerade, als Funkenregen, die zweite Anführerin ihr Fell streifte und an ihr vorbei lief, sah Eiskristall ihn. Er schlüpfte durch die Farnwedel, die den Lagerausgang schützten, und betrat die Lichtung.
    Die innere Leere in ihr machte sich wieder breit. Passend zu ihrer trüben Stimmung schob sich eine dunkle Wolke langsam vor die strahlende Sonne.
    Und vor mein Herz hat sich auch eine Wolke geschoben. Ich frage mich, ob sie jemals weiterziehen wird.
    Honigstern hatte den grauen Kater nun auch gesehen, denn er kam zielstrebig und doch widerwillig auf ihn zu.
    Schnell drehte Eiskristall sich weg.
    Habe ich auf diesen Moment gewartet? Ist es das, was ich wollte?
    Leise fragte ihr Anführer: "Wo warst du, Federflug?" Es klang fast traurig.
    "Ich...", miaute ihr Gefährte mit zittriger Stimme. Sein Blick huschte zu Eiskristall und wieder zurück.
    "Ich frage es dich nur ungern, aber es ist meine Pflicht, es zu tun."
    Der gelbbraune Kater wiederholte alles, was Eiskristall ihm erzählt hatte.
    Federflug zuckte zusammen. Er senkte den Blick, schien zu wissen, dass die Wahrheit in diesem Fall das Beste war und antwortete mit rauer Stimme. "Ja."
    Sein Blick traf den von Eiskristall und er zerriss ihr fast das Herz. Er sagte so viel aus. Trauer, Reue, Hilflosigkeit.
    Verzeih mir.
    Eiskristall erwiderte den Blick.
    Wenn ich es doch nur rückgängig machen könnte!
    Doch sie wusste, dass das nicht ging.
    Ich kann es nicht, sagten ihre Augen. Die Wunde ist zu tief, um jemals wieder heilen zu können
    Und du weißt, dass auch du mir nicht verzeihen könntest.
    Hilflos senkte Eiskristall den Kopf. Alle Kraft wich aus ihrem Körper, machte dem Abgrund in ihr Platz. Und dann gaben ihre Beine nach.
    Das letzte, was sie sah, waren Federflugs strahlend blaue Augen, in deren Tiefe sie versank.
    Dann wurde alles schwarz.

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