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Pokémon Eisherzen

ABGEBROCHEN! In den Regionen herrscht Aufruhr. Ein noch unbekanntes Pokémon ist erschienen und vereist die Hoenn Region. Trainer werden plötzlich von Legendären Pokémon angegriffen und erhalten merkwürdige Fähigkeiten. Die Taschenmonster scheinen alle verrückt zu spielen. Außerdem taucht plötzlich eine geheimnisvolle Organisation auf die ein noch unbekanntes Ziel verfolgt. Bist du bereit dich der Gefahr zu stellen? Der Zukunft ist Auge zu blicken? Dann komm mit in die Welt der Pokémon!

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    Hallo, ich bin Mila. Ich schreibe diese Fanfiction. Bitte seid mir nicht böse, wenn sie nicht ganz so gut ist wie viele andere auf Teste-Dich. Ist im
    Hallo, ich bin Mila. Ich schreibe diese Fanfiction. Bitte seid mir nicht böse, wenn sie nicht ganz so gut ist wie viele andere auf Teste-Dich. Ist immerhin meine Erste. ^^ Nachtara: Du hast jemanden vergessen vorzustellen. Psiana: Zwei jemande. Ach ja. Das sind Sonne, mein Nachtara und Mond mein Psiana. Nachtara: Sehr ausführliche Vorstellung. Du bist zu ungeduldig. Lass uns loslegen.

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    1. Wenn ihr mitmachen wollt bitte diesen Steckbrief ausfüllen:
    Name:
    Alter: (mindestens 10)
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Kleidung:
    Charakter:
    Vorlieben & Abneigungen:
    Stärken & Schwächen: (Gummibärchen und Schokolade gehört zu Vorlieben)
    Pokémon Team: (Wenn bestimmte Pokémon anders aussehen als normal, bitte reinschreiben und keine Legis oder UB.)
    Region: (Nur die aus der Pokémon Hauptreihe. Also Kanto, Johto, …)
    Familie/Freunde/Reisepartner:
    Vergangenheit:
    Legendäres Pokémon: (Nicht Aceus oder UB, keine doppelten)
    Besondere Fähigkeit: (Bitte nicht übertreiben wie z.B. Kann durch Augenzwinkern in der Zeit reisen etc. und auch hier, keine doppelten. Es ist eine kleine nebenfähikeit erlaubt z.B. kann besonders schnell laufen etc.)
    Besondere Merkmale/Macken/Ticks: (Nur wer will)
    Wünsche:



    2. Nachträgliche Änderungen im Steckbrief bitte frühzeitig schreiben

    3. Pokémon können Sprechen und bis zu 5 Attacken lernen. (Bitte auch in den Steckbrief)

    4. Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne entgegen.

    5. Ich werde wahrscheinlich nicht regelmäßig schreiben aber ich beeile mich.

    6. Niemand ist perfekt!


    Diese Legendären Pokemon und Fähikeiten sind bereits vergeben.

    Mila: Kann bis zu 5 Minuten die Zukunft sehen.
    Legi: Yvetal

    Hae Soo: Kann Gedanken lesen und darüber kommunizieren.
    Legi: Dianci

    Tayfun: Kann wilde Drachenpokémon mit Drachenlauten rufen.
    Legi: Rayquaza

    Satus: Kann Elemente kontrollieren (eine art Schutz Mechanitmus)
    Legi: Latios

    Lara Platan: Kann zwei Megaentwicklungen in einem Kampf durchführen.
    Legi: Solgaleo

    Naoko: Kann Wasser und Eis kontrollieren.
    Legi: Zygarde


    Daisy: Kann sich fünf Minuten in eine gezeichnete Person verwandeln, fällt dann 1h in Ohnmacht.
    Legi: Kyogre

    Niki: Kann Wunden heilen, wird davon aber stark geschwächt.
    Legi: Groudon

    Marry: Kann sich bis zu 50m weit Teleportieren.
    Legi: Hoopa


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    Das ist mein Steckbrief:
    Name: Mila

    Alter: 17

    Geschlecht: weiblich

    Aussehen: Hüftlange rote Haare zu einem Zopf gebunden fast weiße Haut, gelbe Augen

    Kleidung: Weißes Bauchfreies T-Shirt, Khakifarbene, Knielange Hose, schwarze Schuhe, silbrige Kette mit Nachtaraanhänger, Schlüsselstein am Haargummi

    Charakter: freundlich, versinkt oft in Gedanken und wirkt deshalb oftmals eher abwesend.

    Vorlieben & Abneigungen: Vorlieben sind Unlichtpokémon, Geheimnisse, Herausforderungen, starke Gegner, Gummibärchen^^. Abneigungen sind Menschen die immer mit
    dem Kopf durch die Wand wollen oder ununterbrochen reden.

    Stärken: Hat immer eine Strategie und versteht sich blind mit ihren Pokémon. Bemerkt viele Kleinikeiten. (Und Nachtara kann es immer nicht lassen die Leute darauf hinzuweisen)

    Schwächen: Unter Stress blendet sie die Außenwelt aus und ignoriert alle und alles. Lässt sich schnell ablenken

    Pokémon Team:
    Nachtara: Hi ich bin Nachtara. Spitzname Sonne, hab keine Leuchtringe aber dafür weiße Federflügel. Ich bin ihr erstes Pokémon und habe eine Tragische Vergangenheit.*schnief* Attacken sind Spukball, Schutzschild, Ruckuckhieb, Biss, Teleport (weiblich)
    Raus aus meinem Steckbrief!
    Psiana: Hallo mein Name ist Mond und ich bin ein Psiana. Ich kann Telepathie. Attacken sind Seher, Psychokinese, Scanner, Ruckzuckhieb, Toxin (weiblich)
    Hey! Hört ihr mir überhaupt zu?
    Absol & Magnaien: Hi wir sind Absol (Stern) und Magnaien (Naja). Wir sind immer zu zweit unterwegs. Absol kann sich Megaentwickeln. Wir können beide Doppelteam, Ruckzuckhieb, Biss, Agilität, Psychokinese und Schutzschild.
    Ich geb‘s auf. -.-
    Lucario: Hallo. Ich bin Lucario. Das Aura Pokémon. Ich kann mich Megaentwickeln und meine Attacken sind Knochenhatz, Aurasphäre, Steigerungshieb, Schwerttanz und Drachenpuls.
    Ariados: Ich bin Spider. Ich liebe es anderen hinterher zu krabbeln. Besonders wenn die dann kreischend wegrennen. XD Ich Kämpfe aber nicht.
    UHaFnir: Ich bin Fly. Ich fliege Mila von A nach B wenn Nachtara sich weigert sie zu Porten. Ich besitze die Attacken Drakometeor, Orkan, Hitzekoller, Drachenklaue und Solarstral.
    Seid ihr dann fertig? … Gut.

    Region: Hoenn

    Familie/Freunde/Reisepartner: Noch niemand

    Vergangenheit: Verlor durch einen Unfall ihr Gedächtnis und ist seitdem mit ihren Pokémon auf reisen. In der Zeit vor ihrem Gedächtnisverlust fand sie Nachtara. Doch auch diese konnte ihr nicht helfen.

    Legendäres Pokémon: Yvetal

    Besondere Fähigkeit: Kann bis zu fünf Minuten die Zukunft sehen.

    Besondere Merkmale/Macken/Ticks etc.: /

    Wünsche: /

    4
    Nutzloses Kapitel

    5
    Einstiegskapitel:

    Milas Sicht.

    Es ist kalt. Der Wind bläst durch meine langen roten Haare. Für einen Moment schließe ich die Augen und stelle mir vor wir wären am Schlotberg. Da ist es bestimmt schön warm. Aber nein. Ich bin hier um herauszufinden, wer für die Verwüstungen in Moosbach City verantwortlich ist.
    Überall ist Eis. Das Pokemoncenter ist zugefroren und die Häuser sind mit riesigen Eiszapfen durchbohrt. Der Strand ist von Schnee bedeckt. Die Menschen sind nach Seegrassulb City geflohen. Alles ist umhüllt von schweigender, bedrohlicher Kälte.
    „Was ist hier passiert?“, frage ich mich selbst.
    „Ich weiß es nicht, aber ich spüre, dass der Verantwortliche noch nicht lange weg ist.“,
    murmelt Mond, mein Psiana.
    Ich nähere mich dem Raumfahrzentrum. Auch das ist mit Eis umhüllt.
    Los Fly! Versuchen wir das Eis zu schmelzen!“, rufe ich meinem UHaFnir zu. Dieses setzt sofort Hitzekoller ein, während Psiana uns mit Scanner schützt. Das Eis verdampft und legt die Tür frei.
    Ich will das Gebäude gerade betreten, doch plötzlich schießen von links und rechts Eiszapfen aus dem Boden und frieren Das Raumfahrzentrum noch mehr zu, als es vorher schon war.
    Von dem gewaltigen Druck werde ich von den Füßen gerissen und lande im Schnee.
    „Alles in Ordnung Mila?“, ruft Mond erschrocken. „Was war das?“, frage ich sie. Doch bevor sie mir antworten kann ist ein lautes Krachen zu hören. Das Knacken von zufrierendem Wasser.
    „Fly flieg hoch und sieh nach was das war!“, rufe ich ihm zu, obwohl ich mir schon denken kann was es ist. Das Eis breitet sich weiter aus.
    Es hat schon vor zwei Wochen fast Seegrassulb City erreicht. „Währenddessen sollten wir uns weiter umschauen“, schlage ich vor. Ich klopfe den Schnee von meinem Wintermantel und wir gehen zum Eingang des Zentrums.
    Mond mustert die beiden Eiszapfen.
    „Was auch immer das ist, jemand muss es aufhalten“,
    stellt Sie fest und kuschelt sich an mein Bein.
    Plötzlich dreht sie ihren Kopf ruckartig nach links und nimmt eine Kampfhaltung ein.
    "Was?"
    Da sehe ich ein riesiges Pokémon mit schwarzen Schwingen vom Himmel stürzen. Mond setzt Psychokinese ein, doch es zeigt keine Wirkung. Mit einem Flügelschlag setzt es Psiana außer Gefecht, dann richtet es seinen Blick auf mich.
    Ich schlage die Augen auf und sehe das riesige Pokémon vom Himmel stürzen.

    6
    1.Kapitel.

    Hae Soos Sicht.

    „Milotic, Hydropumpe!“ Mein Shiny Milotic visiert das gegnerische Blitza an, welches sich gerade wieder aufrappelt.
    „Volttackle!“
    , wird es von seinem Trainer angewiesen, doch mein Pokémon ist schneller und der Gegner wird gegen den nächsten Baum geschleudert. Das Blitza ist besiegt.
    „Milotic zurück in den Pokéball“,
    das Pokémon verwandelt sich in Plasma und kehrt in den Ball zurück. Ich laufe zu dem anderen Trainer und bedanke mich für den Kampf.
    „Das nächste Mal, wenn wir uns treffen gewinne ich“
    , sagt er. Ich nicke. Dafür muss er aber noch etwas stärker werden. Ich bin 8 Jahre auf das beste Pokémon Internat in ganz Kanto gegangen und habe noch nie einen Kampf verloren. Jetzt nicht in dem Sinne, dass ich arrogant wäre. Eher, dass ich härter Trainiere als manch andere.
    Ich habe manche Siege auch einfach meinem für die Gegner unerwarteten Handeln zu verdanken. Ich sitze manchmal Stundenlang da und mache mir Gedanken über die unterschiedlichsten Taktiken und Attacken Kombinationen.
    Nun setzte ich meinen Weg nach Lavandia fort.
    Dort werde ich sicherlich gut trainieren können, auch den Kampf gegen Geist Pokémon. Das konnte ich nämlich seit meinem Aufbruch am wenigsten üben.
    Ich bin seit ca. einem Jahr auf Reisen und habe schon viel gesehen. Mein Team hat Zuwachs bekommen. Neben meinem Shiny Milotic besitze ich jetzt auch ein Shiny Altaria, ein Shiny Lapras, ein Shiny Chillabell, ein Shiny Feelinara und ein Alola Vulnona welches ich zum Aufbruch meiner Reise von unserem Rektor bekommen habe.
    Von Weitem sehe ich bereits den riesigen Lavandiaturm. Um diese Stadt ranken sich Sagen, Mythen und Gruselgeschichten. Aber ich glaube nicht daran. Ich bin hier, um zu trainieren, um stärker zu werden, Erfahrungen zu sammeln. Nicht um mich zu Gruseln.
    Als ich am späten Nachmittag die Stadt betrete liegt bereits ein leichter Dunst über den Dächern. Ich laufe auf direktem Wege zum Pokémon Center um meine Pokémon zu heilen.
    Ich setze mich an einen Tisch um auf sie zu warten und betrachte die anderen Trainer und deren Pokémon. Ob einer von ihnen wohl gegen mich Kämpfen würde? Ja, Da bin ich mir sicher. Ich muss solche Chancen ausnutzen, Ich habe nämlich das Ziel, der neue Champ von Kanto zu werden und dazu müssen meine Pokémon noch deutlich stärker werden.
    Wenn ich meine Strategie noch verfeinere und meine Pokémon noch weiter trainiere, könnte ich in der Pokémon Liga wahrscheinlich sogar ganz gut abschneiden.
    „Deine Pokémon sind wieder top fit. Ich wünsche euch noch einen schönen Aufenthalt in Lavandia.“,
    reißt mich das Chaneira, dass meine Pokémon bringt, aus meinen Gedanken.
    „Dankeschön.“
    antworte ich und nehme meine Pokébälle zu mir.
    Es dämmert bereits, doch ich will unbedingt noch mit meinen Pokémon trainieren. Vor allem Feelinara hat es nötig. Ich habe sie erst seit gut vier Wochen, weshalb sie noch nicht so stark ist wie die Anderen.
    Nachdem ich meine Pokébälle verstaut habe, verlasse ich das Gebäude und hole Feelinara gemeinsam mit Chillabell vor dem Pokémon Center aus den Bällen.
    „Ich möchte mit euch noch im Lavandiaturm gegen ein paar Geist Pokémon kämpfen.“
    Erkläre ich ihnen. Weder Feelinara noch Chillabell sind davon begeistert. Dennoch machen wir uns auf den Weg zum Turm.
    Langsam kriecht Nebel über den Boden. Es ist ziemlich kalt und die Sicht ist schlecht. Der Turm ist in Dunst gehüllt. Mir läuft bei diesem Anblick doch ein kalter Schauer über den Rücken. Ein leises Rascheln ist zu hören. Geist Pokémon. Chillabell zuckt zusammen, Feelinara schaut sich unruhig um.
    Ich bleibe vor dem Eingang zum Turm stehen und wende mich den beiden Pokémon zu. Chillabell sieht mich fragend an. Feelinara … Ist weg.
    „Wo ist Feelinara?“

    „Weiß ich nicht. Sie war vor 10 Sekunden noch da.“,
    antwortet mir das graue Pokémon.
    „Feelinara! Feelinara wo bist du?
    “, rufe ich nach ihr. „Du kannst dich nicht drücken! Geist Pokémon beißen schon nicht!“ Keine Antwort. Der Nebel wird immer dichter. Auf einmal nehme ich ein leises Klimpern war.
    Plötzlich ein spitzer Schrei aus dem oberen Teil des Turms. Ich zucke zusammen. Chillabell klammert sich an mein Bein. Nachdem ich sie abgesetzt habe, eile ich in den riesigen, bedrohlichen Turm hinein.
    Niemand ist da. Schnell gehe ich die Treppen hoch. Im dritten Stock mache ich halt und sehe mich um. Chillabell wartet vor dem Turm auf mich. Stille. Nichts rührt sich. Nichts macht ein Geräusch. Sogar die Geist Pokémon scheinen sich verkrochen zu haben. Aber warum?
    Jetzt wird mir doch etwas mulmig zu mute.
    „Ach komm. Stell dich nicht so an!“
    sage ich mir selbst. drehe mich um und werde mit voller Wucht gegen die Wand geschlagen. Ich schnappe nach Luft. Das Ding lässt mich los. Das ist die Attacke Psychokinese. Ein Psycho Pokémon?
    Ich greife schnell nach dem Pokéball von Milotic. Sie hat abgesehen von Chillabell als Wasser Pokémon die wenigsten Schwächen in meinem Team. Also was auch immer das für ein Pokémon ist, Milotic hat gute Chancen
    . Doch mit Schreck muss ich feststellen, dass die Verschlüsse kaputt sind. War das Absicht? Gut Hae Soo. Einen kühlen Kopf bewahren. Nichts Unüberlegtes tun. Langsam stehe ich zitternd auf und wende mich Richtung der Treppe ins untere Stockwerk. Doch das Letzte was ich sehe, ist ein grauer Fels, der mit rasender Geschwindigkeit auf mich zu k

    7
    .2.Kapitel

    Tayfuns Sicht

    „Uns erreicht gerade eine Eilmeldung aus der Hoenn Region. Durch eine unbekannte Ursache wurde Moosbach City vor einigen Tagen eingefroren. Die Menschen sind in Notunterkünfte nahe Seegrassulb City gebracht worden. Das betreten der Insel ist strengstens verboten. Es werden immer noch einige Menschen vermisst. Das Eis breitet sich aus. Wir rufen sie zu äußerster Vorsicht auf und halten sie auf dem laufenden.“
    Lilly und ich sitzen gerade im Pokémon Center von Hauholi City und lauschen dem Bericht über den Vorfall von Moosbach City.
    „Das ist ja schrecklich.“
    Meint Lilly. Ich nicke „Hoffentlich können sie das Eis aufhalten. Ich würde zu gerne wissen wer dafür verantwortlich ist.“ Da ruft uns Schwester Joy.
    „Eure Pokémon sind jetzt wieder top fit. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.“
    Wir nehmen unsere Pokémon und machen uns dann auf den Weg zum Tenkarat-Hügel. Dort soll nämlich ein seltsames drachenähnliches Pokémon gesichtet worden sein und ich bin spezialisiert auf Drachen Pokémon. Nicht zuletzt, weil mein Vater Siegfried einer der besten Drachenpokémontrainer und Oberhaupt der Top 4 ist.
    Eines Tages möchte ich in seine Fußstapfen als Drachenkoryphäe treten.
    „Ich hoffe wir finden dieses Drachen Pokémon.“,
    sage ich zu Lilly.
    „Wirst du es fangen?“,
    fragt sie mich.
    „Natürlich. Ein unbekanntes drachenähnliches Pokémon, ist doch spannend. Ich kann es gar nicht erwarten.“
    Ich renne voraus und biege prompt falsch ab.
    „Hey! Nicht so schnell!“
    Lilly kommt hinterher und hält mich an. „Zum Tenkarat-Hügel geht es dort entlang.“ Sie deutet in die entsprechende Richtung. Ach ja^^‘.
    Wir bleiben auf der Straße bis zum Stadtrand und folgen dann einem kleinen schmalen Weg den Hügel hinauf. Eigentlich hätten wir auch mit Spyro meinem Dragoran oder Sparx meinem gelben Libelldra fliegen können, aber egal.
    Dennoch hole ich Spyro aus seinem Pokéball. „Sieh mal nach, ob dieses Pokémon hier irgendwo in der Nähe ist.“ weise ich das lilane Drachen Pokémon mit den violetten Augen an.
    „Geht klar.“
    Antwortet er mir und schießt hinauf in den Wolkenlosen Himmel.
    „Ist das wirklich eine gute Idee Tayfun? Du weißt nicht wie stark dieses Pokémon ist und wenn es Spyro angreift?“,
    fragt mich Lilly besorgt.
    „Keine Sorge. Ich weiß zwar nicht wie stark es ist, aber ich weiß wie stark Spyro ist und dass er weiß wie er sich verteidigen kann. Ich habe da vertrauen in ihn.“
    Beruhige ich meine Freundin. Sie schaut zwar nun etwas fröhlicher aber ich sehe immer noch die Sorge in ihren Augen.
    „Es wird schon nichts passieren“
    mit diesen Worten nehme ich ihre Hand und ziehe sie hinter mir her, bis wir am Eingang der Höhle zum zentralen Felskessel stehen bleiben.
    Ich hole mein Knakrack Cynder aus dem Pokéball. „Kannst du etwas Licht machen?“
    „Nichts lieber als das“
    antwortet sie mir erfreut und lässt einen Flammenwurf in ihrer Kehle hochsteigen, feuert ihn aber nicht an. Der Effekt ist, dass das Feuer in ihrem Maul uns Licht spendet. Das habe ich ihr beigebracht.
    So betreten wir die lange, dunkle und von Zubats wimmelnde Höhle. Das Feuer wirft warme orange-rote Schatten an die Wand.
    Lilly tippt mich von hinten an. Ich wende mich dem blonden Mädchen zu, welches sich etwas unsicher umsieht.
    „Ich glaube, ich warte lieber draußen.“
    Sagt sie. „Von mir aus. Ich habe nichts dagegen. Du musst nicht mit.“ Antworte ich ihr knapp. Sie schaut mich immer noch unsicher an.
    „Ich habe nichts dagegen. Wirklich.“

    „ok“
    sagt sie und Cynder begleitet sie kurz zum Ausgang.
    „Sonst ist sie eigentlich immer relativ mutig“
    erkläre ich meinem Drachen Pokémon, als es zurückkommt. „I wei au nicht wa lo is.“ Nuschelt Sie, da sie ihren Mund wegen des Feuers nicht schließen kann ohne einen Flammenwurf abzufeuern.
    Ich grinse. „Wa?“ sie sieht mich sauer an. Es ist aber einfach zu komisch wie sie versucht zu sprechen ohne das Feuer auszuspucken.
    Plötzlich hören wir ein lautes Gebrüll vom zentralen Felskessel. Ich sprinte mit Cynder zum Ausgang der Höhle. Was ich sehe verschlägt mir den Atem.
    Ein riesiges schwarzes drachenähnliches Pokémon mit leuchtend gelben Streifen geht auf meinen Spyro los. Dieser versucht auszuweichen, aber dieses Ding ist verdammt schnell. Mit voller Wucht wird er gegen die Wand geschleudert. Da entdeckt er mich.
    „Tayfun! Dieses Ding ist verrückt geworden! Hilf mir!“
    ich rufe Cynder zurück und hohle Sparx aus dem Pokéball.
    „Sparx setz Feuerschlag ein!“
    weise ich den etwas verdutzten Drachen an, diese fackelt nicht lange und geht mit einem Ohrenbetäubenden Gebrüll auf das schwarze Pokémon los. Dieses wendet sich zu ihm um, so dass Spyro einen Moment Luft holen kann, bevor er den glühenden Streifen des Pokémon ausweichen muss.
    Da erblickt das riesige Pokémon plötzlich mich. Trotz das Sparx mit mächtigen Feuerschlägen auf ihn einhämmert, geht es in den Sturzflug und bleibt direkt vor mir stehen. Seine kleinen gelben Augen mustern mich genau.
    „Sparx hör auf!“
    rufe ich meinem Libelldra zu. Der sieht mich verwirrt an. Langsam strecke ich die Hand aus. Das riesige Pokémon pustet mir seinen heißen Atem ins Gesicht. Ich berühre vorsichtig seine schwarzen Schuppen. Plötzlich wird mir eiskalt. Ich kann mich nicht rühren. Ich zittere. Dann wird mir schwarz vor Augen.
    Das letzte was ich höre ist die leise, zischende Stimme des Pokémon.
    „Eisherz“

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    3.Kapitel

    Satus Sicht.

    Es ist kalt. Sehr kalt. Das Eis hat sich in nur zwei Wochen bis kurz vor Seegrassulb City, Xeneroville und kurz vor die Pokémonliga ausgebreitet.
    Ich mache mich gerade auf den Weg über das Eis nach Moosbach City, in der Hoffnung, dort meine beiden Freunde zu finden.
    Wir waren gerade beim Training, als plötzlich überall aus dem Boden Eiszapfen geschossen sind und wir getrennt wurden.
    „Es ist zurzeit verboten die Insel zu betreten.“
    , erinnert mich mein Schlapor, welches neben mir über das Eis stapft. „Ich weiß.“, antworte ich ihr. „Dir ist das wie es aussieht vollkommen egal.“, erwidert sie auf meine Antwort. „Wenn du nicht mit willst kannst du auch in Seegrassulb City auf mich warten.“, „Auf gar keinen Fall. Ich werde dich ganz bestimmt nicht einfach hier auf dem Eis alleinlassen, während dein restliches Team mitkommt.“, sie verschränkt ihre Pfoten.
    Ich verdrehe die Augen. Schlapor und ich kennen uns schon sehr lange, irgendwie will sie immer auf alle aufpassen.
    Sie fröstelt leicht wegen der Kälte. „Willst du nicht doch lieber in den Pokéball?“, frage ich nach. Sie sieht mich entrüstet an. „Auf gar keinen Fall. Wenn irgendwas passiert und du angegriffen wirst? Wenn plötzlich das Eis einbricht? Wenn…“, „Ist ja gut.“, lächle ich das Hasenpokémon an.
    Ich finde es wirklich sehr nett von ihr, dass sie sich so viele Sorgen um andere macht, aber manchmal kann sie es auch etwas übertreiben.
    Da kommt gerade mein Iksbat wieder. „Hast sie gefunden?“, frage ich das Fledermauspokémon. „Nein. Aber was anderes.“, antwortet es mir. „Ich weiß nicht wer, aber da liegt ein Mädchen vor dem Eingang vom Raumfahrzentrum.“, „Wie bitte! Hast du gesehen ob sie lebt?“, frage ich erschrocken nach. „Nein wie hätte ich können. Mich hat nämlich vorher ein riesiges rot-schwarzes legendäres Pokémon über den Haufen geflogen und mir gesagt ich solle mich ich zitiere -gefälligst von der Insel fernhalten- Zitat Ende.“, erklärt es mir, als wäre es vollkommen normal. „Und du hörst auf sowas?“, frage ich entgeistert. „Das ist ein Legendäres Pokémon. Das hat halt eine gewisse Autorität.“, erwidert Iksbat nun etwas schuldbewusst.
    „Gut dann machen wir uns…“, ich werde von Schlapor unterbrochen. „Genau. Direkt auf den Weg zurück nach Seegrassulb City. Ich will nicht, dass du der nächste bist der genau so endet.“, sie zieht mich zurück Richtung Stadt.
    Das meine ich mit, sie übertreibt es ein wenig. Wenn es um meine oder die Sicherheit meines Teams geht, ist sie kompromisslos. Doch ich sehe ihr an, dass sie am liebsten selbst mit Vollgas nach Moosbach City rennen würde.
    Da kommt plötzlich etwas Schwarzes über das Eis gerannt.
    Es ist … ein geflügeltes Nachtara?
    „Hallo! Du da!“, ruft sie und rutscht beim Bremsen voll Iksbat über den Haufen, der sich gerade hinsetzten wollte.
    Ich muss lachen. Es ist einfach zu komisch wie ein sitzendes Nachtara mit Flügeln und einem Iksbat im Gesicht über das Eis rutscht. und renne schnell zu ihnen „Alles in Ordnung ihr beiden?“,
    „Ja, abgesehen von der Tatsache, dass ich von einem Nachtara überrannt worden bin.“,
    erwidert das Fledermauspokémon. „Ich bin nicht gerannt, ich bin gerutscht!“, erwidert das Nachtara. „Endlich finde ich jemanden der uns helfen kann.“, „Was ist passiert?“, frage ich.
    „Das war so…“,
    sieh beschreibt wie sie sich auf die Insel geschlichen haben um herauszufinden was dort passiert ist, wie die Eiszapfen aus dem Boden geschossen kamen und wie sie von dem nach Iksbats aussagen Legendären Pokémon angegriffen worden sind.
    „Psianas Psychoattacken hatten keine Wirkung auf das Ding. Ich habe versucht uns mit Schutzschild zu schützen, aber es hat uns einfach weggefegt. Dann ist es auf unsere Trainerin Mila los. Naja eigentlich hat es sie nur berührt, aber dann ist sie umgekippt und nichtmehr aufgewacht und…“,

    Plötzlich hören wir ein kreischen vom Himmel. Ein großes blaues Pokémon schießt auf uns hinab. Wir ducken uns, doch das Pokémon hört nicht auf und fängt an mit Drachenpuls auf uns zu schießen.
    Nachtara setzt Spukball ein. „Iksbat, setz Giftzahn ein! Schlapor Eisstrahl!“ Die Pokémon feuern ihre Attacken ab, Doch das Pokémon schützt sich mit Schutzschild. Dann stürzt es wieder auf uns nieder.
    Iksbat bekommt einen Volltreffer ab, es streift mich mit seinem Flügel. Mir wird für einen kurzen Moment eiskalt, dann scheint es um uns herum wärmer zu werden. Ich hebe meine Hand um die Pokémon anzuweisen, erneut anzugreifen, doch plötzlich schweben Eiszapfen, Splitter und Wassertropfen um uns herum. Was ist das? Aber ich richte meine Aufmerksamkeit auf das fliegende Pokémon. Da schießen die Eiszapfen und Splitter plötzlich auf das blaue Tier zu und holen es vom Himmel. Es verharrt kurz auf der Erde, dann wendet es sich zu uns um.
    Es flüstert ein Wort. Dann ist es weg.
    „Eisherz“,

    9
    4.Kapitel

    Laras Sicht.

    Ich sitze auf einer kleinen Bank neben einem Café in Illumina City und skizziere mein Lucario auf einem Blatt aus meinem Skizzenbuch. Dann sehe ich auf meinem Handy nach, wie spät es ist. 12.55Uhr um 13 Uhr wollte ich mich mit Ash und Alain hier treffen.
    Die beiden wollten nämlich auf der Route 5 noch nach irgendwas suchen. Bestimmt hat Ash wieder ein Pokémon gesehen, welches er fangen will.
    Lucario steht vor mir und beobachtet einen Schwarm Dariris die über die Stadt fliegen.
    Heute ist wirklich ein schöner Tag. Keine Wolke am Himmel, nicht zu heiß. Ich schlage das Skizzenbuch zu und stehe auf. „Komm Lucario. Holen wir uns was zu trinken. Die Jungs sollten bald hier auftauchen.“ Mein Pokémon nickt, beobachtet aber weiter die Datiris.
    Ich stelle mich neben ihn und sehe hinauf in den Himmel. „Ein wundervoller Tag heute“, murmle ich Lucario zu. Dieser nickt schweigend, dann wendet er sich Richtung Café. „Ich dachte wir wollen was trinken.“, sagt er.
    Ich grinse und setzte mich an einen Cafétisch, Lucario setzt sich neben mich. Ich sehe noch einmals auf die Uhr. 13.05Uhr. „Sie sind fünf Minuten zu spät.“, stelle ich fest. Ich weiß ja, dass Ash nicht der aller pünktlichste ist, also bestelle ich mir eine Limonade und warte.
    Mein Pokémon beobachtet weiter den Himmel.
    Währenddessen hole ich die anderen Pokémon meines Teams raus. „Ach Lara“, sagt Glurak, „kann ich ne Runde drehen?“,Klar kannst du das. Aber bitte komm nicht erst zehn Stunden später wieder.“, erwidere ich lächelnd und Glurak schnaubt gespielt beleidigt. „Keine Sorge.“, sagt es dann, erhebt sich in die Luft und verschwindet in den Wolken.
    Ich trinke meine Limo und schaue wieder auf die Uhr. 13.15Uhr. „Sie werden sich schon nicht in Luft aufgelöst haben. Du musst nicht alle fünf Minuten auf die Uhr schauen.“ grummelt mein Gewaldro.
    Nachtara wirft ihm einen warnenden Blick zu und springt auf meinen Schoß. Ich streichle meine schwarze Evolition, die schnurrend ihren Kopf an meiner Hand reibt.
    Ich lehne mich zurück und überlege, was wohl das nächste Ziel unserer Reise sein könnte. Ich hatte vor die Arenaleiterin von Nouvaria City, Viola, herauszufordern um den Krabbelorden zu erlangen. Ihr Gehweier soll ganz schön stark sein, aber wir werden das schaffen.
    Ich sehe ein weiteres mal auf die Uhr. 13.37Uhr. Echt jetzt? So lange lassen sie mich normalerweise nicht warten. Wenn die beiden nicht bald auftauchen, gehe ich sie suchen. „Mach dir keine Sorgen. Sie werden schon kommen.“, murmelt mein Nachtara und streckt mir ihren weichen Bauch entgegen.
    Lächelnd fange ich an sie zu kraulen. Wir warten noch einmal etwa zwanzig Minuten, dann habe ich genug.
    Während ich meine Pokémon in die Pokébälle rufe, kommt Glurak wieder. „Gut das du kommst, wir wollten gerade gehen.“, begrüße ich ihn. „Wo sind Alain und Ash?“, der Drache sieht sich verwirrt um. „Keine Ahnung. Deshalb gehen wir sie jetzt suchen.“, erwidere ich, dann rufe ich ihn auch in den Pokéball.
    Lucario gibt mir meine Umhängetasche. Wir treten durch das Tor zur Route 5, niemand ist zu sehen.
    Zusammen gehen wir den schmalen Weg entlang, durch das hohe Gras und vorbei am Skatepark.
    Immer noch niemand.
    „Wo sind die beiden?“, murmle ich nachdenklich. „Spürst du sie Lucario?“ Lucario kann die Aura anderer Personen und Pokémon war nehmen, doch auch er kann die beiden nicht aufspüren.
    Wir gehen immer weiter bis nach Vanitéa, doch keiner der beiden ist zu finden. Ich lasse mich ins Gras fallen. „Was ist heute nur los? Sonst sind sie, auch wenn sie nach Pokémon suchen oder kämpfen, nie mehr wie eine halbe Stunde zu spät, wenn wir voraus gehen.“ Murmle ich nachdenklich und schaue in den Himmel.
    Lucario lässt sich neben mir nieder.

    ? Sicht.

    Leise laufe ich den Weg entlang.
    Es ist sehr warm, doch es könnte daran liegen, dass… aber nein.
    Ich glaube nicht, dass es solche Auswirkungen hat.
    Mein Ziel ist einzig und allein es auf zu halten.
    Ich wurde beauftragt, jemanden zu suchen. Jemanden, zu dem mich mein Herz führen sollte.
    Ich frage mich wie das gehen soll, aber ich spüre, dass ich hier richtig bin. Ich spüre es, die Kälte die mich führt, die Kälte die mir langsam meine Kräfte raubt.
    Wenn das nicht bald aufhört, wird… Nein so darf ich nicht denken!
    Doch da sehe ich es.
    Die, die ich suche.
    Das blonde Mädchen.
    Plötzlich fährt ein Stich durch meinen Körper.
    Ich schreie schmerzvoll auf. Meine Sicht wird trübe.

    Sie muss vernichtet werden…

    Nein! Was ist das! Es ergreift von mir Besitz.

    Vernichte sie. Vernichte die Eisherzen…

    Ich verlier den Verstand, doch wenn ich mich dagegen wehre, wird es schlimmer.
    Ich lasse mich hineinfallen, in den Rausch. Die Stimme in meinem Kopf ist alles, was ich beachte.
    Was sie sagt, macht mein Körper. Mein Geist ist machtlos.
    Ich stürze mich auf das Mädchen. Bei der ersten Berührung durchfährt mich ein Schauer.
    Sie schreit auf.
    Ihre Körpertemperatur passt sich meiner an.
    Ich habe mich plötzlich wieder unter Kontrolle und spüre wie ein Teil meiner Kraft meinen Körper verlässt.
    Ich öffne eine Pforte und verschwinde in meinem eigenen Universum…

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    5.Kapitel

    Naokos Sicht

    „Es ist ziemlich nass hier unten.“ Murmelt Kuraiko vor sich hin.
    Wir befinden uns gerade in der Omega Höhle und sind auf der Suche nach ihrer roten Schleife mit dem Gluraknit X, den sie vor drei Tagen hier verloren hat.
    Ich weiß zwar nicht, wie man eine rote Schleife, die einem um den Hals gebunden ist, verlieren kann. Aber es scheint möglich zu sein.
    „Wenn ihr noch weiter trödelt, sind wir noch ewig hier unten!“, meckert das schwarze Pikachu Demon von meiner Schulter aus. „Du könntest uns auch mal helfen.“, erwidere ich. „Von da unten sehe ich nichts.“, mault er, und klettert auf meinen Kopf um zu demonstrieren, dass er von hier ober, die Umgebung beobachtet.
    Ich öffne meinen Holo-Log um zu sehen, wo wir uns gerade aufhalten. Ganz in der Nähe, wird mit eine Treppe, in die untere Etage angezeigt.
    Dem Pfeil folgend gehe ich hinab und wende mich nach linkts. „Ich glaube, wir müssen hier hoch, und dann dem Gang folgen.“, überlege ich.
    „Du glaubst?“,
    erkundigt sich Demon.
    „Ganz große klasse.“,
    er springt von meinem auf Kuraikos Kopf und sieht sich weiter um.
    Ich verdrehe die Augen und gehe weiter. Plötzlich spüre ich, wie etwas über meine Füße läuft. Ich leuchte mit dem Holo-Log hin.
    „Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih!“
    , kreische ich und werfe dabei aus Versehen das Gerät weg.
    „Mach es weg, MACH ES WEG, MACH ES WEG!“
    ich renne im Kreis und kreische den beiden die Ohren voll.
    Es ist ein kleines Weberak, welches sich erschrocken in die Höhle flüchtet.
    Ich Atme tief ein. Demon springt von Kuraikos Schulter zum Holo-Log. „Klasse gemacht Nao. Du hast ihn genau auf einen Stein geworfen. Jetzt finden wir mit hundert Prozentiger Wahrscheinlichkeit nie wieder hier raus. Außerdem hast du mit deinem Geschrei die ganze Höhle aufgeweckt.“, er setzt sich hin und betrachtet das kaputte Gerät. „Sorry“, murmle ich und setzt mich neben das Pikachu.
    Aus meiner Jackentasche ziehe ich einen Schokoriegel und fange an ihn zu essen.
    Die ganze Höhle wird erfüllt von einem leckeren, Schokoladigen Geruch. Demon sieht mich an. „Was ist?“, frage ich. Er schnappt sich den Riegel und springt aus meiner Reichweite. „Demon! Gib mir sofort meinen SCHOKORIEGEL wieder!“, ich stehe auf und stürze mich auf das Pikachu.
    Der reicht mir ein leeres Papierchen.
    Besten Dank auch.
    Plötzlich hören wir ein leises zischen und schleifen. „Was war das?“, flüstere ich.
    Das zischen kommt näher.
    Wir hören bröckelnde Steine. Dann spüre ich einen heißen, stickigen Atem auf meinem Rücken. Ich drehe mich um und blicke in die kalten, weißen Augen einer riesigen Schlange. „Herzlichen Glückwunsch Naoko. Mit deinem Geschrei und dem Schokoladengeruch, hast du das friedfertigste Pokémon der gesamten Omega Höhle angelockt. Es scheint sogar Interesse an dir zu haben.“, kommentiert Demon das auftreten der Schlange.
    „Ich glaube, dass ist nicht der beste Zeitpunkt, sich darüber auszulassen.“,
    zische ich meinem Pokémon zu. „Brave fünf Meter riesige, grüne Schlange.“, ich gehe langsam rückwärts.
    Plötzlich schreit das Pokémon laut auf. Seine Augen verengen sich zu schlitzen und es richtet sich drohend über uns auf." Kuraiko Flammenwurf, Demon Donnerblitz!“, weise ich die beiden an. Demon stürzt sich auf das Schlangenpokémon, während Kuraiko ihren Flammenwurf abfeuert.
    Plötzlich blickt sie hinter das Pokémon. „Meine Schleife!“, ruft sie. „Kannst du sie holen?“, frage ich sie.
    Wenn ich mein Glurak Megaentwickeln könnte, hätten wir deutlich bessere Chancen.
    Sie stößt sich vom Boden ab, und fliegt Richtung Schleife. Dabei wird sie leider vom Schwanz der Schlange erwischt und gegen die Wand gedonnert.
    Demon nutzt den Moment und schnappt sich das rote Band. „Kuraiko fang!“, ruft er und wirft die Schleife durch die Luft. Der Drache fängt die Schleife doch das riesige Pokémon nutzt ebenfalls den Moment und schlägt mit dem Schwanz nach mir.
    Bei der Berührung wird mir eisig kalt. Was ich höre, ist ein einziges Wort.
    „Eisherz.“,
    dann höre ich nur noch ein lautes schimpfen.
    „EISHERZ? GEHTS NOCH? DU BRINGST DAS SOFORT WIEDER IN ORDNUNG. WENN DU DICH JETZT NICHT SOFORT ENTSCHULDIGST UND WAS MACHST, BEKOMMST DU MEINEN DONNER ZU SPÜREN DU RIESIGER REGENWURM…
    Dann wird alles dunkel und still.

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    6.Kapitel

    Daisys Sicht

    Es ist ein wunderschöner Morgen, zumindest wäre es das, wenn nicht dieser unangenehme eisige Wind wehen würde.
    Ich befinde mich gerade auf einer kleinen Fähre und bin auf dem Weg nach Metarost City um die dortige Arenaleiterin Felizita herauszufordern.
    Ich komme gerade von der Inselstadt Faustauhafen, da ich dort mit meinen Pokémon ein besonderes Spezialtraining für den Kampf in der Arena gemacht habe.
    Nach dem Kampf, werde ich mich durch den Malvenflurtunnel nach Wiesenflur aufmachen, der vor kurzem fertig gestellt wurde.
    Dort findet nämlich übermorgen mein dritte Pokémon Wettbewerb statt. Ich habe bereits ein Band und möchte natürlich auch die anderen vier bekommen.
    Das erste war in Grafitport City und das zweite, wo ich verloren habe, war auch in Wiesenflur.
    Nebenher sammle ich auch die acht Arenaorden. Naja, was heißt nebenher. Eigentlich bin ich aufgebrochen, um die Orden zu sammeln, aber ich habe auch gefallen an den Pokémon Wettbewerben gefunden.
    Meine Pokémon mögen beides auch und das ist ja die Hauptsache.
    meine Eltern haben zwar immer gesagt, ich muss mich entscheiden, aber ich kann auch beides machen.
    Ich setzte mich auf eine Bank an Deck und hole meine Pokémon aus den Bällen.
    Evoli wedelt vergnügt mit ihrem buschigen Schwanz, während Flemmli aufgeregt hin und herläuft und seinen Namen sagt.
    Das kleine Feuerpokémon spricht eigentlich nie und versucht und immer auf anderem Wege klar zu machen, was es will.
    Ich hole einen Stift und einen kleinen Block aus meiner Bauchtasche und beginne die aufgeregten Pokémon zu zeichnen.
    Eneko hüpft auf meinen Schoß und schnurrt mich an.
    Evoli hüpft erfreut hinterher und schubst aus Versehen das kleine Katzenpokémon von meinen Knien.
    „Vorsicht Evoli, sonst fällt nachher noch jemand über Bord.“, warne ich das braune Pokémon sanft. „Sorry Daisy.“, entschuldigt sich Evoli und spielt dann fröhlich mit Eneko weiter fangen.
    Es ist noch weit und ich kann das Festland nur als ein schmaler streifen am Horizont erkennen.
    Der Hafen in Grafitport City wurde, wegen des sich ausbreitenden Eises, vorübergehend gesperrt.
    Nun legen die kleinen Fähren an dem zu einem notdürftigen Hafen umfunktionierten Steg eines Mannes namens Mr. Brack an.
    Seit das Eis aufgetaucht ist, breitet es sich unaufhörlich aus. Die Städte und Landstriche sind zwar noch nicht betroffen, aber sowohl Xeneroville, als auch die Pokémonliga und Moosbach City sind vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten.
    Das Eis hat sich bereits bis fast zum Himmelturm ausgebreitet, wenn dieser nicht schon längst zugefroren ist.
    Das Eis hat sich eigentlich relativ langsam ausgebreitet, aber immer wieder legt es in kürzester Zeit mehr als zwei Kilometer zurück.
    Es ist Aceus sei Dank bisher nur sechs Mal vorgekommen.
    Ich frage mich, wer oder was für das Eis verantwortlich ist. Alle reden immer von einer unbekannten Ursache. Ich wette es ist ein Eis Pokémon. Aber warum sollte es die Region vereisen wollen? Insgesamt ist in den Regionen gerade die Hölle los, habe ich zumindest im Radio gehört.
    Ich beobachte weiter meine Pokémon beim Spielen.
    Papinella setzt dich auf meinen Kopf uns schlägt behutsam mit den Flügeln, während es mit seinem Rüssel meine Haare zerzaust. Bei dem Wind ist es ja eh fast unmöglich, ohne Sturmfrisur irgendwo anzukommen.
    Evoli und Eneko jagen sich immer noch gegenseitig, während Flemmli anfängt am Geländer hoch zu krakseln.
    „Flemmli lass das!“, rufe ich und eile zu meinem Feuerpokémon.
    Da kommt plötzlich Eneko mit Vollgas angerannt und schafft es nicht mehr zu bremsen. Sie rennt in mich rein.
    Von dem ruck fällt mir mein Zeichenbloch aus der Hand, direkt ins Wasser.
    „Oh nein!“, rufe ich. „Eneko, pass doch auf.“, Eneko sieht mich schuldbewusst an während ich mich über das Geländer beuge und hoffe, dass der Block irgendwo hängen geblieben ist.
    Da taucht auf einmal ein riesiger Schatten aus dem Meer auf. Ich will erschrocken zurückweichen, aber das Ding zieht mich über Bord ins Meer.
    Ich versuche an die Oberfläche zu kommen, doch ich weiß nicht wo oben und unten ist. Da sehe ich plötzlich, ein riesiges etwas auf mich zuschwimmen.
    Es rammt mich schmerzhaft und plötzlich wird mir eisig kalt, dann wird das Wasser um mich herum plötzlich richtig schön warm.
    Da sehe ich ihn, meinen Block.
    Ich schwimme zu ihm, doch zu spät merke ich, wie mir die Luft ausgeht. Ich packe das nasse Papier und versuche panisch an die Oberfläche zu kommen, da durchfährt mich ein leichtes Kribbeln und ich spüre wie salzige Luft in meine Lunge dringt.
    „Eisherz“,
    hallt das leise Wort durch die See, dann ist es weg.

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    7.Kapitel

    Nikis Sicht

    Ich laufe den langen steilen und steinigen Weg entlang. Ich habe das Gefühl, schon eine halbe, nein bestimmt schon eine ganze Ewigkeit zu laufen. Niemand hat gesagt, dass der Weg über den Schlotberg nach Laubwechselfeld der einfachste ist, aber vor unserem nächsten Pokémon Wettbewerb, möchte ich dort oben noch einmal üben und ein Spezialtraining abhalten. „Kommt ihr?“, rufe ich Schlapor und Gardevoir zu, die etwa zweihundert Meter zurück liegen. „Ihr wolltet unbedingt mitlaufen, also kommt auch.“, ich will ja nicht behaupten, ich wäre wirklich sportlich, nein im Gegenteil, ich bin ziemlich faul. Aber die beiden sind sogar noch langsamer als ich. Naja, es könnte auch daran liegen, dass die beiden die ganze Zeit irgendwo Blumen finden und sie jeweils etwa fünf Minuten anschauen und ihren Duft genießen, während ich vorauslaufe. Die zwei sehen auf und setzen sich in Bewegung. Mit anmutigen schritten stolziert Gardevoir an mir vorbei, aber Schlapor passt sich meinem Tempo an und fragt mich „Du Niki, wenn ich bei unserem Auftritt, solang Gardevoir Psychokinese einsetzt, kann ich mal versuchen, zuerst Donnerblitz und dann Sprungfeder einzusetzen? Gardevoir könnte aus der Attacke mit Psychokinese Bälle formen, und mit Sprungfeder könnte ich dann auf die Elektrobälle springen. Wenn ich einen Ball berühre, kann er ja platzen und dann glitzert es schön.“, ich nicke und grüble kurz nach. „Ja, dass ist auch eine sehr gute Idee. Dan müssen wir uns auf dem Schlotberg aber ranhalten. Ich hoffe nur, wir schaffen die Änderung bis wir den Auftritt haben. Wir dürfen uns nicht zu viel Zeit lassen, da Maike in Laubwechselfeld auf uns wartet.“, wir haben den Gipfel fast erreicht. Gardevoir riecht schon wieder an irgendeiner Blume. Das Hasenpokémon eilt zu ihr, und beginnt ebenfalls die Blume zu beobachten. Ja ich denke man könnte es wirklich beobachten nennen und das bei jeder zweiten Blume. Ich meine, natürlich sind die sehr hübsch, aber die beiden sind echte Blumenfanatikerinnen. Erst Gestern hat Gardevoir einen Blumenaufkleber auf ihren Pokéball gepappt. Ich finde es schon irgendwie süß, wie die beiden die Blumen betrachten und dabei vor sich hin kichern. Jetzt gehen wir weiter und stehen auf dem Gipfel des Schlotberges. Schon von hier aus, kann man die riesige Eisfläche, was einst das Meer war, erkennen. Es hat sich rasend schnell ausgebreitet. Wenn nicht bald etwas passiert, wird alles zugefroren sein. Es wurde bereits der Versuch unternommen, das Eis zu schmelzen. Doch wenn etwas geschmolzen wurde, breitet es sich sofort wieder aus. Wie eine riesige einbrechende Dunkelheit. Es breitet sich unaufhaltsam aus, wie die Dunkelheit am Abend. Das Feuer muss stetig brennen, denn wie bei einem leuchten in der Finsternis, wenn das Licht erlischt, nimmt die Dunkelheit auch diesen Platz ein. Sorry das ich alles mit Nacht, Finsternis und Schatten vergleiche, aber anders kann ich es nicht erklären, außer mit einer riesigen äh Pflanze? Naja, ist auch nicht so wichtig. Tatsache ist, es breitet sich unaufhörlich aus und bedroht damit die Hoenn Region. Wir nähern uns dem Krater. Es wird immer heißer, also wirklich heiß. Ich könnte mir sogar fast vorstellen, hier ein Spiegelei auf den Steinen zu braten. Ich mag die Hitze nicht, aber die Scheinwerfer auf der Wettbewerbsbühne sind mindestens genauso heiß, also genau der richtige Ort fürs Training. Ich blicke in den tiefen Krater hinein und mit bleibt fast das Herz stehen. In der Lava sitzt ein riesiges, rotes Pokémon. Ich erkenne es sofort. Groudon. Aber was macht es hier, mitten im Schlotberg und wie ist es überhaupt dort hingekommen? Vorsichtig schleiche ich die Stufen zum Krater hinab, um das Pokémon von nahem sehen zu können. Es wird hier unten immer heißer und die Luft ist stickig und staubig von dem Rauch der aufsteigt. Es hat die Augen geschlossen und scheint zu schlafen. Wow, eins der Legendären Pokémon von Hoenn. Jetzt würden nur noch Kyogre und Rayquaza fehlen. In Gedanken versunken bemerke ich nicht, wie das riesige Pokémon die Augen öffnet. „GROOOOOOOOO!“, ich schreie vor Schreck auf, als Groudon beginnt zu brüllen. Wie erstarrt sehe ich seine riesigen Klauen auf mich zu trampeln. Schritt für Schritt nähert es sich. Jede Bewegung von ihm ein Erdbeben. Die Lava beginnt Wellen zu schlagen, die Wände zittern bedrohlich. Der Blick ist auf mich gerichtet. Ich bin immer noch nicht fähig mich zu bewegen. Schritt für Schritt nähert es sich mir weiter. Sein Kopf schwankt bedrohlich und seine kleinen Augen sind zu gelben Schlitzen verengt. Noch ein Schritt, dann hat es mich erreicht…

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    8.Kapitel

    Marrys Sicht

    Wir laufen gerade durch Vanitéa, als plötzlich ein Lucario an uns vorbeirennt. „War das ein Lucario?“, fragt Jessie. „Die sollen ja ziemlich selten sein.“, erwidert James. „Nichts wie hinterher!“, ruft Maunzi. In weniger als zehn Sekunden stehe ich allein auf der Straße. Na klasse, jetzt muss ich die drei auch noch suchen. Nicht das ich es nicht gewöhnt wäre, dass die drei plötzlich irgendeinem seltenen Pokémon hinterherrennen. Aber das ist heute schon das dritte Mal. Ich wende mich um und gehe die drei suchen. Sie werden wahrscheinlich nicht weit kommen, da das Pokémon ziemlich stark aussah. Aber ich werde mich nicht darauf verlassen, dass sie wiederkommen. Vor ein paar Wochen habe ich das nämlich gemacht. Ich habe geschlagene drei Stunden auf sie gewartet um feststellen zu müssen, dass Maunzi sich im Wald verlaufen hat und Jessie und James ihn suchen gegangen sind. Immerhin haben sie das andersfarbige Smetboo bekommen, welches sie gejagt haben. Leider war es nicht allein und wir mussten danach vor einem wütenden Schwarm Bibor flüchten. Naja, jedenfalls bin ich gespannt, wo ich sie diesmal wiederfinden werde. Das Lucario trug einen Megastein bei sich, weshalb ich mir sicher bin, dass es einem Trainer gehört hat. Doch wo ist dieser Trainer? Eigentlich ist mir das egal, bessere Chancen für uns. Ich verlasse Vanitéa und hole mein Monargoras aus dem Pokéball. „Kannst du Jessies, James und Maunzis Spur verfolgen?“, frage ich das Drache, Boden Pokémon. „Natürlich.“, erwidert dieses und streckt die Nase in die Luft. „Hier entlang.“, knurrt es und verschwindet im Gebüsch von Route sieben. Ich renne durch das niedergetrampelte Unterholz und folge meinem Pokémon durch das unwegsame Gelände. Ich erinnere mich, dass hier der Beerengarten in der nähe ist. Ich bin mir sicher, dass das Lucario dorthin wollte und Monargoras führt mich auch genau in diese Richtung. Wir kommen aus dem Gebüsch und stehen vor einer ziemlich hohen Mauer. „Kannst du mich da rüberbringen?“, frage ich das braune Pokémon „Selbst verständlich. Wenn ich das nicht mehr hinbekomme weiß ich auch nicht.“, antwortet es mir. Plötzlich ist ein riesiger krach zu hören und das Mauerproblem löst sich von selbst. Ein unglaublich starker Drachenpuls durchbricht die Steine und schleudert Jessies Arbok gegen einen Baum. Ich stürme mit Monargoras durch die Lücke und begebe mich in den Kampf. Jessie eilt an mir vorbei zu ihrem Arbok, während das Smogmog von James und Maunzi mit Katzfurie und Smog auf das Lucario losgehen. Ich rufe Monargoras zurück und schicke Flunkiefer in den Kampf. Dann berühre ich mit meiner linken Hand den Megastein an meinem rechten Handschuh und strecke die Hand in die Luft. "Flunkiefer Megaentwicklung!" Der Stein beginnt zu leuchten, genau wie der Flunkiefernit. Bunte Lichtbänder hüllen uns ein und eine leuchtende Kugel bildet sich um mein Pokémon. Ich spüre die Bindung zwischen mir und meinem Flunkiefer. Die wärme der Strahlen und die Macht und Energie der Megaentwicklung. Der Ball um Flunkiefer explodiert und sie erhält die Form der Megaentwicklung. „Flunkiefer, Doppelteam und dann Eisenschädel!“, weise ich das Megaentwickelte Pokémon an. Im Meinem Augenwinkel sehe ich plötzlich etwas Dunkles auf mich zu schweben, dann sind plötzlich alle weg. Um mich herum ist schwärze. Meine Augen müssen sich erst an die Dunkelheit gewöhnen. Langsam beginne ich sanfte Lila und Grüntöne zu erkennen. Millionen weißer leuchtender Sterne sind zu sehen. Jetzt erst bemerke ich, dass ich auf einer blauen Wiese stehe die übersäht ist mit kleinen grünen Blumen. Die Luft ist seltsam schwer und es scheint sich alles in Zeitlupe zu bewegen. Es gibt keinen Horizon. Es klingt seltsam, aber ich kann unendlich weit sehen. Nichts macht ein Geräusch, es herrscht Totenstille. Über mir ist ein schwach leuchtender, in dunkles rot getauchter fast Scheibenartiger Mond ohne jegliche Schatten und Makel. Die Luft steht still und doch ist alles in Bewegung. Wo bin ich hier? Und wie bin ich hier gelandet? Langsam drehe ich mich um. Da sehe ich ein kleines Koboldähnliches Wesen mit Hörnern und goldenen Ringen. Es steht still. „Wer bist du?“, flüstere ich. Meine Stimme hört sich dumpf an und doch scheint sie unendlich laut zu sein. Plötzlich stößt das Ding einen Ohrenbetäubenden laut aus. Ich muss mir die Ohren zuhalten, so laut ist der Schrei. Danach rast es auf mich zu und plötzlich ist da ein goldener Ring. Dann ist es weg. Mit einem gewaltigen schlag in den Rücken werde ich plötzlich zu Boden befördert. Mit wird eisig kalt und die Welt um mich versschwimmt, doch ein Wort dringt deutlich und klar an mein Ohr…

    Nachtara: In Zukunft werden wir leider nicht mehr so oft schreiben können.
    Psiana: Wir versuchen aber trotzdem jede Woche was zu schreiben.^^
    Nachtara: Wir hoffen, es macht euch nichts aus.
    Psiana: Also, dann wollen wir hier jetzt nicht weiter stören.^^

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    1.Special Kapitel

    Hae Soos Sicht.

    Ich sitze gerade auf einer bunten Blumenwiese in der nähe des Ostausgangs von Safronia City. Blau ist mit seinen Pokémon noch in Safronia City geblieben, da er dort noch etwas erledigen wollte. Also sitze ich hier und warte. Eigentlich wollte ich ja mit meinem Team trainieren, aber Chillabell wollte ihnen etwas zeigen, was sie auf dem Weg hierher gesehen hat und so sind auch meine Pokémon weg. Ich lege mich hin und starre in den Wolkenlosen tiefblauen Himmel. Heute vor einem Jahr bin ich mit Milotic und Vulnona losgezogen, um die Welt zu erkunden…

    Ich stehe im Eingang des Pokémon Internats und blicke in die Welt vor mir. Wilde Pokémon, neue Orte, Starke Trainer. Eines Tages werde ich auch ein solch starker Trainer sein. Milotic und ich haben bis Heute trainiert. Bis Heute, an meinem zehnten Geburtstag. Heute, an dem Tag, an dem meine lange Reise beginnen wird. Das was hinter mir liegt. Die Schule, die Pokémon, die vielen Stunden in meinem Zimmer, all das ist Vergangenheit, vorbei. Jetzt bin ich eine richtige Trainerin. „Hae Soo, warte!“ ruft mir eine vertraute Stimme hinterher. Ich blicke zurück und sehe, wie der Rektor meiner Ehemaligen Schule auf mich zueilt. „Hae Soo, gut das du noch da bist. Ich habe noch ein Geschenk für dich.“, sagt er und überreicht mir einen Pokéball. Ich betrachte ihn kurz. „Danke Herr Holzrose.“, antworte ich ihm, bevor er wieder in der Schule verschwunden ist. Unschlüssig stehe ich im Gang, mit dem Pokéball in der Hand. Dann wende ich mich ab. Heute ist es endlich soweit. Ich mache einen Schritt, dann noch einen, bis ich aus dem Tor hinausrenne. In mein neues Leben als Trainerin.

    …Seither habe ich bereits fünf Orden gewonnen. Den Fels; Quell; Donner; Farb; Seelen und Sumpforden. Ich erinnere mich an jeden Kampf gegen jeden Arenaleiter. Jetzt fehlen nur noch drei, um an der Pokémonliega teilzunehmen. Da ich gerade sonst nichts zu tun habe, konzentriere ich mich auf die vielen Stimmen in meinem Kopf. Es ist echt verrückt, aber ich kann Gedanken lesen und darüber mit anderen Kommunizieren. Es macht mir schon etwas Kopfschmerzen, aber ich habe schnell herausbekommen, wie ich die Stimmen ausblenden bzw. nur eine Stimme hören kann. Ich suche mit meinen Gedanken den Weg zu meinem Milotic. Wo seid ihr? Frage ich sie. Hae Soo? Was gibt’s? Fragt sie mich. Ihre Stimme klingt etwas angestrengt. Nichts. Ich wollt nur wissen, was Chillabell euch zeigen wollte, denke ich. Ach das! Es ist… eine wunderschöne Stelle im Wald, wirklich wunderschön. Hier ist ein äh… Fluss und viele bunte Blumen und ein… Ibitak, ein Schwarm Taubsis und so. Wirklich hübsch. Stottert sie in Gedanken. Was ist los Milotic? Frage ich das Wasserpokémon. Irgendwas stimmt da nicht. Nein, nein, alles gut. Chillabell Vorsicht mit der Butter, ja alles gut Hae Soo. Dann war sie weg. BUTTER? Was um alles in der Welt machen meinem Pokémon mit Butter? Ich setze mich verwirrt auf und blicke Richtung Waldrand. Da spüre ich plötzlich etwas Weiches an meinem Rücken. Ich blicke mich um und sehe in die großen, glänzenden blauen Augen von Feelinara. Diese reibt sich an meinem Rücken und da sehe ich auch die anderen Pokémon kommen. Altaria balanciert ein kleines, mit einem Tuch abgedecktes Ding auf dem Rücken. Milotic holt es von ihrem Rücken und stellt es vor mir ab. Feelinara zieht das Tuch runter. Es ist ein kleiner, warmer und duftender Apfelkuchen. Chillabell beugt sich zu meinem Ohr und flüstert leise „Alles Gute zum Geburtstag Hae Soo.“

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    9.Kapitel

    Milas Sicht.

    Ein heißer Körper kuschelt sich sanft an meine Seite, es ist wunderschön warm. Ich spüre den harten Boden unter mit und die warme Luft die über uns hinweg streicht. Langsam öffne ich die Augen, dass grelle Licht blendet mich. „Mila?“ flüstert eine ruhige Stimme. „Mila.“, es ist Mond. Sie steht auf und streicht leise um mich herum. Vorsichtig setze ich mich auf. Keine gute Idee, mein Köpf tut nämlich höllisch weh, deshalb lasse ich mich wieder auf den Boden fallen. Auch keine gute Idee, denn jetzt habe ich mir den Kopf gestoßen. Ich stöhne auf. „Haben wir noch Pirsifbeeren dabei?“ frage ich die violette Katze. Diese eilt zu meiner Tasche und fängt an alles Mögliche daraus hervor zu kramen. „Mal sehen. Eine Bürste, das Honigglas zum Pokémon anlocken, jede menge Bonbons, aha wusste ich’s doch.“, sie zieht eine kleine braune Tüte mit der Aufschrift Blumenladen Blütentraum aus der Tasche und bringt sie zu mir. Ich setze mich noch einmals auf, hole eine kleine rosarote Beere daraus hervor. Leider hat es den Beeren darin nicht besonders gutgetan, die ganze Zeit so herum geschleudert zu werden, denn sie sehen etwas zermatscht aus. Ich hole eine Pirsifbeere aus heraus. Zumindest glaube ich, dass es mal eine Pirsifbeere war und schlucke sie runter. Psiana schleift die Tüte zurück und stopft sie mit den restlichen Utensilien wieder in die Tasche. „Wie lange braucht die eigentlich um zu wirken?“, frage ich sie. Da kommt UHaFnir durch den Schnee gestapft, sein rechter Flügel hängt irgendwie seltsam schlaff nach unten. „Etwa eine halbe Stunde.“, antwortet er mir, während Psiana zu ihm eilt und anfängt mit einem hellblauen Spray aus meiner Tasche seinen rechten Flügel zu besprühen. Wahrscheinlich hat er sich im Kampf mit dem seltsamen Pokémon verletzt, obwohl ich so gut wie keine Erinnerungen daran habe. Aber Eine HALBE STUNDE? Bis dahin bin ich tot. Wieso brauchen diese Beeren bei Menschen immer so lange. Psiana liest meine Gedanken und lächelt. „Jetzt übertreib mal nicht. UHaFnir hat seinen Absturz ja auch überlebt“, erwidert Mond. Aha, ein Absturz. Psiana kuschelt sich schnurrend an mich. Ich will sie hinterm Ohr kraulen, doch bei der Berührung zuckt sie plötzlich erschrocken zurück. „Geht es dir gut?“, fragt sie mich und sieht mir ganz genau in die Augen. „Abgesehen von den Kopfschmerzen, besser als erwartet. Warum?“, hake ich nach, weil Monds Blick mir doch etwas unheimlich ist. „du bist eiskalt.“, meint sie knapp. „Wirklich?“, ich fasse mir mit der Hand an die Wange, alles ganz normal. Aber Sie sieht mich immer noch so seltsam an. „Steck mal deine Hand in den Schnee.“, fordert sie mich auf. Das verwirrt mich nun etwas, aber ich tue wie mir geheißen wurde. Ich strecke meine Hand in den Schneehaufen neben uns und bin erstmal geschockt. Dann muss ich anfangen lachen. „Was ist?“, fragt Fly. Mond sieht mich wissend an. Ihr Blick sagt mit ich hab’s gewusst. „Er ist warm.“, erwidere ich kichernd. Irgendwie finde ich es unglaublich lustig, dass er warm ist. Ich mein, warmer Schnee? UHaFnir ist etwas verwirrt, und fängt an mit seiner Klaue den Schneehaufen zu bearbeiten. „Irgendwas hat die Berührung mit diesem Pokémon mit die gemacht.“, stellt sie bestimmt fest. Nun werde ich etwas unruhig. „Ich habe fast keine Erinnerungen an den Kampf.“, erkläre ich ihnen. „Was ist mit UHaFnirs Flügel passiert und warum bin ich so eiskalt?“ Ich sehe die beiden eindringlich an.
    „Also“, beginnt Mond.

    Drei Tage vorher…

    Sonnes Sicht.

    Das riesige rot-schwarze Pokémon stürzt vom Himmel auf uns herab, wie ein Adler auf seine Beute. Nur, die Beute sind wir. „Toxin!“, ruft Mila meiner Freundin Mond zu. Sie rennt los und versucht das Pokémon zu vergiften, welches nun knapp über den Boden auf uns zuschießt. Währenddessen lade ich meine Spukball Attacke auf. Zu meinem Schreck, bleibt das Untier in der Luft stehen uns schlägt kräftig mit den seltsam geformten Flügeln. Mond springt in die Luft, doch plötzlich scheint ihr jegliche Kraft zu fehlen. Ich will ihr helfen, doch auch Mila braucht mich. Besiegt fällt sie auf den eisigen Boden nieder. „Nein“, flüstere ich leise. Ich richte beinen Blick auf das riesige Tier. „Dafür bekommst du meinen Spukball zu spüren!“, ich feuere meine Attacke ab, doch das Pokémon weicht ihr problemlos aus. Sofort möchte ich losrennen und dieses Pokémon mit Biss fertig machen. Da bemerke ich, dass ich die Attacke nicht einsetzen kann. Auch Teleport funktioniert nicht. Meine Trainerin schüttelt den Kopf um mir zu zeigen, dass es nichts bringt. „Sonne, Schutzschild.“, weist Sie mich dann an. Ich sammle meine ganze Kraft und lenke sie in den Schutzschild. „Hier wirst du niemals durchkommen!“, schreie ich das Pokémon an. Es kommt näher. Es ist nur noch wenige Meter entfernt. Ich kneife die Augen zusammen. Das fremde Pokémon kracht mit einer Wucht dagegen, der ich nicht standhalten kann. Ich werde wie ein Schneeball gegen einen Eiszapfen geschlagen. Die Luft wird aus meinem Körper gepresst, mir steigen Tränen in die Augen. Ich öffne meinen Mund und ringe nach Luft. Glas, Wasser. Ich bin in einer Glasröhre, sehe nichts, spüre nichts. Das einzige Licht kommt von meinen blau leuchtenden Ringen. Ich schlage die Augen wieder auf und sauge den Sauerstoff in meine Lunge. Was um alles in der Welt war das? Meine Flügel schmerzen, dann falle ich zu Boden. Ich sehe gerade noch, wie UHaFnir auf das Pokémon los geht.
    UHaFnirs Sicht.
    Ich Fackele nicht lange rum und stürze mich mit Drachenklaue auf den Rücken des Pokémon, dieses schnappt mit seinen gewaltigen Kiefern nach mir. Es erwischt mich am Flügel. Ich stoße ein lautes brüllen aus, doch das Ding befördert mich rücklings in den Schnee. Plötzlich fällt mir ein, was dass für ein Pokémon ist, Yveltal eines der Legendären Pokémon aus meiner Heimatregion. Nun wendet Yveltal seinen bedrohlichen Blick auf meine Trainerin. Es scheint sie nur kurz zu berühren, dann schüttelt es verwirrt den Kopf. Es sieht sich um und flüstert ein Wort, welches wahrscheinlich mehr Bedeutung hat, als wir uns im Moment vorstellen können. „Eisherz“, danach wendet es sich um und fliegt in die Wolken über uns. Nachdem ich kurz Luft geholt habe, renne ich so schnell es geht du Mila, Sonne und Mond.

    Milas Sicht.

    „Wie geht es deinem Flügel jetzt?“, erkundige ich mich, als Fly und Mond den Bericht beendet haben. „Es geht ziemlich gut. Mond hat ihn immer wieder mit diesem seltsamen zeug eingesprüht.“, er deutet auf die blaue Sprühflasche. „Das ist Hyperheiler.“, stelle ich fest. „Aber was bedeutet eigentlich dieses seltsame Wort? Eisherz.“, frage ich die beiden. „Darüber haben wir uns auch schon den Kopf zerbrochen. Ich glaube es hat was mit deiner Körpertemperatur zu tun.“, stellt Mond bestimmt fest. „Wieso?“, frage ich. „Hol mal die anderen raus. Ich wette mindestens Lucario kann uns helfen. Wir hatten ihnen eh versprochen sie raus zu lassen, aber es war ihnen einfach zu kalt um hier draußen darauf zu warten, dass du aufwachst.“, erklärt mir Fly. Ich rufe mein Team aus den Pokébällen. Das erste was mir auffällt ist, dass Nachtara fehlt. „Die ist Hilfe holen gegangen. Von uns allen war sie noch am fittesten. Allerdings kann sie sich immer noch nicht Teleportiren.“, berichtet mir Mond wieder. Die anderen Pokémon fallen mir währenddessen um den Hals. So gut es eben geht und ich kann mir noch viermal anhören, dass ich eiskalt bin. „Zurück zum Körpertemperatur Tema.“, macht Fly weiter. Lucario, spürst du eine Veränderung?“, wir sehen das Aurapokémon aufmerksam an. Er schließt die Augen und konzentriert sich. „Ja, da ist etwas. Ich spüre deine Aura Mila, aber ich spüre auch die Aura von Yveltal.“, er öffnet die Augen wieder und sieht in unsere erstaunten Gesichter. Nur Fly grins. „Ich wusste es.“, sagt das geflügelte Pokémon. „Yveltal.“, murmle ich. „Ja, du hast teilweise auch die Aura von Yveltal an dir.“, bemerkt Lucario. „Ist dir in letzter Zeit etwas Seltsames an dir aufgefallen?“, hakt Lucario weiter nach. Absol und Magnaien verdrehen beide gleichzeitig die Augen. „Wie soll sie denn“, meint Magnaien, „Wenn sie erst seit einer halben Stunde wieder wach ist.“, beendet Stern den Satz. „Doch.“, sage ich. Die beiden starren mich an. „Ja, als ich das Pokémon, also Yveltal, gesehen habe, konnte ich den Kampf sehen. Was passiert ist.“, „bevor es passiert ist.“, beendet Lucario meinen Satz.

    16
    10.Kapitel

    Feelinaras Sicht

    Wir sind gerade auf dem Weg zum Lavandiaturm. Ich persönlich bin davon nicht gerade begeistert, denn ich mag nämlich keine Geisterpokémon. Es raschelt und flüstert und knackt überall. Bei jedem Geräusch zucke ich innerlich zusammen. Komm schon Feelinara! Sei mutig. Ich mache mich groß und versuche alle Geräusche und Stimmen zu ignorieren. Plötzlich steigt mir ein süßlicher Duft in die Nase. Sind das Sinelbeeren? Ich liebe Sinelbeeren! Mit einem Satz springe ich ins Gebüsch. Der Duft führt mich durch das Labyrinth aus Blättern uns zweigen und immer dichter werdendem Nebel. Da ist er, der kleine Busch mit den saftigen, leckeren, himmlischen Beeren. Ich will gerade in eine kleine blaue Beere beißen, da ist ein Ohrenbetäubender Schrei, aus einem der oberen Stockwerke zu hören. Ich springe erschrocken auf und sehe mich um. Wo bin ich hergekommen. Der süßliche Geruch verschleiert meine Sinne, dennoch finde ich irgendwie aus dem Gewirr von Blättern und Zweigen. Vor dem Eingang des Turms steht Chillabell, die ängstlich in den Turm starrt. „Wo ist Hae Soo?“, frage ich das zitternde Pokémon. „Sie ist in den Turm gelaufen.“, sagt sie. „Ich habe mich nicht getraut, mit zu kommen.“, sie sieht mich unsicher an. „Ich gehe ihr hinterher.“, mit diesen Worten stürme ich in den Turm. Es ist dunkel, niemand ist da. Alles ist still. Wo sind die Geister? Etwas ist hier faul, ganz eindeutig. Wieso Feelinara! Wieso musst du immer so eine große Klappe haben! Ich sitze im zweiten stock und traue mich nicht hoch. Ich höre ein krachen und zucke unwillkürlich zusammen, dennoch fasse ich den Mut und renne ins dritte Stockwerk. Was ich sehe erschreckt mich fast zu Tode. Ein Felsbrockenähnliches Pokémon mit glitzersteinen geht auf meine Trainerin los. Ich überlege nicht lange und ramme das Pokémon mit Gigastoß. Es wird zur Seite geworfen. Leider kann ich mich nach der Attacke nicht bewegen. So hat der Felsbrocken leichtes Spiel. Es schwebt auf mich zu und schleudert mich durch den ganzen Raum, gegen die Wand. „Feelinara!“

    Hae Soos Sicht.

    „Feelinara!“, rufe ich, doch mein Pokémon fällt besiegt zu Boden. Das Pokémon, welches mich angegriffen hat, sieht sich verwirrt um, dann schüttelt es den Kopf und wendet sich wieder mir zu. Der bösartige Blick, passt überhaupt nicht zu dem rosanen Pokémon. Langsam bildet sich eine pinke Energiekugel vor ihm. Es steckt die Arme aus und schießt sie auf mich. Ich ducke mich schnell weg und die Kugel hinterlässt ein ziemlich großes Loch in der Wand. Staub rieselt auf mich nieder und spitze steine fallen zu Boden. Es schüttelt wieder den Kopf und stößt diesen erschreckenden Schrei aus, den ich schon unten gehört habe. Etwas ist mit diesem Pokémon nicht in Ordnung. Es scheint irgendwie mit sich selbst zu kämpfen. Plötzlich verengen sich seine Augen wieder zu schlitzen und es schwebt einen Moment vor mir, dann fliegt es wieder auf mich zu. Ich schließe die Augen und warte darauf, noch einmals gegen die Wand geschleudert zu werden. Was soll ich sonst auch tun, meine Pokémon kann ich nicht benutzen und Feelinara ist besiegt. Doch es passiert nichts. Ich öffne die Augen vorsichtig wieder. Zwischen mir und dem Pokémon steht ein knurrendes Arkani. Sein Fell scheint das letzte Sonnenlicht des Tages zu absorbieren. Es sieht sehr kräftig aus. „Arkani Solarstrahl!“, ruft eine Stimme hinter mir. Ein Trainer? Ich bin wirklich froh darüber, denn aus dieser Situation wäre ich sonst nicht so schnell herausgekommen. Eigentlich will das Edelsteinpokémon nicht aus den Augen lassen, dennoch riskiere ich einen Seitenblick auf den Trainer des Feuerpokémon. Es ist ein Junge, wahrscheinlich vier oder fünf Jahre älter als ich. Er hat kurze braune stachlige Haare und braune Augen. Das Arkani feuert die mächtige Pflanzenattacke auf das Pokémon ab. Dieses knallt gegen die gegenüberliegende Wand. „Eisenschädel!“, ruft der Trainer. Das Arkani rennt los, doch das Edelsteinpokémon kontert mit Gigastoß. Das Feuerpokémon wird zurückgeworfen, doch der Gegner kann sich nach der Attacke nicht bewegen. „Nochmal Eisenschädel!“, das Arkani nimmt ein weiteres mal Anlauf und befördert das Gegnerische Pokémon zu Boden. „Gut gemacht.“, meint der Trainer an sein Arkani gerichtet. Ich renne sofort zu Feelinara, die gerade dabei ist, den Dreck aus ihrem Fell zu schütteln. Ich krame in meiner Tasche und gebe ihr eine Sinelbeere. Danach gehe ich zu dem seltsamen Pokémon, welches immer noch am Boden liegt. Vorsichtig strecke ich meine Hand aus und berühre es. Plötzlich wird mir eisig kalt. Ich höre Stimmen in meinem Köpf.
    Wer ist sie… Hoffentlich geht es Chillabell gut… Wo bleibt Feelinara… Ist es weg… Was macht da so einen Lärm… Komm schon… Vertraue deinen Fähigkeiten… Du bist nicht die einzige… Deine Bestimmung… Eisherz
    Mir wird schwarz vor Augen.
    Es ist heiß. Ich spüre einen warmen kleinen Körper neben mit liegen. Ich höre etwas. Es sind wieder Stimmen, Stimmen in meinem Kopf. Wach auf Hae Soo… Bitte… Was kann ich tun… Bitte wach auf…
    Ich bin wach! Denke ich mir. Was?... Jetzt drehe ich durch… Ich höre ihre Stimme in meinem Kopf… Feelinara? Denke ich wieder. Ja… Ist die hallende Antwort. Wie machst du das?... Fragt sie. Ich weiß es nicht. Der Körper neben mir regt sich. Ich schlage die Augen auf. Grelles, weißes Licht blendet mich. Langsam Gewöhnen sich meine Augen daran und ich setze mich auf und sehe mich um. Wir befinden uns in einem Sterilen, weißen Zimmer mit einem Bett, einer Kommode, einem Schrank und zwei Türen. Auf einer steht in Großbuchstaben BAD. „Wie hast du das eben gemacht?“, ist Feelinaras erste Frage. Sie sitzt neben mit auf dem Bett und sieht mich mit ihren großen blauen Augen an. „Wenn ich das wüsste.“, antworte ich dem Feenpokémon. „Denk nicht weiter darüber nach.“, murmelt sie. „Wo sind wir?“, frage ich. „Im Krankenhaus von Safronia City. Der Trainer mit dem Arkani hat dich hergebracht, als du umgekippt bist“, antwortet Feelinara. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie ist mir das peinlich. Ich bin noch nie in Ohnmacht gefallen. Schon gar nicht nach einem Kampf. Feelinara hopst währenddessen von meinem Bett und holt meine Haarnadel mit dem Schlüsselstein und meine kleine Tasche von der Kommode neben der Tür. Ich stecke die Nadel geübt in meine überraschenderweise immer noch fast perfekt hochgesteckten Haare. Haarspray zahlt sich eben doch aus. Danach stehe ich auf und häng mir meine Tasche um. Ich zähle die Pokébälle, die inzwischen repariert worden sind. Alle leer. „Wo sind die anderen?“, frage ich das Feenpokémon. „Draußen.“, antwortet sie mit grinsend. Da kommt auf einmal eine Krankenschwester durch die Tür. „Oh! Du bist aufgewacht. Wie geht’s dir?“, fragt sie mich. „Ziemlich gut. Mir ist nicht schwindelig oder schlecht. Nur etwas warm.“, antworte ich. „Schön. Ich denke du kannst gehen, wenn dir nichts fehlt. Aber wenn etwas ist, kommst du sofort wieder her. Hast du mich verstanden? Ein kleiner Ohnmachtsanfall kann jedem mal passieren, ist mir auch schon passiert, aber nicht schlimm…“, quatscht sie und mich voll und begleitet mich währenddessen zum Ausgang. „Ach übrigens. Draußen wartet jemand auf dich.“, dann eilt sie wieder ins innere des Gebäudes. Ich trete ins freie und werde erstmal von einer Scharr Pokémon überrannt. Chillabell knuddelt mein Schienbein, während Vulnona mir mit ihrer rosigen Zunge durchs Gesicht schleckt. Lapras stößt einen erfreuten laut aus und Milotic sowie Altaria bleiben fröhlich am Rand. Da bemerke ich, dass mich Vulnona und Chillabell unsicher anstarren. „Was ist los?“, frage ich sie verwirrt. „Du bist eiskalt.“, murmeln die beiden. „Wirklich? Mir geht es gut.“, erwidere ich. „Könnte das mit diesem seltsamen Pokémon zusammenhängen?“, überlegt Milotic. „Naja, so lange es dir gut geht.“, meint Chillabell unbesorgt und kuschelt sich wieder an mein Bein. „Ach ja. Hier ist noch jemand.“, sagt sie. Ich rufe meine Pokémon in ihre Bälle zurück, nur Chillabell bleibt weiter an meinem Bein hängen. Das ist irgendwie ein Hobby von ihr, aber ich finde es süß. Der jemand, der auf mich wartet ist der Junge aus dem Lavandiaturm. „Hallo.“, sagt er. „Ich bin Blau.“, „Hae Soo.“, erwidere ich. „Deine Pokémon scheinen dich zu mögen, sie sehen sehr stark aus.“ Das graue Pokémon an meinem Bein fängt an zu grinsen. Bitte nicht! „Müssen wir. Immerhin wird Hae Soo der nächste Champ der Pokémonliga.“, sagt sie stolz. Blau sieht uns belustigt an. Wieso kann dieses Pokémon nie seine Klappe halten! „Naja, wir wollen zumindest an der Pokémonliga teilnehmen.“, sage ich schnell. „Ein großes Ziel.“, meint er. „Du könntest uns doch dabei helfen. Hae Soo reist sowieso im Moment allein.“, erklärt mein Pokémon. CHILLABELL! Kann bitte jemand dieses Ding zum Schweigen bringen?
    Ich würde euch gerne begleiten.“, antwortet mit Blau. Chillabell jauchzt auf und kuschelt sich noch enger an mein Bein.

    17
    11.Kapitel
    Sparx Sicht.
    „Aufhören“, ruft meine Trainerin mir zu. Ich sehe Tayfun verwirrt an. Aufhören? Dieses Ding hat uns grundlos angegriffen. Langsam streckt sie eine Hand aus und berührt die schwarzen Schuppen des Drachen. „Eisherz“, zischt das Pokémon, dann kippt Tayfun um. Der schwarze Drache wendet sich um und will gerade verschwinden, da stelle ich mich ihm in den Weg, während Spyro schnell zu unserer Trainerin fliegt. „Hey! Du glaubst doch selbst nicht, jetzt einfach so abhauen zu können, du großer schwarzer Drache!“, schnauze ich das wilde Pokémon an. „Mein Name ist Rayquaza und ich bin ein Legendäres Pokémon im Auftrag von Aceus und habe mit diesem Vorfall nichts zu tun.“, erwidert dieses. „Und Ob! Du hast uns angegriffen, uns in Lebensgefahr gebracht UND dafür gesorgt, dass Tayfun in Ohnmacht gefallen ist. So viel zum Tema du hast nichts damit zu tun.“, zähle ich die Fakten auf. „Ich war nicht Herr meiner selbst.“, erwidert dieses Rayquaza. „Ach ja? Das hat man bemerkt. Du hast total am Rad gedreht.“, kommentiere ich das Verhalten des Legendären Pokémon. „Sie ist eiskalt und wacht einfach nicht auf.“, ruft Spyro zu uns herauf. „Siehst du.“, sage ich. Rayquaza wendet sich ab. „Wie gesagt. Ich hatte keine Kontrolle über das was ich tat. Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest.“, der Drache glaubt ernsthaft, sich einfach so aus dem Staub machen zu können? „Moment, Moment, Moment.“, Ich fliege Rayquaza wieder in den Weg. „Was glaubst du eigentlich wer du bist. Du hast diesen Schlamassel zu verantworten und du bringst das jetzt SOFORT in Ordnung!“, brülle ich das Legendäre Pokémon an. Wenn es um Tayfun geht, verstehe ich keinen Spaß. Der Drache sieht mir tief in meine blauen Augen, dann schnaubt es und fliegt Richtung Boden. „Wir sollten sie auf die Insel bringen, auf der ich mich die letzten Tage aufgehalten habe.“, murmelt es. „Warum?“, frage ich skeptisch. „Das erkläre ich euch dort.“, erwidert Rayquaza. „Ich will sicher gehen, dass uns niemand belauscht.“

    Tayfuns Sicht.

    Ich spüre weiches Gras unter mir und die heiße Sonne auf meiner leicht gebräunten Haut. Rechts von mir höre ich leise stimmen. Sie scheinen weit von mir entfernt zu sein, oder liegt das an mir? Hin und wieder nehme ich den einen oder anderen Satz war, doch ich will meine Augen nicht öffnen. Noch nicht, denn das was ich zu hören bekomme ist sehr interessant. Die Stimmen kommen näher. „Schwört, dass ihr niemandem erzählt, was ich euch erzählt habe.“, sagt eine unbekannte, tiefe Stimme. „Wir schwören“, das ist Cynder. Ich schlage die Augen auf und setze mich auf. Ich befinde mich auf einer Wiese, vor mir erstreckt sich das aquamarinblaue Meer. Die Sonne funkelt blutrot am Horizont und wirft lange rote Schatten über das Gras. Die Ersten Sterne funkeln am tiefblauen Nachthimmel hinter uns. Kleine Wolken sind am Himmel. In der ferne kann ich eine große Inselgruppe sehen. Wir befinden uns nichtmehr in Alola, so viel steht fest. Ich streiche mir eine rotbraune Strähne aus dem Gesicht und wende mich den Stimmen zu, die ich vorher gehört habe. Was ich sehe erstaunt mich ziemlich. In der nähe sitzt mein komplettes Pokémon Team auf der Wiese und unterhält sich mit dem riesigen Schwarzen Drachen, der uns angegriffen hat. Da wendet sich Malefor, mein Glutexo zu mir um. „Hey! Du bist endlich aufgewacht!“, er rennt zu mir und zieht mich auf die Füße. Sein brennender Schwanz wedelt erfreut hin und her, so dass er fast die langen Grashalme angezündet hätte. „Wie müssen dir jemanden vorstellen.“, mit diesen Worten schleift er mich in Richtung des riesigen schwarzen Drachen. „Das ist Rayquaza. Ein Legendäres Drachen Pokémon. Eigentlich kommt es aus der Hoenn Region, aber da herrscht im Moment das reine Chaos. Hast du ja im Radio gehört.“, erzählt er mir, wie das normalste auf der Welt. Ich meine, ein Legendäres Drachenpokémon, welches uns Angegriffen hat und wie es aussieht auf diese Insel brachte, sitzt mit meinem Team einfach hier rum und unterhält sich. „Guten Tag Tayfun.“, sagt es. „Hi Rayquaza“, erwidere ich knapp. „Wie du sicher bereits gemerkt hast, befinden wir uns außerhalb von Alola. Das mit dem Angriff auf dich und deine Pokémon tut mir äußerst leid, ich hatte die Kontrolle verloren. Ich habe dich gesucht um dir etwas zu geben. Eigentlich dürfte ich dir das gar nicht sagen, aber es wird dir wahrscheinlich einigen Ärger ersparen, wenn ich es doch tue.“, sagt das riesige Pokémon vollkommen emotionslos. Aha. Und weiter denke ich, drücke es aber etwas höflicher aus. „Das wäre?“, hake ich nach. „Als du mich berührt hast. Hat sich deine Körpertemperatur an meine angepasst. Das wird ab jetzt immer so bleiben.“, ich sehe es irritiert an. „Das heißt, du solltest es vermeiden, andere zu berühren, die nichts davon wissen.“, erklärt es weiter. „Warum?“, frage ich verwirrt. „Nun ja, im Moment beträgt meine KörpertemperaItur nicht mehr wie 2°.“, erwidert es auf meine Frage. Ich bin nach dieser Info leicht geschockt. Na klasse. Jeder der mich anfasst glaubt nicht nur, dass ich gerade anfange zu erfrieren. Nein, derjenige denkt ich bin bereits erfroren und bekommt auch noch einen Kälteschock! Ich lasse mich wieder in das weiche Gras fallen. „Hat das auch was Gutes?“, frage ich und fühle mich plötzlich unglaublich erschöpft. „Was heißt gut.“, murmelt es. Was heißt gut? Das hört sich nicht gerade überzeugend an. Ich habe irgendwie das Gefühlt, dass es daran überhaupt nichts Gutes gibt. „Naja. Eigentlich sollte ich dir das auch nicht sagen.“, murmelt Rayquaza vor sich hin und reißt mich damit aus meinen Gedanken. „Du bekommst jetzt schon ärger mit Aceus hast du vorher gesagt, also rück raus.“, sagt Toto, mein Viscogon. Rayquaza atmet tief durch und erzählt weiter. „Du besitz jetzt auch eine besondere Fähigkeit.“, rückt es widerwillig raus. „Eine besondere Fähigkeit?“, frage ich, jetzt seht interessiert. „Mehr erfährst du von mir nicht. Alles zu seiner Zeit.“, beendet es seinen für mich nicht gerade erfreulichen Bericht, ohne auf meine Frage einzugehen. Eine Fähigkeit. Aha und was für eine? Die Informationen muss ich erst mal verarbeiten. Da fällt mir plötzlich etwas sehr wichtiges ein. „Oh Nein!“, flüstere ich und schlage mit gegen die Stirn. „Was ist los?“, Ryu reibt einen ihrer beiden Köpfe an mich. „Was ist mit Lilly?“, frage ich sie. Der Drache hält einen Moment inne. Rayquaza sieht auf. „Lilly?“, ich nicke. „Eine Freundin. Sie begleitet mich auf meiner Pokémonreise.“, ich sehe dem schwarzen Pokémon tief in die Augen. Dieser grübelt eine Weile vor sich hin, dann richtet es seinen Blick wieder auf mich. „Nun gut. Ich denke es wird sich nicht vermeiden lassen, sie einzuweihen, wenn sie dich begleitet. Ich möchte sie nur nicht mit in diese Sache reinziehen.“, murmelt der Drache. „Mit reinziehen? In was für eine Sache?“, erkundigt sich nun Sparx scharf. Rayquaza schweigt. „Wie wäre es, wenn Sparx, Lilly holen geht.“, schlägt das riesige Pokémon dann vor. „Du versuchst das Tema zu wechseln.“, brummt nun auch Spyro. „Ach und Spyro kann Sparx ja begleiten.“, schlägt es vor, ohne auf die Frage meiner Pokémon einzugehen. Ich sehe die beiden an. Es ist sinnlos mit einem Legendären Pokémon zu diskutieren, deshalb schicke ich die beiden los, Lilly zu suchen. Es ist bereits Nacht geworden, die Sterne leuchten am Himmel und die letzten Sonnenstrahlen tauchen in die Tiefen des Meeres. Ich liege im Gras, neben meinem Duodino und warte auf die Rückkehr von Sparx und Spyro. Ich frage mich, warum wir nicht einfach nach Alola zurückgeflogen sind und ihr alles erzählt haben. Aber ich wette, Rayquaza hätte ein Argument gefunden, warum Lilly zu uns muss und nicht wir zu Lilly. Dann schließe ich die Augen und versinke in Gedanken. Sanft werde ich von der Seite angetippt. Ich muss eingeschlafen sein, denn es dämmert bereits. Mir kommt es vor, als hätte ich keine Sekunde geschlürft. langsam stehe ich auf und strecke mich erstmal ausgiebig. Die Wiese war überraschend bequem. In der nähe liegen Spyro, Sparx, Malefor und Toto. Ryu hat mich geweckt. „Haben sie Lilly gefunden?“, frage ich das zweiköpfige Pokémon. Dieses nickt und deutet auf ein Mädchen mit langen blonden Haaren, welches gemeinsam mit Cynder, dem riesigen schwarzen Drachen gegenübersitzt. „Lilly!“, rufe ich und renne zu ihr. Sie wirbelt herum und fällt mir in den Arm. „Du bist wirklich eiskalt.“, stellt sie fest. „Rayquaza hat mir alles erklärt. Ach ich bin so froh, dass es die gut geht. Ich habe die Kampfgeräusche gehört, aber als ich zum Krater kam, waren alle weg.“, sagt sie mir. „Nun denn.“, macht sich Rayquaza bemerkbar. „Ich denke ihr kommt ohne mich klar. Ich werde mich nun wieder nach Hoenn begeben und wünsche euch noch eine schöne Reise.“, verabschiedet es sich, und steigt in den immer heller werdenden Himmel empor, bis es nur noch ein kleiner schwarzer Punkt an Wolkenlosen Himmel ist und am Horizont verschwindet.

    18
    12.Kapitel

    Satus Sicht

    „Was war das?“, Schlapor sieht entgeistert zu dem davonfliegenden blau, weißen Pokémon. „Das war krass.“, murmelt das Nachtara zu mir. „Ich bin mir sicher, dass war Latios.“, antwortet mein Iksbat auf die unausgesprochene Frage von uns allen. „Latios.“, murmle ich verwirrt. Latios, aber wo ist dann Latias? „Was macht Latios hier?“, frage ich mich selbst „Was macht Yveltal hier?“, entgegnet mir das geflügelte Nachtara prompt. Schlapor setzt sich auf den Boden und schlingt die Arme um die Knie. „Was ist?“, frage ich das zitternde Pokémon. „Mir ist kalt.“, antwortet es, doch ich merke, dass da noch etwas anderes ist, aber ich frage nicht nach. Sie wird es mir schon sagen, wenn es wirklich wichtig ist. „Willst du in den Pokéball?“, frage ich sie deshalb freundlich. Nachtara ist da deutlich direkter und bevor das Pokémon auf meine Frage antworten kann, stellt sie es zur Rede. „Was ist los Hase? Du verschweigst uns etwas.“, das kleine, schwarze Pokémon sieht mein Schlapor mit ihren leuchtend gelben Augen durchdringend an. „Du musst nicht, wenn du nicht willst.“, versuche ich das unruhige Pokémon zu beruhigen und werfe dabei Nachtara einen wütenden Blick zu. Die verdreht die Augen und murmelt etwas Unverständliches vor sich hin während sie anfängt den Schnee vom Eis zu scharren. Plötzlich wirkt sie wie erstarrt. „Ich spüre etwas.“, flüstert sie. Ihre Stimme hört sich seltsam weit weg an. „Das Eis…“, ihr Blick scheint durch mich hindurch zu sehen. Das ist gruselig, ich weiche einen Schritt zurück und beobachte sie genau. „Das Eis breitet sich aus. Ich spüre eine ungeheure Macht die von Moosbach City ausgeht.“, jetzt sieht sie mir mit einem seltsamen und fast gruseligen Leeren Blick tief in die Augen. „Das Pokémon ist gefangen worden, eine Böse Macht strebt auf. Der Kampf rückt unaufhaltsam näher…“, flüstert sie, dann wird ihr Blick wieder klar und sie schüttelt verwirrt ihren Kopf. „Was war das?“, erkundigt sich das immer noch fröstelnde Schlapor. „Ich weiß nicht, aber ich habe plötzlich Xerneas gesehen und eine Person. Ich könnte aber nicht sagen wer das war. Xerneas hat etwas gemacht und dann hat sich vor ihnen eine Höhle geöffnet. Danach habe ich das Eis gesehen, es hatte alles eingefroren. Und eine Gruppe von Menschen auf dem Eis, sie haben gekämpft.“, das Nachtara fuchtelt mit ihren Flügeln und Pfoten vor uns hin und her, während sie ihre, ich würde es als Vision bezeichnen, beschreibt. Schlapor sieht sie kurz an, dann wendet sie sich mir zu. „Das habe ich vor einigen Tagen auch gesehen.“, murmelt sie unruhig. Diese Macht kommt von Moosbach City, wir sollten schnellstens deine Trainerin finden Nachtara.“, sagt sie zu dem schwarzen Pokémon. „Der Meinung bin ich auch.“, antwortet diese. Schlapor steht auf und die beiden stapfen voraus Richtung Moosbach City. Ich laufe den beiden schnell hinterher, damit ich sie nicht verliere. Unglaublich wie schnell so eine Entscheidung fällt, ohne ein einziges Mal nach der Meinung anderer zu fragen. Es macht mir zwar nichts aus, aber Iksbat sieht so aus, als ob er mit der Entscheidung nicht ganz zufrieden wäre. „He ihr beiden!“, ruft es. „Was Ist?“, fragt Nachtara ohne sich einmal umzudrehen. „Ist euch mal in den Sinn gekommen, dass andere auch eine Meinung haben zum Thema, wohin wir gehen sollten?“, fragt es. „Du hast doch nur Angst davor, dass das Legendäre Pokémon Yveltal wiederkommt.“, behauptet Nachtara. Schlapor stupst sie in die Seite und flüstert „Sei nicht so unfreundlich.“, Iksbat setzt sich wären dessen schmollend auf meine Schulter. Gedankenverloren betrachte ich den Himmel am Horizont. Was ist das für eine Macht, von der die beiden Pokémon gerade sprachen und Nachtara hat vorher auch etwas von einem Pokémon gesagt, welches gefangen worden ist. Es gibt sehr viel über das ich nachdenken muss. Von welchem Pokémon ist die Rede? Schlapor hat gesagt, sie habe eine Art Macht gespürt, die von Moosbach ausgeht. Ich bin mir sicher, dass es etwas mit dem Eis zu tun hat. Mit was könnte man diese Vorkommnisse sonst in Verbindung bringen? Das ist alles ziemlich verwirrend. Sowohl Yveltal als auch Latios haben Trainer angegriffen und ich bin mir inzwischen sicher, dass wir nicht die einzigen sind. Außerdem… Plötzlich fliegt mir ein Haufen Schnee ins Gesicht. Ich sehe nach unten und wie kann es anders sein? Natürlich sitzt da dieses frech grinsende Nachtara. „Schön das wir jetzt deine Aufmerksamkeit haben.“, sagt sie immer noch grinsend während ich den Schnee aus meinen Haaren entferne. Aber Moment. Ich nehme eine Hand voll Schnee und betrachte ihn genau. Währenddessen tut sich langsam aber sicher eine frage in mir auf. „Warum ist der Schnee so warm?“, frage ich verwirrt. Schlapor sieht mich nun genauso verwirrt an. „Warm? Der Schnee ist Eiskalt. Der hat höchstens 0° und das ist unter keinen umständen warm. Warte“, sie stapft zu mir und schnappt sich meine Hand, welche sie sofort wieder loslässt. „Du bist ja eiskalt!“, ruft sie. „Alles ok mit dir?“,Ja eigentlich schon.“, erwidere ich nun doch etwas unsicher. Hat das was mit dem Angriff des Legendären Pokémon zu tun? Ich weiß, diese Vermutung ist jetzt ziemlich voreilig, aber anders kann ich mir das auf die Schnelle nicht erklären. Auf dem weiteren Weg sind alle in Gedanken versunken und grübeln über die heutigen Ereignisse.
    Schon bald haben wir Moosbach City erreicht und laufen leise über den Schneebedeckten Strand. Da hören wir plötzlich eine Stimme „SONNE!“, es ist ein Psiana, dass über den Schnee gehüpft kommt. „Hi, Sonne! Wie es aussieht hast du jemanden gefunden. Wie geht’s dir und wer ist das?“ bei letzterer Frage deutet sie auf mich. „Das ist…Äh“, Du hast nicht ernsthaft, irgendjemanden hierhergeschleppt, ohne einmal darüber nachzudenken, wie dieser jemand Heißt?“ fragt das Psiana entgeistert. „Ich bin Satus. “, stelle ich mich etwas überrumpelt vor. „Mein Name ist Mond und das ist Sonne.“, stellt sich das Psiana namens Mond vor. Plötzlich sind weitere Schritte zu hören. Da tauchen ein Lucario, ein Absol, ein Magnaien, ein UHaFnir und ein Ariados auf. Hinter ihnen kommt ein Mädchen, wahrscheinlich Mila durch den Schnee gestapft. „Hast du angst vor Spinnenpokémon?“, ist die erste frage die ich von dem Ariados gestellt bekomme. Mila verdreht sie Augen und schiebt das Pokémon sanft zu Seite. „Hallo. Ich bin Mila. Tut mir leid, dass meine Pokémon dich einfach so überfallen haben. Sie sind da immer etwas vorschnell.“, erklärt sie entschuldigent und wirft ihren Pokémon einen bedeutungsvollen Blick zu. Mond und das Ariados setzen sich brav zu den anderen und Nachtara verdreht die Augen. „Schön dich kennen zu lernen.“, antworte ich, dann hole ich auch mein Team hervor. Solange sich die Pokémon sich austauschen, berichte ich was auf unserem Weg hierher vorgefallen ist. Danach hören wir das ganze noch einmal in Nachtaras Fassung. „Latios und Yveltal.“, murmelt Mila und blickt in die Ferne. „Was hat das zu bedeuten? Was hat dieses Wort zu bedeuten?“, sie wendet sich wieder mir zu. „Du hast gesagt, plötzlich konntest du für einen Moment das Eis kontrollieren, was um dich herum war und dass du plötzlich eiskalt warst. Das selbe ist auch mir passiert. Zumindest, dass meine Körpertemperatur seit der Berührung mit dem Pokémon drastisch gesunken ist. Aber ich habe für einen Moment die Zukunftsehen können, wie das Pokémon uns angegriffen hat und Psiana besiegt wurde. Ich glaube, dass ist noch mehr Trainern passiert.“, erklärt sie mir. "Ich weiß, das dass jetzt recht weit hergeholt klingt, aber wäre doch möglich.", überlegt sie. „Wenn das wirklich stimmen sollte und noch andere Trainer von Legendären Pokémon angegriffen wurden. Vielleicht sollten wir uns auf die Suche nach diesen machen. Ich weiß zwar nicht, was das zu bedeuten hat, aber ich bin mir sicher, dass der Grund für das alles, hier in Moosbach City liegt.“, überlege ich auch. „Außerdem bin ich der Meinung, dass mit >Eisherzen< wir gemeint sind.“ „Ich glaube auch, dass wir mit Eisherzen gemeint sind. Wenn nicht, ist mir das allerdings auch egal. Benutzen wir es einfach als Überbegriff für die Menschen, die so sind wie wir.“, meint sie bestimmt. „Klasse. Werden wir jetzt Universell?“, kommentiert Sonne das Nachtara. Mila Ignoriert sie einfach und fährt fort. „Ok. Dann lass uns keine Zeit verlieren und Richtung Seegrassulb City aufbrechen.“, sagt das Mädchen und begibt sich zu ihren Pokémon. Auch ich rufe mein Team zu mir und erkläre ihnen das Vorhaben. „Wir werden nach Seegrassulb City gehen, denn ich glaube nicht, dass wir meine Freunde hier finden werden. Mila und ihre Pokémon werden uns begleiten. Wir wollen andere Eisherzen finden, die uns vielleicht etwas mehr über diese Vorkommnisse sagen können und außerdem können wir vielleicht auch eine Lösung für dieses Problem finden.“

    19
    13.Kapitel

    Laras Sicht

    Ich höre ein lautes Brüllen, Lucario wendet sich blitzschnell um, doch da ist es schon zu spät. Ein riesiges Raubkatzenähnliches Pokémon rennt auf mich zu und versucht mich anzugreifen. Lucario reagier in Windeseile und stößt mich zur Seite, dennoch werde ich von dem Schwanz des Pokémon gestreift. was an sich nicht so schlimm wäre, wenn mich nicht plötzlich diese stechende kälte durchbohren würde. Ich schreie auf, Lucario bricht seine gerade aufgeladene Aurasphäre ab und eilt zu mir, dass seltsame Pokémon ist verschwunden. Keuchend liege ich am Boden. Die Hitze scheint in diesem Moment unerträglich. Was ist das? Das Aurapokémon kniet neben mir nieder und sieht sich verzweifelt um, dann flüstert es mir leise ins Ohr „Ich bin gleich zurück.“; und eilt schnell Richtung Vanitéa davon. Ich versuche mich aufzurichten, doch die Wärme des Bodens zieht mich an. Ich lege mich wieder hin, richte meinen Blick Richtung Himmel und konzentriere mich auf die Wolken über mir. Alles um mich scheint zu verschwimmen und sich mir zu nähern. Die Wärme ist erdrückend doch die Kälte scheint von ihr angezogen zu werden. Plötzlich merke ich, dass dieses seltsame Gefühl von meinem Schlüsselstein kommt. Hatte die Berührung mit diesem Pokémon Auswirkungen auf den Schlüsselstein? Ich schließe die Augen und versuche das Gefühl zu verdrängen. Da spüre ich plötzlich einen warmen Atem über mir. Ich meine ein Rufen zu hören, plötzlich nähern sich Schritte, dann werde ich hochgehoben und auf ein Pokémon gelegt. Ich spüre die kräftigen Muskeln des Pokémon und die geschmeidigen Bewegungen seiner Schritte. Ich will die Augen wieder öffnen, doch meine Lieder sind schwer und so falle ich in einen unruhigen Schlaf. Als ich wieder wach werde, liege ich auf einer weichen Matratze in einem kleinen, gemütlich eingerichteten Zimmer. Ich bin etwas überrascht, denn ich weiß wo ich bin. Ich befinde mich in der Wohnung von meinem Vater, in meinem alten Zimmer. Mir ist ziemlich warm, wozu sicher auch die warme Wolldecke und das geschlossene Fenster beitragen, doch das seltsame Gefühl ist verschwunden. Ich setze mich auf und schlage die Decke zurück, von draußen höre ich leise Stimmen. Ich schleiche zur Tür um besser hören zu können. Ich weiß, ich sollte nicht lauschen, aber ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht im Dunkeln gelassen zu werden und als einzige nicht zu wissen was los ist. Auf einer kleinen Kommode neben der Tür liegen mein Megaring und meine Kappe, so wie meine gelbe Tasche. Als ich den Megaring wieder an meinem Handgelenk befestigt habe, setzt plötzlich wieder dieses seltsam kühle, hitzige Gefühl ein. Diesmal ist es nicht so stark, aber dennoch etwas unangenehm. Ich ignoriere es vorerst und spicke durch das Schlüsselloch. Die sich unterhaltenden Personen sind Professor Platan, Ash und Alain. „Sie war eisig kalt als Glurak sie gefunden hat.“, sagt Alain gerade. „Wissen sie was das ist Professor?“, fragt Ash nach. „Nein leider nicht. So etwas habe ich noch nie gesehen und ich muss so schnell wie möglich den Grund für dieses Phänomen herausfinden. Sie ist total unterkühlt, wir müssen schnellstens etwas dagegen tun.“, antwortet dieser und wühlt wären dessen eilig in einem Haufen von Akten. „Können wir etwas für sie tun?“, fragt Ash wieder. „Nein tut mir leid. Ich würde vorschlagen, dass ihr schonmal weiterreist. Das hier könnte noch etwas dauern.“, sagt mein Vater. Dauern? Am liebsten wäre ich in das Zimmer gestürmt und hätte klargestellt, dass es mir gut geht. Doch ich lasse es dann doch lieber, denn da ist immer noch dieses Gefühl von meinem Megaring. Ich lehne mich mit dem Rücken an die Tür und starre aus dem Fenster. Plötzlich wird die Tür hinter mir weggezogen und ich kippe nach hinten. „hihihihi!“, ein kleines Glumanda sieht kichernd auf mich hinunter und wedelt vergnügt mit dem Flammenden Schwanz. „Hallo Glumi“, begrüße ich das kleine und rapple mich auf und sehe das kleine an. In seinen Händen hält es eine Schüssel dampfender Suppe. „Lara, wie geht es dir.“, mein Vater taucht hinter Glumi auf und sieht mich besorgt an. „Alles bestens.“, versichere ich ihm. Das mein Schlüsselstein so ein seltsames Gefühl verursacht, erwähne ich allerdings nicht. Mein Vater nimmt meine Hand. „Du bist immer noch eiskalt. Du musst sofort zurück ins Bett.“, sagt er bestimmt. „Aber mir geht es gut.“, versichere ich ihm. „Nein das tut es nicht. Du bist völlig unterkühlt, Glumi hat dir eine Suppe gemacht.“, sagt er. Sein ton duldet keinen Wiederspruch. Na klasse. Das es für eine Suppe im Moment viel zu warm ist, behalte ich lieber für mich und gehe brav wieder ins Bett. Ich löffle die Suppe und starre gelangweilt an die Decke. Ich bin mir sicher, dass hat alles was mit dem Pokémon zu tun. Aber wenn ich das jetzt sage, wird es bestimmt wieder als Ausrede abgetan. Da kenne ich meinen Vater nur zu gut. Dennoch starte ich drei Stunden später einen weiteren Versuch. Mit dem gleichen Ergebnis. „Lara, ich bin mir sicher, dass es dir warm ist. Du bist ja auch eiskalt.“, mit diesem Kommentar werde ich wieder auf mein Zimmer geschickt. Immerhin darf ich meine Pokémon mitnehmen. Da fällt mir auf… „Papa? Wo ist Lucario?“, frage ich verwirrt. „Das wollte ich dich noch fragen. Es war nicht bei den anderen Pokémon als Ash und Alain dich gefunden haben.“, antwortet er mir. Jetzt bin ich etwas besorgt. Wo ist mein Lucario? Wollte es nicht >gleich wieder zurück< Sein? Anstatt wieder ins Bett zu kriechen, stelle ich mich ans Fenster und schaue nach draußen. In der Ferne kann ich Vanitéa erkennen, aber kein Lucario weit und breit. „Wo bist du“, flüstere ich, mehr zu mir selbst, aber der Pokéball von Glurak fängt an zu wackeln. „Was ist?“, frage ich. „Willst du Lucario suchen gehen?“. Ich lasse das Feuerpokémon aus dem Ball. Ohne ein Wort, öffnet es das Fenster und sieht sich um. „Was ist?“, frage ich erneut. Ohne eine Antwort zu bekommen, zieht es mich auf seinen Rücken und springt aus dem Fenster. „Spinnst du?“, kreische ich und klammere mich an seinen Hals. „Wir müssen Lucario suchen. Wenn wir noch weiter bei deinem Vater geblieben wären, hätte es noch ewig gedauert.“, sagt es und fliegt Richtung der kleinen Stadt. Ich sehe es empört an, aber ich muss zugeben, dass es recht hat. „Dreh sofort wieder um! Wir werden total ärger kriegen und was weis ich was mit mir los ist?.“, starte ich dennoch einen versuch. „Macht nichts.“, antwortet es lächelnd. Ich stöhne auf, aber ich weiß, dass Diskutieren in dem Moment nichts taugt. Vor allem nicht in 600 Metern höhe. Also fliegen wir Richtung Vanitéa davon. Über der Kleinstadt kreisend, suchen wir die Gegend nach Lucario ab. Doch nichts ist zu sehen. Da kommt mir plötzlich eine Idee. „Glurak, wenn Lucario mir helfen wollte, ist es vielleicht auch in den Beerengarten gelaufen. Vielleicht sollten wir dort nach ihm suchen.“, erkläre ich ihm. Gesagt getan. Wir landen in Vanitéa und laufen durch den dichten Wald Richtung Beerengarten, da wir im Garten wegen den Beerensträuchern nicht landen können. Plötzlich fällt mir am Rand des Weges ein Haufen niedergetrampeltes Gebüsch auf. „Warte.“, rufe ich meinem Glurak zu und renne zu der Stelle. „Da sind spuren eines schweren Pokémon.“, stelle ich fest. Natürlich kann das alles Mögliche bedeuten, aber ich habe das Gefühl, dass es etwas mit Lucario zu tun hat. „RETTE SICH WER KANN!“, plötzlich werde ich von drei Gestalten umgerannt. Erschrocken drehe ich mich um. Es sin ein Mann mit einer Rose, eine Frau mit pinken Haaren und ein, wie ein Mensch laufendes, Maunzi. Ich sehe zu Glurak, Glurak starrt den drei Typen hinterher. „Was war das?“, frage ich leise. „Keine Ahnung.“, erwidert das Feuerpokémon. Entschlossen stehe ich auf und fange an den Trampelpfad entlang zu gehen. „Warte!“, ruft Glurak, „Du kannst da jetzt nicht einfach langgehen! Vielleicht ist es da gefährlich.“, Ich antworte nur "genau so Gefährlich wie einfach hier her zu fliegen, wenn ich anscheinend eine Unterkühlung habe.", es rennt mir hinterher und bleibt neben mir stehen. Langsam gehen wir weiter. Immer wieder sehe ich die Spuren eines riesigen Pokémon. Ich ziehe kurz entschlossen meinen Block hervor und zeichne die Spuren ab. Ich muss wohl nachher jemanden fragen, ob er dieses Pokémon kennt, denn es hat ein ganz schönes Chaos hinterlassen. Da sehe ich plötzlich auch andere Spuren. Ich kenne mich damit zwar nicht aus, aber das war eindeutig ein Lucario. Hoffentlich ist nichts passiert. Angespornt von meiner Entdeckung beschleunige ich meine Schritte und folge dem niedergetrampelten Gras. Von weitem sehe ich schon, dass die Mauer des Gartens eingerissen wurde. Überall liegen spitze Steine und Trümmer. Plötzlich nehme ich Stimmen war. Vorsichtig luge ich um die Ecke. Was ich sehe, erschreckt mich fast zu Tode. Mein Lucario steht schwer atmend an die gegenüberliegende Mauer gelehnt. Vor ihm steht ein blondes Mädchen mit zwei Pokémon. Eines davon ist ein Mega Flunkiefer. Sie geht langsam auf mein Pokémon zu. Ihr Flunkiefer sperrt gierig seine zwei Mäuler auf. „Flunkiefer Finsteraura.“, sagt sie. „Hoopa Hyperstrahl.“

    20
    14.Kapitel

    Demons Sicht

    „EISHERZ? GEHTS NOCH? DU BRINGST DAS SOFORT WIEDER IN ORDNUNG. WENN DU DICH JETZT NICHT SOFORT ENTSCHULDIST UND WAS MACHST, BEKOMMST DU MEINEN DONNERBLITZ ZU SPÜREN DU RIESIGER REGENWURM!“, brülle ich das sichtlich verwirrte Pokémon an.
    „HAST DU MICH VERSTANDEN!“, ich deute mit meiner Pfote Richtung Noako und mustere mit finsterem Blick dieses Schlangenvieh, welches mich etwas schockiert anguckt.
    Aber den >Glotz nicht so blöd< Kommentar spare ich mir dann doch. Vielleicht brauch ich den ja später noch.
    „Sorry“, bringt es nun verdattert raus und sieht sich verwirrt um. Es mustert die Umgebung und dann uns Pokémon.
    „Das war nicht meine Schuld.“, stellt es klar, nachdem es alles genau begutachtet hat.
    Das warn nicht Seine Schuld? „DAS WAR NICHT DEINE SCHULD!“, wenn Blicke töten könnten, hätte ich dieses Ding schon längst erledigt, oder zumindest gegrillt.
    Leider ist das Pokémon, welches ich ganz klar gerade als Zygarde enttarnt habe, Typ Boden, heißt grillen mit Donnerblitz fällt raus, aber mit Albträumen könnte ich es trotzdem plagen.
    Dennoch würde ich gerne wissen, was hier los ist. Darum verzichte ich ausnahmsweise auf beide Varianten.
    „Nein, das war ganz bestimmt nicht meine Schuld.“, unterbricht es mich in meinen Gedanken.
    „Natürlich war es deine Schuld.“, murmelt Kuraiko, die sich ihre Schleife bereits wieder um den Hals gebunden hat.
    Das Schlangenpokémon schüttelt den Kopf. „Und wesen Schuld war es dann?“, frage ich nur leicht gereizt.
    „Etwa die von Aceus? Von Mewtu? Von dem Elektro/Wasser Vieh aus Moosbach City?“ frage ich scharf und sehe dem Pokémon in die Augen.
    „Letzteres.“, bestätigt die Schlange.
    Ich bin vollkommen sprachlos. „Das in der Höhle?“, hake ich nach.
    „Jap.“, antwortet das grüne Pokémon bestimmt.
    "Ernsthaft?", hake ich noch einmal nach. Die Schlange nickt.
    „ETWAR DAS MIT DEM EIS?“, kreische ich die Schlange an. Das habe ich mir von Naoko abgeschaut, aber diese Art vom rumschreien passt eindeutig nicht zu mit.
    „Äh, ja…“, antwortet mir das grüne Pokémon.
    „Beim heiligen Gottespokémon Areus. Das, ist ein Problem.“, stelle ich fest und setze mich wieder hin. „Mewtu?“, fragt nun Gerda verwirrt. „Ja ganz sicher. Mewtu zerstört von Kanto aus die Hoenn Region mit Eiszapfen. Vor allem weil wir gerade von Mewtu reden“, murmle ich vor mich hin, dann drehe ich meinen Kopf ruckartig zu dem Pokémon
    „Moment mal Gerda, wie bist du aus deinem Pokéball gekommen und vor allem wann?“, ich sehe sie etwas irritiert an „Gerda weiß es nicht.“, erwidert das Zwielichtwolverok abwesend
    „Aber es kann andere Pokémon kontrollieren.“, sagt sie nun. „Und was hat das jetzt mit dem Tema zu tun?“ frage ich sie nun. Gerda sieht mich an und sagt noch einmals „Es kann andere Pokémon kontrollieren“.
    „Kannst du nicht mal damit aufhören, so zu tun als wärst du etwas unterbelichtet.“, beschwere ich mich. „Das ist in dieser Situation nicht gerade hilfreich und es nervt.“
    „Nein“, erwidert diese knapp.
    „Bestens“, sage ich sarkastisch und drehe mich wieder um.
    Da meldet sich Zygarde noch einmals zu Wort „Sollten wir nicht erstmal eure Freundin hier rausbringen? Sonst holen wir uns alle in dieser feuchten Luft noch einen Schnupfen.“, ohne auf eine Antwort zu warten stößt die Schlange einen ohrenbetäubenden Schrei aus.
    Daraufhin erscheint plötzlich ein Abra. Ich mustere das Pokémon Misstrauisch.
    Teleportation, bestens. Ich liebe Teleportation, wenn man in alle Einzelteile zerstäubt und dann durch irgendwelche Psychokinese Attacken durch die halbe Welt geschickt wird um nachher wieder Materialisiert zu werden um sich nach so einem Rumgewirbel übergeben zu können.
    Ja ich habe mich darüber Informiert und nein die Vorstellung gefällt mir ganz und gar nicht.
    Wären dessen starrt Kuraiko das Abra überrascht an. Gerda und ich warten darauf, dass Zygarde sonst noch was zu sagen hat, als wir von einem blauen schein umhüllt werden und vor der Höhle landen. Jetzt ist mir schlecht.
    Ich sag ja, Teleportation tut nicht gut.

    Naokos Sicht

    Ich höre leise Stimmen an mein Ohr dringen. Mir tut alles weh, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich immer noch in der Höhle auf dem kalten Steinboden liege, wie ich gerade feststellen muss.
    Ich schlage die Augen auf und streiche mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann stehe ich langsam auf.
    Das erste was ich sehe ist, dass die riesige Schlange immer noch da ist und von Demon ziemlich böse angefunkelt wird. Daneben sitzt Gerda und Kuraiko steht daneben und glotzt vollkommen perplex hinter mich. Was ist da?
    Ich will mich gerade bewegen, da werden wir von einem blauen Licht umhüllt und befinden uns auf einmal vor der Omegahöhle in der Wiese. Inklusive riesiger Schlange.
    „Du bist wach!“, ruft plötzlich Gerda, die sich gerade umgedreht hat.
    Sie rennt zu mich und schleckt mein Gesicht ab. „Las das.“ Lache ich und schiebe das Pokémon von mir weg. „Gerda freut sich“, erklärt sie und wedelt unablässig mit dem Schwanz.
    Kuraiko kommt auch auf mich zu und drückt mich leicht an sich. „Ich freu mich…“, sie springt augenblicklich einen Schritt zurück, wobei sie aus Versehen Gerda auf den Schwanz tappt, die daraufhin jaulend aufspringt und sich einige Meter entfernt auf einen Stein flüchtet.
    Bevor ich aber fragen kann was los ist entdecke ich Demon. „Alles gut bei dir?“, frage ich besorgt, denn das schwarze Pikachu sieht etwas bleich im Gesicht aus.
    „Ist dir schlecht?“, frage ich. „Nein alles bestens.“, grummelt er. „Ihm ist schlecht vom Teleportieren.“, erklärt Gerda. „Ist es nicht.“, erwidert Demon. „Oh doch.“, sagt das Wolverok.
    Demon funkelt sie böse an. „Ja“, bestätigt auch Kuraiko. Nun wird sie von Demon böse angefunkelt.
    „Ist doch nicht schlimm. Mir wird davon auch etwas schlecht. Ich meine, wenn man in alles Einzelteile zerstäubt, dann mit so einer Psychoattacke durch die halbe Welt geschickt und dann wieder materialisiert wird. Von dem Rumgewirbel kann einem ja auch nur übel werden.“, erkläre ich.
    Demon sieht mich fast zufrieden an.
    „Aber ist alles in Ordnung bei dir?“, fragt das Glurak nun noch einmals.
    „Alles bestens.“, lasse ich sie wissen. „Da bin ich mir nicht so sicher.“, erwidert diese.
    „Ihr geht’s gut.“, mischt sich nun sie Schlange ein, die ich schon fast wieder vergessen hatte. „Nein sie ist eisig kalt.“, sagt Kuraiko bestimmt.
    Deshalb ist es hier so warm überlege ich. „Das ist so“, reist mich die Schlange aus meinen Gedanken.
    (Da wir das in Tayfuns Kapitel schon hatten, erspar ich euch die Erklärung)
    Als Zygarde geendet hat, bin ich nicht mal so geschockt, wie ich gedacht hatte. Ich meine Ok 5° Körpertemperatur sind ziemlich kalt, aber ich finde es spannend und außerdem hat das Pokémon was von einer Fähigkeit gesagt.
    Ärgerlich ist nur, dass es uns nicht mehr gesagt hat. Zygarde hat irgendwas von Rayquaza, Aceus und eh schon großer Ärger gefaselt und ist danach zurück in die Höhle.
    Jetzt sitzen wir hier seit einer guten Stunde und überlegen was wir tun können.
    „Vielleicht sollten wir nach Hoenn reisen“, schlägt Kuraiko plötzlich vor.
    „Warum das?“, frage ich „Na, weil da wohl der Grund für das alles ist.“, erklärt sie. „Laut Demon“, fügt Gerda hinzu.
    Da ich mich eh im Hafen von Tempera City mit einem Freund treffen wollte, kann ich von da aus auch gleich eine Fähre nach Hoenn nehmen. Also machen wir uns auf den Weg.

    21
    15.Kapitel

    Daisys Sicht

    Panisch halte ich wieder die Luft an und versuche mit meinen Beinen an die Oberfläche zu strampeln, doch es geht nicht.
    Ich spüre sofort, dass etwas mit mir nicht stimmt. Irgendwie, etwas ist anders. Langsam öffne ich die Augen. Um mich herum ist Wasser.
    Ich halte mühelos die Luft an und sehe mich um. Das ist total falsch. Eigentlich müsste ich Panisch nach Luft ringen, aber das tue ich nicht. Eigentlich müsste ich jetzt an die Oberfläche schwimmen, aber ich möchte noch etwas unter Wasser bleiben.
    Ich sehe an mir herunter, und vergesse vor schreck die Luft an zu halten. Bei Aceus, ich bin ein Aquana! Wieso bin ich ein Aquana und dann auch noch ein schillerndes?
    Okay Daisy, du bist ein Aquana, finde dich damit ab und sieh zu, dass du an Land kommst. Wenn du jemals wieder ein Mensch werden solltest, ist mitten auf dem Meer der denkbar schlechteste Ort dafür.
    Ich verdränge den Gedanken nie wieder ein Mensch zu werden schnell wieder. Dafür ist es noch zu früh.
    Ich tauche auf und schnappe nach Luft. Ganz in der nähe ist bereits der Hafen zu sehen.
    Ich schließe die Augen für einen Moment und spüre, dass ich wie von selbst beginne zu schwimmen, als hätte ich nie etwas anderes getan. Ich bewege mich rasend schnell Richtung Ufer.
    Plötzlich setzt das leichte kribbeln wieder ein. Ich weiß nicht woher, aber ich bin mir sicher, in wenigen Momenten wieder ein Mensch zu sein. Ich strenge mich an und komme gerade ans Ufer, da wird mir schwarz vor Augen.

    „Daisy.“, höre ich eine ängstliche Stimme neben meinem Ohr. „Daisy wach auf!“
    ich schlage die Augen auf und schaue in das Gesicht meines kleinen Evolis.
    „Du bist wach!“, jauchzt es und springt fröhlich umher. „Flemmli, Flemmli!“ kommt es von der Seite. Ich lächle und antworte „Ich bin auch froh, dass es euch gut geht.“, dann setze ich mich auf und sehe mich um.
    Wir befinden uns hinter der kleinen Hütte von dem alten Mann. Neben mir sitzen Eneko, Flemmli und Evoli. Papinella fliegt erfreut durch die Luft.
    „Was ist passiert?“ frage ich die vier. „Du hast dich aufgeregt wegen deinem Zeichenblock.“, sagt Evoli. „Dann hast du dich über das Geländer gebeugt und ins Wasser gestarrt. Danach ist ein riesiger Schatten aufgetaucht, der dich in die tiefe gerissen hat.“, erklärt mir Eneko weiter.
    Ich nicke nur und starre in den Himmel. Was um alles in der Welt war das Ding unten im Meer. Frage ich mich im Stillen. Und was meinte es, mit dem Wort Eisherz. Warum bin ich plötzlich ein Lilianes Aquana gewesen?
    Ich sehe auf den Boden und entdecke den kleinen Block. Er ist aufgeschlagen und die Zeichnung auf dem Papier ist verwischt. Ich fahre die noch bestehenden Linien mit meinem Finger nach.
    Ich bin nicht mal wirklich überrascht über die Zeichnung,
    über das schillernde Aquana auf dem Papier.
    Was war das Wesen im Meer und vor allem, was hat es mit mir gemacht. Ich lasse den Block in meine Bauchtasche fallen und stehe langsam auf.
    Um nicht weiter über die Geschehnisse nachdenken zu müssen, rufe ich alle Pokémon bis auf Papinella zurück und mache mich auf den Weg in den Blütenburgwald.
    Um die vielen Fragen in meinem Kopf, werde ich mich an einem ruhigeren Ort kümmern.

    Ich stapfe den vom gestrigen Regen noch etwas matschigen Weg entlang auf den dichten grünen Wald zu. Plötzlich kommt mir ein Mädchen entgegen. Sie scheint es sehr eilig zu haben, denn sie rempelt mich einfach um und rennt Wortlos weiter.
    „Hey! Was soll das?“, rufe ich ihr hinterher, doch sie ignoriert mich einfach. Papinella zuckt mit den Flügeln und fliegt weiter neben mir her und betrachtet die vielen bunten Blumen an Wegesrand.
    Als wir den Wald betreten steigt mir der angenehme Geruch von Blättern und Holz, so wie frischem Gras und bunten Blumen entgegen.
    Ich streiche durch das kniehohe Gras und klettere immer wieder die Hüfthohen rutschigen abhänge hoch. Ich mag klettern zwar nicht so gerne, aber das schaffe ich dann doch fast mit Leichtigkeit.
    „Hey!“, höre ich eine Stimme rufen. Es ist einer der Käfersammler, die hier auf der Jagd nach Waumpels, Nincardas und sonstigem Krabbelzeug ist.
    „Du hast aber ein schönes Papinella.“, sagt er, „Aber gegen mein Pudox hat es keine Chance!“, ruft er. „Das werden wir sehen.“, erwidere ich mit einem Lächeln und nehme damit die Herausforderung des Jungen an.
    Wenig später stehen sich sein Pudox und mein Papinella gegenüber. „Silberhauch!“, weise ich mein Papinella an. Das Pokémon schlägt mit den Flügeln und eine salve von Windklingen saust auf das Gegner-Pokémon nieder.
    „Konfusion!“, wird es von seinem Trainer angewiesen. Papinella wird von pinken Wellen getroffen, die das Pudox aussendet. Ich überlege kurz. Was hat Pudox für schwächen? Da fällt es mir wieder ein. „Papinella, Windstoß!“, das Pokémon schlägt kraftvoll mit den Flügeln.
    Das Pudox hat keine Chance auszuweichen und der Schmetterling landet einen Volltreffer. Ich weiß noch, wie wir diese Attacke stundenlang geübt haben, damit sie perfekt funktioniert.
    „Giftpuder!“, das Pudox beginnt ein Lilianes Pulver in der Luft zu verteilen. Bevor der Puder bei uns ankommt setzt Papinella erneut Windstoß ein und das Pulver wird weggeblasen.
    Das Pudox fällt besiegt zu Boden. Ich reiche dem Trainer eine Sinelbeere und bedanke mich für den Kampf.
    „Wenn wir uns wiedersehen, kämpfen wir noch einmal okay?“, fragt er. „Sehr gerne“, erwidere ich und gebe meinem Papinella ebenfalls eine Beere. Wir unterhalten uns noch eine Weile über Käferpokémon und sonstiges. Danach mache ich mich weiter auf den Weg nach Metarostcity.

    Ich streife weiter durch das hohe Gras und beobachte hin und wieder ein kleines Raupi oder Waumpel. Plötzlich taucht ein wildes Zickzacks vor uns auf.
    Ich will gerade an ihm vorbei schleichen, da fällt mir seine knall orangene Fellfarbe und das blaue glitzern in seiner Umgebung auf.
    Ein schillerndes Zickzacks? Vollkommen überrascht wäre ich fast über ein Raupi gestolpert, welches sich schnell verkriecht. Ich ducke mich in das hohe Gras und beobachte das kleine Tier, welches vorsichtig durch das Gebüsch streift.
    Vielleicht sollte ich es mir fangen? Bevor ich allerdings meinen Pokéball hervorkrame hole ich meinen Zeichenblock und skizziere das hübsche Pokémon mit seinen bunten fellfarben und süßen Knopfaugen. Ich streiche über die Zeichnung und lege meine Hand auf das Blatt Papier.
    Es kribbelt ein wenig auf der Haut. Ich schließe die Augen, als ich Papinella plötzlich erschrocken aufkreischen höre. „Was ist los?“, frage ich den Schmetterling und öffne die Augen wieder, aber Moment!
    „Du… du… du hast dich plötzlich in ein schillerndes Zickzacks verwandelt!“, stottert der Schmetterling vollkommen perplex.
    „Ach du meine Güte!“, entfährt es mir. „Nicht schon wieder!“, ich sehe mich etwas überrumpelt um, dann fällt es mir wie schuppen von den Augen.
    Beides mal, als ich mich verwandelt habe, habe ich den Zeichenblock berührt und beide Male, war da dieses kribbeln.
    „Schon wieder?“, unterbricht Papinella meine Gedanken. Ich setze mich hin und beginne dem Pokémon zu erzählen, was im Meer vorgefallen ist. Papinella hört gespannt zu und stellt in nachhinein sehr viele Fragen.
    Wenn ich diese ganzen Fragen beantworten könnte, wäre ich auch schon deutlich weiter. Da beginnt es wieder zu kribbeln.
    Dann wird mir schwarz vor Augen.

    Das schillernde Zickzacks haben wir schon längst wieder vergessen.

    22
    16.Kapitel

    Nickis Sicht

    „GROOOOOOOOO!“, ich schreie vor Schreck auf, als Groudon beginnt zu brüllen.
    Wie erstarrt sehe ich seine riesigen Klauen auf mich zu trampeln. Schritt für Schritt nähert es sich.
    Jede Bewegung von ihm ein Erdbeben. Die Lava beginnt Wellen zu schlagen, die Wände zittern bedrohlich. Der Blick ist auf mich gerichtet.
    Ich bin immer noch nicht fähig mich zu bewegen. Schritt für Schritt nähert es sich mir weiter.
    Sein Kopf schwankt bedrohlich und seine kleinen Augen sind zu gelben Schlitzen verengt. Noch ein Schritt, dann hat es mich erreicht.
    Immer noch bewegungsunfähig sehe ich wie das riesige Ungetüm seinen Kopf senkt und mir seinen heißen Atem ins Gesicht bläst. Es dreht langsam seinen Kopf. Sein Auge ist nur wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt.
    Plötzlich bemerke ich etwas an seiner Stirn. Irgendwas sagt mir, dass ich mir das genauer ansehen sollte.
    Zitternd stehe ich auf. Das Pokémon bleibt ruhig stehen und beobachtet mich. Ich entdecke eine große Narbe die sich über seine Stirn zieht und sehe sie mir genauer an. Eigentlich sollte ich weglaufen, gegen es kämpfen oder es fangen.
    Ich sollte Hilfe holen oder jemandem sagen das sich Groudon im Schlotberg aufhält.
    Ich sollte Angst haben, ich sollte mich fragen was es hier macht, ich sollte, ich sollte, ich sollte…. Aber ich tue es nicht.
    Etwas hält mich davon ab zu gehen und etwas hält meine Angst vor diesem riesigen Pokémon zurück. Ich strecke wie selbstverständlich meine Hand nach dem Giganten aus und streiche über seine heiße Haut.
    Ein leichter, stechender Kälteschauer durchfährt mich, doch ich spüre ihn kaum.
    Hier sind nur Groudon und ich, wie in einer anderen Welt ohne die Gefühle ohne Instinkte ja fast ohne verstand, als wenn alles von selbst funktioniert und ich nur darauf vertrauen muss das Richtige zu tun ohne einen einzigen Fehler.
    Vorsichtig tastet meine Hand nach der Narbe, als hätte ich das schon hundert male gemacht.
    Ich streiche über das frische Fleisch und das getrocknete kalte Blut. Ein ziehen in mir bahnt sich seinen Weg durch mein Bewusstsein, ein kaltes prickeln spüre ich auf meiner Hand und wie mich eine seltsam vertraute Energie verlässt. Eine Energie, die mich eigentlich nicht verlassen sollte aber es fühlt sich so richtig an obwohl alles in mir schreit, dass es falsch ist und das ich aufhören muss.
    Ich schließe die Augen und atme tief den rauchigen und stickigen Geruch des Berges und der Lava ein. Wie eisiger Nebel fühlt es sich an, die Energie und die Kraft. Ich spüre wie sich die Wunde langsam schließt und wie sie heilt.
    Es ist einerseits ein Gefühl des Glücks und andererseits als würde ich etwas von mir in diesem Pokémon zurücklassen.
    Ich habe etwas in diesem Pokémon zurückgelassen und ich spüre wie es mir fehlt.
    Wie mich meine kraft verlässt und wie das Pokémon sich langsam bewegt.
    Dann kehrt mein Verstand, Bewusstsein und alles andere zurück.
    Ich weiche erschrocken einen Schritt nach hinten doch meine Beine geben unter mir nach. Ich fühle mich unglaublich kraftlos.
    „Was ist das?“, keuche ich. Alles um mich herum scheint sich zu drehen.
    Mir ist Schwindelig. „Es geht bald vorbei“, höre ich eine tiefe grollende Stimme.
    „Was? Was geht bald vorbei? Was habe ich gerade gemacht?“, frage ich. „Du hast mich geheilt, doch das Heilen schwächt dich. Du musst vorsichtig sein Eisherz. Sehr vorsichtig, denn als du mich berührt hast, hat sich etwas in dir verändert.“, erklärt Groudon leise.
    „Etwas verändert? Was hat sich verändert?“, frage ich erneut. „Das ist etwas kompliziert. Als du mich berührt hast, hat das eine besondere Kraft in dir freigesetzt. Einerseits die Fähigkeit die du eben angewandt hast, das Heilen. Und andererseits eine seit deiner Geburt bestehende Bindung zu mir durch die du die Fähigkeit erlangt hast. Ich muss jetzt gehen, ich bin mir sicher wir werden uns bald wiedersehen. Wahrscheinlich schneller als dir lieb ist.“,
    Groudon dreht sich um und taucht ein in die Lava. Bevor es verschwindet dreht es sich allerdings noch einmal zu mir um.
    „Noch etwas, wenn du auf deinesgleichen trifft, weitere Eisherzen, wundere dich nicht über ihre eisig kalten Hände. Ihre Körpertemperatur hat sich an die der Pokémon angepasst, genau wie deine. Durch die Berührung bin ich abgekühlt, allerdings nicht wie die anderen Legendären Pokémon von etwa 37° auf 5° oder kälter. Eher von 700 auf 38°. Ein Problem über welches du dir keine Sorgen machen musst.“, das Pokémon sieht fast aus als würde es grinsen.
    „Aber pass auf wem du vertraust“, murmelt es, dann versinkt es komplett in dem leuchtenden Magma der Schlotberges.
    Ich bleibe noch etwas sitzen um über die ganzen Informationen die ich gerade erhalten habe nachzudenken. Ich bin seit meiner Geburt mit einem Legendären Pokémon, genauer Groudon “Verbunden“ und als ich es berührt habe, habe ich eine seltsame Fähigkeit erhalten mit der ich anscheinend Heilen kann. Damit habe ich Groudons Körpertemperadur gesenkt über dieses Tema soll ich mir aber keine Gedanken machen. Es gibt noch mehr so genannte “Eisherzen“ und…. Naja, das war alles.
    Ich stehe langsam auf, denn mir ist immer noch etwas schwindelig, und klettere aus dem Krater.
    Oben angekommen lasse ich mich auf den Boden Plumpsen.
    Wo sind eigentlich Schlapor und Gardevoir? Ich sehe mich um und entdecke die beiden, die gerade auf mich zu gerannt kommen.
    „Nicki!“, ruft Gardevoir besorgt. „was ist passiert, was hat Groudon von dir wollen? Was hat Groudon überhaupt da unten gemacht?“, bombardieren mich de beiden mit fragen.
    „Das ist nicht so wichtig.“, versuche ich die beiden abzuwimmeln, doch sie bleiben hartnäckig bis ich ihnen erzähle was los ist.
    Als ich mit meinem Bericht geendet habe sehen mich die beiden ziemlich erstaunt und etwas verwirrt an. „Du bist also ein äh so ein Eis Dings eben und kannst jetzt Leute heilen. Einfach so?“, fragt Schlapor. „Es heißt Eisherz und nein, nicht einfach so. Da hat anscheinend was mit der Berührung zu tun oder so ähnlich.“, versuche ich zu erklären, was leider nicht so einfach ist, da ich selbst nicht genau weiß was da vor sich geht.
    Gardevoir sieht immer noch nicht so aus als hätte sie alles verstanden, aber sie fragt nicht weiter nach da sie merkt, dass ich genau so wenig weis wie sie.
    „Wir sollten jetzt weiter üben.“, meint Schlapor. „Das stimmt“, ich lächle die beiden an, „Wir wollen ja noch die neue Idee ausprobieren.“, ich schaue in die ferne auf das Meer.
    Das Eis, es bewegt sich ungewöhnlich schnell, stelle ich fest.
    Woran das wohl liegt? Ich mache mir etwas Sorgen wegen des Eises, aber diese verdränge ich schnell wieder und drehen mich zu meinen Pokémon um.
    „Los kommt raus!“, rufe ich und lasse mein Team aus den Bällen. Glaziola, Gewaldro, Zoruark und Amfira sehen mich fragend an.
    Glaziola macht ein relativ unbegeistertes Gesicht wegen der Hitze.
    „Was ist los Nicki?“, fragt sie mich. „Ich wollte noch ein bisschen für den Wettbewerb üben“, erwidere ich.
    „Müssen das nicht nur Gardevoir und Schlapor mit ihrer Psychokinese Nummer?“, fragt das Eispokémon. „Ja, aber ich dachte mir, dass es nicht schadet, wenn ihr auch etwas an euren Attacken feilt und auch etwas für die Kampfrunde übt. Besonders Amfira.“, erkläre ich ihnen.
    „Wieso ich und nicht Gewaldro, oder Zoruark“, fragt sie.
    „Weil deine Pokémonart hier in Hoenn noch nicht so bekannt ist und sie dich deswegen wahrscheinlich nicht genau einschätzen können.“, erkläre ich.
    Amfira überlegt kurz. „Ja, das klingt logisch.“, meint sie.
    Wir beginnen zu üben.
    Allerdings geht mir eine Sache nicht aus dem Kopf. Etwas was Groudon noch gesagt hat bevor es in dem Magma untergetaucht ist.
    Pass auf wem du vertraust.

    (Nachtara: Sorry aber uns hat die Idee für irgendwelche "Blutrünstigen" Szenen gefehlt.^^')

    23
    17.Kapitel

    Marrys Sicht

    „Eisherz“, das Wort hallt laut in meinem Ohr, doch bevor alles um mich herum vollkommen verschwimmt, entdecke ich das kleine Pokémon neben mir.
    Dieses kleine Biest! Ohne viel darüber nachzudenken schnappe ich mir einen Superball und werfe ihn auf das frech grinsende Hoopa.
    Ich sehe die roten Plasmastrahlen, also muss ich es getroffen haben…
    Als ich die Augen öffne, frage ich mich erstmal wo ich bin, doch da fällt es mir wieder ein.
    Dieses seltsame Pokémon, welches wie ich vermute Hoopa ist, hat mich hierhergebracht.
    Der unnatürliche rote Mond ist verschwunden, dafür ist jetzt ein Eisig blauer Feuerball am Horizont aufgetaucht und verbreitet ausnahmsweise mal normales blaues Licht.
    Ich setze mich auf und reibe mir den Hinterkopf. Ich bin wahrscheinlich ziemlich hart auf der Wiese gelandet. Das gibt bestimmt eine Beule.
    Da entdecke ich den kleinen Superball. Erst bin ich etwas verwirrt, doch da fällt mir auch wieder ein, dass ich den Ball auf das Pokémon geworfen habe.
    Hat es etwa funktioniert? Ich stehe auf und eile zudem Ball.
    Er ist zu und unberührt.
    Ich streiche langsam mit der Hand darüber, bevor ich ihn öffne.
    Leer… Aber ich habe doch gesehen wie ich Hoopa getroffen habe.
    Ich setze mich im Schneidersitz hin und betrachte den Ball. Seltsam, eigentlich müsste er doch kaputt oder wenigstes offen sein, wenn ich es getroffen hätte und auch wenn es den Ball abgewehrt hätte. „Na überrascht?“, höre ich plötzlich eine vergnügte Stimme hinter mir.
    Ich fahre herum und hinter mir schwebt das kleine Koboldähnliche Wesen. „Mach doch nicht so ein Gesicht.“, es kichert und schwebt um mich herum.
    „Was willst du von mir?“, frage ich es etwas unwirsch. „Jetzt sei doch nicht so, nur weil du mich in dieser Welt nicht fangen kannst ohne, dass ich das auch will.“, es bleibt vor mir stehen.
    „Ich will rein Garnichts von dir Marry. Ich habe nur den Auftrag dich zu suchen, zu finden und deine Kräfte zu erwecken. Was genau das soll, musst du Aceus fragen, er hält sich nur leider gerade nicht in dieser Dimension auf. Wie schade…“, das kleine Ding macht gerade Anstalten zu verschwinden, doch ich reiße mich zusammen und rufe ihm hinterher „Warte! Bleib da!“, es dreht sich um. „Was willst du von mir?“, fragt es in demselben ton wie ich vorher.
    „Ich finde das nicht Witzig. Ich würde gerne wieder in meine Dimension zurück, und vor allem, was meinst du mit Fähigkeit?“, ich sehe das inzwischen grinsende Hoopa auffordernd an.
    „Ich finde das aber sehr witzig. Hihihihihih“, mit einem Kichern öffnet es ein Portal und taucht rechts von mir wieder auf.
    Langsam geht es mir auf die Nerven.
    „Kannst du nicht mal ganz normal antworten?“, frage ich es. „Oh, du willst ein ernsthaftes Gespräch. Da kannst du lange warten. Aber eines kann ich dir verraten. Du darfst niemanden anfassen!“, mit einem weiteren kichern verschwindet es in einem Portal.
    „Du bleibst jetzt da!“, rufe ich. Das kleine Pokémon taucht wieder auf.
    „Sorry, nicht ich, sondern du bleibst jetzt da. Diese Dimension ist doch ganz hübsch.“, es bemerkt den wütenden Ausdruck auf meinem Gesicht., „oh, bist du jetzt sauer? Du kannst nichts tun. Bis dann!“. Es winkt und schwebt davon.
    Wenn ich das Ding erwische...
    Ich starre auf den rücken von Hoopa. Plötzlich stehe ich vor ihm.
    „Wo, was war das?“, frage ich. „Teleportation hm.“, es grinst noch breiter.
    Teleportation? Ich habe mich Teleportiert? „Was ist das? Was hast du mit mir gemacht?“, knurre ich es regelrecht an.
    „Jetzt wird nicht gleich zum Knonjuwild du bist ja schon ganz rot“, murmelt es und schwebt um mich herum.
    „Was soll das?“, frage ich verzweifelt und lasse mich auf den Boden fallen.
    „Ach komm, als du wütend warst, war es viel lustiger.“, „Lass mich in Ruhe! Du hast doch eh nichts für die Gefühle anderer übrig.“, murmle ich.
    „Das ist jetzt aber ein schwerer Vorwurf.“, stellt es fest, „Außerdem Hast du dich zu mir Teleportiert, ich wollte gehen hast du das vergessen?“, fragt es mich.
    Dieses Pokémon macht mich wahnsinnig!
    „Bring mich einfach in meine Dimension zurück. Das ist alles was ich von die will.“, erkläre ich kurz. „Dann komme ich mit. Du wolltest mich doch eh fangen.“, grinst es.
    „Nein.“, erwidere ich.
    „Doch, und wie“, kichert es. „Wenn du zurückwillst, musst du mit mir auskommen“, „Wieso sollte ich das wollen, du hast selbst gesagt hier ist es schön“, erwidere ich nun um es ein wenig zu nerven, stehe auf und mache Anstalten zu gehen.
    Der kleine Kobold sieht mich verwirrt an und versperrt mir den Weg.
    „Hey, hey, hey! Komm runter. Ein Legendäres Pokémon im Team ist doch spitze!“, sagt es. „Du meinst eine Legendäre Nervensäge und das ist überhaupt nicht spitze.“, antworte ich und konzentriere mich auf den Ort hinter Hoopa.
    Mit einem zufriedenen Lächeln stelle ich fest, dass das Teleportieren wirklich gut funktioniert und gehe weiter.
    „Warte!“ kreischt das Pokémon und schwebt neben mir her. „Komm schon, ich mach auch keinen Ärger.“, versichert es mir mit einer vollkommen ernsthaften Stimme. „Sicher“, sage ich monoton und laufe weiter.
    Hoopa sieht mich bittend an. Ich verdrehe die Augen und halte ihm einen Superball vor die Nase.
    „Du bist die beste Marry! Das wird lustig.“, es berührt den Pokéball und verwandelt sich in Plasma.
    Ich bereue es schon jetzt dieses Ding mitgenommen zu haben, aber es hat recht. Ein Legendäres Pokémon im Team, auch wenn es eine totale Nervensäge ist, ist doch relativ nützlich.
    Ich lasse Hoopa wieder raus und sehe es auffordernd an. „Was ist?“, fragt es.
    „Nicht dein Ernst“, sage ich. „Was? Was ist nicht mein Ernst?“, es sieht mich schief an.
    „Wir sind immer noch in dieser Dimension.“, helfe ich nach.
    „Ach ja.“, es öffnet ein Portal mit einem Seiner Ringe. „Meine Dame?“, es winkt mich zu dem Ring.
    Ich schließe die Augen und spüre plötzlich eine unheimliche Hitze. Als ich die Augen wieder öffne stehen wir auf dem Gipfel eines glühend roten Berges. Alles um mich herum ist rot und heiß.
    „Was soll das?“, kreische ich. „Du wolltest doch in deine eigene Dimension, diese hier ist komplett unbewohnt also fühl dich wie zu Hause.“, kichertes. „Überleg mal, warum diese Dimension komplett unbewohnt ist? Ich will in die Dimension aus der wir gekommen sind!“, wieso tue ich mir das an? Frage ich mich im Stillen.
    Hoopa öffnet wieder ein Portal und ich trete hindurch. Wir befinden uns in der Dimension aus der wir gekommen sind.
    „Das kann nicht wahr sein.“, flüstere ich. Dann drehe ich mich zu dem Koboldwesen um. „Und jetzt in die Welt der Pokémon.“, „Sag es doch gleich! Du musst dich lernen klar auszudrücken.“, kichert es.
    Diesmal landen wir wirklich in der Welt der Pokémon und Aceus sei Dank auch da wo wir hergekommen sind. Ich hätte es Hoopa zugetraut mich noch auf den Silberberg zu bringen und dort stehen zu lassen. Ich kann es mir bildlich vorstellen.
    Alles ist so wie wir es verlassen haben, nur das mich Jessy, James und Maunzi ziemlich Geschockt anschauen. „Was ist?“ frage ich. „Hörner! Du hast Hörner! Sie ist ein Dämon!“, kreischt Jessy hysterisch und ergreift die Flucht.
    Die anderen beiden rennen ihr kreischend hinterher. Fantastisch, dann kann ich die drei nachher auch noch suchen.
    Hoopa kommt kichernd hinter meinem Rücken hervor. Ich verdrehe die Augen.
    Mein immer noch Megaentwickeltes Flunkiefer sieht mich fragend an.
    Es scheint keine Minute vergangen zu sein.
    Ich wende mich dem Lucario zu, welches erschöpft an der Wand lehnt.
    Ich gehe langsam auf es zu, dann werfe ich meinen beiden Pokémon einen Blick zu, bevor ich mich wieder meinem Gegner zuwende. „Flunkiefer Finsteraura, Hoopa Hyperstrahl!“, die beiden Attacken schießen auf das Pokémon zu, doch kurz bevor sie es erreichen, beginnt das Lucario regenbogenfarben zu leuchten.

    24
    1.Nebenkapitel

    ? Sicht

    Leise laufe ich den langen Gang entlang.
    Es wird kälter, je weiter ich mich nähere. Meine Schritte hallen von den Wänden wieder. Kleine Eiskristalle funkeln auf dem Metall.
    Mein Atem friert ein in der eisigen Luft. Es ist still, denn niemand darf diesen Gang betreten, aber ich mache es trotzdem.
    Ich werde wahrscheinlich ärger dafür bekommen hier zu sein. Regeln sind zum Brechen da.
    (Nachtara: Nehmt euch bitte an dieser Person KEIN Beispiel)
    Meine provokante Art hat schon einige wahnsinnig gemacht und zum Verzweifeln gebracht aber ich bin nun mal sehr gut in solchen Dingen.
    Ich bleibe stehen. Vor mir ist eine kleine Tür aus Stahl. Sie ist verriegelt. Man braucht drei Schlüssel, einen Zahlencode und mindestens zwei der fünf Anhänger, um an diesen Ort zu gelangen.
    Für mich stellt diese Tür allerdings kein Hindernis dar. Ein klirren ertönt hinter mir. Ich drehe mich um und ein Lächeln huscht mir über die Lippen. Ein kleines Clavion sieht mich abwartend an. Es hat drei Schlüssel dabei.
    „Du hast sie also bekommen“, stelle ich fest. Das kleine Pokémon nickt eifrig. „Ja, das habe ich. Jetzt bist du dran, so war die Abmachung.“, sagt es zu mir. „Abmachung?“, ich sehe es mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Du sagtest, wenn ich dir die drei Schlüssel bringe, nimmst du mich in dein Team auf.“, erklärt es mir selbstsicher.
    Ich nicke „Das stimmt. Hier“, ich strecke meine Hand mit einem Pokéball aus. Das Clavion sieht mich hocherfreut an, ich lächle zurück. Es streift die drei Schlüssel ab und gibt sie mir, dann verschwindet es mit einem roten Blitz im Ball.
    Jetzt wende ich mich wieder der Tür zu. Mit den Schlüsseln schließe ich die Schlösser auf und lege eine Tastatur für den Code, sowie fünf Öffnungen frei. Ich streife den Ring an meinem Finger ab. Der Umriss eines Aquana ist als kleine silbrige Figur darauf zu sehen. Ich drücke ihn in die dazugehörige Öffnung. Aus meiner Hosentasche ziehe ich ein Armband mit einem Flamara Anhänger und einen Ohrring mit einem Blitza. Mit diesen Gegenständen mache ich dasselbe wie mit meinem Ring.
    Ein klacken ertönt. Der zweite Riegel ist geöffnet. Nun brauche ich noch den Zahlencode. Das ist leicht, wenn man etwas geübter ist im Rätselraten und das bin ich. Die Reihenfolge ist einfach. 134 136 135. Ich gebe den Code ein und warte. Fünf Minuten, zehn Minuten, nach 15 Minuten höre ich ein lautes quietschen und krachen als würde Eis brechen.
    Die Tür ist offen. Ich warte nicht lange, sondern öffne die Tür. Ein eisiger Wind schlägt mir entgegen und kleine Kristalle bilden sich auf meiner Haut. Minus 25° ist es hier drin. Ich würde sagen sehr erfrischend, aber der Anblick der sich mir bietet ist Atemberaubend.
    Eine riesige Höhle erstreckt sich vor mir. Sie ist bestimmt fünfzig Meter breit und über mir erstreckt sich die Höhlendecke wie eine Kuppel bis zu hundert Meter in die Höhe. Es ist Taghell denn alles hier ist aus Eis. Die Eisblauen Zapfen die von der Decke ragen so wie der Festgefrorene glitzernde und unberührte Schnee. Ein riesiger See mit einer türkisblauen Färbung liegt in der mitten der Höhle. Das Wasser schein zu leuchten. Alles ist unbewegt, unberührt, perfekt. Als wäre ich in einer anderen Welt, als würde hier drin die Zeit stillstehen.
    Über dem See liegt der Grund warum ich hier bin. Ein riesiger leuchtender Kristall. Um ihn herum ist die Luft so still, dass es schon fast unnatürlich scheint.
    Der Anblick fasziniert mich. Hier ist alles vollkommen, als würde nichts auf der Welt böse sein oder gefährlich. Aber der Eindruck ist trügerisch, denn ich weiß wozu dieser Kristall fähig ist und es stört mich, es stört mich gewaltig, dass es hier so perfekt aussieht, obwohl nichts auf der Welt gut ist, nichts auf der Welt perfekt ist und ausgerechnet dieser Ort, der so viel Unheil angerichtet hat sieht so trügerisch schön aus.
    Ich bin wütend, wütend auf das alles hier. Ich umklammere den Pokéball, den ich immer noch in der Hand halte.
    Ich schließe die Augen und mit einem Schrei fällt der zerschmetterte Pokéball an der gegenüberliegenden Wand zu Boden.
    Ich drehe mich um und knalle die Tür hinter mir zu.

    25
    18.Kapitel

    Milas Sicht

    Seit gefühlt Stunden laufen wir nun schon schweigend über das Eis.
    Sonne versucht zwar immer wieder ein Gespräch anzukurbeln, allerdings hat von uns keiner wirklich Lust mit ihr darüber zu diskutieren ob und warum wir jetzt nach Seegrassulbcity gehen und wir von Legendären Pokémon angegriffen wurden.
    „Sind wir bald da?“, fragt sie gerade zum gefühlt tausensten mal. „Wir sind seit einer guten Stunde unterwegs. Weißt du eigentlich wie weit Moosbach von Seegrassulbcity entfernt ist?“, frage ich sie.
    „Ne. Sollte ich das wissen?“, fragt sie zurück. „Wir haben es in ungefähr fünf Stunden geschafft.“, klinkt sich Satus ins Gespräch mit ein. „Fünf Stunden?“, fragt sie entgeistert. „Bis dahin bin ich erfroren!“, jammert sie dann.
    „Geht doch in den Pokéball und frag bitte nichtmehr ob wir bald da sind. Das nervt tierisch“, fordere ich sie auf. „Nein.“, ist die klare Antwort.
    „Du hast doch vorher gesagt, du beherrscht Teleport.“, meint Satus. „Ja das stimmt.“, sagt das Nachtara, erfreut darüber, dass ihr jemand zugehört hat. „Teleportier uns doch, wenn es dir zu lange dauert.“, schlägt er vor. „Das wäre deutlich einfacher.“ „Keine Lust.“, kommt die Antwort. Satus wirft mir einen fragenden Blick zu. „Gewöhn dich dran, sie ist so“, antworte ich. „Was willst du damit sagen?“, hakt Sonne nach. „Dass ich faul bin? Etwa, dass ich es nicht kann?“, sie dreht sich um und läuft rückwärts weiter, um mir in die Augen zu sehen.
    „Dass du stur bist.“, erwidere ich. Das Pokémon dreht sich beleidigt um und hüpft zu Mond.
    „Warum bist du eigentlich hier?“, erkundige ich mich bei Satus. „Ich wollte meine Freunde suchen.“, antwortet er mir. „Hier?“, frage ich. Er nickt. „Kurz bevor das Eis ausbrach, habe ich mit ihnen am Strand trainiert. Plötzlich hat die Erde gebebt und überall kamen Eissplitter aus dem Boden. Ich habe sie aus den Augen verloren.“, erklärt er mir.
    Sind sie nicht bei den Unterkünften in der Nähe von Seegrassulbcity gewesen?“, frage ich weiter. „Nein. Ich habe dort bereits nachgefragt aber sie scheinen nicht dort zu sein.“, antwortet er wieder. „Warst du schon in der Küstenhöhle?“, frage ich weiter. „Vor gut drei Tagen“, erwidert Satus. „Xeneroville?“, überlege ich. „Ich weiß es nicht. Jegliche Verbindung ist seit einer Woche abgebrochen. Durch ständige Schneestürme über der Insel kommen auch weder Helikopter noch Pokémon von oben in den Krater. Aber es könnte sein.“, antwortet er mir.
    Ich werfe einen Blick in den Himmel. Er ist bedeckt von dunklen Wolken und immer wieder fallen Schneeflocken hinunter.
    „Es ist wirklich seltsam. Die plötzliche Ausbreitung von unerklärlichem Eis, die Legendären Pokémon. Es kam letztens in den Nachrichten, dass vor einigen Tagen ein Ho-oh und ein Lugia über Johto gesichtet worden sind. Berichten zu folge sollen sie gekämpft haben. Oder In Alola. Dort soll ein schimmerndes Rayquaza gesichtet worden sein. Auch hier soll zu beginn der Ausbreitung des Eises vor einigen Wochen ein Groudon und ein Kyogre gewesen sein. Die beiden haben sich aber friedlich verhalten. Ich frage mich nur, sind das alles nur Zufälle oder hat das was miteinander zu tun.“, überlegt Satus.
    „Oho! Universell UND weit hergeholt!“, ist der Kommentar von Sonne.
    Nach einem Blick in die Runde verdreht sie die Augen und korrigiert sich. „Streich Universell. Einfach nur weit hergeholt. Ich meine, in Alola tauchen doch schon fast regelmäßig irgendwelche Monster auf und sorgen für Unordnung. Wie heißen die Dinger die sie vor ein Paar Monaten in ihr Universum zurückgeschickt haben? Ach ja genau. Ultrabestien. Warum sollte da dann auch nicht einfach mal ein Rayquaza auf reisen durchfliegen. Das Kyogre sich hin und wieder mal blicken lässt ist inzwischen auch keine Seltenheit mehr. Da triffst du beim Tauchen eher ein Kyogre als ein Wailord und Groudon, naja, vielleicht hatte es ja genug von seiner Lavahöhle und dachte sich >>es ist doch schön draußen<< und ohne seine Protoform kann es uns ja auch nicht wirklich schaden. Lugia und Ho-oh, ähm gib mir fünf Minuten und dann habe ich dafür auch eine Erklärung.“, damit dreht sie sich um und läuft weiter.
    „Seltsam ist es schon.“, überlege ich ohne auf Sonnes Bemerkung einzugehen. „Aber warum sollte das was miteinander zu tun haben?“, frage ich.
    Plötzlich ist ein Brüllen zu hören. Mond spitzt die Ohren und das Nachtara sieht sich verwundert um. „Was war das?“, fragt Satus. Ich zucke mit den Schultern und sehe mich um. Nichts.
    Schlapor, welches auch nicht in seinen Ball wollte deutet zum weit entfernten Schlotberg. „Das kam von dort.“, erklärt sie. „Vom Schlotberg?“, frage ich etwas verwundert. Das Hasen Pokémon nickt. „Es kam zu hundert Prozent von da.“, sagt sie, doch bevor jemand etwas erwidern kann, beginnt das Eis zu beben.
    Ein lautes krachen von Eis und das knacken von zufrierendem Wasser ist zu hören. „Schon wieder?“, höre ich Satus über den lärm hinweg fragen. „Was heißt schon wieder?“, frage ich verwundert.
    Als der lärm und das beben abgeklungen ist antwortet er mir. „Das erste Mal als so etwas vorgekommen ist, war nach einem Vorfall in Kanto als ein Besucher im Lavandiaturm von einem Pokémon angegriffen wurde. Das hat aber sehr wahrscheinlich nichts miteinander zu tun. War nur am gleichen Tag.“, Ich nickte, dieses Beben hatte ich auch mitbekommen. „Dann, etwa eine halbe Stunde später noch einmal, mehr habe ich aber auch nicht mitbekommen. Außer als wir uns kurz nach Sonnes auftauchen auf den Weg nach Moosbach gemacht haben. Da war es aber nur leicht.“, endet er. Das ist echt interessant. Wie kann man innerhalb von wenigen Tagen so vier verpassen? Frage ich mich selbst.
    „Ich würde echt gerne wissen wer dafür die Verantwortung trägt und diesem Jemand sagen, dass es nicht sehr nett ist, nach Lust und Laune das Eis von 0 auf 100 über die halbe Region zu jagen.“, beschwert sich Sonne.
    Satus schüttelt den Kopf. „Solange es nicht noch öfters vorkommt sollten wir uns keine Sorgen darum machen.“, Das Nachtara sieht ihn verständnislos an. „Keine Sorgen machen? Ich mache mir sorgen und wenn es noch ein zehntes Mal vorkommt bekomm ich Panik. Jemand muss endlich was dagegen unternehmen.“, damit herrscht wieder Stille zwischen uns und wir setzen unseren Weg nach Seegrassulbcity fort.

    26
    19.Kapitel

    Hae Soo‘ s Sicht


    Wir sind gerade auf dem Weg nach Prismania City. Ich möchte nämlich gegen die Arenaleiterin der Stadt Kämpfen.
    Nach meinem Geburtstag habe ich Sabrina herausgefordert. Es war ein schwieriger Kampf, doch ich habe gewonnen. Jetzt ist die nächstgelegene Stadt von Safronia aus Prismania.
    Ich laufe schweigend den Weg entlang und überlege mir Taktiken für den Kampf. Ich sollte am besten Vulnona einsetzen. Nur bei Giflor mit seinen Gift Attacken muss ich vorsichtig sein. Alle ihre Pokémon haben einen hohen KP wert, das macht mir Sorgen. Pflanzen Pokémon werden viel zu oft unterschätzt, dieser Fehler soll mir nicht unterlaufen.
    Am anstrengendsten könnte das Elfun mit Delegator und Gigasauger werden, aber auch ihr stärkstes Pokémon… Ohne es zu merken sind wir bereits in Prismania City angekommen.
    Die Stadt ist riesig. Nicht so groß wie Safronia aber hier steht das riesige Einkaufszentrum und die Spielehalle, obwohl mich das eigentlich nicht groß interessiert.
    Ich mache mich direkt auf den Weg zur Arena.
    „Und, wie ist dein Plan?“, werde ich kühl von Blau gefragt. „Ich werde Vulnona einsetzen. Sie hat gute Chancen mit ihren Feuerattacken und sie hat auch eine gute Initiative. Nur wegen Giflor und den Giftattacken mache ich mir ein wenig Sorgen.“, fasse ich mich kurz. Blau nickt nur stumm und geht nicht weiter auf das Thema ein. Soll mir recht sein. Danach hole ich Vulnona aus dem Pokéball und erkläre ihr ebenfalls was ich vorhabe.
    „Hast du auch einen Plan B?“, fragt sie mich. Ich denke kurz nach. „Am ehesten Altaria, da sie Feuersturm beherrscht.“, überlege ich. „Klingt ganz gut“, stimmt Vulnona mir zu. „Ich warte hier“, beschließt Blau und läuft zurück in Richtung Innenstadt.
    Ich atme währenddessen tief durch und betrete die Arena.
    Die Arena ist wirklich schön. Durch ein riesiges Glasdach fällt goldenes Sonnenlicht herein und die bunten Blumen und Pflanzen, die Torbögen bilden, leuchten im Licht.
    Die vielen Sträucher und Bäume bilden ein Labyrinth und die Wege sind mit hellen Steinen gepflastert. Alles duftet nach Blüten, Honig und Laub.
    Vor mir springen ein Myrapla und ein Bisasam aus dem Gebüsch und über mir schwirren ein paar Maskeregen, Smetboo und sogar ein Bibor.
    Zwei Arenastatuen stehen links und rechts von mir. Auf ihnen sind die Namen aller Pokémon Trainer eingraviert die hier jemals Gekämpft haben.
    Ich betrachte einer der Säulen genauer und fahre mit dem Finger über die eingeritzten Buchstaben. Bald werde ich auch hier stehen. Bald, aber erst muss ich kämpfen und gewinnen...
    Ich richte mich wieder auf und verdränge die ganzen Gedanken. Jetzt muss ich mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren.
    Ich laufe weiter und betrete das Labyrinth. Die Bäume verdecken zwar die Sicht, aber ich habe mich gut über die Arena informiert.
    Wenn ich immer den rosafarbenen Blüten folge, werde ich ohne Probleme zu Erika gelangen.
    Nach gut zehn Minuten und drei Vorkämpfen entdecke ich nun auch den Ausgang.
    Ich stehe vor einem orangefarbenen Arenakampffeld. Am anderen Ende auf einer kleinen Erhöhung neben einer alten Buche steht die Arenaleiterin von Prismania City Erika.
    „Ein neuer Herausforderer!“ begrüßt sie mich und tritt auf das Kampffeld. „Zurzeit ist es hier ziemlich leer, weißt du?“ erklärt sie mir. „Warum?“ hake ich nach. „Tja, gerade machen alle so ein großes Drama aus der Sache in Hoenn. Sie haben Angst, dass das Eis auch hier auftauchen könnte, aber das ist wahrscheinlich nicht der Grund.“, berichtet sie mir und betrachtet eine Blume am Rand des Kampffeldes. Warum sollen deshalb weniger Trainer in die Arena kommen? frage ich mich in Gedanken. Woher soll ich das wissen? Konzentrie dich auf den Kampf! ärgert sich Vulnona ungeduldig, welche ich wohl aus Versehen mit meiner speziellen Fähigkeit angesprochen habe. „Lass uns beginnen.“, teilt mir Erika in diesem Moment mit und stellt sich mir gegenüber auf das Kampffeld. „Auf einen Fairen und Spannenden Kampf.“
    Ich atme noch einmals tief durch und mache mich bereit.
    „Jeder darf drei Pokémon einsetzen. Sind alle drei Pokémon eines Teams besiegt, ist der Kampf beendet.“, erklärt der Schiedsrichter die Regeln.
    Ich nicke und wähle meinen Pokéball mit Vulnona. Auch Erika wählt ihr erstes Pokémon und schickt es in den Kampf. „Du schaffst das Elfun!“, ruft sie und schickt somit ihr Pokémon in den Kampf. „Los Vulnona!“, der Pokéball trifft auf dem Boden auf und mein Alolapokémon erscheint mit einem lauten jaulen als Zeichen, dass es bereit ist.
    „Rückenwind!“, wird Elfun von Erika angewiesen.
    Sofort wird ein starker Wind entfacht, welcher mir ins Gesicht schlägt. „Vulnona Flammenblitz!“, weise ich das weiße sie an.
    Das Pokémon stürmt auf das Elfun zu. „Ausweichen!“, ruft Erika. Vulnona verfehlt und dreht sich wieder dem Gegner zu.
    „Gigasauger!“, reagiert die Arenaleiterin sofort. Kleine Lichtpunkte fliegen von Vulnona zu Elfun, doch darauf habe ich gewartet.
    Der Moment in dem sich das Pokémon heilt wird von mir für die Attacke Inferno genutzt.
    Einen kurzen Moment hatte ich gehofft, dass das Elfun dadurch besiegt würde, doch falsch gedacht. Das Elfun setzt nun Egelsamen ein, während Vulnona sich noch von der starken Attacke erholen muss. Ich überlege nicht lange und rufe es zurück. „Los Altaria!“, Ich schicke mein einziges fliegendes Pokémon in den Kampf. Egelsamen gehen von der Erde aus, weshalb sie in der Luft keine Wirkung haben, doch der Rückenwind wird dadurch natürlich ein deutlich größeres Problem. Gut, dann zeigen wir ihr mal was wir draufhaben… „Altaria Feuersturm!“ rufe ich und Altaria stürzt mit der starken Attacke auf das Pokémon. Dieses jedoch setzt im letzten Moment noch Delegator ein, bevor die Feuerattacke treffen Kann. Altarias Angriff macht wenigstens die Kopie des Pokémon alle. Elfun ist durch Delegator nun deutlich geschwächt und wird durch einen Flügelschlag knapp besiegt.
    Als nächstes setzt Erika ihr Dressella ein. Es hält uns mit Falterreigen und Blättertanz ziemlich auf Trab, aber auch dieses Pokémon wird nach einer Spannenden Runde von Altaria besiegt. Allerdings ist es inzwischen sehr stark angeschlagen. Eine nächste Attacke wird es auf keinen Fall überstehen. „Komm zurück!“ rufe ich mein Pokémon und wechsle es gegen Lapras. Vulnona wird gegen das Giflor kaum eine Chance haben, auch wenn sie sich etwas ausruhen konnte und Altaria ist so gut wie besiegt. Ich hoffe mit Eiseskälte gegen Erikas letztes Pokémon zu Punkten, doch diese Attacke hat eine sehr, sehr niedrige Trefferquote.
    Erika schickt nun Giflor, ihr stärkstes Pokémon, in den Kampf. „Giftschock!“, wird es von ihr angewiesen. Ich kann darauf nicht wirklich reagieren, denn mein Lapras ist nicht sonderlich schnell und eher defensiv. Das Risiko durch Wutanfall eine Verwirrung auszulösen und gegen ein anderes Pokémon tauschen zu müssen ist fast schon zu Riskant.
    Dann schließe ich kurz die Augen und konzentriere mich auf das Pokémon vor mir. Was meinst du? frage ich. Versuchs mal mit Seher. Ist die Antwort.
    „Seher und dann Eiseskälte!“ rufe ich. Gegen Seher kann Erika im Moment nicht viel ausrichten und vielleicht habe ich mit Eiseskälte Glück, obwohl ich mich nur ungern darauf verlasse. Eine weiße Wand aus Eis fegt über die Arena hinweg und vereist den Boden. Eiseskälte hat getroffen?
    Ich bin fast schon versucht mich über den Sieg zu freuen, als ein heftiger Rankenhieb Lapras über den vereisten Arenaboden schleudert.
    Schutzschild. Ich hätte es wissen müssen! Ärgere ich mich selbst. Hättest du, antwortet mir Milotic. Das Gift von Giftschock setzt meinem Lapras weiter zu während immer wieder Rankenhiebe auf es einschlagen. Was jetzt?
    „Wutanfall!“ Rufe ich meinem leicht verzweifelten Lapras zu. Dieses lässt sich das nicht noch einmal sagen und rutscht über das Eis auf Giflor zu. Dieses versucht die Attacke mit Ranken zu stoppen doch Lapras trifft und Erikas Pokémon rutscht über den Gefrorenen Boden.
    Allerdings sieht es immer noch fitter aus als ich gehofft hatte.
    Plötzlich bricht mein Lapras auf dem Eis zusammen. Besiegt. Einen kleinen Moment bin ich etwas schockiert und verwirrt, bis mir einfällt, warum ich ja Altaria in den Kampf geschickt habe. Egelsamen.
    schnell rufe ich das Wasser Pokémon zurück und überlege nicht lange. Das wird Funktionieren. Du bist doch bescheuert! kommentiert Feelinara meine Wahl. Vielleicht. Ich kann mir ein kleines lächeln nicht verkneifen und schicke Altaria wieder in den Kampf.
    „Du schaffst das!“, feure ich es an. Du wirst das Schaffen… „Na gut“, erwidert Erika auf meine Entscheidung. Ich kann ihr ansehen, dass sie meine Wahl nicht nachvollziehen kann und ich kann es auch verstehen.
    „Gigastoß!“, weise ich Altaria an. „Blättertanz!“ Das Pflanzen Pokémon beginnt die starke Attacke in gang zu setzen. Angespannt verfolge ich, wie Altaria auf das Giflor zufliegt und Giflor die Attacke auf Altaria richtet. Plötzlich zuckt ein Blitz durch die Arena. Die Attacke Blättertanz wird gestoppt und mein Altaria kracht mit voller Wucht in den Gegner. Ich atme erleichtert auf.
    Giflor sinkt besiegt zu Boden und Altaria lässt sich erschöpft auf den Boden sinken bevor ich es wie Giflor in den Ball zurückrufe. Wir haben gesiegt.

    27
    Kapitel 20

    Tayfuns Sicht

    Nachdem Rayquaza sich vom Acker gemacht hat, sind Lilly und ich zurück nach Hauholi City geflogen. Jetzt sitzen wir beide mit einer Tasse Tee im Pokémon Center und versuchen diese ganze Sache ein wenig zu verstehen.
    Alles zu seiner Zeit hat es gesagt, was mich allerdings nicht gerade weiterbringt. Ich drücke auf einem alten Radio herum, welches neben uns auf dem Tisch steht. Es fängt sofort an in ohrenbetäubender Lautstärke zu knistern und zu rauschen.
    Schnell schalte ich weiter und bekomme nach etwa zwei Minuten den Musiksender von Alola rein.
    „Alola! Wie geht’s euch?“, werden wir auf einmal lautstark begrüßt.
    Es ist Professor Kukui der gerade in die Cafeteria des Pokémon Centers geschlendert kommt. „Dich habe ich gesucht Lilly. Ich brauche dich bei einer dringenden Angelegenheit. Kannst du später bei mir im Labor vorbeikommen?“, fragt er und bleibt vor dem Tisch stehen.
    „Worum geht es denn?“, erkundigt Lilly sich. „Naja, du hast doch sicherlich schon was von dieser Katastrophe in Hoenn mitbekommen. Ich habe vor kurzem einen Anruf von Professor Birk bekommen in dem er mir beschrieben hat, ach komm einfach mit dann erkläre ich es dir unterwegs. Wenn du auch Interesse hast mir zu helfen komm ruhig mit.“ Wendet sich der Professor nun an mich.
    „Ja gerne.“, antworte ich. „Aber macht keine Hektik. Es reicht auch noch später wenn’s gerade nicht passt.“, fügt er noch schnell hinzu. „Nein das geht schon in Ordnung.“, erwidert Lilly, „Wir hatten gerade eh nichts zu tun.“
    So stehen wir auf und folgen dem Professor aus dem Gebäude.
    „Wie ich bereits sagte, hat mich Birk angerufen und über die Lage in Hoenn informiert.“, beginnt Kukui nun noch einmals. „Er meinte das Eis ließe sich nicht durch Feuerattacken oder ähnliches schmelzen oder zurücktreiben. Und da ich mich mit der Erforschung von Attacken beschäftige, hat er mich um meine Hilfe gebeten.“
    „Und was können wir tun?“, hake ich nach. „Dazu komme ich gleich.“, erwidert der Professor. „Jedenfalls habe ich dieses Phänomen noch nie gesehen und auch nirgends etwas darüber gefunden. Leider arbeite ich gerade an einem ganz wichtigen Projekt und kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen um mich darum zu kümmern und da dachte ich…“,
    „Das wir uns darum kümmern könnten?“, beendet Lilly den Satz. „Genau.“, bestätigt er. „Ich hatte gehofft, dass du oder ihr in diesem Fall eine kleine Expedition nach Hoenn macht um das zu untersuchen.“ „Wir sollen nach Hoenn reisen?“, frage ich verwundert.
    „Ja, genau und am besten so bald wie möglich. Natürlich nur im Fall das ihr mir helfen wollt. Ihr würdet eine Fähre über Karlos nach Kanto nehmen da man vom Süden wegen des Eises nicht an die Region kommt. Von dort müsstet ihr dann nach Hoenn gelangen wo ihr den Weg über Blütenburgcity, die Route 102 und Rosaltstadt nach Wurzelheim gelangen würdet. Professor Birk würde euch dort erwarten und… ach das klären wir noch, wenn ihr überhaut mitmacht.“
    In der Zwischenzeit stehen wir bereits vor Kukuis Labor und hören aufmerksam zu was der Professor uns zu sagen hat.
    „Also ich finde, dass sich das sehr Interessant anhört.“, teile ich dem Professor mit. Gegen ein kleines Abenteuer hatte ich noch nie was einzuwenden und da gerade eh nichts Wichtiges ansteht. Außerdem könnte mir diese kleine Expedition helfen mehr über diese Fähigkeit rauszufinden von welcher Rayquaza gesprochen hat.
    „Ich hätte auch nichts dagegen“, meint nun auch Lilly.
    „Schön, dann wäre das schonmal geklärt. Kommt doch rein“, erwidert der und hält uns die Tür auf. Das Haus sieht mit dem Aquarium in welchem Libiskus und Corason schwimmen, der kleinen Küche und dem gemütlichen Sofa weniger aus wie ein Forschungslabor wie eine normale Wohnung. Ich weiß aber, dass das richtige Forschungslabor im Keller des Hauses liegt, obwohl ich seit ich hier in Alola auf Reisen bin noch nie dort war.
    „Setzt euch doch, wollt ihr was zu trinken? Ich habe Wasser und Orangensaft.“, reißt mich Professor Kukui aus meinen Gedanken. „Wasser“, erwidere ich schnell und setze mich neben Lilly auf das Ecksofa. Nachdem sich der Professor auch zu uns gesetzt hat, erklärt er und was wir in Hoenn zu tun haben. Zusammengefasst sollen wir zu Professor Birk gehen, danach sollen wir nach Seegrassulb City fliegen um dort das Eis zu untersuchen und anschließend die Ergebnisse wieder zu Professor Birk schicken. Hört sich bis jetzt nicht schwierig an, doch nach dem was gerade alles passiert bin ich mir da nicht so sicher.
    „Wann soll es losgehen?“, frage ich, nachdem wir alles Sonstige geklärt haben.
    „So bald wie möglich“, erwidert Kukui. „Und wann wäre sobald wie möglich?“, hakt Lilly nach.
    „Am besten Morgen. Die Fähre würde so gegen 10 Uhr morgens hier aus dem Hafen ausfahren und gegen 5 Uhr morgens in Kalos, genauer gesagt im nördlichen Teil von Tempera City anlegen und um 8 Uhr weiter nach Kanto Fahren.“, der Professor kramt in einem Bücherregal, zieht eine Landkarte der Regionen heraus und breitet sie auf dem kleinen Couchtisch vor uns aus.
    „Da“, er deutet auf einen kleinen Roten Punkt oberhalb von Kalos. „Das ist Tempera City. Dann fahrt ihr weiter“, er deutet den Weg des Schiffes mit dem Finger an und tippt danach auf eine n-förmige Bucht. „Dort ist Orania City, die Hafenstadt von Kanto in welcher ihr wahrscheinlich gegen 19 Uhr abends anlegen und über Nacht bleiben werdet. Danach geht es auf direktem Weg nach Hoenn.“ Ich nicke und folge der imaginären Linie mit den Augen.
    Dann ist es also beschlossene Sache, in weniger als vier Tagen werden wir in Hoenn ankommen.
    „Du kannst heute Nacht hier schlafen“, schlägt Kukui mir vor. „In Ordnung, danke. Ich gehe noch raus um etwas zu Trainieren“, bedanke ich mich und verlasse das Haus.
    Dann rufe ich mein Team aus den Pokébällen und informiere sie ebenfalls über unser Vorhaben. „Hoenn also“, äußert sich Sparx zum Reiseziel. „Das wird bestimmt schön!“, freut sich Malefor, „können wir dann auch den Schlotberg besuchen?“. ich unterhalte mich noch etwas mit den Pokémon und gehen dann zum Strand um noch etwas zu Trainieren bis es dunkel wird.
    Danach laufen wir zurück zum Labor und ich mache es mir auf dem Sofa bequem.
    Der leicht bläuliche schein des Aquariums wirft kleine Lichtstreifen an die hohe Decke und das gleichmäßige leise Rumpeln weit entfernter Autos so wie das leise schnaufen einiger Pokémon erfüllen den großen, nun etwas leer wirkenden Raum. Alles scheint auf den ersten blick ruhig und dunkel.
    Doch sobald ich meine Augen schließe sehe ich, dass, was gestern passiert ist vor meinen Augen.
    Der Angriff des Legendären Pokémon und dieser kleine Augenblick in dem ich es berührt habe, das was Rayquaza zu uns gesagt hat, die plötzliche kälte die mich zu umgeben scheint, Die vielen Informationen die ich bekommen habe und wie viel ich dennoch nicht weiß,
    alles zu seiner Zeit… dieser Satz geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Warum kann es mir nicht einfach gleich sagen was Sache ist? Warum sollte es deswegen ärger mit dem Gott der Pokémon bekommen? Warum hat es mich überhaupt angegriffen? Warum hat es mich auf diese Insel gebracht, wenn es mir eh nichts sagen hätte dürfen?
    Damit uns niemand belauscht. Wer sollte uns bitte belauschen. Ich bin mir nicht sicher wann es das zu mir gesagt hat, aber ich weiß das Rayquaza das zu mir gesagt hat, oder zumindest zu irgendwem. Zu Sparx glaube ich. Warum ich das weiß ist eine gute Frage aber ich weiß es einfach.
    Ich schließe meine Augen und lasse die Geschehnisse immer wieder an mir vorbeiziehen, bis ich irgendwann einschlafe.

    28
    21. Kapitel

    Satus Sicht

    Nun sind wir schon seit fast drei Stunden unterwegs.
    Inzwischen ist ein starker Wind aufgekommen und eine fast undurchdringliche Wand aus Schnee versperrt uns die Sicht.
    Wenigstens kann ich mich nicht über die kälte beklagen, denn kalt ist es nun wirklich nicht, zumindest für mich. Ich mache mir immer noch Sorgen um meine beiden Freunde. Ich kann wirklich nur hoffen, dass ihnen nichts passiert ist und sie vielleicht Sicher in Xeneroville oder doch in Seegrassulb City sind und ich nur nicht gründlich gesucht habe.
    Schlapor und das Nachtara haben sich auch endlich überreden lassen in den Pokeball zu gehen nachdem der Schneesturm angefangen hatte. Der Schnee ist inzwischen etwas mehr als Knöcheltief.
    Es ist etwas ermüdend die ganze Zeit nur Schnee zu sehen und sonst rein Garnichts.
    Andere Geräusche dringen nur dumpf durch die Flocken und der Wind verweht jedes Wort. Immerhin finde ich solang etwas zeit um über die Geschehnisse nachzudenken.
    Es ist viel passiert könnte man meinen, aber was genau?
    Das Meer friert zu, es schneit im Sommer, es treten vermehrt Legendäre Pokémon auf, ich wurde von einem Angegriffen und dadurch hat sich etwas verändert.
    Die Geschehnisse kann ich an einer Hand abzählen, aber was für Folgen das noch haben wird kann ich mir nur ausmalen. Was mich wundert ist, dass ich bisher noch keine Eis Pokémon oder insgesamt Wilde Pokémon auf der großen gefrorenen Fläche entdeckt habe. Warum das wohl so ist?
    Inzwischen hat der starke Schneefall etwas nachgelassen und ich kann endlich wieder etwas erkennen. Am Horizont sehe ich bereits die vielen Lichter der Großstadt. „Da vorne ist schon Seegrassulb City“, seufzt Mila erleichtert, die gerade neben mir zum stehen kommt. Ich nicke zustimmend, „noch etwa eine Stunde“.
    Ich lasse den Blick über die verlassene Schneelandschaft schweifen bis mein Blick bei ein paar dunklen Gestalten in einigen hundert Meter Entfernung hängen bleibt. „Wer ist das?“, frage ich mich laut. „Wer?“, das rothaarige Mädchen sieht mich verwirrt an. „Diese Leute da hinten.“, erwidere ich und deute mit dem Finger in die entsprechende Richtung.
    „Was machend die da?“, fragt sie mich und starrt auf die etwa sieben Leute die sich langsam durch den Schnee kämpfen und immer wieder stehen bleiben.
    Ich zucke mit den Schultern. „Sollen wir mal rüber gehen? Scheint als hätten sie was verlohren“, überlegt Mila. „Die sehen meiner Meinung nach nicht besonders freundlich aus, aber wenn du meinst.“, wir setzen uns wieder in Bewegung in Richtung der inzwischen wieder stehen gebliebenen Gruppe.
    Schon von weitem hören wir die ärgerliche Stimme eines Mannes „Wie kann man ein Pokémon einfach verlieren? Das geht überhaupt nicht! Es war in einem Pokeball, in einem Ball! In einer Tasche! Wenn ihr mir erzählen wollt, das ihr die Tasche unbeaufsichtigt herumliegen lassen habt…“,
    Ich werfe einen kurzen Blick auf Mila, die wohl nun auch keine große Lust mehr hat diesen, schwarze Umhänge tragenden, Typen näher zu kommen.
    „Was wollt ihr damit sagen habt ihr? Zu nichts zu gebrauchen seid ihr, nicht mal um auf eine Tasche aufzupassen!“, donnert die Stimme wären dessen weiter.
    Die scheinen ein Pokémon verloren zu haben“, überlege ich, „aber welches? Scheint ja ziemlich wichtig gewesen zu sein“.
    „Frag sie doch. Die werden es dir bestimmt liebend gern sagen und Hilfe mit offenen Armen empfangen“, murmelt Mila.
    „Lass uns umdrehen, mit denen möchte ich mich lieber nicht anlegen in der Stimmung.“, schlage ich vor ohne auf ihre Bemerkung einzugehen und wende mich zum Gehen, als ich auf einmal einige Meter von uns entfernt ein hell lilanes Fell aufblitzen sehe. Auch meine Reisebegleitung hat es entdeckt. Plötzlich springt etwas aus dem Schnee direkt auf uns zu. Es ist ein Flamara, schneeweiß und mit einem Lilane langen Fell. Als es uns entdeckt bleibt es ruckartig stehen und starrt uns einen Moment lang an. Ein Flamara mit dieser Fellfarbe habe ich noch nie gesehen.
    Vorsichtig nehme ich einen Pokeball und werfe ihn auf das im Schnee verschwindende Pokémon. Der kleine rote Ball bewegt sich leicht, doch dann flammt das kleine grüne Licht auf und der Ball wird ruhig. „Ich nehme mal an, dass haben die gesucht“, meint Mila trocken wären ich den Ball aufhebe.
    Ohne zu zögern schlagen wir wieder den Weg Richtung Stadt ein. Es dämmert bereits und vereinzelt fallen noch kleine Schneeflocken vom Himmel.
    In etwa einer Stunde sollten wir Seegrassulb City erreichen. Ich werde auf jeden Fall noch einmal in den Notunterkünften nachfragen und mich sonst etwas umhören. Wenn ich sie gefunden habe werde ich gemeinsam mit ihnen meine Reise fortsetzten, stärker werden und vielleicht können wir auch bei der Bekämpfung des Eises helfen. Aber was ist, wenn ich sie nicht finde. Hoenn ist riesig und ich habe keine Ahnung wo sie sonst sein könnten, wenn sie überhaupt noch in Hoenn sind und nicht wegen des Eises in eine andere Region gereist sind…
    „Hallo ich rede mit dir!“, reißt mich eine Stimme aus meinen Gedanken. Mila scheint ihre Pokémon wieder aus den Bällen gelassen zu haben, denn das Psiana, ich glaube es heißt Mond, sieht mich von der Seite an.
    „Was ist?“, frage ich. „Möchtest du vielleicht nicht auch dein Team rauslassen? Wir sind da!“, wiederholt sie was sie wahrscheinlich vorher schon zu mir gesagt hat.
    Ich nicke und hole auch meine Pokémon aus den Bällen.
    Vor uns ragen viele große Gebäude auf, durch die Straßen tummeln sich Menschen mit ihren Pokémon und massenweise Autos. Alles ist bedeckt von Schnee und erleuchtet von dem hellen licht der Straßenlaternen.
    In den Einkaufsstraßen um das große Einkaufszentrum und das Museum erhitzen Feuerpokemon kleine Feuerschalen um die sich einige Menschen drängen um sich aufzuwärmen und dass Pokémon Center mit dem roten Dach ist ziemlich überfüllt.
    Das recht Traditionell gehaltene Hotel der Stadt ist komplett belegt und eine recht aufgewühlte Stimmung liegt über der Stadt. Der Schwarze Himmel ist von riesigen grauen Wolken verhangen in denen sich das letzte Rot der Sonne spiegelt und alles wirkt eigentlich normal, wie ein typischer Wintertag sollte man meinen. Aber das Gesamtbild täuscht.


    29
    23. Kapitel

    Naokos Sicht

    Wir sind vor wenigen Stunden von der Omega Höhle aufgebrochen und nun auf dem weg zum Hafen von Tempera City.
    Ich muss mir erstmal ein neues Holo-Log beschaffen und dann nach Hoenn reisen. Ich bin gespannt wie es dort ist. Ich habe gehört, dort soll es einen Vulkan geben, viele Meteoritenkrater und jede mange Wasser. Außerdem steht dort der Himmelturm. Ich kenne die Geschichte dieses Turms in und auswendig. Aber es fasziniert mich jedes Mal wieder, wenn ich über die Ereignisse zwischen Groudon und Kyogre, Rayquaza und den Meteoriten höre.
    Ohne es zu bemerken, sind wir bereits in Fluxia City angekommen. Ich hoffe, dass ich hier im Pokémon Center oder im Markt ein neues Holo-Log bekomme. Wieso musste er auch kaputt gehen? Als erstes gehe ich in das Pokémon Center.
    Draußen ist es bereits dunkel geworden und ich beschließe hier bis Morgen zu übernachten.
    „Guten Abend, wie kann ich helfen?“, werde ich von Schwester Joy gefragt. Ich gebe ihr meine Pokébälle um mein Team zu heilen und setze mich mit einer Tasse Tee in den Café Bereich.
    Durch das bodentiefe Glasfenster beobachte ich die einzelnen Menschen die über die beleuchteten Straßen eilen und in ihren Häusern verschwinden. Von meinem Platz aus, kann ich auch die riesige Sonnenuhr sehen. Ein fast mystischer Glanz umgibt das Gebilde, das bei Nacht noch geheimnisvoller wirkt als bei Tag.
    Ich überlege mir gerade, ob ich vielleicht auch eines der Touristenflussboote benutzen könnte die Täglich den Fluss hoch und runterfahren als ein Chaneira mit meinen Pokébällen kommt.
    „Vielen dank fürs warten. Möchten sie heute Nacht hierbleiben?“, fragt es höflich.
    „Ja bitte“, antworte ich und lasse mich von dem Pokémon zu einem kleinen Zimmer bringen. Ich schalte das Licht aus. Ich mag die Dunkelheit. Gedankenverloren starre ich aus dem Fenster und schenke mir nebenher noch ein Glas Wasser ein. Mit den Augen verfolge ich das Wasser des Flusses, dass in kleinen Wellen an Land schwappt und sich wieder zurückzieht.
    Hin und her, hin und her, hin und her. Es ist fast Hypnotisch. Ich folge der Bewegung mit meiner Hand. Hin und her, hin und her.
    Das plötzliche klirren von Glas lässt mich aufschrecken. Das Glas Wasser ist runtergefallen und nun liegen überall Scherben und der Teppichboden ist pitschnass.
    „Na wunderbar“, murmle ich und knie mich auf den Boden um die Glasscherben einzusammeln. ich muss wohl an das Glas gestoßen sein als ich den Wellen gefolgt bin. Hin und her. Ich bewege meine Hand zum tackt der Wellen und starre müde die Sauerei an. Plötzlich beginnt sich das Wasser zu bewegen.
    Verwirrt halte ich inne. Ist Arisu aus dem Pokeball gekommen? Ich werfe einen blick auf das Bett hinter mir, doch der Ball ist zu. Vielleicht ein anderes Wasser Pokémon? Aber niemand ist zu sehen. „Hör auf dir sowas einzubilden“, weise ich mich selbst zurecht und schalte das Licht an um die Scherben besser sehen zu können. Dann laufe ich zurück und knie mich wieder hin.
    Da kommt mir auf einmal ein Gedanke. Es ist zwar ziemlich sinnlos und vielleicht auch etwas kindisch, aber ich war ja schon immer ein bisschen so. Ich beginne meine Hand über dem Wasser zu schwenken wie ich es früher zu Beginn meiner Reise mit elf Jahren immer gemacht habe als mir langweilig war. Das ein oder andere Wasser Pokémon hat es dann manchmal in Bewegung gesetzt und mir ins Gesicht gespritzt.
    Diesmal ist aber kein Wasser oder Psycho Pokémon in der Nähe. Dennoch beginnt sich das Waser zu bewegen. Fasziniert bewege ich meine Hand nach oben. Das Wasser folgt der Bewegung und schwebt nun in der Luft. Welches Pokémon auch immer es ist, wo sich hier versteckt, es scheint den Spaß mitzumachen. Mal sehen ob es auch das kann, denke ich und wedle mit meiner Hand schnell hin und her. Das Wasser folgt meiner Bewegung.
    „Wo bist du?“, frage ich in die Stille ... Keine Antwort. Hm, es scheint sich wohl nicht zeigen zu wollen. Ich stehe auf und bewege meine Hand Richtung dem kleinen Waschbecken an der Wand.
    Wenn schonmal sowas in so einer Situation passiert, kann ich auch direkt dafür sorgen, dass der Boden trocken wird. Als das Wasser über dem Waschbecken schwebt mache ich eine Bewegung als würde ich es wegwerfen. Das Wasser landet mit einem lauten klatsch darin.
    „Jetzt kannst du dich aber wirklich zeigen“, sage ich ... Wieder keine Antwort. Verwirrt sehe ich mich um. „Wo bist du…“, ich werfe einen Blick unter das Bett und in den Schrank. Suche die Gegend vor dem Fenster mit den Augen ab und werfe sogar einen blick durch das Schlüsselloch. Nichts. Ratlos bleibe ich in der Mitte des Raumes stehen.
    Das kann doch nicht sein! Selber kann ich das doch wohl kaum gemacht haben oder? Bei dem Gedanken muss ich fast lachen. Natürlich nicht. Wie denn auch ich bin doch kein Magier und es müsste doch irgendwas passiert sein damit das überhaupt…
    Bei diesem Gedanken stocke ich. Hat Zygarde nicht etwas von einer Fähigkeit gesagt?
    Ach, das ist doch quatsch. Und wenn nicht? Ich betrachte die halbvolle Wasserflasche vor mir auf dem Tisch und strecke meine Hand aus.
    „Das ist doch bescheuert“, murmle ich als ich beginne meine Hand zu bewegen. Nach wenigen Sekunden folgt das Wasser meiner Bewegung. Fasziniert beobachte ich die Flasche. Wenn das wirklich diese Fähigkeit ist, bedeutet das ich werde nie wieder nass, wenn es regnet, kann meine Klamotten schneller trocknen und muss nichtmehr alles von Hand spülen mit Bürste und Lappen!
    Ich finde ziemlich sofort gefallen daran und hätte wahrscheinlich noch die ganze Nacht damit rumexperimentiert, wenn ich nicht so müde gewesen wäre. Morgen werden wir wahrscheinlich in Tempera City ankommen und dann geht es nach Hoenn.

    30
    24. Kapitel

    Laras Sicht

    Von weitem sehe ich schon, dass die Mauer des Beerengartens eingerissen wurde. Überall liegen spitze Steine und Trümmer. Plötzlich nehme ich Stimmen war. Vorsichtig luge ich um die Ecke. Was ich sehe, erschreckt mich fast zu Tode. Mein Lucario steht schwer atmend an die gegenüberliegende Mauer gelehnt. Vor ihm steht ein blondes Mädchen mit zwei Pokémon. Eines davon ist ein Mega Flunkiefer.
    Sie geht langsam auf mein Pokémon zu. Ihr Flunkiefer sperrt gierig seine zwei Mäuler auf. „Flunkiefer Finsteraura.“, sagt sie. „Hoopa Hyperstrahl.“
    Bevor jedoch die Attacken zuschlagen können berühre ich den Schlüsselstein an meinem Handgelenk. „Lucario Megaentwicklung!“, rufe ich und spüre bereits die machtvolle Energie der Megaentwicklung.

    Regenbogenfarbene Bänder wirbeln um uns herum, sollten sie zumindest doch diesmal ist etwas anders als sonst, komplett anders als sonst. Lucario leuchtet Regenbogenfarben auf, doch die Energie des Megasteins fließt nicht zu ihm. Ich versuche mich stärker zu konzentrieren bis plötzlich blaue und rote Streifen um uns herumwirbeln und uns verbinden, diese Bindung nimmt wie sonst auch die volle Energie ein aber nicht wie sonst fühle ich mich 100% mit Lucario verbunden, als würde alles nicht von mir ausgehen.
    Es fühlt sich an als würde ich das erste Mal eine Megaentwicklung durchführen.
    So vollkommen unkontrolliert hat sie sich noch nie angefühlt. Auch die Energie scheint eine andere zu sein, als würde sie nicht von meinem Schlüsselstein kommen.
    Eine blaurote Lichtkugel schließt mein Pokémon ein als es in seine megaentwickelte Form tritt und die Energie entlädt sich mit einem lauten Knall, sodass die Gegnerischen Attacken neutralisiert werden.

    Im ersten Moment fühlt sich alles wieder normal an. Lucario stößt sich von der Wand ab und springt über meine Gegner hinweg in Kampfposition. Das blonde Mädchen wirbelt herum und starrt mich wütend an. „Das Lucario gehört mir.“, faucht sie und hetzt ihr Mega Flunkiefer auf uns.
    „Block mit Knochenhatz!“, rufe ich ihm zu. Doch anstatt den Eisenschädel mit der Attacke abzufangen springt mein Pokémon hoch und feuert mit Drachenpuls auf das Koboldähnliche Wesen, welches die Attacke aber einfach mit einem Portalähnlichen Ring zurückwirft.
    Mein Lucario wird aus der Luft geholt und kommt hart auf dem Boden auf. „Was sollte das?“, rufe ich ihm zu.
    Der blick des Pokémon wendet sich zu mir. Seine Augen funkeln dunkelrot und es fletsch bedrohlich die Zähne. Erschrocken weiche ich einen Schritt zurück.
    Irgendwas ist mit meinem Megastein passiert. Es ist als hätte ich ohne jegliche Verbindung zu meinem Pokémon eine Megaentwicklung durchgeführt.
    Ich reiße mich dennoch zusammen und versuche zu Lucario durchzudringen. Das dumpfe warmkalte Gefühl setzt wieder ein und versperrt meine Gedanken wie eine Mauer.
    „Hoopa Dimensionsloch! Flunkiefer Finsteraura!“, weist die fremde Trainerin ihre Pokémon an. „Lucario Aurasphäre!“, versuche ich es noch einmal, doch auch dieses Mal macht es wieder etwas vollkommen anderes.
    Während Flunkiefer mit Finsteraura startet setzt Lucario Steigerungshieb ein, wird jedoch durch die Attacke Dimensionsloch kalt getroffen und gegen die Mauer geschleudert.
    „Probleme mit der Verständigung?“, versucht mich das Mädchen zu provozieren. Ich würdige sie keines Blickes und versuche weiter zu meinem Pokémon durchzudringen. „Komm schon Lucario, du schaffst das!“, bitte hör mir zu!
    Lucario ist inzwischen ziemlich geschwächt und sichtbar angeschlagen von den Starken Attacken des Gegners. Was ist nur los, warum hört er nicht auf mich? Frage ich mich selbst im Stillen. Verzweifelt beobachte ich wie Lucario noch einmals von Dimensionsloch getroffen wird und zu Boden Geht.
    Der Kampf ist vorbei.
    Doch eines habe ich über den Kampf komplett vergessen und
    Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen stürzt mein Glurak vom Himmel und schaltet mit einem gut gezielten Flammenwurf das Flunkiefer vorübergehend aus. Diese Zeit nutze ich um mit meinem inzwischen wieder normalen Lucario aufzusteigen und das Weite zu suchen, denn noch einmal möchte ich nicht riskieren das so etwas passiert. Zumindest nicht gerade.
    „Was war das Gerade?“, ist die erste Frage die mir Glurak stellt. „Ich weiß es nicht“, antworte ich niedergeschlagen. Nachdenklich begutachte ich den Megaring und dann Lucario, welches wohl Schuldgefühle hat, denn es beobachtet recht deprimiert die Bäume die unter uns vorbeiziehen.
    Ich Krame in meinen Sachen und ziehe eine Sinelbeere daraus hervor. „Hier“, ich lehne mich über die Schulter meines Kampf Pokémons und reiche ihm die Beere.
    Wortlos nimmt es sie an und nimmt lustlos einen kleinen bissen. „Es war nicht deine Schuld.“, versuche ich vorsichtig ein Gespräch. Es liegt an mir. Ich hätte nicht so leichtsinnig die Megaentwicklung einsetzen sollen. Ich hätte es von Anfang an wissen müssen und ein anderes Pokémon in den Kampf schicken sollen. Glurak stand direkt hinter mir, warum habe ich es nicht eingesetzt? Frage ich mich und seufze laut.
    Warum?

    31
    24.Kapitel

    Daisys Sicht

    Ich bin vor einer halben Stunde wieder aufgewacht, und musste erstmal meinem restlichen Team gefühlte Millionen von Fragen beantworten. Eigentlich habe ich selbst nicht wirklich einen Plan davon, was hier im Moment passiert. Ich will mir darüber aber auch keinen Kopf zerbrechen und mache mich deshalb nun auf den Weg nach Metarost City um die Arenaleiterin Felizita herauszufordern.
    Dunkle Wolken überziehen den Himmel und ein kühler Wind ist aufgekommen. Behauptet zumindest Papinella. Ich finde ihn aber recht warm.
    Sie hat mich zwar aus spaß für verrückt erklärt als ich ihr das mitgeteilt habe, aber trotzdem verwirrt es mich etwas. Papinella hat als Käfer Pokémon eigentlich ein relativ gutes Gefühl für die Temperatur.
    Wir laufen gerade über den langen Steg auf die Stadt zu, als der Schmetterling sich auf meiner Schulter niederlässt. Erschrocken springt sie wieder auf.
    „Daisy, ist alles in Ordnung bei dir?“, fragt sie mich vorsichtig. Ich zucke mit den Schultern,
    „Eigentlich schon. Warum fragst du?“,
    „Du bist eiskalt!“, ruft mein Pokémon.
    Ich sehe sie verwirrt an. „Was meinst du damit?“
    „Das was ich sage. Du bist eiskalt! Du must total unterkühlt sein.“, besorgt sieht mich der Schmetterling an.
    „Es ist alles ok. Mir geht es super, was meinst du also?“, frage ich Papinella wieder.
    „Du, deine Haut, du fühlst dich an wie der reinste Eisklotz.“, versucht sie mir die Lage zu beschreiben.
    „Wirklich?“, sie nickt.
    Unschlüssig bleibe ich stehen. Ich kann mich durch berühren einer Zeichnung in ein Pokémon verwandeln, wäre es eine denkbare Nebenwirkung? Ich schüttle den Kopf. Und wenn es so wäre. Ändern könnte ich daran im Moment wohl eher nichts, also gehe ich nicht weiter darauf ein und laufe weiter.
    „Machst du dir keine Sorgen?“, fragt mich das Käfer Pokémon.
    „Es ist wahrscheinlich nur eine Nebenwirkung oder sowas. Mir geht es gut und solange ich keine Menschen oder Pokémon anfasse wird es auch niemand bemerken“, Papinella stöhnt verzweifelt auf, lässt das Tema allerdings fallen.
    Wir kommen in der kleinen Stadt an und sehen uns erstmal ein wenig um. Verschiedene kleine und große Häuser mit kleinen grünen Gärten und Blumen stehen links und rechts der fast Leeren Hauptstraße.
    Es gibt in Hoenn nicht viele Autos. Wenn man von Stadt zu Stadt kommen möchte muss man entweder einen Geländewagen haben, den Bus über die Routen nehmen der alle zwei Stunden fährt. Oder wie die meisten einfach zu Fuß gehen.
    Das einzige wirklich große Gebäude in der Stadt ist die Devon Corporation.
    Wir laufen durch die Straßen und finden ohne große Probleme die Arena. Ich überlege kurz, welche Pokémon ich gegen die Arenaleiterin einsetzen sollte.
    Papinella ist am stärksten, doch bei der Attacke Felsgrab muss ich sehr gut aufpassen. Eneko mit Blizzard und Evoli mit Spukball wären auch eine Option. Flemmli kann ich wohl eher nicht Kämpfen lassen. Keiner seiner Attacken könnten etwas gegen ein Gesteins Pokémon ausrichten.
    Ich atme einmal tief durch und will gerade die Tür öffnen, als mir ein kleiner Zettel auffällt, der an der Tür klebt.
    „Arena Geschlossen“, lese ich laut. Ich mache einen Schritt zurück und starre die Tür enttäuscht an.
    „Das wars wohl für heute“, murmelt Papinella. Ich nicke nur. Wenn die Arena Morgen nicht offen hat muss ich weiter. Sonst verpasse ich den Wettbewerb in Wiesenflur.
    Ich drehe um und mache mich auf den Weg ins Pokémon Center. Dort angekommen laufe ich zu einem kleinen Sofa in der Ecke und lasse mich dort nieder. Danach hole ich meinen Zeichenblock hervor und beginne zu Zeichnen.
    Ohne es zu bemerken, habe ich das Mädchen mit den blauen Haaren gezeichnet, dass mich auch dem weg zum Blütenburgwald fast umgerannt hat. Da stellt sich mir eine Frage.
    Wenn Papinella gesagt hat, ich bin eiskalt, es sich für mich aber alles normal anfühlt, müsste sie es dann nicht auch gespürt haben? Aber müsste sie dann nicht auch viel wärmer sein?
    „Warum, warum geschieht das… warum passiert das alles?“, flüstere ich vor mich hin.
    „Fräulein? Hallo, hören sie mir zu?“, reißt mich auf einmal eine Stimme aus meinen Gedanken. Vor mir steht ein Chaneira und sieht mich abwartend an.
    „Entschuldigung, ich war in Gedanken versunken“, entschuldige ich mich schnell.
    „Ich wollte wissen, ob sie heute hierbleiben wollen.“, wiederholt es seine frage.
    „Oh, ja sehr gerne.“, antworte ich schnell.
    „Dann komm mit. Sie müssen sich leider mit ein paar Decken auf dem Sofa begnügen. All unsere Zimmer sind voll“, erwähnt das Pokémon in entschuldigendem Ton.
    „Ist schon in Ordnung“, erwidere ich und nehme einen Stapel gemütlich weicher Decken und Kissen von Chaneira in Empfang. Mit diesen laufe ich zurück zum Sofa und mache es mir dort bequem.

    32
    25. Kapitel

    Nickis Sicht

    Erschöpft sitze ich mit meinen Pokèmon auf dem Gipfel des Schlotberges und betrachte das weit entfernte Meer. Besser gesagt die riesige Eisfläche und die Winterähnlichen Bedingungen in deren Richtung.
    „Lasst und gehen, sonst kommen wir noch zu spät zu Maike.“, schlage ich vor. Meine Pokémon nicken zustimmend und ich rufe sie zurück in die Pokébälle. Ich stehe auf und klopfe den feinen Aschestaub von meiner Kleidung.
    In der Nähe steht das kleine Häuschen der Seilbahn, mit der ich zu Route 112 hinunterfahren kann. Ich steuere auf das Gebäude zu und öffne die Tür. Der Vorraum ist abgesehen von zwei ziemlich seltsamen Typen in schwarzen Umhängen komplett leer. Ich beeile mich an den beiden vorbei zu kommen und betrete die kleine Halle in denen die Gondeln ankommen.
    Die sehen aus als würden sie gerade von einer Halloween Party kommen, überlege ich noch, als ich einen Blick zurückwerfe.
    Gerade kommt aber eine neue Gondel quietschend in die Halle gefahren, in die ich auch sofort einsteige.
    Das kein Personal da ist, ist etwas seltsam, aber solange ich unbeschadet unten ankomme, soll mir das egal sein.
    Ruckelnd setzt die Seilbahn ihren Weg zurück ins Tal fort und ich betrachte gedankenverloren die Landschaft unter mir. Was kann an einem Tag alles passieren? Je mehr ich über die Begegnung mit dem Legendären Pokémon nachdenke, desto verwirrter bin ich. Eine Frage allerdings plagt mich besonders. Will ich das überhaupt? Ich kann Heilen, etwas in mir hat sich verändert, ein unsichtbares Band verbindet mich mit diesem Pokémon. Wird das jetzt für immer so bleiben? Werde ich für immer so anders sein? War ich schon immer so anders?
    Das leise piepen der sich öffnenden Gondeltür reißt mich aus meinen Gedanken. Ich stehe auf und steige aus der Seilbahn. Gemütlich laufe ich durch die Halle zum Ausgang. Auch hier sind keine Menschen oder Pokémon. Oder?
    Nur ein kleines Schwalbini sitzt vor dem Eingang und pickt auf die trockene Erde ein. Aber etwas kommt mir daran seltsam vor.
    Warte, ist es ein shiny Pokémon? Nein, es sieht zwar anders aus, aber es hat nicht die Farben eines Shiny’s. Zudem hinterlässt es weiße Abdrücke auf dem Boden. Ich betrachte es genauer:
    blaue Flügel, weißer Bauch, hellblaue Federn am Hals.
    Als ich näher komme schreckt das kleine Pokémon auf und fliegt davon. Ich trete hinaus und betrachte die weißen abdrücke auf dem Boden. Vorsichtig gehe ich in die Hocke und streiche über einen Abdruck.
    Ich stutze kurz und ziehe meine Hand zurück. Eis? Schwalbini ist doch kein Eis Pokémon.
    Etwas verwirrt stehe ich auf und sehe mich um. Das Pokémon ist verschwunden.
    Schulterzuckend wende ich mich ab und laufe zum Eingang des Feurigen Pfades. Hier leben hauptsächlich Feuer und Gift Pokémon soweit ich weiß.
    Ich betrete den dunklen Gang, doch die beim Namen zu erwartende Wärme, bleibt aus. Eine seltsame kühle umfängt mich.
    Meine Schritte hallen laut über den Boden, doch sonst gibt es kein einziges Geräusch. Meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Ein seltsamer, bläulicher Schimmer taucht alles in schwaches, kaltes Licht. Kleine Eiszapfen hängen von der Decke und mein Atem ist in der Luft zu sehen. Kein einziges Pokémon ist zu entdecken und auch sonst ist die Höhle verlassen. Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, denn das ist bestimmt nicht normal.
    Mit schnellen Schritten laufe ich weiter, um diesen Ort möglichst bald wieder verlassen zu können. Auch wenn sonst noch nirgends etwas von dem Eis außerhalb des Meeres zu sehen ist, hier ist der Beweis, dass es sich bereits weiter ausgebreitet hat als gedacht.
    Sehr viel weiter.
    Arceus sei Dank erreiche ich schnell den Ausgang des Feurigen Pfades in Richtung Route 113.

    33
    26. Kapitel

    Marrys Sicht

    …Es scheint keine Minute vergangen zu sein.
    Ich wende mich dem Lucario zu, welches erschöpft an der Wand lehnt. Ich gehe langsam auf es zu, dann werfe ich meinen beiden Pokémon einen Blick zu, bevor ich mich wieder meinem Gegner zuwende. „Flunkiefer Finsteraura, Hoopa Hyperstrahl!“, die beiden Attacken schießen auf das Pokémon zu, doch kurz bevor sie es erreichen, beginnt das Lucario regenbogenfarben zu leuchten.
    „Lucario Megaentwicklung!“, ruft eine weibliche Stimme hinter mir. Plötzlich wirbeln blaue und rote, leuchtende Bänder um das Pokémon und ich spüre eine machtvolle Energie die von ihnen ausgehen. Doch die Energie scheint stärker zu sein als eine normale Megaentwicklung. Das Lucario wird von einer blauroten Lichtkugel eingeschlossen die mit einem lauten Knall explodiert.
    Die Attacken meines Teams werden durch diese Wucht neutralisiert und der Wind hätte mich fast umgeworfen. Das Lucario tritt in seine Megaentwickelte Form und sieht und mit fast glühend roten Augen an. Das ist definitiv nicht normal!
    Dennoch lasse ich mich nicht beirren und wirble zu der Trainerin des Pokémons herum.
    Sie hat lange, blonde Haare und trägt eine schwarze Kappe mit Pokeball-Symbol. An ihrem Arm ist ein Armreif, in welchem sich ein Megastein befindet. Ich sehe sie wütend an und fauche „Das Lucario gehört mir! Flunkiefer Eisenschädel!“.
    Das Mädchen ruft dem Lucario eine Anweisung zu und dieses springt hoch um mit Drachenpuls auf Hoopa zu feuern. Hoopa öffnet jedoch eines seiner Ringportale und wirft die mächtige Attacke zurück. Das Lucario schlägt hart auf dem Boden auf.
    „Was sollte das?“ ruft das blonde Mädchen. Ihr Pokémon funkelt sie mit seinen roten Augen an und fletscht die Zähne. Erschrocken weicht sie zurück und sieht das Pokémon verzweifelt an.
    „Probleme mit der Verständigung?“, provoziere ich sie und sehe sie mit einem fiesen lächeln an.
    Das Mädchen scheint etwas verzweifelt. Das scheint wirklich etwas nicht zu stimmen. Das ist mir im Moment allerdings Herzlich egal.
    Das Lucario wirbelt erneut herum und startet einen Angriff auf Flunkiefer. „Dimensionsloch!“, rufe ich Hoopa zu, welches die Attacke auch sogleich ausführt. Das Lucario wird ein weiteres Mal getroffen und gegen die Mauer des Beerengartens geschleudert. „Komm schon Lucario! Du schaffst das!“, feuert sie ihr Pokémon an.
    Soll sie doch. „Nochmal Dimensionsloch!“, weise ich das Koboldähnliche Pokémon an. Lucario hat keine Möglichkeit auszuweichen und wird noch einmals getroffen.
    Der Kampf ist vorbei.

    Plötzlich stürzt ein wütend brüllendes Pokémon vom Himmel. Ein heftiger Flammenwurf trifft mein Flunkiefer, welches durch den überraschenden Angriff zu Boden geht. Staub wirbelt auf und verdeckt mir die Sicht. Hustend und mit zusammengekniffenen Augen erkenne ich, wie das Mädchen mit ihrem Lucario auf das Pokémon steigt.
    Ich starte noch einen letzten Angriff und versuche das Mädchen zu erwischen. Meine Hand streift an ihrem Arm vorbei, aber ich werde von einem heftigen Flügelschlag umgeworfen. Ein leichter Schauer durchfährt mich und ich blicke ihr wütend und verwirrt nach.
    „Tja, zu schade. Pech gehabt Marry.“, kommentiert Hoopa. „Aber hatte ich nicht irgendwann mal erwähnt, dass du niemanden anfassen sollst?“, fragt es mich dann. Ich murmle etwas unverständliches vor mich hin. „Die arme hat jetzt bestimmt einen Kälteschock“, überlegt das Pokémon gespielt besorgt. „Und du musst das Gefühl haben, dass du gerade eine Kerzenflamme oder sowas angefasst hast…“.
    Ich schüttle verwirrt den Kopf. „Wie kommst du auf sowas? Hier war nichts heiß oder kalt.“. Ich bin gerade absolut nicht in der Stimmung, mich mit Hoopa über irgendwelche Belanglose Sachen zu unterhalten.
    „Oh… äh hä? sollte nicht so sein.“. Ich ignoriere diesen Kommentar und rufe Flunkiefer zurück.
    „Als du mich berührt hast, müsste sich deine Körpertemperatur deutlich runtergekühlt haben.“, beginnt es nun.
    „Scheint aber nicht so.“.
    „Sollte aber so sein.“, meint es.
    „Tja, hast halt was falsch gemacht.“, mit meiner miesen Laune hätte ich sicher jegliche Personen und Pokémon in meiner Nähe verjagt, aber der kleine Kobold scheint sie nicht zu bemerken.
    „Falsch machen kann ich da Garnichts! Das passiert einfach und fertig. AUSSER!“, „Nichts außer. Wir müssen erstmal Team Rocket finden und dann sehen wir weiter.“ „Nix da, mit nichts außer! Es könnte sein, dass sie…“, „Es interessiert mich nicht!“, fauche ich das Pokémon an und rufe es zurück, bevor es mir mit noch mehr Theorien oder Kommentaren kommt.

    34
    2.Special Kapitel

    ? Sicht

    Wasser zieht unter mir vorbei.
    In der ferne sehe ich die letzten Inseln an mir vorbeiziehen bevor ich über das offene Meer hinweggleite. Das Dunkel der Nacht hüllt mich ein und lässt mich gänzlich verschwinden.
    Sanfte Wellen bewegen sich mit dem Wind in Richtung der Inseln der Region Alola. Die Sterne funkeln zu Millionen und Milliarden über mir im riesigen Universum.
    Leise steige ich höher hinauf bis zu den vereinzelten weißen Wolken und darüber hinaus. Der Wind auf meinen Schuppen fühlt sich selbst in dieser Höhe noch warm an.
    Ich habe meine Aufgabe erfüllt, alles ist wieder gut und ich kann zurück, endlich zurück in meine Heimat und ich bin bereit zu tun was ich kann um diese zu retten.
    Ich habe gesagt was ich konnte, doch warum ich das gesagt habe weiß ich nicht. Ich hätte vielleicht manches nicht sagen sollen aber es war zu wichtig um diese ahnungslose Person im Dunkeln zu lassen, auch wenn es vielleicht nicht einmal soweit kommt.
    Das Schicksal wird sie vielleicht noch nicht einmal nach Hoenn leiten. Aber ich.
    Ein leichter Schauer durchfährt mich.

    Kehre um.

    Was? Ich verringere meine Geschwindigkeit und bleibe in der Luft stehen.

    Kehre um, flieg zurück und vollende was ich dir aufgetragen habe!

    Die Stimme, ich spüre wie sie von mir Besitz ergreift und jeder Muskel in meinem Körper spannt sich an.

    Kehre um und beende es!


    Nein, nicht noch einmal…

    Geh!

    ich spüre wie mich mein Verstand verlässt, die Stimme wird zu einem zentralen Punkt.

    LOS!

    Ich will dagegen ankämpfen, doch es geht nicht. Ich stoße einen schrillen schrei aus und wende mich wieder den Inseln zu.

    Ja…, kehre um. Töte sie!

    „Rayquaza!“, ich fahre herum, die besitzergreifende Stimme ist weg, dafür spüre ich nun etwas anderes.

    Tayfuns Sicht

    „Rayquaza!“, mit einem lauten Schrei wache ich aus meinem Traum auf.
    „Alles ist gut.“, flüstere ich mir zu. „Es war nur ein Traum“, versuche ich das zu reale Bild zu vertreiben welches ich vor meinen Augen habe und das warme Gefühl des Windes das ich auf meiner Haut spürte noch vor wenigen Sekunden.
    „Nur ein Traum“,

    nur ein Traum

    erschrocken fahre ich herum. Was war das? Sicher nur die Reste meines Traums.

    Ein einfacher Harmloser kleiner Alptraum.

    Ich wage es kaum zu atmen. Diese Stimme… Ich bin gewiss nicht ängstlich oder schreckhaft, aber das ist Gruselig. Undeutlich fast lautlos höre ich Schritte auf dem Flur.

    Alles nur ein sehr realistischer Traum, ein Traum, ein Traum.

    Werde ich verrückt?

    ein Traum…

    Doch ich höre sie laut und deutlich in meinem Kopf, diese Stimme aus meinem Traum, die die ganze Zeit diese zwei Worte wiederholt.

    Ein Traum, ein Traum, …

    Die Schritte kommen näher und ein eisig kalter Luftzug weht mir die Haare aus dem Gesicht.
    Bestimmt ist nur ein Fenster offen. Versuche ich mich Gedanklich zu beruhigen.

    Ja ja, ein offenes Fenster, eisig kalte Luft, alles nur ein Traum.

    Ich atme einmal tief durch und greife nach dem Lichtschalter an der Wand.
    „Ja, nur ein Traum“, ich knipse den Schalter um und gelbes Licht durchflutet den Raum.
    Etwa drei Meter von mir entfernt steht ein großes Pokémon.
    Es ist blau, sein Kopf ist schmal und endet in drei Spitzen. Eine Reihe Stacheln ziehen sich sein Gelb gefärbte spitze Nase hoch und an seinen Wangenknochen beginnen Schwimmhäute.
    Seine Haltung ist Menschenähnlich und seine Arme enden in je drei lange Krallen. Eine Kralle ist am linken Arm abgetrennt. An dessen Stelle ist eine verkrustete Wunde.
    Seine Beine, welche ebenfalls von blauen Schuppen bedeckt sind enden auch in drei langen Krallen die auf dem Boden Klacken. Hinter ihm kann ich vereiste Fußspuren erkennen.
    An seiner Schulter befinden sich zwei dunkelblaue Kreise und Ein langer Fischschwanz, welcher in einer gelben Flosse endet, bewegt sich hinter ihm schleifend über den Boden.
    An dessen Ende wie um seine Handgelenke schlingen sich leuchtend Türkisblaue Ringe. Seine Schwimmhaut am Rücken ist zerfetzt und über seine Schuppen ziehen sich tiefe Narben.
    Sein hasserfüllter türkisblauer Blick scheint mich durchbohren zu wollen. Ein frostiger Wind schlägt mir entgegen. Es öffnet seinen Mund und flüstert mir zischen zu „Ein Traum“.
    Dann ist es verschwunden.

    Plötzlich rüttelt etwas an mir. Ich schlage die Augen auf und entdecke Lilly. Sie beugt sich über mich und sieht mich ungeduldig an. „Aufwachen Schlafmütze! Wir müssen bald los, das Schiff kommt in zwei Stunden.“ Lacht sie und öffnet das Fenster.
    „Gestern muss hier wohl noch ein Alola Sandamer eingebüchst sein.“, Sie deutet auf zwei vereiste und verwischte Krallenförmige Fußspuren auf dem Boden. „Ja, das war bestimmt ein Sandamer“, stimme ich ihr zu.
    Es war nur ein Traum!

    Ein Traum. Eisherz

    35
    2. Nebenkapitel

    ACHTUNG! Ich werde ab jetzt die Nebenkapitel in Erzähler Sicht schreiben!
    (Ist mir gestern spontan eingefallen und es gefällt mir so besser)

    Seegrassulb City ist von einer dicken Schneeschicht überzogen.
    Menschen und Pokémon wärmen sich an in der Stadt aufgebauten Feuerstellen oder fliehen vor der kälte in ihre Wohnungen. Trainer versuchen noch einen Schlafplatz im eh schon überfüllten Pokémon Center zu finden und jeder versucht sich möglichst vor dem Eis zu schützen.
    Autos kämpfen sich durch die verschneiten Straßen und Pokémon kuscheln sich in kleine Nischen in Hauswänden oder unter Fahrzeuge.
    Kein Mensch denkt daran stehen zu bleiben und das Nächtliche Schneetreiben über der Stadt zu beobachten und so kommt es, dass auch das Menschenähnliche, Psycho Pokémon auf dem Dach des Museums, von niemandem entdeckt wurde.
    Neben ihm steht ein junger Mann. Er ist in einen blauen Umhang gehüllt und betrachtet das geschehen unter ihm. Sein Partner schwebt unruhig in die Luft und starrt in die Ferne.
    „Was ist los Mewtu?“, fragt der Mann ohne den Blick von der Stadt zu nehmen. Das Legendäre Pokémon wirft ihm einen Blick zu.
    „Sie sind in der Nähe. Ich spüre ihre Anwesenheit“, sagt es monoton.
    Wortlos dreht sich der Mann um und streckt seine Hand aus. Feiner, eisiger Nebel zieht sich wie schwebende Bänder um das Pokémon und ein Wirbel aus Schnee verdeckt die Sicht auf die zwei Gestalten. Als sich die Wolke langsam wieder legt, steht dort ein seltsames Pokémon. Es sieht aus wie das Mewtu, doch sein langer Schweif ist auf der Rückseite von Eiskristallen bedeckt, ebenso wie Teile seines Kopfes. Aus seinen Schultern und Fußknöcheln ragen Eiszapfen und ein eisig kalter Wind scheint sich stetig um das Pokémon zu bewegen.
    Es wendet sich zu dem zugefrorenen Meer und schwebt lautlos über die Hausdächer davon. Sein Ziel hat es klar vor Augen.
    Scheinbar unbemerkt verlässt es die Stadt und jagt über die Eisfläche auf eine Gruppe dunkler Gestalten zu.
    Ohne abzubremsen fliegt es mitten in die Gruppe. Mit einem erschrockenen Schrei rennen betroffene zur Seite. Mewtu landet in der Mitte der zurückweichenden, in dunkle Umhänge gehüllten Gestalten.
    Ein weiteres Mal wird das Pokémon von einer weißen Wolke aus Schnee umgeben und verwandelt sich scheinbar zurück. Zu Mewtu und dem jungen Mann.
    Ein Mädchen mit langen blauen Haaren tritt vor und lächelt müde.
    „Wir haben dich bereits erwartet Jaron“,
    sagt sie. Ihr ebenfalls schwarzer Umhang weht um ihre Beine und zwei goldene, kaum sichtbare streifen an dessen Ende glitzern in dem düsteren Licht.
    „Ich hoffe doch nicht all zu lang“ , erwidert der Mann in höflichem Ton.
    „Nicht doch. Hast du etwas Herausgefunden?“, fragt sie. Der Mann nickt.
    „Und wie steht es bei dir?“,
    „Abgesehen von einem kleinen Zwischenfall im Blütenburgwald habe ich leider noch keine weiteren Eisherzen ausfindig machen können. Aber sobald wir sie gefunden haben, steht unserem Plan nichts mehr im Weg“, erwidert sie mit einem leichten Seufzer. „Aber nun wollen wir uns nicht weiter mit diesem Thema herumschlagen. Es warten wichtigere Dinge auf uns!“. Damit dreht sie sich um und verschwindet im dichten Schneetreiben.

    36
    27. Kapitel

    Milas Sicht

    Endlich sind wir in Seegrassulb City angekommen. Doch bevor wir anfangen können, Satus Freunde zu suchen, müssen wir erstmal einen Schlafplatz finden.
    Das Pokémon Center ist komplett überfüllt, ebenso wie das Hotel. Darüber beschweren wie kalt es ist müssen wir zwar nicht, aber nach gefühlten Ewigkeiten auf dem Eis bin zumindest ich ganz schön müde.
    „Vielleicht sollten wir es mal bei der Wettbewerbshalle versuchen.“, schlägt Satus vor.
    „Solang ihr mir nicht mit Glitzer und Schleifchen kommt…“, meint Sonne mein Nachtara, die sich noch immer weigert wieder in den Pokeball zu gehen.
    „Gute Idee.“. Wir schlagen den Weg in Richtung der Wettbewerbshalle ein. Die Wege sind so gut wie leer und nur auf den Straßen stauen sich die Autos wegen dem Schnee und den schlechten Wetterbedingungen.
    Schon bald kommt die hell erleuchtete Halle in Sicht. Doch bald ist klar, dass auch hier alles voll ist von Trainern die eigentlich am Wettbewerb teilnehmen wollten, der aber scheinbar abgesagt wurde. Zudem sind wir nicht die einzigen die auf die Idee gekommen sind, dort nachzusehen.
    Plötzlich werde ich von jemandem auf die Schulter getippt. Ich drehe mich um und sehe in die braunen Augen eines Mädchens. Sie trägt ein langes, schwarzes T-Shirt unter einer dünnen grünen Jacke. Zudem eine schwarze Leggins und hohe Stiefel. Ihre hellbraunen Haare hat sie zu einem losen Dutt zusammengebunden.
    „Hi! Ich bin Nika. Euch muss ja ziemlich kalt sein.“, sie deutet auf mein T-Shirt.
    „Sagt die, die mit Leggins und dünner Jacke durch die Gegend rennt.“, kommentiert Sonne.
    „DU BIST JA SÜSS!“, quiekt das Mädchen und schnappt sich mein Nachtara. „Und so flauschig!“, sie wuschelt meinem Pokémon durchs Fell, welches so schnell wie möglich wieder von ihrem Arm hüpft.
    „Hallo! Du machst ja fast Mila Konkurrenz Gefriertruhe!“, beschwert sie sich und versteckt sich hinter Satus Beinen.
    „Hallo, ich bin Mila. Schön dich kennen zu lernen.“, stelle ich mich noch einmals vor.
    „Ich bin Satus.“, begrüßt auch der blonde Junge das fremde Mädchen.
    „Hi“, sagt sie noch einmal grinsend. „Kommt doch mit. Ihr seid doch bestimmt Trainer!“, sie eilt in großen Schritten voraus und erzählt wären dessen weiter. Schulterzuckend sehen Satus und ich uns an und folgen ihr. „Sicherlich habt ihr bereits bemerkt, dass alles belegt ist. Aber keine Sorge. Ihr könnt bei mir und meinem großen Bruder übernachten. Er heißt Jaron und ist hin und wieder etwas mürrisch, aber lasst euch davon nicht stören! Meine Eltern sollten erst irgendwann morgen Nacht kommen, aber es wird sie sicherlich nicht stören. Ich glaube wir werden uns super verstehen! Meine Pokémon freuen sich immer über Besuch. Ich habe ein Gardevoir, ein Luxtra und ein Yanmega. Zudem noch ein kleines Evoli vom Typ Eis. Ich weiß es klingt seltsam aber…“, nach einer Weile höre ich Nika nicht mehr zu. Sie redet wie ein Wasserfall und ohne Punkt und Komma.
    Nach kurzer Zeit stehen wir vor einem kleinen Reihenhaus. Nika zieht einen Schlüssel aus ihrer Jackentasche und schließt auf. „Kommt rein. Links ist der Lichtschalter und rechts geht es ins Wohnzimmer. Macht es euch doch auf dem Sofa gemütlich.“ Wir treten ein und eine angenehme Wärme schlägt uns entgegen. Aber was für uns angenehm warm ist, müsste für normale Menschen doch recht kalt sein oder?
    Satus knipst das Licht an, während ich bereits in Richtung Wohnzimmer laufe. In der Mitte des gemütlich eingerichteten Zimmers steht ein großes Sofa und an den Wänden hängen Bilder von Pokémon und Landkarten. In der Ecke steht ein altes Radio und unter einem kleinen Tisch schläft das bereits von Nika erwähnte Evoli.
    Es hat Schneeweißes ungewöhnlich langes Fell. Sein Brustfell schimmert hellblau wie seine Schwanzspitze. Als ich näher komme schlägt es die Augen auf und sieht mich groß an. Danach springt es auf und verschwindet hinter Nika, die ebenfalls in das Zimmer kommt.
    „Also ihr beiden. Hier im Wohnzimmer haben wir ein Sofa und in meinem Zimmer ist noch ein kleineres. Ich würde vorschlagen Mila schläft in meinem Zimmer und du schläfst hier“, schlägt sie vor und wirft Satus einen Stapel Decken zu. „Tut mir leid, wenn es hier etwas kühl ist. Ich hoffe das stört nicht all zu sehr.“, sie winkt mich hinter sich her und wir betreten Nikas Zimmer, während Satus sich im Wohnzimmer einrichtet.
    Nikas Zimmer ist voll geklebt mit Lugia Postern, noch mehr Landkarten, Zeichnungen, Plakaten von berühmten Trainern und Bildern von ihr und ihrer Familie. Überall liegen Klamotten verstreut und an einem Haken neben der Tür hängt ein blauer Umhang.
    „Fühl dich wie zu Hause!“, lacht sie, während sie einen Stapel Wäsche vom Sofa schmeißt und durch einen Haufen Decken ersetzt. „Mach‘s dir gemütlich! Ich habe noch was zu tun.“, grinst sie bevor sie sich den Umhang schnappt und aus dem Zimmer eilt.
    „Die ist ein bisschen hyperaktiv findest du nicht?“, fragt mich Sonne. Ich zucke mit den Schultern und schmeiße mich auf das Sofa.
    Alles andere kann bis morgen warten. Ich bin erstmal Hundemüde.

    37
    28. Kapitel

    Hae Soo’s Sicht

    Wir haben gesiegt! Ich rufe mein Pokémon zurück in den Ball und atme tief durch. Die Attacke Seher ist wie gedacht, genau im Richtigen Moment gekommen und hat Blättertanz gestoppt. Mit Gigastoß hat Altaria das Giflor von Erika besiegt. „Herzlichen Glückwunsch!“, Erika ruft ihr Giflor zurück und kommt auf mich zu. „Das war ziemlich gutes Timing würde ich sagen. Hier, dass hast du dir wirklich verdient.“, die Arenaleiterin überreicht mir den Farborden.
    „Danke“, sage ich knapp und hole ein kleines Kästchen hervor, in dem ich meine Orden aufbewahre. Den Fels-, Quell-, Donner- und Sumpforden habe ich bereits erlangt. Darunter kommt nun der Farborden.
    Noch drei Orden, dann kann ich an der Pokémon Liga teilnehmen.
    Ich verlasse die Arena und laufe zurück in Richtung Innenstadt. Von hier aus können Blau und ich am leichtesten nach Fuchsania City gelangen und dort kann ich dann um den Seelenorden kämpfen. Dazu müsste ich Blau allerdings erstmal finden.
    Aber zu aller erst, muss ich meine Pokémon heilen. Ich laufe durch das Zentrum der Stadt zu dem großen Pokémon Center. Hier ist einiges los. Ich schweife mit meinem Blick über die Trainier und überlege, ob ich einen von ihnen herausfordern soll.
    „Guten Tag, wir nehmen ihre Pokémon einen Moment in unsere Obhut. Sie können es sich solange in unserem neuen Café-Bereich gemütlich machen.“, schlägt Schwester Joy vor. Ich nicke kurz und laufe die Treppe in den zweiten Stock hinauf.
    Links ist ein großer Tresen und durch eine Vitrine ist das große Kuchen- und Brötchenangebot zu sehen. Die rechte Wand ist komplett verglast und man hat einen guten Blick auf die Stadt. Hier oben ist weniger los als unten und so bekomme ich auch noch einen Platz direkt am Fenster.
    Durch einen Lautsprecher werden die Namen der Trainer aufgerufen, deren Pokémon vollständig geheilt wurden und im Hintergrund läuft leise Musik. Ich hole mir einen Pfefferminztee am Tresen und höre dem laufenden Radio zu. Nachdem das Lied zu Ende gespielt hat, kommt wie häufig zurzeit eine Meldung über Hoenn.
    „Sie haben immer noch keine Möglichkeit gefunden das Eis zurückzudrängen“, murmelt eine bekannte Stimme. Erschrocken fahre ich hoch als sich Blau zu mir setzt. „Und?“, fragt er.
    „Ich habe Gewonnen.“, sage ich kurz und sehe wieder aus dem Fenster. „Aber es kann wirklich nicht sein, dass sie das Eis nicht zum schmelzen kriegen.“, nehme ich das vorhin erwähnte Thema wieder auf.
    Ich frage mich, ob nicht wieder eine dieser Organisationen etwas damit zu tun haben könnte.“, überlegt Blau.
    „Wie meinst du das?“, frage ich nun interessiert.
    „Hast du schonmal etwas über den Kristall unter Moosbach City gehört?“,
    Ich schüttle den Kopf.
    „Unter Moosbach in Hoenn soll ein Kristall existieren. Sein Wächter wird in vielen Legenden erwähnt. Ein Pokémon mit den Typen Wasser und Elektro. Der Kristall soll eine unglaubliche Macht besitzen, die in der Lage ist, die gesamte Region einzufrieren. Dieser Wächter hält die Macht des Kristalls unter Kontrolle. Wenn jedoch der Wächter den Kristall nicht mehr kontrolliert, soll sich das Eis ausbreiten und die Region wird angeblich in Eis und Schnee versinken. Das Interessante aber ist, wenn genau das passiert, kommt in manchen Menschen, eine besondere Bindung zu einem Pokémon zum Vorschein, welche sich in Form einer Gabe zeigen soll. Aber das meiste ist nur eine Legende. Ob sie wirklich war ist, bleibt wohl eher zweifelhaft. Denn wenn diese Menschen mit diesen Gaben das Eis zurückdrängen könnten, hätten sie das schon längst getan.“ erklärt Blau mir in einer kurzen Zusammenfassung. „Die Sache aber ist, nur ein solcher Mensch wäre überhaupt in der Lage diese Höhle zu öffnen. Aber warum sollte ein einzelner Mensch in der Lage sein, ein so mächtiges Pokémon davon abzuhalten, diesen Kristall zu kontrollieren. Deshalb glaube ich, dass mehr dahinterstecken müssen. Eben eine gesamte Organisation.“ Schweigend höre ich Blaus Erklärung zu. Ich bin absolut sprachlos, denn plötzlich gibt ziemlich viel von dem was passiert ist einen Sinn.
    Eines ist klar, wenn das was mir passiert ist, nicht einfach nur ein Zufall war, dann muss ich wenigstens herausfinden ob… „Hörst du mir zu?“, fragt Blau mich. „Dein Name ist aufgerufen worden“, ich springe schnell auf und laufe hinunter zu Schwester Joy. Sie gibt mir meine Pokémon zurück und macht sich wieder an die Arbeit. Hinter mir kommt Blau die Treppen hinunter.
    „Die nächste Arena ist in Fuchsania City. Das ist dein nächstes Ziel oder?“, fragt er mich.
    Ich schüttle den Kopf.
    „Nein, mein nächstes Ziel ist Hoenn.“.

    38
    29.Kapitel

    Naokos Sicht

    Nachdem ich aufgewacht bin und im Pokémon Center gefrühstückt habe, mache ich mich nun auf dem Weg nach Tempera City.
    Meinen Pokémon habe ich bereits erzählt, was mir letzte Nacht passiert ist. Nachdem ich es ihnen heimlich an einer Flasche Wasser gezeigt habe, die ich aus dem Center mitgenommen habe, habe mir es auch alle aus meinem Team geglaubt.
    Ein neues Holo-Log habe ich zu meinem Leidwesen nicht bekommen, aber dafür sitze ich jetzt in einem dieser kleinen Touristenboote auf dem Weg nach Illumina City.
    Ich hätte auch auf Kuraiko fliegen können, aber nachdem ich von Fluxia nach Illumina City einen weitaus weniger anstrengenden Weg gefunden habe, sitze ich nun eben auf diesem Boot.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit die fast genau fünf Stunden gedauert hat, bin ich nun in der größten Stadt der Kalos Region.
    Auch hier halte ich mich nicht lange auf. Nachdem ich mir ein neues Holo-Log besorgt habe, der leider nicht ganz billig war und über die hälfte meines Reisegelds in Anspruch genommen hat, fliege ich nun ohne weitere Umwege auf Kuraiko zum nördlichen Teil von Tempera City.
    Schon von weitem höre ich das rauschen des Meeres und das kreischen der Wingull. Am Hafen sehe ich zwei Gestalten stehen, die mir sehr bekannt vorkommen.
    „Vorsicht ich lande“, warnt mich mein Glurak bevor sie im Sturzflug auf den Hafen zurast. Ich unterdrücke einen Schrei und halte mich krampfhaft fest.
    „Musste das sein?“, frage ich sie leise als wir gelandet sind. Als Antwort bekomme ich nur ein leises Kichern.
    „Naoko!“, höre ich eine bekannte Stimme rufen. Ich steige von Kuraiko und entdecke Ash, der gefolgt von seinem Pikachu auf mich zu gerannt kommt. Vor mir bleibt er grinsend stehen. „Hallo Naoko, wir haben schon auf dich gewartet!“, sagt er und deutet dabei auf Alain, der in deutlich gemütlicherem Tempo zu uns kommt.
    „Hallo Naoko, schön dich auch mal wieder zu sehen.“, begrüßt er mich.
    Ich werfe einen Blick hinter die beiden und sehe sei dann fragend an. „Habt ihr nicht gesagt Lara kommt auch?“.
    „Eigentlich wollte sie auch kommen, aber sie ist krank geworden. Alains Glurak hat sie bewusstlos auf Route 5 gefunden. Sie war total unterkühlt und ist deshalb in Illumina City geblieben.“, erklärt mir Ash und macht dabei ein sehr besorgtes Gesicht.
    „Schade. Ich hoffe ihr geht es bald wieder besser.“, sage ich, während ich Kuraiko zurück in den Pokeball rufe.
    Nachdem wir uns noch etwas ausgetauscht haben, müssen wir allerdings noch fast die gesamte Nacht warten, bis das Schiff ankommt.
    Ash und Alain schlagen die Zeit mit dem Training ihrer Pokémon tot, während ich mich auf eine Bank setze und beginne die Landschaft zu Skizzieren. Es hört sich zwar seltsam an, dass ich die ganze Nacht nur gezeichnet, oder das Meer beobachtet habe, aber ich habe mich so darin verloren, dass ich erst gar nicht bemerke, dass es bereits 5 Uhr ist.
    Kurze Zeit später betreten wir das Schiff. Die Frau, die die Tickets kontrolliert, sagt mir, dass ich mir mein Zimmer mit zwei anderen Gästen teilen muss, da das Schiff bis Kanto komplett ausgebucht ist. Danach könne ich dann ein eigenes Zimmer bekommen. Die Jungs bekommen ein Doppelzimmer und verschwinden nach einem kurzen >Gute Nacht< im oberen teil des Schiffs.
    Ich dagegen suche das Zimmer 190 im mittleren teil des Schiffs. Ich hole kurzerhand Demon aus dem Pokeball, damit er mir hilft.
    „Deine Orientierung ist jetzt nicht ernsthaft so miserabel, dass du nicht mal ein blödes Zimmer findest.“, kommentiert er und stolziert voraus. „Manchmal glaube ich echt du bist blind. Da.“, das schwarze Pikachu deutet auf eine Zimmertür.
    „Da ist es.“, stelle ich irritiert fest.
    Wie oft ich wohl daran vorbeigelaufen bin?
    Die Nummerierung in diesem Schiff ist aber auch echt bescheuert.
    Ich klopfe an und warte.
    „Und du glaubst um fünf Uhr morgens macht dir jemand bei diesem leisen klopfen auf. Vielleicht solltest du mal dagegentreten.“, überlegt Demon. Ich ignoriere ihn und klopfe noichmals.
    „Hallo? Ist jemand wach?“, frage ich laut. Von innen höre ich das klimpern eines Schlüssels.
    „Und wer ist da, der um diese Uhrzeit an unsere Zimmertür klopft?“, fragt eine verschlafene weibliche Stimme.
    „Ich bin Naoko. Das Schiff ist voll und bei euch soll noch ein Bett frei sein.“, erkläre ich.
    Der Schlüssel wird im Schloss rumgedreht und mir gegenüber steht ein leicht gebräuntes Mädchen mit kurzen braunroten Haaren die in alle Richtungen abstehen.
    Soweit ich in dem schlechten Licht erkennen kann hat sie gräuliche Augen und trägt einen kurzärmligen Schlafanzug mit einem Glurak darauf und eine ebenfalls mit Glurak verzierte kurze Hose.
    Das Mädchen mustert mich verschlafen während ich sie fragend ansehe.
    „Lässt die Dame uns jetzt rein oder hälst du uns vielleicht für Verbrecher so wie du uns anstarrst? Wenn du nicht schnell Platzt machst, mach ich mir selber platzt!“. droht Demon.
    Ich verdrehe die Augen. Das Mädchen macht mit einem gemurmelten „Entschuldigung“, platzt und schmeißt sich wieder ins Bett. Ich werfe meine Jacke und den Schal den ich vorher ausgezogen habe auf einen Stuhl und lasse mich auf das letzte freie Bett sinken.
    In zwei Tagen bin ich in Hoenn.

    39
    30. Kapitel

    Satus Sicht

    Am nächsten morgen weiß ich erstmal nicht wo ich bin. Dann erinnere ich mich aber, was gestern passiert ist. Dieses seltsame Mädchen namens Nika hat uns bei sich und ihrem Bruder übernachten lassen.
    Es ist noch dunkel draußen. Ich knipse das Licht an und mit einem Blick auf die alte Uhr an der Wand stelle ich fest, dass es kurz vor vier Uhr ist. Da ich aber nicht mehr schlafen kann, schnappe ich mir einen Pokeball und laufe nach draußen.
    Ich höre leise Schritte hinter mir. Verwundert drehe ich mich um und entdecke das kleine schneeweiße Evoli von gestern. Es sieht mich fröhlich an und wedelt mit seinem kurzen flauschigen Schwanz. Ein leichtes lächeln huscht mir über das Gesicht. Es ist schon sehr süß, so wie es dasteht und mich ansieht.
    Ich drehe mich zur Haustür und mache sie leise auf. Dann drehe ich mich noch einmal um und schalte das Licht wieder aus bevor ich das Haus verlasse.
    Der Himmel ist von dunklen schwarzen Wolken verhangen und das einzige Licht kommt von den Straßenlaternen. Die Straßen sind inzwischen auf fast leer und keine Menschenseele ist auf den Gehwegen zu sehen. Ich setzte mich auf eine Bank die neben dem Haus steht und rufe das Pokémon, dass ich mitgenommen habe aus dem Ball.
    Das lilane Flamara sieht mich abwartend an. Die Luft um das Pokémon scheint ungewöhnlich schnell abzukühlen. Ich sehe es eine weile an.
    „Wer bist du?“, fragt das Flamara plötzlich.
    „Mein Name ist Satus. Ich habe dich auf dem Eis gefangen.“, erkläre ich.
    „Bist du einer dieser bösen Typen?“, fragt es ängstlich. Verwirrt schüttle ich den Kopf.
    „Nein. Hast du einen Namen?“, frage ich es. Das Pokémon sieht mich traurig an.
    „Ich hatte einen, aber mehr weiß ich nicht. Seit ich bei den bösen Typen war habe ich alles vergessen…“, flüstert es. Ich streichle dem Pokémon vorsichtig über das kühle Fell.
    „Dann nenne ich dich Frosty ok?“, frage ich. Das Flamara nickt.
    Ich rede noch eine ganze weile mit Frosty über das Leben als Pokémon, darüber was ein Trainer ist und warum ich hier bin. Sie hat auch keine Ahnung was es mit diesem >Eisherz< auf sich hat.
    Es wird langsam heller und ich entschließe mich wieder hinein zu gehen. Frosty wollte unbedingt noch draußen bleiben. Drinnen höre ich bereits Geschirr klirren und Stimmen durcheinanderreden.
    Nika steht mit Mila in der Küche und versucht ihr irgendwas zu erklären, dass sie aber nicht auf die Reihe bekommt. Auf dem Sofa sitzt ein Mann mit struppigen blonden Haaren und starrt miesepetrig die Wand an.
    „Du musst Satus sein“, begrüßt mich jemand von hinten. Ich drehe mich um.
    Vor mir steht ein Junge etwa in meinem Alter. Er hat blaue Haare und genauso blaue Augen. Er trägt einen Grauen Pullover so wie eine schwarze Jeans.
    „Ich bin Zyan. Ein Freund von Nika“, stellt er sich vor und drückt mir einen Stapel Teller und Besteck in die Hand. „Du kannst schonmal den Tisch decken.“, er zeigt auf einen Tisch der neben dem Fenster steht. Ich nicke wortlos und trage das Geschirr zu dem Tisch. Nachdem wir Gefrühstückt haben, machen wir uns wieder auf den Weg.
    Frosty stößt nach einer Weile wieder zu uns.
    „Hallo“, begrüßt es uns fröhlich.
    „Und wer bist du? “, sie sieht Mila fragend an.
    „Ich bin Mila.“;
    stellt sich das rothaarige Mädchen überrascht vor.
    „Das Ist Frosty. Wir haben uns schon heute Morgen ein bisschen unterhalten.““, erkläre ich.
    „Ach deshalb warst du draußen.“, stellt Mila fest. „Aber jetzt zu etwas anderem. Wie sieht der Plan für heute aus?“, „Wir werden noch einmal bei den Notunterkünften nachfragen und…“, „Warum sucht ihr nicht in Baumhausen City? Dort sind auch ein paar aus Moosbach untergebracht.“, unterbricht mich Frosty. Ich überlege kurz.
    „Gute Idee.“, stelle ich fest.
    „Auf nach Baumhausen City!“, ruft Mila. Ich schüttle den Kopf.
    „Zuerst schauen wir noch einmal hier nach.“, sie nickt und wir machen uns auf zu den Notunterkünften.

    40
    31. Kapitel

    Laras Sicht

    Gedankenverloren fliegen Lucario und ich auf Glurak durch die Gegend. Keiner von uns sagt etwas. Jeder von uns ist in seine eigenen Gedanken versunken.
    Was ist in diesem Kampf nur passiert? Was habe ich falsch gemacht und was war mit der Megaentwicklung los? Hat es etwa etwas damit zu tun, dass ich von diesem Pokémon angegriffen wurde? Und warum bin ich so eiskalt? Ich fühle mich nicht krank, mir geht es gut und abgesehen von dem seltsamen Gefühl von meinem Schlüsselstein ist auch sonst nichts ungewöhnlich.
    Lara?“, fragt mich plötzlich
    Hm?“, ich sehe zu meinem Pokémon.
    Du hast nicht zufällig aufgepasst wo wir hingeflogen sind oder?“, sagt es.
    Nein warum? Du fliegst doch und ich dachte du passt auf wohin wir fliegen. Ich war etwas in Gedanken.“, sage ich. Glurak schnaubt auf.
    Du weißt nicht zufällig wo wir sind?“, wendet es sich nun an Lucario. Dieses schüttelt aber ebenfalls den Kopf. Ernsthaft? Erst jetzt sehe ich mir um. Alles was ich sehen kann ist Wasser. Kein Land, keine Insel einfach überall nur Wasser.
    Wir sind mitten auf dem Meer und keiner von uns hat eine Ahnung wo wir sind. Spitze!
    Ich ziehe mein Holo-Log aus meiner Umhängetasche und schalte es an. Es leuchtet kurz auf, dann erscheint ein Batteriesymbol und der Text Bitte Aufladen.
    Na toll“, murmle ich.
    Wir könnten einfach weiterfliegen.“ schlägt Lucario vor.
    Etwas anderes bleibt uns wohl nicht übrig“, murrt mein Glurak und gleitet weiter über das Meer.
    Unter uns schwimmen Tentachas und sogar ein Tentoxa. Je weiter wir fliegen desto öfter schwimmt unter uns auch eine Eisscholle vorbei.
    Moment, Eisschollen? Ich kneife die Augen zusammen und entdecke am Horizont einen Landstrich.
    Da vorne ist was!“ rufe ich, während in die Ferne starre. Über dem Landstrich ballen sich dunkle Wolken und schon bald ist das Meer unter uns mit Eis bedeckt.
    Kalt ist es nicht, was recht seltsam klingt aber auch damit zusammenhängen könnte, dass ich im Moment Eiskalt bin.
    Lucario ist in seinen Pokeball gegangen, während Glurak stur weiterfliegt.
    Wir sind ganz sicher in Hoenn“, stellt er fest.
    Soll schön sein da.“, sage ich. Ichweiß gerade nicht was ich sonst sagen soll. Ich meine wir sind auf der Region gelandet, vor der seit dem Ausbruch des Eises, ständig gewarnt wird. Wir Glückspilze...
    Inzwischen ist es bereits dunkel geworden und ein dichtes Schneetreiben hat eingesetzt. In der ferne entdecke ich einen hohen Berg.
    Da können wir landen.“, schlage ich vor. Gesagt getan. Kurze Zeit später landen wir auf dem Berg.
    Hier herrscht eine gruselige Stimmung. Alles ist von Schnee bedeckt und scheinbar willkürlich hingestellte zerfallene Gemäuer sind über das Gelände verteilt. Ein dichter Nebel verdeckt mir die Sicht und große Schneeflocken fallen aus dem grauen Himmel.
    Ich laufe ein paar Treppenstufen nach oben und entdecke einen kleinen Altar. Es sieht so aus als wären hier früher mal zwei Gegenstände gestanden oder gelegen.
    Glurak folgt mir und sieht sich misstrauisch um.
    mir gefällt es hier nicht“, murmelt es.
    Ich ignoriere ihn und laufe die Treppen wieder hinunter.
    Wäre ich jetzt doch nur bei meinen Freunden, auf einem Schiff, in frieden, aber nein! Sowas kann echt nur mir passieren.
    Ein leises Klimpern weckt meine Aufmerksamkeit. Ein lila-weißes Pokémon sehe ich gerade noch im Gebüsch verschwinden als ich mich zu dem Geräusch drehe.
    Ich laufe weiter und folge dem schmalen Weg den Berg hinab. Hin und wieder stehen verschiedene Steine mit verwitterten Aufschriften am Rand und im hohen Gras. Der Weg endet vor einer grauen Flügeltür die einen Spalt offen steht. Von innen dringt schwaches Licht nach draußen.
    Ich schiebe die Tür etwas weiter auf, während Glurak mich unruhig dabei beobachtet. Ich betrete einen langen Flur der von ein paar Kerzen an der Wand beleuchtet wird. Durch das schwache Licht und den seltsamen Nebel kann ich kaum etwas erkennen.
    Meine Schritte hallen laut von den Wänden wieder und ein schauriges Heulen jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken. Ich halte den Blick am Boden um nicht über einen Stein zu stolpern.
    Plötzlich laufe ich gegen etwas kaltes.
    Als ich aufsehe befinde ich mich in einem riesigen Raum. In Reihen stehen Steine die teils bereits von Moos bedeckt sind, während andere gut gepflegt aussehen.
    Langsam wird mir klar wo ich mich befinde. Das ist ein Pokémon Friedhof.
    Als nächstes sehe ich in wen, oder besser was ich gelaufen bin. Vor mir steht ein großes blau-gelbes Pokémon mit einer Fischflosse. Es besitzt zwei Arme die in drei langen Krallen enden. Sein türkiesblauer Blick durchbohrt mich geradezu.
    Ich stolpere einige Schritte zurück und sehe mich um.
    Glurak ist verschwunden.
    Das Pokémon kommt langsam auf mich zu. Das klacken seiner Krallen hallt leise durch den riesigen Raum. Aus allen Ecken des Raumes kommen Pokémon. Sie sind weiß, blau und lila. Eine eisige Aura umgibt sie und sie sehen mich mit demselben türkisenen Blick an.
    W-wer bist d-du?“, frage ich mit zitternder Stimme.
    Das Pokémon bleibt stehen und mit ihm alle anderen.
    Plötzlich hallt ein Ohrenbetäubender Schrei durch die Höhle.
    Ich halte mir die Ohren zu doch er wird nicht leiser.
    Mein Blick verschwimmt und um mich wird alles schwarz.


    Mein Name ist Zet, Eisherz.

    41
    32. Kapitel

    Tayfuns Sicht

    Nachdem ich von Lilly geweckt worden bin, haben wir schnell alles hergerichtet, was wir für die Reise nach Hoenn brauchen. Nun sind wir gemeinsam mit Professor Kukui auf dem Weg zum Hafen.
    Da vorne, das ist euer Schiff. Ich danke euch wirklich sehr dafür, dass ich beide zu Birk geht und das Eis erforscht.“, bedankt sich der Professor, bevor wir an Bord gehen.
    Lilly und ich winken noch einmal kurz zum abschied und suchen uns dann unser Zimmer für die Reise auf dem riesigen Schiff. Lilly schließt die Tür mit einem Schlüssel auf, den wir vorher bei der Ticket Kontrolle bekommen haben.
    Willkommen in unserem Quartier für die nächsten drei Tage!“, ruft sie und klettert auf das obere der beiden Stockbetten. Ich schließe die Tür und lasse mich, nachdem ich meine Tasche abgestellt habe, auf das untere Bett fallen.
    Das Zimmer ist nicht besonders groß und einfach gehalten. Der Boden ist aus hellem Holz, genau wie das Stockbett an der weißen Wand. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich noch ein Einzelbett und davor ein Schrank. Ein kurzer Flur führt zum Ausgang und dem Badezimmer. Dort befindet sich eine Schuhmatte und ein weiterer, offener kleiner Schrank. Ein rundes Fenster an der Rückseite des Raumes, unter dem ein kleiner Tisch mit Stühlen steht, ist die einzige Lichtquelle neben der Lampe an der Decke. An der Wand darüber hängt eine blaue Uhr mit einem Wailord Motiv im Hintergrund.
    In drei Tagen sind wir in Hoenn.“, bestätige ich und lasse mich auf die einigermaßen bequeme Matratze sinken. Ich bin noch recht müde von letzter Nacht und schließe deshalb kurz meine Augen.

    Das sanfte schaukeln des Schiffs lässt mich wach werden. Ich muss wohl eingeschlafen sein.
    Da es im inneren des Schiffs verboten ist, seine Pokémon außerhalb der Bälle zu lassen, lasse ich sie auf einer kleinen Kommode gegenüber des Stockbettes liegen. Daneben liegt ein kleiner Zettel von Lilly.
    Ich bin das Schiff erkunden gegangen.
    Ich werfe einen Blick aus dem kleinen runden Fenster an der Seite des Raumes. Der Himmel ist bedeckt von Wolken und das Meer erstreckt sich ruhig bis zum Horizont. Ganz leicht kann ich bereits die Region Kalos erahnen. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es noch fast neun Stunden dauern wird, bis wir ankommen.
    Ich nehmen den Zimmerschlüssel vom Haken an der Tür Den Lilly dagelassen hat und mache mich auf den Weg an Deck.
    Ich folge dem langen Flur zu einer Treppe die zu einem weiteren Flur führt. Am Ende befindet sich eine Tür durch die ich nach draußen gelange. Ein warmer Wind zerzaust meine Haare.
    Wahrscheinlich bin ich hier die einzige, die diesen Wind als warm bezeichnet, aber wen Interessiert das schon.
    Ich laufe nach vorne und sehe in den Himmel. Der Mond ist nicht zu sehen und auch die Sterne sind von Wolken bedeckt. Ich lehne mich über das Geländer und starre in das dunkle., aufgewühlte Wasser.
    Heute Morgen hat Professor Kukui mir und Lilly erklärt, dass wir nach dem Abstecher zu Professor Birk, über Baumhausen City nach Seegrassulb City kommen. Wahrscheinlich werden wir dorthin fliegen und zu der großen Stadt weiterlaufen. Nachdem ich mir noch etwas das Schiff angesehen habe, kehre ich auch zurück zum Zimmer. Als ich ankomme steht davor schon Lilly.
    Da bist du ja!“, ruft sie. „Du hast den Schlüssel mitgenommen und ich hab dich einfach nicht gefunden.“,
    Entschuldigung! Daran habe ich gar nicht mehr gedacht.“, antworte ich verlegen und schließe die Tür auf.
    Wir betreten gemeinsam das kleine Zimmer und ich verschwinde sofort ins Bad.
    Es ist ebenfalls wie das Zimmer nichts Besonderes. Neben einem Waschbecken, dass recht unpraktisch neben der Tür platziert ist, befindet sich dort auch eine kleine Dusche, eine Toilette und eine reihe Haken für Handtücher und weiteres. Der Boden ist dunkel gefließt und eine blaue Gummifußmatte in Wailord form liegt vor der Dusche und dem WC.
    Ich putze mir die Zähne und ziehe mich um. Danach gehe ich auf direktem Wege ins Bett.
    Ich Träume diesmal nicht von seltsamen Pokémon und werde von einem leise klopfen geweckt.
    Hallo? Ist jemand wach?“,
    verschlafen stehe ich auf und sehe auf die Uhr. 5:39 Uhr. Ich schnappe mir den Schlüssel vom Haken und gehe zur Tür. Bevor ich jedoch aufschließe frage ich leise
    Und wer ist da, der um diese Uhrzeit an unsere Zimmertür klopft?“,
    Ich bin Naoko. Das Schiff ist voll und bei euch soll noch ein Bett frei sein.“, kommt die Antwort.
    Ich schließe auf und werfe einen Blick auf den Menschen, der mich um diese Uhrzeit aus dem Bett klopft. Das Mädchen vor mir hat dunkelblonde, schulterlange Haare mit roten Strähnen. In dem gedimmten Licht auf dem langen Flur lässt sich die grünlich, blaue Färbung ihrer Augen nur schwer erkennen. Sie trägt ein beiges Shit und einen im dunklen leicht violett schimmernden Z-Kraftring. Darin scheint ein Schlüsselstein eingearbeitet zu sein. Über dem Arm hat sie einen Schal und eine schwarze Jacke hängen. Sie sieht mich fragen an als ich sie mustere.
    Lässt die Dame uns jetzt rein oder hälst du uns vielleicht für Verbrecher so wie du uns anstarrst? Wenn du nicht schnell Platzt machst, mach ich mir selber platzt!“, ich blinzle verwirrt, bis mir das schwarze Pikachu neben dem Mädchen auffällt.
    Entschuldigung“, murmle ich verschlafen, weil ich für derartige Diskussionen noch zu müde bin und lasse die beiden durch. Danach lege ich mich wieder ins Bett und falle in einen Traumlosen schlaf.

    42
    33. Kapitel

    Daisys Sicht

    Ein leises klimpern und klappern weckt mich auf. Das rötliche Licht der morgendlichen Sonne blendet mich und ich muss einige male blinzeln um etwas sehen zu können. Die Sonne geht gerade auf. Im Pokémon Center ist noch nichts los. Nur das Chaneira und Schwester Joy richten bereits die Cafeteria und den Empfang für die Trainer her. Ich stehe auf und bringe die Decken zurück, die man mir gestern gegeben hat.
    Guten Morgen! Hast du gut geschlafen?“, begrüßt mich Schwester Joy und nimmt mir die Decken ab.
    Ja vielen Dank. Wissen sie zufällig warum die Arena gestern geschlossen war?“, erkundige ich mich.
    Ja, Felitzita die Arenaleiterin ist gerade bei Professor Birk und hilft ihm mit ihren Gesteins Pokémon bei der Erforschung des Eises mit ein paar anderen Trainern.“, erklärt sie mir. Dann wird die Arena heute auch nicht offen sein.
    Ich bedanke mich noch mal und wende mich zum Gehen.
    „Willst du nicht hier Frühstücken?“, fragt mich Schwester Joy. Ich schüttle den Kopf.
    Nein danke. Ich mache mich sofort auf den Weg nach Wiesenflur.“, antworte ich und verlasse das Pokémon Center.
    Es ist angenehm warm und die ersten Sonnenstrahlen erhellen meinen Weg. Ich verlasse die Stadt nach Osten und laufe durch das kleine Waldstück zum Metalflurtunnel.
    Ich sehe mich noch einmal kurz um und betrete den Tunnel. Sofort schlägt mir eine ungewöhnliche kühle entgegen. Ich laufe ein paar Schritte weiter, bis ich plötzlich den halt verliere und hart auf dem Boden lande.
    Was war das…“, ich sehe auf den Boden und stelle fest, dass er fast komplett zugefroren ist. Verwirrt stehe ich auf und halte mich an der Wand fest um nicht noch einmal auszurutschen. Dann rufe ich Flemmli aus dem Pokeball.
    Los Flemmli, schmilz das Eis mit Glut.“, weise ich es an.
    Flemmli!“, antwortet es und beginnt die Attacke einzusetzen. Nur langsam schmilzt das Eis unter der Feuerattacke. Flemmli sieht mich fragend an.
    Das wird so nichts.“, stelle ich fest, bis mir plötzlich etwas einfällt.
    Nun rufe ich auch Papinella aus dem Ball.
    Setze Fadenschuss auf den Boden ein und sorge dafür, dass die Fäden gleichmäßig darüber verteilt sind.“. gesagt getan. Papinella schießt einen landen Faden über den Boden der auf der dünnen Eisschicht festklebt. „Flemmli, setzte noch einmal Glut ein und Papinella, sieh zu, dass die Fäden nicht komplett abbrennen.“, weise ich meine Pokémon an.
    Mit Glut werden die Fäden entzündet und das Feuer geht durch die immer neuen Fäden nicht aus. Erfreut sehe ich zu, wie das Eis langsam zu schmelzen beginnt. Nachdem wir nun etwa einer halben Stunde einen schmalen Weg durch die Höhle geschmolzen haben, rufe ich meine Pokémon zurück.
    Vorsichtig um nicht auf die vereisten stellen zu treten, bahne ich mir meinen Weg durch die Höhle. Schnell laufe ich die wenigen Treppen zum Ausgang hinunter, da kommt schon das nächste Problem. Der Tunnelausgang wird von einem Felssturz versperrt. Wie konnte das passieren? Mit meinen Pokémon kann ich dagegen leider nichts ausrichten.
    Auf einmal beginnt es vor dem Eingang zu rumpeln. Ich weiß nicht was es ist, aber ich gehe sicherheitshalber ein paar Schritte zur Seite.
    Definitiv nicht zu spät.
    Wenige Sekunden später rammt etwas die Felsen. Gesteinsbrocken fliegen in die Höhle und ich kann gerade noch ausweichen um nicht getroffen zu werden. Ein Nasgnet steht in der Höhle und sieht sich um. Dicht gefolgt von einem jungen braunhaarigen Mädchen und Professor Birk. Dann muss das Felizita sein.
    Oh! Ist dir etwas passiert?“, fragt sie erschrocken als sie mich entdeckt. Ich schüttle den Kopf. „Arceus sei Dank.“, schnauft sie und ruft ihr Pokémon zurück. „Ich bin Felizita, die Arenaleiterin von Metarost City.“, stellt sie sich vor.
    Ich bin Daisy.“, erwidere ich.
    „Was ist hier passiert?“, murmelt der Professor vor sich hin, während er den zugefrorenen Boden betrachtet. Felizita zuckt mit den Schultern und wendet sich wieder dem Professor zu. Unterdessen verlasse ich den Tunnel und laufe zur Wettbewerbshalle.
    Davor stehen schon recht viele Trainer die sich lautstark unterhalten und sich über etwas aufzuregen scheinen. Da entdecke auch ich das Schild mit der Aufschrift
    Wettbewerbshalle vorrübergehend geschlossen. Jegliche Termine Abgesagt.
    Enttäuscht lasse ich die Schultern hängen. Was jetzt? Ich begebe mich erstmal zum Pokémon Center. Schwester Joy begrüßt mich mit einem freundlichen Lächeln.
    Hallo, was kann ich für dich tun?“, Ich reiche ihr meine Pokébälle um meine Pokémon sicherheitshalber noch einmal heilen zu lassen.
    Ich hätte eine frage“, beginne ich dann.
    Die wäre?“, Schwester Joy legt meine Bälle in die Maschine und dreht sich wieder zu mir um.
    Zurzeit ist fast alles geschlossen. Arenen, Wettbewerbshallen und so. Wissen sie welche noch offen haben?“, Die Frau überlegt kurz.
    Nur die Arena in Baumhausen City und die Wettbewerbshalle in Seegrassulb City haben gerade offen. In der Wettbewerbshalle findet gerade aber nichts statt und ist nur für Trainer geöffnet die in dem ganzen Schnee dort eine Unterkunft suchen.“, erklärt sie mir.
    Ich nicke und nehme meine Pokebälle wieder entgegen. Danach setze ich mich in eine Ecke und beginne zu Zeichnen.
    Ich weiß schon genau wie ich nach Baumhausen City kommen.

    43
    34. Kapitel

    Nikis Sicht

    Nach gefühlten Jahren des Laufens durch die eintönige und vor allem vom Vulkanstaub graue Landschaft der Route 113 komme ich nun endlich in Laubwechselfeld an.
    Die Stadt ist klein und überschaubar. Die Wettbewerbshalle sticht mit ihren Verzierungen und ihrer Größe deutlich aus den schlicht gehaltenen Häusern hervor.
    Ich mache mich direkt auf den Weg zum Pokémon Center, denn dort haben Maike und ich uns verabredet.
    Das Pokémon Center ist klein und etwas älter als die Neuen und vor allem deutlich Moderneren aus Malvernfroh- oder Graphitport City.
    Ich betrete das Center und sehe mich etwas um. In der Ecke ist ein kleiner Wartebereich mit zwei Sofas und einem Tisch. An der Wand steht eine Kaffeemaschine und eine offene Keksdose auf einer Holzkommode und auf einer einfachen, dunkelrot gestrichenen Tür steht in verschnörkelter Schrift >Zimmer & WC<. Ich finde es hier sehr gemütlich.
    Guten Tag, wie kann ich helfen?“, spricht mich ein Chaneira an.
    Ich würde gerne meine Pokémon heilen lassen.“, antworte ich schnell.
    Gerne, du kannst sie mir gleich geben.“ bietet mir das Pokémon an. Ich reiche ihm dankend die Bälle und setze mich auf eines der Sofas. Kein anderer Trainer ist im Pokémon Center, was den Raum mit einer seltsamen Stille füllt. Das Quietschen der Türe lässt mich aufschauen.
    Niki!“, ruft eine erfreute Stimme.
    Hallo Maike!“, ich stehe auf und umarme meine Freundin.
    Und? Wie war das Training auf dem Schlotberg?“, erkundigt sie sich.
    Ähm… es war etwas… es war gut.“, antworte ich ihr. Sie sieht mich fragend an.
    Das musst du mir noch etwas genauer erklären.“, beschließt sie, bevor sie zu Schwester Joy geht um ihr Team heilen zu lassen. „Freust du dich schon auf den Wettbewerb?“, fragt sie mich fröhlich und lässt sich neben mit auf das Sofa fallen.
    „Das wird schön! Ich habe mit Schlapor und Gardevoir noch kurzfristig ein neues Element hinzugefügt und jetzt sind wir perfekt vorbereitet!“, verkünde ich.
    Das wollen wir mal sehen!“, entgegnet Maike grinsend.
    Nachdem wir unsere Pokémon wiederbekommen haben, machen wir uns nun auf den Weg zur Wettbewerbshalle. Davor tummeln sich bereits einige Menschen und innen empfängt uns eine stickige Wärme. Schnell laufen Maike und ich durch einen langen Flur zu den Umkleiden.
    Nach und nach werden die Trainer zur Vorführrunde aufgerufen. Mit Glaziola und Lohgock legt Maike einen sagenhaften Auftritt hin wären ich angespannt hinter der Bühne auf meinen eigenen Auftritt warte.
    Als nächstes bitte ich Niki auf die Bühne!“, hallt es aus den Lautsprecher. Nervös streiche ich mein weißes Kleid glatt, dass an Gardevoir‘s Aussehen angelehnt ist und ziehe mir die flauschigen, fingerlosen Handschuhe an, die an Schlapor‘s Pfoten erinnern.
    Lautes Jubeln empfängt mich als ich auf die Bühne trete die zwei Pokébälle hoch in die Luft werfe. Aus einem Sternenregen springen Gardevoir und Schlapor hervor. Gardevoir startet mit der Attacke Mondgewalt. Schlapor springt mit Sprungfeder in die Höhe und setzt gleichzeitig Donnerblitz ein. Ein heller Blitz zieht über die Bühne und nimmt den Zuschauern eine kurze Zeit die Sicht. Die Funken beginnen sich zu bewegen und zu Bällen zu formen. Gardevoir dreht sich anmutig in der Mitte der Elektrobälle. Schlapor springt von einem zum anderen Ball und sie zerspringen zu einem wunderschönen Sternenregen während ich mich mit Schlapor und Gardevoir in dessen Mitte drehe und mit einer Verbeugung den Auftritt beende.
    Aus dem Augenwinkel nehme ich eine seltsame Gestalt war. Ich sehe genauer hin und versuche etwas zu erkennen. Nahe der Bühne stehen drei in schwarze Umhänge gekleidete Typen. Sie scheinen sich nicht ansatzweise für den Wettbewerb zu interessieren. Ich habe zwei von denen auch auf dem Schlotberg gesehen. Es ist schon etwas unheimlich sie jetzt auch hier anzutreffen. Mit einem mulmigen Gefühl verlasse ich mit meinen Pokémon die Bühne.
    Maike kommt sofort auf mich zu gerannt und umarmt mich.
    Du warst super! Wenn du nicht weiterkommst weiß ich auch nicht mehr!“, ruft sie begeistert und erntet dabei genervte Blicke von weiteren Teilnehmern. Ihr ist das aber vollkommen egal. Ich grinse sie begeistert an, doch diese Typen gehen mir nicht aus dem Kopf.
    Niki bitte zum Empfang kommen, ich wiederhohle Niki bitte zum Empfang kommen.“, kommt es auf einmal aus dem Lautsprecher. Verwirrt sehe ich mich um.
    Ist was passiert?“, fragt mich Maike. Ich zucke mit den Schultern, aber da es anscheinend keine andere Niki gibt mache ich mich auf zum Empfang. Auf dem Weg öffne ich meinen Pferdeschwanz, den ich mir für den Auftritt gemacht habe.
    Hinter dem Tresen steht eine schwarzhaarige junge Frau mit unheimlichen roten Augen.
    Hallo, ich bin Yumiko Sakura. Jemand möchte sie sprechen. Folgen sie mit bitte.“ Die Frau kommt hinter dem Tresen hervor und führt mich in einen anderen langen Gang. Sie trägt einen engen Pullover mit einem seltsamen blau-roten Zeichen, kurze Jeans und weiße Kniestrümpfe so wie schwarze Turnschuhe mit ebenfalls blau-roten Streifen. Am Ringfinger trägt sie einen Ring mit einem silbernen Aquana.
    Hier wären wir“, sie öffnet die Tür und lässt mir den Vortritt. Ich gehe hinein und sehe mich in dem kleinen Raum um. Hinter mir wird eine Tür geschlossen, ein seltsamer Geruch füllt den Raum. Ein schwummriges Gefühl macht sich in mir breit, dann wir alles dunkel.
    Team1 an Zentrale. Wir haben Groudon“

    44
    35. Kapitel

    Marrys Sicht

    Jessie! James! Mauzi!“, Ich renne nun schon seit gefühlten Ewigkeiten durch den Wald und immer noch keine Spur von den dreien. „Kommt raus! Ich bin kein Dämon!“, genervt stapfe ich weiter durch das Gestrüpp und halte Ausschau nach den drei Knalltüten.
    Soweit können sie doch nie im Leben gekommen sein, also werde ich es in Vanitéa versuchen.
    Ich schließe die Augen und stelle mit vor, in Vanitéa zu sein, dann öffne ich sie wieder. Immer noch im Wald? Aber nicht mehr an derselben Stelle, stelle ich fest. Diese seltsame Teleportation Gabe scheint wohl nicht so weit zu kommen.
    Kurz entschlossen rufe ich mein Team aus den Bällen. Ich muss ihnen ja eh mitteilen was passiert ist. „Wer ist das?“, werde ich skeptisch von meinem Turtok gefragt, dass auf Hoopa deutet.
    Das ist Hoopa, ein neues Teammitglied. Es ist einiges passiert in der letzten Stunde.“, Flunkiefer nickt zustimmend.
    Das kannst du laut sagen Marry.“
    Aus irgendeinem Grund ist in einem Kampf mit einem Lucario dieses Pokémon aufgetaucht.“, ich deute auf Hoopa. „Es meinte es hätte von Arceus den Auftrag bekommen, mich zu suchen und meine >Kräfte< zu erwecken. Dann hat es mich berührt und.“
    Das war davor.“, fällt mir Hoopa ins Wort.
    Gut davor hat es mich berührt und dann ist etwas seltsames passiert.“, ich schildere meinen Pokémon so genau wie möglich was vorgefallen ist.
    „Teleportation, hört sich gruselig an“, meint Snibunna,
    Wie weit kannst du dich denn Teleportieren?“ Ich zucke mit den Schultern und konzentriere mich wieder auf Vanitéa. „50 METER UNGEFÄHR!“ ruft jemand hinter mir.
    Zwischen den Bäumen kann ich mein Team erkennen das auf mich zugelaufen kommt und dabei jede menge Gebüsch niedertrampelt.
    Das ist echt… Da kann man nichts mehr dazu sagen.“, sagt Phyroleo beeindruckt. Ich grinse es an. Ich finde immer mehr gefallen an der Situation, je mehr ich darüber erfahre. Damit eröffnen sich ganz neue Welten!
    Ich rufe meine Pokémon wieder in ihre Bälle zurück und setze meinen Weg zu der kleinen Stadt fort.
    Auf einmal höre ich leise Stimmen in der Nähe.
    Von wegen! Team Rocket wird niemandem helfen und schon gleich dreimal nicht euch Lappen von diesem… Himmelsteil.“,
    „Genau Jessie! Wir haben bessere zu tun!“, diese Stimmen kommen mir sehr bekannt vor.
    Jessie? James? Mauzi?“, rufe ich.
    MARRY!“, kommt die Antwort von dem Katzen Pokémon.
    Ich klettere zwischen ein paar Zweigen hindurch und gelange auf eine kleine Lichtung. Mauzi sieht mich erfreut an, während Jessie und James abschätzig einen Typ mit einem seltsamen Pokémon mustern, dass ich noch nie gesehen habe.
    Er hat mittallange gelbblonde Haare und hellblaue Augen. Er trägt eine schwarze Jacke mit gelben Akzenten und ein auffälliges Armband mit einem Schlüsselstein und etwas, dass ich nicht genau identifizieren kann.
    Guten Tag, du musst Marry sein.“, begrüßt er mich. Ich nicke
    Ja das bin ich.“,
    Der wollte uns dazu überreden, ihm in diesem… in so einem anderen Team zu helfen.“, erklärt Jessie und wirft ihre Pinken Haare zurück.
    „Dann haben wir ihm gesagt das wir besseres zu tun haben als diesen Lappen zu helfen.“, James verschränkt bestimmt die Arme.
    Ich heiße Kazun“, stellt er sich mit vor, ohne die anderen zu beachten und neigt zur Begrüßung Höflich den Kopf. Seltsame Art jemandem Hallo zu sagen… „Sagt dir das Wort Eisherz etwas.“, kommt er direkt zur Sache.
    Hatte ich nicht bereits erwähnt, dass wir davon noch nie etwas gehört haben?“, wirft Jessie unfreundlich ein.
    Ich dagegen werde hellhörig.
    Ja, Warum?“ meine drei Begleiter sehen mich ungläubig an.
    Die Organisation für die ich arbeite, ist auf der Suche nach solch besonderen Menschen. Ich vermute das du zu ihnen gehörts, denn sonst würde dir dieses Wort nichts sagen.“, Ich nicke. Wo er recht hat, hat er recht und ich finde das gerade sehr interessant.
    Würdest du mir verraten, um welches Pokémon es sich bei deinem Partner handelt?“, fragt er mich.
    Hoopa“, sage ich knapp. „Aber woher weißt du überhaupt, dass ich hier bin?“, Dieser Kazun zieht wortlos ein kleines Gerät aus der Tasche.
    Es sieht aus wie ein USB-Stick auf dem ein kleines Display ist. Streifen von grün nach rot blinken auf dem kleinen Bildschirm und am unteren Ende sind mehrere Tasten angebracht.
    Interessiert betrachte ich das kleine Gerät.
    Dieses Gerät spürt ungewöhnliche Energie auf.“ erklärt er.
    Weißt du mehr über dieses Eisherzen Ding?“, frage ich nun. Diese Frage liegt mir schon die ganze Zeit auf der Zunge.
    „Nicht besonders viel, aber ich kenne jemanden der dir ganz genau erklären kann was es damit auf sich hat.“
    Und wo ist dieser Jemand?“
    In Hoenn“, kommt die Antwort. Hoenn? Das ist echt weit weg…
    Wärst du bereit mit nach Hoenn zu kommen? Dort wirst du alles erfahren was du wissen willst.“ Ich drehe mich zu meiner Reisebegleitung um.
    „Herrscht da nicht gerade das reinste Chaos?“ fragt James.
    Ich würde gerne mitgehen, wenn ihr auch mitgehen würdet.“, ich übergehe die Frage einfach und sehe sie erwartungsvoll an.
    „Wenn du mir mal erklären würdest was genau hier los ist.“ meint Mauzi. Die anderen beiden nicken.
    Gut, dass lässt sich einrichten.“, sage ich.
    Auf nach Hoenn!

    45
    3. Special Kapitel

    Satus Sicht

    „Nachtara Neck Strike! Gengar, Simsala Hypnose!“, so beginnt mein Freund Victor fast jeden seiner 3 gegen 3 Kämpfe. Die Taktik die er hat ist wirklich mies.
    Ich stehe hier am Strand mit Schlapor, Amigento und Lucario und versuche dem etwas entgegenzusetzen.
    Victor ist einer meiner beiden Freunde und zwei Jahre älter als ich. Er wirkt auf die meisten wie diese >Mit ist alles egal< Typen was sein Aussehen mehr als unterstützt: weiß/blau/pink/lila gefärbte Haare die ihm meiner Meinung nach überraschend gut stehen obwohl Hannah, meine andere Freundin, beim ersten Mal einen halben Anfall deswegen bekommen hat. Er trägt wie immer einen weißen Hoody mit dem Logo von Team Shadow, dem wohl bekanntesten 3er Pokémon Wettkampfteam in Hoenn, und eine löchrige schwarze Jeans mit ebenfalls schwarzen Schuhen. Zudem hellblaue Kontaktlinsen.
    Er ändert mit Vorliebe immer wieder seine Haar und Augenfarbe. „Matrifol, Schlapor Rückkehr und Turmkick! Lucario Schwerttanz!“, entgegne ich auf seinen Angriff.
    Victors Ziel ist es Beruflich an 3 vs. 3 Kämpfen teil zu nehmen und in den Liegen hoch hinaus zu kommen.
    Auf einer hohen Klippe in der Nähe steht ein Mädchen. Ihr Name ist Hannah und sie gehört ebenfalls zu unseren Dreiergespann.
    Ihre Schulterlangen, dunkelblonden Haare sind zu einem Hohen Pferdeschwanz gebunden. Ihre hellgrauen Augen sind auf das Meer gerichtet und ihr weißes Top mit dem Hohen Kragen wie ihr langer schwarzer Rock flattern leicht im Wind. Ihre Jeansjacke hat sie auf dem Boden in der Nähe von uns liegen gelassen, bevor sie nach oben geklettert ist. Ihre weißes Blütenarmband mit den Glitzersteinen sieht man noch hier unten in der Sonne glitzern.
    Du bist heute nicht besonders Konzentriert.“, stellt mein Gegenüber fest.
    Erst jetzt fällt mir auf, dass Schlapor und Lucario schlafen während Amigento bereits fast besiegt ist. Super und ein weiteres Mal habe ich so gut wie verloren.
    Lucario! Schlapor! Wacht auf! Amigento…“, In diesem Moment wird das einzige wache Pokémon von einem Hyperstrahl getroffen.
    Gengar Traumfresser, Nachtara Trumpfkarte, Simsala Delegator und dann noch einmal Hyperstrahl.“, Die Taktik, zuerst die Pokémon in Schlaf zu versetzen und dann anzugreifen ist fast unschlagbar. Somit habe ich verloren, wieder einmal.
    Mach dir nichts draus“, meint mein Freund und grinst mich aufmunternd an. „Aus dir wird auch noch ein starker Trainer.“ Ich verdrehe die Augen über seine Aussage und rufe meine Pokémon zurück.
    Hannah kommst du?“, rufe ich dem Mädchen auf der Klippe zu. Keine Reaktion. „HANNAH!“, versucht es nun auch Victor. Wieder reagiert sie nicht, sondern starrt einfach weiter auf das Meer hinaus. Manchmal würde ich gerne wissen über was sie nachdenkt. Sie versinkt oft tief in Gedanken. Anvertrauen tut sie sich uns nicht, doch sie ist immer für mich da, fast wie eine große Schwester.
    Ich klettere da jetzt hoch, geh du schonmal vor zum Pokémon Center“, schlägt er vor. Ich nicke und mache mich auf den Weg, während Victor zu den Klippen rennt und beginnt den schmalen Weg hinaufzuklettern.
    Ich kann wirklich froh sein, zwei so gute Freunde gefunden zu haben. Sie sind wie die älteren Geschwister die ich nie hatte.
    Beide sind sehr starke Trainer. Ich wünschte ich wäre auch so gut wie sie, doch obwohl die beiden sich große Mühe geben, schaffe ich es einfach nicht. Es ist wirklich ermüdend immer wieder zu Kämpfen, ohne dass sich Besserungen zeigen.
    Dafür habe ich ein wirklich außergewöhnlich gutes Verhältnis mit meinem Pokémon. Behauptet zumindest Hannah. Alle meine Pokémon entwickeln sich durch die Freundschaft mit ihnen und alle meine Pokémon sind vollständig entwickelt. Von dem her wird sie schon recht damit haben.
    Ein krachen reißt mich aus meinen Gedanken. Es kam vom Meer. Verwirrt drehe ich mich um und erstarre.
    Eis. Langsam friert das Wasser am Strand zu. Es bewegt sich weiter und weiter um die Insel und dann in Richtung offenes Meer. Was bei Arceus ist das?
    Splittern und Schreie hallen über die Insel. Ein Schmaler, langer Eiszapfen bohrt sich aus der Erde in die Glastüren des Raumfahrzentrums. Menschen kommen aus den Häusern und sehen sich erschrocken um.
    Ein weiteres Splittern. Ein anderer Eiszapfen bohrt sich aus dem Boden in ein naheliegendes Gebäude aus dem gerade eine jüngere Familie stürzt. Dunkle Wolken überziehen den Himmel und ein eisig kalter Wind kommt auf.
    Was geht hier vor? Eiszapfen bohren sich aus dem Boden und ein Frostiger hauch lässt alles gefrieren. Ein weiteres Krachen, ein dumpfer Schmerz bohrt sich in meinen Schädel, alles um mich verschwimmt zu einem einzigen Getöse und scheint sich langsam zu entfernen. Immer weiter wie ein Echo. Langsam umfängt mich Dunkelheit.

    Als ich die Augen wieder aufschlage ist alles von Schnee bedeckt. Ich richte mich auf und sehe mich um.
    Die Insel ist unter tiefem Schnee begraben. Etliche Eiszapfen bohren sich aus der Erde in Gebäude oder ragen wie Speere in den Himmel. Es ist eisig kalt.
    Einer der Eiszapfen muss gegen meinen Hinterkopf gedonnert sein. Ich kann froh sein, dass nichts Schlimmeres passiert ist.
    In der ferne höre ich Stimmen die langsam näherkommen.
    Schon bald entdecke ich einige Gestalten zwischen den Eiszapfen. Ich stehe langsam auf was dazu führt, dass sich alles um mich herum zu drehen beginnt.
    Da ist jemand!“ Schritte kommen auf mich zu. Das Gesicht, dass vor mir auftaucht wird langsam klarer. Ein älterer Mann der mich besorgt anschaut. „Ist alles in Ordnung bei ihnen? Wie heißen sie?“, fragt er mich.
    Ja alles gut.“ erwidere ich schnell. „Ich heiße Satus“
    Mein Name ist Torsten. Ich komme von der Polizei aus Seegrasulb City und suche hier nach verschütteten und eingeschlossenen Menschen mit ein paar freiwilligen aus der Stadt.“, erklärt er mir kurz. „Wir bringen sie zum Festland zu den Notunterkünften in der Nähe dort.“, ich nicke und folge Torsten aus dem Labyrinth aus Eiszapfen zu einem Helikopter.
    Wissen sie zufällig, ob zwei Freunde von mir in Segrasulb City sind? Sie heißen Victor und Hannah und waren auch hier.“, frage ich.
    Der Mann zieht ein Handy aus seiner Tasche und Tippt schnell darauf herum.
    Nein tut mir leid, keiner der beiden steht auf der Liste der Menschen die in die Notunterkünfte gebracht wurden“, antwortet er mir. „Aber vielleicht sind sie ja inzwischen eingetroffen“, fügt er hinzu, als er meinen besorgten Blick bemerkt. Das hoffe ich sehr.

    46
    3. Nebenkapitel

    „…Legendäre Pokémon über Hoenn gesichtet. Die Ausbreitung des Eises ist weiter fortgeschritten. Mehr dazu gleich.“genervt schaltete der blauhaarige Junge das Radio aus und ließ sich auf den Stuhl zurücksinken.
    Wo steckt dieser Typ nur? Der Junge ließ seinen Blick über das überfüllte Pokémon Center schweifen.
    Winterähnliche Bedingungen herrschten inzwischen fast in der gesamten Hoenn Region und kein Mensch wusste, warum das so war.
    Der Junge nahm seine Pokébälle und verließ das stickige und überhitzte Gebäude. Moosbach City, Xeneroville, Die Pokémon Liga, der Himmelsturm. Bald würde das Eis auch Flossbrunn erreichen, wenn es das nicht bereits getan hatte. Es konnte sowohl ein gutes, als auch ein schlechtes Zeichen sein.
    Auf den Straßen herrschte Stau und keiner kam mehr vorwärts oder zurück. Seit mehr als vier Tagen schneite es fast ununterbrochen und die Stadt lag seitdem unter einer dichten Schneeschicht begraben. Menschen eilten durch die Straßen, dick eingepackt in die Winterklamotten des letzten Jahres und ohne einen Blick auf die Umgebung zu werfen. So kam es, dass sich sowohl der Junge, als auch die in schwarze Umhänge gekleidete Gestalten fast Unsichtbar zwischen den Passanten bewegen konnten.
    Warum fielen keinem diese unheimlichen Menschen auf?
    Wachsam folgte er dem schneebedeckten Gehweg und sah sich suchend um. Es wird nicht mehr lange dauern. Es konnte sich vielleicht um Wochen handeln, vielleicht um Tage. Vielleicht hatten sie nicht mehr als noch ein paar Stunden. Doch es würde nicht hier beginnen, so viel war ihm klar. Genau so wie ihm klar war, dass das Eis schon weiter war, als die meisten Wussten.
    Durch das Wasser in der Erde, Tunnel und Spalten müsste das Eis schon den Schlotberg erreicht haben. Aber die Hitze des Berges wird das Eis nicht stoppen. Nicht bevor alles wieder unter Kontrolle war.
    Warte!“, schnelle Schritte waren zu hören.
    Der Junge blieb stehen und drehte sich um. Vor ihm blieb keuchend ein Mädchen stehen. Ihre braunen Haare wurden zum größten Teil von der blauen Kapuze ihres Umhangs verdeckt und ihre braunen Augen huschten nervös über die Passanten auf der anderen Seite der Straße.
    Was ist los?“ fragte der Junge.
    Sie ist hier, ich habe es gesehen.“,
    Wer?“
    Xerneas, sie ist hier!“,
    flüsterte das Mädchen. Der blauhaarige erstarrte.
    Wenn Xerneas hier war, hatten sie vielleicht wirklich nur noch wenige Stunden. Aber es würde nicht ihr einziges Problem werden. Er wusste, nach wem Xerneas suchte und es wäre sicherlich kein Zufall, wenn sie beide ebenfalls auf der Liste derer Standen, die ihr im Weg waren.
    Komm“, forderte er sie auf und verschwand in einer dunklen Seitengasse. Er bewegte sich lautlos zwischen den Gebäuden umher bis sie letztendlich aus den Lichtern der Stadt in den Wald dahinter eintauchten.
    Was, wenn sie uns verflogen? Es sind so viele und wenn Xerneas an die richtigen Leute gerät, hat sie uns vielleicht schon längst gefunden.“, flüsterte das Mädchen nervös.
    Ich habe mich ein wenig umgehört. Bisher kann sie höchstens zwei Eisherzen gefunden haben.“, murmelte der Junge.
    Aber Latios und Yveltal befinden sich in der Stadt! Was wäre passiert, wenn ich sie nicht bemerkt hätte? Kannst du nicht bleiben und mir helfen?“, Der Junge blieb stehen und drehte sich zu ihr um.
    Hör mir zu. Ich muss so schnell wie möglich zum Hauptquartier und ich bin mir sicher, dass du das auch alleine hinbekommst.“ Er sah sie eindringlich an.
    Bitte!“, flehte das Mädchen fast schon.
    Hör mir zu. Es genügt schon, wenn die beiden deinen Namen kennen...
    Ich würde dir raten darauf zu hören was sie dir sagt.“, ertönte plötzlich eine Stimme aus der Dunkelheit. Schritte näherten sich und eine Gestalt trat aus dem Wald. Sie trug einen schwarzen Umhang, deren Kapuze sie tief in ihr Gesicht gezogen hatte. Am unteren Rand des Umhangs schimmerten zwei regenbogenfarbene Streifen. „Ich finde es schön, dass ihr euch so viele Sorgen um meine Anwesenheit macht… aber ich denke darum müsst ihr euch jetzt nicht mehr kümmern. Aber ich würde es bevorzugen, nicht als ein Legendäres Pokémon abgestempelt zu werden. Wisst ihr, ich habe auch einen Namen.“, sagte die Gestalt, als würde sie über das Wetter reden. Zwischen den Bäumen bewegten sich weitere Gestalten. Nicht genug um eine Stadt einzunehmen, aber genug um ein paar ihnen lästige Eisherzen aus dem Weg zu räumen, soviel war den beiden klar. Und dass sie zu diesen gehörten ebenfalls.
    Ich heiße Ocean. O-C-E-A-N“, buchstabierte die Gestalt ihren Namen mit einer grimmigen Stimme. „Aber ich würde mich auch für eure Namen interessieren.“, sie sah die beiden auffordernd an, ließ aber kaum Zeit um zu antworten. „Was mich aber noch viel mehr interessiert, wo sind die neuen Eisherzen?“.
    Glaubst du wirklich, dass ich dir das einfach so verrate Xerneas?“, fauchte das Mädchen und legte dabei die Betonung besonders auf das letzte Wort.
    Stur wie immer.“, beschwerte sich Ocean in einem arroganten Tonfall.
    Nika.“, zischte der blauhaarige Junge in einem warnenden Tonfall zu dem Mädchen. Diese schloss die Augen.
    Du vergisst immer wieder, dass du mit einem Haufen Rüpel gegen uns überhaupt nichts machen kannst.“ redet sie weiter.
    Ach tatsächlich? Und das aus dem Mund von jemandem, der seine Gabe nicht einmal richtig Kontrollieren kann.“, Ocean bedachte sie mit einem verächtlichen Blick.
    Du irrst dich.“, erwiderte Nika. „Ich kann sie sehr wohl kontrollieren.“
    _________________________________________________________
    Sonne: KLIFFHÄNGER!
    Mond: Kein besonders guter…
    Sag das noch einmal! Ich bin froh überhaupt dieses Kapitel zustande gebracht zu haben!
    Sonne: Reg dich ab Mila, das ist ja schließlich auch nicht der Grund, warum wir einfach so ins Ende des Kapitels geplatzt sind.
    Mond: Ich bin trotzdem der Meinung du solltest die beiden nicht einfach bei Ocean sitzen lassen.
    Das spielt in der Vergangenheit! Hättest du das 21. Kapitel gelesen hättest du es bemerkt…
    Aber jetzt zum eigentlichem Tema. Die Kapitel werden jetzt sehr wahrscheinlich unterschiedlich lang, aber nie kürzer als bisher also keine Sorge. Damit möchte ich keinen vernachlässigen, aber damit alle Zeitlinien ungefähr auf einer Höhe sind, muss bei manchen eben noch ein wenig mehr passieren als bei anderen. Aber im Endeffekt tragen alle „Sichten“ trotzdem gleich viel zur Geschichte bei. Bei manchen passiert das eben früher und bei anderen später.
    Mond:Außerdem werden wir manche Kapitel zusammenlegen um nicht alles unnötig in die Länge zu ziehen. Diese werden dann aber aus zwei oder mehr Sichten erzählt und meistens auch etwas länger.
    Sonne: Am Samstag kommt das nächste Kapitel, bis dahin eine schöne Woche!

    47
    36. Kapitel
    Satus Sicht

    Wir laufen durch die verschneiten Straßen und sind nun auf dem Weg zu den Notunterkünften, außerhalb der Stadt.
    Ich hoffe sehr, dass meine beiden Freunde inzwischen aufgetaucht sind. Die Notunterkünfte liegen auf den Stufen zwischen den Abhängen in der Nähe vom Strand.
    Würde es dir etwas ausmachen, allein nachzufragen?“, fragt mich Mila.
    Nein, warum?“, ich sehe sie fragend an.
    „Ich muss noch etwas im Einkaufzentrum besorgen. Wir treffen uns in einer Stunde am Westausgang von Seegrasulb City zu Route 121.“, meint sie, bevor sie den Weg zum Einkaufszentrum der Stadt einschlägt.
    Ich nicke zustimmend, doch sie hat es wahrscheinlich nicht mehr gesehen. So laufe ich weiter an der Hauptstraße entlang und gelange recht schnell zu meinem Ziel.
    Ich laufe zu einem Informationsbrett, auf dem in Alphabetischer Reihenfolge die Namen der Menschen aus Moosbach City stehen. Aufmerksam gehe ich die Liste durch, doch die gesuchten Namen kann ich nicht entdecken. Enttäuscht sehe ich mich um, doch ich kann leider auch niemanden entdecken, der mir vielleicht weiterhelfen könnte. So entschließe ich mich, noch ein bisschen hinunter an den Stand zu gehen. Schließlich muss ich erst in knapp 45 Minuten zu dem Treffpunkt.
    Die zugefrorene Fläche hat etwas vertrautes an sich. Als wäre es schon einmal so gewesen kommt es mir in den Sinn. Aber wann soll das gewesen sein? Sicherlich ist es schon lange her.
    Faszinierend nicht?“, sagt jemand hinter mir. Verwirrt drehe ich mich um. Hinter mir ist eine junge Frau aufgetaucht. Sie trägt eine dunkelgrüne Winterjacke mit Fell an der Kapuze, enge Jeans und graue Handschuhe. Sie hat lange schwarze Haare und rote Augen. Vielleicht Kontaktlinsen, denn ich habe noch nie von jemandem gehört, der von Natur aus, rote Augen hat. Ich nicke zustimmend.
    Es kommt mir so vor, als wäre es nicht das erste Mal, dass so etwas passiert“, sage ich.
    „Da hast du nicht unrecht. Es soll angeblich neben den Wetterlegenden, noch ein viertes Legendäres Pokémon in Hoenn existieren.“, erklärt sie mir. „Angeblich soll es für das alles verantwortlich sein.“
    Ein viertes Pokémon?“, frage ich nach.
    Ja, es existiert eine Legende zu einem vierten Pokémon. Aber niemand glaubt so richtige daran, weshalb auch niemand auf die Idee gekommen ist, mal über die Echtheit dieser Legende nachzudenken.“; sie seufzt theatralisch, „Viele denken es ist eine einfache Naturkatastrophe“,
    Aber das ist es nicht“. Schlussfolgere ich.
    Genau!“ sie läuft ein paar Schritte auf die Eisfläche hinaus und dreht sich dann um. „Ist das Eis nicht wundervoll? Es ist die perfekte Möglichkeit für, na eben alles Mögliche.“, verkündet sie.
    Wie meinst du das?“, frage ich.
    Nichts wichtiges.“, sagt sie mit einer wegwerfenden Handbewegung „Was machst du eigentlich hier?“, wechselt sie nun das Thema.
    Ich suche meine Freunde. Sie sind nach der Katastrophe auf Moosbach City verschwunden. Hier habe ich sie aber leider auch nicht gefunden. Jetzt wollen wir nach Baumhausen City um dort nach zu schauen. Du hast nicht zufällig einen Jungen mit bunten Haaren und ein blondes Mädchen gesehen?“, erkläre ich.
    Nein leider nicht. Aber wer ist wir?“, interessiert legt die Frau den Kopf schief.
    Mila und ich. Ich habe sie zufällig getroffen und sie hilft mir bei der Suche.“ Hm“, mach sie nachdenklich und spielt mit den Fingern an einem kleinen USB herum. „Dann will ich dich nicht länger aufhalten. Ich hoffe du findest deine Freunde schnell.“, damit dreht sie sich um und verschwindet in Richtung Stadt.
    Ein seltsamer Mensch… Da ich nichts Besseres zu tun habe, mache ich mich auf dem Weg zu Route 121.

    Milas Sicht

    Ich betrete das riesige Einkaufszentrum. Es ist heillos überfüllt.
    Aceus sei Dank, weiß ich was ich suche und dränge mich durch den Eingangsbereich zu den Treppen. Ich bezweifle, dass ich mit dem Aufzug schneller gewesen wäre.
    Im Ersten Stock ignoriere ich die vielen Menschen und das große Warenangebot und laufe zu einer Flügeltür aus Glas. Durch die mit Milchglas verglasten Wände kann man die große Bibliothek nur erahnen die ich nun betrete. Warum man diesen Anbau nur über den ersten Stock des Einkaufzentrums betreten kann, ist mir schleierhaft. Der normale Eingang ist immer geschlossen, warum auch immer. Ich vermute, dass es etwas mit Werbezwecken zu tun hat.
    Ich laufe durch die modernen Regale voller Bücher bis ich schließlich zu einer Treppe in den zweiten Stock gelange. Ich bin schon länger nicht mehr hier gewesen. Schnell habe ich allerdings das Regal über besondere Pokémon Typen gefunden. Ein Buch ist mir hier vor längerer Zeit einmal aufgefallen. >Die Eisformen< hieß es so weit ich mich erinnern kann.
    Kann ich dir helfen?“, fragt plötzlich jemand. Ich drehe mich um und entdecke einen Jungen mit kurzen, blauen Haaren der mich vom gegenüberliegenden Regal beobachtet. War das nicht dieser Typ der auch bei Nika war?
    Ich suche nur ein Buch“, sage ich schnell. Besonders viel Lust mich mit ihm zu unterhalten habe ich nicht.
    Name?“; fragt er knapp.
    Die Eisformen“, gebe ich zurück. Er zieht die Augenbrauen hoch
    Für sowas interessierst du dich?“, Ich gebe keine Antwort und suche nun unter >D< weiter. „Das hat vor längerem mal jemand ausgeliehen und nicht mehr zurückgegeben“, meint der blauhaarige.
    Und woher weit du das?“; hake ich nach.
    Der Bibliothekar hat sich tierisch darüber aufgeregt, weil es schon etwas älter ist und damit ‚Wertvoller‘“ Das letzte Wort betont er, als würde er es nicht gerade als solches beurteilen. Also ist es nicht hier.
    Ich trete einen Schritt zurück und schaue das Regal an. Schade.
    Aus dem Augenwinkel sehe ich drei weitere Menschen die Treppe hochkommen. Zyan macht ein nicht allzu begeistertes Gesicht, als er die drei entdeckt.
    Ich geh dann mal wieder.“, meint er und verschwindet zwischen den Regalen.
    Guten Tag.“, begrüßt mich die Frau in der Mitte.
    „Tag.“, antworte ich. Die Frau ist vielleicht Anfang zwanzig und hat lange braune Haare, die zu einem strengen Pferdeschwanz zusammengefasst sind. Links von ihr steht ein Mann mit dunkelroten Haaren die seine Augen zum größten teil überdecken. Er macht einen sehr gelangweilten Eindruck, als hätte er deutlich besseres zu tun, als sich in einer Bibliothek aufzuhalten. Die dritte Person ist eine Frau mit schneeweißen Haaren und stechend blauen Augen. Sie mustert kritisch die Umgebung und scheint sich ebenfalls nicht besonders für das geschehen zu interessieren.
    Solar, wärst du so freundlich“, die braunhaarige wirft ihr einen bedeutenden Blick zu.
    Natürlich.“, sagt Solar in einem nicht begeisterten Ton, bevor sie an mit vorbei verschwindet.
    Verzeih mir, aber ich habe ein paar, Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Du suchst dieses Buch?“, sie drückt mir ein etwas älteres Buch in die Hand. >Die Eisformen< steht in verschnörkelter Schrift auf dem Einband. „Du musst es nur anmelden um es mitzunehmen wie du weißt.“, säuselt sie und macht dann auf dem Absatz kehrt.
    Das, war eine sehr seltsame Begegnung. Ich laufe zu einem Tisch, hinter dem ein mürrischer alter Mann sitzt.
    Ich würde gerne…“, weiter komme ich nicht. Als der Mann das Buch sieht springt er auf und sieht mich wütend an. „JA SPINNST DU! DIESES BUCH ERST NACH EINEM JAHR WIEDER ZURÜCKZUBRINGEN! DAS IST SEEEHR WERTVOLL JUNGE DAME! SEHR WERTVOLL!...“

    Satus Sicht

    Angekommen bei Route 121 wartet Mila bereits auf mich.
    Hast du bekommen was du gesucht hast?“, frage ich sie.
    Nein“, brummt sie ärgerlich und läuft an mir vorbei auf die Route. Was ist jetzt passiert? Schweigend folge ich ihr entlang der Route. Durch das Hohe Gras und den Schnee laufen wir in Richtung Route 120. Weit und breit ist kein Trainer zu sehen, bei der kälte auch nicht verwunderlich. Immer wieder fallen Schneeflocken auf das Gras oder in die feinen Netze der Käfer Pokémon.
    Bald erreichen wir den Eingang der Safarizone. Ein paar seltsame Typen in dunklen Umhängen stehen davor herum. Automatisch greife ich zu dem Pokeball, in dem sich Frosty befindet. Die sehen genau so aus wie die seltsamen Gestalten auf dem Eis. Areus sei dank schenken sie uns keinerlei Aufmerksamkeit. Ich frage mich, wer das ist. Das Gefühl, dass sie nichts Gutes im Schilde führen beschleicht mich immer mehr.
    Vorbei an etlichen, zugefrorenen Teichen und einem See, kann ich in der ferne bereits die Stadt in den Bäumen ausmachen. Inzwischen ist es dunkel geworden und graue Wolken künden weiteren Schneefall an. Die Häuser hängen hoch in den Bäumen und sind mit Brücken und Leitern miteinander verbunden. Laternen die überall hängen tauchen die Stadt in ein warmes, gelbes Licht. Es könnte fast Weihnachten sein was das Ambiente betrifft.
    Über eine Holzleiter gelangen wir auf eine kleine runde Plattform, die um einen Baumstamm herumführt. An den Stamm sind ein paar Schilder genagelt worden. Nach links geht es zum Pokémon Center, nach rechts zu einem kleinen Markt und eine weitere Leiter nach oben zu dem Ferienhaus >Baumblick<.
    Wir entscheiden uns, erst einmal zum Pokémon Center zu gehen.
    Jetzt ist es zu spät um nach meinen Freunden zu suchen.

    48
    37.Kapitel

    Hae Soos Sicht

    Hoenn?“, Blau sieht mich zweifelnd an. „Ich weiß nicht ob du den Teil überhört hast, aber es handelt sich lediglich um eine Legende.“.
    Nein, es ist nicht einfach nur eine Legende.“, erwiderte ich. „Die Legende ist war und deshalb muss ich nach Hoenn.“ Blau verdreht wahrscheinlich innerlich die Augen, ich kann es geradezu spüren.
    Ich hätte einfach nichts sagen sollen.
    Ich bin froh, dass du es gesagt hast.“, sage ich laut. Blau wirft mir einen sehr verwirrten Blick zu, doch ich bin schon an ihm vorbei aus dem Pokémon Center gelaufen.
    Der schnellste Weg nach Orania City ist über Safronia“, überlege ich laut. „Das Schiff nach Hoenn fährt normalerweise jede Woche morgens gegen 7 Uhr los. Also müsste es nach meinem Wissensstand heute Abend anlegen.“ Mit einen Blick in den Himmel stelle ich fest, dass es bereits Nachmittag ist. Nach Safronia brauche ich bestimmt drei Stunden und nach Orania wären es insgesamt 8 Stunden. Rechne ich mir den Weg aus.
    Bist du dir wirklich sicher?“, fragt Blau, der neben mir auftaucht.
    Zu neunzig Prozent. Heute Abend legt das Schiff nach Hoenn an und fährt Morgen wieder. Du musst nicht mitkommen wenn du nicht willst.“, sage ich.
    Hm“, mehr sagt er nicht. Jedoch läuft er weiter neben mir her. Schnell haben wir die große Stadt verlassen und laufen nun die schmale Busstraße entlang, zurück in die größte Stadt der Region. „Und du glaubst, die Legende ist wahr. Warum?“, die Frage kommt für mich nicht überraschend. Ich nicke,
    Ja, ich bin mir sicher. Es hat etwas mit dem Pokémon zu tun, dass mich angegriffen hat. Seit dem es ich berührt hat, kann ich Gedanken lesen.“. Blau sieht mich skeptisch an.
    Beweise es mir. Höre ich seine Gedanken.
    Kein Problem. Antworte ich. Der Junge setzt eine unergründliche Mine auf, als müsste er darüber nachdenken, wie gut er das finden sollte, denn bewiesen habe ich es.
    Die Lichter der Stadt funkeln in der Dämmerung und die Scheinwerfer der Arena leuchten geheimnisvoll auf dem Dach des Hochhauses. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis, dort zu kämpfen. Die Sterne sind durch das helle Licht kaum zu erkennen, als wir im dunkeln die Stadt betreten.
    Es ist fast Taghell durch die Straßenbeleuchtung und die flimmernden Reklamebilder. Die Seitengassen sind in Dunkelheit gehüllt, doch ich höre leise, Stimmen in meinem Kopf. Schweigend folgen wir der Hauptstraße entlang zu dem Häuschen, dass die Stadt von der Route 6 abtrennt. Ich öffne die Tür des verlassenen Gebäudes und folge dem breiten Gang zur gegenüberliegenden Seite. Nur eine Neonröhre in der Lampe erhellt den Raum. Unheimlich. Schnell öffne ich die Tür zur Route und trete hinaus in die warme Nacht. Blau neben mir lässt seinen Blick über das Grasfeld und die Stufen schweifen, bevor er vorausgeht.
    Ich folge ihm durch das hohe Gras. Die leisen Gedanken der Pokémon höre ich kaum, als wäre es nur das leise Rauschen des Meeres.
    Ob es wirklich die richtige Entscheidung ist, nach Hoenn zu reisen? Wie Blau sagte ist es nur eine Legende, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie wahr ist. Aber vor allem die Vermutung, dass eine Organisation dahinterstecken könnte, sorgt für eine gewisse Unsicherheit. Solche Organisationen sind sehr gefährlich und stark soweit ich weiß.
    Völlig in Gedanken versunken, bemerke ich kaum, dass wir die Stadt erreicht haben. Der Mond ist hinter ein paar Wolken versteckt und wirft einen schwachen, silbrigen Glanz auf die Dächer der Stadt.
    Sicher das du mitkommen willst?“, frage ich Blau. Dieser nickt nur. Nachdem ich eine Fahrkarte gekauft und den Schlüssel für mein Zimmer bekommen habe betrete ich das kaum merklich schwankende Schiff. Blau verschwindet in seinem Zimmer, während ich auf das Deck des großen Schiffes gehe.
    Niemand ist dort bis auf ein dunkelblondes Mädchen in Begleitung eines schwarzen Pikachu, die etwas zu zeichnen scheint.
    Hallo“, begrüße ich sie leise, bevor ich mich an das Geländer stelle. Ich lasse den Wind durch meine Haare wehen und genieße den Blick auf das weite Meer.
    Die haben doch alle zu oft Titanic gesehen... höre ich die Gedanken des Pikachu. Fast hätte ich angefangen zu lachen. Morgen würde ich in Hoenn sein. Dann werde ich mich auf den direkten Weg nach Seegrasulb City machen. Es soll eine riesige Stadt sein. Fast größer als Safronia soweit ich weiß.
    Bist du auch auf dem Weg nach Hoenn.“, fragt mich plötzlich jemand. Ich drehe mich um und entdecke die Trainerin mit dem Pikachu, welche sich nun neben mich stellt.
    Ja“, erwiderte ich.
    Warum? Dort ist es im Moment anscheinend sehr gefährlich“, meint sie.
    Es hat etwas mit einer Legende zu tun.“
    Eine Legende?“, die Trainerin wird hellhörig.
    Ja, irgendwas mit einem Kristall und einem legendären Wächter oder so.“
    Natürlich!“, ruft sie, „Die Legende des Wächters von Moosbach City, warum bin ich nicht früher darauf gekommen!“, sie dreht sich um und verschwindet im inneren des Schiffs. Das Pikachu wirft mir einen kurzen, eher unbegeisterten Blick zu, bevor es hinter ihr her stapft.
    Seltsam, denke ich mir und drehe mich wieder dem Meer zu.

    49
    38.Kapitel Tayfus Sicht Als ich die Augen wieder aufmache, ist es bereits morgens. Nach der Uhr genau 10:30 Uhr. Soweit ich weiß gibt es bis 11 Uhr F
    38.Kapitel

    Tayfus Sicht

    Als ich die Augen wieder aufmache, ist es bereits morgens. Nach der Uhr genau 10:30 Uhr. Soweit ich weiß gibt es bis 11 Uhr Frühstück und direkt im Anschluss Mittagessen.
    Auf dem Bett gegenüber sitzt das blonde Mädchen von heute morgen und betrachtet konzentriert ein Glas Wasser.
    Guten Morgen“, murmle ich. Sie schreckt hoch und sieht zu mir.
    Für morgens ist es schon ziemlich spät.“ ein schwarzes Pikachu kommt aus dem Bad und wirft am vorbeigehen ein Schokoriegelpapierchen in den Müll.
    Demon! Hast du etwa meinen Schokoriegel...“,
    Wenn du die einfach in deiner Tasche liegen lässt kann ich auch nichts dafür. Stadt ja schließlich kein Name drauf.“, meint das Pikachu, das anscheinend Demon heißt.
    Du bist also Tayfun.“, meint diese Naoko nun.
    Ja, woher weißt du das?“,
    Deine Freundin Lilly hat es mir erzählt. Sie ist gerade beim Frühstück.“, erklärt mir die Trainerin.
    Sind Pokémon im Schiff nicht verboten?“, frage ich.
    Wirklich?“, Naoko sieht zu Demon.
    Wer diese Regel erfunden hat, kann was erleben.“ brummt dieser, bevor Naoko ihn schnell in den Pokéball zurückruft.
    Willst du nach Kanto?“, fragt sie mich.
    Nein nach Hoenn“
    Ich auch, aber warum?“, fragt sie nun.
    Ich wurde von Professor Kukui zu Professor Birk geschickt, um das Eis zu erforschen.“, erkläre ich ihr.
    Du kommst also aus Aoloa. Ist es dann nicht ziemlich kalt in Hoenn für dich.“, Nein weil so ein Legendäres Pokémon irgendwas mit mir angestellt hat und ist jetzt eiskalt bin, hätte ich am liebsten gesagt.
    Ja, es wird wahrscheinlich ziemlich kalt“, meine ich deswegen. Sie nickt nachdenklich.
    Heute Abend kommt das Schiff in Kanto an. Dann bekomme ich ein eigenes Zimmer. Die meisten steigen in Kanto aus. Ich meine wer außer ein paar bescheuerte Menschen wie wir rennen direkt in die momentan gefährlichste Region die es gibt.“, witzelt Naoko. Ich nicke grinsend und lasse mich zurück auf das Bett fallen.
    Einige Stunden später legen wir in Kanto an. Inzwischen ist es stockdunkel draußen. Naoko wollte ein wenig zum zeichnen nach draußen und Lilly ließt gerade ein Buch. Ich habe gerade nicht wirklich etwas zu tun, weshalb ich mich zum Abendessen aufmache.

    Naokos Sicht

    Da ich nichts besseres zu tun habe, nehme ich meinen Zeichenblock und gehe auf das Deck des Schiffes. Auf einer Bank an der Seite setzte ich mich hin und betrachte die Landschaft. Da man die Pokémon hier aus dem Bällen lassen darf, hohle ich das schwarze Pikachu aus seinem Ball. Dieses setzt sich ausnahmsweise mal schweigend neben mich und sieht sich um.
    Etwas ist seltsam. Normalerweise bin ich sehr schüchtern was den Kontakt mit Menschen angeht. Aber mit dieser Tayfun konnte ich mich erstaunlich gut unterhalten. Etwas an ihr kam mir vertraut vor. Wieso und in welchem Zusammenhang weiß ich nicht, aber dieses Gefühl lässt mich nicht los.
    Ich beginne den Hafen der Kanto Region zu skizzieren. Die Region soll wirklich schön sein habe ich gehört. Der Lavandia Turm, die Ruhestätte des verstorbenen Pokémon interessiert mich ganz besonders. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die mysteriöse Erscheinung des Turms und deren Stadt.
    Leise Schritte sind auf dem Schiff zu hören.
    Hallo“, begrüßt mich ein Mädchen mit langen schwarzen Haaren, bevor es an mir vorbei zum Geländer geht und auf das Meer hinausblickt. Wieder ist da dieses seltsame Gefühl von Vertrautheit. Ich stehe auf und laufe zu dem jungen Mädchen.
    Bist du auch auf dem Weg nach Hoenn?“, frage ich sie vorsichtig.
    Ja.“.
    Warum? Dort ist es im Moment anscheinend sehr gefährlich.“, frage ich sie weiter.
    Sagt die richtige“, murmelt Demon Und schüttelt den Kopf.
    Es hat etwas mit einer Legende zu tun.“, sagt sie. Legende? Das hört sich sehr interessant an. „Irgendwas mit mit mit einem Kristall und einem Legendären Wächter...“, ich höre ihr nicht weiter zu.
    Natürlich! Die Legende des Wächters von Moosbach City, warum bin ich nicht früher darauf gekommen!“, rufe ich und renne in Richtung Zimmer.
    Die Legende des Kristalls unter Moosbach City ist nicht besonders bekannt. Sie geriet in Vergessenheit, nachdem die Katastrophen mit den Wetterlegenden passiert ist. Kann es sein, dass diese Legende wahr ist? Könnte es wirklich sein das die Menschen die damals die Region beschützten... Ich nehme meine Tasche und wühle darin herum bis ich finde, was ich gesucht hatte. Ein kleines, altes Büchlein in Icognito Schrift, dass ich in der Bibliothek von Kalos gefunden habe.
    >Die Legenden Hoenns< steht dort. Darunter ist ein Bild mit einem seltsamen Pokémon. Ich schlage es auf und blättere des durch, bis ich das Kapitel gefunden habe.
    >31. Kapitel Zet-Wächter des Eises<

    Tayfuns Sicht

    Einige Stunden Später...
    Ich stehe am Fenster meines Zimmers und beobachte die näher kommende Insel. Schon von weitem sind die dunkeln Wolken zu erkennen die über der Hoenn Region hängen.
    Schnee und das mitten im Sommer.
    Sehr geehrte Gäste. In einer Stunde erreichen wir den Hafen von Blütenburg City. Aus Sicherheitsgründen können wir leider nicht in Gaphitport City anlegen. Ich wünsche ihnen noch eine angenehme Reise.“,
    Ich beginne langsam meine Sachen zusammenzupacken, während die Lautsprecher Stimme noch einmals auf die Verhältnisse und derzeitige Gefahren der Region hinweist. Besonders viel Gepäck ist es nicht. Was ich eben bei einer Reise brauchen kann.
    Als erstes werden Lilly und ich nach Wurzelheim gehen um Professor Birk zu treffen. Danach werden wir uns auf den Weg nach Seegrasulb City machen.
    Tayfun. Professor Kukui hat gerade angerufen, sagt Lilly, die gerade in das Zimmer kommt. „Professor Birk möchte, dass wir direkt über Baumhausen City nach Seegrasulb kommen.“, erklärt sie. Ich nicke knapp und werfe wieder einen Blick aus dem Fenster. In einer Stunde sind wir da. Ich weiß nicht warum, aber ein seltsames Gefühl macht sich in mir breit. Es ist, als würde mich einerseits etwas zu der vereisten Region hinziehen und andererseits aber auch zurückhalten.
    Eine Stunde später legt das Schiff an einem ausgebauten Holzsteg an. Alles was zu sehen ist, ist eine recht schöne kleine Hütte und jede menge Wald.
    Baumhausen City liegt in dieser Richtung“, meint Lilly und zeigt mit dem Finger auf den Wald. „Ich würde vorschlagen wir fliegen zu der Stadt und gehen morgen nach Seerasulb City.“. Ich nicke und rufe Sparx und Spyro aus den Bällen.
    Sind wir schon da?“, fragt das Libelldra verwundert.
    Ja, könnt ihr uns bis nach Baumhausen City fliegen?“, frage ich den beiden und zeige in die entsprechende Richtung.
    Natürlich.“, meint Spyro, während Sparx zielstrebig zu einem Sinelbeerenstrauch marschiert und beginnt diese zu futtern.
    Ich hole auch mein restliches Team aus den Bällen, bevor Lilly und ich nach einem Silnelbeeren Snack auf die Rücken der beiden Drachen steigen.
    Eine weile fliegen wir über den großen Blütenburgwald, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit zu einer großen, vollkommen überdachten Stadt kommen. Fasziniert betrachte ich das riesige Bauwerk von oben. Dann fliegen wir in ein Tal mit einem Fluss. Es ist wirklich schön, doch meine Aufmerksamkeit bleibt nicht lange bei der malerischen Umgebung.
    Vor mir taucht plötzlich ein Glurak auf. Verwirrt sehe ich dem Pokémon hinterher. Ein Glurak, hier?
    Siehst du das Lilly?“, frage ich sie.
    Natürlich sehe ich das Glurak. Ich nehme an du willst es fangen?“, fragt sie mich. In ihrer Stimme schwingt kaum merklich ein etwas genervter Ton mit. Ich grinse sie an und Spyro sinkt zu den Bäumen hinunter.
    Das Feuerpokémon fliegt in schnellem Tempo vor uns her und scheint uns nicht bemerkt zu haben. Oder wir interessieren es einfach nicht.
    Auf einmal geht es in den direkten Sturzflug und verschwindet zwischen den Bäumen. Mein Drache bleibt in der Luft stehen und wir sehen hinunter in das Gras. Das Glurak sitzt dort und... Ich bekomme den Mund nicht mehr zu. Es verändert sich, wird kleiner und nimm die Form eines Mädchens an. Sie trägt rote Kleidung und ein Kopftuch. Ihre hellbraunen Haare fallen ihr ins Gesicht als sie nach vorne kippt und reglos liegenbleibt.

    Naokos Sicht

    Ich verlasse das Schiff und sehe mich um. Vor kurzem sind wir endlich in Hoenn angekommen.
    Zet-Wächter des Eises. Es geht mir nicht aus dem Kopf was ich gelesen habe, doch langsam ergibt immer mehr einen Sinn. Wenn ich darüber nachdenke, zu was ich eigentlich in der Lage bin läuft mir ein schauer über den Rücken. Echt irre, verrückt und wahnsinnig.
    Vor einem kleinen Haus stehen Ash und Alain und warten auf mich.
    Warum sind wir noch einmal hier?“, fragt Ash uns.
    Ich besuche in Baumhausen City einen Freund falls du es vergessen hast.“, erwidert Alain.
    Und ich muss nach Seegrasulb City!“, verkünde ich.
    Was du hier machst weiß ich nicht. Morgen Abend fährt das Schiff wieder zurück. Wenn du dich beeilst bekommst du vielleicht noch ein Ticket“, meint Demon trocken.
    Oh schau mal, die schwarzhaarige von gestern die du so verwirrt hast“, meint er plötzlich. Ich drehe mich um und entdecke das junge Mädchen zwischen den Menschen die entweder in das nahe Dorf oder an die Bushaltestelle wollen.
    Ich zucke mit den Schultern und sehe zu den beiden anderen.
    Warum musst du nach Seegrasulb City?“, fragt mich Ash.
    Sehr kompliziert, ließ Kapitel 31 schlage ich vor und krame das Buch aus meiner Tasche.“. Der Junge sieht mich verständnislos an.
    Das soll man lesen können?“, er starrt auf die Schrift und dreht es dann auf den Kopf. „Ich seh da nur seltsame Pokémon die mich anglotzen.“, meint er dann und gibt es mir zurück. Ich lache und verstaue es wieder.
    Wir könnten gemeinsam nach Baumhausen City fliegen und dann gehe ich in die Stadt.“,meine ich. Die beiden stimmen mir mit einem Nicken zu, bevor Alain und ich unsere Gluraks aus den Bällen rufen. Ash holt sein UHaFNir ebenfalls und wir erheben uns gemeinsam in die Luft.
    Fliegen ist schon was schönes. Vor allem, wenn ich nicht wissen muss, wo was ist weil es jemand anderes weiß.Wirklich eine Erleichterung für mich. Sonst würde ich demnächst im Krater vom Schlotberg stehen und mich fragen wie ich hier hingekommen bin.
    Die Landschaft von Hoenn ist wirklich wunderschön. Unter mir zieht ein idyllisches Tal vorbei. Ein Fluss schlängelt sich durch hohes Gras und die Bäume. Eingerahmt von einem beeindruckenden Felsmassiv welches der Fluss über die Jahrmillionen gegraben hatte.
    Es heißt, dieses Tal hätten Groudon und Kyogre gemeinsam geschaffen. Groudon schuf die markanten Wände, den Boden und das Flussbett. Mit seinen mächtigen Klauen grub es Höhlen in den Fels, die den Pokémon Unterschlupf bieten sollten und eine Quelle die dieses Tal mit Wasser speisen sollte. Kyogre ließ die Pflanzen mit seinem warmen Regen wachsen und füllte mit seiner besonderen Macht die Quellen, die Grodon erschaffen hatte. Es ermöglichte das Leben von Pokémon im Wasser und auf dem Land. Die Meteoraner halten diesen Ort für Heilig, weshalb hier nichts außer eine Schutzhütte für die Trainer ist. Noch heute soll man die Anwesenheit der beiden Legendären Pokémon spüren können, obwohl sie schon längst das Tal verlassen haben.
    Die tropische Wärme von Proto Grudons Fähigkeit Endland und Proto Kyogras Fähigkeit Urmeer soll für immer hier geblieben sein heißt es. Morgens soll hier immer die Sonne scheinen, mittags regnet es und abends zieht ein warmer Wind durch das Tal. Seit jeher weht ein stetiger Wind durch die Wipfel der Bäume. Es heißt, es sei Rayquazas Delta Wind der der Frieden in diesem Tal vollkommen macht, das von den beiden Pokémon gemeinsam geschaffen wurde. Eine Geschichte, die ausnahmsweise nicht auf dem Kampf zwischen Meer und Land beruht.
    Nach mir unbekannter Zeit in der ich in der Welt der Legenden geschwebt habe landen wir am östlichen Ausgang der Stadt in den Bäumen.
    Langsam lasse ich den Blick über das Hohe Gras streifen, als ich bei einer blassen Gestalt hängen bleibe. Sie hat blonde Haare die ihr unordentlich ins Gesicht hängen. Sie trägt ein rot-orangenes T-Shirt und Jeans welche an den Knien aufgeschrammt sind. Das Mädchen ist Leichenblass und schwankt leicht. Mein Herz setzt einen Schlag aus bevor ich auf die Gestalt zu renne.
    Lara!“

    50
    39. Kapitel

    Laras Sicht

    „Sicher das sie die richtige ist?“, hallt eine weit entfernte Stimme an mein Ohr. Die Antwort verstehe ich nicht.
    Ein wütendes Fauchen ist zu hören. Glurak? Ich versuche die Augen zu öffnen, doch meine Lieder sind schwer wir Blei. Was geht hier vor?
    „Wer seit ihr?“, knurrt Glurak wütend.
    Wir?“, fragt eine weibliche Stimme. „Wir sind unter vielen Namen bekannt. Doch diese Organisation...“, die Worte verhallen in der Dunkelheit.
    Plötzlich durch bricht ein Brüllen die Stille. Ich habe es zuvor scho einmal gehört. Nur wo?
    Schreie hallen von weit her durch den Nebel meiner Gedanken bevor mich wieder schwärze umfängt.
    Gefühlte Stunden später nehme ich eine leichte Bewegung war. Ich öffne meine Augen ein Stück weit. Alles ist verschwommen, als würde ich durch Wasser hindurchsehen. Ich kann leuchtende Ringe und Kugeln erkennen. Ein schimmerndes Blau umgibt mich und das etwas unter mir. Es ist weiß und golden und bewegt sich in großen Sätzen vorwärts. Es kommt mir bekannt vor, doch von woher. Meine Erinnerungen wollen mir das Bild nicht preisgeben, dass dicht unter der Oberfläche liegt.
    Verwirrt schließe ich wieder die Augen und versuche mich zu erinnern, was passiert ist.
    Das nächste mal als ich aufwache höre ich wieder Stimmen.
    Danke für deine Hilfe.“, sagt Glurak gerade.
    Es ist meine Pflicht, sie zu beschützen.“, erwidert eine tiefe, ruhige Stimme.
    Erneut verschwimmt alles, bevor ich langsam die Augen aufmache.
    Ich liege zwischen hohem Gras auf dem Boden. Vögel zwitschern und Pokémon streifen raschelnd durch die dichten Grashalme.
    Wo bin ich hier gelandet? Ich setze mich langsam auf. Alles um mich herum dreht sich viel zu schnell und will sich nur langsam beruhigen. Noch immer kann ich nicht wirklich klar denken.
    Neben mir liegt ein kleiner Pokéball zwischen ein paar Blumen. Ich nehme ich und stehe langsam auf. Meine Umgebung ist immer noch leicht verschwommen und dreht sich.
    Orientierungslos taumle ich einen paar Schritte vorwärts aus dem hohen Gras. Von links glaube ich, höre ich leise Stimmen. Vielleicht kann mir da jemand helfen überlege ich.
    Langsam laufe ich weiter, obwohl sich noch immer alles dreht Und nur langsam langsamer wird.
    Lara!“, der klang meines Namens lässt mich aufschauen. Ich höre schnelle Schritte auf mich zukommen, bevor mich ein weiters mal die Dunkelheit überwältigt.
    Als ich wieder aufwache bin ich allen. Was um alles in der Welt ist passiert? Ich setze mich auf und sehe mich um.
    Ich befinde mich in einem schön eingerichteten Zimmer aus Holz. Die Wände sind mit grünen Blättern verziert und durch ein Fester kommt warmes Sonnenlicht. Der Schlüsselstein an meinem Handgelenk kribbelt leicht und meine Pokébälle liegen auf einem kleinen Tisch an der Wand. Ich schließe die Augen und versuche mich daran zu erinnern, was passiert ist. Bruchstückhaft kann ich mich an Stimmen erinnern, doch mehr nicht. Weder wer es war, noch was sie gesagt haben.
    Ich stehe langsam auf und gehe zum Fenster. Mit einem Blick weiß ich, wo ich bin. Die Stadt in den Bäumen ist unverkennbar. Aber wie bin ich noch gleich nach Hoenn gekommen? Es will mir beim besten Willen nicht einfallen.
    Ich nehme meine Pokébälle von dem Tisch und laufe zu der Hölzernen Eingangstür. Ein Schlüssel steckt nicht, aber sie ist auch nicht verschlossen, also gehe ich hinaus und sehe mich um.
    Während ich meine Umgebung mustere, lasse ich meine Finger durch die offenen Haare gleiten und mache mir mit geübten Handgriffen einen Pferdeschwanz. Ich ziehe einen Haargummi aus der Tasche und suche auch nach meiner Kappe die wahrscheinlich auch da drin sein muss. Weg kann sie doch nicht sein oder? Ich wühle durch die gelbe Umhängetasche und werfe zur Kontrolle noch einmal einen Blick in das Zimmer. Habe ich sie wirklich verloren?
    Ich wende mich nach rechts und laufe über eine Hängebrücke zu einem riesigen Baum, um den sich eine große Plattform befindet. Vier Mädchen und ein Junge unterhalten sich dort leise. Ein Junge mit blonden Haaren redet eindringlich auf die anderen ein, die ein Gesicht machen, als würde er gerade ihre Weltvorstellung auf dem Kopf stellen.
    Ich ignoriere sie und laufe zu einer Leiter die nach unten führt mit der Aufschrift >2 Etage< und >Pokémon Center (Boden)< als ich eine bekannte Stimme bemerke.
    Sie sollte eigentlich nicht hier sein! Sie ist krank und vollkommen unterkühlt.“,
    Das hat aber nichts mit krank sein zu tun! Es ist eine uralte Legende die...“,
    Hör auf mit deiner Legende Naoko, das ist alles wenn überhaupt so etwas existiert über Jahr Millionen her.“.
    Tut mir leid, aber da muss ich Ash zustimmen. Nur weil du mal wieder deine Pokémon Geschichten gelesen hast, muss du jetzt nicht fest darauf beharren, das alles was in so einem Buch steht auch stimmt.“, meint eine sehr verärgerte Stimme. „Und hör auf so blöd zu grinsen!“ Es sind eindeutige meine drei Freunde aus Kalos.
    Ich bin mir ziemlich sicher, es geht um diese seltsame unterkühlungssache, also steige ich die Leiter hinunter und drehe mich zu den Stimmen.
    Lara!“, ruft Ash und kommt auf mich zu. Ich grinse ihn unsicher an.
    Du solltest nicht hier sein!“, schaltet sich nun auch ein schlecht gelaunter Alain ein.
    Doch! Das ist Schicksal.“, erwidert daraufhin Naoko und wedelt mit einem kleinen, scheinbar sehr alten Buch herum. Etwas überrollt sehe ich sie einfach nur verwirrt an und versuche einfach nur freundlich zu schauen. „Ich muss dringend mit dir reden Lara.“, Alain schüttelt verständnislos den Kopf als Naoko mich zu ihr winkt.
    Ich gehe zu ihr und sehe sie fragen an. „Abgesehen von mindestens 1000 Fragen die ich dir noch stellen möchte, habe ich dir noch etwas sehr wichtiges mit dir zu besprechen.“, sagt sie vollkommen ernst.
    Und das wäre?“, Sie überlegt kurz als wüste sie nicht, womit sie anfangen sollte.
    Kennst du...sagt dir der Name Zet etwas?“. Ich muss nichts sagen, mein überraschter Blick scheint ihre Frage wohl zu beantworten.
    Sie greift nach meinem Arm. Eine seltsam vertraute wärme durchströmt mich an dieser stelle. Nicht die “Hitze“ eines normalen Menschen sondern von jemandem, der ebenfalls eiskalt ist.

    51
    40.Kapitel

    Nikis Sicht

    Alles ist Dunkel um mich herum. Die stickige Luft ist mit leisen Geräuschen erfüllt. Ich schlage langsam die Augen auf und blinzle in dem schwachen Licht. Aus einem mir unerfindlichen Grund kann ich mich nicht bewegen und meine Gedanken sind wie vernebelt.
    Dem starken Ruckeln zu urteilen befinde ich mich in einem Laster oder etwas ähnlichem.
    Was bei Arceus ist passiert? Ich kann mich an kaum etwas erinnern, nur ein Raum und so ein seltsamer Geruch und nun bin ich hier aufgewacht. Warum war ich dort und vor allem wo war ich vorher?
    Alles was ich von den Überlegungen bekomme ist Kopfschmerzen. Unfähig etwas zu tun betrachte ich, was in meinem Blickfeld liegt.
    Graue Kästen mit Gittern stehen überall, fein säuberlich an der Wand des Gefährts befestigt. Wie ein Puzzle sind alle Ecken und mögliche Lücken von diesen Kästen zugestellt.
    In dem schwachen Licht, dessen Quelle hinter mir zu liegen scheint, kann ich Gestalten darin ausmachen. Sind das Pokémon? In den Kästen, oder besser Käfigen sitzen Pokémon aller Art. Ich kann Schwalboss und Tauboss erkennen, Evoli und seine Entwicklungen, ein Smogon und sogar ein Arkani. Sie sitzen zusammengekauert auf den Böden und haben die Augen geschlossen. Viele von ihnen wirken abgemagert und noch sehr jung. Alle haben eine seltsame Fellfarbe von pastelllila, weiß oder blau.
    Je mehr ich von der Situation begreife, desto mehr Angst bekomme ich. Wo bin ich hier hineingeraten?
    Auf einmal hält das Gefährt mit einem Ruck an. Leise Stimmen sind zu hören und eine Tür wird zugeschmissen. Was passiert jetzt? Langsam werden Schritte lauter und bleiben Hinter dem Wagen stehen.
    Sicher das sie die Richtige ist? Sieh sieht nicht aus wie ein Mitglied des Eises“, ertönt eine weibliche Stimme, die mir bekannt vorkommt. Aber von woher?
    Natürlich ist sie kein Mitglied des Eises. Immerhin wurde Groudon gerade erst erweckt.“, antwortet eine genervte männliche Stimme.
    Hast du die Standorte der anderen Eisherzen?“, fragt die Frau wieder.
    Selbstverständlich. Wir haben Kazun zu Hoopa geschickt. Da sie bereits einer anderen Organisation angehört, hatten wir die Hoffnung, sie auch für uns gewinnen zu können. Um Yveltal und Latios hat du dich gekümmert Yu?“,
    Selbstverständlich. Es war fast schon zu einfach. Ein paar Legenden, ein bisschen auf Freundschaft machen und schon hat mir der Junge gesagt wo die beiden hinwollen.“. Hoopa? Yveltal und Latios? Verwirrt höre ich diesem unheimlichen Gespräch weiter zu.
    Gut gemacht. Wie es das Schicksal will sind Dianci, Rayquaza, Zygarde und Kyogre auf direktem Weg hier her. Scheinbar stimmt es doch, dass in Baumhausen City Schicksalhafte Dinge vor sich gehen.“.
    Schicksalhafte Dinge, du glaubst aber auch an jeden Quatsch. Was ist mit Solgaleo?“, knurrt die weibliche Stimme genervt.
    Solgaleo? Wir konnten es leider noch nicht aufspüren, aber wenn meine Vermutung stimmt, sollte es bald in Baumhausen City auftauchen.“, ein höhnisches lachen von der Frau ist zu hören.
    „Noch nicht? Du glaubst doch nicht etwa, dass mir entgangen ist was auf dem Phyroberg passiert ist! Nun gut. Groudon sollte bald aufwachen... mir wäre es lieber, wenn das Mädchen noch nicht erfährt was mit ihr geschehen ist“. Ich schlucke und lasse meinen Blick nervös über die Käfige wandern.
    Was auch immer passiert... ein lautes quietschen ist zu hören und grelles Licht fällt in den Raum. Schritte lassen den Boden leicht zittern als ein Schatten über mich fällt. Ich kneife die Augen zusammen, doch das einzige was ich spüre ist ein leichter Stich. Sekunden später verschwimmt alles um mich zu einem Rauschen und dröhnen, bevor mein Bewusstsein wieder in Dunkelheit getaucht wird.

    Als ich die Augen wieder aufschlage ist alles um mich in schwaches, Türkises Licht getaucht. Arceus sei dank ist diese Bewegungsunfähigkeit verschwunden und ich kann mich ohne Probleme Aufsetzen. Unsicher betrachte ich meine Umgebung. Ich befinde mich in der Mitte eines kleinen Raumes. Hier befindet sich absolut nichts außer eine in der Decke befestigte Lampe die dieses seltsame Licht ausstrahlt. Der kleine Raum ist vollständig von Glasscheiben umgeben. Dahinter kann ich nur ein paar bunte Lampen leuchten und blinken sehen, sonst liegt allem im Schatten.
    Langsam beschleicht mich Panik und ich stehe schnell auf mit dem Gefühl hier weg zu müssen. Doch leider waren meine Entführer nicht so freundlich, einen Fluchtweg für mich offen zu lassen.
    Nach einem weiteren Blick durch den Raum entdecke ich noch etwas weiteres. Eine riesige, schwach leuchtende Röhre. Verschiedene, Metallene Halterungen halten die Konstruktion zusammen. Schläuche durch die eine widerlich aussehende, dunkelbraune Flüssigkeit fließt verbinden summende Maschinen mit dem leuchtenden Glas. Eine dunkle Gestalt schwimmt scheinbar schlafend in der Röhre.
    Nein...“, es ist nicht mehr als ein flüstern, doch scheinbar genügt es die Gestalt zum leben zu erwecken.
    Mit einem leichten Beben kündet sich das Unheil an, bevor mit einem Ohrenbetäubenden knall, scharfe Glassplitter an mir vorbeifliegen. Schreiend kauere ich mich auf den Boden und halte die Arme schützend über meinen Kopf. Laute Sirenen kreischen durch den Raum und überall flimmert grelles, rotes Licht. Der Boden bebt unter den Schritten des mächtigen Pokémon. Knirschend zerbricht das Glas unter seinen Krallen und sein rot glühender Körper schiebt alles einfach aus dem Weg.
    Zitternd drehe ich mich um und sehe in die Gold glühenden Augen des gigantischen Pokémon. „GROOOOOOO!“, wütend schlägt das Legendäre Pokémon um sich. Ich schreie vor Schreck auf und drücke mich mit dem Rücken an die kalte Glaswand. Erstarrt verfolge ich die riesigen Klauen des Pokémon. Jede Bewegung und das Krachen des splitternden Glases scheint wie ein Erdbeben den Raum zu erschüttern.
    Der Blick Groudons schweift suchend umher, bis es mich entdeckt. Seine Pupillen verengen sich in Millisekunden zu schmalen Schlitzen. Unfähig etwas anderes zu tun als ihm in die Augen zu sehen kommt es näher.
    Schritt für Schritt. Sein Kopf schwankt bedrohlich hin und her. Schritt für Schritt kommt es näher.
    Noch ein Schritt, dann hat es mich erreicht.

    52
    41. Kapitel

    Daisys Sicht

    Mit schnellen Strichen skizziere ich ein Pokémon. Die großen, schwungvollen Flügel und der schmale Kopf. Der leicht rundliche Körperbau und und der lange Drachenschwanz sind auch schnell gezeichnet. Mit den Armen und Beinen die in gebogenen Krallen enden gebe ich mir besonders viel mühe.
    Noch der letzte schliff...“, murmle ich vor mich hin und ziehe die orange und das petrolblau aus meiner Tasche.
    Mit geübten Strichen straffiere ich leicht das Pokémon und die Flügel, bevor ich beginne, es mit grau und einer dunklen orange zu Schattieren. Die ganze Arbeit dauert etwa eine Stunde bevor das Glurak in meinem Notizblock endgültig Form angenommen hat.
    Ich habe schon oft Glurak gezeichnet, doch leider musste ich mir ja einen neuen Block besorgen, nachdem ich den anderen ein wenig durchnässt habe.
    Zufrieden klappe ich das braune A5 Heft zu und verlasse das Pokémon Center. Suchend sehe ich mich nach einem geeigneten Ort um und verschwinde letztendlich zwischen zwei Gebäuden im Schatten.
    Ich atme tief durch und schlage das Heft wieder auf. Ein letztes mal mustere ich die Zeichnung genau. Es ist unfassbar, dass das wirklich funktioniert. Ich lege meine Hand auf das glatte Papier und warte auf das vertraute Prickeln. Langsam durchströmt es mich wie ein kalter schauer, bevor ich spüre, wie ich mich in ein Glurak verwandle. Ich muss mich beeilen schießt es mir durch den Kopf. Mit kräftigen Flügelschlägen schraube ich mich in die Höhe und wende meinen Blick nach Baumhausen City. Wie von selbst fliege ich zielstrebig voran. Ich achte weder auf meine Umgebung, noch auf andere Pokémon. Mein einziger Gedanke gilt dem schnellen erreichen der Stadt, bevor ich mich zurückverwandle.
    Gerade fliege ich über ein malerisches Tal hinweg, als ich bemerke, wie mich ein prickelndes Gefühl beschleicht. In der ferne kann ich bereits Baumhausen erkennen.
    Nich nicht jetzt, nur noch ein bisschen.“, knurre ich leise.
    Plötzlich bemerke ich Flügelschlagen über mir. Leise Stimmen werden zu mir getragen.
    “...willst es Fangen.“, mehr höre ich nicht, doch es reicht mir.
    Ungünstig, sehr ungünstig. Das Prickeln wird stärker und vor meinen Augen beginnen schwarze Punkte zu tanzen. Ich muss landen! Ich neige den Kopf nach vorne und gehe in einen steilen Sturzflug über. Hart pralle ich auf der Wiese auf und ein leichter Schmerz durchzuckte mich bevor die Bäume vor meinen Augen verschwimmen und Dunkelheit mich übermannt.

    Sicher Tayfun?“,
    Ganz sicher. Du kannst gerne gehen aber ich warte hier.“, ich höre leise Schritte die sich entfernen.
    Oh je... Langsam schlage ich die Augen auf und blicke direkt in die grauen Augen eines Mädchens mit wilden, braunroten Haaren.
    Hallo. Ich bin Tayfun.“, begrüßt sie mich.
    Ich h-hallo“, ich setzte mich auf und diese Tayfun geht einen Schritt zurück.
    Wer bist du?“, fragt sie mich.
    Ich bin Daisy.“, sage ich vorsichtig. Tayfun sieht mich nachdenklich an, als würde sie überlegen was sie mich fragen sollte. Hat sie etwa gesehen wie ich mich verwandelt habe?
    Ich weiß, die Frage klingt etwas bescheuert aber.“, die rothaarige zögert kurz bevor sich tief durch atmet und mir in die Augen sieht. „Welches ist dein Legendäres Pokémon.“.
    Bitte?“, verwirrt sehe ich sie an bevor mir klar wird was sie meinen könnte.
    Oh äh nichts. Sagte ja, blöde Frage.“, sagt sie schnell.
    Nein, nein!“, rufe ich. „Äm, Kyogre. Das ist mein Legendäres Pokémon.“. Tayfun blinzelt kurz und grinst dann vorsichtig.
    Meines ist Rayquaza.“. Eine seltsame Stille macht sich zwischen uns breit. Keiner weiß so wirklich, was er sagen soll.
    Woher wusstest du...“,
    Rayquaza hat mir ein bisschen was erzählt. Ich nehme an Kyogre dir auch oder?“, Ich schüttle irritiert den Kopf.
    Nein hat es nicht. Es, ich wusste nichtmal das es Kyogre ist, bis ich ein wenig darüber nachgedacht habe.“. Erkläre ich.
    Oh! Also Rayquaza hat sich mit mir unterhalten und mir etwas über die Eisherzen und so erzählt.“, noch verwirrter als vorher stehe ich auf und klopfe den Dreck von meiner Kleidung.
    Wohin wolltest du?“, frage ich um das seltsame Thema zu wechseln.
    Nach Baumhausen City. Ich soll im Auftrag von Professor Birk Informationen über das Eis sammeln“.
    Ich wollte dort die Arena herausfordern.“.
    Hey, wie wäre es, wenn wir gemeinsam nach Baumhausen City gehen. Dann kann ich dir ja erzählen was Rayquaza mir gesagt hat.“, meint Tayfun.
    Ich nicke. Auch wenn dieses Gespräch höchst seltsam ist, fühlt es sich nicht an, als wären wir uns vollkommen fremd. Was auch immer das alles ist, ich hoffe ich werde es bald herausfinden.

    53
    42. Kapitel Marrys Sicht Ich rufe Hoopa aus dem Pokball. „((fuchsia))Ah! Das ist dieser Dämon!“,((efuchsia)) kreischt Jessie als sie das Koboldar
    42. Kapitel

    Marrys Sicht

    Ich rufe Hoopa aus dem Pokball.
    Ah! Das ist dieser Dämon!“, kreischt Jessie als sie das Koboldartige Wesen entdeckt.
    Ich bin Hoopa, ein Legendäres Pokémon!“, berichtigt Hoopa sie.
    Also eigentlich bist du ein mysteriöses Pokémon.“, meint Kazun.
    Legendär!“ knurrt Hoopa und setzt einen würdevollen Blick auf.
    „Du bist mysteriös.“, schaltet sich nun auch Mauzi ein. Ein goldener Ring schießt an mir vorbei und in Sekundenschnelle ist das Katzenpokémon wie vom Erdboden verschluckt.
    Was machst du da!“, kreische ich und sehe Hoopa wütend an. „Bring Mauzi zurück!“.
    Na gut...“, Hoopa öffnet ein Portal und ein Mauzi fällt heraus, dann noch eines und noch eines.
    Was bei Arceus.“, sprachlos betrachte ich den wachsenden Haufen Katzenpokémon.
    Du sollst Mauzi zurückbringen!“, ruft Jessie. „
    Aber das sind doch alles Mauzies. Wochen soll ich wissen welches eures ist.“, unschuldig schleißt Hoopa das Portal wieder und betrachtet die strampelnden Pokémon.
    Bring sie bitte dahin zurück wo du sie her hast.“, bitte ich das Pokémon und versuche wieder ruhig zu werden.
    Wen denn?“, ist das sein ernst?
    Die Mauzies natürlich!“.
    Ach so.“, der Kobold öffnet wieder ein Portal und die Pokémon verschwinden darin. Ich kann nur hoffen, dass sie wirklich wieder da gelandet sind wo sie herkamen.
    Was ist?“, fragt James nun.
    Was, was ist?“,
    Mauzi?“, James sieht das Pokémon verwirrt an.
    Ach ja!“, ruft dieses, „Das hätte ich jetzt tatsächlich vergessen. Welches war es denn jetzt?“.
    Läuft auf zwei Beinen und kann sprechen. Hast du vor fünf Minuten weggeportet“, stöhne ich.
    Ach DAS! Ich wusste nicht das das eures ist. Ich dachte das gehört ZU euch und nicht nur EUCH.“. Wieder öffnet sich ein Portal und ein klitschnasses Mauzie fällt auf den Boden.
    „WAS FÄLLT DIR EIN!“, Mauzi rappelt sich auf und sieht das Geistpokémon wütend an.
    Ich bin ein Legendäres Pokémon.“, ist Hoopas einziger Kommentar.
    „Wer‘s glaubt...“, Mauzi wirft Hoopa noch einen bösen Blick zu, hält allerdings seine Klappe.
    Ich glaube es.“, meint der Kobold noch bevor es sich zu Kazun umdreht. „Und wohin soll jetzt die Reise noch einmal gehen?“, fragt es als wäre nichts gewesen.
    Hoenn, in die Safarizone“. Kazun steckt diesen USB Energie Finder oder was auch immer das ist zurück in seine Jackentasche und sieht Hoopa auffordernd an. Dieses grinst frech bevor es ein Portal öffnet und uns hindurchwinkt.
    Warte!“, rufe ich, bevor einer der anderen durch das Portal gehen kann.
    Was ist jetzt wieder los?“, erkundigt sich James.
    Wohin genau in die Safarizone?“, frage ich Kazun. Das grinsen auf Hoopas Gesicht verschwindet und es schließt beleidigt das Portal wieder.
    Am besten in der nähe des Bachlaufs im Nordosten der Safarizone.“. Hoopa öffnet Wortlos ein anderes Portal und fliegt hindurch. Ich werfe noch einen Blick in die Runde, bevor ich dem Geistpokémon folge.
    Ein warmer Luftzug fegt mir entgegen, als ich durch das Portal gehe. Im ersten Moment sehe ich nur blendendes weiß. Ich blinzle bis sich meine Augen daran gewöhnt haben.
    Wir stehen vor einer weiten Wiese die vollständig von Schnee bedeckt ist. Die hohen Grashalme sind von Raureif bedeckt und und von einer riesigen Felswand ragt ein gefrorener Wasserfall in die Tiefe. Das Gesamte Flussbett ist zugefroren und von einer dünnen Schneeschicht bedeckt. In der Ferne stehen ein paar vereinzelte Bäume die sich mit ihren Blättern unter dem Gewicht der Schneemassen biegen.
    Folgt mir“, weist uns Kazun an, der als letzter durch das Portal kommt. Er dreht sich von der Felswand weg und folgt dem zugefrorenen Fluss hinunter.
    Etwas weiter entfernt entdecke ich einige Gestalten. Sie sind in schwarze Umhänge gehüllt und haben ihre Kaputzen tief ins Gesicht gezogen. Ein Fennexis hat seie Fackel in die Mitte der Gruppe gesteckt. Das Feuer scheint den Schnee zu schmelzen. Daneben kriecht ein Markago über den Boden und erweitert den Kreis mit seinen Feuerattacken.
    In dem Kreis steht eine Kiste in der sich scheinbar Pokébälle befinden. Von weitem sehen sie zwar normal aus, aber Bein näher kommen entdecke ich, dass die Bälle scheinbar fast durchsichtig sind und die Pokémon in den Bällen sichtbar werden.
    Ein junger Mann mit blonden Haaren neben dem ein nicht besonders freundlich aussehendes Ibitak sitzt bemerkt uns als erstes.
    Guten Tag Kazun. Wie ich sehe hast du das Eisherz gefunden“, sagt er mit einem wenig interessierten Tonfall „Wie heißt du?“, fragt er mich nun.
    Mein Name ist Marry und mein Legendäres Pokémon ist Hoopa.“, stelle ich mich vor.
    Ihr,“, er lässt seinen Blick über meine drei Begleiter schweifen, „wollt uns also helfen. Im Gegenzug erzähle ich dir selbstverständlich auch etwas über das Eisherzen Phänomen.“.
    Was genau macht ihr da?“, fragt Jessie und deutet mit einer Hand auf die Pokébälle.
    Alles zu seiner Zeit.“, der Mann nimmt einen der Pokébälle aus der Kiste und betrachtet den Inhalt gelangweilt. „Aber zuerst möchte ich euch mitteilen, was ihr für uns machen sollt.“. Mir gefällt das ganze nicht besonders. Der Typ behandelt uns als wären wir dahergelaufene Rüpel und nicht Team Rocket, dass sich freundlicherweise dazu bereiterklärt hat diesen Pappnasen etwas auszuhelfen.
    Ich höre nicht weiter zu und beobachte die anderen anwesenden. Alle haben ein seltsames blau/rotes O oder so ähnlich auf ihren Umhängen. Es sieht aus wie zwei halbe, geradegebogene S und bildet eben dieses O. Ich frage mich wie diese geheimnisvolle Organisation heißt.

    54
    4. Special Kapitel

    Laras Sicht

    7 Jahre zuvor...
    Ich laufe gemütlich einen kleinen Pfad entlang durch den Wald bei der Geolinkhöhle. Die Sonne wird von ein paar flauschigen Wolken bedeckt und ein kühler Wind lässt die bunten Herbstblätter der Bäume rauschen. Neben dem Weg wächst hohes Gras, mein Vater hat mir verboten hineinzugehen ohne ein Pokémon. Die Wesen die dort leben fühlen sich nämlich gestört, wenn jemand das Gras betritt und können denjenigen angreifen und verletzten wenn er kein Pokémon zu Verteidigung dabeihat.
    Eine wunderschöne bunte Blume wiegt sanft im Wind. Ich knie mich daneben auf den staubigen Pfad. Kleine Steinchen drücken unangenehm in meine Knie, doch ich habe nur Augen für die schöne Blume. Ich strecke meine Hand aus zum berühre ein Blütenblatt.
    Hey!“, mit einem empörten quieken schießt die Blume nach oben und feuert mir einen Feenhauch entgegen. Erschrocken falle ich nach hintern. Kleine Steine bohren sich in meine Handflächen als ich überrascht dem Flabebe nachschaue, welches zwischen den Baumwipfeln verschwindet. Ich habe doch nichts schlimmes gemacht oder?
    Schnell stehe ich wieder auf und klopfe den Dreck von meinem Kleid.
    Luuuu“, erschrocken bleibe ich stehen als ich den Ruf höre. „Riooo“, da ist es wieder! Ich drehe mich im Kreis um herauszufinden, von wo das Geräusch kam. „LUU!“, der schmerzerfüllte Schrei lässt mich zusammenzucken. Ich überlege wegzurennen, doch dann schüttle ich schnell den Kopf um den Gedanken loszuwerden. Das kam aus einem Seiteneingang der Höhlen.
    Ich eile dem Wimmern entgegen und bleibe vor einem großen, düsteren Loch stehen. „Knarrrr“, das knurren lässt mich zurückweichen. Das klang nicht wie das Pokémon von eben. Ich will dort nicht rein! Es ist dunkel und düster und unheimlich.
    Ein weiterer Schrei kommt aus der Höhle. Erschrocken starre ich in das finster des Tunnels. Ich muss wissen was das ist.
    Ich balle meine Hände zu Fäusten und renne los. Kalte, graue Steinwände fliegen an mir vorbei. Meine Schritte hallen laut von den Wänden wieder als ich durch eine Pfütze renne. Immer, immer weiter hinein. Wo ist das Pokémon?
    Keuchend werde ich langsamer bis ich stehen bleibe. Zitternd sehe ich mich um. Es ist so dunkel... Ich drehe mich wieder zum Ausgang. Nur ein schwaches Licht in der Ferne beweist, dass er da ist.
    Riooo“, der Ruf lässt mich erstarren. Langsam drehe ich mich wieder zu der kalten Höhle.
    Ich werde das Pokémon finden, denke ich und atme tief durch, bevor ich weiterlaufe. Angst keimt in mir, als ich immer weiter in die Höhle laufe. Ein schwerer druck lastet auf mir, der mir fast den Atem raubt.
    Ich habe keine Angst“, flüstere ich leise. Eine glatte Lüge, doch ich versuche mir Mut zu machen.
    „LUCARIO“, der Schrei des Pokémon lässt mich zusammenzucken. Ein Schmerzerfülltes jaulen hallt durch den dunklen Gang. Meine Fingernägel bohren sich in meine Handflächen. Ich werde nicht weglaufen. Weiter und weiter folge ich dem kreischen hinein in die Finsternis. Laut hallen meine Schritte von den Wänden wieder. Vor mir wird der Gang größer.
    Platsch. Etwas warmes läuft mein nacktes Bein hinab. Ich bleibe stehen und fahre zitternd mit meinen Fingern über meine Haut. Die warme Flüssigkeit bleibt an meiner Hand kleben. Mir stockt der Atem, als die dunkelrote Masse mit einem leisen Geräusch wieder auf den Boden tropft. Was...
    Raaaack!“, ich wirble zu dem Schrei herum. Gedämmtes Licht fällt auf die drei Pokémon in der Mitte des riesigen Raumes. Mein Herz hämmert unendlich laut gegen meine Brust. Staub brennt in meinen weit aufgerissenen Augen. Meine Knie zittern wie verrückt. Mein Arm sinkt langsam nach unten als ich diese Szenerie sehe. Nein. Ich will weg, davonlaufen. Das kann ich wahr sein, dass... Meine Beine geben unter mir nach und ich schlage dumpf auf den harten Steinboden auf. „Knakrack“, das Pokémon dreht sich langsam zu mir um. Blut glänzt auf den Klingen. Platsch, platsch tropft die dunkelrote Flüssigkeit langsam auf den rot schimmernden Boden.
    Das Lucario starrt mich mit weit aufgerissenen Augen an. Keuchend und bebend steht es da vor einer kleinen Gestalt. Zusammengekauert sitzt sie vor dem Felsen, kann den Blick nicht abwenden, so wie ich.
    Ich nehme es kaum war, was gerade geschieht, was ich sehe. Das Kampfpokémon öffnet sein Maul zu einem Schrei, doch dieser entweicht nur durch einen Hauch, doch spürte ich es. Die Angst, die Verzweiflung, die Trauer und diesen einen, stummen Funken Hoffnung in seinen trüben, leblosen Augen.
    Was danach passierte, weiß ich nicht mehr so genau. Doch erst als ich mit Tränen in den Augen vor der Höhle kniete wurde mir klar, das ist Wirklichkeit.
    Eine leichte Bewegung in meinen Armen erweckte meine Aufmerksamkeit.
    Alles wird gut.“, flüsterte ich mit Tränen erstickender Stimme. „Alles wird gut Riolu, ich werde dich Beschützen, das verspreche ich dir.“.

    55
    4. Nebenkapitel

    Du irrst dich“, erwiderte die Gestalt leise, „Ich kann sie sehr wohl kontrollieren.“. Ocean verengte die Augen zu Schlitzen.
    Werd nicht frech. Du kannst es nicht!“, ein überlegenes lächeln schlich sich auf die Lippen der blauhaarigen „Du kannst es nicht Lugia. Du bist zu schwach, zu unfähig um auch nur einen einzigen zu retten.“. Wut flammte in den Augen der anderen auf.
    DU!“, brüllte sie wollte auf Ocean zu rennen. Sie wollte dieser abscheulichen Person die Augen auskratzen und dann in den Erdboden stampfen, doch jemand packte sie am Arm und zog sie zurück.
    Genau das will sie“, zischte Zyan ihr ins Ohr.
    Ja genau, hör auf deinen Freund.“, stichelte die blauhaarige.
    Nein, diesmal würde es anders werden. Nika ballte die Hand zur Faust, kleine Funken schwebten um sie und brannten das Bild einer weißen Feder auf ihren Handrücken.
    Nika lass das!“, fuhr der Junge sie an, doch sie dachte nicht eine Sekunde daran.
    Die Feder begann in einem weißen Licht zu glühen und ein kalter Wind fegte Schnee und Blätter über die Lichtung wie ein Wirbel. Sie streckte die Hand in den Himmel, die nun komplett in weißem Licht strahlte.
    Lugia, höre meinen Ruf.“. Ein lauter Schrei hallte über den Himmel und ein riesiger Schatten legte sich über die Gestalten. Die Schwingen des Legendären Pokémon erzeugten einen Sturmwind der unbarmherzig über sie hinwegfegte, doch das Mädchen blieb unbewegt stehen als Lugia hinter ihr landete.

    Ocean wich beim Anblick des Legendären einen Schritt zurück und biss die Zähne zusammen. Damit würde sie nicht durchkommen... Die Frau hob ebenfalls die Hand, blaue und rote Funken brannten ein X in ihre Handfläche. Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern: „Xerneas, höre meinen Ruf“. Ein magentafarbenes Licht umspielte ihre Hand, als neben ihr aus den Funken das Legendäre Pokémon trat. „Dieses Spiel spielst du nicht allein Lu-gi-a“, flüsterte sie. Reiner Hass flammte in ihren Augen auf als sie die beiden Eisherzen anstarrte.
    Plötzlich erhob sich um sie herum ein weiterer Wirbel aus Schnee und Eis. Eissplitter und Blätter hüllten sie ein als ein weiteres Legendäres Pokémon aus dem Himmel zu ihnen herabstieß. Die goldenen Federn schimmerten in allen Farben des Regenbogens als Ho-Oh aus den Wolken brach.

    Zyan hoffte, dass es die richtige Entscheidung gewesen war. Die goldene Feder auf seinem Handrücken brannte als sein Legendärer Partner die Feurigen Schwingen über ihnen ausbreitete. Er konnte nur ahnen, was Nika vorhatte, doch eines war klar, es konnte mächtig schief gehen.
    Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf den wirbelnden Schnee. Angestrengt suchte er nach losen Gegenständen, doch hier war nur Schnee und Eis.
    Wenn Nika ihre Fähigkeit wirklich endlich beherrschen konnte und sie es schaffte, Xerneas in einen Kampf mit Lugia zu verwickeln, hatten sie eine reelle Chance gegen Ocean, doch sie war keineswegs zu unterschätzen, immerhin war sie eine Sky, die Tochter des Anführers dieser grauenhaften Organisation.

    Nika richtete ihren Blick auf Xerneas. Die Lichtung war groß genug um einen Kampf mit Legendären Pokémon zu bestreiten.
    Sie holte tief Luft und konzentrierte ihre Gefühle auf einen Punkt, ihr Herz. Ein eisiger Schauer überlief sie, als ihr Körper im frostigen Wind verflog und als sie die Augen wieder öffnete spürte sie eine andere Kraft in sich.
    Die Flügel von Lugia gefroren zu Eis, und Frost bildete sich auf den tiefblauen Stacheln des Pokémon.

    Die blauhaarige ballte die Hände zur Fäußten. Dieses Mädchen war doch in der Lage einen Bund einzugehen.
    Doch nicht nur du, dachte Ocean. Sie war ebenfalls dazu in der Lage. Langsam verflog ihre Gestalt im eisigen Wind um Xerneas. Die Kristalle gefroren zu Eis und Frost kroch die Hufe des Pokémon hinauf, als die blauhaarige den Bund mit dem Legendären Pokémon schloss.

    Zyan rannte unterdessen zum Rand der Lichtung. Währenddessen rief er sein Notuska aus dem Pokéball um die umstehenden Rübel fernzuhalten. Mit seinen Telekinetischen Kräften konnte er vielleicht den Schnee und das Eis kontrollieren, doch zwei Legendäre Pokémon in ihrer Eisform mit Gedankenkraft zu stoppen lag über dem Bereich des möglichen.
    Lugia breitete seine riesigen Flügel aus und stieg mit einem Kampfschrei in den Himmel. Xerneas hob sein vereistes Geweih, eine schimmernde Mondgewalt stieß den Himmel empor.
    Plötzlich schoss ein roter Blitz an ihnen vorbei. Krallen scharten über Eis und ein tiefes knurren drang aus der Kehle des Pokémon.
    Oh nein... Sekunden später tauchten die Gestalten zweier weiterer Pokémon auf und gesellten sich mit übernatürlicher Eleganz zu dem ersten.
    Entei, Raikou und Suicune, das konnte nur eines bedeuten.
    Lugia und Xerneas hielten inne, als sie die drei entdeckten. Eisiger Nebel umhüllte Xerneas, als es in seine Normalform zurückkehrte.
    Das ist Pech Ocean.“, flüsterte Zyan, das die blauhaarige es unmöglich gehört haben konnte, doch er wusste, dass die Frau ihn sehr wohl gehört hatte, denn in ihrem Blick flammte Wut auf.
    Heute habt ihr vielleicht gewonnen.“ zischte sie, „Aber weder fair noch richtig.“. Mit diesen Worten wirbelte sie herum und verschwand mit den Rüpeln im Wald.
    Diese Problem war erstmal gelöst, doch nun hatten die beiden wohl ein weitaus größeres.
    Die Raubkatzen drehten sich anmutig zu den drei Gestalten die nun auf die Lichtung traten. Eine Frau mit eisigem Blick und schneeweißen Haaren, ein Mann mit flammend roten Haaren und eine kleine Gestalt, man könnte meinen, sie wäre gerade sechzehn oder siebzehn. Athalia Zenaku.

    56
    48. Kapitel

    Hae Soos Sicht
    Langsam bricht der Morgen an. Die Dämmerung ist die schönste Zeit des Tages. Es heißt, das zu dieser Zeit die Tore zu anderen Welten offen stehen. Ob das wohl stimmt?
    Nach der Begegnung mit den seltsamen Mädchen und ihrem Pikachu bin ich noch eine weile an Deck geblieben und habe die Wellen beobachtet. Diese unendlichen weiten des Meeres sind geradezu unglaublich. Dieses Gefühl, weit weg von allem zu sein.
    Ich bin erst recht spät schlafen gegangen und dafür viel zu früh wach. Erst in zwei Stunden gibt es Frühstück.
    Diese Zeit nutze ich, um ein Buch zu lesen und nebenher auch die Gedanken der Meeres Pokémon.
    Etwas seltsames geschieht dort unten und überall in der Region. Nicht die seltsame Art von Eis und Schnee. Nein, etwas seltsam seltsames. Etwas, dass eng mit dem Eis in Verbindung steht. Ich wende mich vom Fenster ab und lasse mich auf das Bett zurücksinken.
    Diese Legende. Das Mädchen von gestern hat etwas darüber gewusst. Grübelnd starre ich an die andere Wand, bis es endlich Zeit wird.
    Ich verlasse das Zimmer und laufe einen langen Flur entlang. Lampen an der Decke lassen die grauen Bodenplatten gelblich glänzen. Der Speiseraum ist nicht gerade spektakulär. Er ähnelt einer Kantine. Der Boden ist aus denselben Platten wie der Flur. Graue, viereckige Tische und hellgraue Stühle reihen sich an sechs großen Fenstern. Auf der anderen Seite ist ein langer Tisch mit verschiedenen Brötchen, Belag, Joghurt und Müsli. Ganz am Ende steht ein Wasserspender und verschiedene andere Getränke.
    Ich entscheide mich für einen Joghurt mit noch leicht gefrorenen Himmih und Morbbeeren. Dazu einen warmen Tee und der Tag kann beginnen.
    Der Raum ist bis auf drei Personen Menschenleer. Ein seltsames Schweigen liegt über den Gästen. Wie man es kennt, wenn man fast allein und ohne Gesprächspartner beim Frühstück an einem fremden Ort sitzt.
    Ich lasse mir Zeit, bis die Durchsage kommt: „Sehr geehrte Gäste. In einer Stunde erreichen wir den Hafen von Blütenburg City. Aus Sicherheitsgründen können wir leider nicht in Gaphitport City anlegen. Ich wünsche ihnen noch eine angenehme Reise.“.
    Schon so spät? Ich stelle mein Tablett auf den Wagen und laufen den Flur zurück in mein Zimmer. Dort setzte ich mich aufs Bett und konzentriere mich. Ich lasse die verschiedenen Gedanken an mir vorbeiziehen, konzentriert auf eine bestimmte Person.
    Blau? Frage ich in Gedanken.
    Was ist? Fragt er sichtlich unbegeistert zurück.
    Wo bist du? ...
    Ich räume mein Zeug zusammen. Das solltest du auch tun Hae, wenn du’s noch nicht gemacht hast. Scheinbar hat Blau schlechte Laune.
    Wir sehen uns an der Anlegestelle? ...
    Von mir aus. Ich breche den Gedankenkontakt ab.
    Es ist fast wie ein Telefongespräch, überlege ich, während ich meine wenigen Reisesachen zusammensuche und die Blütennadel in meine Haare stecke.
    Nachdem das Schiff angelegt hat, laufe ich den Steg entlang zu der kleinen Hütte. Viele Menschen sind hier unterwegs. Viele kommen von der Straße nach Blütenburg City. Nur wenige machen sich auf den Weg ins Landesinnere oder Fliegen in eine andere Stadt.
    Viele wollen die Region unter diesen Umständen verlassen.
    Und, was willst du jetzt tun?“, fragt eine Stimme hinter mir. Ich drehe mich zu dem Jungen um und überlege kurz.
    Ich würde vorschlagen, nach Seegasulb City zu gehen, Dort gibt es eine riesige Bibliotek. Vielleicht findest du dort was du scheinbar in anderen Regionen nicht findest“, schlägt er vor. Es ist eindeutig zu hören, dass er immer noch der Meinung ist, dass es sich lediglich um eine Legende handelt. Warum er mitgekommen ist weiß ich ehrlich gesagt nicht.
    Gute Idee.“, gebe ich zurück und rufe mein Altaria.
    Was kann ich für dich tun?“, fragt es und legt den Kopf schief.
    Wir wollen nach Seegrasulb City. Du weiß doch sicherlich wo das ist.“.
    Selbstverständlich. Wenn ich nicht mehr weiß wo meine Heimatstadt ist, was dann?“, fragt es kichernd.
    Blau ruft ebenfalls sein Glurak und wir machen uns auf den Weg zu der Stadt am Meer.

    57
    43. Kapitel

    Milas Sicht

    Müde kneife ich die Augen vor den ersten Sonnenstrahlen zusammen. Wieder und wieder spuken die Ereignisse der letzten Tage durch meine Gedanken.
    Wir haben im Pokémon Center Baumhausen City übernachtet und wollen heute auf die Suche nach Satus Freunden gehen. Das Pokémon Center hängt im Westen der Stadt zwischen den untersten Zweigen eines riesigen Trisubbeeren Baumes.
    Aus hellem Holz ist ein großer Kreis mit mehreren Stützen um den Baum gebaut worden. Rote Dachziegel die bereits von Moos überwachsen und von Zweigen verhangen sind, bedecken das kleine Holzhäuschen. Ein eineinhalb Meter breiter Weg, auf dem kleine Bänke aus Holz stehen, führt um das Gebäude herum zu einer der vielen verbindungs-Plattformen. Kletterpflanzen ranken sich um die Geländer und Stützpfeiler. Eine kleine Wendeltreppe führt vom Boden fünf Meter hinauf zu dem gemütlichen Pokémon Center.
    Ich war überrascht, als ich es betreten habe. Die Wände haben die typische, weiße Optik eines normalen Pokémon Centers und ein Tresen trennt den Raum in zwei Hälften. Es sieht aus wie ein normales, rundes Center mit einem Baumstamm in der Mitte.
    Allerdings war es nichts für Menschen mit höhenansgt, denn der Boden besteht vollständig aus dickem Glas. Ich frage mich, wer das alles jeden Tag sauber macht. Muss ja eine ganz schöne Drecksarbeit sein den Schlamm und was die Trainer sonst noch hier reinschleifen zu entfernen.
    Eine Leiter führt den Baumstamm hinauf durch einen Glastunnel, der fast vollständig von außen zugewachsen ist. Schließlich kommt man zu einem kleinen Raum aus Holz, von dem vier Gänge abzweigen. Zwei zu den Unterkünften für Trainer, einer zum Café und Frühstücksbereich und eine Hängebrücke die zu einer weiteren verbindungs-Plattform führt. Die Zimmer sind nicht besonders groß und enthalten nur ein Bett in der Ecke des viereckigen Raumes aus Holz, einen kleinen Tisch mit einem Stuhl daneben und einen Schrank. Auf der gegenüberliegenden Seite zudem ein bodentiefes Fenster, dass auf einen mini-Balkon führt.
    Ich setze mich auf die Bettkante und denke darüber nach, was heute noch alles auf uns zukommen wird. Da macht sich mein Magen mit einem grummeln bemerkbar, ich sollte vielleicht Frühstücken gehen. Ich ziehe mich schnell um und werfe meine sechs Pokébälle in meine Tasche, bevor ich in den dunklen Flur hinaustrete. Vorbei den den beiden, kleinen Gemeinschaftsbädern biege ich in den Café Bereich ein.
    Er ist wirklich schön gestaltet. Sechs kleine Tische mit Holzbänken stehen links und rechts an den Wänden. Durch eine Glaswand am Ende des Raumes dringt schwaches Sonnenlicht. Eisblumen haben sich auf dem Fenster gebildet und glitzern wie Diamanten. Es ist angenehm warm, zumindest für mich. In dem Raum befindet sich niemand, außer ein fröhlich pfeifendes Chaneira, dass an der kleinen Teke in der Ecke ein paar belegte Brötchen neben einem Himmibeerenkuchen in die Vitrine schiebt.
    Guten Morgen!“, begrüßt es mich fröhlich und lacht mich an.
    Hallo.“, das Lachen zaubert mir ein lächeln auf Gesicht und für einen Moment vergesse ich die ganzen Sorgen und Gedanken. Ich laufe leise zu der Glaswand und und wische mit der Hand die Sicht frei. Was sich mir bietet ist wirklich atemberaubend schön. Die gesamte Stadt liegt unter einer Schicht aus Schnee und Eis.
    Wow“, hauche ich als die rote Morgensonne den Schnee zum glitzern bringt. Kleine Eiszapfen hängen an den Bäumen und Dächern und die Blätter wirken unter dem Raureif wie funkelnde Weihnachtszierde. „Das ist alles über Nacht passiert.“, flüstere ich.
    Wunderschön oder?“, das Chaneira kommt zu mir und wischt sich ebenfalls sie Sicht frei. „Wüsste ich nicht, dass es Sommer ist, würde ich glatt in Weihnachtsstimmung verfallen“, kichert es. „Ach ja! Hier für dich.“, das Pokémon reicht mir eine Tasse dampfende Schokolade. Erfreut nehme ich diese entgegen und sehe wieder hinaus.
    Du hat recht, es könnte wirklich Weihnachten sein.“.
    Guten Morgen!“, begrüßt mich eine andere Stimme. Ich drehe mich um und entdecke Satus der gerade hereinkommt. So wie er aussieht, hat er nicht sonderlich viel geschlafen.

    Staus Sicht

    Nachdem Mila und ich uns an einen Tisch gesetzt haben, hätte ich auch direkt wieder einschlafen können. Die halbe Nacht habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wo wir noch suchen könnten wenn wir meine beiden Freunde nicht hier finden. Und dann wo wir suchen sollten und ob sie nicht doch in Seegrasulb City sind.
    Mila dreht an einem kleinen Kasten herum der ein knisterndes Geräusch von sich gibt, bevor eine weibliche Stimme aus dem Lautsprecher flötet.
    Einen wunderschönen guten Morgen, willkommen zu den Morgennachrichten!“.
    Wer wohl auf die Idee gekommen ist, schlechte Nachrichten bereits Morgens um sieben Uhr zu verkünden? Neben weiteren Berichten über das Eis und die Winterlichen Begebenheiten die nun auch Baumhausen City und Malvenfroh erreicht haben, kommt noch ein kurzer Bericht über eine verschwundene Performerin und eine Warnung vor Reisen in und aus der Region wegen den aufgewühlten Pokémon und dem schlechten Wetter. Von all dem ahnt man nichts, wenn man auf die faszinierende Winterlandschaft im früh morgendlichen Sonnenschein hinausblickt.
    Schritte künden von weiteren Trainern die gerade in die Caféteria kommen. Es sind drei Trainerinnen die sich leise unterhaltend um den Tisch hinter uns setzen.
    „... und du musst sie einfach Zeichnen?“,
    „ja, das ist wirklich verrückt oder?“.
    „Ich würde gerne wissen...“.
    Hallo?“, Mila wedelt mit einer Hand vor mir herum. „Man belauscht nicht die Gespräche fremder Leute.“; sie verschränkt die Arme aber an ihrem Grinsen erkenne ich, dass sie es nicht wirklich ernst meint. Ich verdrehe die Augen.
    Was hast du gesagt?“.
    Ich habe noch einmal über diese Fähigkeiten Sache nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass man die doch irgendwie auslösen können muss.“, teilt sie mir mit.
    Auslösen?“,
    Ja, auslösen. Ich will ausprobieren, ob ich noch einmal durch etwas die Zukunft sehen kann und was auch immer du da mit dem Schnee und den Eiszapfen gemacht hast, du kannst das bestimmt auch noch einmal wiederholen.“, verkündet sie.
    Ich weiß nicht“, überlege ich und schüttle den Kopf. „Was auch immer dieses Eisherzen Ding ist, vielleicht lag es ja auch daran, dass du ein Psycho Pokémon in deinem Team hat und das mit dem Eis, könnte auch durch das Legendäre Pokémon passiert sein.“.
    Aber es könnte durchaus sein, dass es doch was damit zutun hat.“, beharrt Mila auf ihrer Theorie.
    Jetzt aber ein anderes Thema, wo sollen wir mit der Suche anfangen?“, frage ich nun. Mila zuckt ratlos die Schultern,
    Ich würde mich einfach durchfragen, ob hier zwei Trainer aus Moosbach City waren“.
    Was anderes bleibt und wohl kaum übrig.“, stimme ich zu.

    Milas Sicht

    Nach dem Frühstück gehen wir zurück in zu dem Zimmern. Ich packe mein restliches Zeug zusammen, was meine Tasche, Bälle und eine Tüte Beeren beinhaltet die ich von dem netten Chaneira für 50P$ bekommen habe. Ich öffne die Tür zu dem kleinen Balkon und werfe einen Blick hinaus. Angenehm warm weht mir der eisige Wind durch die Haare. Da klopft etwas leise an meine Zimmertür.
    Hallo? Jemand da?“, fragt eine Stimme. Ich schließe schnell das Fenster und gehe zu Tür. Davor steht ein Mädchen mit wilden, braunroten Haaren dir mir freundlich entgegen lächelt. „Hallo, ich habe dich vorher beim Frühstück gesehen und... ich muss dringend mit dir reden. Es ist sehr wichtig und ich will wissen ob dir das etwas sagt. Komm!“, verwirrt sehe ich ihr nach, als sie bereits den Gang hinunterläuft.
    Na was soll’s. Ich nehme meine Tasche und die Beeren und folge ihr schnell.

    Satus Sicht

    In Gedanken versunken starre ich aus dem Fenster und lasse mir noch einmal durch den Kopf gehen, was diese seltsame Frau in Seegrasulb gesagt hat. Es existiert eine Legende zu einem vierten Legendären Pokémon in Hoenn.
    Eine Möglichkeit für alles Mögliche. Ich habe das Gefühl, hinter diesen Worten steckt mehr als es im ersten Moment den Anschein hat.
    Hallo?“, jemand klopft gegen meine Tür. Verwundert mache ich auf und stehe einem Mädchen mit dunkelblonden Haaren und komplett roter Kleidung gegenüber.
    Was kann ich für dich tun?“, frage ich sie.
    Ich äh, kannst du kurz mitkommen? Es ist wichtig.“, sagt sie unsicher.
    Ja klar.“, erwiderte ich schnell und schnappe mir meine Sachen bevor ich ihr folge. „Worum geht es denn?“, frage ich sie.
    Das kann ich dir hier nicht sagen, wir treffen uns draußen auf der Plattform.
    Wir?“,
    Ja“. Mehr sagt sie nicht.
    Wir laufen über die Hängebrücke, die inzwischen schneefrei ist zu der verbindungs-Plattform, vorbei an vier Trainer von denen zwei sehr verwirrt scheinen, während zwei andere sich ansehen, als hätten sie gerade eine Auszeichnung zur besten Trainerin bekommen. Irgendwoher kommen sie mir bekannt vor, aber woher? Über eine kleine Treppe gelangen wir auf eine etwas kleinere und leere Plattform. Vollkommen leer ist sie nicht. Dort stehen die anderen zwei Trainer die ich beim Frühstück gesehen habe, gemeinsam mit Mila, die mich verwirrt ansieht. Ich zucke die Schultern, um ihr klarzumachen, dass ich genau so wenig eine Ahnung habe was los ist wie sie.
    Also, warum sollten wir hier herkommen und wer seid ihr überhaupt?“, fragt Mila direkt.
    Ich bin Tayfun und das sind Lilly, meine Freundin und Daisy, wir haben uns erst gestern getroffen“. Tayfun deutet auf ein blondes Mädchen und danach auf die, die mich hier hergeführt hat.
    Nehmt es uns nicht übel, aber wir haben teilweise mitbekommen, über was ihr beim Frühstück geredet habt.“, entschuldigt sich diese Lilly. Ich nicke wortlos.
    Und?“, fragt Mila.
    Euch sagt das Wort Eisherz etwas?“, fragt Daisy. Nun wird es interessant, was haben sie mit diesen Eisherzen zu tun? Vielleicht...
    Ja, das sagt uns etwas, aber was habt ihr damit zu tun?“, frage ich.
    Nun, wir sind Eisherzen.“. Überrascht sieht Mila auf. Ich bin nicht so überrascht, aber es zu hören ist dennoch unerwartet. „Ihr auch, nicht?“, fährt Tayfun fort. Ich nicke langsam,
    ja das sind wir.“.

    58
    44.Kapitel

    Tayfuns Sicht

    Das ist wirklich irre und du musst sie einfach Zeichnen?“, frage ich Daisy nun zum gefühlt tausendsten Mal.
    Ja, das ist wirklich verrückt oder?“. Gibt sie zurück. „Ich würde gerne wissen was es damit auf sich hat. Wolltest du mir das nicht erklären?“.
    Ja wollte sie, aber nicht hier.“, meint Lilly und deutet mit einem Nicken auf dir zwei Trainer hinter uns. Während Lilly und Daisy sich weiter austauschen, lehne ich mich zurück und sehe mich um.
    „... Ich will ausprobieren, ob ich noch einmal durch etwas in die Zukunft sehen kann und was auch immer du da mit dem Schnee und den Eiszapfen gemacht hast, du kannst das bestimmt auch noch einmal wiederholen.“, meint die Trainerin hinter mir gerade. Interessiert lehne ich den Kopf weiter zurück. Über was reden die da?
    Ich weiß nicht“, meint der Junge unsicher. „Was auch immer dieses Eisherzen Ding ist, vielleicht lag es ja...“, ich fahre hoch und schmeiße dabei fast meine Tasse um. Eisherzen?
    Alles in Ordnung Tayfun?“, fragt mich Lilly. Ich beuge mich über den Tisch und senke die Stimme.
    Diese beinen Leute hinter uns, haben gerade über Eisherzen und in die Zukunft sehen und so geredet!“.
    Wirklich?“, nun habe ich die Aufmerksamkeit der beiden voll und ganz.
    Ja! Ich muss unbedingt mit ihnen reden.“, verkünde ich.
    Ist das nicht etwas vorschnell?“, fragt Daisy unsicher.
    Ach was. Hey...“, ich drehe mich zu den beiden um, doch sie laufen gerade zur Tür.
    Das ist Pech“, witzelt Lilly.
    Nicht witzig. Daisy, kannst du diesen Jungen nachher auf diese eine Plattform bringen auf der wir gestern noch waren?“, frage ich und bin schon aufgesprungen, bevor eine der beiden noch etwas sagen konnte.
    Tayfun ich finde das wirklich...“, was Lilly findet bekomme ich allerdings nicht mehr mit. Ich flitze den Gang entlang der rothaarigen Trainerin hinterher. Vor ihrem Zimmer bleibe ich stehen und hebe die Hand zum klopfen. Aber ist das wirklich richtig? Ober habe ich mich vielleicht doch verhört? Schießt es mir durch den Kopf. Ach was! Wenn sie nichts damit zutun haben, werden sie es uns schon sagen beschließe ich und klopfe an die Zimmertür.
    Hallo? Jemand da?“, frage ich vorsichtig. Nach wenigen Sekunden wird die Tür vor meiner Nase geöffnet. Vor mir steht das rothaarige Mädchen. Sie hat warme, gelbe Augen und trägt ein weißes T-Shirt, noch ein Indiz dafür, dass sie ein Eisherz sein muss. Allen anderen wäre das viel zu kalt, außer sie hatte nichts anderes dabei, aber das verdränge ich direkt wieder.
    Hallo, ich habe dich vorher beim Frühstück gesehen und... ich muss dringend mit dir reden. Es ist sehr wichtig und ich will wissen ob dir das etwas sagt. Komm!“, schnell drehe ich mich um und laufe den Gang wieder hinunter. Ungeachtet dessen, dass ich sie mit dieser Information in der Tür stehen lassen habe, mache ich mich auf den Weg zu der Plattform. Schnelle Schritte hinter mir verraten mir, dass sie Trainerin mir folgt. Ich habe sie nicht mal nach ihrem Namen gefragt, das sollte ich dringend noch machen.

    Daisys Sicht

    Nachdem Tayfun einfach aufgesprungen ist, sehe ich ihr erstmal ratlos hinterher.
    Na mach schon, sonst findest du diesen Typen nicht mehr!;“ scherzt Lilly. Ich werfe ihr einen unsicheren Blick zu und stehe langsam auf, dann jedoch beschleunige ich meine Schritte und stehe kurz danach vor einer Zimmertür.
    Hallo?“, rufe ich vorsichtig und klopfe gegen die Tür. Arceus, was hat Tayfun sich nur dabei gedacht?
    Ein Junge mit stacheligen, blonden Haaren und strahlend blauen Augen öffnet mir und sieht mich verwundert an. Ich sage ihm schnell, was Tayfun mir gesagt hat und laufe dann los.
    Über die breite Hängebrücke, an dessen Geländer lange, spitze Eiszapfen hängen laufe ich zu der großen verbindungs-Plattform. Hier stehen nur ein paar Trainer, die sich leise unterhalten. Bei genauerem hinsehen fällt mir auf, dass ich einen von ihnen kenne. Der Junge mit dem blauen Schal hat doch an der Kalos Liga im vorletzten Jahr teilgenommen und dieser andere auch! Der Kampf war wirklich spannend erinnere ich mich. Was die wohl hier zu suchen haben?
    Über eine Treppe aus Holz gelangen wir auf eine etwas kleinere Plattform. Sie ist vollständig von Kletterpflanzen umgeben und eine kleine Bank ist außen an der runden Plattform befestigt. Tief hängende Zweige die von weißem Schnee bedeckt sind, versperren die Sicht auf die restliche Stadt und ein kleiner Steinkreis in dem noch die abgebrannten Zweige eines Feuers liegen, verleiht der Plattform ein recht gemütliches aussehen.
    Dort stehen bereits Tayfun und Lilly mit der anderen Trainerin. Sie sieht etwas verwirrt aus und wirft meiner „Begleitung“ einen fragenden Blick zu. Dieser zuck allerdings ratlos mit den Schultern. Bitte lieg richtig Tayfun.
    Also, warum sollten wir hier herkommen und wer seid ihr überhaupt?“, fragt die rothaarige nun.
    Ich bin Tayfun und das sind Lilly, meine Freundin und Daisy, wir haben uns erst gestern getroffen“. Tay zeigt erst auf Lilly und dann auf mich, bevor Lilly die Erklärung fortsetzt.
    Nehmt es uns nicht übel, aber wir haben teilweise mitbekommen, über was ihr beim Frühstück geredet habt.“, entschuldigt sich Lilly nun etwas kleinlaut. Wenig begeistert mustern uns die beiden.
    Und?“, fragt das Mädchen uns, nachdem wir nicht weiter fortfahren.
    Euch sagt das Wort Eisherz etwas?“, ich sehe sie fragend an und hoffe, dass die Drachentrainerin wirklich richtig lag. Ein interessierter Ausdruck schleicht sich auf das Gesicht des Jungen.
    Ja, das sagt uns etwas, aber was habt ihr damit zu tun?“,
    Nun, wir sind Eisherzen.“. Ich sehe in überraschte Gesichter. Damit haben sie nicht gerechnet. „Ihr auch, nicht?“, kommt Tayfun nun zum eigentlichen Thema.
    Ja das sind wir“, antwortet der Junge mit einem langsamen nicken.
    Was wisst ihr darüber?“, fragt sie gespannt.
    Nicht viel. Es besteht eine Bindung zu einem Legendären Pokémon vermuten wir. Das jedes Eisherz eine Bindung zu einem Legendären Pokémon hat.“, meint der Junge „Und das Eisherzen eine Gabe besitzen.“; fügt die rothaarige hinzu.
    Das wissen wir bereits.“, meint Tayfun enttäuscht.
    Ach, und es soll ein viertes Legendäres Pokémon in Hoenn geben, dass für das Eis verantwortlich sein soll oder so.“, meint der blonde Junge. Das Mädchen sieht ihn genauso überrascht an wie ich.
    Ein viertes Legendäres Pokémon?“ Der blonde nickt. „Warum hast du mir nichts davon erzählt Satus?“, beschwert sich nun die rothaarige.
    Ich habe es vergessen. So eine Frau hat es mir in Seegrasulb City erzählt.“.
    Ja, ich habe auch so was gehört“, murmelt Tayfun mehr zu sich als zu uns anderen.
    Wie meinst du das?“, frage ich.

    Tayfuns Sicht

    Erinnerungen an das seltsame Pokémon in Alola schleichen sich in meine Gedanken. Könnte es wirklich sein? Es fühlt sich an, als würde es damit zusammenhängen, aber mein Gefühl kann sich auch täuschen.
    Tayfun?“, fragt Lilly vorsichtig.
    Ach ja!“, schrecke ich aus meinen Gedanken hoch. „Es ist nur so ein Gefühl, aber ich hatte letztens einen sehr seltsamen Traum.“, das war kein Traum. Schnell verdränge ich diese unterbewusste Feststellung wieder. „Es sah aus wie ein Mewtwo mit Wasser Typ. Es hatte einen langen schmalen Kopf und blaue Schuppen. Seine Hände und Füße waren lange Krallen und es hatte einen Fischschwanz mit einer gelben Flosse. Eine seiner Krallen war abgerissen oder so ähnlich und es hatte zwei blaue Kreise auf der Schulter“, beschreibe ich das unheimliche Wesen.
    Hört sich tatsächlich wie eine Alptraumgestalt an“, sagt Lilly. Dieser Satus dagegen legt den Kopf schief und starrt in die Bäume.
    War es wirklich nur ein Traum?“, fragt er.
    Ich weiß es nicht“, antworte ich ehrlich.
    Wie ist euch eigentlich das mit der Gabe aufgefallen?“, frage ich nach um das Thema zu wechseln.
    Du hattest also doch recht!“, ruft Satus aus. „Deine Theorie mit den Fähigkeiten stimmt. Aber wieso entdecken wir sie gerade jetzt?“.
    durch Berührung. Dadurch, dass das Legendäre Pokémon uns berührt, muss diese Gabe erwachen.“; überlege ich.
    Klingt nicht unlogisch.“, Lilly läuft nachdenklich hin und her.
    Was ist eure Gabe?“, fragt Daisy die beiden interessiert.
    Mila behauptet, sie kann in die Zukunft sehen und ich kann irgendwas mit Wasser machen, ob da noch mehr ist weiß ich nicht“, Satus wirft Mila einen Blick zu, doch diese hat nichts hinzuzufügen.
    Ich kann mich für kurze Zeit in eine Zeichnung verwandeln die ich gemalt habe. Bisher habe ich es nur mit Pokémon-Zeichnungen gemacht, aber bestimmt geht das auch mit anderen Zeichnungen.“, erklärt Daisy.
    Ich weiß nicht was ich kann“, gebe ich zu.
    Das kommt bestimmt noch“, muntert mich Mila auf, doch ich bin mir nicht sicher. Alle wissen bereits ungefähr was sie können und ich habe noch keinen blassen Schimmer außer Rayquazas Andeutungen.
    Ach noch etwas. Das hier habe ich in Seegrassulb City gefangen“. Satus zieht einen Pokéball aus seiner Jackentasche und aktiviert den kleinen Ball. Mit einem roten Strahl erscheint ein Flamara. Es ist Pastell Lila und hat langes, weißes Brustfell.
    Ist das niedlich!“, kreischt Daisy schon fast und lässt sich auf die Knie fallen um das Pokémon genauer betrachten zu können.
    Ich bin Frosty“, stellt sich das Pokémon schüchtern vor.
    Du siehst seltsam aus, nicht wie ein normales Flamara“, meint Daisy.
    Ich weiß nicht warum, aber deshalb wollten mich so komische Typen fangen. Die waren echt gruselig.“, das kleine Pokémon erschaudert.
    Ja, diese seltsamen Typen denen wir begegnet sind!“, fällt der rothaarigen ein und beschreibt und kurz, was sie gesehen haben.

    Daisy Sicht

    Seltsame Typen? Ich betrachte das Flamara noch einmals und kann mich fast nicht zurückhalten durch das flauschige Fell zu wuscheln.
    Welchen Typ hast du?“ frage ich es.
    Eis“, ist die Antwort.
    Eis?“, es ist zwar nicht verwunderlich bei dem Fell und der leicht eisigen Aura um das Pokémon, aber sehr ungewöhnlich.
    Nika hatte auch ein Evoli mit dem Typ Eis!“, bemerkt der blonde Junge.
    Das heißt, dass Pokémon den Eistyp haben, die diesen normalerweise nicht haben sollten seit das Eis aufgetaucht ist“. Stellt Lilly ohne umschweife fest.
    Meinst du?“, fragt Mila, doch Lilly nickt bestimmt.
    Es ist ganz sicher so, wie soll das denn sonst zusammenhängen?“, fragt sie in die Runde. Darauf hat keiner eine Antwort. Ich denke kurz nach und komme schließlich zu einem Schluss.
    Hört mal her, ich habe da so eine Theorie.“ beginne ich, „Diese Menschen die die Eispokémon fangen wollen, von denen ihr geredet habt, die haben sicherlich auch etwas mit dem Eis zu tun. Es kommt mir komisch vor, dass sie einfach solche Pokémon fangen und wie ihr sie beschrieben habt, müssen sie etwas vorgehabt haben.“,
    meinst du die sind so ein Team wie Team Magma oder Aqua?“, fragt Tayfun zögernd. Ich nicke
    und das ist noch nicht alles. Ich glaube Eisherzen können sich spüren!“.
    Sie können was?“, Lilly sieht mich zweifelnd an.
    Ist euch das nicht aufgefallen? Dieses Gefühl, zusammenzugehören ohne sich zu kennen. Nur eine seltsame Verbundenheit über diese Kälte“, beschreibe ich, was mir bei Tayfun und auch bei den anderen beiden Eisherzen aufgefallen ist,
    Du hast recht.“, bekomme ich die Bestätigung von Mila.
    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen“, Satus nickt zustimmend.
    Ich glaube wir haben noch einiges zu bereden“, meint Tayfun, als plötzlich etwas klingelt.
    Sie sieht sich verwirrt um und kramt dann in ihrer Tasche.
    Hallo? ... Oh Professor Birk, was kann ich für sie tun? ... Ja ... Wer kommt? ... ... ... Alles klar, wohin? ... ... Wir werden uns drum kümmern“, sie legt auf und sieht in die Runde.
    Wir bekommen Besuch.“.
    Das Eisherzenteam wird immer größer.“, witzelt Mila.
    Ich bin gleich wieder da, wartet hier auf mich. Es dauert nicht lange. Lilly, kommst du mit?“, mit diesen Worten verschwindet Tayfun von der Plattform und lässt uns stehen.

    59
    45.Kapitel

    Laras Sicht

    Du...“, mehr bekomme ich nicht zustande als ich in Naokos triumphierendes Gesicht sehe. Die beiden Jungs sehen uns an als hätten wir eine an der klatsche.
    Komm mit, ich muss dir etwas zeigen“, flüstert das dunkelblonde Mädchen verschwörerisch und zieht mich zu einer Plattform. Dort stehen allerdings eine Gruppe Trainer, weshalb Naoko wieder umdreht und mich in die andere Richtung schleift. Ash und Alain beobachten das Schauspiel mit unschlüssiger Mine. Letzten Endes klettern wir die Leiter zu dem kleinen Zimmer wieder hinauf und sie lässt sich motiviert auf das Bett fallen.
    Du bist ein Eisherz hab ich recht?“. Die Frage kommt für mich nicht überraschend, weshalb ich langsam nicke.
    Gut. Und was weißt du darüber?“, hakt Naoko gespannt nach.
    Ich habe nur ein paar Vermutungen... Das Eis, es breitet sich über ganz Hoenn aus. Ich war im Phyroberg und dieser war vollständig eingefroren. Dort ist mir auch so ein seltsames Pokémon begegnet.“, ich setze mich neben meine aufgeregte Freundin und erzähle ihr in allen Einzelheiten, was passiert ist. Vom Beerengarten bis ich hier aufgewacht bin.
    So ist das also.“, murmelt sie, als ich fertig bin.
    Was weißt du eigentlich darüber.“, stelle ich die Gegenfrage. Ein breites Grinsen schleicht sich auf ihr Gesicht und sie zieht wieder dieses alte Buch aus der Tasche. Es ist recht klein und scheinbar schon oft gelesen worden. Die Seiten sind etwas zerknittert und der Einband lose. In Icognito Schrift steht kunstvoll >Die Legende Hoenns< auf der Vorderseite und darunter ist ein seltsames Pokémon abgebildet. Aber dieses Pokémon kommt mir gar nicht so seltsam vor.
    Zet.“, flüstere ich und sehe Naoko aufgeregt an. Diese nickt nur und schlägt das Inhaltsverzeichnis auf und tippt mit dem Finger auf eine Zeile. „>31. Kapitel Zet - Wächter des Eises<„, lese ich leise. „Wahnsinn. Was steht da drin?“, frage ich sie.
    „Es wird als Fisch und Menschenähnliches Wesen beschrieben, dass die Menschen einst vor einer schlimmen Kältezeit bewahrte und diese geheimnisvolle Kraft in einem Kristall bannte. Doch die Macht des unendlichen Eises, die versiegelt wurde fand einen Weg, weiterzuleben.
    Zet konnte die Macht des Eises nicht alleine Bannen, deshalb schickte Arceus auserwählte Mysteriöse und Legendäre Pokémon um Zet ihre Energie zu geben. Jedes von ihnen zahlte dafür einen Preis. Hundert Jahre ihres scheinbar ewigen Lebens mussten sie für die Rettung der Regionen, der Pokémon und schließlich auch für die Menschen opfern. Jedes von ihnen, hundert Jahre.
    Doch diese fehlende Energie ging nie verloren, denn der Kristall gab sie ihnen wieder und somit auch einen teil des unendlichen Eises. Doch eines hatte diese seltsame Macht nicht bedacht. Zet war in der Lage das Eis zu Kontrollieren und somit auch die Legendären Pokémon, in denen diese magische Energie schlummerte.
    Doch das Eis hatte noch einen Trumpf. Auserwählte Menschen, die eine besondere Bindung mit diesen Legendären Pokémon hatten, ihnen wurde etwas von dieser Macht gegeben. So entstanden die Eisherzen. Durch eine eisige Aura und eine besondere Gabe zeichneten sie sich aus und waren die einzigen, die die Legendären Pokémon der Kontrolle von Zet entziehen konnten. Scheinbar ein kluger Schachzug, doch es wurde dem unendlichen Eis zum Verhängnis.“.

    Du redest von diesem Eis, als wäre es ein Lebendiges Wesen.“, unterbreche ich die Erzählung des blonden Mädchens. Diese nickt ernst
    Ja, das Eis mag an sich weder handeln noch denken können, doch diese Macht die ihm inne wohnt, geht noch weiter zurück als du dir vorstellen kannst.“,
    und?“
    Was und?“, Naoko sieht mich verständnislos an.
    Steht über diese Zeit nichts in deinem Buch?“, frage ich sie.
    Nein, nur der eine Satz den ich dir gerade gesagt habe. Aber es geht noch weiter! Die Macht des Kristalls konnte immer wieder ausbrechen, doch jedes mal tauchten die Legendären gemeinsam mit den Eisherzen auf und versiegelten es wieder. Und jetzt rate mal wo...“, ich zucke mit den Schultern. Ich bin kein Pokémon Geschichte Genie und habe schon gleich zwei mal keine Ahnung von der Geschichte einer Region in der ich nicht mal lebe.
    In Moosbach City!“,
    In Moosbach?“, verwundert sehe ich sie an, doch dann geht mir ein Licht auf. „Das Eis breitete sich von Moosbach City aus.“,
    Genau!“, ruft Naoko. „Unter Moosbach City soll eine geheime Höhle existieren in der Zet den Kristall bewacht. Zet, ein Legendäres Pokémon mit dem Typ Wasser und Elektro, und somit ganz klar eine vierte Wetterlegende! Und nun kommt das interessanteste. Jedes mal, wenn das Eis ausbrach, wurde kurz davor die Höhle geöffnet und nun hör dir das an. >Die Tore zu den Hallen des Eises können nur die einen betreten, deren Herzen das Eis erwählte um die Zukunft zu verändern< Damit sind die Eisherzen gemeint. Nur ein Eisherz ist in der Lage, überhaupt dorthin zu gelangen, also muss es ein Eisherz gewesen sein, das diese >Tore< geöffnet hat.“.
    Das ist gruselig“, stelle ich fest.
    Da hast du recht.“,
    Was hast du jetzt vor?“,
    Ich will nach Seegrasulb City, und das so schnell wie möglich. Ich will herausfinden, was da unter Moosbach City passiert. Ash und Alain sollen bei dir bleiben, falls dich dein Legendäres Pokémon noch einmal angreifen sollte“, meint Naoko.
    Das machst du doch nur, um den beiden diese ganze Sache nicht erklären zu müssen!“, beschwere ich mich lachend.
    Wo du recht hast, hast du recht. Sag ihnen, dass ich schon vorausgelaufen bin“, ruft sie mir zu und verlässt das Zimmer.
    Ich frage mich, was noch alles auf uns zukommen wird...

    60
    47. Kapitel

    Nikis Sicht

    Noch ein einziger Schritt.
    Der Kopf des Pokémon schwenkt bedrohlich hin und her.
    Groudon, ich bin es“, flüstere ich panisch. „GROOOOODON!“, mit einem Schrei ducke ich mich, als die gigantische Klaue des Pokémon über mich hinwegfegt.
    Krachend zerspringt die Glasscheibe hinter mir in tausend teile.
    Groudon!“, rufe ich, doch das Pokémon reagiert nicht. Scherben knirschen unter seinen riesigen Klauen.
    Mein Herz rast, als es sein Maul aufreißt. Ein leuchtend orangenes Licht glüht in seinem Rachen. Ich springe auf und renne über die Scherben zu der zerbrochenen Glaswand auf der linken Seite. Gerade noch rechtzeitig kann ich über die zersprungenen Überreste klettern, als der Hyperstrahl über mir hinwegfegt. Kreischend lasse ich mich auf den Boden fallen als die geballte Energie ein Metallgestell aus den Angeln reißt. Funken fliegen durch die Rauchige Luft, als ich zu einer Lücke zwischen den Tischen robbe.
    Oh Groudon“, flüstere ich zitternd. Meine Lunge scheint sich nicht mit Luft füllen zu wollen und meine Augen brennen. Das Legendäre Pokémon holt mit seinen Klauen erneut aus und zertrümmert einen Schaltpult. Ich muss hier raus, nur wie?
    Ich lasse meinen Blick schnell durch den Raum schweifen. Er ist riesig. Die Decke ist bestimmt sieben Meter hoch und etliche, leere Glaszylinder mit denselben Metallgestellen stehen an den Wänden. Gegenüber von mir ist ein Langer Flur.
    Die Sirenen heulen weiter und rotes Licht flimmert vor meinen Augen. Ein Ohrenbetäubendes Rauschen hallt mir aus dem Flur entgegen. Was soll ich tun? Was soll ich nur tun?
    Klirren. Splittern. Rauch. Trampelnde Schritte.
    GAAATOR!“, ein Impergator hetzt durch den Flur. Eine mächtige Hydropumpe donnert gegen das Pokémon. Langsam taumelt es zurück und zerquetscht dabei alles, was unter seine Füße gelangt. Es wirbelt herum und starrt das Wasser Pokémon an.
    Die Erde um uns beginnt zu beben. Staub und Rauch wirbelt durch die Luft. Die Wände vibrieren als eine Säule aus Stein aus dem Boden bricht. Splitternd bohrt sie sich in die Decke. Das Impergator wird gegen die Wand gedonnert.
    Bisaflor, Rankenhieb!“, mit mächtigen Sprüngen jagt ein Bisaflor, gefolgt von einer schwarz Gekleideten Gestalt aus dem Flur. Ranken schießen aus der Blüte des Pokémon und umschlingen Groudons Hals.
    GROOO!“, wütend schlägt es um sich. Panisch drücke ich mich in die Ecke, als ich einen rosanen Beutel entdecke. Er liegt fast in Reichweite vor mir auf einem Tisch. Ich denke nicht weiter darüber nach und springe auf. Mit zwei großen Sätzen bin ich bei der Tasche und schnappe sie mir.
    Hey!“, der ruf lässt mich zusammenzucken. Die Gestalt starrt mich an.
    Oh nein... Ohne zu überlegen greife ich in meine Tasche und ziehe einen kleinen Ball daraus hervor.
    Los Gewaldro!“, rufe ich das Pokémon. Der Pflanzen Starter mustert schnell die Umgebung.
    GROOOODON!“ Das riesige Pokémon zerreißt die Ranken mit einem hieb. Es wird wärmer, fast heiß um das Legendäre herum. Mit einem gewaltigen Schlag fegt es das Bisaflor aus dem Weg. Flammen schlagen und verzehren die Blüten des Pflanzen Pokémon.
    Bisa...“, ächzt das Bisaflor. Immer weiter fressen sich die Flammen die schlaffen Ranken entlang und die Blütenblätter zerfallen zu Asche. Die Gestalt vor Groudon ignoriert es.
    Impergator, Blizzard auf Gewaldro.“, weist die Stimme an.
    Kreuzschere!“, rufe ich meinem Pokémon zu. „Halte es auf so lange zu kannst!“. Der Rauch sammelt sich in dunklem Qualm unter der Decke. Seltsame Flüssigkeiten tropfen aus den zertrümmerten Röhren. Vereinzelte Funken sprühen aus den zerstörten Schaltpulden.
    Wie bin ich nur hier hineingeraten? Frage ich mich im stillen verzweifelt.
    Erst einmal muss ich mich um das Problem Groudon kümmern. Das Pokémon dreht sich bedrohlich langsam zu mir um. Seine gelben Augen funkeln vor Wut, als wüsste es nicht, was hier gerade wirklich passiert. Es ist dumm, aber ich muss es versuchen.
    Der gelb/schwarze Ball fliegt in einem hohen Bogen durch die Luft. Es ist der einzige Hyperball den ich habe. Der Ball landet mitten auf der Stirn des Pokémon. Rotes Licht jagt durch den Raum in den kleinen Ball.
    ...1...
    „Du bist so naiv“, knurrt die Gestalt. Ich wirble herum. Gewaldro liegt am Boden. Impergators Kralle bohrt sich in den Rücken des Pokémon.
    ...2...
    Mein Herz bleibt einen Moment stehen. Nein! Wie konnte ich nur so unaufmerksam sein?
    Zurück“, Ein roter Strahl holt das Pokémon zurück in seinen Ball. Nur ein wenig Blut bleibt an den Krallen des Gegners kleben.
    ...3...
    Das Licht des Balls geht aus. Ich renne los.
    Impergator Blizzard!“, schreit mein Gegner. Ich kralle mir den Ball vom Boden und hechte in den Flur hinter der Gestalt. Scherben knirschen unter meinen Schritten und mein Atem hallt laut von den Wänden wieder.
    Wohin muss ich gehen? Was soll ich nun tun?

    61
    46. Kapitel

    Naokos Sicht

    Ich frage mich, was noch alles auf uns zukommen wird.
    Mit diesem Gedanken verlasse ich das Baumhaus und laufe über eine kleine Hängebrücke zu einer Verbindungsplattform. Dort klettere ich eine Leiter hinab und komme auf dem Boden auf.
    Jetzt geht es weiter nach Seegrasulb City.
    Ich laufe ein paar Schritte durch den tiefen Schnee bevor ich den Pokéball von Kuraiko aus meiner Tasche krame und ihn in die Luft werfe. Ein roter Strahl schießt aus dem Ball und das Feuerpokémon formt sich in Sekundenschnelle vor meinen Augen. Der Drache sieht sich kurz um, bevor sie sich zu mir wendet.
    Was kann ich für dich tun?“, fragt sie.
    Ich möchte nach Seegrasulb City. Kannst du mir den Weg frei schmelzen?“, frage ich sie. Kuraiko sieht mich verständnislos an.
    Fliegen?“, ist ihr einziger Kommentar. Ich schüttle den Kopf.
    Ich muss etwas nachdenken und mir ist gerade nach Laufen“, erkläre ich. Glurak dreht sich Wortlos um und läuft mit einem kleinen Feuerstrahl voraus, doch ihr Blick sagt in etwa >Wie kannst du mir das antun<. Ich muss leicht grinsen, als ich meinem Pokémon durch den Tiefschnee folge.
    Noch einmal gehe ich im Kopf durch, was ich Lara gerade erzählt habe. Es ist doch verrückt, dass das alles wahr ist und das ausgerechnet ich eine dieser Menschen sein soll die sowas können. Wasser kontrollieren... Plötzlich geht mir ein Licht auf.
    Kuraiko mach mal platz!“, rufe ich und schiebe mich an dem Feuerdrachen vorbei, darauf bedacht der heißen Flamme nicht zu nahe zu kommen.
    Was ist jetzt wieder los?“. Ich drehe mich um und überprüfe, ob wir bereits weit genug von der kleinen Stadt entfernt sind. Kaum mehr als ein verschneiter Wald ist noch zu sehen.
    Ich stelle mich vor die Schneemassen und betrachte sie einen Moment, bevor ich meine Hand ausstrecke. Es kommt mir immer noch etwas lächerlich vor, aber sollte es tatsächlich funktionieren... Ich bewege meine Hand langsam zur Seite und konzentriere mich auf den imaginären Weg vor mir. Langsam beginnt Schnee aufzuwirbeln und ein kleiner Haufen Schnee folgt meiner Handbewegung und bewegt sich langsam auf die Seite. Fasziniert begutachte ich den Glurakbreiten, schneefreien Wegabschnitt der sich vor uns aufgetan hat.
    Das ist doch verrückt“, stöhnt Kuraiko und schüttelt den Kopf, „Versuch doch den Schnee vorne wegzuschieben“; schlägt sie dann vor, „Dann bist du eine Lebendige Schneeräummaschiene.“. Ich verdrehe die Augen und gehe weiter. Immer wieder schiebe ich den Schnee zur Seite und bahne uns einen kleinen Weg durch die Winterlandschaft.
    Es sieht wirklich schön aus. Von eine lange Brücke führt der Weg über einen glitzernden, zugefrorenen See. Wiesen und Wälder liegen still unter einer unberührten Schicht aus Schnee und ein warmer Wind weht durch meine Haare. Kuraikos Atem steigt in kleinen Wolken in die kalte Luft. Leise Rufe und das Rascheln von Pokémon erweckt diese scheinbar zeitlose Stille ein wenig zum Leben. Kleine Schneeflocken fallen lautlos vom Wolkenverhangenen Himmel und verfangen sich in den filigranen Netzen der Käferpokémon und bilden wunderschöne Muster auf den Blättern der Bäume.
    Hey du!“, die Stimme eines Mädchens reißt mich aus meinen Gedanken. Arceus! Hat sie gesehen was ich gemacht habe? Schnell schiebe ich mich wieder hinter meinen Feuerdrachen.
    Schwere Schritte trampeln in einem gleichmäßigen Rhythmus dumpf über den weißen Schnee. Es ist ein Arkani auf dessen Rücken ein braunhaariges Mädchen sitzt. Sie klammert sich in das weiche Fell seiner Mähne und hat ihren Blick auf mich gerichtet. Wenige Meter vor uns bremst das Pokémon ab und das Mädchen rutscht elegant von seinem Rücken. Sie hat eine dünne, grüne Jacke an unter der sie ein langes, schwarzes T-Shirt trägt. Dazu eine schwarze Leggins und schwarze Stiefel. Über allem trägt sie einen einfachen, blauen Umhang der über ihre Fußknöchel reicht und am unteren Ende ein wenig schmutzig und Nass ist. Die weite Kapuze des Umhangs hat sie ins Gesicht gezogen, so dass ich ihre Augen kaum erkenne kann. Ein recht seltsames auftreten wie ich finde, aber ich weiß ja nicht wie die Menschen in Hoenn bei plötzlichem Wintereinbruch im Sommer rumlaufen.
    Wer bist du?“, frage ich misstrauisch.
    Ich bin Lugia“, stellt sich das Mädchen vor. Einen kurzen Moment sehe ich sie verständnislos an, bevor mir langsam ein Licht aufgeht. Lugia, also ist sie...
    Wer bist du?“, fragt Lugia mich bevor ich den Gedanken zu Ende denken kann.
    Ich bin Na...“, kurz denke ich nach bevor ich mich anders entscheide. „Ich bin Zygarde“. Wehe ich muss mich jetzt für immer als eine verteilte, Legendäre Schlange vorstellen die sich von einem Pikachu eine Predigt halten lässt, schießt es mit durch den Kopf.
    Ein erleichtertes Lächeln macht sich im Gesicht des Mädchens breit. Eigentlich sollte ich doch sehr überrascht sein, einfach einem Eisherz über den Weg zu laufen, doch seltsamer weise ist es nicht einmal so überraschend wie ich es mir vorgestellt habe.
    „Ich habe dich gesucht“.
    Mich gesucht?“, woher kann sie wissen das ich hier bin? Lugia bemerkt meinen verwirrten Blick.
    Kannst du mir versprechen niemandem etwas zu sagen?“, fragt sie. Ich nicke schweigend. „Ich gehöre zu einer geheimen Organisation und wir sind auf der Suche nach euch.“,
    Eine Organisation?“, mit Organisationen habe ich nichts am Hut. Schließlich führt mein Vater selbst eine und das ist einer dieser gewissen gründe, warum ich nicht mehr bei ihm bin.
    Ja, wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Menschen vor dem Eis zu beschützen und deshalb müssen wir die Eisherzen finden, denn nur sie sind in der Lage das Eis aufzuhalten“, ich nicke wieder.
    Und was soll ich deiner Meinung nach machen?“, frage ich nun.
    Komm mit mir, ich bringe dich zu unserem Hauptquartier. Dort erzählt man dir alles was du wissen willst.“. Wissen sollst würde ich diesem Mädchen eher abkaufen als wissen willst, aber das Angebot ist nicht schlecht. Endlich herausfinden, was hier wirklich los ist und nicht nur ein altes Buck als Informationsquelle haben. Solang ich nicht noch mehr solcher seltsamen Gespräche führen muss ist alles gut.
    Also schön, ich komme mit“.

    62
    49. Kapitel

    Marrys Sicht

    Marry?“, ich fahre herum, als ich meinen Namen höre. Der blonde Mann sieht mich ausdruckslos an. „Ich würde es begrüßen, wenn du zuhören würdest, wenn ich euch sage was ihr zu tun habt.“.
    Fang an.“, ((eurl))ich mache eine auffordernde Handbewegung.
    Ihr sollt mit einer Gruppe von meinen Leuten nach Baumhausen City gehen. Dort halten sich momentan ein paar Eisherzen auf, die wir gerne anwerben würden.“. Bei der Wortwal hätte ich fast die Augen verdreht. Als ob wir nicht wüssten, was „Anwerben“ wirklich bedeutet. Immerhin gehören wir zu Team Rocket. Dennoch nicke ich nur.
    „Und wann?“, fragt Maunzi mit einem genervten Unterton.
    Morgen früh werdet ihr los gehen. Solang könnt ihr euch ja etwas umsehen.“, schlägt er vor.
    Vielen dank“, erwiderte ich und verkneife mir dabei das kleine Wörtchen >auch<. Wer auch immer das ist, ich mag ihn nicht. Ich drehe mich um und stapfe durch den Schnee zu den zugefrorenen Fluss. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, wie meine drei Freunde sich ebenfalls verteilen und neugierig umsehen. Der blonde Typ winkt drei Leute zu sich. Ich versuche interessiert die Eisfläche zu betrachten. Der Mann deutet unauffällig erst auf mich, dann auf Jessy, James und Maunzi. Natürlich werden die uns keine Sekunde aus den Augen lassen, das war fast schon klar.
    Etwas genervt drehe ich mich um und renne Filmreif in eine andere Person hinein. Sie trägt wie alle anderen hier einen schwarzen Umhang mit diesem seltsamen Symbol. Die Kapuze ist tief ins Gesicht gezogen und nur die langen Haare sind zu sehen.
    Kannst du nicht aufpassen?“, fragt die Person, scheinbar ein Junge, in einem kalten Ton.
    Pass du doch auf wo du hinrennst“, meckere ich zurück. Unfassbar nette Leute hier.
    Wer bist du überhaupt? Ich habe dich hier noch nie gesehen“, meint der Junge nun.
    Tja, ich bin ein Eisherz und habe mich gemeinsam mit meinen Begleitern von der Team Rocket Organisation dazu bereit erklärt euch zu helfen.“. Die Person erstarrt. Der Typ scheint uns zu kennen.
    Ich würde damit nicht so rumschreien, Eisherz“, murmelt er genervt.
    Neidisch?“, frage ich und werfe theatralisch meine Haare zurück. Wenn die Menschen hier schon so freundlich sind, gebe ich diese Freundlichkeit gerne zurück, denke ich mir.
    Ich will dir mal was sage. Ich würde dir raten von hier zu verschwinden und zwar so schnell wie du hier plötzlich aufgetaucht bist“, der Junge steht auf und klopft sich den Schnee von seinem Umhang.
    Und warum sollte ich das tun?“, frage ich provokant.
    Weil das hier nicht so spaßig wird wie du vielleicht denkst.“. Knurrt er.
    Du redest, als würdest du selbst nicht gerne hier sein.“, ich hebe eine Augenbraue.
    Damit könntest du recht haben Marry“, mit diesen Worten geht er einfach an mir vorbei. Er geht einfach! Aber...
    Hey warte mal!“, der Typ reagiert nicht. „Ich habe dir nicht gesagt wie ich heiße. Woher weißt du es trotzdem?“,
    Weil du dem blonden gesagt hast wie du heißt?“, eine ironische Frage. Stimmt.
    Aber du kennst Team Rocket. Ich hab es an deiner Reaktion vorher gemerkt“, stelle ich fest.
    Ich nehme an das liegt daran, dass ihr mal eine halbe Katastrophe in Kanto ausgelöst habt. Geschweige denn von Jotho und Alola. Ich denke kurz nach. Das mit Jotho war vor knapp sieben Jahren. Ich habe das ganze geschehen nur am Rand mitbekommen, es war kurz nachdem ich eingestiegen bin. Da hat eine kurze Zeit so ein seltsam Maskierter Mann die Führung übernommen. Aber dann ist der ehemalige Boss von Team Rocket zurückgekehrt und seitdem hat sich kaum etwas verändert. Nur die Weltherraschftsgeschichte ist schon längst abgehakt.
    Als ich aus meinen Gedanken erwache ist der Junge weg. Ich drehe mich um und entdecke, wie er hinter mir einfach weiterläuft. Vielleicht bin ich etwas selbstsüchtig, aber wenn ich schon so Filmreif in ihn reinrenne hätte ich wenigstens eine angemessene Reaktion oder mindestens eine Entschuldigung gehabt.
    Hey!“, rufe ich dem Typ hinterher. Wieder keine Reaktion. „Du kannst mir wenigstens deinen Namen sagen wenn du schon meinen kennst!“, beschwere ich mich und renne hinterher.
    Du kennst ihn bereits“, sag der Junge. Bitte?
    Woher sollte ich...“, Moment.
    Hör mir zu. Verschwinde einfach von hier. Du kannst niemandem trauen und es ist nicht besonders ratsam, nur um Informationen zu erlangen, zu viel von sich selbst preiszugeben.“.
    Nein!“, stur verschränke ich die Arme. „Ich muss einfach mehr wissen. Ich muss wissen was hier passiert und was mit mir passiert!“. Der Junge atmet tief ein und wieder aus.
    Du lässt dich nicht davon abbringen oder?“, ich schüttle stur den Kopf. „Gut, dann organisierst du Jessy, James und Maunzi und wir treffen und in zehn Minuten hinten an dem Wald.“, ein breites Grinsen schleicht sich auf mein Gesicht. „Aber bitte unauffällig.“, fügt er hinzu. Ich nicke und laufe los.
    Danke, Silver.

    63
    5. Special Kapitel

    Nikis Sicht

    Die Lichter, die Farben, die Pokémon. Es war wie in einer anderen Welt. Kein Kampf den ich je gesehen hatte, war so wunderschön gewesen. Kein Kampf trug jemals so viel Eleganz und Perfektion in sich. Die Show, die Bühne, all das war so vollkommen anders als das, was ich bisher gesehen hatte. Ich, ich wollte das auch. Ich würde alles geben um dort zu stehen. Das war mein zweiter großer Traum, den ich je hatte.
    Ich wollte früher um jeden preis Trainerin werden. Ich erhielt ein Evoli und kämpfte mit ihm bereits in vielen Arenen. Mein Team erweiterte sich. Ein Kirlia, ein Reptain und ein Haspiror waren bereits teil meines Teams geworden. Doch nun, nun wollte ich auch Performen. Ja, ich wollte an Pokémon Wettbewerben teilnehmen und ich wollte die beste werden. Die beste die die Welt je gesehen hat. Ich wollte es so sehr.
    Das war vor fünf Jahren und nun stehe ich hier. Mit sechzehn, auf der Bühne. Auf DER Bühne. Bei dem Internationalen Pokémon-Wettbewerb Finale in Kanto. Hier, wo ich immer sein wollte.
    Ich habe viel erreicht. Ich habe alle acht Arenen der Hoenn Region gemeistert und bin Fizechamp der elften Pokémon Liga geworden. Ich habe alle Vorrunden gemeistert und meine Gegner mit Eleganz und Leichtigkeit besiegt. Ich habe im achtel Finale gewonnen und auch im viertel Finale gesiegt. Es war schwer, sich etwas für das Halbfinale auszudenken denn das beste wollte ich aufheben. Für hier. Für das Finale.
    Mein Gegner? Die Siegerin der letzten Weltmeisterschaften. Ebenfalls aus Hoenn. Talentiert, ehrgeizig und meine Freundin. Ihr Name ist Daisy.
    Es war hart, letztes mal in der Vorauswahl rauszufliegen und dann zu sehen, wie sie gegen den letzten Titelträger gewann. Ich gönnte es ihr und versprach ihr, eines Tages gegen sie zu gewinnen. Und dieser Tag ist heute. Heute gehört die Bühne mir. Heute sehen sie alle zu mir. Heute ist meine Chance sie zu schlagen.
    Meine Freundin und Revalin betritt die Bühne.
    Ruhig steht sie da mit ihren zwei Pokébällen in der Hand. Sie trägt ein langes, rotes Kleid das aussieht wie der Klatschmohn auf einer Frühlingswiese und ihre Haare sind zu einem ordentlichen Pferdeschwanz zusammengebunden. Auf dem Kopf trägt sie ein rotes Band mit einem Pokéballsymbol und in ihren Haaren glitzern kleine, hellblaue Steinchen.
    Langsam hebt sie die Hand, die Pokébälle zwischen den Fingern. Welche Pokémon wird sie wohl antreten lassen?
    „Flamara, Mottineva kommt raus!“ elegant dreht sie sich und wirft die beiden Bälle hoch in die Luft. Rote und blaue Flammen wirbeln über die Bühne, als das Flamara neben ihr landet. Die Flammen lodern hell auf und verschwinden im nichts, als Mottineva in engen kreisen zu den beiden hinuntergleitet.
    Der Beginn ist perfekt und vollkommen Fehlerfrei. Jede Bewegung genau einstudiert.
    Daisy beginnt sich im Kreis zu drehen. Ihr Kleid flattert leicht, als sie wieder eine Hand hebt. „Magieflamme, Aurorastrahl!“. Flamara beginnt über die Bühne zu springen, hinter ihr ein Band aus Feuer. Mottineva umkreist die Attack, gefolgt von einem wunderschönen Aurorastrahl, der ihre Flügel zum leuchten bringt. Unglaublich! Das Feuer brennt in den Säulen aus Eis. Mit einem leisen Klirren zerstäubt die Statue in Milliarden kleine, glitzernde Teile die die Pokémon zum glänzen bringen.
    Mottineva steigt in weiten Kreisen in die Luft, ein starker Wind kommt auf und hebt die Glitzerpartikel in die Luft. „Irrlicht!“, Die blauen Flammen verteilen sich zu hunderten in dem Vorhang aus Eis und die Bühne erstrahlt in einem wunderschönen Licht, dass sich mit den Flammen ins nichts auflöst.
    Daisy beginnt sich wieder langsam zu drehen. Mottineva schwebt gefolgt von Flamara auf einer unsichtbaren Brücke aus Eis in die Höhe. Funkelnde, grüne Lichter heben die Trainerin in die Luft. Immer schneller und schneller dreht sie sich und die grünen Funken verteilen sich weit über den Zuschauerraum.
    Flamara beginnt sich sich zu schütteln. Staub und Sand bringen ihr Fell zum glänzen und erfüllen den Raum. Die grünen Lichter zerspringen als ein Eissturm über die Bühne fegt. Einen kurzen Moment sieht man nichts, doch ein grelles Licht schießt in der Mitte der Bühne zur Decke und der Nebel wird zu allen Seiten verdrängt.
    Was ich sehe verschlägt mir die Sprache. Der gesamte Zuschauer und Bühnenraum ist von einem dunklen Nachthimmel bedeckt über den wunderschönen Polarlichter tanzen. Ein leicht frostiger Wind weht durch die Reichen. Daisy steht auf einem kleinen Felsen aus Eis, in dessen Inneren ein blaues Licht scheint. Sie hat die Augen geschlossen und eine Hand in die Höhe gestreckt. Auf ihrem Finger sitzt Mottineva, die Flügel vollständig von einer von Mustern durchzogenen Frostschicht bedeckt. Zu ihren Füßen steht Flamara. Durch ihr Fell züngeln kleine, rote Flammen und ihre Zähne sind von einer leuchtenden, roten Glut umgeben.
    Die Zuschauer jubeln und pfeifen. Blüten regnen von der Decke und niemand kann sich auf dem Platz halten.
    Wow, sie hat sich selbst übertroffen.
    Wie soll ich dich nur jemals schlagen, Daisy?

    64
    50. Kapitel

    Hae Soos Sicht

    Der Flug ist ermüdend. Die Aussicht ist zwar atemberaubend, aber nach einer Schifffahrt direkt an einen anderen Ort zu fliegen ist anstrengend. Immer wieder fallen mir die Augen zu.
    Hae?“,
    Hm?“, ich hebe den Kopf und sehe mich um. Ich muss wirklich eingeschlafen sein, denn wir stehen vor einer kleinen Stadt. Bis hoch in die Baumkronen reichen die verschneiten Holzhäuser. Das Pokémon Center sieht wirklich schön aus und auch sonst gefällt mir die Stadt. Sie ist schön und ruhig.
    Wir sind da.“, meint Blau und reißt mich damit aus meinen Gedanken. Ach ja. Ich drücke mich von Altarias Rücken ab und springe auf den Boden. Blau betrachtet nachdenklich die Verschneite Stadt.
    Vom Schnee tief hängende Zweige, unberührter Schnee und glitzerndes Eis. Es könnte fast Weihnachten sein, doch es ist Hochsommer. Dennoch verfalle ich in eine Winterliche Stimmung, als ich das alles hier betrachte. Aber, da fällt mir etwas ein.
    Hey Blau, wollten wir nicht nach Seegrasulb City?“, frage ich verwirrt.
    Stimmt. Aber ich habe mich bei Professor Birk gemeldet das wir hier sind und er meinte, dass wir hier zwei Personen treffen können, die uns vielleicht behilflich sein könnten.“. Zwei Personen? Professor Birk? Ich bin wirklich noch nicht ganz wach.„Woher hast du die Nummer von Professor Birk?“, frage ich gähnend. Ich meinte einen schiefen Ausdruck in Blaus Gesicht erkennen zu können, doch ich habe mir das sicherlich nur eingebildet, denn er schaut drein wie immer.
    Wir sollten erst einmal ins Pokémon Center“, schlägt er vor. Schlaftrunken nicke ich und rufe Altaria zurück in ihren Ball. Gemeinsam betreten wir das kleine Gebäude. Es sieht aus wie ein rundes Pokémon Center, kaum eine spur von Holz oder Pflanzen. Trotzdem hat es dieses gewisse etwas der Stadt das ich mir nicht erklären kann.
    Willkommen in Baumhausen City, was kann ich für sie tun?“, fragt Schwester Joy freundlich.
    Könnten sie meine Pokémon heilen?“, frage ich sie und gebe ihr meine Bälle. Damit verschwindet sie durch eine Tür und ruft mir noch zu: „Ich bin gleich wieder da!“.
    Hallo! Was machst du denn hier?“, ich drehe mich um und sehe wie eine Frau mir langen, lilanen Haaren auf Blau zukommt.
    Hallo Wibke.“ begrüßt er sie. „Hae, dass ist die Arenaleiterin von hier.“, erklärt er mir schnell auf meinen fragenden Blick hin.
    Hi“, Wibke lächelt mich an und winkt fröhlich. „Was führt euch bei diesem Wetter in die Hoenn Region?“.
    Das fragst du besser sie.“, Blau deutet auf mich.
    Ist nur wegen so einer Legende.“, nuschle ich.
    Deine Pokémon sind wieder fit. Ich würde dir raten nicht weiter nach Seegrasulb City zu gehen, da ist gerade das reinste Chaos.“, rät mir Schwester Joy, die gerade mit meine Pokémon wiederkommt.
    Wollten wir nicht irgendwelche Assistenten von Professor Birk treffen?“, frage ich um das Thema zu wechseln.
    Ja, sie müssten bald kommen. Der Professor hat sie bereits kontaktiert.“, erklärt Blau kurz und dreht sich wieder zu Wibke die beginnt über seltsame Vogel Pokémon zu schwärmen. Besonders interessant hört sich das für mich nicht an, weshalb ich beschließe noch etwas nach draußen zu gehen. Ich öffne die Tür und laufe direkt in ein Mädchen mit rot braunen Haaren. Ein schauer durchfährt mich, als ich sie berühre. Schnell weiche ich zurück und mache ihr platz. Doch sie bleibt stehen.
    Wer bist du?“, fragt sie.
    Äm, Hae Soo ist mein Name“, stelle ich mich vor.
    Ich bin Tayfun. Das ist jetzt ne blöde frage, aber können wir uns nachher noch einmal unterhalten?“, fragt diese Tayfun. Ich nicke langsam. Sie läuft gefolgt von einem blonden Mädchen an mir vorbei und sieht sich um. „Du musst Blau sein.“,wendet sie sich nun an meine Reisebegleitung. Dieser dreht sich zu Tayfun um und mustert sie kurz.
    Ja, du musst Tayfun sein. Professor Birk meinte ihr seid aus Alola angereist.“,
    Ja das stimmt. Wir wollen das Eis erforschen.“, meint sie. „Du und jemand anderes aus Kanto sollen uns dabei helfen“. Suchend schweift ihr Blick durch das Center.
    Ja, Hae wollte unbedingt hier her wegen einer alten Legende und da wir schon auf dem Weg hier waren habe ich Professor Birk kontaktiert, der meinte, dass wir dann genauso gut euch helfen können.“. Fasst Blau zusammen.
    Super, dass freut mich für euch. Aber ich würde euch wirklich davon abraten von hier aus an die Küste zu gehen. Wer weis, was da alles noch passiert.“, mischt sich Wibke warnend ein.
    „Es wird schon nichts passierten.“,winkt die rothaarige ab, doch ihr Blick verrät etwas anderes. Es wird sehr wohl etwas passieren und das hat auch etwas mit mir zu tun. „Das ist übrigens Lilly.“, stellt sie nun ihre Begleitung vor. Diese winkt nur schüchtern. „Vielleicht sollten wir uns an einem anderen Ort unterhalten. Ich bin mit ein paar... Freunden hier die uns auch helfen. Ich würde sie euch gerne vorstellen.“, dabei sieht sie mich an. Bei Blaus fragendem Blick kann ich nur mit den Schultern Zucken. Ich habe keine Ahnung was die von mir will, aber sie war vorher schon so komisch. Teile ich ihm per Gedanken mit.
    Hm... mehr bekomme ich nicht als Antwort.
    Hey, Blau hat mir erzählt du willst Kanto Champ werden.“, schaltet sich nun wieder Wibke ein. „Hast du schon gegen ihn gekämpft?“. Einen kurzen Moment sehe ich sie verwirrt an. Warte, kam nicht irgendwo, dass Vertania einen neuen Arenaleiter bekommen soll? Ich gebe mir Gedanklich eine Facepalm. Klar, seit knapp einem Monat hat Vertania einen neuen Arenaleiter und das mir nicht aufgefallen ist, dass ich ausgerechnet...
    Ist etwas?“, fragt die Arenaleiterin besorgt.
    Nein. Wir haben noch nicht gekämpft und nein es ist nichts.“.
    Hihi sie hat’s nicht gewusst.“, kichernd verschwindet das Mädchen aus dem Raum.
    Kommt ihr?“, ruft Tayfun von der anderen Tür aus.
    Ja.“, antworte ich kurz und folge schnell der Trainerin. Noch schlimmer kann’s ja fast nicht werden. Wie konnte ich das nur... Vergiss es einfach Hae. Das kann jedem mal passieren. Nicht aufregen, konzentrieren!
    Ein schmerzvoller Schrei hallt durch die kalte Luft. Erschrocken wirble ich herum. Kampfschreie werden laut. Tayfun, Lilly und Blau eilen zum Geländer und starren hinunter auf den Boden, von dem aus die rufe kamen.
    WER BIST DU?“ kreischt die Stimme. Eine weibliche Stimme hallt kalt zu uns hinauf.
    Das geht dich nichts an, Solgaleo“.

    65
    51. Kapitel

    Laras Sicht

    Zwei Jungs mit riesigen Fragezeichen im Gesicht starren mich verwirrt an.
    Ich habe gerade Ash und Alain versucht klar zu machen, was hier passiert, aber scheinbar waren es etwas zu viele Informationen auf einmal.
    „Du, du meinst das du...“, Ash deutet auf mich als könnte er es nicht glauben.
    Ja, ich bin ein Eisherz und Naoko auch.“. Schweigen.
    Und deshalb bis du auch so kalt.“, stellt Alain fest.
    Man, da glaubt man einen kleinen Urlaub machen zu können und dann kommt ihr mit sowas. Wo ist Naoko eigentlich?“, fragt Ash.
    Naoko ist voraus gelaufen.“,
    Voraus? Wenn es so ist wie du uns das gerade geschildert hast, dann sollte sie ganz bestimmt nicht alleine voraus laufen!“, ruft Alain.
    Wir sollten ihr nach.“, Beschließt Ash. Ich nicke zustimmend.
    Wir holen noch kurz unsere Sachen. Warte unten auf uns.“, sagt Alain, bevor die beiden Richtung Pokémon Center verschwinden.
    Ich drehe mich um und laufe zu einer Leiter, die nach unten führt. Schnell klettere ich die Sprossen hinab und sehe mich um. Da tippt mir jemand auf die Schulter. Verwirrt drehe ich mich um und sehe in das Gesicht einer, in einen schwarzen Umhang gehüllten, Person.
    Ähm, kann ich ihnen...“, weiter komme ich nicht. Die Gestalt hebt die Hand, ein dünner Metallstift blitzt auf. Was? Die Hand fährt hinab. Schreiend weiche ich einige Schritte zurück und falle in den Schnee.
    Verdammt“. Murmelt die Gestalt und richtet sich auf. Sie kommt auf mich zu. Wie erstarrt beobachte ich sie. Im letzten Moment erlange ich die Kontrolle über meinen Körper wieder. Ich stoße mich ab, mache kehrt und renne in den Wald.
    Arceus! Die Gestalt rennt hinterher. Sie verfolgt mich. Oh Hilfe, was geht hier ab? Erstens war es der wohl schlechteste Überfall auf dem Planeten und zweitens, WAS ZU GIRATINA! Ich taste nach meinen Pokébällen.
    Los Lucario!“. Normalerweise ist es eh immer außerhalb des Pokéballs.
    „Was ist los?“, fragt das Pokémon.
    Frag das den Typen da!“, rufe ich und werfe einen Blick über die Schulter. Die Gestalt ist noch immer hinter uns.
    Halt.“. Rutschend bleiben wir stehen. Vor uns steht eine Frau. Sie trägt ebenfalls einen Schwarzen Umhang und halt lange, schwarze Haare. Ihre Augen sind glühend rot. Neben ihr schwebt ein Geisterhaftes Pokémon mit blauen Flammen, ähnlich einem Kronleuchter. Auf der anderen Seite sitzt ein Zoroak.
    WER BIST DU?“, kreische ich leicht Panisch und außer Atem.
    Das geht dich nichts an Solgaleo.“, antwortet sie kühl. Das ist ein Problem.
    Wer... wer seid ihr.“, wiederhole ich noch einmal. Hinter mir nähern sich Schritte. Knurrend wirbelt Lucario zu der Gestalt hinter mir herum.
    Wir können das hier ohne Probleme und Unannehmlichkeiten regeln. Außer du machst welche.“, sagt die Frau. Ihr eisiger Blick jagt mir einen Schauer über den Rücken, doch tief in mir spüre ich diese Verbundenheit. Sie ist ein Eisherz.
    Nochmal, wer seid ihr und was wollt ihr von mir?“, die Frage hört sich an wie aus einem schlechten Film.
    „Komm mit uns Solgaleo und wir werden dir nichts tun.“. Lucario knurrt bedrohlich. „Wenn du so freundlich wärst?“, sie deutet auf mein Pokémon.
    Die hat sie doch nicht mehr alle! Das sieht Lucario genauso. Mit einem Rauschen fliegt die flimmernde Aurakugel auf die Frau zu. Funken sprühen und ein lauter Knall ist zu hören. Das Kronleuchter Pokémon starrt das Kampf Pokémon herausfordernd an. „Du kommst also nicht freiwillig mit?“, fragt sie, als ob es vorher noch nicht eindeutige gewesen wäre.
    Hinter mir ein Klacken. Rotes Licht flimmert, als die Gestalt ein Pokémon ruft.
    „Rihor“, knurrt das Pokémon bedrohlich. Ich greife nach einem weiteren Pokéball. Ich weiß nicht, was die beiden noch alles in der Hinterhand haben, also rufe ich mein stärkstes Pokémon. Rotes Licht flammt auf und ein orangenes Feuerpokémon entfaltet bedrohlich seine Flügel.
    „Machen wir sie platt“, knurrt das Glurak neben mir in Kampflaune. Ein weiteres Klacken. Ein leises Summen ist zu hören, Schnee wirbelt auf. „Lara Vorsicht!“. Etwas trifft mich mit voller Wucht von hinten. Schmerzvoll lande ich im Schnee. Keuchend stemme ich meine Hände in die warme Masse. Ein Stich durchfährt mich. Reflexartig drücke ich meine Hand auf die Stelle. Meine Pokébälle!
    Tja, wenn du wirklich kämpfen willst, dann musst du das mit deinen zwei Viechern alleine schaffen.“, höhnt die Frau.
    Drei Gegner mit je einem Pokémon. Ein Skelabra, ein Rihornior und ein seltsames, Galoppaähnliches Pokémon mit einer Zuckerwatte Mähne. Ich ziehe scharf die Luft ein, als ich mich hochstemme. Das lasse ich mir nicht gefallen.
    Lucario: Aurasphäre, Glurak: Solarstrahl“, weise ich meine Pokémon an. Breitbeinig stellt sich das blaue Pokémon vor mich. Rauschend formt sich eine Kugel in den Pfoten des Pokémon.
    Skelabra: Hypersrahl!“. Mist. Rauch brennt in meinen Augen. Mit einem Pfeifen wirbeln Schnee und Blätter durch die Luft, als die blaue Kugel durch die Explosion schießt. Ein dumpfer Schlag, ein schmerzvolles Jaulen. Summend jagt eine leuchtende Klinge durch die Wand.
    Ausweichen!“, rufe ich. Doch zu spät. Lucario fliegt mehrere Meter durch die Luft und prallt hart gegen einen Baumstamm. Gequält sinkt es auf die Knie, als die Psychoenergie durch seinen Körper jagt. Doch das Pokémon würde nie aufgeben. Wütend springt es auf. Schnee wirbelt links und rechts auf, als es mit Metallklaue auf die sich lichtende Explosion zurennt.
    Glurak!“, rufe ich. Ein lautes Brüllen hallt durch den Wald, als der Drache sich in die Luft erhebt. Lodernde Flammen schießen aus seinem Maul über die Fläche. Dampf steigt auf.
    Steinkante!“, bebend bricht ein Fels aus dem Boden. Glurak fliegt höher.
    „War das schon alles?“, knurrt das Pokémon auf die anderen Trainer hinab. „Jetzt geht es erst richtig los!“.

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    52. Kapitel

    Tayfuns Sicht

    Malefor komm raus!“, rufe ich und werfe den Pokéball des Glutexo in die Luft. „Schnell, schmilz den Schnee.“, weise ich es an, während ich dicht gefolgt von Lilly die Treppen des Pokémon Center hinab renne. Blau und diese Hae, die ganz offensichtlich auch ein Eisherz ist, folgen dem Schrei über die Brücken zwischen den Plattformen.
    Neben uns wirbeln Flammen auf. Ein UHaFnir kämpft sich schwerfällig durch die dichten Bäume zu uns hinab. Scheinbar haben Satus und Mila den Schrei auch gehört. Die rothaarige landet gefolgt von dem Jungen und Daisy neben uns.
    UHaFnir: Hintzekoller!“, zischend verdampft der Schnee in den Klauen des Drachenpokémon. Kampfschreie werden im Wald laut und eine Rauchwolke steigt den Himmel empor. Die Bäume werden immer dichter und der Schnee tiefer. Den Fußspuren folgend rennt unsere kleine Gruppe auf den Kampf zu.
    Nach wenigen Minuten erreichen wir eine große Lichtung. Schnell sehe ich mich um und versuche durch den Rauch etwas zu erkennen. Ein blondes Mädchen steht hinter ihrem Lucario und dreht sich kampfbereit zu uns um.
    Lucario!“, ruft sie mit einer Hand auf uns deutend.
    Noch mehr von euch. Ich hatte nicht gedacht, dass ihr so selten dämlich seid“, höhnt eine weibliche Stimme. Eine Frau mit pechschwarzen Haaren und blutroten Augen tritt aus dem Rauch. Kalt läuft es mir über den Rücken bei ihrem Anblick.
    „Du“, zischt der blonde Junge neben mir und packt einen Pokéball an seinem Gürtel.
    Ihr seid so naiv“. Mitleidig sieht sie uns an. „Es war viel zu einfach euch einfältige Idioten hier herzulocken.“. Mit einem psychopathischen kichern lässt sie den Blick über uns schweifen. Rotes Licht flammt auf, als Flemmli und Papinella von Daisy und Matrifol von Satus aus den Bällen kommen. Ich entschließe mich noch ein Pokémon zu rufen, gegen so eine weiß man ja nie.
    Cynder sieht sich beunruhigt um und zischt dann: „das gefällt mir gar nicht Tayfun“, bevor sie sich wieder umdreht.
    Das blonde Mädchen sieht uns unsicher an. Mit einem Blick auf diese Frau dreht sie sich jedoch um und rennt gefolgt von ihrem Lucario zu uns.
    Alles in Ordnung bei dir?“, erkundigt sich Mila besorgt. Sie nickt nur stumm, doch ihr Atem geht stoßweise und sie zittert leicht.
    Erbärmlich“, die unheimliche Frau hebt ihre Hand in die Luft. „Ihr habt keine Chance“, lächelt sie. Ein leises surren ist zu hören, dann eine gewaltige Druckwelle. Ich werde zu Boden gerissen und ein leichter Schmerz macht sich in mir breit. Ich taste nicht der getroffenen stelle und begutachte sie schnell.
    Oh nein.“, flüstert Daisy. Ich habe es auch bemerkt. Feine risse ziehen sich über die Hüllen der geschlossenen Pokébälle.
    Mal sehen wie stark ihr seid“. Mit einem lauten kichern macht die Frau eine ausholende Bewegung.
    Ich stemme mich hoch und sehe mich um. Arceus. Mindestens zwanzig, in schwarze Umhänge gehüllte, Gestalten treten aus dem Wald, gefolgt von ihren Pokémon. Solche Pokémon habe ich noch nie gesehen. Ihre Augen sind ausdruckslos, ihr Fell und Schuppen matt und glanzlos und die Gesichter eingefallen. Abgemagert und müde sehen sie aus und um sie wabert eine unheilvolle Aura.
    „Das sieht nicht gut aus“, knurrt Satus, der ebenfalls wieder auf die Beine kommt.
    Wo bin ich da nur reingeraten“, jammert die kleine, braunhaarige leise. Das fragen sich bestimmt alle. Wo sind wir hier hineingeraten? Das fremde Mädchen kneift die Augen zusammen
    Lucario: Metallklaue! Glurak: Drachenklaue!“. Das Pokémon stürmt los auf den Gegner. Mit einem brüllen stürzt ein Glurak vom Himmel.
    Los UHaFnir: Solarstrahl“.
    Cynder: Dunkelklaue auf Psiana! Malefor: Eisenschweif auf Galoppa!“, auch meine Pokémon rennen los.
    „Matrifol: Gifthieb!“.
    Papinella: Silberhauch, Flemmli: Kratzer!“. Wiehernd weicht das Psycho Pferd zurück. Cynder formt eine Klaue aus Dunkelheit und stürzt auf das Psiana zu. Mit einem reißenden Geräusch zerfetzt die Klaue das Pokémon, was übrig bleibt ist nichts als Luft.
    Was...“.
    „Matrifol!“, der Schrei lässt mich herumwirbeln. Mit bösartig funkelnden Augen jagt ein Skelabra auf das Pflanzenpokémon zu. Krachend wird es gegen einen Baumstamm geschmettert. Rinde splittert und die Luft ist erfüllt von Rauch und Kampfrufen.
    Illusionen! Die meisten sind nicht echt!“, hallt plötzlich die Stimme von Lilly über die Lichtung.
    Illusionen? Ist das die Gabe dieser Frau?
    Vorsicht runter!“ Gerade noch rechtzeitig kann ich mich ducken. Messerscharfe Eissplitter bohren sich in die Bäume und den Schnee.
    „Zauberschein! Psychoklinge!“, wieder das Surren. Keuchend knie ich im Schnee, als die Psychoenergie durch meinen Körper jagt. Immer mehr dieser ausgezehrten, eisfarbenen Pokémon nähern sich uns.
    SEHT IHR! DAS IST UNSERE STÄRKE!“, die Frau sieht gehässig auf uns herab.
    Glaub nicht, dass das alles war was wir können.“, fahre ich sie wütend an.
    Ich glaube, ihr habt im Moment andere sorgen.“, flüstert sie. „Ich bezweifle, dass Dianci und eure Freunde allein gegen meine Pokémon ankommen“.
    In diesem Moment hallt ein ohrenbetäubendes Kreischen über die Lichtung. Ein Knall lässt mich zusammenzucken. Rauch steigt von Baumhausen City auf und wird immer dichter. Dianci? Damit kann sie nur Hae gemeint haben und irgend etwas fällt gerade in der Stadt ein. Mit einem zischen lösen sich die Illusionen um uns auf. Drei Rüpel und diese verrückte Frau stelle ich fest. Doch was passiert gerade in der Stadt.
    „Mila?“ Der besorgte klang von Satus stimme lässt mich zu den beiden sehen. Die rothaarige starrt mit weit aufgerissenen Augen in Richtung Stadt, dann blinzelt sie kurz und sieht zu mir.
    Wir müssen in die Stadt zurück. Sofort!“.

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    53. Kapitel

    Milas Sicht

    Qualmend steigt der Rauch in die Luft. Die Flammen schlagen lichterloh in den Himmel. Schreie erfüllen die einst so wunderschöne Stadt in den Bäumen. Ein Arkani steht mitten in den Flammen, wie eine Statue aus Eis. Sein weißes Fell verdreckt von der Asche und seine Blauen Augen trüb und Leer.
    Ein armseliges Papinella windet sich unter den Klauen des riesigen Wesens. Die Flügel zerrissen und die Augen vor Schreck weit aufgerissen. Knurrend bohrt das Eis-Pokémon seine Krallen in den Körper des kleinen Käfers. Nicht einmal ein letzter Ruf erklingt, als das Pokemon hinab in das Feuer fällt. Überall sind sie, die Pokémon aus Eis und die roten Feuerzungen, verschlingen die Baumkronen und den Schnee...

    „Mila?“, verwirrt blinzle ich auf. Alles kommt mit einem Schlag wieder zurück. Das fremde Mädchen, die Frau, der Kampf und die Illusionen.
    Wir müssen in die Stadt zurück. Sofort!“, rufe ich. Wir müssen das verhindern.
    Was ist los Mila?“, das blonde Mädchen sieht mich unsicher an.
    Diese seltsamen Pokémon, sie fallen in Baumhausen City ein. Alles stand in Flammen.“, leicht panisch schildere ich meine Vision.
    Ganz recht“, kichernd mach die Frau mit den blutroten Augen eine ausholende Handbewegung. „Sie werden alles vernichten, alles niederbrennen und alles auslöschen.“, sie seufzt theatralisch und macht eine leichte Handbewegung. Die drei Rüpel, die hinter ihr stehen nicken und setzen sich in Bewegung. Gefolgt von ihren Pokémon verschwinden sie in Richtung Stadt. Wie erstarrt sehe ich ihnen hinterher.
    „Du und Mila, glaubt ihr, ihr schafft es gegen diese Frau anzukommen? Wir müssen unbedingt zurück wenn es stimmt was Mila gesagt hat“, murmelt Satus.
    Wir allein gegen diesen Menschen!
    Beeilt euch, wir schaffen das schon. Ich bin übrigens Lara“, stellt sie sich vor.
    „Satus. Gut, dann werde ich schnell den anderen bescheid geben“. Unter dem belustigten Blick der Frau sammeln wir uns langsam wieder.
    Und mit wem habe ich nun das vergnügen?“, fragt sie.
    Mit uns!“, Lara macht einige Schritte auf sie zu. Schnell stehe ich auf und folge ihr, während die anderen zurück in die Stadt rennen.
    Eine weitere Explosion. Qualm steigt zwischen den Bäumen auf und der Geruch von Feuer steigt mir in die Nase. Verdammt, hoffentlich kommen sie nicht zu spät.
    Unsere Gegner sind also dieses seltsame Kronleuchter Pokémon und ein Zoroak. So schwer dürfte das doch nicht sein.
    Was steht ihr da rum? Ich dachte ihr wollt mich aufhalten“, knurrt die Frau und hebt langsam die Hand.
    UHaFnir!“, das Drachenpokémon landet neben mir. Auch Glurak und Lucario stehen kampfbereit vor ihrer Trainerin.
    Geofrost!“. Die schwarzhaarige lässt die Hand hinabfahren.
    TAUBOSS“, Donnernd fegt eine Eiswolke auf uns zu. Ein blau gefiedertes Pokémon stößt vom Himmel herab.
    SCHWALBOSS“. Eis und Schnee wirbelt auf. Die Kälte scheint meine Lunge zu zerreißen.
    Fly, alles in ordnung?“. Das Drachenpokémon liegt keuchend am Boden. Schlagartig breitet es seine Flügel aus. Eis zerbricht und messerscharfe Splitter sausen durch die Luft.
    Lucario!,“. Ein weißes Schwalboss stürzt vom Himmel. Blaue Energie sammelt sich brausend vor seinem Schnabel. Schnee spritzt links und rechts in die Höhe. „Metallklaue!“, das Aurapokémon stürmt auf seinen Gegner zu. Seine Krallen glitzern bedrohlich. Mit einem Knall kollidieren die Kämpfenden. Eine Druckwelle reißt mich von den Füßen. Eine tiefe furche zieht sich durch die Lichtung.
    Wie gefallen euch meine Eispokémon?“, das kreischende Lachen jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken. „Skelabra, mach sie fertig mit Hyperstrahl“. Eine blendende Kugel bildet sich vor dem Pokémon.
    Pass auf Fly!“, schreie ich meinem Pokémon zu.
    Glurak!“, das Feuerpokémon hüllt sich in lodernde Flammen.
    Mit einem ohrenbetäubenden Geräusch jagt der Strahl über die Lichtung. Krachend werden Bäume zerschmettert und die Luft ist erfüllt von Rauch und Schnee. Schmerzerfülltes jaulen erfüllt die Lichtung. Flammen züngeln um die zerstörte Furche, die sich in den Wald gebrannt hat.
    Arceus, was für eine Kraft“, hauch Lara erschrocken. Ich sehe hinüber zu dem blonden Mädchen.
    Kannst du ein Pokémon Megaentwickeln?“.

    Laras Sicht

    Megaentwickeln? Zitternd sehe ich zu der rothaarigen und dann zu der bösartig lächelnden Frau. Tief atme ich durch.
    Es muss funktionieren!
    Der Stein fängt an zu kribbeln und wird zu einem starken brennen. Bunte streifen sausen durch die Luft, rot und orange wie Flammen. Verzweifelt suche ich nach dem vertrauten Gefühl von Verbundenheit, doch da ist nichts.
    Warum?
    Da spüre ich es, das Gefühl. Kann es sein?
    Ich konzentriere mich. Schwarze und blaue Lichtbänder mischen sich unter das rot. Leuchtende Kugeln umschließen meine beiden Pokémon und das Gefühl von tiefer Verbundenheit und der Einheit eines Teams keimt in mir.
    Das ist es, das ist Lösung.
    Explosionsartig reißen die Kugeln auseinander und vor mir stehen ein Mega Glurak Y und ein Mega Lucario.
    Mila sieht mich fassungslos an.
    Zwei Megaentwicklungen, kann das sein?
    Wie?“, die Frau funkelt mich wütend an.
    Lucario: Ausraphäre, Glurak: Flammenwurf!“.
    Nachtflut, Energieball!“,
    UHaFnir, unterstütz die beiden mit Solarstrahl!“. Die Attacken jagen aufeinander zu. Zitternd unter dem druck der Energie verfolge ich meine Pokémon. Die Attacken prallen aufeinaander.In einer gewaltigen Druckwelle fliegt alles durch die Luft.
    Dumpf schlägt das Aurapokémon gegen einen zersplitterten Baumstumpf. Das Gefühl bricht ab. Die Verbundenheit zu Lucario verschwunden. Nur noch die Gefühle von Glurak nehme ich war.
    Lucario!“, ich Rappel mich auf und renne zu meinem Pokémon. Keuchend lasse ich mich neben ihm fallen. Dunkles Blut tropft auf den schmutzigen Schnee. Die Augen geschlossen und schwer atmend liegt das Lucario da. Sein Fell verklebt von dem eisigen Frost und zerzaust von den mächtigen Attacken.
    Wie kann eine einzige Attacke ein Mega Pokémon besiegen?
    Eure Niederlage ist besiegelt!“, die Frau lächelt mir höhnisch entgegen.
    Das werden wir noch sehen! UHaFnir: Drakometeor!“, Flammen schießen über den Himmel, doch das Schwalboss weicht nach oben aus. „Vorsicht!“, die ersten Meteoriten fallen aus dem nichts auf die Gegner.
    Weg da Glurak!“, ich springe auf und sehe besorgt, wie mein Pokémon sich der Attacke meiner Mitstreiterin entzieht. UHaFnir rast über den Himmel auf den Gegner zu, doch drauf hat das Tauboss nur gewartet. Pfeifend jagt sie Energie um den Kopf des Vogels. Mit einem lauten Schlag treffen die beiden Pokémon aufeinander.
    Fly!“, ruft Mila, als der Drache vom Himmel stürzt. Im letzten Moment kann es abdrehen und landet neben der rothaarigen. Auch Glurak landet neben mir und sieht beunruhigt zu dem besiegten Lucario.
    Besorgt sehe ich das Glurak Y an. Warum wirkt Dürre nicht? Doch lange kann ich nicht nachdenken. Eine Welle aus Eis jagt auf uns zu, gefolgt von einem Auraorastrahl. Ich will ausweichen, doch es ist zu spät. Eis und Schnee hüllen uns ein. Es ist unfassbar kalt. Warum spüre ich die Kälte? Meine Finger werden taub und ich bekomme kaum Luft. Als sich die Wand aus weiß gelichtet hat, verstehe ich die Attacke. Meine Füße sind eingefroren, so auch die von Glurak, UHaFnir und Mila. Verzweifelt versuche ich mich aus dem Eis zu befreien, doch es ist zwecklos.
    Na? Was macht ihr jetzt?“, langsam kommt die Frau näher. Ich beiße die Zähne zusammen und sehe die wütend an. Glurak versucht eine Flamme zu speien, doch das Feuer bleibt ihm im Rachen stecken.
    Hihi. Es ist nicht möglich noch Attacken einzusetzen. Dieses Besondere Eis unterbindet jede Möglichkeit des eingefrorenen, sich zu befreien oder Attacken einzusetzen. Das ist die Besonderheit meiner Eis Pokémon.“. Sie bleibt zwischen uns stehen und mustert uns eine kurze weile. „Ich hatte gehofft ihr seid besser...“. Sei winkt das Zoruark zu sich. „Toxin“. Gift tropft von der Klaue es schwarzen Pokémon. Zischend frisst es sich in den Schnee und die Erde. Langsam geht es auf UHaFnir zu und streckt seine Klaue aus. Wütend versucht sich Mila aus dem Eis zu befreien, doch es ist vergeblich.
    Das Zoruark packt den Hals des Drachenpokémon. Schreiend wirft dieses den Kopf zurück, als sich die Klaue in das Fleisch gräbt und das Gift die Schuppen verätzt. Schwer schluckend beobachte ich das Szenario. Nun kommt das Pokémon auf mein Glurak zu. Ich kann nichts tun, ich bin vollkommen hilflos!
    Seht! Seht zu wie eure armseligen Pokémon zugrunde gehen. Wie das Gift ihnen nach und nach den Atem raubt und letztendlich ihr Herz zerfrisst und ihr unbedeutendes Leben beendet.“. Überlegen betrachtet sie die beiden zuckenden Pokémon. „Ihr könnt nichts tun und ihr werdet es nie können. Ich seid schwach! Ein erbärmlicher Haufen Unruhestifter. Was hat Arceus sich nur dabei gedacht, euch zu Eisherzen zu machen.“.
    Du hast noch nicht gewonnen“, murmle ich wütend. Zitternd sehe ich zu meinem kraftlosen Pokémon.
    Diesen Kampf aber schon.“, flüstert die schwarzhaarige. „Mein Name ist Yumiko Sakura. Merkt ihn euch, denn ich werde es sein, die euch den letzten Schlag der Niederlage verpasst. Aber, wenn ihr wirklich kämpfen wollt, dann kommt nach Seegrasulb City. Seht euch die Zerstörung an. Seht euch die Pokémon an und dann kämpf. Kämpf um euer erbärmliches Leben. Das wird lustig“.

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    54. Kapitel

    Daisys Sicht

    Sie sind überall. Flammen schlagen in den Himmel und seltsam eisige Pokémon jagen ihre Attacken durch die Stadt.
    Schnell, auf eine der Plattformen!“, fordert mich der Junge namens Satus auf. Ich nicke und folge ihm die rutschige Leiter hinauf zu den Pokémon. Knurrend springt uns ein Arkani entgegen. „Matrifol ausweichen!“, auch ich und meine Pokémon springen erschrocken zur Seite, als die riesigen Pfoten des Pokémon neben mir in das Holz schlagen.
    Eine Hydropumpe jagt über die Plattform und trifft das Arkani von hinten. Mit einem wütenden Aufschrei springt es auf einen tiefen Ast. Ein junges Mädchen in einem weißen Yukata mit beigen Blüten rennt gefolgt von einem Milotic über die Hängebrücke.
    Ist das Pokémon etwa ein Shiny? Die bunten Schuppen von Milotic glitzern geheimnisvoll.
    Über uns jagt ein Altaria hinweg. Arenaleiterin Wibke verfolgt gemeinsam mit einem Tauboss ein Staraptor.
    Alles in Ordnung bei euch?“, erkundigt sich das Mädchen.
    Ja alles gut.“, sagt Satus und dreht sich wieder zu dem Arkani. Plötzlich flammt ein helles Licht auf. Von einer höher gelegenen Plattform kommt das wütende brüllen eines Glurak.
    Malefor Feuerwirbel!“, das riesenhafte Glurak stürzt an und vorbei in die tiefe. Auf seinem rücken die braunhaarige Trainerin Tayfun.
    Tayfun, wir kommen hier klar!“, rufe ich ihr zu, „Schau mal ob du Lara und Mila helfen kannst. Ich mache mir etwas sorgen!“,
    Mach ich!“, zu meiner Überraschung dreht die Trainerin sofort ab und fliegt in den Wald. Ich weiß, dass neu entwickelte Pokémon kurz nach ihrer Entwicklung eine enorme Kraft haben. Vielleicht hilft es den beiden, den Kampf gegen diese Yumiko schneller zu gewinnen.
    „GENGAR!“ ein neues Pokémon springt auf die Plattform. Schneeweiß und mit einem bedrohlichen funkeln in den Augen schwebt das Geistpokémon durch den Boden vor der Hängebrücke.
    Schnell weg da!“, ruft das junge Mädchen. Keine Sekunde zu spät. Das Arkani landet mit einem lauten krachen vor uns. Verdammt, die Pokémon versperren uns beide Wege von der Plattform zu kommen und der dritte glimmt noch leicht nach der löschenden Hydropumpe und ist definitiv nicht mehr nutzbar. Brüllend öffnet das „Feuer“-Pokémon sein Maul. Funken schlagen um seine blitzend weißen Zähne als es auf uns zuspringt.

    Satus Sicht

    Matrifol: Konter mit Stalflügel!“, mein Pokémon stürmt auf das herannahende Arkani zu. Mit einem Schrei packt das Pokémon Matrifol und drückt es zu Boden. „Nein!“, es knackt einmal, dann lässt das Feuer-Pokémon das Pflanzen-Pokémon los. Kleine Flammen züngeln um die Bissstelle. „Matrfol!“, ich renne zu meinem Pokémon, während Daisy das Arkani mit Fadenschuss in Schach hält. Besiegt hängt das Pokémon in meinen Armen. Ich kann es wegen dieser Psycho Attacke nicht zurückrufen, deshalb lege ich es vorsichtig auf eine Bank an der Plattform. Währenddessen nähert sich das Gengar langsam dem Milotic.
    Die Trainerin greift nach ihren Pokébällen und ruft ein Alola Vulnona.
    Vulnona: Inferno! Milotic: Drachenpuls!“.
    Du auch Flemmli: Glut! Papinella: Silberhauch!“, ruft Daisy ihren Pokémon zu. In summender Energie sammeln sich die Attacken.
    „GENGAR!“, wütend schreiend geht das Geisterpokémon unter den Attacken zu Boden und bleibt bewegungslos liegen. Um Milotic bilden sich plötzlich schwarze schlieren.
    Das ist Abgagsbund! Ruf es zurück!“, rufe ich der Trainerin zu. Schnell zückt diese ihren Pokéball und ruft das Wasser-Pokémon zurück. Nun bleibt noch das Arkani, und ich kann nur zuschauen.
    Ein heller Ton hallt über die Stadt. Die Eispokémon heben ihre Köpfe und drehen um. In einem Schwarm aus über zwanzig Pokémon jagen sie nach Osten aus der Stadt.
    Was bei Arceus?“, Daisy und das Mädchen schauen den Pokémon mit gemischten Gefühlen hinterher.
    Sie sind alle weg.“ stelle ich nüchtern fest.
    Was war das?“, fragt Daisy. Ich zucke mit den Schultern und sehen dann wieder besorgt zu Matrifol.
    Ist alles gut bei euch?“, erkundigt sich die schwarzhaarige. „Du solltest dein Pokémon zurückrufen. Ich bin übrigens Hea.“.
    Ich bin Satus. Ich kann es nicht zurückrufen. So eine seltsame Frau hat uns mit einer Psycho Attacke angegriffen und die Pokébälle zerstört. Ich muss zuerst ins Pokémon Center.“
    Los Altaria.“. Hae ruft ein gelbes Altaria aus dem Ball. Schillernd. Scheinbar macht sie sich sehr viel mühe mit ihrem Team. Sie besitzt zwei, nein drei Schillernde Pokémon und vielleicht noch mehr. Erst jetzt fällt mir das schillernde Chilabell auf, dass sich vergnügt an ihr Bein klammert. „Steig auf, der Weg zum Pokémon Center ist nicht mehr nutzbar“, meint das Altaria. Ich nicke dankbar und nehme das Matrifol auf den Arm. Es ist wirklich schwer. Dank Altaria schaffe ich es aber doch, das Pokémon auf den Rücken des Vogels zu legen. „Gebt mir auch eure Pokébälle. Im Center kann man sie reparieren“, schlägt Altaria vor. Ich nicke dankbar und übergebe meine anderen Bälle in die Klauen des Drachen. Auch Daisy übergibt ihre Bälle samt Flemmli dem Pokémon, welches sich mit kräftigen Flügelschlägen, gefolgt von Papinella, zum Pokémon Center aufmacht.
    Schweigend lasse ich meinen Blick über die Stadt schweifen. Rauch steigt von den unteren Häusern auf. Die Häuser in den Baumkronen scheinen weitestgehend unbeschadet. Hängebrücken sind eingerissen oder verkohlt. Ein Trupp Pelipper löscht die letzten Brände der Pokémon Attacken, unter Kommando eines älteren Herrn in schwarz-gelber Uniform. Flug Pokémon und ihre Trainer retten die Einwohner aus den Bäumen und versorgen mit Tränken und anderen Items die verletzten Pokémon.
    Das alles scheint viel zu schnell an mit vorbeigegangen zu sein.
    Schnelle Schritte nähern sich aus dem Wald. Tayfun und Malefor kommen dicht gefolgt von Mila, Lara und ihren Pokémon zwischen den Bäumen hervor. Tayfun winkt hektisch zu uns herauf und form ihre Hände zu einem Trichter.
    Kommt schnell! Du auch!“, die deutet auf Hae und winkt wieder hektisch. Ich sehe die beiden anderen an und klettere dann die Leiter hinunter, die vorher noch von dem Arkani versperrt war.
    Was ist los?“ frage ich sie. „
    Das erklären wir, wenn alle da sind die wir vorher getroffen haben.“.
    Nochmal danke. Vor allem für die Heilitems.“, sagt Lara und lächelt leicht. „Ich ähm.“, sie deutet mit einem Finger nach Osten und macht Anstalten zu gehen. „
    Halt vergiss es! Wir brauchen dich hier noch.“, sagt Tayfun und hält das blonde Mädchen fest.
    Lara!“, zwei Jungs rennen auf die blonde Trainerin zu. „Was in aller Welt ist passiert?“, fragt ein Junge mit einem blauen Schal.
    Das ist recht kompliziert. Ich glaube das klärt sich alles gleich.“, meint Lara und wirft uns einen schnellen Blick zu. Nun kommt auch Hae mit Altaria und einem braunhaarigen Jungen die Leiter hinunter.
    Also“, beginnt Tayfun.

    Daisys Sicht

    Ersteinmal, ich bin Tayfun. Die Vorstellungsrunde können wir später machen. Ich glaube den meisten hier ist das Wort Eisherz ein begriff.“. Sie sieht in die Runde. Zustimmendes Nicken und überraschte Gesichter sind die Antwort. „Dann wollen wir euch mal erzählen was da im Wald vorgefallen ist“. Ohne weitere umschweife beginnen die drei das Gespräch mit dieser seltsamen, irren Frau zu schildern.
    „Seegrasulb City also“, murmelt Lilly, die kurz nach beginn des Berichts ebenfalls zu uns gestoßen ist. Besorgt drehe ich an meinen Haaren und sehe zu den anderen.
    Scheinbar ist unser aller Schicksal verbunden, was sollen wir nun tun?“, Hae sieht Tayfun fragend an.
    „Also wir wollten nach Seegrasulb City. Naoko ist bereits vorausgegangen.“, meint Ash und zuckt mit den Schultern.
    „Wolltest du nicht auch in die Bibliothek dort?“, fragt Blau. Das schwarzhaarige Mädchen nickt.
    Deine Freunde scheinen nicht hier zu sein. Sonst hätten sich sicherlich mitgekämpft nach dem was du über sie erzählt hast. Vielleicht sind sie doch in Seegrasulb?“; mischt sich nun auch Mila ein.
    Und wir wollten sowieso wegen Professor Birks Forschungen dahin. Was ist mit dir Daisy?“, fragt Tayfun. Ich überlege nicht lange.
    Die Arena hat auch einigen Schaden davongetragen. Das mit dem Kampf um den Orden kann ich mir wohl im Moment überall abschminken. Geschweige denn Pokémon Wettbewerbe. Ich weiß also nicht was ich jetzt machen soll.“; gebe ich ehrlich zu.
    Sieht ganz so aus als wollten wir alle in dieselbe Richtung.“, sagt Mila und lässt den Blick von einem zum anderen Schweifen.
    „Was diese Yumiko sagt hört sich zwar gefährlich an, aber macht ihr da nicht ein bisschen ein zu großes Drama drum? Ich hab nämlich nicht wirklich Lust in einen Universellen Kampf von Eispokémon gegen Eisherzen zu geraten und nebenbei noch die Welt zu retten.“, grummelt das UHaFnir hinter Mila.
    Ja, der Kampf hier war definitiv kein normaler Pokémonkampf und ich habe kein gutes Gefühl dabei, teil dieser Sache zu sein.“, schildere ich nun auch meine Gedanken.
    Aber kommen wir denn drum rum? Immerhin haben wir diese seltsamen Gaben bekommen und mich würde schon interessieren wie ich wieder eine normale Temperatur bekommen kann. Im Sommer ist das sicherlich nicht halb so angenehm wie bei diesen Temperaturen.“, sagt Lara. Tayfun nickt zustimmend.
    Da hat sie recht. Vielleicht finden wir in Seegrassulb City ja etwas, dass uns helfen kann wieder ‚normal’ zu werden.“.
    Bedeutet das, dass wir uns einig sind?“, hakt Hae nach. Ich nicke. Wir werden uns gemeinsam auf den Weg nach Seegrasulb City machen und ich hoffe sehr, dass wir dort ankommen werden, bei dem was hier gerade alles passiert.

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    55. Kapitel Marrys Sicht Ich eile über die weite Fläche zu Jessy, James und Mauzi. „Hey ihr drei! Kommt mal her, das müsst ihr euch ansehen! Im F
    55. Kapitel

    Marrys Sicht

    Ich eile über die weite Fläche zu Jessy, James und Mauzi.
    „Hey ihr drei! Kommt mal her, das müsst ihr euch ansehen! Im Fluss sind Pokémon eingefroren!“, rufe ich.
    „Tatsächlich?“ James stapft durch den Schnee zu mir. Ich sehe wie der blonde Typ die Augen verdreht, umso besser.
    Die „Kommt mit!“, rufe ich wild winkend und laufe zum Fluss in der nähe des Waldes. „Komm raus Snibunna, dass musst du dir ansehen!“. Auch Jessie und James tun es mir nach und rufen Arbok und Smogmog. Alle starren gebannt auf das Wasser. Nichts.
    „Und wo sind nun die eingefrorenen Pokémon?“, fragt James verwirrt. Einige Schneeflocken fallen vor uns zu Boden, als wir drei gebannt auf das Eis starren. Immer mehr Schneeflocken fallen um uns herum, bis man vor lauter Schnee kaum noch fünf Meter weit sehen kann. Ich sehe zu Snibunna, welches sich auf die Attacke Hagelsturm konzentriert. Ich wollte dem Pokémon die Attacke mal beibringen, aber das einzige was dabei rausgekommen ist war das hier. Dass das mal nützlich sein würde hatte ich nicht gedacht.
    „Jetzt sieht man gar nicht mehr, lass uns zurück.“, mault Jessie. Ich schüttle den Kopf und erkläre den beiden in kurzen Worten, was hier eigentlich vorgeht.
    „Ernsthaft? Silver ist hier?“, fragt Mauzi und mustert mich kritisch. Ich nicke und deute in Richtung Wald.
    „Lass uns schnell gehen. Snibunna, kannst du das noch ein bisschen weitertreiben?“, frage ich.
    „Selbstverständlich oder was sollte ich sonst tun?“, fragt es und reckt seine Nase hochnäsig in die Luft. Ich ignorier es und stapfe durch den Schnee in Richtung Wald. Tief zwischen den Bäumen entdecke ich eine dunkle Gestalt, dass muss er sein. Schnell klettere ich über einen umgestürzten Baum und bleibe vor der Gestalt stehen. „Da bin ich wieder.“, sage ich und sehe die Person abwartend an.
    „Immerhin unauffällig.“, murmelt dieser nur.
    „Also, du hast gesagt du könntest mir etwas über diese Organisation erzählen?“, frage ich.
    „Uns Marry, wir sind auch noch da.“, beschwert sich Jessie sofort und wirft ihre Haare zurück.
    „Du bist immer noch mit diesen drei volltrotteln unterwegs?“, fragt Silver monoton.
    „Was soll hier volltrottel heißen?“, James verschränkt die Arme.
    „Ist doch jetzt egal.“, unterbreche ich.
    „Na schön. Das Team mit dem wir es hier zutun haben nennt sich Team Sky. Man erkennt sie an dem blau-roten Zeichen mit den verschlungenen S“, Silver deutet auf das Zeichen auf dem schwarzen Umhang. „Sie haben etwas mit einem Legendären Pokémon namens Zet zu tun. Laut den Legenden soll es in einer Höhle unter Moosbach City hausen.“,
    „Was auch zufällig der Ort ist an dem dieses Eis zuerst auftauchte“, schlussfolgere ich.
    „Unterbrich mich nicht. Ich habe die Vermutung, dass Team Sky dieses Pokémon kontrolliert, denn angeblich ist es seine Aufgabe, dieses mysteriöse Eis zu bannen und unter Verschluss zu halten, soweit die Legende.“.
    „Aber warum sollten sie sowas tun?“, fragt Mauzi.
    „Ich weiß nicht viel über die Pläne der Organisation, aber sie sind hinter den Eisherzen her.“. Silver wirft mir einen vielsagenden Blick zu, „weshalb ich dir auch raten würde von hier zu verschwinden.“. Ich schüttle bestimmt den Kopf. „Ich weiß wo sich ihr Hauptquartier befindet, was die Theorie, dass sie Zet kontrollieren noch verstärkt.“,
    „Und wo?“, fragt James.
    „Unter Moosbach City. Ich war bis jetzt nur einmal dort, aber etwas stimmt dort unten nicht. Zudem jagen sie seltsame Pokémon. Sicher sind euch die durchsichtigen Bälle aufgefallen.“, Ich nicke zustimmend.
    „Dort waren Pokémon drin und sie haben seltsam ausgesehen.“, bestätige ich.
    „Pokémon bekommen aus unbekannten gründen deN Eis-Typ. Es sind ausschließlich sehr junge Pokémon und sie verhalten sich im Gegensatz zu normalen Pokémon sehr zutraulich, wie ein gefangenes Pokémon. Das seltsame ist aber ihr verhalten, nachdem sie mit diesen durchsichtigen Bällen gefangen wurden. Sie lassen sich nicht mehr zurückrufen und sind taub für jegliche Art von Äußeren Reitzen. Einzig und allein auf Jaron Stone, den blonden Typen den ihr bereits kennengelernt habt hören sie und angeblich auch auf drei oder vier weitere. Von einer Frau namens Ocean Sky und eine weitere Frau Namens Yumiko Sakura weiß ich und auch so ein Typ namens Kazun kann auf sie Einfluss nehmen. Dabei verhalten sie sich wie Marionetten.“.
    „Man, dass ist echt unheimlich.“, stellt Jessie fest.
    „Das war aber noch nicht alles. In Baumhausen City halten sich momentan einige Eisherzen auf. Heute Morgen hat Team Sky einen Angriff auf sie gestartet und diese Yumiko losgeschickt. Sie wollen alle auf einen Schlag bekommen und deshalb schicken sie dich auch mit. Sie wollen die Eisherzen unwiderruflich Auslöschen.“. Ich schlucke schwer. Auslöschen hat so etwas endgültiges. „Mehr weiß ich leider auch nicht.“, endet Silver.
    „Das ist übel.“, knurrt Mauzi.
    „Ich bin tatsächlich Silvers Meinung. Marry du solltest wirklich von hier verschwinden“, murmelt Jessie und es ist Sorge in ihren Augen zu sehen.
    „Von wegen. Wir müssen noch mehr rausfinden“, sage ich bestimmt.
    „Und was ist mir den Eisherzen in Baumhausen City?“, wirft James ein. Ja, die Eisherzen in Baumhausen City, was ist mir ihnen? Frage ich mich.
    „Hört zu. Ich bin seit mehreren Monaten an dieser Sache dran und ich bezweifle doch sehr, dass du in ein paar Tagen mehr rausfindest als ich, denn ich vermute mehr brauchen die nicht um alles über dich herauszufinden was sie wissen wollen“. Ich schenke Silver einen äußerst genervten Blick mit einem genörgelten: „und was soll ich deiner Meinung nach tun?“.
    „Du könntest die Eisherzen warnen.“
    „Ich soll WAS? Die sollen gefälligst auf sich selbst aufpassen.“,
    „Dann wünsche ich dir noch viel Glück, ich muss dem Hauptquartier Bericht erstatten.“.
    „Ich brauche kein Glück!“, rufe ich Silver hinterher der genervt zwischen den Bäumen verschwindet. Ganz große klasse.
    „Und jetzt?“, fragt Jessie.
    „Ich denke nach.“, fauche ich sie an und lehne mich gegen einen Baum. Ja, was jetzt Marry? Das hast du mal wieder toll gemacht. Es würde meinen Ruf ruinieren, tatsächlich diese Eisherzen zu warnen, aber Silver meinte das... Aber was Silver meint könnte auch genauso gut falsch sein. Von dem her könnte es mir auch egal sein, aber das ist es nicht. Es ist mir nicht egal. Ich atme tief durch, eigentlich habe ich einiges an Informationen. Da geht mir plötzlich ein Licht auf.
    „Ist was Marry? Du grinst so.“, bemerkt James vorsichtig.
    „Wir gehen die Eisherzen warnen.“ mit einem leichten lächeln verlasse ich den Wald und hole Snibunna wieder. Danach verlasse ich auch die Safarizone und mache mich auf den Weg nach Baumhausen City.
    Das wird noch interessant.

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    56. Kapitel Nikis SIcht Weiter, weiter, weiter. Ich renne den schmalen dunklen Flur entlang. Nur weg hier, bevor sie mich einholen. Keuchend biege ich
    56. Kapitel

    Nikis SIcht

    Weiter, weiter, weiter. Ich renne den schmalen dunklen Flur entlang. Nur weg hier, bevor sie mich einholen. Keuchend biege ich um die Ecke. Verdammt!
    „Hey! Wer bist du?“. Zurück, aber nicht in den Gang. Durch eine Offene Tür in eine Leere Halle. Keuchend sehe ich mich um. Was passiert hier und vor allem wo bin ich? In der Ecke entdecke ich eine weitere Tür, sie steht einen spalt offen.
    Meine Schritte hallen viel zu laut von den Wänden wieder, als ich mich der Tür nähere und auf Stimmen lausche. Nichts. Vorsichtig drücke ich gegen die Tür. Mit einem Ohrenbetäubenden quietschen schwingt sie auf. Mein Herz klopft wie wild und ich zittere leicht.
    „Wo ist sie hin? Sucht überall!“. Schritte kommen von draußen näher, jetzt bleibt mir nichts anderes übrig. Ich schlüpfe in den Raum und sehe mich um. Überall hängen schwarze Umhänge mit einem blau-roten Symbol. Manche haben ein farbiges Band am unteren Ende. Ein Band ist lila, ein anderes blau und ein drittes schimmert in den Farben des Regenbogens.
    „Seht auch in der Lagerkammer nach!“. Trampelnd Schritte kommen näher. Oh Arceus! Ich denke nicht lange darüber nach und greife nach dem Umhang mit dem blauen Band. Bitte lass das gut gehen! Ich ziehe mir die Kapuze tief ins Gesicht und öffne die Tür, durch die gerade einer der Rüpel stürmen wollen.
    „Hey was...“, sein Blick bleibt an dem blauen Streifen hängen. Schnell weicht er ein paar Schritte zurück und starrt mich unsicher an. „Ähm, es, es tut mir furchtbar leid Miss, ich wollte ihnen nicht im Weg stehen. Ich wusste nicht, dass sie schon zurück sind!“. Anscheinend habe ich Glück, aber was soll ich jetzt machen? Am liebsten hätte ich mir die Kapuze noch weiter ins Gesicht gezogen, was wenn er merkt, dass ich nicht die bin für die er mich hält? Ich hohle tief Luft und verlasse wortlos den Raum. War es die richtige Entscheidung? Ich durchquere schnell die Halle, in der sich noch zwei weitere Rüpel befinden, die sich seltsam versteifen als ich an ihnen vorbeigehe.
    Uff, dass war viel zu knapp und raus bin ich hier noch lange nicht. Ich betrete den langen Gang und folge ihm entgegengesetzt der Richtung aus der ich gekommen bin. Hoffentlich finde ich bald einen Ausgang.
    „Yumi!“, der Ruf lässt mich zusammenzucken. Yumi? Bin damit ich gemeint. Schritte nähern sich und ich stolpere einige Schritte nach vorn, als sich schwungvoll ein Arm um mich legt. Ein blauhaariges Mädchen grinst mich breit an und hakt sich bei mir unter. „Du bist schon zurück? Das hätte ich nicht gedacht, aber es scheint ja so als wäre alles glatt gegangen! Sonst würdest du dich schon wieder beschweren.“, kichert sie und wirft ihren schwarzen Umhang theatralisch zurück, das regenbogenfarbene Band glitzert im kalten Licht des Flurs. „Sollen wir nicht in den Konferenzraum gehen?“ Ach du je, da hab ich mir aber was eingebrockt. Mein Herz schlägt wie verrückt und ich versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Was soll ich tun, was soll ich tun? Ruhig bleiben Niki, beruhige ich mich und suche verzweifelt nach einer Antwort und hoffe dabei, so zu klingen wie diese Yumi.
    Moment, Yumi? Langsam kommt mir wieder etwas in Erinnerung. Yumiko Sakura, die Frau vom Wettbewerb, oh nein Maike! Fällt es mir plötzlich wieder ein.
    „Ich, mir geht es nicht gut, geh du vor ich komme dann.“, sage ich leise und versuche dabei so krank wie möglich zu klingen.
    „Oh Yumi, das hört sich aber gar nicht gut an“, besorgt legt die blauhaarige den Kopf schief. „Ruh dich aus, ich sage Vater Bescheid das du nicht kommst.“, mit diesen Worten verschwindet das Mädchen. Heute scheine ich ja von Unglück und Glück zugleich verfolgt. Vielleicht sollte ich noch einmal zurück und einen anderen Umhang nehmen. Der blaue Streifen scheint ja was zu bedeuten, ein Glück das dieses Mädchen darauf hereingefallen ist. Ich mache auf dem Absatz kehrt und laufe zurück zu der Halle.
    „WIE KONNTET IHR! WIE KONNTET IHR GROUDON ENTKOMMEN LASEN!“ kreischt eine weibliche Stimme.
    „Es tut uns wirklich leid...“
    „WAS TUT EUCH LEID? EURE UNFÄHIGKEIT?“
    Ich nähere mich langsam dem Geschrei. Neben dem Eingang der Halle steht eine Frau mit blutroten und vor Wut blitzenden Augen vor ihr drei Rüpel die kurz davor sind, das weite zu suchen und sich in Sicherheit zu bringen.
    „Du.“, dir Frau deutet auf mich und winkt mir dem Zeigefinger. Als ich näher komme bleibt mir das Herz stehen. Oh Arceus. An ihrem schwarzen Umhang befindet sich ein blauer Streifen.
    Ein böses lächeln umspielt ihre Lippen. „Da haben wir sie ja.“

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