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Achtung! Dies ist nur ein Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Andere Teile dieser Geschichte

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One Piece - Invisible Pain 2

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Kapitel 1:
Langsam kam ich wieder zu mir. Als erstes nahm ich meine Umgebung wahr. Ich lag weich und es war echt warm und gemütlich, auf mir lag auch etwas Weiches. Zudem nahm ich das stetige Schaukeln eines Schiffes wahr… Moment… das Schaukeln eines Schiffes? Schlagartig war ich wieder vollständig bei Bewusstsein und schreckte hoch. Das hätte ich lieber nicht tun sollen. Mein Kopf schmerzte und fühlte sich an, als hätte ich versucht, mit ihm voran durch die Wand zu rennen. Außerdem durchzuckte Schmerz meinen gesamten Körper. Jede Bewegung tat weh. Da mir nichts anderes übrig blieb, sank ich zurück ins Kissen und atmete tief ein und aus, um mich zu beruhigen.

Andererseits genoss ich es, in einem Bett zu liegen und einfach nichts zu tun. Nichts desto trotz rasten meine Gedanken zu den gestrigen Ereignissen und schlagartig wurde mir klar, wo ich mich höchstwahrscheinlich befand: Auf Whitebeard’s Schiff! Der Typ gestern hatte mich niedergeschlagen, als die Marine aufgetaucht war und hatte mich auf sein Schiff verschleppt.
Verdammt. Was wollten sie bloß von mir? Der Kerl würde mich noch kennen lernen! Trotz der Schmerzen rafft ich mich also auf, verließ die Kajüte und suchte den Weg an Deck. Warum sie mich nicht gefesselt hatten oder die Kajüte wenigstens nicht abgeschlossen hatten, verstand ich nicht. Als ich endlich den Weg an Deck gefunden hatte, sah ich den Kerl mit dem Rücken zu mir stehen. Er sah sogar von hinten muskulös aus.

Auf seinem Rücken prangte groß das Zeichen der Whitebeard Piratenbande. Unter seinem Hut legten schwarze Haare hervor. Erst, nachdem ich ihn und seinen Rücken eingehend gemustert hatte, fiel mir auf, dass beinahe die gesamte Aufmerksamkeit auf mir lag. Die Gespräche waren verstummt und alle sahen mich an. Laut räusperte ich mich, um schließlich auch die Aufmerksamkeit der Person vor mir zu bekommen. Es funktionierte.

Er wandte sich um. Von vorn sah er sogar noch besser aus...halt! Für den letzten Gedanken hätte ich mir am liebsten selbst eine Ohrfeige verpasst. “Wie kommst du dazu, mich erst niederzuschlagen und dann auf dieses Schiff zu verschleppen?”, fragte ich ihn, meine Stimme war kalt wie Eis, während ich innerlich kochte. “Wie gesagt möchte Vater nur kurz mit dir sprechen und wenn du alles sagst, was du weißt, lassen wir dich bei der nächsten Insel wieder raus”, erklärte er ruhig. Allein das brachte das Fass zum Überlaufen. Voller Wut und den Schmerz ignorierend stürzte ich auf ihn zu, während sich in meiner Hand Schwerter aus Kristall bildeten. Kurz bevor ich ihn erreichte, würde ich von einem starken Arm aufgehalten. “Hör auf, meinen Sohn anzugreifen!”, sagte eine tiefe, respekteinflösende Stimme, “er hat dich auf meinen Befehl hergebracht.” Als ich mich umwandte, stand ich direkt vor Whitebeard.

“Ich will sofort zurück!”, sagte ich wieder mit unterkühlter Stimme, in der Hoffnung, so meine Unsicherheit verbergen zu können. “Du solltest dich lieber ausruhen”, vernahm ich Ace ruhige Stimme. “Ich muss mich nicht ausruhen!”, schrie ich, während ich herum fuhr. Dieser Typ brachte mich auf die Arme. Wie er schon so entspannt da stand, obwohl er mich gestern erst verschleppt hatte. Dann drehte ich mich um und wollte um Whitebeard herum gehen, als meine Beine unter mir nachgaben und ich direkt in Whitebeard’s Arme kippte. “Verdammt”, murmelte ich leise.

Ich würde von starken Armen hochgehoben und als ich aufsah, sah ich, dass Ace heran getreten und mich wohl auf seine Arme geladen hatte. Dann fiel mir wieder die Tatsache ein, weswegen er mich hierher gebracht hatte.
“Weshalb hast du mich hierher gebracht?”, fragte ich leise. Einerseits wollte ich nur hier weg, aber andererseits war ich es leid, alleine gegen alle zu kämpfen. Ob ich eventuell hier bleiben könnte und ein Teil dieser Crew sein konnte? Stopp! Ich sollte dringend aufhören, so etwas zu denken! “Wir wollen Informationen über ... Blackbeard”, sagte er ehrlich, aber als er den Namen Blackbeard aussprach, konnte ich Wut in seiner Stimme hören und Hass in seinen Augen sehen. Dann kamen die Erinnerungen hoch…

Es war Nacht, jetzt gleich sollte die Auktion stattfinden. Der Halsring brachte mir höllische Genickschmerzen ein und ich hatte die letzten Nächte, um genauer zu sein, seit ich hier war, kein Auge zugemacht. Alles, woran ich denken konnte, war das, was mir nun bevorstand: Sie würden mich verkaufen wie Billigware. Tränen brannten wie Feuer in meinen Augen, doch jetzt war nicht die Zeit zum Heulen. Ein Schubser und ich stand auf der Bühne. Es dauerte nicht lange, bis ich verkauft war. An niemand anderen als Marshall D Teach (alias Blackbeard). Und dann fing die Hölle erst an. Schmerzen, Angst, Einsamkeit und Finsternis… nur durch Blackbeard. Schon oft hatte ich geschrien, aber es half nichts. “Verschwinde, Teach, verschwinde endlich aus meinem Leben!”, zischte ich…

Und dann lag auf einmal eine Hand auf meiner Schulter und holte mich in die Wirklichkeit zurück. Anscheinend waren wir angekommen und er hatte mich in das Bett gelegt. Dann nahm ich etwas Feuchtes auf meiner Wange wahr. Hatte ich etwa geweint? Sein Blick lag auf mir, seine Augen strahlten sowohl Mitgefühl, als auch Wut aus. Langsam und vorsichtig setzte er sich auf die Bettkante. “Was hast du mit Blackbeard am Hut?”, fragte er, seine Stimme klang alles andere als freundlich. OMG, hatte ich etwa laut “Verschwinde Teach [...]” gesagt? Verdammt. Dieses Mal merkte ich ganz genau, dass ich die Tränen nicht zurückhalten konnte.

Ich rang um meine Fassung und versuchte, äußerlich ein Eisklotz zu sein, während ich sagte: “N-nichts …” Doch es gelang mir nicht. Die gesamten aufgestauten und verschluckten Gefühle kamen wieder hoch. Die Tränen brachen aus mir hervor wie Wasser durch einen gebrochenen Staudamm. Meine Stimme war hoch, kraftlos und zittrig, alles andere als kalt und emotionslos. Er sah mich noch immer an, aber jetzt mehr mitfühlend und traurig. “Was hat er dir angetan?”, fragte er wieder, aber sanfter nun…

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Das war das 1. Kapitel, den Prolog findet ihr unter dem Namen “One Piece - Invisible Pain”. Ich würde mich über KOMMIS sehr freuen, wenn ich ein paar erhalte, bekommt ihr nächstes Mal als Boni zwei Kapitel!

Danke für’s Lesen 😁

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