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Pech soweit das Auge reicht oder Kagomes Stirn meets Hauswand

Eine kleine Inu Yasha FF, die ich vor ein paar Jahren mal angefangen habe.

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    Kapitel 1 - Pech soweit das Auge reicht oder Kagomes Stirn meets Hauswand

    Es war ein warmer Frühlingstag, die Sonne schickte sanfte Strahlen über die Dächer und Straßen Tokios. Kagome saß schlecht gelaunt in der Schule fest, sie starrte auf ein monströsen Bündel Papier. Im Raum war es sehr warm und stickig. Sie ärgerte sich darüber, dass sie noch diese blöde Deutschprüfung schreiben musste. Sehnsüchtig wanderte ihr Blick zum Fenster und der Anblick des Kirschbaumes, dessen Zweige durch eine leichte Brise an den Fenstern kratzten, fesselte sie. Vorsichtig blies der Wind durch die Kirschblüten, als wollte er sie nicht verletzten, er riss ein paar mit sich, die daraufhin sanft auf den Boden segelten, dabei glichen sie dem Anblick von fallendem Schnee. Der Boden war schon fast vollständig von einem hellrosa Blütenteppich bedeckt. Ein ärgerliches räuspern holte Kagome augenblicklich ins unangenehm luftarme Klassenzimmer zurück. Sie blickte erschrocken in das strenge Gesicht ihres Lehrers.

    „Miss Higurashi, wenn sie sich nun bitte auf die Prüfung konzentrieren würden, anstatt aus dem Fenster zu sehen.“ brummte er mit seiner tiefen Stimme. „Natürlich.“ antwortete Kagome leicht lächelnd. Als er sich umdrehte, um sich wieder den zu korrigierenden Arbeiten auf seinem Schreibtisch zu widmen, guckte sie ihm verärgert hinterher. Sie hätte jetzt mit ihren Freundinnen etwas schönes Unternehmen können, doch am ersten sonnigen Tag der Woche musste sie diese verfluchte Prüfung nachschreiben, und zwar als einzige und das alles nur, weil sie gestern verschlafen hatte - für 3 Stunden. Bei ihrem Glück natürlich den gesamten Prüfungstermin. Es war das erste mal das Kagome so etwas passierte. Sie konnte den Abend zuvor aufgrund eines unheimlichen Gefühls der Beobachtung nicht einschlafen. {!} Um dieses loszuwerden musste sie letztendlich ihr Fenster schließen und die frische Nachtluft aussperren. Außerdem hatte sie sicherheitshalber die Gardinen geschlossen, obwohl ihr Fenster dem Wald am Rande ihres Grundstücks zugewannt war.

    Sie beobachtete ihren Lehrer der in seine Arbeit vertieft war und begann leise ihre Sachen einzupacken. Schleichend verließ sie den Raum und ließ die halb fertige Prüfung hinter sich. Über die Folgen dieser Handlung war sie sich bewusst, sie hatte schon ausgerechnet, dass sich die Arbeit selbst mit einer niedrigen Punktzahl nicht groß auf ihre Endnote auswirken konnte und sie immer noch ihr gesetztes Ziel erreichen würde. Welches darin bestand, dieses Schuljahr in allen Kursen die bestmögliche Endnote zu erreichen.

    Die Tür leise schließend und sich dabei wie eine Geheimagentin fühlend trat Kagome auf den Flur hinaus. In ihrem Kopf spielte dramatische Musik aus einem Actionfilm. Als sie schließlich den langen Weg zum Ausgang hinter sich hatte, atmete sie erleichtert auf und stieß schwungvoll beide Türhälften auf, um sich mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht auf den Weg nach Hause zu machen. Dort angekommen schmiss sie ihre Schultasche unachtsam in eine Ecke ihres Zimmers und tauschte ihre Schuluniform gegen ein hübsches Sommerkleid ein. Sie bewaffnete sich mit ihren Kopfhörern und ihrem Handy und eilte hinaus in den hinteres Teil ihres Grundstückes. Wo sie es sich im Schatten ihres Lieblingsbaumes gemütlich machte und die Musik laut drehte. Endlich konnte sie sich entspannen und schloss ihre Augen. Sie bemerkte kein bisschen, dass sie beobachtet wurde.

    Als die ersten Töne ihres Lieblingsliedes ertönten, öffnete sie ihre nun freudig schimmernden Augen, sprang ruckartig auf und fing an, ausgelassen zu tanzen. Überrascht verfolgte ihr heimlicher Beobachter das Geschehen. Plötzlich ertönte ein piepen in Kagomes Ohr, welches nicht zum Lied gehörte. Sie blieb stehen und setzte sich mit einem verärgerten Stirnrunzeln im Schneidersitz ins weiche Gras. Sie nahm die Kopfhörer ab und starrte böse auf ihr Handy, welches soeben gestorben war. „Mist!“ rief sie resigniert. Der heimliche Beobachter guckte belustigt, als Kagome ihr Handy von sich schleuderte und es dumpf im Gras landete. Sie war sich zwar ziemlich sicher, dass sich die Akkuleistung ihres Handys sich dank dieser liebevollen Behandlung nicht verbessern würde, jedoch machte sie damit ihrer aufkommenden schlechten Laune luft. Sie sank ins Gras, schloß erneut die Augen und versuchte, ihr Gemüt wieder zu beruhigen.

    Kagome spürte einen kühlen Windhauch über ihr Gesicht streifen, langsam klärte sich ihr Bewusstsein auf bis der dunkle Schleier des Schlafes schließlich wich und sie realisierte, dass es mittlerweile dunkel geworden war. Sie fröstelte, denn mit der Dunkelheit kam auch die Kälte der Nacht. So gut wie blind in der bewölkten Nacht, tastete sie nach ihrem Handy. Als sie es nach einer Weile fand, versuchte sie es zu aktivieren. Verärgert realisierte sie, dass der Akku natürlich noch leer war und sie nun ohne die Hilfe ihres Handydisplaylichts zurück ins Haus finden musste. Sie stapfte grummelnd durch die Dunkelheit. Die goldenen Augen ihres heimlichen Beobachters verfolgten jede kleine Bewegung von ihr. Er hatte sich nicht von dem Anblick losreißen könne, den sie ihm bot als sie friedlich unter dem Baum schlief und das Gras die Konturen ihres Körpers einrahmte. Zudem war er von ihrem wunderbaren Duft wie benebelt. Er beobachtete wie sie ziemlich sicher direkt auf die Hauswand zulief und als er bemerkte, dass sie nicht langsamer wurde, fiel ihm leider zu spät um sie zu warnen ein, dass sie ja nichts sehen konnte. Kagome hielt in der einen Hand ihr Handy und in der anderen ihre Kopfhörer, die sie ebenfalls von der Wiese aufgesammelt hatte. Dem Fehlglauben daran, dass sie das Grundstück ein und auswendig kenne, unterlegen, lief sie mit dem Kopf voran gegen die Hauswand. Sie sprang zurück und stieß einen Schmerzenslaut aus, dann fasste sie sich an den Kopf um festzustellen ob ihre Stirn blutete. Ein warmes Rinnsal von Blut lief über ihre Hand. Sie verzog ihr Gesicht und fluchte, „So´n Käse! “. Nun versuchte sie ihre Kopfhörer und ihr Handy wiederzufinden, da sie die Sachen vor Schreck fallen gelassen hatte. „Na wenigstens hab ich jetzt das Haus gefunden.“ murrte sie. Wenig später, nachdem sie sich ins Wohnzimmer vorgetastet hatte und den Lichtschalter gefunden hatte, eilte sie ins Bad. Nach einem langen Blick in den Spiegel gab sie ihrem Spiegelbild einen entnervten Man-bist-du-tollpatschig-Blick und versuchte die große Schramme, die quer über ihre Stirn ging zu versorgen.

    Als sie endlich in ihrem Bett lag, fragte sie sich wieso sie, seitdem ihre Familie im Urlaub war, solch ein Pech hatte. Ihre Mütter, die im Gegensatz zu ihr, ein ziemlicher Glückspilz war, hatte in der Lotterie eine Traumreise und das nötige Taschengeld dazu gewonnen. So kam es, dass Kagome seit Anfang der Woche allein den Higurashi Schrein hütete. Naja nicht ganz allein, Buyo war ja auch noch da. Sie war etwas eifersüchtig auf Sota, der mitkommen durfte, da er nun kurz vor den Ferien, in der Schule, sowieso keinen vernünftigen Stoff mehr vermittelt bekam. Aber Kagome hatte noch eine Deutschprüfung zu schreiben gehabt. Sie ärgerte sich über den Lehrer der den Termin für diese so ungünstig gesetzt hatte und spürte wie ein leichter Kopfschmerz einzusetzen begann. Die Gardinen vor ihrem geöffneten Fenster bewegten sich und sie vermutete einen Schatten vor ihrem Fenster. Bevor sie näher darüber nachdenken konnte schob sie die Erscheinung auf ihre Kopfverletzung, die in Verbindung mit ihrer Müdigkeit für sie ein einleuchtender Grund für Sinneswahrnehmungsstörungen war. erschöpft schloss sie die Augen und schlief schließlich ein.

    Über ihre Tollpatschigkeit schmunzelnd, machte sich ihr heimlicher Beobachter, nicht ohne sich von ihrem Wohlbefinden zu überzeugen, über die Dächer des schlafenden Tokios auf den Weg nach Hause.


    So ich hoffe euch hat´s gefallen, ich denke nicht, dass ich daran noch einmal weiter schreiben werde, aber wer weiß. Lasst ein Kommentar da!

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