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Achtung! Dies ist nur ein Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Andere Teile dieser Geschichte

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In my Mind 2

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    Kapitel 3 - Melinas Sicht

    Mein Lachen klingt schallend durch die Gasse und einige Passanten drehen sich fragend zu uns um, aber das ist mir egal. Vermutlich ist das so, wenn man jung ist, dass einem fast alles egal ist und man nur versucht sein Leben leben. Ich ignoriere die gaffenden Passanten und richte meinen Blick auf Florian, der wie ich immer noch ein breites Grinsen im Gesicht hat. Wir laufen kichernd die Straße hinunter. Das letzte Stück Rennen wir sie herunter, wobei uns fast die Eiskugeln aus der Waffel fallen. Nachdem wir unser Eis gegessen haben nehmen wir uns an der Hand. Die Sonne steht noch hoch am Himmel. Ich habe also noch ein bisschen Zeit, bevor ich nach Hause muss. Obwohl ich fast 18 bin muss ich immer noch pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause sein. Die meisten in meinen Alter würde das sicher ärgern, aber ich kann damit leben. Ich bin irgendwie auch froh, dass meine Eltern diese Regel eingeführt haben, denn ich muss zugeben, ich fühle mich bei Dunkelheit wirklich nicht wohl. Das liegt daran, dass ich zu viele Fernsehberichte über verschwundene Kinder gelesen, gehört und gesehen habe. Außerdem kann man ja nicht wissen, was da draußen für miese Typen rumlaufen. Ich glaube, ich werde diese Regel später bei meinen Kinder einführen, nur zu Sicherheit.,, Wollen wir ins Einkaufszentrum gehen?", fragt Florian,,, Juliane, Mark und Abby sind auch schon da und Noah wollte noch nachkommen" Es ist mir eigentlich egal, was wir machen, denn Florian wird bei unseren Freunden genauso mit mir umgehen wir jetzt.,, Klar, können wir gerne machen!", sage ich und wir machen uns auf dem Weg zum Einkaufszentrum.

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    Kapitel 4 - Frau Hoffscheids Sicht

    Ich gehe zum Krankenhausparkplatz und öffne mein Auto. Die wohlige Wärme empfängt mich dort. Seit meine Tochter irgendwie weg aber trotzdem da ist, gibt es für mich überall Kälte, als hätte jemand für mich eine Dauerklimaanlage angestellt. Es ist Mitte Sommer und ich friere überall. Während alle Leute mit strahlenden Gesichter an mir vorbeilaufen, bringe ich nicht mal ein kleines Lächeln zu Stande. Es hat sich zu viel verändert, als das man es vergessen könnte. Als das Auto startet stelle ich die Heizung an. Ich fahre vom Parkplatz auf die Straße. Ich hätte nie gedacht, dass ich für alltägliche Dinge wie Autofahren jemals zu schwach werden würde. Aber so ist es jetzt. Das Schlimmste an der Zunkunft ist, dass man nie weiß, was einen erwartet. Man wird nicht vorgewarnt und ehe man sich versieht, ist es schon zu spät. Ich glaube nicht, dass es so etwas wie Schicksal gibt. Wir folgen nicht irgendeiner Bestimmung, wir folgen unserem Verstand, zumindest die meisten. Ich denke wie können entscheiden was wir tun, welchen Weg wir wählen. Vermutlich nennen wir das was wir tun Schicksal, weil wir nicht wissen, zu was wir in der Lage sind. Weil wir denken, dass eine größere Macht an unserem Handel schuld ist. Ich schwöre, wenn ich gewusst hätte, was mit meiner Tochter passiert, hätte ich es verhindert. Irgendwie.

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    Kapitel 5 - Melinas Sicht

    Nach dem Treffen mit meinen unseren Freunden, fährt Florian mich nach Hause. Pünktlich wie immer, so ist Florian. Genau das schätzt meine Mutter so sehr an ihm. Die Gesichter meiner Eltern nachdem ich ihnen von Florian und seinem Motorrad erzählt habe, waren unbezahlbar. Meine Eltern dachten, dass Florian wie einer dieser Bad Boys aus den verschiedenen Bücher war, aber nachdem sie in kennengelernt hatten, waren sie beide ganz begeistert von ihm. Ich bin froh, dass sich meine Eltern so gut mit Florian verstehen, es könnte schließlich anders sein. Florian gibt mir zum Anschied wie immer einen Kuss. Dieses Mal geht er nicht zu Haustür, weil er sagt, dass er noch etwas Wichtiges zu erledigen hat. Ich bohre nicht nach, denn ich vertraue ihm. Ich gehe zur Haustür unseres schönen Hauses und klingele. Es dauert nicht lange, da macht mein Vater schon die Tür auf.,, Hallo Schätzchen", begrüßt er mich.,, Hi Papa", sage ich und umarme ihn. Mein Vater trägt wie immer einen Anzug mit einer dunkelblauen Krawatte. Er geht hoch in sein Arbeitszimmer. Er muss vermutlich noch arbeiten. Mama kommt aus der Küche, aus der es himmlisch duftet. Meine Mutter ist sehr attraktiv, aber ich stand noch nie in ihrem Schatten. Sie küsst mich auf den Scheitel,, Hallo Spätzchen!", sagt sie.,, Hallo Mama. Sorry, aber ich muss jetzt hoch. Ich habe noch was in Französisch auf.", sage ich. Mama lächelt.,, Alles klar, Süße. Ich rufe dich dann zum Essen!", sagt sie und ich verschwinde hoch in mein Zimmer.

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    Kapitel 6 - Frau Hoffscheids Sicht.

    Diese Autofahrt dauert wie gewohnt 3 Stunden und wie immer musste ich mir das Gehupe anhören, dass sich die Leute hinter mir leisteten. Es störte mich nicht. Früher hätte ich mich bestimmt darüber aufgeregt, aber ich habe ganz andere Sorgen. Ich nehme den Aufzug, was ich vor dieser ganzen Geschichte nicht getan habe. Es liegt so viel zwischen Früher und Heute. Wie gesagt alles hat sich geändert. Im dritten Stock hält der Aufzug und ich steige aus und gehe um die nächsten Ecke. Die Wohnungstür liegt schwarz und traurig vor mir und ich verfluche mich innerlich, für alles. In der Wohnung ist es still, wie schon seit einer Ewigkeit. Es schmerzt, wenn niemand mehr auf einen wartet. Mehr als ich zugeben will. Ich halte mich an der Türklinke fest, als bräuchte ich Halt. Den ich auch brauche, den mir aber niemand geben kann. Wenn man jemanden hat, der einen hält, wenn alles dem Bach runtergeht, macht man sich keine Sorge darüber, dass er von Heut auf morgen fort sein kann. Alle konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt und ich beneide sie darum. Ich stehe immer noch in der Tür, als wäre ich ein Gast, der darauf wartet eingelassen zu werden. So ähnlich fühle ich mich auch. Ich weiß schon lange, dass ich hier nicht mehr zu Hause bin, aber ich kann auch nicht loslassen. Ich denke man fühlt sich immer dort zu Hause, wo die sind, die man liebt. Aber was bleibt, wenn man alles verloren hat?

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