-» Der Frust Test

Sind Sie schon bereit für die Depressiven Zellen? Erfüllen Sie die Eingangsqualifikationen? Errechnen Sie ihren Frust-Koeffizienten. Wir danken den Frustclub.de für die Erlaubnis, diesen Test hier zu veröffentlichen.
Frage 1: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Bäume werden grün. Was denken Sie?
Oh toll, es wird Frühling. Sommer, Sonne, Liebe. Das Leben ist schön.
Oh scheiße. Es wird Frühling. Bald gibt's wieder Mücken, Sonnenbrand, Urlaubsstaus und verdreckte, colibakterienwimmelnde Badeseen mit überfüllten Stränden voller Radiogequake.
Mir ist schlecht.
Mir egal.
Alle amüsieren sich, außer mir.
 
Frage 2: Ihr Chef gratuliert ihnen zum super Text/Film/Konzept/Bild/Abschluß:
Ich freue mich einfach.
Endlich merkt es der intrigante Drecksack.
Wahrscheinlich wird er sich den Erfolg selbst ans Jackett heften.
Der will mich doch nur beruhigen. Hat bestimmt so einen Mitarbeitmotivationskurs gemacht.
Pures Mitleid.
Ich denke nicht, ich brülle ihn an, für wie doof er mich eigentlich hält. Daß ich mir dafür nix kaufen kann, wenn er hier rumschleimt.
 
Frage 3: Schauen Sie sich dieses Bild in Ruhe an. Was sehen Sie?
Wow, sympathische Person. Würde ich gerne kennenlernen Wo gibt's die Telefonnummer?
Mist, wer hat dieses Foto von mir gemacht? Nie wieder nehme ich son Zeug.
Gottchen, nein. Das ist ja abstoßend. So stelle ich mir unsere Jugend vor.
Was soll das denn sein? Machen die schon wieder Werbung für diese "Alien"-Filme?
Na und? Kenn ich die?
 
Frage 4: Sie haben sich einen neuen Pullover gekauft. Was tun sie?
Ich tausch ihn morgen um.
Ich kauf mir nie einen Pullover. Mir steht nix.
Ich geh heute abend aus. Egal wohin, Hauptsache man sieht mich und wird neidisch.
 
Frage 5: Sie fanden sich leider zu toll als Bergsteiger. Soeben stürzen Sie in der Wand ab:
Ich habe das Leben eh gehaßt. Wann bin ich endlich unten?
Ich gehe davon aus, daß ich mal wieder zu viel gekifft habe und nur auf Horror bin. Morgen siehts anders aus.
Ich schreie um Hilfe und drehe durch.
Das Fliegen ist nur ein Trick. Gute Gelegenheit zum Üben - guck mal wie blöd die Gemse glotzt (Nur für "Douglas-Adams"-Kenner.)
 
Frage 6: Morgens. Der Wecker klingelt.
Ich springe aus dem Bett und denke "wow" ein neuer Tag. Beiß rein.
Ich drehe mich um, ziehe die Decke über den Kopf und denke: iiih noch son Tag. Verpiss dich.
Ich denke gar nix, schlage das lärmende Teil tot und penne weiter.
Ich wache erst gar nicht auf und lasse ihn ignoriert vor sich hinklingeln (hoffentlich ist er frustriert, ätsch)
Ich quäle mich aus dem Bett, verfluche das Leben im allgemeinen, diesen Tag im besonderen und weiß, ich werde es bereuen, aufgestanden zu sein.
Ich nehme mein Schicksal deprimiert an. Was soll man sonst erwarten?
 
Frage 7: Setzen Sie sich entspannt hin. Horchen Sie konzentriert in sich hinein. Bemerken Sie dieses seltsame Gluckern in der Bauchhöhle? Haben Sie das immer? Werten sie dies als:
Zufriedenes Verdauen meines leckern Frühstücks/Mittag- Abendessens.
Keine Ahnung, gluckert halt irgendwie, wird schon ok sein.
Muß ich mal beobachten, kommt mir was komisch vor.
Huch, da geh ich gleich morgen mal zum Arzt.
Oh, nein. Garantiert ein Magengeschwür. Oder vielleicht Krebs. Ich geh vorsichtshalber erst gar nicht zum Arzt.
 
Frage 8: Es ist Abend. Sie schalten den Fernseher an.
Kommt eh nur Mist, verblöde ich eben.
Super, da hol ich mir ne Tüte Schips und machs mir richtig gemütlich,. Hab ich mir verdient.
Ja, Triebe, Instinkte. Ich sollte mich bilden und ein gutes Buch lesen. Ok, ich habe ein schlechtes Gewissen. Aber rumlümmeln macht Laune.
Ich besaufe mich, weil ich nix besseres zu tun habe als hier rumzuhängen.
Ich schalte aus und rufe einen Freund an, um nett auszugehen.
Ich schalte aus, um ins Bett zu gehen. Das Leben ist scheiße. Auch im Fernsehen.
Wieso, ist doch nett?
 
Frage 9: Ihre Wohnung sieht aus wie Sau.
Ich räume auf und genieße es, etwas Sinnvolles getan zu haben. So fühl ich mich wohl.
Ich räume auf und hasse es. Nichts bleibt einem erspart. Morgen ist es eh wieder siffig. Alles vergebens.
Ich schalte meine selektive Wahrnehmung ein. Räume mein Bett frei und ignoriere das Chaos.
Das lähmt mich echt total. Aber ich fang besser erst gar nicht an.
Meine Wohnung sieht nie so aus. Ich bin ordentlich.
 
Frage 10: Sie verlieben sich:
Ach du scheiße. Wieder dieser Hormon-Kram. Jetzt kann ich wieder vier Wochen an nichts anderes denken und mach mir falsche Hofnungen. Dann kann ich vier Monate an nichts anderes denken. Und mach mir richtige Befürchtungen.
Wow, super. Ich werde geliebt. Ich bin toll. Er/sie ist anders. Der/die einzige. Jetzt macht mein Leben Sinn.
Rosarote Wolken find ich kitschig. Hat er/sie Geld?
Super, nehm ich wenigstens ab.
Weia, wenn er/sie das rauskriegt. Wie sag ichs ihm/ihr? Das geht schief.
Geil.
Elend. Mein Zimmer ist nicht aufgeräumt. Ich hab nen dicken Pickel am Kinn und krieg bestimmt Herpes. Außerdem hab ich ne Wampe.
Ob ich ihn/sie morgen sehe? Sehnsucht. Leid. Ungewißheit. Himmel und Hölle. Angst und Lust.

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