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Keep Calm And Kill The Wolf

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5 Kapitel - 8.754 Wörter - Erstellt von: Nordwind - Aktualisiert am: 2018-04-05 - Entwickelt am: - 749 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 4 Personen gefällt es

Eigentlich dachte ich, dass mein Leben mit der Existenz meiner Schwester schon bestraft genug wäre aber mitten in der Pampa und vor den Pfoten überdimensionaler Wölfe, wird mir eins klar: ich bin das verfluchte Mobbingopfer von Gott, der mit starken Alkoholproblemen zu kämpfen hat! Katastrophales Chaos, nervenaufreibender Stress und unausweichliche Fettnäpfchen sind vorprogrammiert. Pairings: Kayla (OC) x Jacob &. Kaylie (OC) x Seth / Ausschnitt aus Kapitel 4: „So schlimm ist die Prägung nicht“., murmelte er mit gedämpfter Stimme. „Ich bin mir sicher, dass man das am Anfang auch von der Pest dachte“, sagte sie und schien es im nächsten Moment schon wieder zu bereuen, als sie Seth's leidenden Blick sah. „Also ich hätte lieber die Pest...die endet wenigstens“, nuschelte ich kaum hörbar.

1
P R O L O G
Positive Einstellung zieht negative Scheiße an


When I'm looking for colors
When I'm stuck in a world of grey
There's a part of me pointing to you like a compass
Every inch of your body is
Like it's pencilled into my brain
And I carry you around like you fit in my pocket

And nothing, and nothing they do
Could get me away from you
Yeah, nothing and nothing they do
Could get me away from you
Cause I see you shining through

No, I don't get lost
And it's all because
I know that I'll find you
Yeah, when the skies get dark
You're my Northern Star
And I know that I'll find you

- Topic (Find You)


Als ich zuhause ankam, warf ich als erstes meine Tasche auf den schwarzen Kunstledersessel und ließ mich geräuschvoll in die dazugehörige Kunstledercouch fallen. Ich spürte den prüfenden Blick meiner (wohlgemerkt zweieiigen) Zwillingsschwester auf mir ruhen. Sie saß nur wenige Meter entfernt am Esszimmertisch und hatte bis eben noch auf der Tastatur ihres Laptops herum getippt. „Einen anstrengenden Tag gehabt?“, es war ihrerseits eher eine Feststellung, als eine Frage.
Ich schnaubte zur Antwort lediglich theatralisch auf. Ich hörte wie sie ihren Laptop zusammen klappte und den Stuhl nach hinten schob.
„Wieder Stress gehabt mit dem Freund unserer Mutter?“, fragend kam sie auf mich zu und setzte sich auf die Couchlehne.
„Nein“, antwortete ich und rappelte mich mühselig auf, „Ich hab ihn schon seit 'n paar Tagen nicht mehr gesehen, Gott sei Dank. Der Penner würde mir gerade noch fehlen“.
Seit knapp einem halben Jahr hatte unsere Mutter einen neuen Freund. Das personifizierte Grauen höchstpersönlich. Keine Ahnung, was meine Mutter an ihm fand. Ich für meinen Teil konnte ihn nüchtern kaum ertragen. Eine Zeitlang hatte ich Pläne geschmiedet, wie ich ihn möglichst unauffällig überfahren konnte, damit es wie ein Unfall aussah aber die Angst vor einer Delle an meinem Auto hielt mich davon ab. Schwach lächelnd sah Kayla mich an.
„Du wirst nie mit ihm warm werden, hm?“, es war ihrerseits eher eine Feststellung, als eine Frage. „Sollte es jemals so weit kommen, erschieß mich“.
Sie musste wegen meiner Antwort kurz schmunzeln. „Liebend gern“, meinte sie nur.
Ich funkelte sie warnend von der Seite aus an. Bei so einer Schwester waren Feinde überflüssig. Ich wollte gerade etwas erwidern, als ihre Miene plötzlich ernst wurde.
„Ich hab heute mit Sam telefoniert“, fing sie an.
Überrascht sah ich sie an. Sam war unser Halbbruder, vermutlich einer von vielen bei so einem trieb gesteuerten Vater. Wir hatten ihn ein paar mal gesehen und hielten spärlichen Kontakt übers Telefon. Aber im groß und ganzen hatten wir nicht viel mit ihm zu tun. Bis zu dem Zeitpunkt als sich Kayla mitten im Wohnzimmer in einen riesigen Wolf verwandelte. Wir hatten gerade eine angeregte Diskussion darüber geführt, wer von Ragna's Söhnen am heißesten ist, als sie plötzlich komplett ausrastete und am ganzen Körper zitterte. Mein Einwand, sie solle zum Hausarzt gehen und sich eine verdammte Tollwutimpfung reinziehen, kam zu spät – keine Minute später stand sie da, auf vier Pfoten und mit fletschenden Zähnen. Das war richtig schräg. Wir begannen Nachforschungen zu betreiben, die uns letztendlich nach La Push und unserem einzigen, bekannten Verwandten dort führten. Als Kayla Sam damit konfrontierte, wollte er es nicht so recht glauben, da es normalerweise die Bedrohung von Vampiren brauchte, um die Genen zu wecken aber was soll ich sagen? In Ausnahmefällen reichte offenbar auch eine nervenaufreibende Zwillingsschwester. In Gedanken klopfte ich mir anerkennend auf die Schultern.
„Sam ist der Meinung, dass ich dich töten muss“, riss mich plötzlich die Stimme meiner Schwester aus den Gedanken.
Ungläubig und mit hochgezogenen Augenbrauen beäugte ich sie. „Bullshit“, meinte ich lediglich.
Sie seufzte kapitulierend. „Na gut, seine genauen Worte waren 'Versuch alles zu vermeiden was dich in irgendeiner weiße aufregt oder wütend macht. Reduziere den Stress aufs Minimum'. Aber wir wissen doch alle, was er mir indirekt damit sagen wollte“, erklärte sie und warf mir einen vielsagenden Blick zu. Unbeeindruckt erwiderte ich ihren Blick.
„Zwing mich nicht Hunde Fernhaltespray ums Haus zu sprühen“, warnte ich sie trocken.
„Geh mal lieber deine Sachen packen. Das kannst du hoffentlich besser als kontern“, meinte sie nur und verdrehte genervt die Augen.
Fragend sah ich sie an. „Warum meine Sachen?“, wollte ich mit einem misstrauischen Blick wissen. Schadenfroh grinste sie mich an. „Sam ist der Meinung, dass es besser ist wenn du mit kommst. Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht und wir wissen alle, wie gut du darin bist in unangenehme Situationen zu gelangen. Ich denke, dass würde mit dir als Wolf in einer Stadt wie Portland kein gutes Ende nehmen“, sagte sie und ihr schadenfrohes grinsen wurde mit jedem Wort breiter.
Fassungslos starrte ich sie an. „Du willst mich verarschen?“
Immer noch grinsend schüttelte sie den Kopf. „Ist mein voller ernst. Du bist schon als Mensch 'ne Zumutung, geschweige erst als Wol...“.
„Das mein ich nicht!“, unterbrach ich sie schroff.
Hämisch sah sie mich an. „Am Freitag fahren wir los. Mom weiß Bescheid“, ließ sie mich mit einem triumphierenden Gesichtsausdruck wissen und marschierte gutgelaunt davon.
Entsetzt sah ich ihr nach. Eins stand fest: wenn ich mich jemals in einen Wolf verwandelte, wäre sie die Erste, deren Gesicht ich zerkratzen würde – wenn gleich dass bei ihrer Visage eh nicht großartig auffiel. Schnaubend ließ ich mich zurück in die Couchlehne fallen.
„La Push“, murmelte ich abschätzig und ließ mir den Namen auf der Zunge zergehen.
Das klang wie der Stoff aus dem Depressionen sind. Ich war eigentlich ein optimistischer Mensch aber diesmal war mein Optimismus echt für'n Arsch. Die Vorstellung, mit meiner Schwester (á la kläffenden Chihuahuahündin) in einem Kaff am Arsch der Welt mit Hinterwäldern festzusitzen, überschwemmte meinen Körper mit einer Welle aus Selbstmitleid. Positive Einstellung zog ganz offensichtlich negative Scheiße an. Die Erde war nicht rund, sie war viereckig und an jedem Eck saß ein terroristischer Kobold, dessen großes Vorbild Osama bin Laden war. Konnte es eigentlich noch schlimmer werden?

Kommentare (9)

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Fan (42871)
vor 13 Tagen
Freu mich schon auf die Fortsetzung.
Emely_B ( von: Emely_B)
vor 16 Tagen
Ich freue mich über deine Fortsetzung :) (Kapitel 4) Mir gefällt besonders, wie du die Gefühle bei der Prägung beschreiben hast. Man konnte auch super gut verstehen wie sich Mika. fühlen muss. Würde mich sehr freuen wenn du weiter schreibst :) LG
Nordwind (86245)
vor 27 Tagen
Hey, freut mich dass die Geschichte dir so gut gefällt *-*
Und Danke für das Kommie *//// *
Ich werde versuchen heute Abend weiterzuschreiben, diesmal aus der Sicht von Kayla :)
Emely (79334)
vor 27 Tagen
... Mein Kommentar hat sich verselbstständigt xD wollte noch sagen dass ich mich riesig über eine Fortsetzung freuen würde :))) (BITTE SCHREIB WEITER) LG
Emely (79334)
vor 27 Tagen
Das ist sooo spannend und ich liebe deinen Schreibstil
Nordwind (86245)
vor 40 Tagen
Noch 'n Kommie, geil :D
Dankeschön dafür */// *
Ich werde versuchen heute Abend weiterzuschreiben :)
Rose Viktoire Evans ( von: Rose Viktoire Evans)
vor 41 Tagen
Cooooooooole Story 0.0 Schreib biiiiitttteeeee weiter ♡
Nordwind (86245)
vor 41 Tagen
Mein erstes Kommie *-*
Und ich hatte schon die Befürchtung für die FF interessiert sich niemand :o
Aber einen Leser hab ich anscheinend, freut mich :D
Ich versuch so schnell wie möglich weiterzuschreiben :)
Isilya ( von: Isilya)
vor 42 Tagen
Bitte schreib weiter💖 mega cool😄