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Das Blackout

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1 Kapitel - 729 Wörter - Erstellt von: Raven_Mieze/Rose Granger-Weasley - Aktualisiert am: 2018-01-18 - Entwickelt am: - 251 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

P12 Oneshot
HG/MM angedeutet
post-war
Romanze/Angst

    1
    Mein Kopf ist leer. Gerade eben sollte ich, Hermine Granger, die Aufgaben vor mir bearbeiten. Die Uhr tickt, es ist UTZ Zeit. Ich habe mich seit einigen Monaten auf diese Prüfungen vorbereitet. Ausführlich. Speziell für Verwandlung. Doch ich kann mich an kaum etwas erinnern. Allein die Aufgabenstellung „Beschreiben Sie ausführlich die verschiedenen Schritte der Animagusverwandlung“ hat mich komplett aus dem Konzept gebracht.
    Animagus. Verwandlung.

    Flashback.
    „Harry und Ron kommen zu spät/Eine Katze auf dem Lehrerpult/Animagus/Erstes Jahr/Taschenuhr/Sie/Min…Prof. McGonagall.“


    Meine Augen sausen unruhig über mein Blatt. „Mensch Mädchen, reiß dich zusammen“, denke ich, „dieses eine Mal, für deine Noten, für deine UTZ’s…“ Meine kleine Panikattacke bleibt nicht unbemerkt, denn ebendiese Professorin, über die ich gerade philosophiert habe, schaut mich fragend und ein bisschen besorgt an. Kein Wunder, kam es doch noch nie vor, dass ich in einer Prüfung Schwäche gezeigt hätte. Schwäche und Angst. Direkt vor ihr. „Ein Gryffindor hat keine Angst! Schon gar nicht wegen einer Prüfung“, höre ich Ron’s Stimme in meinem Kopf. Ich verdränge den Gedanken und versuche erneut mich auf die Aufgabe zu fokussieren: „Ich kann das. Sie hat es mir beigebracht.“ Ich suche noch nach dem roten Faden, als Prof. McGonagall plötzlich neben mir steht und eine Hand leicht auf meine rechte Schulter legt, um mich zu fragen, ob ich kurz rausgehen will. Ich schüttle den Kopf, nicht fähig auch nur ein Wort zu sagen. Das hat sie damals auch getan. Sofort erscheint die Stunde vor meinem inneren Auge.

    „Verwandlung/Stunde vom 04.03.1999/Thematik: Theorie der Animagusverwandlung/Meine Frage, ob man während des Studiums der Verwandlung auch die Praxis lernt/McGonagall, die mich anlächelt, ihre Hand so wie eben auf meine Schulter legt und mir erklärt, wie sehr sie davon überzeugt sei, dass ich nach meiner Hogwartszeit bestimmt lernen würde ein Animagus zu werden/Ich sei die einzige Schülerin, der sie die dafür notwendige Prozedur mit den Alraunenblättern zutraut.“


    Alraunen. Prozedur. Fast hätte ich sie dankbar angestrahlt, als mein Gehirn endlich den roten Faden wider findet und damit beginnt die Schritte abzuspulen, die sie uns daraufhin beigebracht hat. Sofort beginne ich mit dem Schreiben.
    30 Minuten später ist die Prüfung vorbei. Die Zeit war gegen Ende hin, aufgrund meines kleinen Blackouts, doch noch ein bisschen knapp geworden. Erschöpft aber erleichtert seufze ich auf, als ich meine Feder in die braune Schultasche einpacke. Sofort durchströmt mich noch ein weiteres Gefühl: Melancholie. Dies war die letzte Prüfung in Verwandlung für meine Schulzeit. Die letzte Prüfung bei Prof. McGonagall.

    Minerva McGonagall. Ich bewundere sie schon immer. In meinen ersten beiden Schuljahren sah ich in ihr ein großes Vorbild, später, als sie mir Zusatzstunden in Verwandlung gab, war sie mein Mentor. Nun, seit meinem 5. Schuljahr bin ich definitiv in sie verknallt. Ich begann die intelligente Frau zu sehen hinter ihrer geraden Haltung, ihrer harten Fassade und ihrem strengen Haarknoten. Ich fing an, sie zu beobachten. Ihr schmales Lächeln, wenn ich eine schwere Frage richtig beantwortet hatte, ihr markantes Augenbrauenhochziehen, wenn es Unruhe in ihrem Unterricht gab und ihre feinen, schlanken Finger, mit denen sie den Zauberstab oder die Kreide hielt. Einfach die Art und Weise, in der sie sich bewegte und mit der sie sprach. Sie war wunderschön. Sie ist wunderschön.

    Aber sie ist Prof. Minerva McGonagall, Schulleiterin von Hogwarts, Trägerin des Merlinordens erster Klasse, meine Verwandlungslehrerin seit meinem ersten Jahr, meine Mentorin und nicht zuletzt eine Frau.
    Und sie wird nie erfahren, dass ich in sie verknallt bin. Nie könnte ich ihr das sagen.
    Dafür schäme ich mich viel zu sehr.


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