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When midnight comes...

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2 Kapitel - 1.458 Wörter - Erstellt von: Freyadawn - Aktualisiert am: 2018-01-11 - Entwickelt am: - 70 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In der Zukunft der Erde wurde sie in zwei Planeten gespalten und die Menschen dieser zwei Planeten halten alle hundert Jahre Jahre ein Turnier ab in dem es die Wärme der Sonne für die nächsten hundert Jahre zu gewinnen gilt...

    1
    Im Jahr 2030 zerteilte der Aufschlag eines Kometen in New York die Erde. In Nord und Süd. Einige Jahre trieben die zwei ankerlosen Erdhälften ziellos im All.
    Sie entwickelten sich und schafften es eine Kommunikation zu der jeweils anderen Erdhälfte aufzubauen.
    Die der Nordhalbkugel entwickelten sich in eine mittelalterliche Richtung, glaubten an nichts und die auf der Südhalbkugel begannen an die griechischen Götter zu glauben und fingen auch an den Glauben an diese Sagen und Mythen vorzuziehen.
    Vor dem Kometeneinschlag der von New York ausging und die Erde zerteilte wurde auch die Menschheit zerteilt. Doch nicht in Süd oder Nord oder gottesgläubig oder gottlos, sondern in die zwei mächtigsten Familien der Erdhälften. Die Draias und Thelerias.
    Doch da es den nun zwei Planeten nichts nutzte eine führende Familie zu haben veranstalteten sie ein Ereignis dass sie "das Turnier der Sonne" nannten. Alle 100 Jahre sollten die jüngsten erwachsenen männlichen Mitglieder der Familien gegeneinander kämpfen bis auf den Tod und die gewinnende Familie konnte sich auf ein paar sonnige Jahrzehnte freuen, während die andere gequälte 100 Jahre der Kälte und Finsternis erdulden musste.
    Es war also das wichtigste für die Planeten das Turnier der Sonne zu gewinnen.

    2
    Der Wind wehte durch die Vorhänge und riss mich aus dem Schlaf.
    Der Blick, als ich aus meinem Bett stieg und die morgendliche schlummernde Stadt vom Balkon aus beobachtete war erleichternd. Wie jeden Morgen. Nur heute war ich etwas älter als gestern. Nämlich 18.

    "Happy Birthday!" Meine Zofen erschienen in meinem Zimmer und begannen mir ein leichtes, passendes Kleid für den Tag auszusuchen, denn wenn die Sonne rot aufging, so hatte ich es gelernt, würde es noch sehr heiß werden. Meine Zofen Lea, Milé und Rãja halfen mir ins Kleid und versuchten eine halbwegs gutaussehende Frisur aus meinen Haaren zu formen.
    Eigentlich freut man sich wenn man 18 wird. Aber nicht wenn es heißt das der eigene Bruder abgeschlachtet werden könnte.
    Denn Aeneas war für dieses Jahrhundert der Vertreter der Thelerias, meiner Familie.
    "Hast du gut geschlafen?", fragte mich Rãja, die meistens Schlafstörungen hatte. "Ich hatte auf jeden Fall mehr Schlaf als La", neckte sie Lea. Diese lief rot an und schwenkte ganz zufällig auf ein anderes Thema um. "Und, wie fühlst du dich mit 18 Jahren?" "Ehrlich gesagt wie gestern und letztes Jahr. Nicht anders." "Aber du oder Prinzessin Vicky werden der Preis des heutigen Gewinners seien", meinte Rãja. "Übertreib nicht Rãj. Sie müssen dem Gewinner nur den goldenen Kranz überreichen..." "... und küssen", ergänzte Lea grinsend. "Ach was. Mir tut Aeneas eher leid, dass er sich von Prinzessin Vicky küssen lassen muss", beteuerte ich. "Wenn er gewinnen würde", ergänzte Milé. "Da bin ich mir sicher."
    "Dann hast du bestimmt noch nicht gehört was man sich über Prinz Roja erzählt." "Du etwa?" "Ja. Er ist stark, aber vor allem schnell und geschickt. Es wird sehr knapp werden", erzählte Rãja. "Also ich würde ihn küssen", lächelte Lea. "Er soll so schön seien wie ein Gott. " "Egal, genug gequatscht, Mädels! Wir müssen noch eine Prinzessin einkleiden!" Rãja rief uns gnadenlos zur Ordnung zurück.


    Am Tisch brachte ich keinen Bissen herunter. Aeneas musste gewinnen! Nicht dass wir sonst 100 Jahre sonnenlose sein würden, sondern weil ich sonst meinen einzigen Bruder verlieren würde.

    Tenebris. Ein kleines Stück Erde welches ziellos im All herumflog. Das war der Ort wo alle zwei Völker aufeinander trafen. Eine kaum sichtbare Linie zerteilte diesen Ort in zwei Hälften. Die Rangplätze der Arena waren in Süd und Nord geteilt. Meine Familie den Draias gegenüber. Ich Vicky gegenüber. Dem arrogantesten Lebewesen im ganzen Universum.
    Als alle saßen und nur noch Aeneas und Roja fehlten, begannen Fanfaren zu spielen und die beiden erschienen in Kriegsrüstung in der Arena.
    Ich hielt die Luft an. Lea hatte Recht gehabt. Er war schön wie ein Gott.
    Sein Körper war muskulös und durchtrainiert. Seine Augen waren blau, seine etwas längeren Haare blond und seine Lippen wie zum Küssen gemacht.
    Er schaute zur Tribüne auf und sein Blick verfing sich in meinem. Mein Herz fing wild an zu klopfen. Und es schien aufzuhören als er mir zuzwinkerte.
    Dann begann der Kampf. Es stimmte. Roja war schnell und geschickt, aber Aeneas war stark.
    Es war brutal mit anzusehen.
    Einmal gewann Aeneas die Oberhand, dann wieder Roja.
    Doch dann passierte es.
    In einem Moment (sie schienen schon eine halbe Stunde zu kämpfen)der Unaufmerksamkeit verlor mein Bruder seine Deckung und...
    ...wurde getötet.
    Blitzschnell sprang ich von den Rängen auf und eilte so schnell es ging zu ihm auf den Platz.
    Doch es war zu spät. Ich war mir so sicher gewesen dass Aeneas gewinnen würde! Das konnte nicht wahr sein! Tränen traten mir in die Augen und ich kniete mich neben meinem Bruder und probierte mit meinen bloßen Händen die Blutung zu stoppen, doch es war zu spät.
    Er war tot.
    Ich nahm nicht wahr wie ich aufschrie oder mein Vater sich von seinem Platz erhob.
    Mein Bruder war tot.


    "Der Gewinn!" Dece Draia erhob sich nun ebenfalls von seinem Sitzplatz und wandte sich an meinen Vater. "Ihr habt ... gewonnen. Euch steht die Sonne die nächsten hundert Jahre zu", bestätigte Vater.
    Dann erst realisierte ich dass ich Roja küssen musste.
    Langsam sah ich auf.
    Dann löste ich den Kranz aus goldenen Blättern von meinem Kopf und Schritt auf Roja zu. Er kniete vor mir als ich vor ihm stand und ihm den Kranz aufsetzte. Dann stand er auf-er war fast 1/2 Köpfe größer als ich.
    Als ich ihm in die Augen sah war es als ob er mich verstehen könnte. Doch dann war dieser Moment wieder vorbei und er beugte sich zu mir vor.
    Im nächsten Moment küssten wir uns.
    Als wir uns wieder auseinander lösten fiel mein Blick auf Thyth. Rojas kleinen Bruder. Doch sein Gesichtsausdruck könnte ich nicht deuten.


    Als wir alle den Platz verließen um zu unseren Planetenhälften zurück zu kehren, hielt mich jemand auf;Roja.
    Ich wollte mich aus seinem Griff befreien, doch er war einfach zu stark für mich.
    "Was willst du?" "Reden", er zog mich hinter eines dieser improvisierten Zelte.
    "Und? Was willst du von mir?" "Ich will dir eine Chance geben." Ich horchte auf. "Hör zu. Es tut mir leid dass ich deinen Bruder töten musste und ich will nicht dass du die nächsten Jahre deines Lebens im Dunkeln verbringst. Ich mag dich. Ich mache dir hier ein Angebot. Ich kann dich auf unsere Hälfte unbemerkt bringen." Ich schluckte. Was lag ihm an mir, dass er mir so helfen wollte?
    "Was hältst du davon?" Er sah mich erwartungsvoll an. "Und was ist der Haken bei der Sache?" "Es gibt keinen!" "Wieso nicht! Jede Sache hat einen Haken", warf ich ein. "Aber nicht die, die man aus aufrichtiger Liebe tut."
    "Warte...du liebst mich?"
    "Ja."
    Roja Draia liebte mich. Das kam überraschend. Was aber noch überraschender kam war der Gedanke und das Gefühl.
    Ich liebte ihn auch.

Kommentare (1)

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Lucy (09378)
vor 104 Tagen
Es würde mich freuen wen du weiter schreibst !!das hast du wirklich schön geschrieben nur das einzige was ich etwas komisch fand war das sie den tot von ihrem bruder so gut verdrängen konnte und dazu noch den Mörder küssen konnte aber ansonsten mach weiter so du bist echt gut👍