Springe zu den Kommentaren

Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III - Rückeroberung

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 3.852 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2018-01-15 - Entwickelt am: - 93 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist der dritte Akt der Geschichte: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen.
Ein Konflikt, der unlösbar scheint und er ist nicht das einzige, was ein Problem darstellt. Eine Reise mit vielen wichtigen Entscheidungen und Herzen, die ihren Platz noch finden müssen.

    1
    Der Link zum ersten Akt befindet sich hier: http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen Der Link zum zweiten Akt

    Der Link zum ersten Akt befindet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen

    Der Link zum zweiten Akt befindet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497899789/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Wege-des-Schicksals

    Kapitel 93: Emotionaler Untergang

    Teona

    Abgeschnitten von dem Rest unserer Leute haben wir uns ein kleines Camp im etwas nördlichen Bereich von Valaya gemacht. Wir waren uns sicher, dass Raweso hier nicht so schnell lang kommen würde. Im Norden liegt das Reich des rechtmäßigen Königs, der über alle Teile von Valaya herrscht. Raweso wird zuerst noch in den Süde gehen müssen, dem Reich seiner kleinen Schwester Yuoka. Wie gerne wir es beschützen würden, aber uns fehlt es leider an Stärke um es mit so einer großen Armee wie der von Raweso aufzunehmen.
    Momentan sieht es leider auch nicht so gut bei uns selbst aus. Abgesehen davon, dass die Moral tief gesunken ist. Nur das Infiltrationsteam ist noch mit uns gekommen. Der Rest kämpft wohl für Raweso oder ist inzwischen gefangen. Noch eine Möglichkeit möchte ich nicht in Bedacht ziehen. Und ich organisiere, wie es weiter gehen soll.
    “Wie geht es unseren moralischen Wrackstücken?“, frage ich Lou, die mir sehr unter die Arme greift, bei dem, was ich hier mache.
    “Jim ist noch immer nicht zurückgekehrt. Takenaa sagt auch noch kein Wort. Der Rest ist inzwischen schon wieder recht gut auf die Beine gekommen.“
    Ich nicke. “Okay. Immerhin etwas.“ Ich seufze. “Trotzdem kann mal jemand nach ihm sehen. Wir haben hier jetzt schon lange genug Wurzeln geschlagen.“
    “Ich sehe zu, dass ich wen zu ihm bekomme.“
    “Wenn ich kurz unterbrechen dürfte...“
    “Clive. Natürlich. Was gibt es?“
    “Ich glaube, ich weiß langsam, was ich bei Takenaa machen kann. Ich rede mal kurz mit ihr.“
    “Ehm… sicher. Tut das.“
    Lou rollt eine Karte auf. “Also… hier sind wir. Und da ist Yuokas Schloss...“
    “Schon klar. Es ist nur die Frage, wo wir anfangen. Wenn wir Pech haben, laufen wir direkt in seine Arme und das war´s.“ Momentan wissen wir wirklich nicht, wo wir jetzt sich langlaufen können, ohne, dass uns Raweso über den Weg läuft.

    Jim

    “Ich habe diesem Kerl sowieso nicht getraut. Zum Glück bin ich nicht in seine Falle getappt und habe einem dunklen Magier getraut.“ Serafina...
    “Jetzt halt die Klappe, du ungezogenes Gör! Du hast doch keine Ahnung, was du da redest!“
    “Hey, Angie, jetzt werd nicht so beleidigend. Ihr habt doch alle gesehen, was passiert ist.“
    “… Aber du verstehst mein Problem einfach nicht...“, antworte ich schließlich. Sie weiß überhaupt nicht, wo mein Problem liegt.
    “Wahrscheinlich nicht. Dann kann ich auch leider nicht helfen.“ Sie geht.
    “Okay, dann… dann sag jetzt noch einmal, was genau jetzt los ist.“, bittet Angie mich wieder mit ruhigem Ton.
    “Einfach… Einfach, dass das Ganze, was jetzt passiert, weitergeht! Das bedeutet noch mehr Zerstörung und Leid.“
    “Gib dir doch nicht die Schuld. Sonst bitte Asuka doch einfach, dich zurück in unsere Welt zu bringen.“
    “… Das hilft nicht.“
    “Warum sollte es das nicht tun?“
    “Dann wurde es euch nicht erzählt? Als wir in diese Welt kamen, oder besser gesagt, als ich in diese Welt kam, hat Boey mir all das Zerstörte dieser Welt gezeigt. Das alles stammt aus Kriegen früherer Zeit. Sie wurden stehen gelassen, um an die Folgen eines Krieges zu erinnern. In unserer Welt wurden sie jedoch erneuert und entfernt.“ Angie scheint noch nicht zu verstehen, was ich meine.
    “Und… wo steckt da der Zusammenhang?“
    “Der Zusammenhang ist, der Grund, weshalb alle hier möglichst wenig Schaden anrichten wollen. Alles, was hier geschieht, geschieht in ähnlicher Weise auch in unserer Welt. Das heißt...“ Angie geht ein Bitlz auf.
    “Du meinst also… dass...“
    “Dass in unserer Welt wohl gerade auch Krieg herrscht. Wir kriegen es nur nicht mit. Und am ehesten helfen wir, wenn das hier vorbei ist. Und ich, der davon wusste, habe nichts dagegen unternommen, als Boey… oder… rein generell… ich war so von ihm überzeugt… aber woher sollte ich denn wissen, dass das alles Lügen waren? Ehm… Angie?“ Sie wirkt sehr abseits. Als ob sie tief in Gedanken ist, was auch wohl gerade der Fall ist. Sie nuschelt irgendwas vor sich hin. “Angie, was ist los?“
    “… d-dann… dann… oh nein… Ich muss zurück...u-unsere Pension…!“
    Ich stehe auf und greife ihren Arm, als sie sich abgewant hat.“Angie...“ Sie zittert, sagt aber nichts. “Angie… Es gibt nichts, was du tun kannst. Du musst hier bleiben, wenn du helfen willst.“
    Lange sagt sie nichts. “C-Clives Falle… sie ist…“ Sie bringt nicht viele Worte raus. Ich kann sie gerade nur so erraten. Aber ja. Die Falle ist explodiert und hat für Viel Zerstörung gesorgt. Clives Schloss ist zerstört. Die Stadt nahe des Meeres ist halb zerstört. Es gibt so viele Orte, die schon leiden mussten. Ich würde nur gerne wissen, welche Orte unserer Welt schon alle betroffen sind. Ich merke, wie sie anfängt, zu weinen. Ich lasse los. Sie macht nichts. Wenn jeder wüsste, was wirklich passiert… Ich frage mich, wie ich sie wieder beruhigen könnte. Hoffentlich ist gerade niemand in der Nähe.

    Takenaa

    Zitternt schaue ich auf meine Hände, oder fasse mir an die Wangen… Was passiert grade, oder warum? Tayfun hat vor einiger Zeit, während wir das Lager hier aufgebaut haben, angemerkt, dass meine Haare dunkel bläulicher geworden sind. Dabei habe ich nichts gemacht, musste ihr aber Recht geben, als ich in einen Spiegel schaute. Sie wurden tatsächlich dunkler. Und das war auch nicht genug. Ich sah auch, wie meine untere Seite des Gesichtes blasser wurde. Dazu dachte ich, dass ich irgendwie krank sei, aber auch meine Haut unter dem Hals fängt an, sich zu verändern. Sie wird violetter… Und meine Hände sind auch blasser. Ich bin in panischer Angst, weil ich nicht weiß, was mit mir passiert. Oder warum. Hat irgendwer einen Fluch auf mich verwendet?
    “Hallo Tayfun. Takenaa. Kann ich dich kurz sprechen?“, fragt Clive, der gerade vorbei kommt.
    “Klar. Was gibt es? Etwas neues?“ Clive bleibt vor uns stehen.
    “Ich habe nachgedacht. Und… Takenaa… diene Mutter war wirklich Tama? Ich weiß, dass sie keine einfache Senshin war. Sie war mit ihren Artgenossen. eine eingebe Art schon. Na ja, du ahnst wohl schon, worauf ich hinaus will.“
    Ich nicke ohne ihn anzugucken. Ist das alles nicht doch nur ein Albtraum, da ich mir bei meinen Eltern immer schon gewünscht habe, adoptiert zu sein. Und irgendwie etwas Besonderes zu sein. Jetzt ist all das in Erfüllung gegangen und ich weiß nicht, ob ich darüber jetzt so glücklicher bin… habe ich vielleicht doch vergessen, aufzustehen?
    “Na ja, mein Vater, König Kuoro hat mir mal von euch erzählt. Er sagte mir, dass das alles eine natürliche Veränderung beim Reifeprozess ist. Du sagtest, du hättest öfter geträumt, ein Lunala zu sein? Dann… bist du wohl eins. Im Menschenform momentan." Tayfun scheint mehr darüber überrascht zu sein, als ich. Mich erschreckt es kaum.
    “Moment. Du willst sagen, dass sie überhaupt kein Mensch ist?“
    Clive antwortet ruhig: “Momentan kann man das von niemanden mehr von euch sagen. Du hast bereits deine erste Entwicklung hinter dir, Tayfun. Es kann nicht mehr lange dauern, bis du auch Veränderungen in deinen Instinkten wahrnimmst. Nicht im negativen Sinne. Das ist jetzt etwas… schwer zu verdauen, das kann ich mir vorstellen, aber eigentlich sollte der Krieg jetzt schon vorüber sein, nur nach Hause bringen können wir euch nun auch nicht mehr. Ihr wisst genau, dass das gerade nicht geht. Stellt euch vor, Boey erscheint als Arceus an eurem Himmel.“ Tayfun schweigt eine Weile nachdenklich. “Ich… verstehe.“
    “Wie gesagt, das ist nichts negatives, wenn ihr nur wieder in eure Welt kommt, müsst ihr darauf achten, dass ihr wieder eurer menschliches Verhalten wieder annimmt und nicht zu einem Pokémon werdet. Wenn noch etwas Zeit hier vergeht, werdet ihr nämlich beides sein. 50%Mensch und 50% Pokémon, aber das wisst ihr ja. Ich… wollte euch das nur sagen.“ Ich nicke wieder dankbar.
    “Also, Takenaa, mach dir keine Sorgen. Du kannst jederzeit zu mir kommen, solltest du wieder Rat brauchen.“Mit diesen Worten geht er wieder.
    Auf einmal sieht auch Tayfun nicht mehr so hilfsbereit aus, wie gerade eben. Sie ist ziemlich in sich versunken. Für mich ist das nichts neues, dass ich anders bin, aber Tayfun schon… “Das wird. Mach dir bitte keinen Kopf.“ Ich frage mich, was wohl aus mir wird, wenn ich wieder zurückkehre…

    2
    Kapitel 94: Frustration

    Lou

    Auf einmal hören wir Kampfgeräusche. “Was ist da los?“ Caesy kommt und erstattet Bericht. “Boeys Leute sind hier. Sie greifen unseren kleinen Außenposten an.“
    “Aber sie sollten doch erst in den Süden vorstoßen. Was machen sie hier?“
    “Na ja… Es sind nur wenige Späher. Ein kleiner Trupp, aber sie haben uns gefunden. Wenn Boey weiß, wo wir sind...“
    “Klar. Danke, Caesy. Nun, Teona, du bist hier der Taktiker.“
    “Was fragst du? Natürlich müssen wir eingreifen. Wir dürfen sie nicht einfach hier rein lassen. Wir müssen antworten. Der Rest räumt hier auf. Nach dem Kampf müssen wir sofort aufbrechen.
    “Das heißt, du bleibst hier, oder wer organisiert das hier?“
    “Ich kann nicht überall sein, Lou. Also: Ich organisiere unsere Evakuierung.“ Ich schaue sie eine Weile an, ohne etwas zu sagen. Natürlich kann ich verstehen, wenn sie hier alles selbst beobachten möchte, aber da draußen halte ich sie persönlich für besser aufgehoben, aber ich lasse sie mal machen. “Wir sehen uns dann nachher.“, sage ich, während ich weggehe und mir einen kleinen Verstärkungstrupp zusammenstellen darf. Die brauchen sicherlich schnell unsere Hilfe, aber sicher mehr als nur eine Person. Und wen Teona hier behalten möchte, hat sie auch nicht gesagt. Ach, ich hole mir einfach jeden, den ich auftreiben kann. Je schneller wir dort fertig sind, desto schneller können wir hier helfen. Aber was machen wir dann? Hat Teona dafür auch schon einen Plan? Weiß sie, wo wir hinkönnten?
    “Lou, da bist du ja!“ Silber kommt auf mich zu.
    “Ich weiß, dass wir angegriffen werden. Komm, Silber. Wir sollten uns aufmachen, ihnen schnell zu helfen.“ Silber reicht schon. Er ist fast eine Ein-Mann Armee, so viel traue ich ihm zu. Neulig habe auch ich ein neues Amulett bekommen, bei welchem es sich um mein leibes kleines Vulpix handelt. Ich bin bereit.

    Serafina

    Vergeblich versuche ich, etwas vom Lager entfernt, wieder Kontakt zu den Magiern aufzunehmen, aber es funktioniert einfach nicht. Ich runzle mir die Stirn und überlege, was ich jetzt machen kann. Es ist niemand hier, der mir so etwas lehren kann. Boey… ach Boey… der kann mir leider auch nicht helfen, auch, wenn er mir ein paar gute Tipps gegeben hat, aber wer weiß, ob er meine Stärke nicht doch für irgendwas benutzen wollte. Da bin ich doch froh, dass ich ihm noch einmal entkommen bin.
    “Du bist Serafina, richtig?“, fragt mich jemand. Ich schaue in die Richtung, aus der die Stimme kam.
    “Wer will das wissen?“
    “Shadow nennt man mich. Wir hatten noch nicht das Vergnügen.“ Er kommt aus den Schatten der Bäume hervor.
    “Nein, tatsächlich nicht. Ehm… gibt es etwas bestimmtes?“, frage ich ihn. Er reibt sich kurz die Augen. “Ich sollte sagen, dass unser Lager angegriffen wird. Boeys Leute haben uns gefunden und Teona hat gesagt, dass wir verschwinden, sobald sich eine Gelegenheit gibt. Deshalb sollst du im Lager deine Sachen zusammenpacken. Dein Zelt und so, du weißt schon. Also...“
    “Danke. Ehm… Shadow? So war doch dein… Name?“ frage ich etwas verwundert, da der Name Shadow eigentlich seltsam ist. Warum sollte sich jemand Shadow nennen? Tayfun kann ich verstehen, weshalb ihr Vater sie so nannte. Mein Name… ach, weiß nicht. Ich wurde irgendwann so genannt. “Richtig.“, sagt er mit erhobenen Schulterblick.
    “Nun… ehm… ach, egal. Danke.“ Ich weiß nicht was ich wollte. Er lächelt kurz und geht dann. Ich bleibe kurz etwas verdutzt stehen. Was wollte ich? In letzter Zeit bin ich sowieso etwas verwirrt, besser ich tue das, was von mir verlangt wird… dann sehe ich weiter. Wenn die Magier etwas von mir wollen, dann werden sie sich an mich wenden. Sicher wacht Mutter Cogika über mich.

    Tayfun

    Endlich kommt auch mal Lou. Und sie hat Silber mitgebracht. Gut. Clive hatte wirklich Recht. Ich fand es anfangs etwas gruselig zu hören, aber im Endeffekt ist es nicht so schlimm, dass wir etwas mehr zu einem Pokémon werden. Ich habe bessere Sinne bekommen und habe den Angriff ziemlich früh schon wahrgenommen und eilte sofort zur Hilfe. Es sind an die 15 Leute, die hier angreifen. Niemand wirklich, den ich kenne. Die Rüpel verschiedenster Teams. Dass die auf einmal zusammenarbeiten könne, wundert mich schon echt. Ständig sagen sie so etwas wie: Freiheit, oder Bestimmungsrecht. Jedenfalls sind das so häufige Wörter in ihren Sätzen. Anscheinend gehen die immer noch davon aus, dass Clive sie zurückdrängen möchte und jegliche Veränderungen einstellen möchte.Ich kann nicht sagen, dass das gut ist, aber besser bleibt alles so, wie es ist, als dass alles zerstört wird. Ich wünschte, dass Vater hier sein würde. Es würde ihn mit Stolz erfüllen, mich so kämpfen zu sehen. Es würde ihm zeigen, dass ich das Zeug zu einer großen Drachenmeißterhin haben kann. Es ist nur etwas blöd, dass es so eine Situation wie diese ist und was mich am meisten frustriert, ist, dass wir quasi wieder bei 0 anfangen. Vorher war alles irgendwie besser, bevor wir Boey geholfen haben. Ein sicheres Schloss, viele Verbündete und jetzt… Ein kleines Lager und kein Ort der Welt, der sicher ist. Und schuld daran sind nur diese Knallköpfe, die einem unberechenbaren Idioten gehorchen! Dank Lou und Silber schaffen es meine Leute und mir, den Angriff zurückzudrängen. Ich setze mich wieder als Mensch hin. Ich bin fertig. Physisch und Psychisch. Lou setzt sich zu mir. “Die Machtübernahme von Boey ist doch noch gar nicht so lange her. Wieso sollte er so früh hier oben angreifen?“ Ich sammle meine Gedanken und halte meinen Kopf mit meiner rechten Hand, ohne zu ihr zu schauen. Eine Träne kommt an meiner Wange herunter. Urs kommt zu uns.
    “Tay? Ist alles in Ordnung? Bist du verletzt?“ Lou antwortet für mich:
    “Ihr geht es gut. Es… es ist nur etwas… überraschend das alles und nicht so leicht zu verarbeiten.“
    “Aber momentan ist Boey doch im Süden? Was hat er jetzt vor? Wieso greift er ausgerechnet uns an, oder warum sucht er nach uns?“ ich starre weiter ins Leere. “:.. Er will es zu Ende bringen.“

    3
    Kapitel 95: Ein Neuanfang

    Takenaa

    Seit wir hierher gekommen sind… hat sich so viel verändert. Ich träumte schon immer, mit so vielen gleichaltrigen Leuten mal unterwegs zu sein und etwas zu erleben. Eine Reise nach irgendwo ohne richtiges Ziel. Ich mochte es früher immer, wenn wir auf eine Klassenfahrt fuhren. Mit Freunden zusammen zu sein, sich viel zu erzählen und zu lachen. Auch heute sehe ich so etwas in der Art. Wir reisen zusammen und unternehmen viel gemeinsam. Aber man sieht auf dem nächsten Blick sofort, was in den Köpfen der anderen vor sich geht. Manchmal ist es Traurigkeit. Verzweiflung, Leiden und Trübseligkeit. Alle wollen, dass es nur noch endet. Es fühlt sich wie ein ewiger Albtraum an, in den wir hineingezogen wurden und in diesem andere Personen wurden.
    Ich selber wusste nie, dass ich jemals in der Lage wäre, so etwas zu tun, was ich alles tat. Ich habe viel gekämpft, viel verloren. Darunter auch mich selbst. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nicht mehr den, der ich war, als ich hierher kam.
    Ich erkenne den Blick nicht mehr wieder, der mir einst so vertraut war. Ich halte meine fremde Hand an den Spiegel und schaue ihr nach, ohne wirklich zu realisieren, was passierte. Dann schaute ich wieder die fremde Person im Spiegel an und musste mich mit ihr vertraut machen, da sie nun ein Teil von mir ist. Mein Körper wird am Mittelkörper violett. Meine untere Gesichtshälfte blass und meine Augen bekommen rote Streifen.
    Ich musste akzeptieren, dass sich gewisse Dinge verändern. Nicht nur durch die Zeit. Unsere Ankunft in diesem Reich mag schon mehr als ein halbes Jahr her sein, wenn nicht schon fast ein ganzes, so genau weiß ich das nicht. Ich verliere hier schnell die Zeit aus den Augen.
    Oft frage ich mich, was wohl gerade in unserer Welt geschehen mag? Was tun die Menschen und Pokémon? Oder ist das nur ein Traum? Manchmal glaube ich ja, dass das nur ein Traum sein kann, aber es fühlt sich so real an.
    Ich weiß leider, dass ich nicht zuhause noch im Bett liege und vergessen habe, auszustehen. Ich wende mich vom Spiegel und sehe noch einmal zur Person hinter dem Spiegel. Dann verlasse ich das Zimmer, das mich einst noch mit meiner Vergangenheit verband. Ich gehe in die Welt raus, die noch mehr Veränderungen, als ich durchgemacht hat. Eine finstere Welt, die ewig dem Abend zuwinkt.
    Der kühle Wind, der von der goldenen Sonne wegweht, direkt mir entgegen weiter zum Unendlichen. Ich vernehme ihn sanft auf meiner zierlichen Haut. Beim vorbeifliegen höre ich eine Stimme. Eine Stimme, die im Wind weht, mich doch zuvor noch umkreist, wie ein sanfter Sturm, der mich umgibt. Er weht in meine Augen und ich habe kurz das Gefühl, dass meine Mutter vor mir steht. Neben der Sonne und mich anlächelt. Dann sieht sie zur Sonne. “Sie ist wunderschön. Egal, wie sehr man auch versucht, ihr Ebenbild zu erzeugen, wird es niemals die selbe sein. Liebes, so lange dich die Sonne umkreist, kannst du dir sicher sein, dass es da draußen noch etwas für dich zu tun gibt.“ Ich fühle mich vom Wind erstarrt. Ich kann mich weder rühren, noch etwas sagen. Der Wind weht ein Licht zu mir hin. Es bleibt vor mir und wie von jemand anderen gesteuert, nimmt sich meine Hand den Gegenstand. “Das wird euch weiterhelfen. Mach es gut, mein Kind.“ Mit diesen Worten lässt er Wind nach und auch die Illusion meiner Mutter verschwindet, aber ihr Leuchten bleibt. Es ist aber statt eines Gegenstandes ein Eigenleben zu sein. Es macht sich selbstständig und führt mich zu einem Ort. Ohne wegzuschauen folge ich ihm, egal, wo es mich hinführen wird, ich darf es nur nicht aus den Augen verlieren. Ich weiß auch nicht, was das gerade eben war, ob es nur eine Wunschvorstellung war, Einbildung, oder wirklich irgendeine Macht, die die Form meiner Mutter angenommen hat. Das Licht führt mich weiter einen Pass entlang in eine Höhle. Sie ist nicht groß und auch nur sehr dunkel, doch das Leuchten leuchtet, wie eine helle Fackel. An einer Stelle bleibt es einfach stehen und erwartet, dass ich weitergehe. Die Höhle geht aber auch nicht mehr lange. Sie war nicht lang und hat auch nur noch einen Raum. Nicht gerade groß, aber mit einem Gegenstand in der Mitte der Kreisform.
    Ich beuge mich zu ihm hinunter und berühre ihn. Er fängt an, zu leuchten, wobei ich auch sehe, dass es sich um eine Art, Schatulle handelt. Sie fängt an, zu wackeln und öffnet sich. Es befinden sich sechs Amulette drin, aber etwas scheint zu fehlen. An jedem. Ich nehme sie. Im Moment, als ich sie nahm, spürte ich allerdings keine Verbindung, als wären diese Amulette leer. Ich nehme an, das ist es, was ihnen fehlt. Ein Pokémon. Ich sehe mir eins an. Diese Amulette haben auch ein Seil, dass man sie um den Hals tun kann. Im Moment, in dem ich es mustere, wird es von schwarz zu gelb. Bei dem Rest passiert aber nichts. Die müssen wohl für andere bestimmt sein. Ich blicke zurück zum Licht. Es schwebt noch immer da und will, dass ich nun wieder aus der Höhle gehe. Ich weiß nicht, woher ich das immer weiß, aber es ist ein ziemlich sicheres Gefühl.
    Ich gehe aus der Höhle raus und sehe hoch. Die Dämmerung ist vorbei und der Tag hat begonnen. Ich blicke noch einmal auf die restlichen fünf Amulette, die noch keinerlei Reaktion gezeigt haben. Dann blicke ich frohen Mutes voraus und schreite los.

article
1515081843
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III...
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: III...
Das ist der dritte Akt der Geschichte: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen. Ein Konflikt, der unlösbar scheint und er ist nicht das einzige, was ein Problem darstellt. Eine Reise mit vielen wichtigen Entscheidungen und Herzen, die ihren Platz noch f...
http://www.testedich.de/quiz52/quiz/1515081843/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-III-Rueckeroberung
http://www.testedich.de/quiz52/picture/pic_1515081843_1.jpg
2018-01-04
407H
Pokemon

Kommentare (9)

autorenew

Jim ( von: Jim Helcon)
vor 33 Tagen
Dankeschön^^. Es hat tatsächlich ein E bei dem (( unli)) gefehlt^^
Fakemon Fan (06190)
vor 33 Tagen
Ich hab nur ne Bitte an dich. Etwas, was mich etwas abnervt. Bei dem 'Ende des zweiten Aktes' muss irgendwie ne Klammer oder so fehlen, oder irgendwas falsch geschrieben sei. Das it aber der Grund, warum dieser ganze Text nachdem Ende auch noch unterstrichen ist.
Fakemon Fan (06190)
vor 33 Tagen
OH MEIN GOTT!!! Kannst du bitte weiter schreiben???? Die Geschichte ist amazing! Ich hab deine Geschichte vor ner Zeit gefunden und oh mein Gott! Die Geschichte ist toll! Deine Schriebstyl ist supa!!!! Und ich will mehr! Viel mehr!
Symphonies ( von: Symphonies)
vor 44 Tagen
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich dabei um eine ziemlich gute Geschichte handelt.
Es ist schade, dass es hier so wenig Kommentare gibt.
Jim ( von: Jim Helco)
vor 45 Tagen
Danke. Ich freue mich über jedes Feedback. Fühlt euch ruhig frei, alles zu kritisieren, dann kann ich drauf auch Rücksicht nehmen und in künftigen Kapiteln auch umsetzen. Das mit den Charakteren kann ich jetzt leider nicht mehr ändern, da jeder seinen Teil in der Geschichte hat. Hierauf bezogen könnt ihr auch für die Fakten-Seite Feedbacks hinterlassen, ob euch diese Übersichten so in Ordnung ist, sodass man nicht wegen der Personenvielfalt durcheinander kommt. Sonst bin ich gerne für Vorschläge offen.
Für die Schreibweise muss ich mich entschuldigen, aber es ist die Art, wie ich schreibe. Ich kann, wenn mir Beispiele für gewisse unverständliche Szenen genannt werden könnten, die💗ysieren und versuchen, künftige Szenen besser zu verfassen.

-Ich werde aber schon mal versuchen, einige Szenen (noch) besonderer zu schreiben.
Erdbeerseife (14593)
vor 45 Tagen
Guten Abend Herr Autor,

Ich hab die Geschichte vor einer Weile gefunden und angefangen zu lesen. Und anfangs fand ich sie echt gut.
Allerdings, nun nicht mehr.
Erstmal, warum ich überhaupt alles gelesen habe, was es bislang nun gibt. Ist einfach, die Idee.
Die Idee ist beeindruckend, gerade weil es kein richtiges 'Gut' und 'Böse' gibt und man sich selbst ne Meinung bilden soll oder doch eher kann. Genauso wie die Arbeit dahinter, ich finde, dass du das alles sehr überlegt geschrieben hast
Allerdings brachte es mich sehr schnell an den Punkt, wo ich irgendwann keinen Bock mehr hatte.
Irgendwie. Gibt es keine Spannung für mich. Keine Szene wo ich denke "Boah! Die ist echt geil! Die muss ich mir merken! Dir muss ich unbedingt noch mal lesen!" Allgemein ist mir das alles zu lang.
Für mich persönlich, sind es zu viele Charaktere und ich kann niemanden davon jetzt irgendwie zuordnen.
Auxerdem hab ich ein weiteres Problem, was ich nun aufhören writer zu lesen. Ich kann nebenbei nichts machen! Ich lese gerne Bücher und Ffs, dabei höre ich aber auch ultra gern Musik. Und das Musik hören kann ich komplett vergesse. Ich höre meine Mucke und verstehe den kompletten Text nicht. Ich kann den Text nicht im Bus lesen, oder Zuhause, wenn es nicht absolut still ist. Das Teil ist ultra komplex! Aber ich hab einfach nicht den Nerv mich hin zusetzen, aie beim Lernen und mich nur auf diesen Text zu konzentrieren.
Mit solchen Sachen, solchen Texten, will ich entspannen und dabei hab ich keine Entspannung.
Ist schade. Die Idee ist namkich gut. Ich hab zwar keine Ahnung, wie es anderen geht,aber ich wollte jetzt mal ehrlich sein. Vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug für dein Zeug. Tipps kann ich dir keine geben, weil. Ich einfach nicht genug Ahnung vom Autor. Sein hab.
Zu Zeichensetzung oder Rechtschreibung kann ich nichts saven, weil ich daruf net achte.
Sorry.
Mirror ( von: Mirror)
vor 70 Tagen
Auch dieser Akt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gelungen.
Es ist faszinierend, wie du all die Facetten der einzelnen Charaktere fein hervorhebst und all die verschiedenen Komponenten... Die Einzigartigkeit der verschiedenen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung. Bei keinem Charakter habe ich das Gefühl, dass er irgendwie untergeht. Und das ist das unglaubliche an deiner Geschichte.
Du hast du unglaublich viele Charaktere und deren Charakter und ihre Geschichte fließen zusammen und bilden das Besondere.
Ich fühle mich sehr geehrt, diese Geschichte lesen zu dürfen.
Mew ( von: Mew)
vor 96 Tagen
Das ist echt gut geschrieben ^^
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 116 Tagen
Hab mir heute die Zeit genommen die neuen Kapiteln durchzulesen. Es ist voll spannend!
Sparx: Warum bin ich nicht dabei?
Du bist doch in mein FF. Nerv Jim nicht -.-'