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Ein kurzer Rückblick auf die letzten drei Eurovision Song Contests

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45 Kapitel - 5.985 Wörter - Erstellt von: Moon 13 - Aktualisiert am: 2018-01-09 - Entwickelt am: - 64 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das erste Lied für 2018 steht schon fest und ich lege euch hier meine Meinung zu jedem einzelnen Lied der letzten drei Jahre (2015, 2016, 2017) beim Eurovision Song Contest vor.

    1
    🇦🇱Albanien🇦🇱

    2015 war das Lied grundsätzlich gelungen und ich mochte speziell die englische Version, wobei 2015 das einzige Jahr ist, auf das dies zutrifft. Schade war leider, dass Elhaida Dani viele Noten in der Live-Version nicht richtig getroffen hat und ihr Gesang nur schwer mit der Begleitung übereingestimmt hat. Abgesehen davon war Albanien zwischen Platz 2 und 3 gesandwicht.
    2016 hätten sie das Lied besser auf Albanisch gelassen, denn durch die Interpretation im Englischen hat das Lied seinen Zauber verloren. Zudem war das Lied nicht wirklich gut begleitet und Eneda Tarifas Stimme hat auch nicht dazu gepasst. Wie es das Festivali i Këngës gewonnen hat, muss mir dadurch leider ein Rätsel bleiben.
    À propos Festivali i Këngës: Ich habe dieses Jahr Piedestal von Inis Neziri bevorzugt. E dua botën von Artemisa Mithi war auch nicht schlecht. Was sagt ihr dazu?
    2017 schließlich bin ich mir nicht sicher, denn sowohl die englische als auch die albanische Version von World bzw. Botë klang gut. Ich bevorzuge letztendlich die albanische Version, weil sie, wie schon 2016, einen gewissen Zauber enthält. Für das perfekte Beispiel siehe Suus von Rona Nishliu.

    🇦🇱Falendëroj!

    2
    🇦🇲Armenien🇦🇲

    2015 hat mir der armenische Beitrag unterm Strich überhaupt nicht gefallen, weil es einfach langweilig war, keine richtige Kraft dahinter steckte und die Noten beim Gesang häufig nicht miteinander harmonierten. Ich hätte Moldau im Finale vorgezogen.
    2016 war genau das Gegenteil dran: Iveta Mukuchyan hat richtig reingehauen. Hinter diesem Lied steckte eine Menge Stimmkraft und Leidenschaft und die exotischen Sounds sind auch noch ein Pluspunkt.
    2017 ging es wieder bergab. Das Lied begann langweilig, blieb langweilig und der Höhepunkt des Liedes war kaum als solcher zu erkennen. Hier gilt das gleiche Prinzip wie 2015.

    🇦🇲Shnorhakalutyun!

    3
    🇦🇺Australien🇦🇺

    2015 war das australische Lied - das ERSTE australische Lied, wohlgemerkt - grundsätzlich ein dicker Flashback in die 80er. Trotzdem klang das Lied noch irgendwie modern. Eine Top-10-Platzierung ist da zwar nur bedingt drin, aber jedenfalls war es besser als Belgien.
    2016 scheinen die Meinungen einheitlich: Dieses Lied ist super! Ich bin da allerdings anderer Meinung, denn ich bin kein großer Freund von fröhlichen Elektro-Balladen. An Dami Ims Stimme ist natürlich nichts zu mäkeln, aber ich kann halt mit dem Lied nicht klarkommen.
    2017 sehen viele als den Flop von Australien an, was ich für eingemachten Schwachsinn halte. In meinen Augen - oder besser, Ohren - ist diese dramatische Ballade sogar der beste australische Beitrag soweit. Natürlich kann Jessica Mawboy 2018 noch etwas Besseres abliefern, aber zu meinem absoluten Favoriten müssen wir ja erst noch kommen.

    🇦🇺Th'kyou, mate!

    4
    🇦🇹Österreich🇦🇹

    2015 - ich weiß ernsthaft nicht, was ich mit dieser langweiligen, dissonierenden Ballade anfangen soll. Abgesehen davon regt mich das entsetzliche Johlen des Sängers ins Mikrofon sehr stark auf. Sorry, Nachbarn, aber hier habt ihr es versaut.
    2016 hebt das Ganze nicht nur auf, sondern lässt mich Österreich wieder mögen. Ich mag Französisch eigentlich nicht so gerne, aber dieses Lied ist so schön, fröhlich und leicht, dass mir der französische Text herzlich egal sein soll. Das haben die Ösis echt super hinbekommen.
    2017 war sogar noch besser: Das Lied war wunderbar leicht, man konnte jedes Zuhören genießen, und es war wieder so fröhlich und beschwingend. Dafür hat sich Österreich auf jeden Fall meinen Respekt mehr als verdient.

    🇦🇹Donkschän!

    5
    🇦🇿Aserbaidschan🇦🇿

    Aserbaidschans Beiträge waren bisher immer sehr schön, mit Ausnahme des Heimspiels von 2012, denn ich mag When the music dies einfach nicht. Der Rest war aber immer wirklich beeindruckend.

    2015 war das Lied nicht ganz so überzeugend, was wohl daran liegt, dass man den zweiten Refrain kürzen musste, um das Lied in drei Minuten quetschen zu können. Der Tonartwechsel macht das allerdings für mich wieder wett. Abgesehen davon war das Lied sehr gut gesungen, Elnur Hüseynov (gesprochen übrigens Húsejnov) hat eine sehr kräftige Stimme an den Tag gelegt.
    2016 war ein kleiner Flashback in die 90er, aber ich kann den ganzen Hate, der um Miracle schwirrt, nicht nachvollziehen. In meinen Augen sogar besser als 2017, und das, obwohl Aserbaidschan 2017 neben Österreich und Mazedonien zu meinen Favoriten zählt.
    Beim Beitrag von 2017 mag ich besonders das Finstere, das hinter diesem Lied steckt. Außerdem bin ich ein großer Fan von Elektro-Pop.

    🇦🇿Təşəkkür edirəm!

    6
    🇧🇾Weißrussland🇧🇾

    2015 verstehe ich überhaupt nicht, wie sich dieses Lied nicht fürs Finale qualifiziert hat. Es ist sehr leicht zuzuhören und ein gutes Beispiel für Street-Pop. Das ist von den drei Beiträgen eigentlich der beste.
    2016 hat es Weißrussland nicht so gut gemacht, denn hinter dem mächtigen Hintergrund geht IVANs Stimme stark unter und es ist alles Andere als leicht zuzuhören.
    2017 steckte in dem Lied vermutlich sogar etwas zu viel Fröhlichkeit, es war einfach alles übertrieben und vielleicht sogar etwas kindisch. Grundsätzlich spielt Weißrussland bei mir immer in der Mitte der Tabelle mit.

    🇧🇾Dziakuj!

    7
    🇧🇪Belgien🇧🇪

    Belgien erachte ich, anders als viele Fans, eher als mittelmäßig. Ich bin kein großer Fan von Belgien.
    2015 beispielsweise ist schon Loïc Nottets hohe Stimme ein Minuspunkt. Vielleicht passt die Choreografie noch irgendwie zur Musik, aber diese ist auch nicht so toll wie beim ähnlich aufgebauten lettischen Beitrag. Wer von wem geklaut hat, lasse ich hier offen.
    2016 gefällt mir der Flashback in die 70er auch nur bedingt. Laura Tesoro hat zwar eine süße Stimme (so eine Ellie-Goulding-Stimme), aber das Lied lässt Raum für Verbesserungen. Auf der anderen Seite ist das Lied sehr fröhlich und sommerlich, wodurch der Flashback schön kaschiert wird.
    2017 ist die Einseitigkeit und - ich liebe dieses Wort - Repetitivität des Liedes ein dicker Minuspunkt. Dass Blanche damit auf Platz 4 gelandet ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Strophen scheint es hier nicht wirklich zu geben und das gesamte Lied scheint sich ewig zu ziehen. Kein schöner Beitrag.

    (Wer weiß, was "Danke!" auf Flämisch heißt, der schreibe mir das bitte als Kommentar!)

    8
    🇧🇦Bosnien und Herzegowina🇧🇦

    BIH hat nur 2016 einen Beitrag zum ESC geschickt. Diesen finde ich grundsätzlich sehr schön, allerdings stört mich Jala Brats Rap-Einlage im Lied. Ana Rucner hat mit ihrem Cellospiel - und da schließe ich mich wohl der Meinung vieler Fans an - das Lied quasi gerettet. Für eine Finalqualifikation hat es nicht gereicht, obwohl ich BIH Zypern oder Lettland vorgezogen hätte.

    Kommentar: Der Beitrag Korake ti znam von 2012 war wirklich gut. Hier hat BIH bewiesen, dass es auch gute Beiträge raushauen kann.

    🇧🇦Hvala!

    9
    🇧🇬Bulgarien🇧🇬

    2015 hat Bulgarien nicht am ESC teilgenommen. 2016 allerdings hat Poli Genova Bulgarien eine glorreiche Rückkehr beschert. If love was a crime ist ein fröhliches Tanzlied und ich habe nach eineinhalb, fast zwei Jahren immer noch das mittlerweile unter ESC-Fans zum Running Gag gewordene "O, day mi lyubovta" in den Ohren.
    2017 fand ich den bulgarischen Beitrag nicht ganz so gut wie den von 2016, er war eine Top-10-Platzierung aber auf jeden Fall wert. Vielleicht liegt mein Meckern daran, dass Kristian Kostov seine Zielgruppe indirekt schon durch sich selbst definiert hat (Mädchen zwischen 13 und 17), vielleicht mag ich auch einfach die Melodie des Liedes nicht richtig. Naja, ist ja auch nicht wirklich von Belange.

    🇧🇬Blagodarya!

    10
    🇭🇷Kroatien🇭🇷

    Wie Bulgarien hat auch Kroatien 2015 nicht am ESC teilgenommen.
    Kroatien erschien mir ein wenig wie "beleidigte Leberwürste", weil sie es bis 2013 sehr selten ins Finale geschafft haben und dann zwei Jahre nicht dabei waren. Könnte aber auch am Geld gelegen haben. Jedenfalls ist Kroatien - übrigens mein zweites Heimatland - 2016 mit einem echten Meisterwerk zum ESC zurückgekehrt, einem wunderschönen Ethno-Pop-Lied, das perfekt zu Nina Kraljićs kristallklarer Stimme passt. Mein Sieger für 2016.
    2017 hat Kroatien etwas mehr Exzentrik bewiesen, da Željko "Jacques" Houdek ein englisch-italienisches Duett mit sich selbst gesungen hat. Besonders der letzte Refrain gefällt mir sehr. Es wäre eine Top-10-Platzierung wert gewesen, ist aber nur auf Platz 13 gelandet - vor Aserbaidschan übrigens.

    🇭🇷Hvala!

    11
    🇨🇾Zypern🇨🇾

    2015 war der zypriotische Beitrag ziemlich langweilig und hatte kaum einen richtigen Höhepunkt. Giannis "John" Karayiannis hat dazu auch nicht wirklich gut gesungen. Ich hätte Malta Zypern um Längen im Finale vorgezogen.
    2016 ist es ähnlich wie mit Weißrussland: Der Gesang geht hinter der lauten Rock-Begleitung total unter. Außerdem werden in der Studio- wie auch in der Live-Version viele Töne nicht richtig getroffen oder harmonieren nicht mit der Begleitung.
    2017 wird Zypern vorgeworfen, Human von Rag'n'Bone Man geklaut zu haben. Thomas G'son wird schon gewusst haben, was er tat; abgesehen davon finde ich das Lied super gelungen und Hovig Demirjian beweist auch live, dass er in der Lage ist, seine hohe Note zu halten.

    🇨🇾Efharistó!

    12
    🇩🇰Dänemark🇩🇰

    2015 war der dänische Beitrag wirklich ein böser Flop. Dem Lied ist schwer zuzuhören und man ist fast schon froh, wenn es vorbei ist. So etwas will ich nicht noch einmal erleben.
    2016 hat Dänemark richtig reingehauen - und trotzdem die Finalqualifikation verpasst. Der Grund: Weiß kein Mensch. Es sind wohl einfach nicht genug Stimmen auf Dänemark entfallen. Ich feiere das Lied wirklich, es ist schön zuzuhören und die Botschaft finde ich eigentlich auch sehr schön, obwohl sie nicht zu meinem Leben passt.
    2017 war es nicht ganz so gut, diese Ballade war etwas langweilig, und nicht wirklich so melodisch, wie sie wohl geplant war.

    🇩🇰Tak!

    13
    🇪🇪Estland🇪🇪

    2015 war der estnische Beitrag sehr gelungen; ein dicker Pluspunkt sind die Akkorde, deren Abfolge schon das Lied sehr traurig macht. Ich mag allerdings vor allem die ebenfalls sehr traurige Melodie von Goodbye to yesterday und ich weiß ja nicht, ob es wirklich geplant war, dass man im Finale gesehen hat, wie gegen Ende des Liedes eine Träne Elinas Wange heruntergerollt ist.
    2016 hat Estland, wie schon 2012, eine sehr instrumentbetonte Ballade zum ESC geschickt, nur weitaus nicht so gut wie 2012. Dass Estland die Finalqualifikation verpasst hat, finde ich zwar berechtigt, aber ein letzter Platz im gesamten Contest (42 von 42) ist dann doch ein bisschen fies.
    Zu guter Letzt wäre da der 80er-Flashback von 2017. Dieser Beitrag ist sogar noch irgendwie schön und ich finde, dass eine Qualifikation schon drin gewesen sein müsste. Naja, ich kann es ja nicht ändern.

    🇪🇪Tänama!

    14
    🇫🇮Finnland🇫🇮

    Die finnischen Beiträge der letzten drei ESCs enttäuschen mich nach den Erwartungen schaffenden Beiträgen von 2011 und 2014 sehr. Naja, irgendwie das System von 2013. Einfach drauflos irgendwen aussuchen. Das beste Beispiel dafür ist 2015, als man massives Ohrenzuhalten durch einen nur knapp zwei Minuten langen, aber ebenso fürchterlichen wie einen dreiminütigen Beitrag verursacht hat.
    2016 war für mich noch Finnlands bestes Jahr, obwohl das Lied auch hier sein Scheitern im Halbfinale wert war. Das Gleiche trifft auf 2017 zu, denn diese vermeintlich traurige Ballade ist einfach nur langweilig, weil sie kaum einen Rhythmus besitzt.
    Fakt: In der ersten Hälfte des ersten Semifinals 2017 traten VIER Balladen auf, und nur die aus Portugal konnte sich durchsetzen.

    🇫🇮Kiittää!

    15
    🇫🇷Frankreich🇫🇷

    2015 hat mich der französische Beitrag schon nach der ersten Minute an die peinlichen Kinderlieder erinnert, die wir in der Grundschule zu singen gezwungen wurden. Erst die letzte halbe Minute der Live-Version wurde halbwegs interessant. Es ist eigentlich kein Geheimnis, dass dieses Lied von der Schlacht um Arras 1917 handelt, so wie die Bilder im Hintergrund aussehen.
    2016 steckte so viel Party im französischen Beitrag, dass man Amirs schwache Gesangsleistung total ignoriert hat. Wirklich gut war das zwar nicht, aber einer Erwähnung als tanzbarer Beitrag ist es, wie auch das Lied von 2010, tatsächlich wert.
    2017 war für mich das beste Jahr für Frankreich, denn das Lied ist schön melodisch und fröhlich und dramatisch zugleich. Beeindruckend gemacht, liebe Franzosen.

    🇫🇷Merci!

    16
    🇲🇰(E.J.R.) Mazedonien🇲🇰

    Warum Mazedonien beim ESC immer streng als die "ehemals jugoslawische Republik Mazedonien" bezeichnet werden muss, ist mir ein Rätsel. Wie ist das denn, wenn sie mal so abstauben wie Schweden 2012 oder Norwegen 2009? Aber kommen wir zur Sache.
    2015 war der mazedonische Beitrag vollkommen langweilig und wie schon bei Dänemark war ich froh, als das Lied vorbei war. Selbst Tijana Dapčević, die Mazedonien 2014 vertrat, hat eine bessere Leistung abgeliefert.
    2016 ist Kaliopi zum ESC zurückgekommen, mit dem Donut-Song. Denn viele Zuschauer haben statt "Dona" immer "Donut" verstanden. Das Kreisch-Ende des Liedes hat die Dramatik, die man vielleicht noch hätte erkennen können, eiskalt weggenommen.
    2017 waren so ziemlich alle Fans über die Nicht-Qualifikation von Mazedonien und Jana Burčeska entsetzt. Da half auch der Live-Heiratsantrag, den ihr ihr Freund Aleksander während des Semifinals gemacht hat, nichts mehr. Ich sehe nicht ein, warum sich dieses Lied, das doch so fröhlich und so gut mitzutanzen ist, aus dem Halbfinale geflogen ist.

    🇲🇰Blagodaram!

    17
    🇬🇪Georgien🇬🇪

    Georgien hat immer so gemischte Beiträge. 2015 haben sie mit Nina Sublatti und Warrior dermaßen reingehauen, dass ich total überrascht war, wie gut die Mucke aus einem Land, das so selten im Finale steht, doch sein kann.
    2016 war die Qualifikation dafür mehr als unberechtigt. Dieses Lied hat kaum eine Melodie und der entsetzliche Rave-Part verursachte in der Live-Version neben Ohren- auch Augenkrebs.
    2017 war die Botschaft des georgischen Beitrages vielleicht etwas zu politisch, weshalb ich Georgien auch hier nicht unbedingt die Qualifikation gegönnt hätte. Fürs Finale qualifiziert hat es sich letztendlich nicht.

    🇬🇪Madloba!

    18
    🇩🇪Deutschland🇩🇪

    Wie wir ja alle wissen, erleidet Deutschland seit 2013 eine bittere Pleiteserie und sogar viele Fans sind der Meinung, dass Beiträge wie Is it right von 2014 unterbewertet waren, aber letzten Endes hat das ja keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

    2015 ist Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet. Vielleicht steckte in der Choreographie auch zu viel A**** und zu wenig richtiger Gesang. Die hohe Note war wohl auch zu stark an Albanien angelehnt...
    2016 wieder letzter Platz, zwar mit 11 Punkten, aber Platz ist Platz. Das ist so ein Moment, in dem man sich darüber beschwert, dass sich die Ostblockländer, vor allem unter Nachbarn, gegenseitig Punkte geben, während man sich ebenso über mangelnde Punkte aus Österreich und Co. beschwert. Wenigstens kam der eine Punkt von den Jurys aus Georgien. Ich frage mich hier aber wirklich, was die Leute an Jamie-Lee Kriewitz und Ghost auszusetzen hatten. Wahrscheinlich hat das Kostüm nicht gepasst.
    2017 war der Beitrag aus Deutschland wirklich einfach nur SCHLECHT. Eine billigere Kopie von David Guetta - Titanium gibt es nicht überall.

    🇩🇪Danke!

    19
    🇬🇷Griechenland🇬🇷

    2015 war der griechische Beitrag dann am Ende doch nicht so Bond-Film-Intro-artig, wie er wohl ursprünglich gemeint war. Stupidedia sagt es irgendwie treffend: "Unheilig als Frau".
    2016 hat Griechenland es dann doch zu etwas Gutem gebracht, abgesehen von den plötzlichen Wechseln zwischen 3/4- und 4/4-Takt. Schade, dass sich der einzige gute Beitrag aus Griechenland in den drei Jahren nicht für das Finale qualifiziert hat.
    2017 war das Lied nicht wirklich gut, es war zwar als Sommer-Dance-Lied gemeint, endete aber als lahmer Auftritt mit dem Planschbecken-Tanz zweier seltsamer Männer.

    🇬🇷Evcharistó!

    20
    🇭🇺Ungarn🇭🇺

    2015 war der ungarische Beitrag ein fürchterlich politisches Gutmenschen-Statement. Obwohl ich alles Andere als rechts bin, kann ich Gutmenschen nicht wirklich ab, und beim ESC haben sie NICHTS zu suchen.
    2016 hat der ungarische Beitrag eingeschlagen wie ein Meteor, ein episches Lied mit einer weisen Botschaft über das Leben, gesungen mit einer perfekt dazu passenden rauen Stimme.
    2017 lässt mich alles zurücknehmen, was ich über Ethno-Pop gesagt habe, denn dieses Lied ist so langweilig, dass man es nicht lange aushält. Jolomolomolo......

    🇭🇺Köszönet!

    21
    🇮🇸Island🇮🇸

    2015 war der isländische Beitrag irgendwie niedlich. Abgesehen davon, dass Maria Olafs auf der Bühne total süß wirkte, war auch das Lied ziemlich gut, vielleicht sogar der beste isländische Beitrag (nach 2013, versteht sich).
    2016 wurde der isländische Beitrag von den Fans maßlos überbewertet. Ich mag das Lied gar nicht und finde es daher auch, anders als 2015, berechtigt, dass Island das Finale verpasst hat.
    2017 war der isländische Beitrag schon irgendwie wieder gut. Naja, bis auf die Tatsache, dass man die Melodie schon in gefühlt einer Milliarde anderer Lieder gehört hat.

    🇮🇸Þakka!

    22
    🇮🇪Irland🇮🇪

    Wie Finnland enttäuscht mich auch Irland nach 2012 und 2013 mies. 2015 hatte das Lied weder eine richtige Aussage, noch war es schön zuzuhören. Molly Sterlings Gesang klang einfach nur nach Herumgeheule, obwohl es so hoch gar nicht war.
    2016 war das Lied sogar noch schlechter, denn Nicky Byrnes Stimme passt zu diesem lahmen Lied wie ein Fisch zu einem Sofa. Das gesamte Lied verursachte nach spätestens zwei Minuten Ohrenkrebs.
    2017 war für mich, wobei meine Wahl per Ausschlussverfahren gefallen ist, das beste Jahr, obwohl Brendan Murray so hoch singt, dass er klingt wie - eines der besten ESC-Memes - ein Kind von Justin Bieber und Rebecca Black.

    🇮🇪Rabith maith!

    23
    🇮🇱Israel🇮🇱

    Israel hat sich seit 2011 immer weiter nach oben gesteigert. Sch*ssen sie 2011 noch richtig rein, wurde 2017 ein verdammt gutes Sommerlied aufgeführt. Die Dramatik des Ganzen hat mich ebenfalls sehr überrascht. Kommen wir nun aber zu 2015 und 2016:

    2015 hat mir der israelische Beitrag nicht wirklich gut gefallen; es steckte einfach zu wenig Expertise dahinter. Außerdem mochte ich die Melodie des Liedes nicht. Das sah 2016 schon anders aus: Diese Ballade war schon wieder irgendwie schön. Ich finde zwar, dass Deutschland Israel zu Unrecht 12 Punkte gegeben hat, weil es viel bessere Lieder gab, aber schön war es trotzdem.

    🇮🇱Toda!

    24
    🇮🇹Italien🇮🇹

    2015 war Italien echt gut dabei, Grande Amore war zwar typisch italienisch, aber immer noch schön. Es schien sich auch nicht zu ziehen oder so. Unter meinen Top 10.
    2016 hat Italien dafür systematisch Mist gebaut. Das Kostüm war fürchterlich, das Bühnenbild hat nicht zur Aussage des Liedes gepasst und Francesca Michielins Stimme ist noch einmal aus einer ganz anderen Kategorie. Abgesehen davon mochte ich die Melodie auch nicht. Ja, was mochte ich eigentlich?
    2017 war der italienische Beitrag zwar gut, aber trotzdem maßlos überbewertet. Er hätte, um ehrlich zu sein, zwischen Platz 10 und 18 (zwei Random-Zahlen) gehört, und nicht bei so vielen Fans gewinnen bzw. auf Platz 6 kommen müssen.
    Ich glaube, ich habe gerade das Prinzip der Geschmackssache verletzt.

    🇮🇹Grazie!

    25
    🇱🇻Lettland🇱🇻

    2015 war der lettische Beitrag der absolute Hammer🔨, denn die Elektro-Sounds haben so viel Platz für Aminatas unglaublich kräftige Stimme gelassen, dass es richtig episch klang.
    2016 hat Lettland es auf die gleiche Art und Weise versucht, aber im Gegensatz zu 2015 abgestunken. Justs' Stimme ist einfach nur entsetzlich rau und er gehört für mich in die Kiste der Mädchenschwärme.
    2017 war ebenso schlecht, aber auf eine lustige Art und Weise. Ein Flashback in die 80er mit viel Elektro und Disco, leider auf Kellerniveau.

    🇱🇻Pateikties!

    26
    🇱🇹Litauen🇱🇹

    Litauen löst bei mir immer gemischte Reaktionen aus, denn manchmal sind die Beiträge super (2012), mittelmäßig (2013) oder absolut entsetzlich (2014). Genauso geht es auch mit den letzten drei Jahren.

    Der litauische Beitrag von 2015 landet in der Kategorie "mittelmäßig", denn hier wurde es mit der Fröhlichkeit dezent übertrieben. Außerdem passt Vaidas' Anzug insofern nicht zum Rest, als dass Monika mit ihrem kurzen Kleid, das irgendwie an einen Vogel erinnert, viel mehr auffällt und auch fröhlicher wirkt. Wahrscheinlich war das Verrückte auch genau das, worauf Litauen abgezielt hat.
    2016 kommt in die Kategorie "super", denn dieses Lied haut wirklich rein. Ich kann dieses coole Dance-Lied nur schwer beschreiben...es ist einfach krass. Donny Montell bringt Litauen für mich schon zum zweiten Mal in die Top 10.
    Für 2017 bleibt - zurecht - nur noch die Kategorie "absolut entsetzlich". Dieses Lied verursacht schon nach wenigen Sekunden Ohrenkrebs, weil es unmelodisch, dissonierend und nicht mit dem Gesang übereinstimmend ist. Außerdem besteht der Gesang größtenteils aus "Yeah" und Geschrei.

    🇱🇹Dėkoti!

    27
    🇲🇹Malta🇲🇹

    Malta ist scheinbar immer für eine Überraschung gut. 2015 beispielsweise war der maltesische Beitrag unglaublich episch und wunderschön. Kommt nur nicht gegen den anderen "Warrior" aus Georgien an. Alles in allem schockierend, dass Malta nicht im Finale gelandet ist.
    2016 war Malta zwar auch gut, aber nicht so klasse wie 2015. Ira Loscos Stimmkraft wurde bei Chameleon ein wenig unterdrückt, Walk on water passte viel besser zu ihr.
    2017 hat Malta mich dafür - auch irgendwie eine Überraschung - bitter enttäuscht, indem Claudia Faniello mit einer fürchterlich einschläfernden Ballade nach Kiew geschickt wurde. Traurig, traurig.

    🇲🇹Nirringrazzja!

    28
    🇲🇩Moldau🇲🇩

    Die moldawischen Beiträge von 2015 und 2016 bewegen sich grundsätzlich auf dem gleichen Level, mit dem Unterschied, dass der perverse Beitrag von 2015 nach ein paar mal Zuhören unglaublich nervt. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Allerdings ist ja wohl jedem ESC-Fan klar, wer 2017 zurückgekehrt ist und Moldau auf Platz 3 gebracht hat!

    🇲🇩Multsumire!

    29
    🇲🇪Montenegro🇲🇪

    2015 war der montenegrinische Beitrag sehr gut, vor allem, weil er nicht wie nerviges Gejohle klang. Nun spiegele man das Ganze am Nullpunkt und ihr wisst, wie ich über den Beitrag von 2016 denke. Wie Highway es geschafft hat, zum ESC geschickt zu werden, ist mir ein Rätsel. Allerdings trifft auch das auf Slavko Kalezić zu, der Montenegro 2017 vertrat und ebenfalls im Halbfinale abstank. Mehr Worte kann ich darüber nicht verlieren.

    🇲🇪Hvala!

    30
    🇳🇱Niederlande🇳🇱

    2015 war der niederländische Beitrag eine komplett austauschbare Ballade und die Botschaft war alles Andere als klar verständlich. Ich habe nur noch "Wayayayay" im Ohr. Abgesehen davon wirkt Trijntje Oosterhuis auf mich auch nicht so sympathisch.
    2016 waren die Niederlande etwas stärker dabei. Ich bin eigentlich kein großer Country-Pop-Fan, aber Slow down ist - ähnlich wie Calm after the storm sehr gelungen und melodisch. Außerdem ist Douwe Bob einfach cool.
    2017 - noch besser. Diese perfekten Harmonien waren der Wahnsinn. Außerdem haben diese Mädels, einzeln wie zusammen, eine einprägsame Stimmkraft und Authentizität.

    🇳🇱Dank u!

    31
    🇳🇴Norwegen🇳🇴

    Norwegen hat mich 2015 ziemlich überrascht, denn diese sehr langsame Ballade hat - entgegen meinen Erwartungen - einen beeindruckenden Höhepunkt. Trotzdem ist 2015 das nach dem Ausschlussverfahren schlechteste Jahr für Norwegen 😎.
    Denn 2016 und 2017 hauen bei mir richtig rein. Der Tempowechsel bei Icebreaker irritiert ein wenig, ist aber gleichzeitig auch ziemlich cool gemacht. Trotzdem bevorzuge ich den norwegischen Beitrag von 2017.

    🇳🇴Takk!

    32
    🇵🇱Polen🇵🇱

    Viele finden den polnischen Beitrag von 2015 schön, ich finde ihn allerdings ein wenig langweilig und kraftlos. 2016 war zwar das Gegenteil, aber ebenso wenig schön, ja absolut entsetzlich. Ich kann dieses fürchterliche 80er-Flashback-Geschrei einfach nicht beschreiben.
    Jetzt mal wieder was Positives: 2017 war der polnische Beitrag schön finster und gut gesungen. Das "Geschrei" war diesmal schön, melodisch und die Sängerin hat eine unglaubliche Stimmkraft bewiesen.

    🇵🇱Dziękuję!

    33
    🇵🇹Portugal🇵🇹

    Ich ziehe sogar den Beitrag von 2014 dem von 2015 vor, so langweilig war letzterer. Außerdem ist hier sehr deutlich Leanors zarte Stimme hinter dem lauten Hintergrund untergegangen.
    2016 war Portugal nicht dabei.
    2017 gönne ich zwar Portugal den Sieg; ich bin ja kein Neider, der sich über eine politisierte Veranstaltung (ist leider so) aufregt; aber das Lied ist in höchstem Maße überbewertet. Diese Ballade hat keinen Höhepunkt und Salvadors Interpretation war maßlos, wirklich MASSLOS übertrieben und theatralisch. Ich erkenne, wenn überhaupt, nur gespielte Emotionen in diesem Lied und keine echten, die dahinterstecken.

    🇵🇹Obrigado!

    34
    🇷🇴Rumänien🇷🇴

    2015 erstmal eine Enttäuschung seitens Rumänien. Ich bin wirklich während des Finales fast eingeschlafen, hätte mich der spanische Beitrag nicht geweckt.
    2016 fand ich den rumänischen Beitrag eigentlich sehr schön; es war auch ein bisschen episch und hatte etwas von einem Kriegslied. Auch der Sänger wurde sehr heroisch inszeniert. Wo Rumänien ohne die Disqulifikation gelandet wäre, kann man nur spekulieren.
    2017 war der rumänische Beitrag - ähnlich wie Litauen 2015 - in der Fröhlichkeit komplett übertrieben, aber doch noch melodisch genug, um den besten der drei darzustellen. Jodeln und Rap zu kombinieren war vielleicht eine ungewöhnliche, verrückte, aber dennoch super umgesetzte Idee.

    🇷🇴Mulțumire!

    35
    🇷🇺Russland🇷🇺

    Von den russischen Beiträgen von 2015 und 2016 war für mich nur einer seine Top-3-Platzierung wert. Ratet mal, welcher.




    Richtig, 2016. Denn die monotone Ballade von 2015 ist einfach nur hemmungslos überbewertet und Russland hat seinen Vorteil aus seinen vielen Nachbarn gezogen (mal GANZ abgesehen von Litauen, das Russland 0 Punkte gegeben hat).
    2016 ist der russische Beitrag dafür - auch in meiner Rangliste zu sehen - ein Vorzeigebeispiel für Elektro-Pop. Außerdem ist auch der für Elektro-Pop rare 6/8-Takt ein Pluspunkt.
    2017 hatten wir auch eine Ballade, allerdings viel schöner als die von 2015. Die Melodie hat Ohrwurmqualität und ist einfach wunderschön zu hören. Hier gilt das Gleiche wie für Rumänien 2016 bezüglich der Disqualifikation.

    🇷🇺Spasibo!

    36
    🇷🇸Serbien🇷🇸

    2015 hat der serbische Beitrag bei einigen (nicht bei mir) eingeschlagen wie eine (Atom-)Bombe. Auf mich wirkt er jedoch ziemlich übertrieben (nicht falsch verstehen, immer noch gut). Vielleicht macht ihn ja gerade das so besonders, in Verbindung mit Bojana Stamenovs mächtiger Stimme.
    2016 hat Serbien eine Ballade zum ESC geschickt, die für mich sehr beeindruckend war. Die Melodik des Liedes und die starken Emotionen, die Sanja Vučić in ihren Gesang gesteckt hat, sind wirklich etwas Besonderes.
    2017 war der serbische Beitrag immer noch gut, obwohl er ein kleines Plagiat von Katy Perry - Firework war. Jeder, der letzteres Lied gerne hört, suche bei YouTube nach "Tijana Bogićević - In Too Deep".

    🇷🇸Hvala!

    37
    🇸🇮Slowenien🇸🇮

    2015 war der slowenische Beitrag sehr gut. Überlegt euch alle möglichen positiven Adjektive und setzt ein "sehr" davor, dann könnt ihr ungefähr meinen Platz 2 für 2015 beschreiben. Mehr kann ich zu diesem wunderschönen Lied nicht sagen, es fehlt ihm allerdings nur EINE Sache, dass es mein Platz 1 wäre: In der Live-Version ruiniert Frau Luftgeige ALLES.
    2016 war der slowenische Beitrag Country-Pop mit seltsamer, stark versteckter Botschaft. ManuElla hat den Gesang auch nicht wirklich gut hinbekommen und die Finalqualifikation damit zurecht verpasst.
    2017 - noch schlechter. Eine langweilige, schleppende Ballade. Wichtigster Punkt: Omar Nabers Talent wurde hier unnötig verschwendet. Zurecht auf dem vorletzten Platz in seinem Semifinale.

    🇸🇮Hvala!

    Wow, das ist schon die fünfte Sprache, in der "Danke" übersetzt "hvala" heißt!

    38
    🇸🇪Schweden🇸🇪

    Ich denke, es ist unter ESC-Fans klar, dass Schweden das am meisten überbewertete Land beim ESC ist. Sechs Siege und unzählige Top-5-Platzierungen. Kommen wir aber nun zu den schwedischen Einträgen beim ESC.

    2015 - ein würdiger Sieg für Schweden, auch wenn Måns sich ein Jahr zuvor bei Facebook für seine homophoben Bemerkungen rechtfertigen musste. Das Lied ist fröhlich und animierend, die Effekte in der Live-Version sind der Hammer und Måns ist ein sehr guter Sänger, der - im Gegensatz zu Elhaida Dani - jeden Ton getroffen hat. Außerdem hat er wohl auch gewonnen, weil er ein Frauenschwarm ist!
    2016 war der schwedische Beitrag eine der schnellsten Balladen, die je beim ESC angetreten sind. Man könnte meinen, hier sei von Matt Simons geklaut worden, aber ich finde If I were sorry trotzdem cool, mal abgesehen davon, dass es sich bei Frans, wie schon bei vielen anderen Künstlern, um einen typischen Mädchenschwarm handelt.
    2017 dann die Enttäuschung mit einem Narzissten und einer (noch) schlecht(er)en Kopie von Justin Timberlake - Can't stop the feeling. Wie es Schweden in die Top 5 geschafft hat, ist wohl nur mit dem Satz "WEIL ES SCHWEDEN IST!" erklärbar.

    🇸🇪Takk!

    39
    🇨🇭Schweiz🇨🇭

    Ähnlich wie die litauischen lösen auch die Schweizer Beiträge gemischte Reaktionen bei mir aus. Kann ein Lied ein fröhliches Geigengefiedel sein (2014), so kann es auch eine langweilige, einschläfernde Halbballade sein (2013). 2015 kommt ebenfalls in die Kategorie der einschläfernden Halbballaden - oder Vollballaden, egal. Scheitern im Halbfinale berechtigt.
    2016 kann ich das Scheitern im Halbfinale jedoch nur noch mit dem fürchterlichen Kostüm begründen. Allerdings hat Rykka so wenig Punkte bekommen, dass sie im zweiten Halbfinale Letzte wurde, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Diese Ballade hat auf eine sehr schöne Art und Weise eine gewisse Dramatik. Das kommt jedoch nicht gegen Apollo an.
    Denn der Schweizer Beitrag von 2017 war vermutlich das am fiesesten unterbewertete Lied im letzten ESC. Unfassbar, dass Timebelle es nicht ins Finale geschafft haben. So ein schönes, fröhliches, gut mitzusingendes Lied und dann so etwas Fieses. Schade. Echt schade.

    🇨🇭Danke/Grazie/Merci!

    40
    🇺🇦Ukraine🇺🇦

    Die Ukraine war 2015 nicht im Rennen. 2016 kehrten sie zurück und gewannen den ESC auch direkt, mit Jamala und 1944. Dieses Lied ist zwar an sich gar nicht so schlecht, hat aber bei einer großen MUSIKveranstaltung, bei der auch Sensibelchen wie Russland (nichts gegen Russland 🇷🇺) dabei sind, NICHTS zu suchen, weil es eine unverkennbar politische Botschaft enthält. Der Bezug auf die Deportation der Krimtataren im Jahr 1944 ist außerdem ein Beweis der Konservativität und des Kollektivhasses gegen Russland, der sogar innerhalb der ukrainischen Musiker vorzuherrschen scheint. Entsetzlich, was aus dem ESC geworden ist.
    2017 war der ukrainische Beitrag zwar angebracht, aber dafür nicht mehr schön zu hören, und das schon nach ein paar mal Zuhören. Zu wenig hörbarer Gesang, zu laut, zu viel. Einfach zu viel!

    🇺🇦Spasybi!

    41
    🇬🇧Vereinigtes Königreich🇬🇧

    Für gewöhnlich sind die britischen Beiträge beim ESC ziemlich unterbewertet, beispielsweise 2012. Manchmal hat ein niedriger Platz aber auch seine klare Berechtigung, zum Beispiel 2015. Electro-Swing gehört in die Muppet-Show und nicht auf die ESC-Bühne. Außerdem passt Biancas Stimme nicht zum Lied. Auch hier hat man die Fröhlichkeit übertrieben.
    2016 war der britische Beitrag einfach nicht schön zuzuhören, es war zu viel Kitsch und zu wenig Kraft dahinter. Den Musikstil mag ich darüber hinaus auch nicht.
    2017 - diese Ballade ist sogar wieder schön. Nicht einmal langweilig. Seltsamerweise flossen die einzigen 12 Punkte für Lucie Jones aus Australien.

    🇬🇧Thank you!

    In den nächsten Kapiteln folgen die Länder, die ich vergessen habe.

    42
    🇨🇿Tschechien🇨🇿

    2015 war keine schöne Rückkehr für Tschechien. Das Lied war einfach ein Flop, so vergessbar, schleppend und lahm. 2016 war da viel besser. Gabriela Gunčíkovás Stimme ist engelsgleich und das Lied ist eine wunderschöne, dramatische Ballade. Immer, wenn ich dieses Lied höre, kann ich überall Dreiecke um mich herum fallen sehen, so einen Zauber besitzt dieses Lied.
    2017 war es das Gleiche wieder, nur in durchschnittlich. Die Melodie war nicht so schön, das Lied war nicht so dramatisch, die Akkorde waren nicht so harmonisch. Trotzdem hätte eine Finalqualifikation drin sein können.

    🇨🇿Poděkovat!

    43
    🇸🇲San Marino🇸🇲

    Das kleinste Land Europas, das Land im Land, oder wie wir ESC-Fans San Marino nennen: Valentinaland. Und das zurecht, denn Valentina Monetta hat San Marino innerhalb von sechs Jahren viermal vertreten. Davon nehme ich hier aber nur eine Version unter die Lupe.
    Denn 2015 wurde San Marino mit einer kraftlosen Ralph-Siegel-Ballade vom Duett Michele Perniola / Anita Simoncini vertreten und 2016 musste der türkische Musikproduzent Serhat her, damit San Marino seine ESC-Geschichte fortsetzen konnte. Letzteres war ein fürchterlich perverses Gelaber, das, so glaube ich, bei niemandem wirklich gut angekommen ist.
    2017 dann Valentinas und nicht nur Valentinas, sondern auch Ralph Siegels Rückkehr. Ein 70er-Flashback, der auch nicht bei vielen gut ankam und letztendlich auf Platz 42 landete. Schade drum.

    🇸🇲Grazie!

    44
    🇪🇸Spanien🇪🇸

    2015 war der spanische Beitrag echt beeindruckend, bis auf Edurnes fatalen Versinger am Ende. Die Studio-Version klingt wirklich gut, sehr gut gesungen, hat etwas Mystisches.
    2016 hätte Barei an ihrer Gesangsleistung arbeiten müssen, damit ich dieses Lied wieder toll fände. Ohne starken, ausdrucksvollen Gesang hat das ganze Lied keinen Sinn. Aber wenigstens könnte man den Sinn noch retten, im Gegensatz zu 2017, wo der Beitrag aus Spanien total hingerotzt und zurecht auf dem letzten Platz im Finale gelandet ist.

    🇪🇸¡Gracias!

    45
    Nachwort

    Nach Siegen war
    2017 das stärkste und
    2015 das schwächste
    bzw. nach Punkten war
    2016 das stärkste und
    2017 das schwächste Jahr.

    Die stärksten Länder: 🇦🇿Aserbaidschan, 🇭🇷Kroatien, 🇳🇴Norwegen, 🇷🇸Serbien
    Die schwächsten Länder: 🇫🇮Finnland, 🇮🇪Irland, 🇵🇹Portugal, 🇺🇦Ukraine

    Danke fürs Lesen.

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