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Zwei besondere Schwestern in Mittelerde-Kapitel 7

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1 Kapitel - 2.408 Wörter - Erstellt von: Daefaron - Aktualisiert am: 2017-12-20 - Entwickelt am: - 192 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Niniel und Amelie hauen aus Bruchtal ab, Luthien ist bei Beorn.

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    Aktuelle Standpunkte: Lúthien: bei Beorn kurz vor dem Düsterwald mit Warada Niniel: gerade eben von Elrond weggegangen mit Narnia Amelie: gerade ebe
    Aktuelle Standpunkte:
    Lúthien: bei Beorn kurz vor dem Düsterwald mit Warada
    Niniel: gerade eben von Elrond weggegangen mit Narnia
    Amelie: gerade eben von Elrond weggegangen ohne Tornado bei Niniel und den Zwergen

    Lúthien POV:

    Ich erzählte bis spät in die Nacht hinein und auch Beorn erzählte einiges aus seinem Leben. Wie er von seinen Fähigkeiten als Gestaltwandler erfuhr, von seiner Familie und von Situationen in denen er sich unpassenderweise verwandelt hatte. Im Gegenzug erzählte ich ihm von meiner Fähigkeit alle Sprachen Mittelerdes zu sprechen. Als er mich dann fragte, wie dass funktioniert, musste ich zugeben, selbst keine Ahnung zu haben.
    "Nun ja, wenn ein Tier zu mir spricht dann verstehe ich es einfach. Wenn das Tier sich aber ausdrücklich wünscht NICHT verstanden zu werden, kann ich es nicht verstehen. Es ist auch nicht so, als würde ich dann alle Wörter und die gesamte Grammatik auf einmal in meinem Kopf haben und gezielt anwenden können. Es ist vielmehr so, dass ich etwas in meiner Sprache zu einem bestimmten Tier sage und an es denken muss, im besten Fall auch noch ansehen oder berühren, dann kommen die Wörter einfach in der jeweiligen Tiersprachen aus meinem Mund." Erklärte ich ihm.
    "Ich hoffe, es war nicht zu unverständlich. Mit den verschiedenen Tierdialekten ist es aber ganz anders. Die muss ich aktiv lernen, ich 'spreche' praktisch nur die Hochsprache. Und mit Redewendungen ist es genauso." Beorn nickte.

    Das nächste was ich wahrnahm, war, dass die Sonne in mein Gesicht schien und mich so aufweckte.
    "Na, Prinzessin des Goldenen Waldes mit den braunen Haaren, ihr seid gerade rechtzeitig aufgewacht. Der Hüter dieses Waldteils hat gerade eben Honig, Milch und Brot mit Butter und Marmeladen und Tee auf den Tisch gestellt. Wenn ihr Glück habt, hat der Hüter auch noch ein paar Nüsse und etwas Sahne übrig, obwohl es nicht die Zeit für Nüsse ist." Eine dunkle Stimme weckte mich auf. Als ich die Augen aufschlug, sah ich in große dunkelbraune Augen.
    "Huch? Wer bist du denn?" Die Augen zogen sich zurück und ich sah, dass es ein Elch war der mich geweckt hatte.
    "Seid gegrüßt, edler Elch. Mit welchem Namen darf die Prinzessin Lúthien euch anreden?" Höfisch, mit den allerbesten Manieren die ich so früh am Morgen hervorkramen konnte, antwortete ich ihm.
    "Die edle Herrin kann mich mit dem Namen Moeran ansprechen, wenn es ihr gefällt." Der Elch zog seinen Kopf durch das Fenster zurück und erst da bemerkte ich, wo ich überhaupt war. In Beorns Haus in einem ebenerdigem Zimmer. Durch das Fenster schien die Sonne und man konnte hinter Moeran den grünen Wald und einen Haufen Tiere entdecken.
    Ich schlug die Decke zurück und stand auf. Ich hatte noch immer die Klamotten von gestern an. Meine Waffen hatte Beorn an die Wand neben die Tür gelehnt, gut sichtbar.
    Moeran verbeugte sich nun vor mir indem er das rechte Vorderbein einknickte, das linke etwas vorschob und seinen Kopf gen Boden neigte.
    "Sagt mir, Moeran, wo findet man den Herren dieses Hauses?" Ich Beute meinen Kopf aus dem Fenster und steckte meine Nase ins Sonnenlicht.
    "Der Herr des Hauses und der Hüter dieses Waldes befindet sich bei dem Tisch in seinen Vorgarten auf der anderen Seite des Hauses. Soll ich der edlen Herrin den Weg dorthin weisen?"
    "Vielen Dank, Moeran mit dem edlen Geweih. Sagt mir, gibt es in der Nähe dieses Hauses einen Teich oder einen Fluss?"
    "Auf dieser Seite des Hauses hinter den drei Kiefern am Ende der Lichtung befindet sich ein kleiner Fluss. Er ist rundherum mit Tannen bestanden und führt ein wunderbar klares und reines Wasser. Ein Stück weiter den Flusslauf hinauf befindet sich eine Stelle durch die sich leicht in den Fluss steigen lässt."
    Nach dieser Erläuterung schwang ich meine Beine über den Fenstersims und ließ mich aus dem Fenster gleiten. Moeran führte mich um das Haus zu einem riesigem Tisch der mit großen Schalen und Tellern ausgestattet war. Jede Schale war entweder aus hellem Holz oder graugesprenkeltem Gestein. Wahrscheinlich Granit.
    In jeder Schale war etwas anderes. Herrlich duftendes Brot mit Kräutern, sahnige Milch oder Marmeladen die fast nur aus Früchten zu bestehen schienen. Mir lief das Wasser im Mund zusammen.
    "Lúthien. Greif nur zu, es sollte nichts fehlen." Beorn deutelte mit einer ausschweifenden Geste über den ganzen Tisch. Ich nahm mit meinen Teller und legte mir ein paar Scheiben Brot darauf die ich mit verschiedenen Marmeladen und Honigs bestrich.
    "Sehr lecker, macht ihr das eigentlich alles selbst?" Mit vollem Mund blickte ich ihn fragend an.
    "Nein, nicht alles. Ich brauche für die Herstellung der Marmeladen Zucker, und manchmal kommen ein paar Händler vorbei. Ich kaufe dann immer Vorräte für mehrere Jahre. Man weiß nie, wan der nächste vorbeikommt."
    Wir unterhielten uns noch über einige belanglose Dinge bis er mich fragte, wann ich weiterziehen würde.
    "Nun, eigentlich hatte ich vor, am Heute in den Düsterwald zu gehen. Es ist noch früh am Morgen, da habe ich gute Chancen bis Mittag am Anfang des Waldes zu sein."
    "Wollt ihr nicht erst noch bis morgen warten? Eine Pause würde euch und eurem Pferd sicherlich nicht schaden."
    "Ich will eure Gastfreundschaft aber nicht länger als nötig strapazieren."
    "Ihr strapaziert mich gar nicht, im Gegenteil. Ich bin sehr froh, euch hier zu haben. Hier kommt zu selten jemand vorbei und all die Tiere, nun ja. Ich bin froh, dass es die Reisenden Händler gibt."
    "Wenn das so ist, dann bleibe ich noch bis morgen. Aber dann muss ich wirklich weg."
    "Was führt euch eigentlich in den Düsterwald?" Beorn sah mich interessiert an.
    "Nun, meine Großmutter trug mir auf, Orks zu jagen. Ich sollte erst in den Nebelwald, aber Warada fand es für zu gefährlich. Also bin ich auf den Weg zum Düsterwald gegangen."
    "Dann passt auf. Neben den Orks gibt es in diesem Wald auch Spinnen."
    "Spinnen?"
    "Riesige Spinnen. Sie können sogar Hobbits und Zwerge einspinnen."
    "Dann müssen sie ja wirklich riesig sein. Ich glaube, ich reite erst mal außen herum und dann vom Fluss der Richtung Seestadt fließt in den Düsterwald rein. Ja, so mache ich es. Sag mal, Beorn, kann ich dir irgendwie helfen?"
    "Natürlich, du kannst mit dem Tieren spielen und..."

    Niniel POV:

    Langsam kamen wurde die Gegend steiniger, dann waren wir irgendwann in einem Gebirge.
    "Das Nebelgebirge. Dahinter liegt der Düsterwald und der Erebor." Amelie hatte sich zu mir gesellt.
    "Wie lange dauert es denn noch?"
    "Schwer zu sagen. Werden wir nicht aufgehalten, was ziemlich unwahrscheinlich ist, denn es gibt eine Menge Orks im Nebelgebirge und im Düsterwald, dauert es wahrscheinlich ein paar Wochen, wahrscheinlich ein paar Wochen länger. Sag mal, warst du schon mal im Düsterwald?"
    "Nein, ich war nur im Goldenem Wald und Umgebung. Aber meine Schwester, Luthién, sollte zum Düsterwald. Wenn wir Glück haben, ist sie dort und hilft uns. Sie soll dort nämlich Orks jagen." Ich schnüffelte einmal und es roch nach Regen. Ich zog meinen Umhang ein Stück weiter hoch.
    Nachdem wir eine ganze Weile marschiert fing es tatsächlich an zu regnen. Ich schob meine Kapuze tief ins Gesicht und rückte näher an Narnia heran. Ihr Körper strahlte Wärme aus.
    Nach einer Weile wurde der Pfad immer schmaler und wir gingen alle in einer Reihe. Zu unserem Pech fing es auch noch zu Gewittern an.
    Dann machten die Zwerge eine Entdeckung, Steinriesen. Zwei riesige Steinriesen die sich mit Felsbrocken bewarfen. Sie richteten sich auf. Die Hälfte der Zwerge befand sich auf dem Knie. Narnia erschrak und rutschte aus. Ihr rechter Hinterhuf rutschte über die Kante des Weges und machte den Anschein, das Pferd samt Gepäck hinunter zu ziehen. Beherzt griff ich nach den Zügeln, stemmte mich gegen den rutschigen Boden und zog mit aller Kraft. Dann zog Amelie mit mir.
    Narnia schnaubte als sie wieder am Pfad war. Ihr Fell regen- und schweißnass. Auch die Zwerge waren wieder bei uns, am sicherem Stück des Pfades. Aber einer fehlte. Der Hobbit.
    Suchend blickte ich mich um, und tatsächlich, da hing er. An einem kleinem Pflänzchen das aus der Felswand wuchs. Da geschah es. Bofur beugte sich zu ihm hinunter und versuchte ihn zu ergreifen, aber sein Arm war nicht lang genug. Er kam wieder zu uns hoch.
    "Lässt mich mal machen." Ich schon mich an den Zwergen vorbei. Dann beugte ich mich zu ihm hinunter, aber Bilbo war unterdessen noch weiter gerutscht.
    "Verdammt." Ich kam nicht an ihn heran.
    "Ich wusste ja gar nicht, dass Elben fluchen können." Kili grinste.
    "Tun sie normalerweise auch nur in Ausnahmesituationen. Außerdem, wen kümmert es hier? Bei euch Raufbolden?" Dann kam mir eine Idee.
    "Macht mal alle Platz und führt mal Trense her." Überraschenderweise sagten die Zwerge mal nichts und führten einfach Trense zu mir.
    Ich löste die Zügel von Narnias Trense. Dann knotete ich in das eine Ende eine Schlaufe und reichte sie dem Hobbit. Die andere Seite befestigte ich wieder an der Trense. Die Schlaufe war inzwischen bei Bilbo anbelangt.
    "Lass mit der einen Hand das Pflänzchen los und und Greif die Schlaufe." Er sah mich erst etwas ungläubig an, aber dann griff er nach der Schlaufe.
    "Gut, lass mit der anderen Hand auch los und Greif die Schlaufe. Ich zieh dich hoch." Nun ja, Narnia würde ihn hochziehen. Ich richtete mich auf und tappte leicht vor Narnias Brust. Unsicher machte sie einen Schritt nach hinten, die Zügel spannten sich. Ich tippte noch einmal vor Narnias Brust. Dann beugte ich mich wieder zu Bilbo und griff seine Hände.
    Mit einem Ruck zog ich ihn ganz auf den Weg.
    "Danke, ich ... du hast mir das Leben ... gerettet." Ungläubig blickte er auf die Schlaufe in seinen Händen. "Das gehört wohl dir, oder?"
    "Ja." Ich lächelte und nahm die Schlaufe entgegen, löste sie auf und hängte das Ende wieder in die Trense ein.

    Amelie POV:

    Ich seufzte erleichtert auf, als Bilbo wieder auf dem Weg war. Keiner verletzt, ein paar Schrammen zählten nicht, keiner tot, keiner verschwunden. Nur eine Menge Aufregung.
    Zum Glück.
    Stumm drehte ich mich um und wanderte weiter. Der Himmel wurde immer dunkler.
    Ein Höhleneingang tauchte auf.
    "Wir übernachten hier. Gloin, Fili, sichert die Höhle auf Gefahren. Oin, Bofur, Feuer machen, Amelie, Bombur, sammelt die Vorräte." Gloin und Fili traten wieder zu uns und teilten uns mit, dass die Höhle sicher war. Ich ging zu Niniel und ihrem Pferd.
    "Gib mir mal die Beutel mit den Vorräten. Danke." Mit den Beutel in den Händen ging ich zu Bombur und reichte sie ihm.
    "Hier. Kann ich dir helfen?"
    "Nun, du könntest mir Wasser in den Kessel füllen. Hier ist der Kessel." Er reichte mir einen Kessel aus Metall während er über dem Feuer einen Dreibein aufbaute.
    Ich ging hinaus und hielt den Kessel einige Minuten in den heftigen Regen. Er war gefüllt.
    Ich reichte ihn Bombur der ihn an den Dreibein hängte. Das Wasser fing langsam an zu kochen.
    Er gab einige geschnipselte Gemüsestücke dazu. In einem zweiten Kessel, ebenfalls mit Wasser gefüllt, kochte er einige Würste.
    Dann reichte er mir ein Brot. "Hier, schneide das mal in Scheiben. Für jeden eine." Ich holte mir ein Brett und klappte das Klappmesser auf das ich an meinem Gürtel befestigt hatte. Die Scheiben wurden mitteldick. Ich ging herum und teilte die Scheiben mit den Schüsseln aus. Ich behielt die letzte Scheibe und Schüssel für mich. Ich setzte mich neben Niniel und begann ein Gespräch über ihr Leben.
    Sie war eine Enkelin der Herrin des goldenen Waldes. Und 200 Jahre alt! Nun ja, zumindest fast.
    "Wann wirst du denn 200?" Neugierig fragte Kili nach, der sich zu uns gesellt hatte.
    "Man fragt eine Dame nicht nach ihrem Alter, falls du davon schon einmal gehört hast. Das ist unhöflich. Aber, da Ihr Zwerge es anscheinend nicht so genau mit der Etikette der Elben nehmt, ich werde in zweieinhalb Jahren 200."
    "Wow, dafür siehst du echt noch jung aus. Wenn ich daran denke, wie ein Zwerg mit 200 aussieht, man ich wäre gerne eine Elbe." Ich war wirklich neidisch. Ein Zwerg wäre faltig und ausgetrocknet und einiges mehr. Inzwischen war das Essen, ein Eintopf mit Würsten. Überaus lecker.
    Dann legten wir uns schlafen. Thorin selbst übernahm die erste Wache.
    Währenddessen schliefen wir ein.

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1513439319
Zwei besondere Schwestern in Mittelerde-Kapitel 7
Zwei besondere Schwestern in Mittelerde-Kapitel 7
Niniel und Amelie hauen aus Bruchtal ab, Luthien ist bei Beorn.
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2017-12-16
402C
Herr der Ringe

Kommentare (5)

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Daefaron (33327)
vor 125 Tagen
Ja, das gehört zu Herr der Ringe. Eigentlich zu Der Hobbit, aber da gibt es keine eigene Kategorie wenn ich richtig informiert bin. Es ist schon wieder in der falschen Kategorie gelandet. Ich weis echt nicht, was genau ich falsch mache. Das ist jetzt glaube ich, schon das dritte das nach Harry Potter abgedriftet ist.
Es freut mich, dass es dir gefällt. Ich will auch mindestens alle ein bis zwei Wochen ein neues Kapitel rausbringen. Ich habe auf jeden Fall vor, die Geschichte fertig zu stellen, und zwar ohne eineinhalb Jahre Wartezeit.

Daefaron
LILY LUNA (27728)
vor 127 Tagen
Gehört das nicht zu Herr der Ringe? Ist aber echt schön geschrieben, auch wenn ich mich damit nicht soo gut auskenne...
Carina Kurz (03617)
vor 306 Tagen
Wann geht die Geschichte weiter?
Mondschein (35983)
vor 724 Tagen
Bis jetzt gefällt mir die Geschichte und will gerne wissen wie es weiter geht mach so weiter
Mondschein (35983)
vor 728 Tagen
Die Geschichte hört sich interessant an und möchte gerne weiter lesen schreib weiter so