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Harry Potter FF- Mein zweites Jahr

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10 Kapitel - 15.712 Wörter - Erstellt von: Princess Buttercup - Aktualisiert am: 2018-01-22 - Entwickelt am: - 1.560 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

Jetzt ist es schon das zweite Jahr für Hilary in der Schule für Hexerei und Zauberei, und schon am Anfang gibt es einige Unruhen... Doch damit ist es nicht genug: Sie kommt einem alten Geheimnis auf die Spur- nicht ahnend, was sie damit anrichtet...

Jahr 2- Nehmt euch etwas Zeit, und taucht ein in die fabelhafte Welt von Harry Potter!
(Ach ja- der Titel... Aber weil ich der ersten Geschichte schon den Titel „Mein erstes Jahr“ verpasst habe, habe ich die Geschichte „Mein zweites Jahr“ genannt. Kreativ, ich weiß.)

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    Hallo, schön, dass ihr die Geschichte lesen wollt! Ihr solltet aber unbedingt den ersten Teil gelesen haben, dazu kopiert einfach den Link: http://ww
    Hallo, schön, dass ihr die Geschichte lesen wollt! Ihr solltet aber unbedingt den ersten Teil gelesen haben, dazu kopiert einfach den Link:

    http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1508767733/Harry-Potter-FF-Mein-erstes-Jahr

    Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen! 😉😁😄
    LG Lily

    Alle, diese FF lesen, dürfen in die Kommentare ein Wort schreiben, dass dann in das nächste Kapitel eingebaut wird. Mal sehen, wie kreativ ihr seid... 😁😉 Es versteht sich glaube ich von selbst, dass Beleidigungen, Schimpfwörter, etc. nicht akzeptiert werden...


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    Kapitel 1


    Tock. Tock, tock. TOCK. Irgendetwas klopfte, und ich grummelte etwas. Sicher war es Mum. Sie sollte bitte verschwinden. Tock, tock. TOCK, TOOCK! Ich stöhnte und vergrub meinen Kopf unter der Decke. „Verschwinde“, krächzte ich. TOOOCK! Ein schrilles Kreischen ertönte, dann schepperte es blechern. Mit einer blitzschnellen Bewegung öffnete ich die Augen und schleuderte meine Decke beiseite. Natürlich war es nicht Mum. Das Geräusch war vom Fenster gekommen. Ich stand auf, ging zum Fenster und öffnete es. Auf dem Fensterbrett lagen drei Briefe. Achtlos warf ich sie auf mein Bett und sah nach unten. Tatsächlich, in der Regentonne lag ein kleines braunes Bündel. Mist. Like musste mal wieder abgestürzt sein. Like war meine Eule. Zuckersüß, klein, braun und flauschig, aber leider nicht geeignet für lange Flüge. Ich seufzte und sah nach unten. Angestrengt flatterte er mit seinen Flügeln und erhob sich in die Luft. „Sehr gut“, lobte ich ihn. Als Antwort erntete ich empörtes Kreischen, und ein paar Sekunden später lag er schon neben mir auf dem Fensterbrett. Schnell holte ich ein Tuch, wickelte ihn hinein und setzte ihn mit einer großen Portion Futter und Wasser in seinen Käfig. Er zwitscherte zufrieden. Ich schloss das Fenster und sprang dann mit einem großen Satz auf mein Bett. Der erste Brief war mit einem großen Siegel versehen, auf dem vier Tiere eingraviert waren: Der Dachs, die Schlange, der Löwe, und natürlich der Adler. Der Hogwartsbrief. Er enthielt eine Liste mit unseren Schulsachen, die wir für das neue Schuljahr benötigten. Vor einem Jahr hatte ich noch nicht einmal gewusst, was das war- bis ich einen ähnlichen Brief erhalten hatte, in dem mir mitgeteilt worden war, dass ich eine Hexe war, und deshalb ab jetzt auf die Zauberschule Hogwarts gehen würde. Seitdem hatte ich sehr viel erlebt: Ich hatte neue Freunde gefunden, war bei einer Gespensterparty gewesen, und hatte sogar fliegen gelernt. Aber es gab auch einige schreckliche Ereignisse, wie die Versteinerungen, meine Schattengestalten, wegen denen ich sogar in die Fänge von riesigen Monsterspinnen geraten war, und mein Abenteuer in der Kammer des Schreckens. Mein Blick fiel automatisch auf die kleine Narbe an meinem rechten Oberarm. Dort hatte der Basilisk seine Zähne hineingerammt...Trotzdem freute ich mich unglaublich auf das neue Schuljahr. Vorsichtig legte ich den Brief zur Seite und wandte mich dem nächsten zu, ein sehr kleiner Brief. Als ich ihn öffnete, fiel daraus ein ausgeschnittener Zeitungsartikel und ein eng beschriebenes Blatt Papier.

    Liebe Hilary,
    ich hoffe, dir geht es gut. Danke für deinen Brief zu meinem Geburtstag und die Bertie Botts Bohnen! In den Ferien waren wir in Ägypten, wir haben Bill besucht. Dad hat nämlich einen Preis gewonnen, das kannst du in dem Artikel sehen. 700 Galleonen! Es war wirklich sehr lustig. Wir wollten Percy in eine Pyramide einmauern, aber Mum hat uns erwischt. Percy gibt nämlich schon die ganze Zeit damit an, dass er dieses Jahr Schulsprecher ist. Das kann ja ganz lustig werden... Auf jeden Fall ist Mum total ausgeflippt. Und einmal wollte sie mir sogar verbieten, in eine Grabkammer zu gehen.
    Ich bin natürlich gegangen. Obwohl es schon gruselig war, weil da lauter Skelette drin waren. Fred & George haben auch ein paar neue Scherzartikel entwickelt, und die die ganze Zeit explodieren lassen, das hat Mum auch aufgeregt. Das meiste Geld geht für den Urlaub drauf, aber ich habe auch einen sehr schönen lila Umhang bekommen.
    Viele Grüße
    deine Ginny


    Ich lächelte. Einen Brief von Ginny hatte ich echt nicht erwartet, doch das bewirkte nur, dass ich mich noch mehr auf Hogwarts freute. Ich nahm den Zeitungsartikel und sah grinsend zu allen 9 Weasleys, die dort vor einer Pyramide abgebildet waren. Alle winkten fröhlich in die Kamera. Schnell nahm ich den dritten Brief. Er war sehr schwer, und als ich ihn öffnete, fiel eine Tüte Bertie Botts Bohnen und ein Stück Pergament heraus. Ich erkannte sofort die unordentliche Handschrift von Hanna, die meine beste Freundin in Hogwarts war.

    Liebe Hilary,
    ich hoffe, bei dir ist alles okay.Hast du deinen Hogwartsbrief auch schon bekommen? Wahrscheinlich schon. Hast du Lust, dass wir uns Ende der Woche in der Winkelgasse treffen? Oder auch schon morgen? Wir könnten dann zusammen unsere Sachen besorgen. Ich hab Ginny auch schon eine Eule geschrieben. Bei ihr würde es gehen. Bitte sag mir schnell Bescheid, ich langweile mich hier nämlich zu Tode!
    Hanna


    Ich sprang vom Bett. Mir ging es ja genauso wie ihr! Schnell holte ich Tintenfass und meinen Federkiel vom Schreibtisch und kritzelte hastig eine Antwort auf ein neues Stück Pergament. Erst ein Brief für Hanna, dann einen für Ginny, in dem ich ihr auch zu dem Gewinn gratulierte. Dann band ich die Pergamentrollen dem empört zwitschernden Like an die Beine, und gab ihm einen sanften Stoß. Er flog hoch in die Luft, und schon bald konnte ich ihn nicht mehr sehen. Die Sommersonne schien mir auf die Nase und ich seufzte entspannt. Nach Hogwarts zu kommen, bedeutete ja nicht nur, Spaß und Abenteuer, sondern auch wieder ewiges Lernen... Hoffentlich würde dieses Schuljahr entspannter werden als das vorige. Hoffte ich zumindest...

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    ((green)) Kapitel 2 ((egreen)) Ich stand am Ende einer großen, viel belebten Straße. Um mich herum befanden sich Massen von jungen und alten Zaubere


    Kapitel 2


    Ich stand am Ende einer großen, viel belebten Straße. Um mich herum befanden sich Massen von jungen und alten Zauberern und Hexen, die meisten schwer beladen mit Tüten und Taschen. Ich sah auf eine große Uhr, die über dem Eingang zur Winkelgasse baumelte. Zehn nach zehn. Ginny und Hanna sollten schon da sein... Ich warf beunruhigte Blicke zu den Leuten, die an mir vorbeidrängten. Sie hatten es doch unmöglich vergessen? „Hilary!“, härte ich jemanden rufen. Ich drehte mich um. Zwei Mädchen liefen auf mich zu und umarmten mich stürmisch. „Hanna, Ginny“, rief ich, begeistert, endlich wieder meine Freundinnen zu sehen. Hanna lachte. Sie war ziemlich gewachsen, und überragte mich jetzt um eine knappe Handbreite, doch wenn man davon absah, hatte sie sich kaum verändert. Ginny war ebenfalls gewachsen, ihre Haare waren länger geworden. Ihre Haut war nach wie vor mit unzähligen Sommersprossen bedeckt. Was mich natürlich am meisten freute, war, dass die Schatten unter ihren Augen und ihre Blässe, die sie das ganze letzte Jahr begleitet hatten, komplett verschwunden waren. Das letzte Jahr war nicht leicht für sie gewesen... „Ich freu mich so, dass wir uns endlich wiedersehen“, sagte Ginny strahlend. „Schau mal!“ Ginny drehte sich um. „Dein neuer Umhang!“, sagte ich. Langsam strich ich mit den Fingern über den pflaumenfarbenen, samtweichen Stoff. Ginny lächelte. „Ja, nicht? Eigentlich ist es ja ein Winterumhang, aber ich wollte ihn euch unbedingt zeigen.“ „Jetzt musst du ihn aber schon mal ausziehen, sonst bekommst du noch einen Hitzeschlag“, sagte Hanna. Ginny nickte. „Es ist wirklich irre heiß mit dem.“ Sie zog den Umhang aus und stopfte ihn in ihre Tasche. „Wohin wollen wir als erstes?“, fragte ich eifrig. Hanna zuckte die Schultern. „Flourish & Blotts?“ „Bloß nicht... Bevor wir dann die ganze Zeit die Bücher rumtragen müssen...“, wandte ich ein. Sie seufzte. „Ich brauche neue Umhänge. Alles zu kurz bei mir.“ Gemeinsam schlenderten wir an den bunt plakatierten Schaufenstern vorbei, bis wir zu einem Eiscafé kamen. An den Tischen vor dem Café saßen viele Leute. Begeistert quietschte ich auf. „Eis!“ Hanna nickte und leckte sich die Lippen. „ Ich weiß es- ich hole meine Umhänge, und ihr bestellt mir bitte einen Fruchteisbecher.“ Ich nickte. „Machen wir!“ Ich winkte und zog Ginny zu einem freien Tisch im Schatten eines großen Sonnenschirms. Erleichtert ließ ich mich auf einen der bequemen Stühle sinken. „Florean Fortescues Eis ist Weltspitze“, verriet Ginny mir. „Super!“, sagte ich und studierte eifrig die Eiskarte. „Ich nehme einen Becher Kürbiseis mit Schokostreuseln“, überlegte Ginny. „Oder soll ich Bertie Botts Bohnen nehmen?“ Entsetzt sah ich auf. „Also dass würde ich ganz bestimmt nicht machen!“ „Eigentlich schmeckt es schon ganz gut. Es ist bloß ein bisschen durcheinander.“ Ich sah in meinen Geldbeutel. „Nach Gringotts müssen wir auch“, seufzte ich, denn der Gedanke, mit den Wagen wieder in die gruselige Finsternis zu fahren, gefiel mir gar nicht.
    Ginny lächelte. „Das dauert ja nicht so lange. Zur Apotheke müssen wir noch alle...“ Sie unterbrach sich, denn die Bedienung war an unseren Tisch getreten. Ginny bestellte sich ihr Kürbiseis, ich nahm einen riesigen Eisbecher mit Brause- Kaugummieis, und für Hanna bestellten wir einen gewaltigen Fruchtbecher. Das Eis schmeckte wirklich himmlisch, und kurz darauf kam auch schon Hanna, voll bepackt mit Tüten. „Tut mir leid“, keuchte sie, „aber Madame Malkins hat meine gesamte Uniform für untauglich befunden, bloß weil ein paar Kleinigkeiten gefehlt haben, und hat dann noch darauf bestanden, mir alles neu zu schneidern...“ Ich kicherte. Hannas Chaos kannten wir nur zu gut. Ich konnte gar nicht mehr aufzählen, was sie bereits alles verloren hatte: Socken, Schals, Bücher, Federn, Aufsätze, ihren Winterumhang... Hanna bedachte mich mit einem wütenden Blick und setzte sich auf ihren Platz. „Danke“, nuschelte sie, während sie sich schon den ersten Löffel in den Mund schob. Das Eis schmeckte wunderbar, und es war unglaublich schön, bei dem schönen Sommerwetter hier zu sitzen, und Eis zu löffeln. In der Menge entdeckte ich auch viele bekannte Gesichter: Zuerst fiel mir Ember Diggory auf, die jetzt ja bereits in die vierte Klasse ging, und die beste Freundin der Weasley-Zwillinge war. Auch Élodie Rosseau kannte ich, ein Mädchen mit grün gefärbten Haaren, die wie Hanna und ich, in Ravenclaw war. Und ich glaubte auch in der Menge die groß gewachsene Gestalt von Leeve Wild entdecken zu können, ein Junge, der ebenfalls in Ravenclaw und im zweiten Jahrgang war. „Das wird bestimmt lustig, wenn wir dann bei der Einteilung zusehen können!“ Hannas Augen strahlten, während sie die letzte Eispampe in ihrem Becher aß. Nachdem wir bezahlt hatten, ging es erst zu Gringotts, wo ich meinen Geldbeutel mit vielen Galleonen, Sickel und Knuts füllte. Danach holten wir uns neue Zutaten für Zaubertränken in der Apotheke, neue Tintenfässer und Pergament in dem riesigen Schreibwarenladen neben Flourish & Blotts, wo wir uns dann auch letztendlich die neuen Bücher kauften. Doch was das Beste war: Da wir ja jetzt Zweitklässler waren, durften wir laut Hogwarts‘ Schulregeln einen eigenen Besen besitzen. Ich hatte mich die ganzen Sommerferien wie verrückt gefreut: Fliegen machte mir sehr viel Spaß, es gab nur wenige Dinge, die mithalten konnten. Bis vor einem halben Jahr war das allerdings noch ganz anders gewesen, ich hatte schreckliche Höhenangst gehabt, wie schon, seit ich ganz klein war. Noch immer wusste ich nicht, wieso sich das geändert hatte. Doch ich war sehr froh darüber, schließlich hatte ich fast alle Flugstunden geschwänzt, und war außerdem mehrmals das Opfer von Madame Hooch Wutanfällen geworden. Ich war froh, dass diese Zeit vorbei war... Hanna zeigte mir verschiedene Quidditchläden. Vor Qualität für Quidditch hatte sich eine riesige Menschentraube versammelt, und als wir uns weit genug durchgeschubst hatten, sahen wir auch, warum: Auf einem kleinen Podest war ein Besen aufgestellt.
    Sein Stiel war aus glattem, hellen Holz gefertigt, der Schweif ordentlich zusammengebunden. In den Stiel war etwas eingraviert, jedoch stand ich nicht nah genug an dem Podest, um es lesen zu können. Doch trotzdem sah der Besen fantastisch aus. „Der Feuerblitz“, keuchte Hanna neben mir. Ginny biss sich auf die Lippe. „Das ist der schnellste Besen der Welt“, erklärte sie. „Ehrlich?“, fragte ich und malte mir schon aus, wie es sein musste, auf dem Feuerblitz zu fliegen. „Aber auch der Teuerste“, sagte Hanna. „500 Galleonen!“ Enttäuscht sah ich zu dem Besen. „Was ist denn an dem so besonders?“, fragte ich und versuchte einen Blick auf das vor dem Besen aufgebaute Schild zu erhaschen. „Also...“, begann Hanna, was das Anzeichen für einen ewig langen Vortrag war, „... er kann von 0 auf 250 km/h in nur 10 Sekunden beschleunigen, er ist ja auch auf Schnelligkeit gebaut, schau dir mal den schlanken Stiel an, außerdem besitzt er einen besonderen Bremszauber, du kannst bei 250 km/h bremsen, und das total weich, und schnell, mit nur ganz wenig Bremsweg, außerdem kannst du total enge Kurven fliegen...“ „Okay!“, unterbrach ich den Schwall von Informationen. Ich hatte begriffen, dass es sich dabei um einen wahren Wunderbesen handeln musste. Aber für 500 Galleonen- das war eine Menge Geld, und mein gesamtes Verlies in Gringotts für den Feuerblitz zu plündern? Natürlich nicht. Wir durchsuchten ein paar Geschäfte, und ich erhielt bei einem anderen Quidditchgeschäft ein gebrauchtes Modell eines Nimbus 2000. Sobald ich ihn in den Händen hielt, waren mir die paar Kratzer am Stiel und die angeknacksten Reisigzweige egal: Ich besaß einen eigenen Besen, und sogar einen Nimbus, wie Ginny neidisch bemerkte. Ich war wirklich glücklich, selbst wenn ich es doch nicht schaffen würde, in das Quidditchteam aufgenommen zu werden.
    Vollbepackt mit unseren Taschen legten wir auch auf dem Rückweg noch einen Stopp bei Fortescues Eissalon ein. Während wir uns unterhielten und dabei große Eisportionen verschlangen, fiel mir zum ersten Mal etwas Merkwürdiges auf: An einer Hauswand, uns gegenüber, standen ein paar Zauberer und unterhielten sich so laut, dass ich einige Satzstücke verstehen konnte. Sie schienen sehr wütend zu sein. „... ist ein Schuft, er hätte nie entkommen dürfen“, donnerte ein Mann, dessen knallrotes Hemd sich über seinem Bauch deutlich spannte. Ein Schuft? Ich ließ den Löffel sinken. Der Mann sagte noch etwas, was ich nicht verstand und dürre Frau, die ihre beiden Kinder an sich klammerte, kreischte schrill auf. „Er könnte jeden Moment um die Ecke biegen“, sagte der Mann mit dem roten Hemd. „... Dreizehn Muggel auf einmal getötet“, rief ein anderer Mann und wedelte wie wild mit der Zeitung über seinem Kopf herum. Ich erstarrte, und versuchte, genauer hinzuhören. Leider verstand ich nur noch Wortfetzen. „... aus Askaban...“ „auch Muggel vor Black gewarnt“, „Schwerverbrecher!“ Ich sah ratlos und verängstigt zu Hanna und Ginny. „Hast du es noch nicht gehört?“, fragte Hanna mich und starrte mich mit großen Augen an. „Was gehört?“, sagte ich. Hanna atmete tief durch. „Der Typ ist ausgebrochen.“ „Wo ausgebrochen?“, fragte ich und sah sie ungeduldig an. „ Aus Askaban, dem Zaubergefängnis. Er heißt Sirius Black... und, naja, natürlich haben alle Angst vor ihm... Er hat nämlich tatsächlich zwölf, oder dreizehn Muggel getötet, und sie haben ihn inhaftiert, aber...“ „Er ist verrückt, Hilary“, sagte Ginny ernst. Hanna nickte. „Er war ein Anhänger von... Du-weißt-schon-wem.“ Ich schnappte nach Luft. „Und er läuft hier frei herum?“ Hanna zuckte die Schultern. „Eher nicht hier, wo so viele andere Zauberer sind, aber... irgendwo in ganz Großbritannien wird er schon sein...“ Ich wurde weiß wie Schnee. Dreizehn Muggel getötet, verrückt, aus dem Gefängnis ausgebrochen, läuft frei herum. Ich schob mein Eis von mir weg. Der Appetit war allen vergangen. „Aber“, schob Hanna noch hinterher „ in Hogwarts sind wir sicher. Dumbledore, du weißt ja.“ Dieser Gedanke nahm mir ein Stück von meiner aufgekeimten Angst. Hogwarts... Weil es schon spät war, verabschiedeten wir uns, und Hanna und Ginny verschwanden zwischen den anderen Zauberern. Hoffentlich... hoffentlich würde es trotz Sirius Black ein gutes Schuljahr werden...

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    ((green)) Kapitel 3 ((egreen)) Die wenigen Tage bis zur Abfahrt vergingen wie im Flug. Ich erledigte meine letzten Hausaufgaben, suchte meine Sachen u


    Kapitel 3


    Die wenigen Tage bis zur Abfahrt vergingen wie im Flug. Ich erledigte meine letzten Hausaufgaben, suchte meine Sachen und packte meine Koffer und Taschen. Im Nu war auch schon der 1. September gekommen, und ich stand mit meinen Eltern im Bahnhof Kings Cross, direkt vor der Absperrung zu Gleis 9 3/4. Langsam, wie selbstverständlich, schob ich meinen voll beladenen Gepäckwagen auf das Gatter zu. Keiner der Muggel beachteten mich. Zum Glück. Ich ließ den Wagen gegen die Absperrung krachen, und eine Sekunde später stand ich auf dem Gleis, zwischen vielen anderen Zauberern und Kindern in Hogwarts-Uniformen. Erleichtert atmete ich auf und sah mich sofort nach bekannten Gesichtern um. Hinter mir betraten meine Eltern das Gleis, vor uns stand schon der knallrote, heftig dampfende Hogwartsexpress. Irgendjemand schrie auf. „Lil!“ Vor mir standen Luna und Franziska Lovegood. Beide sahen wie immer total verrückt aus. Luna hatte ein Armband aus Korken an, Franziska hatte eine überdimensional große hellgelbe Schleife im Haar. Doch das war ein Teil von dem, was beide ausmachte, und auch, dass sie mir den Spitznamen „Lil“ verpasst hatten, mochte ich an den beiden Cousinen. Doch noch während wir uns begrüßten, entdeckte ich schon das nächste bekannte Gesicht: Flame aus Gryffindor winkte mir fröhlich zu, ihre kupferfarbenen Haare glänzten genau wie das Gryffindor- Wappen auf ihrer Brust. „Hi!“, lächelte sie vergnügt. „Ist das nicht super, nicht mehr die Jüngsten zu sein?“ Sie wies auf einen kleinen pummeligen Jungen, der etwas am Rand stand und von seinen Eltern umsorgt wurde. Definitiv ein Erstklässler, alle seine Sachen waren neu, und sein Gesichtsausdruck kritisch bis ängstlich. Ich nickte. „Echt mega!“ „Aber noch nicht alt genug für Hogsmeade“, sagte Flame und seufzte, als sie einen Drittklässler mit einem Blatt Papier herumwedeln sah. Ich nickte neidisch. „Wollen wir einsteigen?“, fragte Luna. Flame verzog das Gesicht. „Ich... naja, ich habe schon den anderen versprochen, dass wir in ein Abteil gegen“, sagte sie entschuldigend. Ich lächelte. „Ja, klar, passt schon.“ Flame verschwand zwischen den anderen Zauberern. Ich sah auf die Uhr. 10: 47. Wo steckte Hanna nur? Ich konnte sie nirgends erkennen, doch auch nach weiteren fünf Minuten war sie nicht aufgetaucht. Der Zug würde bald losfahren, wenn wir noch einen Sitzplatz bekommen wollten, dann mussten wir uns wirklich beeilen. Ich verabschiedete mich von meinen Eltern, Dad, der sehr stolz auf mich war, und Mum, die mir geschätzte hunderttausend Ermahnungen an den Kopf warf. Ich konnte einen kleinen Seufzer nicht unterdrücken, obwohl es mir natürlich auch wehtat, dass ich die Beiden jetzt so lange nicht mehr sehen würde. Aber so war es eben. Ich packte mein ganzes Zeug, umarmte jeden noch einmal, und folgte dann Franzi und Luna in den Hogwartsexpress. Wir fanden glücklicherweise schnell ein Abteil für uns alleine. Luna holte ihren Klitterer heraus und ließ sich auf einen Fensterplatz fallen, Franzi setzte sich vorsichtig auf den Sitz neben Luna und holte eine kleine Haarbürste heraus, mit der sie sich vorsichtig kämmte. Ich setzte mich auf den anderen Fensterplatz und sah nach draußen. Nur noch ganz wenige Schüler waren auf Gleis 9 3/4. Hanna war nicht darunter, also musste sie im Zug sein. Erleichtert holte ich ein paar Süßigkeiten heraus, die ich mir in der Winkelgasse besorgt hatte. Bertie Botts Bohnen, Druhbels bester Blaskaugummi, lange Schokostangen. Ich häufte sie gerade auf dem Tisch an, als sich die Tür öffnete. Hinein kam Ginny gestolpert. „Ach, super!“, sagte sie. „Gut, dass ihr es seid, überall ist voll, und -Oh, wo ist denn Hanna?“ Sie sah sich verwirrt um. Ich blickte genauso verwirrt zurück. „Weiß ich auch nicht...“ Ich zuckte die Schultern. Ginny setzte sich. „Komisch, ich hab sie nicht gesehen. Hoffentlich hat sie nicht den Zug verpasst und macht jetzt etwas ähnlich Abartiges wie Harry und Ron letztes Jahr...“ Ich kicherte, hörte aber auf, als ich den Ernst der Sache begriff. „Ich weiß nicht... aber ich glaube nicht, dass das so ist. Ganz alleine...“ Ich schüttelte den Kopf. Das würde Hanna doch nicht machen. Obwohl, kam natürlich darauf an, was das für ein Das war.
    Ich seufzte und zog aus meiner Tasche eines meiner in der Winkelgasse erstandenen Unterhaltungsspiele. „Koboldstein- das exzellente Unterhaltungsspiel“, las ich vom Etikett ab. Luna, Franzi und Ginny waren sofort ganz Ohr. Das Spiel funktionierte wie Murmeln, doch bei einem Fehler bekam man stinkende Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt. Die nächsten Stunden hatten wir sehr viel Spaß- dass hieß, nur zunächst. Ich wurde immer unruhiger. Hanna hätte schon längst kommen müssen, selbst wenn sie alle Abteile durchsucht hätte. Auch die anderen wurden immer schweigsamer, und schließlich packte Luna wieder den Klitterer aus und fing mit Franzi eine Unterhaltung über Schrumpfhörnige Schnarchkackler an. Ginny und ich rutschten unruhig hin und her. Draußen regnete es, die Tropfen prasselten gegen unsere Fensterscheiben. Auch die Imbisshexe konnte uns nicht aufheitern, keiner von uns kaufte etwas. Ich beschloss, selbst nach Hanna zu suchen. Doch nachdem ich einmal in jedem Abteil nachgesehen hatte: Hanna war nicht da. Es musste etwas geschehen sein. Fragte sich nur, was. Ich ging zurück und sah aus dem Fenster. Es dämmerte schon, und der Regen war noch heftiger geworden. Dann gab es plötzlich einen Knall, und der Zug bremste ab. Ich wurde nach vorne geschleudert. „Was ist denn jetzt los?“, fragte Ginny. Ich wollte antworten, doch plötzlich erloschen alle Lichter. „Hilfe“, quiekte Franzi. Irgendetwas rummste und ich hörte Ginny aufschreien. „Der Koffer ist auf mein Bein gefallen“, keuchte sie. Ich taste mich an sie heran, und schleiftd irgendetwas Schweres beiseite. „Besser?“, erkundigte ich mich. „Ah, nein, das war der Falsche“, stöhnte Ginny. Irgendetwas polterte und ich merkte, wie Ginny sich neben mir bewegte. „Haben wir eine Panne?“, erkundigte sich Luna. „Äh... woher soll ich das wissen?“, sagte ich und räumte schnell irgendetwas schweres zur Seite. Ginny seufzte erleichtert. „Das war der richtige Koffer- danke.“ Ich tastete mit der Hand neben mich und fühlte etwas Rundes. „Ich habe meinen Zauberstab“, rief ich. „Gut“, erklärte Luna. Ich umklammerte das runde Teil fester- und zerdrückte es. „Scheiße“, sagte ich und warf die zermatschte Schokostange weg. „Spinnst du?“ Das war Franzi gewesen. „Igitt- Mir klebt Schokolade in den Haaren.“ „Ich glaube, ich gehe mal Harry suchen- die wissen vielleicht mehr“, hörte ich Ginny sagen. „Okay.“ Die Abteiltür quietschte, und ich hörte Schritte auf dem Gang. „Tut mir leid, Franzi“, sagte ich. Die keuchte nur. Ich schwieg ein paar Minuten lang. Auf dem Gang waren dumpfe Geräusche zu hören, und ein unheimliches Krachen und Rumsen.„Ist euch auch so kalt?“, fragte ich in die Dunkelheit hinein. Auf meinen Armen hatte sich Gänsehaut gebildet. „Ja“, seufzte Luna. Ich versuchte mit den Armen meinen Parka zu angeln, doch kam ich nicht weit. Die Abteiltür wurde aufgerissen. „Lumos“, sagte Franzi und ein Licht flammte auf. Doch ich sah nicht, was ich sehen wollte. Denn in der Tür stand eine riesige Gestalt, bedeckt mit einem Umhang, der das gesamte Gesicht verbarg. Ich wagte es nicht, etwas zu sagen, und drängte mich weiter an die Wand. Es wurde noch kälter- viel kälter. Die Gestalt blieb zunächst in der Türe stehen, und ich hoffte, dass sie verschwinden würde. Doch dann machte die Gestalt einen Schritt nach vorne. Wir schrieen alle auf. Ein seltsames Rasseln ertönte, gefolgt von einer Art Gurgeln. Was wollte dieses Wesen mit uns anstellen? Panisch ruderte ich mit den Armen und stieß dabei an eine Tüte, die ich hinunterstieß. Das Wesen bewegte sich noch immer nicht vom Fleck, und plötzlich war mir, als müsste ich weinen. Ich hörte Stimmen auf dem Gang. „Hilfe“, röchelte ich. Dann, plötzlich, schoss etwas Silbernes hervor. Das Wesen wich schnell zurück, und verschwand aus dem Abteil. Die Tür blieb offen stehen, und ich hörte Schritte, die sich entfernten. Ich wagte es kaum, zu atmen. Was war das gewesen?
    Es hatte die Kälte erzeugt- und es hatte es beinahe geschafft, mich weinen zu lassen. Ich schluckte, Tränen stiegen in meine Augen und ich schluchzte los. Jemand legte den Arm um mich. „Es ist schon gut“, flüsterte Luna. Gut? War das denn gut gewesen...

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    ((green)) Kapitel 4 ((egreen)) Mit einem „Klick“ ging das Licht wieder an, und der Zug setzte sich ratternd und ruckelnd in Bewegung. Ich sah mich
    Kapitel 4

    Mit einem „Klick“ ging das Licht wieder an, und der Zug setzte sich ratternd und ruckelnd in Bewegung. Ich sah mich um. Auf dem Boden lagen unsere Koffer, Taschen und Süßigkeiten verstreut herum. Die Gestalt war weg, und die Gänsehaut an meinen Armen war verschwunden. Es war, als wäre nichts gesehen, der Zug rumpelte wie gewohnt dahin. Ich zitterte, und wischte mir mit der Hand über mein tränennasses Gesicht. „Dementoren“, sagte Franzi, während sie die Sachen vom Boden aufhob. „Die Wachen von Askaban. Ich frage mich, was die hier wollten...“ Askaban? War da nicht etwas? „Sirius Black“, flüsterte ich tonlos. Sie hatten sogar hier, im Hogwartsexpress, nach ihm gesucht... Ich sah aus dem Fenster. Immer noch rollten Regentropfen an der Scheibe hinunter. Draußen war es mittlerweile stockdunkel, ich konnte nichts mehr erkennen. Mein Magen zog sich zusammen. Und wo war Hanna? Vor ein paar Tagen war sie doch noch mit uns in der Winkelgasse gewesen... „In ein paar Minuten sind wir da“, sagte Franzi und lächelte aufmunternd. Auch ein Vertrauensschüler kam zu uns ins Abteil. „In wenigen Minuten erreichen wir Hogwarts.“ Er knallte die Tür heftig zu. Schnell zog ich mir meinen Umhang an, und wickelte mir meinen Schal um den Hals. Ginny kam auch in das Abteil, ihre Augen waren rot und geschwollen, und sie war immer noch geschockt. Der Zug wurde langsamer, dann bremste er ganz ab. Abteiltüren knallten, irgendwer schrie, und eine Menge von Schülern ergoss sich auf den Bahnsteig. Ich erschauderte. Wegen des eisigen Regens war es eiskalt. „Erstklässler zu mir!“, hörte ich eine laute Stimme. Fast wäre ich tatsächlich zu Hagrid gegangen. Aber ich war ja jetzt eine Zweitklässlerin. Langsam ging ich neben Ginny, Franzi und Luna her, der Weg unter unseren Füßen war schlammig und aufgeweicht, und der Regen ließ meine Haare in Strähnen herunterhängen und durchnässte mich bis auf die Haut. Ich sah nach vorne. Eine Menge dunkler Flecken zeichnete sich vom Hintergrund ab. Doch als ich näher herangekommen war, blieb ich plötzlich geschockt stehen. Was waren das für... Ich hatte erkannt, dass es sich um Kutschen handelte- aber das war es nicht, was mich schockte. Sondern die merkwürdigen Tiere, die davor gespannt waren. Der Aufbau des Körpers ähnelte dem eines Pferdes, mit einem langen Schweif, und einem eckigen, unförmigen Kopf, doch durch die schwarze Haut der Tiere konnte man jede Rippe, jeden einzelnen Knochen sehen. Zwei schwarze, große Flügel besaßen sie ebenfalls, die schlaff an den Seiten hinunterhingen. Die großen, weißen, pupillenlosen Augen sahen mich teilnahmelos an. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte und wich ein paar Schritte zurück. Schon das zweite Mal gruselige Gestalten innerhalb von einer halben Stunde. Ich sah zu Luna. Ihren Gesichtsausdruck konnte ich nicht wirklich deuten- eine Mischung aus Faszination und Misstrauen, dazu kam ihr gewöhnliches verträumtes Aussehen. „He, wo bleibt ihr denn?“ Franzi lief auf uns zu. „Wir haben schon eine tolle Kutsche!“ Ihr schien die Anwesenheit der seltsamen Pferde nichts auszumachen.
    Ich wandte mich ab und folgte Franzi, gefolgt von Luna, denn auch mir war bitterkalt, außerdem fand ich die Pferde zu gruselig, um sie noch weiter zu betrachten. Schnell stieg ich in die Kutsche und setzte mich neben Ginny. Luna schloss hinter sich die Türe. Mit einem sanften Ruck fuhren wir los. In der Kutsche war es gemütlich und warm. Wir sprachen nicht viel, während wir uns Hogwarts näherten. Die Dementoren hatten uns alle eingeschüchtert. Ich sah aus dem Fenster. Auf dem See schwankten die Boote mit den Erstklässlern unruhig hin und her, und ich musste grinsen. Dieser Anblick erinnerte mich daran, wie wir letztes Jahr auf unserer Überfahrt gekentert waren, unser ganzes Gepäck im See versunken war und wir dann eine Extra- Einteilung bekommen hatten. Dieses Jahr waren jedenfalls alle Schüler nass, bei diesem Mistwetter. Die Kutsche hopste in die Höhe und blieb stehen. „Endstation.“ Franzi grinste, öffnete die Tür und sprang hinaus. Eisige Kälte kam in den eben noch so gemütlichen Raum. Ich stieg ebenfalls aus und versuchte es zu vermeiden, einem der Pferde in das Gesicht zu sehen. Luna lächelte. „Ich glaube, das sind Theatrale“, sagte sie freundlich. „Echt?“ Ich drehte mich um und sah wieder in die milchig weißen, trüben Augen. Der Thestral scharrte mit einem Fuß auf dem Boden und machte einen Schritt nach vorne. Ich sprang, so schnell ich konnte, nach hinten. „Ach“, sagte Luna, „ich glaube nicht, dass die soo gefährlich sind.“Ein Satz, der mich kaum beruhigte. Außerdem wollte ich endlich ins warme Hogwarts. „Kommst du?“ Gemeinsam ließen wir uns von der Menge der anderen Schüler mitziehen, bis wir endlich in Hogwarts waren. Mit einem lauten Krachen fiel die Tür hinter uns zu. Unser zweites Jahr hatte begonnen. Luna und ich drängten uns durch die Schüler, bis wir an der Spitze der lärmenden Meute an Schülern waren. Durch ein, zwei nasse und rutschige Gänge ging es, dann befanden sich vor uns die großen Flügeltüren zur großen Halle, die sich langsam und quietschend öffneten. Sie sah beeindruckend aus, Kerzen flogen durch die Gegend, Lichter brannten und über uns wölbte sich der Nachthimmel. Am Lehrertisch saßen schon fast alle Lehrer, einige Plätze waren jedoch noch frei. Die Hausgeister schwebten auf uns zu, der blutige Baron lachte, der kopflose Nick klappte aufgeregt seinen Kopf hoch und hinunter, und der fette Mönch winkte allen pfeifend zu. Die Haustische waren alle leer- bis auf einer. Am Ravenclawtisch saß, in der Mitte der langen Holzbank, eine einzige Person. „Hanna!“ Meine Stimme war eine Oktave höher gewandert, und ich lief auf sie zu. Sie war rot angelaufen. „Ich habe den Zug verpasst“, murmelte sie verlegen. „Was, echt?“ Ich sah sie grinsend an und ließ mich neben sie auf die Bank fallen. „Ja. Zehn nach elf, als wir angekommen sind- ihr wart schon längst weg, also bin ich wieder zu Mum und Dad, und, na ja, Dad hat mit mir nach Hogsmeade appariert, und dann haben wir eine Eule zu Dumbledore geschickt- obwohl, das war schon davor- ja, und sie haben mich eben geholt und ich habe zwei todlangweilige Stunden hier in der großen Halle verbracht. Aber-“, sagte sie, noch immer im selben Atemzug, „Professor Dumbledore hat gesagt, im Zug wären... ähm... Dementoren gewesen.“ Ich nickte. „Ich hatte so Angst...“ „Oh Mann“, knurrte Hanna. „Hätte ich doch meine Sachen alle gefunden, dann wäre ich noch rechtzeitig gekommen, aber so...“ „Sei froh!“, rief ich. „Das kannst du dir nicht vorstellen, es war so, als ob... also... es war kalt, und...“ „Ruhe!“ Dumbledores Stimme hallte durch die gesamte Halle. „Die Erstklässler!“ Angeführt von Professor McGonagall trat ein große Gruppe von verängstig dreinsehenden Schülern in die Halle. Ich schielte nach vorne, wo der sprechende Hut zu singen begann. Ich hörte nur mit halben Ohr zu. Der Gedanke an die Dementoren hielt mich fest: Der dunkle Umhang, die Kapuze ins Gesicht gezogen, der schwebende Gang, die Kälte, die Traurigkeit... Und die Thestrale. Wenn ich Luna glauben konnte, war das Gruseligste an ihnen ihr Aussehen. Die anderen juckte das ja gar nicht. Ich seufzte und konzentrierte mich auf die Auswahl, da alle an unserem Tisch zu klatschen begannen. Ich klatschte synchron mit: Der pummelige Erstklässler von Gleis 9 3/4 war ein Ravenclaw geworden. Die Auswahl war sehr schnell vorüber, da es dieses Jahr weniger Erstklässler als sonst gab (wie ein paar Ravenclaws mir mitteilten), und Dumbledore begann seine Rede. „Wie ihr mitbekommen habt, ist der Hogwartsexpress durchsucht worden, und ihr wisst inzwischen, dass unsere Schule gegenwärtig einige der Dementoren von Askaban beherbergt, die im Auftrag des Zaubereiministeriums hier sind.“ Er stoppte und sah ernst in die Runde. Oh Nein... Die Dementoren, hier in Hogwarts? „Niemand darf deshalb ohne Erlaubnis die Schule verlassen, oder die Dementoren mit Verkleidungen und Späßen zum Narren halten.“ Dumbledore stockte und brach wieder ab. Gemurmel und Getuschel setzte ein.Ich wollte mir nicht ausmalen, was geschehen würde, wenn einer dieser Fälle eintreten würde. Wie würden die Dementoren handeln? Konnten sie jemanden umbringen? Auch die anderen Schüler schien über genau diese Frage zu diskutieren, und es wurde sehr laut in der Halle. Ich sah zum Lehrertisch. Dumbledore räusperte sich und der Lärmpegel sank, bis es ganz still war. „Doch wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu. Ich muss euch auch zwei neue Lehrer vorstellen“, fuhr Dumbledore fort, „Remus Lupin für Verteidigung gegen die dunklen Künste“, ein schäbig aussehender Lehrer erhob sich am Lehrertisch und sah, verlegen grinsend, in die Runde. „Hoffentlich besser als Lockhart“, flüsterte Hanna und ich war ganz ihrer Meinung. Das letzte Jahr hatten wir überhaupt nichts gelernt, was mit Verteidigung gegen die dunklen Künste zu tun hatte. Dafür konnten wir jetzt im Schlaf die Lieblingsfarbe, das Lieblingstier und das Lieblingsbuch unseres ehemaligen Verteidigung- Lehrers, Gilderoy Lockhart, aufsagen. Wir konnten teilweise auch Kapitel seiner Bücher auswendig, denn wir hatten diese immer und immer wieder lesen müssen. Im Nachhinein hatte man allerdings festgestellt, dass der vieles nichts als erstunken und erlogen war, oder zumindest Lockharts vermeintliche Heldentaten in Wirklichkeit von ganz anderen Zauberern vollbracht worden waren. Ich sah genauer zu dem neuen Lehrer. Sein Umhang war alt und abgetragen, und an vielen Stellen geflickt. Ich hoffte, dass er uns etwas beibringen konnte. Dumbledores hob die Hand und abermals, wie durch einen Zauber, erstarb der Applaus. „Ihr wisst ja, dass unser ehemaliger Lehrer für das Fach Pflege und Aufzucht magischer Geschöpfe, Professor Kesselbrand, in den Ruhestand getreten ist, um sich noch ein wenig seiner Gliedmaßen zu erfreuen.“ Leises Gelächter. „Ich habe aber schon einen neuen Lehrer gefunden. Hagrid wird die Stelle des Lehrers für Pflege magischer Geschöpfe übernehmen!“ Großer Beifall am Gryffindortisch. Ich war skeptisch. Hagrid hegte, das hatte selbst ich mitbekommen- eine unglückliche Liebe zu gefährlichen Geschöpfen aller Art. Natürlich konnte das ein Punkt sein, der für ihn als Lehrer sprach- andererseits... Wer wusste schon... Aber ich hatte ja gar kein Pflege magischer Geschöpfe, also konnte ich ja beruhigt sein und mich erfreulicheren Sachen widmen. Zum Beispiel dem leckeren Festessen. Erst jetzt merkte ich, wie hungrig ich war. Das Essen stopfte ich in mich hinein, als hätte ich eine Woche lang nichts zu essen bekommen. Danach war ich unglaublich müde, und gähnte ununterbrochen. „Gehen wir nach oben?“ Hanna stand auf, ich folgte ihr. Langsam stiegen wir hinauf in den Ravenclawturm, Treppenstufe für Treppenstufe. Oben bezog ich, genau wie letztes Jahr, das große Himmelbett am Fenster. Draußen schien der Mond und erhellte die Wiesen und den Wald. Ich atmet tief ein und aus. Endlich wieder in Hogwarts! Zum ersten Mal an diesem Abend freute ich mich. Das Schuljahr würde toll werden, trotz der Dementoren. Da war ich sicher. Ich ließ mich auf die Matratze fallen, und nach wenigen Minuten war ich auch schon eingeschlafen...

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    ((green)) Kapitel 5 ((egreen)) Am nächsten Morgen wachte ich viel zu spät auf. Alle meine Knochen schmerzten und mein Hals tat weh. „Wir müssen u


    Kapitel 5

    Am nächsten Morgen wachte ich viel zu spät auf. Alle meine Knochen schmerzten und mein Hals tat weh. „Wir müssen uns beeilen, in zwölf Minuten fängt der Unterricht an!“ Zwölf Minuten? Entsetzt sah ich Hanna an. So schnell ich konnte schlüpfte ich in meine Sachen, und gemeinsam rannten wir zum Frühstück. Der gestrige Tag hatte mich total geschafft, ich war jetzt also nicht nur total müde, sondern ich hatte mir auch noch eine fiese Erkältung eingefangen. Das war ja schonmal ein toller Start. Gehetzt rannten wir in die große Halle, die schon alle Schüler verließen. Mist! Hastig schlang ich im Stehen ein Brötchen mit einer fingerdicken Marmeladenschicht hinunter. Während ich kaute, reichte mir Franzi einen Stundenplan. Ich überflog ihn kurz. Wir würden jetzt gleich Geschichte der Zauberei haben und dann...Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ich seufzte erleichtert. Das klang gut. Zuerst konnte ich noch einmal ausschlafen, und dann... tja, das würde sich herausstellen. Aufgeregt sah ich zum Lehrertisch. Professor Lupin unterhielt sich angeregt mit Professor Flitwick. Den würden wir dann gleich nach Verteidigung haben. Ich warf einen Blick auf die Uhr. Zwei Minuten noch. Aber egal, wir hatten ja bei Binns. Da konnte man nichts verpassen. Ich trank noch schnell meine Tasse aus, dann folgte ich als eine der Letzten den anderen Schülern aus der Halle. „Ich bin wirklich total gespannt!“, rief Hanna aufgeregt. „Auf Geschichte?“, fragte ich und verzog das Gesicht. Hanna rollte die Augen. „Ja, bestimmt.“ Ich kicherte. Natürlich wusste ich nur zu gut, was sie gemeint hatte. Mir ging es ja nicht anders. Ich fühlte mich plötzlich wie letztes Jahr, als noch jedes Schulfach ein Abenteuer gewesen war. Die Tür zu unserem Klassenzimmer war bereits geschlossen, aus dem Inneren hörten wir bereits das einschläfernde Gelaber von Professor Binns. Langsam öffnete ich die Türe. Niemand sah auf, die meisten Schüler gaben sich nämlich nicht einmal Mühe aufzupassen. Professor Binns hielt ein riesiges Pergament in die Höhe, auf dem verschiedene Zahlen aufgemalt waren, und eine Menge Text. Schnell setzten wir uns. Unser Lehrer registrierte unser Zuspätkommen nicht einmal. Glück gehabt. Den Rest der Stunde verbrachte ich wie gewohnt im Halbschlaf, ab und zu schrieb ich mir vielleicht mal eine Jahreszahl auf, wenn es mir bedeutungsvoll vorkam. Koboldaufstände interessierten mich einfach gar nicht. Die Stunde war schneller vorbei als gedacht, und ich spürte ein aufgeregtes Kribbeln im Bauch. Jetzt musste der neue Verteidigungslehrer sich beweisen. Auch die anderen Schüler tuschelten miteinander. Auf dem Gang trafen wir Ginny und Flame. Zusammen liefen wir zu unserem Klassenzimmer. Der neue Lehrer, Professor Lupin, war schon da. Schnell stürzten wir uns auf die Viererreihe ganz vorne, Flame an die Wand, daneben Hanna, dann ich und Ginny setzte sich ganz außen hin. Lupin musterte uns freundlich und deutete auf unsere Bücher. „Legt sie weg, wir brauchen sie nicht.“ „Nicht?“, fragte ich verdutzt. Er schüttelte den Kopf. „Ihr benötigt ausschließlich euren Zauberstab.“ Hanna und ich wechselten einen überraschten Blick. Das war doch schon mal was! Die anderen Zweitklässler aus Ravenclaw und Gryffindor kamen jetzt ebenfalls hineingetrampelt. Professor Lupin wartete geduldig, bis jeder einen Sitzplatz gefunden hatte und alle Augen auf ihn gerichtet waren. „Hallo!“, sagte er dann und lächelte uns einmal an. „Ich freue mich sehr, euch unterrichten zu dürfen. Ich hoffe, wir werden gut miteinander auskommen.“ Sein fester Blick glitt über die Klasse. Ein Gryffindor-Mädchen, das eben noch gekichert hatte, verstummte und wurde hochrot. Lupin räusperte sich und fuhr fort: „Ihr werdet viele wichtige Dinge lernen, die ihr benötigt, um euch verteidigen zu können. Es wird auch etwas anspruchsvoller zugehen... Euer Stoff überschneidet sich teils mit dem der dritten Klasse, da ihr ja alle gegen Ende letzten Schuljahrs...“ Sein Blick, der eben noch in der Klasse herumgeglitten war, verharrte jetzt auf Ginny und mir. Ich senkte den Kopf, weil mir heiß wurde. Klar, es hatte sich herumgesprochen, dass wir in der Kammer des Schreckens gelandet waren... „...keinen Unterricht mehr hattet. Für heute habe ich etwas geplant, was auch schon kompliziert sein kann. Ihr werdet einen nützlichen Zauberspruch lernen... Ach ja, eure Bücher braucht ihr nicht. Nur euren Zauberstab.“ Ein überraschtes Raunen folgte. „So!“, rief Professor Lupin, als endlich alle Bücher von den Tischen geräumt worden waren. „Ihr habt ja letztes Jahr mit Wichteln gearbeitet... Einmal, oder?“ „Das war die zweite Klasse, Professor“, rief Leeve Wild. „Also die, die jetzt in der dritten Klasse sind.“ „Schon gut, verstehe.“ Professor Lupin lächelte. „Eigentlich sind Wichtel nicht wirklich gefährlich- keine Sorge, ich werde nicht wie Professor Lockhart alle auf euch loslassen- und wie gesagt, ich habe erst einmal einen Zauberspruch für euch. Diesen will ich mit euch erst anhand der Wichtel üben. Steht doch bitte alle einmal auf.“ Ich stand auf, sehr überrascht. Es schien interessant zu werden. „Der Zauberspruch, den wir jetzt ausprobieren werden, lautet: Pertificus Totalus!“ „Pertificus Totalus!“, wiederholte die gesamte Klasse. Professor Lupin schien noch nicht zufrieden. „Noch einmal!“ „PERTIFICUS TOTALUS!“ „Gut. Bitte merkt euch den Spruch!“ Er hob einen Käfig, der auf dem Boden gestanden war, in die Höhe. Darin saßen zwei blaue, etwa zehn Zentimenter große Wichtel, die schrille Geräusche von sich gaben. „Geht es ihnen nicht gut?“, fragte ein Mädchen verängstigt. Lupin schüttelte den Kopf. „Aufgepasst!“ Professor Lupin zückte seinen Zauberstab, und stellte sich aufrecht vor den Käfig. „Alohomora!“ Das Schloss brach auf und mit einem schrillen Kreischen jagten beide Wichtel ins Freie. „Pertificus Totalus!“, rief Lupin. Ein blauer Strahl schoss aus seinem Zauberstab. Der erste Wichtel erstarrte und plumpste auf den Boden. Den Zweiten ereilte das selbe Schicksal. Irgendjemand schrie auf. „Sind sie tot?“, fragte Johara Hunter. Lupin bückte sich und sammelte beide Wichtel vom Boden auf. „Natürlich nicht. Der Pertificus Totalus lähmt am ganzen Körper. Nur die Augen können noch bewegt werden.“ Er legte beide Wichtel auf das Pult. „Wer möchte denn es jetzt einmal selbst versuchen?“ Niemand meldete sich, doch viele waren hin- und hergerissen. Lupins Blick fiel auf Hanna. „Miss Stewart, richtig? Möchten Sie es nicht einmal versuchen?“ Hanna wurde rot. Schnell ging sie nach vorne. Ihre Finger umklammerten fest den Zauberstab. Professor Lupin sah sie an. „Sehr gut. Sie wissen den Spruch?“ „Pertificus Totalus“, antwortete Hanna. „Vollkommen korrekt. Bereit?“ Hanna nickte. „Los!“ Er tippte die Wichtel mit der Spitze seines Zauberstabs an, und sofort erhoben sie sich kreischend in die Luft. Mit einer blitzschnellen Bewegung erhob Hanna den Zauberstab. „Pertificus Totalus!“ Die beiden Wichtel erstarrten, und fielen vor mir auf den Holztisch. Ich starrte Hanna mit offenem Mund an. Das war ja... fantastisch gewesen! Auch Lupin war die Anerkennung deutlich anzusehen. „Sehr gut, 5 Punkte für Ravenclaw!“ Wieder sammelte er beide Wichtel ein. „Jetzt werde ich jeden von ihnen einmal aufrufen, und jeder von Ihnen hat die Möglichkeit, einmal den Pertificus Totalus auszuprobieren. Wild!“ Leeve stolperte hervor, doch die Wichtel entwischten ihm jedes Mal. Nachdem er erst Franzi versehentlich gelähmt hatte, gelang es ihm dann, den einen der beiden Wichtel, der gerade Ginnys Tintenfass zerstören wollte, ebenfalls zu lähmen. Professor Lupin erledigte den Zweiten. Allen anderen ging es ebenfalls nicht besser. Auch mir nicht, ich schaffte es nur mit Mühe und Not, den kleineren der beiden zu lähmen. Niemand, aber auch niemand, schaffte es genauso gut wie Hanna. „Glück!“, posaunte Kylie Lentra, eine besonders gemeine Gryffindor. Doch auch beim zweiten Versuch schaffte es Hanna, beide Wichtel in weniger als zehn Sekunden zu lähmen. Lupin war beeindruckt, genau wie ich auch. Das war doch ziemlich schwer- den Spruch präzise auf einen der Wichtel abzugeben. Und dann musste es noch klappen... Genau als alle einmal an der Reihe gewesen war, war die Stunde zu Ende. „Es ist der Wahnsinn!“, jubelte Hanna, als wir auf dem Gang standen. „Genau so habe ich mir Zaubern vorgestellt...“ Auch während Zauberkunst konnte Hanna sich einfach nicht mehr halten. Ich war, ehrlich gesagt, etwas neidisch. Wieso funktionierte es bei ihr so gut, aber nicht bei mir... Was machte ich anders? „Er ist ein echt guter Lehrer- nicht nur Theorie, sondern auch praktisch Üben. Sonst lernen wir es ja nie!“ Doch beim Mittagessen kam dann eine Nachricht, die uns die Verteidigungsstunde zunächst vergessen ließ. „Übermorgen sind Quidditch - Auswahlspiele!“, rief einer der Vertrauensschüler laut. Vor Schreck kippte ich mir fast die Salatsauce auf den Umhang. Schon Übermorgen? Das konnte doch nicht sein! Wir wollten doch noch üben... Hanna grinste. „Wir schaffen das schon. Und wenn nicht- dann versuchen wir es halt nächstes Jahr.“ Ich seufzte. Ganz so zuversichtlich war ich da nicht. Schließlich waren wir doch gerade mal im zweiten Jahrgang, und bis vor einem guten halben Jahr hatte ich noch an Akrophobie gelitten... „Das schaffen wir!“, rief Hanna. Ich lachte, als ich ihren Gesichtsausdruck sah. Ja, wieso nicht? Hoffentlich würde es funktionieren...

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    ((green)) Kapitel 6 ((egreen)) ((small)) Mal vorneweg: Ich habe die Quidditchmannschaft von Ravenclaw ziemlich verändert. Zum Beispiel ist Roger Davi


    Kapitel 6

    Mal vorneweg: Ich habe die Quidditchmannschaft von Ravenclaw ziemlich verändert. Zum Beispiel ist Roger Davies vom Jäger zum Hüter geworden. Außerdem habe ich ignoriert, dass Cho das einzige Mädchen ist. 😏 Aber ich hoffe, das geht okay, weil es eine FF ist. (Und ihr könnt euch sicher sein, dass es sich bei allen Personen um Ravenclaws handelt.)



    Der besagte Tag kam schneller, als gedacht. Hanna und ich hatten es nicht mehr geschafft, davor noch zu üben. Bei mir war es zudem auch das erste Mal, dass ich überhaupt auf meinem Nimbus 2000 fliegen würde. Mit den Fingern strich ich über das glatte, polierte Holz. Die Reisigzweige hatte ich alle ordentlich auf die selbe Länge gekürzt, und dass ein paar fehlten, merkte man überhaupt nicht. Der Besen sah aus wie neu. Hoffentlich würde er auch gut funktionieren. Ich gähnte. Warum musste die Auswahl eigentlich so früh sein- ich war noch total müde, und konnte die Augen kaum offenhalten. Verschlafen rieb ich mir den Sand aus den Augen und sah auf die Uhr. Eine Viertelstunde noch. Schnell sprang ich auf, schlüpfte in angenehme Klamotten und flocht mir meine langen Haare zu einem Zopf. Dann schnappte ich mir meinen Besen und rannte nach unten. Ich stoppte erst, als ich vor den großen Flügeltüren von Hogwarts angekommen war. Langsam drückte ich sie auf. Kalte Luft strömte mir entgegen. Vielleicht war das T-Shirt doch keine so gute Idee gewesen... Das Gras war nass, es musste in der Nacht geregnet haben. Weil es so früh war, war es noch still, abgesehen von dem fröhlichen Vogelgezwitscher und dem Krähen eines Rabens. Es wirkte sehr friedlich und ich sog tief die Luft ein. Das tat gut... Übermütig wirbelte ich um meine eigene Achse. War es nicht schön, endlich wieder in Hogwarts zu sein! Am Quidditchfeld angekommen, sah ich mich um. Es waren nicht besonders viele Leute da, neun Stück, mit mir jetzt zehn. Als ich genauer hinsah, konnte ich erkennen, dass vier große Kreise auf das Gras gemalt waren: Die vier Bewerbungsgruppen. In dem Sucherkreis, der mir am nächsten war, stand nur eine Person: Cho Chang, eine Viertklässlerin mit langen schwarzen Haaren. Sie hatte sich auf ihren Besen gestützt und sah mit wachem Blick in die Runde. Soweit ich wusste, war sie gut. Nicht so gut wie Harry Potter natürlich, aber die paar Male, bei denen ich sie hatte fliegen sehen, hatte ich immer ihre Eleganz, Geschicktheit und Schnelligkeit bewundert. Bei den Treibern standen vier Jungs herum, die sich gegenseitig kritisch musterten. Keiner von ihnen sah besonders kräftig aus. Bei den Hütern standen zwei Personen, ein Junge, den ich nicht kannte, und ein Mädchen, das ich flüchtig kannte: Élodie Rosseau, die im dritten Jahrgang war. Ich hatte sie letztes Jahr im Krankenflügel kennengelernt. Ich sah zum Jägerkreis: Dort stand Leeve Wild neben Hanna. Begeistert stürmte ich auf sie zu. „Sind das schon alle?“ Ich deutete auf die versammelten Schüler. Hanna schüttelte den Kopf und deutete auf einen großen Jungen, der neben der Tribüne stand. „Das ist Roger Davies“, erklärte sie, „der Kapitän. Er ist Hüter.“ „Oh“, sagte ich. „Was machen dann die anderen beim Hüterkreis? Sind sie nur da, um sich als Ersatzhüter zu bewerben?“ Hanna nickte. „Jep. Es kann auch nur einer von den beiden werden. „ Ach so. Oh, schau mal!“, sagte ich. „Da kommt noch jemand.“ Mit ausgestrecktem Arm deutete ich auf ein Mädchen, das auf uns zugerannt kam. „Hallo!“, keuchte sie. „Ich bin Sue Li...“ Sie stützte ihre Hände in die Hüfte und atmete tief durch. „Seid ihr auch alle Jäger? Oder wollt welche werden?“ „Ja“, antwortete ich und besah mir Sue mal etwas genauer. Sie war Asiatin, besaß brustlange, pechschwarze Haare, und war etwas pummelig. Außerdem war sie, obwohl sie älter sein musste, genauso groß wie ich. „Ich glaube jetzt nicht, dass ich etwas erreiche, aber ich dachte mir, versuche ich es einfach mal.“ Sie lächelte uns freundlich an. Mir war sie auf Anhieb sympathisch, und ich lächelte zurück. „Oh- da kommen noch mehr!“, rief Sue. Zwei stämmige, große Jungen kamen zu unserem Kreis, einer davon mit weißblonden Haaren, der andere mit langen, pechschwarzen, die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren. „Hi!“, rief Sue fröhlich. Die beiden brummten etwas und wandten sich ab. „Idioten“, seufzte Sue. Hanna nickte. „Eine anständige Antwort wäre schon nett gewesen.“ Ein schriller Pfiff unterbrach das Gespräch. „Alle herhören!“ Auf seinem Besen kam Roger Davies auf uns zugeflogen, die Trillerpfeife um den Hals. Er musterte uns kritisch, und hob den Finger um durchzuzählen. „Ein Kandidat für Sucher- vier Kandidaten für Treiber - zwei Ersatz- Hüter - sechs Jäger. Macht 13 Bewerber.“ Davies schwieg und ich bemerkte eine Sorgenfalte auf seiner Stirn. „Das sind ziemlich wenige“, fügte er dann nach einer kleinen Pause hinzu. „Aber nichts zu machen. Zum Aufwärmen bitte zehn Runden um das Feld!“ Er blies in seine Trillerpfeife. Ein lauter, schriller Pfiff ertönte. Vorsichtig stieg ich auf den Besen. Die Sitzfläche war total bequem, als würde man auf einer Wolke aus Watte sitzen. Ich umklammerte den Besenstiel und stieß mich ab. Wie der Korken aus einer Sektflasche, fast senkrecht, schoss ich in den Himmel. Es war beinahe windstill, nur eine leichte Brise herrschte. Ich stieß einen Jubelschrei aus, verstummte aber gleich wieder, weil mich alle vier Treiberkandidaten verblüfft ansahen. Der Nimbus 2000 war sehr schnell, viel schneller als alle anderen Besen, auf denen ich je geflogen war. Ich verlagerte mein Gewicht nach links und senkte gleichzeitig den Besenstiel. Der Besen reagierte sofort, und ich ging in den Sturzflug über. Erst als ich nur noch wenige Meter vom Boden entfernt war, bremste ich. „Toll, was?“ Sue war neben mir aufgetaucht. „Du bist richtig schnell“, grinste sie. „Danke“, sagte ich verlegen. „Aber ich wette, du kriegst mich nicht!“ Wie ein Pfeil schoss Sue nach oben, und ich stand ihr nicht nach. Doch was sie an Schnelligkeit nicht hatte, glich sie durch ihre blitzschnellen Wendungen aus. Jedes Mal, wenn ich glaubte, sie zu kriegen, wendete sie so scharf, dass ich nicht mehr mitkam. „Shine, Li!“ Ein weiterer Pfiff ertönte, und Roger Davies tauchte neben uns auf. „Ich habe gesagt, ihr sollt zehn Runden um das Feld fliegen!“ Ich nickte brav, doch das Kichern konnte ich mir nicht ganz verkneifen. Davies sah uns wütend an, dann wendete er und machte kehrt. „Wie Professor McGonagall“, flüsterte Sue mir zu, dann sauste sie davon. Ich seufzte, und beschleunigte, um Hanna einzuholen, die sogar schon bei der dritten Runde um das Feld war. „Was wir jetzt wohl machen müssen?“, überlegte Hanna laut. Ich zuckte die Schultern. „Frag mich nicht. Frag Davies!“ Ich beschleunigte und lehnte mich elegant in die Kurve. Was für ein wunderbares, tolles, atemberaubendes Gefühl! Ich meisterte auch die restlichen neun Runden und ging dann in den Sturzflug. Vorsichtshalber bremste ich aber in der Höhe von etwa zwei Meter, und schwebte sanft zu Boden. Als auch die Anderen gelandet waren, begann Davies. „Hört gut zu. Wir werden jetzt ermitteln, wer aufgenommen wird und wer nicht. Um die Jäger und den Ersatzhüter auszuwählen, werde ich beide Gruppen gegeneinander antreten lassen. Der eigentliche Hüter bin aber nach wie vor ich. Den Sucher brauchen wir ja auch nicht mehr zu ermitteln- das wird, wie letztes Jahr, die liebe Cho sein...“ Cho errötete und senkte den Kopf. Alle klatschten höflich, und die vier Treiberkandidaten pfiffen. „Schon gut“, sagte Davies ungeduldig. „Also, der Plan: Zunächst werden die Jägerkandidaten zwei Teams bilden, immer drei mit einem Hüter. Ihr spielt dann einfach mit dem Quaffel- versucht, ihn euch gegenseitig zu stehlen, werft Tore, haltet ihn. Das werden wir in verschiedenen Kombinationen machen. Die Treiber und du, Cho, ihr braucht erstmal nichts zu tun. Setzt euch einfach auf die Tribüne.“ Die Fünf nickten und liefen zu den Zuschauerrängen, um Platz zu nehmen. „In Ordnung.“ Unser Kapitän ließ seinen Blick über uns schweifen. „Bereit?“ Wir nickten alle. „In Ordnung. Dann sagen wir mal - Chambers, Stewart und Shine bilden mit Rosseau ein Team, und Li, Wild und Bradley gehen mit dir da.“ Er nickte dem schmächtigen Hüterkandidaten zu, folglich mussten die beiden schweigsamen Jägerkandidaten Chambers und Bradley sein. Schnell lief ich zu Hanna, Élodie, und dem weißblonden Jungen. „Wenn ich pfeife, lasse ich den Quaffel frei!“, rief Davies. „Versucht, so viele Punkte wie möglich zu erzielen! Jetzt könnt ihr. Macht euch bereit!“ Er ging hinüber zu seinem kleinen Kasten, in dem wohl die Bälle lagen. Schnell stieg ich auf, und stieß mich wie gewohnt ab. Élodie platzierte sich vor den Torstangen. Ich hielt etwas unterhalb an. Von meiner Position aus konnte ich gut erkennen, was Davies tat. Er öffnete die Box, und holte einen roten Ball heraus: Den Quaffel. Dann verschloss er den Kasten und hielt den Quaffel hoch in die Luft. Ich spannte mich an. Drei, zwei, eins... Der Pfiff ertönte. Wie automatisch riss ich den Besenstiel nach unten und flog dem roten Ball entgegen. Doch gerade als ich die Hand ausstreckte, kam der schwarzhaarige Bradley mir zuvor. Mit einer Hand schnappte er sich den Quaffel, wendete und sauste davon. Doch da er nicht besonders schnell war, hatte ich ihn schnell eingeholt. Mit einer plötzlich eingelegten Kurve blockierte ich seinen Weg und schnappte mir blitzschnell den Quaffel. Bradley heulte auf. Ich beschleunigte, riss den Stiel hoch und flog nach oben. Aus den Augenwinkel sah ich, dass Sue mit hohem Tempo auf mich zukam. Entsetzt riss ich den Besenstiel herum und wendete. Doch es gelang mir nicht, den roten Ball festzuhalten. Sue ergriff den Quaffel, und warf ihn zu Leeve Wild, der direkt vor Élodie und den Torstangen seine Kreise flog. Er fing den Quaffel und zielte auf die Torstangen. Doch mit Élodie hatte er nicht gerechnet- mit Kraft warf sie sich nach dem Ball und fing ihn. „Sehr gut!“ hörte ich Davies Stimme, die er magisch lauter gemacht hatte. Élodie wurde rot vor Freude. Schnell warf sie den Quaffel wieder ins Spielfeld- der Pass sollte wohl zu Hanna gehen- aber sie warf zu kurz. Der Quaffel fiel. Wieder zog ich meinen Besenstiel nach unten, und flog dem Quaffel entgegen. Das Blut rauschte in meinen Ohren, und ich merkte, dass mein Zopf aufgegangen war. Meine Haare flogen mir um die Ohren. Verdammt. Mit einer schnellen Bewegung streckte ich den Arm aus und fühlte das weiche Leder in meiner Hand. Triumphierend flog ich eine Kurve, und weiter dem Boden entgegen. „Achtung!“, rief irgendjemand. Bradley kam auf mich zu. Sein Pferdeschwanz flatterte in der Luft, und er sah sehr aggressiv aus. Doch ich war vorbereitet- schnell wich ich nach links aus und flog steil nach oben, direkt zu den gegnerischen Torstangen. Hanna schwebte zwar weiter weg von den Stangen, doch sie hatte eindeutig die bessere Position. „Fang!“, rief ich und warf. Hanna riss die Augen auf. Erst viel zu spät nahm sie den Quaffel war. Er flog direkt an ihrem Ohr vorbei. Oh Nein- wo war sie nur mit ihren Gedanken gewesen... Doch plötzlich sah ich von rechts Chambers kommen. Er fing den Quaffel auf und warf. Der Ball flog in einem großen Bogen durch die Luft und direkt durch den ersten Torring. „Gut, Chambers!“, hörte ich Davies. „Sehr gut, Shine!“ Ein Pfiff ertönte. Was, die erste Runde sollte schon jetzt vorbei sein? Enttäuscht flog ich zum Boden und landete neben Hanna im Gras. „Wir haben gewonnen!“, rief ich. Hanna seufzte. „Ich hab nicht aufgepasst.“ „Ach, komm schon“, antwortete ich. „Das eine Mal.“ Davies sah sehr erfreut aus, als er zu uns kam. „Wirklich gut, ein paar von euch. Das freut mich. Jetzt noch eine zweite Kombination- ähm... Bradley, Shine, Li bilden ein Team mit Rosseau und der Rest ein anderes.“ Schnell formartierten wir uns neu. „Passt. Bitte seid voll bei der Sache- ansonsten funktioniert es nicht.“ Sein Blick war auf Hanna gerichtet, die feuerrot anlief. „Quidditch ist ein Teamsport. Ihr müsst immer parat sein. Habt ihr das verstanden?“ Eindringlich sah er zu Hanna, die nickte. Sie tat mir total leid. Ja, da hatte sie nicht aufgepasst- aber das musste man doch nicht so offensichtlich zeigen! Die Arme.... „Lasst uns anfangen. Hoch!“ Ich warf einen letzten Blick zur niedergeschmetterten Hanna, stieß mich ab und flog nach oben. Wieder ertönte der Pfiff. Diesmal schnappte sich Sue als Erste den Quaffel. Sie flog nach oben und wich dabei geschickt Chambers und Leeve aus, die sich beide ihr in den Weg stellten. „Hilary!“ Sie streckte den Arm aus und warf den feuerroten Ball zu mir. Ich streckte meine Arme aus und schloss die Finger um das Leder. Dann gab ich Gas. Doch plötzlich flog Hanna mir in den Weg. Ihre Augen funkelten. Blitzschnell tauchte ich ab, unter ihr durch und ließ sie verwirrt sitzen, auch wenn sie mir leid tat. Sollte ich... Ich verlangsamte. „Nicht stoppen, Shine!“, rief Davies. Sogar von hier oben konnte ich erkennen, dass er den Kopf schüttelte. Scheiße. Vor mir tauchte Leeve Wild auf, doch ich reagierte schnell: Ich warf zu Bradley, der wiederum zu Sue warf. Der Hüter der anderen war so perplex, dass er, als Sue den Quaffel warf, überhaupt nicht reagierte. Mit einem Scheppern fiel der Quaffel durch den Torring. Wir jubelten. Doch schnell hatte sich Leeve den Quaffel geschnappt, und jagte auf unser Tor zu. Sue und ich nahmen gleichzeitig die Verfolgung auf. Sue flog von der Seite hin so nah auf Leeve zu, dass er knapp wenden musste, um ihr zu entkommen. Das wiederum nutzte ich, um dem verwirrten Leeve den Quaffel abzunehmen. Schnell passte ich zu Sue, diese wieder zu mir. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass Bradley schräg von den Torstangen auf der Stelle flog. Mit etwas Glück würde er es schaffen, den Quaffel durch eine Stange zu bekommen. Mit aller Kraft, die ich aufbieten konnte, warf ich ihm den Quaffel zu. Er fing und ohne zu zögern, warf er den Ball in Richtung Torstange. Leider hatten wir Leeve Wild nicht bemerkt, der direkt vor den Torstangen aufgetaucht war. Er fing den Quaffel, und schleuderte ihn einmal quer über das halbe Spielfeld zu Chambers. Wir kamen nicht schnell genug hinterher, und ungehindert raste er auf Élodie zu. Diese warf sich nach dem Quaffel, doch auch sie konnte nichts mehr ausrichten. Ihre Fingerspitzen streiften den Ball, doch konnte sie ihn nicht halten. Wieder schepperten die Stangen. Ein Pfiff ertönte, und wir sanken zu Boden. „Sehr gut!“ Davies war hocherfreut. Auch die Treiberkandidaten und Cho standen bei ihm. „Jetzt werden wir noch kurz die Treiber auswählen. Dazu werden wir einfach ein kleines Spiel spielen, die Treiber werden jetzt versuchen, euch alle mit den Klatschern vom Besen zu werfen, ihr müsst ihnen ausweichen. Wenn ihr getroffen wurdet, müsst ihr zu mir kommen. Gewonnen hat, wer am Längsten oben bleibt.“ Schnell erhoben wir uns wieder alle in die Lüfte, und die Klatscher wurden freigelassen. Da es sich um vier Treiberkandidaten handelte, war das Spiel nach zwei Minuten schon beendet. Zuerst war der eine Hüterkandidat, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, abgeworfen worden, dann Élodie, dann Cho, Leeve und ich, dann Chambies und Bradley. Hanna und Sue hielten am Längsten durch. Als wir alle gelandet waren, ließ ich mich erschöpft auf das Gras sinken. Dass so eine halbe Stunde Quidditch einen so erschöpfen konnte... Davies setzte sich jetzt zu uns. „Also, es war nicht leicht...“ Alle hingen an seinen Lippen, und man konnte Davies sein Unbehagen über diese Tatsache ansehen. „Nun ja- die Sucherin ist nach wie vor Cho. Dann kommen wir zu den Ersatzhütern: Élodie Rosseau.“ Wir klatschten begeistert. Davies wandte sich dem anderen Hüterkandidaten zu. „Auch du besitzt durchaus praktische Fähigkeiten. Aber gereicht hat es nicht, tut mir leid.“ Der Junge nickte. „Ist schon okay. Vielleicht nächstes Jahr.“ Er winkte, hob seinen Besen hoch und lief in Richtung Schloss. „Na dann. Bei den Treibern habe ich mich für Kevin Enthwistle und Eddie Carmichael entschieden.“ Ich klatschte, wenn auch nur aus Höflichkeit. „So, jetzt die Jäger. Ich muss hinzufügen, dass ihr alle toll geflogen seid- und jeder von euch hat einen Platz im Team- wenn auch nur als Ersatzjäger.“ Ich sah Hanna neben mir begeistert an. Sie grinste zurück. „Ich habe mich für Leeve Wild, Sue Li und Hilary Shine entschieden!“ Ich war sprachlos. Es war tatsächlich so: Ich hatte jetzt einen festen Platz im Ravenclaw- Quidditchteam. Ich sah hinüber zu Hanna. Auch sie klatschte, hielt aber den Kopf gesenkt. Oh Nein. Ich rutschte zu ihr. „Hanna?“, fragte ich vorsichtig. „Ja?“ Sie sah mich an und lächelte. „Glückwunsch!“ „Danke“, sagte ich verlegen. „Ist es okay-...“ „Natürlich!“, unterbrach Hanna mich. „Es ist deine Leistung!“ Schon wieder wurde ich rot. „Danke...“ „Die erste Ersatzjägerin wird Hanna Stewart sein“, verkündete unser Kapitän. „Ich?“ Hanna sah begeistert auf. „Du bist echt gut gewesen beim Ausweichen“, erklärte Davies. „Das ist sehr wichtig. Natürlich musst du trainieren, wie wir alle übrigens. Das nächste Training werde ich euch dann durch die Vertrauensschüler mitteilen. Oder persönlich. Also, macht’s gut.“ Er hob die Hand, holte seinen Besen und stand auf. „Es wäre ein Ereignis, wenn wir uns den Pokal holen würden.“ Davies machte sich auf zum Schloss, genau wie Hanna und ich uns auch. Was die anderen wohl sagen würden? Ich war schon gespannt...

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    ((green)) Kapitel 7 ((egreen)) Langsam lebte ich mich wieder in Hogwarts ein. Doch wegen dem Quidditchtraining war meine Zeit für die Hausaufgaben un
    Kapitel 7

    Langsam lebte ich mich wieder in Hogwarts ein. Doch wegen dem Quidditchtraining war meine Zeit für die Hausaufgaben und Ähnliches sehr begrenzt. Immer öfter war ich gezwungen, im eisigen Regen draußen auf dem Besen zu sitzen und dem Quaffel nachzujagen. Trotzdem machte mir Quidditch Spaß, und Sue, Leeve und ich wuchsen zu einem Team zusammen. Wir ergänzten uns ganz gut: Sue war wendig, ich ziemlich schnell und außerdem, wenn man Davies glauben konnte, traf ich gut. Leeve dagegen konnte gut fangen, außerdem war er ein Ass wenn es darum ging, den Gegner zu verwirren. Auch in den Unterrichtsfächern wurden wir härter behandelt, in Astronomie mussten wir jetzt schon aufwendige Sternkarten anfertigen, und in Verwandlung übten wir schwierigere Zauber, wir sollten beispielsweise eine Tasse in einen Teller verwandeln. Ich benötigte fast eine ganze Stunde, um den Zauber auszuführen, und als ich es geschafft hatte, besaß mein Teller trotzdem noch einen Henkel. Dann gab es noch Zaubertränke bei Professor Snape. Dieser war reizbarer und mürrischer denn je. Jedesmal, wenn ich ihm einen meiner Tränke ablieferte, verzog sich sein Mund zu einem dünnen Strich, aus Wut, nichts kritisieren zu können. Dafür bekamen die Anderen wohl doppelt so viel ab. Johara Hunters Schrumpftrank war eigentlich ganz gut gelungen, bis auf die Tatsache, dass die eigentlich wasserähnliche Flüssigkeit bei ihr eingedickt war. Snape zog Ravenclaw dafür 5 Hauspunkte ab (Handeln entgegen den Anweisungen des Lehrers). Ginny und Flame erzählten mir, dass sie beide hatten Nachsitzen müssen, weil Ginny Flame geholfen hatte. Doch als Ausgleich dafür gab es Verteidigung, das im Nu das Lieblingsfach aller Schüler geworden war. Jede Stunde arbeiteten wir praktisch, und lernten neue Sprüche und Wesen kennen. Der Unterricht machte sehr viel Spaß. In der zweiten Stunde hatten wir inmitten von geschätzt 300 Kissen den Lähmzauber geübt. In den darauffolgenden Stunden hatten wir uns Kappas näher angesehen, genau wie auch die Drittklässler. Doch in unserer letzten Stunde vor Halloween hatte Lupin eine besondere Überraschung für uns. Als wir das Klassenzimmer betraten, war er noch nicht da. Mit leisem Gemurmel setzten ich mich neben Ginny auf meinen Platz. Letzte Stunde hatten wir die Kappas abgeschlossen, und ich war schon gespannt, was jetzt kommen würde. Schnell packte ich meinen Zauberstab aus und legte ihn neben mir auf den Tisch. „Was denkst du so, dass wir jetzt machen?“ Ginny sah mich neugierig an. Ich zuckte die Schultern. „Keine Ahnung. Weißt du, was die dritte Klasse zur Zeit macht?“ „Woher soll ich das wissen?“, fragte Ginny. „Na, von Ron!“, erklärte ich. „Nein! Als ob Ron mir erzählt, was sie gerade so in Verteidigung machen.“ Ginny knallte einen Stapel Bücher auf den Tisch und sah mich belustigt an. „Hör auf, mir Löcher in den Bauch zu fragen!“ Ich grinste. „Hätte ja sein können. Vielleicht ist es etwas ganz Cooles und Ron hat jedem davon erzählt... Und außerdem hast du angefangen mit den Fragen!“ „Ja, aber...“ „Und du hast viel mehr Fragen gestellt!“ „Nücht streiten, moine Lüben!“, flötete Hanna und imitierte die Stimme unserer Astronomielehrerin, Professor Sinistra. Flame, Ginny und ich brachen in einen heftigen Kicheranfall aus. „Jetzt aber mal Ernsthaft! Was könnte denn Lupin so geplant haben?“ Ich seufzte. „Dementoren?“ Das Gespräch rundherum brach ab. Auf einmal war es still. Alle starrten mich an. Ich lief rot an, und wandte mich hilfesuchend zu Hanna. Was hatte ich denn Falsches gesagt? „Guten Morgen!“ Die eisige Stille wurde von der Stimme Lupins unterbrochen. Mit schnellen Schritten und in seinem alten Umhang betrat er den Klassenraum. „Nanu?“, wunderte er sich. „So still?“ Er trat nach vorne zum Lehrerpult und betrachtete uns nachdenklich. Zum Glück wandten sich jetzt die meisten Schüler ab, und halblautes Gemurmel erfüllte wieder den Raum. Ich wurde auch wieder abgelenkt, als Lupin das heutige Thema verkündete. „Hört mal alle her“, sagte er. „Ihr arbeitet gut mit, und seid zum Großteil wirklich sehr talentiert.“ Sein Blick ruhte auf Hanna, der die Röte ins Gesicht stieg. Schnell senkte sie den Kopf. Unser Professor räusperte sich. „Deshalb habe ich für heute etwas Besonderes geplant. Es ist gar nicht so einfach, aber dafür ist es freiwillig. Kommt mal alle mit.“ Er ging zur Tür. Langsam standen wir auf. Unruhe erfüllte den Raum. „Ihr braucht nur euren Zauberstab- Jacken und Taschen könnt ihr dalassen.“ Ich trat zur Tür. Aufgeregt sah ich zu Hanna, Ginny und Flame. Was würden wir machen? „Kommt mit!“ Lupin trat aus dem Raum, und ging den Flur hinunter. Alle folgten ihm. Zuerst dachte ich, er würde zur großen Halle gehen, doch dann bog er plötzlich in einen schmalen Gang ein und stoppte vor einer schmalen Türe. „Heute werden wir den Irrwicht behandeln.“ Mir blieb der Mund offen stehen. Irrwichte! In ganz Hogwarts kannte man die Geschichte von Neville Longbottoms Irrwicht: Snape. Und was war dann noch gleich mit den Oma-Klamotten gewesen? Auch die anderen Schüler waren aufgeregt. „Ich habe in diesem Raum“, Lupin legte die Hand auf die Türklinke,“einen Irrwicht gefunden. Ein Irrwicht nimmt immer die Form dessen an, wovor man am meisten Angst hat. Deshalb braucht ihr eine ordentliche Portion Mut, um diese Aufgabe zu meistern. Ihr müsst auch nicht. Wie gesagt: Freiwillig.“ Er drückte die Türe auf. Wir traten in ein leeres Klassenzimmer. Aus dem Pult drangen scheppernde Geräusche. „Das ist der Irrwicht.“ Lupin erklärte uns, wie wir handeln mussten: An etwas lächerliches denken und mit „Riddikulus“ den Irrwicht verwandeln. Klang einfach. Aber was war mein Irrwicht? Ich überlegte fieberhaft. Als erstes kam mir meine Höhenangst in den Sinn, aber das war ja vorbei. Doch was dann? Schlangen, Spinnen, Haie? Klar, alles Tiere, denen ich nicht unbedingt begegnen wollte, aber das war sicher nicht mein Irrwicht. Was dann? Mein Blick fiel auf Hanna, die stirnrunzelnd neben mir stand. Da fiel es mir ein. Hanna, Ginny, Franzi, Luna... Was würde ich machen, wenn sie alle tot wären? Hatte ich davon noch mehr Angst als vor Haien? Einen Hai konnte man k.o zaubern. Natürlich unter der Voraussetzung, dass ich meinen Zauberstab mir zum Baden genommen hatte. Was wahrscheinlich nicht der Fall war. Also... ich sah zu meinen Freundinnen hinüber. Etwas Schlimmeres als deren Tod konnte ich mir momentan echt nicht vorstellen. Ich umklammerte meinen Zauberstab. „Wer möchte denn anfangen?“, fragte Lupin. „Miss Hunter?“ Johara nickte zögerlich. „Sehr gut“, rief Lupin. „Achtung-...“ Er öffnete die Tür des Pultes. Es knallte und eine riesige, monströse Schlange erschien. Joharas Gesicht wurde weiß. „Ridd-Riddiculus“, stotterte sie. Es knallte noch einmal und plötzlich hatte die Schlange einen verknoteten Körper. „Bravo!“ Lupin nickte. „Wer will denn noch! Miss Shine?“ Ich starrte ihn nur mit großen Augen an. „Du schaffst das!“, jubelte Hanna. Langsam trat ich vor. Es knallte und Rauch stieg auf. Doch es kamen nicht, wie erwartet, meine toten Freundinnen- nein, eine Schattengestalt erschien. Ich begann zu zittern. Langsam trat ich einen Schritt rückwärts. Wie sollte ich die Gestalt denn lächerlich machen? Das ging doch nicht! „Riddi- Riddicolis- Ruiddiculus...“, stotterte ich. Die Gestalt streckte beide Hände aus. Kalte, nasse Angst umfing mich. Panisch hob ich den Zauberstab. Plötzlich kam es mir vor, als würde ich wieder die hohen Stimmen hören... „Ravenclaw- Mädchen! Bitte, hör mir zu...“ Die Gestalt wurde undeutlich, Fetzten vom Rauch verdeckten sie und vermischten sich. Alles verzerrte sich. Ich schrie auf. Mir wurde schwindelig. Verzweifelt versuchte ich, mich irgendwo festzuhalten, aber mir gelang es nicht. Ich stolperte und fiel durch die Luft. „Ravenclaw-Mädchen!“ Das war das Letzte, was ich wahrnahm. Mein Kopf schlug auf dem Boden auf und es war still. Totenstill.

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    ((green)) Kapitel 8 ((egreen)) Mit einer Hand blätterte ich gelangweilt eine Seite in meinem Buch herum. Das war echt eines der ödesten Bücher, die

    Kapitel 8


    Mit einer Hand blätterte ich gelangweilt eine Seite in meinem Buch herum. Das war echt eines der ödesten Bücher, die ich je gelesen hatte. Ich stöhnte und ließ meinen Kopf auf die Seiten fallen. Die Anderen hatten unten ihren Spaß bei der Halloween-Feier. Ich konnte sogar die laute Musik von unten hören. Und ich? Musste im Krankenflügel liegen. Wütend schlug ich das Buch zu und schob es unter mein Kopfkissen. Seit ich in Verteidigung umgefallen war, musste ich das Bett hüten. Normalerweise hätte ich das ja okay gefunden. Wenn es sein musste. Aber ausgerechnet an Halloween! Ich seufzte. Wenn das noch länger so weiter ging, würde ich noch an Langweile zugrunde gehen. Dieses Mal übertrieb Madam Pomfrey wirklich. Langsam stand ich auf und ging hinüber zum Fenster. Draußen war es stockdunkel, doch die orangefarbenen Kürbislaternen, die draußen aufgestellt waren, leuchteten mir entgegen. Halloween... Ich stöhnte noch einmal und ging wieder zurück zu meinem Bett. Rückwärts ließ ich mich auf die Matratze fallen. Die Bettfedern quietschten, als ich landete. Gelangweilt starrte ich zur Decke. Was konnte ich jetzt nur machen? RUMMS. Mit einem Knall flog die Türe auf. Ich setzte mich auf, wirbelte herum, und starrte direkt in die Augen von Penelope Clearwater. „Du sollst zu Dumbledore kommen“, verkündete sie. Vor Schreck bekam ich einen Hustenanfall. „Wie bitte?“, krächzte ich verblüfft. „Du sollst zu Dumbledore kommen!“ Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust und wippte ungeduldig hin und her. „Dumbledore?“ Ich sah sie mit weit aufgerissen Augen an. „Ja. Dumbledore. Unser Schulleiter“, antwortete Penelope genervt. „Komm, ich soll dich hinführen und ich hab nicht ewig Zeit!“ Nervös ließ ich mich von der Bettkante rutschen und folgte ihr. Penelope riss die Türe auf und jagte mit langen Schritten den Flur entlang. Ich kam ihr nur schwer hinterher. Dumbledore? Oh Nein! Ich wusste doch gar nicht, wie ich mich jetzt verhalten sollte. Einen kurzen, minimalen Moment lang bewog ich, einfach wegzulaufen. Aber sich dem Schulleiter zu widersetzen, das war ja dann wohl ein Grund, um mich herauszuwerfen. Nervös lief ich weiter. „Beeil dich!“, stöhnte Penelope. Ich unterdrückte den Zwang, ihr ein paar äußerst unfreundliche Wörter an den Kopf zu werfen und beeilte mich, ihr zu folgen. Nachdem ich ihr über geschätzt hunderte von Gängen gefolgt war, blieb sie vor einer Türe stehen, vor der ein großer Wasserspeier stand. „Himbeermarmelade“, sagte Penelope ungeduldig. Der Wasserspeier zischte und gab den Zugang zu einer Treppe frei. „Ab hier schaffst du es ja wohl alleine.“ Ohne sich noch einmal umzudrehen, lief sie davon. Ich blieb alleine und ziemlich verwirrt auf den Treppenstufen zurück. Oh Nein! Ein privates Gespräch mit Dumbledore war so ziemlich das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte. Der Grund war natürlich klar: Mein Irrwicht. In Gedanken verwünschte ich die Verwandlungsstunde. Alle Lehrer und der ganze Jahrgang wussten jetzt von den Schattengestalten. Und wahrscheinlich auch ein paar ältere Schüler, die es interessierte. Natürlich konnten sich kaum irgendwer einen Reim darauf machen. Die Tatsache war nämlich, dass die anderen Schüler die Gestalt gesehen hatten, aber nicht die Stimme gehört. Für sie wirkte es, als hätte ich am meisten Angst vor einem ganz normalen Schatten. Die Kopfschmerzen, die Stimmen, die Erlebnisse im Wald- von diesem ganzen Zeug hatten sie keine Ahnung... Was Dumbledore wohl wissen wollte? Ich schluckte nervös. Ich durfte ihn nicht zu lange warten lassen. Mit klopfendem Herzen stieg ich Stufe um Stufe nach oben, bis ich zu einer weiteren Tür gelangte. Ich blieb stehen und starrte unschlüssig auf das dunkle Holz. Da musste ich jetzt durch. Mit einer schnellen Bewegung drückte ich die Klinke nach unten und trat über die Türschwelle in das eigenartigste Zimmer, dass ich je gesehen hatte. Es war ein relativ großer Raum, und bis zur Decke vollgestopft mit den merkwürdigsten Geräten. Auf einem Tisch stapelten sich Papierbögen neben einer großen steinernen Schale, aus der merkwürdige Dämpfe drangen. Eine große Tüte Säuredrops stand neben der Tür. Vor allem aber: Es war niemand da.
    Ein Rascheln ließ mich herumfahren. Hinter mir, auf einer Stange, entdeckte ich jemanden, den ich gut kannte: Fawkes, der Phönix. Langsam näherte ich mir ihm. „Fawkes“, flüsterte ich leise. Fawkes flatterte mit seinen Flügeln. Er erkannte wohl auch mich. Ich lächelte. Ja, wäre er nicht gewesen, läge ich tot in der Kammer des Schreckens. Ein unbehaglicher Schauer glitt über meinen Rücken und ich wandte mich ab. Was sollte ich jetzt tun? Natürlich auf Dumbledore warten. Ich seufzte. Außer einem wuchtigen Stuhl vor dem Tisch gab es keine Sitzmöglichkeit. Und da mir der Tisch wie Dumbledores Schreibtisch vorkam, erschien es mir äußerst unpassend, sich hinzusetzen. Also blieb ich stehen und sah mich unschlüssig um. Da entdeckte ich in einer Ecke plötzlich etwas, was meine Aufmerksamkeit erregte: Der sprechende Hut lag auf einem Regalbrett herum. Aufgeregt ging ich zu dem Regal hinüber. Ob er wohl gerade an dem Gedicht für die nächsten Erstklässler feilte? Irgendwas musste er ja machen, während er so herumlag. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und versuchte, mir vorsichtig den Hut zu angeln. Mit einem kleinem Hüpfer gelang es mir dann, ihn zu mir herabzuziehen. Mit den Fingern strich ich über den verschlissenen Stoff. Dieser Hut hatte aber auch schon viel mitgemacht. Mit einem Ruck packte ich ihn und setzte ihn mir vorsichtig auf den Kopf. Anders als beim der Auswahlzeremonie letztes Jahr rutschte er mir aber nicht über Augen, sondern blieb ordentlich auf meinem Kopf sitzen. „Was willst denn du jetzt?“ Eine hohe, piepsende Stimme ertönte. Es war der Hut, und er klang ziemlich genervt. „Hallo“, murmelte ich, weil mir nichts anderes einfiel. “Guten Tag. Setz mich jetzt bitte wieder ab. ichat bin ein beschäftigter Hut, und stehe nicht für irgendwelchen Blödsinn zur Verfügung...“ Ich seufzte. Der war ja nicht besonders gut gelaunt. Mit den Händen griff ich an die Hutkrempe, um den Hut abzusetzen. „Ach, warte mal!“ Ich hielt inne und ließ die Hände sinken. „Ich erinnere mich. Du warst ein sehr schwieriger Fall. Hättest gut nach Gryffindor gepasst- aber manchmal bist du eben doch noch ein wenig zu feige...“ Feige? Der hatte sie doch nicht mehr alle beisammen! „Oh, das hat dir jetzt nicht gefallen.“ Der Hut ließ ein piepsendes Lachen ertönen. „Ich habe dich nach Ravenclaw geschickt. Steckt viel drin, in deinem Kopf... Deine Eltern wären sehr stolz auf dich gewesen...“ Aber hallo? Konjunktiv? „Das sind sie immer noch“, antwortete ich beleidigt. Der Hut kicherte. „Wenn du meinst...“ Ich wusste nicht mehr, was ich sagen sollte. Es wurde still. Plötzlich hörte ich Schritte auf der Treppe, Schritte, die immer näher kamen. Schnell schnappte ich mir den Hut...“HAAALT!“, schrie er. Ich blieb geschockt stehen. „Übrigens, ich habe etwas für dich!“ „Was?“ Ich war völlig überrascht. Der Hut hatte etwas für mich? Aber war kaum Zeit- die Schritte näherten sich der Tür... „Du musst mich bloß kurz absetzen...“ Er kicherte und etwas plumpste auf meinen Kopf. Mit einer schnellen Bewegung riss ich mir den Hut vom Kopf, schnappte mir das weiche Ding auf meinem Kopf und ließ es, ohne es ein einziges Mal anzusehen, in meine Jackentasche fallen. Ich legte den Hut auf das Regalbrett und mit einem Ruck ging die Türe auf.
    Vor mir stand Professor McGonagall, und ihr Gesicht war wutverzerrt.

    9
    ((green)) Kapitel 9 ((egreen)) Entsetzt hielt ich die Luft an. „Weasley und Weasley!“, schnaubte Professor McGonagall. „Furchtbar- Sie müssen w


    Kapitel 9


    Entsetzt hielt ich die Luft an. „Weasley und Weasley!“, schnaubte Professor McGonagall. „Furchtbar- Sie müssen wissen, die beiden haben -wohl als Halloweenstreich- den Flur zur großen Halle mit...“ Sie brach ab und sah sich verwundert um. Erst jetzt schien sie bemerkt zu haben, dass Dumbledore nicht da war. Ihr Blick fiel auf mich und ihre Augen verengten sich. „Miss Shine? Was in aller Welt haben sie im Büro unseres Schulleiters zu suchen?“ Ich merkte, dass ich rot anlief und stammelte: „Miss Clearwater hat mich gebeten, hierher zu kommen...“ Professor McGonagall runzelte die Stirn und sah mich verwundert an. Dann erhellte sich ihr Gesicht. „Ach ja- sie waren das mit dem Ohnmachtsanfall in Verteidigung gegen die dunklen Künste!“ Ich nickte. „Ja.“ Professor McGonagall seufzte. „Gut. Also, natürlich nicht gut. Ich frage mich...“ Mit einem Quietschen schwang die Türe hinter Professor McGonagall auf. In den Raum trat Professor Dumbledore. „Guten Abend“, begrüßte er uns freundlich. Professor McGonagall machte einen Satz zur Seite. „Oh... Entschuldigung. Ich wollte gleich gehen...“ Dumbledore winkte ab und schloss langsam die Türe hinter sich. „Ich wollte ihnen nur kurz von dem aktuellen Streich der Weasley- Zwillinge berichten- nichts als Unsinn im Kopf, die beiden. Ich bin schon sehr gespannt, ob sie jemals ihre ZAG- Prüfungen bestehen werden!“ „Ach ja“, seufzte Dumbledore. „Der Schmierseife- Zauber an dem Flur zur großen Halle, oder?“ Professor McGonagall nickte wütend. „So einen Blödsinn hat es nicht mehr gegeben, seit Potter, Black und...“ Sie stockte und ich sah, wie sie Dumbledore einen raschen Blick zuwarf und dann rasch zu mir blickte. „Nun ja, wie auch immer. Ich dachte, Sie sollten das wissen.“ Potter? Black? Mein Gehirn hatte fieberhaft zu arbeiten begonnen. Schlagartig fielen mir zwei Namen ein: Harry Potter und Sirius Black. Doch was für Blödsinn? Sirius Black. Aus Askaban geflohen und wahrscheinlich geistesgestört... Und wer war die Person - oder die Personen- die dem und folgen sollten? Meine Gedanken überschlugen sich in meinem Kopf und ich musste mich zwingen, nicht sofort nachzuhaken. „... und Sie können Filius fragen, ob er einen guten Spruch kennt.“ Dumbledore und McGonagall hatten ihr Gespräch beendet und Professor McGonagall wandte sich zum Gehen. Mit einem knappen Nicken verschwand sie aus dem Raum.
    Ich war mit Dumbledore allein.
    „Setzen Sie sich doch!“ Mit einer einladenden Handbewegung wies Dumbledore auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch, der, wie ich mir sicher war, vorhin noch nicht dagestanden war. Zögerlich ließ ich mich auf dem Stuhl nieder. „Möchten Sie einen der Säuredrops?“ Er wies auf die Tüte neben dem Eingang. Mit einer raschen Bewegung mit seinem Zauberstab hob er die Tüte in die Luft und der Inhalt ergoss sich vor mir auf den Tisch. Ich nahm mir einen, wenn auch nur aus Höflichkeit, und steckte ihn mir in den Mund. „Gut. Es tut mir sehr leid, dass Sie so lange warten mussten.“ Er sah mich an. Schnell senkte ich den Kopf, um seinem Blick auszuweichen. „War schon okay“, murmelte ich. War das ein Verhör? Ich fühlte mich ziemlich schlecht. „Und, haben Sie das erste Jahr gut überstanden? Ich habe gehört, dass Sie jetzt Quidditch spielen.“ „Ja“, sagte ich, ziemlich verwundert. Worauf lief das jetzt hinaus? „Trotz Ihrer Höhenangst?“ Es traf mich wie ein Schlag mitten in den Bauch. Mein Magen krampfte sich zusammen, meine Augen weiteten sich. Ich war so erschrocken, dass ich keinen anständigen Satz herausbrachte. „ Woher... wissen Sie?“ Dumbledore lächelte. „Eine kluge Frage. Ich muss sagen, Sie haben es ziemlich geschickt versucht zu verbergen- doch Madame Hooch ist ein Profi, was solche Dinge anbelangt. Sie ist ja nun doch schon ziemlich lange hier.“ Ich hätte es wissen müssen. Mir wurde heiß im Gesicht, und ich lief rot an. „Ich dachte, sie würden mich auslachen oder so“, sagte ich. Dumbledore seufzte. „Auch die Anderen werden so ihre Schwächen haben. Wie jeder von uns.“ Seine hellblauen Augen waren direkt auf mein Gesicht gerichtet, und sein durchdringender Blick schien mich zu durchbohren. Durchhalten, sagte ich mir. Ich sprach noch keine zwei Minuten lang mit Dumbledore und hatte schon den Wunsch, endlich das Zimmer verlassen zu können... „Ich hoffe, Sie sind wieder vollständig genesen...“ „So schlimm war es gar nicht“, unterbrach ich ihn und hätte mir am Liebsten auf die Lippe gebissen. Hielt er mich jetzt für vorlaut? „Das beruhigt mich.“ Dumbledores Augen funkelten vergnügt. „War der Unfall in Verteidigung in großer Schock für Sie?“ „Ich weiß es nicht... Ich hatte zu große Angst.“ Dumbledore nickte. „Ich nehme mal an, Sie wissen, worauf ich hinauswill.“ Ich zögerte. Wenn ich es jetzt sagte... “Die Sache mit den Spinnen im verbotenen Wald?“ Jetzt war es raus. Dumbledore nickte wieder. „Sie sind ziemlich schlau. Es war eine sehr gute Wahl,
    Sie nach Ravenclaw zu stecken.“ Ich war so verdattert von dem Themawechsel, dass ich kein Wort herausbrachte. Automatisch glitt mein Blick zum sprechenden Hut, der schlaff auf dem Regalbrett lag. Als ich ihn wieder ansah, wurde es mir klar. Dumbledore wusste es. Das Päckchen... Doch bevor jemand noch etwas sagen konnte, wurde plötzlich die Tür aufgerissen. „Professor!“ Draußen stand, keuchend, schon wieder Professor McGonagall. „Am Gryffindorturm- Sie müssen mitkommen...“ Auf einmal ging alles sehr schnell. „Bitte kehren Sie umgehend in den Krankenflügel zurück“, wies mich Dumbledore an. Er stand auf und zusammen traten beide eilig aus dem Raum. Was war geschehen? Schnell lief ich die Treppe hinunter und machte mich, so schnell ich konnte, auf den Weg zum Krankenflügel. Auf dem Weg begegnete ich vielen Schülern, die alle miteinander tuschelten. Ich musste wissen, was geschehen war! Entschlossen bog ich in den Gang zum Ravenclaw- Gemeinschaftsraum ein. Als ich in den Raum stürzte, entdeckte ich zum Glück sofort Hanna, die mit Franziska, Luna, Élodie Rosseau und Johara Hunter auf einem Diwan saß. „Was ist passiert?“, platze es aus mir hinaus. „Sirius Black ist in den Gryffindor- Gemeinschaftsraum eingebrochen!“ Mir blieb der Mund offen stehen. „Eingebrochen?“ Hanna nickte düster. „Keine Ahnung- ich weiß nicht viel mehr- aber die fette Dame ist völlig außer sich. Ihr Portrait wurde aufgeschlitzt und sie bedroht oder so.“ Und woher weiß man, dass es Sirius Black war?“ “Peeves hat es erzählt“, erklärte Franzi. Ich schluckte. „Aber.. was, wenn... Black noch hier im Schloss ist?“ Hanna nickte düster. „Er könnte überall sein. Aber keine Sorge, Filch und die Lehrer, die schauen schon.“ Recht überzeugt klang Hanna aber nicht. „Und wenn er dann demnächst bei uns einbricht?“ Meine Stimme zitterte. Ein Massenmörder in Hogwarts? Élodie seufzte und meldete sich dann zum ersten Mal ebenfalls zu Wort. „Also“, sagte sie leise. „Es ist so... Ich weiß es nicht genau... Aber es kursiert das Gerücht, dass Black hinter Harry Potter her ist. Ihr dürft es nicht weitersagen- es ist ein Geheimnis, innerhalb vom Ministerium...“ „Black und Potter“, murmelte ich. „Wie bitte?“, fragte Hanna. „Egal“, murmelte ich. Wir versprachen Élodie hoch und heilig, es auf gar keinen Fall weiterzusagen. Danach machte ich mich auf den Weg zum Krankenflügel. Dort war es zumindest ruhig, da außer mir nur ein Siebtklässler da war, der ein Buch über Hippogreife las. Dieser Abend hatte mich wirklich total geschafft. Doch eines wollte ich noch erledigen. Das Päckchen. Ich holte meine Tasche, und kippte den Inhalt auf das Bett. Doch zu meinem Schrecken war das Päckchen nicht dabei. Ich erstarrte. Das konnte nicht sein! Verzweifelt durchwühlte ich mein gesamtes Zeug. Doch das Päckchen blieb unauffindbar. Am liebsten wäre ich noch einmal zu Dumbledore gerannt, doch das hätte mich verraten. Außerdem würde ich eine Menge Punktabzug bekommen, wenn ich jetzt noch draußen herumlaufen würde. Wohl oder übel musste ich meine Suche für heute aufgeben. Ich war sowieso schon ziemlich müde. Langsam kletterte ich auf das Bett und zog die Decke über mich. Und obwohl mich viele, viele Gedanken quälten, war ich schon bald eingeschlafen...

    10
    ((green)) Kapitel 10 ((egreen)) Ich saß am Ufer des Sees. Eisig kaltes Wasser umspielte meine Füße. Außer dem Plätschern des Wassers, dem Krächz

    Kapitel 10


    Ich saß am Ufer des Sees. Eisig kaltes Wasser umspielte meine Füße. Außer dem Plätschern des Wassers, dem Krächzen eines Raben und dem gelegentlichen Geräusch des Windes, der durch die Baumkronen fuhr, war es ruhig. Ruhe- das war es, was ich brauchte. Der gestrige Abend war etwas zu viel für mich gewesen- zuerst der Hut, dann Dumbledore, dann Sirius Black. Ich wusste, dass ich eigentlich gar nicht alleine draußen sein durfte. Die ganze Schule war nach Black durchsucht worden, aber er konnte immer noch irgendwo außerhalb der Schule sein. Auch mir war das klar, doch ich brauchte dringend einen Ort zum Nachdenken. Ich musste hier sein. Eine Windböe fegte durch meine Haare und wirbelte sie herum. Kleine Wellen kräuselten sich auf der Oberfläche des schwarzen Sees, und auch ein paar Blätter trieben auf dem Wasser. Man merkte, dass bald der Winter kommen würde...
    Der vergangene Abend hatte mir viel Stoff zum Grübeln gebracht. Vor allem der sprechende Hut. Ihn hatte ich nicht vergessen. Warum hatte er mir das Päckchen gegeben? Gehörte es ihm, oder hatte es ihm jemand gegeben? Und was war in dem Päckchen? Frustriert starrte ich auf das Wasser. Die letzte Frage hätte ich mir sparen können, hätte ich das Päckchen noch gehabt. Wo hatte ich es nur liegen gelassen? „Wenn es bloß nicht Dumbledores Büro war“, schoss es mir durch den Kopf. Denn dann war die Chance, das Päckchen wiederzusehen, ziemlich gering. Und nicht nur das- wenn Dumbledore es geöffnet hatte und den Inhalt zu Gesicht bekommen hatte? Es konnte alles gewesen sein. Meine einzigen Anhaltspunkte waren, dass das Päckchen weich und quadratisch gewesen war- nicht besonders hilfreich. Vielleicht war der Gegenstand mit einem Polsterungszauber belegt worden, oder geschrumpft worden. Alle Möglichkeiten waren offen. Verdammt...
    Warum hatte der Hut mir das Päckchen gegeben? Ich hatte noch nie davon gehört, dass der sprechende Hut irgendwelchen Schülern Päckchen gab. Obwohl- hatte Harry nicht letztes Jahr ein Schwert aus dem Hut gezogen? Das Schwert von Gryffindor, wohlgemerkt. Vielleicht hatte ich ja dann irgendetwas von Rowena Ravenclaw bekommen. Auch wenn ich keine Idee hatte, was. Und wieso. Harry hatte das Schwert damals gebraucht- um den Basilisken zu töten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich irgendetwas in derselben Art zu tun hatte. Warum also hatte der Hut mir also? Gut- ich war ratlos. Vollkommen ratlos. Aber es gab eine Sache, die ich ebenfalls nicht vergessen hatte- die Worte des Hutes bei meiner Hauseinteilung. Mein Magen zog sich zusammen. Ich wusste nicht mehr die genauen Worte... aber...

    Hilary Shine. Was machen wir mit dir?
    Da ist Talent und Loyalität ... und auch Mut.
    Sollen wir dich nach Gryffindor schicken? Neugierde und Tapferkeit... Vielleicht nach Gryffindor... wie deine Mutter?“


    Ja, das waren seine Worte gewesen. Zuerst war ich völlig konfus gewesen, aber im Laufe des Schuljahres hatte ich diese Szene beinahe vergessen. Gestern, als ich im Bett gelegen war, war es mir wieder eingefallen. Wie ein Schlag in den Magen. Und wie ich es auch drehte und wendete... mir war einfach keine Lösung eingefallen. Meine Mutter war nie in Hogwarts, geschweige denn in Gryffindor gewesen. Hatte der Hut mich verwechselt? Nein. Er hatte ganz eindeutig Hilary Shine gesagt. Das wusste ich noch. Aber er hatte irgendetwas durcheinandergebracht. Das hatte ich jedenfalls ein Jahr lang angenommen. Bis gestern.

    „Deine Eltern wären stolz auf dich gewesen...“

    Die piepsige Stimme des Hutes ging mir nicht aus dem Kopf- es war, als würde er auf meinem Kopf sitzen und es mir wieder zuraunen... Meine Eltern waren stolz auf mich. Oder? Ja, definitiv. Was hatte er denn damit gemeint? Auf einmal kam ich mir sehr alleine vor. Der blöde Hut. Konnte er mir nicht klar sagen, was Sache war? Etwas Nasses tropfte auf meine Nasenspitze und ich sah, dass es zu regnen begonnen hatte. Schnell zog ich meine durchgefrorenen Füße aus dem Wasser. Wegen der eisigen Kälte des Wassers hatten sie sich sogar rot verfärbt. Eilig stand ich auf, zog mir meine Schuhe an und lief über das feuchte Gras in Richtung Hogwarts. Sobald ich auf dem Weg war, begann es wie aus Eimern zu schütten. Meine Haare und alle Klamotten wurden klitschnass. Ich begann zu laufen, so schnell ich konnte. Plötzlich stieß ich schmerzhaft mit jemandem zusammen. Ich konnte mich nicht mehr halten und fiel auf den aufgeweichten, schlammigen Boden. Sofort sog sich meine Kleidung mit Wasser und Dreck voll. Doch die Person, gegen die ich gestoßen war, hielt nicht inne. Mit wehendem Umhang lief sie in Richtung See. Nichtmal ein Wort der Entschuldigung hatte sie vorgebracht! Wütend, nass und schlammverschmiert stand ich auf und starrte der Person hinterher. „Du hirnloser Idiot!“, rief ich, so laut ich konnte. Hatte sie mich noch gehört? Ich wusste es nicht. So schnell ich konnte, lief ich weiter zum Schloss, wo ich mich endlich von meinen nassen Sachen befreien konnte.
    Erst als ich am Abend in meinem kuscheligen Himmelbett lag, kam mir ein furchtbarer Gedanke: War es denn überhaupt ein Schüler gewesen? Was wollte schon ein Schüler im strömenden Regen draußen am See? Außerdem hatte ich kein Haus-Abzeichen auf dem Umhang erkennen können. Mir stockte der Atem.
    War diese Person etwa... Sirius Black gewesen?

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1513023486
Harry Potter FF- Mein zweites Jahr
Harry Potter FF- Mein zweites Jahr
Jetzt ist es schon das zweite Jahr für Hilary in der Schule für Hexerei und Zauberei, und schon am Anfang gibt es einige Unruhen... Doch damit ist es nicht genug: Sie kommt einem alten Geheimnis auf die Spur- nicht ahnend, was sie damit anrichtet... ...
http://www.testedich.de/quiz52/quiz/1513023486/Harry-Potter-FF-Mein-zweites-Jahr
http://www.testedich.de/quiz52/picture/pic_1513023486_1.jpg
2017-12-11
402D
Harry Potter

Kommentare (90)

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Miss Adeline (27728)
vor 22 Stunden
😊 Danke!!! ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️
Ich denke, entweder kommt das neue Kap. heute oder morgen. Mal sehen...
😉 Hmmm... Ich nehme mal an, dass ich jetzt besser nichts zu euren Vermutungen schreibe... Ihr wollt ja nicht gespoilert werden. Aber trotzdem, gute Idee 😄😜...
Luis (77834)
Gestern
Richtig gutes kapitel die Gedanken sind sehr gut und das kann icj voll verstehen mit dem schulstress bin froh das wir alle arbejten durchhaben ♥♥

@Jean das ist eine gute idee aber ich zweifel dass aber auch an ♥♥♥
Lissy Lovegood ( von: Lissy Lovegood)
Gestern
Es ist echt kein Problem, wenn du nicht immer regelmäßig schreibst. Dafür sind die Kapitel immer gut gelungen und kein Schrott. Ich finde auch gut, dass vor dem Quidditch erstmal Hilarys Gedanken sortiert werden, ich glaube, ihr wisst wie ich das meine ;) Aber mach dir mal keinen Stress mit der Zeit, das reicht vollkommen, wenn du in diesen Abständen Kapitel hochlädst.

@Jean Interessante Idee, ich habe so noch nicht darbüber nachgedacht. Dann würde es ja auch passen, wenn Hilarys Mutter in Gryffindor war. Mal sehen, ich bin schon gespannt (auch wenn es wohl noch etwas dauern wird, bis wir das erfahren XD). Recht klar ist, dass ihre "Eltern" bei denen sie aufgewachsen ist, nicht ihre richtigen Eltern sind.
Jean (02760)
vor 2 Tagen
Macht doch nichts. Ich bin ja auch noch nicht zum Profil besuchen gekommen....
Schön das Hillary jetzt auch mal drüber nach denkt. Aber ich finde es auch gut, dass sie dem Hut jetzt nicht sofort alles glaubt (ich meine, so schlau er auch ist, er ist ein Hut. Und nur weil ein Hut es sagt, würde ich jetzt nicht gleich meine Eltern für meine Nichteltern erklären)
Vielleicht lieg ich jetzt ja komplett falsch, aber ich werd irgendwie den Gedanken nicht los, dass sie Harrys Schwester ist (das wäre jetzt das Erste was in meinen Augen Sinn ergibt,vor allem wegen den zwei Hs, aber vielleicht hast du dir da ja auch was ganz Anderes ausgedacht....).
Und das mit den Wörtern ist jetzt echt nicht schlimm!
❤❤❤❤❤❤
Princess Buttercup (27728)
vor 3 Tagen
Oh Mann...
Tut mir leid, dass das neue Kapitel erst jetzt kommt. Ich hatte echt viel zu tun und bin kaum zum Schreiben gekommen. Ich hoffe aber, das das neue Kapitel euch gefällt 😀. Und ich verspreche euch, dass das nächste Kapitel definitiv Quidditch sein wird... 😄

Ich habe jetzt mal in die Fanfiction-Kommentare eine Liste mit allen Leuten, die hier mal einen Charakter erstellt haben, gestellt. Ob das jemand von denen ließt, ist aber eine andere Frage 😬...

Ach ja: Es tut mir leid, dass ich die Wörter nicht eingebaut habe, aber sie haben jetzt leider nicht sooo gut gepasst. Ich werde sie aber definitiv ins nächste Kapitel reinnehmen.

❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

@Luis
Kümmern? 😂 Meinst du wirklich?
Danke ❤️
Luis (94118)
vor 7 Tagen
Super Viel Glück noch und ein so so fettes dankeschön das du dich so um uns kümmerst
Princess Buttercup (27728)
vor 7 Tagen
Ich weiß, dass ich irgendwo erwähne habe, dass es beim nächsten Kapitel Quidditch drankommt. Ich habe angefangen zu schreiben und leider wird es doch kein Spiel- dafür aber das Mal darauf. 😅 Wahrscheinlich kommt am Freitag oder spätestens am Wochenende das neue Kapitel, wenn dann endlich der ganze Schulstress vorbei ist... 😄
Princess Buttercup (27728)
vor 11 Tagen
@ Parkbank & Lissy Lovegood
Danke 😊 ❤️❤️❤️
Lissy Lovegood ( von: Lissy Lovegood)
vor 11 Tagen
Kein Problem, wenn's ein bisschen länger dauert, ich glaub das mit dem Schulstress kennen wir alle ;) Und als Wortvorschlag hätte ich "Kröte". (Meine anderen Ideen waren teils völlig absurd XD) LG
Parkbank (44149)
vor 12 Tagen
Das neue Kapi ist echt gut geworden. Mach weiter so!!! Ich habe aber auch noch ein Name für das nächste Kapitel pasend zu misstrauisch und streit: Draco Malfoy (kanst ihn ja einbauen)
Mit Grüßen
Parkbank👍
Jean (98881)
vor 12 Tagen
Okay, meine Tastatur ist schrott. So sollte das ganz sicher nicht aussehen.😒
Und ich meinte natürlich Luis, tut mir leid, aber ich muss mich da halt erstmal dran gewöhnen 😉.
❤❤❤❤❤❤❤
Jean (98881)
vor 12 Tagen
DU(eunli))bist einfach toll😊. Und ihr auch Lissy Lovegood, der BaumSagtGg, lovetigga... und alle Anderen, die ich jetzt vergessen habe aufzuzählen (dafür ein großes dickes SorrY)❤❤❤❤❤❤
Jean (98881)
vor 12 Tagen
Ja, das kenne ich nur zu gut... Wobei das große Arbeiten schreiben bei uns grade vorbei ist. Ich wünsch euch beiden da viel Glück🍀 !
Okay, dann mach ich das mal😊 ❤❤❤❤
Luis (41078)
vor 12 Tagen
Omg wiso fragst du noch ich bin der grösste quidditch fan eu west ♥♥ich verstehe das schreibe morgen noch einne klausur
Princess Buttercup (27728)
vor 12 Tagen
@ alle
Ich melde mich jetzt auch mal wieder... Leider müsst ihr auf die Fortsetzung noch warten. Im Moment bin ich leider total gestresst 😩... Ich schreibe nämlich am Mittwoch Physik- Schulaufgabe und am Montag darauf dasselbe mit Chemie. Dazwischen kommen noch zwei völlig unnötige Tests...😓 Ich hoffe, ihr versteht einigermaßen, was ich meine. Das tut mir echt leid, ich werde sobald ich Zeit habe, so schnell wie nur irgendwie möglich versuchen, eine Fortsetzung zu schreiben ( Quidditch-Fans? 😋)
Bin ich froh, wenn das mal alles vorbei ist...

@Jean ❤️ Ich fände es schon cool, wenn du mal bei ein paar Leuten auf dem Profil vorbeischaust... Ich will das auch machen, wenn ich bloß mal wieder Zeit hätte... 😅😄
@Luis Danke für den Steckbrief! 😉 Schön, dass du wieder da bist! 😄
Klar darfst du mich noch Lily nennen... Und alle anderen auch... 😊😋😄😁

Ihr seid alle einfach toll... ❤️❤️❤️
Luis (06965)
vor 13 Tagen
Ich spame bestimmt voll bloß ich wolltw nur sagen dass ich jetzt luis heiße (nicht mehr derbaumsagtgg)
DerBaumSagtGg (06965)
vor 14 Tagen
Darf ich dich eig. Immernoch lily nennen
DerBaumSagtGg (89135)
vor 14 Tagen
Hey ♥♥♥freu mich wieder hier zu sein
Jean (84488)
vor 14 Tagen
Ja, schon, aber das Beste Wort ist misstrauisch auch nicht unbedingt...

(Schön, dass du wieder da bist, DerBaumSagtGg!!!)

❤❤❤
DerBaumSagtGg (13894)
vor 16 Tagen
Verliebt in hillary sorry das bleibt auch so ♥♥♥♥und irrwicht weiß ich grad keinen