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Amoniel – verrücktes Weihnachtsspezial #1

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2 Kapitel - 6.600 Wörter - Erstellt von: Sarah Laureen - Aktualisiert am: 2017-12-13 - Entwickelt am: - 299 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Amoniel und Legolas sind nach vielen Hindernissen und Missverständnisse endlich zusammen. Gemeinsam genießen sie ihr Glück, das durch ihre drei Kinder verstärkt wird. Was Legolas nicht ahnt, ist, dass die Königin seines Herzens dieses Jahr zwei besondere Überraschungen für ihn bereithält...

(Dies ist das versprochene Weihnachtsspezial in dem bekannte Personen teilweise ziemlich verrückte Rollen einnehmen. Die Idee dazu stammt nicht nur ausschließlich von mir. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei lost_ hope und Jolene bedanken, das ich ihre Gedanken/Ideen in die Geschichte integrieren durfte!)

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Prolog: Das gefundene Glück (Mitte November) Etwas Schweres lag auf meiner Taille und meinen Beinen. Lächelnd genoß ich die vertraute verführerisc
Prolog: Das gefundene Glück (Mitte November)
Etwas Schweres lag auf meiner Taille und meinen Beinen. Lächelnd genoß ich die vertraute verführerische Wärme. Es war viel zu früh um aufzustehen. Wahrscheinlich hatte ich nur wenige Stunden geschlafen, da ich mich auf die kommenden Wochen so sehr freute. Ich wollte Weihnachten mit meiner geliebten Familie und meinen Freunden feiern. Denn diese Zeit war vor allem der Liebe, der Freundschaft und der Familie gewidmet. Die halbe Nacht hatte ich wach gelegen, Pläne geschmiedet und mit meinem Ehemann über unsere Kinder gesprochen. Es fiel mir immer noch schwer zu begreifen, dass all meine Träume Wirklichkeit geworden waren. Seit zehn Jahren war ich mit Legolas verheiratet, obwohl ich nie damit gerechnet hätte, und Mutter von aufgeweckten Drillingen. Meine Schwangerschaft hatte meine gesamte Familie in helle Aufregung gestürzt. Noch nie zuvor war Thranduil so besorgt um mich gewesen in dieser Zeit. Gemeinsam mit Legolas, meinen Halbbrüdern und überraschenderweise Gimli hatte er mich jede Minute des Tages und der Nacht ängstlich überwacht. Obwohl ich mich über so viel Fürsorge freute, war die konsequente Zuwendung und Invalidenbehandlung irgendwann zu viel geworden. Jeder Atemzug wurde registriert und ich konnte nichts machen, ohne das einer von ihnen in meiner unmittelbaren Nähe war. Ständig diese ängstlichen Fragen, ob ich Schmerzen hätte oder ob die Übelkeit schlimmer wurde. Eigentlich ganz süß und sogar gerechtfertigt aber auf Dauer unerträglich. Nur zu gut hatte ich Arwens Beschwerden nachvollziehen können. Am schlimmsten wurden die Männer als die Geburt kurz bevor stand. Ich war ein Walross gewesen – nicht wortwörtlich, sondern was den körperlichen Umfang anging - und es leid schwanger zu sein. Meine Erleichterung als die drei Kleinen mir in die Arme gelegt wurden hätte ich nicht in Worte fassen können. Meine drei Wirbelwinde, die mir vom Temperament her so sehr ähnelten, das es beinahe schon unheimlich war. Ich liebte sie fast schon abgöttisch und weigerte mich strikt, sie von einer Amme erziehen zu lassen. Damit verstieß ich zwar gegen die Etikette des elbischen Adels aber das war mir herzlich gleichgültig.
Wessen Kinder waren es? Meine! Ich würde keinen fremden Elben erlauben eine derart große Rolle in ihren Leben einzunehmen, . Wahrscheinlich war ich eine der wenigen adligen Elbinnen, die ihre Kinder selbst gestillt hatte und ihnen so viel Zeit wie möglich widmete. Worunter Legolas allerdings kaum litt. Er liebte die drei Satansbraten genau so sehr wie ich. Vielleicht noch mehr, da er selbst ein Einzelkind gewesen war. Tercáno
(Engel), Varion
(helfen/schützen) und Caliel (leuchtend/strahlend) waren zusammen oft schlimmer als die Chaoshobbits es je von sich hätten behaupten können.
 Bereits mit neun Jahren waren sie schlimmer als Merry oder Pippin. Zur allgemeinen (elbischen!) Überraschungen wuchsen sie geistig und körperlich so schnell wie Menschenkinder, besaßen auf der anderen Seite aber alle typischen Fähigkeiten der Elben. Sie waren in jeder Hinsicht außergewöhnlich und verzauberten jeden, der sie zu Gesicht bekam. Unter ihnen selbst kam es kaum zu Gezanke, wohl aber mit ihrem Cousin Eldarion und Elboron, der älteste Sohn von Faramir und Eowyn. Wenn die Geschwister jemanden nicht mochten zeigten sie ihm das auf schmerzhafte Weise. Aber die meiste Zeit waren sie auf liebenswerte Art anstrengend. Ich würde sie gar nicht anders haben wollen.
Die Elben, insbesondere die des Düsterwalds waren erstaunt gewesen, dass ich nicht ein Kind, sondern gleich drei zur Welt gebracht hatte. Anscheinend war das eher ungewöhnlich. Vielleicht eine natürliche genetische Maßnahme, damit nur die stärksten unter dem möglichen Nachwuchs geboren wurden, da die äußeren Bedingungen nicht immer die Rosigsten waren. Ich grinste, öffnete die Augen und drehte den Kopf.
Legolas hatte einen Arm um meine Taille geschlungen und sich warm an meine Seite geschmiegt. Freiwillig war er mir seit unserer Heirat nicht mehr von der Seite gewichen. Besonders in unseren Nächten hielt er mich im Schlaf fest an seinem Körper, als ob er Angst davor hätte, mich zu verlieren. Er war so süß und immer so besorgt um mich. Aber ich konnte sein Bedürfnis, mich ständig in seiner Nähe zu wissen zu wollen gut verstehen. Die Geburt der Drillinge war nicht ohne Komplikationen verlaufen und ich wäre noch in der darauf folgenden Nacht fast gestorben. Sein verzweifelter, ängstlicher und dennoch liebender Gesichtsausdruck hatte sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt. Er wollte mich nicht verlieren und genauso erging es mir umgekehrt. Legolas und die Kleinen waren mein Herz und meine Seele. Ohne sie wäre ich verloren und völlig verzweifelt. Nie wieder wollte ich sie missen.
Zärtlich zeichnete ich seine Gesichtszüge nach, die sich im Schlaf leicht angespannt hatten. Seine Miene wurde weicher, er murmelte meinen Namen und zog mich fester in seine Umarmung.
Hier gehörte ich hin. Keine Zweifel, keine Missverständnisse.
Ich hatte meinen Platz gefunden und wurde geliebt. Bedingungslos, tief und ehrlich. Mit jedem weiteren Tag war unsere Liebe gewachsen und ich sehnte mich nach ihm, selbst wenn wir nur für kurze Zeit getrennt waren. Schmunzelnd spielte ich mit seinen seidigen Haaren. Bald würde ich ihn in mein kleines Geheimnis einweihen müssen. Hoffentlich freute er sich ebenso sehr über diese Neuigkeiten wie ich. Die Wünsche von Tercáno, Varion und Caliel hatten sich eindeutig erfüllt. Noch sah man mir nichts an, aber ich trug ein weiteres Mal ein oder zwei Kinder in meinem Körper.
Ich liebte sie bereits jetzt schon so sehr wie die bereits geborenen Drillinge oder ihren noch unwissenden Vater. Natürlich würde die Schwangerschaft wieder alle in ständige Alarmbereitschaft versetzen, aber ich wusste, dass diese Sorge und manchmal übertriebene Umsicht im Umgang mit mir ein weiteres Zeichen für die Liebe war, die uns alle verband.
Thranduil würde auf jeden Fall begeistert sein. Nie hätte ich gedacht, dass dieser kühle Elbenkönig derartig vernarrt in seine Enkelkinder sein würde. Schon jetzt wickelten die Drillinge ihn spielend um den Finger und hatten das Bild des distanzierten arroganten Herrschers herrlich zerstört. Durch meine erste Schwangerschaft war auch die Beziehung zwischen ihm und Legolas viel besser geworden und sie hatten sich endlich vollständig ausgesöhnt. Liebe war in den Düsterwald eingezogen und das Böse endlich daraus gewichen. Wir waren unendlich glücklich zusammen.
„Du bist so still, Kleines. Woran denkst du?“ Ich beugte mich über ihn und küsste ihn liebevoll. Schlanke starke Finger vergruben sich in meine Haare und hielten mich fest während er den Kuss langsam vertiefte. So unendlich rein und süß. Unsere Liebe hüllte uns ein, schirmte uns von der Außenwelt ab. „Ich denke an uns und was für ein Glück ich habe, dass alles sich zum Gutem gewendet hat. Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich liebe mein Elblein?“ Er kicherte und biss mir leicht in die Unterlippe. Seine eisblauen Augen schimmerten warm und die Liebe strahlte mir aus ihnen entgegen. „Ich liebe dich auch, meine Liebste. Meine Gefühle für dich und unsere Kinder werden sich nie ändern. Ein Elbenprinz hält seine Versprechen.“ Das stimmte. Seine Liebe zu mir hatte nicht gewankt und seitdem ich in den Düsterwald gekommen war um Antworten zu verlangen, waren ihm immer wieder neue Ideen eingefallen, um mich von der Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu überzeugen. Auch dafür liebte ich ihn. Immerhin hatte ich ihn mit meiner Unsicherheit, meinen Zweifeln und meinen Sorgen sichtlich verletzt. Aber das hatte ihn nicht entmutigt im Gegenteil. Ohne seine Hartnäckigkeit und seinem Geschick, jeden einzigen Zweifel zu entkräften wären wir wohl kaum heute verheiratet und Eltern von drei Kindern.
„Ihr seid mein Herz und meine Seele.“ Flüsterte ich leise an seinen Lippen. „Du, Tercáno, Varion und Caliel, ihr seid mein Leben und mein Glück. Ich brauche euch. Vielleicht könnte ich ohne euch weiter leben, aber ich würde nie wieder dieses Glück, die Hoffnung, Liebe und Unbeschwertheit verspüren.“ Ein spitzbübisches Grinsen umspielte seinen Mund und auf einmal fand ich mich auf dem Rücken wieder. „He! Ich mache dir gerade eine Liebeserklärung und du unterbrichst mich? Das ist nicht nett Liebster!“ „Wir wissen beide, dass wir ohne den anderen und die Kleinen nicht mehr dieselben wären. Dafür brauchen wir keine Worte. Da wir jetzt unter uns sind, die Kinder noch schlafen und wir offensichtlich noch Zeit haben, bevor uns die langweiligen Pflichten rufen, könnten wir auch einer anderen Tätigkeit nachgehen.“ Röte stieg mir bei diesen deutlichen Anspielungen ins Gesicht. Das zufriedene Glitzern in seinen wunderschönen Augen verriet mir, dass er sehr wohl wusste, was seine Worte und seine Nähe jetzt in mir anrichteten. Ja, Legolas genoß unsere trauten Stunden sehr und versuchte oft sie ins Unendliche auszudehnen – mit wechselndem Erfolg. „Wir haben gestern Abend und die Hälfte der Nacht nur geredet. Was glaubt meine Königin, was ich jetzt von ihr will?“ Er zog vielsagend eine Augenbraue hoch. Verdammt, er wusste haargenau, dass ich kaum eine vernünftige Antwort formulieren konnte, wenn er mich gleichzeitig mit einer eindeutigen Absicht überall streichelte. Durchtriebener Elb! Ich erzitterte vor Wonne und schmiegte mich an ihn. Mhm, von diesem Duft war ich definitiv süchtig geworden. „Liebste?“ Die Leidenschaft in seiner Miene und Stimme half überhaupt nicht das Feuer zu löschen, sondern fachten es nur noch mehr an. Was er sehr gut wusste! Ich versuchte seine sinnlichen Attacken auf meine Nerven ebenso zu ignorieren wie meinen sich selbstständig gemachten Körper. Heute Morgen hatte ich doch etwas Wichtiges vorgehabt. Nur was? Ich wollte Legolas eine Neuigkeit erzählen. Es musste mir doch einfallen! Der Elb kicherte leise und schuf ein wenig Abstand um mich eingehend zu mustern. „Du siehst etwas erhitzt aus meine Liebe.“ Ach und an wem lag das! „Antworte mir. Was könnte ich von dir wollen, kleine Amoniel?“ Anscheinend wollte er mich wirklich quälen. Bemüht streng fixierte ich ihn. „Für einen Prinzen seid Ihr sehr unanständig, Eure Majestät!“ Bevor er antworten konnte wurde die Tür aufgerissen. Sein verführerisches Lächeln verschwand und machte kurz Resignation Platz, ehe er sich ergeben den Störenfrieden zuwandte. Als Erster schlüpfte Varion ins Zimmer und kicherte als er uns ausmachte. „Nana, es schneit draußen! Kommst du mit?“ Ich kicherte, weil mein Liebster sehr verärgert über die Unterbrechung war es sich aber nicht anmerken wollte. Außerdem machte er den Eindruck, als würde er es bereuen, die Tür nicht abgeschlossen und den Schlüssel weggeworfen zu haben. Sein Pech. Die Kinder hätten ohnehin einen Weg in unser Zimmer gefunden. Diesbezüglich hatten sie meinen Einfallsreichtum geerbt. Keine Chance ihnen zu entwischen, wenn sie erst einmal sich entschieden hatten, einen zu suchen. Grummelnd rutschte mein persönlicher Gefährte wieder auf seine Hälfte des Bettes, hielt mich aber eisern fest. Tja, heute Morgen würde es definitiv nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung in Bezug auf mich kommen.
„Natürlich, Liebling. Wo sind denn die anderen beiden?“ Tercáno und Caliel folgten ihrem Bruder ins Zimmer kaum das sie meine Stimme hörten. Ihre Augen leuchteten vor Begeisterung und Vorfreude. Lachend stürmten die drei auf das Bett zu und warfen sich auf uns. Eine fröhliche Kissenschlacht folgte, ehe Legolas sie beendete. „Je länger ihr eure Zeit hier verschwendet, desto weniger habt ihr für die Schneeballschlacht. Vergesst nicht, heute kommen Aragorn und Arwen mit Eldarion.“ Caliel stöhnte und sah ihren Vater flehend an. „Sag bitte, dass ich nicht ein Kleid anziehen muss!“
„Du bist wie deine Mutter.“ Er grinste und küsste uns beide liebevoll. Aus schmalen Augen musterte ich ihn. War das diebische Vorfreude in seiner Miene? Eindeutig. Irgendetwas hatte mein Lieblingsspitzohr ausgeheckt. Und sehr wahrscheinlich würde es mir nicht gefallen. „Ihr könnt euch beide dabei helfen, ein geeignetes Kleid anzuziehen. Ich freue mich schon auf Aragorns Gesicht, wenn er die beiden schönsten Mädchen des Düsterwalds sieht.“ He, die Methode, die er jetzt anwandte war wirklich nicht fair. Ärgerlich fixierte ich ihn. Ich würde nicht vor den Kindern mit ihm streiten, aber das hinderte mich keinesfalls daran, über unseren privaten mentalen Pfad mit ihm zu schimpfen. >Warum versuchst du mich zu manipulieren, Liebster? Frag mich doch einfach. Du weißt sehr gut, wie sehr ich es hasse, wenn du so etwas tust.< Legolas seufzte leise. >Es tut mir Leid, Liebling. Aber unsere Tochter ist fast so stur wie du und ich möchte Aragorn wirklich nur überraschen. Trägst du heute bitte ein Kleid? Es würde mich sehr freuen.< Dabei blickte er mich so treuherzig, flehend und zärtlich zugleich an, dass ich weder weiter sauer sein konnte noch ihm seinen Wunsch abschlagen konnte. Hmpf. Dieser Elb kannte mich viel zu gut. Ergeben nickte ich und küsste ihn zärtlich. Was die Kinder allerdings nicht bemerkten war der Klaps auf den Hinterkopf, dem ich ihn verpasste. „Bitte helft mir bei diesem Vorhaben und legt für einen Moment eure Abneigung ab.“ Ich schüttelte innerlich den Kopf. >Du bist charmanter als dir gut tut, Liebling. Hör auf uns zu becircen mit deinem Lächeln. Dieses Mal hast du gewonnen. Was keinesfalls heißt, dass ich deine Methode begrüße.< Um mich zu besänftigen hüllte er meinen Geist mit seiner Liebe ein. >Schatz, ich gewinne jedes Mal und du liebst es doch auch, Aragorn ein wenig zu überraschen.< Schatz? Nach der Geschichte mit Gollum konnte ich es nicht ausstehen, wenn jemand mich Schatz oder Schätzchen nannte. Grrr! >Darum geht es nicht. Nenn mich nicht Schatz oder sehe ich neuerdings so aus wie Gollum?< Ich konnte ihm ansehen, dass er kurz davor war, einen dummen Witz zu reißen. >An deiner Stelle wäre ich vorsichtig oder du schläfst heute auf dem Boden. Und glaube mir, ich würde dich nicht ins Bett lassen, egal wie bettelnd du mich ansiehst. Erspar mir diesen Witz.<
Caliel seufzte leise und warf dramatisch die Arme nach oben. „Wenn es denn unbedingt sein muss!“ Meckerte sie und klang eher nach einer Dreizehnjährigen als einer Neunjährigen. Frühreife Göre. „Aber nur für die Begrüßung, nachher zieh ich mich wieder um!“ Ich warf Legolas einen raschen Blick zu und brach in Gelächter aus. Seine entgeisterte Miene war auch zu komisch. „Caliel, du verletzt mich! Ich dachte, du würdest mir helfen?“ Aber hallo, Dramaqueen in voller Aktion! Oder sollte ich eher sagen Dramaprinz? Ich stieß ihm einen Ellenbogen in die Seite. „Hör auf so maßlos zu übertreiben Liebster und gib dich geschlagen. Du kannst auch nicht alles haben. Wir werden Kleider tragen aber über die Dauer entscheiden allein wir Frauen. Dabei hat die männliche Fraktion nichts mitzureden.“ Varion beugte sich grinsend vor. Frechdachs.
„Aber wir Männer sind in der Überzahl. Und wir wollen euch beide den ganzen Abend in Kleidern sehen!“ Verräter. Ich seufzte und musterte den Sohn, der mir in dieser Hinsicht wohl am ähnlichsten war. „Ah, aber du übersiehst etwas Entscheidendes kleiner Politiker.“ Lächelnd begann ich ihn gnadenlos zu kitzeln. „Ich lasse mir von niemanden etwas sagen. Euer Vater hat Glück, dass ich zulasse, dass er meine Entscheidungen beeinflussen kann in gewissen Grenzen. Aber du, mein Kleiner bist mein Sohn und ein kleiner Teufelsbraten. Und jetzt Abmarsch, zieht euch warm an, oder es wird nichts aus unserer Schneeballschlacht.“ Leise protestierend zogen die drei sich zurück um wahrscheinlich einen neuen Plan auszuhecken. Tja, sie waren einfach unverbesserlich. Was man von einem gewissen Prinzen ebenfalls behaupten könnte in mancher Hinsicht. „Lass mich los Legolas. Wir haben beide eine Verabredung mit unserem Nachwuchs.“ Aber er weigerte sich mich freizugeben. Anstrengend. „Bist du mir noch böse, Kleines?“ Ah. Das war es, was ihm zu schaffen machte? Lächelnd wandte ich mich ihm zu. Küsste ihn zärtlich. „Ist das Antwort genug? Und jetzt steh auf und kümmere dich um dein güldenes Haar.“ Er schüttelte leicht erheitert den Kopf und hob mich hoch. Okay – das hatte ich nicht eingeplant. Anscheinend durchschaute er mich mal wieder, denn sein Grinsen wurde leicht selbstzufrieden. Angeber! „Du forderst es einfach jedes Mal heraus, weißt du das eigentlich?“

(Die Autorin: Da es ab hier nicht mehr jugendfrei zuging bei den
beiden überspringe ich diese Szene und es geht weiter mit dem heimlichen Plan Amoniels, in dem nicht nur ihre Kinder miteingebunden sind -> Smaug als lebendige Illusion, Saruman wurde wieder zu neuem Leben erweckt, Sauron ist zu einem "liebenswerten" Geist mutiert und Gandalf ist genauso wenig nach Valinor gesegelt wie die anderen Ringträger & sonstige Elben!)

Aragorns Gesichtsausdruck war, so ungern ich es auch zugab, tatsächlich göttlich in seiner Komik gewesen und Legolas vielsagender Blick in meine Richtung hatte ich gekonnt ignoriert. Genauso wie Caliel hatte auch ich meine Drohung wahrgemacht und mich längst wieder umgezogen. Kleider waren einfach nur unpraktisch und nervig. Viel wichtiger war mir, bei Aragorn nachzufragen, wie weit sich den unser Plan entwickelt hatte und wie rollenfest die Männer mittlerweile waren. Thranduil war es zweifellos, auch wenn seine entsetzte Miene, als er erfuhr, was er tragen sollte, Bände sprach. Vielleicht war es unfair, essentielle kulturelle Bestandteile der Weihnachtszeit derart zu parodieren, aber die Idee gefiel mir einfach zu gut. Endlich schaffte ich es Legolas und die anderen so zu beschäftigen, dass ich mich ungestört mit Aragorn unterhalten konnte. Rasch schlichen wir uns aus dem Saal und in meinen Garten. Hier würde uns wohl kaum jemand stören. Er grinste mich an, da er mir wahrscheinlich meine Ungeduld ansehen konnte. Wollte er mich etwa auf die Folter spannen? Unruhig wippte ich auf den Zehenspitzen auf und ab. „Nun mal langsam, Prinzessin. Die Mutterschaft scheint dir nicht die Ungeduld genommen zu haben.“ Neckte er mich und ich verdrehte die Augen. „Ich finde es immer noch seltsam, dass du mithilfe eines Illusionszaubers Smaug als Kutschtier einspannen willst. Dein Humor ist manchmal wirklich fragwürdig.“ Gespielt beleidigt musterte ich ihn. „Smaug ist kein Kutschtier, sondern soll einen Schlitten ziehen. Der Schlitten des Weihnachtsmannes und der Geschenke. Was glaubst du denn, wie sehr sich die Kinder schon darauf freuen? Insbesondere Sams Nachwuchs.“ Die kleinen Hobbitkinder waren laut meines Freundes seit meinem Brief kaum mehr zu bändigen und sprachen nur noch vom Fest. Sie würden sich über die Geschenke freuen während ich mich köstlich über die Vorstellungen von Gandalf, Thranduil, Saruman, Sauron in verniedlichter/freundlicher Version, Smaug und Orks amüsierte. Besonders viel Spaß würde es mir deshalb machen, weil die Rollenbesetzungen einfach zum Schreien komisch waren.
„Hat Sam eigentlich geantwortet?“ Aragorn hatte in meinen Auftrag bei den Hobbits nachgefragt, ob der Schauplatz der Komödie – zumindest das Finale – im Auenland stattfinden könnte. Als er nickte unterdrückte ich einen Freudenschrei. Die Gesichter der Hobbits dürften ebenso lustig werden wie die meines Herzblatts. „Die Hobbits sind sehr leicht begeisterungsfähig und du meine Liebe, bist bei ihnen sehr beliebt.“ Ich kicherte und lehnte mich zufrieden zurück. „Ist Gandalf mittlerweile eigentlich darüber hinweggekommen, das er nicht rauchen darf, während seines Auftritts? Eowyn hat mir bereits geschrieben und zugesagt, das sie mit Faramir die Rolle des Liebespaars übernehmen. Eine Maria, die den Hexenkönig bezwungen hat und ein Joseph, der mehr als nur einmal zum Schwert griff um Gondor zu verteidigen. Einfach nur perfekt.“ Der König von Gondor lachte leise und musterte mich versonnen. „Gandalf hat sich beschwert, weil er nicht einen Hirten oder Joseph spielen konnte. Immerhin war Galadriel vorher als Maria angedacht. Aber jetzt spielt sie den Engel, der ihr die Nachricht ihrer Schwangerschaft überbringt. Armer Kerl. Scheint so, als hätte er kein Glück in der Liebe.“
„Was denn! Seine Rolle ist eine der Wichtigsten. Außerdem bringt selbst der Gedanke daran mich zum lachen. Zum Glück hat ER keine Ahnung was wir planen. Was meinst du wird seine erste Reaktion sein? Entsetzen oder Fassungslosigkeit?“ Er betrachtete mich mit hochgezogenen Augenbrauen. „Du hast eine äußerst lebhafte Fantasie Amoniel. Ich glaube, dass kaum jemand auf eine derartige Idee gekommen wäre. Zumindest niemand aus dieser Welt und erst Recht nicht mit der Rollenverteilung. Was SEINE Reaktion angeht wirst du es bald erfahren. Immerhin ist der erste Auftritt schon am sechsten Dezember. Wenn du zu sehr übertreibst stirbt er dir noch an Herzversagen. Oder du verendest dank eines nicht stoppbaren Lachanfalls.“
„He, so schlimm bin ich nicht. Wirklich nicht!“ Aber es stimmte schon, dass die Gedanken an die bevorstehenden Highlights mich in den unpassendsten Momenten zum Lachen brachten. Hm, vielleicht sollte ich Gollum als lebendige Illusion auch irgendwie integrieren? Vielleicht in dem ich einen golden glitzernden Gegenstand an der Spitze des Fest- bzw. Weihnachtsbaumes befestigte? Oh verdammt, meine Mundwinkel begannen wieder unheilvoll nach oben zu wandern. Aufhören! Ich wollte keinen Muskelkater vor lauter Lachen bekommen.
article
1512146920
Amoniel – verrücktes Weihnachtsspezial #1
Amoniel – verrücktes Weihnachtsspezial #1
Amoniel und Legolas sind nach vielen Hindernissen und Missverständnisse endlich zusammen. Gemeinsam genießen sie ihr Glück, das durch ihre drei Kinder verstärkt wird. Was Legolas nicht ahnt, ist, dass die Königin seines Herzens dieses Jahr zwei beso...
http://www.testedich.de/quiz52/quiz/1512146920/Amoniel-verruecktes-Weihnachtsspezial-1
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2017-12-01
402C
Herr der Ringe

Kommentare (9)

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Sarah Laureen (18496)
vor 5 Tagen
Schön das ich nicht die Einzige bin, die ständig mit dieser Vorstellung konfrontiert wird 😂
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 6 Tagen
Heute in Religion haben wir über die Weihnachtsgeschichte gesprochen... Ich musste sofort an Gandalf den Engel und Thranduil den Weihnachtsmann denken...😂so viele "Hustenanfälle" in zwei Stunden hatte bestimmt noch kein Schüler. Meine Lehrerin hat wirklich gefragt,ob ich krank bin und nach Hause gehen möchte😂😂😂
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 9 Tagen
Mir gefallen alle deine Geschichten:)

Und ganz klar:Amoniel;)
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 9 Tagen
Gerechtigkeit muss sein;) Nachdem Saruman im Ringkrieg Saurons Marionette war, fand ich es durchaus angebracht, ihn zur Abwechslung mal in die Rolle des Knechts zu verbannen.
Freut mich, das dir die Fanfiction so sehr gefällt!

Kleine Frage, wer würdest du sagen, hat in der Beziehung von Amoniel & Legolas die Hosen an?
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 9 Tagen
Ich hatte schon vor dem ersten Kapitel Bauchschmerzen als ich die Rollenverteilung gesehen habe😂 Saruman ist der Nikolaus und Sauron sein Knecht...Und dass Sauron kinderfreundlich ist...Naja,wir werden sehen😂 Ich finde es auch gut,dass du richtig die "Beziehung" (kann man das so sagen?) zwischen Amoniel,Legolas und den Kindern dargestellt hast...Bin schon mega gespannt,wie es weitergeht!!!;)
Sarah Laureen (18496)
vor 9 Tagen
Vorhang auf, hier kommt ein Teil der Rollenverteilung:

NIKOLAUS -> Saruman
KNECHT RUPRECHT -> Sauron
WEIHNACHTSMANN -> Thranduil
„RENTIER“ -> Smaug

JOSEPH -> Faramir
MARIA -> Eowyn
ERZENGEL GABRIEL -> Galadriel

So, weiter wird noch nichts verraten 😉🤐
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 9 Tagen
Erstes Kapitel ist online, Ergänzungen kommen noch später. Jetzt ist fast zwei Uhr morgens, ich bin hellwach und der erste Teil meines Abschlusses ist gut bis sehr gut gelaufen...
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 10 Tagen
Doooooch,es gibt Interesse!!!!!! Ich habe wieder einmal so gelacht,dass ich Bauchschmerzen habe!!!😂😂😂Leider konnte ich die Geschichte erst jetzt lesen,aber sie ist einfach mega gut und total witzig!!!Bitte bitte bitte schreib weiter (siehst du,ich fange schon an zu betteln)!!!!!
Sarah Laureen (18496)
vor 10 Tagen
Dachte ich mir doch. Kein Interesse an der Fanfiction 😒