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Alles über die USA

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12 Kapitel - 5.355 Wörter - Erstellt von: Olli - Aktualisiert am: 2017-11-30 - Entwickelt am: - 69 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier findet ihr viele Infos über die USA. die verschiedenen Staaten, etc!

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    Fast alle Infos, die ihr hier findet, habe ich aus Wikipedia zusammen gescuht, da findet ihr auch noch viel mehr!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten

    "Die Vereinigten Staaten (englisch United States, kurz U.S., US), kurz für Vereinigte Staaten von Amerika (englisch United States of America; abgekürzt USA), häufig auch schlicht Amerika (englisch America) genannt, sind eine föderale Republik, die aus 50 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt (der Hauptstadt Washington, D.C.), fünf größeren Territorien und etlichen Inselterritorien besteht. Die 48 zusammenhängenden Continental United States und Alaska liegen in Nordamerika, während Hawaii und kleinere Außengebiete im Pazifik beziehungsweise in der Karibik liegen. Das Land weist eine sehr hohe geographische und klimatische Diversität mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf.

    Die Vereinigten Staaten sind der drittgrößte Staat der Erde, gemessen an der Fläche von 9,83 Millionen Quadratkilometern[2] (nach Russland und Kanada) und gemessen an der Bevölkerung von etwa 322 Millionen Einwohnern (nach China und Indien). Die nach Einwohnerzahl größte Stadt ist New York City, bedeutende Metropolregionen sind Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Philadelphia, Washington, Miami, Atlanta, Boston und San Francisco, mit jeweils über 5 Millionen Einwohnern. Der Grad der Urbanisierung liegt bei 81,62 Prozent (Stand: 2015).[8]

    Bedingt durch die Einwanderung aus einer Vielzahl von Ländern sind die Vereinigten Staaten eines der ethnisch diversesten und multikulturellsten Länder der Erde. Anders als in 32 Bundesstaaten gibt es auf Bundesebene keine gesetzliche Amtssprache, jedoch herrscht Englisch als De-facto-Amtssprache vor. Im Südwesten sowie in Miami ist zusätzlich die spanische Sprache weit verbreitet.

    Paläoindianer wanderten vor mehr als 13.000 Jahren aus Asien in das nordamerikanische Festland der heutigen Vereinigten"

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    Staaten ein (Buttermilk Creek Complex), nachdem sie mehrere Jahrtausende zuvor das heute zu den USA gehörende Alaska besiedelt hatten. Die europäische Kolonisierung begann etwa um 1600 vorwiegend aus England, allerdings in langwieriger Auseinandersetzung mit Frankreich. Die Vereinigten Staaten gingen aus den 13 Kolonien an der Atlantikküste hervor. Streit zwischen Großbritannien und den amerikanischen Kolonien führte zur Amerikanischen Revolution. Am 4. Juli 1776 verabschiedeten Delegierte der 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und somit die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg, der mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten endete, war der erste erfolgreiche Unabhängigkeitskrieg gegen eine europäische Kolonialmacht. Die heutige Verfassung der Vereinigten Staaten wurde am 17. September 1787 verabschiedet. Bisher wurden 27 Zusatzartikel ergänzt. Die ersten zehn Zusatzartikel, die gemeinsam als Bill of Rights bezeichnet werden, wurden 1791 ratifiziert und garantieren eine Vielzahl von unveräußerlichen Rechten.

    Angetrieben von der Doktrin Manifest Destiny begannen die Vereinigten Staaten eine dynamische Expansion über Nordamerika, die sich über das 19. Jahrhundert erstreckte. Dies schloss die gewaltsame Vertreibung indigener indianischer Stämme, den Erwerb neuer Territorien u. a. im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und die Gründung neuer Bundesstaaten ein. Der Amerikanische Bürgerkrieg führte 1865 zum Ende der legalen Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die Vereinigten Staaten eine Ausdehnung bis zum pazifischen Ozean, ihre Wirtschaft wurde zur größten weltweit. Der Spanisch-Amerikanische Krieg und der Erste Weltkrieg bestätigten die Rolle der Vereinigten Staaten als globale Militärmacht. Aus dem Zweiten Weltkrieg gingen sie als Supermacht und als erstes Land mit Atomwaffen und einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hervor. Nach Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion sind die Vereinigten Staaten die einzige verbliebene Supermacht. Sie sind Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und vieler weiterer internationaler Organisationen. Ihr politischer und kultureller Einfluss ist weltweit groß.

    Die Vereinigten Staaten sind ein industrialisierter Staat und die weltweit größte Volkswirtschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 18,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2016, was 25 % der nominellen oder 17 % der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung entspricht.[6] Das Land hatte 2016 das weltweit achthöchste Pro-Kopf-Einkommen. Laut der Weltbank ist die Einkommensungleichverteilung in den Vereinigten Staaten eine der höchsten unter den OECD-Staaten.[9] Die Wirtschaftsleistung des Landes wird durch den Reichtum an natürlichen Ressourcen, eine gut entwickelte Infrastruktur und eine hohe durchschnittliche Produktivität begünstigt.[10][11] Obwohl die Wirtschaftsstruktur der Vereinigten Staaten gemeinhin als postindustriell angesehen wird, sind sie nach wie vor einer der weltgrößten Güterproduzenten.[12] Das Land war 2012 für 39 % der weltweiten Militärausgaben verantwortlich.[13] Der in Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 ausgerufene Ausnahmezustand ist weiterhin in Kraft.[14]

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    Geschichte:

    1507 fertigte der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller eine Weltkarte, auf der er die Landmasse der westlichen Hemisphäre als „Amerika“ nach dem italienischen Entdecker und Kartografen Amerigo Vespucci benannte.[15] Dieser Begriff umfasste ursprünglich den Doppelkontinent Amerika, der den Europäern als Neue Welt bekannt wurde. Seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika hat sich die Verwendung des Begriffs Amerika aus verschiedenen historischen Gründen und je nach Sprachraum in unterschiedlichem Maße auf die Vereinigten Staaten konzentriert.

    Der erste dokumentierte Hinweis auf die Bezeichnung United States of America liegt in einem anonym verfassten Essay, das am 6. April 1776 in der Zeitung The Virginia Gazette in Williamsburg veröffentlicht wurde.[16][17] Im Juni 1776 fügte Thomas Jefferson die Bezeichnung „UNITED STATES OF AMERICA“ in Großbuchstaben in den Titel seines ursprünglichen Entwurfs der Unabhängigkeitserklärung ein.[18][19] In der fertigen Version wurde der Titel in The unanimous Declaration of the thirteen united States of America („Die einstimmige Deklaration der dreizehn vereinigten Staaten von Amerika“) geändert.[20]

    In den 1777 veröffentlichten Konföderationsartikeln wird verkündet: The Stile of this Confederacy shall be ‘The United States of America’ („Die Bezeichnung dieser Konföderation soll ‚The United States of America‘ sein“).[21]

    Die Kurzform United States ist allgemein gebräuchlich. Andere häufig benutzte Formen sind „U.S.“ bzw. „US“, „U.S.A.“ bzw. „USA“ und „America“. Andere umgangssprachliche Namen sind „U.S. of A.“ und – international – die „Staaten“. „Columbia“, ein populärer Name in der Dichtung und Liedern des späten 17. Jahrhunderts,[22] leitet sich vom Namen Christoph Kolumbus ab. Es ist Teil der Bezeichnung District of Columbia.

    Die amtliche deutsche Bezeichnung für Bürger der Vereinigten Staaten ist „Bürger der Vereinigten Staaten (von Amerika)“ oder „Amerikaner(in)“.[23] „Amerikanisch“ und „US-amerikanisch“ werden im deutschen Sprachgebrauch für die adjektivische Bezeichnung verwendet („amerikanische Werte“), verbreitet ist auch das Präfix „US-“ („US-Streitkräfte“). „Amerikanisch“ ist die empfohlene Form in den Leitfäden zum amtlichen Sprachgebrauch in Deutschland[23], Österreich[24] und der Schweiz.[25] Im deutschen Leitfaden geht dem noch die alternative Bezeichnung „der Vereinigten Staaten (von Amerika)“ voran. – Einzig für die USA gibt es im deutschen Leitfaden keine eindeutige Bezeichnung. – Das Korrektorat der Neuen Zürcher Zeitung rät von der Verwendung der erstmals 1951 im Duden verzeichneten Neubildung „US-amerikanisch“ ab, da sie ebenso unnötig wie künstlich sei, und empfiehlt, sie durch „amerikanisch“ zu ersetzen.[26]

    Im englischen Sprachraum wird das Pendant „American“ selten benutzt, um sich auf Themen zu beziehen, die keinen unmittelbaren Zusammenhang mit den Vereinigten Staaten haben.[27] Die Bezeichnung ‚United States‘ wurde auch im englischen Sprachraum ursprünglich als Plural behandelt, eine Beschreibung für eine Ansammlung unabhängiger Staaten, zum Beispiel the United States are im 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, ratifiziert im Jahr 1865. Es wurde nach dem Ende ihres Bürgerkriegs in den Vereinigten Staaten normal, die Bezeichnung als Singular zu behandeln, zum Beispiel the United States is. Die Singularform ist heute üblich. Die Pluralform wird jedoch in Reden und Literatur immer noch verwendet, zum Beispiel these United States („diese Vereinigten Staaten“).[28] Dem Unterschied wird mehr Bedeutung beigemessen als nur in der Freiheit der Wortwahl, da er den Unterschied zwischen einer Ansammlung von Staaten und einer Einheit widerspiegelt.[29]

    Außerhalb der englischen Sprache wird der Name häufig als wörtliche Übersetzung von entweder ‚United States‘ oder ‚United States of America‘ übersetzt. Im Französischen, Deutschen, Italienischen, Japanischen, Hebräischen, Arabischen, Portugiesischen und Russischen haben sich Eigenbezeichnungen herausgebildet, die zwar die Vereinigten Staaten als Teil des Kontinents von Amerika unterscheiden, zum Beispiel wie im oben erwähnten Begriff US-Amerikaner[30] oder im französischen étatsunien. Allerdings sind diese Formen nicht so häufig im Gebrauch wie das Polysem Amerika bzw. amerikanisch.[31] Die US-Botschaft in Spanien bezeichnet sich als Botschaft der „Estados Unidos“ und benutzt auch die Initialen „EE.UU.“ Doppelbuchstaben deuten im Spanischen die Pluralbenutzung an.[32] An anderen Stellen der offiziellen Internetseite wird „Estados Unidos de América“ benutzt.[33]

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    Grenzen und Ausdehnung
    Ein zusammengesetztes Satellitenbild der 48 Zentralstaaten der Vereinigten Staaten (ohne Alaska und Hawaii) und angrenzender Gebiete

    Die Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895 Kilometer lang ist (wobei sich ca. 2.477 Kilometer zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326 Kilometer lang ist. Die Gesamtlänge der US-Landesgrenzen beträgt 12.221 Kilometer. Die Küstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924 Kilometer.

    Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km²[34] Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt.

    Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 Kilometer, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500 Kilometer. Der Hauptteil des Landes liegt etwa zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt (siehe Zeitzonen in den Vereinigten Staaten).
    Geologie und Landschaftsgliederung

    Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgszüge wie die vulkanische Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften (Prärien). Die Flusssysteme der Vereinigten Staaten, wie die des Mississippi und Missouri ermöglichten schon früh eine dichte Besiedlung, während die umgebenden trockenen Regionen bis heute dünn besiedelt sind.

    Der höchste Berg der Vereinigten Staaten ist der Denali in Alaska mit 6190 m, der niedrigste Punkt ist die Senke Badwater im Death Valley mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel. Denali und Badwater sind zugleich der höchste bzw. niedrigste Punkt des nordamerikanischen Kontinents.
    Klima
    → Hauptartikel: Klima der Vereinigten Staaten
    Klimazonen der Vereinigten Staaten

    Wichtigster Einflussfaktor des Klimas ist der polare Jetstream (Polarfrontjetstream), der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt. Verbinden sich die Tiefs mit denjenigen von der atlantischen Küste, bringen sie im Winter als Nor’easters schwere Schneefälle. Da kein Gebirgszug westostwärts verläuft, bringen Winterstürme oftmals große Schneemengen weit in den Süden, während im Sommer die Hitze weit nordwärts bis nach Kanada reicht.

    Die Gebiete zwischen den Gebirgszügen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu eine mehr oder minder große Trockenheit, die nach Süden und Westen zunimmt. Die Pazifikküste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, häufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und häufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet häufig von tropischen Wirbelstürmen erreicht.

    In Alaska herrscht arktisches Klima, die dortigen Gebirge sind zugleich die höchsten der Vereinigten Staaten (Denali, 6.190 Meter). Hawaii, dessen Mauna Kea 4.205 Meter hoch ist, weist hingegen tropisches Klima auf.

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    Flora und Fauna
    Siehe auch: Nationalparks in den Vereinigten Staaten
    Der Weißkopfseeadler ist der Wappenvogel der Vereinigten Staaten.

    Die Gebiete an der Ostküste bis zu den Großen Seen waren bis ins 19. Jahrhundert sehr stark bewaldet, die Westküste im Bereich des gemäßigten Regenwalds von mitunter extrem hohen Bäumen mit Wuchshöhen von über 100 Meter. Von diesen Flächen sind nur wenige, wie die Redwoods oder der Hoh-Regenwald geblieben. Große Flächen wurden zu Ackerland umgewandelt oder bebaut, den überwiegenden Teil nehmen heute Nutzwälder ein. Die Artenvielfalt der trockeneren Graslandschaften wurde im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung ebenfalls stark reduziert. Schutzgebiete und -maßnahmen führten jedoch dazu, dass viele der über 17.000 Gefäßpflanzenarten gerettet werden konnten. Allein Hawaii weist 1.800 Blütenpflanzen (Bedecktsamer) auf, von denen zahlreiche endemisch sind.[35]

    Rund 400 Säugetier-, 750 Vogel- und 500 Reptilien- und Amphibienarten sowie weit über 90.000 Insektenarten bilden einen Teil der Fauna,[36] wobei seit 1973 ein eigenes Gesetz bedrohte Arten schützt. 58 Nationalparks und mehrere hundert weitere Schutzgebiete weisen überwiegend eine starke Artenvielfalt auf, die in deutlichem Kontrast zu den weitverbreiteten Monokulturen steht.
    Natur und Umweltschutz

    Historisch entstammen einige wichtige Entwicklungen des Naturschutzes aus der Geschichte der Vereinigten Staaten: Die Nationalparkidee und mit ihr der Yosemite Nationalpark, als weltweit erstes Großschutzgebiet dieser Art entstand in den Vereinigten Staaten. Als nationale Behörde richtete der Senat die National Fish and Wildlife Foundation (NFWF) zur Betreuung aller nationaler Schutzgebiete ein. Auf der einen Seite engagieren sich US-amerikanische NGOs wie Conservation International weltweit führend für Natur- und Ressourcenschutz. Auf der anderen Seite haben die Vereinigten Staaten das wichtigste internationale Abkommen, die Biodiversitätskonvention als eines von wenigen Länder bis heute nicht unterzeichnet.
    Ballungsräume
    Siehe auch: Liste der Städte in den Vereinigten Staaten
    Bevölkerungsdichte der Vereinigten Staaten

    Knapp 81 Prozent der Amerikaner lebten im Jahr 2016 in städtischen Gebieten.[37] 2006 hatten 254 Orte mehr als 100.000 Einwohner und es gab 50 Metropolregionen mit mehr als einer Million Einwohner (bei nur neun Städten). Die größten Metropolregionen waren 2016 New York City (20,1 Millionen), Los Angeles (13,3 Millionen), Chicago (9,5 Millionen), Dallas (7,2 Millionen), Houston (6,7 Millionen), Washington, D.C. (6,1 Millionen) und Philadelphia (6 Millionen).[38] Die Hauptballungsräume liegen zwischen New York und den Großen Seen, in Kalifornien und Arizona sowie in Texas und in geringerem Maße in Florida. Mit 33 Einwohner pro Quadratkilometer sind die USA ein eher dünn besiedeltes Land. Der Osten des Landes ist dabei deutlich dichter besiedelt als der Westen.[39]

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    Die ursprünglichen Bewohner des Landes, die Indianer („Native Americans“ oder „American Indians“), stellen heute nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung. Einzig in Alaska erreichen sie einen zweistelligen Prozentanteil an der Bevölkerung. Weitere Schwerpunkte bilden Oklahoma, Kalifornien, Arizona, New Mexico und South Dakota. Sie bilden keine Einheit; Kultur, Sprache und Religion unterscheiden sich von Volk zu Volk. Insgesamt gibt es 562 anerkannte Stämme (tribes), hinzu kommen 245 Gruppen, die derzeit nicht als Stamm anerkannt sind.

    Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer, zunächst vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Zu ihnen kamen ab dem 17. Jahrhundert Einwanderer aus Westafrika, fast ausschließlich unfreiwillig als Sklaven. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas dazu, vor allem Italiener, Skandinavier und Osteuropäer, einschließlich osteuropäischer Juden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zur Einwanderung aus Ostasien und dem Nahen Osten. Neben wirtschaftlichen Motiven spielte für viele auch religiöse oder politische Verfolgung eine Rolle.

    Die Amerikaner mit europäischen Vorfahren bilden heute 72 Prozent der Gesamtbevölkerung. Afroamerikaner stellen etwas mehr als 13 Prozent. Sie leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens. Asiatische Einwanderer, zu großen Teilen aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen, stellen rund fünf Prozent. Während der letzten Volkszählung gaben über 50 Millionen Personen eine deutsche Herkunft an. Damit sind die Deutschamerikaner die größte Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten.[42]

    Vor allem im Südwesten der Vereinigten Staaten und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil mit lateinamerikanischer Herkunft, die dort pauschal als „Hispanics“ oder „Latinos“ bezeichnet werden. Viele von ihnen halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Ihr Anteil in den USA wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2013 auf 17 Prozent), da viele Lateinamerikaner vor wirtschaftlicher Not in den Norden fliehen. Sie kommen oft als illegale Einwanderer.

    Es bestehen große Unterschiede in der Sozialstruktur zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung. Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung und eine schlechtere Ausbildung. Sie sind sowohl häufiger Opfer als auch Täter in einem Tötungsdelikt und werden häufiger zum Tode verurteilt. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen – wie Kirchen oder private Organisationen – oft faktisch nach Ethnien getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist.

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    Bevölkerungsentwicklung
    Bevölkerungsentwicklung in den Vereinigten Staaten
    Bevölkerungspyramide der USA 2016

    Die Bevölkerungszahlen sind seit 1610 kontinuierlich gewachsen. Prognosen gehen von einem weiteren Anstieg bis 2050 aus: Bis zum Jahr 2025 wird die Bevölkerung nach einer Prognose der Vereinten Nationen auf 358 Millionen Einwohner anwachsen, und im Jahr 2050 werden demnach über 408 Millionen Menschen im Land leben.[43]

    Seit 1790 sieht die Verfassung eine alle zehn Jahre stattfindende Volkszählung vor, den sogenannten United States Census. Einen erheblichen Anteil am Bevölkerungszuwachs hatten die Einwanderer. So stieg mit dem Immigration and Naturalization Services Act of 1965 die Zahl der im Ausland geborenen Menschen auf das Vierfache, und zwar von 9,6 Millionen im Jahr 1970 auf rund 38 Millionen 2007. In den 1990er Jahren stieg die Zahl der Einwanderer auf eine Million pro Jahr. Im Jahr 2000 lag der Anteil der im Ausland geborenen Menschen bei 11,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.[44]

    Die Geburtenrate pro Frau betrug 2016 1,87 Kinder. Die Geburtenrate der Hispanics und Latinos ist dabei höher als die der restlichen Bevölkerung. Auf 1000 Einwohner kamen 2016 12,5 Geburten und 8,2 Todefälle. Im selben Jahr lag das Median-Alter bei 37,9 Jahren. 2016 wuchs die Einwohnerzahl um 0,81 %, oder ca. 3 Millionen an. Von den Ländern der industrialisierten Welt haben die USA eine der jüngsten und am schnellsten wachsenden Bevölkerungen.[39]

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    Die Sprachen

    meistgesprochene Sprache der Vereinigten Staaten ist amerikanisches Englisch. Daneben werden noch viele Sprachen der Indianer bzw. Hawaiier und die Sprachen von Einwanderern gesprochen. Insgesamt stellte der letzte Zensus 382 Sprachen fest, von denen 169 indianische sind. Letztere weisen allerdings nur etwa 400.000 Sprecher auf, davon etwa die Hälfte Navajo. Allein im Apache County in Arizona zählte man 37.000, im McKinley County in New Mexico 33.000. 227 Millionen Einwohner sprechen ausschließlich Englisch, alle anderen Sprachen zusammen machen mehr als 60 Millionen Sprecher aus.[47] Besonders hoch ist der Spanisch sprechende Anteil, wobei viele Einwanderer nur ihre spanische Muttersprache sprechen und teilweise eigene Viertel in Städten bewohnen (zum Beispiel East Los Angeles oder Union City). In Kalifornien beträgt ihr Anteil rund 30 %, jedoch sind viele, insbesondere die Jüngeren von ihnen, zweisprachig. Etwa 30 bis 40 Millionen leben in den Vereinigten Staaten, nicht wenige ausländerrechtlich illegal. Während es im 19. Jahrhundert viele Zeitungen in deutscher Sprache gab, ist Spanisch die Sprache, in der heute Zeitungen am zweithäufigsten erscheinen.

    Neben Deutsch (→ Deutschamerikaner) sind auch Französisch, Chinesisch, Koreanisch, Vietnamesisch und Tagalog verbreitet. Vor allem in Fällen, wo die Vermischung mit der übrigen Bevölkerung gering ist, wird die mitgebrachte Sprache in den folgenden Generationen beibehalten (zum Beispiel von den Amischen in Pennsylvania, Ohio, Indiana und Illinois).

    Trotz gewisser Vorzüge einer gemeinsamen Sprache haben die Vereinigten Staaten keine einheitliche Amtssprache festgelegt. Alle amtlichen Schriftstücke werden jedoch auf Englisch verfasst. In zweiunddreißig Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache[48]; einzelne Staaten und Territorien definieren sich als zwei-, drei- oder vielsprachig, wie beispielsweise Hawaii, Alaska, Guam oder Puerto Rico. Zunehmend werden Dokumente und Beschilderungen ins Spanische übersetzt, jedoch bleibt dieses Phänomen meist regional beschränkt. Knapp 18 % der Amerikaner sprachen im Jahr 2006 zuhause nicht Englisch, 10 % gaben bei der Volksbefragung 2000 Spanisch als Muttersprache an.

    1847 gestattete ein Gesetz Französischunterricht in Louisiana, 1849 erkannte die kalifornische Verfassung Spanisch an. Mit dem Sezessionskrieg verschwanden die Rechte der Frankophonen, 1868 empfahl man die Unterrichtung der Indianer auf Englisch, 1896 sollte das auch auf Hawaii gelten. Ab 1879 wurden kalifornische Gesetze nur noch auf Englisch veröffentlicht, während des Ersten Weltkriegs wurde der Gebrauch des Deutschen eingeschränkt. Einzelne Staaten, wie Virginia 1981 und Kalifornien 1986, erklärten Englisch zur offiziellen Sprache.

    Am 8. Mai 2007 wurde dem Senat eine Resolution vorgelegt, nach der Englisch zur „Nationalsprache“ erklärt werden sollte.[49] Dieses Vorhaben wurde abgelehnt.
    Religion

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    Religion
    Siehe auch: Religionsfreiheit in den Vereinigten Staaten
    Die Saints Peter and Paul Church in San Francisco

    Die Regierung führt kein Register über den Religionsstatus der Einwohner. Das United States Census Bureau darf selbst keine Fragen zur Religionszugehörigkeit stellen, veröffentlicht aber die Ergebnisse anderer Umfragen.[50] In einer Umfrage des Pew Research Centers bezeichneten sich im Jahr 2014 rund 25,4 % der Bevölkerung als evangelikale Protestanten, 20,8 % als römisch-katholisch, 14,7 % als Mainline-Protestanten, 6,5 % gehören traditionellen schwarzen protestantischen Kirchen an. Unter den kleineren christlichen Kirchen sind 1,6 % Mormonen und 0,8 % Zeugen Jehovas, 0,5 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche. Zu den nicht-christlichen Religionsgemeinschaften zählen 1,9 % Juden, 0,9 % Muslime sowie 0,7 % Buddhisten. 22,8 % der Befragten gaben keine religiöse Überzeugung an, davon waren explizit 3,1 % Atheisten und 4,0 % Agnostiker.[51]

    Zusammengefasst lebten damit im Jahr 2014 rund 70,6 % Christen sowie 5,9 % Anhänger nicht-christlicher Religionen in den USA. In einer Umfrage aus dem Jahr 2008 bezeichneten 82 % der US-Amerikaner Religion als für ihr Leben wichtig oder sehr wichtig (55 % sehr wichtig). Dabei bezeichneten 65 % der Frauen Religion als für ihr Leben sehr wichtig gegenüber 44 % der Männer. Nach dieser Umfrage beten 54 % der US-Amerikaner mindestens einmal am Tag, ein Wert, der in Frankreich bei 10 %, in Deutschland bei 19 %, in Polen bei 32 %, in der Türkei bei 42 % und in Brasilien bei 69 % liegt.[52]

    Laut einer Studie des Gallup-Instituts waren im Jahr 2016 ca. 73 % der Bevölkerung Christen (48,9 % Protestanten der verschiedenen Strömungen, 23 % Katholiken und 1,8 % Mormonen). Das Judentum ist mit einem Anteil von 2,1 % an der Bevölkerung weiterhin die größte nicht-christliche Religion in den Vereinigten Staaten. 0,8 % der Bevölkerung sind Muslime, 2,5 % gehören anderen Religionen an. 18,2 % der Befragten waren der Gruppe der Konfessionslosen/Atheisten/Agnostiker zuzurechnen.[53]

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    Gesellschaftsstruktur
    Die Verteilung der ärmsten Haushalte in den Vereinigten Staaten

    Laut Soziologen wie Dennis Gilbert vom Hamilton College bestand die Gesellschaft 1998 aus sechs sozialen Klassen mit einem bestimmbaren Anteil an der Gesamtbevölkerung: einer Oberklasse (etwa 1 %), die aus den prominentesten, wohlhabendsten und mächtigsten Bürgern besteht; einer oberen Mittelklasse (etwa 15 %), die aus hochqualifizierten Berufstätigen wie Ärzten, Professoren, Anwälten besteht; einer unteren Mittelklasse (etwa 32 %), die aus gut ausgebildeten Berufstätigen wie Schullehrern und Handwerkern besteht; einer Arbeiterklasse (etwa 32 %), die aus Industriearbeitern und Lohnarbeitern (Blue-Collars) sowie einfachen Angestellten besteht, und schließlich einer Unterklasse (etwa 20 %), die in zwei Gruppen zerfällt. Ihre obere Gruppe besteht aus den „Working Poor“, den arbeitenden Armen, die in schlecht bezahlten Jobs ohne Versicherung oder nur Teilzeit arbeiten. Die untere Gruppe arbeitet nicht und ist auf die – in den Vereinigten Staaten sehr geringfügige – öffentliche Wohlfahrt angewiesen (unemployed poor).

    Auffällig ist dabei, dass Angehörige dieser Unterschichten meist in bestimmten Stadtvierteln der Großstädte leben, während die Mittelklasse in den 1960er bis 1980er Jahren in die suburbs, jenseits der Grenzen der Großstädte aber noch innerhalb der Metropolregionen ausgewichen ist. Der Armenanteil unter den Schwarzen und Hispanics ist überproportional hoch (etwa 30 %).[54]

    Zwischen 1977 und 1999 stiegen die Einkommen im reichsten Hundertstel der Bevölkerung nach Steuerabzug um 115 %. Die Reallöhne für 60 % der Arbeitnehmer sind in dieser Zeit um 20 % gefallen. Die Zahl der Amerikaner, die in Armut leben, ist 2002 um 1,7 Millionen Menschen auf insgesamt 34,6 Millionen gestiegen. Die Zahl der in extremer Armut lebenden (weniger als die Hälfte der offiziellen Armutsgrenze), stieg von 13,4 Millionen 2001 auf 14,1 Millionen im Jahr 2002 an. Die Armuts- und auch die Kinderarmutsrate variieren stark zwischen ethnischen Gruppen. Im Jahr 2009 waren 7,1 Millionen (18,7 Prozent) der Menschen über 65 Jahre von Armut betroffen.[55] 2013 mussten in den USA 47 Millionen Menschen in 23 Millionen Haushalten und damit 20 % der US-Haushalte staatliche Lebensmittelmarken beziehen.[56] 90 % der US-Amerikaner beziehen ein Einkommen von 30.000 Dollar, das entspricht dem Niveau von 1965.[57] Eine Auswertung der Census-Daten von 2010 ergab zudem, dass rund 1,5 Millionen Haushalte praktisch ohne jedes Geld leben müssen. Sie haben Einkünfte von unter 2 Dollar pro Person und Tag, beziehen aber teilweise Lebensmittelgutscheine oder Sachzuweisungen und leben zum Teil in öffentlich bezahlten Wohnungen. Ein signifikanter Anteil ist aber völlig von der Geldwirtschaft abgeschnitten.[58][59]

    Selbst Haushalte mit Einkommen weit über der Armutsgrenze des Bundes können aufgrund von hohen Lebenshaltungskosten ihrer Region häufig als working poor angesprochen werden, wenn und soweit sie nicht in der Lage sind, Rücklagen oder ein Sparvermögen zu bilden. Rund 25 % der Haushalte mit Mittelklasse-Einkommen zwischen 40 und 55 Jahren hatten Ende 2014 ein Netto-Vermögen unter 17.500 USD (bei Nicht-Berücksichtigung eventuellen selbstgenutzten Wohneigentums und Ansprüchen auf Altersversorgung).[60]

    Insgesamt lässt sich konstatieren, dass sich die Kluft zwischen den Ärmsten und der Spitze der Gesellschaft in den letzten Jahren dramatisch vergrößert hat: Die Oberklasse, also das obere 1 % der Bevölkerung, besaß 2009 nach Schätzung des Levy Economics Institute des Bard College (USA) 37,1 % des Gesamtvermögens der Vereinigten Staaten, das ist ein Zuwachs von 3,7 % gegenüber 2001. Den unteren 80 % der Bevölkerung gehören dagegen nur 12,3 % des Gesamtvermögens, was einer Abnahme von 3,3 % für denselben Zeitraum entspricht.[61]

    2017 gab es laut Forbes in den Vereinigten Staaten 565 Milliardäre (27 % aller Milliardäre der Welt), womit die Vereinigten Staaten das Land mit den meisten Milliardären der Welt sind. 8 der 10 reichsten Personen weltweit, waren 2017 Amerikaner. Der reichste Mann Amerikas und der Welt, war Bill Gates dessen Vermögen von 86 Milliarden US Dollar höher war als die Wirtschaftsleistung Kenias (Stand Juli 2017). Das reichste Prozent der Amerikanischen Bevölkerung erzielte 2005 mit 524 Milliarden US-Dollar ein Einkommen, das um 37 % höher lag als das der ärmsten 20 % der Bevölkerung (383 Milliarden US-Dollar).[62]

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    Einwanderungspolitik
    → Hauptartikel: Einwanderung in die Vereinigten Staaten
    Einbürgerungszeremonie am Kennedy Space Center

    Von 1951 bis 1960 wanderten jährlich 2,5 Millionen Menschen ein, zwischen 1971 und 1980 insgesamt 4,5 Millionen und in den 1990er Jahren insgesamt über 10 Millionen.[63] 2003 erhielten 463.204 Menschen die US-Staatsbürgerschaft, 1997 bis 2003 lag der Durchschnitt bei etwa 634.000. Im Jahr 2015 gab es 46.627.102 Einwohner, die im Ausland geboren wurden und 14,5 % der Bevölkerung ausmachten, womit die USA die weltweit größte Anzahl an Migranten hatte. Ein großer Teil der im Ausland geborenen Einwohner war lateinamerikanischer Herkunft, vor allem aus Mexiko und Zentralamerika. In den letzten Jahren stieg die Migration aus asiatischen Ländern wie China, Indien, Vietnam, Südkorea und den Philippinen.[64]

    Schon 1790 regelten die Vereinigten Staaten die Einwanderung mit dem Naturalization Act, einem Gesetz, das die Zuwanderung aus Europa fördern sollte, Schwarze und „Unfreie“ jedoch ausschloss und einen „guten moralischen Charakter“ verlangte. 1882 schloss man Chinesen mit dem Chinese Exclusion Act explizit aus, eine Regelung, die 1943 leicht abgewandelt wiederholt wurde. 1891 entstand eine Einwanderungskommission, die jährlich Länderquoten festlegte.

    1921 regelte der Emergency Quota Act erstmals die Einwanderung so, dass Nord- und Westeuropäer bevorzugt wurden, indem man ihren Bevölkerungsanteil entsprechend der Volkszählung einfror – eine Tendenz, die mit dem Immigration Act von 1924 verfestigt wurde.[65] Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.

    Erst ab 1965 wurden der Zeitpunkt der Antragstellung und die Weltregion berücksichtigt; dazu kamen Fälle der Familienzusammenführung. Seit 1978 gilt für die Einwanderung in die Vereinigten Staaten eine einheitliche Quote. 1970 waren noch 62 % der im Ausland geborenen Amerikaner Europäer, doch sank dieser Anteil bis 2000 auf 15 %.[66]

    Die Hispanics sind die größte Minderheit in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 2000 lebten 35,2 Millionen Hispanics in den USA, 2013 waren es 54 Millionen, woraus sich eine prozentuale Zunahme von 54 Prozent ergibt. Von den 54 Millionen waren 34,5 Millionen mexikanischer Herkunft.[67][68] Die Schätzungen über die illegalen Einwanderer schwanken zwischen 7 und 20 Millionen,[69] die meisten schätzen ihre Zahl auf rund 12 Millionen.[70] Pro Jahr überqueren Hunderttausende illegal die Südgrenze, darunter Zehntausende teils unbegleitete Minderjährige. Die staatliche Kommission für Menschenrechte in Mexiko gab an, dass allein 2007 500 Illegale beim Versuch, die Grenze zu überqueren, ums Leben kamen – häufig durch Verdursten. Zwischen 1995 und 2007 seien es 4.700 Mexikaner gewesen.[71]

    Um die illegale Einwanderung aus Mexiko zu bekämpfen, unterzeichnete Präsident Bush im Oktober 2006 den Secure Fence Act, der die Errichtung einer 1.100 Kilometer langen Grenzbefestigung vorsah.[72] Zudem wurde die Unterstützung illegaler Einwanderer strafbar.

    Schon 1954 hatte die Regierung versucht, mit der Operation Wetback 1,2 Millionen Hispanics abzuschieben – wobei sich das Schimpfwort „Wetback“ (Engl.; „Nassrücken“) von den Mexikanern ableitete, die durch den Rio Grande geschwommen waren.[73] 1965 wurde die mexikanische Einwanderung eingeschränkt, mit dem Immigration Reform and Control Act (IRCA) von 1986 wurden erstmals illegale Einwanderer legalisiert.

    2015 lebten ca. 627.000 in Deutschland geboren Personen in den Vereinigten Staaten.[74]

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    Kriminalität und Justiz
    Mordrate seit 1950
    Kriminalitätsrate seit 1960
    → Hauptartikel: Gefängnissystem der Vereinigten Staaten

    Laut dem FBI Uniform Crime Reporting geht die Kriminalitätsrate in den Vereinigten Staaten seit einigen Jahren zurück. Lag sie 2004 bei 463 und 2005 bei 469 gewalttätigen Straftaten pro 100.000 Einwohner, so sank sie im Jahr 2013 auf 368. Im Rekordjahr 1990 war die Kriminalitätsrate mit 732 gewalttätigen Straftaten pro 100.000 Einwohner noch doppelt so hoch gewesen. Die Rate der vorsätzlichen Tötungen, also Mord und Totschlag zusammengefasst, sank in den 20 Jahren zwischen 1993 und 2013 von 9,5 auf 4,5.[75]

    Die Vereinigten Staaten haben weltweit sowohl absolut als auch relativ zur Bevölkerung die größte Gefängnispopulation.[76] 2008 befanden sich über 2,4 % der Bevölkerung der Vereinigten Staaten entweder im Gefängnis (2,3 Millionen) oder sie waren zur Bewährung (4,3 Millionen) oder zur Haftaussetzung (0,828 Millionen) auf freiem Fuß.[77] Bis zum Jahr 2011 stieg die Zahl der Gefangenen auf über 2,4 Millionen. Damit stehen die Vereinigten Staaten im Verhältnis von Gefängnisinsassen zur Einwohnerzahl mit Abstand weltweit an der Spitze. Die Kriminalitätsrate blieb hingegen zunächst konstant und nahm später sogar ab.

    Während der 1960er Jahre war der Anteil der Strafgefangenen um etwa ein Prozent jährlich gesunken und erreichte 1975 mit 380.000 seinen Tiefststand. Seit etwa 1980 stieg die Zahl deutlich an, so dass es 1985 bereits 740.000 gab und Ende 1998 gar zwei Millionen.

    Zwei Drittel der Strafgefangenen stammen dabei aus Haushalten, die weniger als die Hälfte der als Armutsschwelle definierten Einkommen zur Verfügung hatten.[78][79][80]

    2000 waren in den Vereinigten Staaten 133.610 Personen unter 18 Jahren in Haftanstalten und Jugendhaftanstalten untergebracht. Die Strafmündigkeit setzt in den Vereinigten Staaten weitaus früher ein als in Deutschland. In vielen Bundesstaaten können bereits 7-Jährige beim Verstoß gegen ein Strafgesetz zur Verantwortung gezogen werden, in den meisten anderen ist das ab dem 11. Lebensjahr der Fall.[81] 2005 wurden 1.403.555 Unter-18-Jährige verhaftet.[82] 2003 war es in 33 Bundesstaaten möglich, geisteskranke Kinder und Jugendliche auch dann in Haft unterzubringen, wenn diese nicht gegen das Strafrecht verstoßen hatten.[83]

    Afroamerikaner haben einen Anteil von ungefähr 13 Prozent an der Gesamtbevölkerung, stellen aber 38 Prozent der Gefängnisinsassen.[84] Die Hälfte aller Morde in den USA und ungefähr ein Drittel aller Vergewaltigungen werden von Afroamerikanern begangen.[85] Ein überproportionaler Anteil von Schwarzen und Latinos lässt sich bei der Anzahl von bewaffneten Angreifern feststellen. So waren zwischen Januar und Juni 2008 insgesamt 98 Prozent aller mit Schusswaffen bewaffneten Angreifer in New York City entweder schwarz oder hispanisch.[86] Im März 2015 waren 16 Prozent der Häftlinge in amerikanischen Gefängnissen mexikanische Staatsbürger, weitere 7,5 Prozent der Häftlinge hatten eine andere als eine amerikanische oder mexikanische Staatsbürgerschaft.[87]

    Im Gegensatz zu fast allen anderen Staaten der westlichen Welt wird in zahlreichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten die Todesstrafe vollstreckt, was seit Jahren umstritten ist, auch in den Vereinigten Staaten selbst. Insgesamt 19 Bundesstaaten haben die Todesstrafe abgeschafft, zuletzt Nebraska im Mai 2015. In den übrigen Bundesstaaten kommt es weiterhin zur Vollstreckung von Todesurteilen, selbst an Menschen mit geistigen Behinderungen und solchen, die zum angeklagten Tatzeitpunkt minderjährig waren. In den Todeszellen befinden sich mehr als 3.200 Männer und Frauen, fast 42 % sind Afroamerikaner.

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