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An Avengers Story - Mila Wood (4)

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1 Kapitel - 1.137 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2017-11-27 - Entwickelt am: - 116 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

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    Alle anderen waren bereits versammelt, nur Banner war nicht da. Vermutlich verzichtete er lieber auf Wutanfälle. Verständlich. Natashas Anzug war me
    Alle anderen waren bereits versammelt, nur Banner war nicht da. Vermutlich verzichtete er lieber auf Wutanfälle. Verständlich.
    Natashas Anzug war meinem nicht unähnlich, und auch Clint trug nur schwarz. Steve dagegen stach in seinem Kostüm heraus. Es stand ihm überraschend gut und betonte seinen Körperbau. Die Akten logen nicht - er war tatsächlich ein 'Supersoldat' mit unglaublichen Muskeln.
    Nick Fury versammelte uns alle in der Mitte der Halle. Der Boden war mit schwarzen Matten bedeckt, die Wände mit Holz verkleidet. Wir begannen mit einem eher leichten Training: Ausdauer, Schießen und Zweikämpfe. Die ganze Zeit hielt ich mich zurück und behielt meine menschliche Gestalt. Selbst in dieser hatte ich dank des tierischen Erbmaterials in mir eine unglaublich scharfe Wahrnehmung, vor allem eine hervorragende Sicht. Aber schließlich, gegen Ende des Trainings, beschloss ich, mich ihnen zu offenbaren. Ich schloss die Augen und gab mich ganz der Verwandlung hin.
    Mittlerweile genoss ich den leichten Schmerz, als meine Wirbelsäule sich krümmte und einige meiner Muskeln sich dehnen, während sich andere verkürzten. Meine Nägel wurden länger und formten sich zu Krallen, meine Knie bogen sich nach innen. Ich spürte, wie meine Wirbelsäule sich verlängerte und einen Schwanz bildete, und ich war mir der starken Kiefer bewusst, die ich am Fuße der Verwandlung zu einem lauten Brüllen aufriss.

    Das Brüllen hallte von den Wänden wieder und ließ Tonys Knochen erzittern. Die Verwandlung war faszinierend gewesen. Hatte eben noch eine schöne Frau ihn und seine Freunde frech angelächelt, so stand jetzt eine große Raubkatze vor ihnen. Das Einzige, was ihn jetzt noch an Mila erinnerte, waren ihre Augen. Oder waren es in Wirklichkeit die Augen der Tigerin, die in Milas menschlicher Gestalt erhalten blieben? Tony konnte es nicht mit Sicherheit sagen. Aber das musste er auch nicht. Als die Agentin sich am gestrigen Tag von ihm verabschiedet hatte, hatte sie wahrlich nicht zu viel versprochen. Das hier war einfach unglaublich. Es war Fortschritt. Biotechnologie. Genetik. Im Prinzip eine geniale Kreuzung. Aber dennoch war es in Tony Starks Augen ein Wunder.


    Beim Mittagessen gab es für meine Kollegen kein anderes Thema als meine Verwandlung. Sie fragten mich komplett aus: über meine Wahrnehmung, meine Gefühle und mein Denken als Tigerin.
    "Eigentlich ist die ganze Sache so, dass ich als Tiger trotzdem ich bin. Also habe ich mein Denken und meine Erinnerungen. Ich bin im Prinzip trotzdem ich, nur eben in der Gestalt des Tigers. Es klingt kompliziert, und das ist es auch. Aber da müsst ihr Dr Meyers fragen."
    Fröhlich steckte ich mir eine Gabel Salat in den Mund. Thor schluckte gewissenhaft seine Nudeln hinunter, bevor er mich fragte: "Warum ein Tiger?"
    Ich musste erst einmal überlegen. "Ich weiß es nicht genau.", gab ich zu. "Vielleicht nützt ein Raubtier den Avengers mehr als zum Beispiel ein Murmeltier.", vermutete Natasha.
    "Oder sie wussten einfach, dass ein Tiger zu ihr passt.", warf Tony ein.
    "Woher willst du wissen, was zu ihr passt?", entgegnete Steve. Tony grinste und zuckte mit den Schultern. "Nur eine Vermutung."
    Er sah mich an. "Ich hätte da übrigens noch eine Frage. Bekanntermaßen haben Tiere ja einen stark ausgeprägten Sexualtrieb, und-"
    "Tony!", rief Steve. Seine Ohren waren rot angelaufen und er umklammerte seine Gabel so fest, dass sie mir fast schon leidtat. "Das ist kein Thema fürs Essen!"
    "Allerdings", stimmt ich dem Captain zu und lächelte Tony süßlich an.
    "Reden wir über was anderes.", warf Clint ein und beugte sich etwas vor. "Bruce, du hast uns bestimmt etwas zu erzählen."
    "Eigentlich ni-", begann dieser, doch Clint rammte ihm heftig den Ellenbogen in die Seite, sodass er sich verschluckte.
    "Eigentlich schon.", berichtigte er sich hustend und fing an, irgendwas von thermodynamischen Verhältnissen und der zunehmenden Entropie im Universum zu labern, woraufhin sich meine Aufmerksamkeit abschaltete. Von solchen Dingen verstand ich nichts und würde es auch nie. Ich sah zu Natasha, die erst die Augen verdrehte und mich dann angrinste. Ich grinste zurück.

    Der Nachmittag verging schneller als erwartet. Die anderen Avengers wurden Zeugen meiner Feuerbeherrschung, als ich mehr aus Versehen als absichtlich eine Matte in Brand setzte. Dass ich es unabsichtlich getan hatte, verschwieg ich natürlich. Aber obwohl ich eindeutig der Mittelpunkt der allgemeinen Neugier war, fielen mir die bemerkenswerten Fähigkeiten meiner Kollegen sehr wohl auf.
    Tonys Umgang mit den Iron Man-Anzügen war erstaunlich, ganz zu schweigen von Jarvis, der - wie soll ich es beschreiben? - immer und überall war.
    Dann waren da Clint mit seiner übernatürlichen Reaktionsschnelle und Treffsicherheit, Natasha, die ihre Beine bis zu den Ohren heben konnte und noch viel mehr, Thor, der einfach ein hammerschwingender Gott war, und Bruce, dessen Gehirn mehr Wissen beherbergte als ich überhaupt nur erahnen konnte. Und natürlich Steve, der stark, schnell und noch alles mögliche war. Ich fühlte, dass ich irgendwie in diese schräge Truppe passte, mit meinen neuen Fähigkeiten und meinem Humor. Es würde noch eine Menge Arbeit werden, aber ich freute mich wirklich darauf.
    Als ich am Abend völlig durchgeschwitzt mein Zimmer betrat, schrie alles an mir nach Wasser und Seife. Auf dem Weg ins Badezimmer entledigte ich mich meiner Kleidung. Sofort stieg ich in meine zum Glück sehr geräumige Dusche und stellte das Wasser an. Ich genoss das Prasseln der heißen Tropfen auf meiner Haut und wusch mir Körper und Haare gründlich, bevor ich mich abtrocknete und in meiner Schublade nach dem Rasierer suchte. Nach meinen Ritualen der Körperpflege öffnete ich das Badezimmerfenster und ging ins Schlafzimmer. Durch die große Fensterfront sah ich auf die Lichter von New York hinab. Während ich in mein Nachthemd schlüpfte, dachte ich an mein altes Leben, das ich vor ein paar Monaten noch geführt hatte. Ich schlug die Decke zurück und legte mich ins Bett. Um nichts in der Welt würde ich es gegen mein Jetziges eintauschen wollen.

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An Avengers Story - Mila Wood (4)
An Avengers Story - Mila Wood (4)
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2017-11-22
402LA
Marvel’s The Avengers

Kommentare (2)

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Fatie &Co (32129)
vor 12 Stunden
Super tolle Geschichte, ich freue mich unglaublich auf die Fortsetzung
Anonym (56855)
vor 10 Tagen
Sehr coole Geschichte! Bin gespannt auf den nächsten Teil!