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GLP im YouTube-Haus

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27 Kapitel - 28.762 Wörter - Erstellt von: Jolina - Aktualisiert am: 2017-11-16 - Entwickelt am: - 141 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

GLP wohnt im YouTube-Haus, ohne, dass die Anderen dies Wissen. Dies zieht einige Probleme mit sich. || Mit GermanLetsPlay, Taddl, Ardy, Ungespielt und Dner. ||| Mit gewünschtem GLPaddl: D ( GermanLetsPlay x Taddl)

    1
    Kapitel 1

    Manus Sicht

    Seit Dner, Simon, Ardy und Taddl hier eingezogen sind ist alles noch komplizierter geworden. Ich hatte schon bevor sie hier einzogen ständig die Angst, dass mich irgendein Fan erkennt. Aber Taddl ist einer meiner besten Freunde. Seit dem lebe ich in ständiger Angst, dass sie mich erkennen. Sie wissen zwar nicht genau, wie ich aussah, aber trotzdem konnte man mich meiner Meinung nach erkennen. An meinen Haaren oder meiner Stimme. Seit dem gehe ich noch seltener vor die Tür. Was auf Deutsch heißt, fast gar nicht.
    Seufzend bemerkte ich, dass mein Kühlschrank leer war. Nur ungern gehe ich raus, aber da ich ja was essen muss bin ich wohl gezwungen. Ich kann nur hoffen, dass ich keinem der vier über den Weg laufe. Ich glaube zwar, dass sie nicht mal wissen, dass in dieser Wohnung jemand wohnt aber man weiß ja nie.
    Ich war drauf und dran zum Telefon zu greifen und mir eine Pizza zu bestellen, aber das war auf Dauer auch keine Lösung.
    Also zog ich mich um und machte mich auf den Weg nach draußen. Kaum stand ich vor der Tür hörte ich gepolter und Stimmen im Treppenhaus. Ich wusste genau zu wem diese tiefe Stimme gehörte. Ich hab schließlich schon Stunden lang mit ihr auf dem TS verbracht. Genau, die Stimme gehörte zu Taddl. Die andere Stimme konnte ich als Dners identifizieren.
    Ich war kurz davor wieder in meine Wohnung zu gehen, da kamen Taddl und Dner auch schon die Treppe hinunter. Na toll. Jetzt gab es also kein Zurück mehr. Ich ging mit schnellen Schritten auf die Treppe zu, welche Taddl und Dner gerade ansteuerten. Ich murmelte ein kurzes 'Hallo' und rannte schon fast die Treppe hinunter.
    Dners und Taddl Blicke brannten mir im Rücken. Für sie war ich der Typ der hier fast gar nicht wohnte. Selten bekamen sie mich zu Gesicht und zu einer Unterhaltung kam es schon gar nicht. Zumindest nicht in echt.
    Es war nicht so, als würde ich ihnen nicht vertrauen oder so, aber ich wollte mich ihnen einfach nicht zeigen. Zu groß war meine Angst. Die Angst, dass sich alles von früher wiederholte.
    Peter versuchte jedes Mal mich zu ermutigen es ihnen zu sagen, doch ich konnte nicht. Ich wollte nicht, dass es sich wiederholt. Noch einmal würde ich das nicht aushalten.
    Mittlerweile war ich am Super Markt angekommen. Gedankenverloren lief ich durch die Gänge,
    gefüllt mit Lebensmitteln. Am Obstregal vorbei steuerte ich direkt auf die Tiefkühltruhe zu, schnappte mir ein paar Pizzen und anderes Tiefkühlzeug und lief weiter.
    Ich kaufte, was man als Let's Player nun mal kaufte. Lauter ungesundes Zeug. Selbst wenn ich mir vornehmen würde zu Kochen, würde ich es eh nicht tun. Aus Faulheit, Zeitmangel oder weil ich noch ein wenig weiter leben wollte. Ich wollte nicht, dass ich mich noch selbst vergiftete.
    Schneller als erwartet stand ich nun wieder vorm sogenannten YouTubern drin. Inoffiziell mit 5 YouTubern, offiziell aber mit 4.
    Wie so oft dachte ich darüber nach, mich ihnen zu zeigen und ihnen zu sagen, dass ich GLP bin, aber wie jedes Mal entschied ich mich dagegen.
    Ich war grad im Inbegriff die Haustür zu öffnen, als mir Simon zu vor kam und sie von innen öffnete.
    Überrascht wich er einen Schritt zurück. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass jemand vor der Tür stand.
    Ich wollte mich verdrücken und stand schon an der Treppe, als mir Simon hinter her rief 'Hey Jonas, warte doch mal!'
    Ich wollte gerade die Treppe hoch gehen, als mir einfiel, dass ich mit Jonas gemeint war. Ich hatte ihnen damals einen falschen Namen gesagt. Ziemlich Kindisch von mir, ich weiß.
    Ein wenig ängstlich drehe ich mich um und sehe Simon fragend an.
    Dieser beäugte mich kurz ein wenig merkwürdig, fasste sich aber wenig später wieder.
    'Sag mal man sieht dich so wenig hast du nicht mal Lust rüber zu kommen und 'ne Runde zu zocken?' Fragte er nun mit einem freundlichen Simon-Grinsen.
    Ich murmelte ein 'keine Zeit, ein anderes Mal' zurück und ging nun vollends hoch.
    Simon sah mir ein wenig enttäuscht hinter her und nuschelte ein 'na gut, kannst ja mal vorbei schauen'.
    Eigentlich hätte ich ziemlich gern zugesagt. Alles wäre so viel einfacher, wenn ich mich ihnen zeigen würde oder es zumindest riskieren würde, dass sie mich erkennen und somit mal zu ihnen rüber gehen könnte und mit ihnen zocken könnte oder so.
    Warum zog ich auch ausgerechnet nach Köln und sie ausgerechnet in diesem Haus. Ich mein wie groß kann denn ein Zufall sein?
    In letzter Zeit dachte ich viel zu oft über dieses Thema nach.
    Seufzend machte ich mich daran die Einkäufe Weg zu räumen. Ich schaute auf die Uhr. Fuck. In zehn Minuten wollten wir uns zur TTT-Aufnahme.
    Der Rest des Tages war ganz normal. Ich nahm auf ging duschen, machte mir etwas zu Essen, nahm weiter auf und ging schließlich schlafen.

    2
    Kapitel 2

    Durch meinen Wecker wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Set wann stellte ich mir einen Wecker? Achja Peter wollte heute vorbei kommen. Wir wollten noch ein Together aufnehmen. Meistens nahmen wir ja bei Peter auf, aber da Dani heute irgendwelche Freunde da hatte kam er halt zu mir.
    Seufzend stand ich auf und schlürfte ins Bad. Ich war ein echter Morgenmuffel. Naja wenn ich es mir mal so überlege, bin ich in letzter Zeit fast immer ein Muffel.
    Die jetzige Situation setzte mir mehr zu als ich nach außen hin zu geben wollte.
    Die Türklingel riss mich aus meinen Gedanken.
    Immer noch nicht ganz auf dieser Erde und außerdem nur in Boxershort und T-Shirt schlurfte ich zur Tür und drückte auf rein lassen.
    Ich machte meine Wohnungstür auf und hörte Peter laut fluchend die Treppe hoch kommen. Scheinbar durch den Lärm neugierig gemacht steckte Taddl den Kopf aus seiner und Ardy Wohnung, die mal beigemerkt direkt gegenüber von meiner liegt.
    Peter kam oben an und nun entdeckte auch Taddl ihn. Oh nein! Schoss es mir durch den Kopf. Taddl weiß wie Peter aussieht!
    Jetzt war ich aufgeschmissen. Tadd schaute verwundert zu Peter und fragte ihn überrascht 'Peter! Was machst du denn hier? Und wer hat dich rein gelassen? Und warum zur Hölle fluchst du so laut'
    Peter schien ihn erst jetzt zu bemerken und stammelte sichtlich überfordert 'Ähm... alsoo ich hab mir den Zeh gestoßen... und ähm ja was mach ich hier?...' Taddl beäugte ihn aus einer Mischung von Neugierde und Ungeduld. 'Jaaaa?'
    Mich schien Taddl ein Glück noch nicht bemerkt zu haben, so dass ich unbemerkt die Tür anlehnen konnte.
    Peter stammelte weiter rum ' Ähm... ÜBERRASCHUNG...hehe ich wollte dich besuchen kommen. Ein Nachbar hat mich rein gelassen und da...'
    Den Rest des Gespräches bekam ich nicht mit.
    So langsam normalisierte sich mein Herzschlag wieder und der Adrenalin-Stoß ließ nach. Ich rutschte an der Tür runter.
    Fast wäre ich aufgeflogen. Wie hätte Taddl reagiert, wenn Peter mich verraten hätte oder, wenn er Taddl nicht bemerkt hätte und mich mit Manuel begrüßt hätte?
    Bestimmt wäre er enttäuscht gewesen.
    Warum denke ich darüber überhaupt nach? Es ist nicht so gekommen und in Zukunft muss ich einfach vorsichtiger sein.
    Ich hoffe Peter verrät mich jetzt nicht. Er würde mich damit nicht ärgern sondern mir eher helfen wollen, aber ich war nicht so weit.
    Irgendwann vielleicht, aber die Wunden saßen noch zu tief.

    Flashback

    Ich stand auf dem Schulhof. Wie immer allein in der Ecke. Alle hatten Freunde, nur ich nicht. Als es klingelte setzte ich mich wiederwillig in Bewegung. Ich wollte nicht wieder ins Schulgebäude. Ich versuchte mich möglichst klein zu machen und möglichst unauffällig rum zu laufen.
    Ich war fast an meiner Klasse angekommen, da kam mir Max entgegen. Innerlich hoffte ich, dass er mich nicht bemerkte, doch was machte ich mir vor?
    Natürlich bemerkt er mich.
    'Naaa wen haben wir denn da? Unser dickes Moppelchen'
    Mit herausforderndem und arrogantem Blick sah er mich an.
    Ich wollte an ihm vorbei gehen, doch er hielt mich auf.
    'Wo willst du denn hin schwabbeln, du fettes Kind kommst doch keine fünf Meter'
    Leider hatte er Recht. Ich war wirklich ziemlich dick.
    'Kriegt unsere Metallfresse seinen Mund nicht auf?'
    So ging das nun schon ewig. Und ich ließ das schon ewig auf mir sitzen.
    Ich wurde jeden Tag fertig gemacht. Sie beschimpften mich als fett, Metallfresse, Pickelgesicht und andere nicht so netten Sachen.
    Langsam fing ich an mir selbst einzureden, dass ich übelste hässlich war.
    Immer mehr zog ich mich zurück. Immer mehr hackten auf mir rum.
    Es wurde von Tag zu Tag schlimmer, sodass es an manchen Tagen sogar dazu kam, dass sie anfingen mich zu verprügeln.
    Meiner Mama fiel es natürlich auf, dass ich verunstaltet, oder sogar blutend nach Hause kam, doch ich dachte mir jeden Tag eine Ausrede aus.
    Das war auch der Grund warum ich mich nicht zeigte. Ich hatte Angst, dass ich wieder wegen meines Aussehens fertig gemacht werden würde.
    Zwar traue ich es Simon, Ardy, Dner und Taddl nicht zu aber trotzdem. Die Angst war zu groß.

    Flashback ende

    Scheiße Manu. Du musst mit der Vergangenheit abschließen, es ist vorbei.
    Ich hatte mittlerweile abgenommen, hatte keine Pickel mehr und wurde auch schon lange nicht mehr gemobbt.
    Leichter gesagt, als getan. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich angefangen hatte zu weinen. Ach Manu jetzt heulst du auch noch. Seufzend wischte ich mir die Tränen weg und stand vorsichtig auf. Ich schielte einmal aus der Tür. Weit und breit kein Peter.
    Wahrscheinlich ist er mit zu Taddl.
    Dann wurde das wohl nichts mit aufnehmen. Naja vielleicht kommt Peter später noch zu mir.
    Ich wollte mich gerade mit Zimbel und H0lly zu aufnehmen im TS treffen, als es an der Tür klingelte.
    Peter kam schneller von Taddl weg als ich dachte. Mir soll es recht sein.
    Ich sagte h0lly und Zombey kurz Bescheid, dass ich eben zu Tür sei und ging den Flur entlang zur Tür.
    Doch vor dieser Stand nicht wie erwartet Peter, sondern...

    3
    Kapitel 3


    Doch vor dieser Stand nicht wie erwartet Peter, sondern Dner.
    Vor der Tür stand Dner.
    Was wollte Dner denn hier? Ich hatte mit vielen gerechnet, aber nicht mit Dner. Von Simon und Taddl schien immer ein Interesse an einer Unterhaltung da zu sein, aber bei Dner hatte ich bis jetzt nicht das Gefühl, als würde es ihn sonderlich stören, dass ich mich gegenüber ihnen und auch im Allgemeinen so zurück zog und mich versteckte.
    Umso neugieriger gemacht sah ich Dner fragend an, welcher mich nur ansah.
    Nicht verachtend oder so aber mit einem Blick, der mir gänzlich unangenehm war.
    'Ich ...ähm' Er räusperte sich ein Mal und sprach dann mit neuem Elan weiter 'Ich also Wir wollten fragen ob du nicht Lust hast mit uns Flaschendrehen zu spielen? Also mit Taddl, Simon, Ardy, mir und ein paar anderen Freunden?'
    'Klar!'
    Oh nein! Manu das hast du jetzt grad nicht echt gesagt oder? Ich konnte doch nicht mit ihnen Flaschendrehen spielen!
    Dner schien mehr als überrascht. Wahrscheinlich hatte er mit einem Nein gerechnet. Zugegebenermaßen wollte ich ja auch nein sagen.
    'Oh. Ok dann komm so in einer Stunde zu Simon. Einen Stock höher, direkt über dir.'
    Mit diesen Worten verschwand er einen Stock tiefer in seiner Wohnung.
    Oh Mist. Das Leben tut mir echt keinen Gefallen oder? Warum habe ich 'Ja' gesagt! Natürlich
    freue ich mich etwas mit ihnen zu unternehmen aber wenn sie nun raus finden, dass ich GLP bin...
    Schnell verwarf ich den Gedanken.

    Nachdem ich H0lly und Zimbel endlich mit aufnehmen fertig waren wurde es Zeit rüber zu gehen. Ich war zugegebener Weise ziemlich nervös und hatte ein wenig Panik. Aber ich konnte jetzt ja schlecht absagen.
    Schweren Herzens machte ich mich also auf den Weg und klopfte zaghaft an Simons Wohnungstür, welche mir auch sogleich von Cary geöffnet wurde.
    Sie sah mich freundlich an 'Hey, ich bin Caty, Simons Freundin. Komm doch rein. Die Jungs sitzen im Wohnzimmer, einfach geradeaus durch.'
    Mit diesen Worten verschwand Caty im Nebenzimmer um was weiß ich was zu machen.

    Zögernd öffnete ich die Tür. Alle Blicke lagen augenblicklich auf mir.
    'Hey, Jonas. Cool, dass du gekommen bist.' wurde ich von Simon auch sogleich begrüßt.
    'Leute, dass ist Jonas. Jonas das sind Ju, Cheng, Andre, Jan, Cengiz, Peter und Viktor. Felix, Taddl, Ardy und mich kennst du ja.'
    Naja ich kannte auch die anderen. Besonders Peter, welcher mich mit einem undefinierbarem Blick musterte und ein 'Hallo Jonas' herausdrückte, wobei das Jonas besonders betonte.
    Ich brachte ein 'Ähm hey!' raus und räusperte mich.

    Es wurde unangenehm Still, bis Ardy die Stille durchbrach, wofür ich ihm echt dankbar war.
    'Wollen wir vielleicht mal anfangen?'
    Wir stimmten zu und somit setzten wir uns in einen Großen Kreis.
    Ich fühlte mich immer noch ziemlich unwohl. Am Anfang kamen die Standardfragen. Ich kam bis jetzt erst einmal dran. Ich musste total langweilig einen Trinken.
    Ich bemühte mich wenig zu sprechen und sprach nur das Nötigste.
    Gerade war Dner dran und musste Ju am Fuß lecken. Dieser erledigte seine Aufgabe mit einem leicht angewidertem Gesicht und drehte schließlich erneut die Flasche.
    Bitte, nicht ich. Bitte, nicht ich.
    Die Flasche zeigte auf Taddl.
    Dner sah Taddl schelmisch an und Taddl wurde auf einmal ziemlich blass.
    'Alsooo Taddl...' Dner wollte es wohl spannend machen und tat so als ob er überlegen müsse.
    'Hmmmmh... In wen bist du verliebt?
    Taddls Gesichtsfarbe wechselte von Rot zu weiß und wieder zurück.
    Die Anderen sahen ihn auffordernd an. Das interessierte mich jetzt aber auch.
    'Ähm also... Es ist so ich steh auf... ähm...auf...'
    Genau in dem Moment, in dem Taddl antworten wollte kam eine völlig aufgelöste Caty ins Wohnzimmer gestürmt und warf sich in Simons arme.

    Taddl vollkommen vergessend redeten sie auf Caty ein, während sich Taddl wieder sichtlich entspannte. Es war offensichtlich, dass er nicht wollte, dass jemand weiß wen Taddl liebt.
    Schade eigentlich. Ich hätte es echt gern gewusst.
    Nun wendete ich mich schließlich Caty zu, welche unter Schluchzern erzählte, dass ihre Eltern einen Autounfall hatten.
    Simon verabschiedete sich von uns und und mit Caty zu ihren Eltern.

    Jetzt saßen also nur noch Cheng, Ju, Mein Bruder, Tadd, Ardy, Dner und die Apes hier.
    Keiner sagte etwas. Es war kein peinliches schweigen, sondern eher ein bedrücktes schweigen.
    Bis Dner die Stille unterbrach. 'Ich weiß das ist jetzt nicht der beste Augenblick, aber Taddl muss noch antworten.
    Ardy blickte Dner genervt und auch ein wenig tadelnd an, stimmte ihm aber zu.
    Also holte Taddl tief Luft und blickte in die Runde, welche ihn wieder gespannt ansah.
    Und dann kam seine Antwort, mit welcher ich nie gerechnet hätte.
    Und auch die anderen waren nicht minder geschockt von seiner Antwort.
    Seine Antwort lautete...

    4
    Kapitel 4

    'Ich bin verliebt in GLP.'
    Im Raum wurde es augenblicklich still.
    WAS? Okeey ich glaub nicht, dass dies für meine Ohren bestimmt war.
    Okeeey jetzt wurde die Stille peinlich...
    Nun meldete sich Peter zu Wort 'A.. also bist du Schwul? Und in meinen Bruder verliebt?'
    Es war mehr eine Feststellung als eine Frage, trotzdem nickte Taddl.
    Peter warf mir einen bedeutungsschwangeren Blick zu.
    Nun schien Taddl erst aufzufallen, dass Peter hier war. 'Du... du sagst es ihm doch nicht oder?' Fragte er mit einer etwas ängstlichen Miene.
    Peter winkte lässig ab 'Nee Quatsch. Du solltest es aber tun.'
    Taddl wollte grad ansetzten um etwas zu erwidern, als sich Dner einschaltete.
    'Wie kannst du Manu lieben, wenn du nicht mal weißt wie er aussieht?' Typischer Dner Kommentar.
    Taddl sah Dner entnervt an 'Es kommt nun mal nicht aufs Aussehen an, Dner. Aber das ist ja das Problem. Manu ist weder schwul, noch haben wir uns je gesehen, Außerdem weiß er nichts von meinen Gefühlen.'
    So in etwa verlief das Gespräch auch weiter. Peter versicherte Taddl mal unauffällig mit mir zu reden und mich auszufragen, was ja eigentlich nicht nötig ist und danach sprachen sie normal weiter, als wäre nichts gewesen.

    Ich jedoch hing die ganze Zeit meinen Gedanken nach. Taddl liebte mich. Was empfand ich für ihn? Ich konnte mich doch jetzt nicht einfach normal verhalten. Außerdem hatten wir nach her noch einen Aufnahmetermin.
    Es war grad ruhig, als ich mich auch mal einschaltete 'Also ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber für mich kam GLP schon immer ein wenig Schwul rüber.'
    Warum ich dies sagte? Keine Ahnung.
    Dafür quittierte ich einen verstörten Blick von Peter und solche Fragen, wie 'Du kennst uns' oder 'Warum?'
    Ich antwortete auf ersteres mit einem Nicken und verabschiedete mich mit einem 'Ich muss dann auch mal wieder runter. Es ist spät geworden und ich muss morgen zur Arbeit.'
    Was nicht mal eine Lüge war. Ich musste morgen wirklich arbeiten. Immerhin war ich mit Taddl zum Aufnehmen verabredet.
    Allein den Gedanken morgen mit Taddl reden zu müssen bereitete mir Bauchschmerzen.
    Peters Blick sagte alles: Wir reden gleich noch!
    Genervt nickte ich ihm unauffällig zu und verschwand ohne ein weiteres Wort und ohne auf eine Antwort zu warten.

    Einfach weg. Das was ich jetzt brauchte war ein klarer Gedanke und den konnte ich beim Besten willen nicht in Taddls Nähe fassen.
    Was empfand ich für Taddl?
    Klar er war einer meiner Besten Freunde, aber liebet ich ihn?
    Anstatt in meine Wohnung zu gehen lief ich geradewegs nach draußen und setzte mich auf eine Bank, die vor unserem Haus stand.
    Selbst wenn ich Taddl lieben würde könnte ich es ihm nicht sagen.
    Ich konnte ja schlecht zu ihm gehen und sagen:
    'Hey Taddl, ich bin GLP. Du hast gesagt du liebst mich, da ist mir aufgefallen, dass ich dasselbe für dich empfinde. Und jetzt komm her...'
    Ja is klar. Außerdem empfand ich ja nicht mal etwas für ihn. Oder doch?

    Während ich so gedankenverloren auf der Bank saß murrte ich nicht, dass sich jemand zu mir setzte.
    Erst als Peter mich antippte bemerkte ich ihn. Ich sah ihn einfach nur an. Er sah mich einfach nur an. Bis er das Schweigen brach.
    'Naaa, was sagst du dazu?'
    Da ich wenig Lust hatte mit ihm darüber zu reden und ja selber nicht einmal wusste, was ich fühlte stellte ich mich dumm.
    'Wovon?'
    Da hatte ich die Rechnung allerdings ohne Peter gemacht, welcher mich genervt ansah und nur ein 'Na wozu wohl' Erwiderte.
    'Was soll ich schon großartig dazu sagen? Ja, Taddl liebt mich und jetzt?'
    Peter sah mich mit undefinierbarem Blick an, bevor er ein 'Na wenn du meinst' murmelte.
    Nun saßen wir wieder schweigend neben einander.
    Jeder hing seinen Gedanken nach, wobei meine Gedanken nach wie vor bei Taddl blieben. Jedoch kam ich immer noch nicht weiter.
    Schon wieder war es Peter, der das Schweigen brach.
    Auf seine Fragen, was das mit dem 'GLP kam mir schon immer schwul rüber' sollte zuckte ich nur mit den Schultern. Ich wusste selbst nicht genau, warum ich dies gesagt hatte.
    Peter wollte weiter fragt, beließ es aber bei einem nicken, bei dem mir nicht klar war, warum er nickte. Wollte er mit mitteilen, dass er verstanden hatte?
    So blieben wir schweigend sitzen, bis sich Peter von mir verabschiedete.
    Wobei... verabschieden kann man die nicht nennen.
    Er stand auch und ging einfach.

    Nachdem auch ich wieder in meiner Wohnung verschwand ging ich sofort schlafen, beziehungsweise legte mich ins Bett. An Schlaf war nicht zu denken. Immer wieder musste ich an Taddl denken. Ich war doch kein pubertierender Teenie, der unter Gefühlschaos litt.
    Irgendwann muss ich wohl doch eingeschlafen sein, denn ich wurde von dem klingeln meines Handys geweckt. Murrend drehte ich mich um und schaute aufs Display, auf dem, Stand: Taddl ruft an.

    5
    Kapitel 5

    Der Name, den ich auf dem Display las jagte mir einen Schauer über den Rücken. Komm schon Manu, es ist nur Taddl. Es hat sich nichts verändert. Außer, dass ich nun weiß, dass er mich liebt. Offiziell weißt du es nicht.
    Jetzt stritt ich schon mit mir selbst? Was machte Taddl nur mit diesem einem Satz mit mir.
    Das erneute klingeln meines Handys riss mich aus meinen Gedanken und mit einem unwohlem Gefühl im Bauch ging ich nach kurzem Zögern ran.
    'Ähm ... Ja?' Ich räusperte mich kurz. Benimm dich jetzt bloß nicht auffällig Manu.
    'Ja ähm... '
    'Jaa? Taddl komm auf den Punkt.' Ich fand, dass ich das Lachen am Schluss ziemlich gut hinbekommen hatte. Es klang in meinen Ohren nicht allzu unecht.
    Mit einem 'Sorry, mir ist was dazwischen gekommen, muss unsere Aufnahme verschieben. Tschau' beendete er unser Gespräch auch schon, indem er auflegte, bevor ich überhaupt verstand, was er da grad gesagt hatte.
    Dafür, dass Taddl grad so rumgestockt hatte rasselte er den Rest seines Satzes ziemlich schnell runter.

    Einerseits war ich nur verwundert und überrascht, aber andererseits auch erleichtert und auch ein wenig enttäuscht.
    Mich würde nur zu sehr interessieren, was Taddl so wichtiges vorhat. Ich könnte einfach fragen, aber nachdem er mich so abgewürgt hat denke ich er würde es eh nicht verraten.

    Mittlerweile war es schon Mittag geworden und ich saß immer noch zu Hause auf dem Sofa und dachte über Taddl nach.
    Vielleicht sollte er Taddl noch mal anrufen? Och man Manu, gestern wolltest du noch nicht mit ihm aufnehmen und hast drüber nachgedacht abzusagen und jetzt?
    Ich beschloss spazieren zu gehen, was zwar eher untypisch für mich war, aber ich hoffte auf dem Weg nach unten Taddl zu sehen und u erfahren, was denn so wichtig war, dass er unseren Termin verschieben musste.
    Also machte ich mich fertig und ging vor die Tür.
    Dort angekommen blieb ich erst mal stehen und lauschte, ob ich Taddls Stimme hören konnte, was allerdings nicht der Fall war.
    Was tat ich hier überhaupt? Ich wollte spazieren und nicht Taddl stalken. Jaja Manuel, red es dir ruhig selber ein ...

    Vor der Haustür angekommen war ich irgendwie enttäuscht, dass Taddl weit und breit nicht in Sicht war, aber was hatte ich denn erwartet.
    Es war ziemlich herbstlich geworden und dem nach auch ziemlich kalt. Ich kuschelte mich tiefer in meine Jacke und ging schließlich in Richtung Park.

    Immer wieder schaute ich mich um, ob ich Taddls Blondschopf zu sehen bekam, doch nichts. Mittlerweile hatte ich den Rheinpark erreicht und setzte mich auf eine Bank.
    Was genau wollte ich hier? Ich war noch nie der Typ der gerne spazieren geht. Schon früher nicht. Peter allerdings schon und so hatte er mich immer mitgeschleppt.
    Früher hatte ich dies gehasst aber wenn man jetzt mal so darüber nach dachte, war es doch ganz schon cool mit seinem Bruder durch den Wald zu wandern.
    Ach Manuel, worüber denkst du schon wieder nach?

    Circa eine Stunde und ein Paar Kindheitserinnerungen später machte ich mich auf den Heimweg, da es allmählich ziemlich kalt wurde. Außerdem sah es nach Regen aus.
    Je näher ich dem YouTubehaus kam, desto näher kam ich auch dem Verlangen Taddl zu sehen.
    Tja ich sollte wohl endlich mal Glück haben, denn als ich gerade das Haus betrat hörte ich eine tiefe, mir allzu bekannte Stimme.
    Ich freute mich aus irgendeinem Grund und rannte förmlich die Treppe hoch.
    Als ich jedoch vor meiner Wohnung ankam bemerkte ich, dass die Stimme aus einer Etage höher kamen.
    Wahrscheinlich war Taddl bei Simon oder so.
    Unbeirrt ging ich einen Stock höher, was genau ich dort tun wollte wusste ich selbst nicht.

    Oben angekommen sah ich, dass Simons Tür offen stand und so ging ich, warum auch immer, "unauffällig" dran vorbei, blieb aber dann wie angewurzelt stehen.
    In Simons Flur standen Simon, Caty, Taddl und ein unbekannter, welcher mir keineswegs unbekannt war.
    Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber warum hatte Taddl es mir nicht gesagt?
    Erst jetzt bemerkte ich, dass der "Unbekannte" hemmungslos schluchzend in Taddl Armen lag. Seit wann waren Simon und Caty denn wieder da?

    Während ich so darüber nach dachte fiel mir ein, dass ich ja immer noch ohne Grund im Flur stand. Also wollte ich ansetzen zu gehen, als sich, wie das Schicksal nun mal so ist, Simon umdrehte und mich bemerkte.
    Er sah mich verwundert, aber auch freundlich an und rief mir ein 'Hey Jonas, was machst du denn hier? Wolltest du zu uns?' zu.
    Ich wurde leicht rot, was eigentlich ziemlich untypisch für mich ist, und stammelte ein 'Ja ... äääh nein. Ich, also, ein Paket. Ja genau ein Paket für Frau eeeeeh...' Toootal unauffällig schielte ich auf das Klingelschild von der Tür vor welcher ich grad stand. ' Frau Müller. Ich wollte es ihr vorbeibringen, da es bei mir abgegeben wurde'
    Simon betrachtete mich skeptisch und nun wurden auch die Anderen auf mich aufmerksam.
    Ich wollte mich grad freuen, dass es niemandem auffiel, als Taddl trocken bemerkte 'Und wo ist dann das Paket für Herrn Müller.'
    Oh, dass es hier keine Frau Müller gab wusste ich nicht,
    'Welches Pak... Achsooo ja, das hab ich unten vergessen'
    Meine Reaktion kann man sich ungefähr so echt vorstellen, wie diese Mimiken in diesen Bravo-Fotolove-Stories. Also nicht sehr überzeugend.
    Bevor sie etwas erwidern oder reagieren konnten ergriff ich schnell die Flucht, aber nicht ohne dass sich ihre verwirrten Blicke in meinen Rücken bohrten.

    Wenigstens wusste ich nun, was Taddl so wichtiges dazwischen gekommen war. Oder besser gesagt wer. Ich hatte mit allem gerechnet aber nicht mit ihm.
    Nur warum hatte Taddl so reagiert? Er hätte es mir doch ganz normal sagen können.
    Ach man, früher war alles leichter. Aber nein sie mussten ja hier einziehen.
    Wie öfters in letzter Zeit spielte ich mit dem Gedanken einfach auszuziehen. Aber wollte ich das? Ich gab es ja nur ungern zu, aber der gestrige Abend hat mir ziemlich gut gefallen.
    Aber was machte Er nun hier? Und warum war er so aufgelöst. Grade als ich das so gesehen habe hatte ich einen ziemlichen Drang gehabt ihn einerseits Taddl zu entreißen oder wohl eher ihm Taddl zu entreißen und andererseits ihn in den Arm zu nehmen und zu trösten.
    Aber das konnte ich ja nicht. Alles wäre so viel einfacher, wenn ich es ihnen sofort gesagt hätten.
    Und zum ersten Mal spielte ich ernsthaft mit dem Gedanken mich ihnen zu zeigen, verwarf diesen Gedanken aber sofort.
    Hmmm. Ich wollte echt gern wissen, was mit ihm war und warum er hier war.

    6
    Kapitel 6

    Was machte er hier? Und was noch viel wichtiger war: Was sollte ich nun tun?
    Ach man, warum muss im Moment nur alles so kompliziert sein. Erst ziehen Dner, Taddl, Ardy und Simon hier ein, dann gesteht Taddl, dass er mich liebt und jetzt taucht auch noch ein total aufgelöster Zombey hier auf.
    Was war denn los mit dieser Welt?
    Ich zerbrach mir immer noch den Kopf darüber, warum Zimbel hier war und warum er so aufgelöst war.
    Aber, wenn ich ehrlich sein soll kreisten meine Gedanken eher darum, warum Taddl es mir nicht gesagt hatte.
    In Moment dachte ich meiner Meinung nach zu viel nach, konnte es allerdings nicht unterlassen. Heißt es nicht die Zeit heilt alle Wunden?
    Also ich würde die Probleme die ich habe nicht direkt als Wunden bezeichnen, aber eigentlich musste es mit der Zeit auch besser werden oder?
    Stattdessen wurde es von Mal zu mal schlimmer. Wäre ich doch nur nicht hier her gezogen.
    Kurz überlegte ich noch mal nach Oben zu gehen, entschied mich allerdings dann meine Videos zu schneiden. Immerhin lenkte es mich ein bisschen ab.

    Leider gab es nicht allzu viel zum Schneiden und so war ich schon nach ein bis zwei Stunden fertig. Wie lang kann denn ein Tag bitte sein?
    Da viel mir ein, dass ich ja noch das Paket für Frau ach nee Herrn Müller hatte.
    Froh darüber etwas gefunden zu haben, was ich noch erledigen konnte stürmte ich zur Tür, als meine Freude plötzlich gedämpft wurde.
    Ich hatte ja gar kein Paket für ihn, das war ja bloß eine Ausrede.
    Was war denn los mit mir? So langsam aber sicher machte ich mir ein paar Sorgen um Mich.
    Ich glaub ich musste dringend hier raus.
    Aber ich wollte nicht einfach so aufgeben.
    Also war ich am Überlegen wo ich für ein paar Tage hin konnte. Mir fiel allerdings nur nach Hause oder zu Peter ein.
    Dort wollte ich allerdings nicht hin.

    Seufzend setzte ich mich in mein Aufnahmezimmer und schaltete meinen Computer ein.
    Zuerst schaute ich ob jemand auf dem TS oder in Skype war, als ich allerdings niemanden dort fand schaute ich mir ein paar YouTube Videos an, surfte im Internet oder beantwortete ein paar Fragen auf Twitter.
    Jedoch war ich bei nichts so wirklich bei der Sache. So konnte es doch nicht weiter gehen.
    Aber was sollte ich nur tun? Ich könnte Peter um Rat fragen aber im Endeffekt würde er eh nur sagen, dass ich alles auflösen solle.
    Das konnte ich aber nicht. Was wenn sie sauer auf mich sind, wenn ich ihnen sage, dass ich sie belogen habe?
    Das war nicht mal das größte Problem. Ich wollte einfach nicht, dass sie wussten wie ich aussehe, bzw. Wissen wie GLP aussieht. Wobei wollen zu viel gesagt war. Ich hatte einfach Angst.

    Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein, denn als ich aufwachte bemerkte ich, dass es bereits dunkel war.
    Ich erhob mich also von meinem Stuhl und wollte in mein Schlafzimmer gehen, als es an meiner Tür klingelte.
    Wer kam mich denn jetzt noch besuchen?
    Verwundert und immer noch schlaftrunken lief ich zur Tür und öffnete diese.
    Vor der Tür stand Simon. Was machte Simon denn hier?
    'Hey, Jonas kann ich mal kurz mit dir reden?'
    Jetzt machte das Ungeheuer mich aber doch neugierig, weshalb ich nur verwundert nicken konnte.
    'Kann ich dafür vielleicht rein kommen?'
    Es war mehr eine rein Rhetorische Frage, weil er wohl kaum erwartete, dass ich nein sagte.
    Außerdem war er eh schon ohne meine Antwort abzuwarten eingetreten.
    Normalerweise würde ich jetzt irgendeinen Spruch rausdrücken, welchen ich mir auch grad verkneifen musste, aber ich konnte nicht. Ich sprach so wenig wie möglich.

    Zusammen saßen wir nun auf meinem Sofa, während Simon mir etwas sagen wollte. Scheinbar war es gar nicht so leicht, das zu sagen, was er mir sagen wollte, denn er druckste ganz schön herum.
    So langsam aber sicher bekam ich ein wenig Panik. Was, wenn er mir sagen will, dass er weiß das ich GLP bin?
    So peinlich mir das auch war ich kam mir grad ein bisschen so vor, als wäre ich Hannah Montana.
    Ich lächelte ihn abwartend an, was ihn zu ermutigen schien, denn nun fing er an zu sprechen, beziehungsweise mich zu fragen.

    Tja unser Gespräch lag jetzt schon zwei Tage zurück und ich war ein kleines bisschen sauer, dass ich zugestimmt hatte.
    Das war so dumm von mir, aber in dem Moment erschien es mir richtig.
    Das tat es jetzt auch noch, aber das wollte ich mir scheinbar nicht so ganz eingestehen.
    Ich packte also den letzten Kram aus dem Zimmer in einen großen Karton und stellte ihn neben der Tür in den Flur.
    Ich denke das war alles.
    Was sollte ich denn jetzt noch machen? Ich hatte noch über eine Stunde Zeit, bis Simon kam.

    Also setzte ich mich an meinen PC und öffnete Skype.
    Ich rechnete eigentlich nicht damit, dass jemand da war, aber entgegen meinen Erwartungen war Dario online.
    Ich beschloss ihn anzuschreiben.
    Gesagt getan. Nun saß ich mit Delay zusammen im TS und konnte für kurze Zeit meine Aufregung vergessen. Immer wenn ich mit einem meiner Freunde skypte konnte ich meine Probleme ein bisschen zur Seite schieben.
    Wenn auch nicht ganz, wenigstens einen Teil.
    Es lenkte mich ab mit den Anderen zu reden und dabei auch ich zu sein, mich nicht verstecken zu müssen oder mich zu bemühen wenig zu reden.

    Leider musste Dario schon ziemlich schnell weiter weg. Aber durch das Gespräch mit Delay erfuhr ich wenigstens, dass Catys Eltern keinen schweren Unfall hatten und sie auch nach einigen Untersuchungen wieder gehen durften.
    Laut Delay hatte Simon sich drüber aufgeregt, dass sie erst so einen Stress gemacht hatten.
    Aber mal ehrlich. Was war denn los mit denen?

    Ich schlug also die restliche Zeit tot, bis es an meine Tür klingelte.
    So langsam bekam ich echt Bauchschmerzen.
    Ganz langsam, um ja nicht zu schnell anzukommen setzte ich mich in Bewegung und ging auf meine Tür zu.
    Scheinbar hatte Simon nicht die Lust noch länger auf mich zu warten und klingelte noch einmal, als ich die Tür mit einem Ruck aufriss.

    7
    Kapitel 7

    Vor der Tür standen wie zu erwarten Simon und Zombey.
    'Hey, Jonas. Danke noch einmal, dass du ihn aufnimmst. In unseren Wohnungen ist einfach kein Platz mehr.' Ich nickte nur ein wenig abwesend während sich Simon nun an Zombey wendete.
    'Ich hol nur schnell deine restlichen Sachen'

    Nun waren wir also nur noch zu zweit und standen uns schweigend gegenüber.
    Bis ich es nicht mehr aushielt und das Schweigen mit einem 'Soll ich dir dein Zimmer zeigen?' Brach.
    Zimbel nickte und folgte mir den Flur entlang in mein Gästezimmer, was bis gerade noch voll gestopft mit allen möglichen Dingen war.

    'Du kannst übrigens auch Michael zu mir sagen. Ach und ich bin dir echt dankbar, dass ich bei dir wohnen kann. Weißt du meine Freundin hat sich von mir getrennt und nun wusste ich nicht wohin, also bin ich zu Simon. Aber der hatte ja leider keinen Platz mehr.'
    Als er anfing von Chessie zu reden sah ich wie sich Tränen in seinen Augen bildeten.
    Das war das erste Mal, dass ich Zimbel in die Augen sehen konnte.
    Ich wollte gerade dem Drang nachgegeben und Micha umarmen, als Simon ins Zimmer kam und zwei Kartons ins Zimmer schleppte.
    'Du Zimbel? Wo ist denn dein Computer? Ich mein irgendwo misst du ja aufnehmen.'
    Aufnehmen. Oh shit. Das musste ich ja auch. Aber wie sollte ich das unbemerkt schaffen?
    Da hatte ich bis jetzt noch gar nicht drüber nachgedacht.
    Zombey riss mich aus meinen Gedanken, indem er Simon erzählte, dass sein PC noch bei Chessie sei, er aber keine Zeit mehr hatte ihn abzubauen. Allerdings wollte er nicht allein zu ihr fahren.

    Und so kam es, dass ich nun mit Micha vor seiner ehemaligen Haustür stand.
    Simon hatte noch zu tun und ich wollte den Zimbelmann nicht einfach so hängen lasse.
    Auch, wenn er es nicht weiß sind wir immerhin die besten Freunde. Die Autofahrt verlief schweigsam. Jeder hing seinen Gedanken nach.
    Etwas Gutes hatte der ganze Stress mit Micha allerdings auch: Ich konnte Taddl für ein paar Tage vergessen und somit vor mich hinschieben mir klar zu werden, was ich für ihn fühle.
    Wobei ich mir immer noch einredete, dass dort nichts sei.
    Zimbel neben mir atmete erleichtert aus, als uns keiner die Tür aufmachte und holte scheinbar den Ersatzschlüssel aus einem Blumentopf neben der Haustür.
    Als ich nicht reagierte, da meine Gedanken seit langem Mal wieder bei Taddl waren schnappte sich Zombey meine Hand und zog mich hinein, was mach aus meiner Starre erwachen ließ.
    Ich schaute unsicher auf unsere Hände, welche immer noch miteinander verbinden waren, was Micha zu bemerken schien, denn er wurde rot und zog seine Hand zurück.
    Ich folgte ihm in seine Aufnahme Zimmer, wo ein Hundekörbchen, wahrscheinlich von Gonzo, stand. Apropos wo war dieser eigentlich?
    'Duuu ähm Michael, wo ist Go ähm dein Hund?'
    Mit einem unsicheren Blick lächelte ich ihn leicht an.
    Worauf auch er zu lächeln begann und erwiderte 'Der ist bei Simon. Ich wusste nicht, ob es okay ist, wenn ich Gonzo mitbringe.'
    Ich nickte und murmelte ein 'mhmm... Ja kannst ihn gerne mit zu mir nehmen' von dem ich nicht wusste, ob er es verstanden hatte.
    Jedenfalls ging er nicht drauf ein.
    Ich setzte mich auf die Couch die hinter seinem Computer stand, währenddessen sich Zimbel dran machte ihn abzubauen.
    Noch immer beschäftigte mich die Frage, wie ich denn aufnehmen sollte.
    Ich könnte es heimlich machen, wenn Zombey schläft oder ich könnte es Zimbel einfach sagen.
    Andererseits könnte ich wenn ich ersteres wählte nie mehr mit ihm aufnehmen, was schon auffällig wäre, da wir ziemlich oft miteinander auf dem TS waren und einfach nur über Gott und die Welt redeten.

    Irgendwann waren PC, Hundesachen und Michas restliche Sachen aus der Wohnung in sein Auto geladen und wir saßen wieder zusammen im Auto. Er am Steuer, ich auf dem Beifahrersitz.
    Wir redeten ungefähr genauso viel wie auf der Hinfahrt auch. Also praktisch gar nicht.
    'Duu sag mal Jonas? Kann ich dich mal was fragen?' durchbrach Michael die Stille.
    Ich schaute einfach weiter aus dem Fenster ohne auf Zombeys Frage einzugehen.
    'Jonas? Haaallo ' Zimbel schielte schmunzelnd zu mir herüber, bevor er sich wieder der Straße widmete.
    Ich wollte ihm ja antworten, aber ich hatte total verpeilt, dass ich ja Jonas war und nicht Manuel.
    So langsam wunderte ich mich darüber mit wem er sprach und drehte mich um um zu gucken ob ich nun total behindert war und nicht bemerkt hatte, dass Jemand auf dem Rücksitz saß.
    Dem war natürlich nicht so, was ich nun endlich auch bemerkte. Also stammelte ich schnell ein 'Ähm ja klar, nur zu.' und ah schnell wieder aus dem Fenster, damit er nicht bemerkt wie rot ich geworden bin.
    Jedoch bemerkte ich noch, dass er mich verstört ansah und begann seine "Frage" zu stellen. Es war irgendwie keine richtige Frage, aber doch als Frage gemeint.
    'Wie soll ich sagen? Also irgendwie kommst du mir ziemlich bekannt vor. Nicht so vom Aussehen her oder so sondern eher von der Art. Auch, wenn ich das kaum beurteilen kann, da du nicht sehr gesprächig zu sein scheinst.'
    'Ähm ja kann sein. Manche Leute meinen ich erinnere sie an Mr. Moregame. Falls du den kennst. Hab ich schon öfter gehört.'
    Was hätte ich denn bitte sagen sollen?
    Das denkt sich wahrscheinlich auch Micha, denn er nickte nur und nuschelte ein 'Ja, das wird es wahrscheinlich sein' von dem ich keine Ahnung hatte, ob es Ironisch gemeint war oder ob Zimbel einfach nur dumm war.

    Ich hatte auch keine Zeit mehr darüber nach zu denken, denn wir hielten vor dem YouTube-Haus.
    Ich stieg aus und Zombey machte es mir gleich. Das konnte man sich aber auch denken.
    Zombey holte seinen PC aus dem Kofferraum, während ich vor ging und ihm die Tür aufmachte. Ich ging voraus in meine, naja jetzt erst mal unsere, Wohnung und half ihm anschließend alle Sachen aus dem Auto in die Wohnung zu laden.

    Als endlich alles in seinem Zimmer war ging er Gonzo holen und verabschiedete sich damit, dass er mit Gonzo Gassi gehen wollte.
    Erst war ich am überlegen, was ich nun machen sollte, als mir einfiel, dass dies die perfekte Gelegenheit warum aufzunehmen.
    Ich begab mich also in mein Aufnahmezimmer und schaltete den PC ein.
    Ich hoffte, dass Zombey nicht so schnell zurück war und nahm ein paar Folgen HappyWheels auf, welche ich auch sofort schnitt.

    Nun hockte ich hier allein auf meinem Sofa und hoffte das genaue Gegenteil: Micha beeil dich und komm mich beschäftigen.
    Ich beschloss ihm einfach auf Whatsapp anzuschreiben und sendete ihm ein 'Micha! Notfall ich hab Langeweile. Komm schnell.: o: o:(!'
    Ich musste nicht lang auf eine Antwort warten.
    'Manu? Ja klaar, ich komm einfach mal so zu dir, wenn du Langeweile hast.'
    Häää? Warum nannte er mich denn jetzt Manu und nicht Jonas?
    Facepalm Manu! Er hat natürlich meinen Manu Nummer. Was machte ich eigentlich, wenn er meine Nummer haben wollte?
    Ich hatte keine Lust mir noch ein neues Handy kaufen zu müssen.
    Gerade als ich zurück schreiben wollte hörte ich die Türklingel. Wer kam denn jetzt noch vorbei?
    Ich ging also zur Sprechanlage und bekam Michas Stimme zu hören, welcher mich bat ihn rein zu lassen. Stimmt ja, er hatte ja noch keinen Schlüssel.
    Also drückte ich auf hineinlassen und ein paar Gedanken später klingelte auch schon die Wohnungstür.

    8
    Kapitel 8

    Wie zu erwarten und an der Stimme hörbar stand Michael vor der Tür.
    Ich schaute ihn an, er schaute mich an.
    Nicht so wie in einer Fanfiktion, dass Funken sprühen und wir uns verliebt angucken, sondern eher so, dass ich vor der Tür stand und irgendwie vergessen hatte ihn hinein zu lassen und er sich ja nicht an mir vorbei quetschen konnte.
    Wobei er konnte schon und wenn ich mir mal so überlege, sein Körper an meinen und meine Hand in seinen gestylten blonden Haaren...
    Moment? Manu, keine guten Gedanken, die in die völlig falsche Richtung gehen.
    Vor allem, wie kam ich denn jetzt schon wieder auf Taddl?
    Aber Taddls Haare waren wirklich immer perfekt gestylt. Ach man, Manu du bist doch nicht schwul verdammt. Nicht, dass ich was gegen schwule hätte. Ich bin es aber einfach nicht.
    Mit einem 'Ähm, Jonas? Haaalo, Erde an Jonas? Lässt du mich rein?'
    Ich wurde mal wieder rot und trat ein wenig zur Seite.
    Man, ich stand im Moment echt neben mir. Ich konnte mich ja schon selber sehen, wenn ich zur Seite sah. Ok, ich geb ja zu der war ziemlich schlecht. Trotzdem musste ich unbewusst anfangen zu lachen, was mir ein verstörter Blick von Zimbel einbrachte.
    Schnell verließ ich den Raum

    In meinem Zimmer schmiss ich mich auf mein Bett und war wie so oft in Gedanken.
    Aber ich konnte ja scheinbar nicht mal mehr normal denken ohne, dass meine Gedanken zu einer Bestimmten und wunderbaren – Manu, stop! - Person wanderten.
    Ohne, dass ich es wollte dachte ich darüber nach, wie Taddl neben mir lag. Sein Körper auf meinem Körper. Seine Lippen auf meinen Lippen. Seine Hand auf meiner Brust, die langsam tiefer wanderte.
    Normal würde ich mir diese Gedanken verbieten, aber es gefiel mir gerade so gut...
    Meine Hand in seinen Haaren.
    Nun ging auch meine Hand auf Wanderschaft. Er wollte mir grad etwas ins Ohr flüstern, wurde jedoch von seinem Stöhnen unterbrochen.
    Er setzte neu an etwas zu sagen, wurde jedoch schon wieder unterbrochen. Dieses Mal nicht von seinem Stöhnen, welches mir eine Gänsehaut bereitete, sondern durch ein Piepen.
    Ich muss zugeben, ich war ein wenig enttäuscht, dass Taddl nicht in echt neben mit lag.
    Immer noch ein wenig aus der Bahn geworfen schaute ich auf mein Handy, was mich aus meinem Tagtraum gerissen hatte.
    Mein Herz machte einen Hüpfer, welchen es eigentlich nicht machen sollte, aber das überging ich gekonnt, als ich den Namen auf dem Display sah: Taddl.
    Gespannt öffnete ich die Nachricht von ihm und musste grinsen. Toll Manu, nun schmückt ein verpeiltes, verliebtes Grinsen dein Gesicht. Und eine Beule in tieferen Regionen, aber das ließ ich mal unkommentiert.
    In seiner Whatsappnachricht stand, dass er sich dafür entschuldigte, dass er mich so schnell abgewürgt hatte und, dass wir ja Morgen aufnehmen könnten <3.
    Auch, wenn er nichts Besonderes Geschrieben hatte, machte mich seine Nachricht unendlich glücklich.
    Außerdem schlug mein Herz schneller, als ich sah, dass er am Ende seiner Nachricht ein Herz geschrieben hatte.
    Schnell tippte ich ein 'kein Problem:) Was gab es denn so wichtiges? Klar, machen wir <3 '
    Das mit den Herzen kam zwar ein bisschen schwul, aber egal.
    Ich freute mich auf morgen und vergaß in meiner Hochstimmung, dass das Aufnehmen ein Problem darstellen wird. Im Moment war ich einfach nur glücklich.

    Die Türklingel ließ mich von meiner Wolke fallen.
    Warum musste hier immer etwas klingeln, piepsen oder mich aus meinen Gedanken reißen? Besonders, wenn ich mit den Gedanken bei einem gewissen Jemand bin.
    Demnach genervt ging ich, immer noch ziemlich glücklich über Taddl, zur Tür.

    An der Tür erlitt ich fast einen Herzanfall. Einerseits wegen Eifersucht andererseits aber auch, weil ich überrascht und Glücklich war.
    An der Tür erwartete mich ein weinender Taddl in Zimbels Armen. Schon wieder, nur dass nun Taddl weint.
    Der Anblick eines verheulten Taddl zerriss mich innerlich.
    Der drang ihn zu trösten und sein wunderbares lächeln zu sehen wurde so langsam unerträglich.
    Ich konnte dabei nicht länger zusehen. Ich musste hier weg, wollte allerdings auch wissen was mit Taddl war. Also stellte ich mich wieder in mein Zimmer und lehnte die Tür an.
    Taddls Schluchzen zu hören war unerträglich und grad eben war es mir so egal, dass ich schon wieder so etwas dachte.
    Noch unerträglicher war die Ungewissheit, was mit Taddl los war.

    Ich war kurz davor zu ihm zu gehen, als ich Taddls schluchzende Erklärungen hörte, welche auf Zimbels frage was denn los sei.
    Er schluchzte wieder und drückte nur ein 'Manu' raus.
    Er. Weinte. Wegen. Mir.
    Einerseits war ich im ersten Moment glücklich, doch sofort im nächsten Moment überrannte mich das schlechte Gewissen.
    Ich wollte, dass er mir sein Lachen zeigt und nicht seine Tränen.
    Ich wollte, dass er wegen mir stöhnte und nicht weinte.
    Ich wollte, dass er in meinen Armen liegt und nicht in Zombeys.

    Was hatte ich schon zu verlieren?
    Unbeirrt lief ich ins Wohnzimmer, in welches die Zwei mittlerweile gewandert waren. Es versetzte mir einen Stick ins Herz Taddl bei Micha zu sehen.
    Ich setzte mich zu ihnen und legte vorsichtig meine Hand auf seine Schulter.
    Ich wollte mehr! Ich wollte ihn in meinen Armen spüren, doch er lag ja in Zimbels, welcher mich nur dankbar ansah. Scheinbar hatte er was anderes vor als Taddl zu trösten.
    Dieser zuckte unter meiner Berührung kurz zusammen und drehte sich dann um und sah mich aus geschwollenen, roten Augen an.
    Es tat so weh ihn so zu sehen. Es war mir immer noch egal, dass ich wahrscheinlich auf ihn stand. Ich verleugnete es und schob es in den Hintergrund.

    Micha drückte Taddl leicht von sich weg und flüsterte ihm sanft und leise etwas zu.
    Mist. Ich hatte kein Wort verstanden.
    Zimbel stand auf und verließ, nicht ohne mir noch einen Bedeutungsvollen Blick, von dem ich die Bedeutung nicht kannte, zu werfen, den Raum.

    Nun war ich allein mir Taddl. Meine Hand immer noch auf seiner Schulter.
    Taddl hatte, wahrscheinlich vor Überraschung, aufgehört zu weinen, schmiss sich jedoch im nächsten Moment in meine Arme und fing an hemmungslos zu weinen.

    Und auch, wenn Taddl gerade eben weite war ich der Glücklichste Mensch auf dem Planeten und hatte für einen kleinen Moment meine Sorgen und Probleme vergessen.

    9
    Kapitel 9

    Aber jeder schöne Moment hatte ein Ende.
    Ich wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, wusste nicht wie lang Taddl und ich eng umschlungen auf meinem Sofa saßen, während Taddl sich die Seele aus dem Leib weinte.
    Ich wusste immer noch nicht warum.

    Aber nach gefühlten zwei Sekunden und doch ein paar Stunden löste er sich von mir und sah mir in die Augen.
    Ich verlor mich in seinen blauen Augen. Dieser Moment war Fanfiktion-reif.
    Ich wollte diesen Moment wirklich nicht zerstören, aber ich musste es wissen. Also durchbrach ich die Stille und flüsterte ihm ein 'Warum hast du geweint?' zu.
    Taddl sah mich erst nur an, fing dann aber an zu sprechen.
    'Du erinnerst dich doch noch an den Abend, als ich sagte, dass ich mich in GLP verliebt hätte, nicht?' Ich glaube er erwartete nun eine zustimmende Antwort oder ein Nicken, aber ich war grad anderweitig beschäftigt.
    In meinem Kopf ratterte es und ich malte mir das schlimmste aus.
    Er liebt mich doch nicht.
    Etwas bei diesem Gedanken ließ mein Herz in tausend Teile zerspringen.
    Taddl schien zu bemerken, dass von mir keine Antwort zu erwarten war und erzählte weiter.
    'Nun ja, ich bin den Rest des Abends oder der Nacht allen aus dem Weg gegangen, besonders Ardy.
    Ich bemühte mich nicht mit ihm allein zu sein. Ich hatte Angst vor seiner Reaktion. Reaktion darauf, dass ich schwul bin.
    Als aber Dner und Simon nun auf der Longboardtour sind und du mit Zimbel auch nicht mehr da wart ließ sich die Situation nicht vermeiden.
    So sehr ich mich auch bemüht hatte ich konnte es nicht länger verhindern und so kam es dazu, dass ich mich mit Ardy im Wohnzimmer auf dem Sofa wiedergefunden hatte.
    Ardy ist vollkommen ausgerastet und hat mich als widerwärtige Schwuchtel bezeichnet.
    Ja und jetzt sitz ich hier.'
    Für einen kurzen Moment war ich sprachlos und im nächsten Moment einfach nur wütend auf Ardy. Was fällt ihm ein meinen Taddl so zu verletzen?
    Ich schluckte meine Wut herunter und zog Taddl wieder an meine Brust. Man könnte jetzt sagen, dass ich dies tat weil Taddl mir Leid tut, aber in Wirklichkeit wollte ich ihn nur bei mir haben.

    Nach kurzer Zeit kam auch Micha wieder.
    Er sah uns an, wie wir hier eng umschlungen auf dem Sofa saßen, und setzte sich zu Uns.
    Zum wiederholten Male begann Taddl zu erzählen was ihn so fertig gemacht hatte.
    Scheinbar wurde auch Zimbel sauer, so wie er guckte.
    Michael fasste sich allerdings wieder und sprach die Idee aus, die wirklich seine Reize hatte.
    'Taddl du kannst ja, also wenn eeeeeh... ähm... Jo- Jonas nichts dagegen hat, hier einziehen, da weder Simon noch Dner ihren Schlüssen hier gelassen haben. Das heißt nur so lange, bis Ardy sich beruhigt hat. '
    Ich stimmte also mit Freude zu und ließ mal wieder die Probleme außer Acht.
    Wobei außer Acht lassen kann man das nicht nennen. Ich wog einfach nur im Kopf ob es mir wert ist, dass Taddl rund um die Uhr bei mir war. Und das war es allemal.

    Mittlerweile war es Abend geworden. Taddl, Micha und ich saßen auf dem Sofa und schauten irgendwas im Tv.
    Taddl hatte seine nötigsten Sachen schon geholt und fragte auf einmal wo er denn schlafen solle.
    Nun schaltete sich auch Michael ein.
    'Stimmt. Also die Couch ist zu klein und das einzige freie Zimmer belege ich. '
    Während Zimbel und Taddl dich also den Kopf zerbrachen schaltete mein Herz wieder schneller als mein Kopf und ich schmiss ein 'Du kannst bei mir' – nebenbei gesagt in dem Raum wo Aufnahmezeugs und so stand-'pennen. Mein Bett ist groß genug.'
    Nach kurzem Zögern und einem Stupser von Zombey, den ich sehr wohl wahrgenommen hatte, stimmte Taddl zu und verließ mit einem 'Ich leg mich schon mal schlafen' den Raum.

    Michael hatte scheinbar nur darauf gewartet, denn nach dem Taddl aus dem Bad in mein Schlafzimmer verschwunden war stand er auf und zog mich auf den Hausflur.
    Ich schaute ihn verwirrt an. Was sollten wir hier?
    Zimbel kam sofort auf den Punkt.
    'Was soll das bitte? ' So kannte ich Micha gar nicht, aber was viel wichtiger war Zimbel wusste Bescheid?
    'Ähmm ich...'
    'Nein, ich rede jetzt. Du machst Taddl kaputt damit. Lass das. Du machst den beiden das nicht kaputt.'
    Was war denn mit Zimbey los? Der war ja ziemlich aufgebracht. Sonst war Michael immer die Ruhe selbst.
    Aber was hatte er nun für ein Problem? Ich hatte eh vor es ihm zu sagen, also störte es mich wenig, dass er es nun wusste. Es tat eher gut, es nicht mehr verheimlichen zu müssen.
    Aber ich konnte ja nichts dafür, dass Taddl und Ardy streit hatten.
    'Ich... ich kann doch nichts dafür, Micha. Aber ich bin froh, dass du es nun weißt. '
    Michael sah mich sprachlos an.
    'Du kannst nichts dafür? Neeeeein nur nicht. Hab ich mich in Taddl verliebt?
    'Ne, aber ...'
    Micha unterbrach mich, indem er einfach wieder in der Wohnung verschwand.

    Tja nun saß ich allein auf dem Sofa und dachte darüber nach, was ich nun tun sollte. Ich hätte verstanden, wenn Zombey sauer war weil ich ihm nicht gesagt hatte, dass ich GLP bin, aber nicht weil ich daran schuld war, dass Taddl und Ardian streit hatten.
    Seufzend stand ich auf und stellte mich vor Michas Tür. Ich wollte noch einmal mit ihm reden, wusste aber nicht genau ob er schon schlief.
    Dies schien zum Glück nicht der Fall zu sein, da ich ihn noch hören konnte.
    Ich zögerte. Sollte ich zu ihm gehen oder ihn sich beruhigen lassen?
    Ich entschied mich nach kurzem Überlegen zu ihm zu gehen und klopfte zaghaft an die Tür.
    'Michael, kann ich rein kommen?'
    Ich hörte von der anderen Seite nur ein murren. Hieß das ja?
    Da ich nicht wusste, ob ich eintreten durfte beschloss ich einfach hinein zu gehen.
    Wie erwartet lag Micha auf seinem Bett und sah mich nicht sehr erfreut an.
    'Was willst du?'
    'Wissen warum du so sauer bist. Ich mein ich kenn dich so gar nicht.'
    'Naja, du kennst mich ja auch nicht so wirklich'
    Was sollte das nun heißen? Ich war sein bester Freund.
    'Aber wenn du wissen willst was mein Problem ist, gut. Du machst den beiden alles kaputt, nur weil du dich in Taddl verliebt hast. '
    'Ich kann doch nichts dafür, dass Taddl mich liebt und ich ihn. Ich hab es damit schon schwer genug. Micha, ich bin dein bester Freund, du solltest mich besser kennen. Ich wollte nicht dass die zwei streiten. Ich würde ja verstehen, wenn du sauer bist, dass ich dir nicht gesagt habe, dass ich GLP bin. Aber deshalb? ' Ich sah ihn verletzt an.
    Ja, damit hatte ich es wohl zugegeben und akzeptiert: Ich, Manuel Büttinger, war in Thaddeus Tjarks verliebt.
    Aber Zimbel saß nun aufrecht im Bett und sah m ich mit großen Augen an
    'M- M- M- Manu? Du? Aber ich dachte... also ich meinte... Du bist GLP? Ich m- meinte eigentlich, dass d-du T- Taddl und M- Manu alles kaputt machst.'
    Zombeys Gesicht wechsele von verwirrt zu ...

    10
    Hier ist das Kapitel 10 ♥: D
    Also schnappt euch 'ne Tüte Milch, chillt euch irgendwo hin und viel Spaß beim Lesen: D

    Zombeys Gesicht wechselte von verwirrt zu glücklich. Er warf sich mir um den Hals und brachte ein 'Manu, warum hast du das nicht eher gesagt?' raus.
    Er löste sich von mir und gemeinsam setzten wir uns auf sein Bett. Ich musste ihm wohl nun Rede und Antwort stehen.

    'Ok, Manu. Ich glaub ich kann mir denken warum also komm ich gleich auf den Punkt. Was ist da zwischen dir und Taddl? Und wer weiß noch, dass Jonas GLP ist?'
    Ich stockte kurt. Ich war auf Fragen wie 'Wie lange schon' oder wann wolltest du es uns sagen' eingestellt, aber dass er direkt auf Taddl zu sprechen kam...
    'Naja, also ich bin wohl irgendwie in ihn verliebt und er in Mich, aber er weiß ja nicht, dass ich ich bin und dann hat er nun auch nicht Streit mit Ardian. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Er ist bestimmt enttäuscht, wenn ich ihm sage, dass ich ihn die ganze Zeit angelogen habe. Andererseits will ich ihm auch nahe sein.
    Will, dass er meinen Namen stöhnt. Aber nicht Jonas, sondern Manu uns...'
    Zombey, der als ich das mit dem Stöhnen erwähnte rot geworden ist, unterbrach mich mit einem 'Beruhige dich, Manu. Ich denk mal über eine Lösung nach. Wir sollten erst mal schlafen gehen.'
    Ich nickte und murmelte ein 'Gute Nacht.'.
    Die Hand schon an der Klinke drehte ich mich noch einmal um.
    'Aber eine Frage noch. Warum warst du so sauer, als du dachtest, dass 'Jonas' in Taddl verliebt ist und ihn GLP, also mir, ausspannt?'
    Zombey murmelte nur ein 'Weil ich finde, dass Du und Taddl gut zusammen passen und ...'
    Den Rest hatte Michael so genuschelt, dass ich ihn nicht verstanden hatte.
    Trotzdem gab ich mich damit zufrieden und verließ den Raum.

    Ich rannte förmlich in mein Zimmer, so groß war die Vorfreude Taddl zusehen und seinen, hoffentlich, oberfreien Körper an meinen zu pressen.
    In meinem Kopf speilte sich schon wieder eine Szene zwischen mir und Taddl ab, die ich nur zu gerne wahr werden lassen würde.
    Taddl auf mir liegend, seine Lippen auf meine gepresst.
    Bevor es in meinem Kopf zur Sache kam erreichte ich das Badezimmer.
    Schade eigentlich...

    Gewaschen und mit geputzten Zähnen machte ich mich nun auf den Weg in mein Zimmer, in welchem Taddl lag.
    Als ich die Tür mit einem lesen knarzen öffnete sah ich erst mal gar nichts.
    Na toll, Taddl hatte die Vorhänge zu gezogen, was ich sonst nie tat. Aber wenn er so besser schlief.
    Es dauerte eine Weile, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnten und ich wieder etwas sah.
    Was ich dort sah war unbeschreiblich.
    Taddl lag quer auf meinem Bett, nur in Boxershorts bekleidet und die Decke weggestrampelt.
    Es sah so süß aus, wie er da so lag, die Gliedmaßen von sich gestreckt.
    Ich konnte nicht anders, als ihn zu beobachten. Ich schloss leise die Tür und trat an das Bettende.

    Ich weiß nicht, wie lang ich dort stand und Taddl einfach nur beim Schlafen beobachtete, doch ich wachte dadurch aus meiner Träumerei, dass mir die Sabber wortwörtlich runterlief.
    Es war aber auch zu Göttlich.
    Letztendlich legte ich dennoch vorsichtig neben Taddl, welcher sich sofort an mich kuschelte.
    Ich zog noch die Decke über uns und schlang dann auch meine Arme um ihn.
    Sein Kopf lag auf meiner Brust und alles kribbelte.
    Ich war seit langem einfach nur glücklich. Immer, wenn Taddl bei mir war konnte ich alles um mich herum vergessen.
    Neben mir könnte die Welt untergehen und ich wäre trotzdem der Glücklichste Mensch auf Erden.
    Ich hatte mich damit abgefunden schwul zu sein.
    Was sollte es auch bringen? im Endeffekt hat jeder schwule, der es verleugnet hat, sich damit abgefunden.
    Also warum schwer, wenn es auch einfach geht? Ich hatte auch so genug Probleme.
    Ich hätte ewig hier liegen bleiben können, Taddl sicher und beschützt in meinen Armen zu wissen und sein gleichmäßiges Atmen ließen mich schließlich doch ins Reich der Träume gleiten.

    Als ich am nächsten Morgen, naja es war eher noch Nacht, aufwachte merkte ich sofort, dass Etwas oder besser gesagt Jemand fehlte. Es war, als würde ein Teil von mir fehlen.
    Wie schnell man sich an die schönen Dinge gewöhnt. Ich brauchte Taddl mittlerweile so nötig, wie die Luft zum Atmen. Und dabei war ich mir erst seit kurzem sicher, dass ich ihn liebte.
    Doch ich hatte Glück, denn scheinbar war Taddl nur auf dem Klo oder so. Oder was essen.
    Aber das war nun egal, denn Sekunden später presste sich ein, sowohl im wörtlichen als auch im übertragendem Sinne, heißer Körper an mich.
    In mir flogen die Schmetterlinge und alles kribbelte. Es tat so gut zu wissen, dass Taddl sich auch in wachem Zustand an mich kuschelte.
    Fast schon automatisch legte ich sanft meine Arme um Taddl und zog in näher zu mir.
    Er schlang seine Arme wieder um mich und legte seinen Kopf auf meiner Brust ab.
    Es war so wunderschön. Mit Taddl engumschlungen in einem Bett zu liegen, während der Mond sachte durch die Vorhänge schien.
    Naja meine Gedanken waren vielleicht nicht ganz so märchenhaft.

    In meinen Kopf ratterte es. Taddl und ich in einem Bett, da wo ich ihn haben wollte.
    Aus dem Affekt heraus zog ich ihn also so, dass er auf meiner Brust lag.
    Ich schaue ihm in die, noch immer, geöffneten Augen und er erwiderte meinen Blick.
    Wir wussten beide, dass der jeweils andere wach war, hofften aber innerlich, dass er schlief.
    Es war ja schon eine merkwürdige Situation. Zumindest für Ihn. Er hält mich noch immer für Joans und trotzdem liegen wir engumschlungen in einem Bett.
    Wie schon heut Nacht begann ich Taddl zu beobachten und verlor mich in seinem Anblick.
    Ich vergaß wieder völlig die Zeit und sah Taddl, welcher mittlerweile eingeschlafen war, einfach nur an.
    Gegen meinen Willen kamen diese Gedanken wieder.
    Doch nun musste ich mir das Gefühl, wie es sein musste Taddls Brust an meiner zu spüren nicht mehr ausdenken.
    Ein paar wünsche blieben jedoch noch offen.
    Taddls Lippen auf meinen, seine Hand in meiner Hose, sein Stöhnen in meinem Ohr.
    Taddl wanderte mit seinen Lippen immer weiter meinen Körper hinab, bis er zu dem Bund meiner Boxershort kam.
    Quälend langsam wanderten seine Finger meine Seiten hinab und zogen mir die Boxer ganz langsam aus.
    Ich wand mich unter ihm und unterdrückte ein Stöhnen, was mir nicht sonderlich gut gelang.
    Taddl begann gegen meinen Schaft zu grinsen und küsste sich langsam den weg zu meiner Erregung. Er küsste sich rund um dieser herum, was mich um den Verstand brachte und mich hemmungslos aufstöhnen ließ.
    Taddl küsste bzw. Leckte sich den Weg wieder nach oben und berührte ganz 'aus Versehen' meinen harten, pochenden Penis.
    Nicht mit mir, mein Lieber. Blitzschnell drehte ich ihn so, dass ich auf ihm saß und er hilflos unter mir.
    Nun war ich dran ihn an seine Grenzen zu bringen und ihn dem Himmel näher kommen zu lassen.
    Ich erkannte deutlich die Beule in seiner Boxershort, welcher auch sofort aus dem Weg geräumt wurde, da er meiner Meinung nach zu viel Stoff trug.
    Ich begann kleine hauchzarte Küsse auf seiner Erregung zu verteilen, was ihn aufstöhnen ließ.

    Natürlich ließen mich diese Gedanken auch in Realität nicht wirklich kalt und so kam es, das ich mit schneller Atmung und mich windend unter Taddl lag, während mein Blut in tiefere Regionen floss.
    Leider wachte Taddl durch meine Bewegungen oder durch mein leises unterdrücktes Stöhnen auf...

    11
    Sooo hier ist das 11 Kapii ♥
    Schnappt euch eine Tüte Milch und viel Spaß:3

    Er stützte seine Arme auf meiner Brust ab und hob seinen Oberkörper, sodass er mich ansehen konnte und flüsterte ein 'Jonas? Alles okay bei dir?'
    Ich wurde rot, was er hoffentlich nicht bemerkte und stammelte ein 'J- ja schon' zurück.
    Ich glaube die Situation war uns beiden ziemlich peinlich, doch als ich etwas Hartes an meinem Bein spürte konnte ich mich nicht mehr halten.
    Ich fing an hemmungslos zu lachen. Die Situation war einfach zu lustig.
    So lagen Taddl, welcher mittlerweile in mein Lachen, welches ich so gut wie möglich verstellte, einstieg, und ich also beide mit einem Ständer übereinander im Bett.

    So komisch und lustig diese Situation auch war, gleichzeitig war sie auch wunderschön.
    In mir breiteten sich Tonnen von Glücksgefühlen aus.
    Ich kam mir grad ziemlich kitschig vor mit diesem Gedenken. Das musste aufhören.

    So oft hatte ich mir diesen Moment vorgestellt und nun war ich zu feige den ersten Schritt zu machen.
    Aber das musste ich nicht, da Taddl schon die Initiative ergriffen hatte und mich küssen wollte. Ich drehte mich jedoch halb weg und begann seinen Hals zu küssen.
    Im ersten Moment war Taddl ziemlich überrascht, fing sich jedoch gleich darauf wieder und striff mit seinen Händen meine Seite auf und ab, was mir ein leises Stöhnen entlockte.
    Dies schien Taddl anzuspornen, denn er grinste und fuhr nun sanft mit den Fingernägeln über meinen Rücken, zurück zu meiner Seite und wieder auf und ab.
    Ich reckte mich seinen Bewegungen entgegen und meine Atmung beschleunigte sich.
    Ich drehte uns so, dass Taddl unter mir lag und küsste mir den weg langsam runter, was ihm eine Gänsehaut bescherte.
    Ich wusste nicht, ob ich für das darauffolgende bereit war. Ich hatte es mir so oft vorgestellt, doch jetzt wo es soweit war ich mir nicht mehr sicher, ob ich soweit war.

    Entweder spürte Taddl dies oder ihm ging es genauso, denn im Nächsten Moment zog er mich sachte wieder hoch und lächelte mich mit seinem typischen Taddl-Grinsen an.
    Wie ich sein Grinsen doch liebte.
    Wie ich ihn doch liebte.
    Ich gab ihm einen sanften Kuss auf die Stirn und kuschelte mich an ihn.
    Ich war zwar auf Wolke 7, doch auf einmal holten mich meine Probleme und Fragen wieder ein.
    Wann sollte ich aufnehmen? Hatte Taddl mein Zeugs gesehen? Hatte er einen Verdacht?
    Aber am meisten machte es mir zu schaffen, dass Taddl hier ja so zu sagen in Jonas' Armen schläft und nicht in meinen.

    Dies war auch der Grund, weshalb ich ihn mich nicht habe küssen lassen.
    Ein Kuss war für mich etwas sehr kostbares und den verschenkt man nicht einfach so.
    Klar, ich liebet Taddl, auch wenn es mir erst seit kurzem klar war, aber ich wollte, dass er Manuel küsst und nicht Jonas. Aber wie sag ich es ihm nur?

    Ich musste über meine Gedanken wohl eingeschlafen sein, denn als ich am nächsten Morgen wach wurde lag ich immer noch auf Taddls Brust.
    Ich kuschelte mich wieder an ihn und genoss den Moment.
    Verträumt wuschelte ich durch seine Haare und musste lächeln. So könnte von mir aus jeder Tag beginnen.

    Letzten Endes bin ich also doch aufgestanden und schleppte mich ich die Küche in der schon ein mich angrinsender Zombey saß.
    'Guten Morgen' Sagte er mit zweideutigem Unterton und grinste mich dreckig an.
    Ich nuschelte ein 'Morgen...' und überging sein Grinsen einfach.
    Er verfolgte mit seinem Blick jede meiner Bewegungen und sah mich einfach nur an, während ich mich auf den Stuhl neben ihm plumpsen ließ.
    'Naaa, wie war deine Nacht?'
    Micha konnte es nicht lassen und da war sein Grinsen auch wieder da.
    Ich wurde rot und stammelte ein 'Ähm ähhh also... Nicht so wie du denkst.'
    Das war ihm wohl Antwort genug.
    'So so, was denk ich denn?' Fragte Micha herausfordernd.
    Ich sah ihm in die Augen. In sein freundlichen, ehrlichen, blauen Augen.
    Abgesehen davon, dass ich jetzt Jemanden zum Reden brauchte vertraute ich Zimbel blind.
    Also dimmte ich meine Stimme, sodass Taddl uns ja nicht hören konnte und fing an ihm von der gestrigen Nacht zu berichten.
    Als ich geendet hatte sah Zimbel mich eine Weile nur an und sagte mir schließlich 'Du musst es ihm sagen, Manu. Ich weiß, dass es dir schwer fällt aber was soll denn schon passiert?'
    Ich wollte grad antworten, als Taddl in die Küche geschlurft kam. Er sah mich an, während auch ich ihn genauestens beobachtete.
    Keiner wusste so recht, was er sagen sollte und so schauten wir beide hoch rot zur Seite.
    Musste Taddl ausgerechnet jetzt kommen?
    Nicht, dass ich ihn nicht gerne bei mir hab, aber ich brauchte jetzt Michas Rat.
    Er sollte mir einen Rat geben, den ich nicht selbst wusste, immerhin war ich ziemlich verzweifelt und er mein bester Freund.

    Micha betrachtete die ganze Situation mit einem Grinsen.
    Ja geil Micha, danke. Statt mir zu helfen grinst du nur.
    Ich sah ihn hilfesuchend an und er zuckte mit den Schultern. Gute Hilfe.
    Zum Glück rettete mich die Türklingel. Ich wollte gerade zur Tür laufen, als Zimbel aufsprang und zur Tür eilte.
    Hatte er jemanden eingeladen?
    Neugierig und verwirrt zu gleich ging ich ihm hinter her um zu schauen, wer da an der Tür war. Taddl hatte scheinbar dasselbe vor, denn er lief uns ebenfalls hinterher.

    Vor der Tür stand Peter. Schon wieder.
    Was machte er hier? Oh ne, ich war kurz vor einer Panikattacke. Wollte er mich verraten? Und was sagt er dazu, dass ich schwul war?
    Wow, es klang echt komisch das zu denken.
    Erst jetzt fiel mir auf, dass Peter am Weinen war.
    PETER WEINTE?
    Peter weinte nie.
    Wir drei sahen ihn besorgt an, bis ich aus meiner Starre erwachte und zu Peter stürmte.
    Ich nahm ihn in den Arm und strich ihm beruhigend über den Rücken.
    Ich musste sagen meinen Bruder so zu sehen nahm mich ziemlich mit, doch Peters Grund nahm mich noch viel mehr mit.
    Denn als er sich einigermaßen beruhigt hatte sagte er...

    12
    Kapitel 12:3
    Schnappt euch 'ne Tüte Milch und viel Spaß:)♥

    Als er sich einigermaßen beruhigt hatte sagte er: 'Sebastian liegt im Koma. Er hatte einen Autounfall.'
    Ich wollte ihn fragen, wie es Seb geht, wollte ihn fragen ob ich ihn besuchen kann.
    Wollte wissen ob Mama Bescheid wusste und ob Taddl nun über mich Bescheid wusste, doch ich brachte kein Ton raus.
    Ich mein er war mein Bruder und ich liebte ihn. Wir haben über 20 Jahre in einem Haus gewohnt.
    Ich stand einfach regungslos da, war wie leer. Ich konnte es nicht begreifen, verstand den Sinn von Peters Worten nicht.
    Es war, als ob die Erde stehen blieb. Nein, nur meine Erde. Für den Rest drehte sie sich weiter. Für Zimbel, welcher versuchte Peter zu beruhigen und Taddl, der mich wieder auf die Erde zurückholen wollte.

    Ich wusste nicht, wie lang ich in meiner Starre einfach nur ins Leere gestarrt und versucht habe den Sinn von Peters Worten zu verstehen.
    Sebastian lag im Koma. Dieser Satz hallte in meinem Kopf immer und immer wieder.
    Bis ich mich schließlich mit leerem Blick zu Boden gleiten ließ.
    Ich konnte nicht weinen, da ich gar nichts fühlte. Es war als ob hier eine leere Hülle sitzen würde. Ich bekam weder mit, wie ich aufs Sofa getragen wurden, noch wie sich Taddl neben mich setzte und einen Arm um mich legte.
    Ich spürte rein gar nichts.
    Meine Mutter und meine Geschwister waren schon immer mein ein und alles.

    Irgendwann kam dieser Satz auch in meinem Gehirn an.
    Er lag im Koma, wurde angefahren. Er wird vielleicht sterben.
    Und als ich diesen Sinn verstand, brach ich komplett auseinander. Es fühlte sich an, als würde man mir mein Herz rausreißen, nur noch viel schlimmer.
    Als würde man einen großen Teil meines Lebenssinnes komplett zerstören.
    Mittlerweile liefen die Tränen mir haltlos übers Gesicht.
    Ich kugelte mich zusammen. Ich war verzweifelt. Ich wusste nicht wohin mit meinen Emotionen.
    Ich setzte mich auf und zog die Beine an. Grub meine Fingernägel in meine Beine.
    Zog mich immer mehr zusammen und wiegte mich hin und her.
    Er durfte nicht sterben.
    Ich musste zu ihm, doch ich war zu schwach.
    Mein ganzer Körper konzentrierte sich drauf, nicht vollkommen zu verzweifeln und durchzudrehen. Ich nahm noch nicht einmal mein Umfeld war
    Das einzige, was ich wahr nahm waren die starken Arme, welche sich um meinen Körper Schlangen und in welche in mich hinein krallte.
    Ich spürte nur noch den Schmerz, tief in mir, welchen nicht einmal Taddl Umarmungen heilen konnten.
    Es war so, als ob man mich in ein tiefes Loch geschubst hätte. Und das nur mit diesem einen Satz.

    Manche würden sagen meine Reaktion sei übertrieben, doch meine Familie bedeutete mir alles.
    Unsere Vergangenheit hatte uns ziemlich zusammen geschweißt und nun stand alles auf der Kippe.
    Ich wollte zu ihm und ihn sehen, doch noch immer war meine Kraft nicht genug. Ich hatte weder Kraft um Hilfe zu rufen, noch um aus dem Loch zu klettern.
    Ich hatte nur diesen einen Fels, der mich hielt. Der wunderbare Fels namens Taddl.

    Irgendwann bin ich vor lauter Erschöpfung endlich eingeschlafen und als ich am nächsten Morgen aufwachte lag ich in meinem Bett.
    Ich musste mir die Erinnerung von Gestern erst einmal wieder in meinen Kopf rufen, bevor mir erneut Tränen in den Augen brannten.
    Ich konnte es immer noch nicht glauben, wollte es nicht glauben.
    Stumm flossen mir nun wieder Tränen in Sturzbächen hinab und ein Wimmern gelang über meine Lippen.
    Doch ich musste nun wissen wie es Sebastian geht.
    Also stand ich mit zitternden Knien auf und schlich in die Küche, wo Taddl und Zimbel saßen.
    Sie redeten nicht, sondern saßen einfach so da, ohne Emotionen im Gesicht.
    Was wusste Taddl jetzt eigentlich?

    Ich betrat die Küche und als Micha und Taddl mich bemerkten zogen sie mich direkt in eine Umarmung.
    Nach kurzer Zeit löste ich mich von ihnen und sah sie Ängstich an.
    Als ich anfing zu sprechen zitterte meine Stimme. 'W- w- wie g-geht -ts i-ihm?' Und wurde auch sogleich von einem Schluchzen meinerseits unterbrochen.
    'Ich- ich w-w-ill z-zu ih-h-hm.' Versuchte ich raus zu bringen, bevor meine Stimme endgültig abbrach.
    Zimbel schien es jedoch verstanden zu haben und sagte 'Ich bring dich zu ihm.' Hinterher setzte er ein aufmunternden müdes Lächeln, was ich jedoch nur mit einem erneuten Schluchzen erwiderte.
    Michael wollte mich aus dem Raum ziehen, als ich Taddl, welcher keine Anstalt machte uns zu folgen, flehend an sah und ein 'Bi-bitte kom-m-m m-m-it' Schluchzte und ihn tränenüberströmt ansah. Mir war klar, dass er es nun wissen musste und er auch nicht wirklich gut auf mich zu sprechen war, doch trotzdem legte er einen Arm um mich und schob mich sanft aus der Tür.

    Nun saßen wir zu dritt im Auto. Zimbel am Steuer und ich, immer noch weinend und mein Gesicht an Taddl Brust gedrückt, neben Taddl auf der Rückbank.
    Keiner sprach etwas. Das einzige Geräusch im Auto waren meine Schluchzer und mein unregelmäßiges Wimmern.

    Endlich waren wir am Krankenhaus angekommen, wo Taddl mich aus dem Auto zog und mich ins Innere des Gebäudes führte. Ich klammerte mich an ihn, hatte Angst vor dem Folgenden.
    Ich klammerte mich immer mehr an Taddl, welcher mich immer noch schützend im Arm hielt und keine Fragen stellte, wofür ich ihn insgeheim noch mehr liebte.
    Meine Knie zitterten, mein Herz raste, noch immer nahm ich die Umgebung nicht wahr und die Tränen liefen mir weiterhin übers Gesicht.
    Zimbel redete mit der Empfangsdame und deutete an, dass wir ihm folgen sollten.
    Ich lies mich von Taddl führen, konnte nicht wirklich denken, als wir endlich vor seinem Zimmer anbekamen.
    Ich bewegte meine zitternde Hand nach vorn um die Tür zu öffnen und wollte die Türklinke herunterdrücken, doch mein Körper hatte einfach keine Kraft.
    Innerlich wurde ich hektisch und bekam Panik, ließ mir nach außen jedoch nichts anmerken.

    Taddl schien nach einer Weile mein Problem bemerkt zu haben und drückte die Klinke für mich hinunter, und als ich in das Zimmer sah war es vorbei mit mir.
    Ich sackte in Taddls Armen zusammen, zu schrecklich war dieser Anblick....

    13
    Kapitel 13
    Das ist das 13 Kapii: D UnglückszahlenKapitel!11einself1!
    Also schnappt euch eine Milch und viel Spaß: D♥

    Dieser Anblick war zu viel für mich.
    Sebastian, wie er regungslos und fast wie tot in seinem Bett lag und an etlichen Schläuchen hing, meine Mutter, welche neben ihm saß und stumm weinend seine Hand hielt und auch Peter war da und war nicht weniger verheult.
    Schon wieder zerbrach mein Herz.
    Als meine Mutter mich bemerkte kam sie auf mich und Taddl zu und schloss mich in den Arm, in welchen ich mich ein kuschelte.
    Nun stieß auch Peter zu uns und das klang vielleicht ein wenig kitschig aber sie gaben mir den nun nötigen Halt.
    Den Halt, der mir zuvor von Taddl gespendet wurde, welcher sich jetzt mit Zimbel langsam aus dem Raum bewegte, damit wir unsere Ruhe hatten.

    Keiner von uns wollte die Umarmung lösen, da wir alle Halt brauchten und ihn dieser fanden. Doch natürlich blieb man im Krankenhaus nicht ungestört, da schon bald eine Krankenschwester hereinkam und wir gezwungen waren und zu lösen.
    Vorsichtig zog ich also meine Arme zurück und setzte mich mit Peter zu Seb ans Bett, während unsere Mama sich mit der Schwester unterhielt.
    Ich bekam nicht viel vom besagten Gespräch mit, da ich Sebs Hand hielt und stumm vor mich hin weinte.
    Ach Peter liefen noch immer Tränen übers Gesicht.
    Stumm saßen wir an Sebs Bett und wenig später setzte Mama sich gegenüber von uns und nahm seine Hand.
    Keiner traute sich etwas zu sagen.
    Ich würde ja sagen die Zeit vergeht wie im Flug, doch für uns gab es im Moment keine Zeit.
    Es gab nur uns. Mich, meine Brüder und Mama. Und das Piepsen der Geräte an denen Sebastian angeschlossen war.

    Ich starrte meinen Bruder einfach nur mit verheulten Augen an.
    Meine Familie war immer da gewesen und jetzt sollte ich auch für sie da sein, ganz besonders für Sebastian, doch sein Anblick zerriss mich, sodass ich irgendwann den Raum sturmartig verließ und mich im Flur an der Wand hinunter gleiten ließ.
    Ich war mit der ganzen Situation total überfordert. Ich wusste nicht wohin mit meiner Angst, meiner Trauer und vor Allem mit meiner Wut.
    Wut auf die Ärzte, die ihm helfen sollen.
    Wut auf den Autofahrer, der ihn angefahren hatte.
    Wut auf ihn, da er nicht aufgepasst hatte.
    Wut auf mich, dass ich es nicht verhindern konnte.

    Diesmal wusste ich genau wie lang ich dort saß, da ich mich 188 mal hin und her wiegte. So saß ich also drei Minuten und acht Sekunden dort auf dem Boden, bis ich aufstand und einmal quer über den Flur eilte.
    Ich hatte aufgehört zu weinen, stattdessen hatte ich nun einen leeren Blick.

    Ich wanderte durch die Gänge des Krankenhauses.
    Ich wusste nicht wohin.
    Ich war verwirrt, müde und außerdem immer noch total fertig wegen meinem Bruder.
    Konnte mein Leben nicht einmal ohne Probleme verlaufen?
    Scheinbar nicht, denn sonst wäre ich nicht hier.
    Ich wusste nicht wohin mit mir.
    Mit mir, meinen Problemen und meiner Angst.
    Meiner schrecklichen Angst um meinen Brunder.
    Er war der, der immer hinter mir stand als ich von den anderen Kindern gemobbt wurde.
    Er war da, als unser Vater abgehaute.
    So wie auch der Reste meiner Familie. Wir sind, besonders in der Zeit, ziemlich eng zusammen gerückt.
    Umso mehr nahm es mich nun mich.
    Ich sollte bei ihnen sein, doch ich war zu schwach.
    Zu schwach ihn so zu sehnen.

    Noch lang saß ich im Krankenhaus auf dem Flur und dachte nach, wobei mich zwischendurch auch mal eine Träne aus den Augenwinkel lief.
    Als ich das Krankenhaus, auf Zimbels Befehl und Taddls Obhut, verließ war es bereits dunkel.
    Irgendeiner hatte die beiden angerufen und sie gebeten mich abzuholen.
    Vielleicht eine Schwester, vielleicht aber auch Peter.
    Ich wusste es nicht mehr.
    Ich hatte nicht richtig zugehört oder sie hatten es einfach nicht erwähnt.

    Ich war noch immer nicht in guter Verfassung, sodass Taddl mich halb schieben, halb ziehen musste.
    Ich beachtete sich nicht wirklich.
    Ich ließ mich einfach führen.

    Ich weiß nicht mehr wie ich ins Bett gekommen war. Ob Taddl mich getragen hatte oder ob ich selbst gelaufen war. Ich wusste es nicht mehr.
    Jetzt lag ich jedenfalls wach in meinem Bett und dachte nach.
    Über mich, Taddl, Sebastian und die ganze jetzige Situation. Und wie tief ich eigentlich in der Scheiße steckte,
    Ich drehte mich um, sodass ich auf dem Bauch lag.
    Ich wusste nicht einmal, wo Taddl nun schlief.
    Da fiel mir ein ich wusste im Moment sowieso nichts.
    Weder wo Taddl schlief, noch ob er noch Streit mit Ardy hatte, noch was mit YouTube war.
    Ich konnte im Moment einfach nicht mehr.
    Es war mir relativ egal, was meine Fans dachten, aber vielleicht hatten Zombey oder so ihnen Bescheid gegeben.
    Es konnte auch sein, dass Peter etwas von wegen Problemen mit der Familie gesagt hatte, da konnte man sich ja denken, dass bei mir dasselbe war.

    Ich machte mir Vorwürfe.
    Wegen allem. Wegen seinem Unfall, wegen Taddl und wegen meiner jetzigen Lage.
    Ich war selbst Schuld und bestrafte andere, wie Sebastian damit.
    Ich hätte bei ihm sein sollen und ihn von dem Unfall bewahren oder wenigstens jetzt an seiner Seite bin, doch ich konnte nicht.
    Ich war schwach und feige.
    Und während ich meine Gedanken fortführte musste ich wohl eingeschlafen sein...

    14
    Kapitel 14: D Yeeeey
    Nehmt euch 2 Milchtüten, ich geb welche aus: D
    und viel Spaß:3♥

    Als ich aufwachte hatte ich Hoffnung in mir, dass alles nur ein Traum war, doch wir waren in keinem Märchen wo alles nur ein Traum war wenn ich es wollte. Nein, das hier war die Realität.
    Und zwar eine ziemlich harte Realität, welche mir wie die Faust ins Gesicht schlug.
    Wie Fäuste, die sich in meine Augen brannten.
    Dieser Gedanke kam mir, als meine Augen brannten.
    Wie kann ein Mensch innerhalb von... Ja von wie vielen eigentlich, Tagen so viel weinen.
    Indem sein Bruder im Koma, pardon im künstlichen Koma, wie ich gestern heraus fand, liegt.
    Allein der Gedanke machte mich fertig und auch wenn ich es verdrängt hatte viel mir jetzt wieder ein, dass ich auch noch Taddl enttäuscht hatte.
    Mit neuem Mut und dem Versprechen wenn alles vorüber mit Taddl zu reden verließ ich mein Zimmer.
    Ich setzte mich auf mein Sofa und sah nach Draußen. Alles war so friedlich.
    Fast wie auf dem Friedhof.
    Und so saß ich da gedankenverloren in meiner Rosa-Blase und murmelte etwas vor mich hin.
    Das mochte vielleicht jetzt so klingen, als sei ich auf Droge, aber für einen Moment alles vergesse, das war das was ich nun brauchte.
    Komischerweise konnte ich mich schon als Kind immer in meine eigenen Kokons 'einbauen' und die Welt vergessen.
    Leider wurde ich aus meiner Blase gezogen, da ich realisierte, dass mich so eben jemand anschrie.
    Und mit schrie meine ich schrie.
    Vollkommen verwirrt wieder in der Gegenwart zu sein sah ich mich um und erblickte Zombey, welcher mich an den Schultern gepackt und mich angeschrien hatte.
    Erleichtert blickte er mich an und fiel mir schlussendlich um den Hals.
    Ich rührte mich nicht, zu groß war die Angst in Tränen aus zu brechen und schwach zu werden.
    'Hey, hey Manu. Willst du reden oder so?' Michael sah mich auffordernd an und hockte sich vor mir auf den Boden.
    'Manu?' Zimbel wurde lauter und panischer zum Ende hin.
    'Manuel, tu was. Rede, weine, sei sauer oder egal was. Aber hör auf so tot zu wirken. Du bekommst gar nichts mit. Taddl und ich machen uns Sorgen um dich.'
    Ich sah ihn an und rührte mich nicht.
    'Soll ich dich zu Seb fahren? Willst du wissen wie es ihm geht? Oder willst du wissen ob Taddl sauer auf dich ist? Hörst du mir überhaupt zu?'
    Micha fragte und fragte, doch ich saß einfach da. Die einzige Bewegung die ich machte war das anziehen meiner Beine.
    Ich wollte ja antworten, doch ich konnte nicht.
    Vor Angst und einfach weil ich unfähig dazu war.

    Micha bekam nun wohl langsam Panik um mich, denn als ich noch immer nicht reagierte und weder schütteln noch anschreien etwas half griff er zu anderen Maßnahmen.
    Er holte aus und gab mir eine Backpfeife, welche mich endlich wieder fähig machte mich zu rühren und zu sprechen.
    Wobei man dies nicht sprechen nennen konnte, da mein halber Satz in Schluchzen unterging.

    Als ich mich einigermaßen wieder beruhigt hatte und ich mich aus Zombeys tröstender Umarmung löste begann Zombey zu erzählen.
    Er erzählte mir alles, was ich in den letzten Stunden verpasst hatte, weil ich Geistig nicht da war oder vor Trauer nicht ansprechbar war.
    Zum Beispiel, dass Seb heut aus dem Koma geholt werden soll und dies über Leben und Tod entscheiden könnte, was mich nicht grad aufbaute, dass Peter, welcher zwar auch trauerte, jedoch ansprechbar war, meinen Fans Bescheid gegeben hatte und dass Taddl ihm gesagt hätte...

    Ein lautes Hupen zog mich aus meinen Gedanken.
    Ich und Michael waren auf dem Weg ins Krankenhaus, damit ich sah war, wenn sie ihn aufwecken wollten.
    Zimbel fluchte leise vor sich hin und schlängelte sich so schnell wie möglich durch den Verkehr, während ich auf dem Beifahrersitz saß und aus dem Fenster schaute.
    Endlich konnte ich das Krankenhaus sehen. Mir wurde schlecht.
    Ich wollte nicht da rein gehen. Ich wollte nicht da rein gehen.
    Aber ich musste. Das war ich ihm schuldig und außerdem wollte ich meiner Familie beistehen.
    Ich stieg also zitternd aus dem Wagen und ließ mich von Zimbel hoch bringen, da ich ja nicht wusste wo ich hin musste.
    Im sechsten Stock angekommen setzte ich mich zu meiner Familie in Sebs Zimmer, welcher nicht mehr dort lag sondern in ein separates Zimmer geschoben wurde zum Wecken, und wartet gefühlte Stunden.
    Nach einer Ewigkeit voller Angst, Panik und Tränen von mir, Mama und Peter, kam nun endlich ein Arzt in das Zimmer gelaufen.
    Die letzten Stunden hier zu warten war die Hölle.
    Bei jedem Geräusch hoffte man.
    Bei jedem neuen Gedanken malte man sich schlimmere Dinge aus.
    Und in jeder neuen Sekunde wuchs die Angst.
    Keiner von uns hatte auch nur ein Wort gesagt. Wir wollten nicht von den Anderen hören, wie leid es uns allen für die Anderen tat.
    Wir verstanden uns auch ohne Worte.

    Die Miene des Arztes war undurchschaubar.
    Wir schauten ihn zum Teil hoffend zum Teil flehend an.
    Die Sekunden, die er brauchte um den Mund zu öffnen waren schrecklich, ja sogar unerträglich.
    Am liebsten würde ich ihm an die Gurgel springen, damit er endlich mit der Sprache heraus drückte.
    Endlich setzte er zum Sprechen an.
    Er sah uns nach der Reihe an und meinte mit einem klaren Blick auf seine

    15
    Kapitel 15
    Schnappt euch eine Tüte Milch &
    Du Schokolade: D♥
    Viel Spaß: D ♥

    'Herrn Büttinger hat knapp überlebt, er liegt nun auf der Intensivstation und kann vorerst nicht besucht werden. Er schein allerdings außer Gefahr zu sein'
    Diese Art, wie er es sagte.
    So monoton,
    so ohne Emotionen.
    So, als sei es ihm egal, wenn Seb sterben würde. Wahrscheinlich war es ihm auch egal.
    Aber das einzige, was für mich nun zählte war, dass er nicht tot war.
    Ein riesen Stein fiel mir von Herzen und ein Grinsen, ein freies und glückliches Grinsen, schmückte mein Gesicht.
    Und nicht nur meins. Meine Familie sah genauso aus.
    Auch, wenn wir ihn nicht sehen dürfen hatten wir die Gewissheit, dass mein Bruder überm Berg war.

    Tja, doch so schnell meine Hochphase kam so schnell verließ sie mich auch wieder.
    Ich saß auf der Rückbank von Peters Auto, welcher mir angeboten hatte mich nach Haus zu fahren nachdem wir glauben konnten, dass Sebastian nicht sterben wird.
    Wir brachten lang um den Sinn dieser Worte zu verstehen und in jetzt gerade in diesem Moment fiel mir ein, dass ich mich Taddl nun stellen musste.
    Ich kam nicht länger drum rum, doch ich hatte Angst. Angst, dass er mich verstoßen oder gar hassen könnte.
    Peter warf mir über den Spiegel einen undeutbaren Blick zu und fragte, ob alles in Ordnung sei, da ich so blass erschien.
    Ich murmelte ein 'Ja, klar alles gut' und wandte mich von ihm ab.
    Wie sollte ich es am besten angehen?
    Ich erinnerte mich an das Gespräch mit Zimbel, bevor wir ins Krankenhaus fuhren.

    'Taddl hatte gesagt, dass er ziemlich überrascht und enttäuscht von dir gewesen sei.'
    Ich schaute auf den Boden, welcher ziemlich interessant erschien.
    'H- h- heißt d-das, dasssssss er b- b- esche -eid weiß?'
    Zimbel sah mich prüfend an und nickte zögerlich.'Mhmm oder denkst du, dass Taddl so dumm ist und das nicht verstanden hat, was da abging? Du solltest mit ihm reden.'
    Guter Rat Micha, danke.

    Da waren meine Gedanken zwar um einiges depressiver, doch wenn ich jetzt so drüber nach dachte konnte ich diese Gefühle nicht mehr nach empfinden.
    Ich war immer noch froh über die Tatsache, dass er nicht sterben musste.

    ' I- ich denk -ke i- ichhh m-m-muss mit-t-t Tad- tad- taddl red-den oder?'
    Micha nickte vorsichtig und legte einen Arm um mich.
    Diese Geste sollte mich wohl aufbauen oder so, nur leider brachte es mir nichts. Ich wollte in Taddl arme.
    'War er s-sau -sauer?' Fragte ich mit eingeschüchtertem Blick und sah Michael vorsichtig an.
    Er sah weg und stammelte ein 'Kann ich nicht sagen, aber rede so schnell wie möglich mit ihm. Er hatte nur gesagt, dass...

    'Maaaanu, Maaaaaaanu? Hallo, wir sind da.' Zog Peter mich aus meinen Gedanken.
    Ich brauchte ein paar Minuten, bis ich begriff wo ich war.
    Nun wurde es ernst. Ich kam Taddl also immer näher. Immer näher an unser Gespräch.
    Mir wurde schlecht. Einerseits aus Angst und andererseits aus Freude Taddl wieder zu sehen.
    Ich versuchte noch schnell ein Gespräch mit Peter aufzubauen, welches er aber abblockte, da er noch zu Dani fahren wollte und verabschiedete mich also doch von ihm.
    Ganz langsam ging ich Stufe für Stufe nach oben.
    Schritt für Schritt.
    Atemzug zu Atemzug.
    Und immer näher zu Taddl.
    Zu der Person, die ich grad am liebsten und am wenigsten sehen wollte.

    Oben angekommen wurde meine Panik immer und immer größer. Ich wollte jenen jungen Mann mit wunderschönen, klaren blauen Augen auf keinen Fall verlieren.
    Mit zitternder Hand öffnete ich meine Haustür und trat wiederwillig ein.
    Noch nie fühlte ich mich so unwohl in meiner eigenen Wohnung.
    Ganz langsam ging ich in Richtung der Küche und überwand die letzten Meter, bis ich schließlich eintrat.
    Doch diese war leer, genau wie mein Zimmer, das Wohn- und Badezimmer.
    Ja sogar Zombeys Zimmer war leer.
    Soweit ich wusste wollte Micha mich und Taddl allein lassen, doch dieser war nicht da.
    Meine Laune war also dementsprechend im Keller. Ich hatte mich ja auch auf meinen
    Taddl gefreut. Das konnte ich nicht leugnen.

    Wiederwillig setzte ich mich also in mein Zimmer.
    Mehr als warten konnte ich ja schlecht. Ich schaltete nach gefühlten Jahren mal wieder den Fernseher in meinem Zimmer ein und zappelte durch die Kanäle, auf welchen natürlich nur Schrott lief.
    An einer Sendung, an welche ich mich nicht erinnere hielt ich also an und versuchte mich auf den Fernseher zu konzentrieren.
    Doch ich konnte nicht einmal sagen, was dort lief. Ich war mit meinen Gedanken beschäftigt,
    welche sich nur um eine Person drehten.
    Ich ging mögliche Dialoge durch und verschiedene Arten es ihm zu sagen.
    Doch die richtige fiel mir nicht ein.

    Genauso ratlos wie vorher hörte ich nun endlich das vertraute Türklingeln und rannte förmlich zur Tür, vor welcher ...

    16
    Kapitel 15:)
    Schnappt euch eure Milchtüte und Woody bekommt ihre Schokiii!: D
    Viel Spaß:)

    Vor welcher ich auch bereits erwartet wurde. Meine Hoffnungen, dass es einerseits Taddl war und andererseits auch nicht, wurden enttäuscht, da nicht wie erwartet Taddl vor der Tür stand, sondern Zimbel.
    Scheinbar hatte Peter ihn informiert, dass es Seb wieder besser ging, da er mich fröhlich ansah und mir ein fröhliches 'Hey, na Manu? Ich hab gehört Sibst geht es besser?'
    Erwartete er eine Antwort? Er wusste es doch bereits, also warum sollte ich es ihm noch einmal sagen? Da ich aber nicht einfach nur da stehen wollte nickte ich schließlich.

    Erleichtert aber doch mehr enttäuscht machte ich mich auf den Weg ins Wohnzimmer, wo ich mich auch sogleich auf mein Sofa fallen ließ.
    Michael folgte mir auch sogleich und versuchte immer wieder ein Gespräch aufzubauen.
    Ich hatte aber keine besondere Lust mich zu unterhalten. Ich wollte viel mehr mit Taddl reden.
    Wobei, wenn ich jetzt so drüber nach dachte war reden nicht das richtige Wort. Ich wollte meine Lippen viel mehr für etwas anderes verwenden.
    Wo weder ich noch er sprechen konnten. Ich hatte diese Gedanken ja ein wenig vermiss.
    Ja klar, ich konnte mir ja nicht mal selber glauben.
    In meinen Gedanken spielte sich mal wieder ein nicht wirklich jugendfreies Szenario zwischen mir und Taddl ab, während Micha immer noch auf mich einredete.
    Irgendwas von wegen Taddl. Moment, er redete über Taddl? Sofort verbannte ich mein Kopfkino und versuchte mich auf Zombeys Worte zu konzentrieren.
    '...Jedenfalls finde ich du solltest echt noch mal mit ihm reden. Nach dem, was er zu mir gesagt hatte habt ihr ein Gespräch bitter nötig.'
    Hätte ich mal zugehört und nicht drüber nach gedacht, wie Taddl seinen Körper an meinen presst und unsere Lippen sich hart und doch liebevoll gegeneinander bewegten, während meine Hand immer und immer tiefer wanderte.
    Ok Manu, konzentriere dich.
    Ich nickte Micha zu, um ihm zu zeigen, dass ich ihm auch wirklich zu hörte. Auch, wenn ich nur die letzten zwei Sätze verstanden hatte.

    Da der werte Zimbel aber begann das Thema in eine andere Richtung zu lenken, welches im Endeffekt nicht einmal mehr weiß, schaltete mein Kopf auch automatisch wieder zu Taddl.
    Besser gesagt zu einem sich unter mir windenden Taddl, welcher aus voller Kehle stöhnte. Dies brachte mich wiederum zum Stöhnen, welches ich mir in echt nur schwer verkneifen konnte.
    Ich glaubte zumindest, dass ich es mir verkneifen konnte.

    Bevor ich diesen Gedanken jedoch zu Ende denken konnte und ich dies auf später verschob, zog mich Michael mit einem 'Manuuuuuel? Hörst du mir zu?' erneut aus meinen Gedanken.
    'Ähm ehh ja klar. ' Ja Manu, sehr überzeugend.
    'Mhhm, ja Manu klar.' Nickte Micha und grinste mich an.
    Ich nickte übertrieben mit dem Kopf, so wie kleine Kinder es immer machten, wenn sie wussten dass es falsch war, es aber trotzdem rüber bringen wollten.
    Zombey lachte und wendete sich seinem Handy zu.
    Ich schielte, neugierig, wie ich war, auf sein Handy und bekam beinahe einen Herzinfarkt.
    Nicht, weil Micha etwas Schlimmes getan hatte oder so, aber die Seite auf welcher er sich gerade befand ließ mein Herz stehen bleiben.
    Ich gab nur ein Flüstern von mir. 'YouTube!'
    Zimbel sah mich verwirrt an, schien dann aber verstanden zu haben.
    Bevor er mir jedoch antworten konnte war ich mit einem 'Muss ein Infovideo drehen bin gleich wieder da.' aus dem Raum gerannt.

    In meinem Zimmer also angekommen setzte ich mich an meinen Computer und startete Pc, Aufnahme und fing an zu erzählen.
    Das ich im Moment Familiäre Probleme hatte und das ab morgen wieder Videos kommen würden.
    Jetzt also nur noch schneiden, rendern und hochladen.

    Gesagt, getan. Nun saß ich also wieder bei Micha auf der Couch und schaute mit Zimbel YouTube-Videos.
    Gerade schauten wir die Longboard-Videos von Ju, als meine Gedanken mal wieder zu einer gewissen Person wanderten.
    Ich konnte heute wohl an nichts anderes mehr denken, als an Taddl.
    Aber wie konnte man nicht an ihn denken?
    An seine wunderschönen Haare, seine muskulöse Brust und allgemeinen einfach an Taddl.
    Taddl war einfach so wundervoll. Taddl war einfach Taddl.
    Tja, meine Gedanken gingen halt nicht immer ins perverse, wobei das meistens der Fall war.
    Ich konnte auch einfach nur an Taddl denken. An seine wunderbare Art, sein Stimme, welche ich echt gerne beim Stöhnen hören wollte, sein komplettes Aussehen und seinen schrägen Humor.
    Alles an ihm war einfach nur perfekt.

    Aber wie es meistens der Fall war gegen auch die Gedanken irgendwann wieder in diese eine Richtung.
    Taddl drückte seine weichen Lippen auf meine und drückte seinen Körper gegen meinen.
    Wirklich liebevoll bewegten wir unsere Lippen synchron gegeneinander und genossen einfach nur dem Moment.
    Den Moment, welcher hoffentlich bald keine Fantasien mehr sein werden.
    Ich war einfach süchtig nach seinen Küssen.
    Seinen Küssen, welche ich mir im Moment einfach nur vorstellen konnte.
    Und in diesem Moment sehnte ich mich einfach nach Lippen. Nach Taddl Lippen.
    Ich vermisste ein Gefühl, welches ich noch nie erleben durfte.
    Und ich wusste nicht, was mich dazu geritten hatte. Ob es nun dieses Verlangen nach Taddls Lippen war oder einfach nur die Vorstellung des Gefühls auszubauen. Ich konnte nicht einmal behaupten, dass ich es in diesem Moment für richtig gehalten hatte.
    Denn ich drückte so mir nichts dir nichts meine Lippen auf Zombey oder in meinen Gedanken auf Taddl.

    Im nächsten Moment geschah alles gleichzeitig. Ich löste mich erschrocken von Michael, Micha starrte mich nicht minder geschockt an und ich höre wie eine Tür hinter uns zugeschlagen wurde.
    Nein, bitte lass Taddl nicht in genau diesem Moment nach Haus gekommen sein.
    Während mir die Tränen in den Augen brannten machte ich mich daran ihm hinterher zu rennen...

    17
    Kapitel 16:)♥
    Schnappt euch 'ne Milchtüte, Woody bekommt Schokolade und viel Spaß: D♥

    Doch, als ich die Wohnzimmertür mit einem Ruck öffnete stand nicht wie erwartet Taddl vor mir.
    Das, was ich sah ließ mich, mit pochendem Herzen und Tränen in den Augen, die Wand herunter rutschen.
    Ich konnte es nicht glauben.
    Vor mir stand oder viel mehr saß: Gonzo.
    Gonzo saß vor mir und guckte mich mit seinen süßen Hundeaugen an.
    Mein Herz klopfte. Es war nicht Taddl. Es war bloß Gonzo, welcher von außen die Tür zugeschlagen hatte.
    Immer noch gegen die Wand gelehnt musste ich erst mal sowohl Herzschlag als auch Atem wieder normalisieren.
    Ich hatte Micha geküsst. Ich hatte Micha geküsst. Ich hatte Micha geküsst.
    Dieser Gedanke wurde mir erst jetzt bewusst.
    Ich musste um Bedingt mit Zombey reden.
    Falsch, ich musste um Bedingt mit Zombey und Taddl reden.

    Ich wusste wie immer nicht, wie lang ich dort saß, doch irgendwann setzte dich eine Person neben mich.
    Es konnte ja nur Michael sein, Taddl war ja leider nicht da.
    'Manu, wir kommen nicht drum rum darüber zu reden' durchbrach Zombey murmelnd die Stille.
    Nun endlich konnte ich mich dazu durchringen ihn anzusehen.
    Sein Blick war ausdruckslos. Ich konnte einfach nichts in seinen Augen lesen.
    ' Ich... es.... das d-das war... eeehh... aus Versehen?'
    Es sollte ursprünglich eine Aussage sein, klang jedoch eher wie eine Frage.
    Zimbel sah verwirrt zu Seite und blickte mich auffordernd an.
    'ehm.. ich waar in Gedanken.... und eehhhm als in Gedanken bei ähh Taddl?'
    Scheiße, jetzt rede doch mal mehr wie du.
    Michael nickte zögerlich. Sag doch auch mal was dazu...
    Doch, da er meine Bitte natürlich nicht hört ging er dieser auch nicht nach, sondern stand auf und verließ mit einem unverständlichen Gemurmel den Raum.

    Mit wieder beruhigtem Puls und Herzschlag hatte ich mich mittlerweile in mein Zimmer begeben und starrte auf dem Bett liegend die Decke an.
    Ließ den Tag noch einmal in meinem Kopf durchgehen, überlegte wie ich mit Taddl reden sollte, Wie es mit Zimbel weiter gehen soll und wartete ungeduldig auf Taddls Rückkehr.
    Ich fragte mich so langsam wo Taddl denn hin war.
    Ich ging im Kopf die Möglichkeiten durch, wobei mir keine davon so wirklich gefiel.

    Ungeduldig wie ein kleines Kind machte ich also den ganzen Tag nichts anderes als von einem Ort zum anderen zu wandern und mich möglichst von Taddl abzulenken.
    Jedoch ohne großen Erfolg.

    Da ich mittlerweile jeden Platz in meinem Zimmer inklusive Badezimmer schon einmal besetzt hatte beschloss ich einfach eine Runde an die frische Luft zu gehen und zu hoffen, dass Taddl auf mich wartet, wenn ich zurückgehe.
    Durch diesen Gedanken angespornt schnappte ich mir Gonzos Leine, sagte Zombey bescheid und eilte die Treppe hinunter bis ich vor dem Haus stand.
    Gonzos Leine fest in der Hand stiefelte ich also durch die Gegend und landete schließlich am Rhein.

    Während ich also am Rhein saß und nach dachte fiel mir auch mein Handy wieder ein.
    Ich hatte es irgendwann einfach ausgemacht.
    Aber wo war es nun?
    Ich kramte ein paar Minuten in Jackentaschen, Hosentaschen und fand es schließlich in meiner Innentasche meiner Jacke.
    In Gedanken hoffend, dass mein Akku nicht allzu schwach war machte ich es also an und wartete, bis mein Bildschirm erschien.

    Bildschirm entsperrt und Nachrichten durchgescrollt ließ ich mein Handy ein wenig enttäusch sinken. Keine Nachricht von Taddl, stattdessen nur von Maudado, O-Saft und anderen YouTube.Freunden, welche sich nach mir erkundigen wollten.

    Ich antwortete so kurz wie nur möglich und steckte mein Handy wieder bei Seite.
    Irgendwie sahen mich alle Leute, welche an mir vorbei gingen, komisch an. Was hatten die denn alle? Noch nie Jemanden mit seinem Hund am Rhein sitzen sehen?

    Und auf dem Rückweg, schon kurz vor dem YouTube-Haus angekommen bemerkte ich auch endlich warum mich alle so anstarrten.
    Sie sahen keinen Jungen mit Hund an ihnen vorbei gehen, sie sahen einen Jungen, welcher eine Leine hinter sich her zog an ihnen vorbei gehen.
    Ich hatte Gonzo in meiner Wohnung vergessen.
    Geschockt und peinlich berührt steckte ich die Leine in meine Jackentasche und ging so schnell wie nur möglich weiter.

    Endlich sah ich das Haus und schon bald stand ich vor der Tür und letzten Endes auch im Treppenhaus. Ich schleppte mich die Treppen hoch, während sich in mir die Hoffnung breit machte gleich Taddl zu sehen.
    Man, dieses Haus brauchte dringend einen Aufzug.
    Schnaufend stand ich vor meiner Tür, welche ich auch sogleich öffnete.
    Das erste, was ich zu sehen bekam war mein geliebter Blondschopf, welcher...

    18
    Kapitel 17
    Viel Spaß:)♥

    ..., welcher sich allem Anschein nach soeben mit Zombey unterhalten hatte.
    Micha stand neben ihm und sah nicht wirklich freundlich und begeistert aus, -versuchte allerdings sobald er meinen Blick aufschnappte zu lächeln.
    Hatten die beiden sich etwa gestritten?
    Keiner von uns dreien bewegte sich, alle waren in Gedanken,
    Ich versuchte mich mental auf das nun folgende vorzubereiten, konnte jedoch keinen klaren Gedanken fassen, da ich noch immer Taddls Blick auf mir ruhen sah.
    Was machte dieser Typ nur mit mir?
    Ganz langsam setzte ich mich also in Bewegung, nur um so lang wie möglich um das Gespräch mit Taddl herum zu kommen.
    Keiner der Beiden, weder Zimbel noch Taddl, hatten scheinbar damit gerechnet, dass sich so schnell einer rühren würde, da beide noch eine Weile perplex in der Diele standen.

    In meinem Zimmer setzte ich mich auf mein Bett und richtete meine Aufmerksamkeit auf die Tür.
    Mir war klar, dass Taddl früher oder später kommen würde um mit mir zu reden, was ich innerlich ja auch hoffte.
    Trotz der Angst davor, wollte ich mich auch mit Taddl aussprechen, nur um ihn dann endgültig für mich zu haben.
    Gespannt schaute ich zu Tür und legte mir meine Antworten zu recht.

    Ich wartete und wartete gefühlte Stunden. Es waren in Wirklichkeit nicht mal ganze 10 Minuten, aber zu meiner Verteidigung fühlte es sich lange an.
    Irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr zu warten und wurde immer unsicherer, ob er überhaupt noch kommen würde.
    Mit dem Entschluss, dass er von sich aus nicht kommen würde, machte ich mich auf den Weg um nach zu sehen, wo er denn war.
    Gefunden hatte ich ihn schließlich im Wohnzimmer, was man sich ja hätte denken können.
    Trotzdem war dies der letzte Raum, welchen ich nach Taddl absuchte.
    Er saß samt Handy auf dem Sofa und schaute erleichtert, als hätte auch er auf mich gewartet auf und schaute mich unsicher an.
    Beide wussten, was wir wollten, doch keiner wollte anfangen zu reden.
    Aber jetzt konnte ruhig Taddl den Anfang machen, schließlich hatte ich gerade den ersten Schritt gemacht.
    Noch immer stand ich im Türrahmen, nicht schlüssig wohin mit mir.

    Irgendwann rang sich Taddl schließlich dazu durch mit mir zu reden und stammelte etwas, was so viel wie 'Wir müssen, denk ich mal, reden' anhörte. Sicher war ich mir jedoch nicht.
    Auf meinen Vorschlag doch in mein Zimmer zu gehen schüttelte er nur den Kopf und zog mich mit sich nach Draußen.
    Während wir durch das Treppenhaus liefen, ich immer noch bei Taddl im Schlepptau, murmelte er ein 'Lass uns ein Stück spazieren gehen.'

    Schweigend liefen ich und Taddl neben einander her.
    Keiner sagte etwas.
    Mal wieder nur schweigen.
    Ich wollte etwas sagen, doch in war mir nicht sicher, ob Taddl mich hören würde.
    Er sah ziemlich abwesend und nachdenklich aus.

    Immer wieder schielte ich zur Seite.
    Offensichtlich wohl nicht ganz unauffällig, da Taddl mit einem Ruck seinen Kopf zu mir Wand und zurück sah.
    Oh Gott, seine Augen waren so wunderschön.
    Peinlich berührt senkte ich, nach dem ich meinen Blick von seinen Augen losreißen konnte, den Kopf und sah auf die Straße.
    Er musste ja nicht bemerken, dass ich rot geworden war.

    Am Wetter hatte sich in letzter Zeit nicht wirklich etwas verändert, es war noch immer ziemlich kalt, sodass ich mich fröstelnd tiefer in meine Jacke kuschelte.
    Ich hatte leider keine Ahnung wo Taddl mich hin führte konnten wir uns nicht einfach in den Park auf eine Bank setzten?
    Wahrscheinlich hatte er keine große Lust darauf erkannt zu werden. Verständlich.
    Denn ich schätzte nicht alle Fans von ihm als dumm ein, sodass sich der ein oder andere wohl denken konnte, dass Ich GermanLetsPlay war.
    Und das war das letzte was ich wollte.

    Taddl machte nicht den Anschein, als würde er hier gleich zum Stehen kommen, geschweige denn hier zu bleiben.
    Ich konnte es nicht unterdrücken noch einmal zu ihm zu schauen.
    Er war wunderschön, mit seinen leicht geröteten Wangen und seinen wunderschönen blauen Augen. Ich konnte mir nichts Perfekteres als diesen jungen Mann vorstellen.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit blieb Taddl schließlich stehen.
    Wir waren in einem abgelegenen und trotzdem wunderschönen Platz angekommen.
    Taddl zog mich auf eine Bank, welche an dem kleinen See stand, und sah mich auffordert an.
    Ich wusste nicht, was ich ihm sagen sollte.
    Ich wusste nicht, was er hören wollte.
    Ich wusste nicht, wie er reagieren wird.
    Als ich gerade im Inbegriff war zu antworten, tat er das womit ich kein Stück gerechnet hatte.
    Mit allem, aber nicht damit.
    Mit dieser Geste brachte er mich total aus der Fassung.
    Kapitel 17
    Viel Spaß:)♥

    ..., welcher sich allem Anschein nach soeben mit Zombey unterhalten hatte.
    Micha stand neben ihm und sah nicht wirklich freundlich und begeistert aus, -versuchte allerdings sobald er meinen Blick aufschnappte zu lächeln.
    Hatten die beiden sich etwa gestritten?
    Keiner von uns dreien bewegte sich, alle waren in Gedanken,
    Ich versuchte mich mental auf das nun folgende vorzubereiten, konnte jedoch keinen klaren Gedanken fassen, da ich noch immer Taddls Blick auf mir ruhen sah.
    Was machte dieser Typ nur mit mir?
    Ganz langsam setzte ich mich also in Bewegung, nur um so lang wie möglich um das Gespräch mit Taddl herum zu kommen.
    Keiner der Beiden, weder Zimbel noch Taddl, hatten scheinbar damit gerechnet, dass sich so schnell einer rühren würde, da beide noch eine Weile perplex in der Diele standen.

    In meinem Zimmer setzte ich mich auf mein Bett und richtete meine Aufmerksamkeit auf die Tür.
    Mir war klar, dass Taddl früher oder später kommen würde um mit mir zu reden, was ich innerlich ja auch hoffte.
    Trotz der Angst davor, wollte ich mich auch mit Taddl aussprechen, nur um ihn dann endgültig für mich zu haben.
    Gespannt schaute ich zu Tür und legte mir meine Antworten zu recht.

    Ich wartete und wartete gefühlte Stunden. Es waren in Wirklichkeit nicht mal ganze 10 Minuten, aber zu meiner Verteidigung fühlte es sich lange an.
    Irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr zu warten und wurde immer unsicherer, ob er überhaupt noch kommen würde.
    Mit dem Entschluss, dass er von sich aus nicht kommen würde, machte ich mich auf den Weg um nach zu sehen, wo er denn war.
    Gefunden hatte ich ihn schließlich im Wohnzimmer, was man sich ja hätte denken können.
    Trotzdem war dies der letzte Raum, welchen ich nach Taddl absuchte.
    Er saß samt Handy auf dem Sofa und schaute erleichtert, als hätte auch er auf mich gewartet auf und schaute mich unsicher an.
    Beide wussten, was wir wollten, doch keiner wollte anfangen zu reden.
    Aber jetzt konnte ruhig Taddl den Anfang machen, schließlich hatte ich gerade den ersten Schritt gemacht.
    Noch immer stand ich im Türrahmen, nicht schlüssig wohin mit mir.

    Irgendwann rang sich Taddl schließlich dazu durch mit mir zu reden und stammelte etwas, was so viel wie 'Wir müssen, denk ich mal, reden' anhörte. Sicher war ich mir jedoch nicht.
    Auf meinen Vorschlag doch in mein Zimmer zu gehen schüttelte er nur den Kopf und zog mich mit sich nach Draußen.
    Während wir durch das Treppenhaus liefen, ich immer noch bei Taddl im Schlepptau, murmelte er ein 'Lass uns ein Stück spazieren gehen.'

    Schweigend liefen ich und Taddl neben einander her.
    Keiner sagte etwas.
    Mal wieder nur schweigen.
    Ich wollte etwas sagen, doch in war mir nicht sicher, ob Taddl mich hören würde.
    Er sah ziemlich abwesend und nachdenklich aus.

    Immer wieder schielte ich zur Seite.
    Offensichtlich wohl nicht ganz unauffällig, da Taddl mit einem Ruck seinen Kopf zu mir Wand und zurück sah.
    Oh Gott, seine Augen waren so wunderschön.
    Peinlich berührt senkte ich, nach dem ich meinen Blick von seinen Augen losreißen konnte, den Kopf und sah auf die Straße.
    Er musste ja nicht bemerken, dass ich rot geworden war.

    Am Wetter hatte sich in letzter Zeit nicht wirklich etwas verändert, es war noch immer ziemlich kalt, sodass ich mich fröstelnd tiefer in meine Jacke kuschelte.
    Ich hatte leider keine Ahnung wo Taddl mich hin führte konnten wir uns nicht einfach in den Park auf eine Bank setzten?
    Wahrscheinlich hatte er keine große Lust darauf erkannt zu werden. Verständlich.
    Denn ich schätzte nicht alle Fans von ihm als dumm ein, sodass sich der ein oder andere wohl denken konnte, dass Ich GermanLetsPlay war.
    Und das war das letzte was ich wollte.

    Taddl machte nicht den Anschein, als würde er hier gleich zum Stehen kommen, geschweige denn hier zu bleiben.
    Ich konnte es nicht unterdrücken noch einmal zu ihm zu schauen.
    Er war wunderschön, mit seinen leicht geröteten Wangen und seinen wunderschönen blauen Augen. Ich konnte mir nichts Perfekteres als diesen jungen Mann vorstellen.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit blieb Taddl schließlich stehen.
    Wir waren in einem abgelegenen und trotzdem wunderschönen Platz angekommen.
    Taddl zog mich auf eine Bank, welche an dem kleinen See stand, und sah mich auffordert an.
    Ich wusste nicht, was ich ihm sagen sollte.
    Ich wusste nicht, was er hören wollte.
    Ich wusste nicht, wie er reagieren wird.
    Als ich gerade im Inbegriff war zu antworten, tat er das womit ich kein Stück gerechnet hatte.
    Mit allem, aber nicht damit.
    Mit dieser Geste brachte er mich total aus der Fassung.

    19
    Kapitel 18:)
    Viel Spaß, auch mit der Milch und Woodys Schokii: D


    Er holte aus und...
    Schlug mich. Krass man, hatte er eben?
    Fassungslos starrte ich Taddl an, welcher erst seine Hand und letzten Endes mich ansah.
    Ich konnte es nicht glauben.
    Ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass er mich schlagen würde.
    Taddl immer noch anstarrend wanderte meine Hand langsam meine Wange hinab.
    Ich bekam Panik, da ich etwas Flüssiges an meiner Hand spürte.
    Hatte Taddl mich blutig geschlagen?
    Ich wollte gerade anfangen richtig Panik zu bekommen, als mir bewusst wurde, dass ich einzig und allein angefangen hatte zu weinen.
    Nein, nein, nein, nein. Manu, du hast jetzt nicht echt angefangen zu heulen?
    Ich fragte mich, ob es daran lag, dass ich geschlagen wurden oder daran, dass Taddl derjenige war, welcher mich geschlagen hatte.
    Wir starrten uns immer noch gegenseitig an.
    Taddl war der erste der sich rührte.
    Er raufte sich die Haare und fing an zu sprechen.
    Er legte seine Hände auf meine Schultern und zwang mich somit ihn anzusehen.
    In seinem Blick lagen Hass, Enttäuschung und... Verzweiflung?
    'Was glaubst du eigentlich wer du bist, Manu, Jonas oder wie auch immer? Ich hatte mich in dich verliebt. Dann kam Jonas in mein Leben. Er hatte sofort etwas an sich, was mich jedes Mal aus der Fassung brachte. Aber es fühlte sich nicht richtig an gegenüber Manu.
    So, als würde ich ihn mit jedem Gedanken an Jonas betrügen. Es hat mich kaputt gemacht, du hast mich kaputt gemacht. Es hat mich von innen zerfressen und ich konnte nicht einmal mit Jemandem reden.
    Diese Sache hat mich von innen zerfressen. Warum hast du das getan? WARUM?'
    Zum Ende hin wurde Taddl immer lauter, bis er nur noch ein 'Ich hab dich geliebt' flüsterte.
    Ich konnte ich nur anstarre.
    Er hatte mich geliebt.
    Er hatte mich geliebt.
    Er HATTE mich geliebt, verdammt.
    'Dich hat selbst jetzt nicht mal interessiert, was im Endeffekt mit Ardy und mir war, du hast dich bestimmt nicht einmal gefragt, wo ich die letzten Nächte geschlafen habe.'
    Ich hatte Taddl verloren.
    Ich hatte Taddl verloren, und war auch noch selber schuld.
    Taddl wandte sich ab und wollte wahrscheinlich abhauen, doch ich konnte ihn doch nicht gehen lassen.
    Ich krallte meine Finger in Taddls Schulter, welcher überrascht nachgab.
    Ich sah ihn bittend an.
    Er sollte dich meine Sicht wenigstens anhören.
    Er schien zu überlegen und setzte dich schließlich wieder neben mich auf die Bank.
    Im Gegensatz zu Taddl zitterte meine Stimme, als ich anfing zu reden.
    'Taddl ich wollte das alles nicht. Ich hatte einfach Angst ok? Ich wollte dich nie verletzten.
    Taddl, du bist mein ein und alles. Ich lieben dich!'
    Nun war es also raus. Ich hatte die drei Wörter zum ersten Mal in meinem Leben zu einer Person gesagt.
    'Du bist alles für mich. Ich kann ohne dich nicht mehr Leben.
    Manuel kann ohne dich nicht mehr leben.'
    In der Zwischenzeit fing ich haltlos an zu weinen.
    Taddl sah so abweisend aus.
    Mir lief es kalt den Rücken hinunter und mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen.
    'Es war der größte Fehler meines Lebens nach Köln zu ziehen.
    Diese eine Sache hat mein Leben zerstört. Es wurde mir alles zu viel und ich hatte einfach Angst, dass sich alles wiederholt. Ich wollte es vergessen. Mir fiel in dem Moment nichts anderes ein und so wurde ich immer mehr in dieses Loch gezogen.
    Und dieses Loch hieß Jonas.
    Ich...' Ich wollte weiter reden, doch ich wurde von meinem Schluchzen unterbrochen.
    Ich konnte nicht mehr. Ich wollte Taddl nicht verlieren.
    Doch es war zu spät.
    Taddl hatte sich entschieden. Er erhob sich und mit einem letzten Satz.
    Und ich ließ ihn.
    Ich hatte ihm meine endlose Liebe gestanden und er war gegangen.
    Diese Erkenntnis ließ mich auseinander brechen.
    Ich begann haltlos zu schluchzen und ließ den Tränen freien Lauf.

    Ich lag zusammengekugelt auf dem Boden vor einer Parkbank.
    Irgendwann muss ich wohl hinunter gefallen sein, doch ich hatte keine Motivation mich zu erheben, keine Motivation weiter zu leben.
    Mein Herz tat weh.
    Nein, die zurückgebliebenen Splitter taten weh.
    Was brachte mir ein Leben,
    ein Leben ohne Taddl.
    Ein Leben ohne die Liebe meines Lebens.
    Ein Leben ohne mein Ein und Alles.
    Dieses Leben wollte ich nicht.
    Ich dachte an seine letzten Worte, seinen Enttäuschten, schmerz verzerrtem Blick.
    'Es ist zu spät, Manu. Ich liebe dich noch immer, aber nach so etwas kann ich mit so einer Person nicht mehr mein Leben führen. Es tut mir leid.'
    Ich bemerkte weder die Kälte, noch die Dunkelheit.
    Ich fuhr mit meinen Fingernägeln überall über meine Haut und ließ sie immer und immer wieder darüber kratzen, bis diese Stellen wund wurden und leicht anfingen zu bluten.
    Doch ich wollte mehr...

    20
    Kapitel 19:)
    Viel Spaß: D Und genießt eure Milchtüte und Woody ihre Schoki ♥

    Doch ich wollte nicht mehr und rappelte mich mit neuer Motivation auf.
    Noch immer spürte ich diesen Schmerz im Herzen, den ich jedoch gekonnte ignorierte.
    Ich wollte nicht mehr schwach sein, wollte Taddl nicht einfach so aufgeben.
    Und plötzlich spürte ich etwas Neues.
    Wut auf Taddl.
    Ich konnte ihn zwar verstehen, das war aber noch lange kein Grund mich so zu behandeln.
    Durch die entfachte Wut machte ich mich nun auf den Weg in die Richtung, in welcher Taddl gerade verschwunden war.

    Lang musste ich auch nicht laufen, da sich ein verdächtig aussehender Blondschopf auch sofort in mein Blickfeld stahl, welcher selbst bei Dämmerung sofort ins Auge sprang.
    Geradewegs lief ich also auf ihn zu, noch immer zwischen Schmerz und Wut am schwanken.
    Taddl sah blickte verwundert auf, als er meine Schritte auf dem schmalen Schotterweg hörte.
    Ich konnte seinen Blick nicht deuten. Er war einfach... ausdruckslos.

    Ich fand es einfach nicht okey, dass er mir nicht bis zu Ende zugehört hatte. Ich hatte schließlich auch noch etwas zu sagen.
    Außerdem hatte ich meine Gründe für Getanes.
    Natürlich konnte ich Taddl verstehen, doch ich konnte es nicht verkraften von ihm verstoßen zu werden und ich fand, dass dies auch kein triftiger Grund dafür war.

    Genau diese Dinge knallte ich ihm also an den Kopf und blickte ihn unsicher an.
    Meine Wut war verraucht, doch der Schmerz blieb zurück.
    Schmerz wegen Taddl und der Schmerz an meinen Aufgekratzten Körperteilen.
    Taddl schien zu überlegen, was er antworten solle und blickte mich, noch immer undurchdringlich, an.
    Aus Angst vor seiner Reaktion unterbrach ich ihn, als er gerade anfangen wollte zu reden.
    Ich drückte aus heiteren Himmel meine Lippen auf Taddls.
    So oft habe ich mir dieses Gefühl vorgestellt und mir diesen Moment ausgemalt.
    Seine Lippen waren rau und doch so sanft, wie sich langsam gegen die Meinen bewegten.

    Ich konnte nicht genau identifizieren, wo genau er mich berührte, da meine ganze Haut von einer Gänsehaut überzogen war und jede einzelne Körperstelle kribbelte.

    Es war kein langer, verlangender und heißer Kuss, sondern eher ein sanfter und liebevoller. Ich steckte all meine Gefühle für ihn hinein, löste mich nach ein paar Sekunden jedoch wieder.
    Ängstlich und unsicher sah ich ihn an.
    Ich traute mich nicht ihm in die Augen zu schauen, also senkte ich den Blick zu meinen Füßen herab.
    Jedoch zwang mich Taddls Hand, welche mein Kinn sanft nach oben richteten, ihn anzusehen.
    In seinen Augen konnte man Zweifel, Verwirrung, Liebe und Mitleid entdecken.

    Langsam und mit sanfter, beruhigender Stimme begann er zu reden und damit meine voreilige Hoffnung zu zerplatzen.
    'Ich... Ich... Manu, ich kann das nicht. Es ist im Moment zu viel zwischen uns passiert. G- gib-- ... Klar, ich liebe dich, aber gib mir ein wenig Zeit.'
    Flehend sah er mich an, bevor er mir einen sanften Kuss auf die Wange hauchte, meine Hand nahm und mich, anscheinend nach Haus, zog.

    Wie auch schon auf dem Hinweg musste ich immer wieder zu Taddl hinüber schielen und ihn ansehen.
    Doch im Gegensatz zu vorhin ertappte ich ihn auch einige male, wie er mich beobachtete, was mich im inneren feiern ließ.
    So langsam wurde unser Schweigen peinlich und dem nach froh war ich auch, als wir vor dem Haus angekommen waren.

    Vor der Tür angekommen verabschiedete sich Taddl schnell mit einem 'Ich muss noch mal weg, ich komm gleich nach' und war auch sogleich verschwunden.
    Was war denn nun mit dem los?
    Wo wollte er denn um diese Uhrzeit noch hin?
    Zugegeben, das war für YouTuber üblich und es war auch gerade mal 18 Uhr, obwohl es draußen wie Nachts aussieht.

    Den Stich im Herzen ignorierend ging ich schloss ich also die Haustür auf und trat ein.
    Erst jetzt, wo ich im warmen stand bemerkte ich, wie sehr ich eigentlich gefroren hatte und ging fröstelnd die Treppe hinauf.

    Fast in meinem Stockwerk angekommen und dem nach schnaufend kam mir auf einmal Ardy entgegen, welcher nach einem kurzen Rivalenblick auch wieder seinen Weg nach unten fortsetzte.
    Mir wurde heiß und kalt zu gleich. Traf Taddl sich jetzt etwa mit Ardy?
    Schon wieder zerriss mein Herz innerlich, doch ich zwang meine Beine weiter zu gehen.

    Mittlerweile saß ich allein auf dem Sofa und langweilte mich zu Tode.
    Taddl war verschwunden, Zimbel mit Gonzo spazieren, da der ja auch noch mal raus musste und ich ganz allein.
    Ich beschloss also endlich mal wieder ein Video zu machen.
    Ich setzte mich also auf und verließ das Wohnzimmer, um in mein Schlafzimmer zu gelangen.
    Kurz überlegte ich jemanden zu fragen, ob er Lust hätte mit aufzunehmen, entschied mich jedoch dagegen.

    Erst als ich an meinem Pc saß und zockte fiel mir auf, wie sehr ich es vermisst hatte.
    YouTube war schließlich, trotz Beruf, noch immer mein Hobby.
    Ich produzierte also ein paar Folgen Aura vor, schnitt TTT, machte Thumbnails und tat das, was noch alles dazugehörte.

    Als ich das nächste Mal auf die Uhr sah bemerkte ich, dass es schon mitten in der Nacht, beziehungsweise schon fast Morgen war.
    Und wie das nun mal so ist, die Schmerzen kommen, wenn man bemerkt, dass man blutet.
    Plötzlich fühlte ich mich wie gerädert, was mich zu dem Entschluss führte schlafen zu gehen.

    Ich fuhr meinen Computer also runter und stand auf, bevor ich mich vor Schock wieder setzten musste.

    21
    Kapitel 20!: D
    Schnappt euch 'ne Tüte Milch,
    Woody bekommt Schoki und viel Spaß:3♥

    Ich fuhr meinen Computer also runter und stand auf, bevor ich mich vor Schock wieder setzten musste.
    In meinem Bett lag Taddl.
    Er schlief selig in einem Knäuel aus Decke und Kissen.
    Er sah so süß und unschuldig aus.

    Ganz langsam und vorsichtig schlich ich mich zu meinem Bett und versuchte Decke, Kissen und Taddl zu entziffern.
    Leider musste ich mich von seiner Schönheit lösen und ins Bad gehen, da ich ja nicht ungewaschen ins Bett gehen wollte.

    Mit geputzten Zähnen ungewaschenem Gesicht robbte ich nun also über mein Bett, um Taddl nicht zu wecken und zog mir etwas von der Decke.

    Kaum lag ich richtig, spürte ich auch schon, wie sich Taddl langsam zu mir bewegte und sich an mich kuschelte.
    Auch wenn es sonst nicht so rüber kam, war er doch total verschmust.

    Mit der einen Hand knipste ich mein Nachtlicht aus, während die andere beruhigend über Taddls Rücken streichelte.
    Ich war einfach total froh, dass er zu mir gekommen war.
    Aber ich hätte ihn doch bemerken müssen? Ich mein, dass ich ihn nicht gehört habe ist klar, aber ich hätte ihn doch durch meine Facecam laufen sehen müssen?
    Achja, sowas hatte ich ja nicht.

    Ich war in dem Moment zum ersten Mal seit langem wieder glücklich, denn das war der Moment, in dem ich begriff, dass Taddl mir schon längst verziehen hatte.
    Mit dem Gedanken, einem Lächeln auf den Lippen und Taddl in meinen Armen schlief ich letzten Endes auch ein.


    Als ich am nächsten Morgen wach wurde lag Taddl nicht mehr in meinen Armen. Er lag nun auf meiner Brust und schlummerte noch immer friedlich vor sich hin, während er leicht schnarchte.
    Ich genoss die Idylle und konnte mein Glück einfach nicht fassen.
    Zwar hatte er mir noch nicht offiziell verziehen, aber wir waren auf dem besten Weg.
    Ich zog Taddl noch enger an mich und schaute ihn einfach nur an, bis auch ich wieder ins Reich der Träume glitt, wo es bestimmt nicht schöner als in der Realität war.


    Als ich das zweite Mal aufwachte lag Taddl zwar noch auf mir, dieses Mal jedoch mit geöffneten Augen.
    Ich starrte in seine blauen, er in meine grünt, bis ich meine wieder schloss und mich an Taddl kuschelte.
    Dieser gab, als ich mich bewegte, nur ein unwilliges Murren von sich, was so viel bedeuten soll wie bewegt dich nicht.

    Irgendwann konnten wir uns schließlich doch noch dazu durchringen mein Bett zu verlassen un schlenderten in die Küche, wo auch schon Zimbel saß.
    Er sah uns kurz an, lächelte und murmelte ein 'Guten Morgen', ehe er sich wieder seinem Handy widmete.
    Mit einem genuschelten 'Morgen' setzte ich Kaffee auf und setzte mich auf den Stuhl neben Taddl, welcher bereits saß.

    Was genau jetzt mit uns beiden war hatten wir noch nicht besprochen, generell hatten wir heute noch nicht gesprochen, das war aber auch noch gar nicht nötig.

    Nachdem wir alles für ein Frühstück rausholten, was auf Deutsch hieß Taddl holte Brot, Käse, Wurst und Trinken, saßen wir alle an meinem, doch sehr kleinem, Tisch und aßen.
    Es war ein Bisschen, wie in einer Familie.
    Vater, Vater und Zimbel.
    Oh Gott, schreckliche Vorstellung.
    Und trotzdem musste ich über meine eigenen Gedanken grinsen, was mir verstörte Blicke und einen Tritt unter dem Tisch einbrachte.

    Während wir gerade kauend über Spiele redeten meldete sich auf einmal mein Handy, welches auf der Anrichte lag und fröhlich vor sich her dudelte.
    Ich entsperrte mein Display und nahm den Anruf, welcher von irgendeiner Nummer kam, entgegen, während ich aus dem Raum hinaus auf dem Flur des Hauses ging.

    Ich hätte genauso gut in meinem Flur bleiben können, jedoch hörte man Taddl und Zimbel dort lautstark über ein neues LetsPlay diskutieren.

    'Hallo?' Meldete sich eine weibliche Stimme, welche ich jedoch nicht ganz zuordnen konnte.
    'Krankenhaus Marienberg hier, spreche ich mit Manuel Büttinger?'
    Panik stieg in mir hoch und ich konnte kaum noch reden. Was, wenn Sebastian etwas passiert war?
    Er hatte nur knapp überlebt und lag noch immer auf der Intensivstation.
    'J-ja' brachte ich stammelnd hervor und spielte nervös mit meinen Haaren.
    'Wir müssen ihnen Mitteiles, dass...'
    Der letzte Teil ging in einem undefinierbarem Geräusch meinerseits untergegangen.
    Ich konnte es nicht fassen.

    22
    Kapitel 22 ♥
    Schnappt euch eure heißgeliebte Milch, heute mit Schokii für alle:3 und viel Spaß:)♥

    Ich konnte es nicht fassen.
    Die Dame am Telefon war schnell vergessen, als ich zurück in die Küche stürmte und ein unverständliches Gebrabbel von mir gab.
    Vor Aufregung konnte ich kein Wort raus bringen, sodass Taddl und Micha, welche ihr Gespräch mittlerweile unterbrochen hatten, mich erst einmal beruhigen mussten.
    Als sie es geschafft hatten mich einigermaßen zur Ruhe zu bringen sah ich sich an und erzählte ihnen, was die Frau, oder war es ein Mann gewesen, am Telefon erzählt hatte.
    Ungläubig sahen sie mich an und fielen mir, Taddl sofort, Zimbel jedoch nur zögerlich, in die Arme und zogen mich aus der Wohnung.
    Wie drei irre rannten wir nach unten und machten letzten Endes vom Auto halt.

    'Tja und jetzt?' Kam es unschlüssig von Taddl, welcher sich ein Grinsen jedoch nicht verkneifen konnte.
    'Jetzt müssen wir wohl oder übel warten.' Zimbel beendete Taddls fragenden Satz.
    Ungläubig sa ich sie an.
    'Euer Ernst? Ich hab gerade erfahren, dass ich meinen Bruder endlich besuchen darf und ihr wollt hier sitzen und warten?'
    Das war doch nicht ihr Ernst.
    'Was willst du denn anderes machen Manu?'
    Taddl sah mich etwas belustigt an und zog mich auf seinen Schoß.

    Jaa, in unserer Eile hatten wir den Autoschlüssel in meiner Wohnung liegen gelassen und, schlau wie wir waren, auch keinen Wohnungsschlüssel dabei.
    Als saßen wir im Hausflur vor unserer Wohnung und warteten auf den Schlüsseldienst.
    Wir könnten ja mit Bus oder Bahn fahren, aber wir hätten sowieso kein Geld.

    Ich lehnte mich seufzend an Taddl, wessen Schoß ich noch immer als Sessel missbrauchte.
    Taddl legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab und murmelte ein leises 'Sieh das ja nicht als Zeichen, dass alles wieder gut ist'
    Mit einem gemurmelten 'Jaja, Taddl. Ist klar' kuschelte ich mich enger an ihn.
    Aus dem Augenwinkel sah ich Michas Blick auf uns ruhen.
    Ich beschloss ihn später oder auch morgen mal zu fragen, was denn mit ihm los sei.
    In den letzten Tagen bemerkte ich diesen Blick immer öfter.
    Na gut, ich hatte ihn bis heute noch nie bemerkt, aber ich war mir sicher, dass es nicht das erste Mal gewesen war, dass er ihn benutzt hatte.

    Könnten wir nicht, mal rein theoretisch, Ardy fragen, ob er uns fährt oder uns zumindest Geld für den Bus leiht?
    Aus Angst, dass Taddl und er noch immer Streit hatte und somit allergisch auf seinen Namen reagiert, sprach ich diesen Gedanken lieber nicht aus.

    Leider machte sich nun auch meine Müdigkeit, da ich ja nicht sonderlich viel geschlafen hatte, gepaart mit meiner Langeweile bemerkbar.
    Zuerst nickte ich nur leicht weg, doch als Taddl begann mir beruhigend durch die Haare zu fahren war es um mich geschehen und ich schlief endgültig ein.

    Geweckt wurde ich, zwei Stunden später, von Getrampel.
    Als ich die Augen zögerlich öffnete erblickte ich einen, sagen wir, etwas dickeren, Braunhaarigen Mann, welcher Arbeitskleidung und einen Vollbart trug.
    In seiner Hand trug er einen Werkzeug Kasten, welcher nicht ganz so neu aussah.
    Ein müssen wich aus seiner Kehle und er sah und prüfend an.
    Schnell wich ich von Taddls Schoß und stellte mich aufrecht hin, was mir Taddl und Zombey gleich taten.

    Nach so Zeugs wie ausweisen, was ich ja nicht konnte, da alles in der Wohnung lag, machte er sich endlich an meiner Tür zu schaffen.
    So wie der sich anstellte würden wir morgen noch hier stehen, doch auf die eine Stunde kam es jetzt ja auch nicht an.

    Eine ganze Stunde hatte dieser Kerl gebraucht und demnach ärmer war ich nun auch.
    Erleichtert atmete ich auf, als ich meine Tür hinter ihm schloss, nur um gleich danach wieder durch die Wohnung zu hetzten und zu rufen, dass die Anderen sich beeilen sollten.

    Irgendwann hatten wir uns, endlich, alle im Auto versammeln können und waren nun auf dem Weg ins Krankenhaus.
    Ich war, wie auch die letzten Male, ziemlich aufgeregt, dieses Mal allerdings mit einem Grinsen bestückt.

    Seufzend fuhr sich Michael durch die Haare und stöhnte auf.
    Sonst war Zimbel immer die Ruhe selbst, aber beim Autofahren war er nicht zu bremsen.
    Über mein, doch sehr schlechten, Wortwitz, von wegen bremsen und Auto, grinsend packte ich nach Taddls Hand und hielt sie feste mit meiner verschlossen.

    Ich hätte vor Freude schreien können, als wir endlich am Krankenhaus ankamen.
    Wer hätte gedacht, dass es so ein Kampf sein konnte seinen Bruder zu besuchen.
    Erleichtert stieg ich aus dem Auto und steuerte gerade weg, Zimbel und Taddl im Schlepptau, den Eingang an.

    Vorbei an der Empfangsdame, welche heute ein Kerl war, bis hin zu den Aufzügen, vor welchen in unschlüssig stehen blieb. Wo genau lag Sebastian jetzt?
    Ich hätte die Dame, oder eher den Typen, wohl doch fragen sollen.
    Aber dafür hatte ich ja meinen Zimbelmann, welcher so schlau war und diesen gefragt hatte.

    Schnell, bevor die Anderen es tun konnten, drückte ich den Knopf zum Aufzug und sah sie wie ein kleines Kind mit meinem Haha-ich-hab-gedrückt-und-nicht-du-Blick an, worüber die beiden jedoch nur schmunzeln konnten.
    Wie kann man denn bitte nicht heiß darauf sein zu drücken?
    Abwartend, ungeduldig und die Hand schon über den Knöpfen haltend sah ich Michael an, welcher mir ein grinsendes '7' zukommen ließ.
    Schnell drückte ich den Knopf und betrachtete mich danach in den Spiegeln vom Aufzug.

    Ich liebte Aufzug fahren, doch auch das hatte nach ein paar Sekunden ein Ende, da wir in der siebten Etage ankamen.
    Je näher ich Sebs Zimmer kam, desto aufgeregter wurde ich.
    Gerade am letzten Zimmer angekommen rief plötzlich....

    23
    Kapitel 23:)
    Viel Spaß mit eurer Milch, Woodys Schokii und dem 23 Kapitel ♥

    Gerade am letzten Zimmer angekommen rief Zimbel plötzlich von hinten:
    'Ääähg, Manu? Du gehst ins falsche Zimmer!'
    Ach ja, ich wusste die Zimmernummer ja nicht einmal.
    Vor mich hin murrend machte ich mich also, den halben Gang, auf den Weg zurück zu Zimbel, welcher auf Zimmer 18 zusteuerte.

    Vor Sebs Zimmer angekommen drehte ich mich um und sah die Beiden unsicher an.
    Sollte ich allein gehen.
    Als jedoch keiner, weder Taddl noch Zimbel, sich bewegten beschloss ich einfach hinein zu gehen.

    Unwillkürlich hielt ich die Luft an, ehe ich den Raum betrat, in welchem mich Peter und meine Mutter bereits am Bett meines Bruders erwarteten.
    Auch, wenn ich schon wusste, dass er wieder wach war, war ich ziemlich erleichtert ihn wieder so munter und mit offenen Augen zu sehen.
    Seb saß aufrecht in seinem Bett, zumindest bevor ich mich in seine Arme warf und ihn damit umschubste.

    Panisch ließ ich ihn jedoch sofort wieder los, da er erschrocken aufkeuchte.
    'Oh sorry, hab ich dir wehgetan?' Fragte ich, während ich mich auf den Stuhl neben seinem Bett fallen ließ und den Rest meiner Familie begrüßte.
    'Nee, geht schon. Aber sag mal, warum bist du so spät dran? Musstest wohl erst noch die Weiber aus deiner Wohnung schaffen, was? Fragte er auch direkt, nur dezent provokant.
    Lachend verneinte ich mit einem 'Ne, lass mal. Is' eine lange Geschichte, Autopanne und so. Wie geht es dir? '
    Mit einem 'Lenk nicht vom Thema ab!' Setzte er sich erneut auf und sah mich herausfordernd an 'Small-Talk war noch nie deine Stärke'.
    Zwar schämte ich mich nicht dafür,. Dass ich schwul war, aber ich fand einfach, dass Taddl dabei sein sollte und das nicht in einem Krankenhaus.
    'Na hör mal. Du liegst hier im Krankenhaus, da muss man halt fragen, wie es einem geht.'
    Erwiderte ich deshalb mit einem schiefen Grinsen.

    Ich wusste nicht, wie lang wir dort saßen und einfach nur unser Familien-Dasein genossen, ob es eine oder drei Stunden waren, als plötzlich die Tür aufging und Taddl seinen Kopf durch den Spalt schob.
    Automatisch breitete sich ein Grinsen in meinem Gesicht aus, was jedoch bei Taddl nicht anders aussah.
    Kurz sahen wir beide uns einfach nur, quer über den Raum, in die Augen, bis Taddl ganz eintrat und mir mitteilte, dass Zimbel soeben nach Hause gefahren sei und wir gleich den Bus nehmen mussten.

    Mit einem Nicken gab ich ihm zu verstehen, dass ich verstanden hatte, also wandte er sich wieder ab um zu gehen, als Seb ihn bat doch zu bleiben.
    Taddl sah mich an, wahrscheinlich um zu gucken ob ich einverstanden war, und setzte sich, nachdem er mein Grinsen sah und sich einen Stuhl heran gezogen hatte, neben mich.
    Mehr oder weniger unauffällig schielte ich immer wieder zu ihm herüber, während er sich mit Peter und Seb unterhielt.

    Irgendwann kam eine Schwester in den Raum, welche uns ein wenig geschockt ansah.
    Hatte sie und erkannt? Ich bemerkte, wie ich Panik bekam und auch die anderen waren sichtlich angespannt.
    Jedoch entspannten wir uns wieder, da sie mit einem bösen Blick und einem 'Die Besuchszeit ist schon lang vorbei. Ich muss sie bitten zu gehen' wieder verschwand.
    Schweren Herzens verabschiedete ich mich also von meinem Bruder und dem Rest meiner Familie, ehe ich auch schon, mit Taddl an der Hand, das Zimmer verließ.

    Wahrscheinlich konnte meine Familie sich jetzt schon denken, was mit mir und Taddl war, jedoch war mir das vollkommen egal.

    Taddl und ich mussten ewig warten, bis endlich der nächste und letzte Bus fuhr. Ich hatte echt keine Geduld mehr zu warten.
    Ich wollte einfach nur noch in mein Bett.
    Mit Taddl. Das war doch wohl nicht zu viel verlangt oder?
    Seufzend lehnte ich mich an Taddl und ließ meinen Blick durch den vollkommen leeren Bus schweifen, während ich krampfhaft versuchte die Augen offen zu halten.
    Was sich als gar nicht mal so einfach heraus stellte, sodass mir Endeffekt die Augen zu fielen.
    Erschrocken setzte ich mich auf, als die motorische Bus-Stimme verkündete, dass wir an unserer Haltestelle angekommen waren.

    Wir mussten nicht weit laufen, sodass wir nach fünf Minuten Fußweg vor dem sogenannten YouTube-Haus standen.
    Gemeinsam und noch immer schweigend, wie waren wohl beide zu müde und zu reden, gingen wir die Treppe hoch, bis wir vor meiner Wohnungstür ankamen.
    Gleichzeitig geschockt und grinsend sahen wir auf den Boden, wo ein zusammengekauerter Zimbel lag und selig schlief.
    Er hatte wohl vergessen den Wohnungsschlüssel einzupacken und kam demnach nicht in die Wohnung.

    Ein Lachen unterdrückend machte ich mich auf den Weg zu Zimbel, während Taddl, welcher scheinbar auch lachen musste, sie Tür aufschloss.
    Fragend sah ich Taddl an. Sollte ich Micha wecken oder nicht?
    Taddl schien meinen fragenden Blick falsch zu deuten und hob Zimbel mit einem 'Manu, wir können ihn nicht hier im Flur liegen lassen' hoch.

    Murrend lief ich hinter Taddl her und sah zu, wie er Zimbel in sein Bett legte und ihn zudeckte, eher er sich mir widmete.
    An der Hand zog er mich aus dem Raum und drückte mich anschließen gegen meine Zimmertür.
    Er drückte seine Lippen sanft auf meine. Ich erwiderte den Kuss, zog ihn an mich und legte meine Hände in seinen Nacken.
    Seine Hände, welche bis gerade auf meiner Hüfte geruht hatten wanderten nun meine Seite entlang. Zumindest glaubte ich das. Ich konnte nicht genau identifizieren, wo er mich berührte, da mein gesamter Körper kribbelte.
    Schlagartig wurde mir heiß, als Taddl mir ein 'Bis zum Happy-End' ins Ohr hauchte.

    24
    Kapitel 24: D ♥
    Heute bekommt ihr mal keine Milch: D
    Lest einfach das Kapi. Danach dürft ihr mich entweder, was ich tun würde, erhängen oder euch am Kapitel erfreuen: D ♥

    Ich übernehme keine Haftung für psychische Schäden:'D

    Gibt es einen Kerl unter euch, der mir sagen kann ob ich die Gefühle einigermaßen getroffen hab?:'D

    Wenn ihr kein Schwulen-Sex mögt, überspringt das Kapitel besser:'D

    Seine Worte bereiteten mir eine Wohlige Gänsehaut und brachten mich dazu unterdrückt zu keuchen, was Taddl nur noch mehr anzuspornen schien.
    Noch immer gegen meine Tür gedrückt, löste ich meine Beine vom Boden und schlang sie um Taddls Hüfte, was ihn dazu brachte den Kuss zu vertiefen.
    Hart pochte mein Herz gegen seines, während meine Hände langsam auf Wanderschaft gingen und seine Seite rauf und runter fuhren.
    Ich grinste in den Kuss hinein, als Taddl versuchte sein Stöhnen zu unterdrücken, was ihm allerdings misslang.
    Mit einem Ruck öffnete er die Zimmertür, an welcher ich bis grad eben gelehnt hatte.

    Sanft und ohne den Kuss zu lösen hob Taddl mich langsam hoch und trug mich in mein Zimmer, ehe er unachtsam die Tür hinter sich zu trat.
    Während er mich also durch den Raum trug wanderten meine Hände unter sein Shirt und fuhren sein angedeutetes Sixpack nach.
    Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, bekam nichts aus meiner Umgebung mit.
    Es gab nur noch Taddl und mich, mich und Taddl.
    Taddl hatte mich so auf dem Bett abgelegt, dass ich auf ihm lag, was ich auch sofort zu meinem Vorteil machte, indem ich mir mit dem Mund, speziell mit meiner Zunge, auf den Weg in tiefere Regionen begab.

    Da Taddl leider auf dem Rücken lag und er es mir damit fast schon unmöglich machte ihm sein, für mich als störend empfundene, T-Shirt auszuziehen.
    Also musste ich es anders aus dem Weg schaffen, weshalb ich es kurzerhand notdürftig nach oben schob und meine Hände über seine Brust gleiten ließ.
    Immer und immer wieder streichelte ich sanft darüber, was Taddl dazu brachte sich, unterdrückt stöhnend, unter mir zu winden.
    Jedoch reichte mir sein unterdrücktes Stöhnen nicht mehr, also wanderte ich weiter, bis ich an dem Bund seiner Hose ankam.
    Freudig grinsend öffnete ich kurzerhand seinen Gürten und streifte, natürlich zufällig, über seine Erektion.

    Lauthals stöhnend packte Taddl, bestimmend und denn noch so sanft, als sein ich zerbrechlich wie Glas, mich an den Schultern und zog mich zu ihm hoch, um mich verlangend und leidenschaftlich zu küssen.
    Musste er seine Hose wohl noch ein paar Minuten anbehalten, denn dieser Kuss war viel zu schön, als dass ich ihn lösen konnte.

    Jedoch hatte auch dieser Kuss ein Ende, sodass ich mich wieder anderen Sachen, in diesen Falle Taddls Hose, widmen konnte.
    Allein der Gedanke, dass sich unter diesem Stück Stoff sein Penis verbarg ließ mich noch härter und mir noch heißer werden.

    Langsam öffnete ich genanntes stück Stoff, welches ich nun mit geschickten Fingern hinunter zog und mal wieder, nicht ganz extra, seinen, leider noch eingepackten Penis, berührte.
    Stöhnend krallte er sich in mein Laken und zog mich im nächsten Moment hoch und presste mich an seinen, sowohl im Wörtlichen- als auch im übertragendem Sinne, heißen Oberkörper.
    Seit wann trug er kein Shirt mehr?
    Naja, umso besser.
    Gerade als ich mich zu ihm beugte um ihn zu küssen drehte er uns beide so, dass er nun auf mir lag und sich ebenfalls nach unten begab um mich meiner Hose zu entledigen.
    Quälend langsam befreite er mich von meiner Jeans, was mich dazu brachte gequält aufzukeuchen.
    Mit zitternder und vor Erregung protzender Stimmer wisperte ich ein 'Taddl, beeil dich!', was ihn zum grinsen brachte.
    Anstatt jedoch schneller zu arbeiten verlangsamte er, wenn möglich, sein Tempo noch mehr, bis meine Hose unachtsam auf dem Boden meines Zimmers verschwand.
    Während Taddl wieder zu mir hoch kroch, setzte ich mich schließlich auf und kam ihm damit entgegen.
    Voller Liebe sah er mich einmal an, ehe er mich schließlich verlangend küsste.
    Während des Kusses wanderten seine Finger, wie ich es bei ihm schon getan hatte, meine Brust rauf und runter, nur mit dem Unterschied, dass er seine Finger an meinen Brustwarzen stoppen ließ.
    Spielerisch kniff er zärtlich hinein, was mich dazu veranlasste lauthals meine Lust hinaus zu söhnen.
    Ehe auch mein Shirt in hohem Bogen verschwand, löste er für eine Sekunde den Kuss, nur um mir sanft in die Unterlippe zu beißen.

    Beide pressten wir unsere Körper aneinander, ehe Taddl sich, mit dem Mund herab küssend, nach unten begab und schlussendlich meine Brustwarzen mit der Zunge zu verwöhnen.
    Heiser schrie ich vor Lust und krallte meine Hände in die Frisur Taddls, was ihn noch mehr anstachelte.

    Langsam küsste er sich den Weg von meinem Bauch nach unten an den Bund meiner Boxer und fuhr mit seiner Zunge die Haut am Rand meiner Boxershorts nach.
    Sein heißer Atem streifte immer und immer wieder meine Haut, während es im besagtem Kleidungsstück viel zu eng war.
    Ich hatte das Gefühl von innen heraus zu platzen, so unendlich heiß war mir, während ich vor Lust noch immer Stöhnte.
    Scheinbar reichten allein diese Geräusche von mir um Taddl noch mehr in Fahrt zu bringen, sodass er mir kurzerhand, mal wieder im Schneckentempo, meine Boxer von den Hüften zog.
    Ich muss sagen, ich hätte erwartet, dass es mir peinlich sein würde nackt vor ihm zu liegen, doch das interessierte mich in diesem Moment kein Stück.
    Im Gegenteil wurde mein Glied dadurch fast noch härter, was mir mittlerweile schier unmöglich schien.

    Taddl wollte sein letztes Stückchen Stoff wohl auch noch loswerden und mich dabei quälen, da er sich vor mir aufbaute und sich langsam die Boxer runter zog.
    Allein dieser kleine Striptease machte mich so an, dass ich mich nicht mehr beherrschen konnte und meine Hände ganz langsam in Richtung meines Gliedes bewegte, um mich ein wenig zu erleichtern.
    Taddl schien jedoch geahnt zu haben was ich vorhatte, da er, bevor ich meinen Luststab auch nur anfassen konnte, meine Hände packte und sie notdürftig mit einem Schal, welcher an meiner Tür hing, fest am Bett zusammenband.
    Schließlich stellte er sich wieder vor mich und begann nun wirklich seine Unterhose abzustreifen, während ich ihn wie paralysiert anstarrte.
    Ich konnte meinen Blick einfach nicht von ihm wenden, während ich ihn in meinem Kopf und mit meinen Augen beschleunigt auszog.

    Endlich hatte Taddl es geschafft sich seinem letzten Teil zu entledigen, doch anstatt mich loszubinden beugte er sich zu mir Runter und küsste mich.
    Bevor ich jedoch dazu kam den Kuss zu erwidern küsste er sich auch schon weiter, in Richtung meiner Erektion.
    Da ich meine Hände nirgendwo hineinkrallen konnte wand ich mich unter Taddls Küssen, welche meine Brustwarzen umspielten und nun weiter wanderten.

    Ich krallte mich in das Bettlaken und stöhnte haltlos.
    Ein unwilliger Laut entfuhr mir, als ich spürte, wie Taddl seine Finger aus mir heraus zog.
    Mit einem leisen Lachen, welches ich so unglaublich liebte, hörte ich erneut die Tube.
    Ganz vorsichtig platzierte Taddl seine Eichel an meinem Eingang und wartete auch ein Zeichen von mir.
    Mit einem gekeuchten 'Na mach schon' forderte ich ihn auf und gab ihm die Bestätigung, dass ich bereit sei.
    'Ich will dir nicht weh tuen, sag wenn ich aufhören soll' flüsterte Taddl mir zu.
    Ich wollte ihm Antworten, jedoch ging mein 'Ich liebe dich, du wirst mir nicht wehtun' in einem gequiekten Stöhnen unter.
    Ich konnte mich wohl nicht entscheiden, ob ich vor Schmerz quieken oder vor Lust stöhnen sollte.

    Scheinbar hatte Taddl mich doch verstanden, denn er flüsterte mir ein 'Ich dich auch, so unbeschreiblich doll, dass es schon fast weh tut' zurück.
    Ich war jetzt allerdings wirklich nicht mehr in der Lage zu antworten, da Taddl, nach einiger Zeit, begann sich hin und her zu bewegen.
    Immer und immer wieder stieß er in mich ein, bis er den perfekten Rhythmus für uns beide gefunden hatte und sanft um mich herum meinen Penis in die Hand nahm, um ihn im selben Rhythmus zu befriedigen.

    Taddl stieß immer schneller in mich hinein, während er auch seine Hand immer schneller bewegte.
    Keiner von uns war mehr im Stande etwas Vernünftiges aus sich heraus zu bringen.
    Wir stöhnten, keuchten und schrien sogar, bis Taddl mit einem laut gestöhnten 'MANU ♥♥♥' In mir drin kam.
    Ich spürte, wie sich eine heiße, Pudding-artige Flüssigkeit, kurz gesagt Taddls Sperma, in mir breit machte.
    Kurze Zeit Später kam auch ich laut schreiend in Taddls Hand.

    Vollkommen befriedigt und total geschafft ließ sich Taddl neben mich fallen und zog mich auf seine Brust, weil ich auf meiner Seite wohl kaum noch schlafen konnte, es sei denn ich würde in meinem Sperma schlafen wollen.
    Aber wahrscheinlich war dies nicht mal der Hauptgrund dafür, dass ich auf seiner Brust lag.
    Noch immer mit noch immer schnellem Herzschlag und noch immer keuchend zog ich die Decke über uns und drückte ihm noch einen Kuss auf die Lippen.
    In die schwere Dunkelheit im Raum flüsterte ich ein 'Ich liebe dich, Taddl. Du bist das Beste, was in meinem Leben passiert ist. Nein, du bist mein Leben. Ich will dich nie wieder missen und werde dich nie wieder los lassen'

    Seine Antwort bekam ich leider nicht mehr mit, da ich völlig fertig in einen wundervollen, Traumlosen Schlaf glitt.

    25
    Kapitel 24:)
    Ich weiß, ich hab sie vermisst: D
    Hier eure Milch & viel Spaß ♥

    Schweiß gebadet, ich war mich nicht sicher, ob von vergangener Nacht oder auf Grund meiner jetzigen Panik.
    Mit klopfendem Herzen tastete ich hektisch alles mit meinen Armen ab, weil sich in der Nacht und beim Aufwachen eine enorme Panik in mir breit gemacht hatte, dass Taddl nicht mehr da war.
    Mit mittlerweile Tränen der Angst beruhigte ich mich schließlich, da ich einen warmen Körper neben mir spürte.

    Noch immer schnell atmend drehte ich mich zu ihm und drückte mein Gesicht gegen seine Brust. Ich fühlte mich wie ein Baby, welches Verlustängste gegenüber seiner Mutter hat.
    Jedoch konnte ich diese bei mir jetzt nicht mehr verstehen, da ich Taddl jetzt bei mir wusste und dem nach wieder beruhigt war.

    Ich hatte keine Ahnung wie spät es war, doch in meinem Zimmer war es noch immer stockdunkel, woraus ich schloss, dass es wohl noch mitten in der Nacht war.
    Taddls ruhiger und gleichmäßiger Herzschlag beruhigte mich, sodass ich mich wenig später im Land der Träume wiederfand.

    Ich wurde jedoch wenig später durch ein sachtes, geflüstertes 'Maaanu, he Manu, wach auf.' geweckt.
    Verwirrt schaute ich mich um, jedoch blieb mein Blick wenig später an Taddl kleben, welcher mir sogleich einen Kuss auf die Lippen hauchte.
    Wortlos nahm Taddl mich in den Arm.
    Etwas verwirrt löste ich mich und hauchte ein 'Taddl, was ist los? Ist was passiert? '
    Nun war es Taddl welcher mich mit einem verwirrten Blick fragend ansah. 'Das wollte ich dich grad fragen. Du hast im Schlaf gewimmert und dich an mich gekrallt, als ginge es um dein Leben. ' Sagte er sanft und verwies mit seiner Hand auf seine Brust, wo man an ziemlich großen Kratzspuren feststellen konnte, dass ich wohl echt geklammert hatte.

    Mit einem 'ohh, eeeh... Tut- tut mir l-leid' Warf ich mich in seine Arme und nuschelte ein 'Schon okay, mir geht es gut.'
    Es war gar nichts okay. Jetzt hatte ich mit meiner, mal bemerkt unbegründeten, Angst Taddl zu verlieren, Taddl selber verletzt.
    Leise begann ich zu schluchzen. Was war denn los mit mir? Ich hatte gar keinen Grund zu weinen.

    Noch immer leise an Taddls Brust weinend begann ich also zu erzählen, zumindest versuchte ich es. 'Ich- es-... Im Grunde g-ging es auch u-um um mein L-Leben. '

    Alarmiert löste Taddl sich von mir, damit er mich ansehen konnte, was er auch mit geschocktem Gesicht tat. 'Erzähl's mir' Flüsterte er sanft und doch auffordernd.

    Für einen Moment überlegte ich die Wahrheit zu sagen, verwarf den Gedanken jedoch wieder und murmelte ein abwesendes 'Hab' von dir geträumt, dass du umgebracht wurdest.'
    Es tat weh ihn anzulügen, doch ich wollte ihm keine Probleme bereiten.

    Bevor Taddl etwas erwidern konnte drückte ich ihn sanft zurück ins Kissen und setzte mich in Reiterstellung auf ihn.
    Ganz langsam küsste ich erst sein Mund, nur um dann weiter hinunter zu wandern und ihm entschuldigend seine Wunden, welche ich ihm zugefügt hatte, zu küssen.
    Immer abwechselnd. Immer wieder. Immer sanfter.

    Abwechselnd ließ ich meine Zunge und meine Lippen darüber streifen, bis ich mich schließlich wieder hoch zog und Taddl ganz nah an mich zog.
    Doch er war mir nicht nah genug.
    Ich drückte mich noch enger an ihn, bis rein gar nichts mehr zwischen uns passte.
    Doch das war mir nicht genug, ich wollte ihm noch näher sein.
    Mit einem belustigten 'Manu, willst du gleich in mich reinklettern' von Taddl, begann ich zu nicken.

    Ich konnte es nicht beschreiben, doch ich hatte so ein übermäßiges Verlangen Taddl mein Nennen zu können, dass es schon fast wehtat.

    Nach einiger Zeit konnte ich spüren, wie Taddl in meinen Armen immer ruhiger atmete und schließlich wieder in Tiefschlaf war, während ich nicht mal an Schlaf denken konnte, als mir plötzlich eine Idee kam...

    26
    Kapitel 26
    Erstmal möchte ich mich für meine kurze Pause entschuldigen, aber ich hatte zu Hause ein wenig Stress, hatte Geburtstag, dann Schulstress und bliblablub ich will mich jetzt auch nicht rausreden, jedenfalls konnte ich mich jetzt wieder dazu aufrichten und hab mit Dubstep (Intro) im Ohr weiter geschrieben also viel Spaß mit dem Kapitel und guten Durst: D ♥
    Ich muss sagen, dass mir als ich angefangen hab zu schreiben erst aufgefallen ist, wie sehr ich es vermisst hab: D ♥

    Kurzerhand stand ich also auf und lief, etwas wackelig auf den Beinen, da ich ja bis eben gelegen hatte, zur Tür, um diese abzuschließen.
    Mir war klar, dass das absoluter Unsinn war, ich wusste mir jedoch nicht anders zu helfen und das wichtigste war für mich, dass ich endlich beruhigt schlafen konnte, möglichst ohne Taddl zu verletzen.

    Als ich jedoch wieder, neben Taddl gekuschelt, in meinem Bett lag, kam mir ein ganz anderer Gedanke in den Sinn.

    In 9 Tagen würden Simon und Felix von der Longboardtour zurück sein.

    Was sollte ich denn dann bitte sagen?
    Hallo Leute, ich bin es GermanLetsPlay und ich bin jetzt mit Taddl zusammen,
    Wobei? Waren wir das? Waren wir ein Paar?
    Klar wir hatten Sex, sogar recht guten, aber das war noch lange keine... Bestätigung.

    Naja, das konnte ich ja noch klären, jedoch hatte ich echt Angst, vor Simons und Dners Reaktion. Ich wollte nicht, dass sie mein Gesicht als GLP oder Manu kannten. Sie sollten mich weiterhin als Jonas kennen.
    Aber wahrscheinlich war das zu viel verlangt.
    In diesem Moment, fragte ich mich, warum mein Leben sowas mit mir macht. Klar, ich hatte Taddl und sollte mich damit abfinden, wie es ist, doch ich wollte es einfach nicht.
    Konnte das denn keiner verstehen?

    Gerade, als ich darüber nach dachte regte sich Taddl in meinen Armen, sodass ich Panik bekam, dass er aufgewacht war.
    Klar, mochte ich ihn, sogar sehr, doch ich wollte mich grad nicht rechtfertigen oder mit jemandem reden.

    Also beschloss ich, kurz mal raus zu gehen.
    Vorsichtig, um den Schlafenden neben mir nicht zu wecken, stand ich auf und machte mich erst einmal auf die Suche nach meiner Boxer, welche ich letzten Endes hinter meinem Schreibtisch fand. Ich schlich also, mit einem verstohlenen Blick auf den süßen Hintern meines Vielleicht-Freundes, zur Tür und drückte vorsichtig die Klinke hinunter.

    Es war zwar nicht meine beste Idee und auch nur eine Kurzschluss Reaktion von mir, aber kurzerhand beschloss ich einfach die Tür zu verriegeln.
    Ich konnte nur hoffen, dass Taddl nicht aufwachen und zur Toilette gehen wollen würde.
    Wie sollte ich ihm das denn dann erklären?
    Ich konnte ja schlecht sagen, dass ich Angst hatte, dass er geklaut wird oder dass er mir weg rennt.

    Schnell verbannte ich den Gedanken daran und machte mich auf den Weg in den Hausflur, wobei ich fast über Gonzo gestolpert wäre.
    In diesem Moment fiel mir auch Zimbel wieder ein.
    Sollte ich vielleicht mit ihm darüber reden?
    Schon auf dem Weg zu seiner Tür viel mir aber wieder ein, was der Arme letzte Nacht aushalten musste, außerdem würde ich ihm glaube ich nicht in die Augen sehen können.

    Tja, also viel das auch weg.
    Schultern zuckend ging ich also noch einmal zurück zur Tür, welche ich auch sofort verließ.
    Eine Gänsehaut überzog meinen Körper, als ich den Flur betrat.
    Ich hätte mir echt mehr als eine Boxershorts anziehen sollen.

    Scheinbar war ich nicht der einzige, der Nachts um was weiß ich wie viel Uhr seine Zeit in Boxershorts im Treppenhaus verbrachte, da ich aus Einmal bekannte Stimmen vernahm.
    Naja wahrscheinlich war ich doch der einzige, der hier nur in Boxer steht.
    Aber das kümmerte mich nicht, da ich in dem Moment, in dem ich die Stimmen hörte, mit meinem Herzinfarkt zu kämpfen hatte.

    Ich kannte die Stimmen, das waren .....

    27
    Kapitel 27

    Sooo, das ist nun das 27 Kapitel und lest euch am besten noch die Info am Ende durch, wo ich sage, warum so lang nichts kam:-
    Trotzdem viel Spaß und guten Durst für die Milch: D

    Die Stimmen, welche ich Marley und Ardy zugeordnet hatte, kamen von Mal zu mal näher an mich heran, während ich, noch immer in Boxer, im Treppenhaus stand.
    Ich hatte keine Ahnung was ich nun tun sollte
    Die beiden wussten ja nicht, dass ich Manu geschweige denn GLP bin, das heißt solang Taddl es Ardy nicht erzählt hat, aber ich wusste ja nicht, was er ihm gesagt hatte.
    Hatte er ihm von Mir und Taddl erzählt? Wobei er ja kaum die Möglichkeit dazu hatte. Aber wenn, dann war ich dran, allein weil Ardy allem Anschein nach was gegen Schwule hatte.

    Als mir einfiel, was er meinem armen Taddl angetan hatte, wurde meine Angst zu Wut.
    Ich war unglaublich wütend auf Ardy, wie konnte er Taddl rauswerfen, weil er etwas gegen Schwule hatte
    Einerseits hoffte ich, dass er mir jetzt begegnen würde, damit ich ihm mal so richtig meine Meinung sagen kann, andererseits auch nicht, weil ich Taddl nur verletzen würde, wenn ich seinem besten Freund wehtun würde.
    Aber, wenn er jetzt hochkommen sollte, was er allem Anschein nach tat, könnte ich für nichts mehr garantieren.

    Langsam aber sicher kamen die beiden mir näher und mit jedem Schritt weniger der uns trennte wuchs auch meine Wut.
    Ich ballte meine Hände zu Fäusten und mein Atem wurde, zu zweiten Mal in dieser Nacht, schwerer.
    Dieses Mal allerdings auch einem ganz anderen Grund, wobei mir das erste Mal besser gefallen hatte.

    Mittlerweile konnte ich schon jedes einzelne Wort verstehen und stellte somit fest, dass sie über irgendeinen Rapper redeten, mit dessen Namen ich nichts anfangen konnte.
    Würde Wut ein Geräusch machen, wären mittlerweile alle Menschen aus diesem Haus wach und jetzt war mir grad auch völlig egal was Taddl später zu meiner folgenden Aktion sagen würde.
    Ich wollte nur noch eins: Ardy meine Meinung stecken, selbst wenn ich dazu Gewalt bräuchte.

    Nun setzte auch ich mich in Bewegung, um den beiden entgegen zu gehen.
    Ich hatte angefangen zu zittern, ob nun vor Kälte oder vor Wut konnte ich nicht so recht zuordnen, wobei ich eher auf letzteres tippte.

    Ein wenig sorgte ich mich ja darum, dass er mich nicht ernst nehmen würde, da ich nur eine Boxer trug, aber der sah doch mindestens genauso lächerlich aus, mit deinen Blau-Lila Haaren.

    Jetzt trennten und kaum ein paar Meter, sodass sie mich wahrscheinlich schon bemerkt hatten, aber was war schon ungewöhnlich an einem Typen im Treppenhaus, wenn man mal von meinem Outfit und der Uhrzeit absah.

    Aber, zu spät. Ich hatte mittlerweile mein Tempo gesteigert und rannte Ardy förmlich entgegen, welcher mich, mit mittlerweile aufgerissenen Augen, ansah und abrupt stehenblieb...


    Sooo, das war das 27 Kapitel <3
    Ich hoffe es hat euch gefallen:)
    Es ist kürzer, ich weiß...
    Ich werde mich jetzt zusammen reißen und mir einen festen Uploadplan machen....
    Ich denke das wir Samstagnacht/Abend und vielleicht Mittwoch? <3
    Jetzt zu meiner Ausrede xD
    Nein, keine Ausrede aber ich hatte gerade wirklich Probleme zu Hause, die ich auch poch habe, aber ich dachte ich sollte langsam mal wieder was hoch laden...
    Ich will nicht näher drauf eingehen, aber es tut mir echt schrecklich leid. Wirklich.
    Ich hab echt nicht vor mich rauszureden, aber ich glaube das kann jeder nachvollziehen...
    Vor Allem wollte ich nicht schreiben, wenn ich down bin, weil ich weiß, dass dann nur Müll raus kommt und das würdet ihr wahrscheinlich noch weniger gut finden...
    Ich versuche echt mich jetzt zusammen zu reißen und ich danke euch für euer Verständnis...

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