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Aot: Sonne und Mond

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1 Kapitel - 4.303 Wörter - Erstellt von: Nanmaku Uchiha - Aktualisiert am: 2017-11-10 - Entwickelt am: - 48 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

2. Teil der Aot Fanfiction

    1
    Sonne und Mond
    Noch etwas müde stand Angie auf der Mauer Rose und kontrollierte die Mauer. Gestern war das grösste Fest, dass Angie je gefeiert hatte. Sie hatte sich sogar leicht betrunken, was sie nun aber stark merkte. Ihr Schädel brummte vor sich hin, als Angie einige Schritte wahrnahm. Es waren Jean und Connie, beide sahen genauso scheisse aus wie sich Angie fühlte. „Na? Gut geschlafen?“ Fragte Angie mit einem ironischen Grinsen auf den Lippen. Jean hatte sich in diesen drei Jahren zwar nicht äusserlich verändert, jedoch ist sein Charakter ganz schön erwachsen geworden. Angie hatte sich manchmal dabei erwischt, über Jean zu schwärmen, doch sie glaubte nicht, dass es Liebe war. Seine beige-erdfarbenen Haare lagen etwas verwuschelter als sonst auf seinem Kopf. An den Seiten hatte er sie immer kurz, also eigentlich eine Art Topf Schnitt. Jean ist um einiges grösser als Angie, nur wegen ihm nannte man Angie nun die meiste Zeit über Kleine. Connie, der neben Jean stand, war etwas kleiner, seine Haare waren nur noch kurze Stoppeln. Angie vermutete, dass er schwarze Haare hatte. „Wo sind denn die anderen Schlafmützen?“ Erkundigte sich Angie nebenbei um ihre Gedanken zu verscheuchen. „Eren, Mikasa und Armin waren noch im Speisesaal, als wir uns aufgemacht haben...“ Meinte Connie und schaute zu Jean, dieser nickte und setzte sich neben einer Kanone hin. „Ich glaube Christa und Ymir haben noch geschlafen. Sasha plündert gerade die Vorratskammer und Reiner und Berthold...keine Ahnung...“ Angie nickte und setzte sich neben Jean. „Ich hoffe heute wird nicht allzu stressig...“ Seufzte Connie und liess seinen Blick über die Mauer gleiten. Da hörten sie ein lautes Schmatzen, alle wussten, dass es Sasha war. „Sasha! Hast du mir ein wenig?“ Fragte Angie und bedeutete auf eines der vielen Brötchen, welche Sasha geklaut hatte. „Mir auch...“ Meinte Jean und streckte seinen Arm aus. Mit der Zeit trafen auch Eren, Mikasa und der Rest ein. Sie alberten noch ein wenig auf der Mauer herum und schwärmten davon, wie toll es sei, dass sie es alle geschafft hatten. Angie hatte sich, um ein wenig unter sich zu sein, von der Gruppe entfernt. Nur noch gedämpft drangen die Schreie von Mädchen oder das laute Lachen der Jungs zu ihr hinüber. Sie versicherte sich, ihr 3D-Apparat sass perfekt. Was die anderen nicht wusste war, sie hatte den Apparaten ein wenig umgeändert, an den Seilen, die an ihren Gurt angeschlossen waren hatte sie stabile Federn aus Eisen angebracht. Diese halfen ihr den grössten Schwung zu bekommen und gaben Angie mehr Bewegungsfreiheit. Angie schritt ohne zu zögern näher an den Rand der Mauer, sie stand nun nur noch auf den Fersen. Sie genoss das Gefühl, der Wind blies ihr in das Gesicht und es dröhnte um ihre Ohren. Angie schloss die Augen und stellte sich vor wie sie hinunterstürzen würde und kurz vor dem Aufprall die Seile mit den Harpunhaken in die Mauer schiessen um sich wieder hoch zu katapultieren. Da hörte sie einen lauten und ohrenbetäubenden Knall. Angie erkannte dieses Geräusch wieder. Der Koloss stand nicht einmal fünf Meter von ihr entfernt. Sein Schatten verdunkelte ihr Gesicht und wegen dem plötzlichen Erscheinen wurde Angie von dem starken Wind weggeweht. „RIESEN ARSCHLOCH!“ Schrie Angie wütend, während sie nach hinten flog. Sie suchte nach etwas wo sie ihre Seile hin schiessen konnte. Sie schaffte es bei der grossen Kirche und kletterte zur Kirchenspitze hinauf. Ihr Gesicht färbte sich weiss. Der Koloss war wieder verschwunden, doch hatte ein klaffendes Loch in der Mauer hinterlassen. Massenhaft strömten kleinere Titanen hinein. Angie hatte das Gefühl, als würde sie ihre Vergangenheit noch einmal durchleben. Doch da fasste sie sich wieder. 'Jetzt war sie stärker als damals, sie weiss mehr und ist nun dazu fähig sie zu besiegen.' Angie begann sich in Bewegung zu setzen. Die ersten Titanen hatten sie entdeckt und rannten auf sie zu. Angie sprang mit einem Überschlag hinunter und schoss die Seile in das weiche Fleisch des erstbesten Titans.
    Angie hatte schon etwa sechs Titanen getötet, doch langsam gingen ihr die Kräfte aus.
    Ihr Dampf für den Antrieb war schon lange ausgegangen, deswegen versuchte sie sich einfach irgendwie mit den Seilen hin und her zu schwingen. Ihre letzten Klingen waren mittlerweile schon stumpf und blutverschmiert. Keuchend stand sie auf einem Hausdach und ruhte sich gerade aus. Da spürte sie einen harten Schlag und flog gegen die gegenüberliegende Hausmauer. Ein Titan hatte sie erwischt und mit der Hand weggeschlagen. Eigentlich eher untypisch, wahrscheinlich war es ein Abnorma. Angie schmerzte der ganze Körper, sie musste sich mindestens eine Rippe gebrochen haben. Sie krallte sich gerade an einem Fensterladen fest um nicht auf den Boden zu fallen. Sie fühlte wie die Energie langsam aus ihren Armen schwand, dann liess sie los. Angie blinzelte mehrmals, als sie bemerkte dass sie nicht fiel. Sie schaute sich um und fand sich in einer massigen Hand wieder. Sie schaute nach oben und erkannte ein Gesicht eines Titans. Dieser schaute (wie immer grinsend) mit türkis-blauen Augen zu ihr hinab. Mühsam stand Angie auf, sie stützte sich dabei auf den Daumen des Titans ab. Er hob sie näher an sich heran, nun spürte Angie deutlich den heftigen Atem des Riesen. „Verstehst du mich?“ Rief Angie zu dem Titanen hinauf. Dieser nickte langsam, wobei Angie etwas verschreckt zurück wich. Der Titan hinderte sie daran hinunter zu fallen. Der Titan versuchte etwas zusagen, doch aus seiner Kehle kamen nur undeutliche Laute. „Okay, ich glaube ich bin tot... Wieso zur Hölle beschützt mich gerade ein Titan?“ Angie schlug sich einige Male gegen die Stirn und setzte sich danach wieder auf die Hand von dem Titanen. Sie starrte angestrengt in die Augen des Titanen, welche genauso konzentriert zurück starrten. Da fiel ihr die Augenfarbe noch einmal auf. „Deine Augen sehen aus...wie Erens!“ Angie war aufgesprungen und hatte ihre Hände auf die beiden Wangen des Titanen gelegt. Die Augen des Titanen begannen noch mehr zu leuchten und er nickte mit seinem massigen Schädel. „EREN!“ Kreischte Angie erleichtert. Da hörten beide polternde Schritte und drehten den Kopf um gerade noch zu sehen wie unzählige andere Soldaten etwas weiter weg in Richtung Militärgebäude stürmten. Angie erkannte schnell den Plan, den sie hatten. „Eren! Hör mir gut zu, wir müssen den anderen helfen an die Ressourcen zu kommen! Dann können wir fliehen!“ Eren nickte und hob Angie auf seinen Kopf. Angie krallte sich in die Haare von Eren, welcher einen riesigen Sprint hinlegte, den Soldaten auf den Fersen.
    Connie und Jean hatten den Titanen bemerkt, der ihnen hinterher rannte. „Jean, er ist ganz schön schnell!“ Rief Connie Jean zu und blickte immer wieder besorgt hinter sich. „Wir können uns im Moment keinen Kampf leisten, Connie!“ Meinte Jean und legte noch einen Zahn zu. Vor ihm schwangen Armin mit Mikasa und Sasha voraus. Dann sahen sie die Titanen, welche sich hinter den grossen Häusern versteckt hatten, hervor schnellen. Einige griffen und schnappten nach der kleinen Gruppe. Viele die Jean nicht kannte wurden gepackt und gefressen. Dann bemerkte er den Abnorma, den der vorher hinter ihnen her war. Auf seinem Kopf klammerte sich Angie fest und schrie dem Titanen dabei lauter Befehle ins Ohr. Der Titan schlug die anderen Titanen nieder und bahnte den Weg für Jeans Gruppe. „Er...bekämpft die anderen Titanen?“ Connie schüttelte verwirrt den Kopf. „Connie, schau! Angie ist auf dem Kopf des Titanen...“ Schrie Jean zu Connie, welcher weiss im Gesicht wurde. Gleichzeitig kam die Gruppe an der Basis an und füllte ihre Vorräte wieder auf.
    Eren und Angie warteten draussen vor dem Gebäude. Es wurde immer schwieriger die Titanen abzuwehren. Angie versuchte so gut es ging zu helfen, doch sie spürte wie schlecht es war, wenn sie sich bewegte. Sie konnte sich kaum noch am herum wütenden Eren festhalten, Angie schaute sich hektisch um, damit sie Eren vor neuen Feinden warnen konnte. Da entdeckte sie Jean, Connie und Mikasa auf einen der Häuserdächer, sie hatten alle die Schwerter griff bereit. Dann sprangen sie auf Eren zu, um Angie vor ihm zu retten. „EREN!“
    „Was ist hier passiert?“ Kommandant Verman stand fassungslos auf der Mauer. Ein riesiger Titan stand schreien in der Mitte der Stadt Trost. Eine Gruppe von Soldaten versuchte den Titanen zu bewältigen. „Wie haben es die Titanen in die Mauer Rose geschafft?“ Flüsterte Verman und schaute seinen Botschafter an. Dieser stotterte etwas Unverständliches. „Der Koloss ist wieder aufgetaucht, Sir! Er hat wieder ein Loch in die Mauer geschlagen!“ Verman rann der Schweiss die Stirn hinunter. „Was ist mit diesem Titan, warum kämpfen so viele gegen ihn?“ Fragte Verman weiter, sein Bote schluckte. „Sir, Angel Smith...Sie verteidigt den Titanen...wir warten auf ihren Befehl, Sir!“ Verman sprang von der Schutzmauer hinunter und näherte sich dem wütenden Titanen. Jetzt sah er ein kleine Gestalt, welche auf der Schulter des Titanen war und mit einem kleinen Dolch versuchte die Angriffe der Soldaten abzuwehren. „Angie! Komm sofort vom Titanen weg!“ Schrie Jean aufgebracht. „NIEMALS! DAS IST EREN!“ Schrie Angie zurück. Connie und Armin schüttelten verzweifelt den Kopf. „Das ist nicht Eren, das ist irgendein Titan!“ Mischte sich Mikasa ein. Der Titan schrie wütend auf und trampelte mit den Füssen auf den Boden. „EREN, DU MUSST AUS DEM TITANEN RAUS!“ Angie wandte sich an Eren und liess das Messer sinken. Der Titan nickte und begann am Nacken zu kratzen, doch schaffte es nicht früh genug. Angie wurde von Jean geschnappt und dieser schleppte sie weit weg von Eren. „EREEEEN!“ Kreischte Angie und zappelte wild. Jean hatte sie aber zu fest gepackt und hielt sie fest. „Angie finde dich damit ab, Eren ist tot, er wurde von einem Titanen gefressen. Armin hat uns davon erzählt.“ Angie schüttelte den Kopf. Jean umarmte sie. „Nein...das kann nicht sein...“ Flüsterte Angie leise und krallte sich in die Schulter von Jean. Man hörte einen lauten Knall und Angie sah wie der Titan auf dem Boden lag. Eren war aus dem Nacken des Titanen entstiegen, sein Körper dampfte. Doch Eren rappelte sich auf und schrie nach Angie. Angie kamen vor Erleichterung die Tränen und so schaute auch Jean nach hinten und erkannte Eren. Er war eine Sekunde unachtsam und Angie riss sich von ihm los. „Eren!“ Schrie sie zurück, da spürte sie einen stechenden Schmerz in ihrem Brustkorb. „Verdammt...“ Murmelte sie und kippte benommen auf die Seite. Das letzte was sie sah wie sie vom Dach stürzte.

    „Angie, wach auf! Angie!“ Angie erkannte die Stimme von Armin und öffnete genervt die Augen. „Was'n los? Ich will noch nicht aufstehen!" Murrte Angie und vergrub das Gesicht im Kissen. "Wow...sie spürt die Schmerzen nicht mal..." Angie bemerkte erst jetzt ihre knappe Kleidung. Irgendjemand hat ihr kurze Shorts angezogen und so ein knappes Oberteil. Sie richtete sich mit der Art Wer-zum-Teifel-hat-mich-umgezogen auf und funkelte in die Runde. Sie erkannte Mikasa, Armin, Jean (Mit ihm musste sie sich sowieso noch unterhalten...), Sasha, Ymir, Christa und Reiner mit Berthold. Da fiel ihr auf, dass sie die zwei gar nicht beim Überfall gesehen hatte. Komisch... "Oh, die Kleine ist ja doch nicht taub..." Meinte Jean und grinste dumm. Angie war gerade in einem wirklich schlechten Modus. Angepisst. Sie versuchte nicht allzu schlimm zu reden. "Wo ist Eren?" Versuchte sich Angie abzulenken und untersuchte dabei ihren Körper. "Nun...also...Eren wird heute vor Gericht gestellt..." Erklärte Connie leise, gespannt auf Angies Reaktion. "Warte...WAS!" Angie sprang auf und packte Connie am Hemd. "Wie lange hab ich gepennt!" Wollte Angie wissen. Connie schaute verlegen zur Seite. "etwa 3 Tage..." Fügte er leise hinzu. Angie sank zurück auf ihr Bett und riss ihre Bandagen weg. Die anderen schauten sie etwas geschockt an. "Angie, deine Wunden können un..." Auf Angies Haut war keinerlei Anzeichen einer Verletzung. Angie beachtete es nicht weiter und wandte sich an Jean. "Was ist passiert? Wo ist Eren jetzt? Und wo sind meine Kleider? Antworte!" Jean erklärte Angie schnell, dass als sie geschlafen hätte, Eren sie aufgefangen hätte und ins Krankenhaus gebracht hätte. Daraufhin drohte man ihn, ihn zu erschießen, doch ein gewisser Kommandant Pixis hatte es verhindert. Zusammen mit der Hilfe von Eren konnten sie das Loch stopfen. Dabei wäre er fast draufgegangen. "Doch zum Glück hat uns so ein Typ Namens Levi Ackerman und Erwin Smith..." Angie zuckte bei diesem Namen zusammen. "Ist was?" Unterbrach sich Jean, aber Angie schüttelte nur den Kopf. "Also diese zwei haben unseren Arsch gerettet und wollen jetzt verhindern, dass Eren getötet wird. " Angie nickte und machte eine Geste die Jean zu verstehen gab, weiter zu reden. "Er wird um acht Uhr im Gerichtshaus, in Trost gerichtet. Du kannst auch mitkommen. Und hier sind deine Kleider." Jean hielt eine frisch gewaschene Ausrüstung hin. Angie grinste und nahm sie ihm dankend ab. Dann schickte Angie die Menge raus, damit sie sich in Ruhe umziehen konnte.
    "Beeil dich mal ein wenig! Wir wollen los!" Ymir klopfte ungeduldig an Angies Zimmertür. Da schob sich die Türe auf und eine frisch geduschte und angezogene Angie kam heraus gestürmt. "Wir können!" Meinte Angie und fragte Jean nach dem Weg. Den andern fiel auf, wie nahe sich Jean und Angie nebeneinander bewegten. Das Glas explodierte (Jaaa, explodierte!) förmlich, als Jean den Arm um sie legte. (Er behauptete später, er hätte sie gestützt...MHMMM) "Das ist es..." Angie, Jean und der Rest standen vor einem grossen Gebäude. Angie stampfte ohne zu zögern hinein und befand sich inmitten eines grossen Raumes. Jean war ihr gefolgt und bugsierte sie in die Zuschauerreihe. Während des Prozesses zeigte Jean auf die Typen, welche ihnen geholfen hatte. Angie verfolgte den Prozess gespannt, doch als es so weit kam, dass sich dieser Levi auf Eren zu bewegte und ihn einmal in den Bauch kickte ging es mit Angie durch. Sie hatte erstens nicht geplant, Jean so nahe zu kommen, zweitens, sie hat drei Tage lang gepennt und drittens, dieser Levi schlug gerade Eren, ihren besten Bruderersatz den es gab. Angie löste sich von der Zuschauerreihe und stürmte auf die Tribüne, um die anderen Schläge von Levi abzuwehren. Dieser schaute dumm aus der Wäsche, als er sah wie Angie sein Bein festhielt und mit aller Kraft versuchte ihn aufzuhalten. Levi spürte wie überlegen er war und riss sich von ihrem Griff los. "ANGIE, WAS MACHST DU DENN!" Presste Jean heraus. Doch Angie ingnorierte ihn vollkommen und versuchte die anderen Schläge von Levi abzuwehren. Einige Male steckte sie selber etwas ein. Sie dachte schon sie fällt wieder in Ohnmacht, Blut strömte aus Nase und Mund. Eren hatte nur geschockt zu geschaut, unfähig sich zu bewegen, da er an einer Metallstange angemacht worden war. "Angie, lass gut sein! Du hast genug getan!" Rief Eren und wie auf Kommando hob der Richter die Hand, welches das Zeichen für Levi war, aufzuhören. "Mädchen, sag mir! Wie ist dein Name?" Sprach der Richter in die entstandene Stille. Angie trat in den respektvollen Gruss. "Mein Name ist Angel Smith von Shiganshina, Sir!" Am Rand der Tribüne zuckte der Kommandant des Aufklärungtrupps zusammen. Es war Erwin Smith. Ihm lief eine einzelne Schweissperle hinunter und seine Gedanken waren so dicht, als könnte er sie anfassen. 'Ist sie etwa...meine Schwester?' schoss ihm immer wieder durch dem Kopf. Doch er verkniff sich, diese Frage laut auszusprechen. Der Richter hatte den Namen notiert und fixierte Angie wieder. "Angel Smith also...Sag mir, wieso beschützt du Eren Jäger?" Angie zögerte keinen Augenblick. "Eren Jäger würde das Gleiche auch bei mir tun, Sir!" Der Richter nickte langsam und überlegt den Kopf. Angie konnte keine Emotion aus seinem Gesicht ablesen. Es machte sie etwas nervös. "Angel Smith, beschreibe mir was sich damals in Shiganshina abgespielt hat!" Angies Herz setzte für einen Moment aus. Sie hatte seit diesem einen Tag niemanden jemals erzählt was passiert war. Sie schluckte nervös. "An diesem einen Tag zerstörte der Koloss von einem Titanen die Mauer und eine Titanen-Welle überrannte Shiganshina, Sir!" Der Richter schüttelte beachtlich den Kopf. "Nein, Angel Smith, was ist dir an diesem Tag passiert! Ich möchte wissen wo du warst und wie du es aus Shiganshina geschafft hast." Angie trat benommen auf das eine und dann wieder auf das andere Bein. Sie schluckte mehrmals, doch schlussendlich liess sie die Tränen laufen. "Sir! Ich war auf der Mauer Maria und als der Koloss erschien war er etwa zwei Kilometer von mir entfernt! Ich bin sofort nach unten gerannt um mich und meinen Bruder zu den Rettungsbooten zu schleppen. Doch als ich bei meinem Haus ankam, lag es unter einem Mauerbrocken in Trümern. Mein Bruder wurde dabei zerquetscht. Ich sah keinen anderen Weg und konnte mich auf ein Rettungsboot retten. Das ist alles, Sir!" Eren und die anderen sahen sie geschockt an. Es war das erste Mal, dass Angie so offen darüber redete. Erwins Frage hatte sich nun eindeutig bestätigt. Es musste seine Schwester sein. Doch bevor er dazu kam etwas zu tun, hallte die tiefe Stimme des Richters durch den Saal. "Nun gut...Eren Jäger, hiermit wirst du freigesprochen, unter ein paar Bedingungen. Du musst dem Aufklärungstrupp beitreten mit der Aufsicht von Levi Ackerman." Eren nickte erfreut und Levi tauschte heimlich (wahrscheinlich triumphierende) Blicke mit Erwin aus. "Dazu muss du Erwin Smith, Angel Smith auch in den Aufklärungstrupp lassen! Das ist meine Entscheidung!" Der Richter klopfte dreimal klar und deutlich auf den Holztisch und verliess dann den Gerichtssaal. Die eine Menge war ausser sich vor Wut, doch verliess den Gerichtssaal friedlich. Die Anderen waren nur froh, dass Eren weiterleben durfte. Angie war eine davon, sie wurde von Jean abgeholt und konnte sich erstmal eine lange Standpauke von ihm anhören. "Schlussendlich, konnten Eren und ich dem Aufklärungstrupp beitreten, das ist doch mehr als genug!" Konterte Angie genervt, doch sie diskutierte noch weiter mit Jean, welcher nicht aufgab.
    Später in einem Raum des Gerichtsgebäudes, sass Eren auf einer Couch und liess sich von einer Frau, namens Hanji verarzten. Sie besass braune Haare, welche sie immer zurückgebunden hatte. Eine eckige Brille, da sie sehr schlecht sah und ihre braunen Augen suchten die ganze Zeit nach irgendwelchen Titanen. "Es ist unglaublich, Eren, wie schnell deine Wunden verheilen!" Sagte sie gerade, als es an der Türe klopfte. Levi und Erwin, die sich gerade unterhalten hatten unterbrachen das Gespräch. "Ja?" Rief Erwin fragend, er verstummte schlagartig, als er Angie sah. Ihre Wunden hatte sie inzwischen versorgen lassen. Etwas unsicher trat Angie ein und schaute zu Eren. Dieser grinste sie nur an und bedeutete ihr sich neben ihm zu setzen. Sie folgte seiner Geste. "Danke für deinen Einsatz..." Wollte sich Eren entschuldigen, doch Angie winkte ab. "Du hättest das Gleiche auch für mich getan..." Erwin starrte noch immer unbeholfen zu Angie und hielt Levi nicht auf, der sich wütend Angie näherte (wie immer mit dem interessiert-mich-nicht Blick!). "Du bist doch das dumme Balg, welche meinen Einsatz vermasselt hat! Du hast es überhaupt nicht verdient, hierher zu kommen!" Levi verzog bei diesen Worten keine Miene. Angie stand trotzig auf und stellte fest, Levi war grösser als sie, deswegen musste sie ihren Kopf in den Nacken legen um in sein Gesicht zu schauen. "Ich wäre so oder so hierhergekommen, Dummkopf!" Fauchte Angie zurück, was Levi überraschte. Anscheinend wusste Angie nicht mit wem sie gerade sprach. "Ähm...Angie, das ist Hauptgefreiter Levi Ackerman..." Flüsterte Eren etwas verlegen und Angies Gesicht verwandelte sich in der einen zur anderen Sekunde in eine Tomate. "Verdammt!" Fluchte sie leise und liess den Kopf hängen. Sie würde für diesen Kommentar wahrscheinlich die ganze Zeit über Straf Runden rennen müssen. Doch Levi trat von ihr zurück und grinste sie flüchtig an. "Du gefällst mir..." Angie hatte somit den rötesten Kopf, denn es gab.
    Erwin hatte sich zum Glück wieder gefangen. Er kam auf Angie zu und legte ihr behutsam eine Hand auf die Schulter. "Angie?" Angie zuckte bei dieser Stimme zusammen. Erwin, oder für Angie eher der Fremde, der ihr gegenüber stand, hatte blonde Haare und blaue Augen. Es dauerte nicht lange, da machte es Klick und Angie wurde von Gedanken und Fakten überrumpelt. Ihre Beine knickten ein und Erwin konnte sie gerade noch rechtzeitig auffangen. "Was ist denn hier los...Ich versteh gar nichts mehr..." Mischte sich Hanji ein und setzte sich neben Eren. Zusammen mit ihm und Levi beobachtete sie neugierig die Szene. Angie konnte nicht aufhören in Erwins Augen zu starren. Ihm ging es genauso. Dann versuchte Angie etwas zu sagen. Nuschelnd sprach sie aus: "Sonne und..." Weiter kam sie nicht, denn Erwin strahlte sie freudig an. "Mond! Für immer vereint!" Flüsterte er und umarmte Angie. Angie brauchte länger um zu realisieren was gerade geschah. Erwin löste sich von ihr und erschrak ein wenig als er Angies verweintes Gesicht sah. Sie lachte und holte einen Anhänger hervor. Daran baumelte eine halbierte Sonne aus Gold. Erwin lächelte und zog seinen eigenen hervor. An seinem hing ein silberner Mond. Sie hielten es aneinander und beide Teile passten perfekt. Angie legte ihren Schädel müde an Erwins Brust. Sie erinnerte sich daran, wie sie zwei an die Anhänger gekommen waren:
    Rückblende
    Angie sass mit Erwin auf der Mauer Maria. Der Wind wühlte durch ihre Haare und beide schauten verträumt in die Ferne. "Die Welt ist so gross..." Murmelte Angie leise. Erwin nickte und legte seine Hand auf den Kopf seiner kleinen Schwester. "Da besteht oft die Gefahr, dass man sich verliert. Aber wir sollten uns doch immer aneinander erinnern, nicht?" Erwind holte ein kleines Lederbeutelchen aus einer seiner Taschen. Er reichte es Angie. Diese packte das Geschenk vorsichtig aus. Es lagen zwei Anhänger darin. Eine goldene Sonne und ein silberner Mond. Beide konnten zusammengesetzt werden. "Du bist die Sonne, da du immer so warmherzig und nett zu allen bist!" Erklärte Erwin und übergab Angie den Anhänger. Angie begutachtete ihn eine Weile, dann griff sie nach dem Mond. "Und du bist der Mond, da du immer mein Licht in der Dunkelheit bist!" Angie lachte und Erwin begann zu grinsen. "Sonne und Mond! Für immer vereint!" Sagte Erwin und umarmte Angie dabei.
    Rückblick Ende
    "Es ist schön zu wissen, dass mein Bruder lebt." Fügte Angie hinzu. Erwin nickte und brachte Angie dazu sich aufzurichten. "Wir haben uns viel zu erzählen..." Stellte Erwin fest und führte Angie zur Türe. "Levi, Hanji, ich vertraue darauf, dass ihr Eren gut versorgt!" Befahl er seinen Leuten und verließ mit Angie das Zimmer.
    Angie saß zusammen mit Erwin in einem Restaurant und dabei unterhielten sie sich über viele Dinge. "Ich war arbeiten als der Koloss aufgetaucht ist. Ich wusste, dass du wahrscheinlich auf der Mauer gewesen warst und danach zum Haus gerannt sein musst. Aber als ich am Haus ankam, war es schon zu spät. Ich habe lange versucht nach dir zu graben, doch irgendwann haben mich Wachen gepackt und zu einem Militärlager verschleppt." Erklärte Erwin angeregt und mit etwas Traurigem Ausdruck. "Da hab ich mich so hochgearbeitet und bin dem Aufklärungstrupp beigetreten und mittlerweile..." Er zeigte auf seine Abzeichen an der Jacke. "...bin ich der Kommandant des Aufklärungstrupps." Angie klatschte begeistert in die Hände, ihre Augen funkelten. "Als ich auf dem Rettungsboot war, hab ich mir geschworen, dass dein Tod nicht umsonst war. Ich hab mich am Militär angemeldet und die Abschlussprüfungen als Beste abgeschlossen." Angie grinste stolz und Erwin wuschelte ihr durchs Haar. "Ich bin stolz auf dich..." Meinte er und sein Ausdruck vermittelte vollkommene Zufriedenheit. Angie hatte die alten Zeiten vermisst, jetzt konnte sie es wieder Genießen. Sie lehnte müde aber glücklich ihren Kopf an Erwin. Dieser legte schützend einen Arm um sie. Sie redeten noch lange, fast bis zur Morgendämmerung, doch schließlich schliefen beide ein.

Kommentare (2)

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Meira (10717)
vor 8 Tagen
Schreib bitte weiter 😍 ich liebe diese Geschichte ❤️❤️❤️❤️❤️❤️😍😍😘
Nanmaku Uchiha (09649)
vor 9 Tagen
An Weihnachten hau ich ein Weihnachts-Special raus!
Lg
Die Autorin!!!
Ps: (Sie wird die Herzen der Levi-Lover höher schlagen lassen!!)