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Elfwyn- die Roheryn Teil 14

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2 Kapitel - 1.993 Wörter - Erstellt von: Nolawen Moredhel - Aktualisiert am: 2017-11-09 - Entwickelt am: - 153 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Theoden wird von Gandalf befreit und sie brechen nach Helms Klamm auf...
Theodred geht es besser, aber kämpfen darf er noch nicht...

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Als Éowyn und ich in den Thronsaal kamen, erkannte ich Aragorn, Legolas und Gimli, die hinter dem alten Mann standen, von dem ich geträumt hatte. Er

Als Éowyn und ich in den Thronsaal kamen, erkannte ich Aragorn, Legolas und Gimli, die hinter dem alten Mann standen, von dem ich geträumt hatte. Er schien irgendetwas mit Theoden zumachen. Hama stand am Eingang und sah verzweifelt auf an der Wand stehende Waffe. Ich erkannte Aragorns Schwert, den Bogen von Legolas und die Axt von Gimli. Aber als die Wachen versuchten den alten Mann zu ergreifen, brach eine Prügelei aus. Ich sah Grímas entsetztes Gesicht, als Theoden von dem Mann in einem Bann gezogen wurde, und wie Schlange dann Hama anherrschte. „Ich habe Euch gesagt, ihr sollt ihm seinen Stock wegnehmen! Er ist ein Zauberer!“
Gandalf Sturmkrähe, dachte ich. Sollte ich mich freuen? Das letzte Mal war er im Sommer hier gewesen und hatte sich Schattenfall geholt, was eine Beleidigung des Königs war. Aber trotzdem… amüsiert beobachtete ich die Prügelei zwischen den bewaffneten Wachen und den drei unbewaffneten Fremden. Diese setzten sich hervorragend zur Wehr.
Als mein Blick wieder zu Theoden ging, richtete er sich auf. Ein alter Mann war er noch immer, aber sein Blick war klar, und als er sich zu Gríma umwandte, blickte er Schlange hasserfüllt an.
Gríma duckte sich und wollte davon wuseln, aber zwei Wachen hielten ihn fest.
„So viel weiß ich jetzt, Gríma“, sagte Theoden zu ihm. „Nun kenne ich den Grund für deinen Namen, du Schlange!“
Aragorn und seine Gefährten hörten auf zu kämpfen, als alle Rohirim in der Halle vor ihrem „wiedergeborenen“ König niederknieten. Ich kniete mich ebenfalls hin, während Éowyn zu ihrem Onkel stürmte. Ich war so froh, dass Theoden wieder der alte war, was immer Gandalf auch gemacht hatte. Er hatte von Saruman gesprochen und mir wurde klar, dass der Weiße Zauberer Theoden kontrolliert haben musste. Meine Befürchtung mit Gríma waren also doch richtig gewesen.
Ich rannte so schnell ich konnte zurück zu Theodred um ihm davon zu berichten.
„Dein Vater!“, rief ich schon auf dem Flur. „Theodred, der König ist befreit!“
Er setzte sich mühsam auf und verzog mir zuliebe nicht das Gesicht als ich ihn packte, umarmte und küsste.
„Was ist denn passiert?“, fragte er und wischte sich das Gesicht ab, was mich zum Lachen brachte.
„Gandalf und ein paar Freunde von ihm waren hier“, erzählte ich. „Nein, ich denke, sie sind noch hier. Und Gandalf hat Theoden von seinem Bann befreit.“
„Ein Bann?“
„Ein Bann von Saruman.“
Theodred sackte zurück in die Kissen. „Wir haben es doch geahnt“, murmelte er.
„Aber jetzt ist er wieder der alte!“, sagte ich. „Wir haben unseren König zurück.“
„Was ist mit Gandalf und seinen Freunden?“, fragte Theodred. „Wer sind sie?“
„Sie kennen Boromir.“ Ich zögerte kurz. „Er ist gefallen.“
Theodred machte eine betroffene Miene. Ich legte ihm eine Hand auf den Arm und lächelte sanft. Éowyn kam herein. „Ich denke, Elfwyn hat dir schon von der erfreulichen Nachricht erzählt?“, fragte sie ihren Cousin. Dieser nickte.
„Nun, ich habe eine weitere!“, rief Éowyn. „Éomer wird zurückgerufen.“
„Jawohl!“, sagte ich. „Gríma hat Gandalf Lathspell genannt, also schlechte Nachricht, aber das war er für Schlange auch. Es würde alles gut, denn wir hatten jetzt auch einen weißen Zauberer auf unserer Seite. Ich war überzeugt.
„Was passiert als Nächstes?“, fragte Theodred.
„Wir brechen nach Helms Klamm auf“, sagte ein Mann von der Tür aus.
„Aragorn“, begrüßte ich ihn.
„Nach Helms Klamm?“, rief Theodred und ich drückte ihn sanft zurück, als er sich aufrichtete. „Wieso?“
„Kein Feind hat Helms Klamm je eingenommen, wenn sie von Menschen verteidigt wurde, oder nicht?“, fragte Aragorn. „Dort werdet ihr sicherer sein. Der König lässt gerade die Stadt räumen. Ich denke, er wird gleich zu euch kommen.“
Theoden kam und sprach mit seinem Sohn. Éowyn und ich begannen zu packen und halfen den anderen. Ich war nicht begeistert davon, dass Theodred jetzt reiten sollte. Er hatte nicht nur eine Schulterwunde wie ich. Sein halber Oberkörper war aufgerissen, auch wenn die Wunde schon verheilte. Ich hatte Angst, dass sie wieder aufgehen könnte. Auf jeden Fall würde dort eine lange Narbe zurückbleiben.
„Er heißt Aragorn, ja?“, fragte Éowyn mich.
„Ja, wieso?“, antwortete ich und schnallte eine Tasche an mein Pferd. Ich hatte es Mithfin (Grauhaar) genannt. Ich wollte schließlich kein namensloses Pferd haben.
Éowyn sagte nichts und ich schaute auf. Ein Glänzen trat in ihre Augen, als würde sie träumen und sie lächelte zaghaft.
„Oh nein!“, rief ich. „Nein, nein, nein.“
„Er sieht sehr gut aus“, sagte sie, als hätte ich gar nichts gesagt.
„Éowyn, du weißt nicht über ihn. Er-“ Dann verstummte ich. Vielleicht hatte sie ja eine Chance. Schön war sie, aber auch noch sehr jung.
Wir brachen auf und ich ritt neben Theodred. Er saß zusammengesunken auf seinem Pferd und ich hatte Angst, dass er einschlafen würde. Also ritt ich so nah neben ihn, dass unsere Stiefel sich berührten und hielt ihn mit einer Hand fest. Er schaute auf. Er war immer noch sehr blass und etwas hohlwangig, aber seine grauen Augen leuchteten.
Wegen der zu Fuß gehenden Einwohner von Edoras, kamen wir nur langsam voran. Hinter uns ritt Gimli und Éowyn ging neben ihm zu Fuß. Legolas und Aragorn ritten etwas hinter ihnen. Gimli scherzte herum und gab seinem Pferd die Sporen. Es preschte ein Stück vorwärts und warf neben mir ab. Ich sah zu ihm herunter. „Wir hätten Euch ein Pony besorgen sollen, Herr Zwerg.“
Er ging nicht darauf ein, aber grinste schief und ließ sich von Éowyn hochhelfen.
Auf einmal wurde Alarm geschlagen. Reiter auf wolfsähnlichen Kreaturen wurden in der Ferne gesichtet. Legolas hatte gleich seinen Bogen im Anschlag und holte schon mehrere Orks von ihren Bestien.
Theoden wandte sich an Theodred. „Führe sie nach Helms Klamm. Éowyn, du gehst mit ihm.“
Ich sah für einen Moment ihren enttäuschten Blick. Ich war hin und hergerissen.
„Elfwyn, komm mit nach Helms Klamm“, sagte Theodred und nahm meine Hand. „Bitte, du bist auch noch nicht vollkommen gesund.“
Ich nickte schließlich. „Natürlich, Theodred.“
Die Rohirim ritten aus und Theoden, Hama und Grimbold an seiner Seite, führte seine Männer in die Schlacht. Éowyn rief für Theodred die Menschen zusammen und ich half ihr, indem ich die Karawane umritt und darauf achtete, dass jeder mitkam.
Ich fragte mich wo Éomer war, denn schließlich hatte man ihn zurückgerufen.
Wir kamen ins Klammtal und Helms Klamm tauchte auf.
Man ließ uns herein und die Flüchtlinge huschten sofort durch die große Festung.
Ich ritt wieder ins Klammtal hinaus, als ich Reiter am Horizont entdeckte. Es waren viele und schon mal nicht Theoden und die anderen.
Ich wartete auf sie. Es war Éomer.
„Wo ist der König?“, fragte er mich, als wir zusammen zu den Toren ritten.
„Noch unterwegs“, antwortete ich. „Aber Theodred ist hier. Seid ihr vielleicht auf Erkenbrand gestoßen? Der Herr von Helms Klamm ist nicht hier.“
„Er sammelt Reiter aus der Umgebung ein“, sagte Éomer.
Wenig später kamen Theoden und seine Rohirim wieder. Es waren entsetzlich wenige.
Ich und Éowyn stürmten ihnen entgegen. Ihre Augen suchten die Reihen ab, dann sah sie mich entsetzt an. „Was ist?“, fragte ich sie besorgt. „Es sind zu wenige, nicht?“
„Aragorn“, sagte sie. „Er ist nicht unter ihnen.“
„Oh, Éowyn“, sagte ich betroffen. Ich wusste nicht, wie ich sie trösten sollte, aber da war sie auch schon weg und sprach mit Gimli.
Ich hörte sie leise fragen, wo Aragorn wäre.
„Es ist gefallen“, antwortete Gimli ihr traurig. Sie stand da, wie von Blitz getroffen. Bestürzt den Kopf schüttelnd ging Gimli davon. Éowyn starrte einfach vor sich hin. Sie schien fassungslos.
Ich ging zu ihr, nahm sie in den Arm und führte sie in die Hornburg.

Ich saß mit Éomer und Theodred in der Hornburg und starrte aus dem Fenster auf die Betriebsamkeit unter uns. Es war klargeworden, dass Isengard Helms Klamm angreifen würde. Das hatten wir auch schon in Edoras vermutet.
„Ich habe mitbekommen, dass Hama gefallen ist“, sagte Theodred.
„Weiß Haleth es schon?“, fragte ich und drehte mich vom Fenster weg. Das war auch keine gute Nachricht.
„Ja“, meinte Éomer. „Und jetzt verlangt man von den ganz Jungen auch noch zu kämpfen. Ich wünschte, ich könnte etwas für Haleth tun.“
„Wie alt ist er denn?“, wollte ich wissen.
„15, glaube ich“, antwortete Theodred. „Die Jungen und Alten, auch sie sollen kämpfen.“
Er seufzte. „Und ich soll es nicht.“
„Du bist ja auch erst vor ungefähr einer Woche schwerverletzt worden und wärst ohne mich jetzt tot. Wie geht es dir eigentlich?“ Ich sah besorgt an.
„Ich habe Schmerzen“, gab Theodred zu. „Und es geht mir den Umständen entsprechend.“
„Alles andere wäre auch eine Lüge gewesen“, sagte ich und lächelte leicht.
„Ich will nicht in die Höhlen zu den Frauen und Kindern“, beschwerte sich Theodred und Éomer lachte leise.
„Du kannst kaum aufrecht stehen, Theodred. Wo willst du hin? Vor das Tor?“
„Ich bleibe einfach in der Hornburg, in Ordnung. Sag mal, Elfwyn, was hast du eigentlich vor?“ Er sah mich streng und flehend gleichzeitig an. „Mach bloß keinen Unsinn, wenn ich nicht dabei bin.“
Ich lachte verlegen.
„Ich würde schon ganz gerne kämpfen.“
„Kannst du vergessen. Du bleibst bei mir.“
Ich zog ein langes Gesicht. „Bitte, Theodred. Dann lass mich wenigstens auf die Mauer der Hornburg. Von da aus kann ich das Tor beschießen, wenn es fällt.“
Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und strich sich die Haare nach hinten.
„Ich kann dich eh nicht daran hindern, oder? Éomer, pass bitte gut auf sie auf.“
Dieser grinste schief. „Du willst Bogenschießen? Mit einer kaputten Schulter?“
„Sie ist schon so gut wie neu“, verteidigte ich mich.
„Unmöglich.“
„Naja, sie ist schon fast wieder die alte.“


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1509741460
Elfwyn- die Roheryn Teil 14
Elfwyn- die Roheryn Teil 14
Theoden wird von Gandalf befreit und sie brechen nach Helms Klamm auf... Theodred geht es besser, aber kämpfen darf er noch nicht...
http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1509741460/Elfwyn-die-Roheryn-Teil-14
http://www.testedich.de/quiz51/picture/pic_1509741460_1.jpg
2017-11-03
402C
Herr der Ringe

Kommentare (17)

autorenew

Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 5 Tagen
Du wirst wirklich mit jedem weiteren Teil immer besser! Ich habe keinerlei Kritik mehr anzumerken und bin begeistert. Mach dir keinen Stress was das Schreiben angeht. Manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen und dann gehen manche Sachen einfach unter.
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 10 Tagen
Es ist wirklich toll geschrieben,ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen!!!!Das Kapitel ist extrem spannend und man fiebert die ganze Zeit mit!!!
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 10 Tagen
Bis zum nächsten Kapitel dauert es jetzt leider etwas, weil ich gerade sehr wenig Zeit habe so viel zu Schreiben. Aber vielen Dank!
Elenath ( von: Elenath)
vor 10 Tagen
Spannend und super geschrieben, mach weiter so!! Bin gespannt wie es weitergeht!

Ganz liebe Grüße, Elenath :)
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 12 Tagen
Vielen Dank, Lost_hope :D freut mich sehr zu hören
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 12 Tagen
omg es ist gerade so spannend ich will unbedingt wissen,wie es weitergeht!!!!Du kannst wirklich sehr gut schreiben!!!!!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 14 Tagen
Das neue Kapitel ist sehr schön und ich bin schon gespannt auf die Schlacht!Bitte schreib weiter!!!
LG lost_hope
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 18 Tagen
eine sehr spannende und auch sehr gut geschriebene Geschichte.schon die Idee ist toll und du schreibst sehr spannend.ich fände es schön wenn du weiterschreibst.
LG lost_hope
Elenath ( von: Elenath)
vor 18 Tagen
Toll, ich finde deine Geschichte so schön. Deine Ideen sind echt toll und die Spannung ist für mich die ganze Zeit da. Ich freue mich, wenn ein neuer Teil rauskommt,

Liebe Grüße, Elenath ;)
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 18 Tagen
Danke Sarah, ich weiß, Gedanken und Gefühle kommen etwas zu kurz. Ich konzentriere mich zu viel auf die Handlung, weil das alles durchgeplant ist. Ich finde meine letzten Teile auch besser gelungen :) man lernt dazu
Sarah Laureen (99378)
vor 19 Tagen
Mir gefällt deine Geschichte sehr (besonders die letzten Teile) und auch der Spannungsbogen ist schlüssig. Einen einzigen Kritikpunkt hätte ich: teilweise bist du nicht wirklich ausführlich was Beschreibungen/Gedankenwelt/ Gefühle angeht... aber ansonsten ist die Geschichte sehr gut.😊
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 19 Tagen
Hallo, Stern :) ich habe mir das mit Theodred echt lange überlegt und wollte erst eine Lovestory mit Eomer machen, aber neee, Theodred wird immer so vergessen, nur weil er stirbt :(
Sternenschreiber (84943)
vor 20 Tagen
Die Geschichte ist echt toll. Mir gefällt sie super. Vielleicht solltest du aber ein wenig ausführlicher werden und sonst find ich echt alles klasse ,besonders das sie mit Theodred zusammen ist. Ich glaub das gab es bisher noch nicht und auch das er überlebt.

Ps:Die Bilder sind echt cool!

Lg. Stern
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 35 Tagen
Bitte schreibt doch mal wie ihr die Geschichte findet und ob ihr mehr solcher Geschichten lesen wollt. Ihr könnt mir auch Anregungen schicken, ich schreibe sehr viel in letzter Zeit. Unter anderem auch noch Vanima Faniriel.
lg, Nolawen
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 43 Tagen
Bitte nicht wundern, dass Teil 7 und 8 zweimal hochgeladen sind. War ein Versehen, weil der erste Versuch so lange gebraucht hat aufgenommen zu werden
Elenath ( von: Elenath)
vor 45 Tagen
Ich freue mich, das ist voll schön, dass es zwischen den Beiden gefunkt hat ! Mach weiter so !😍
Elenath ( von: Elenath)
vor 58 Tagen
Eine schöne Geschichte, ich würde gerne wissen wie es weitergeht und was mit oder zwischen Theodred und ihr passiert😍.