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Kriegerherz Teil 2

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7 Kapitel - 16.329 Wörter - Erstellt von: Sarah Laureen - Aktualisiert am: 2017-11-09 - Entwickelt am: - 967 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Layli wird von einer Frau "gerettet", die behauptet ihre Mutter zu sein. In Lorien erfährt sie die schreckliche Wahrheit über ihre Vergangenheit und ihr eigentliches Erbe. Sie wird mit Gefühlen konfrontiert, die sie längst begraben glaubte.

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Es hatte mich schlimmer erwischt als ich dachte. Die oberflächlichen Wunden waren zwar verheilt aber die inneren Blutungen sowie die gebrochenen Ripp
Es hatte mich schlimmer erwischt als ich dachte. Die oberflächlichen Wunden waren zwar verheilt aber die inneren Blutungen sowie die gebrochenen Rippen die ich noch nicht vollständig hatte heilen können, machten mir Sorgen. Trotzdem zwang ich mich ein Fuß vor den anderen zu setzen und keine Pausen zu machen. Wenn ich schon sterben sollte, dann nicht in einem dunklen, Ork verseuchten und steinernem Grab! Hoffentlich erreichte ich das Tor noch vor Sonnenuntergang. Sollte ich es nicht schaffen, bedeutete das mein Ende. Ich brauchte Zeit um den Heilungsprozess besser unterstützen zu können. Sobald ich draußen wäre konnte ich meine alte Zuflucht aufsuchen und wäre dort vor Orks in Sicherheit. Bis dorthin musste ich es schaffen! Aufgeben kam jetzt nicht mehr infrage. Ich hatte den Troll getötet und endlich Rache genommen. Wäre ich in der kleinen Kammer gestorben hätte ich das akzeptiert, tatsächlich hatte ich es erwartet. Aber mein Körper hatte noch in der Bewusstlosigkeit begonnen zu heilen. Die daraus resultierenden Schmerzen weckten mich aus der angenehmen Dunkelheit.
Zitternd fokussierte ich meinen Blick auf die Umgebung, auf der Suche nach Feinden oder möglichen Ausgängen, die ich eventuell übersehen hatte. Doch da war nichts. Weiter von mir entfernt allerdings bahnte sich ein katastrophaler Kampf an. Für einen Atemzug lang verharrte ich um die Geräusche und Gerüche besser sortieren zu können. Das Bild, das meine Sinne mir übermittelten gefiel mir um Boromir und Aragorn willen überhaupt nicht. Irgendwo in einer steinernen Halle wurden sie gerade von diesen Kreaturen umzingelt. Obwohl die meisten von ihnen mit Ausnahme der Hobbits gute Kämpfer waren konnten sie gegen diese Übermacht nicht bestehen. Sofern nicht ein Wunder geschah würden sie an diesem trostlosen Ort untergehen und ihre Weltrettende Mission wäre gescheitert. Sie mussten überleben! Der Ring durfte nicht in die falschen Hände geraten. Sauron durfte nicht triumphieren.
Das Kreischen der niederen Orks drohte langsam mein Trommelfell zu zerreißen. Solche Momente wie diese ließen mich meine sensibleren Sinne verfluchen. Aber es war allein mein Problem und ich musste die Chance nutzen, die ich so unerwartet und in mancher Hinsicht unerwünscht erhalten hatte. Grimmig quälte ich mich weiter. Die Waffen hatte ich in ihren Halterungen verstaut. In meinem gegenwärtigen Zustand waren sie für meine Verteidigung nutzlos. Ich konnte froh sein, wenn ich die Brücke erreichte. Die Gefährten erfüllten zumindest einen Zweck wenn auch unabsichtlich: sie lenkten die Aufmerksamkeit der Orks von mir ab und zogen sie förmlich an. Diese Chance sollte ich nutzen.
„Verdammter Zentaurenmist!“ Knurrte ich als meine Beine unter mir wegsackten und ich auf den Boden sank. „Ich will nicht so sterben.“
Meine Muskeln zitterten vor Anstrengung als ich mich an der Wand abstützend wieder hochzog. Etwas tropfte mir in die Augen. Na toll. In keinen meiner Kämpfe hatte ich je geschwitzt und nun, wo ich verletzt war kam der Schweiß. Am Ende erfror ich deswegen noch! Langsamer tastete ich mich vorwärts, vorsichtiger dieses Mal. Die Schmerzen konnte ich ignorieren aber nicht die zunehmende Schwäche in meinen Muskeln. Ich musste hier raus, so schnell wie möglich. Entschlossen ging ich vorwärts.
Plötzlich spürte ich die Präsenz von etwas, das sich seltsam vertraut anfühlte. Ich erstarrte und sah mich wachsam um. Aus dem Schatten trat eine Gestalt in einem Kapuzenumhang. Doch sie strahlte nicht die Kälte eines Nazguls aus, wirkte nicht einmal sonderlich bedrohlich. Was ging hier vor? Wer war diese Person? Und warum roch ich auf einmal den Duft von Geißblatt? Obwohl ich das Gesicht nicht erkennen konnte, fühlte ich instinktiv, dass der Fremde mir nicht schaden wollte. Wie ungewohnt.
„Du bist verletzt.“ Eine Frau. Aufmerksam musterte ich sie. Allein an ihrer Stimme konnte ich nicht bestimmen, wie alt sie war oder woher sie kam. Seltsam. So etwas passierte mir selten. „Lass mich dir helfen.“
In ihrer Stimme lag Besorgnis. Das Bedürfnis, jemanden zu heilen.
„Wer seid Ihr? Was wollt Ihr? Warum sollte ich Euch trauen?“
„Meine Tochter retten.“ Ich stutzte. Warum sollte sich jemand hier freiwillig aufhalten? Mich hatte der Drang Rache zu üben hierher geführt. Die Gefährten wahrscheinlich reine Not. Kein Wunder, sie hatten das Wetter in den Bergen zweifellos unterschätzt. Diese Frau war auf der Suche nach ihrer Tochter hierher gekommen? Mir war durchaus aufgefallen, dass sie nur meine zweite Frage beantwortete.
„Ihre Tochter! Warum sollte sie sich an diesen Ort aufhalten?“
Ein leises melodisches Lachen erklang.
„Nun, ich würde sagen, die Orks haben sie mit einem Troll hierher gelockt.“ Warte – WAS! Wollte sie damit etwa andeuten, das ich ihre Tochter bin? Nie und nimmer. Das war unmöglich. Mein Vater hatte mir damals gesagt, das sie kurz nach meiner Geburt starb. Er würde mich nie belügen. Niemals. Ich zuckte gespielt gleichgültig mit den Schultern und ging weiter. Es war wirklich höchste Zeit diese Unterhaltung zu beenden die immer abstrakter wurde. „Dann hoffe ich das Ihr sie findet, bevor die Orks sie auffressen.“ Ein leiser Seufzer. „Ich habe sie bereits gefunden. Du bist meine Tochter.“ Bitte! Das war ein schlechter Scherz.
„Unsinn. Meine Mutter starb kurz nach meiner Geburt. Mein Vater hat es mir gesagt und er ist der einzige Mensch, der mich nie belogen hat.“
„Er hat dir nie wirklich von mir erzählt, habe ich Recht? Nun ich kann es auch verstehen. Um euch beide zu schützen musste ich euch verlassen und es so aussehen lassen, als ob ich tot wäre.“
Verächtlich schnaubte ich und setzte meinen Weg fort. Es war erschreckend still geworden und es schien, als ob die Orks und die Gefährten vor etwas viel Schrecklicherem flohen. Aus einem der zahlreichen Gänge konnte ich in der Ferne einen Feuerschein erkennen. Der Balrog? Schaudernd erinnerte ich mich an die Geschichten über diese Geschöpfe, die mein Vater mir immer erzählt hatte – wohlgemerkt vor dem Einschlafen. Nicht einmal die Macht des Zauberers konnte gegen ihn standhalten. Tja, mit mir hätte er das leichteste Spiel in meinem angeschlagenen Zustand. Wie schnell wäre der scheinbare Kampf vorbei! Aber er strebte von mir weg und nicht auf mich zu.
Das freute mich allerdings nur bedingt, denn ich wusste, dass er den anderen folgen würde. Hoffentlich erreichten sie rechtzeitig die rettende Brücke. Mittlerweile wusste ich, dass ich es selbst hier nicht mehr lebend rauskommen würde. Was für ein verdammter Mist!
„Wenn du noch länger hier bleibst überlebst du keine weitere Stunde Layli.“ Ich hatte sie nicht gehört und zuckte deshalb zusammen, als eine Hand sich auf meine Schulter legte. „Lass mich dir helfen.“
„Warum wollt Ihr mir helfen? Und woher kennt Ihr meinen Namen?“ Misstrauisch musterte ich die Frau. >Traue niemals einem schönen Gesicht, denn hinter ihm könnte die grausamste Natur verborgen liegen.< Noch so eine Lektion, die mich Éomer gelehrt hatte. Verdammt, ich durfte mich jetzt nicht ablenken lassen. „Also glaubst du mir nicht. Du bist meine Tochter Layli, ich gab dir diesen Namen und ich will dir helfen, weil ich dich liebe.“ Ha! Wohl kaum. Ihre Ausrede, dass sie uns hatte schützen wollen kaufte ich ihr nicht ab. Ich krümmte die Hände zu Fäusten. „Wenn ich dich töten wollte, hätte ich es bereits getan. Angeschlagen wie du bist könntest du mir nichts entgegensetzen. Aber ich bin nicht gekommen um das Leben einer Unschuldigen zu nehmen.“
Netter Versuch... Aber ich nahm ihr diesen Altruismus nicht ab. Nur die wenigsten Menschen halfen einander ohne nicht dafür eine Gegenleistung zu erwarten und wenn sie diese nicht bekamen, zeigten sie ihr wahres hässliches Gesicht. Zwar stimmte es, dass sie mich im Augenblick mühelos töten könnte aber ich war nicht so dumm anzunehmen, dass ich allein weil sie es nicht tat, ihr vertrauen könnte. Außerdem störte mich die Behauptung, ich wäre ihre Tochter sehr. Als ob ich das glauben würde! Widerwillig musterte ich sie über die Schulter. Bis auf das leichte blaue Glühen ihrer Augen konnte ich nichts von ihrem Gesicht erkennen.
„Fahr zur Hölle. Mir ist es gleichgültig für wen du dich hältst aber ich versichere dir, dass ich kein Mensch bin, der solchen Behauptungen ohne jeglichen Beweis glaubt. Es ist mein Leben und wenn ich sterben sollte, dann ist das allein meine Sache. Niemand sonst hat damit etwas zu tun. Verstanden!“ Ohne jegliche Vorwarnung traf mich ein Stab am Kopf. Der letzte Gedanke war, bevor ich ohnmächtig wurde, dass ich Recht gehabt hatte ihr nicht zu vertrauen. Dann wurde alles schwarz.
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1509130995
Kriegerherz Teil 2
Kriegerherz Teil 2
Layli wird von einer Frau "gerettet", die behauptet ihre Mutter zu sein. In Lorien erfährt sie die schreckliche Wahrheit über ihre Vergangenheit und ihr eigentliches Erbe. Sie wird mit Gefühlen konfrontiert, die sie längst begraben glaubte.
http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1509130995/Kriegerherz-2
http://www.testedich.de/quiz51/picture/pic_1509130995_1.jpg
2017-10-27
402C
Herr der Ringe

Kommentare (35)

autorenew

Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
Gestern
Das nächste Kapitel beinhaltet einen kleinen Zeitsprung, da ich aus irgendwelchen Gründen keine Lust habe die Nachtmahre in ihrer ganzen Hässlichkeit auf Layli anzusetzen und mich lieber auf die erste Begegnung mit Éomer konzentriere...
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 12 Tagen
Das neue Kapitel ist wieder sehr schön geschrieben und die Ideen für Laylis Fähigkeiten als Traumwächter/Nachtmahr sind auch super!!!Ihre Cousins haben einen coolen Charakter und ich finde es ist eine außergewöhnliche Idee (auf die positive Art natürlich xD),dass die Seelen der gestorbenen Traumwächter wieder erwachen,wenn Layli die Sphäre betritt!!!
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 13 Tagen
Für die liebe Leserschaft ein weiteres Kapitel, das vielleicht ein bisschen zu kopflastig geworden ist...
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 14 Tagen
Du kannst so gut schreiben!!!Laylis Verwandlung ist richtig gut beschrieben,man kann sich alles genau vorstellen!!!!
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 14 Tagen
So, ich habe die Ff bearbeitet und ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Jetzt sollten beide Teile von Kriegerherz wieder aufrufbar sein.
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 15 Tagen
Sie denken,dass die Wände davon schmutzig werden...Und mein Zimmer ist zu klein,ich habe leider keinen Platz an den Wänden
Sarah Laureen (30915)
vor 15 Tagen
Warum? Andere Teenager „kleistern“ ihre Wände mit Star Wars oder Twilight - Postern zu.
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 15 Tagen
Bei mir kommt auch immer nur der erste Teil...
Und ich hatte die Filme vergessen,also noch Herr der Ringe 1-3 als Filme und der Hobbit das Buch und die 3 Filme...Und meine Eltern finden das schon zu viel xD
Sarah Laureen (99378)
vor 15 Tagen
Mein testedich scheint irgendein Problem zu haben: Jedes Mal, wenn ich auf „Kriegerherz 2“ klicke kommt nur Kriegerherz Teil 1. Ich versteh nicht was da los ist. Existieren bei euch noch beide Teile oder liegt das Problem nur bei meinem testedich???
Sarah Laureen (99378)
vor 15 Tagen
Oh und ich vergas die große Landkarte von Mittelerde (XXL - Poster) an meiner Wand, ein Geburstagsgeschenk😉😘
Sarah Laureen (99378)
vor 15 Tagen
Hm, mal sehen ob ich das toppen kann: Herr der Ringe 1- 3 (Bücher & Filme), Der Hobbit (Deutsch & Französisch, sowohl Buch als auch Filme), Das große Mittelerde Lexikon, Elbisch Wörterbuch & Beren und Lúthien...😂
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 16 Tagen
Ja wenn ich mich für irgendwas begeistern kann (meistens Geschichten) dann lese ich sie auch so oft es geht (in meinem zimmer habe ich 2 verschiedene Ausgaben von Herr der Ringe und den 1.Teil dann auch noch auf französisch-was ist wohl mein lieblingsbuch???!!!xD)
Sarah Laureen (99378)
vor 16 Tagen
Argh! *Leider - besser?
Sarah Laureen (99378)
vor 16 Tagen
💗erweise geht die Schule im Augenblick wirklich vor 😬😒😏
Sarah Laureen (99378)
vor 16 Tagen
Wow, so ausdauernd bin ich nicht wenn es um meine Top - Fanfictions von anderen geht. Nein, ehrlich, ich bin beeindruckt 😱
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 16 Tagen
Dieses Gefühl,wenn man lernen will/soll/muss,keine Lust darauf hat und dafür lieber schreiben will...😂😂😂
Ich schaue mehrmals täglich bei allen deinen Geschichten vorbei um zu schauen,ob es neue Kapitel gibt und meistens (also immer) lese ich die FF dann gleich noch mal😂
Sarah Laureen (99378)
vor 16 Tagen
...Bring mich nicht in Versuchung heute weiter zu schreiben... 😂
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 16 Tagen
...aber es hat sich gelohnt!!!Echt tolles Kapitel und ich habe es schon mehrmals gelesen!Ich finde es sehr gut,dass man noch etwas über Laylis Eltern und auch Nachtmahre und Traumwächter im allgemeinen erfährt (Wirklich,ich finde diese Idee SOOOOOOO megagut!!!!!) und hoffe auf neue Kapitel (natürlich nur,wenn du Zeit hast)!!!
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 16 Tagen
Und ein weiteres Kapitel ist online. Wow, hat das mir viel Kraft abverlangt...
Sarah Laureen (99378)
vor 16 Tagen
Tja, es könnte tatsächlich sein, das unser lieber Éomer es ein wenig übertreibt😉 Himmel, er ist so verliebt in sie, das ich nicht mehr weiß ob ich es noch süß finde oder eher erschreckend...
Ich bin ehrlich gesagt selbst gespannt, was er sich einfallen lässt um sie von seiner Liebe zu überzeugen.