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Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II - Pfad des Westens

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14 Kapitel - 12.844 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2017-11-21 - Entwickelt am: - 204 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen und das Finale des 2. Aktes.

    1
    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes, und auch nicht den zweiten Teil des zweitern Aktes, noch nicht gelesen
    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes, und auch nicht den zweiten Teil des zweitern Aktes, noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der Link zu diesen befindet sich hier:
    Erster Akt:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen
    Erster Teil des 2. Aktes:
    http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497899789/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Wege-des-Schicksals
    Zweiter Teil des 2. Aktes:
    www.testedich.de/quiz49/quiz/1501535071/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Herrschaft

    Amusement und Fakten-Seite:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

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    BonusKapitel zu 75: Brauchbar

    Lou
    Ich streife durch die Zellenblöcke. Viele aufgebrochen und nicht erneuert. Und das schon vor langer Zeit. Ja nach dem. Einige Ausbrüche sehen auch noch ganz frisch aus. Andere wiederum haben sogar die Zelle zerbrochen . An alle Wände geschlagen und die Decke verunstaltet. Wer weiß, was den Sandsteinhügel noch am Stehen hält. Ich sollte schauen, dass ich hier schnell noch rette, was zu retten ist und dann nichts wie raus hier. Ich finde eine Abstellkammer. Paktisch, nur leider kann ich das nicht alles tragen. Sehr viel Zeug, das wohl irgendwem gehörte, der schon lange weg ist. Das Wichtigste, das was uns gehört, nehme ich an mich. Außerdem nehme ich so etwas mit, was mich anstachelte. Ein Ring will, dass ich ihn aufhebe und mitnehme. Sieht ganz schick aus. Verziert. Wirklich hübsch. Ich nehme ihn als Andenken mit. Ich verlasse den Raum, da ich das ganze Zeug wirklich lieber da lasse. Wer weiß, wie lange es da schon liegt und außerdem kann ich eh nicht so viel tragen. Vieles interessiert mich auch nicht, als dass es wert wäre, dass man es mitnimmt. Aber die Zellen sind alle leer. Nicht wirklich etwas drin. Die Leute sind wohl alle ausgebrochen, als der Befehl kam, dass sich die Sicherheitskräfte an der Zitadelle sammeln sollen. Nehme ich jetzt mal auf jeden Fall an, da ich hier kaum Wächter gesehen habe. Erst auf dem Rückweg bemerke ich in einer geschlossenen Zelle, dass da jemand drin sitzt. Ziemlich geduldig sitzt da ein Mädchen auf einer Bank, stützt mit ihren Händen ihr Gesicht und starrt seelenruhig ins Leere. “Hallo? Sie da!“, rufe ich. Sie schaut aus dem Augenwinkeln zu mir. “Oh… ich habe Sie gar nicht bemerkt...“, sagt sie gefühlt im Halbschlaf, wie es sich anhört. Aber davon abgesehen verwundert mich auch ihre Aussage. “Ich bin hier schon mal lang gelaufen. Aber egal. Ich hole Sie gerade raus.“
    “Ach, es eilt nicht, aber danke.“, ich öffne die Tür und helfe ihr hoch. “Hehe. Lustig. So früh wurde ich noch nie gerettet.“, sagt sie, als wäre es normal. “Wie meinen Sie das? Wollen Sie sagen...“
    “Ach… es ist nicht das erste Mal, dass ich in eine Falle getappt bin… aber bisher ist immer alles gut gelaufen… Ich bin übrigens Pan. Abgeleitet von Pandora. Nett, Sie kennen zu lernen.“, sagt sie, als wären wir in einem normalen Gespräch.
    “Lou. Kommen Sie, ich weiß nicht, wie lange diese Korridore noch unbewacht oder gar in Stand bleiben!“, sage ich und führe sie raus. “Echt nett von Ihnen, aber Sie haben es wohl eilig, was? Da will ich mich doch auch mal beeilen. Nicht, dass Sie auf mich warten müssten.“ Ich atme einmal tief ein und aus.
    “Ja. Schon okay. Aber bitte nehmen Sie das hier etwas ernster!“, erwidere ich.
    “Ach, keine Sorge. Oh. Moment… könnten Sie mir kurz hier raus helfen? Ich glaube, mein Schuh steckt fest...“ Ich verdrehe die Augen und ziehe ihren Schuh mit einem Satz aus dem Sand. “Und jetzt schön hinter mir bleiben.“, befehle ich.
    “Aye. So gefangen zu sein, war zwar nicht besonders schlimm, aber an der Sonne ist es schon besser. Da kann ich zumindest besser sehen.“ Die hat Probleme, die hätte ich auch gerne. “Hey, brauchen Sie vielleicht jemanden wie mich? Ich bin sicher, ich kann Ihnen helfen. Ob Sie es glauben, oder nicht, aber ich kann sehr motiviert andere besiegen, ehe sie in meine Nähe kommen.“, schlägt sie vor. “Wie kommen Sie darauf, dass ich jemanden wie Sie brauchen sollte?“, frage ich.
    “Ach… ich hörte nur, dass die ganzen netten Wachen alle weg mussten und kurzer zeit später sind Sie aufgekreuzt. Ich nehme an, Sie kämpfen für… Clive. Diese Art von Anzug, den Sie da tragen. Diese Detailarbeit kann nur von Clive stammen.“ Aber darauf achten kann sie. Zumindest etwas. Aber… so eine in unseren Reihen? Ach, wenn sie es vorschlägt… “Das heißt, Sie sind eine Schützin, Pan?“
    “Ach ja, habe wohl ganz vergessen zu sagen, was? Hehe. Lustig.“ Ich bekomme sie wohl nicht dazu, jemals ernst zu reden, was? “Also… ich habe in naher Zukunft nichts geplant. Wenn Sie wollen...“
    “Ist schon okay. Wissen Sie, wir sind gerade mitten im Einsatz. Später reden wir darüber, okay?“
    “Okidoki.“ Endlich gelangen wir aus der Höhle. Shadow hat ebenfalls jemanden befreien können. Raissa! Klasse! “Das war die einzige, die noch da war. Der Rest ist aufgebrochen oder offen.“
    Ich nicke. “Genau wie bei mir. Sie ist die einzige, die da war. Und… sie hat mir ein bisschen Hilfe angeboten. Wobei ein bisschen Hilfe alles ist, was man von ihr verlangen kann…“
    “Hey, Lou… ich stecke schon wieder im Sand fest. Oh… da sind ja Wachen… Die sollen weg, richtig?“ Kurzerhand dreht sie sich auf ihrem Fuß, der im Sand steckt, zielt einen Bruchteil einer Sekunde und schießt eine Attacke ab, die ich nicht mal identifizieren konnte. Wow. Das ist krass. Somit hat sie eine Wache außer Gefecht gesetzt, gegen die Silber noch immer kämpft. Der hat viele Wachen beseitigt, wie ich gerade sehe… Scheint ja mal zu laufen. “Lou… jetzt stecke ich noch tiefer im Sand fest… könnten Sie mal kurz...“

    3
    76 Mutter.

    Takenaa

    Wir haben die Höhle schon lange hinter uns gelassen und scheinen an einem Ort raus gekommen zu sein, wo der Krieg nicht vorbeigekommen ist. Wir sind in ein kleines Dörfchen gekommen, zwischen Wiesen und Wälder. Es liegt im Osten, wurde uns gesagt. Eigentlich seltsam, aber beschweren möchte ich mich nicht. Obwohl es nur ein kleines Kaff ist, hat es dennoch eine ziemlich tolle Innenstadt. Die Leute sind nett und es ist nicht alles so hoch oder eng gebaut. Außerdem unterscheidet sich der Baustil dieses Ortes mit dem, die westlicher liegen. Dieser hier hat keine flachen Dächer und Dachziegel, die etwas weiter reichen, als nur bis zur Wand. Sie sind auch weniger aus Ziegel, als aus Holz gebaut. “Ach, sieh an.“, meint Tama, während wir in der Innenstadt sind. Sie schaut sich eine Statue mitten eines Platzes an. “Das, Takenaa, ist ein Poruhoro. Ein Wesen, das laut einer uralten Legende über die Stadt wacht, in der eine Statue von ihm ist. Sie möge, solange die Statue stünde, stets vor Verwüstung und Zerstörung verschont blieben. Und gepflegt ist sie. Ich wusste nicht, dass es heutzutage noch solche Statuen gibt. Es ist, wie gesagt, eine alte Sage, die viele heute für ein Abendmärchen halten. Aber schön, so eine zu sehen.“, erklärt sie. Ein Poruhoro? Sieht aus, wie ein Drache, den Körperteile durch andere ersetzt wurden... “Du siehst: Die Schweife sind die eines Vulnonas und stehen für Wachsamkeit und ewiges Leben. Der Schild am linken Arm ist der eines Durengard, der genau so wie das Siegel eines Golgantis für einen Wächter stehen. Die Mähne des Zoruak stehen für sein unscheinbares Auftreten. Er kann jederzeit überall sein und mit jedem Reden. Die Drei Teile seines Rechten Arms sind die Schweife von Verbrit, Tobuz und Selfe, die stets ein Wachsames Auge auf ihre Reviere haben. Der Kopf ist der eines Mega-Gewaldro. Es ist für seine Pflege für seine Reviere bekannt, als auch, stets hinterhältig anzugreifen, ehe etwas geschehen kann.“, erläutert sie. “Beeindruckend…“, staune ich. Dabei staune ich darüber, dass man so viel Hintergrundgedanken in so eine Schlange setzt und dann noch, dass meine Mutter das alles so auswendig weiß. Wir setzen uns an die Statue und essen ein Eis, was Mama mir spendiert hat. “Pass aber auf, dass nichts auf deinen neuen Kimono kommt.“, sage ich. Wir sind schon etwas länger hier unterwegs, muss ich gestehen und ich hatte noch Reserven von Asuka dabei. Sie nickt lächelnd und macht ihn auf. Es ist so einer, der in der Mitte sich auf machen lässt. Drunter trägt sie nun Alltagskleidung. Die Rüstung hat sie irgendwie verschwinden lassen. Ich fühle mich, als würde ich wirklich entspannen und sorglos das Leben genießen. Ein Ziel… habe ich momentan nicht. Der Konflikt ist mir jetzt gerade so egal. Ich will auch nicht mit meiner echten Mutter kämpfen müssen. Ich will mit ihr jetzt erst mal zusammen leben. Egal, wo. Sie besser kennen lernen. Leider sollte es aber wohl nicht so sein. Denn mitten des Tages, es sind keine 15 Minuten vergangen, schreckt meine Mutter auf. Ich fahre aus meinem Halbschlaf hoch und schaue in die Richtung, in die sie guckt. Jemand in dunkelblauer Kutte fällt mir auf. Er trägt ein Schwert in der Hand. In einer schimmernden Hand ohne Farbe. Oh nein… so einer? Ich wollte gerade aufspringen, aber der Kerl war schneller. Ohne zu zögern sticht er das Schwert in den Boden, worauf dieser auseinanderfliegt. Dabei nimmt er auch keine Rücksicht auf Zivilisten oder Gebäude. Die Steine rasen schnell auf uns zu, dass ich kaum reagieren kann, aber zum Glück gehen sie an mir vorbei. Dann nutzt die geheimnisvolle Kettengestalt die Klinge auf einmal als Bogen und feuert einen violetten Pfeil auf mich ab. Aber direkt und diesmal direkt auf mich und ich habe keine Zeit, auszuweichen, oder sonst was zu machen. Doch ehe er mich erwischt, stellt sich meine Mutter vor mich und umarmt mich fest. Ich merke, wie der Pfeil sie trifft. Sie schreit schmerzvoll auf. Dann lässt ihre kraftvolle Umarmung nach und sie lässt los. Sie kippt nach hinten, aber ich halte sie noch mit meinen Armen kurz vor dem Bodenkontakt auf. Sie schaut mich leidend an. “D- du bist n...nicht verletzt? S-sag mir, dass es dir gut geht...“, flüstert sie. Ich nicke.
    “Ja… dank dir, aber...“, aber sie unterbricht mich mit ihrem sanften Lächeln.
    “Dann… ist alles gut… alles gut... Ich… bin glücklich...“ Dann lässt sie den Kopf zu mir hängen. “Nein! NEIN! MAMAAAAAA!“, rufe ich extrem laut und in Tränen. Sie reagiert nicht mehr. Mein ganzer Körper zittert. Das ist... seltsam. Dabei kannte ich sie höchstens ein paar Tage… aber… aber ich h-hatte endlich… eine Mutter. M-meine echt-te.
    “Was ist hier los?“, fragt jemand. Ich schaue hoch. I-i-irgendwie… k-kommt der mir doch… be-bekannt vor… War das nicht Asukas B-bruder? Er schaut zu mir und sieht dann die Kuttengestalt. “Ihr da!“, ruft er deutlich. Die Gestalt rührt sich nicht. Sie legt zum nächsten Schlag an. Dann lässt Asukas Bruder einen Blitz auf sie herab und die Kutte fliegt langsam zu Boden, als wäre sie weggeworfen worden. Die Waffe ist verschwunden. Asukas Bruder… Boey, hieß, der, meine ich, sieht sich um. “Zeigt Euch. Auf der Stelle!“
    Dann kommen noch zwei Leute aus den Rauch der zerstörten Gebäude. Eine von denen ist doch… das ist Tayfun! “Takenaa?“, ruft sie. Ich sehe hoch. Die Statur des Poruhoro ist vollkommen zerstört.

    4
    Kapitel 77: Die Zitadelle von Ludor - Die beiden Türme

    Teona

    Kurz nachdem Lou, Silber und Shadow verschwunden sind, gibt Gladio ohne groß auf uns zu achten, den Befehl zum Angriff! Unser Ziel ist der linke Eingang, das Foyer sichern und dann im direkten Wege in den Thronsaal. Die Zitadelle ist wie ein Tempel aufgebaut. Die beiden Eingänge sind Tore zweier Türme. Die Vorderhalle hat ein Dach, das von der linken und rechten Seiten nach oben Spitz zugeht. Dann kommt der Hauptteil, der wie eine Halbkugel aussieht. Mit vielen Fenstern. Ob man da oben überhaupt rausschauen kann, ist fraglich, aber Hauptsache man hat Licht da drin. Ich laufe hinten mit und habe stets ein wachsames Auge auf unsere Kämpfer. “Alles klar, Jim, du bist unser Frontkämpfer. Unterstütze Gladio. Nehmt die Aufmerksamkeit der Gegner auf euch! Caesy, halte Abstand und nimm Verstärkung ins Visier! N, Parik ihr verschafft uns eine freie Zone an der Flanke. Bianca, halt du dich bereit, auf mein Kommando. Brody, Duplica: Seht zu, wo ihr helfen könnt! Angie, Conway, Lucia: Ihr unterstützt die Frontkämpfer!“, rufe ich jedem zu. “Oh man. Ich hab´s voll drauf.“, meine ich grinsend. Asuka hätte ich auch etwas gesagt, aber…
    “… Du hast mich gar nicht genannt...“ Ich überlege. Was kann Asuka denn so? Ich habe sie bisher nie wirklich kämpfen sehen. “Wenn du willst… kann ich vielleicht unsere Verbündeten verstärken. Ich weiß nicht, ob du es wusstest, aber ich habe die Gabe, Verbündete zu heilen oder zu verstärken. Nicht so effizient, wie Engel, aber deswegen verstärke ich ihre Angriffe noch einmals, wenn du verstehst, was ich meine.“ Ich zucke mit den Schultern.
    “Dann mach.“ Dann kann ich sie wenigstens mal einschätzen. Und obwohl die eigentlich Feinde sind, schaffen es die beiden Gesellschaft von Boey und Clive doch gut miteinander zu kämpfen. “Komm, Bianca! Wir gehen mit!“, sage ich und wir bewegen uns Richtung linker Eingang. Fast angekommen, merke ich, wie eine Attacke von hinten auf mich zukommt. Ich ducke mich und sehe hinter mich. Ein Fukenflug ging an mir vorbei. Da steht ein Akani. Das muss Charlie sein. “Niemand entkommt der Jägerin...“, murmelt sie und läuft an mir vorbei, während sie mich mit einem Flammenwurf angreift. Ich nehme sofort meine Form als Vulpix an. bekämpf Feuer mit Feuer, so heißt es doch. Sie ist aber auch extrem flink und hat es wohl eher auf mich abgesehen. Jetzt steht sie zu mir gerichtet auf einem Sandhügel und lädt einen Solarstrahl auf. In der Wüste in der knallenden Sonne. Nicht nur, dass es hier wolkenloser Himmel ist und die Sonne direkt über uns steht, nein, der Sand reflektiert die Sonne auch noch so stark, dass er neben der Tatsache, dass er mich blendet, auch noch den Solarstrahl verstärken wird. Aufgrund der Tatsache, dass ich rein generell nicht all zu sehr für das Kämpfen ausgelegt bin, habe ich die Attacken meines Vulpix´ auf dementsprechend angepasst. Statusattacken wirken immer, egal, wie hoch der Level eines Pokémon ist. Ich werfe Charlie ein Konfustrahl entgegen und setze dann Doppelteam ein, ehe der Solarstrahl da eintrifft, wo ich gerade eben noch stand. Selbst der Sand ist verbrannt… Die macht 100% Ernst, ich merk schon. Charlie setzt Agilität ein und wechselt dadurch schneller ihre Position, als ich gucken kann. Während sie läuft speit sie auch wieder mit Feuer, als gäbe es keinen Morgen. Wäre ich kein Vulpix, wäre mir jetzt sicher extremst heiß. Ich laufe mit meinen Illusionen auf Charlie zu und wir setzten gemeinsam Feuerwirbel ein. Klar, dass davon nur einer wirklich trifft und sie auch Wärme spüren kann und dadurch den echten identifizieren kann. Sie wirbelt den Sand auf und kreiert sich damit ein Schutzschild gegen das Feuer. Dann läuft sie wieder los. Ihr Blick bleibt dabei jedoch stets bei mir. Sie muss nicht wissen, wo sie hinläuft, sie kennt diese Gegend wohl schon so gut, dass sie weiß, wo was ist, ohne auch nur hinschauen zu müssen. Sie springt auf einen Sockel einer zerbrochenen Statue und speit einen Funkenflug auf meine Illusionen. Wie gemein! Diese Attacke geht ja auch noch auf andere über und ein Angriff, egal wie stark, reicht, um die Illusionen verschwinden zu lassen. Lange erreiche ich damit nicht viel. Charlie ist zu stark, als dass ich sie alleine besiegen könnte. Entkommen ist auch nicht, hat sie mir ja gesagt. Ich kann auch nicht nachsehen, wie weit die anderen sind, da ich sonst von einem Solarstrahl verbrannt werde, von welchem ich mich nur durch eine Seitwärts-rolle retten kann. Jetzt springt sie vom Sockel und rennt wieder los. Dabei speit sie mich wieder mit Feuer an. Die soll mal damit aufhören, ständig ihre Position zu wechseln! MAN! Sie ist einfach perfekt in dem, was sie tut! Sie ist eine Schützin und als solche sollte man Abstand halten. Dazu noch ihr Angriffs-Set. Ideal angepasst, das merke ich, als ihr Gegner. Leider habe ich mich nicht ganz aufrichten können, da ich auf dem Sand abgerutscht bin und sie beginnt gleich mit ihrem nächsten Solarstrahl… Was wohl mit denen wird, die sich von so einem treffen lassen? Ich werde es ja gleich erfahren. Doch plötzlich bricht sie ab und sieht hinter sich. Gladio ist ihr mit einen Donnerzahn entgegengesprungen und stößt sie von ihrer Anhöhe herunter. Ich weiß nicht genau, wie der Kampf abläuft, da ich erstmal aufstehen muss, aber Charlie nimmt ziemlich schnell Reißaus und türmt davon.“Schade. Langsam hat es mir fast Spaß gemacht… was solls? Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder…“, sagt sie noch zu mir, bevor sie endgültig verschwindet. Gladio kommt auf mich zu. “Habt ihr einen Medic?“, fragt er. Ich nicke.
    “Ja. Brauchst du einen?“ Ich schätze, er braucht von dem Kämpfen eine Pause. Doch er schüttelt den Kopf. “Dann lass dich behandeln. Und jetzt komm rein, noch einmal warte ich nicht auf dich. Drinnen gibt es noch viele Gegner, die darauf warten, von mir besiegt zu werden.“, erwiedert er und läuft in das Herz der Zitadelle. Ich bleibe einen Moment verdutzt da stehen, bis ich mich endlich bewegen kann, ihnen zu folgen. Ich hoffe, dass Gladio Recht behält und der Ippei nicht auch noch kommt. Wenn Charlie der Gegner war, den wir genommen haben, da wir sie besser bekämpfen können… Ich will gar nicht darüber nachdenken. Ich betrete das Herz der Zitadelle. Im inneren ist es deutlich dunkler und kühler. Außerdem wartet hier noch etwas Arbeit auf mich...

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    Kapitel 78: Das Gefecht der Fragen

    Serafina

    Takenaa heißt die, die da neben der Ruine sitzt? Moment, war da nicht mal wer? Ach ja… Aber wer ist das in ihren Armen? Ich wünschte, ich könnte gerade mehr herausfinden, aber leider sind die Umstände nicht die Besten. Denn im nächsten Moment ist der komische Typ in der Kutte wieder da. Er hat sogar Verstärkung mitgebracht. Pokémon, dessen Aura ich aber nicht spüre. Sie sind auch nur schimmernd. “W-was sind das für Dinger?“, frage ich. Wobei auch interessant wäre, warum sie plötzlich auftauchen und uns angreifen. Wer hat sie losgelassen? ((purlpe))“Ich weiß es nicht, aber freundlich sind diese Dinger auf keinen Fall. Wir sollten zusehen, dass wir sie besiegen. Dann finden wir vielleicht mehr heraus.“
    “Boey, da kommen weitere Leute. Ihre Insignien deuten auf Clive hin.“, sagt sie. Tatsächlich kommen da einige Leute, die Clive´s Insignien an sich tragen.
    “Es wird ja immer besser und besser. Dann ist das wohl sein Werk. Los, wir sollten zusehen, dass-“ Er wird durch Takenaa unterbrochen, die plötzlich in einer dunkelvioletten Kugel verschwindet, die sich um sie gebildet hat. Der Himmel wird ganz dunkel, als würde es tief in der Nacht sein. Die Kugel, die fast wie ein Ei aussieht schwebt in die Luft und zerbricht da. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist, aber Takenaa… ist weg. Stadtessen ist da ein Lunala am Himmel erschienen. Völlig wild, greift aber uns nicht an. Irgendwie muss es doch wissen, irgendwie von Takenaa, dass wir keine Feinde sind, aber hoffentlich macht es nicht nur den Anschein. Boey ist ganz sprachlos: “Das habe ich …. nie zuvor gesehen… Sie ist doch noch kein Sehshin und… diese Macht! Okay, da wir nur zu dritt sind, müssen wir Takenaa als Verbündeten ansehen, am Besten, wir kommen ihr nicht in die Quere. Lieber sollten wir zusehen, dass wir diese Falle von Clive überstehen.“, sagt er. Wir nicken. Wir wollten hier im kleinen Dörfchen nur nach dem Rechten sehen, aber an Kämpfen kommt man hier nicht vorbei… Aber die Leute von Clive scheinen mir zögerlicher zu sein, als ihre erschaffenen Irgendwasse. Als Boey eines von denen auch mal besiegt, verschwindet es, ehe es zu Boden fällt. “Leute, ihr kümmert euch um seine Vasallen. Sie sind nicht besonders Stark. Ich nehme mir diese Kutte da ins Visier! Die scheint… stark.“, ruft er uns zu und stürmt zum Kuttentypen. Takenaa zerlegt Pokémon um Pokémon.
    Ich laufe zu Tayfun. “Dann sollten wir uns darum kümmern, die Leute da zu befragen.“ Tayfun nickt mir zu.
    “Dann halt mir mal den Rücken frei. Ich stürme da rein!“, sagt sie und stürmt rein. Unsere Gegner, Schiggy, Vibrava und Camerupt sollten kein Problem darstellen. Ich nutze Puchus Donnerblitz für das Schiggy. Tayfun als Dratini kümmert sich um das Vibrava und ich sehe auch noch zu, dass das Kamerupt nicht zu viel Chaos anstellt. Es ist ein reines Feuer-Pokémon. Meine Elektro-Angriffe sollten also effektiver sein, als meine Feuer-Attacken meines Flamiau. Das Schiggy, erholt von meinem Schock, im wahrsten Sinne des Wortes, speit eine Aquaknarre auf mich. Schnell nehme ich die Form eines Pichus an, wodurch ich kleiner bin und die Attacke daneben geht. Tayfun ist noch mit dem Vibrava beschäftigt. Es ist echt stark. Ich konzentriere mich wieder auf das Schiggy und laufe kurzerhand mit Volttackle auf es zu. Wissend, dass es niemals schnell genug sein wird, verzieht es sich in seinem Panzer. Ich bleibe vor ihm stehen und blitze einen mächtigen Blitz in den Panzer. Durch den Rückstoß kippe ich nach hinten und mir wird Schwarz vor Augen. Als Pichu… hat man seine Donner-Fähigkeiten leider nicht unter Kontrolle. Als ich wieder erwache, ist der Kampf vorbei. Boey ist kniend vor mir. “Ah, bist du endlich wach. Gut.“ Er nickt und erhebt sich wieder. Ich habe noch immer die Form eines Pichus. Ich erhebe mich und ändere das schnell. Dann sehe ich herum und sehe Clive´s Leute am Boden. Von den schimmernden Pokémon keine Spur mehr. Weder noch von diesem Kuttentyp. “Der Kerl ist mir leider entwischt. Das wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass wir uns trafen.“, sagt Boey. Tayfun steht vor dem auf dem Boden stehenden Lunala, das noch immer wild umherschreit. Langsam und vorsichtig nähert sie sich ihr. “Tayfun, stopp, warte! Das ist zu gefährlich!“ Ich wollte gerade loslaufen, doch Boey hält seinen Arm vor mir. “Sie weiß, was sie tut.“ Ich schaue abwechselnd von ihm zu Tayfun. Dann nicke ich.“Na gut. Was ist mit Clive´s Leuten?“, frage ich ihn.
    “Das ehm… lässt sich mir auch nur schwer erklären… es waren Abgesandte von Teona und Asuka. Sie sagten, sie haben nur so schimmernde Schatten gesehen und hätten sich wehren müssen. Tja, und wir haben sie eben als Leute von Clive gesehen, aber nicht mal das stimmt.“ Er hat Recht. Jetzt, wo ich genauer hinsehe, sind es nicht mehr die selben Leute, die wir vorhin glaubten, zu sehen.
    “Ich vermute, irgendwer hat uns zum Kämpfen veranlasst. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert, aber wir müssen von nun an auf der Hut sein. Viele Fragen bleiben aus diesem Kampf unbeantwortet. Wenn der Krieg vorbei ist, werde ich das näher untersuchen… So lange… müssen wir hoffen, dass das nicht erneut geschieht. Und was mit Takenaa ist... weiß ich auch nicht.“

    6
    Kapitel 79: Boey der Allwissende

    Tayfun

    Ich weiß, was ich hier vor mir sehe. Ich sehe ein Lunala. Verwildert und verwegen. Aber ich weiß, dass da ein weicher Kern im Inneren Schlummert. Einen, den ich gut kenne. Obwohl ich Serafina höre, dass ich aufhören soll, schenke ich diesem Ruf keine Beachtung. Ich öffne meine Arme und sehe zu Taki. Ich weiß, dass ich sie irgendwie erreichen kann. Langsam nähere ich mich Schritt für Schritt dem Lunala, wessen Aufmerksamkeit ich dann auch bekomme. Anders als diese komischen Wesen greift es mich nicht an, ehe weicht es langsam vor mir zurück. Die Wildheit dieser Kreatur ist keine Sanftmut gewohnt. Ich schließe die Augen und sehe es dann mit einem Lächeln an, als würde ich gerade sehen, wie die Hülle dieses Wesens verschwindet und meine Freundin wieder zu Vorschein kommt. Ich schaue durch die Augen des Lunalas meine Freundin an. Es schaut mich etwas zornig, aber auch zurückhaltend an. Dann erhebt es sich wieder und greift mich mit ihren linken Klauen an. Das wird bluten, das merke ich, aber ignoriere es. Dann holt es mit den rechten Klauen aus und packt mich mit ihnen zu Boden. Es sieht mich an. Ich merke, wie es sich zurückhalten muss, mich nicht zu enthaupten. Ich nehme eine ihrer Klauen in die Arme. “Es ist okay… wenn du magst… lege ich mein Schicksal in deine Hände. Aber… tue es dann wenn, dann selbst, Takenaa.“, sage ich mit beruhigender Stimme. Jedenfalls für meine Verhältnisse beruhigend. Ich bin nicht gut in sowas, aber es scheint zu klappen. Die Spannung in den Klauen lässt nach und es lässt los. Dann brüllt es noch einmal auf, verfärbt sich blau und wird kleiner. Es nimmt wieder humanoide Form an. Ich stehe auf und laufe zu meiner am Boden liegenden Freundin. Lebend. Ich atme wieder auf. Ohne aufzusehen, geht ihre Hand zu meiner Wange, die blutet. “Ach, ist schon okay.“, sage ich, ehe sie etwas sagen kann: “Wie geht es dir?“, frage ich sie.
    “… War schon mal besser… Oh mein Gott, ich kann wieder Reden.“ Ich setze sie auf die Steinstufen der zerbrochenen Statue. “Es war… seltsam. Ich habe alles gesehen und habe sogar selber gehandelt, aber… seltsam. Du hast ja gesehen, was ich getan habe. Ich war so wutentbrannt und hätte die ganze Stadt zerstören können, so wütend war ich. Danke, jedenfalls, dass du es aufgehalten hast, ehe es dazu kam. Aber alles in allem verstehe ich die ganze Sache noch nicht.“, sagt sie.
    “Ich kann es dir erklären.“, sagt Boey, der sich einen auf dem Boden liegenden Körper ansieht. Das ist doch der, vor dem Takenaa vorhin noch saß. Von der Explusion, die hier irgendwie statt gefunden hat… na, ich spare es, das zu beschreiben.
    ((purpe))“Du hast sie deine Mutter genannt, nicht wahr?“, fragt er sie, ohne jedoch aufzusehen. Takenaa nickt. “J-ja… das….“ Ich umarme Takenaa, ehe sie weiter redet. “Dann… das ist Tama. Ein Senshi-Alpha. Mehr Pokémon als Mensch. Nach dem letzten Krieg ist sie verschwunden. Es ist zu bedauern. Senshi-Alpha gelten als ausgestorben. Und ich denke nicht, dass sie dir schon viel beigebracht hat. Normalerweise… Die Kinder lernen von den Eltern, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Du musst es wohl auf deine Weise schaffen.“. Er steht auf und kommt zu uns. Dann kniet er sich zu Takenaa. “Aber keine Sorge, wir helfen dir dabei. Tayfun hat mir viel von dir erzählt, Takenaa. Takneaa Microgu Tsikentu.“ Takenaa sieht ihn verwirrt an, als hätte sie diesen Namen noch nie gehört. Ich habe ihn auch noch nie gehört. Woher weiß Boey das? Aber er erklärt: “Das ist der Familienname deiner Familie. Deiner echten Familie. Von deiner Mutter Tama und deinem Vater Deße. Ich bin im Besitz eines Buches gelangt, das von deiner Mutter stammt. Es steht dir natürlich frei zur Verfügung. In dem Buch wird viel über deine Eltern geschrieben. Es ist… das Tagebuch deiner Mutter, bevor sie ins Exil verschwand. Es war gut versteckt, aber als Zauberer konnte ich seine Präsenz fühlen. Ich glaubte so, die alte Kultur besser zu verstehen. Und so ist es dann auch gekommen. Vielleicht kann ich dir ja beim Training etwas über die Schulter schauen. Nein, es wird auf jeden Fall so sein. Es muss, da diese Macht...“ Er deutet mit seinem Arm auf einige zerstörte Gebäude, die wirklich Lunala zerstört hat. “Sowas machen kann. Keiner von ihnen hat je alleine trainiert. Ich hoffe, du verstehst das.“, sagt er. Takenaa nicht nur. Zwei Schüler? Serafina und Taki? Das wird… interessant. Und dann noch einen Krieg führen. Boey nimmt sich echt was vor. Er steht auf und geht zu Urs und so. Ich möchte ihm eigentlich gerne direkt hinterher, aber ich möchte auch Takneaa nicht alleine lasse. “Du… danke wegen gerade eben. Aber… meintest du das Ernst? Du legst dein Schicksal in… du weißt schon?“
    “Ach das… Ich schaue in die Luft. “Nur vorübergehend. Ich wollte lediglich dich wieder normal haben, da musste ich etwas… kreatives sagen…“
    Sie stoßt ihren Arm in meine Rippen. “Hey!“, meint sie lächelnd.
    “Glaubst du wirklich, ich würde dir vertrauen?“, meine ich ironisch.

    7
    Kapitel 80: Die Zitadelle von Ludor – Das Spiel des Thrones.

    Jim

    Obwohl die Verteidiger des Tores nicht schlecht waren, müssen wir uns weiter durch die Zitadelle wagen. Teona schickt uns mit Bedacht durch das Feld, dass wir auch möglichst mit Gladio kämpfen, obwohl der nicht zu vorausschauen ist. Mal ist er hier, dann ist er an einer anderen Stelle, aber immerhin weiß er, was er gerade macht. So lange wir ihm den Rücken frei halten, sollte das schon hinhauen. Ich habe anfangs als Stollunior gekämpft, da ich am Anfang wenig Kraft verlieren wollte. Ich habe noch die Auswahl für ein Trasla und ein Kannivanah, aber mit Trasla kann ich kaum kämpfen und für die andere Wahl fehlt mir etwas Wasser. Und die Energie für Serpifeu wollte ich mir noch sparen, bis wir wirklich am Thron der Wüstenräuber sind. Ich kämpfe extremst defensiv und nehme so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf mich, ich weiß ja, dass wir einen zuverlässigen Engel hinter uns haben und wenn Asuka in der Nähe ist, fühle ich mich irgendwie stärker. Ich merke weniger, dass ich gerade eine Attacke abbekommen habe. Manchmal mache ich mir aber auch noch Sorgen, dass hinten auf einmal Ippei ankommt, aber Gladio hatte allen Anschein Recht. Ich habe nur Teilweise den Kampf zwischen Charlie und Teona gesehen und möchte sowas trotzdem lieber vermeiden, wenn es geht. Meine Beine zittern nur noch, wenn ich versuche, Schutzschild einzusetzen. Jetzt muss es wohl anders gehen, aber hier wird eh weniger Defensive benötigt. Wir sind in einer spitzen Position und die Korridore geben auch genug Deckung. Wir warten, bis sich der Sturm, den unsere Gegner machen, gelegt hat. Dann verlasse ich meine Deckung und mache, was ich so mache. Dafür sorgen, dass möglichst wenig trifft, was sich als langsames Pokémon schwer erweist, aber die Schützin von Clive macht auch einen soliden Job. Von Gladio ganz zu schweigen. So kommen wir relativ schnell zu einem offenen, großen Tor. Die Zitadelle scheint nicht all zu groß zu sein, wie sie von Außen erscheint. Das muss wohl der Thronsaal sein. Gladio rennt dicht an mir vorbei. Er hätte mich fast umgeschmissen. Er sieht sich im Saal um und sieht, was er sehen möchte. Eine Handvoll Gegner und Ludor. Der von seinem Thron aufsteht. “Gladio. Schön, dich zu sehen. Wie ich sehe, hast du dir Verstärkung organisiert.“, ruft er mit erhobenen Armen und lacht auf. Er ist gebräunt und hat ein grünes Stirnband am Kopf. In dem selben dunkelgrünen Farbstil, trägt er auch einen Umhang und einen leichten Brustpanzer. Er trägt seltsame Armreife, die nur teuer aussehen. An sich hat er aber auch fragile Sachen an. Täusche ich mich, oder ist das ein Meisterninja? Also ein noch stärkerer Ninja als ein normaler. Die sind noch weniger zu treffen und erkennen schnell deine Schwachpunkte. “Wir waren dir nicht mehr gut genug, was?“
    “Unter diesen Bedingungen ist ein Mitglied bei dir zu sein nur reinste Ausbeute von dir. Da fragt man sich, weshalb du noch so viele Anhänger hast.“, kontert Gladio.
    “Große Worte für jemanden wie dich, aber ich schätze, du bist nicht zum Reden gekommen. Du willst das hier wieder haben, nicht wahr?“ Er hält ein Amulett in die Höhe. Keine Ahnung, was das für eins ist. Aber es ist Gladio wohl doch sehr wichtig.
    “Tut mir einen Gefallen und überlasst ihn mir. Sorgt dafür, dass niemand von denen sich in unseren Kampf einmischt.“, sagt Gladio zu uns.
    “Ha! Dein Gesicht sagt mehr, als man braucht. Dann komm doch! Mal sehen, wie lange deine neuen Freunde dich beschützen können!“ Ihn zu beschützen wird nicht das Problem sein. Der Raum ist Wie ein O geformt, das in der Mitte einen Weg zum Thron hat. Verlässt man den Weg, fällt man in eine Sandgrube und ob man da wieder raus kommt, ist eine andere Frage. Aber er ist abgezäunt und die einzige Stelle, wo man aus Versehen rein geraten könnte, ist direkt neben dem Thron. Da wird dann wohl auch der Verlierer des Duells rein geschmissen… ich frage mich, was wohl mit demjenigen geschieht. Und vor allem mit uns, wenn Gladio verliert. Lieber denke ich nicht darüber nach. Ludor´s Leute stehen noch im O aber ich bin mir sicher, dass sie uns jeden Moment angreifen werden, sobald Gladio angreift. “Leute, wir halten die Brücke. Ludor´s Leute werden wahrscheinlich mehr sein, als hier stehen. Macht euch bereit, kontinuierlich neue Gegner zu bekommen. Wir halten unsere Position, bis Gladio fertig ist." Ich schaue nach oben, wo Sand runter rieselt. Da gibt es noch eine Etage und man kann dort oben durch einen Balkon; Das ist keiner, das weiß ich, aber mir fällt gerade nicht ein, wie diese Dinger heißen; in den Saal schauen und auch sicherlich als Verstärkung kommen. Ludor´s Leute haben eher orangene oder braune Sachen an und haben ihr Gesicht verdeckt. So Sachen halt, um in der Wüste gut auszukommen. “Sie kommen! Gladio hat mit dem Angriff begonnen!“ Mal schauen. Ich habe Serpifeu noch als Trumpfkarte in der Hand, falls Stollunio KO gehen sollte, aber einen durchgehenden Angriff? Mal sehen...

    8
    81 Am Rand des Ostens.

    Takenaa

    “Clive´s Festung. Nach so langer Zeit… sind wir endlich angekommen.“ Wir sind nicht wirklich schon angekommen, aber wir können sie schon sehen. Sie steht mitten in einem großen Feld. Hinter ihr beginnt eine kurze Berglandschaft und dann folgt das Meer. Das große, offene Meer. Vor dem Schloss sind noch einige Ortschaften, die aber keine großen Verteidigungsmaßnahmen darstellen sollen. Die sind alle hinter uns. Schätze ich. “Commander Saturn. Stellt ein Trupp zusammen. Er soll den vor uns liegenden Pfad erkundschaften, ehe wir weitergehen.“, sagt er zu so jemanden im Strampelanzug mit einer Teufelsfrisur. Er nickt und geht. “Urs. Wie sieht es mit der Infiltration aus? Wann können wir davon ausgehen, dass wir zum Schloss vordringen können?“
    “Wenn sie nichts aufgehalten hat, müsste Teona jetzt in der Nähe des Schlosses sein. Geben wir ihnen noch ein paar Stunden. Sie werden auf uns warten, bis sie ins Schloss gehen. Noch wird alles zu stark bewacht.“, sagt er. Boey nickt. “Gut. Dann sollen sich unsere Leute auf den Kampf vorbereiten, während ich noch etwas bespreche. Ehm… das war natürlich zu Atlas, ich weiß, dass du meine Befehle nicht befolgst.“ Urs hat das auch so gut wir gleich klar gemacht, dass er sich Boey nicht anschließt, sondern er ihn nur begleitet. Ebenso das gleiche gilt für Blau. Tayfun hat in einer freien Stunde uns alle noch einmal bekannt gemacht. Es ist ja eine Weile her, dass wir uns getrennt haben. Serafina kannte auch so gut wie niemanden mehr. Nur ich kannte Urs und Blau ja noch. “Sieht ja fast so aus, als würde sich die Geschichte dem Ende zuwenden.“, meint Blau. Ich nicke.
    “Ja. Selbst, wenn etwas schief laufen sollte… ich kann mir nicht vorstellen, dass es nach dem Kampf im Schloss noch großartig weitergehen wird. Es sieht auch so aus, als hätten wir es bisher geschafft, das Schlimmste zu verhindern, aber… das wird jetzt etwas schwierig...“, meint Tayfun.
    “In der Tat. Clive ist nicht dumm, aber ich hoffe trotzdem, dass einer aufgeben wird, bevor sie es mit der höchsten Gewalt lösen müssen. Aber sobald Boey den Thronsaal in seiner Gewalt hat, hat Clive auch keine Möglichkeit mehr, als zu kapitulieren. Ich hoffe, dass es so kommt, auch, wenn es mir selber nicht gefällt. Er ist ein guter Kerl und vor allem ein Anführer, aber… das ist trotzdem besser, als ihn komplett zu verlieren.“
    “Ich… weiß einfach nicht so recht, was wen ich mehr glauben soll… eigentlich finde ich das Ganze nur schrecklich. Die streiten sich, wie kleine Kinder. Es muss doch nicht immer alles mit Gewalt enden.“
    “Ein Glück, dass es ja auch bald zuende ist. Dann können wir nach Hause und das alles vergessen. Bestimmt vermisst man uns auch schon. Ich will nicht wissen, wie die Liga ohne ihren Champ zurecht kommt.“ Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl bekommen, als Blau das sagte. Ich weiß ja jetzt, woher ICH stamme. Sollte ich überhaupt zurück? Vielleicht aber auch vermissen mich meine Zieheltern auf Alola grade. Wenn ich ja jetzt weiß, wieso sie mich so hart erzogen haben… kann ich demnächst ja einfach nach Alola… und wieder ein normales Leben führen… aber kann ich das überhaupt noch?
    “Ja… ich darf, wenn wir nach Hause kommen, wohl mir auch erst wieder ein Gespräch mit meinem Vater anhören… Wieso ich denn so lange weg war… Na ja, wird schon.“
    “Takenaa, kann ich dich kurz sprechen?“, fragt mich Boey. Ich nicke und folge ihm etwas. Nehmen wir mal an… es kommt alles so, wie wir es geplant haben… du weißt, dass du nicht nach Hause zurückkehren kannst? Ich will dich jetzt nicht runter machen, aber du weißt auch, dass es… auch, selbst wenn du mal wieder nach Hause darfst… es nie wieder so kommen wird, wie du es kanntest? Deine Begegnung mit Tama hat… dein ganzes Leben jetzt verändert.“ Ich nicke nur auf den Boden starrend. “Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich dich gerne weiter unterrichten werde, mit deinen Kräften umzugehen, dass du irgendwann immerhin wieder zu deinen Zieheltern ziehen kannst. Ich bin mir sicher, sie haben dich wie ihr eigenes Kind aufgezogen, nur halt mit Tamas Bedingungen. Aber noch bist du zu unkontrolliert, weshalb ich noch mal fragen wollte, ob du wirklich jetzt mitkommen möchtest. Du musst nicht mitkommen, du kannst auch hier bleiben, ich mein, sieh dir Clive´s Schloss an.“
    “Es ist wunderschön. Wie im Märchen...“, meine ich. Sein goldenes Gelb, mit dem schönen Marineblau und dann noch das Silber, welches sich in der Sonne spiegelt… der Aufbau… “Schöner.“, meint Boey: “Und deshalb will ich es auch nicht vernichten. Jetzt stell dir vor, du verlierst wieder die Kontrolle.“ Ich verstehe, was er meint. Ich nicke nur.
    “Keine Sorge. Ich kann auf mich aufpassen. Lass mich an Tayfun´s Seite kämpfen, ich weiß, dass ich da ruhig bleiben kann und sie mich notfalls rausholt...“ Er nickt. “So sei es. Aber pass dann auch gut auf dich auf. Und pass auf, wem du deine wahre Identität verrätst. Es gab einen Grund, weshalb deine Mutter ins Exil gegangen ist. Ich werde aber auch alles tun, dich zu beschützen, aber hab Verständnis, wenn das nicht immer möglich ist“.“ Ich nicke wieder.
    “Keine Sorge. Alles okay.“, sage ich, um mich und ihn zu beruhigen. Das wird alles… interessant...

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    Kapitel 82: Die Zitadelle von Ludor – Die Sandräuber schlagen zurück

    Teona

    Es sind wirklich viele, aber immerhin haben wir jetzt weniger Raum, den wie verteidigen müssen. Der gang ist maximal 4 Meter breit. Eigentlich auch schon viel. Zum Thron hin wird er dann kugelig und bildet das Kampffeld, auf welchem sich Ludor und Gladio jetzt den Kampf wagen. Ludor ist im Besitz eines Rabigators. Ich frage mich nur, woher Gladio all die Kraft bekommt, jetzt noch gegen Ludor zu kämpfen, wobei er vorhin schon gegen tausende dieser Räuber bekämpft hat. Im Gegensatz zu uns, welchen man schon ansehen kann, dass wir schon ein paar Kämpfe hinter uns haben. Und auch der Kampf gegen Charlie war schon anstrengend und jetzt haben wir keinen Gladio, der uns in der Not aus der Patsche hilft. Ich frage mich, was Ippei gerade macht. Er will mir einfach nicht aus dem Kopf. Bestimmt kommt er gleich, da Ludor mit Sicherheit allen seinen Leuten befohlen hat, ihn zu verteidigen. Denn danach sieht es auch aus. Nach den ersten Minuten kommen aus den vielen Eingängen schon die nächsten Sandräuber. Auch von der Anhöhe. Sie befestigen oben ein Seil, das nach unten runter hängt. Dadurch kommen sie runter. Ich kann es sicherlich auch noch mit einem dieser Leute aufnehmen, aber mehr sollten nicht durchkommen. Asuka erschafft manchmal auch Wasserkugeln, die sie auf eine bestimmte Stelle des Bodens befördert. Im nächsten Moment kommt da sowas wie ein Sandan hervor, welches versucht hat, unter uns her zu buddeln. Gut, ich sollte zusehen, dass Asuka, die wohl buddelnde Feinde aufspüren kann, geschützt bleibt. Jim wechselt sein Pokémon von Stollunior auf Serpifeu. Damit sollte er einen Vorteil gegenüber den ganzen Boden-Typen haben. Nur, für wie lange? Er ist von sich aus ja noch immer erschöpft. Ich würde gerne Einschreiten, aber… ich werde noch als Koordinator gebraucht… Aber wenn es nötig ist, werde ich auch kämpfen! Danach sieht es auch aus, dass das bald von Nöten ist. Es gelingt den Sandräubern immer leichter, unsere Linien zu durchbrechen, ehe wir sie wieder neu aufbauen können. “Wie viele von diesen bescheuerten Räubern gibt es denn? 67!“, sagt Caesy, als sie noch jemanden beseitigt, der sich sofort zurückzieht. Der Kampf an sich fühlt sich auch schon Ewigkeiten an. Ich sehe auch schon, wie den Ersten von uns die Kraft ausgeht. Ursprünglich war auch geplant, dass wir eine Infiltration durchführen und nicht hier gegen endlose Wellen von Sandräubern kämpfen! Vulpix und Fluffeluff. Mehr Antworten habe ich momentan nicht. Das Fluffeluff habe ich irgendwo mal gefunden und konnte es doch nicht einfach da liegen lassen! “Teona… es sieht nicht gut aus. Wie sieht es mit Gladio aus? Ist er endlich fertig?“, fragt Asuka keuchend mit einer Schweißperle im Gesicht.
    “Nein… er ist noch mitten im Kampf. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.“
    “Dann… müssen wir wohl alles daran setzen… auch wenn es aussichtslos erscheint...“
    “Wach bleiben! Noch sind wir nicht besiegt!“, rufe ich ihr zu. Wenn ich mir nur glauben könnte. Eigentlich sind wir schon besiegt. So gut wie. Selbst Bianca hat schon selber Probleme. “Mir sind die Heilmittel ausgegangen… Und ein Pokémon zum Kämpfen wollten wir mir noch besorgen..“
    “Schon gut, zieh dich erstmal zurück!“ Das wird auch nicht leichter.
    N kommt zu mir angerannt. “Das werden zu viele. Meinen Pokémon sind schon die letzten Kräfte ausgegangen..“
    “Und mir gehen auch langsam die Attacken aus.“, ruft Caesy rein. Ich muss überlegen… Was bleibt denn dann noch? “Brody und Duplica sind draußen. Kaum zu glauben, dass wir überhaupt so lange durchgehalten haben...“ Super Ich glaube, ich gehe selber nach vorne. Wenn es niemanden mehr gibt, dem ich was sagen muss, dann kann ich auch genau so gut selber kämfpen. “Vergiss es, das schaffen wir nicht mehr.“, meint Jim. “Wir wissen, dass du kaum kämpfen kannst und wenn Gladio den Kampf nicht mal in 15 Minuten gewinnt, was soll man dann noch machen?“ Plötzlich zischen irgendwelche Attacken durch den Raum. “Da kommen wir doch gerade recht!“, ruft eine Stimme, der ich Lou zuordnen kann. Sie bahnen sich ihren Weg zu uns. “Waren das die richtigen, Lou? Die sahen doch ganz Nett aus...“
    “Keine Sorge, wir übernehmen ab hier.“, sagt Silber.
    “Hier. Wir haben in der Zwischenzeit noch ihre Vorratskammer geplündert… Das könnt ihr haben...“, Shadow gibt mir einen Beutel.
    “Mensch, Shadow, ich habe keinen Moment an die gezweifelt.“, sagt Parik wieder ganz lässig.
    “Wenn ihr euch dann gestärkt habt, kommt wieder, okay? Alleine halten wir sie auch nicht ewig.“, sagt… Das muss wohl Raissa sein. Ich nicke und gebe den Beutel den anderen. Ich habe eine Stärkung am wenigsten Nötig. “Danke, dass ihr gekommen seid! Damit haben wir Gladio noch etwas Zeit erkauft.“

    10
    Kapitel 83: Die Zitadelle von Ludor – Sieg über Ludor

    Lou

    Gestärkt und mit viel Tatendrang beginnen wir den Kampf, diese Stellung zu halten. Teona sagte, sie könnten Gladio etwas Zeit erkaufen. Ich frage mich, warum sie ihm nicht helfen. Ach, sicherlich möchte er alles nur wieder alleine machen. Aber hoffentlich kommt er nicht gleich an und meint, er hätte alles Alleine gemacht. Man, Pan hat es echt drauf. Obwohl ihre schulterlange, hellblaue Frisur eins ihrer Augen bedeckt, kann sie gut Zielen. Und ihre Ausweichkünste sind auch nicht von schlechten Eltern. Ihre hohen Stiefel geben ihr auf jeden Fall sicheren Halt. Mich aber würde es stören, wenn ich eine offene Jacke an hätte und dazu noch einen knielangen Rock. Na ja. Wie sie die Attacken ohne die Form eines Pokémon einsetzen kann, ist mir jedoch noch ein Rätsel, aber ich hatte bisher auch nicht DIE Zeit, sie danach zu fragen. Sie setzt auf jeden Fall gerne Feuer-Attacken ein, auch, wenn sie keine Wirkung erzielen sollten… aber na ja. Ich hole gerade mein Amulett raus. Clive hat mir doch mal versprochen, dass wir den Kristall, den wir mal besorgt haben, auch mal benutzen können… ich hoffe, dass sich das nicht mehr all zu lange hinauszögert. Aber erstmal habe ich wichtigeres zu tun. Ich benutze die Form eines Evoli. Sie sollte hier am besten zurecht kommen, vor allem, da ich mit ihr am Besten umgehen kann. “Okay, dann schieß mal los, wie ich helfen kann, Lou.“, fragt Angie. Sie scheint sich erholt zu haben. “Sieh erstmal zu, dass der Rest klar kommt. Wir wollen ja nicht, dass, wenn sie schon eine Pause machen, nicht gestört werden.“
    “Alles klar!“ Es wäre gescheiter, wenn ich sicher gehen kann, dass alle wohlauf sind. Dafür gehe ich auch das Opfer ein, dass hier einer weniger ist, der kämpft, aber Silber hat gerade sowieso einen Rausch. Er, als Sniebel heizt den Gegnern richtig ein. Wenn ich ihn so beobachte frage ich mich, wie wir jemals verlieren konnten. Was ich am Normaltyp mag ist, dass er eine so hohe Typenvabialität hat, was seine Attacken angeht. Auch, wenn Evoli nicht das perfekteste Beispiel ist, aber es hat auch gute Attacken, die vor allem auch gut unterstützen können. Nach einer Weile kommen auch langsam die anderen zur Hilfe. Seite an Seite mit dem Feind. Dabei ist unser Teil schon erfüllt. Wir wollten Raissa und unsere Items, aber wenn wir schon dabei sind… aber dennoch kaum zu glauben, dass ich mit denen mal auf einer Seite kämpfen würde. Manche würden tolle Teams abgeben… wenn wir nicht schon unsere Seite im größeren Konflikt hätten… irgendwie ärgerlich, denn es kommt jetzt niemand mehr durch, weder kommen wir in eine kritische Situation. Irgendwann bleiben die Sandräuber stehen oder ziehen sich zurück. Ich schaue in die Mitte des Saals, wo sie alle hinschauen. Gladio hat Ludor an den Rand des Thrones gedrängt. Ludor flüstert Gladio noch irgendwas mit einem erzürnten Gesicht zu, ehe Gladio ihn die Grube runter wirft. Ludor versinkt im Sand. “Ist das Treibsand?“, fragt Pan.
    “Ich weiß es nicht. Aber ich vermute es. Normaler Sand würde dich nicht unter sich begraben.“
    “Ach, es ist sicher kein Treibsand, sonst wäre ich da schon mit einem Fuß drin.“, sagt sie vollkommen entspannt. Es ist komisch, das zu sagen, aber damit hat sie Recht. Die Sandräuber ziehen sich komplett zurück, ohne noch groß auf irgendwas zu warten. “So. Nachdem das geklärt ist...“, beginnt Gladio und kommt zu Teona.
    “Hast du, was du wolltest?“ Er nickt.
    “Mein Besitz und meine Rache. Also: Ihr wollt durch die Wüste? Eigentlich wäre ich jetzt der Anführer dieses traurigen Haufens, aber ich mag nicht so viele Waschlappen anführen… Also: Ich bringe euch durch, wie versprochen. Und vor Überfällen müssen wir uns hier fürs Erste keine Gedanken machen.“ Gut, dass er wenigstens sein Wort hält. Ich hatte so meine Zweifel. “Seht zu, ob ihr noch etwas hier findet, was euch gefällt. In einer halben Stunde ziehen wir hier los. Denkt nicht daran, zu denken, irgendwelchen Leuten ihr Hab und Gut wiederzugeben, die sind wahrscheinlich eh… egal. Über alle Berge, wenn sie Glück hatten. Bedient euch.“, sagt er zu uns. Es beginnen leise Gespräche.
    “HAHA! DAS nenne ich doch mal einen Auftrag. Also: Wer noch was haben will, sollte sich beeilen, denn ich sehe mich hier jetzt schon mal um!“, ruft Parik und rennt davon.
    “Der sieht sich eh als erstes beim Gold und Rum um. Wir müssen nicht hetzen.“, meint Shadow dazu. Raissa muss leise lachen. Aber viele folgen Pariks Beispiel und GEHEN aber aus der Halle. Die Zitadelle ist auf einmal wie Leergefegt. Das wird aber sicher nicht so bleiben. Bald werden die Räuber zurückkommen. Nur außerhalb des Saales steht noch jemand im Foyer. Es scheint sich um einen Ninja zu handeln. Es ist Ippei. Er spricht Teona an. “Ihr seid jede, die Ludor zu Fall brachten, ist den nicht so?“; fragt er.
    “Ja, aber wir übernehmen seinen Posten nicht. Ihr könnt Euch wie die anderen zurückziehen. Doch zuvor sollte ich Euch noch einmal danken. Hättet Ihr Eure Stellung nicht gehalten und uns angegriffen, bin ich mir nicht sicher, ob wir das alles überhaupt geschafft hätten. Eurer Zurückhaltung gebührt unser Dank.“ Er schmunzelt.
    “Hm. Irgendwie schon. Ich hatte ein Gefühl, dass Ihr sie wirklich gebraucht habt. Doch ich habe auch euren Kampf gegen Ludor beobachtet. Ich muss sagen, dass es schon gewissen Maßen beeindruckend wahr. Die Art Eures Zusammenhaltens war inspirierend. Die Leute hier könnten sich davon etwas abgucken. Sie sind organisiert, aber keine Teamspieler.“
    “Nun, wir müssen jetzt aber weiter. Was werdet Ihr nun tun?“
    “Nun, da mein Herr weg ist, habe ich nichts mehr zu tun. Aber wütend bin ich nicht. Er war sowieso ein Egoist, dem ich nur gefolgt bin, da ich eh nie hier weggekommen wäre. Aber statt ziellos durch diese Welt zu ziehen, biete ich Euch meine Stärke und die meiner treuen Pokémon an.“
    “Wirklich? Ihr wollt Euch uns anschließen?“
    “Ich kann verstehen, wenn ihr mir nicht trauen wollt. Es war ja nur ein Vorschlag. Also dann...“
    “Wartet! Ich habe doch nicht abgelehnt. Ich war mir nur nicht sicher, ob Ihr das wolltet und dachte, ihr wollt wieder selbstständig werden.“
    “Keine Sorge, ich weiß, was ich mache.“
    “Nun… vielen Dank. Es steht Euch natürlich frei, jederzeit zu gehen.“
    “Habt Dank.“ Ein Ninja auf unserer Seite? Das wird ja immer Besser. Oder... auf unserer? Ich weiß nicht so recht… Wir sind immerhin noch… verfeindet. Wir und die andere Hälfte der Gruppe… Bei dem Gedanken wird mir etwas mulmig zumute.
    “HEY! LOU! KOMMT HER! ICH HABE EINE LAGERHALLE GEFUNDEN!“, ruft mir Caesy zu. “Da sind tolle Sachen drin, du solltest mal kommen und es dir ansehen!“ Ich nicke zu ihr und laufe los. “Komme!

    11
    Kapitel 84: Ein Geschenk

    Serafina

    Ich bin noch immer unentschlossen, was ich tun soll. Natürlich sollte ich meinem Lehrer bei seinen Angelegenheiten helfen, aber ich weiß nicht, ob ich auch für ihn in den Krieg ziehe. Allein schon dieses Wort. Der Begriff, der alles zusammenfasst, was ich hasse. Niemand kann ihn gewinnen und er fordert hohen Tribut für das, was er gibt. Der einzige Grund, dass ich hier bin ist, dass auch meine Freunde hier sind und Boey mich unterrichtet. Leute ernsthaft zu verletzen, war nie meine Absicht. Ich wüsste auch gerne, was Tayfun darüber denkt, denn sie scheint es ja ganz gut zu verkraften. Ich wüsste nur zu gerne, wie sie das tut. Vielleicht kann ich ja noch beide dazu bringen, sich die Hände zu geben. Deswegen bin ich ja auch überhaupt hierher gekommen. In diese Welt. Ich bin mir dazu auch nicht mal sicher, ob ich sie überhaupt verlassen möchte. Hier bin ich irgendwie glücklich geworden. Glücklicher, als in unserer Welt. Wer vermisst mich denn schon dort? Abgehauen bin ich. Niemand wird mich da überhaupt noch Willkommen heißen. Bestimmt sind sie eh froh, dass ich weg bin. Ich habe Flame und Pichu. Wenn ich sie noch entwickeln kann, wird auch alles wie früher sein. Ich werde sie aus den Amuletten lassen und alles wird so sein, wie wir es uns immer vorgestellt haben.
    “Fina? Ist alles okay? Du schaust etwas trüb.“ Ich erwache aus meinen Gedanken. “Hm? Ehm, nein, nein. Alles okay. Mit geht es gut. Habe nur etwas nachgedacht. Sag mal, bist du eigentlich aufgeregt?“, frage ich sie interessiert und schaue auf das Tal und das Schloss. Sie stellt sich neben mich. Die Sonne geht gerade auf. Uns entgegen scheinen goldene Felder. Die Felder reflektieren das Licht der Sonne.
    “Hm...“, überlegt sie: “Eigentlich bin ich recht froh, dass bald das alles vorüber ist.“ Gut. “Dann kann ich wieder zurück und meinem Vater beweisen, wie sehr ich mit meinen Pokémon harmonieren kann. Dieser Ort hat mich ihnen näher gebracht. Den Körper mit dem eines Pokémon zu teilen ist etwas völlig neues. Man kann Jahrzehnte mit ihnen verbringen, doch man wird nie wissen, wie sich so ein Pokémon fühlt. Es ist, als würden wir die selben Gedanken teilen. Ich sehe, alles aus ihrer Sichtweise zu sehen.“ Ich stimme nickend zu.
    “Woher kommst du eigentlich?“, frage ich nebenbei: “Ich meine, wir kennen uns jetzt schon einige Zeit, aber ich weiß nicht mal, aus welcher Region du kommst.“
    “Kanto.“, sagt sie, als hätte sie gerade etwas gesehen. “Ich komme aus Kanto. Die Tochter des Champ´s Siegfried.“, sagt sie.
    “Ich weiß nicht, woher ich komme. Ich war plötzlich da. Im Waisenhaus. Ich weiß nicht, was mich am Leben hielt. Es war schrecklich dort.“ Tayfun sieht leicht zu mir. “Vielleicht… vielleicht war es einfach so bestimmt, dass du eines Tages hier landest, oder das nur ein Weg ist, der dich dort hin bringt, wohin du gehörst. Diese Welt ist noch voller Geheimnisse, die uns niemand beantworten kann. Vielleicht findest du hier ja eine Antwort auf deine Fragen. Denn… irgendwie gibt es ja auch einen Zusammenhang zwischen dieser und unserer Welt. Verstehst du?“, jetzt schaut sie mir in die Augen. Ihren Kopf gedreht zu mir. Ich schaue weiter auf einen Stein fast vor mir. Ich nicke. “Vielleicht.“ Ich schaue auf. “Vielleicht. Ich werde ja sehen, was mich hier erwarten wird. Aber es gibt wirklich noch viel, was wir nicht wissen.“ Tayfun nickt. Dann geht sie einen Schritt zu mir und reicht mir etwas. Ich kann es noch nicht sehen, da es klein genug ist, dass es in ihre Hand passt. Ich halte meine geöffnete Hand unter ihre und sie legt es in sie. Es… Ich schaue es an, als sie ihre Hand wegnimmt. “Was ist das?“, frage ich sie und schaue sie dann an.
    “Ein Amulett.“, sagt sie, blickt wieder in die Ferne und geht ein paar Schritte zur Klippe. “Ich habe es einst gefunden. Das Pokémon… es ist eins, welches sicher zu dir passt. Besser, als zu mir, dessen bin ich mir sicher.“, sie schaut mich mit einem Schulterblick an. Die Sonne ist hinter ihrem Kopf. Sieh es als… ein Zeichen unserer Freundschaft an.“, sagt sie, als würde sie bereit sein, dass dies unser letztes Treffen wäre. Ich schaue das Amulett an. Eine seltsame Aura geht davon aus. Wo hat sie es nur her? Ich stelle mich neben sie. “Danke Tayfun. Ich passe darauf auf.“

    12
    85 Zusammenhalt

    Tayfun

    Jetzt trennen uns nur noch wenige Augenblicke von unserem Marsch. Jetzt habe ich mir den Anblick dieses Schlosses in mein Hirn gebrannt. Es wird einer sein, den ich lange nicht mehr sehen werde. Auch, wenn ich es nach Außen mir nie anmerken lasse, kann ich dies alles weniger vertragen, als ich zur Show gebe. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen, ohne zweifel. Ich vertraue Urs. Uns wird auf jeden Fall auch nichts geschehen, aber ich weiß nicht, wie das mit anderen aussieht. Allein der Gedanke, wie er meinen Geist leiden lässt. Ich habe genug von ihm. Schon lustig: Ich kämpfe, um das Kämpfen zu beenden. Aber es ist der wohl beste Weg. Finden wir einen Kompromiss, wird dieser irgendwas zugrunde gehen. Serafina ist noch mal gegangen um in sich zu gehen. Das alles fordert sie sehr hart. “Bist du bereit dafür?“, fragt mich Takenaa, die sich zu mir gestellt hat. Ich nicke. Urs kommt ebenfalls “Das wird ein Kampf, der vieles verändern wird. Wohl die ganze Welt. Und mit ihr… auch unsere.“ Ich nicke wieder. “Aber das darf uns nicht davon abhalten, das Richtige zu tun. Wir müssen alles tun, um diesen Kampf so friedlich wie es geht, zu beenden. Urs, stehst du mir dabei bei?“, frage ich ihn und schaue ihn direkt an. Ich weiß ja, wie er zu Boey steht. Er sieht mich eine Weile überlegend an. Die Wolken haben einen schönes Orange angenommen, doch wo Weiß war, ist nun Schwarz. Urs wird nur von einer Seite von der Sonne angeleuchtet. “Ich...“, beginnt er: “Vertraue deinem Urteil, Tayfun. Wisse, dass ich stets an deiner Seite bin.“, sagt er mir direkt in die Augen. Ich schaue kurz zur Seite dann wieder zu ihm und nicke dann langsam. Wir schlagen uns in die Hände und lösen dabei nicht unseren Blick. Erst, als eine dritte Hand sich auf unsere legt. Ich schaue zu Takenaa, die lächelnd abwechselnd zu uns sieht. “Gemeinsam.“, sagt sie.
    “Genau wie ich.“, sagt Blau während wir uns wieder lösen. Er steht mit den Armen verschränkt ein paar Schritte weg von uns. Dann kommt er auf uns zu. Er ist ja auch ein Überläufer, der Boey verlassen hat.“Was? Denkt nicht, ihr seid die einzigen, die das Ganze nur beenden wollen.“
    “Nein. Alles okay, Blau. Komm ruhig. Wie auch Clive es wünschte, den Frieden zu bewahren, sind wir noch immer verpflichtet, diesen nachzugehen.“, sagt Urs.
    “Ach ja: Boey hat angekündigt, dass wir uns jetzt treffen. Es… geht los. Kommt ihr?“ Urs und Takenaa stimmen zu.
    “Wir kommen gleich nach. Takenaa. Kann ich dich noch einmal sprechen?“ Takenaa und Urs wechseln ein paar Blicke. “Ich denke, ich kann euch für eine Weile entschuldigen. Aber kommt nicht zu spät.“. Urs und Blau gehen.
    “Was gibt es, Tay?“, fragt Takenaa.
    “Es ist nur… ich sorge mich gerade etwas um dich. Schon als du noch mit uns gereist bist, hast du dich schnell von uns distanziert. Du hast dich schneller als jeder andere an diese Welt gewöhnt und hast dich sogar als erstes entwickelt.“
    “Keine Sorge, ich bin immer noch die selbe. Nichts hat sich geändert. Nur, weil ich jetzt ein Lunala bin… das hat doch noch lange nicht zu heißen, dass ich jetzt nie wieder mit dir etwas zu tun haben möchte.“
    “Das ist es nicht. Aber ich weiß wirklich nicht, was du bist und was mit dir passiert. Ich wollte nur sagen, dass du auf mich zählen kannst, wenn du wieder die Beherrschung verlierst. Nur, was machst du, wenn all dies vorbei ist und du dann deine wahre Form erhälst? Du wurdest ja als Mensch geboren, doch langsam scheinen deine echten Fähigkeiten sich in dir erkennbar zu machen.“
    “Ja, das merke ich. Ich fühle mich jetzt in der Nacht am Wohlsten. Ich würde am liebsten in der Nacht zum Mond fliegen. Ich kriege immer wieder diesen Willen, einfach zu fliegen. Nach oben. Alles unter mir lassen und beobachten. …“
    “Der Instinkt eines Lunalas. Pass auf, dass er nicht zu sehr von dir Besitz ergreift.“ Sie macht ein kränkliches Gesicht.
    “Es ist nur… ich weiß nicht, ob ich das kann. Es… es ist so ein Drang. Da kribbelt alles. Ich muss da einfach fliegen. Jetzt geht’s, aber, wenn es Nacht wird...“
    “Ich verstehe schon. Ich will dich auch nicht zwingen, ewig die zu bleiben, die du bist. Ich stelle mir gerade vor, ich schaue in der Nacht in den Himmel und sehe dich dann dort fliegen.“
    “Keine Sorge Tayfun. Ich lasse dich dann auch gerne mal auf mir reiten.“, sagt sie. Ich schmunlze. Nicke dann. “Ja.“ Wir schweigen noch etwas, bis wir zur Versammlung gehen, die direkt zum Schloss Marschiert.

    13
    Kapitel 86: Clive´s Schloss.

    Jim

    Clive´s Schloss. Eine Herrlichkeit in einem Schloss dargestellt. Gladio hat sein Wort gehalten und uns aus der Wüste geführt. Nach einem längeren Marsch sind wir endlich angekommen, wo wir hinwollten. Es sind auf einmal so viele neue Gesichter in der Gruppe. Es gefällt mir irgendwie. Noch sind wir im Schatten der Berge und man kann die Sonnenstrahlen sehen, die auf das Schloss treffen. Wir sind in einer kleinen Deckung, rechts vom Schloss. “So, ich denke, hier trennen sich unsere Wege fürs Erste.“, sagt Gladio schließlich. “Ich glaube zwar nicht, dass es das für immer war, aber… zumindest fürs Erste. Wir werden uns sicher wiedersehen.“
    “Wieso? Soweit das alles hier heute vorbei ist, wird alles wieder normal. Ich wüsste nicht, weshalb wir-“. Uns noch einmals sehen sollten, wollte sie wohl sagen, aber Gladio unterbricht sie: “Glaubt mir. Mit dem heutigen Tag wird das alles noch nicht beendet werden.“
    “Wie kommst du darauf?“, frage ich ihn.
    “Willst du damit sagen, dass unser Plan fehl schlagen wird?“ Gladio verzieht das Gesicht und hält sich seine Hand vor ihm. “Ihr werdet sehen. Ich habe da nur ein Gefühl. Mehr kann ich nicht sagen. Also dann: Gehabt euch wohl.“, sagt er, verwandelt sich in ein Amigento und macht sich davon. Ein Moment des Schweigens bahnt sich an. “Was meint er wohl damit?“, fragt Teona schließlich.
    “… Besser, wir schenken ihm keine Beachtung. Wir können das alles heute beenden, das weiß ich.“, sagt Asuka. Wir stimmen ihr zu. Er war sowieso immer recht pessimistisch. Er hat seinen Teil beigetragen und das war es jetzt. Der Rest zählt auf uns. “Also, wenn wir da rein wollen…Kennt jemand du einen Gang hinein?“, frage ich. Zu meiner Überraschung ist die Gruppe von Silber, die noch immer bei uns ist, da sie meinten, dass unser Plan am meisten Sinn hätte von allem, was sie tun könnten. Sie werden aber Clive nicht selber angreifen, still. Sie kennen selber keinen Weg hinein. “Wir wurden hier stationiert, aber angekommen sind wir nie.“, erklärt Silber. Und vorher waren sie hier wohl noch nie drin. Den direkten können wir zur Infiltration schlecht benutzen. “Wenn ich was sagen darf...“, meint Pan: “Da ist so ein Eingang, den kann man sicher benutzen...“, sagt sie und deutet auf eine Stelle außerhalb der Tore. Ich kann da beim besten Willen nichts erkennen. “Sicher, dass da was ist? Vielleicht ist es doch wieder eine Falle. Wir kennen es ja.“
    “Mit dem Unterschied, dass ich Fallen nicht sehe… hehe...“ Da hat sie allerdings Recht.
    “Ich seh mir das mal an.“, sage ich und erkundschafte die Gegend als Serpifeu. In Wäldern sollte ich da am wenigsten Probleme haben. Eine… Tür… oder sowas. Was hat Pan da vorhin gemeint… Da! Etwas, was wie ein Fluchtweg aussieht. Clive hat doch nicht vor, zu fliehen? Ich kehre zurück und erzähle von meinem Fund. Wir kommen schnell überein, dass das unser Weg hinein wird. Wir sind jetzt zwar etwas viele geworden, aber ich hoffe, es wird trotzdem kein Problem, da unbemerkt den Thronsaal… indirekt zu sichern. Ich würde gerne Pan vorlassen, da sie einen äußerst guten Orientierungssinn hat, aber sie würde jeden Alarm auslösen, der unseren Weg kreuzt. Lou geht zuerst, dann folgt Pan. Lou kennt die Sicherheitsvorkehrungen von Clives´ selbst. “Es ist so dunkel hier unten. Ich kann ja gar nichts sehen!“, beschwert sich Parik.
    “Oh nein. Was für ein Alptraum.“, meint Shadow ironisch. Hach… die haben Probleme. “Beschwert euch nicht. Lou braucht halt die einzige Taschenlampe, die wir haben.“, sage ich.
    “Wir haben doch Feuer oder Elektro-Pokémon, warum benutzen wir sie nicht einfach?“, fragt Caesy.
    “Weil Pokémon sich besser aufspüren lassen, als Menschen. Sie werden unsere Anwesenheit deutlich schneller erfassen, als uns lieb ist.“, erklärt Silber.
    “Ich hätte nicht mitkommen sollen...“, flüstert Asuka.
    “Wieso das denn? Was ist denn auf einmal mit dir los?“, fragt Teona. Doch Asuka schüttelt nur gesenkt den Kopf.
    “Geht schon. Mach dir keine Sorgen. Unser Ziel ist erstmal, den Thron für Boey zu sichern.“ Sie schweift immer ab, wenn man sie mal etwas fragt. Sie birgt so viel Geheimnisse, gefühlt. Wann will sie uns endlich alles erzählen, was sie noch vor uns verbirgt? Aber… das sind Fragen, die wohl vorerst keine Antwort bekommen werden…

    Zur selben Zeit...
    “...“
    “Sir, Clive! Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“
    “Nein… alles in Ordnung. Es ist nur etwas anstrengend. Qfide… Ich fühle mich schrecklich...“
    “Aber… nein, Mylord! Seid ihr krank?“
    “Irgendwie… kann ich es nicht mehr beurteilen. Es ist… so viel geschehen…“
    “Keine Sorge. Ich weiche euch nicht von der Seite. Niemand wird euch schaden, so lange ich stehe!“
    “Danke… aber trotzdem hätte ich kurz einen Moment für mich.“
    “In Ordnung. Ich bin direkt nebenan.“
    “… Asuka… was ist geschehen… jetzt infiltrierst du auch noch mein Schloss?“
    “Verzeih mir, Bruder.“
    “Was habe ich falsch gemacht, dass mir alles genommen wird?“
    “Ruhig Bruder. Es wird… alles gut...“
    “… *seufz*“

    14
    Kapitel 87: Taktiker gegen Taktiker.

    Teona
    Wir kommen mit einigen Clives verbliebenen Anhängern in einen Kampf. Sie wollen es uns auf keinen Fall leicht machen, das merkt man, man kann aber auch ihre Verzweiflung ansehen. “Eindringlinge! Sie wollen zum Thronsaal! Formation einnehmen! Lasst niemanden durch!“ Wir wechseln ein paar Blicke. So ganz ohne Kampf ging es wohl doch nicht. “Wir wollen eigentlich nicht gegen euch kämpfen, aber wir müssen das alles hier jetzt ein für alle Mal beenden! Macht uns den Weg frei und es wird niemanden etwas geschehen. Auch Cli-“, doch ich merke, dass, die Leute mir sowieso nicht zuhören. Sie nehmen die Form ihrer Pokémon an. “Hört auf, mit dem Gefasel! Ich, Luke bin hier und werde diese Show zu einem Happy-End führen! Also, Freunde! Angriff ist die beste Verteidigung! Lasst aber niemanden durch!“ Den Jungen kenne ich nicht, aber er ist auf jeden Fall ein Taktiker. Das könnte interessant werden. “Okay, Lou, ihr haltet euch etwas zurück, ihr müsst nicht gegen eure eigenen Leute kämpfen. Der Rest formiert sich in Richtung Links. Duplica, du gehst rechts lang. Brody, du gehst den zentralen Weg. Parik, Shadow, ihr gebt Brody Deckung. Raissa, du unterstützt sie. Bianca, halte dich etwas zurück. Asuka, zentrier dich zwischen der Mitte und der linken Flanke. Jim, du deckst sie!“ Ich finde, ich werde immer besser. Ich nicke zufrieden. Doch Luke reagiert auf meine Taktik: “Leute. Stehen bleiben. Schützen, nehmt ihren Hauptangriff ins Visier. Ninjas, ihr verteilt euch rechts! Lasst niemanden dort vorbei. Wächter, geht Zentral entlang. Greift mit den Kriegern an.“ Nicht schlecht. Seine Schützen hemmen meinen Vormarsch ungemein. Ninjas sind schnell und präzise, sie werden Duplica schneller treffen, als alle anderen. Da muss ich gegenwirken. Langsam muss ich die Klassen meiner Leute auch geschickt anwenden können. Luke macht das gerade mit Bravour. Wenn wir auf einer Seite kämpfen würden, könnte ich viel von ihm lernen. Aber Moment… “Pan, gib Duplica Deckung!“ Pan kann alles treffen, da bin ich zuversichtlich. “Jim, nimm die Schützen ins Visier!“ Gegen Asuka schickt er niemanden und Jim hat eine gute Verteidigung, als Wächter. “Ippei, dein Einsatz in der Mitte. Nimm dir die Kämpfer vor. Brody, mach weiter. Such dir deinen Weg!“. Das kann er. Parik und Shadow sind in der Mitte ganz gut aufgehoben. Die fähigen Kämpfer brauche ich jetzt in der Mitte. Mit den Spezialisten muss ich selber sehen, was sie am besten machen. “Krieger! Zurück zur linken Flanke! Engel, unterstützt die Wächter! Schützen, konzentriert das Feuer auf die Mitte. Ninjas, teilt euch auf. Bewegt euch nach vorne!“ Will er…. Er will mich angreifen. Na klar, wen denn sonst? Wenn ich nicht mehr hier stehe, kann er seine Leute weiter gegen meine führen. “Jim, zurück, sofort!“ Der Kampf dauert noch eine ganze Weile. Ständig rufen wir unsere Leute zurück oder schicken sie an verschiedene Stellen, versuchen, eine Lücke zu erwischen, die dann jedoch geschlossen wird. Mal versuchen wir, unsere Engel zu überwältigen. Im allgemeinen kann man sagen, dass dieser Luke gute Kenntnisse über seine Leute und die Klassen hat, davor ziehe ich meinen Hut. Dafür kämpfe ich eher mit den Spezialfähigkeiten meiner Leute. Es ist ein ewiges Hin und Her, bis ich es endlich schaffe, zu ihm durch zu kommen. Das hat eine Ewigkeit gedauert. Ich bin fertig und dabei war das gerade mal der erste Kampf. “Ihr seid zu mir durchgedrungen? Aber dabei war meine Strategie doch ein klares Schachmatt!“, klagt Luke.
    “Nun, ich muss sagen, dass du mich schon beeindruckt hast. Ich wette, wir könnten viel voneinander lernen.“
    “ Debeo ex tempora ago promptus! Jetzt geht schon!“, schimpft er. Was war das, was er da gerade gesagt hat?
    “Das war Latein.“, sagt mir Bianca. “Er sagte so viel, wie, dass er jetzt improvisieren müsste.“
    “Interessante Redensweise. So kann er uns auf jeden Falle nicht mehr gefährlich werden. Sichern wir den Thronsaal, damit Boey ihn einnehmen kann, ehe etwas schlimmes passiert.“
    “Wie Bitte? Oh, magnum scriptum; Ihr wollt den Thronsaal einnehmen?“
    “Ja. Und so Clive zur Kapitulation zwingen, anstatt… schlimmeres zu machen.“, sage ich, ohne mich zu fragen, was das wieder hieß.
    “Ehm… Expugnemus id solium. Nos nolle occidamus Clive-em sed morti servemus, quod res placidissimam finamus.“, sagt Bianca zu Luke. Ich verstehe kein Wort. “Ah, intellego. Sed exspecta nullum auxillium nobis. Debetis cederis.“
    Bianca nickt. “Gratiam hebeo. Vale.“, sagt sie und macht mir deutlich, dass wir weitergehen dürfen. Ich frage sie auf dem Weg: “Was… war das?“
    Sie schaut etwas verlegen.“Ach… nur etwas Smalltalk. Ich habe ihm unsere Situation geschildert. Wir dürfen weitergehen.“

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1508966491
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen und das Finale des 2. Aktes.
http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1508966491/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Pfad-des-Westens
http://www.testedich.de/quiz51/picture/pic_1508966491_1.jpg
2017-10-25
407H
Pokemon

Kommentare (3)

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Mirror ( von: Mirror)
vor 8 Tagen
Auch dieser Akt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gelungen.
Es ist faszinierend, wie du all die Facetten der einzelnen Charaktere fein hervorhebst und all die verschiedenen Komponenten... Die Einzigartigkeit der verschiedenen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung. Bei keinem Charakter habe ich das Gefühl, dass er irgendwie untergeht. Und das ist das unglaubliche an deiner Geschichte.
Du hast du unglaublich viele Charaktere und deren Charakter und ihre Geschichte fließen zusammen und bilden das Besondere.
Ich fühle mich sehr geehrt, diese Geschichte lesen zu dürfen.
Mew ( von: Mew)
vor 34 Tagen
Das ist echt gut geschrieben ^^
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 54 Tagen
Hab mir heute die Zeit genommen die neuen Kapiteln durchzulesen. Es ist voll spannend!
Sparx: Warum bin ich nicht dabei?
Du bist doch in mein FF. Nerv Jim nicht -.-'