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Elfwyn- die Roheryn Teil 11

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1 Kapitel - 1.738 Wörter - Erstellt von: Nolawen Moredhel - Aktualisiert am: 2017-10-26 - Entwickelt am: - 73 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Theodred beschließt den Gerüchten nachzugehen und reitet Richtung Isengard. An den Furten des Isen kommt es dann zu einer Schlacht, die auch Elfwyn nicht wohlbehalten übersteht...

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    „Wir reiten aus. Das mit Isengard muss ich mir ansehen“, meinte Theodred am nächsten Tag. „Gut“, meinte ich. „Dann bis gleich.“ Éowyn ha
    „Wir reiten aus. Das mit Isengard muss ich mir ansehen“, meinte Theodred am nächsten Tag.
    „Gut“, meinte ich. „Dann bis gleich.“
    Éowyn half mir beim Anlegen der Rüstung. „Ich würde auch so gerne mitkommen“, sagte sie, als sie mir mein Schwert gab.
    „Du wirst noch ausreiten, das verspreche ich dir. Du weißt, dass der Krieg gerade erst beginnt.“
    „Ja, das weiß ich. Andererseits sollte ich mir nicht wünschen zu kämpfen. Wer weiß wie viel Leid noch über Rohan kommen wird.“
    „Noch geht es uns besser als Gondor. Sie haben die Ostseite ihrer zweitwichtigsten Stadt verloren und warum Boromir die Elben aufgesucht hat-falls er noch lebt-würde mich auch interessieren“, sagte ich.
    „Hoffentlich findet er wonach er sucht“, seufzte Éowyn. „Vielleicht hat er die Hilfe der Elben ersucht.“
    „Und hoffentlich helfen sie ihm“, meinte ich.

    Wenig später ritt Theodreds Éored aus und ich war natürlich unter ihnen.
    Wir ritten in Richtung Westmark. Wir übernachteten am Klammbach und nicht weit entfernt, von Felsen umgeben, lag Helms Klamm. Am nächsten Morgen kamen wir zum Isen und ritten ein Stück an ihm entlang zu den Furten. Da sahen wir sie. Sie liefen in der Sonne, große Orks mit aufrechtem Gang. Ihre Rüstungen glänzten matt und sie rannten direkt auf uns zu.
    „Angriff!“, schrie Theodred und streckte sein Schwert in die Luft. „Sie werden dafür zahlen in unser Land einzudringen!“
    Wir jubelten und riefen einfach irgendwas Zustimmendes. Die Orks hatten uns währenddessen auch schon entdeckt und steuerten auf uns zu. Alle 120 Rohirim unsererseits galoppierten ihnen entgegen. Und mitten in der Furt prallten wir aufeinander.
    Wasser spritzte umher, als die vorderen Reiter in die Reihen der Orks stürmten.
    Ich ließ mein Schwert niedersausen und spaltete einem Ork den Kopf.
    Ich entdeckte die Lanze vor mir zu spät. Sie stach in Daws Flanke und Blut schoss aus der Wunde. Daw bäumte sich auf. Dann strauchelte er und ich versuchte abzuspringen, blieb jedoch hängen. Daw stürzte zu Boden und ich wurde fortgeschleudert. Ich landete im Schlamm und verlor durch den Aufprall meinen Helm.
    „Daw!“, schrie ich. Der Ork mit der Lanze stach nach mir, aber ich hieb seine Waffe entzwei.
    Ein Rohirim stürzte neben mir von seinem Pferd und rappelte sich auf.
    „Was-?“, rief er als er mein Gesicht sah, da kam auf einmal eine Klinge aus seiner Brust und Blut quoll hervor. Er fiel zu Boden. Ich schlug dem Ork mit der zerbrochenen Lanze den Kopf ab, dann wandte ich mich dem Ork zu, der gerade den Rohirim getötet hatte. Er war groß und stark, wie ich bemerkte, als er meinen Schlag parierte. Der Schmerz schoss durch meinen Arm, genau wie bei meinem Schwertkampf mit Éomer. Das war schon so lange her, aber darüber konnte ich jetzt nicht nachdenken. Der Ork sah nicht aus wie die aus Mordor, aber auch dafür hatte ich jetzt nicht die Zeit nachzudenken. Ich duckte mich unter einem Schlag hinweg und rammte ihm mein Schwert in den Bauch. Er fauchte abscheulich und Blut lief über sein Kinn. Ich holte aus und schlug ihm den Kopf ab.
    Ich torkelte zu Daw und kniete mich neben ihn. Vorsichtig berührte ich seine aufgerissene Flanke, aber er war tot. Ich hätte gerne länger um mein Pferd getrauert, aber ein weiterer sehr großer Ork sprang auf mich zu. Doch ein Pferd trat zwischen uns und der Reiter erschlug die Bestie.
    „Theodred, es sind zu viele“, sagte ich, als er meine Hand nahm und mich vom Boden hochzog.
    „Ich weiß“, erwiderte er. „Aber wir können nicht mehr fliehen. Alles in Ordnung mit dir?“ Ich nickte, dann schüttelte ich den Kopf. „Mit mir schon, aber Daw ist tot.“
    „Das tut mir leid, kannst du weiterkämpfen?“
    „Klar.“
    Theodred schlug einen weiteren Ork. „Wir müssen raus aus dem Fluss“, sagte er, doch da bäumte sein Pferd sich auf einmal auf und er rutschte aus dem Sattel. Er landete im Wasser und ich watete zu ihm. Ich packte seine Hand und zog heraus. Ich war mittlerweile ebenso klitschnass wie er es jetzt war. Die Schlacht tobte um uns herum. Die Schreie und das Waffengeklirre waren unerträglich laut, das Wasser behinderte unsere Schnelligkeit und ebenso viele Pferde wie Rohirim und Orks lagen am Ufer, in der Furt oder trieben im Wasser.
    Theodred und ich stapften aus dem Fluss. Zwei Orks griffen uns an und wir wurden getrennt. Ich erledigte meinen Gegner und stützte mich dann schwer atmend auf mein Schwert. Ich wollte mich zu Theodred umdrehen, da explodierte auf einmal ein unbeschreiblicher Schmerz in meinem Rücken. Ich sackte auf die Knie und erwartete den Totesschlag, aber es kam keiner. Stattdessen packte mich jemand von hinten und rief meinen Namen.
    Hellbraune Haare fielen in mein verblassendes Sichtfeld, ich glaube, es war Theodred, der meinen Namen rief.
    „Theodred“, würgte ich hervor. „Rette uns.“
    Er ließ meine Schultern los und tauchte vor mir auf. „Du darfst nicht sterben, Elfwyn!“
    „Werde ich nicht“, sagte ich unter Schmerzen. Schwarze Punkte tauchten vor mir auf und ich merkte wie heißes Blut meinen Rücken hinunter ran. Er stand auf und packte sein Schwert fester. Als er aus meinem Blickfeld verschwand, kippte mein Oberkörper nach vorne und ich landete im Wasser. Ich konnte mich vor Schmerz und Erschöpfung nicht bewegen, aber so würde ich ertrinken. Ich hievte mich auf den linken Arm und biss die Zähne zusammen.
    Um mich herum tobte immer noch die Schlacht. Ich konnte nicht sagen, wer gewann und wer verlor, denn ich sah genauso viele Orks wie Rohirim. Mein Arm knickte ein und ich wurde ohnmächtig.

    Ich erwachte, als man mich aus dem Wasser hob. Ich zitterte am ganzen Körper.
    „Findet den Sohn des Königs!“, hörte ich ein vertraute Stimme. Éomer war hier!
    „Herr“, rief der Rohirim, der mich aus dem Wasser geholt hatte. „Eine Frau!“
    „Lebt sie?“, fragte Éomer alarmiert. „Ja, sieht so aus“, antwortete der Rohirim.
    Éomer kniete neben mir nieder. „Elfwyn-“ Weiter kam er nicht, denn ein anderer Rohirim stürzte heran.
    „Elfwyn!“ Mein Bruder stieß den Rohirim zur Seite und riss mich aus Éomers Armen. „Nein, bleib bei mir!“, flehte er, als er mich an sich drückte. Seine Hand berührte meine Wunde und mir wurde kurz schwarz vor Augen. Elfhelm starrte entsetzte auf das Blut, dann hob er mich auf. „Reite nach Helms Klamm mit ihr“, sagte Éomer und Elfhelm nickte. Doch da hörte ich wie ein Rohirim ihn rief. „Theodred“, sagte ich leise. „Ich muss ihn sehen, bitte, Elfhelm.“ Also folgte Elfhelm Éomer und setzte mich vorsichtig neben Theodred ab. Éomer drehte seinen Cousin auf den Rücken und seufzte erleichtert auf. „Er lebt, schnell, verbrennt die Orks und begrabt die gefallenen Rohirim. Elfhelm, reite schon mit Elfwyn los.“
    Ich sah mit Tränen in den Augen zu Theodred. Er war blasser als sonst, sah aber nicht tot aus. Dann setzte mein Bruder mich auf ein Pferd und wir verließen die Furten des Isen.
    Drei Tage später war ich wieder in Edoras. Man hatte in Helms Klamm meine Wunde versorgt und da ich reiten konnte, kehrte ich zurück nach Edoras.
    Éowyn begrüßte mich, sie sah nicht glücklich aus.
    „Theodred“, sagte ich. „Ich muss zu ihm.“
    „Du wirst nicht mehr viel Zeit mit ihm haben“, meinte Éowyn und jetzt erkannte ich Tränenspuren auf ihren Wangen. Sie führte mich zu Theodred. Éomer saß neben ihm und sah auf als wir eintraten. Ich kniete mich neben Theodred und nahm seine Hand. Mit der anderen hob ich vorsichtig seinen Verband an. Ein schreckliche Wunde klaffte in seiner Brust. Éomer stand auf um mir Platz zu machen. Ich konzentrierte mich um übertrug Energie auf Theodred. Ich sah wie er schneller atmete.
    „Was passiert mit ihm?“, fragte Éowyn.
    „Er stirbt“, antwortete Éomer.
    „Nein“, flüsterte ich. „Er lebt.“
    Theodred schlug die Augen auf und sah mich müde an.
    Sein Hand spannte sich an und ich lächelte. Er konnte mein Lächeln nicht erwidern, aber er lebte. Ich war überglücklich.

    Ich blieb noch lange bei ihm, aber bald schlief er wieder ein und ich starrte ihn einfach an. Éowyn versprach mir in der Nacht auf ihren Cousin aufzupassen. Sie erzählte mir, während wir zusammen bei Theodred saßen, dass Gríma heute versucht hatte, mit ihr zu reden wie mit Theoden. „Er wollte mich berühren, aber ich bin seiner Berührung ausgewichen“, sagte sie. „Warte hier-du verlässt Theodred eh nicht bis ich zurückkomme“, meinte ich stand auf. „Wo gehst du hin?“, fragt sie. „Was klären“, erwiderte ich und verließ dem Raum.

    Ich stürmte in die Halle auch, wenn das mit meinem leicht humpelnden Gang sicherlich nicht sehr eindrucksvoll aussah. Doch da sah ich schon, was ich eigentlich hatte machen wollen. Éomer sprach mit Gríma und man konnte schon aus weiter Entfernung sehen, dass er der Schlange drohte.
    Erst sah Gríma eingeschüchtert und erschrocken aus, doch dann wurde sein Blick selbstgefällig und mir schlecht.
    „Hiermit verbanne ich dich aus Edoras, Éomer Éomundssohn. Kehrst du ohne Erlaubnis zurück, droht dir der Tod.“ Er spuckte Éomer beinahe ins Gesicht, während die Wachen Éowyns Bruder packten.
    „Lasst mich los, ich befehle es euch!“, rief er und versuchte sich zu befreien. Ich sah Grímas arroganten Blick, dann rannte ich los.

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1508777893
Elfwyn- die Roheryn Teil 11
Elfwyn- die Roheryn Teil 11
Theodred beschließt den Gerüchten nachzugehen und reitet Richtung Isengard. An den Furten des Isen kommt es dann zu einer Schlacht, die auch Elfwyn nicht wohlbehalten übersteht...
http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1508777893/Elfwyn-die-Roheryn-Teil-11
http://www.testedich.de/quiz51/picture/pic_1508777893_1.jpg
2017-10-23
402C
Herr der Ringe

Kommentare (17)

autorenew

Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 7 Tagen
Du wirst wirklich mit jedem weiteren Teil immer besser! Ich habe keinerlei Kritik mehr anzumerken und bin begeistert. Mach dir keinen Stress was das Schreiben angeht. Manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen und dann gehen manche Sachen einfach unter.
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 12 Tagen
Es ist wirklich toll geschrieben,ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen!!!!Das Kapitel ist extrem spannend und man fiebert die ganze Zeit mit!!!
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 12 Tagen
Bis zum nächsten Kapitel dauert es jetzt leider etwas, weil ich gerade sehr wenig Zeit habe so viel zu Schreiben. Aber vielen Dank!
Elenath ( von: Elenath)
vor 12 Tagen
Spannend und super geschrieben, mach weiter so!! Bin gespannt wie es weitergeht!

Ganz liebe Grüße, Elenath :)
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 14 Tagen
Vielen Dank, Lost_hope :D freut mich sehr zu hören
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 14 Tagen
omg es ist gerade so spannend ich will unbedingt wissen,wie es weitergeht!!!!Du kannst wirklich sehr gut schreiben!!!!!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 15 Tagen
Das neue Kapitel ist sehr schön und ich bin schon gespannt auf die Schlacht!Bitte schreib weiter!!!
LG lost_hope
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 20 Tagen
eine sehr spannende und auch sehr gut geschriebene Geschichte.schon die Idee ist toll und du schreibst sehr spannend.ich fände es schön wenn du weiterschreibst.
LG lost_hope
Elenath ( von: Elenath)
vor 20 Tagen
Toll, ich finde deine Geschichte so schön. Deine Ideen sind echt toll und die Spannung ist für mich die ganze Zeit da. Ich freue mich, wenn ein neuer Teil rauskommt,

Liebe Grüße, Elenath ;)
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 20 Tagen
Danke Sarah, ich weiß, Gedanken und Gefühle kommen etwas zu kurz. Ich konzentriere mich zu viel auf die Handlung, weil das alles durchgeplant ist. Ich finde meine letzten Teile auch besser gelungen :) man lernt dazu
Sarah Laureen (99378)
vor 21 Tagen
Mir gefällt deine Geschichte sehr (besonders die letzten Teile) und auch der Spannungsbogen ist schlüssig. Einen einzigen Kritikpunkt hätte ich: teilweise bist du nicht wirklich ausführlich was Beschreibungen/Gedankenwelt/ Gefühle angeht... aber ansonsten ist die Geschichte sehr gut.😊
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 21 Tagen
Hallo, Stern :) ich habe mir das mit Theodred echt lange überlegt und wollte erst eine Lovestory mit Eomer machen, aber neee, Theodred wird immer so vergessen, nur weil er stirbt :(
Sternenschreiber (84943)
vor 22 Tagen
Die Geschichte ist echt toll. Mir gefällt sie super. Vielleicht solltest du aber ein wenig ausführlicher werden und sonst find ich echt alles klasse ,besonders das sie mit Theodred zusammen ist. Ich glaub das gab es bisher noch nicht und auch das er überlebt.

Ps:Die Bilder sind echt cool!

Lg. Stern
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 37 Tagen
Bitte schreibt doch mal wie ihr die Geschichte findet und ob ihr mehr solcher Geschichten lesen wollt. Ihr könnt mir auch Anregungen schicken, ich schreibe sehr viel in letzter Zeit. Unter anderem auch noch Vanima Faniriel.
lg, Nolawen
Nolawen Moredhel ( von: Nolawen Moredhel)
vor 45 Tagen
Bitte nicht wundern, dass Teil 7 und 8 zweimal hochgeladen sind. War ein Versehen, weil der erste Versuch so lange gebraucht hat aufgenommen zu werden
Elenath ( von: Elenath)
vor 47 Tagen
Ich freue mich, das ist voll schön, dass es zwischen den Beiden gefunkt hat ! Mach weiter so !😍
Elenath ( von: Elenath)
vor 60 Tagen
Eine schöne Geschichte, ich würde gerne wissen wie es weitergeht und was mit oder zwischen Theodred und ihr passiert😍.