Die besten LGBTQ+ Jugendbücher

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10 Listenitems - Erstellt von: DarkButterfly - Entwickelt am: - 71 mal aufgerufen

Hier habe ich die meiner bescheidenen Meinung nach besten Jugendromane aufgelistet, deren Protagonisten zur LGBTQ+ Szene gehören und/oder die sich vorwiegend mit Themen wie dem Outing oder der Geschlechstidentität beschäftigen. Die aufgelisteten Romane sind vor allem Liebesromane und Erzählungen, ich plane allerdings, eine weitere Liste mit LGBTQ+ lastigen Fantasy-, Historien-und SciFi Romanen zu machen.

Über Feedback würde ich mich freuen, und ich hoffe, für den einen oder anderen ist eine lesenswerte Empfehlung dabei. ;)

  • Platz 10
    Naomi und Ely-Die Liebe, die Freundschaft und alles dazwischen
    von Rachel Cohn und David Levithan
    Naomi und Ely-Die Liebe, die Freundschaft und alles dazwischen von Rachel Cohn und David Levithan
    Die bildhübsche Naomi (hetero) und der Partyfreund Ely (schwul) sind beide 17 Jahre, leben in New York und sind seit vielen Jahren beste Freunde. Zum Schutze ihrer Freundschaft haben sie die "No Kiss-List" ins Leben gerufen, auf der alle Jungs gelistet sind, die sie niemals küssen dürfen. Allerdings hält sich Ely nicht an die Regeln und küsst Naomis festen Freund Bruce, welcher mit seiner frischentdeckten Bisexualität überfordert ist. Naomi ist stinksauer-doch dann stellt sie fest, dass sie gar nicht in Bruce verliebt ist, sondern in Ely... Wird die Freundschaft der beiden überleben können?

    Das Buch ist aus der Sicht von vielen verschiedenen Charakteren aus Naomis und Elys Umfeld geschrieben. Diese sind alle sehr vielfältig und interessant, auch wenn ich für einige Person doch recht wenig Symphatie übrig hatte. Manche Charaktere drücken sich sehr... unverblümt und direkt aus, einigen Lesern könnte das nicht gefallen. Leider bleibt durch die vielen Perspektivwechsel manchmal dennoch ist "Naomi und Eli " einen Blick wert.
  • Platz 9
    Wir sind unsichtbar
    von Maike Stein
    Wir sind unsichtbar von Maike Stein
    Valeska ist lesbisch und alle wissen es; ihre Freunde, ihre Familie und ihre Klassenkameraden. Bis auf ihre Mutter hat auch niemand ein Problem damit. Doch eins fehlt Valeska: eine feste Freundin. Als sie dann die schüchterne Inke auf einer Party küsst scheint das Glück zum greifen nah-doch Inke möchte ihre Beziehung um jeden Preis geheim halten. Wovor hat sie solche Angst?

    Dieses Buch veranschaulicht sehr schön zwei Möglichkeiten, mit seiner sexuellen Orientierung umzugehen; offen und stolz wie Valeska oder, dank negativer Erfahrungen, ängstlich wie Inke. Außerdem werden ganz ungeschönt die Auswirkungen von Mobbing gezeigt und wie wichtig es ist, ein Zeichen zu setzen. Die beiden Protagonistinnen sind mir sehr sympathisch, allerdings ist die Handlung doch etwas gradlinig. Trotzdem ist mir "Wir sind unsichtbar" ans Herz gewachsen.
  • Platz 8
    Will & Will
    von John Green und David Levithan
    Will & Will von John Green und David Levithan
    Will Grayson und Will Grayson leben beide in unterschiedlichen Teilen Chicagos, sind beide siebzehn-und beide haben Probleme mit romantischen Angelegenheiten. Während der eine in seine Freundin Jane verliebt ist, jedoch auch verdammt unsicher ist, leidet der andere unter Depressionen. Er meidet lieber den Kontakt mit echten Menschen und flirtet im Internet mit einem ihm unbekannten Jungen namens Isaac. Doch eines Nachts treffen beide Wills aufeinander. Diese Begegnung wird das Leben der beiden drastisch verändern.

    Dieses Buch hat mich sehr oft zum lachen gebracht. Es werden zwar auch ernste Dinge thematisiert, insgesamt wirkt es allerdings recht schräg. Wer einen ähnlich skurrilen Humor wie ich hat, wird dieses Buch lieben.







  • Platz 7
    Die Mitte der Welt
    von Andreas Steinhöfel
    Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel
    Phil ist siebzehn und lebt mit seiner außergewöhnlichen Familie in einem fast genauso außergewöhnlichem Haus außerhalb einer biederen Kleinstadt. Seine Zwillingsschwester Dianne ist verschlossen, seine Mutter Glass hoffnungslos chaotisch und seinen Vater hat er nie gekannt. Phil sehnt sich nach Struktur und Orrientierung in seinem Leben, doch dann verliebt er sich in Nicholas, den neuen in seiner Klasse,-doch dieser scheint unerreichbar zu sein...

    Phils Familie ist wunderbar unkonventionell, ohne dabei zu überdreht oder nicht authentisch zu sein. Auch ist es schön, wie unbefangen und vorurteilsfrei die Figuren in diesem Roman mit dem Thema Homosexualität umgehen. Der Schreibstil ist ebenso ungewöhnlich wie die Figuren-und ebenso faszinierend. Manch einer mag dieses Buch anstrengend finden, ich aber finde es großartig.
  • Platz 6
    Ich geb dir die Sonne
    von Jandy Nelson
    Ich geb dir die Sonne von Jandy Nelson
    Jude und Noah sind Zwillinge und trotz ihrer Unterschiede unzertrennlich. Jude ist eine rebellische Draufgängerin, die von Klippen springt. Noah hingegen ist ein stiller Künstler, welcher sich unsterblich in den Nachbarsjungen verliebt. Drei Jahre später hat sich alles verändert. Schlimme Dinge sind geschehen, die Zwillinge reden kaum noch mit einander und alles scheint hoffnungslos. Doch das Leben ist noch nicht fertig mit ihnen.

    Was ich an diesem Roman besonders schätze, ist, dass er nicht nur sehr überzeugend beschreibt, wie sich das Verbergen der sexuellen Orientierung anfühlt, sondern auch den Reiz vom Anderssein wiedergibt. Jude ist außerdem sehr abergläubisch und hat spezielle Angewohnheiten, das hat mich häufig zum schmunzeln gebracht. Ich habe auch nie einen Roman gelesen, der so realistisch beschrieben hat, wie es ist ein Künstler zu sein, zu schaffen und zu erschaffen, zu verzweifeln und an seinem eigen Talent zu zweifeln. Wer mit Kunst nichts anfangen kann, wird auch diesen Roman nicht mögen. Wenn dem nicht so ist, sollte man unbedingt einen Blick in dieses fantastisch verrückte Buch werfen.
  • Platz 5
    Eine Woche für die Ewigkeit
    von Nina LaCour und David Levithan
    Eine Woche für die Ewigkeit von Nina LaCour und David Levithan
    Mark ist in seinen besten Freund verliebt und hat sich vollkommen umsonst vor ihm blamiert. Kate ist vor dem Mädchen ihrer Träume davon gelaufen. Im Gewusel der Pride Weak treffen sich die beiden und beschließen, sich nun gemeinsam den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Eine ungewöhnliche und wunderbare Freundschaft entsteht.

    Kate und Mark sind mir sofort ans Herz gewachsen. Sie sind komplex und herrlich klischeebefreit geschrieben worden. In ihre Gefühlswelt lässt sich leicht eintauchen. Auch innerhalb ihres Freundeskreises lassen sich viele liebenswerte Personen finden. Schade nur, dass das Buch so kurz ist.
  • Platz 4
    Den Mund voll ungesagter Dinge
    von Anne Freytag
    Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag
    Sophie ist klug, launisch und wunderschön. Trotzdem hatte sie noch nie eine Beziehung, in der sie sich auch wohlgefühlt hatte. Dann beschließt ihr Vater auch noch, das Sophie mit ihm zu ihrer Stiefmutter Lena nach München zieht. Obwohl Lena ihr allerbestes tut, ist Sophie zunächst total unzufrieden. Bis sie das Nachbarsmädchen Alex kennen lernt und sich mit ihr anfreundet. Doch dann verändert ein Kuss diese Beziehung völlig und Sophies Welt gerät erneut ins Wanken.

    Sophie ist darauf angelegt, realistisch zu sein und nicht zwingend sympathisch. Und das ist auch gelungen. Sie und Alex sind nicht perfekt, deshalb kann man sich aber mit ihnen identifizieren. Darüber hinaus bietet das Buch auch viele philosophische Ansätze, die den Leser auch lange nach den letzten Seiten beschäftigen. Definitiv mein liebster (lesbischer) Liebesroman!
  • Platz 3
    Nur drei Worte
    von Becky Albertalli
    Nur drei Worte von Becky Albertalli
    Blue ist witzig, geistreich aber auch schüchtern. Das weiß Simon. Was Simon nicht weiß; wer Blue im echten Leben ist. Die beiden scheiben sich schon seit Monaten E-Mails und Simon merkt, dass er sich in Blue verliebt hat. Er möchte ihn endlich kennen lernen. Doch dann geraten die E-Mails in falsche Hände...

    Das Buch hat mir ein riesiges Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es ist absolut unmöglich, nach dem Lesen dieses Buches kann Sonnenscheingefühl ( und Heißhunger auf Oreokekse) zu verspüren. Ein absolut liebens-und lesenswertes Buch.
  • Platz 2
    Als ich Amanda wurde
    von Meredith Russ
    Als ich Amanda wurde von Meredith Russ
    Amanda musste schon viel durchmachen. Sie hat Jahre voller Mobbing, einen Selbstmordversuch und eine geschlechtsangleichende OP hinter sich. Jetzt ist sie zu ihrem Vater gezogen, um noch mal von vorne anzufangen. Zu ihrer Überraschung findet sie schnell Freundinnen und fängt mit Grant eine wunderschöne Beziehung an. Aber kann sie ihm erzählen, dass ihn ihrer Geburtsurkunde Andrew Hardy steht?

    Ich liebe dieses Buch! Es ist absolut ehrlich und unbeschönigend, weshalb die Grundaussage, dass das Leben sich zu leben lohnt, nicht überzeugender hätte vermittelt werden können. Amanda ist so gut geschrieben, dass ich als Cisgender sie nicht nur verstehen, sondern mich auch mit ihr identifizieren kann. Es gibt nicht viele Bücher mit Trans*Protagonisten, aber selbst wenn es hunderte geben würde, wäre dieses hier mein Favorit.
  • Platz 1
    Letztendlich sind wir dem Universum egal
    von David Levithan (dem üblichen Verdächtigen;))
    Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan (dem üblichen Verdächtigen;))
    A wacht jeden Morgen im Körper einer anderen Person auf. A hat kein Zuhause, keine Familie, kein eigenen Körper. A hat weiß damit umzugehen, hat Regeln auf gestellt. Doch dann verliebt sich A unsterblich in Rhiannon. Hat diese Liebe eine Chanche? Kann Rhiannon jemanden lieben, der jeden Tag jemand anderes ist?

    Wenn ich A in eine Schublade stecken müsste, würde ich sagen, A ist pansexuell und genderfluid. Aber das Buch hat mir gezeigt, dass ich das nicht tun muss. Die Personen, deren Körper A für einen Tag bewohnt, und deren Umwelt sind so verschieden, dass unmöglich ist, genug Schubladen für das Karteiendenken zu haben. Stattdessen habe ich mich auf jede neue Perspektive gefreut, die A erhalten hat, auf jede Lebensweise und die damit verbundenen Komplikationen, die meinen Horizont erweitert haben. Deshalb ist dieses Buch auf Platzt eins; es erinnert beständig daran, dass egal ob hetero, schwul, lesbisch pan-, bi-oder asexuell, ob weiß, schwarz, dazwischen, asiatisch oder orientalisch, ob cis oder trans, ob christlich, atheistisch, muslimisch, hindisch, buddistisch oder einer anderen Religion zugehörig, ob mit Behinderung oder ohne, wir sind alle Menschen mit einem schlagenden Herz in der Brust. Die Welt gehört uns allen.
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Die besten LGBTQ+ Jugendbücher
Die besten LGBTQ+ Jugendbücher
Hier habe ich die meiner bescheidenen Meinung nach besten Jugendromane aufgelistet, deren Protagonisten zur LGBTQ+ Szene gehören und/oder die sich vorwiegend mit Themen wie dem Outing oder der Geschlechstidentität beschäftigen. Die aufgelisteten Roman...
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2017-10-20
5060
Bücher

Kommentare (1)

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//Raven\\ (58708)
vor 23 Tagen
OMG 😍 Tolle Liste!
Sowas hab ich hier noch gar nicht gesehen.
Mega cool! Bitte mehr von sowas!