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Asche im Osten 1

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1 Kapitel - 1.416 Wörter - Erstellt von: Oona - Aktualisiert am: 2017-10-24 - Entwickelt am: - 184 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die junge Kriegerin Sesha gehört zu einem Volk, dessen Wurzeln in den Wäldern und Gebirgen von Rhun liegen. Unterdrückt und versklavt vom Orkgeneral Nedrash sind sie gezwungen, ein Leben im weit entfernten Nurnen zu führen. Zusammen mit ihrem Vater wird sie auf einen Streifzug geschickt, erpresst mit dem Rest ihrer Familie, der gefangen gehalten wird.

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    ((big))Prolog((ebig)) ((cur))Einst waren wir ein stolzes Volk. Wir lebten in den dichten Wäldern und kargen Gebirgen um das Meer von Rhun. Wir waren
    Prolog
    Einst waren wir ein stolzes Volk. Wir lebten in den dichten Wäldern und kargen Gebirgen um das Meer von Rhun. Wir waren ungezähmt, wild und frei. Jäger und Fischer waren wir, und stolze Krieger. Die Geschehnisse der Welt waren für uns nicht von Belang, wir fühlten uns nie als Teil von ihr. Der Tag an dem sich alles änderte kam wie aus dem Nichts. Sie drangen schreiend und Schwerter schwingen in unsere Siedlungen ein, nahmen alle mit, die sie zu fassen bekamen und schlachteten jene ab, die nicht schnell genug laufen konnten. Ihre Krummsäbel und Äxte im Rücken wurden wir aus unserer Heimat verschleppt und in ein Land gebracht, dessen Himmel stets von grauen Aschewolken bedeckt und dessen Boden immer während unfruchtbar und trocken war. Mordor, das war der Name dieses furchtbaren Ortes. Hingebracht wurden wir, zu einem Meer, dessen Wasser so sauer und so salzig war, dass nichts darin leben konnte. Ich habe damals nicht verstanden, warum die Orks uns entwurzelten. Warum wir für sie Feldfrüchte anbauen, Tiere jagen und Waffen herstellen mussten. Und wie die Zahl jener, die uns hielten wie Vieh, so wuchs auch meine Gleichgültigkeit gegenüber den Schlägen, den Beschimpfungen und den Strafen. Aus wilden Wölfen wurden gehorsame Hunde, die ihren Herren aufs Wort gehorchten und nicht nachdachten. Wir vermochten nicht länger Recht von Unrecht zu unterscheiden, Böse von Gut, Freund von Feind. In der Düsternis Mordors stand uns niemand bei, und so wurden wir zu denen, die wir so hassten. Erinnerungen an ein Volk, das anmutiger und stolzer als Raubtiere gewesen waren, das ebenso flüchtig und unbändig wie der Wind gewesen war, verflüchtigten sich. Wir waren einst stolze Krieger gewesen. Doch wir konnten nicht gewinnen.






    Kapitel 1
    Geweckt wurde ich von einem lauten Husten. Langsam öffneten sich meine Lider und blinzelten gegen das Zwielicht und den Rauch, der in Augen und Hals brannte. Von der Sonne war nichts zu sehen – wenn sie bereits aufgegangen war, dann verborgen hinter den trostlosen grauen Aschewolken. Ein kühler Wind wehte ein wirbelte winzige Staubkörner durch die trockene Luft. Vorsichtig erhob ich mich und kroch zwischen den sanft atmenden, ab und an hustenden Leibern hindurch, die dicht aneinandergedrängt waren, um in den kalten Stunden der Nacht wenigstens ein kleines bisschen Wärme zu speichern. Die Lücke, die ich im Meer der Körper hinterliess, wurde sofort gefüllt, von jenen die durch mein Fehlen und die darauffolgende Kühle geweckt wurden. Die Arme um den Körper geschlungen verliess ich die Nische unter dem Felsvorsprung, unter dem die andern versuchten, etwas Schlaf zu finden. Das würde für mich heute nicht mehr möglich sein. Einmal wach schlurfte ich zum Rand des Gewässers und kniete ans Ufer. Über dem Meer lag ein seltsam grünlicher Schimmer, der jedoch keinen davon abhielt, wenigstens zu probieren, etwas von dem Schmutz abzuwaschen. Gähnend legte ich meine Hände in das Wasser, welche sofort anfingen vor Kälte zu kribbeln. In der Hoffnung, den Dreck unter den kurz geschnittenen Fingernägeln wegzukriegen, rubbelte ich daran. Sehr wohl wusste ich, dass ich heute Abend noch schmutziger sein würde. Die Arbeit auf den kümmerlichen Feldern brachte nur ungeniessbare Ernten und Dreck. Tagsüber schufteten die Frauen und Kinder entweder auf den Äckern oder in kleinen Werkstätten. Selbst ich, obwohl ich auch im Kreis der Krieger akzeptiert war. Die Orks hatten die Stärksten von uns ausgesucht und in ihrer Kriegskunst unterrichtet. Zusammen mit den Fähigkeiten unseres Volkes ergab das ernstzunehmende Gegner, Aber wir waren wenige. Die meisten waren zu alt, zu jung oder verkrüppelt. Ich hatte Glück gehabt, auch wenn die Arbeit der Krieger nicht schöner war, so hatte ich dennoch ein wenig Respekt erlangt. Den konnte ich unter der grausamen Herrschaft von Nedrash und seinem Gefolge gut gebrauchen, denn unsere Seelen bedeuteten ihm nichts. Wenn man vom Teufel spricht… Eine kehlige Stimme hinter mir rief meinen Namen. „Sesha! Komm her!“ Ich stand auf und drehte mich um. Nedrash stand in ein paar Metern Entfernung neben zwei andern Orks und mehreren Männern. Zügig begab ich mich zu der Gruppe. Nedrash grinste und entblösste dabei zwei Reihen fauliger, spitzer Zähne in einem krummen Gebiss. Seine Haut hatte einen ungesunden Ton und sah aus wie angegrautes Leder. Gelbe Augen durchzogen weissen Adern starrten auf mich herab, mit einem abschätzigen Ausdruck, wie immer. Nedrash’s Nase war abgeflacht, als hätte jemand sie ihm eingeschlagen. Er war furchteinflössen, sogar für einen Ork, aber nicht, weil er aussah wie ein Scheusal – sondern weil er auf eine hässliche und eigenartige Weise einem Menschen so ähnlich sah. Er war unser Anführer, einer der besten Orkgeneräle Saurons. Man musste nicht überlegen, warum ausgerechnet er den Ringkrieg überlebt hatte. Er war doppelt so gross wie seine Gefolgsleute, nicht zu übersehende Muskeln zuckten unter pulsierenden Adern und dicker Haut. Diesem Ork wollte man nicht auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. „Was gibt’s?“, fragte ich, den Kopf eingezogen. „Mach dich bereit, ihr zieht heute los. Dunland, ein paar Bauernhöfe plündern!“, ordnete Nedrash an, das grässliche Grinsen immer noch wie in seine Fratze gemeisselt. Die Männer neben uns nickten und ich lief mit ihnen los, um ein Lastpferd bereitzumachen. Wir reisten schnell und immer etwa zu siebt, plus ein Pferd für die Beute. Eilig band ich eines der Tiere los – Valania, eine athletische Rappenstute – und legte ihr Halfter an. Sie schnaubte und schüttelte den Kopf, als ich ihr die noch ungefüllten Taschen über den schmalen Rücken legte. Plötzlich hörte ich Schritte. Mein Vater kam auf mich zugerannt, Sorge in der sonst so gelassenen Miene. „Vater! Was treibst du hier?“, zischte ich leise. Er nahm meinen Arm und hielt mich fest. „Ich komme mit euch.“ Meine honigbraunen Augen wurden schmaler, denn ich erkannte die Unruhe in seinen Dunkelbraunen. „Was ist los? Was betrübt dich so?“, wollte ich wissen und blieb auf Abstand, Nedrashs Blick im Nacken spürend. Er hörte uns zu. Vater senkte den Kopf und fasste sich an den schwarzen Bart, strich eine lange, schwarze Strähne seiner lockigen Kopfbehaarung zurück und antwortete schliesslich, den Tränen nahe. „Sesha, sie haben Hada und Rasha! Sie setzen uns mit ihnen unter Druck.“ Ein Ausdruck des Entsetzens machte sich auf meinem Gesicht breit. Sie hatten meine Mutter und meine Schwester? Schon früher hatte Nedrash angedroht, sie von den Feldern zu holen, doch nie hatte er seine Drohungen war gemacht. Hasserfüllt drehte ich mich zu den riesigen Ork um und fixierte ihn. Er lächelte süsslich und verschränkte die Arme. Nun mit harschen Bewegungen machte ich mich fertig, zog den Gurt strammer und kontrollierte, ob meine zwei Dolche beide in ihren Scheiden steckten. Dann nahm ich Valania am Strick und zog sie mit mir. Vater folgte mir auf etwas Abstand. Wir sammelten uns am Bach, der aus den Schattenbergen zu uns hinabfloss. Acht waren wir, ich das einzige Mädchen. Mit 17 Jahren war ich eigentlich zu jung, wie meine Mutter fand, die nur froh war, dass meine kleine Schwester Rasha kein kämpferisches Potenzial zeigte wie ich. Nedrash rief zu uns hinüber: „Nun geht, lauft schnell! Ich habe eure Frauen, solltet ihr mich enttäuschen!“ Mein Vater hob mich hoch und setzte mich auf Valania, sobald wir losrannten. „Du hast die flinken Beine deiner Mutter, aber schone dich!“, sagte er und wies jeglichen Protest zurück.

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1508450105
Asche im Osten 1
Asche im Osten 1
Die junge Kriegerin Sesha gehört zu einem Volk, dessen Wurzeln in den Wäldern und Gebirgen von Rhun liegen. Unterdrückt und versklavt vom Orkgeneral Nedrash sind sie gezwungen, ein Leben im weit entfernten Nurnen zu führen. Zusammen mit ihrem Vater w...
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2017-10-19
402C
Herr der Ringe

Kommentare (15)

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Oona ( von: Oona)
Gestern
Asche im Osten 5 ist online, wenn auch in der falschen Kategorie...
Oona ( von: Oona)
vor 5 Tagen
Hey, gerade habe ich den nächsten Teil fertiggestellt und hochgeladen. Demnächst solltet ihr ihn lesen können! Danke für die vielen netten Kommentare! :-)
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 5 Tagen
Hey!
Hoffe,dass sich alles wieder beruhigt hat!!!Freue mich schon auf den nächsten teil!
Tiria (06654)
vor 5 Tagen
Dein Schreibstil ist der Hammer!!
Oona ( von: Oona)
vor 6 Tagen
Tut mir leid, dass so lange nichts mehr gekommen ist, ich hatte schulisch Stress. Im Moment bin ich dran, den 5. Teil zu beenden.
Galadriel (50992)
vor 7 Tagen
Selten so eine gute FF gelesen! Schreib unbedingt weiter!!!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 10 Tagen
WOW!!!!!Das Kapitel ist sehr gut geschrieben und man fühlt richtig mit Sesha mit,wenn sie darüber nachdenkt,wie sie ihre Familie retten kan!!!Schreib unbedingt weiter!!!!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 11 Tagen
Ich warte gespannt auf den neuen Teil!!!xD
Tiria (20074)
vor 11 Tagen
Hallo! Ich hab es noch nicht ganz durch, aber es gefällt mir^^
Könntest du bitte bei meinem RPG vorbeischauen?
Oona ( von: Oona)
vor 12 Tagen
Voila, der vierte Teil ist soeben fertig geschrieben. Es dauert wahrscheinlich noch, bis er auf testedich drauf ist, aber er sollte bald kommen!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 14 Tagen
Der neue Teil ist voll cool!!!!Ich kann mir alles bildlich vorstellen und diese Idee ist schon so schön...Bitte schreib schnell weiter!!!
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 16 Tagen
Danke ich freu mich schon :)
Oona ( von: Oona)
vor 16 Tagen
Hey, lost_hope! Ich habe vor kurzem den dritten Teil geschrieben, er sollte demnächst online gehen! Viel Spass dabei! ;-)
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 16 Tagen
Hey Oona,endlich habe ich Zeit einen längeren Kommentar zu schreiben...😉
Deine FF ist (wie schon im vorigen Kommentar geschrieben) sehr spannend und auch die Idee ist außergewöhnlich (auf die gute Art xD).
Ich mag deinen Schreibstil und du beschreibst alles sehr gut und man kann sich alles bildlich vorstellen.Ich fand die Stelle,an der Seshas Vater gestorben ist,auch traurig (bei so was bin ich sehr emotional xD)...Also bitte schreib weiter,ich würde gerne wissen,wie es weitergeht!
LG lost_hope
lost_hope ( von: lost_hope)
vor 21 Tagen
eine tolle und sehr spannende Geschichte ich würde mich freuen wenn du weiterschreibst